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Dienst am Leben

Diakonissen Hebammenschule feiert Jubiläum

Chor der Auszubildenden der Diakonissen Hebammenschule

Speyer. Ihr 25jähriges Bestehen hat am 30. November die Hebammenschule am Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer gefeiert.

352 junge Frauen haben seit der Eröffnung der Schule 1993 hier ihr Examen abgelegt, aus fast 16.000 Bewerberinnen wurden sie ausgewählt. Im Beisein von Vertretern aus Politik, Kirche, Wissenschaft und Gesellschaft blickte Schulleiterin Ute Bauer auf die erfolgreiche Geschichte zurück: Gestartet mit 45 Ausbildungsplätzen, hat das Gesundheitsministerium im Sommer 2017 zugestimmt, die Kapazität auf 60 Plätze zu erhöhen. Bauer ging außerdem auf das innovative Speyerer Modell einer Kombination aus Hebammenausbildung und ausbildungsintegriertem Studiengang ein.

Dass die Diakonissen Hebammenschule eine wichtige Rolle bei der Entstehung und Entwicklung des Studiengangs für Hebammen an der Hochschule Ludwigshafen gespielt hat, bestätigte deren Studiengangsleiterin Prof. Dr. Nina Knape. Sie überbrachte die Glückwünsche des Fachbereichs Sozial- und Gesundheitswesen und betonte die besonderen Eigenschaften der Schule: Anteilnahme, Ansprechbarkeit, Empathie und die Vermittlung von Zugehörigkeit gehörten ebenso dazu wie das berufs- und bildungspolitische Engagement. Das alles seien Eigenschaften, die auch Hebammen in ihrem Beruf benötigten, so Knape.

Auf den Beruf der Hebamme in der Geschichte und heute ging Pfarrer Dr. Günter Geisthardt, Vorsteher des Schulträgers Diakonissen Speyer-Mannheim ein. Er betonte, dass der Beruf der Hebamme zu den ältesten helfenden Berufen der Menschheit gehört, über den bereits die Bibel im 2. Buch Mose im 1. Kapitel berichtet. Bis heute gehöre zur Geburt mehr als der rein biologische Vorgang, so Geisthardt. Sie sei vielmehr „ein existenzielles Geschehen, das alle Dimensionen des Mensch-Seins betrifft und umfasst.“ Müttern und Vätern bei der Vorbereitung der Geburt, der Geburt selbst und der Nachsorge beizustehen sei Aufgabe von Hebammen. „Als Dienst am Leben ist die fachliche wie menschliche Qualifizierung für diese Aufgabe, die Ausbildung von Hebammen, eine zutiefst diakonische Aufgabe“, unterstrich Geisthardt.

Abgerundet wurde die Feier durch einen Festvortrag von Dr. Uwe Eissler, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer sowie die musikalische Begleitung durch Corinna Schneider an der Harfe und Sabine Diven, Gesang, mit dem Chor der Auszubildenden der Hebammenschule.

Informationen zu den Ausbildungsmöglichkeiten unter www.diakonissen.de.

Text und Foto: Diakonissen Speyer-Mannheim