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Theater, Musical, Tanz

Theater und Orchester Heidelberg: „ANATEVKA“

Musical in zwei Akten von Jerry Bock - Erstmals heißt es in diesem Jahr: Vom Schiff auf’s Heidelberger Schloss - Schloss Ahoi!

Annika Mendrola (Hodel), Vasiliki Roussi (Zeitel), Lena Weiß (Chava)

Wilfried Staber (Lazar Wolf),

Ensemble

Heidelberg. Basierend auf den Geschichten von Scholem Alejchem / Mit ausdrücklicher Genehmigung von Arnold Perl  

Buch: Joseph Stein | Musik: Jerry Bock | Gesangstexte: Sheldon Harnick | Deutsch: Rolf Merz und Gerhard Hagen

Premiere Sa 16. Juni, 20.30 Uhr | Schloss Heidelberg, Schlosshof

Ein Welterfolg! In diesem Sommer auf der Bühne im Heidelberger Schlosshof: mit Songs wie „Wenn ich einmal reich wärʼ“, „Tradition“ und „Ist es Liebe“ bleibt „Anatevka“ seit seiner Uraufführung am Broadway eines der zehn erfolgreichsten Musicals überhaupt. Allein neun Tony-Awards hat das Werk gewonnen. 1972 wurde es mit einem Special-Tony-Award für die bis dahin längste Broadway-Laufzeit ausgezeichnet. Musik, die jiddisch, russisch und nach Klezmer klingt, Tanznummern sowie die immer wieder berührende Geschichte sind der Grund für den Erfolg.

 Die Ukraine im Jahr 1905: Im Schtetl Anatevka leben Juden und Christen in ihrer jeweiligen Tradition verhaftet. Tevje, der jüdische Milchmann und Vater von fünf Töchtern, muss akzeptieren, dass seine drei ältesten Töchter gegen die Tradition heiraten wollen – und das noch dazu ohne Heiratsvermittlerin! Auch seine Zwiegespräche mit dem lieben Gott können ihn nur davon überzeugen, dass man in einer anderen Zeit lebt und sich die Tradition verändert.

 Am 16. Juni erfährt dieses weltberühmte Musical in der Heidelberger Neuinszenierung um 20.30 Uhr seine Premiere im Rahmen der diesjährigen Heidelberger Schlossfestspiele. Die Musikalische Leitung liegt in Händen von Olivier Pols. Die Regie und Choreografie hat Pascal-Sabine Chevroton übernommen.

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Ein einmaliges Highlight erwartet alle diejenigen, die im Rahmen der Aufführung „Anatevka“ etwas ganz Besonderes erleben möchten. Erstmals heißt es in diesem Jahr: Vom Schiff auf’s Heidelberger Schloss - Schloss Ahoi!

Am 04. Juli startet das Ereignis. Der Theaterabend beginnt mit einer Fahrt auf der MS „Königin Silvia“ in Kooperation mit der Weißen Flotte. Zusätzlich werden die Passagiere mit einem 2-Gang-Menü an Bord verwöhnt. Musiker des Klezmer Quartetts Heidelberg stimmen auf das Musicalereignis „Anatevka“ über den Dächern von Heidelberg ein. Diese Schifffahrt wird durch den Konzertdramaturgen des Theaters und Orchesters Heidelberg Stefan Klawitter moderiert. Im Anschluss an das Programm auf dem Schiff haben die Passagiere die Möglichkeit, mit Transfer-Bussen auf das Heidelberger Schloss zu gelangen, um dort das berühmte Musical zu erleben.

Der Einlass auf die MS „Königin Silvia“ beginnt um 17.30 Uhr. Abfahrt ist um 18.00 Uhr; Anlegestelle Stadthalle, Neckarstaden 25. Die Vorstellung auf dem Schloss beginnt um 20.30 Uhr.

Unabhängig davon gibt es die Möglichkeit, ein Kombiticket zu erwerben: Tagsüber bietet die Weiße Flotte die Möglichkeit einer Burgenfahrt, die zu einem Sonderpreis mit dem Vorstellungsbesuch „Anatevka“ am 21.06. sowie am 08.07. verbunden werden kann.

Seit 1999 arbeitet Pascal-Sabine Chevroton als Choreografin und Regisseurin. U. a. erarbeitete sie Choreografien für „Ariadne auf Naxos“ und „Wozzeck“ am Theater Lübeck, „Lady Macbeth von Mzensk“, die Uraufführung von „Destino Tango“ am Theater St. Gallen, „L’elisir d’amore“ Stadttheater Bern, „Peter Grimes“ sowie „Die Fledermaus“ an der Opéra de Nice und am Staatstheater Karlsruhe. Zu ihren eigenen Inszenierungen zählen u. a. die Uraufführung von „Destino Tango“ am Theater St. Gallen, „My Fair Lady“ am Stadttheater Bern, „Cabaret“ am Theater Pforzheim, die „West Side Story“ am Landestheater Coburg und am Theater Erfurt sowie „Evita“ am Staatstheater Wiesbaden. Mit Irina Brook gestaltete sie am Théâtre National de Nice eine Bühnenadaption von Ibsens „Peer Gynt“, während sie an der Opéra de Nice 2015 „La traviata“ inszenierte. Die „West Side Story“ inszenierte sie erstmals am Landestheater Coburg und 2016 am Theater Erfurt. Als Open-Air-Produktionen setzte sie „Die Regimentstochter“ und „Carmen“ in Klosterneuburg bei Wien in Szene, „Die Lustige Witwe“ in Wuppertal als Koproduktion mit der Stadt Montpellier, sowie Produktionen mit Martin Grubinger am Konzerthaus Wien und an der Philharmonie in Luxemburg. Am Theater und Orchester Heidelberg stellte sie sich 2014|15 erstmals mit der Choreografie für Debussys „Pelléas et Mélisande“ vor. 

Der Musikalische Leiter Olivier Pols erlernte Schlagzeug, Klavier, Horn, Posaune und Tuba. Er widmete sich früh dem Komponieren und erhielt Auszeichnungen bei mehreren Jugendkompositionswettbewerben der Jeunesses Musicales sowie des Landesmusikrates Baden-Württemberg. Sein Dirigierstudium absolvierte er zwischen 2006 und 2014 an den Musikhochschulen Mannheim und Stuttgart. Opernerfahrung sammelte er am Staatstheater Mainz, wo er im Rahmen einer Assistenz sein Operndebüt mit Ligetis „Le grand macabre“ gab, sowie mit Verdis „Falstaff“ am Wilhelma-Theater Stuttgart. Im Finale des Hochschulwettbewerbes 2011 in Leipzig konzertierte er mit dem MDR-Sinfonieorchester. Er dirigierte u. a. die Stuttgarter Philharmoniker, das MDR-Sinfonieorchester, das Simon Bolivar Jugendorchester Venezuela, die Luzern Festival Strings, das Seoul National University Orchestra (Südkorea), die Baden-Badener Philharmonie, das Orchester der Musikalischen Komödie Leipzig und das Orchester des Varnemuine Theaters Tartu (Estland). Engagements in den vergangenen Spielzeiten führten ihn mehrmals zur Rheinischen Philharmonie Koblenz, zum Stuttgarter Kammerorchester, zur Neuen Elblandphilharmonie Riesa und zur Philharmonie Südwestfalen. Als Stipendiat des Dirigentenforums wurde Olivier Pols vom Deutschen Musikrat gefördert. Von 2012 bis 2016 war Olivier Pols Künstlerischer Leiter der Kammerphilharmonie der Universität Stuttgart sowie des Aalener Sinfonieorchesters. Seit Beginn der Spielzeit 2016|17 ist er als 2. Kapellmeister und Assistent des Generalmusikdirektors in Heidelberg engagiert.

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Der Vorverkauf läuft für alle Veranstaltungen! - Tickets sowie Informationen zum gesamten Schlossprogramm über die Theaterkasse in der Theaterstr. 10; Telefon: 06221|5820.000 bzw. www.heidelberger-schlossfestspiele.de; tickets@theater.heidelberg.de; Wie immer gelten die Eintrittskarten bereits vier Stunden vor dem Vorstellungsbeginn am Tag der Veranstaltung als Tickets für die Bergbahn vom Kornmarkt bis zum Schloss, als Fahrausweise für Straßenbahnen, Busse und freigegebene Züge im Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN). Es lohnt sich also durchaus auch, einen Besuch auf dem wunderschönen und romantischen Schlossgelände bereits im Vorfeld zu genießen.

Text: Theater HD - Bild:  „Anatevka“ von Sebastian Bühler: 3490 Wilfried Staber (Lazar Wolf), Tevje (Joachim Golz); 3229 Annika Mendrola (Hodel), Vasiliki Roussi (Zeitel), Lena Weiß (Chava); 3691 Ensemble)