Hyperaktive Wildtiere und Wellness für alle Sinne

Region Achensee in Tirol: Sanfter Wintertourismus für Groß und Klein / Ranger-Touren in Karwendel-Täler

Rund um den Tiroler Achensee gibt es vielfältige Ski- und Loipengebiete für Anfänger und Fortgeschrittene sowie zahllose Routen zum Winter- und Schneeschuhwandern.

Das Freizeitzentrum Atoll Achensee direkt am Seeufer bei Maurach bietet Entspannung, Wellness und Badespaß für die ganze Familie.

Relaxen vor Bergkulisse: Dabei geht der Blick durch die Panoramafenster auf den Karwendel, das Rofangebirge und den fjordartigen Achensee.

Direkt vom Örtchen Pertisau aus lassen sich Ranger-Führungen in die Karwendel-Täler unternehmen.

Gute Winter-Infrastruktur: Neben Ski- und Loipengebieten, Rodelbahnen und Wanderstrecken bietet die Region auch Ecken für eine ruhige Kutschenfahrt in ein Seitental.

Auf den geführten Touren erfährt man spannende Geschichten zu den Tricks der Tiere, wie dem Eichelhäher, die kalte Jahreszeit zu überleben.

Region Achensee in Tirol: Sanfter Wintertourismus für Groß und Klein / Ranger-Touren in Karwendel-Täler

Zu einem weiten, unbekannten Land reisen, neugierig die Welt entdecken: Heute, da die Erde bis in den letzten Winkel erforscht ist, muss dieser Wunsch für die meisten Menschen unerfüllt bleiben. Dennoch lohnt es sich immer, selbst auf Entdeckungsreise zu gehen, schließlich ist eine Erfahrung nicht alt, langweilig oder überflüssig, nur weil sie zuvor schon ein anderer gemacht hat. Und für so ein Erlebnis braucht es überhaupt gar keine lange Anfahrt: Der Achensee in Tirol ist beispielsweise so ein ungewöhnlicher Fleck, an dem man gerade jetzt zur kalten Jahreszeit Verborgenes aufspüren, unbeschwerte Wintertage erleben und kleine, aber umso sinnlichere Bergabenteuer unternehmen kann.

Eine querfeldein Erkundungstour im Naturpark Karwendel, an dessen östlichem Rand der türkisschimmernde Achensee liegt, eignet sich gut für einen Einstieg in die wilden Facetten des drittgrößten Bundeslandes der Republik Österreich – und gleich in einem spannenden Format: Von den Orten Achenkirch, Maurach und Pertisau starten regelmäßig im Wechsel geführte Ranger-Wanderungen in die alpinen, naturnahen Täler des Gebirgsmassivs, die leicht zu gehen sind, ob mit oder ohne Schneeschuhe. Das „Eintauchen“ in und das Einlassen auf die Besonderheiten einer für die Tier- und Pflanzenwelt entbehrungsreichen Zeit, im Griff von Eis und Tiefschnee, umgeben von steil aufragenden, bis zu 1000 Meter hohen, grauen Kalkstein-Wänden, lösen Staunen und mitunter Ehrfurcht aus.

„Es sind bemerkenswerte Überlebensstrategien, die Flora und Fauna entwickelt haben, um die kalten Monate zu überstehen“, schwärmt Sebastian Pelloni über die Kniffe der Wildtiere. Die einen seien findige Bevorrater, andere Teilzeit-Vegetarier oder Aasfresser, zählt er die einzelnen Spezialisten beim Marsch vom Örtchen Eben am Achensee ins versteckte Weißenbachtal auf und zeigt rechts und links des Weges auf kreuz- und quergehende Spuren von Reh, Schneehase, Eichhörnchen & Co. Manche von ihnen, so der Biologe, legten in dieser Jahreszeit einen hyperaktiven Elan hin.

So ein Kandidat ist der Eichelhäher. Er bringt vor dem Winter Vorräte von bis zu 10 000 Samen in verschiedenen Verstecken unter, die er mit seinem guten Gedächtnis zu 60 Prozent wiederfindet, der Rest keimt im Frühjahr“, präzisiert der kundige Natur-Guide diese Art der Vorratswirtschaft.

Mit ihr einhergehe der Beitrag des Vogels zur Waldverjüngung, andererseits beleuchte alleine dieses Beispiel die spannenden, wirksamen Netzwerke der Natur, die die kalte Jahreszeit nicht aushebeln könne, hebt Pelloni den Reichtum auch kleiner ökologischer Lebensräume hervor. Und davon gibt es noch jede Menge zu sehen: Denn auf mehr als 150 Kilometern geräumter Winterwanderwege entlang des Sees, in den Tälern und am Berg eröffnet die Region noch viele Fenster für persönliche, naturnahe Begegnungen. 

Gezielt will der Tourismusverband Achensee seine bislang schon zugkräftigen touristischen Angebote und Aktivitäten im Kontext von Umweltschutz und Nachhaltigkeit ganzjährig ausweiten, um damit seiner Vorreiterrolle als einer der ersten Verbände österreichweit, der sich diesem Thema in dieser Form widmet, gerecht zu werden. „Dafür haben wir die Kampagne Taktvoll gestartet, denn nur gemeinsam, also im Takt, kann es gelingen, den Lebens- und Erholungsraum Natur auf den Bergen, in den Tälern und am See zu schützen. Und nur mit dieser Art Achtung vor der Natur kann diese als entscheidende Kraftquelle für heutige und zukünftige Generationen erhalten bleiben“, unterstreicht Maria Wirtenberger, stellvertretende Geschäftsführerin von Achensee Tourismus, die ambitionierten Anstrengungen aller Akteure. Etliche Hotels und Gastronomiebetriebe setzten schon voll und ganz auf diese achtsame Philosophie – und dieser Ansatz stärke am Ende die Urlaubsregion als Ganzes und den Menschen in den Urlaubsgebieten ermögliche er einen fairen Lohn.

Und noch was sei wichtig, wie die Tourismus-Expertin betont: „In nachhaltigen Hotels wird man als Gast und als Individuum wertgeschätzt, und die Urlaubs- und Freizeitchancen der Umgebung werden dem Gast gerne nahegebracht. Es entstehen so Beziehungen, was nichts anderes heißt als taktvoll mit unseren Mitmenschen und der Umwelt vor Ort umzugehen.“

Apropos vor Ort: Wenn im Winter die Sonne über der Bergsilhouette des fjordartigen Sees aufsteigt, frischer Schnee die Landschaft in ein weißes Kleid hüllt und abends stimmungsvolles Leuchten von urigen Gasthöfen und Almhütten einen einfängt – dann ist man mitten drin in der Traum-Abenteuer-Auszeit und Durchatmen und Ankommen in einer liebenswerten und richtig gemütlichen Ecke Tirols sind angesagt. So richtig erholt, kann es kurzerhand mit Schwung auf die Piste gehen: Neben den überschaubaren, feinen und abwechslungsreichen Ski- und Loipengebieten für Groß und Klein locken zudem zahlreiche Naturrodelbahnen, die zum Teil bis Mitternacht im Flutlichtschein winterliches Vergnügen pur versprechen.

Nach so einem Outdoor-Erlebnis an der frischen Luft kommt ein wohliges „Auftanken“ gerade recht – und hier kommt man am neuen Atoll Achensee direkt am Mauracher Seeufer nicht vorbei. In der 6500 Quadratmeter großen Wellness-Anlage, unterteilt in das familienfreundliche Familienbad (mit Außenbecken und Blick in die anmutige, alpine Welt) und das Penthouse-SPA mit Sauna-Landschaft, können sich die Besucher nach einem ereignisreichen Tag nach Herzenslust entspannen. Und dieses Credo herrscht überhaupt an Tirols größtem See vor: Neben einer herausragenden, gelebten Gastfreundschaft, den spürbaren Bemühungen eines sanften Wintertourismus schafft es dieser familienfreundliche Flecken, garniert mit einem Schuss Abenteuer, die Sinne auf vielfältige Weise zu verzaubern.

Infos zu der Tiroler Bergregion unter: www.achensee.com und www.tirol.at und www.karwendel.org

Text: Joseph Singer

Fotos: Joseph Singer und Achensee Tourismus

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