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Nie krank is net g’sund

Spitz (Bernhard Weller) & Stumpf (Götz Valter) wieder einmal in Höchstform

Speyer. Vor ausverkauftem Haus im Historischen Museum der Pfalzkonnten die Besucher am Donnerstag die beiden „Urpfälzer“ in Höchstform erleben. Im Rahmen der Medicus Ausstellung haben sie ein besonderes Programm auf die Beine gestellt. Nach den Begrüßungsworten von Alexander Schubert  (lesen Sie seine Rede am Ende des Textes) betraten die beiden Protagonisten die Bühne.

Stoffwechsel – hier erklärten sie den Anwesenden grundlegende Erkenntnisse über den menschlichen Stoffwechsel. Nach einem Krankenhausaufenthalt wollte Eugen Spitz mit Friedel Stumpf auf eine Pfälzer Hütte wandern. Da er den Rucksack aber nur für Sonnenschein gepackt hatte, überprüfte Stumpf den Wetterbericht per App. Über Pollenflug, Feinstaub, Ozon und Regen beschlossen die beide, dann doch lieber im sicheren Haus zu bleiben – allerdings fiel Fridel dann der Spruch seines Großvaters ein: „Daheim sterben die Leut…“

Radio Büchelberg - In einer Sondersendung Radio Büchelberg referierte Stumpf über den „Pälzer Errescher“, der bevorzugt in Wirtschaften am Stammtisch auftritt, wo er sich wunderbar verbreiten kann.

Gedächtnis – hervorragend erklärt von Friedel „the Brain“ Spitz, der es mit einem Kassettenrekorder verglich, auf den in frühen Jahren viel aufgespielt wird, bevor es immer mehr und irgendwann ausschließlich zur Wiedergabe kommt.

Wahn - Und wenn Sie schon immer mal wissen wollten, wie es zum Wahn kommt (und wie schnell es zu Verwirrungen kommt)  - hier sehen Sie ein Lehrbeispiel.

Despressionen – ein ernstes Thema, heiter verpackt – frei nach dem Motto: Das Leben schwer nehmen ist leicht, das Leben leicht nehmen, ist schwer.

Vorsorge – falls Sie vorhaben sollten, Ihren persönlichen Berater anzurufen, empfehlen wir, zuerst dieses Stück zu besuchen. Hier erhalten Sie Tipps zum Umgang mit diesen Wesen.

Negative Fokussierung - kann ganz schlimm enden; lassen Sie sich von eventuell nervenden Geräuschen in Ihrer Umgebung nicht aus dem Gleichgewicht bringen – das kann zum Herzinfarkt führen und schlimmstenfalls tödlich enden.

Sucht – hier heißt der Ratschlag: Bringe keinen Wein zu den Anonymen Alkoholikern mit, denn das kann zu Komplikationen führen. Und auch wenn man in vorherigen Leben ein Woimickel war, berechtigt es nicht dazu, betrunken Auto zu fahren.

Nebenwirkungen – wessen Beipackzettel die schlimmsten Nebenwirkungen aufweist, gewinnt. Einsatz sind die aus der Apotheke mitgebrachten Medikamente von Mathild, Eugen und Friedel. (Wem gehört welches Medikament?) Der Gewinner darf alle auf einmal schlucken…

Hypnose -  hilft leider nicht immer weiter – auch nicht beim Öffnen eines elektronisch gesicherten Flaschenkorkens, wenn der Code nur auf dem Korken zu lesen ist. Vielleicht sollte man doch den Administrator anrufen?

Und traditionell zum Abschluß das Lied von der Duddesupp – ein Programm, bei dem man aus dem Lachen nicht mehr herauskommt. Und wie heißt es so schön – lachen ist die beste Medizin – davon bekommt man an diesem Abend mehr als reichlich.

Wer sich jetzt noch beeilt, hat vielleicht die Möglichkeit noch eine Karte für eine der Zusatzaufführungen zu erhalten. Hier nachschauen>>>

Text: bk; Foto: pem

zum Bilderalbum>>>

Hier die Rede von Alexander Schubert (es gilt das gesprochene Wort):

Dass Humor und Menschheitsgeschichte gut zusammen passen, liegt auf der Hand: Wissenschaftlich betrachtet, ist das Lachen sogar älter als die Menschheit selbst: 

Vor etwa acht Millionen Jahren soll es entstanden sein, als sich die Entwicklung von Mensch und Affe trennte - kurz vor dem aufrechten Gang.

Davon haben sich unsere heutigen Gäste selbstverständlich schon ein gutes Stück weit entfernt: ich freue mich und bin glücklich, wieder das kongeniale Duo Bernhard Weller und Götz Valter  hier im Historischen Museum der Pfalz begrüßen zu können.

Wenn man etwas zum zweiten Mal tut, dann spricht man hierzulande oft schon von Tradition: von daher ist es gute Tradition, unsere großen kulturgeschichtlichen Ausstellungen durch die humoristischen Seitenblicke von Götz Valter und Bernhard Weller  abzurunden.

Nachdem sie vor zwei Jahren zu der Landesausstellung „Richard Löwenherz“ in über 20 Rollen schlüpften und uns zeigten, wie der Kampf um die Krone tatsächlich gelaufen war, sind sie heute im Rahmenprogramm zur großen Ausstellung „Medicus – Die Macht des Wissens“ in ihren Paraderollen als  „Friedel Spitz und Eugen Stumpf“ zu erleben.

Über 25 Jahre können wir den beiden nun schon in ihrem „Weingut Stumpf“ bei der Arbeit zusehen.

Oftmals philosophierten sie dabei über Krankheit und Gesundheit oder rechtfertigten mit der „krenk“ ihr „Nix-Tun“!

Dabei haben sie einen schier unerschöpflichen medizinischen Wissensschatz angehäuft, an dem sie uns heute teilhaben lassen. 

“Nie krank is net g’sund“ –  davon sind die beiden mittlerweile fest überzeugt und folgerichtig empfehlen sie den Dreiklang „Diagnose-Therapie-Comedy!“

Ich wünsche uns nun allen viel Vergnügen mit den medizinischen Betrachtungen von „Friedel Spitz und Eugen Stumpf“!

Text: Alexander Schubert