Hausarzt vereitelt Geldübergabe

Beim Hausbesuch kurz nach 12 informierte die 88 Jahre alte Ehefrau den Hausarzt über die Umstände, der umgehend die Polizei in Kenntnis setzte.

Edenkoben (ots).  Seinem Hausarzt ist es zu verdanken, dass ein 90 Jahre alter Mann nicht Opfer eines Betrugs wurde. Was war geschehen? Der 90-Jährige erhielt gestern (11.01.2022, 11 Uhr) einen Anruf von seiner vermeintlichen Tochter, dass sie einen Fußgänger angefahren hätte, der dabei tödlich verletzt worden sei.

Anschließend übernahm ein "Herr Schröder-Jansen" von der Kripo Mannheim das Gespräch und erklärte dem Mann, dass seine Tochter in Haft sitzen würde und gegen die Zahlung einer Kaution von 60.000 Euro wieder auf freien Fuß käme. Von Herrn "Schröder-Jansen" wurde der Angerufene mehrmals aufgefordert, niemanden zu informieren, damit die Telefonleitung für weitere Gespräche frei bleibe. Im Anschluss daran wurde dem 90-Jährigen ein Taxi bestellt, weil dieser zuvor angab, schlecht zu Fuß zu sein. Beim Hausbesuch kurz nach 12 informierte die 88 Jahre alte Ehefrau den Hausarzt über die Umstände, der umgehend die Polizei in Kenntnis setzte. Die Streife konnte den Mann an der Bank antreffen und eine bevorstehende betrügerische Geldübergabe verhindern.

Die Polizei warnt vor diesen Gaunern. Angehörige oder nahestehende Personen sollten mit älteren Menschen über die Methoden der Trickbetrüger sprechen. Die Kriminellen nutzen bewusst die Einsamkeit, die Hilflosigkeit und die Gutgläubigkeit älterer Menschen aus. Sie täuschen einen finanziellen Engpass vor und bitten um hohe Bargeldbeträge, weil sie das Geld aufgrund einer Notlage sofort benötigen. Durch mehrere Telefonanrufe in kurzer Zeit erhöhen die Täter den psychischen Druck auf die Senioren, verbunden mit Appellen wie: "Hilf mir bitte!" Die Betrüger bitten meist um absolute Verschwiegenheit gegenüber Familie und Freunden.