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Die hohe Kunst der Improvisation

Die musikalischen Abendandachten werden am kommenden Sonntag den 11.10. in der Gedächtniskirche fortgesetzt.

Speyer. Die musikalischen Abendandachten werden am kommenden Sonntag, dem 11.10., um 18 Uhr in der Gedächtniskirche fortgesetzt. An der großen Kleuker-Orgel spielt Bezirkskantor Johannes Fiedler aus Bad Dürkheim. Er spielt zuerst Werke aus Bachs „Dritten Theil der Clavierübung“, u.a. das berühmte Es-Dur Präludium und Fege, dann die „Phantasie“ von Cesar Franck, sowie ein „Impromptu“ des Jubilars Louis Vierne.

Die Liturgie hält Pfarrerin Lena Vach. 

Johannes Fiedler, geboren 1990 in Hamburg, erhielt ersten Orgelunterricht als 13-Jähriger bei KMD Thomas Haller in Aalen.

Er studierte als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes Kirchenmusik B und A an der Musikhochschule Stuttgart bei Ludger Lohmann (Literatur) und Johannes Mayr und Jürgen Essl (Improvisation) sowie Jörg Halubek und Jon Laukvik (Cembalo). Im Januar 2018 legte er seine Abschluss-prüfung im Studiengang Master historische Tasteninstrumente bei Prof. Jörg Halubek mit der Bestnote ab. Meisterkurse und weiteren Unterricht erhielt er unter anderem von Luigi Ferdinando Tagliavini, Jesper Christensen, Maurice Steger, Michi Gaigg, Christine Schornsheim, Luca Scandali, Johannes Geffert, Robert Hill und anderen.

Johannes Fiedler gewann den 1. und 2. Wettbewerb der Ev. Landeskirche für gottesdienstliches Orgelspiel in Baden-Württemberg sowie den Lions Club Wettbewerb für Improvisation 2014 in der Kategorie Cembalo.

Er war 2010 bis 2016 als Kirchenmusiker für die gottesdienstliche Kirchenmusik und die Konzertveranstaltungen an der ev. Kirche Stuttgart-Gaisburg verantwortlich. Anschließend absolvierte er sein kirchenmusikalisches Praktikum an der Stiftskirche in Herrenberg und ist seit Mai 2017 Bezirkskantor im Dekanat Bad Dürkheim-Grünstadt. 

Ein besonderer Schwerpunkt seines künstlerischen Schaffens liegt in der Improvisation – ob frei oder stilgebunden. So wird er zum Abschluß der Andacht am Sonntag über ein zu Beginn des Gottesdienstes gegebenes Kirchenlied improvisieren. Die Besucher werden beim Eintritt um Wünsche aus dem Evangelischen Gesangbuch gebeten, aus denen dann ein Lied ausgewählt wird. Unter den Voreschlägen sollten sich nicht Klassiker wie „Ein feste Burg“, „Großer Gott, wir loben Dich“ oder „Lobe den Herren, den mächtigen König“ befinden. Diese Improvisation wird sozusagen die Predigt der Andacht sein und darf mit Spannung erwartet werden.  

Der Eintritt ist frei, es gelten die üblichen Corona-Schutz-Bedingungen.

Text: KMD Robert Sattelberger