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Grünes Licht für Fusion zur Vereinigte VR-Bank Kur- und Rheinfalz

Nachdem die Mitglieder der Volksbank Rhein Haardt mit 99,7 % zugestimmt haben, toppte Speyer mit 100 %!

bk.Speyer. In der vollbesetzten Stadthalle begrüßte Aufsichtsratsvorsitzender Jürgen Kappenstein die Anwesenden. Im 155.ten Jahr der Volksbank Kur- und Rheinpfalz waren wie gewohnt viele Ehrengäste erschienen - unter anderem Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler, MdL Johannes Zehfuß, MdL Michael Wagner und der ehemalige Europaabgeordnete Jürgen Creutzmann. Auch die beiden Vorgänger von Stefanie Seiler waren anwesend: Werner Schineller und Hansjörg Eger.

Für Kappenstein war es die erste Vertreterversammlung. Er erinnerte an den viel zu früh verstorbenen Vorgänger in seinem Amt, Reinhard Oelbermann und forderte zum stehenden schweigenden Gedenken auf. Oelbermann sei nicht zu kopieren - er war ein Kämpfer für Ehrlichkeit, Verlässlichkeit, Toleranz und Menschlichkeit, so Kappenstein.

In den zurückliegenden Monaten hat Oelbermann viel Herzblut für die Fusion mit der Rhein Haardt Bank gegeben, auch deshalb werden wir ihn immer in unseren Gedanken behalten.

Weiterhin erklärte Kappenstein die dringend notwendigen Investitionen bezüglich der Digitalisierung. So soll die Leistungsstärke und die Innovationsfähigkeit der Regionalbanken weiter gestärkt werden. Die Größe einer Bank spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle, Synergieeffekte sollten genutzt werden.

In ihrem Grußwort betonte Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler, daß die Volksbank Kur- und Rheinpfalz auf dem richtigen Weg sei und deshalb erfolgreich. Fortlaufende Investitionen sind ebenso erforderlich wie ein zeitgemäßes Filialnetz. Beratungskompetenz, Fingerspitzengefühl und Weitsicht sind ebenso wie das Mitnehmen der Mitarbeiter Grundlage für eine gelingende Fusion.

In seiner von kritischen Anmerkungen bedachten Rede ging der Vorstandssprecher der Volksbank Kur- und Rheinpfalz, Rudolf Müller auch auf die vor kurzem stattgefundenen Europawahlen ein. "Haß macht arm - Zusammenarbeit bewahrt den Wohlstand", Einigkeit bringt Stärke - was einer alleine nicht schafft, schaffen viele, so Müller, der damit an Aussagen von Raiffeisen erinnerte. Müller ging in seinem Rückblick und dem Ausblick auf das Jahr 2019 unter anderem auf die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Vorstand und dem Aufsichtsrat der Volksbank Rhein Haardt ein. Hier fanden regelmäßige und zeitnahe Unterrichtungen beider Häuser statt. Deshalb bat Müller die anwesenden Vertreter der unter Tagesordnungspunkt 8 anstehenden Abstimmung über die Fusion zuzustimmen.

Sämtliche Vertragsunterlagen liegen in den Räumen der Volksbank Kur- und Rheinpfalz zur Einsicht bereit.

Nachdem Vorstandssprecher Müller wie auch Vorstand Dirk Bogartz der Versammlung die testierten Zahlen vorgelegt und Vorschläge zur Verwendung des Jahresüberschusses machten, stand die Entlastung des Vorstandes an.

Fast schon traditionell stellte der Speyerer Geschäftsmann Hermann Preuß den Antrag sowohl den Vorstand wie auch den Aufsichtsrat zu entlasten. In offener Abstimmung wurde diesem Antrag einstimmig stattgegeben.

Erstmals seit 2011 steht wieder eine Fusion der Volksbank Kur- und Rheinpfalz mit einer anderen Bank an. Mit der Volksbank Rhein Haardt und der Verschmelzung mit der Speyerer Volksbank entsteht eine neue wirtschaftlich gesunde und profitable Genossenschaftsbank. Im Bankengeschäft sind Google, Apple, Amazon große Mitbewerber, die allerdings nicht als Steuerzahler für unsere Region dienen. Auch deshalb ist diese Fusion ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.

Die "Vereinigte VR Bank Kur- und Rheinpfalz e.G." behält ihren Sitz in Speyer und es wurde zugesichert, das es keine betriebsbedingten Kündigungen geben wird; das war auch in der Vergangenheit nie der Fall!

Nach den bankenrechtlich bzw. gesetzlich vorgeschriebenen Regularien stand der wichtigste Tagesordnungspunkt an. Immerhin hatte die einen Tag zuvor in Frankenthal stattgefundene Vertreterversammlung der Volksbank Rhein Haardt mit 99,7 % einer Fusion zugestimmt. Dieses Zustimmungsergebnis in Speyer zu toppen war das Anliegen der Vorstände auf Aufsichtsräte der Volksbank Kur- und Rheinpfalz. Mit großen Beifall wurde das 100% Zustimmungsergebnis "gefeiert".

Sichtlich zufrieden zeigte sich zu Schluß der Veranstaltung der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Kur- und Rheinpfalz, Rudolf Müller mit dem markanten Satz: " Der Dom und der Sitz der Bank bleiben in Speyer." Foto: pem

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