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Umland Baden
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Umland Baden

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SPEYER-KURIER

23.03.2011


Historie

Die früheste bekannte Erwähnung der einst selbstständigen Orte datiert ins Jahr 1256. Genannt werden zwei "husen" an der Furt. Gemeint ist mit Furt ein Rheinübergang zwischen Rheinhausen und Speyer, den es nicht mehr gibt. Im 14. Jahrhundert kamen beiden Hausen in den Besitz des Bistums Speyer und verblieben unter fürstbischöflicher Herrschaft bis 1803. Dann wurden Rheinhausen und Oberhausen dem Großherzogtum Baden übereignet. Kaiser Maximilian I. hatte anno 1490 eine glorreiche Idee in die Tat umgesetzt: eine ständige Postverbindung zwischen Innsbruck und Mechelen. Bei Rheinhausen nutzten die Postkutschen und Postreiter die Fähre nach Speyer. Anno 1495 wird Rheinhausen als feste Poststation genannt. Diese Station blieb bis 1803 erhalten. 1975 wird Rheinhausen in Oberhausen eingemeindet und gleichzeitig die Gemeinde in Oberhausen-Rheinhausen umbenannt. -bb- Weitere Informationen: www.oberhausen-rheinhausen.de

23.03.2011


Historie

Im Lorscher Codex ist Oftershein zwar genannt, jedoch ohne Jahresangabe. Anstelle einer Jahreszahl heißt es "15. Pipp. reg." Heimatkundler und Wissenschaftler haben inzwischen die Jahre 766 und 767 errechnet, denn der Hinweis bedeutet, dass der Ortsname - damals Offtresheim - im 15. Jahr der Regierung des Königs Pippin im Codex eingetragen wurde. Die Schreibweise Oftersheim findet sich erstmals im Jahr 1350. Das Dorf hatte Rechte im Königsforst "Schwetzinger Hardt". Für das ehemalige Schwetzinger Wasserschloss und beim Bau des heutigen Schwetzinger Schlosses und der Gartenanlage mussten die Oftersheimer Frondienste leisten. Im 11. Jahrhundert kam der Ort an den Bischof von Speyer, über die Schenken von Wersau an die Pfalzgrafen bei Rhein. Schwere Zerstörungen musste die Gemeinde im Dreißigjährigen Krieg und im Pfälzischen Erbfolgekrieg hinnehmen. 1803 kam Oftersheim zum Großherzogtum Baden. -bb- Weitere Informationen: www.oftersheim.de

23.03.2011


Historie

Losse, Lossem, Lussem, Luzheim - das sind uralte Schreibweisen für Lußheim, das spätere Altlußheim. Eine der frühen Schreibweisen war Namensgeber des Guggemusikvereins "Altlossema Rhoigeischda". Man erkennt, der Dialekt hat "Lossem" bis heute bewahrt. Möglich, dass der Namensteil "Luß" vom alten Wort "lus" stammt, das Riet, Sumpf bedeutet, oder vom alten Wort "luße" abgeleitet ist, das für Fischwasser steht. Beide Erklärungen erscheinen aufgrund der Lage am Rhein logisch. Urkundlich wird Lußheim erstmals anno 946 erwähnt. Damals überließ Herzog Konrad der Rote, Urgroßvater Kaiser Konrads II., Ortsrechte dem Speyerer Bischof Reginbald I. Im Verlauf seiner Geschichte gehörte Lußheim dem Kloster Maulbronn, dem Hochstift Speyer, der Kurpfalz und dem Großherzogtum Baden. Im Krieg zwischen Pfalzgraf Friedrich und Herzog Ulrich von Württemberg (15. Jh.), im Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) und im Pfälzischen Erbfolgekrieg (1689) wurde Lußheim zerstört. Für Baumaßnahmen am Speyerer Dom musste die örtliche Ziegelei im Jahr 1724 etwa 200.000 Backsteine liefern. Sehr wichtig war durch die Jahrhunderte die Lußheimer Fähre, das Dorf mit Speyer verbunden hat. Im 18. Jahrhundert florierte der Handel mit Tabak, Holz und Backsteinen. Im Jahr 1821 machte sich die Siedlung Neulußheim (gegründet 1711) selbstständig. Um Verwechslungen zu vermeiden, folgte die Umbenennung von Lußheim in Altlußheim. -bb- Weitere Informationen: http://www.altlussheim.de/

14.02.2011


Historie

Heuer feiern die Ketscher ihr 60. Backfischfest, ein Volksfest, das, wie das Spey'rer Brezelfest, weit über die Grenzen hinaus bekannt ist. Dieses Fest gehört zu den herausragenden Ereignissen des geselligen Lebens in der Region. Ketsch wird um 1150 erstmals genannt. Der Ort gehörte früher den Speyerer Bischöfen. Anno 1329 und 1529 wurden viele Ketscher von einer Seuche dahingerafft. Wahrscheinlich gab es urpsünglich einzelne Höfe, die erst in der Mitte des 14. Jahrhunderts zu einer Dorfgemeinschaft zusammen gewachsen sind. Ein Schauspiel erinnert an den Ketscher Schultheiß Enderle, der gemäß einer volkstümlichen Überlieferung gegenüber dem Pfalzgrafen und Kurfürsten Ottheinrich mit Erfolg die Rechte der Bauern und Schadenersatz hinsichtlich der Verwüstungen von Feldern durch herrschaftliche Jagden gefordert hat. Im 17. Jahrhundert wurde Ketsch im Dreißigjährigen Krieg und im Pfälzischen Erbfolgekrieg zerstört. Anno 1803 kam Ketsch zum Großherzogtum Baden. -bb- Weitere Informationen: www.ketsch.de

18.04.2011