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Wiener Charme und Pusztafeuer

Ein farbenprächtiges und lautes Feuerwerk gab dem Ganzen noch den letzten Knalleffekt

Ötigheim. Ein loderndes Feuer, nicht nur gesanglich und tänzerisch, sondern auch ein fulminantes Feuerwerk, wurde gestern Abend, Freitag, 26. Juli 2019, auf der Freilichtbühne im badischen Ötigheim, beim dortigen Theatersommer 2019 der Volksschauspiele, abgebrannt.

Unter dem Titel „Festliche Konzerte“ gab es Stücke von Franz von Suppé (1819-1895), Carl Micael Ziehrer (1843-1922), Johann Strauß (1825-1899), Josef Bayer (1852-1913), Franz Léhar (1870-1948), Emmerich Kálmán (1882-1953), Johannes Brahms (1833-1897), Julius Fucik (1872-1916) und Hector Berlionz (1803-1869), vom Orchester der Volksschauspiele Ötigheim und den Tanzgruppen der Volksschauspiele Ötigheim, Choreographie von Andrei Golesco und Julia Krug, hervorragend in Szene und umgesetzt.

Der Große Chor der Volksschauspiele Ötigheim, Einstudierung Matthias Hammerschmidt und der Kinder- und Jugendchor der Volksschauspiele, Einstudierung Maria Bagger, begeisterten das versammelte Auditorium.

Für die farbenfrohen und festlichen Kostüme, den Zeiten und Liedern angepasst, zeichneten Andrei Golescu und Christel Wild verantwortlich; die Spielleitung hatte Rudi Wild und die musikalische Leitung hatte Karl Albert Geyer übernommen.

Karl Albert Geyer, geboren 1945 in Langenau/ Ulm, studierte nach dem Abitur zunächst Französisch in Tübingen und Schulmusik in Stuttgart. Nach dem Referendariat nahm er einen Lehrauftrag für Violine an der JMS Böblingen an und absolvierte geleichzeitig ein Kapellmeisterstudium in Stuttgart, das er mit dem Diplom erfolgreich abschloss. Schon während dieser Zeit war er immer häufiger als Gastdirigent zur Philharmonie Baden-Baden eingeladen und wurde dann, von 1979 bis 2011, festes Mitglied dieses Orchesters als Vorspieler der 1. Violinen und Kapellmeister.

Strahlende Höhe sowie präzise Geläufigkeit und Dramatik, attestiert man der Sopranistin Sybille Witkowski, welche all diese Eigenschaften beim „Festlichen Konzert“, eindrucksvoll bestätigte.

Gastspiele in Baden-Baden, an den Opernhäusern in Amstrdam, Berlin, Frankfurt, Berlin, Dortmund, Hamburg, Hannover, Leipzig, Mannheim, Nürnberg und Wien, formten den Tenor Harrie van der Plas aus den Niederlanden. Auch er ein absolutes Highligt bei den Sommerfestspielen 2019 in Ötigheim. Wie auch Judith Herz (Sopran) sowie der mit viel Witz und einer Sprache, wie mit dem Florett gefochten, ausgestattete Reinhard Danner, der, zu einer lebendigen Moderation, auch als Tenor auf der Bühne agierte.

So war der „Spaziergang an der Donau“, vom Wiener Stephansdom bis zum Budapester Burgpalast, eine spannende, unterhaltsame Wanderung durch Österreich und Ungarn und ein farbenprächtiges und lautes Feuerwerk von Michael Lerner, gab dem Ganzen noch den letzten Knalleffekt.

Text und Fotografie: Volker Weßbecher