Neues aus Germersheim

Am alten Hafen wurde eine Obdachlosen-Begegnungsstätte eingerichtet - Der VfR Sondernheim 1926 e.V. präsentiert neuen Jugendraum

Vor dem Jugendraum: Christian Keiser (links im Bild) und Bürgermeister Marcus Schaile

­Am alten Hafen wurde eine Obdachlosen-Begegnungsstätte eingerichtet

Im Auftrag der Stadt Germersheim betreut das DRK seit 01.07.2021 Obdachlose, die in städtischen Einrichtungen untergebracht sind. Neben den beiden Obdachlosen-Unterkünften am Alten Hafen 10 und 10a (Wohncontainer) wurde am 20. Juni eine Obdachlosen-Begegnungsstätte ebenfalls Am alten Hafen eingerichtet.

In der Zeit von Montag bis Freitag zwischen 09:00 und 18:00 Uhr steht den Bewohnern ein Betreuungsraum in der neuen Begegnungsstätte zur Verfügung. Eine sozialpädagogische Betreuung wird zwischen 10:00 und 16:30 Uhr angeboten, in dieser Zeit ist ein Betreuer vor Ort. Ein Anreiz für die Obdachlosen, nach dem Aufstehen morgens gleich in die Tagesstätte zu kommen, ist unter anderem das Hilfsangebot von Seiten der Stadt und des DRK. Darüber hinaus gibt es auch eine warme Mahlzeit, die zwischen 1 und 2 Euros kostet, und gratis Getränke (Kaffee, Tee und Mineralwasser). Die Begegnungsstätte verfügt aber auch über WLan und PC´s, um z.B. Bewerbungen schreiben zu können.

„Obdachlose bekommen in Germersheim nicht nur eine Wohnung und Verpflegung, sondern wir möchten ihnen auch zu einem geregelten Tagesablauf verhelfen. Dafür müssen die Bewohner*innen um 09:00 Uhr ihre Unterkünfte verlassen und sich idealerweise in der Begegnungsstätte aufhalten bis sie ab 18:00 Uhr wieder zurückgehen können. Zusammen mit dem DRK ist es unser erklärtes Ziel, dass wir allen Obdachlosen, die zurück in die Gesellschaft wollen, auch die bestmögliche Unterstützung und -begleitung geben, dafür verbessern und erweitern wir das städtische Angebot sehr gerne“, betont Bürgermeister Marcus Schaile.

Sozialpädagoge M.A. Modjtaba Ghazaei von der Beratungsstelle für Wohnungslosen freut sich, dass mit der Begegnungsstätte nun eine intensivere Arbeit mit den Bewohner*innen möglich ist: „Man kann in der Begegnungsstätte einfach besser miteinander ins Gespräch kommen. So können wir enger zusammenarbeiten, was sehr hilfreich ist, wenn wir Obdachlose motivieren möchten, sich eine Arbeit oder eine Wohnung zu suchen oder zum Beispiel eine Therapie zu machen.“ 

Der VfR Sondernheim 1926 e.V. präsentiert neuen Jugendraum   

Am vergangenen Dienstag kam Bürgermeister Marcus Schaile auf Einladung des 1. Vorsitzenden der Bolzplatzhelden e.V. Christian Keiser und des 1. Vorsitzenden des VfR Sondernheim 1926 e.V. Andreas Schimann auf das Trainingsgelände des Vereins, um den neuen Jugendraum „Helden Club“ zu besichtigen.

Bürgermeister Marcus Schaile zeigte sich begeistert vom komplett ausgebauten und mit ansprechenden Paneelen verkleideten Container, den die Bolzplatzhelden - ein Verein zur Förderung der Jugendarbeit beim VfR Sondernheim - bereitgestellt und mit Spenden finanziert haben. „Der neue Jugendraum ist wirklich ein einladender Raum, in dem sich die Kinder sicherlich wohlfühlen werden und der darüber hinaus auch viele Möglichkeiten als Gruppenraum bietet. Auch der Name „Helden Club“ gefällt mir sehr gut. Da wissen die Nachwuchsspieler von klein auf, dass sie die wahren Helden ihres Vereins sind“, stellt Bürgermeister Marcus Schaile fest.

Der Jugendraum sei für alle Altersklassen geeignet und könne auf vielfältige Weise genutzt werden, wie etwa für Mannschaftsfeiern, Trainingsbesprechungen, zum Spielen, für Nachhilfestunden oder auch für Bewerbungsschreiben, erklären Christian Keiser und Andreas Schimann. Spieler*innen aus den derzeit 12 Jugendmannschaften können sich mit anderen nach Rücksprache mit der jeweiligen Trainer*in jederzeit im „Helden Club“ treffen.

Der Jugendraum verfügt bereits über Mobiliar, wie etwa Tische und Stühle, einen Kühlschrank, ein TV- Gerät, aber auch über Spielgeräte wie einen Kicker oder ein Spiel mit Basketballkörben, das auch schon die Bambinis spielen können. Demnächst sollen auch Internet und WLan folgen.

„Der große Wunsch unseres Mitbegründers des Fördervereins und leider viel zu früh verstorbenen Freund Bülent Öktem war immer ein Jugendraum gewesen. Bülent war immer für alle da gewesen, hatte immer das Beste gewollt und immer das Beste gegeben. Er hätte sich sehr über den Jugendraum gefreut“, weiß Christian Keiser. Aus diesem Grund erinnere ein Schild vor dem Eingang zum „Helden Club“ in liebevoller und dankbarer Weise an Bülent Öktem.

Text und Bild: Stadtverwaltung Germersheim