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10 Jahre SPEYER-KURIER

k(ein) Grund zu feiern? Aber doch - als gebürtiger Speyerer und Pfälzer sowieso

Speyer/Altlussheim. Wir hatten uns viel vorgenommen, damals Anfang 2011. Die große Salier-Ausstellung stand in den Startlöchern. Speyer hatte mit Hansjörg Eger einen neuen Oberbürgermeister, die Salierbücke war befahrbar und von Corona-Pandemie keine Spur.

Es war damals nicht immer einfach und ist es auch heute nicht. Was mussten wir uns im Laufe der Zeit alles anhören! Ihr seid ein "CDU-Blatt", dann wurden wir zum "SPD-Blatt" erklärt, kurze Zeit irgendwie nach rechts abgerutscht auf die gegenüberliegende Seite verortet. Es ging also hin und her. So haben unsere unterschiedlichen LeserInnen jeweils ihre eigene Sichtweise.

Derzeit haben wir ein falsches Demokratieverständnis - werden beschimpft und bedroht- nur weil wir bestimmte Bilder einer bestimmten Gruppe in Speyer nicht mehr sehen wollen? Jeder hat das Recht in unserer Demokratie zu demonstrieren und seine Meinung zu äußern ohne Repressalien befürchten zu müssen. Aber bitte die Regeln einhalten!! Und das tun diese Q-Denker einfach nicht. Verordnungen, Auflagen werden bewusst mißachet und die Sache um die es eigentlich geht -unser aller Gesundheit- lächerlich gemacht bzw. nur als "Aufhänger" für eine Demo benutzt.  Wir werden die Entwicklung weiter beobachten. Ach ja, all diejenigen die dem Unterzeichner, den sie in der Regel nicht persönlich kennen, vorwerfen, kein Demokratieverständnis zu haben, sei gesagt: Dieser "Schmierfink" hat in Speyer schon Demos, Popfestivals und Unterschriftenaktionen durchgeführt für Grundrechte, Menschenrechte gegen Armut usw. da waren sowohl facebook wie auch viele der "unsachlichen Schreiberlinge" noch weit von ihrer Geburt entfernt. Also bitte keine Belehrungen in Sache "Demokratie". Demokratie ist keine Einbahnstrasse, Demokratie erlässt Spielregeln. Also bitte unsere demokratischen Spielregeln einhalten oder versuchen, diese über die Parlamente ändern lassen.

Es hat uns immer viel Freude, manchmal auch Spass, bereitet über Geschehnisse in der Stadt und darüber hinaus zu berichten. Auch die Einbindung der nordbadischen Kommunen (Kurpfalz) in unsere Zeitung war von Anfang gewollt; denn der Rhein sollte medial keine Grenze sein. Durch die Landesgartenschau in Landau haben wir unseren Pressebereich in die südliche Weinstrasse und die Stadt Landau erweitert. Dies hat wohl großen Anklang gefunden, denn die "Nachmacherblättchen" haben dann ebenfalls ihren "Horizont" erweitert.  Dies bestätigt uns erst recht in unserer Vorgehensweise. Artikel mit Bild oder Logo zu veröffentlichen ist für uns selbstverständlich. 

Viele kostenlose Gewinnspiele konnten wir in dieser Zeit mit unseren Lesern zukommen lassen - und diese wurden gerne angenommen und haben schöne Stunden bereitet; sowohl bei Veranstaltungen als auch in ruhigen Stunden mit einem guten Buch. Wir waren jeden Tag in diesen zehn Jahren für Sie da - auch am Wochenende und an den Feiertagen haben wir Sie, liebe Leserinnen und Leser, mit Neuigkeiten versorgt.

Natürlich ist durch die Corona-Pandemie vieles oder fast alles anders geworden. Auch zum Eigenschutz haben wir viele Termine in den letzten Monaten nicht wahrgenommen. Aber auch die Sperrung der Salierbrücke ist für uns Anlass, seltener nach Speyer zu kommen - denn 50km und bis zu 45 Minuten Fahrzeit sind ein zu großer Finanz- und Zeitaufwand.

Aber zum Jahresende wird hoffentlich die große Coronawelle abgeebbt sein und nach Auskunft des Reg-Präs. in Karlsruhe wird die Salierbücke bis spätestens Jahresende 2021 wieder geöffnet. Es gibt also Hoffnung, dass vieles besser wird. 

Bei diesem kurzen und unvollständigen Rückblick bleibt es nicht aus, an die Personen und Institutionen zu denken, die den SPEYER-KURIER von Anfang an unterstützt haben,: unsere Inserenten. Die Stadtwerke Speyer, die GEWO, die Sparkasse Vorderpfalz, die Vereinigte Volksbank Kur- und Rheinpfalz , GABIS, OK Apotheken und PM-International.  Auch der Verkehrsverein Speyer, die Stadt Speyer und die Eichbaum Privatbrauerei waren immer zur Kooperation bereit.  DANKE dafür. Weiterer Dank gilt Jürgen Schaaf, der, wann immer er Zeit hatte, Videos und Berichte für uns produzierte. Und noch unser Igglemer Franz Gabath, der intensiv aus der Faschingshochburg  - und auch sonst - über Böhl-Iggelheim berichtet. Unsere Brezelfest und Weltrekord-Videofilmer und Produzenten Michael Waldschmidt und Nico Steegmüller ein großes Lob und vielen Dank. Michael Sonnick unser "Tausensassa" des Sports auf vielen Plätzen, Hallen und auf Rennstrecken zuhause sorgt permanent für Sport- und Sportler-Informationen aus der Region, Große Klasse.

Wer hat mir über die zehn Jahre den Rücken freigehalten, in den letzten Jahren Artikel geschrieben, die Texte und Fotos in das Zeitungsprogramm Typo3 eingepflegt? Mein Engel - meine geliebte Ehefrau - Barbara. Die starke Frau an meiner Seite. Danke für ALLES.

Unvergessen unser viel zu früh verstorbener Freund und Mitgründer Gerhard Cantzler, ebenso wie Journalist Werner Schilling ("Ich hab da was für Euch...") mit bezaubernden und spannenden Berichten. Kein Speyerer Fest ohne Andreas, Andreas Barth. Auch mit ihm zu sprechen, zu feiern, über Glühweinverlosungen nachzudenken, ist durch sein plötzliches Ableben nicht mehr möglich. Bernhard Hagenbucher, ein Wirbelwind hinter der Kamera produzierte mit seiner Gerda für den SPEYER-KURIER. Und dann war da noch ein Mann, der durch seine freundliche Herzlichkeit viele, so auch uns, in seinen Bann zog - Reinhard Oelbermann. Viele interessante Gespräche mit ihm, sowie einen Besuch gemeinsam mit den Ordensschwestern der St. Dominikus Stiftung im Landtag in Mainz waren immer inspirierend und bleiben unvergessen.

Nun schauen wir nach vorne. Corona hat nun leider einige Ideen ruhen lassen. Wir werden weiterhin innovativ und objektiv über Geschehnisse in unserer wunderschönen Heimat berichten. Wenn Sie mögen, auch mit Ihrer Unterstützung; denn der SPEYER-KURIER versteht sich weiterhin als Mit-Mach-Zeitung. 

Zwei Dinge zum Schluss:

1. Der Fernsehjournalist Dr. Franz Alt hat mir in einem persönlichen Gespräch erklärt: "Nicht einmal das Objektiv einer Kamera ist objektiv". Und trotzdem versuchen wir in Wort und Bild so objektiv wie möglich zu sein. Sicherlich gelingt uns das nicht immer. Sicher mögen manche Leser andere Artikel, weniger Polizeimeldungen usw. aber auch wir müssen aus der Vielzahl der täglichen Informationen entscheiden, was wir wie veröffentlichen. Dafür müssen wir im Impressum mit unseren Daten gerade stehen. Das unterscheidet uns von den "Sozialen Medien"  und das ist auch gut so!

2. Wenn Sie, was selbstverständlich Ihr gutes Recht ist, anderer Meinung sind, ist das in Ordnung. Nicht in Ordnung finden wir es allerdings, wenn wir beleidigt, bedroht und mit Worten oder Zitaten beschimpft werden, die aus den vergangenen braunen Zeiten Deutschlands stammen.

Bleiben Sie uns weiterhin gewogen, bleiben Sie bitte gesund und wenn Sie einige freundliche Worte für uns übrig haben - wir freuen uns darauf. So, jetzt wird gefeiert! 

Für die Redaktion des SPEYER-KURIER

Peter Müller