Ystad - und wo ist Kommisar Wallander?

wir sind immer noch auf dem Campingplatz in Ystad

Ystad. Wir gehören zu den Wohnmobilreisenden, die gerne länger an einem Ort verweilen, um Land und Leute besser kennenzulernen. Zudem gibt es, wenn man mit einem Wohnmobil in der Größe unserer Concorde (zur Erinnerung: 9,27m lang und 2,43 breit und 3,67 hoch) unterwegs ist, einige Punkte, die man unbedingt beachten sollte:

  • Auf jeden Fall ein LKW Navi benutzen, um kleine innerstädtische Straßen zu vermeiden
  • Wohnmobil- bzw. Campingplätze aussuchen, die ein problemloses Heranfahren ermöglichen
  • Ver- und Entsorgungsstationen aufsuchen, bei denen ein Auffahren auf eine Entsorgungsgrube einfach machbar ist; Abwasser- und Fäkalientank werden über einen Schlauch entleert
  • Der Boden muß das Gewicht des Fahrzeugs tragen können, auch bei nassen Konditionen sollte ein befahren möglich sein
  • Achten Sie bei der Stellplatzsuche unbedingt auf die Höhe Ihres Fahrzeuges, damit nicht Äste oder Zweige für einen Schaden sorgen
  • Und last but not least eine freie Sicht für die Satellitenschüssel in Richtung Südost
  • Noch ein Tip - unabhängig von der Größe eines Fahrzeuges: Füllen Sie niemals den Wassertank Ihres Fahrzeuges mit einem an der Entsorgungsstation  vorhandenen Wasserschlauch. Benutzen Siezum Wohle Ihrer Gesundheit immer Ihre eigene Schlauchtrommel und vergessen Sie die Adapter nicht.

Wenn alle diese Punkte erfüllt sind, spricht aus unserer Sicht nichts gegen einen längeren Aufenthalt auf demselben Campinplatz.

Mit dem Bus, der direkt vor dem Campingplatz abfährt, sind wir erneut nach Ystad gefahren (24 Stunden Ticket für zwei Personen 8.40 €), um auf den Spuren von Kommisar Wallander zu wandeln. In der Tourist Information, die direkt in der Nähe des Bahnhofs liegt, fanden wir ausreichend kostenloses Informationsmaterial über die Stadt und deren Kriminalgeschichte.

Durch kopfsteingepflasterte pittoreske Gässchen ging unsere Erkundungstour, vorbei an vielen wunderhübsch restaurierten Häuschen. Wenn im Sommer die Rosen blühen, muss der Anblick noch umwerfender sein.

Entlang der Fußgängerzone/Einkaufsstraße mit kleinen Geschäften, Kunstgewerbe und Schmuckläden erreichten wir das Neue Rathaus bzw. den Marktplatz. Dort werden jeden Tag an Marktständen Blumen und Gemüse verkauft. Weiter gingen wir zu einem Höhepunkt unserer Wallander Tour - Fridolfs Konditori. Wallander geht oft hierher um ein Fischbrötchen oder eine Zimtschnecke zu essen.  Auch wenn das blaue "Wallander-Gebäck" wahrscheinlich authentischer gewesen wäre - auch wir lieben die schwedischen Zimtschnecken und haben uns dafür entschieden. Beim Hinausgehen trafen wir deutsche Touristen, die auf ähnlicher "Krimi-Tour" waren.

In Schweden sind die Busse sehr modern und man kann nur über das Internet Fahrkarten buchen - was aber sehr einfach ist. Fast alle Busse werden mit einem Elektromotor angetrieben. Auch gibt es kein Gedrängel beim Einsteigen; äußerst angenehm...

Seit Montag sind wir nun in Schweden und haben bis jetzt kein Bargeld benötigt (Schwedische Kronen haben wir auch nicht dabei). Hier wird alles mit Karte bezahlt - auch kleinste Summen. An vielen Geschäften hängen Schilder, dass nur Kartenzahlung möglich ist; denn Schweden will das erste bargeldlose Land der Welt werden.

Wenn Sie Fragen an uns haben oder Tipps weitergeben möchten - immer her damit.

Liebe Grüße von Barbara und Peter an Bord der Concorde.

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