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Corona-Pandemie hat den Tourismus ins Mark getroffen

Landtagsabgeordneter Michael Wagner (CDU) zu Besuch bei Gereon Haumann, dem Vorsitzenden des Deutschen Hotels- und Gaststättenverbands Rheinland-Pfalz

Präsident Gereon Haumann und MdL Michael Wagner

Bad Kreuznach. Michael Wagner (CDU), Landtagsabgeordneter und tourismuspolitische Sprecher seiner Fraktion, weilte zu einem Informations- und Gedankenaustausch zum Thema "Tourismus in Rheinland-Pfalz" beim Präsidenten des Deutschen Hotels- und Gaststättenverbands (DEHOGA) Rheinland-Pfalz, Gereon Haumann.

"Der Tourismus ist ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor, der dem Land Rheinland-Pfalz rund 680 Mio € an Steuereinnahmen in die Kassen spielt. Vielen Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzern gibt die Tourismuswirtschaft Arbeit und Einkommen. Allein im Gastgewerbe, das den Kernbereich der Tourismuswirtschaft bildet, sind gut 150.000 Menschen beschäftigt. Jede 4. bis 5. Familie bezieht ein Haupt- oder Nebeneinkommen aus dem Tourismus. Die Corona-Pandemie hat den Tourismus ins Mark getroffen und viele Betriebe an die Existenzgrenze gebracht. Kaum eine andere Branche musste derart extreme wirtschaftliche Einbußen in Kauf nehmen. Umsatzeinbußen konnten durch die Sommermonate nur bedingt aufgefangen werden. Die durchschnittlichen Umsätze lagen bei ca. -30% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum," so Wagner.

Und Gereon Haumann ergänzt: "Diese negativen Entwicklungen spiegelten sich auch in der Selbsteinschätzung der touristischen Betriebe wieder: Sahen am 07. September noch 60,9 % ihren Betrieb durch die Corona-Krise in seiner Existenz gefährdet, so sind dies lt. einer aktuellen DEHOGA-Umfrage 66,9 %. Der DEHOGA Rheinland-Pfalz respektiert, dass die Politik den massiven Eingriff in das Grundrecht der Berufsfreiheit durch die angeordnete Schließung aller Betriebe und die sich daraus ergebenden 100% Umsatzausfälle mit den Novemberhilfen zumindest zu 75% ihrer Umsatzausfälle kompensieren wird. Damit hat die Bundesregierung Wort gehalten. Das ist ein richtiges Zeichen und wichtig für die Glaubwürdigkeit der Politik!

Der Bundesregierung gebührt unser Respekt auch dafür, dass sie mit dem Beihilfeprogramm die außerordentliche Betroffenheit unserer Branche anerkennt und die vielen insbesondere familiengeführten Betriebe in größter Not unterstützt. Aufgrund dieses angemessenen Regelwerkes für die Entschädigungszahlungen haben wir unseren Betrieben davon abgeraten, die angedachten einstweiligen Verfügungen und Klagen auf den Rechtsweg zu bringen.“

Text und Foto: Abgeordnetenbüro MdL Michael Wagner