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HELMA übernimmt Vereinigte VR Bank Agrarservice

„Neue Struktur sichert Wertschöpfungsdrehscheibe für die Region“

Beindersheim. Die HELMA Südwest GmbH, eine neu gegründete Gesellschaft der HELMA Kartoffelvertriebsgesellschaft mbH in Sittensen, wird zum 15. Oktober 2021 den Vereinigten VR Bank Agrarservice in Beindersheim übernehmen. Damit wird sie Partner der bisherigen landwirtschaftlichen Kunden des Agrarservice, der aktuell 60 Mio. Euro bzw. 124.000 Tonnen jährlich umsetzt. Die Beschäftigungsverhältnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehen ebenfalls auf die HELMA Südwest GmbH über. Für die bisherigen Kundinnen und Kunden führt der Übergang zu keinen unmittelbaren Veränderungen. Die gewachsenen engen Verbindungen mit ihren oft schon langjährigen Ansprechpartnern bleiben erhalten.

„Der Strukturwandel in der Landwirtschaft und im Lebensmittelhandel wird von Digitalisierung, künstlicher Intelligenz und dem Trend zur Nachhaltigkeit getrieben. Auch in den Logistikfunktionen und im Vertrieb sind innovative Prozesse im Vormarsch, Geschäftsmodelle müssen weiterentwickelt werden. Integrierte Systeme mit modernstem Ernte-, Weiterverarbeitungs-, Lagerungs- und Transport-Know-how sind gefragt“, sagt Till Meßmer aus dem Vorstand der Vereinigten VR Bank Kur- und Rheinpfalz. „Der jetzt eingeschlagene Weg unter dem Dach eines mittelständischen Branchenspezialisten ist die beste Möglichkeit, den Kundenbedarf dauerhaft abzudecken sowie dauerhaft leistungsfähige regionale Infrastrukturen zu sichern. Die Vereinigte VR Bank wird diesen Weg begleiten und eine Beteiligung an der neuen Gesellschaft halten sowie Mitglied in einem noch zu gründenden Beirat werden.“

HELMA: Strategisches Investment in der Vorderpfalz

Die HELMA Kartoffelvertriebsgesellschaft mbH ist ein inhabergeführtes mittelständisches Unternehmen mit rund 130 Mitarbeitern. Die Wurzeln gehen zurück bis ins Jahr 1949. 1980 übernahm Helmut Heldberg das Geschäft seines Vaters und Firmengründers Hermann Heldberg. Er leitet es seither erfolgreich mit der Unterstützung seiner Söhne Jan und Jochen. Das Firmengelände erstreckt sich auf knapp 70.000 m² und die Spedition führt 30 Zugmaschinen. „Der Vertrieb von Kartoffeln und Zwiebeln ist der Ursprung unseres Unternehmens, die Disposition und Durchführung von bundesweiten Transporten der damit einhergehende zweite Schwerpunkt“, erläutert Jan Heldberg. „Mit dem Erwerb des Agrarservice bekennen wir uns langfristig zum Standort Vorderpfalz.“ HELMA ist schon seit vielen Jahren als bedeutender Kunde mit dem Agrarservice eng verbunden. „Wir kennen und schätzen den Vereinigten VR Bank Agrarservice als modernen Dienstleistungsbetrieb für die Landwirtschaft und den Lebensmittel-Einzelhandel“, sagt Jochen Heldberg. „Aufgrund der Leistungsfähigkeit mit den modernen Prozessen zur Annahme, Aufbereitung und Verpackung ist dies ein strategisches Investment für unser Unternehmen. Bei der Weiterführung des Betriebs in Beindersheim bauen wir deshalb besonders auf das Know-how und Engagement der über 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Sie alle sind uns hochwillkommen und werden gebraucht.“

Dreijährige Standort- und Beschäftigungsgarantie

Als besonders positiv bewerten Jan und Jochen Heldberg, dass Bereichsleiter Hans-Martin Roffhack gemeinsam mit ihnen die Geschäftsführung der HELMA Südwest GmbH übernehmen wird: „Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeutet der Übergang eine nachhaltige Beschäftigungssicherung und - wenn sie dies wollen – auch neue Entwicklungsmöglichkeiten und Karriereperspektiven. Die vertraglichen Arbeitsbedingungen, einschließlich erworbener Rechte und Anwartschaften, werden fortgeführt. Dies gilt insbesondere für die Betriebszugehörigkeit, die Berechnung von Kündigungsfristen und Altersversorgungsanwartschaften“, betont Roffhack. Er habe bereits gemeinsam mit Jan Heldberg in einer Reihe von Gesprächen im kleinen Kreis alle Beschäftigten eingehend über den bevorstehenden Übergang informiert. Damit verbunden sei eine dreijährige Standort- und Beschäftigungsgarantie.

„Das Echo in den Gesprächen war durchweg positiv“, bilanziert Thomas Sold, Vorstand der Vereinigten VR Bank Kur- und Rheinpfalz. „Für das entgegengebrachte Vertrauen möchte ich mich ausdrücklich bedanken.“

Leistungsfähige Wertschöpfungsdrehscheibe für die Region

Die ca. 100 landwirtschaftlichen Kunden wurden schriftlich informiert und können am 30. September im Rahmen eines Landwirtschaftsabends auch persönlich eventuelle Fragen stellen. „Wir bleiben unseren landwirtschaftlichen Kunden und damit unseren Wurzeln im Sinne des Raiffeisen-Gedankens auf vielerlei Weise eng verbunden“, so Rudolf Müller, Vorstandssprecher der Vereinigten VR Bank Kur- und Rheinpfalz. Er sieht bei der Transaktion die Interessen der Beteiligten berücksichtigt: „Als größte Genossenschaftsbank der Pfalz sehen wir eine wesentliche Aufgabe darin, die Region, in der wir zu Hause sind, nachhaltig zu fördern. Durch den nunmehr erfolgten Verkauf des Agrarservices sind wir überzeugt, dass mit der neuen Struktur eine leistungsfähige Wertschöpfungsdrehscheibe für die Region gesichert und ausgebaut werden kann - für HELMA bedeutet ihr Engagement eine Weichenstellung zur Erweiterung ihres Kundenstamms im Kerngeschäft und der Schaffung eines neuen strategischen Standbeins. Davon profitieren die Beschäftigten des Agrarservice, seine landwirtschaftlichen Kunden und auch die gesamte vorderpfälzische Region.“ 

Weitere Informationen

Zur Website der Vereinigten VR Bank Kur- und Rheinpfalz / Agrarservice

Text und Bild: Vereinigte VR Bank Kur- und Rheinpfalz eG