Zum Hauptinhalt springen

Reise-Kurier

Corona, Polarkreis und Nordlicht - TEIL 2 aus unserem "MORELO-Home" Office

Und immer weiter Richtung Norden

Helsinki/Kokkola. Es war schon ein besonderes Erlebnis, nach Monaten der zwangsweisen Zurückhaltung in einem Kaufhaus einkaufen zu gehen und es sich anschließend in einem Cafe gemütlich zu machen. Auch die Finnen sind "kaffeeverrückt". Aber wir haben dabei immer an unsere Landsleute in Deutschland gedacht, die derzeit nicht diese Möglichkeiten haben. Alles safe und mit Maske, wobei auch hier Bevölkerungsgruppen konsequent keine Masken tragen - was allerdings in Finnland nur empfohlen wird und nicht gesetzlich vorgeschrieben.

Am Mittwoch war es nun an der Zeit, Helsinki zu verlassen - bei minus zwanzig Grad. Zu keiner Zeit haben wir gefroren - der Unterschied zwischen "Draußen" und "Drinnen" betrug teilweise über vierzig Grad. Bevor wir Helsinki verließen, haben wir noch bei einem Händler die Gasflaschen getauscht. Er hatte fast alle gängigen europäischen, so auch deutsche, Gasflaschen vorrätig. Die Adresse des Händlers: Kippari-Caravan, Vanhanlinnantie 15, 00900 Helsinki. Er gab uns den guten Ratschlag, die deutschen Flaschen gegen finnische Flaschen zu tauschen - die Anschlüsse sind nämlich genau gleich. Dadurch wird es einfacher, die Gsflaschen in Finnland zu wechseln. Die deutschen Flaschen werden bis zur Rückreise aufgehoben.

Zuerst steuerten wir Rauma an; Weltkulturerbe sind die Holzhäuser dort. Über kostenlose, gut ausgebaute und leere Autobahnen erreichten wir unser Ziel. Leider war der Campingplatz geschlossen und so blieb uns nur die Möglichkeit, außerhalb der Stadt auf einem ABC Autohof zu übernachten. Dort hatten wir sogar einen Stromanschluss zur Verfügung. Der Laden hatte eine große Auswahl, normale Preise und ist rund um die Uhr geöffnet. Wer mag, kann dort bei Hesburger, der finnischen Version von MC oder BK auch etwas Warmes zu sich nehmen.

Am nächsten Morgen ging es weiter nach Vaasa. Dort hatten wir wieder das gleiche Problem - Campingplatz geschlossen - obwohl in unseren Unterlagen ganzjährig geöffnet vermerkt ist - und der Stellplatz nicht nutzbar, so daß wir gezwungen waren, trotz beginnendem starken Schneetreiben weiterzufahren. Auf den Landstraßen in Finnland beträgt die Höchstgeschwindigkeit 80 Stundenkilometer, so daß wir an diesem Tag mehr als sechs Stunden unterwegs waren.

Noch ein Wort  zu den Tankstellen - die Preise sind mehr oder weniger gleich. Für Diesel bezahlt man zwischen 1,42 € und 1,49€ den Liter. Häufig hat man nur die Möglichkeit an Tankautomaten für einen festen Betrag, also 10€, 20€, 40€, 60€ oder 90€ zu tanken. Es gibt kein Restgeld, also sollte man ungefähr wissen, was man benötigt. An den meisten Tankstellen bekommt man etwas Warmes zu essen, so daß immer ausreichend für Verpflegung gesorgt ist.

So kamen wir gesund, aber ein wenig genervt auf einem schönen Campingplatz in Kokkola an. Dank Internet und Handy konnte unsere Ankunft perfekt gemacht werden.  Spaziergänge durch eine Wintertraumlandschaft an der zugefrorenen Ostsee und diesen Bericht schreiben, waren unsere einzigen heutigen Aktiväten.

Morgen am Sonntag, den 21. Februar wollen wir weiterfahren, nach Oulu oder Kemi an der finnisch-schwedischen Grenze. Unsere Wettervorhersage bleibt bei -4 Grad und Schneefall. Na ja, wir wollten es ja so haben (auch wenn uns jetzt schom einige Finnen mitgeteilt haben, im Sommer wäre es schöner) aber Nordlicht ist halt im Sommer nicht zu sehen! Bleibt bitte gesund und bis bald! Text und Foto: bk;pem

Archiv

Hier finden Sie unsere Berichte und Meldungen von April 2011 bis zum 31. August 2017