This is the greatest Show!

Ein begeistertes Publikum spendet stehend Applaus - oder auf neudeutsch Standing Ovations

Mannheim. Was für ein grandioser Abend.! Am Sonntag, den 15. Mai, gastierte "This is the greatest Show!" im Mannheimer Rosengarten. Viele Besucher waren gekommen - einige hatten die Karten bereits vor zwei Jahren erworben. Aber wie wir alle wissen - Corona hat vieles durcheinander gewirbelt. Umso größer war die Freude bei allen, dass es endlich wieder losgehen konnte.

"Ich habe meine Karte zu Weihnachten bekommen" - "Ich habe meine Karte zum Geburtstag bekommen" - "Meine Freundinnen haben mich eingeladen" - so war es aus vielen Gesprächen zu hören. Erwartungsvoll saß dann das bunt gemischte Publikum - vom Kind bis zum Senior - im Saal und von Anfang des Konzerts an waren alle begeistert. Mit viel Leidenschaft und der Liebe zum Detail brachten die Sängerinnen und Sänger die unvergesslichen Lieder aus den schönsten Musikfilmen aller Zeiten zu Gehör.

Begonnen wurde in den 70er und 80er Jahren - der Hochzeit der Musikfilme. Wunderschöne Kostüme und fantastische Tanzeinlagen machten nicht nur den Ohren, sondern auch den Augen großen Spaß. Faszinierend war es, wie das gesamte Publikum bei "I will always love you" so still war, das man eine Stecknadel hätte fallen hören. Und wie ausgelassen mitgefeiert wurde bei den Abba Songs, bei Flashdance, Footloose und Grease.

Begleitet von einer hervorragenden Liveband, die den Gesang perfekt unterstützte und abrundete, boten die Interpretinnen und Interpreten eine perfekte, über zwei Stunden dauernde Unterhaltung. Einer der Höhepunkte war sicherlich für viele "The greatest Showman"  - allerdings war alles perfekt.

Hier noch einige Informationen zu den vier Solisten

Jan Ammann wurde in den USA zum klassischen Sänger ausgebildet. Er absolvierte Meisterklassen in New York, Leipzig und am Salzburger Mozarteum. Während seines Studiums in München wurde er für die Titelrolle im Musical „Ludwig II.“ in Füssen ausgewählt und spielte sie dann in der Welturaufführung von „Ludwig2“. Weitere Stationen seiner Karriere waren Hauptrollen in „Die Schöne und das Biest“, „Mar I Cel“, „West Side Story“, „Jekyll & Hyde“, „Show Boat“ und „Victor/Victoria“.

In Oberhausen und Stuttgart war er danach erstmals als Graf von Krolock in „Tanz der Vampire“ zu sehen und spielte im Anschluss den Maxim de Winter im Musical „Rebecca“. In den Jahren 2011 und 2012 wurde Jan Ammann zudem von der Musicalzeitschrift Da Capo als bester Hauptdarsteller in einer Long-Run-Produktion ausgezeichnet. Von 2014 bis 2016 war Jan Ammann in der Stuttgarter Produktion des Disneymusicals „Tarzan“ als Sippenführer Kerchak zu sehen.

2016 und 2017 kehrte er als Graf von Krolock zur Produktion „Tanz der Vampire“ zurück und wurde in Berlin, München, Hamburg und Stuttgart vom Publikum frenetisch gefeiert. 2017 stand er bei den Freilichtspielen Tecklenburg in der Neuinszenierung des Musicals „Rebecca“ erneut als Maxim de Winter auf der Bühne und wurde für dieses Engagement mit dem viel beachteten Publikumspreis als bester Darsteller ausgezeichnet. Parallel verkörperte Jan Ammann erneut die Titelpartie im Musical „Ludwig2“ in Füssen, die Rolle des Doktor Schiwago spielte er nicht nur 2018 in der deutschsprachigen Erstaufführung des gleichnamigen Musicals an der Oper Leipzig, sondern auch 2019 im Rahmen der Freilichtspiele Tecklenburg. In der Produktion „Die Päpstin“ verkörperte er 2018 und 2019 in Füssen und Stuttgart die Rolle des Gerold, als Wotan feierte er in denselben Jahren Erfolge im Musical „Der Ring“.

2022 wird Jan vor der historischen Kulisse des Schlosses Schönbrunn in Wien die Rolle des Kaiser Franz Josef, in der konzertanten Aufführung von „Elisabeth“ interpretieren. Neben seinen Theaterengagements steht Jan Ammann in zahlreichen Galas und Bandformationen wie den „Musical Tenors“ und den „Milestones“ als Solist und mit eigenen Soloprogrammen auf den Konzertbühnen Europas. Seit März 2021 ist Jan Ammann als Chris Weigel in der RTL-Vorabend-Serie „Unter Uns“ im Fernsehen zu sehen. 

Mark Seibert erhielt seine Ausbildung am Lee Strasberg Theatre Institute New York und am Konservatorium der Stadt Wien. Schon in dieser Zeit war er u. a. als Willard in „Footloose“, als Claude in “Hair“, als Pygar in der Uraufführung von „Barbarella“ und als Tybalt in der deutschsprachigen Erstaufführung von „Romeo & Julia“ am Wiener Raimund Theater zu sehen.

2006 führte ihn sein Weg nach Deutschland, wo er als Radames im Musical „Aida“ und in „Wicked – Die Hexen von Oz“ als erster deutschsprachiger Fiyero auf der Bühne stand. Danach verkörperte er in der Weltpremiere von „Der Schuh des Manitu“ den Ranger und tourte als Solist der Stage Entertainment „Best of Musical Gala“ durch Deutschland. Es folgten Engagements im Queen-Musical „We Will Rock You“ in Berlin und Stuttgart. Als Tod stand Mark Seibert in dem Erfolgsmusical „Elisabeth“ in Deutschland, Wien und Shanghai auf der Bühne.

Parallel dazu war er in der Titelrolle von „Jesus Christ Superstar“ in Bonn zu sehen, bevor er 2014 in der Uraufführung von „Artus – Excalibur“ am Theater St. Gallen die Rolle des Lancelot spielte. Anschließend kehrte er in der Neuinszenierung von „Mozart!“ als Fürsterzbischof Colloredo nach Wien zurück. 2016 debütierte er in Berlin als Graf von Krolock in „Tanz der Vampire“, was er später auch in Stuttgart spielte. In der Wiener Weltpremiere von Stephen Schwartz‘ „Schikaneder“ verkörperte Mark 2016/17 die Titelrolle. 2017/18 war Mark erneut als Graf von Krolock in „Tanz der Vampire“ Wien zu sehen.

Seit September 2019 steht Mark als Edward Lewis im neuen Broadwaymusical „Pretty Woman“ im Hamburger Stage Theater an der Elbe auf der Bühne. In diesem Jahr erschien auch das Album „Mark mal anders“ mit seinen größten Musicalerfolgen sowie erstmals auch mit eigenen Songs, 2020 produzierte er „The Christmas Album“.

2022 wird Mark vor der historischen Kulisse des Schlosses Schönbrunn in Wien bereits zum zweiten Mal seine Paraderolle, den Tod, in der konzertanten Aufführung von „Elisabeth“ interpretieren, außerdem übernimmt er die Titelrolle in der Welturaufführung des Chris de Burgh-Musicals „Robin Hood“.

Roberta Valentini Die gebürtige Nürnbergerin Roberta Valentini absolvierte ihre Musicalausbildung an der Theaterakademie August Everding in München und schloss mit Diplom ab. 2006 stand sie bereits als alternierende Elisabeth und Gräfin Esterházy in der Schweizer Erstaufführung von „Elisabeth“ bei den Thunerseespielen auf der Bühne. Sie setzte ihre Karriere fort mit Hauptrollen in „Anatevka“ (Chava) in Braunschweig, „Jekyll & Hyde“ (Lucy), „Chess“ (Florence Vassy), „Company“ (April), „Hexen von Eastwick“ (Sukie), „Die letzten 5 Jahre“ (Cathy), „Das Molekül“ (Roaslind Franklin, Claire Fraiser) in Bielefeld sowie „Das Geheimnis des Edwin Drood“ (Edwin Drood) in Münster.

2009 spielte sie die Titelrolle in der europäischen Erstaufführung von „Marie Antoinette“ in Bremen. Zeitgleich war Roberta auch in „Wicked-Die Hexen von Oz“ als Elphaba zu sehen. 2011 prägte sie die Rolle der Ulla in der Uraufführung von „Kein Pardon“ in Düsseldorf und kreierte in der Weltpremiere von „Casanova“ die Rolle der Henriette in Dessau.

2014 spielte sie erneut in „Elisabeth“ diesmal aber als 1. Besetzung der Titelrolle in der Tourneeproduktion, die auch als Gastspiel in Shanghai, China zu sehen war. Bei den Sommerfestspielen in Tecklenburg verkörperte Roberta 2016 und 2017 die Morgana in „Artus“, die Fiona in „Shrek“ und die Beatrice in „Rebecca“. Im Anschluss daran sah man Roberta als Marian in „Die Brücken am Fluss“ und als Berit in der Weltpremiere von „Luna“. In der Uraufführung des FuggerMusicals „Herz aus Gold“ stand sie 2018 im Theater Augsburg als Sybilla auf der Bühne.

Im Capitol Mannheim brillierte sie im selben Jahr als Evita im gleichnamigen Musicalwelterfolg von Andrew Lloyd Webber, bevor sie 2019 und 2020 als Molly im Musical „Ghost“ das Publikum in Hamburg und Stuttgart zu Tränen rührte. 

Michaela Schober. Ihre Ausbildung zur Musical-Darstellerin absolvierte Michaela Schober an der German Musical Academy in Osnabrück und studierte anschließend Vokalpädagogik am dortigen Konservatorium. Seit 2004 steht sie regelmäßig auf der Bühne der Freilichtbühne Tecklenburg und verzaubert das Publikum dort unter anderem als Nimue in „Camelot“, Stiefschwester Mirinda in „Cinderella“, Aloysia in „Mozart! – Das Musical“ und als Rosenfee in „Die Schöne und das Biest“.

Darüber hinaus gehörte sie bei „Dracula“, „Hair“, Jekyll & Hyde“ sowie „Les Misérables“ zum Ensemble. 2008 bis 2010 gehörte sie in Oberhausen und Stuttgart „Cross Swing Gesang“ zum „Tanz der Vampire“-Ensemble, bevor sie sich ebenfalls in Stuttgart zum Ensemble der Produktion „Rebecca“ zählen konnte. Als Böse Stiefmutter erschreckte Michaela 2010 das junge Publikum in „Aschenputtel – Das Musical“. Im Sommer 2011 war Michaela Schober als Soul Girl und im Ensemble von „Jesus Christ Superstar“ auf der Tecklenburger Freilichtbühne zu erleben.

2013 präsentierte sie ihre eigene Solo-CD „Musicals from the Heart“. Weiterhin spielte sie die weibliche Hauptrolle Giuseppina Verdi in der Welturaufführung von „Ein Lied von Freiheit – Rockoper“. In der Welturaufführung von „Sophies Traum“ in Essen verkörperte sie die Elise. Michaela steht seit 2010 Musicalstar Jan Ammann bei seinen Solo-Programmen („Lampenfieber,“ „Farbenblind“, „Musical“) als Duett-Partnerin zur Seite. Ende 2017 veröffentlichte sie ihr Live-Album „Auf der Straße der Erinnerung“ mit dem sie in verschiedenen Theatern in Deutschland auftrat.

Sie brillierte in den großen Konzert-Produktionen im Colosseum Theater: dem „Mitternachtsball“ (2017 und 2018) und „When Musical Meets History“ (2019). 2019 spielte sie die Doppelrolle Mutter/Marioza im Musical „Die Päpstin“ in Schwäbisch Gmünd, 2018/19 war sie zudem unter anderem wieder mit Jan Ammann unterwegs und bei den Tourneeformaten „Der Galaabend des Musicals“ und „A Musical Love Story“ der Musical-Experten von Sound Of Music-Concerts zu hören und zu sehen. 2021 gehörte sie zu den Künstlern, die „Die größten Musical-Hits aller Zeiten – Summer-Edition 21“ präsentierten, da stand sie unter anderem mit Jan Ammann, Alexander Klaws und Mark Seibert auf der Bühne. Zudem war sie Teil der Streaming-Konzerte „Die größten Musical-Hits aller Zeiten – Summer-Edition 21“ und „AT THE MOVIES“.

Annemieke van Dam stammt aus Rotterdam und studierte Musiktheater in Tilburg. Mit der Titelrolle in „Dornröschen“ und als Polly Baker in „Crazy for You“ war sie in den Niederlanden zu sehen. Seit 2005 steht sie vor allem im deutschsprachigen Raum auf den diversen Musical-Bühnen. In Deutschland sang sie unter anderem die Constance in „3 Musketiere“ in Stuttgart und Lisa Carew in „Jekyll & Hyde“ in Bad Hersfeld. Sie verkörperte die Titelrolle in „Elisabeth“ in 18 Städten in fünf Ländern, sang diese Partie in drei Sprachen und wirkte an zwei CD-Einspielungen mit.

So stand sie als die österreichische Kaiserin wider Willen unter anderem in Berlin, Zürich und Wien auf der Bühne und ging mit dem Levay/Kunze-Musical sogar auf Tournee. Außerdem spielte Annemieke van Dam im Frühjahr 2014 die Guinevere in der gefeierten Uraufführung von Frank Wildhorns „Artus“ in St. Gallen und ist auch auf dem Castalbum zusammen mit Patrick Stanke (Artus) und Mark Seibert (Lancelot) zu hören. In Wien war die Niederländerin von Herbst 2014 bis 2016 in der Titelpartie der deutschsprachigen Erstaufführung von „Mary Poppins“ im Ronacher zu erleben. Die Rolle der Evita im gleichnamigen Musical verkörperte Annemieke van Dam 2019 in Klagenfurt und 2021/2022 in Bern.

Text: Semmel Concerts Entertainment GmbH/bk Bild: pem