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Reise-Kurier

Großartige Ehrung für Alexander Reichmann, CEO Ahorn Camp aus Speyer

Ausgewählt unter vielen und jetzt unter den letzten 19 Unternehmern für den Titel "Entrepeneur of the Year"

Speyer. Welche Ehre, die Alexander Reichmann zuteil wurde. In Anerkennung seiner Leistung, mit persönlichem Engagement und Weitblick sein Unternehmen zu führen und für wirtschaftliches Wachstum zu sorgen, erhielt er einen Finalistenaward der renommierten Firma Ernst & Young. Damit ist er unter den letzten 19 Teilnehmenden in diesem Wettbewerb - ausgewählt unter vielen, auch deutlich größeren Unternehmen.

Die Firma Ahorn Wohnmobile GmbH wurde 1991 in der Gemeinde Ahorn von Ingenieur und Investor  gegründet, der schon damals eine große Zukunft für das Reisemobilgeschäft sah. Seit damals sieht man das Ahornblatt im Logo der Firma, in dem die Silhouette eines Wohnmobils integriert ist.

1987 wurde Alexander Reichmann  geboren. Er studierte nach dem Abitur International Business und arbeitete anschließend bei Fiat in Frankfurt am Main, bevor er sich 2013 voller Enthusiasmus des Geschäftes seines Vaters annahm. Mit einer klaren Idee, wohin der Weg führen sollte, zwischen Tradition und Moderne, begann er als einziger Mitarbeiter in der Firma.

Und der Weg ging steil nach oben. Hatte er bei seinem ersten Verkauf noch den Vater um Rat gefragt, steht inzwischen ein Team von über 60 Mitarbeitern bereit, um die Kunden bestens zu beraten und zu betreuen.

Mittlerweile besitzt die Firma Ahorn 3 Niederlassungen in Deutschland: die Hauptniederlassung in Speyer, eine Vertriebsniederlassung in Mülheim a.d. Ruhr und in Dietzenbach bei Frankfurt, wo eine der größten Ahorn Rent Standorte in Deutschland Raum gefunden hat.

Ahorn Rent verleiht in über 40 Vermietstationen mehr als 350 Fahrzeuge. Konsequent werden seit 2014 als Basis der Ahorn Camp Reisemobile Renault Chassis genutzt und damit ist der Reisemobilvertrieb ebenfalls bei 30 Renault Händlern deutschlandweit etabliert. "Wir haben als Basisfahrzeug an Renault geglaubt und sind mittlerweile der größte Kunde in Europa," berichtete Alexander Reichmann.

Die Fahrzeuge werden in Paris angekauft und im Kooperationswerk Luano Camp in Poggibonsi in Italien zu teilintegrierten Reisemobilen und Alkoven Reisemobilen für den deutschen und europäischen Markt auf - und umgebaut.

Das Jahr 2020 begann für die Firma ganz normal mit der CMT in Stuttgart, bevor dann Corona alle weiteren Pläne über den Haufen warf. Die Verkaufsräume mussten geschlossen werden, die Produktionsstätten ebenso und letztendlich schloß auch Renault sein Werk.

Was war nun zu tun? Das bisherige Marketing war nicht für diese Krise geeignet und deshalb wurde im April digitales Verkaufen eingeführt. Es lief sehr erfolgreich und im September wurde dann in Düsseldorf der "Caravan-Salon", die erste Messe unter Coronabedingungen, veranstaltet.

Was macht unser Produkt aus? Eine Frage, die Reichmann so beantwortet: "Wir stehen für Freiheit, Spontanität, Unabhängigkeit, Flexibilität und Nachhaltigkeit. Die Verbindung zur Natur ist uns ganz wichtig. Und da viele Käufer das auch so sehen, nahm der Verkauf auch in Coronazeiten Fahrt auf. Denn wo kann man sicherer seinen Urlaub verbringen als im eigenen Wohnmobil?"

Alexander Reichmann hat in dieser schwierigen Zeit viel Wert darauf gelegt, neue Kundengruppen für den Wohnmobilmarkt zu erschließen. Waren früher eher die sogenannten "Golden Ager" die Hauptkäufer, greifen inzwischen immer mehr junge Leute zu den "eigenen vier Wänden". Diese potentiellen neuen Kunden hat er zum Beispiel durch die Verpflichtung von "Influencern" auf Wohnmobile aufmerksam gemacht. So waren unter anderem die Blogger https://thisismaja.com/ mit einem Ahorn Wohnmobil unterwegs. Und ein junges Paar mit Kind ist für ein ganzes Jahr mit dem Wohnmobil auf Reisen und berichtet darüber. Frei nach dem Motto: "Jeder Mensch ist potentieller Kunde!"

Gegenüber dem August des Vorjahres hat der Verkauf um 63% Prozent zugenommen! Und der gewaltige Nachholbedarf ist immer noch nicht abgearbeitet, sondern die Nachfrage nimmt stetig weiter zu. Auch die Mehrwertsteuersenkung hat einen Anteil daran, denn bei diesen Preisen sind 3% schon eine schöne Summe.

Seine Ziele für die Zukunft definiert Alexander folgendermaßen:

  • Marktanteile ausbauen
  • Markenwert steigern
  • Internationalisierung
  • neue Kundengruppen gewinnen
  • noch nachhaltiger produzieren - Stichwort CO2 Fußabdruck

Die Herausforderungen liegen ganz eindeutig in der Zukunft der Mobilität. Des weiteren darin, ein größeres Grundstück in Speyer zu finden, um weiter expandieren zu können. Der Fachkräftemangel ist bei uns wie in vielen anderen Branchen ebenso problematisch, resümierte Alexander Reichmann. Aber seit kurzem ist seine Schwester Franziska Reichmann nach ihrem Studium als viertes Familienmitglied auch in die Firma eingestiegen und übernimmt seither in führender Position die Marketing Abteilung.

Als Höhepunkt übergab Helge-Thomas Grathwol von Ernst & Young gemeinsam mit Rolf Piechowitz der LTG Bank AG Liechtenstein den begehrten Preis. Er erläuterte , dass dieses ein letzter Schritt auf dem Weg ins Finale sei - seit 1996 sind insgesamt nur 451 Teilnehmer gekürt worden. 50.000 Unternehmen haben teilgenommen und bisher hat nur ein einziger Deutscher dieses Finale gewonnen.

Drücken wir gemeinsam diesem jungen sympathischen Unternehmer die Daumen, dass Alexander Reichmann am 22.10.2020 als zweiter Deutscher den Preis virtuell entgegennehmen kann! 

Eine durchaus in Coronazeiten würdige "Feierstunde", an der neben dem Initiator des Unternehmens Hans-Joachim Reichmann die Familienmitglieder, Ahorn-Mitarbeiter, Vertreterinnen der Stadtverwaltung, der Vereinigten Volksbanken Kur- und Rheinpfalz teilnahmen. Von politischer Seite waren die nominierte FDP Direktkandidatin für die Landtagswahl 2021 in Rheinland-Pfalz  Bianca Hofmann und der langjährige FDP Europaabgeordnete Jürgen Creutzmann der Einladung gefolgt. Text: bk; Foto: pem

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weitere Informationen unter: https://www.ahorn-camp.de/

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