Feuerwehren im Einsatz – Zahlreiche Brände während des langen Hitzewochenendes

Landrat: Respekt und Dank den Einsatzkräften – Aufruf zur Vorsicht in der Natur

Verbrannter Waldboden bei Hagenbach. Foto: Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Mike Schönlaub.

Germersheim. Zehnmal sind die Feuerwehren des Landkreises Germersheim von Donnerstag bis Sonntag zu Vegetationsbränden ausgerückt. Unter anderem mussten die Floriansjünger zu einem Brand in einer Kleingartensiedlung in Jockgrim und zu einem Feuer am Badepark in Wörth, in dessen Verlauf auch Autos in Brand gerieten, ausrücken. Zudem kam es zu einem Waldbrand bei Hagenbach und zu einem Brand eines landwirtschaftlich genutzten Gebäudes in Schaidt. In Kandel stand ein Heuwagen in Flammen. „Bei allen Bränden haben sich die Feuerwehren des Landkreises gemeinsam unterstützt und ausgeholfen – ein wichtiges und großartiges Miteinander der Wehren“, betont Landrat Dr. Fritz Brechtel. Im Einsatz waren auch die Schnelleinsatzgruppen des Landkreises mit den Modulen Betreuung, Sanitätsdienst und Versorgung sowie die Abschnittsleitung Gesundheit.

„Die Brände haben gezeigt, dass die Vorplanungen für den überörtlichen Einsatz im Landkreis Germersheim greifen“, fasst der Brand- und Katstrophenschutzinspekteur Mike Schönlaub zusammen, der ebenfalls vor Ort war. „Durch die großzügige Alarmierung von Beginn an wurde sichergestellt, dass ausreichend Personal und Löschwasser vor Ort waren und somit effektiv und schnellstmöglich mit dem Löschen großflächig begonnen werden konnte. Die Einsätze am verlängerten Wochenende haben auch deutlich gemacht, dass die interkommunale Zusammenarbeit nicht nur auf dem Papier besteht, sondern gelebt wird.“ Auch das neue Tanklöschfahrzeug, TLF 4000, sowie sein Vorgänger, TLF 24/48, leisteten bei den Einsätzen hervorragende Dienste. Insgesamt stand somit 9000 Liter Löschwasser allein durch Fahrzeuge des Katastrophenschutzes im Landkreis Germersheim zur Verfügung.

39 Personen rückten noch am Sonntagabend aus, um die Wehren der Verbandsgemeinde Dahn in der Südwestpfalz bei der Bekämpfung eines Waldbrandes in unwegsamem Gelände zu unterstützt. Die Feuerwehren Germersheim, Bellheim, Lingenfeld und Rülzheim sowie der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur lösten dort abends erschöpfte Kollegen ab. Im Laufe des Abends war das Feuer unter Kontrolle und die Kameradinnen und Kameraden aus dem Landkreis Germersheim traten gegen Mitternacht den Heimweg an.

Landrat Dr. Brechtel bedankt sich bei den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern dafür, „dass Sie in Ihrer Freizeit für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Germersheim und drüber hinaus da sind. Sie haben bei der glühenden Hitze die Badehose mit der Einsatzuniform getauscht. Ich zolle Ihnen meinen höchsten Respekt. Danke!“

Der Kreischef nimmt die glimpflich verlaufenen Einsätze zum Anlass, an die Menschen in der Region zu appellieren: „Bitte passen Sie gerade jetzt besonders gut auf. Die Natur leidet unter der Hitze und trocknet aus. Vermeiden Sie alles, was einen Brand auslösen könnte.“ Hinweise zur aktuellen Waldbrandgefahr und Verhaltenstipps gibt es zum Beispiel hier https://www.wald.rlp.de/de/bewahren/waldschutz-schutz-vor-gegenspielern/waldbrand/

KV Germersheim; Presse