Oststadt Theater feierte 86. Premiere

Tradtiioneller Gänseschmaus kann Freundschaften zerstören, wenn ...

bk.Mannheim. ... ja wenn die Tradition, zumindest teilweise, gebrochen, zerstört oder ignoriert wird. 

Coronabedingt dauerte es über ein Jahr, bis endlich die Premiere "Gänseschmaus" auf die berühmten Bretter, die die Welt bedeuten,  gestellt werden konnte. Eine Komödie, die zum Höhepunkt dramatische Züge annimmt, die auch sicherlich so mancher Leser bei seinen eigenen Familien- oder Betriebsfeier erlebt haben dürfte.

So brechen im Stück nach und nach persönliche Animositäten auf, die bis zur Studentenzeit zurück reichen. Ärgerst Du mich - ärgere ich Dich; Du warst eh schon immer was Besseres usw. usw.  Jahrelange Freundschaften werden so ständig fragiler und drohen in einem Zerwürfnis zu zerbrechen. Und warum?

Stein des Anstosses war das traditionelle Gänseessen, das die drei Freundinnen seit Jahren zelebrieren. Reihum ist jede der Damen einmal im Jahr an der Reihe, das Fest zu gestalten - mit einem Gänseschmaus.

Hierzu hatte sich die aktuelle Gastgeberin etwas sehr Spezielles und Besonderes einfallen lassen: Gans vegan!!!

Alleine schon der Anblick dieses "Bratens" ließ die beiden eingeladenen Freundinnen erschaudern. Jegliche Ähnlichkeit mit einer "echten Gans" fehlte, auch wenn die Gastgeberin sich viel Mühe gegeben hatte. Weder Aussehen noch Geschmack konnten für aufkommende Fröhlichkeit sorgen. Irgendwann, zum Dessert, kam auch noch ein "kalter Hund" auf den Tisch der Veganerin. Dieser Abend war wohl gelaufen - fast. Wir dürfen ja nicht zuviel verraten; denn das Stück "Gänseschmaus" wird noch an einigen Terminen aufgeführt.

Es bleibt mal wieder nur Chapeau zu sagen, den Hut zu ziehen sowohl für die schauspielerische Leistung von Tanja Götemann, Petra Förster und Katharina Luckhaupt, aber auch vor Knut Frank, der ein tolles Regie-Debüt feiern durfte. 

Weitere Termine, sowie die Termine aller anderen Vorstellungen finden Sie hier: Oststadt Theater Mannheim

Sämtliche Veranstaltungen finden derzeit unter den 2G Regeln statt. Leider muss auch während der Vorstellung ein geeeigneter Mund-Nasenschutz getragen werden.

Trotzdem: Gehen Sie bitte ins Theater, erleben Sie die Spielfreude der Schauspieler, das Engagement des gesamten Oststadt Theater Teams, das auch Ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern wird.

Viel Spass und bitte bleiben Sie gesund!

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Foto: pem