Feuerwehr Speyer entsendet Hilfskräfte in die Eifel

Aktuell befinden sich 12 Einsatzkräfte der Feuerwehr Speyer mit vier Fahrzeugen auf dem Weg nach Emmelshausen.

Wehren aus dem Landkreis Bad Dürkheim im Hochwasser-Einsatz in der Eifel

Aktuell befinden sich 12 Einsatzkräfte der Feuerwehr Speyer mit vier Fahrzeugen auf dem Weg nach Emmelshausen.

Speyer. Unwetterartiger Starkregen hat in der Eifel im Norden von Rheinland-Pfalz für große Schäden und massive Überflutungen gesorgt. Besonders betroffen ist das Ahrtal. Mehrere Landkreise haben den Katastrophenfall ausgerufen.

„Die Bilder und Nachrichten, die uns aus dem Norden des Landes erreichen, sind unfassbar erschütternd. Ganze Orte sind überschwemmt, Menschen sind gestorben oder schweben in Lebensgefahr. Viele vermissen ihre Angehörigen oder haben ihr Zuhause verloren. Angesichts dieser Katastrophe müssen und wollen wir, die wir glücklicherweise bislang glimpflicher davongekommen sind, zusammenstehen und helfen, wo Hilfe jetzt dringend benötigt wird“, betont Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler.

Aktuell befinden sich 12 Einsatzkräfte der Feuerwehr Speyer mit vier Fahrzeugen auf dem Weg nach Emmelshausen. Dort erhalten sie genaue Einsatzaufträge und werden dann direkt im Katastrophengebiet Hilfe leisten und Menschenleben retten.

„Die Situation in der Eifel zeigt, wie ernst die Lage ist. Ich möchte daher nochmals eindringlich an alle Menschen appellieren, sich an die Hochwasserschutzmaßnahmen zu halten und diese ernst zu nehmen. Betreten Sie nicht die Deiche und betreiben Sie vor allem keinen sogenannten „Hochwasser-Tourismus“. Die Lage im Norden unseres Bundeslandes ist verheerend – unsere Einsatzkräfte werden dort dringend gebraucht. Daher müssen wir gemeinsam alles dafür tun, dass sich die Lage hier vor Ort nicht weiter zuspitzt“, führt Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Peter Eymann aus.

Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler wird die Online-Sitzung des Stadtrates am heutigen Donnerstag, 15. Juli 2021, 17 Uhr, mit einer Schweigeminute für die Opfer der Hochwasserkatastrophe beginnen.

Text und Foto: © Stadt Speyer

 

Wehren aus dem Landkreis Bad Dürkheim im Hochwasser-Einsatz in der Eifel

50 Feuerwehrleute aus dem Leiningerland sind unterwegs

Aus dem Landkreis Bad Dürkheim sind heute 50 Feuerwehrleute zu einem 72-Stunden-Einsatz in die Eifel aufgebrochen, um dort bei der Hochwasserkatastrophe zu unterstützen. Sie kommen alle von Wehren aus der Verbandsgemeinde Leiningerland und werden am Sonntag abgelöst von weiteren 50 Feuerwehrleuten aus dem Landkreis Bad Dürkheim. Die Kreis-Wehren koordinieren momentan, wer die Ablöse übernimmt.

Aufgebrochen sind die Kameraden am Nachmittag in zehn Mannschaftstransportern. Diese Fahrzeuge wurden explizit angefordert, weil sie momentan im Einsatz vor Ort gebraucht werden. Außerdem bringen die Feuerwehrleute aus dem Kreis Material mit in den Norden: zum Beispiel Feldbetten, Tauchpumpen, Notstromerzeuger und Sandsäcke. Das Material wird von mehreren Wehren aus dem gesamten Landkreis beigesteuert. Trotz der Entsendung bleibt auch der Landkreis weiter einsatzfähig für einen Notfall. Koordiniert wird der Einsatz von der Integrierten Leitstelle Ludwigshafen.

„Wir hören aus dem Norden erschütternde Nachrichten, das ist eine schreckliche Situation für die Menschen vor Ort“, sagt der für den Katastrophenschutz zuständige Kreisbeigeordnete Sven Hoffmann. „Uns war heute Morgen direkt klar, dass wir hier auf jeden Fall helfen müssen. Das ist selbstverständlich in der Familie der Rettungskräfte, dass man sich gegenseitig unterstützt.“ Es sei wichtig, den Wehren vor Ort mit zusätzlichen Kräften zu helfen, um der Lage besser Herr zu werden. Aber auch, um für die Männer und Frauen, die seit Stunden im Einsatz sind, eine Ablöse bereitstellen zu können. „Wir haben bei uns momentan eine Situation, die es zulässt, dass wir Personal, Material und Fahrzeuge entbehren. Dann tun wir das auch. Das ist Teil des Zusammenhalts innerhalb der Feuerwehrfamilie.“