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Waldbrandübung für Feuerwehren und Rettungsdienst

Landrat Brechtel und Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Schönlaub: „Wir können stolz auf unsere Ehrenamtlichen und ihre Einsatzbereitschaft sein!“

Germersheim. Das Szenario für rund 140 Einsatzkräfte von Feuerwehren und Rettungsdiensten aus dem Landkreis Germersheim: Beim Anzünden eines Feuers an einer Waldhütte kommt es zu einer Verpuffung, das Feuer greift schnell auf den Wald über. Aufgrund von Trockenheit breitet sich der Brand schnell aus. Es gibt zwölf Verletzte. „Die Meldeketten, die Kommunikation, die Brandbekämpfung und die Rettung von Menschenleben haben hervorragend funktioniert“, berichtete der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur, Mike Schönlaub, im Nachgang der Übung. Landrat Dr Fritz Brechtel ergänzte: „Der ganze Landkreis, wir alle können stolz auf eine so leistungsfähige Gemeinschaft. Allen Einsatzkräften und Unterstützern danke ich ganz herzlich!“

Durch die zu zuerst eintreffende Einheit wurden sehr zügig und massiv Rettungsdienstkräfte und die Feuerwehren des Landkreises Germersheims alarmiert. Vor Ort erfolgte von Bereitstellungsplätzen aus die Einteilung in die Einsatzabschnitte. „Die fiktive Brandbekämpfung funktionierte einwandfrei, ebenso die Personenrettung“, so der stellvertretende BKI, Mario Schmid. Die Rettungsdienste nutzen für ihren Bereich das System RescueWave. „Bei einem Massenanfall von Verletzten hilft uns das System enorm weiter bei der Einordnung, welcher Patient sich wo befindet und wie schwer dessen Verletzungen sind“, so die Leitenden Notärzte, Matthias Wölfel und Thomas Bleck. Für eine möglichst realistische Darstellung der Verletzungen sorgte das Team rund um Anna-Lena Butz. Die Mimen wurden von den Jugendfeuerwehren Maximiliansau und Büchelberg gestellt. Neben mehreren Notärzten war auch die Führungsgruppe Gesundheit des Landkreises Germersheim mit dem Einsatzleitwagen vor Ort, darunter auch die DLRG. Rettungsdienstfahrzeuge kamen aus dem gesamten Leitstellenbereich der ILS Landau - somit auch aus Pirmasens und Zweibrücken. Entsendet wurden die Fahrzeuge mit Besatzung vom Deutschen Roten Kreuz, dem Malteser Hilfsdienst Ludwigshafen und Rülzheim und dem Arbeiter Samariter Bund. Beobachtet wurde die Übung von fast allen Wehrleiter der Verbandsgemeinden und Städte. Auch Führungskräfte aus Frankreich, Kameraden aus Lauterbourg, zeigten großes Interesse an der Übung.

Vor dem Übungseinsatz der Rettungsdienste fand für diese eine Fortbildung zum Thema „Massenanfall von Verletzten“ statt.  Landrat Brechtel betont: „Wir haben als Landkreis das digitale Patientendokumentationssystem RescueWave angeschafft, um wirklich optimal und schnell Leben retten zu können. Die Digitalisierung ist auch im Rettungswesen ein wichtiger Faktor. Danke alle, die sich bei der Ausbildung und an der Übung beteiligt haben.“

Der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Schönlaub und Landrat Brechtel resümieren:  „Die Übung zeigt, dass die Corona-Phase uns nicht geschwächt, sondern noch gestärkt hat. Gemeinsam ist der Katastrophenschutz des Landkreises gut aufgestellt. Bei der Übung konnten die Konzepte getestet und evaluiert werden. Ein besonderer Dank geht bei dieser Übung für die gute Vorbereitung, Kameradschaft und Gastfreundschaft.“

Text: KV Germersheim: Foto: Freiwillige Feuerwehren Büchelberg und Kandel