Am 18. November nahm ich als Vertreter der Liberalen im
Europäischen Parlament an der 14. Simulation Europäisches Parlament
(SIMEP) im Abgeordnetenhaus in Berlin teil. Dabei unterstützte ich
die liberale Schüler-Fraktion mit meiner Erfahrung als
Europaabgeordneter. Zur Diskussion standen dabei vor allem die
Themen EU-Außenpolitik im Mittelmeerraum, der europäische
Datenschutz und die Zukunft des Euros.
: SIMEP wird seit 1999 von der Jungen
Europäischen Bewegung (JEB) veranstaltet und bietet interessierten
Schülern Einblicke in die Arbeitsabläufe des Europäischen
Parlaments. Sie nehmen dabei die Rolle von Europaabgeordneten ein
und diskutieren zu wechselnden Themen auf verschiedenen
Entscheidungsebenen des Europäischen Parlaments (Fraktions-,
Ausschuss- und Plenumsebene).
Am 27. und 28. Oktober nahm ich auf Einladung der liberalen
polnischen Partei Ruch Palikota mit anderen ALDE-Delegierten an
einem KMU-Kongress in Krakau teil. Im Rahmen der Boost SME Kampagne
diskutierte ich mit polnischen Kollegen über die
Entwicklungsmöglichkeiten polnischer KMU.
Während dieser Reise besichtigten wir auch das ehemalige jüdische
Viertel, die Fabrik des Unternehmers Oskar Schindler, in der mehr
als 1000 Juden vor dem Tod gerettet wurden, sowie die Gedenkstätten
Auschwitz und Auschwitz-Birkenau. Neben einer Blumenniederlegung
fand auch ein bewegendes Gespräch mit einem Überlebenden statt. Dem
ehemaligen Bürgermeister von Auschwitz, Janusz Marszalek, übergab
die ALDE-Delegation für die Errichtung der neuen Erinnerungsstätte
"Friedenszentrum Auschwitz" einen Gedenkstein.
3. Deutscher Mittelstandstag des Liberalen Mittelstandes in
Hamburg
Am 16. November nahm ich am 8. Deutschen Mittelstandstag des
Liberalen Mittelstandes in Hamburg mit über 200 Teilnehmern
teil.
An einem Stand der ALDE-Fraktion konnte ich viele Gespräche zu
unseren Anstrengungen in der europäischen Mittelstandspolitik und
zu der laufenden Boost SME Kampagne führen.
Im November habe ich fünf Besuchergruppen empfangen dürfen. In
Brüssel besuchten mich die Europa-Union Mayen-Koblenz am 08.
November und am 13. November eine von Bürgermeister Thomas Auler
begleitete Gruppe interessierter Bürger aus Riesweiler und
Rheinböllen. In Straßburg habe ich in der letzten Woche die Schüler
der Kurpfalzschule Dannstadt und die Stiftung für Ökologie begrüßen
dürfen. Darüberhinaus habe ich am 13. November eine Besuchergruppe
meiner Kollegin Alexandra Thein, MdEP begrüßt. Es handelte sich
dabei um Schüler des Wahlfachs Politik der Oberstufe der
Marie-Curie-Oberschule in Berlin.
In Zusammenarbeit mit CISCO Systems, einem der weltweit führenden
Hersteller für Telekommunikationsysteme, habe ich eine
Diskussionsrunde zum Thema Interoperabilität im
Videotelefoniebereich veranstaltet.
Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Videokommunikationsprodukten
auf dem Markt wie etwa Apple FaceTime, Skype oder Google Talk.
Diese sind allerdings nicht miteinander kompatibel. Im Rahmen
meiner Veranstaltung stellte Professor Michael Katz von der Berkley
Universität in Kalifornien eine Studie zu den wirtschaftlichen
Vorteilen für Verbraucher und Unternehmen vor, welche die
Kompatibilität der Produkte mit sich bringen würde.
Ungeachtet dieser Erkenntnisse bleibt allerdings fraglich, ob
deshalb gemeinsame Standards gesetzlich vorgeschrieben werden
sollten. Darüber habe ich mit Professor Katz und dem zuständigen
Referatsleiter der EU-Kommission, Herrn Ken Ducatel, sowie
Industrie- und Verbrauchervertretern diskutiert.
Am 13. November habe ich als Diskutant auf dem Podium am
Responsible Gaming Day in Brüssel teilnehmen dürfen. Als
Berichterstatter des Parlaments zum Online-Glücksspiel konnte ich
feststellen, dass die EU-Kommission in ihrem Aktionsplan zu Recht
erkannt hat, dass ein europäischer Rechtsrahmen benötigt wird, um
die Verbraucher aber auch die Integrität des Sports zu schützen und
Betrug zu verhindern.
Die EU-Kommission hat sich, wie erwartet, eher vorsichtig die
Begrenzung des Aktionsplans auf mehrere nicht-legislative Maßnahmen
einschließlich Empfehlungen für den Verbraucherschutz, die Werbung
und die Prävention von Spielmanipulationen auf die Agenda
geschrieben. Ich bin überzeugt, dass das nicht ausreichen wird, um
eine größere Kohärenz zwischen den Regulierungsmodellen der
Mitgliedstaaten zu gewährleisten. Immerhin plant die EU-Kommission
endlich Maßnahmen gegen Mitgliedstaaten, deren nationale
Glücksspielgesetzgebung gegen europäisches Binnenmarktrecht
verstößt. In einem ersten Schritt werden die betroffenen
Mitgliedstaaten aufgefordert, aktualisierte Informationen über ihre
nationalen Rechtsvorschriften vorzulegen.
Am 06. November fand in Brüssel unter meinem Vorsitz ein
Arbeitsfrühstück der SME Intergroup und UEAPME, des europäischen
Dachverbands des Handwerks sowie der kleinen und mittleren
Unternehmen, zu der laufenden Reform der öffentlichen
Auftragsvergabe statt. Hierzu bin ich auch Schattenberichterstatter
meiner Fraktion.
Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass Marc Tarabella,
Berichterstatter der S&D-Fraktion, und Frank Engel,
Schattenberichterstatter der EVP-Fraktion, als Referenten sowie
Klaus Wiedner, Leiter des Referats Öffentliche Auftragsvergabe in
der Generaldirektion Binnenmarkt und Dienstleistungen der
EU-Kommission, und Gerhard Huemer, Direktor für Wirtschafts- und
Finanzpolitik der UEAPME, teilgenommen haben.
Das öffentliche Auftragswesen ist ein wichtiger Bestandteil der
europäischen Wirtschaft und des Binnenmarktes. Öffentliche Aufträge
machen rund 15 % des BIP aus. Daher ist es wichtig, dass die
europäischen Unternehmen aktiviert werden, die Möglichkeiten dieses
großen Marktes zu nutzen. Leider bleibt der Zugang zu öffentlichen
Aufträgen aufgrund des hohen Verwaltungsaufwands und mitunter
unverhältnismäßig hohen Anforderungen in der Praxis noch
schwierig.
Die ALDE-Fraktion unterstützt daher das "Nur einmal"-Prinzip, nach
welchem Dokumente, die bereits demselben Auftraggeber vorgelegt
worden sind, nicht erneut eingereicht werden müssen. Der
Europäische Pass für die Auftragsvergabe ist ein weiteres
nützliches Tool, um Unterlagen der KMU effektiv zu speichern. Wir
haben daher vorgeschlagen, die Gültigkeit von 6 Monaten auf 1 Jahr
zu erweitern und die Menge an Informationen, die der Pass enthält,
zu erhöhen.
Darüber hinaus begrüßen wir den Vorschlag der EU-Kommission, die
Anwendung der Höhe des Jahresumsatzes als Auswahlkriterium
einzuschränken, um so KMU nicht unnötigerweise von der Teilnahme am
Verfahren auszuschließen. Wir wären sogar bereit, hier weiter zu
gehen und Mindestumsatzanforderungen vollständig zu streichen.
Schreiben Sie mir: jurgen.creutzmann@europarl.europa.eu
Besuchen Sie meine Website: www.juergen-creutzmann.de |
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27.11.2012
B10-Mediation in der Sackgasse
MAINZ/LANDAU- Das Mediationsverfahren
befindet sich in einer Sackgasse. Ohne neue Daten zum
Verkehrsaufkommen gibt es keine Grundlage für eine
Entscheidungsfindung. Diese Informationen werden aber erst nach dem
Abschluss des Mediationsverfahrens vorliegen. Für die
rheinland-pfälzischen Liberalen wird damit immer deutlicher, dass
es bei dem Mediationsverfahren von Anfang an nur darum ging, einen
Streit von der rot-grünen Koalition fernzuhalten. "Mediiert wird
nicht, weil es etwas zu mediieren gibt, sondern weil SPD und Grüne
sich nicht einigen konnten", sagte der Vorsitzendende der FDP
Rheinland-Pfalz, Dr. Volker Wissing.
Bei der Frage des Ausbaus der B10 gehe es weniger um eine
Kompromissfindung, als um eine prinzipielle Entscheidung für oder
gegen die Maßnahme. "Die B10 soll dazu dienen, die Westpfalz an das
nationale Infrastrukturnetz anzuschließen. Sie dient nicht der
Verkehrsberuhigung, sondern der Verkehrserleichterung", sagte der
FDP-Politiker. Für ihn ist der Ausbau nicht weniger als eine Frage
der Armutsbekämpfung in der Westpfalz. "Ohne Infrastruktur, keine
Arbeitsplätze, ohne Arbeitsplätze, verödet und verarmt die Region",
warnte Wissing. SPD und Grüne müssten nun endlich zeigen, ob sie in
der Lage wären, auch den ländlichen Regionen eine Perspektive zu
bieten.
"Die B10 Mediation diente vor allem dem inneren Frieden der
rot-grünen Landesregierung in Mainz und weniger den Menschen vor
Ort", sagte der FDP-Vorsitzende. Bürgerbeteiligung dürfe nicht zu
einer Alibiveranstaltung für eine entscheidungsunfähige
Landesregierung gemacht werden. "Die Fakten zur B10 sind
hinlänglich bekannt, jetzt müssen SPD und Grüne entscheiden, für
oder gegen die B10 und damit für oder gegen die Westpfalz", so
Wissing. Die rot-grüne Entscheidungsdrückebergerei müsse ein Ende
haben. FDP Rheinland-Pfalz, Pressestelle www.fdp-rlp.de
19.11.2012
Norbert Schindler erreicht 98 % der abgegebenen Stimmen
Überragendes Ergebnis für
den CDU-Kandidaten im Bundestags-Wahlkreis 209
„Dieses Ergebnis ist noch steigerungsfähig und
fordert mich geradezu heraus, aber ich habe meiner Frau Sigrid
versprochen: das ist meine letzte Kandidatur, im Jahr 2017 ist
definitiv Schluss“, so Norbert Schindler verschmitzt nach
Bekanntgabe des Wahlergebnisses.
Unterstützung, die Norbert Schindler bei seinem
Heimspiel gar nicht nötig hatte, holte sich der
Bundestagsabgeordnete von Volker Kauder, dem Fraktionsvorsitzenden
der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, der Schindler vor den 170
versammelten Delegierten und Gästen als einen Kollegen
charakterisierte, der einen eigenen Kopf habe, aber auch
kompromissbereit sei. „Solche Abgeordnete braucht man, wollen wir
unser Land weiter voranbringen und zukunftsfähig machen“, so Kauder
in seiner Ansprache. Er sei als Baden-Würtemberger gerne in das
benachbarte Rheinland-Pfalz zu seinem Freund Norbert Schindler
gekommen, und dies nicht allein deshalb, weil seine am Bodensee
geborene Frau vom Pfälzer Wein schwärme, sondern weil er bei der
Wahl eines Kollegen dabei sein wolle, der in der Bundestagsfraktion
einen Namen habe.
In seiner Rede
beantwortete Kauder dann die Frage, weshalb bei der kommenden
Bundestagswahl unbedingt die CDU gewählt werden müsse. „In der
nächsten Legislaturperiode wird Europa neu gebaut“, rief Kauder den
Parteifreundinnen und Parteifreunden zu, und dies könne die
Bundesrepublik Deutschland nur mit einer starken CDU unter der
Führung von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. Merkel lebe für
Europa und stehe damit ganz in der Linie von Konrad Adenauer und
Dr. Helmut Kohl. Merkel sei bei den europäischen Regierungschefs
anerkannt, ihr Wort habe Gewicht. Und Merkel lasse sich in Sachen
Europa nichts vormachen, denn die Bundekanzlerin wisse, dass
Deutschland Europa als Absatzmarkt für seine Produkte brauche.
Damit stehe Europa für Arbeitsplätze und Wohlstand und garantiere
weiterhin ein friedliches Zusammenleben. CDU Speyer,
Presse
18.11.2012
Ministerpräsident Beck: Trauer mit Zuversicht verbinden
Bad-Bergzabern- „Heute, am
Volkstrauertag, gedenken wir der Toten von Krieg und
Gewaltherrschaft. 67 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges
erinnern wir an die Menschen, die als Soldaten oder Zivilisten
sterben mussten. Das damit verbundene millionenfache Leid lässt
sich nicht annähernd in seinen Dimensionen fassen“, sagte
Ministerpräsident Kurt Beck bei der Landesfeier in der Marktkirche
in Bad Bergzabern.
Nach dieser Veranstaltung nahm der
Ministerpräsident am Nachmittag an einer Gedenkfeier in Dahn teil,
die an das 60-jährige Bestehen des Ehrenfriedhofs erinnert. Mehr
als 2.400 Kriegstote aus allen Teilen des damaligen Deutschlands
ruhen dort. „Die meisten von ihnen sind als Wehrmachtssoldaten in
den letzten Monaten des Krieges gestorben, manche waren gerade mal
16 Jahre alt. Es sind lange Reihen von Gräbern, hinter jedem
Grabstein verbirgt sich ein Mensch und ein Schicksal“, sagte
Beck.
Kriegsgräberstätten seien Orte der Trauer und
zugleich ein Zeichen der Verpflichtung dafür einzutreten, dass es
nie wieder Krieg und Tyrannei geben dürfen. Und doch gebe es zur
viele Konflikte und Krisenherde auf dieser Welt. Beck erinnerte
daran, dass 100 deutsche Soldaten der Bundeswehr seit 1992 bei
internationalen Friedensmissionen ihr Leben verloren haben. „Wir
trauen um sie und sind in Gedanken bei den Hinterbliebenen. Das
Mindeste, was wir für sie tun können, ist ihnen über eine
einheitliche bundesgesetzliche Regelung ein dauerhaftes Ruherecht
einzuräumen. Bei diesem sensiblen Thema muss zeitnah eine
angemessene und würdige Lösung gefunden werden“, forderte der
Ministerpräsident.
Vom Volkstrauertag solle bei aller Trauer aber auch
ein Zeichen der Zuversicht ausgehen. Dies sei eben nicht nur ein
Tag der Erinnerung und der Mahnung, sondern auch der Hoffnung.
„Seit 67 Jahren herrscht Frieden in Deutschland, seit 22 Jahren ist
Deutschland vereint, und Europa wächst trotz aller Probleme weiter
zusammen“, so der Ministerpräsident. Gerade hier in der Grenzregion
zu Frankreich wisse man um die besondere Bedeutung
gutnachbarschaftlicher, freundschaftlicher Beziehungen.
Ministerpräsident Beck: „Erinnerung braucht
Zukunft. Lassen Sie uns alles dafür tun, dass das Engagement
nachwachsender Generationen nicht nachlässt. Deshalb danke ich
insbesondere auch den jungen Menschen, die sich für Frieden in den
Begegnungsstätten und in internationalen Jugendlagern des
Volksbundes einsetzen.“ stk-rlp,Presse
18.11.2012
Jahresempfang für die Bundeswehr
Beck: Bund muss
Konversionsbeitrag zur Strukturpolitik leisten
„Das Jahr 2012 war und ist geprägt von schwer
wiegenden Veränderungen für die Bundeswehr und ihre Angehörigen –
auch in Rheinland-Pfalz. Dennoch können wir zuerst dankbar dafür
sein, dass in diesem Jahr trotz deutlich verschärfter
Sicherheitslage in Afghanistan bisher kein Soldat im
Auslandseinsatz sein Leben lassen musste. Für ihren Dienst danke
ich ihnen ausdrücklich.“ Dies sagte Ministerpräsident Kurt Beck bei
seinem traditionellen Empfang im Festsaal der rheinland-pfälzischen
Staatskanzlei in Mainz anlässlich des heutigen Jahrestages zur
Gründung der Bundeswehr. Zahlreiche Soldatinnen und Soldaten aus
allen in Rheinland-Pfalz stationierten Einheiten waren der
Einladung des Ministerpräsidenten gefolgt; an ihrer Spitze der
Befehlshaber im Wehrbereich II, Generalmajor Gerhard Stelz.
Da die Bundeswehr zunehmend ihre Verantwortung
für Frieden und Sicherheit und die Respektierung von
Menschenrechten in Auslandseinsätzen wahrnehmen müsse, sei eine
Strukturreform, die dieser veränderten Lage Rechnung trage,
notwendig geworden. Sie sei auch von den Ländern im Grundsatz mit
getragen worden, betonte der Ministerpräsident.
Beck erinnerte an die Standortschließungen in
Bad Neuenahr-Ahrweiler, Birkenfeld, Daaden/Emmerzhausen, Kusel und
Speyer sowie an die Auflösung des Heeresführungskommandos in
Koblenz zum 1. Oktober 2012. Gleichzeitig habe aber das Kommando
Sanitätsdienst der Bundeswehr in Koblenz seine Arbeit aufgenommen.
Als „weiteres wichtiges Ereignis“ bezeichnete der Ministerpräsident
die in Kürze bevorstehende Auflösung des Wehrbereichskommandos II
in Mainz. Beck: „Zwar müssen im bundesweiten Vergleich die
Standortentscheidungen des Bundesverteidigungsministers für
Rheinland-Pfalz als vertretbar angesehen werden, für die
betroffenen Standortgemeinden handelt es sich jedoch um tief
greifende Einschnitte in ökonomischer und sozialer Hinsicht.“
Ministerpräsident Beck kritisierte erneut die
ablehnende Haltung des Bundes zu Forderungen der Länder nach einem
Konversionsbeitrag. Entsprechende Gesetzesentwürfe für eine
positive Strukturpolitik etwa durch verbilligte Abgabe von Flächen
an Kommunen seien von der Bundesregierung abgelehnt worden. Beck:
„Zusammenfassend wird deutlich, dass die Länder zwar grundsätzlich
bereit sind, den Weg der Neuausrichtung mitzugehen, in einigen
Punkten aber dringend eine Nachsteuerung erfolgen muss, für die die
Länder sich über den Bundesrat stark machen werden.“
14.11.2012
Unregelmäßigkeiten bei Gerichtsvollziehern
Unter
Bezugnahme auf die Berichterstattung in der RHEINPFALZ vom 12.11.
über mehrere Fälle von Unregelmäßigkeiten bei Gerichtsvollziehern
und möglichen Lücken in der Dienstaufsicht hat der Rechtspolitische
Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Dr. Axel Wilke (Speyer) heute
eine Anfrage an die Landesregierung gerichtet, mit der er Auskunft
begehrt, in wie vielen Fällen es in den letzten 5 Jahren zu
strafrechtlichen Ermittlungen gegen Gerichtsvollzieherinnen und
Gerichtsvollzieher wegen nicht ordnungsgemäßer Amtsausübung
gekommen ist.
Auch über den finanziellen Schaden für Bürgerinnen und Bürger
und das Land soll die Regierung Auskunft geben und darüber, in wie
vielen Fällen das Land Schadensersatz leisten musste. „Ein gutes
Vollstreckungswesen ist für den Rechtstaat von fundamentaler
Bedeutung, sowohl Gläubiger wie Schuldner müssen darauf vertrauen
können, dass Vollstreckungsaufträge ordnungsgemäß abgewickelt
werden“, so Wilke.
Wenn nach dem Zeitungsartikel mehrfach Gerichtsvollzieher dieses
Vertrauen missbraucht haben und von den Strafgerichten auch eine
Mitschuld der Dienstaufsicht gesehen wurde, sei das
Justizministerium der Öffentlichkeit eine Erklärung schuldig, was
es unternommen hat, damit solche Dinge nicht mehr passieren
können.
13.11.2012
Jahrestag Reichspogromnacht und Mauerfall
Beck: Der 9.
November ist ein Schicksalstag für die Deutschen
Mit der Pogromnacht vom 9. zum 10. November 1938
hat der Tiefpunkt deutscher Geschichte begonnen. Auch nach 74
Jahren ist es wichtig, dass wir uns zu unserer Geschichte bekennen.
Den Opfern und Überlebenden der NS-Herrschaft sind wir alle
schuldig, dass unermessliches Leid und millionenfacher Tod nicht
vergessen werden." Dies sagte Ministerpräsident Kurt Beck heute
anlässlich des Jahrestages der Reichspogromnacht.
In dieser Nacht habe die nationalsozialistische
Barbarei ihren ersten traurigen Höhepunkt erreicht, ihr furchtbares
Ende habe sie mit der sogenannten „Endlösung der Judenfrage“
genommen. Ministerpräsident Kurt Beck betonte die Würde des
Menschen, die nach der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft
als unantastbar in das Grundgesetz der Bundesrepublik geschrieben
worden sei. „Mit dieser Würde ist die aller Menschen gemeint und
deshalb bauen alle jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die nach
den schrecklichen Ereignissen in Deutschland geblieben oder nach
Deutschland gekommen sind, auf diesen grundlegenden Artikel im
Grundgesetz. Dieses Vertrauen dürfen wir niemals zerstören", sagte
Beck.
Der Ministerpräsident nannte den 9. November
einen Schicksalstag für die Deutschen. Neben der Pogromnacht jähre
sich an diesem Tag auch der Mauerfall. „Die Bilder vom 9. November
1989 gehören zu jenen Momenten, die unvergessen bleiben. Noch heute
fühle ich mich ergriffen von der unbeschreiblichen Freude und dem
Glück der Menschen, als sich die Mauer öffnete. Ich empfinde vor
allem Dankbarkeit dafür, dass das Ende der gewaltsamen Teilung
Deutschlands friedlich verlaufen konnte. Der 9. November 1989 war
die Folge einer friedlichen Revolution, der einzig erfolgreichen
Revolution in der deutschen Geschichte. Er bleibt ein Glückstag für
alle Deutschen“, so Ministerpräsident Beck. stk.rlp,
Presse
09.11.2012
Wegfall der Praxisgebühr auch ein Erfolg für Rheinland-Pfalz
MAINZ- Die
rheinland-pfälzischen Liberalen sehen in dem Wegfall der
Praxisgebühr eine große Erleichterung für die Bürgerinnen und
Bürger. „Von dieser Maßnahme profitieren Patienten und Ärzte
gleichermaßen“, sagte der FDP-Vorsitzende, Dr. Volker
Wissing.
Nach dem das Gesundheitssystem unter grünen und
sozialdemokratischen Gesundheitsministerinnen vor allem über seine
desolate Finanzlage von sich reden gemacht habe, sei es den
Liberalen gelungen, die finanzielle Lage der gesetzlichen
Krankenversicherung deutlich zu verbessern. „Heute müssen wir nicht
mehr über immer neue Kassenlöcher reden, sondern können Überschüsse
an die Versicherten zurückgeben“, so Wissing. Die Abschaffung der
Praxisgebühr sei daher auch ein Beleg für die erfolgreiche liberale
Regierungsarbeit.
Wissing bezeichnete den Wegfall der Praxisgebühr als deutliches
Kontrastprogramm zu der Gesundheitspolitik der
Vorgängerregierungen. „Wo SPD und Grüne sich darauf beschränkt
haben, die Defizite der Krankenversicherung zu verwalten, haben
Union und FDP Überschüsse erarbeitet“, sagte der FDP-Vorsitzende.
Nun sei es an der Zeit, auch die Versicherten an den Erfolgen der
liberalen Gesundheitspolitik teilhaben zu lassen. „Mit der
Streichung der Praxisgebühr beseitigen wir auch eine
Bürokratiealtlast sozialdemokratischer Gesundheitspolitik“, so
Wissing. Die Versicherten würden nicht nur finanziell, sondern auch
dadurch profitieren, dass Ärzte sich künftig weniger um das
Eintreiben der Praxisgebühr und wieder mehr um ihre Patienten
kümmern könnten. „Die SPD hat aus den Ärzten ein Inkassounternehmen
für die Krankenversicherungen gemacht, die FDP hat diesen
unwürdigen Zustand beendet“, freute sich der rheinland-pfälzische
FDP-Vorsitzende.
FDP Rheinland-Pfalz, Mainz,
Pressestelle www.fdp-rlp.de05.11.2012
OVG verbietet Personenkontrollen aufgrund der Hautfarbe
Antidiskriminierung - Alt und Vicente hochzufrieden: OVG
verbietet Personenkontrollen aufgrund der Hautfarbe
Menschen dürfen nicht allein wegen ihrer Hautfarbe von der
Polizei kontrolliert werden. Das Oberverwaltungsgericht Koblenz hat
mit diesem Urteil im Berufungsverfahren ein anderslautendes Urteil
des Verwaltungsgerichts Koblenz für unwirksam erklärt.
Integrationsministerin Irene Alt und der Beauftragte der
Landesregierung für Migration und Integration Miguel Vicente haben
den heutigen Richterspruch mit großer Genugtuung zur Kenntnis
genommen. „Das heutige Urteil ist ein klares Signal dafür, dass die
Vielfalt unserer Gesellschaft alle Menschen zu Fairness und
Gleichbehandlung verpflichtet. Alles andere bedeutet die
Kapitulation unserer offenen, demokratischen Gesellschaft vor
Willkür und Diskriminierung“, erklärt Integrationsministerin Irene
Alt.
„Damit wird den internationalen Standards der
Menschenrechte wieder Genüge getan. Es war unerträglich, dass
das Verwaltungsgericht Koblenz in erster Instanz die Kontrolle
eines Menschen allein wegen seiner Hautfarbe als ‚geringfügigen
Eingriff‘ in seine Persönlichkeitsrechte bezeichnet hatte.
Diskriminierender kann die Praxis doch gar nicht aussehen. Umso
mehr freut es mich, dass sich die Bundespolizei bei dem Kläger
jetzt entschuldigt hat“, kommentiert der Beauftragte der
Landesregierung für Migration und Integration, Miguel Vicente, das
Urteil des OVG.
MINISTERIUM FÜR INTEGRATION, FAMILIE, KINDER, JUGEND UND
FRAUEN, Presse
30.10.2012
Ministerpräsident Beck: Soziales Mietrecht erhalten
Beim Landesverbandstag der
rheinland-pfälzischen Mietervereine hat Ministerpräsident
Kurt Beck die Bundesregierung davor gewarnt, energetische
Modernisierungsmaßnahmen und das soziale Mietrecht gegeneinander
auszuspielen. „Nutzen und Lasten einer Energetischen Sanierung
müssen ausgewogen verteilt sein“, forderte der Ministerpräsident
bei der Veranstaltung in Worms. Die von der Bundesregierung im
September des Jahres eingebrachte Mitrechtsnovelle sei jedoch
misslungen und zu Recht im Bundesrat mit der Mehrheit der Länder
abgelehnt worden.
Der Entwurf für ein Gesetz über die energetische
Modernisierung von vermietetem Wohnraum soll insbesondere Anreize
für Investitionen im Interesse des Klimaschutzes schaffen.
Ministerpräsident Beck: „Dieses Ziel unterstütze ich ausdrücklich.
Es kann aber nicht sein, dass es für die Mieterinnen und Mieter
einen dreimonatigen Mietminderungsausschluss geben soll, während
Vermieter die Modernisierungskosten mit einem Zuschlag von 11
Prozent auf die Miete unbegrenzt umsetzen können. Das ist
mieterunfreundlich und unsozial.“ Die Landesregierung fordere
deshalb genauso wie der Mieterbund, das grundsätzliche
Mietminderungsrecht nicht anzutasten. Außerdem müsse die
Umlagefähigkeit auf neun Prozent gesenkt und zeitlich befristet
werden.
Der Ministerpräsident forderte gemeinsame
Strategien gegen Energiearmut. „Es ist für unseren Sozialstaat
nicht hinnehmbar, wenn insbesondere Schwangere, chronisch kranke
Menschen und Familien mit Kindern von Stromsperren bedroht sind, “
so Beck.
Deshalb müsse ein frühzeitiger
Informationsaustausch zwischen Sozialbehörden und
Energieunternehmen erreicht werden. Wichtig sei auch eine
umfassende Beratung für Menschen, die in Zahlungsschwierigkeiten
geraten sind. Ministerpräsident Beck verwies auf ein entsprechendes
Pilotprojekt der Verbraucherzentrale in Mainz, dass von der
Landesregierung gefördert werde.
Im deutschen Mieterbund und seinen 15
Landesverbänden sind insgesamt 320 Mietervereine organisiert. Sie
setzen berechtigte Mieteransprüche gegenüber Vermieter, Verwalter
und Behörden durch. Die Mietervereine sorgen vor Ort dafür, dass
die Mietpreise nicht ins Uferlose steigen und wirken an der
Entwicklung von Mietspiegeln mit. Der Landesverbandstag des
Deutschen Mieterbundes Rheinland-Pfalz e.V. beschäftigte sich mit
dem Thema „Energiewende contra bezahlbare Mieten“.
STAATSKANZLEI RHEINLAND-PFALZ, Presse
28.10.2012
Finanzvolumen für das THW auf 27 Millionen Euro erhöht
Den jüngsten Beschluss der Koalition aus CDU/CSU und FDP in
Berlin für ein zusätzliches Finanzvolumen in Höhe von 2 Millionen
Euro zugunsten des Technische Hilfswerks (THW) bezeichnet der
innenpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Matthias
Lammert, als wichtige Stärkung des THW und damit auch des
Ehrenamts.
„99 Prozent der THW-Angehörigen engagieren sich freiwillig. Die
freiwilligen Helferinnen und He-fer des THW bilden als Bürger aus
allen sozialen Schichten und Berufen durch ihre Bereitschaft zur
Hilfe für Menschen in Not also die wesentliche Basis für das THW.
Diese Basis muss stetig gestärkt werden. Ein lebendiges und
leistungsfähiges THW ist Ausdruck des politischen Willens,
ehrenamtliches Engagement zu fördern, das Subsidiaritätsprinzip zu
verwirklichen und die Bürger selbst an der eigenen Daseinsvorsorge
im Gefahrenfall zu beteiligen. Der Beschluss der Berliner Koalition
ist als Beitrag zur Stärkung des Ehrenamtes und der Verantwortung
in unserer Gesellschaft ausdrücklich zu begrüßen.“
Hintergrund:
Mit einem zusätzlichen Volumen von 2 Millionen Euro wird der
Finanzrahmen des THW auf rund 27 Millionen Euro erhöht. Die Mittel
stehen für die Ortsverbände zur Verfügung, die für die Bereiche
Nachwuchswerbung, Jugendarbeit, Attraktivitätssteigerung des THW
sowie Einbindung bislang unterrepräsentierter Bereiche, wie Frauen,
Menschen mit Migrationshintergrund und Lebensältere genutzt werden
sollen.
Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz,
Mainzwww.cdufraktionrlp.de
27.10.2012
Runder Tisch ist mit erfolgreichen Ergebnissen beendet worden / Einstellungszahlen bei der Polizei werden erhöht
Mainz- Der vom DGB und der Gewerkschaft der
Polizei (GdP) initiierte Runde Tisch zur Polizeiarbeit mit den
Vorsitzenden der Landtagsfraktionen von SPD und BÜNDNIS 90/DIE
GRÜNEN und Vertretern der Landesregierung ist am Montag erfolgreich
abgeschlossen worden. Ab 2013 werden bis zum Ende der
Legislaturperiode die jährlichen Einstellungszahlen um 100 auf
mindestens 400 erhöht. Zudem sollen die Beamtinnen und Beamten der
Polizei durch jeweils 20 neue Tarifbeschäftigte in den Jahren 2013
und 2014 entlastet werden. Einigungen wurden auch bei weiteren
Fragen erzielt, etwa beim Umgang mit Überstunden.
Der DGB-Landesvorsitzende Dietmar Muscheid sagt: "Ich bin froh,
dass es uns in konstruktiven Gesprächen gelungen ist, etwas für die
Beschäftigten bei der Polizei und damit auch etwas für die
Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in diesem Land zu erreichen."
Beide Seiten hätten sich aufeinander zubewegt. Dabei habe sich
erneut gezeigt, dass Demokratie nur mit der ,Fähigkeit zum
Kompromiss' funktioniere. Aus Sicht der Gewerkschaften sei
besonders erfreulich, dass die Politik bei der Zahl der Stellen
Zugeständnisse gemacht habe. Erstmals sei nicht allein über die
Stellenzahl ,auf dem Papier' diskutiert worden, sondern über die
tatsächliche Präsenz in den Dienststellen."
"Wir sind froh dass wir einen gemeinsamen Weg gefunden haben,
der es uns erlaubt, trotz Schuldenbremse geeignete Maßnahmen zu
erarbeiten, die die Polizei in Rheinland-Pfalz stärken", erklären
die Fraktionsvorsitzenden von SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN,
Hendrik Hering und Daniel Köbler. "Zusammen werden wir jetzt die
sehr guten Ergebnisse des Runden Tisches zügig umsetzen."
Hendrik Hering betont: "Die Ergebnisse des Runden Tisches sind
ein klares Signal an die rheinland-pfälzische Polizei: Sie leistet
hervorragende Arbeit und wir werden dafür sorgen, dass sie ihre
gesellschaftliche Aufgabe so gut wie möglich erfüllen kann. Die
Bürgerinnen und Bürger können sich darauf verlassen, dass die
Polizei in der Fläche präsent bleibt. Wir haben die Anregungen und
Wünsche aus den Reihen der Gewerkschaften ernsthaft geprüft und
werden mit den vorgeschlagenen Maßnahmen eine wirkliche
Verbesserung im Alltag erreichen können."
Daniel Köbler: "Am Runden Tisch konnten gemeinsam mit den
Gewerkschaften erste Verbesserungen der Arbeitsbedingungen für die
Beamtinnen und Beamten erreicht werden. Gleichzeitig ist es
wichtig, dass Aufgabenkritik und strukturelle Optimierungen
weiterverfolgt werden, um den Beamtinnen und Beamten Zeit für ihre
eigentlichen Aufgaben zu geben. Damit gewährleisten wir gemeinsam
mit der Polizei weiterhin die öffentliche Sicherheit auch in der
Fläche."
Der GdP-Landesvorsitzende Ernst Scharbach dankte allen
Beteiligten des Runden Tischs für die "Bereitschaft zur gemeinsamen
Problemlösung". Die Ergebnisse seien ein Erfolg, aber kein
Durchbruch. Ein solcher sei mit Blick auf die in der Verfassung
verankerte Schuldenbremse jedoch auch nicht zu erwarten gewesen.
"Ohne eine Verbesserung der Einnahmen des Staates bleiben alle
anderen Hoffnungen reine Illusion", sagte Scharbach. Es sei aber
gelungen, darzustellen, dass die Polizei in den vergangenen Jahren
bereits erhebliche Einsparungen erbracht habe. Die vereinbarten
Maßnahmen würde die Personal-Delle abfedern. Gut sei es auch, die
Reduzierung der Überstunden anzugehen.
Zu den weiteren Ergebnissen des Runden Tisches zählt auch, dass
die aufgelaufenen Überstunden (insgesamt ca. 1,7 Millionen) im
Rahmen eines Sonderkontos geführt und durch Freizeitausgleich
abgebaut werden. Ebenfalls vereinbart wurde, die Vorschläge der GdP
zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und zum Behördlichen
Gesundheitsmanagement "priorisiert" weiter zu verfolgen. Zudem soll
durch neue Einsatzleitsysteme und Arbeitsweisen die Verfügbarkeit
von Einsatzkräften vor Ort erhöht werden.
Gemeinsame Erklärung von DGB, GdP, ISIM und den
Landtagsfraktionen von SPD und Bündnis 90/DIE GRÜNEN

SPD-Landtagsfraktion, Mainz, Pressestelle www.spdfraktion-rlp.de
22.10.2012
Studie zeigt: Rheinland-Pfalz ist Kita-Entwicklungsland
MAINZ- Die Zahl der Kita-Plätze
bleibt einer Studie des Deutschen Jugendinstituts in München
zufolge, in vielen Bundesländern weiter hinter dem Bedarf zurück.
Rheinland-Pfalz ist da keine Ausnahme. Auch hier fehlen nach wie
vor 15,5 % der benötigten Plätze. Die rheinland-pfälzischen
Liberalen warnten, dass die rot-grüne Landesregierung sehenden
Auges auf ein Betreuungsdesaster zusteuere. "Die Eltern haben die
Erwartung, dass ab 2013 auch wirklich ein Betreuungsplatz für ihr
Kind zur Verfügung steht", mahnte der rheinland-pfälzische
FDP-Vorsitzende, Dr. Volker Wissing.
Schockiert zeigte er sich über den hohen Fehlbedarf an Kita-Plätzen
in Rheinland-Pfalz, vor allem auch Aufgrund des Versprechens der
ehemaligen SPD-Landesregierung, schon 2012 für alle einen Platz zu
schaffen. "Wenn eine Landesregierung ambitionierter sein will als
die Bundesregierung, dann sollte sie das nicht nur in ihren Worten,
sondern vor allem auch in ihren Taten sein", so Wissing. Wenn
heute, nachdem der von der SPD eingeführte Betreuungsanspruch
bereits seit einem Jahr in Kraft sei, immer noch 15,5% der
benötigten Plätze fehlten, sei das auch ein Beleg dafür, dass das
Kita-Versprechen der SPD schon damals nur auf dem Papier
existierte. "Die Zahl zeigt, die rheinland-pfälzische SPD hat die
Bürgerinnen und Bürger getäuscht", sagte der FDP-Politiker.
Er forderte die rot-grüne Landesregierung auf, das Thema endlich
ernst zu nehmen und die vorhandenen Betreuungslücken zu schließen.
"SPD und Grüne müssen endlich aufwachen und den Kita-Ausbau
vorantreiben", so Wissing. Wenn die Landesregierung nicht umgehend
aktiv werde, riskiere sie, dass im ganzen Land Eltern die Kommunen
aufgrund fehlender Betreuungsmöglichkeiten verklagen. "Mit ihrer
Bummelei beim Kita-Ausbau tragen SPD und Grüne die Verantwortung
für die auf die Kommunen heran rollende Prozesslawine", so Wissing.
Das Verfahren in Mainz, in dem eine Mutter die Stadt auf
Schadenersatz für eine nicht angebotene Betreuungsmöglichkeit
verklagt habe, sei mit großer Wahrscheinlichkeit nur der Auftakt
einer bedrohlichen Entwicklung.
FDP Rheinland-Pfalz, Mainz,
Pressestelle www.fdp-rlp.de22.10.2012
Jubiläumsparteitag der CDU Rheinland-Pfalz in Mainz
Der Jubilar Friedel Flörchinger zusammen mit Michael Wagner und Dr. Gottfried Jung beim Jubiläumsparteitag der CDU in Mainz
Friedel Flörchinger aus Speyer für 65 Jahre
Mitgliedschaft in der CDU geehrt
Mainz- Fast auf den Tag genau
65 Jahre nach dem ersten Landesparteitag der CDU Rheinland-Pfalz in
Kaiserslautern waren am Samstag zahlreiche Christdemokraten in die
Landeshauptstadt Mainz gereist, um gemeinsam Geburtstag zu feiern.
Rund 800 Gäste aus dem ganzen Land waren gekommen, darunter auch
viele Christdemokraten aus Speyer. Angeführt wurde die Speyerer
Delegation vom Kreisvorsitzenden Michael Wagner, dem
Fraktionsvorsitzenden Dr. Gottfried Jung und dem Abgeordneten des
Landtages Dr. Axel Wilke. Aber auch Oberbürgermeister Hansjörg
Eger, Oberbürgermeister a.D. Werner Schineller, der Vorsitzende der
Speyerer Senioren-Union Daoud Hattab, JU-Mitglied Michael Spirk und
Claus Tröblinger ließen es sich nicht nehmen, den Feierlichkeiten
zum 65. Geburtstag der CDU Rheinland-Pfalz beizuwohnen, wurde doch
bei dieser Geburtstagsfeier auch Friedel Flörchinger zusammen mit
Altkanzler Dr. Helmut und 23 weiteren Frauen und Männern für 65
Jahre Zugehörigkeit zur CDU geehrt.
In ihrer
Festrede ging die Landesvorsitzende Julia Klöckner auf den ersten
CDU-Parteitag im Oktober 1947 in Kaiserslautern ein, dessen
Original-Verlaufsprotokoll sie vor wenigen Wochen im Privathaus von
Helmut Kohl in den Händen halten durfte. Sie erwähnte Peter
Altmaier, Dr. Helmut Kohl, Dr. Bernhard Vogel und Dr. Carl-Ludwig
Wagner, die als CDU-Ministerpräsidenten zusammen mit ihren
Ministern, den Abgeordneten und Mitarbeitern das Land über vier
Jahrzehnte nachhaltig geprägt haben, von deren Weichenstellungen
die Bürgerinnen und Bürger im ganzen Bundesgebiet bis heute
profitierten.
Hochfeierlich dann die Ehrung der Mitglieder der
„ersten“ Stunde, die allesamt sichtlich ergriffen die
Auszeichnungen zusammen mit Altbundeskanzler Dr. Helmut Kohl
entgegennahmen.
Mit
minutenlangen stehenden Ovationen und rhythmischen Applaus
würdigten die 800 Gäste des Parteitages dann Altkanzler Dr. Helmut
Kohl, den großen „Reformer“, wie ihn Julia Glöckner in ihrer
Festrede nannte. Der Kanzler der Einheit und Ehrenbürger Europas
ließ es sich nicht nehmen zu seiner Landespartei zu sprechen. In
seiner Rede ermutigte Helmut Kohl seine Parteikolleginnen und
Kollegen weiterzumachen und sich mit ganzer Kraft für das Wohl des
Vaterlands und das Wohl Europas einzusetzen. „Die CDU ist die
Partei von gestern, von heute und von morgen. Die CDU lebt und sie
wird weiter leben. Die CDU ist da“, so Dr. Helmut Kohl. Zudem lobte
er die Landesvorsitzende Julia Klöckner für ihre hervorragende
Arbeit an der Spitze der Landespartei.
Am Nachmittag wählten die Delegierten Julia
Klöckner mit einem eindrucksvollen Ergebnis von 97,3% erneut zur
Landesvorsitzenden. Christian Baldauf (95,4%) und Günther Schartz
(89,5) wurden als stellvertretende Landesvorsitzende im Amt
bestätigt. Komplettiert wird der neue Landesvorstand durch Peter
Bleser, der mit 97,3% erneut zum Schatzmeister gewählt wurde.
wami
21.10.2012
Jubiläumsparteitag der CDU Rheinland-Pfalz - Bilderalbum
Ministerpräsident Beck gratuliert CDU zum 65. Geburtstag
In dem Glückwunschschreiben an die
Parteivorsitzende der CDU, Julia Klöckner, heißt es:
„Ihre Partei schaut in diesen Tagen auf eine
65-jährige Geschichte zurück. Die CDU kann das mit Freude und Stolz
tun. Viele engagierte Mitglieder haben Ihre Partei in den
zurückliegenden sechseinhalb Jahrzehnten geprägt – auf Landesebene
wie in den Kommunen.
Die CDU war die Partei, die nach der Gründung
unseres Landes 44 Jahre lang die Landesregierung gestellt und durch
wichtige Entscheidungen die Entwicklung des Landes nachhaltig
beeinflusst hat. Mit Peter Altmeier, Helmut Kohl und Bernhard Vogel
brachte die rheinland-pfälzische CDU Persönlichkeiten hervor, die
Rheinland-Pfalz zu einem geachteten und erfolgreichen Mitglied im
Reigen der deutschen Länder gemacht haben.
Wir schauen mit Respekt und Achtung auf die
großen Leistungen und das wertvolle Engagement Ihrer Partei und
sagen herzlichen Glückwunsch CDU. “ STAATSKANZLEI
RHEINLAND-PFALZ, Presse
19.10.2012
Wirtschaftsministerin Lemke vor der Ablösung: Landesregierung setzt Forderung der FDP um
MAINZ- Die rheinland-pfälzischen
Liberalen hatten am 8. Oktober 2012 bereits eine Ablösung der
grünen Wirtschaftsministerin, Eveline Lemke, gefordert und sie als
"Miss Erfolglos" der Landespolitik bezeichnet. Heute berichtet die
Rhein-Zeitung, dass sich die Anzeichen, für die von den Liberalen
geforderte Ablösung der grünen Politikerin verdichteten. Dieser
Schritt ist überfällig", sagte der rheinland-pfälzische
FDP-Vorsitzende, Dr. Volker Wissing.
Gleichzeitig kritisierte er den Umgang innerhalb der rot-grünen
Landesregierung. Diese werde offensichtlich nur noch vom Willen zur
Macht zusammengehalten. "Es ist schon bemerkenswert, wenn die
Flüsterer der rheinland-pfälzischen SPD die Ablösung einer grünen
Ministerin ankündigen", so Wissing. "Das Traumbündnis Rot-Grün
bröckelt vor sich hin".
Die SPD habe endlich eingesehen, dass es ein politischer Fehler
war, die Verantwortung für die rheinland-pfälzische Wirtschaft den
Grünen zu überlassen. "Grüne wollen keine Wirtschaftspolitik und
sie können auch keine Wirtschaftspolitik. Das demonstriert Frau
Lemke Tag für Tag", so Wissing.
Im Wirtschaftsministerium werde derzeit eher Politik gegen als
für die rheinland-pfälzische Wirtschaft gemacht. "Mit Kies-Euro,
Wasser-Cent und Anti-Infrastrukturpolitik bringt man die Wirtschaft
nicht voran", sagte der FDP-Politiker.
Auch wenn es politisch verständlich sei, dass die
Sozialdemokraten die Hand an die Notbremse legten, müsse diese auch
entschlossen gezogen werden. Für das Land und die Wirtschaft sei
eine bestenfalls noch im Amt tolerierte Wirtschaftsministerin ein
untragbarer Zustand. Die von den Genossen forcierte Ablösung und
Neubesetzung des Wirtschaftsressorts müsse umgehend erfolgen.
FDP Rheinland-Pfalz Pressestelle www.fdp-rlp.de
19.10.2012
Ministerpräsident Beck: „Finanzen der Städte sichern, Vielfalt und soziales Miteinander erhalten.“
Ministerpräsident
Kurt Beck sprach heute auf der Mitgliederversammlung des
Städtetages Rheinland-Pfalz in Trier. Der Ministerpräsident
würdigte dabei den kommunalen Spitzenverband, der als erster der
drei Spitzenverbände am 8. August 1947 gegründet worden war und
damit in diesem Jahr sein 65-jähriges Bestehen feiern kann. „Der
rheinland-pfälzische Städtetag ist ein wichtiges Organ der
kommunalen Selbstverwaltung, er ist die ‚Stimme der Städte’ in
unserem Land und hat diese Aufgabe gegenüber der Landesregierung
und zahlreichen Organisationen seit seinem Bestehen hervorragend
wahrgenommen“, sagte Kurt Beck. Auch bei unterschiedlichen
Vorstellungen habe der konstruktive Dialog und die Suche nach
Lösungen zwischen den Repräsentanten des Städtetages und der
Landesregierung immer im Vordergrund gestanden. „Unsere Städte und
Gemeinden müssen handlungsfähig bleiben, dies war und ist das
gemeinsame Credo von Städtetag und Landesregierung“, so Kurt
Beck.
Hauptthema des diesjährigen Städtetages ist die
Energiewende. Ministerpräsident Beck betonte, bei deren
Umsetzung komme den Kommunen eine zentrale Bedeutung zu. „Das Land
sieht in den Kommunen ein wichtiger Partner bei dem Ziel, bis 2030
Strom bilanziell zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien zu
gewinnen. Dabei müssen wir uns gemeinsam die Frage stellen, mit
welchen Strategien, Planungen und Projekten wir in Zukunft eine
klimafreundliche, bezahlbare und sichere Energieversorgung
erreichen wollen“, so Beck. Das Land will bis 2020 den Strom aus
Windkraftanlagen verfünffachen. Dabei sollen im
Landesentwicklungsplan (LEP) IV im Frühjahr 2013 wichtige Schritte
festgelegt werden, die im Anhörungsverfahren und in
parlamentarischer Beratung bereits diskutiert wurden. Dazu zählen
als landespolitischer Vorsatz die Beibehaltung der 2%-Vorgabe für
Flächensicherung zugunsten der Windenergie und die Bündelung von
Windenergieanlagen in Vorranggebieten und Konzentrationszonen mit
dem Ziel einer Bündelung der Netzinfrastruktur. Beck wiederholte
auch vor den Vertretern der Städte die Aufforderung an die
Bundesregierung, entsprechende Netzausbaupläne konsequent und in
Absprache mit den Beteiligten voranzutreiben. „Das Land
Rheinland-Pfalz steht bei Windkraftanlagen auf Platz 6 bei der
installierten Gesamtleistung und kam beim Zubau im ersten Halbjahr
2012 bundesweit auf Platz 3. Diese Anstrengungen machen nur Sinn,
wenn der Bund mit hoher Planungskompetenz an einem Netzausbau
arbeitet. Stattdessen nimmt die Öffentlichkeit eine in Fragen der
Energiewende zerstrittene Bundesregierung wahr“, so der
Ministerpräsident.
Als wichtige anstehende Aufgaben bezeichnete
Beck die Fortentwicklung des Finanzausgleichssystems zwischen Land
und Kommunen sowie die Kommunal- und Verwaltungsreform. „Wir haben
zur Reformierung des kommunalen Finanzausgleichs in
Abstimmung mit den kommunalen Spitzenverbänden ein Gutachten in
Auftrag gegeben, dessen Ergebnisse nun vorgestellt wurden und in
der Enquete-Kommission des Landtags diskutiert werden. Ziel ist es,
bis Ende 2013 alle notwendigen Verfahrensschritte abzuschließen,
damit die Reform wie geplant Anfang 2014 in Kraft treten kann.“ In
Bezug auf die Kommunal- und Verwaltungsreform verwies Beck
auf die vom Ministerrat am 16. Oktober verabschiedeten Vorschläge
des Innenministeriums für erste Gebietsänderungen von
Verbandsgemeinden und verbandsfreien Gemeinden nach der
Freiwilligkeitsphase. Die Landesregierung plane, die nun
erforderlichen Gesetzgebungsverfahren bis Ende 2013 abzuschließen,
damit die Gebietsänderungsmaßnahmen zum 1. Juli 2014 wirksam werden
und die Organe der neuen oder umgebildeten kommunalen
Gebietskörperschaften am Tage der allgemeinen Kommunalwahlen im
Jahr 2014 gewählt werden könnten.
Beck verwies darüber hinaus auf die
Verhandlungen der Landesregierung mit dem Bund über Maßnahmen, die
die Gemeindefinanzen betreffen. So sei ein erzielter
Verhandlungserfolg die schrittweise Übernahme der Kosten für die
Grundsicherung im Alter durch den Bund, mitfinanziert durch die
Länder. Sollte das Gesetz so in Kraft treten, könnten
rheinland-pfälzische kommunale Träger der Grundsicherung dadurch ab
2014 jährlich Mehreinnahmen in Höhe von 160 bis 180 Millionen Euro
erwarten. Dagegen bezeichnete es Beck als ärgerlich, dass der Bund
im aktuellen Entwurf zur Umsetzung des Fiskalpaktes für die
Betriebskosten zur Kindertagesbetreuung erst 2015 den vollen Betrag
zur Verfügung stellen wolle. Beim Thema der Finanzierung der
Kindertagesstätten für den Ausbau der Betreuung der unter
Dreijährigen verwies der Ministerpräsident auf die laufenden
Verhandlungen zwischen der Landesregierung und den kommunalen
Spitzenverbänden einerseits und Bund und Ländern andererseits.
„Unser Ziel muss es sein, die Förderstrategie an den kommunalen
Bedürfnissen zu orientieren und gleichzeitig förderpolitische
Anreize zu schaffen, um weitere Schritte für einen U3-Ausbau
einzuleiten“, so der Ministerpräsident.
Beck nannte als eine der wichtigsten
kommunalpolitischen Maßnahmen der jüngsten Zeit den Kommunalen
Entschuldungsfonds Rheinland-Pfalz. Nachdem jetzt mit Trier und
Koblenz zwei große Städte des Landes die Chance nutzen, mit diesem
bundesweit einmaligen Instrument ihre Zukunft zu sichern, liegen
nun aktuell 681 abgeschlossene Konsolidierungsverträge vor. „Als
Landesregierung und die drei kommunalen Spitzenverbände in der
„Gemeinsamen Erklärung“ im September 2010 an die Kommunen
appellierten, die Chancen des Kommunalen Entschuldungsfonds zu
nutzen, haben wir eine große Beteiligung erhofft, auch vor dem
Hintergrund, dass gewaltige finanzielle Kraftanstrengungen
erforderlich sein werden, um die Neuverschuldung zurückzuführen.
Nun können wir gemeinsam stolz darauf sein, dass sich dieses
Engagement lohnt. Wir geben damit den Kommunen eine große Chance
auf eine finanziell tragfähige Zukunft“, so Beck. Er wünsche sich,
dass dieser Baustein zusammen mit allen anderen Maßnahmen der
„Reformagenda zur Verbesserung der kommunalen Finanzen“ dazu
beitrage, die rheinland-pfälzischen Kommunen langfristig und
nachhaltig solide aufzustellen. „Die gemeinsamen Anstrengungen des
Städtetages und der Landesregierung Rheinland-Pfalz müssen auch
zukünftig darauf abzielen, unseren Bürgerinnen und Bürgern in ihren
Städten Lebendigkeit, Vielfalt und ein soziales Miteinander zu
erhalten“, so der Ministerpräsident abschließend. STAATSKANZLEI
RHEINLAND-PFALZ, Presse
18.10.2012
ADD: Unternehmen stehen in der Pflicht – Bestellung eines Geldwäschebeauftragten zum Jahresende
Trier/Rheinland-Pfalz – Die Aufsichts- und
Dienstleistungsdirektion (ADD) weist als zuständige Behörde darauf
hin, dass Unternehmen bis zum Ende dieses Jahres einen
Geldwäschebeauftragten zu bestellen haben. Zu diesem Zweck haben
rheinland-pfälzische Kommunen eine Allgemeinverfügung
veröffentlicht.
Nach Schätzungen werden jedes Jahr 50 Milliarden
Euro aus krimineller Herkunft in Deutschland gewaschen, und dies
lange nicht nur im Bankensektor. Auch deshalb, weil die
Aufmerksamkeit der Banken äußerst hoch ist und Geldwäscher daher in
andere noch vermeintlich unbeobachtete Räume ausweichen. Als
Geldwaschanlagen können alle Wirtschaftsunternehmen missbraucht
werden. Ein Risiko besteht insbesondere im Handel mit hochwertigen
Gütern, wie beispielsweise Kunstgegenstände, Schmuck, Edelmetalle
oder Kraftfahrzeuge.
Bislang wurden rund 10.000 hochwertige
Güterhändler in Rheinland-Pfalz über ihre Pflichten nach dem
Geldwäschegesetz schriftlich informiert. Daneben wurden bereits
Unternehmen durch die Aufsichtsbehörde kontrolliert, um die
Einhaltung der Vorschriften zu überwachen. „Wer den gesetzlichen
Vorgaben noch nicht nachgekommen ist, sollte dies zeitnah ändern“,
so die zuständige ADD-Referentin Anja Gilweit. Nachlässigkeit in
Belangen der Geldwäscheprävention bedeutet nicht nur die Verletzung
von Rechtsvorschriften mit hohen Bußgeldfolgen, sondern auch eine
Beeinträchtigung der Rechtssicherheit des Wirtschaftsstandortes in
Deutschland.
Der nächste Schritt zur effektiven
Geldwäscheprävention ist nun die Bestellung eines
Geldwäschebeauftragten. Dieser ist im Unternehmen für die Umsetzung
der Pflichten nach dem Geldwäschegesetz verantwortlich und soll
zudem als Kontaktperson zu den Aufsichts- und Ermittlungsbehörden
fungieren.
Die Kreis- und Stadtverwaltungen in
Rheinland-Pfalz werden im Oktober mittels einer Allgemeinverfügung
die Bestellung eines Geldwäschebeauftragten anordnen. Dies betrifft
insbesondere Unternehmen, die mit Edelmetallen (beispielsweise
Gold, Silber und Platin), Edelsteinen, Schmuck und Uhren, Kunst und
Antiquitäten, Kraftfahrzeugen, Schiffen, Motorbooten und
Luftfahrzeugen handeln. Allerdings nur dann, wenn bestimmte
Voraussetzungen kumulativ, wie zum Beispiel eine Beschäftigung von
mehr als zehn Mitarbeitern oder mindestens eine Annahme von Bargeld
im Wert von 15.000 Euro im Jahr oder mehr, vorliegen.
Weitere Informationen können bei der zuständigen
Kreis- und Stadtverwaltung angefordert werden oder sind auf der
Homepage der ADD www.add.rlp.de zugänglich.
18.10.2012
Hering/Haller: CDU nimmt Jugendliche nicht ernst
Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Hendrik Hering und der
SPD-Obmann in der Enquete-Kommission Bürgerbeteiligung des
Landtages, Martin Haller, zeigen sich enttäuscht von den bereits im
Vorfeld des CDU-Parteitages ausgehenden Signalen zu einer möglichen
Wahlalterabsenkung auf 16 Jahre.
"Die Anhörung in der Enquete-Kommission hat deutlich gezeigt,
dass es gute Argumente für eine Wahlalterabsenkung gibt und dass
diese gekoppelt sein muss mit einer Intensivierung der politischen
Bildungsarbeit für die Jugendlichen in Rheinland-Pfalz. Darüber,
wie eine künftige Ausgestaltung der politischen Bildungsarbeit
aussehen könnte, hätten wir uns gerne mit der CDU ausgetauscht und
einen gemeinsamen Vorschlag erarbeitet", erklärt Martin Haller.
Laut einem Zeitungsbericht hat der Generalsekretär der CDU
bereits angekündigt, dass ein Antrag der Jungen Union, der eine
Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre auf kommunaler und auf
Landesebene ablehnt, eine Mehrheit finden werde.
"Mit dieser Vorgehensweise entzieht die Junge Union Julia
Klöckner das Mandat für weitere Gespräche mit den Fraktionen. Dies
ist ein fatales Signal, besonders vor dem Hintergrund, dass
aktuelle Studien den betroffenen Jugendlichen ein hohes Maß an
Interesse an politisch-gesellschaftlichen Fragestellungen
bescheinigen. Es ist sehr bedauerlich, dass ausgerechnet die
Jugendorganisation der CDU ihren Altersgenossen nicht zutraut, mehr
Verantwortung zu übernehmen. Wir nehmen Jugendliche ernst und wir
wollen, dass sich junge Menschen für Politik und Zukunftsfragen
interessieren und aktiv an diesen teilhaben. Wir fordern die CDU
auf, diese Entscheidung noch einmal zu überdenken und die jungen
Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer hier nicht zu
enttäuschen", betont SPD-Fraktionschef Hering.
SPD-Landtagsfraktion,
Mainz, Pressestelle www.spdfraktion-rlp.de
16.10.2012
SPD-Politik steht vor Gericht
MAINZ- Der Prozessbeginn
gegen den ehemaligen SPD-Finanzminister, Ingolf Deubel, ist aus
Sicht der Liberalen ein notwendiges Signal für die Aufarbeitung der
Nürburgring-Affäre. "Nachdem die SPD bis heute gemeinsam mit den
Grünen versucht, Transparenz zu verhindern, muss die Justiz diese
herstellen", sagte der Vorsitzende der rheinland-pfälzischen
Liberalen, Dr. Volker Wissing.
Auch wenn in strafrechtlicher Hinsicht bisher nur der ehemalige
SPD-Finanzminister auf der Anklagebank sitze, stehe dieser
politisch stellvertretend für die frühere SPD-Alleinregierung und
damit auch für die heutige Führung der rheinland-pfälzischen SPD
vor Gericht. "Die Sozialdemokraten haben stets versucht, die
Nürburgring-Affäre unter den Teppich zu kehren, statt ehrlich
aufzuklären", so Wissing. Deshalb sei die SPD auch heute nicht
gegen böse Überraschungen gefeit.
"Egal ob Dreyer, Hering, Lewentz oder Schweitzer, die heute
führenden Sozialdemokraten trugen auch damals politische
Verantwortung und sind damit nicht unbelastet", sagte der
FDP-Politiker. Finanzminister Deubel stehe in politischer Hinsicht
auch stellvertretend für die heutige Führung der
rheinland-pfälzischen SPD vor Gericht.
Kurt Beck habe mit seiner Ankündigung, die Verantwortung zu
übernehmen und seiner gleichzeitigen Weigerung, irgendwelche
Konsequenzen zu ziehen, der Öffentlichkeit eine moralische
Mogelpackung serviert. "Die rheinland-pfälzische SPD hat in der
Regierung mehr als 300 Mio. Euro verschwendet und ihre Reaktion
ist, dass sie den verantwortlichen Regierungschef, Kurt Beck, ohne
Schamfrist zum Ehrenvorsitzenden erklärt", sagte Wissing. Das
würden viele Bürger zu recht als dreist empfinden. Die
rheinland-pfälzische SPD zeige mit ihrem Verhalten deutlich, dass
ihr jegliche Sensibilität im Umgang mit den Geldern der Bürgerinnen
und Bürger abhandengekommen sei. Der Prozess gegen
Ex-Finanzminister Deubel sei nicht das Ende des
Nürburgring-Skandals, es sei der Beginn der dringend nötigen
Aufarbeitung, so Wissing.
FDP Rheinland-Pfalz
Pressestelle, Mainz www.fdp-rlp.de16.10.2012
Landespolitik muss aus dem Skandalmodus
MAINZ- Mit Sorge reagierten die
rheinland-pfälzischen Liberalen auf die Gerichtsverfahren gegen
führende Landespolitiker. „Die Landespolitik darf sich nicht nur
mit sich selbst beschäftigen, sie muss die Zukunft des Landes
gestalten“, forderte der rheinland-pfälzische FDP-Vorsitzende, Dr.
Volker Wissing. Im Moment habe er den Eindruck, als seien die
großen Parteien vor allem mit Vergangenheitsbewältigung in eigener
Sache beschäftigt.
Eine große Gefahr sieht Wissing vor allem in der nach wie vor
unbewältigten Nürburgring-Affäre. „Die SPD steckt nach wie vor mit
beiden Beinen im Nürburgring-Sumpf fest“, kritisierte der
FDP-Politiker. Maßgeblich Beteiligte seien nach wie vor in
verantwortlicher Position in der Landesregierung. Ein glaubwürdiger
Neuanfang sehe anders aus, mahnte Wissing.
Egal ob Hendrik Hering, Roger Lewentz oder Malu Dreyer, sie alle
saßen mit am Tisch als das fatale Subventionsdrama seinen Lauf
nahmen. Die rheinland-pfälzische SPD leiste sich eine
Altlasten-Troika und verhindere nach wie vor eine Aufklärung der
Nürburgring-Affäre. „Herr Deubel muss vor den Kadi, Kurt Beck
flüchtet sich in den Ruhestand, nur politische Verantwortung
übernimmt keiner“, kritisierte Wissing. Die SPD-Landesregierung
setze 300 Mio. Euro in den Sand und keiner will es gewesen sein.
„Die rheinland-pfälzische SPD will zwar die Macht, aber keine
Verantwortung“, kritisierte der FDP-Politiker.
Besorgniserregend sei auch der Totalausfall der Grünen, die gerade
in der Nürburgring-Affäre gezeigt hätten, dass sie weder willens
noch in der Lage seien, ein moralisches Korrektiv innerhalb der
Landesregierung zu sein. „Die Fehler der SPD-Landesregierung werden
von den Grünen nicht aufgeklärt, sondern mit vertuscht“, so
Wissing.
Die FDP habe dagegen in Regierungsverantwortung, den Aufschwung am
Flughafen Hahn mit privater Beteiligung organisiert und die
Beck’schen Freizeitparkpläne am Nürburgring erfolgreich verhindert.
Die FDP habe sich in Rheinland-Pfalz als verlässliches Korrektiv in
der Landespolitik bewährt.
FDP Rheinland-Pfalz, Mainz, Pressestelle
www.fdp-rlp.de11.10.2012
Zu den Äußerungen der CDU zum Verbleib von Ministerpräsident Kurt Beck im ZDF-Verwaltungsrat erklärt Regierungssprecherin Monika Fuhr:
Wo blieb die Kritik der CDU als die Herren
Vogel, Stoiber und Koch nach der Aufgabe ihres Amtes als
Ministerpräsident noch Mitglied im ZDF-Verwaltungsrat blieben?
-
Ministerpräsident a.D. Bernhard Vogel war bis
Juli 2007 Mitglied des ZDF-Verwaltungsrates. Sein Amt als
Ministerpräsident gab er im Juni 2003 auf.
-
Ministerpräsident a.D. Edmund Stoiber war bis
September 2010 Mitglied des ZDF-Verwaltungsrates. Sein Amt als
Ministerpräsident gab er im Herbst 2008 auf.
-
Ministerpräsident a.D. Roland Koch war bis März
2011 Mitglied des ZDF-Verwaltungsrates. Sein Amt als
Ministerpräsident gab er im Sommer 2010 auf. STAATSKANZLEI
RHEINLAND-PFALZ, Presse
09.10.2012
Vorsitz des ZDF-Verwaltungsrats
Dr. Adolf Weiland: Medienpolitische Bedeutung des
Standortes Rheinland-Pfalz darf nicht geschwächt
werden
Vor dem Hintergrund des von Ministerpräsident Beck angekündigten
Verbleibs im Amt des Vorsitzenden des ZDF-Verwaltungsrats auch über
das Jahr 2012 hinaus hat der stellvertretende Vorsitzende der
CDU-Landtagsfraktion, Dr. Adolf Weiland, heute seine Sorge um eine
mögliche Schwächung der medienpolitischen Bedeutung des Standortes
Rheinland-Pfalz zum Ausdruck gebracht. Mit dem für Anfang 2013
angekündigten Rücktritt vom Amt des Ministerpräsidenten verliere
Herr Beck an Einfluss und Rückhalt. Der Verwaltungsrat der größten
Sendeanstalt Europas brauche aber keinen geschwächten, sondern
einen starken und durchsetzungskräftigen Vorsitzenden. Das sei auch
für den Medienstandort Rheinland-Pfalz wichtig. „Die
Tätigkeit als Vorsitzender des Verwaltungsrats des ZDF ist keine
Privatangelegenheit von Herrn Beck, sondern eine wichtige Aufgabe
im übergeordneten staatlichen und gesellschaftlichen Interesse. Um
hier erfolgreich wirken zu können, ist das ganze Gewicht eines
Ministerpräsidenten erforderlich. Das kann Herr Beck als Privatmann
und Pensionär nicht mehr in die Waagschale werfen. Es stellt sich
deshalb schon die Frage, warum sich Herr Beck gerade auch im
Interesse des Medienstandortes Rheinland-Pfalz nicht dafür stark
macht, dass dieses Amt auf seine designierte Nachfolgerin im Amt
des Ministerpräsidenten, Frau Dreyer, übergeht. Ähnliches gilt
übrigens für die Rundfunkkommission der Länder, deren Vorsitzender
Herr Beck seit 1994 ist. Auch hier muss über eine sachgerechte
Nachfolgeregelung nachgedacht werden.“ Presseinformation
der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz, Mainz www.cdufraktionrlp.de
09.10.2012
Grundschul-Ranking
Bettina Dickes: Mittelwert für Rheinland-Pfalz – CDU
mahnt bessere Sprachförderung an
Anlässlich der Ergebnisse des aktuellen
Grundschulleistungsvergleichs, bei dem Rheinland-Pfalz nur im
hinteren Mittelfeld landet, mahnt die bildungspolitische Sprecherin
der CDU- Landtagsfraktion, Bettina Dickes: „Das Ergebnis ist
alles andere als eine Meisterleistung. Es besteht dringender
Handlungsbedarf. Eine bessere Sprachförderung sowohl in den
Kindertagesstätten wie auch in den Grundschulen ist zwingend
erforderlich.
Dass 30 Prozent der Grundschulkinder im Bereich „Zuhören“ unter
dem KMK-Regelstandards liegen und die höchste Kompetenzstufe
schwächer besetzt ist als in allen anderen Bundesländern, ist ein
untragbarer Zustand.
Kinder, die dem Unterricht sprachlich nicht folgen können,
verstehen auch die Inhalte nicht. Dieser Teufelskreis muss
durchbrochen werden, insbesondere vor dem Hintergrund, dass 14
Prozent der Viertklässler im Fach Deutsch nur das unterste
Leistungsniveau erreichen. Die Tatsache, dass sich
Rheinland-Pfalz bei der Studie im unteren Mittelfeld befindet,
zeigt, dass die Landesregierung die Qualität in den Grundschulen
mehr in den Focus nehmen muss. Die Relativierung der Noten und
weniger Leistungsansprüche führen zu einem geringeren
Bildungsniveau und zu schlechteren Zukunftschancen der Kinder. Das
ist absolut inakzeptabel.“ Presseinformation der
CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz, Mainz www.cdufraktionrlp.de
06.10.2012
Kurt Beck erinnert an Weltbürger und Visionär Willy Brandt
20. Todestag von
Willy Brandt am 08. Oktober
Aus Anlass des 20. Todestages hat
Ministerpräsident Kurt Beck an den Weltbürger und Visionär Willy
Brandt erinnert. Lange bevor das Schlagwort der Globalisierung die
Runde machte, habe Brandt als Vorsitzender der Nord-Süd-Kommission
der Vereinten Nationen die Fragen des globalen Hungers in das
Bewusstsein gerückt. Brandts Denken und politisches Handeln habe
auch heute noch hohe Aktualität. „Willy Brandt war einer der
bedeutendsten Politiker der deutschen und europäischen Geschichte
des 20. Jahrhunderts“, sagte Beck. Für sein lebenslanges Eintreten
für Frieden, Demokratie und Menschenrechte sei ihm weltweit
Anerkennung erwiesen worden.
1979 zog Willy Brandt nach Unkel. Dort schrieb
er seine Erinnerungen und engagierte sich als „elder statesman“ für
die Verwirklichung seiner politischen Ideale. Er verstarb am 8.
Oktober 1992 in Unkel. Am 20. März 2011 wurde das vom Land
Rheinland-Pfalz geförderte Museum zur Zeitgeschichte
Willy-Brandt-Forum eröffnet. Kurt Beck. „Erinnerung braucht
Anschauung. Keine Gemeinschaft kann ohne Gedenken oder die
Identifizierung mit denkwürdigen Persönlichkeiten bestehen. Wir
brauchen Erinnerungsorte, in denen sich das Gedächtnis der Nation
kristallisiert. Unkel möge mit dem Willy-Brandt-Museum ein solcher
Erinnerungsort werden.“ STAATSKANZLEI RHEINLAND-PFALZ, Presse;
Foto: Bundesarchiv
05.10.2012
Grüne in Baden-Württemberg für City-Maut
Julia Klöckner: Pendler in Rheinland-Pfalz dürfen nicht
durch City-Maut belastet werden
Die Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Julia Klöckner, lehnt
die von den Grünen in Baden-Württemberg geforderte City-Maut ab.
Sie erwarte, dass sich die Grünen in Rheinland-Pfalz klar von
derartigen zusätzlichen Belastungen insbesondere für die Pendler in
Rheinland-Pfalz distanzieren. „Der Individualverkehr ist den Grünen
schon immer ein Dorn im Auge, aber für ein Flächenland wie
Rheinland-Pfalz eben unverzichtbar. Wir haben nun einmal viele
Landstriche, in denen die Menschen zwingend auf ihr Auto angewiesen
– etwa um zur Arbeit zu kommen. Für die Berufspendler ist die
Belastungsgrenze schon allein durch die hohen Spritpreise längst
überschritten. Unsinnige Forderung wie die nach einer City-Maut
sind keine brauchbaren Steuerungsinstrumente, sondern reine
Abzocke. Das ist mit der CDU nicht zu machen.“
Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz,
Mainz
04.10.2012
Ministerpräsident Beck dankt Martin Stadelmaier für hervorragende Arbeit
„Ich habe mit Martin Stadelmaier seit dem 1.
Juli 2003 engstens und absolut vertrauensvoll zusammengearbeitet.
Die Zusammenarbeit war geprägt von höchster Loyalität und
Unterstützung. Dafür möchte ich mich heute aus ganzem Herzen bei
ihm bedanken.“ Das sagte Ministerpräsident Kurt Beck heute in Mainz
zu dem aus dem Amt scheidenden bisherigen Chef der
Staatskanzlei.
„Zuverlässig und stringent hat Martin
Stadelmaier die Staatskanzlei geleitet und die Arbeit der
Landesregierung koordiniert. Auch auf Bundesebene hat sich Martin
Stadelmaier mit seiner Arbeit hohe Anerkennung erworben. In der
Medienpolitik hat er wichtige Zeichen gesetzt. Viele Entscheidungen
der Medienpolitik sind mit dem Namen Stadelmaier verbunden.
Ich konnte mich auf Martin Stadelmaier immer 100
Prozent verlassen. Er war mir Ratgeber – auch in schwierigsten
Situationen. Er war mir in den vergangenen Jahren ein wichtiger
Gefährte und Freund.“
01.10.2012
Hendrik Hering zu Martin Stadelmaiers Rückzug aus der Staatskanzlei
Zum heute bekannt gegebenen Rückzug von Martin Stadelmaier, Chef
der Staatskanzlei, erklärt der Vorsitzende der
SPD-Landtagsfraktion, Hendrik Hering:
"Mit Martin Stadelmaier verliert die rheinland-pfälzische
Landesregierung einen klugen Kopf und einen herausragenden
Strategen. Seit fast 10 Jahren leistet er als Chef der
Staatskanzlei hervorragende Arbeit für unser Land. Auf Bundesebene
hat er sich insbesondere durch seine viel beachteten Leistungen in
der Medienpolitik weitreichende Anerkennung erworben. Persönlich
schätze ich die grundsolide Arbeit Martin Stadelmaiers sehr, der
auch unter großen Belastungen viele Erfolge für Rheinland-Pfalz
ermöglicht hat. Dafür danke ich ihm im Namen der
SPD-Landtagsfraktion sehr herzlich." SPD-Landtagsfraktion
Mainz, Pressestelle www.spdfraktion-rlp.de
01.10.2012
Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Martin Stadelmaier teilt mit:
Im Januar 2013 wird Ministerpräsident Beck sein
Amt als Regierungschef niederlegen.
Seit fast 10 Jahren habe ich dann die
Staatskanzlei in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit mit Kurt
Beck geleitet.
Da der Chef der Staatskanzlei in dieser
besonderen Weise die Politik des jeweiligen Regierungschefs bzw.
Regierungschefin nach Innen und Außen umsetzt, werde ich
gleichzeitig mit dem Ministerpräsidenten meine Arbeit in der
Staatskanzlei beenden.
Für die langjährige gute Zusammenarbeit möchte
ich mich bei allen bedanken.
01.10.2012
Rheinland-Pfalz feierte Ehrenamt
Beck: Dank und Anerkennung für engagierte Menschen
Das freiwillige Engagement stand heute im Mittelpunkt rund um
das Deutsche Eck in Koblenz. Bereits zum neunten Mal hat
Ministerpräsident Kurt Beck zum landesweiten Ehrenamtstag
eingeladen, diesmal an den Zusammenfluss von Rhein und Mosel. „Das
Ehrenamt ist unverzichtbar für den Zusammenhalt unserer
Gesellschaft. In Rheinland-Pfalz sind glücklicherweise sehr viele
Menschen ehrenamtlich engagiert. Dieses Engagement zu ehren und
allen Aktiven Dank zu sagen, ist das Hauptanliegen des heutigen
Tages“, sagte der Ministerpräsident.
„Heute stehen wie jedes Jahr die ehrenamtlich Engagierten in
Rheinland-PfaIz im Mittelpunkt. Ich sage ihnen ausdrücklich danke
für alles, was sie leisten und bewegen", so der Ministerpräsident.
Kurt Beck wies darauf hin, dass sich in Deutschland rund 23
Millionen Menschen in Ehrenämtern engagierten. „In Rheinland-Pfalz
sind 41 Prozent der Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich aktiv.
Damit liegen wir im Ländervergleich auf dem ersten Platz.
Eveline Lemke, stellvertretende Ministerpräsidentin und
Wirtschaftsministerin, die Kurt Beck beim Rundgang auf dem „Markt
der Möglichkeiten" begleitete, betonte: „Ohne das Ehrenamt gäbe es
in vielen Kommunen keine Bastelstunde am Nachmittag, kein selbst
organisiertes Fußballturnier am Wochenende oder auch keine
Essensverteilung für Obdachlose. Freiwilliges gesellschaftliches
Engagement aus allen Generationen ist heute ein unverzichtbares
Grundelement einer aktiven und demokratischen Gesellschaft. Dabei
geben die Ehrenamtlichen nicht nur etwas, sondern sie bekommen auch
Erfahrungen, Wertschätzung und einfach Spaß zurück.“ Das
freiwillige Engagement schaffe nämlich ein buntes und vielfältiges
Zusammenleben.
Lemke: „Ich möchte mich bei allen ehrenamtlich Aktiven für ihr
Engagement bedanken und werde die Arbeit dieser Initiativen,
Selbsthilfegruppen und sozialen Vereine auch weiterhin
unterstützen.“
Ministerpräsident Beck wies darauf hin, dass beim Ehrenamtstag
in Koblenz erstmals das Motto „Bürgerschaftliches Engagement von
Jung und Alt“ laute. Damit werde der Tatsache Rechnung getragen,
dass sich in Rheinland-Pfalz neben der älteren Generation auch 40
Prozent der 14- bis 30-Jährigen engagierten. Rheinland-Pfalz liege
beim ehrenamtlichen Engagement von Jugendlichen erfreulich über dem
Bundestrend.
60 ehrenamtliche Initiativen und Projekte präsentierten sich
rund ums Deutsche Eck beim „Markt der Möglichkeiten“. Daneben gab
es ein umfangreiches Kulturprogramm und Darbietungen von Feuerwehr,
Polizei, DRK und THW.
Ministerpräsident Kurt Beck dankte den Verantwortlichen der
Koblenzer Stadtverwaltung, allen voran Oberbürgermeister Prof. Dr.
Joachim Hofmann-Göttig. Die Stadt habe die Organisatoren in der
Staatskanzlei tatkräftig bei der Vorbereitung unterstützt.
Abschluss und Höhepunkt des Ehrenamtstages war die Live-Sendung des
SWR-Fernsehens „Ehrensache 2012 in der Landesschau
Rheinland-Pfalz", in der engagierte Menschen ausgezeichnet wurden.
Ministerpräsident Beck verlieh den Sonderpreis „Corporate
Citizenship" für ein gesellschaftlich besonders engagiertes
Unternehmen an Rudolf Kluth aus Remagen, Inhaber der
Unternehmensberatung „Hand in Hand Concept“. STAATSKANZLEI
RHEINLAND-PFALZ, Presse
10.09.2012
Anklam-Trapp/Ebli: Wichtiges Ergebnis zum Wohle der Patientinnen und Patienten
Zu TOP 4 der heutigen Sitzung des Sozialpolitischen Ausschusses
des Landtages erklären die Vorsitzende des Arbeitskreises für
Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, Kathrin Anklam-Trapp,
und Friederike Ebli, Mitglied des Ausschusses:
"Auf unsere Initiative hin hat sich heute der Sozialausschuss
mit der Umsetzung der spezialisierten ambulanten
Palliativversorgung (SAPV) befasst. Ministerin Malu Dreyer hat über
den aktuellen Stand der Verhandlungen berichtet."
Nachdem Anfang des Jahres 2011 ein Rahmenvertrag zwischen den
gesetzlichen Krankenkassen und den Leistungserbringern
abgeschlossen wurde, hatte sich in der Umsetzung vor Ort dringender
Änderungsbedarf des Vertrages gezeigt. Nach intensiven
Verhandlungen seit Frühjahr dieses Jahres konnten sich die
Vertragspartner am 24. August 2012 auf ein gemeinsames Ergebnis
einigen. Die Vergütung wurde neu geregelt und die Verfahren zur
Genehmigung einer SAPV verbessert.
Anklam-Trapp und Ebli: "Allen Beteiligten ist für dieses
Ergebnis zu danken. Im Interesse der Patientinnen und Patienten
konnten schnelle und praktikable Lösungen gefunden werden. Nun muss
der Rahmenvertrag, der auch für den Neubeginn von SAPV-Teams
flexiblere Regelungen enthält, von den gesetzlichen Krankenkassen
und Teams vor Ort angewendet werden."
Im Jahr 2007 wurde mit dem GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz der
Anspruch auf die spezialisierte ambulante Palliativversorgung im
Fünften Buch Sozialgesetzbuch eingeführt. Die SAPV soll sterbenden
Menschen mit hohem Versorgungsaufwand die Betreuung in der
vertrauten häuslichen Umgebung ermöglichen.
SPD-Landtagsfraktion, Mainz, Pressestelle www.spdfraktion-rlp.de
06.09.2012
CDU-Bezirksverband Rheinhessen-Pfalz unterstützt Kandidatur Julia Klöckners zur Vize-Parteichefin
"Der Bezirk Rheinhessen-Pfalz unterstützt
nachdrücklich die Kandidatur Julia Klöckners zur stellvertretenden
Parteivorsitzenden der Bundes-CDU", so der Bezirksvorsitzende
Christian Baldauf, MdL“. Dies ist zum Einen der Lohn für gute
Arbeit im Landesverband und zum anderen eine Aufwertung der CDU
Rheinland-Pfalz", so Baldauf. Auch in seiner Funktion als Mitglied
des Bundesvorstandes werde er für Julia Klöckner werben,
schließlich unterstütze dieses Amt auch den weiteren Weg der CDU
Rheinland-Pfalz hin zur Regierungsübernahme. Eine enge Bindung an
die Bundespartei sei insofern durchaus hilfreich, um Prozesse noch
besser abzustimmen.
CDU-Bezirksverband Rheinhessen-Pfalz,
Presse04.09.2012
Flughafen Hahn
Hans-Josef Bracht/Alexander Licht: Landesregierung muss
Bekenntnis zum Hahn mit Leben erfüllen
Zur aktuellen Diskussion um die weitere Entwicklung des
Flughafens Hahn erklären der Parlamentarische Geschäftsführer der
CDU-Landtagsfraktion, Hans-Josef Bracht, und der stellvertretende
Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Alexander Licht:
„Die Landesregierung muss ihr Bekenntnis zum Flughafen Hahn nun
mit Leben erfüllen. Denn für seine weitere Entwicklung brauchen wir
dringend ein tragfähiges Konzept. Es ist seit dem Ausscheiden der
Fraport lange überfällig und bildet die Voraussetzung für die
Zukunftsfähigkeit des Flughafens. Ihre entsprechenden Ankündigungen
muss die Landesregierung nun schnell umsetzen.
Sowohl die CDU-Landtagsfraktion als auch unsere kommunalen
Vertreter vor Ort haben den Flughafen Hahn immer unterstützt. Er
ist und bleibt unverzichtbar für die Region. Deshalb steht unser
Gesprächsangebot an die rot-grüne Landesregierung, gemeinsam die
Weichen dafür zu stellen, dass der Hunsrück-Airport finanziell und
wirtschaftlich auf festen Boden gestellt wird.
Wir erwarten, dass die Landesregierung ein zwischen den
Koalitionspartnern abgestimmtes prüfbares Konzept zur zukünftigen
Betriebs- und Liegenschaftsstruktur vorlegt. Ein solches Betriebs-
und Liegenschaftskonzept muss berücksichtigen, dass der Flugverkehr
- getragen von einer wachsenden Zahl interessierter
Fluggesellschaften und einem ausgewogenen Mix von Fracht- und
Passagierflug - dauerhaft profitabel sein muss. Gleichzeitig muss
das wirtschaftliche Potential des Flughafengeländes, das nicht für
den Flugbetrieb benötigt wird, endlich erfolgreich genutzt werden.
Dabei muss aus unserer Sicht geprüft werden, welche Bereiche als
öffentliche Infrastruktur in die Verantwortung des Landes
übernommen werden können. Ein zukunftsgerichtetes Konzept werden
wir konstruktiv unterstützen.“
CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz, Mainz www.cdufraktionrlp.de
31.08.2012
Flughafen Frankfurt-Hahn
Beck und Lewentz: Land treibt Hahn-Konzept
voran
Die Landesregierung arbeitet intensiv an einer unternehmerischen
Umstrukturierung des Flughafens Frankfurt-Hahn. Ministerpräsident
Kurt Beck und Infrastrukturminister Roger Lewentz betonten: „Wir
werden den Flughafen, der sich nicht nur für die Beschäftigten in
der Region zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt hat, in eine
gesicherte Zukunft führen. Alle Spekulationen in den Medien über
ein angeblich drohendes Aus sind unverantwortlich. Sie sind
offensichtlich parteipolitisch motiviert und nehmen großen Schaden
für das Unternehmen und die Region in Kauf.“
Der Ministerpräsident sagte: „Das Land steht ohne Wenn und Aber
zum Flughafen Frankfurt-Hahn.“ Es werde mit Nachdruck daran
gearbeitet, das Unternehmen stärker von Konversionslasten der
Vergangenheit zu befreien. „Eine Konzentration auf die
wirtschaftliche Entwicklung der Flughafengesellschaft soll die
Chancengleichheit im Wettbewerb mit anderen Flughäfen verbessern“,
so Infrastrukturminister Lewentz. STAATSKANZLEI
RHEINLAND-PFALZ, Presse
31.08.2012
Schweitzer in den USA – Convention der Demokratischen Partei
Der Generalsekretär der rheinland-pfälzischen SPD, Alexander
Schweitzer, wird zusammen mit Andrea Nahles,
Bundesgeneralsekretärin der SPD, vom 3. bis 7. September zu
politischen Gesprächen in die USA reisen. Auf Einladung des
National Democratic Institute (NDI) und der
Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) wird Alexander Schweitzer am
International Leaders Forum (ILF) teilnehmen. Dort haben
internationale Führungspersönlichkeiten quer durch das politische
Spektrum die Möglichkeit des Austausch und Dialoges. Der
Generalsekretär wird im Anschluss den Nominierungsparteitag der
Demokratischen Partei besuchen.
Alexander Schweitzer wird sich, anlässlich der erneuten
Nominierung Barack Obamas am 6. September für das
US-Präsidentenamt, vor Ort über die „Convention“ der Demokraten
informieren. Zusammen mit Andrea Nahles und der Berliner Delegation
wird sich Alexander Schweitzer außerdem zu Gesprächen über den
demokratischen US-Wahlkampf treffen.
Im Rahmen des International Leaders Forum, das vom National
Democratic Institute (NDI) organisiert wird, geht es in zahlreichen
Veranstaltungen von Arbeitsgruppen über Vorträge bis hin zu
Podiumsdiskussionen um Themen von nationalem und globalem
Interesse, an denen sich der Generalsekretär der
rheinland-pfälzischen SPD beteiligen wird. SPD-Landtagsfraktion,
Mainz, Pressestelle www.spdfraktion-rlp.de
31.08.2012
CDU hofiert reiche Steuerbetrüger
"Herr Schreiner hat heute unmissverständlich klargemacht, wofür
die Klöckner-CDU in der Debatte um den Ankauf von sogenannten
Steuer-CDs steht: für die Verteidigung des Schweizer
Bankgeheimnisses und gegen die Durchsetzung der deutschen
Steuergesetze", erklärt der haushalts- und finanzpolitische
Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Thomas Wansch, zur heutigen
Landtagsdebatte über den Ankauf von Steuer-CDs durch deutsche
Finanzbehörden.
"Das von CDU-Bundesfinanzminister Schäuble mit der Schweiz an
den Ländern vorbei ausgehandelte Steuerabkommen lässt nach wie vor
viel zu große Schlupflöcher, die sich vermögende Steuerbetrüger zur
Fortsetzung und Verschleierung ihres kriminellen Handelns zunutze
machen können. Es kann daher keine Alternative zum Kauf von
Steuer-CDs durch den Staat sein, wenn dieser für
Steuergerechtigkeit sorgen will. Der CDU fällt dazu nur ein, die
Finanzverwaltung zu denunzieren und der Hehlerei zu bezichtigen,
obwohl die Auswertung der CD-Daten bis zum
Bundesverfassungsgereicht als rechtens beurteilt worden ist. Das
Profil der CDU als Partei der ,Steuer-un-gerechtigkeit' hat damit
noch einmal deutlich an Schärfe gewonnen: Die Klöckner-CDU hofiert
lieber reiche Steuerbetrüger als sich für die Gesamtheit der
Steuerbürger einzusetzen." SPD-Landtagsfraktion,
Mainz,Pressestelle www.spdfraktion-rlp.de
30.08.2012
Misstrauensantrag gegen Ministerpräsident Beck - Abstimmungsverhalten der Abgeordnten Ebli und Spiegel
Axel Wilke: Die am Nürburgring von Herrn Beck versenkten
Millionen fehlen jetzt bei Polizei, Schulen und Straßen
In einer namentlichen Abstimmung im Landtag haben heute die
SPD-Landtagsabgeordnete Friederike Ebli und die grüne
Landtagsabgeordnete Anne Spiegel das Verhalten von
Ministerpräsident Beck in der Nürburgring-Affäre gutgeheißen und
den Misstrauensantrag der CDU-Landtagsfraktion abgelehnt. Das teilt
der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Axel Wilke mit.
„Das Versagen der Landesregierung unter der Führung von
Ministerpräsident Beck am Nürburgring kostet die Steuerzahler in
Rheinland-Pfalz rund 500 Mio. Euro. Gegen alle Warnungen hat der
Ministerpräsident ein Projekt vorangetrieben, für das sich kein
einziger privater Investor gefunden hat. Über Jahre hinweg wurden
die Bürger und das Parlament über das Ausmaß des Desasters am
Nürburgring getäuscht. Das Versprechen einer Privatfinanzierung und
einer Nicht-Belastung der Steuerzahler wurde gebrochen. Mit der
Insolvenz der überwiegend landeseigenen Nürburgring GmbH liegt nun
der dreistellige Millionenschaden voll bei den
Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzern. Die Millionen, die
am Nürburgring versenkt wurden, fehlen uns hier in Speyer und im
Landkreis nun für Polizei, Schulen und Straßen. Gleichwohl weigert
sich der Ministerpräsident, irgendeine persönliche Konsequenz zu
ziehen.
Die SPD-Landtagsabgeordnete Ebli und die grüne
Landtagsabgeordnete Spiegel haben Herrn Beck mit ihrem
Abstimmungsverhalten einen Blankoscheck dafür ausgestellt, eine
Politik fortzusetzen, die zu katastrophalen Ergebnissen geführt
hat. Das ist schlecht für Speyer und den Rhein-Pfalz-Kreis. Jetzt
kann sich aber bei SPD und Grünen niemand mehr aus der
Verantwortung stehlen. Ihr Abstimmungsverhalten ist dokumentiert.
Die Abgeordneten von SPD und Grünen müssen sich die negativen
Folgen der Fehlentscheidungen am Nürburgring für die Finanzierung
wichtiger Projekte hier in Speyer und im Kreis zurechnen
lassen.“ Bürgerbüro Dr. Axel Wilke MdL,
Presse
30.08.2012
Misstrauensantrag: Verantwortung light gibt es nicht – Nürburgring-Desaster ist jetzt grüne Politik
MAINZ- Die rheinland-pfälzische
FDP zeigt sich über den Ausgang des Misstrauensantrags wenig
überrascht, trotzdem sei dies ein notwendiger und richtiger Schritt
gewesen. "Kaum eine Partei hat mehr Stimmung gegen den Nürburgring
gemacht, als die Grünen. Deren Wortbruch ist nun dokumentiert",
sagte der Vorsitzende der rheinland-pfälzischen Liberalen, Dr.
Volker Wissing.
Eveline Lemke gebe dem politischen Opportunismus der Grünen in
Rheinland-Pfalz ein Gesicht. Sie habe die Bürgerinnen und Bürger
aufgewiegelt und gefordert dass "Finanzminister Kühl vor den Kadi
und der dicke Kurt weg" müsse, zitierte Wissing die grüne
Wirtschaftsministerin, heute wolle sie von ihren damals vollmundig
vorgetragenen Forderungen nichts mehr wissen. "Der Eintritt in die
Regierungsverantwortung hat bei den Grünen zu einem kollektiven
Gedächtnisschwund geführt", stellte der FDP-Politiker fest. Egal ob
Nürburgring oder Hochmoselübergang, die Grünen hätten sich stets an
die Spitze des Protestes gesetzt und in der Regierung nichts
geliefert. Mit dem Abstimmungsverhalten bei dem Misstrauensantrag,
sei die grüne Politik des Wortbruchs belegt. Das 330 Mio. Euro
Desaster am Nürburgring sei von heute an auch grüne Politik. "Man
kann nicht dem Ministerpräsidenten das Vertrauen aussprechen und
sich gleichzeitig von seiner Politik distanzieren", so Wissing.
Eine Verantwortung light gebe es nicht, auch nicht für die
Grünen.
Befremdet zeigte sich der Landesvorsitzende der Liberalen über die
rheinland-pfälzische SPD. "Herr Hering rechtfertigt
Ministerpräsident Kurt Beck vor allem mit dessen Lebensleistung,
aber welche Lebensleistung rechtfertigt denn die Vernichtung von
330 Mio. Euro Steuergeldern?", so Wissing. Der notorische Verweis
des Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion, Hendrik Hering, auf die
Lebensleistung und den Gesundheitszustand des Ministerpräsidenten
zeige, dass auch innerhalb der SPD-Fraktion, der Ministerpräsident
nicht mehr als Mann der Gegenwart und Zukunft, sondern der
Vergangenheit wahrgenommen werde. "Überzeugender als zu betonen,
was Kurt Beck in der Vergangenheit getan hat, wäre es gewesen,
darzulegen, was er noch für das Land tun will", so Wissing. Herr
Hering habe Kurt Beck von einem gestaltenden Politiker zu einem
Denkmal in eigener Sache degradiert.
Mit ihrem Abstimmungsverhalten hätten die Abgeordneten von SPD und
Grünen die Verantwortung für das 330 Mio. Euro Desaster mit
übernommen. "Der Freizeitpark am Nürburgring ist nun nicht mehr nur
das überambitionierte Vorhaben eines gescheiterten
Ministerpräsidenten, sondern auch das der ihn tragenden
Fraktionen", so Wissing. Jeder Kilometer Straße, der künftig nicht
gebaut, jedes Kulturprojekt, das nicht gefördert, jeder
Studienplatz, der nicht mehr finanziert und jede Lehrerstelle, die
aufgrund der finanziellen Belastungen durch das rot-grüne
Nürburgringabenteuer nicht geschaffen werden kann, müssten nun als
Ausdruck rot-grüner Politik gewertet werden. Wer einem
Ministerpräsidenten das Vertrauen ausspricht, übernehme auch die
volle Verantwortung für dessen Politik.
FDP Rheinland-Pfalz,
Mainz, Pressestelle www.fdp-rlp.de30.08.2012
Hering/Köbler: Misstrauensantrag ist Showantrag
Zum heute eingereichten Misstrauensantrag gegen den
Ministerpräsidenten erklären die Fraktionsvorsitzenden von SPD und
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Hendrik Hering und Daniel Köbler:
"Der Misstrauensantrag ist ein Showantrag. Das weiß Julia
Klöckner auch und hat gegenüber Medien bereits eingeräumt, dass sie
nicht mit einem Erfolg des Antrags rechnet. Die Koalition steht
geschlossen hinter dem Ministerpräsidenten."
Hendrik Hering erklärt: "Der Antrag der CDU ist unangemessen und
Julia Klöckner hat sich damit weit aus dem Fenster gelehnt. In
ihrer Fraktion gab es bereits Kritik an dieser Vorgehensweise. Dank
ihrer ungeduldigen Art konnte sie jetzt nicht mehr zurück und
musste den Antrag stellen. Die rot-grüne Koalition in
Rheinland-Pfalz steht geschlossen hinter Ministerpräsident Kurt
Beck, er hat unser Vertrauen."
Köbler sagt: "Wir sehen dem Antrag gelassen entgegen. Wir hatten
bei Unterzeichnung des Koalitionsvertrags gewusst, dass die
Situation am Nürburgring schwierig ist. Der Ministerpräsident hat
dies eingeräumt und gemeinsam sind wir die Neuordnung angegangen.
Meine Fraktion wird daher diesen Showantrag geschlossen ablehnen.
Eine Testabstimmung in der Fraktion fiel einstimmig aus. Und das,
obwohl die Fraktion die Abstimmung ausdrücklich freigestellt hat.
Ganz so geschlossen scheint die CDU nicht zu sein, immerhin haben
zwei Abgeordnete den Antrag nicht unterschrieben - Michael Billen
und Herbert Schneiders." SPD-Landtagsfraktion,
Mainz, Pressestelle www.spdfraktion-rlp.de
23.08.2012
Misstrauensantrag gegen Ministerpräsident Beck
Hans-Josef Bracht: Antrag auf Misstrauensvotum gegen
Ministerpräsident Beck heute eingebracht
Zu dem von der CDU-Landtagsfraktion angekündigten
Misstrauensantrag gegen Ministerpräsident Beck teilt der
Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion,
Hans-Josef Bracht, mit:
„Die CDU-Landtagsfraktion hat heute einen Antrag nach Art. 99
der Landesverfassung an den Präsidenten des Landtags gerichtet.
Dieser beinhaltet die Aufforderung an den Landtag,
Ministerpräsident Beck vor dem Hintergrund des Debakels am
Nürburgring das Vertrauen zu entziehen. Nach Art. 99 Abs. 2 der
Landesverfassung muss der Ministerpräsident zurücktreten, wenn ihm
der Landtag mit der Mehrheit der gesetzlichen Mitgliederzahl das
Vertrauen entzieht.
Das komplette Scheitern des von Herr Beck maßgeblich betriebenen
Projekts Nürburgring mit Millionenverlusten für den Steuerzahler
ist der größte und teuerste Skandal der Landesgeschichte.
Finanzielle Verluste in dreistelliger Millionenhöhe gehen einher
mit systematischer Vertuschung und Täuschung von Parlament und
Öffentlichkeit. Ministerpräsident Beck ist bisher nicht bereit,
persönliche Konsequenzen aus dem von ihm zu verantwortenden
ideellen und finanziellen Millionenschaden zu ziehen. Er versucht,
den Skandal auszusitzen. Zwar spricht er von der Übernahme der
Gesamtverantwortung, knüpft daran aber kein Handeln. Durch das
Verhalten von Herr Beck wird die Messlatte für künftige Rücktritte
sehr hoch gelegt. In Zukunft muss in Deutschland ziemlich viel
passieren, bis ein Politiker zurücktritt. Eine halbe Milliarde Euro
und Vertuschung reichen da nicht mehr aus. Das ist für die
politische Kultur in unserem Land fatal.
Mit dem Misstrauensvotum wollen wir dokumentieren, dass wir den
Aussagen und Versprechungen von Herrn Beck nicht mehr trauen. In
einer namentlichen Abstimmung müssen jetzt insbesondere die Grünen
Farbe bekennen. Sie haben das Projekt Nürburgring und
Ministerpräsident Beck vor der Landtagswahl massiv kritisiert und
ausgeführt, dass der Rücktritt von Herrn Deubel nicht ausreiche.
Aber auch die Mitglieder der SPD-Fraktion müssen sich fragen
lassen, ob sie ihre Aufgabe als Kontrolleure der Landesregierung
ernst nehmen oder nur willfährige Erfüllungsgehilfen der
Staatskanzlei sind. Es liegt in der Natur der Sache, dass die
CDU-Landtagsfraktion keine Mehrheit hat. Darum geht es aber auch
nicht in erster Linie. Wir wollen das Abstimmungsverhalten der
rot-grünen Koalition dokumentiert wissen. Der Weg ist hier das
Ziel. Wenn Rot-Grün Herrn Beck die volle Stimmenzahl gibt, dann ist
das ein Blankoscheck und die Kapitulation der Parlamentsmehrheit
vor der Landesregierung.
In ihrer Rede in der Sondersitzung des Landtags zur Insolvenz
der Nürburgring GmbH hat unsere Fraktionsvorsitzende, Julia
Klöckner, den jetzt eingebrachten Antrag für den Fall angekündigt,
dass der Ministerpräsident nicht von sich aus zurücktritt. Der
späte Zeitpunkt der Einbringung erklärt sich daraus, dass wir Herrn
Beck eine faire Bedenkzeit einräumen wollten. Da der Rücktritt
nicht erfolgt ist, macht die bevorstehende Plenarsitzung den Antrag
jetzt unabdingbar.“ Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion
Rheinland-Pfalz, Mainz www.cdufraktionrlp.de
23.08.2012
Hering/Noss: Hahn von Infrastrukturkosten entlasten
Hendrik Hering, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, und der
Vorsitzende des Arbeitskreises Innen und Infrastruktur, Hans Jürgen
Noss, fordern die zügige Entlastung des Flughafens Hahn von den
Infrastrukturkosten:
„Der Hahn ist und bleibt ein erfolgreiches Konversionsprojekt
für das Land Rheinland-Pfalz und besonders für den Hunsrück. Er
hält 11.000 Arbeitsplätze vor und es werden Steuereinnahmen in Höhe
von 93 Mio. € erwirtschaftet. Der Flughafen hat beste
Voraussetzungen, seine wichtigen und wertvollen Kapazitäten müssen
genutzt werden. Es ist geboten, die Betreibergesellschaft FFHG
zügig von den branchenunüblichen Infrastrukturkosten zu befreien.
Es ist nicht nachvollziehbar, dass der Flughafen flugfremde
Leistungen finanzieren muss. Hierzu benötigen wir ein
rechtssicheres, durchdachtes Konzept, mit dem dann auch die
Attraktivität des Flughafens für Dritte erhöht werden kann.“
Die Kritik der CDU an der Trennung von Fraport weisen die beiden
Politiker entschieden zurück. „Es war richtig, damals die Anteile
von Fraport zu übernehmen, um den kompletten Abzug von Ryanair am
Hahn zu verhindern und somit die Zukunft des Flughafens zu sichern.
Ein Weggang von Ryanair hätte den Verlust tausender Arbeitsplätze
bedeutet, die Wirtschaftskraft geschwächt und zu hohen
Steuerausfällen geführt. Die CDU war damals für das Zukunftskonzept
und hat die Landesregierung in dieser Entscheidung unterstützt und
sogar auf noch schnelleres Handeln gedrängt.“ SPD-Landtagsfraktion,
Mainz, Pressestelle www.spdfraktion-rlp.de
23.08.2012
Personalabbau bei der Polizei / runder Tisch
Matthias Lammert: DGB offensichtlich nicht an
Zusammenarbeit mit der Opposition interessiert
Der innenpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Matthias
Lammert, bedauert, dass der DGB in Rheinland-Pfalz offensichtlich
in der zentralen Frage der Gewährleistung der Inneren Sicherheit im
Land nicht an einer Zusammenarbeit mit der großen
Oppositionsfraktion der CDU interessiert ist. Hintergrund sind
Meldungen über einen „Runden Tisch“ zur Zukunft der Polizei, der
jetzt angesichts der massiven Proteste der CDU-Landtagsfraktion
gegen Einschnitte u.a. im Personalbereich bei der Polizei
eingerichtet wurde. Am ersten Treffen haben laut DGB Vertreter der
Landesregierung, der Landtagsfraktionen von SPD und Grünen und des
DGB teilgenommen. Die CDU wurde nicht
eingeladen.
„Die Einladungsliste ist ein Affront. Denn es war die
CDU-Landtagsfraktion, die dem Protest gegen die unverantwortlichen
Einschnitte der Landesregierung bei der Polizei in Parlament und
Öffentlichkeit Seite an Seite mit den Polizeigewerkschaften eine
Stimme gegeben hat. Und das bereits unmittelbar nach Bekanntwerden
der Planungen.
Während die Fraktionen von SPD und Grünen - wie immer -
kritiklos alles abgenickt haben, haben wir die Interessen der
Polizistinnen und Polizisten und damit der Bürgerinnen und Bürger
insbesondere auch bei den Haushaltsberatungen vertreten. Vom DGB
war damals wenig zum Thema zu hören. Es ist bedauerlich, dass er
jetzt ausgerechnet die einzige kritische parlamentarische Stimme
nicht in die Gespräche über die Zukunft unserer Polizei einbezieht.
Beim DGB zählt offensichtlich nicht die Sache, sondern allein die
Nähe zur Regierung. Ob der DGB damit den Interessen seiner
Mitglieder, die sicherlich nicht alle der SPD angehören oder ihr
nahe stehen, wirklich gerecht wird, bezweifle ich sehr.“
Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz,
Mainz www.cdufraktionrlp.de
23.08.2012
Georg Leber gestorben
Beck: Großer Mann der deutschen
Sozialdemokratie
Mit Bestürzung und Trauer hat Ministerpräsident Kurt Beck heute
Mittag auf die Nachricht vom Tode des früheren
Verteidigungsminister Georg Leber reagiert. "Georg Leber war im
besten Sinne ein Sozialdemokrat alter Schule. Wir waren uns seit
vielen Jahren freundschaftlich verbunden; er war mir über lange
Zeit ein verlässlicher und fast väterlicher Ratgeber. Die deutsche
Sozialdemokratie und unsere Gesellschaft hat einen großen Mann und
verdienten Politiker verloren", sagte Ministerpräsident Beck.
Georg Leber hatte eine kaufmännische Ausbildung und eine
Maurerlehre absolviert, ehe er über die Gewerkschaft in die Politik
fand. Der Sozialdemokrat war unter anderem Bundesverkehrsminister,
Postminister und von 1972 bis 1978 Bundesverteidigungsminister.
"Unser Mitgefühl gehört jetzt seiner Familie. Mit ihr trauern wir
um einen Mann, der stets ein offenes Ohr für die Menschen, vor
allem für die so genannten kleinen Leute hatte", so
Ministerpräsident Kurt Beck. STAATSKANZLEI RHEINLAND-PFALZ,
Presse
22.08.2012
Rot-Grün kann nur Pleite
MAINZ- Die
rheinland-pfälzischen Liberalen sehen in den Schwierigkeiten am
Flughafen Hahn einen weiteren Beleg für das wirtschaftspolitische
Totalversagen von SPD und Grünen. "SPD und Grüne haben bislang
lediglich gezeigt, wie sie Geld ausgeben können, wie es aber
erwirtschaftet werden soll, davon haben sie keine Ahnung",
kommentierte der rheinland-pfälzische FDP-Vorsitzende, Dr. Volker
Wissing die drohende Pleite am Hahn.
Er warf der rot-grünen Landesregierung vor, mit dem Flughafen Hahn
ein Leuchtturmprojekt für den Hunsrück in den Ruin zu treiben.
"Eine Landesregierung, die vertreten durch ihre
Wirtschaftsministerin, gegen wichtige Infrastrukturprojekte
demonstriert, darf sich nicht wundern, wenn diese scheitern", so
Wissing. Offenbar wolle die Landesregierung den Hahn gar nicht
mehr.
Die liberalen Wirtschaftsminister Rainer Brüderle und Hans-Artur
Bauckhage hätten von Anfang an ein schlüssiges Konzept für den
Flughafen Hahn verfolgt. Dessen Chance seien die zunehmenden
Kapazitätsengpässe am Frankfurter Flughafen. "Die Debatte über den
dortigen Ausbau und die Einschränkung von Nachflügen in Hessen,
sind Ausdruck für das enorme Potential des Flughafens Hahn", sagte
der FDP-Politiker. SPD und Grüne hätten dieses nicht nur nicht
genutzt, sondern systematisch zerstört.
Die SPD-Alleinregierung habe schon kein schlüssiges
Flughafenkonzept für das Land mehr verfolgt. Der Regierungseintritt
der Grünen habe dann bewirkt, dass der Flugverkehr am Hahn nicht
mehr als Chance, sondern als zu bekämpfendes Übel gesehen wurde.
"Rheinland-Pfalz leistet sich eine Wirtschaftsministerin, die ihre
Aufgabe nicht in der Förderung der Wirtschaft des Landes sieht,
sondern in deren Bekämpfung", kritisierte Wissing.
Nach der Nürburgring-Pleite, sei die drohende Pleite am Flughafen
Hahn ein weiterer Beleg dafür, dass SPD und Grüne der Wirtschaft
des Landes keine Impulse geben könnten. "Rot-Grün kann nur Pleite",
so Wissing. Aber vielleicht werde irgendwann auch einmal bei der
rot-grünen Landesregierung der Erkenntnisprozess einsetzen, dass
man Geld, welches nicht erwirtschaftet werde, auch nicht ausgeben
könne.
Der Flughafen Hahn habe ein erhebliches Potential, das zeige die
chronische Überlastung des Frankfurter Flughafens. Ob man dieses
konsequent nutzen wolle, sei eine politische Entscheidung. "Der
Flughafen Hahn kann ein Wachstumsmotor für die ganze Region sein.
Rainer Brüderle und Hans-Artur Bauckhage haben das gesehen und
konsequent gehandelt", so Wissing. Für die rheinland-pfälzischen
Liberalen sei es deshalb bitter mit ansehen zu müssen, wie SPD und
Grüne den Flughafen Hahn kaputt dilettiert und damit eine ganze
Region einer Zukunftschance beraubt hätten.
FDP Rheinland-Pfalz, Mainz,
Pressestelle www.fdp-rlp.de22.08.2012
Betreuungsgeld birgt unübersehbares Kostenrisiko
Sahler-Fesel: Betreuungsgeld birgt unübersehbares
Kostenrisiko
Anlässlich der heutigen Ausschusssitzung für Integration,
Familie, Kinder und Jugend des rheinland-pfälzischen Landtags zum
Thema Betreuungsgeld erklärt die Vorsitzende des Arbeitskreises für
Integration, Familie, Kinder und Jugend, Ingeborg Sahler-Fesel:
"Auf unsere Initiative hin hat sich der Ausschuss für
Integration, Familie, Kinder und Jugend des rheinland-pfälzischen
Landtags in seiner aktuellen Sitzung mit der Kostenexplosion beim
Betreuungsgeld befasst. Hintergrund sind die jüngsten Berechnungen
aus Bayern, nach denen 50 bis 134 Planstellen für die Auszahlung
des geplanten Betreuungsgeldes geschaffen werden müssten. Im Rahmen
der Aussprache in der heutigen Sitzung wurde neben den bereits von
uns geäußerten Zweifeln, dass das geplante Betreuungsgeld
bildungs-, gleichstellungs- und familienpolitsicher Unsinn ist,
sehr deutlich, dass die Einführung des Betreuungsgeldes auch in
Rheinland-Pfalz zu einem erheblichen Mehraufwand in der Verwaltung
führen wird. Die Hochrechnungen für Rheinland-Pfalz ergeben
landesweit einen Bedarf von 25 Planstellen, die allerdings nur die
Spitze des Kostenblocks bilden, der auf die Kommunen zukommt.
Unausgegorene Ablenkungsmanöver der Bundesfamilienministerin, wie
das Koppeln der Auszahlung des Betreuungsgeldes an die
Vorsorgeuntersuchungen des Kinderarztes, könnten sich schnell zu
einer Kostenlawine entwickeln. Daher unser Appell an die CDU:
Stoppen Sie diesen Unsinn, der zu erheblichen Mehrkosten in der
Verwaltung führt, und sorgen Sie für Planungssicherheit für die
Familien!
Es ist wesentlich sinnvoller, in den Aus- und Aufbau von
Krippen- und Kindergartenplätzen zu investieren. Familien brauchen
verlässliche finanzielle Unterstützung und Bildungsinvestitionen."
SPD-Landtagsfraktion, Mainz, Pressestelle www.spdfraktion-rlp.de
21.08.2012
Erleichterung für Freiwillige Feuerwehren
Noss/Pörksen: Erleichterung für Freiwillige
Feuerwehren
Carsten Pörksen, stellvertretender Vorsitzender der
SPD-Landtagsfraktion und Hans Jürgen Noss, innenpolitischer
Sprecher der Fraktion, begrüßen die heute im Ministerrat
beschlossene Regelung, dass ehrenamtliche Feuerwehrangehörige
künftig Einsatzfahrzeuge bis zu 7,5 Tonnen Gesamtgewicht mit dem
Führerschein Klasse B führen können:
"Das ist eine deutliche Erleichterung für die Arbeit der
Freiwilligen Feuerwehren, der Rettungsdienste und der Technischen
Hilfsdienste in Rheinland-Pfalz. Wir freuen uns, dass der
Ministerrat die Regelung auf Betreiben der SPD-Landtagsfraktion
beschlossen hat. Damit unterstützt die Landesregierung das wichtige
ehrenamtliche Engagement der freiwilligen
Feuerwehrangehörigen."
Die Feuerwehren sind vielerorts mit der schwierigen Situation
konfrontiert gewesen, dass aufgrund der entsprechenden
EU-Führerscheinklassifizierung aus dem Jahre 1999 nicht ausreichend
Fahrerinnen und Fahrer für ihre Fahrzeuge gefunden werden konnten,
da mit einem Pkw-Führerschein nur noch Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen
gefahren werden dürfen. Nach der neuen Regelung dürfen
ehrenamtliche Feuerwehrangehörige auch mit ihrem Pkw-Führerschein
Einsatzfahrzeuge bis 7,5 Tonnen führen. SPD-Landtagsfraktion,
Mainz, Pressestelle www.spdfraktion-rlp.de
21.08.2012
Nürburgring - Wofür zahlte die Landesregierung wirklich?
Christian Baldauf / Dr. Axel Wilke: Wofür zahlte die
Landesregierung wirklich?
Nach Auffassung des stellvertretenden Vorsitzenden der
CDU-Landtagsfraktion, Christian Baldauf, und des rechtspolitischen
Sprechers der CDU-Landtagsfraktion, Dr. Axel Wilke, bestätigen
Recherchen der „Süddeutschen Zeitung“ Ergebnisse des
Untersuchungsausschusses 15/2 „Nürburgring GmbH“. Das Blatt hatte
gestern unter Berufung auf einen internen Aktenvermerk gemeldet,
dass die landeseigene Nürburgring GmbH Geschäftspartnern und einem
eigenen Mitarbeiter hohe Spesenquittungen für exzessive Aufenthalte
in Zürich und sogar Bordellbesuche erstattet habe. Baldauf und
Wilke erinnern in diesem Zusammenhang an diverse Rechnungen und
Spesenquittungen, die schon im Untersuchungsausschuss die Frage
aufgeworfen hätten, was das Land tatsächlich gezahlt habe. Baldauf
war Obmann der CDU-Landtagsfraktion im UA 15/2 „Nürburgring GmbH“,
Dr. Axel Wilke, stellvertretender Ausschussvorsitzender.
„Luxusreisen in die Schweiz – u.a. in das Luxushotel ‚Dolder
Grand‘ - haben bereits im Untersuchungsausschuss eine Rolle
gespielt. Auch eine dubiose ‚Zürich-Connection‘ - Mili, Dosza, Fat
Frank, ein mutmaßlich ‚falscher Prinz‘ –, mit denen die
Nürburgring-Finanzvermittler in Kontakt standen, spielten damals
eine Rolle.
Nach den jetzigen Recherchen erscheint aber insbesondere eine
E-Mail um einen ‚Friseurbesuch‘ in einem neuen Licht. Die
Landesregierung muss erklären, wie diese E-Mail zu verstehen ist,
ob ‚Friseurbesuche‘ bei der Anbahnung der Finanzierung des
Nürburgring-Projekts üblich waren, ob die Nürburgring GmbH öfters
solche ‚Friseurbesuche‘ für Geschäftspartner vereinbart hat sowie
ob die hierfür entstandenen Kosten Teil der so genannten
‚Vorlaufkosten‘ waren, die Pinebeck monatlich von der Nürburgring
GmbH erhielt.“
Hintergrund:
In der Sitzung des Untersuchungsausschusses 15/2 am 2. Juli 2010
wurde im Zusammenhang mit der gescheiterten
Nürburgring-Finanzierung und mehreren Luxus-Reisen der
Nürburgring-Finanzvermittler in die Schweiz folgende E-Mail
verlesen:
„Barandun wird ab 13.30 Uhr im Hotel sein. Um 14 Uhr habe ich
für ihn einen Termin beim Friseur im Haus gemacht. Normann [Anm.:
gemeint war einer Finanzvermittler der Firma Pinebeck] bezahlt und
das nette Mädchen schneidet die Haare.“
Die E-Mail wurde im Juni 2009 vom ehemaligen Finanzchef der
Nürburgring GmbH an einen weiteren Mitarbeiter der Nürburgring GmbH
geschickt. Die Pinebeck-Finanzvermittler hatten von der Nürburgring
GmbH Vorauszahlungen in Höhe von etwa einer Million Euro erhalten.
Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz,
Mainz www.cdufraktionrlp.de
21.08.2012
Nürburgring-Affäre wird zu Becks Schmuddel-Gate
MAINZ- Die aktuellen
Medienberichte zeichnen ein verheerendes Bild über das Verhalten
der SPD-Landesregierung in der Nürburgring-Affäre. Die
Landesregierung ist unter Führung von Ministerpräsident Kurt Beck
nicht nur Millionenrisiken eingegangen, sie hat auch dubiosen
Finanzvermittlern Übernachtungen in Luxushotels, Essen in
Nobelrestaurants und Bordellbesuche finanziert. Der
rheinland-pfälzische FDP-Vorsitzende, Dr. Volker Wissing, warf der
SPD vor, mit ihrem Verhalten das Vertrauen in den Staat und dessen
Umgang mit Steuergeldern systematisch zu untergraben.
"Eine Regierung, die das von den Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmern sowie der Wirtschaft erarbeitete Geld nutzt, um damit
einen überdimensionierten Freizeitpark und obendrein auch noch
Bordellbesuche zwielichtiger Finanzakrobaten zu finanzieren, stellt
die Legitimation jeder Besteuerung infrage", so Wissing. Der
FDP-Politiker wies daraufhin, dass Ministerpräsident Kurt Beck
betont habe, die Gesamtverantwortung für die Nürburgring-Affäre zu
tragen, das schließe auch steuerfinanzierte Luxusübernachtungen,
Besuche in Nobelrestaurants und Bordellen für vermeintliche
Investoren ein. Dass Kurt Beck es trotz allem ablehne, persönliche
Konsequenzen zu ziehen, sage viel über das Grundverständnis des
Ministerpräsidenten. Beck könne nach den jüngsten
Veröffentlichungen kaum mehr als moralische Autorität für das Land
Rheinland-Pfalz stehen, vielmehr sei er auf bestem Wege zu einer
Belastung für den Ruf des Landes zu werden.
"Kurt Beck hat den Begriff der politischen Verantwortung zu
einer inhaltsleeren Floskel verkommen lassen", so Wissing. Selbst
jemand mit einem sehr dehnbaren Ehrbegriff sollte in der Lage sein
zu erkennen, dass die politische Verantwortung für
steuerfinanzierte Bordellbesuche sich kaum mit dem Amt eines
Ministerpräsidenten vereinbaren lassen. "Es ist nicht die
Opposition, es sind nicht die Medien, es ist der Ministerpräsident
höchstpersönlich, der sein Lebenswerk ruiniert", sagte der
FDP-Vorsitzende. FDP Rheinland-Pfalz, Pressestelle
www.fdp-rlp.de
21.08.2012
FDP begrüßt Stiftungsmodell für den Nürburgring
MAINZ- Positiv verhalten
hat die rheinland-pfälzische FDP auf den Vorschlag eines
Stiftungsmodells für den Nürburgring reagiert. Der Vorsitzende der
rheinland-pfälzischen Liberalen, Dr. Volker Wissing, bezeichnete
jeden Vorschlag als prüfenswert, der geeignet sei, die überfällige
Entflechtung zwischen Rennstrecke und chronisch überforderter
Landesregierung herbeizuführen. Er befürchte aber zusätzliche
Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger. "Damit die Rennstrecke
als Stiftung betrieben werden kann, muss sie von Altlasten befreit
und mit einem ausreichenden Kapitalstock ausgestattet werden", so
Wissing.
Nachdem die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler bereits mit
Millionen für den Beck'schen Freizeitpark zur Kasse gebeten würden,
müssten sie dann auch noch das Stiftungskapital zur Verfügung
stellen. "Die Nürburgring-Politik von Ministerpräsident Kurt Beck
hat bereits hunderte von Millionen gekostet und sie wird weitere
Millionen kosten", so Wissing. Eine Stiftung hätte aber immerhin
den Charme, dass der Nürburgring aus den Händen der erfolglosen
Landesregierung befreit werden könnte und damit eine tatsächliche
Erfolgschance hätte.
"Das Nürburgringdesaster hat wenig mit der Rennstrecke selbst und
sehr viel mit schlechter Politik zu tun", so Wissing. Je kleiner
der Einfluss von Ministerpräsident Kurt Beck und seiner grünen
Wirtschaftsministerin, Eveline Lemke auf das weitere Geschehen am
Ring sei, desto mehr stiegen die Chancen, den Ring wieder zu dem zu
machen, was er war: eine international anerkannte Rennstrecke und
ein Vorzeigeobjekt für eine ganze Region.
Die FDP halte daher eine Stiftung, welche den politischen Einfluss
auf den Ring begrenze, für eine interessante Option.
FDP Rheinland-Pfalz, Pressestelle www.fdp-rlp.de20.08.2012
Gutachten zur Kommunal- und Verwaltungsreform
Anke Beilstein: Neues Gutachten teilt Kritik der
CDU
Nach der jetzt öffentlich gemachten wissenschaftlichen
Untersuchung zur Gebietsänderungen im Rahmen der Kommunal- und
Verwaltungsreform durch den Kommunalexperten Professor Dr. Martin
Junkernheinrich (Technische Universität Kaiserslautern) sieht die
kommunalpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Anke
Beilstein, die Kritik der CDU-Landtagsfraktion an der bisherigen
Reform der Landesregierung zum größten Teil bestätigt. Gleichzeitig
kritisierte Beilstein scharf, dass noch vor der Information der
Parlamentsfraktionen bereits der Presse die Untersuchung vorgelegen
habe.
Die Expertise, die Ausnahmegründe von der Fusionspflicht im
Rahmen der territorialen Neugliederung rheinland-pfälzischer
Verbandsgemeinden und verbandsfreier Gemeinden geprüft habe, stelle
klar, so Beilstein, dass nur eine Reform aus einem Guss unter
Einbeziehung aller kommunaler und staatlicher Ebenen zielführend
sei. Die Landesregierung habe sich die Ebene der Verbandsgemeinden
herausgepickt, die aber gar nicht das Problem darstellten. Dies
sehe auch der Gutachter Professor Junkernheinrich so: „Die
Problemlage der kommunalen Ebene, insbesondere in fiskalischer
Hinsicht, liege in Rheinland-Pfalz schwerpunktmäßig auf Ebene der
Landkreise und kreisfreien Städte (z. B. bei den
Stadt-Umland-Beziehungen).“ Zudem habe der Gutachter erklärt, dass
sich die Frage nach der Abgrenzung der Landkreise in Folge der
angestrebten Vergrößerung von Verbandsgemeinden neu stelle.
„Eine isolierte Zwangsfusion von Gemeinden läuft diesen
Vorstellungen zu wider“, so Beilstein.
Insgesamt sollen bei elf Verbandsgemeinden bei 74 landesweit
betroffenen Kommunen Ausnahmetatbestände gelten, die sie von einer
Zwangsfusion ausschließen. Die Ausnahmegründe, die der Gutachter
jedoch formuliere, träfen sicherlich noch auf weitere Kommunen zu.
Wenn z.B. bei der Verbandsgemeinde Dierdorf (Kreis Neuwied) die
Wirtschafts- und Finanzkraft ins Feld geführt werde, müsse die
Frage erlaubt sein, warum dies nicht auch für die südpfälzische
Verbandsgemeinde Maikammer gelten solle, so die kommunalpolitische
Sprecherin.
Bei der Veröffentlichung des Gutachtens folge die
Landesregierung ihrer schlechten Gewohnheit, Informationen
über die Kommunal- und Verwaltungsreform erst in die Öffentlichkeit
zu lancieren, um entsprechende Stimmungen für sich zu erzeugen,
bevor die eigentlich zuständigen Parlamentarier die Möglichkeit
hätten, die Unterlagen zu prüfen. „Auf dieser Basis ist eine
vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Regierung und Parlament
schwer möglich. Der Ministerpräsident und der Innenminister hatten
der CDU-Fraktionsvorsitzenden ausdrücklich zugesagt, die Unterlagen
erst der Opposition zur Einsicht und danach der Öffentlichkeit
zukommen zu lassen. Dies ist nicht geschehen.“ Jetzt stehe fest,
dass das Gutachten erst am 15. August an die Fraktionsvorsitzenden
geschickt worden sei, während offensichtlich die Presse schon am
14. August (siehe Rheinpfalz vom 15. August 2012) die Unterlagen
zur Veröffentlichung erhalten habe. Presseinformation der
CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz, Mainz www.cdufraktionrlp.de
17.08.2012
Wissing: "Grüne Ministerin schwächt Verbraucherschutz bei Finanzanlagen"
Zur Entscheidung der grünen
Wirtschaftsministerin, Eveline Lemke, die Zulassung von
Finanzanlagevermittlern den kommunalen Gewerbeämtern zu übertragen,
erklärt der FDP-Landesvorsitzende, Dr. Volker Wissing:
Die Finanzpolitik der Grünen im Land ist eine konsequente
Fortsetzung der verkorksten Deregulierungspolitik unter Rot-Grün im
Bund. Nachdem die Grünen mit Joschka Fischer Hedge-Fonds in
Deutschland zugelassen haben, schwächt die grüne
Wirtschaftsministerin jetzt die Aufsicht über
Finanzanlagevermittler im Land.
Die Finanzaufsicht bei den kommunalen Gewerbeämtern anzusiedeln,
sei die schwächste aller denkbaren Lösungen, so Wissing. Die
Kommunen seien bereits überlastet und hätten ganz andere Aufgaben
zu bewältigen, so der FDP-Vorsitzende.
Die grüne Ministerin sei offenbar verantwortungsscheu und verlagere
deshalb staatlichen Aufgaben aus ihrem Verantwortungsbereich gerne
auf die Ortsebene. "Erst sollen die Gemeinden die Energiewende
organisieren, jetzt wird ihnen auch noch die Finanzaufsicht
übertragen", resümiert Wissing.
Anstatt die Kompetenz der Industrie- und Handelskammern zum Schutz
der Verbraucherinnen und Verbraucher zu nutzen, übertragen die
Grünen die Finanzaufsicht der örtlichen Gaststättenkontrolle.
Wissing wies auch auf die Warnungen der Verbraucherzentralen hin,
über die Lemke sich mit der ihr eigenen Beratungsresistenz
hinwegsetze. Dass der SPD-Verbraucherschutzminister dazu schweige,
runde das schwache Erscheinungsbild der Landesregierung ab.
FDP Rheinland-Pfalz, Mainz, Pressestelle www.fdp-rlp.de
17.08.2012
IHK – Kritik an Ministerin Lemke
Christian Baldauf: Frau Lemke verärgert erneut die
Wirtschaft
Die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke
lässt nichts aus, um den schwelenden Unmut der Wirtschaft des
Landes über ihre Amtsführung weiter anzufachen. Mit diesen Worten
kommentierte heute der stellv. Vorsitzende der
CDU-Landtagsfraktion, Christian Baldauf, die heute veröffentlichte
harte Kritik der Industrie und Handelskammern an den von Lemkes
Ministerium vorgelegten neuen Regelungen für
Finanzanlagenvermittler. Entgegen den eigenen Ankündigungen, die
Ministerin Lemke noch im Mai 2011 machte, sollen diese Aufgaben
nicht bei den Kammern konzentriert, sondern auf Kammern und
Gewerbeaufsicht aufgeteilt werden. Dadurch entsteht für die rund
1500 betroffenen Dienstleister ein erheblicher bürokratischer
Mehraufwand, zumal die Gewerbeaufsicht bisher mit solchen Fragen
nie befasst war.
Baldauf forderte Lemke auf, zu ihrer ursprünglichen richtigen
Position bei der Kontrolle der Finanzdienstleistungen
zurückzukehren. Die Bündelungen der Aufgaben bei den Kammern seien
der am wenigsten bürokratische und der sachlich wirksamste Weg.
Zugleich kündigte Baldauf eine entsprechende parlamentarische
Initiative seiner Fraktion an. Er hoffe, so Baldauf, das die
Regierungsfraktionen, allen voran die Grünen, die Gelegenheit
nutzen, die Ministerin auf den Pfad der Vernunft zurück zu
führen.
„Das hat man in Rheinland-Pfalz noch nie erlebt: Die Kammern und
die Verbände der Wirtschaft üben frontal und überdeutlich scharfe
Kritik an der Wirtschaftsministerin des Landes. Frau Lemke genießt
mit ihren unsteten Positionswechseln und ihrer Unberechenbarkeit
kein Vertrauen und keine Anerkennung von Kompetenz bei den
Unternehmen der Wirtschaft. Wenn sich das nicht schnell ändert,
verliert unser Land an Qualität als Wirtschaftsstandort. Diese
Ministerin wird zum Problem für Rheinland-Pfalz.“
Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz,
Mainz www.cdufraktionrlp.de
17.08.2012
FDP: Bildungssystem des Landes fällt rapide ab
Zur Bildungsstudie des Instituts der
deutschen Wirtschaft, erklärt der FDP Landesvorsitzende, Dr. Volker
Wissing:
"Der von der Landesregierung betriebene Abbau von Lehrerstellen
zeigt erste Wirkung. Das Bildungssystem im Land fällt von Platz
fünf auf Platz elf zurück." Die Bildung im Land befinde sich im
freien Fall, erklärte Wissing.
Besonders erschreckend sei die Bilanz der Landesregierung im
Bereich der frühkindlichen Bildung. Dass eine Studie hier
Verbesserungsbedarf anmahnt, sei schockierend. Wissing: "Eine
Landesregierung, die frühkindliche Förderung nicht ernst nimmt,
zerstört Bildungschancen."
Die Studie belegt auch die von der FDP wiederholt angemahnten
Defizite im Forschungsbereich. Wissing: "Unseren Hochschulen fehlt
das Geld, weil das Land lieber Langzeitstudenten fördert, statt
mehr Forschung zu finanzieren." Eine solche Bildungs- und
Forschungspolitik gefährde Arbeitsplätze.
Die Landesregierung unternehme nichts, um öffentliche Forschung
voran zu bringen. Im Gegenteil: Rot-Grün applaudiere noch, wenn,
wie im Falle der BASF, private Forschung Rheinland-Pfalz
verlässt.
Wissing forderte die Landesregierung auf, umgehend Konsequenzen aus
der Studie zu ziehen. Anstatt Millionen in einen maroden
Freizeitpark zu stecken, solle das Land endlich mehr Geld in Köpfe
investieren. "Die für den Freizeitpark in der Eifel vorgesehenen 13
Millionen Euro müssen umgehend den Schulen und Hochschulen zur
Verfügung gestellt werden", so der FDP-Vorsitzende.
FDP Rheinland-Pfalz, Mainz, Pressestelle www.fdp-rlp.de16.08.2012
Erlaubniserteilung für Finanzanlagenvermittler: IHKs bedauern Entscheidung des Wirtschaftsministeriums
Monatelang
herrschte Ungewissheit, jetzt hat Ministerin Lemke Stellung
bezogen. Für das ab dem 01.01.2013 bundesweit geltende
Erlaubnisverfahren für Finanzdienstleister werden die
rheinland-pfälzischen Industrie- und Handelskammern (IHK) nicht
zuständig sein. Eine Entwicklung, die die IHKs bedauern.
Während die Führung eines bundesweiten Registers, in dem künftig
alle Finanzanlagenvermittler aufgeführt sind, Aufgabe der
jeweiligen Industrie- und Handelskammer ist und auch die ab
nächstem Jahr hierzu erforderliche Sachkundeprüfung bei den IHKs
durchgeführt wird, wird die Erlaubniserteilung, die ebenfalls zu
diesem Themenkomplex gehört, in Rheinland-Pfalz durch die
Ordnungsämter vorgenommen.
Für die Unternehmer, die Finanzprodukte vermitteln, hat das zur
Folge, dass sie statt mit einem nun mit zwei Ansprechpartnern zu
tun haben, einmal mit der für die Registrierung zuständigen
Industrie- und Handelskammer, das andere Mal mit der für die
Erlaubnis zuständigen Ordnungsbehörde.
Die rheinland-pfälzischen Industrie- und Handelskammern hatten in
der Vergangenheit gegenüber dem Wirtschaftsministerium des Landes
mehrfach ihre Bereitschaft erklärt, auch das Erlaubnisverfahren für
die Finanzanlagenvermittler zu übernehmen und damit eine schlanke
Verwaltungslösung sicher zu stellen.
„Den Industrie- und Handelskammern neben der Durchführung der
Sachkundeprüfung und dem Führen des bundesweiten Registers auch die
Aufgabe der Erlaubniserteilung zu übertragen, wäre eine sinnvolle
und konsequente Weiterführung des One-Stop-Shop-Gedankens gewesen.
Alles aus einer Hand, mit wenig bürokratischem Aufwand und vor
allem ohne Reibungsverluste durch unterschiedliche Zuständigkeiten
– eigentlich ein Ziel, dem sich die rot-grüne Regierung in ihrem
Koalitionsvertrag verschrieben hat“, so Peter Adrian, Präsident der
IHK-Landesarbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz, in einer ersten
Reaktion auf die Entscheidung aus dem Ministerium.
Nun kommt es für die Unternehmer anders als erhofft, zumindest in
Rheinland-Pfalz. Denn im benachbarten Hessen mehren sich die
Anzeichen, dass dort die Industrie- und Handelskammern
Erlaubnisbehörde werden. In Bayern und Mecklenburg-Vorpommern ist
die Entscheidung für die wirtschaftsfreundliche Abwicklung in den
Händen der IHKs bereits gefallen, und auch Sachsen und
Niedersachsen steuern auf die schlanke IHK-Lösung zu. Damit gibt es
für die bundesweit geltende Gewerbeordnung einen Flickenteppich an
Zuständigkeiten.
„In Hessen gehe ich zu meiner IHK, lege die Prüfung ab, beantrage
die Erlaubnis und melde meine Arbeitnehmer an das Register. Bei uns
in Rheinland-Pfalz geht der Gewerbetreibende zur IHK, legt seine
Prüfung ab, geht zum Gewerbeamt, beantragt die Erlaubnis und geht
zurück zur IHK, um seine Arbeitnehmer ins Register eintragen zu
lassen. Unbürokratisch ist anders“, so Adrian.
Auch die Begründung des Ministeriums, die als
„Verfahrensvereinfachung“ bezeichnete Aufgabenübertragung an die
Gewerbeämter sei aus Gründen des Verbraucherschutzes erforderlich,
stößt auf Verwunderung.
„Bei den Versicherungsvermittlern erledigen wir seit Jahren
zuverlässig und zur Zufriedenheit sämtlicher Beteiligter alle
Aufgaben, von der Sachkundeprüfung über die Erlaubniserteilung bis
zur Registrierung. Wir verfügen hier über ein hohes Maß an
Fachwissen, auch hat es bisher keinen Anlass zur Beanstandung
gegeben“, so Dr. Rüdiger Beyer, Hauptgeschäftsführer der IHK Pfalz.
„Warum hier ein Unterschied zu den Finanzanlagenvermittlern
bestehen sollte, können wir nicht nachvollziehen.“
Stattdessen kommt nun auf die Wirtschaft ein erheblicher
Mehraufwand zu, der Zeit und Geld kostet. Auch die Abstimmung der
210 rheinland-pfälzischen Gewerbeämter mit den registerführenden
Industrie- und Handelskammern und den Versicherungsunternehmen wird
nicht ohne Reibungsverluste und unnötige Doppelarbeiten
vonstattengehen, befürchtet Präsident Adrian. „Hier hat Frau Lemke
leider eine echte Chance vertan, notwendige Prozesse schlank und
unbürokratisch auszugestalten und das Schlagwort der
„wirtschaftsfreundlichen Verwaltung“ mit Leben zu füllen.“
Eine grafische Gegenüberstellung der kommenden Regelung und des
IHK-Vorschlags finden Sie im Internet unter
www.pfalz.ihk24.de,
Dokument-Nr. 122229 oder unter dem Link
http://www.pfalz.ihk24.de/servicemarken/Presse-_und_Oeffentlichkeitsarbeit/Pressemitteilungen_-_aktuell/2021618/Industrie_und_Handelskammern_bedauern_Entscheidung_des_Wirt_sch.html;jsessionid=E34E840F1EA3A85F2B58831A575E6B20.repl21
Industrie- und Handelskammer für die Pfalz, Presse
www.pfalz.ihk24.de15.08.2012
Sexueller Missbrauch von Schülern
Dr. Axel Wilke: Strafbarkeitslücke schließen / Schutz
von Schülern vor sexuellem Missbrauch verbessern
Der rechtspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Dr. Axel
Wilke, fordert die Landesregierung erneut auf, Schüler besser vor
sexuellem Missbrauch zu schützen. Die bestehende Strafbarkeitslücke
im Gesetz müsse geschlossen werden. Die CDU-Landtagsfraktion hat
hierzu bereits im April 2012 einen parlamentarischen Antrag
eingebracht, den die rot-grüne Regierungsmehrheit auf die lange
Bank geschoben hat.
„Es ist nicht hinnehmbar, wenn Schüler im schulischen Kontext
sexuellen Übergriffen ausgesetzt sind. Gerade in der staatlichen
Einrichtung Schule hat natürlich der Staat eine ganz besondere
Fürsorgeverpflichtung. Er muss alles daran setzen, dass Schüler
umfassend geschützt sind – insbesondere vor sexuellen
Grenzüberschreitungen. Eltern erwarten völlig zu Recht, dass
sexuelle Übergriffe in jedem Fall strafrechtlich verfolgt und
sanktioniert werden. Allerdings wird die derzeitige Regelung im
Strafgesetzbuch diesem Anspruch nicht immer gerecht. So können
beispielsweise Zweifel an einer Strafbarkeit bestehen, wenn ein
Lehrer den Schüler nur aushilfsweise betreut. Eine Verurteilung
wegen sexuellen Missbrauchs kann dann von Zufällen abhängen – etwa
von der konkreten Zahl von Vertretungsstunden, die der Lehrer
gehalten hat.
Hierdurch bedingt sind in der Vergangenheit einzelne
Entscheidungen, die das derzeit geltende Recht anwenden, auf
Unverständnis in der Öffentlichkeit gestoßen. Diese Lücke im Gesetz
muss geschlossen werden. Schüler müssen im schulischen Raum vor
sexuellen Übergriffen geschützt sein – gegenüber jedem Lehrer ihrer
Schule und unabhängig vom Stundenplan! Wir begrüßen, dass
inzwischen auch die Justizministerkonferenz die Auffassung teilt,
dass ein wirksamer Schutz von Schülerinnen und Schülern vor
sexuellen Übergriffen, die von Lehrern begangen werden, unabdingbar
ist.“
Hintergrund: Nach der derzeitigen Regelung im Strafgesetzbuch (§
174 Abs. 1 S. 1 StGB) ist nicht jeder sexuelle Kontakt zwischen
einem Lehrer und einem unter 16jährigen Schüler strafbar. Denn nach
dem Wortlaut des Gesetzes müssen Schüler unter 16 Jahren dem Lehrer
„zur Erziehung anvertraut“ sein. Fehlt es an diesem
Anvertraut-Sein, fallen sexuelle Kontakte nicht unter die
Vorschrift des Gesetzes. Zur Erziehung anvertraut ist der
Jugendliche nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes nämlich
nur demjenigen, der verpflichtet ist, die Lebensführung des
Jugendlichen und damit dessen geistige und sittliche Entwicklung zu
überwachen und zu leiten.
Im Ergebnis fallen daher nicht alle sexuellen Kontakte zwischen
einem Lehrer und einem unter 16-jährigen Schüler unter die
Vorschrift des Gesetzes. Denn nach herrschender Meinung in
Rechtsprechung und Literatur sind Schüler zwar dem sie
unterrichtenden eigenen Lehrer sowie dem Schulleiter anvertraut, in
der Regel aber nicht anderen Lehrern ihrer Schule.
Bei der Anwendung dieser Grundsätze können z.B. Zweifel
bestehen, ob ein Schüler einem Lehrer „zur Erziehung anvertraut“
ist, wenn ein Lehrer den Schüler nur aushilfsweise betreut. Eine
Verurteilung wegen sexuellen Missbrauchs kann dann von Zufällen
abhängen – etwa von der konkreten Zahl von Vertretungsstunden, die
der Lehrer gehalten hat.
Die derzeitige Gesetzeslage, die unter bestimmten
Voraussetzungen eine Straflosigkeit ermöglicht, soll daher geändert
werden. Diese Änderung des Strafgesetzbuchs soll darauf zielen,
dass künftig jede sexuelle Handlung eines Lehrers oder einer
Lehrerin mit einer unter 16-jährigen Schülerin bzw. einem unter
16-jährigen Schüler der gleichen Schule grundsätzlich zur
Strafbarkeit führt.
Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz,
Mainz www.cdufraktionrlp.de
14.08.2012
SPD-Finanzpolitik offenbar Fall für den Strafrichter
Zur Eröffnung des Hauptverfahrens gegen den
früheren SPD-Finanzminister vor der Strafkammer des Landgerichts
Koblenz erklärt der FDP-Landesvorsitzende, Dr. Volker
Wissing:
Das Landgericht hat damit Machenschaften der SPD-Alleinregierung
als strafbar eingestuft. "Es ist ein einmaliger Vorgang, dass die
Justiz einen Finanzminister wegen Veruntreuung von Steuergeldern
anklagt", betonte Wissing. Keine Partei im Land sei jemals so
verantwortungslos mit Steuergeldern umgegangen wie die SPD.
Den Kommunen fehle jeder Cent, den Schulen fehlten Lehrer und der
frühere SPD-Finanzminister sitze wegen Veruntreuung von
Steuergeldern auf der Anklagebank. Schlimmer könne die Bilanz einer
Regierung kaum ausfallen, so Wissing.
"Dass ausgerechnet die SPD immer wieder lauthals Steuererhöhungen
fordert, wo sie das Geld der Bürger derart sinnlos aus dem Fenster
geworfen hat, ist an Dreistigkeit kaum mehr zu überbieten", betonte
der FDP-Vorsitzende.
FDP Rheinland-Pfalz, Mainz
Pressestelle www.fdp-rlp.de14.08.2012
Bettina Dickes: Unterrichtsausfall ist vorprogrammiert
Die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion,
Bettina Dickes kritisiert, dass die rot-grüne Landesregierung keine
Antworten auf die drängenden bildungspolitischen Fragen hat. Zudem
sei es völlig unverständlich, dass zum neuen Schuljahr
Lehrerstellen abgebaut würden, obwohl noch jede Woche tausende
Unterrichtsstunden an den Schulen ausfielen.
„Dass die Landesregierung eine „gute Unterrichtsversorgung“
voraussagt, gleicht einer Drohung – denn auch die Zustände im
vergangenen Schuljahr hat sie als „gute Unterrichtsversorgung“
bewertet. Wenn Frau Ahnen hofft, dass der Schulstart nicht derart
katastrophal und chaotisch gerät wie vergangenes Jahr, bedeutet das
noch lange keine Entwarnung für die Schüler und Lehrer im Land.
Klar ist, dass alle Lehrerverbände auch weiter mit einer deutlichen
Unterversorgung im jetzt beginnenden Schuljahr rechnen. Dies ist
auch nur folgerichtig, da die Landesregierung in ihrer
mittelfristigen Personalplanung dauerhaft mit einem
Unterrichtsausfall in der Größenordnung der vergangenen Jahre plant
und deshalb auch in diesem Schuljahr Lehrerstellen streicht. Eine
signifikante Verbesserung wird von Rot-Grün gar nicht angestrebt.
Der Unterrichtsausfall ist vorprogrammiert.“
Auch beim Thema „Inklusion“ bleibe Frau Ahnen Konsequenzen
schuldig. Man könne nicht für das neue Schuljahr ein
Elternwahlrecht in Aussicht stellen, ohne konkrete Konzepte zur
Umsetzung vorzulegen, so Dickes.
„Die entscheidenden Weichenstellungen werden von Rot-Grün
verschlafen. Die Förderschulen haben zusammen mit den
Berufsbildenden Schulen seit Jahren den größten Lehrermangel, die
Schwerpunktschulen erhalten oft zu wenig Förderlehrer und bei der
Ausbildung von Junglehrkräften hakt es massiv. Auch für das Problem
der sinkenden Schülerzahlen hat Frau Ahnen kein Konzept: 200
Grundschulen sind einzügig, rund 30 Realschulen plus haben zu wenig
Anmeldungen. Diese Schulen brauchen eine strukturelle Perspektive,
sonst stehen sie vor dem Aus. Das Schweigen von Frau Ahnen zu
diesen Themen gefährdet die Bildungsperspektiven von Tausenden von
Kindern.“ Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion
Rheinland-Pfalz, Mainz www.cdufraktionrlp.de
13.08.2012
FDP fordert 13 Millionen zusätzlich für Schulen im Land
MAINZ- Die
Lehrergewerkschaften sehen zu Schuljahresbeginn die
Unterrichtsversorgung immer noch gefährdet. Während das
Bildungsministerium weiter zu beschwichtigen versucht, warnt der
Philologenverband eindringlich davor, die Unterrichtsversorgung mit
Statistik-Tricks zu beschönigen. Der rheinland-pfälzische
FDP-Vorsitzende, Dr. Volker Wissing, sieht sich in seiner Kritik an
der Landesregierung bestätigt: „Rot-Grün hat beste Bildung für alle
versprochen und liefert größere Klassen, weniger Lehrer und
schlechtere Ausstattung.“ Es sei an der Zeit, endlich in die
Zukunft der Kinder zu investieren. Die FDP Rheinland-Pfalz fordert
daher kurzfristig 13 Mio. zusätzlich in das Bildungssystem zu
investieren, um Unterrichtsausfall wirksam zu begegnen und Schulen
vor Ort zu stärken. Die von der Landesregierung ursprünglich für
den Nürburgring vorgesehenen Gelder seien in den Schulen viel
besser angelegt, so Wissing. Das Land könne sich keinen
Unterrichtsausfall an Schulen mehr leisten.
Kurt Beck habe erklärt, seine persönlichen Prestigeobjekte seien
die Schulen sowie die Bildungschancen der rheinland-pfälzischen
Kinder und nicht der Nürburgring. „Dann muss Beck jetzt auch den
Schneid haben, mehr in die Bildung zu investieren. Das ist sein
persönlicher Glaubwürdigkeitstest“, so Wissing. Daran werde sich
zeigen, ob Beck neben Freizeitparks nur noch Luftschlösser baut.
"Beton vor Bildung, sei das Motto der SPD-Alleinregierung gewesen;
der Unterrichtsausfall von heute ist die logische Konsequenz der
falschen Politik von gestern", sagte der rheinland-pfälzische
FDP-Chef Wissing. Unter rot-grün habe sich die Situation weiter
verschärft. Wenn ab Montag wieder Unterrichtsstunden ausfallen, sei
dies allein die Verantwortung der rot-grünen Landesregierung.
FDP Rheinland-Pfalz, Mainz, Pressestelle www.fdp-rlp.de10.08.2012
Nürburgring/Schadenersatz
Julia Klöckner: Wie weit ist die Prüfung von
Schadenersatzansprüchen gegen den früheren Aufsichtsrat der
Nürburgring GmbH gediehen, Herr Lewentz?
Die CDU-Landtagsfraktion will erneut von der Landesregierung
wissen, inwieweit bereits Schadenersatzansprüche gegen frühere
Mitglieder des Aufsichtsrates der Nürburgring GmbH realisiert
wurden. Wie heute die Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Julia
Klöckner, mitteilt, wird ihre Fraktion eine entsprechende Anfrage
an die Landesregierung richten.
„Die CDU-Landtagsfraktion hat die Geltendmachung von
Schadenersatzansprüchen gegen Mitglieder des Aufsichtsrates bereits
mehrfach thematisiert. Passiert ist zunächst nichts. Die beiden
Kronprinzen Hering und Lewentz drücken sich bislang vor einer
konkreten Antwort.
Vor der Landtagswahl hatte allerdings der damalige
Wirtschaftsminister Hering in einer Aktuellen Stunde erklärt, dass
gegen frühere Mitarbeiter der Nürburgring GmbH und gegen Planer
Ansprüche geltend gemacht werden. Einer klaren Antwort zur
möglichen Haftung des Aufsichtsrates – dies würde insbesondere die
früheren Aufsichtsratsmitglieder Prof. Ingolf Deubel und Dr.
Carsten Kühl betreffen – ist Herr Hering damals ausgewichen.
Nach der Landtagswahl hatte die CDU-Landtagsfraktion daher einen
Antrag in den Landtag eingebracht. In der damaligen Sitzung hatten
wir eine Reihe konkreter Anhaltspunkte genannt, bei denen sich ein
genaueres Hinsehen wahrscheinlich lohnen würde. Hier ist dann der
inzwischen zuständige Minister Lewentz in die Debatte eingestiegen.
Er hat uns berichtet, dass die Landesregierung eine
Rechtsanwaltskanzlei gebeten habe, zur etwaigen
Schadenersatzpflicht von Aufsichtsratsmitgliedern der Nürburgring
GmbH Stellung zu nehmen. Diese habe empfohlen, zunächst abzuwarten.
Verjährungsfristen halte man im Auge. Wir möchten nun wissen, wie
weit diese Prüfung gediehen ist, welches Ergebnis sie hatte und ob
bereits Konsequenzen gezogen wurden. Eine entsprechende Anfrage
werden wir einbringen.
In den entsprechenden Landtagssitzungen hatten sich im Übrigen
die Kolleginnen und Kollegen aus den Fraktionen von SPD und BÜNDNIS
90/DIE GRÜNEN wieder einmal als 5. Abteilung der Staatskanzlei
erwiesen. Unseren sehr konkreten Parlamentsantrag haben sie damals
auf neun Zeilen und eine unverbindliche Forderung zusammengekürzt.
Interessant sind im Übrigen auch die Debattenbeiträge und
Zwischenrufe in beiden Landtagssitzungen.“
Hintergrund:
In der Aktuellen Stunde „Konsequenzen der Landesregierung aus
der gutachtlichen Prüfung des Projekts Nürburgring 2009 durch den
Landesrechnungshof“ am 27. Januar 2011 hatte die CDU-Fraktion die
Frage aufgeworfen, ob sich aus dem Landesrechnungshofbericht
Anhaltspunkte für Schadenersatzansprüche gegen Mitglieder des
ehemaligen Aufsichtsrates der Nürburgring GmbH ergeben
(Plenarprotokoll 15/106, S. 6314ff.). Der damalige
Wirtschaftsminister Hendrik Hering hatte hierzu Folgendes
ausgeführt:
„Wir machen gegen alle, bei denen Schadenersatzansprüche geltend
zu machen sind, diese konsequent geltend, und zwar gegen die
ehemalige Geschäftsführung, andere Mitarbeiter der Nürburgring GmbH
und auch die Planer. Wir erwarten, im Ergebnis Ansprüche in
Millionenhöhe realisieren zu können. Sie haben Bestimmungen aus dem
Rechnungshofbericht zitiert, in dem gesetzliche Pflichten dargelegt
wurden, die Aufsichtsräte haben. Bei der Neuzusammensetzung des
Aufsichtsrates wird streng darauf geachtet. Bei der Arbeit des
neuen Aufsichtsrates wird darauf genauestens geachtet. Wir haben
klar kommuniziert, es werden alle Ansprüche geltend gemacht, die
der Nürburgring GmbH, dem Land Rheinland-Pfalz zustehen. Diese
werden eingehend untersucht. Es ist die Forderung des
Rechnungshofs, dass dies eingehend untersucht wird. Alle
Rechtsexperten sagen – Herr Baldauf, das werden Sie wissen –, da
macht es Sinn, wenn gegen die Geschäftsführung Ansprüche geltend
gemacht werden, parallel staatsanwaltschaftliche Ermittlungen und
ein Untersuchungsausschuss laufen, die staatsanwaltschaftlichen
Ermittlungen und die Verfahren gegen die Geschäftsführung auch im
Respekt gegenüber dem Parlament abzuwarten und dann zu prüfen, ob
es weitere Ansprüche gibt. Genau das tun wir. Wir werden das
konsequent umsetzen.
Ich habe gewartet, was heute Neues vorgetragen wird,
(Zwischenruf Abg. Pörksen, SPD: Nichts!)
auf welche neuen Fragen die Regierung Antwort finden muss. Ich
habe feststellen müssen, es war wie in der letzten Aktuellen
Stunde, es wurde Bekanntes vorgetragen. Aber auch da ist unsere
Verpflichtung, wenn das Parlament Bekanntes vorträgt, darauf dann
die entsprechenden Antworten zu geben. Vielleicht kommt in der
zweiten Runde noch etwas Neues, worauf wir reagieren können.
(Zwischenruf Abg. Ramsauer, SPD: Im Leben nicht!)
Auch das werden wir gerne tun, wenn es denn kommt.“
In Plenarsitzung am 22. Juni 2011 hatte der inzwischen
zuständige Ressortminister Roger Lewentz sich wie folgt eingelassen
(Plenarprotokoll 16/5, S. 209ff.):
„Meine sehr geehrten Damen und Herren, diese ausführliche
Debatte [gemeint ist die o.g. Sitzung] ist gut dokumentiert, Sie
müssen nur die Protokolle nachlesen. Herr Köbler hat ein Zitat von
meinem Vorgänger, Herrn Hering, genannt, und ich will dieses Zitat
auch noch einmal auszugsweise nennen.
‚Wir machen gegen alle, bei denen Schadensersatzansprüche
geltend zu machen sind, diese konsequent geltend, (…)‘
Ich glaube, damit ist alles umschrieben, und man kann diesen
heutigen Wiederholungsantrag durchaus als Klamauk bewerten.
(Beifall der SPD und des BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN)
(…) Bereits im Frühjahr 2010 hat das vormals zuständige
Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau
eine Rechtsanwaltskanzlei gebeten, zur etwaigen
Schadensersatzpflicht von Aufsichtsratsmitgliedern der Nürburgring
GmbH Stellung zu nehmen. Die Rechtsanwaltskanzlei gab Mitte 2010
die Empfehlung, vor einer näheren Untersuchung von etwaigen
Schadensersatzpflichten von Aufsichtsratsmitgliedern insbesondere
das Ergebnis der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen sowie die
Schadensersatzklagen gegen die vormalige Geschäftsleitung der
Nürburgring GmbH abzuwarten. Vor diesem Hintergrund verfährt die
Landesregierung genau gemäß der anwaltschaftlichen Empfehlung. Sie
können versichert sein, dass der mit der Angelegenheit beauftragte
Rechtsanwalt einschlägige Verjährungsfristen im Auge behält und
gegenwärtig keine die Verjährung unterbrechenden oder hemmenden
Maßnahmen für erforderlich hält. (…)
Meine Damen und Herren, Sie bestätigen erneut Ihre destruktive
Haltung zum Nürburgring. Sie haben mit keinem Blick positiv nach
vorn zu schauen versucht.“ Presseinformation der
CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz, Mainz www.cdufraktionrlp.de
09.08.2012
Unterrichtsausfall nach wie vor zu hoch
Wilke erneuert
Kritik in Sachen Vertretungslehrer
Dass sich die Situation des hohen Unterrichtsausfalls an
Speyerer Gymnasien im kommenden Schuljahr verbessern wird,
bezweifelt Landtagsabgeordneter Dr. Axel Wilke in einer
Stellungnahme zum Beginn des neuen Schuljahrs in der kommenden
Woche.
„Eltern und Schüler haben die Erwartung, dass seitens des
Ministeriums - anders als in den Jahren zuvor - mit einer
strukturellen Lehrerversorgung von 100% geplant und das neue
Schuljahr angegangen wird“, erklärt Wilke. Der Abgeordnete bezieht
sich dabei auf die jüngsten Proteste von Schuleltern in Form einer
überdimensionalen Zeitungsanzeige, „die gezeigt habe wie groß der
Frust in der Elternschaft inzwischen ist“, so Wilke weiter.
Im letzten Schuljahr fehlten an den Speyerer Gymnasien gemessen
an den nicht erteilten Unterrichtsstunden volle 7,6 Lehrerstellen,
denn zwischen planerischem Soll und dem Ist-Zustand bestand laut
Statistik des Bildungsministeriums ein Defizit von 2.9 %. Dazu kam
ein temporärer Unterrichtsausfall an den Gymnasien von
durchschnittlich 3%. „Zwischen 5 und 6 % Unterrichtsausfall an den
staatlichen Gymnasien ist unerträglich , ist wahrscheinlich auch
nur die Spitze des Eisbergs, denn bekanntermaßen verfügt das
Bildungsministerium über ein ganzes Arsenal statistischer Tricks,
um Schulstunden als gehalten in der Statistik darzustellen, obwohl
in Wirklichkeit gar nicht der von der Stundentafel vorgegebene
Unterricht stattgefunden hat“, argwöhnt der Speyerer
CDU-Abgeordnete. Der vom Land eingerichtete Vertretungslehrerpool
müsse dringend aufgestockt werden, wie es die CDU auf Landesebene
seit längerem fordere, gleichzeitig müsse auch der systematische
Missbrauch der Vertretungslehrerverträge endlich aufhören. Im
vergangenen Jahr hatten diese befristeten Beschäftigungen junger
Lehrkräfte im Land für erheblichen Aufruhr gesorgt, als Ministerin
Ahnen (SPD) den Abschluss der Verträge einer Mitsprache des
Ministeriums unterwerfen wollte. Erst nach heftigen Protesten hatte
sie von diesen Plänen Abstand genommen, die bei vielen der
Betroffenen regelrechte Existenzängste ausgelöst hatten.
„Wenn Ministerpräsident Beck in der Landtagsdebatte über die
Nürburgring-Pleite die Bildung junger Menschen als sein wahres
Prestigeprojekt bezeichnet hat, dann muss er Ministerin Ahnen
endlich dazu bringen, ihre verfehlte Politik der letzten Jahre
einzugestehen, die zunehmenden Proteste der Eltern und Schüler
ernst zu nehmen und die nötigen Schritte zu einer qualitativ
ausgereiften Bildungspolitik zu unternehmen“, so Wilke
abschließend. Bürgerbüro Dr. Axel Wilke MdL,
Presse
09.08.2012
FDP: Jetzt auch Lemkes Subventionen im Visier der EU-Kommission
Zu den erweiterten Beihilfeprüfungen im
Zusammenhang mit den Subventionen am Nürburgring erklärt der
FDP-Landesvorsitzende, Dr. Volker Wissing:
"Die EU-Kommission hat ihre Beihilfeprüfung aus gutem Grund auf die
Vorgänge ausgeweitet, die im Mai von der grünen
Wirtschaftsministerin, Eveline Lemke, mitentschieden worden sind.
Damit ist nun auch die grüne Subventionspolitik am Ring ins Visier
der Beihilfeprüfer geraten". Die Landesregierung müsse unbedingt
strenger kontrolliert werden, so Wissing. Immerhin stünde der
frühere SPD-Finanzminister schon vor dem Strafrichter.
"Nachdem die Grünen unter Lemke alles treubrav abnicken, findet
eine Kontrolle innerhalb der Landesregierung nicht statt", betonte
Wissing. Im Land werde faktisch eine Beck-Alleinregierung
fortgesetzt, die den Rheinland-Pfälzern fortlaufend schweren
Schaden zufügt.
Die FDP habe immer davor gewarnt, den Grünen
Regierungsverantwortung im Land zu übertragen. Die Befürchtungen
würden nun durch Eveline Lemke bestätigt. Wissing: "Die grüne
Ministerin mauschelt nur mit, sie setzt sich dafür ein, dass immer
neue Subventionen am Ring fließen und sie duldet, dass die
Landesregierung die Öffentlichkeit nicht vollständig informiert."
Schlimmer hätte es nicht kommen können. Langsam werde allen klar,
weshalb Beck sich die Grünen als Koalitionspartner so sehr
gewünscht habe.
Wissing forderte die Grünen auf, nach dem Umfallen an der Mosel und
am Nürburgring jetzt wenigstens in Sachen Transparenz zu ihren
Wahlversprechen zurückzukehren. Die Fakten müssen auf den Tisch,
nicht in grüne Regierungsschubladen, so Wissing.
FDP
Rheinland-Pfalz, Mainz, Pressestelle www.fdp-rlp.de09.08.2012
EU-Kommission weitet Prüfung der Nürburgring-Beihilfen aus
Alexander Licht: Landesregierung im Blindflug gegenüber
der EU
Die Europäische Kommission hat heute bekannt gegeben, dass sie
die „eingehende Prüfung der Beihilfen für den Nürburgring“
ausweitet. Dabei geht es um zusätzliche Finanzierungsmaßnahmen,
„die die unmittelbare Insolvenz der Betreibergesellschaften
abwenden sollten“. Die Kommission hat „Zweifel daran, dass die
Maßnahmen zu marktüblichen Bedingungen gewährt wurden und die
begünstigten Unternehmen ohne staatliche Unterstützung rentabel
wirtschaften könnten“. Dazu erklärt der stellvertretende
Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Alexander Licht:
„Jetzt zeigt sich neuerlich, dass sich die Landesregierung
gegenüber der Europäischen Kommission auf einen Blindflug
eingelassen hat, in der Hoffnung, dass es niemand merkt. Es wird
immer unverständlicher, warum sie sich so ‚überrascht‘ von der
Reaktion der EU-Kommission auf die geplante ‚Rettungsbeihilfe‘
gezeigt hat, denn es ist nicht erst seit gestern klar, dass die
EU-Kommission seit langem erhebliche Zweifel an der Vereinbarkeit
der wiederholten finanziellen staatlichen
Nürburgring-Interventionen mit dem EU-Beihilferecht hat.
Offensichtlich bewertet die EU-Kommission diese Vorgänge ganz
anders als es die Landesregierung gegenüber Parlament und
Öffentlichkeit dargestellt hat. Das System des Verschleierns setzt
sich auch beim dritten Neuanfang am Nürburgring fort. Auch das
zeigt einmal mehr: Das von uns angekündigte Misstrauensvotum gegen
den Ministerpräsidenten ist absolut gerechtfertigt.“
Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz,
Mainz www.cdufraktionrlp.de
08.08.2012
Lewentz-Interview in der Allgemeinen Zeitung Mainz zum Nürburgring
Alexander Licht: Lewentz beschwichtigt, verharmlost,
vertuscht und relativiert
Zum heutigen Interview von Innenminister Lewentz mit der
Allgemeinen Zeitung Mainz zum Desaster am Nürburgring erklärt der
stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Alexander
Licht:
„Nachdem der für den Nürburgring zuständige Minister Roger
Lewentz selbst im Angesicht der Insolvenz der Nürburgring GmbH über
Wochen abgetaucht war, meldet er sich jetzt plötzlich mit einem
nichtssagenden Interview zu Wort. Hätte er doch besser geschwiegen,
denn wiederholt wird wieder nur die schon bekannte
Beschwichtigungs-, Verharmlosungs-, Vertuschungs- und
Relativierungsrethorik nach dem Motto: alles nicht so schlimm. Von
persönlicher Verantwortung ist bei ihm genau so wenig die Rede wie
beim Ministerpräsidenten. Statt „es wurde“ oder „man hat“ würde ich
gerne mal „ich habe“ oder „wir haben“ hören. Stattdessen wird die
Verantwortung aber immer lieber im Nebulösen gelassen.
Im Übrigen ist es ein neues Ablenkungsmanöver und der
misslungene Versuch der Entdramatisierung, wenn nun immer wieder
von „zu groß gebaut“ gesprochen wird. Das ist nicht das eigentliche
Problem. Es geht nicht um eine Garage hinten links. Wenn überhaupt,
musste ja gerade groß gebaut werden, um eine entsprechende
Attraktion für einen Ganzjahresbetrieb zu schaffen. Mit einem
Kinderkarussell, einer Dosenwurfbude und einem Pommesstand hätte
das Konzept - eine ganzjährige Attraktion am Ring zu schaffen - ja
eben nicht funktioniert.
Der Kardinalfehler ist und bleibt vielmehr, dass die
Landesregierung ein Konzept auf Staatskosten durchgeboxt hat, für
das sich keine privaten Investoren gefunden haben. Spätestens da
hätte sich Herr Beck fragen müssen, warum kein Privater Geld geben
will. Nicht die Größe ist das Problem, sondern das unattraktive
Angebot als solches und die Idee, diesen Juxplatz in der Eifel
nicht nur mit Steuergeldern zu bauen, sondern und auch noch vom
Staat betreiben zu lassen.“ Presseinformation der
CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz, Mainz www.cdufraktionrlp.de
08.08.2012
SPD gegen Rolle rückwärts bei der Bildung
Die SPD weist die Forderung des Steuerzahlerbundes zurück, die
Errungenschaften sozialdemokratischer Bildungspolitik wieder
rückgängig zu machen. Der Vorsitzende des rheinland-pfälzischen
Steuerzahlerbundes, Harald Augter, hatte gefordert, erneut Gebühren
für Kindergärten und Hochschulen einzuführen. "Wer das Prinzip der
gebührenfreien Bildung als ,unangebrachte Sozialromantik'
diffamiert, offenbart eine erschreckende Rückwärtsgewandtheit und
verkennt die Bedeutung eines gerechten und frei zugänglichen
Bildungssystems", so der Generalsekretär der rheinland-pfälzischen
SPD, Alexander Schweitzer.
"Wer Bildung anbietet, muss auch gewährleisten, dass diese in
Anspruch genommen werden kann. Das Einkommen der Eltern darf dabei
nicht zu einer sozialen Auslese führen", erklärt Schweitzer.
Dasselbe gelte für das gebührenfreie Studium. "Auf der einen Seite
den Fachkräftemangel beklagen und auf der anderen Seite die Hürden
für ein Hochschulstudium erhöhen, passt einfach nicht zusammen."
Gerade Augter, der auch Präsident der IHK Rheinhessen sei, müsste
die Bedeutung eines Bildungssystems ohne Hürden für Arbeitsmarkt
und Volkswirtschaft bewusst sein. "Das rheinland-pfälzische
Bildungssystem ist auch deshalb so gerecht und erfolgreich, weil
Politik, Handwerk, Industrie und Gewerkschaften immer in engem
Dialog stehen - das weiß der IHK-Präsident Augter eigentlich",
erklärt Schweitzer. "Wenn Herr Augter dies in seiner neuen
Lobbyisten-Tätigkeit beim ,Bund einiger Steuerzahler' nun
abstreitet, sollte er rasch klären, in welchen Rollen er öffentlich
agiert." SPD-Landtagsfraktion,
Mainz, Pressestelle www.spdfraktion-rlp.de
08.08.2012
Pressekonferenz Bund der Steuerzahler (BdSt)
Gerd Schreiner: Bund der Steuerzahler legt Finger in die
Wunde
Die CDU-Landtagsfraktion teilt die Kritik des Bundes der
Steuerzahler Rheinland-Pfalz an der verfehlten Haushalts- und
Finanzpolitik der Landesregierung, so heute der haushalts- und
finanzpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Gerd Schreiner.
Die Fakten seien eindeutig: Trotz Steuereinnahmen in Rekordhöhe
leiste sich das Land 2011 eine Nettoneuverschuldung von über 2,2
Milliarden Euro, die Landesbetriebe und Sondereffekte wie das
Konjunkturprogramm II und Zahlungen in Sondervermögen
eingeschlossen. Das sei die höchste Nettoneuverschuldung seit
Bestehen des Landes Rheinland-Pfalz bei gleichzeitig gewaltig
steigenden Steuereinnahmen, so Schreiner. Zudem litten die Kommunen
des Landes aufgrund der kommunalfeindlichen Politik der
Landesregierung an einer Verschuldung, die weit über das
hinausgehe, was in den meisten anderen Bundesländern üblich
ist.
Der Bund der Steuerzahler hat bei der von ihm genannten
Neuverschuldung in Höhe 1,8 Milliarden die Sondereffekte noch
heraus gerechnet. Niemand kann dem BdSt also Übertreibung
vorwerfen. Die CDU-Landtagsfraktion begrüßt die Mahnung des Bundes
der Steuerzahler, das riesige Defizit des Landeshaushaltes nicht
mit Steuererhöhungen schließen zu wollen. Es ist wahr: Jede
Steuererhöhung weckt Ansprüche auf höhere Staatsleistungen. Deshalb
ist und bleibt strikte Ausgabendisziplin der Schlüssel zur
Null-Neuverschuldung. Die Landesregierung geht leider einen anderen
Weg. Sie hat die Grunderwerbsteuer erhöht und erhebt einen neuen
Wassercent. Auf der Ausgabenseite werden die ohnehin kaum
wahrnehmbaren Ansätze zur Sparsamkeit u.a. durch die Abschaffung
der Studiengebühren für Langzeitstudenten, durch die Ausweitung der
kostenlosen Schülerbeförderung und durch das Nürburgringdesaster
regelrecht überspült. Herr Beck sollte den Rat des Bundes der
Steuerzahler im Hinblick auf einen Rücktritt ernst- und
annehmen.“
Schreiner erinnert auch an das Urteil des Verfassungsgerichtes
Rheinland-Pfalz, das das Land verpflichtet, seine Gemeinden so
auszustatten, dass die steigenden Soziallasten finanziert werden
können. Denn bis heute steigen für die Gemeinden die Sozialausgaben
schneller als die Einnahmen. Auch hier sei die rot/grüne
Landesregierung nach wie vor in der Bringschuld, so Schreiner.
Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz,
Mainz www.cdufraktionrlp.de
08.08.2012
FDP: Grüne Wirtschaftsministerin verweigert Transparenz in der Energiepolitik
Zu der Weigerung der grünen
Wirtschaftsministerin, Eveline Lemke, die Bedenken der
Umweltverbände gegen ihre Energiepolitik öffentlich zu
kommentieren, erklärt der FDP-Landesvorsitzende, Dr. Volker
Wissing:
"Die Grünen haben mehr Transparenz versprochen und verweigern jetzt
selbst den Umweltverbänden den öffentlichen Dialog". Sobald ein
Problem auftauche, regiere Frau Lemke hinter fest verschlossenen
Türen, kommentierte Wissing das Verhalten der grünen Ministerin.
Kaum ein Politiker verstoße derart eklatant gegen seine früheren
Ansprüche.
"Dabei haben die Umweltverbände handfeste Argumente gegen die grüne
Energiepolitik", betonte der FDP-Vorsitzende. Die Landesregierung
schaffe es nicht, die Bedürfnisse eines schnellen Ausbaus
erneuerbarer Energieträger mit den Anforderungen des Natur- und
Landschaftsschutzes in Einklang zu bringen. Wissing: "Man fragt
sich langsam, wann die Landesregierung anfangen will, eine
umweltgerechte Energiewende umzusetzen. Bisher irrt die zuständige
Ministerin nur herum und scheut den Dialog mit den Betroffenen."
Bürgernähe sehe anders aus.
Wissing erinnerte an das kürzlich von der FDP vorgelegte
Energiekonzept. Mit der Fokussierung auf Standorte an Autobahnen,
ließe sich die Windenergie zeitnah, kostengünstig und umweltgerecht
ausbauen. Und über einen kommunalen Fonds, würden alle Kommunen in
Rheinland-Pfalz finanziell profitieren. Es sei ein bedauerlicher
Treppenwitz, dass ausgerechnet den Grünen in der Landesregierung
ein Energiekonzept fehle. Deren Ministerin sei mit ihren Aufgaben
offensichtlich überfordert.
FDP Rheinland-Pfalz, Mainz,
Pressestelle www.fdp-rlp.de07.08.2012
ADAC-Veranstaltungen am Nürburgring/ADAC wiederspricht MP Beck
Alexander Licht: Desinformation durch die
Landesregierung geht weiter
„Es ist unglaublich, dass der Ministerpräsident im Parlament den
Reumütigen spielt und uns dann im gleichen Atemzug wieder falsch
informiert“, so der stellvertretende Vorsitzende der
CDU-Landtagsfraktion, Alexander Licht, zu aktuellen Meldungen der
Rhein-Zeitung und der Rheinpfalz. Der Ministerpräsident hatte in
der Sondersitzung des Landtags zur Insolvenz der überwiegend
landeseigenen Nürburgring GmbH behauptet, Gespräche zur Fortführung
der ADAC-Veranstaltungen am Nürburgring - wie etwa des
24-Stunden-Rennens oder des Truck Grand Prix - würden bereits
geführt. Laut Rhein-Zeitung und Rheinpfalz hat das der Anwalt des
ADAC dementiert.
„Beim Nürburgring sucht der Ministerpräsident offensichtlich
händeringend nach positiven Botschaften. Jetzt wird so getan, als
seien die so wichtigen Traditionsveranstaltungen des ADAC am Ring
bereits Gegenstand intensiver Gespräche zwischen den Beteiligten.
Suggeriert werden soll doch damit, dass das schon fast in trockenen
Tüchern ist. Pustekuchen. Laut ADAC Anwalt Meyersrenken gibt es
noch gar keine Gespräche. Man warte auf einen Kontakt, so der
Jurist. Es geht also alles so weiter wie bisher. In der
Ring-Diskussion agiert die Landesregierung mit Halbwahrheiten,
Desinformation, Hinhaltetaktik und Vertuschung. Das schadet dem
Ring und ist kein glaubwürdiger Neustart.
Fragwürdig ist auch, dass sich Herr Beck diese Jubelmeldung
pünktlich zur Sondersitzung bei den Herren Richter und Lindner
bestellt hat.“
Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz,
Mainz www.cdufraktionrlp.de
03.08.2012
Misstrauensvoten gegen Ministerpräsidenten
Olaf Quandt: Frau Schleicher-Rothmund als
Nachhilfelehrerin ungeeignet
Auf die heutige Pressemittteilung der Parlamentarischen
Geschäftsführerin der SPD-Landtagsfraktion, Barbara
Schleicher-Rothmund, zur Frage der Misstrauensvoten gegen
Ministerpräsidenten entgegnet der Sprecher der
CDU-Landtagsfraktion, Olaf Quandt:
„Frau Schleicher-Rothmund versucht Nachhilfe in einer Frage zu
erteilen, in der sie offensichtlich selbst Nachhilfe braucht. Denn
Misstrauensvoten gegen Ministerpräsidenten als Einzelperson und
nicht als Mitglied der Landesregierung sind erst seit 1991 möglich.
Art. 99 Abs. 1 der Landesverfassung wurde 1991 entsprechend
geändert. Das von uns angestrebte Misstrauensvotum gegen
Ministerpräsident Beck als Einzelperson ist damit erst seit 1991
möglich und somit auch einmalig in der Geschichte des Landes. Bis
1991 stellte Art. 99 Absatz 1 LVerf auf die Landesregierung
insgesamt mit dem Ministerpräsidenten bzw. auf die Minister ab.
Seit 1991 stellt er explizit auf den Ministerpräsidenten, die
Landesregierung und die Minister ab. Deswegen richtet sich der
Misstrauensantrag auch nicht gegen die Landesregierung. Frau
Schleicher-Rothmund ist offensichtlich als Nachhilfelehrerin
ungeeignet.“
Hinweis:
Art 99 Abs. 1 LVerf lautete bis 1991: Die
Landesregierung und die Minister bedürfen zu ihrer Amtsführung des
Vertrauens des Landtags.
Art. 99 Abs. 1 LVerf lautet seit 1991: Der Ministerpräsident,
die Landesregierung und die Minister bedürfen zu ihrer Amtsführung
des Vertrauens des Landtags.
Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz,
Mainz www.cdufraktionrlp.de
02.08.2012
Schleicher-Rothmund: Schon wieder Nachhilfestunde für Frau Klöckner
Zur Behauptung der CDU-Fraktionsvorsitzenden Julia Klöckner in
der gestrigen Plenarsitzung, ein Misstrauensantrag gegen einen
Ministerpräsidenten sei in der Geschichte des Landes
Rheinland-Pfalz einmalig, erklärt die Parlamentarische
Geschäftsführerin der SPD-Landtagsfraktion, Barbara
Schleicher-Rothmund:
"Einmalig, liebe Frau Klöckner, ist ihr Verhältnis zur Wahrheit:
Beste Freunde werden sie wohl nicht mehr werden.
Nachdem wir ihrer Fraktion bereits den Begriff der Indemnität
näher bringen konnten, erteilen wir auch gerne Nachhilfe in der
Geschichte unseres Landes: Sowohl 1949 als auch 1952 wurden im
Landtag Rheinland-Pfalz bereits Misstrauensanträge gestellt. Beide
Male gegen den ehemaligen CDU-Ministerpräsidenten Peter
Altmeier.
Die große Show scheint der CDU-Fraktionsvorsitzenden eher zu
liegen, als seriöse Politik. Dass dabei die Fakten auf der Strecke
bleiben, scheint sie nicht weiter zu stören."
SPD-Landtagsfraktion, Mainz,
Pressestelle www.spdfraktion-rlp.de
02.08.2012
Pleiten, Pech und Pannen um den Nürburgring: Der öffentliche Dienst geht auf die Barrikaden
dbb Landesvorsitzende Lilli Lenz: Beamte und
Versorgungsempfänger dürfen nicht auf der Strecke
bleiben
Die Pleite um den Nürburgring ist inzwischen perfekt. Die
Strukturpolitik am Ring ist gut gemeint, aber schlecht gemacht. Am
Steuerzahler wird wohl eine hohe dreistellige Millionensumme hängen
bleiben. Geld, dass für die Kernaufgaben unseres Bundeslandes an
allen Ecken und Enden fehlt, so die Einschätzung des dbb
rheinland-pfalz anlässlich der Nürburgring-Sondersitzung des
Landtages am 01. August 2012 in Mainz.
„Die Politik hat die Fehler und Versäumnisse der
Verantwortlichen ohne falsche Rücksichten aufzuarbeiten und die
notwendigen Konsequenzen zu ziehen“, so die dbb Landesvorsitzende
Lilli Lenz und weiter: „Das finanzpolitische Chaos um den Ring
treibt das Personal des öffentlichen Dienstes auf die
Barrikaden.“
„Während wahrscheinlich einerseits unglaubliche Summen als
verlorener Zuschuss für die Rennstrecke und das Drumherum
abgeschrieben werden müssen, sollen andererseits die Beamten,
Pensionäre und Hinterbliebenen den Gürtel enger schnallen, damit im
Steuersäckel auch genug `Spielgeld´ für den Ausgabeposten
Ring-Desaster ist - das ist aus unserer Sicht ungerecht“, sagte
Lilli Lenz.
Kein Beamter begreife, dass ihm fünf Jahre lang glatte
Minusrunden zugemutet werden, während am Nürburgring Steuergelder
in zig-Millionenhöhe pulverisiert werden.
Das sei unfair gegenüber den Beschäftigten des öffentlichen
Dienstes.
Lilli Lenz: „Das Rennen ist gelaufen. Nun darf der öffentliche
Dienst nicht zum Verlierer abgestempelt werden. Die Politik darf
die Beschäftigten des öffentlichen Landes- und Kommunaldienstes
keinesfalls zum Spielball verkorkster Haushaltspolitik degradieren.
Damit werden wir uns auf keinen Fall abfinden.“ dbb -
beamtenbund und tarifunion, Presse
01.08.2012
10-Leitlinien der CDU-Landtagsfraktion für einen Neuanfang am Nürburgring
Julia Klöckner: Ideellen Wert des Nürburgrings
bewahren
In der heutigen Sondersitzung des Landtags zur Insolvenz der
Nürburgring GmbH hat die Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion,
Julia Klöckner, 10-Leitlinien für einen Neuanfang am Nürburgring
vorgestellt:
„Wir müssen gemeinsam den ideellen, unbezahlbaren Wert des
Nürburgringes, wiederherstellen und klug bewahren. Das muss die
Zielrichtung aller Fraktionen im rheinland-pfälzischen Landtag
sein. Der Nürburgring hat seinen Mythos mit dem Motorsport
begründet. Und das ist auch die Zukunft des Rings.“
1. Das Insolvenzverfahren am Nürburgring muss klare
Verhältnisse schaffen und unbeeinflusst ablaufen. Es dürfen keine
Informationen seitens der Landesregierung und der
Nürburgring-Gesellschaften zurückgehalten werden, um
Fehlentscheidungen der Vergangenheit zu verschleiern. Die mit dem
Insolvenzverfahren befassten Personen und das Insolvenzgericht
müssen jetzt ungestört arbeiten können.
2. Unverzüglich muss mit den Veranstaltern am Ring
verhandelt werden, um die erfolgreichen Veranstaltungen zu sichern.
Sie sind Lebensgrundlage für eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit
am Ring.
3. Der teure Dauerstreit zwischen den Pächtern und dem Land
muss schnellstens beendet werden. Alle vom Land 2010 verpachteten
Anlagen müssen zurückgegeben werden.
4. Die Geschäftstätigkeit der Unternehmen im Gewerbegebiet
Nürburgring muss langfristig gesichert werden.
5. Handwerksbetriebe, die auf ihr Geld warten, dürfen nicht
in eine existentielle Schieflage geraten.
6. Der Ring braucht ein Geschäftsmodell, das sich auf den
traditionellen Kern Motorsport konzentriert und das nicht auf
dauerhafte öffentliche Zuschüsse angewiesen ist. Die Rückbesinnung
auf den Sport ist auch der EU-rechtliche Schlüssel zur Rettung des
Nürburgrings.
7. Die profitablen Teile der Ringaktivitäten müssen ohne
Belastungen der Vergangenheit arbeiten können. Die defizitären
Teile müssen herausgelöst werden. Eine Prüfung muss ergeben, ob und
inwieweit Aktivitäten in reduzierter oder anderer Form fortgeführt
werden können. Aber ohne, dass dafür dauerhaft öffentliche Mittel
erforderlich sind.
8. Im Mittelpunkt dieses Geschäftsmodells muss die Region
mit ihren kleinen und mittelständischen Firmen stehen. Dabei geht
es um ein wohnortnahes Angebot an Arbeits- und
Ausbildungsplätzen.
9. Wir lehnen einen Investor ab, der Exklusivrechte für
sich und sein Unternehmen beansprucht. Die Rennstrecke muss für den
Freizeitfahrer und das Renntaxi offen bleiben.
10. Der Neuanfang am Nürburgring muss im Dialog mit den
Bürgerinnen und Bürgern entwickelt werden. Vor dem Hintergrund der
negativen Erfahrungen der Vergangenheit fordern wir
institutionalisierte Transparenz und regelmäßigen Austausch. Es
gibt viele Interessen. Wir brauchen mehr Möglichkeiten, sich
einzubringen als es sie bisher gab. Mehr Bürgerbeteiligung auch am
Nürburgring.
Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz,
Mainz www.cdufraktionrlp.de
01.08.2012
Landtag steht heute vor einer großen Entscheidung
MAINZ- Aufgrund der
andauernden Krise am Nürburgring muss der rheinland-pfälzische
Landtag heute über die Aktivierung einer Risikorücklage in Höhe von
254 Mio. Euro entscheiden. Aus Sicht der rheinland-pfälzischen
Liberalen ist das eine historische Zäsur in der Landespolitik. "Im
Kern geht es hier um die politische Prioritätensetzung, was dem
Land wichtiger ist: Lehrerstellen, Studienplätze und innere
Sicherheit oder die Freizeitparkpläne des Ministerpräsidenten",
sagte der rheinland-pfälzische FDP-Vorsitzende, Dr. Volker
Wissing.
Der Begriff "Risikorücklage" sei nur eine Mogelpackung. Das Land
habe keine Rücklagen, sondern mache neue Schulden. "SPD und Grüne
nehmen heute 254 Mio. Euro vom Geld unserer Kinder und Enkel und
stecken es in ihren Freizeitpark am Nürburgring", so Wissing. Das
Schlimmste sei, dass damit die Probleme noch nicht einmal
ansatzweise gelöst sind. "Ohne Zukunftskonzept wird der
Freizeitpark auch in Zukunft nur Verluste produzieren", so Wissing.
Das Insolvenzverfahren werde die gigantische Vernichtung von
Steuergeldern am Nürburgring durch Ministerpräsident Kurt Beck
transparent machen. "Wenn es für den rot-grünen Freizeitpark keine
privaten Interessenten gibt, ist er auch nichts wert. Letztlich
müssen die verbauten Steuergelder abgeschrieben werden", so
Wissing. Er sieht sich in dieser Befürchtung durch die grüne
Wirtschaftsministerin, Eveline Lemke, bestätigt, die schon heute
den Abriss des Beck'schen Freizeitparks am Nürburgring
fordert.
Wie dramatisch nicht nur die finanzielle, sondern auch die
rechtliche Situation ist, belegt nach Ansicht des
rheinland-pfälzischen FDP-Vorsitzenden der Hinweis der SPD, dass
die Abgeordneten unabhängig von ihrem Abstimmungsverhalten vor
gerichtlicher Verfolgung geschützt seien. "Wenn das rechtliche
Handeln einer Landesregierung so fragwürdig ist, dass diese den
eigenen Abgeordneten bereits Straffreiheit für die Unterstützung
der Regierungspolitik versichern muss, sei das ein bemerkenswerter
Vorgang und ein Indiz für die Vertrauenserosion innerhalb der
Koalition", so Wissing.
Der Liberale betonte, dass vom heutigen Tag an die SPD von den
Bürgerinnen und Bürgern kaum mehr glaubhaft Sparopfer einfordern
könne. "Wer 254 Mio. Euro für einen defizitären Freizeitpark
mobilisieren kann, wird sich schwer tun, die Streichung von
Lehrer-, Polizei- und Studienplätzen zu rechtfertigen", sagte der
FDP-Politiker. Die Abgeordneten im Landtag müssten heute darüber
entscheiden, was ihnen mehr am Herzen liege, die Zukunft des Landes
oder die überdimensionierten Freizeitparkpläne eines
Ministerpräsidenten.
FDP Rheinland-Pfalz, Mainz,
Pressestelle www.fdp-rlp.de01.08.2012
Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes/Berichterstattung SWR
Hans-Josef Bracht: Kein „Gegengutachten“ des
Wissenschaftlichen Dienstes
Zur aktuellen Berichterstattung des SWR über ein angebliches
„Gegengutachten“ des Wissenschaftlichen Dienstes des Landtags zu
beihilferechtlichen Fragen im Kontext des Nürburgrings erklärt der
Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion,
Hans-Josef Bracht:
„Die Behauptung der Landesregierung, der Wissenschaftliche
Dienst des Landtages habe ein „Gegengutachten“ abgefasst, das die
Ausführungen von Herrn Rechtsanwalt Dr. Antweiler zu
beihilferechtlichen Fragen im Kontext des Nürburgrings widerlege,
ist unzutreffend. Dies schon deshalb, weil sich der
Wissenschaftliche Dienst des Landtages in seiner Expertise gar
nicht mit den hier in Rede stehenden beihilferechtlichen
Fragestellungen befasst. Herrn Landtagspräsident Mertes fordere ich
auf, richtigzustellen, dass es sich nicht um ein „Gegengutachten“
handelt. Denn geklärt werden sollte in seinem Auftrag lediglich die
Frage einer möglichen Strafbarkeit des künftigen Verhaltens von
Abgeordneten bei der Bewilligung von weiteren Haushaltsmitteln im
Zusammenhang mit der Insolvenz der Nürburgring GmbH. Dass hier der
in der Verfassung verankerte Grundsatz der Indemnität gilt, ist
selbstverständlich.
Die Indemnität schützt den Abgeordneten nicht um seiner Person
Willen, sondern räumt ihm zum Schutz der freien Rede und der freien
Willensäußerung rechtliche Verantwortungsfreiheit ein. In dieser
Hinsicht bleibt der Abgeordnete seinem Gewissen unterworfen. Sie
schließt alleine die Strafverfolgung aus, nicht aber das Vorliegen
eines Tatbestandes, der Rechtswidrigkeit einer Handlung und
individueller Schuld.
Eine solche Strafbarkeit des Verhaltens von Landtagsabgeordneten
wird in dem Gutachten von Herrn Rechtsanwalt Dr. Antweiler aber
auch gar nicht behauptet. Er spricht vielmehr allgemein von
„Personen, die an dieser Vermögensverfügung mitwirken“, für die
„eine Strafbarkeit wegen Untreue zu Lasten des Vermögens des Landes
Rheinland-Pfalz oder wegen Beihilfe“ in Betracht kommen könne. Dies
könnte beispielsweise auf diejenigen zutreffen, die mit der
Umsetzung eines Landtagsbeschlusses befasst sind und für die der
Grundsatz der Indemnität nicht gilt. Denn die Indemnität gilt nur
für die Abgeordneten selbst, nicht aber für Mitglieder und
Mitarbeiter der Landesregierung. Daher ist auch eine
Strafverfolgung des früheren Finanzministers Prof. Deubel
möglich.“ Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion
Rheinland-Pfalz, Mainz, www.cdufraktionrlp.de
31.07.2012
Schleicher-Rothmund: CDU kennt Verfassung nicht
Barbara Schleicher-Rothmund, Parlamentarische Geschäftsführerin
der SPD-Landtagsfraktion kritisiert den Parlamentarischen
Geschäftsführer der CDU-Fraktion, Hans-Josef Bracht, bezüglich
seiner Äußerungen in Zusammenhang mit dem von der
CDU-Landtagsfraktion vorgelegten Gutachten der Düsseldorfer Kanzlei
RWP Rechtsanwälte GbR:
"Gut, dass Herr Bracht endlich einen Blick in die
rheinland-pfälzische Landesverfassung geworfen hat. Seine gestrigen
Äußerungen, Abgeordnete könnten sich durch ihr Abstimmungsverhalten
strafbar machen, sind nachweislich falsch. Entweder, der
Parlamentarische Geschäftsführer der CDU kannte bis heute die
rheinland-pfälzische Landesverfassung nicht, oder hat absichtlich
die Unwahrheit gesagt, um Angst und Verunsicherung in der
Bevölkerung zu schüren. Beides ist einer Landtagsfraktion unwürdig
und zeigt, dass die CDU in ihrem Eifer weit über das Ziel hinaus
schießt."
Eine Stellungnahme des Wissenschaftlichen Dienstes des
rheinland-pfälzischen Landtages kommt zu dem Schluss, dass mit der
verfassungsrechtlich garantierten Indemnität als persönlicher
Strafausschließungsgrund die strafrechtliche Verfolgbarkeit des
Abgeordneten ausgeschlossen ist.
"Reine Parteipolemik statt ein ernstgemeintes Signal an die
Region um den Nürburgring - das ist leider alles, was die Menschen
im Land von Julia Klöckner und der CDU zu hören bekommen. Dabei ist
ihr anscheinend mehr daran gelegen, mit fragwürdigen Gutachten
Unsicherheiten zu schüren als zu einer nachhaltigen Lösung für den
Ring zu gelangen." SPD-Landtagsfraktion, Mainz,
Pressestelle www.spdfraktion-rlp.de
31.07.2012
Bürgschaft für Nürburgringkredit - Stellungnahme zum SWR-Beitrag vom 27. Juli 2012
Zur Berichterstattung des SWR am gestrigen Freitag
nehmen die Sprecherinnen des rheinland-pfälzischen
Finanzministeriums und der ISB wie folgt Stellung:
1.
Die ISB ist nicht von dem Eröffnungsbeschluss der Kommission in
Sachen Nürburgring betroffen. Die Kommission untersucht ausweislich
der Eröffnungsentscheidung vom März dieses Jahres zum Nürburgring
nur die Frage, ob die Garantie des Landes eine Beihilfe für die
Nürburgring GmbH enthält, nicht aber, ob die Garantie eine Beihilfe
für die ISB enthält (dort Rz. 47, Maßnahme 9). Das Land bestreitet
in dem laufenden Verfahren, dass in der Garantie eine Beihilfe für
die Nürburgring GmbH, also den Darlehensnehmer, liegt. Unabhängig
davon, dass gegen die ISB überhaupt kein Verfahren von Seiten der
Kommission eröffnet ist, sieht die Landesregierung in dieser
Garantie auch keine unerlaubte Beihilfe für die ISB.
2.
Hätte die Kommission das Verhältnis ISB-Land aufgreifen wollen,
so waren ihr die Sachverhalte bereits bekannt. Dadurch, dass die
Kommission hiervon keinen Gebrauch gemacht hat, gibt sie zu
verstehen, dass Beihilfen im Verhältnis Land-ISB nicht gegeben
sind.
3.
Der Kreditauftrag des Landes wurde in seiner Struktur eng an den
sog. Opel-Kredit angelehnt, den ein Jahr zuvor der Bund sowie die
Länder Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Thüringen
über ihre jeweiligen Förderbanken vergeben hatten und der von der
EU-Kommission akzeptiert wurde. Diese Kredite wurden ebenfalls zu
100% rückverbürgt. Zivilrechtlich haftet der Kreditauftraggeber
-also das Land - gemäß § 778 BGB sowieso als Bürge.
4.
Förderbanken sind anerkannt als verlängerter Arm der
öffentlichen Hand. Vor diesem Hintergrund ist das Verhältnis
zwischen Land und Förderbank als beihilfefrei anzusehen. Dies
regelt die mit der Kommission ausgehandelte sog. Verständigung II.
Alle Förderungen einer Förderbank - also der ISB - werden nur im
Hinblick auf den Darlehensnehmer auf beihilferechtliche Verstöße
untersucht. Das Verhältnis Land-ISB wird nicht betrachtet.
Die Bundesregierung als Trägerin der KfW vertritt seit jeher
diese Auffassung, die von der Kommission auch nicht bestritten
wird. Dementsprechend hat die Bundesregierung ohne Beteiligung des
Landes Rheinland-Pfalz in Abstimmung mit dem Verein öffentlicher
Banken im Rahmen des Hauptsacheverfahrens Nürburgring klarstellend
Stellung genommen und die Beihilfefreiheit von Maßnahmen zwischen
Träger und Förderbank unterstrichen.
5.
Selbst wenn in der Garantie eine unerlaubte Beihilfe zugunsten
der Nürburgring GmbH gesehen würde, hätte dies keine direkten
Konsequenzen für die ISB. Dies wird auch durch die rechtliche
Überlegung gestützt, dass zwar der deutsche Bundesgerichtshof in
ständiger Rechtsprechung bei einer rechtswidrigen
Beihilfengewährung durch Vertrag auf Nichtigkeit des Vertrags
entscheidet. Diese Rechtsprechung betrifft aber nur zweiseitige
Verträge, nicht das Dreiecksverhältnis zwischen Staat und Bank bei
Garantien. In der Zwischenzeit haben die Europäischen Gerichte auch
entschieden (in den Rechtssachen CELF und Wienstrom), dass eine
Nichtigkeit des Vertrages bei rechtswidrigen Beihilfen nicht vom
Beihilfenrecht gefordert ist. Insoweit wird eine Übertragung der
bisherigen Bundesgerichtshof-Rechtsprechung auf Garantien durch die
zwischenzeitlichen Urteile der europäischen Gerichte gerade nicht
gefordert.
6.
Beihilfen sind verboten, wenn sie einen ungerechtfertigten
Wettbewerbsvorteil verschaffen. Die ISB darf bei Kreditaufträgen
keine Gewinne machen. Eine Rückverbürgung für einen Kredit, mit dem
man keine Gewinne machen darf, ist nur schwer mit möglichen
Wettbewerbsvorteilen in Einklang zu bringen.
7.
Als öffentlich-rechtliche Förderbank unterliegt die ISB der
Gewährträgerhaftung des Landes. Sie genießt insoweit ohnehin eine
"Art Rückverbürgung" durch das Land.
MINISTERIUM DER FINANZEN, RHEINLAND-PFALZ,
Pressemitteilung www.fm.rlp.de
Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB),
Pressemitteilung www.isb.rlp.de
28.07.2012
Rechnungshof-Gutachten zum Nürburgring
Hans-Josef Bracht: Rechnungshof soll gescheitertes
Nürburgring-Konzept prüfen
Nach dem Willen der CDU-Landtagsfraktion soll der
Landesrechnungshof erneut das Nürburgring-Konzept der
Landesregierung prüfen. Dies teilte heute der Parlamentarische
Geschäftsführer der Fraktion, Hans-Josef Bracht, mit. Die
CDU-Fraktion habe gestern einen entsprechenden Antrag in den
Landtag eingebracht. Er soll in der Sondersitzung des Landtags am
kommenden Mittwoch beschlossen werden.
„Bereits im Jahr 2009 – nach dem Scheitern des ersten
Finanzierungsanlaufs und dem Rücktritt des damaligen
Finanzministers Prof. Deubel – hat der Rechnungshof das Projekt
geprüft. Inhalt der damaligen Prüfung war das erste gescheiterte
Finanzierungsmodell ‚Nürburgring 2009‘. Kurz vor der
Veröffentlichung dieses Berichts hatte Ministerpräsident im Rahmen
einer Buchvorstellung behauptet, er kenne einen ‚Vorabdruck‘ des
Berichts. Es stehe nichts Neues drin, die Affäre sei ‚im
Wesentlichen aufgearbeitet‘.
Tatsächlich stand viel Neues drin. Vor diesem Hintergrund halten
wir es für nötig, dass er Rechnungshof auch das vom früheren
Wirtschaftsminister Hendrik Hering ausgehandelte ‚Zukunftskonzept‘
untersucht.
Der Landesrechnungshof ist ein eigenständiges, unabhängiges und
in der Verfassung verankertes Kontrollorgan. Er ist eine nur dem
Gesetz unterworfene oberste Landesbehörde, in die wir alle großes
Vertrauen haben und deren Prüfungsergebnisse wir respektieren. Eine
Prüfung durch dieses Gremium wird sicher weiteres Licht in die
Affäre bringen. Möglicherweise ergeben sich auch Anhaltspunkte für
strafrechtlich Relevantes.
Die CDU-Fraktion hat die anderen Landtagsfraktionen über den
Präsidenten des Landtags gebeten, einer Behandlung in der
Sondersitzung am kommenden Mittwoch zuzustimmen. Dies ist nötig, da
vor dem Plenum keine Sitzung des Ältestenrates mehr stattfindet.
Wir gehen aber davon aus, dass sie angesichts der landespolitischen
Bedeutung des Themas und vor dem Hintergrund der Ereignisse der
vergangenen Monate unser Anliegen unterstützen und sowohl der
Behandlung des Antrags in der Sondersitzung, als auch dem Antrag
selbst zustimmen werden.“ Presseinformation der
CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz,
Mainz www.cdufraktionrlp.de
27.07.2012
Nürburgring-Beihilfen
Julia Klöckner: Was wusste Carsten Kühl?
Die Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion ist der Auffassung,
dass es sich bei dem Scheitern des Nürburgring-Projektes
keinesfalls um ein Einzelversagen des früheren Finanzministers
handele. Mehr und mehr trete zutage, dass offensichtlich
verschiedenen Kabinettsmitgliedern und ihren Vertretern die
beihilferechtlichen Problemstellungen bereits länger bekannt
waren.
„Aus einem Vermerk aus dem Jahr 2007 ergibt sich, dass das
zuständige Referat im Wirtschaftsministerium bereits im Jahr 2007
eine Aufteilung zwischen Infrastrukturinvestitionen und
gewerblichen Investitionen vornahm. Im Wirtschaftsministerium ging
man dabei davon aus, dass mehr als 3/4 der Gesamtkosten nicht
förderfähig waren und damit zu beihilferechtlichen Problemen führen
konnten. Dieser Vermerk wurde ‚wie (…) mit StS Kühl besprochen‘
auch an das Finanzministerium geschickt und von dort an die ISB
weitergeleitet. Vor diesem Hintergrund erstaunt es mich schon, dass
die Landesregierung nun plötzlich derart überrascht über die
Feststellungen der EU zu sein scheint.
Dass das Finanzministerium bereits im Jahr 2007 über mögliche
beihilferechtliche Probleme Bescheid wusste, haben bereits
Medienveröffentlichungen der vergangenen Tage deutlich gemacht.
Offensichtlich wusste aber auch der damalige
Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Kühl und mit an Sicherheit grenzender
Wahrscheinlichkeit auch der Ex-Minister Hering schon im Jahr 2007,
dass die Förderung des Nürburgring-Projekts in der gewählten Höhe
beihilferechtlich nicht möglich war. Schlimmer noch: Indem er die
Weiterleitung des Vermerks veranlasste, hat er dies offensichtlich
nicht nur gewusst – er hat es auch akzeptiert.
Und genau diesen Sachverhalt hat die EU im laufenden Verfahren
beanstandet.
Mehr und mehr tritt zutage, dass das Scheitern des Projekts kein
Einzelversagen des früheren Finanzministers Deubel war. Vielmehr
hat hier das halbe Kabinett zusammengewirkt, um den Wunsch des
Ministerpräsidenten nach einem Prestigeobjekt zu erfüllen. Die
Rolle von Becks Gehilfen dabei wird täglich deutlicher.“
Hintergrund:
In einem Vermerk des zuständigen Fachreferates des damaligen
Wirtschaftsministeriums aus dem Jahr 2007 heißt es:
„Nürburgring – Aufteilung Infrastrukturinvestitionen –
gewerbliche Investitionen
„Von der Nürburgring GmbH wurden über Frau (…) (FM)
Investitionsaufstellungen zum einen nach Gewerken, zum anderen nach
Komponenten, vorgelegt. In beiden Tabellen hat die Nürburgring GmbH
Infrastrukturanteile ausgewiesen, in der Summe rund 34,2 Mio. € von
135 Mio. €.
Als Basis der Förderung (…) gelten solche Vorhaben als
Infrastrukturinvestitionen (z.B. Gewerbegebietserschließung bei der
gewerblichen Infrastruktur oder Premiumwanderwege, Touristinfos bei
der touristischen Basisinfrastruktur) die von kommunalen bzw.
mehrheitlich kommunalen Trägern auf öffentlichem Gelände ausgeführt
werden. Der Träger darf nicht auf Gewinnerzielung ausgerichtet
sein. Es darf keine Wettbewerbsverzerrung gegenüber anderen
privaten Anbietern entstehen.
Somit kämen für eine eventuelle Förderung im Rahmen des
Referates 8301 lediglich die rd. 5,5 Mio. € für Infrastruktur
(Kanal, verkehr) in Frage, soweit die Kosten förderfähig wären.
Betrachtet man die vorliegenden Investitionen jedoch bezüglich
ihrer ‚Gewerblichkeitsferne‘, d.h. es gilt als unwahrscheinlich,
dass es privater Unternehmer diese Investitionen durchführt, so
könnte man einen weiter gefassten Infrastrukturbegriff definieren.
(…) Bezogen auf die vorliegende Komponentenliste hieße dies,
Infrastrukturanteile könnten vorhanden sein bei den Positionen
Verwaltung, Boulevard, Welcome Center. (…)
Damit läge der Infrastrukturanteil bei rd. 28,82 Mio. €.“ Der
Vermerk wurde wenige Tage später „wie gerade mit Herrn Sts Kühl
besprochen“ an das Finanzministerium und von dort an den Sprecher
der Geschäftsführung der Investitions- und Strukturbank,
Metternich, weitergeleitet.
Die entsprechenden Dokumente wurden im Untersuchungsausschuss
„Nürburgring GmbH“ in öffentlicher Sitzung verlesen.
Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz,
Mainz www.cdufraktionrlp.de
26.07.2012
Grüne im Nürburgring-Sumpf
MAINZ- Medienberichten zufolge
gab es bereits im Jahr 2010 Hinweise auf das bevorstehende
Millionendebakel am Nürburgring. Für die rheinland-pfälzische FDP
sind die neu aufgetauchten Papiere ein Beleg dafür, dass SPD und
Grüne nach wie vor nicht zu einer offenen und transparenten
Aufbereitung der Nürburgring-Affäre bereit sind. "Wenn Ernst &
Young für viel Geld Papiere für die landeseigene Nürburgring GmbH
schreibt, dann werden diese auch in der Landesregierung gelesen",
sagte der rheinland-pfälzische FDP-Vorsitzende, Dr. Volker Wissing.
Für ihn hat der Skandal um den Nürburgring damit eine andere
Dimension erreicht.
"Während Kurt Beck noch im Landtagswahlkampf behauptete, dass der
Nürburgring auf dem Weg zu einem Erfolgsmodell sei, verfügte die
Landesregierung bereits über deutliche Warnungen über das
bevorstehende Millionendebakel", so Wissing. Es gebe eigentlich nur
zwei Möglichkeiten: der Ministerpräsident hatte Kenntnis von diesen
Informationen, dann habe er die Öffentlichkeit belogen und müsse
zurücktreten. Oder aber er hatte keine Kenntnis davon, dann sei er
offensichtlich mit der Führung der Regierungsgeschäfte überfordert
und damit ebenfalls nicht mehr tragbar. Vieles deute aber darauf
hin, dass Ministerpräsident Kurt Beck die Bürgerinnen und Bürger
über die prekäre Lage am Nürburgring bewusst in Unkenntnis gelassen
habe.
Aus Sicht der rheinland-pfälzischen FDP gerate auch die grüne
Wirtschaftsministerin, Eveline Lemke, durch die jetzt bekannt
gewordenen Papiere unter Druck. "Es ist kaum vorstellbar, dass Frau
Lemke von solch brisanten Analysen, die in ihrem Haus vorhanden
sein müssten, keine Kenntnis hat", so Wissing. Die Veröffentlichung
dieser Papiere zeige aber, dass die Grünen am Nürburgring schon
längst mit der SPD gemeinsame Sache machten. In der Opposition
Paulus, in der Regierung Saulus, umschrieb der FDP-Vorsitzende den
grünen Politikwechsel am Nürburgring. "Die Menschen haben von den
Grünen Aufklärung erwartet und eine grüne Wirtschaftsministerin
bekommen, die sich an den Täuschungsmanövern der SPD aktiv
beteilige.
Nach den nun vorliegenden Informationen sei die rot-grüne
Dolchstoßlegende, der zufolge einzig die EU die Verantwortung für
das Insolvenzverfahren trage, vollends unhaltbar und der rot-grüne
Täuschungsversuch offenkundig. Zur Insolvenz kam es nicht, weil die
EU Beihilfen verweigert hat. Die Insolvenz war notwendig, weil die
Beck'sche Amüsiermeile am Nürburgring dauerhaft Verluste statt
Gewinne produzierte, so Wissing. Es gehöre zur politischen
Ehrlichkeit, Ursachen auch offen zu benennen, statt wie SPD und
Grüne anderen die Verantwortung zuzuschieben. Die Grünen seien am
Nürburgring nicht mehr Aufklärer, sondern Komplizen der SPD.
"Wirtschaftsministerin Lemke steht bereits mit beiden Füßen fest im
Beck'schen Nürburgringsumpf", sagte der Liberale.
FDP
Rheinland-Pfalz, Mainz, Pressestelle www.fdp-rlp.de26.07.2012
Schweitzer: Bundesverfassungsgericht setzt schwarz-gelbem Irrweg ein Ende
Zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur
Neuordnung des Wahlrechtes erklärt der Generalsekretär der
rheinland-pfälzischen SPD, Alexander Schweitzer:
"Es ist bedauerlich dass die schwarz-gelbe Mehrheit im Bundestag
der Versuchung erlegen war, im Alleingang ein interessengeleitetes
Wahlrecht durchzusetzen. Ich begrüße es daher sehr, dass das
Urteil des Bundesverfassungsgerichts diesem Irrweg ein Ende
setzt."
Das Gericht hat entschieden, dass die Wahlrechtsreform vom
Dezember 2011, die von der schwarz-gelben Regierung im Alleingang
beschlossen wurde, verfassungswidrig ist. Das
Bundeswahlgesetz muss jetzt von der Bundesregierung schnell
nachgebessert werden, so dass die Neuregelung schon bei der
Bundestagswahl im Herbst 2013 gilt.
Dazu sagt Schweitzer: "Die Entscheidung der Verfassungsrichter
stärkt das Vertrauen in die parlamentarische Demokratie.
Schwarz-Gelb muss erneut blamiert den Heimweg aus Karlsruhe
antreten." SPD-Landtagsfraktion,
Mainz, Pressestelle www.spdfraktion-rlp.de
26.07.2012
Kapitalvernichtung à la Kurt Beck
MAINZ- Medienberichten
zufolge, drohen den rheinland-pfälzischen Steuerzahlerinnen und
Steuerzahlern durch das rot-grüne Nürburgring-Abenteuer zusätzliche
Belastungen in Höhe von 300 Mio. Euro. Die für rund 330 Mio. Euro
von Ministerpräsident Kurt Beck geförderten Anlagen sind dem
Bericht zufolge nur noch rund 100 Mio. Euro wert. Der
rheinland-pfälzische FDP-Vorsitzende, Dr. Volker Wissing, hält
deshalb einen Rücktritt des Ministerpräsidenten für unausweichlich:
"Der Ministerpräsident hat dem Land Rheinland-Pfalz die
finanzpolitische Handlungsfähigkeit genommen."
Die Zahlen zeigten, wie wichtig es gewesen sei, dass die
Europäische Union den Beck'schen Freizeitpark-Plänen ein Ende
bereitet habe. "Ohne die EU würden SPD und Grüne heute weitere
Millionen in ein Fass ohne Boden stecken", kritisierte Wissing. Die
Uneinsichtigkeit der grünen Wirtschaftsministerin, die nicht einmal
ein Fehlverhalten der Landesregierung zu erkennen vermag, zeige
deutlich, dass die rot-grüne Landesregierung unfähig ist, die
Geschicke am Ring zu wenden. "Die rheinland-pfälzischen Bürgerinnen
und Bürger müssen der EU-Kommission dankbar sein, dass sie die
Notbremse gezogen hat. Ansonsten wäre die Schadenssumme noch höher
geworden", so Wissing. Die grüne Wirtschaftsministerin stehe mit
ihrem Persilschein für die Nürburgringpolitik der Landesregierung
für einen Totalausfall der Grünen in Regierungsverantwortung.
"Unglaubwürdiger als diese grüne Wirtschaftsministerin kann eine
Politikerin kaum sein", so Wissing.
Der kontinuierliche Informationsfluss aus dem inneren Machtbereich
der Landesregierung zeige deutlich, dass die Zerfallsprozesse
bereits im Zentrum der Macht eingesetzt haben. Ministerpräsident
Beck entgleiten in der von ihm selbst verursachten Krise die Dinge,
stellte der rheinland-pfälzische FDP-Vorsitzende fest. Dabei
bräuchte das Land gerade jetzt eine handlungsfähige
Landesregierung, die sich nicht vorrangig mit internen
Machtspielchen beschäftige, so Wissing.
In Anbetracht der Dimension des Millionenschadens, den
Ministerpräsident Kurt Beck dem Land Rheinland-Pfalz zugefügt habe,
sei ein Rücktritt eine politische Selbstverständlichkeit.
"Ministerpräsident Beck war bei anderen stets schnell mit
Rücktrittsforderungen bei der Hand, jetzt, wo es um ihn selbst
geht, zeigt sich, wie wenig er seinen eigenen Ansprüchen gerecht
wird", so Wissing. Rheinland-Pfalz müsse derzeit die
Selbstdemontage eines ehemals verdienten Ministerpräsidenten mit
ansehen, der weder seinem Land noch seiner Partei die Chance eines
Neuanfangs gebe.
FDP Rheinland-Pfalz, Mainz, Pressestelle www.fdp-rlp.de24.07.2012
Vorläufiger Gläubigerausschuss tagt in Bad Neuenahr-Ahrweiler
Christian Baldauf: Land darf Amtsgericht und Gläubiger
nicht unter Druck setzen
Wie in der aktuellen Ausgabe der ‚RHEINPFALZ’ berichtet, soll
bereits heute der vorläufige Gläubigerausschuss des Nürburgrings
zusammenkommen. Laut Zeitungsinformationen ist das Amtsgericht in
Bad Neuenahr-Ahrweiler nach dem Willen des Landes und dessen
Anwälten dazu angehalten, möglichst schnell über die Eröffnung des
Verfahrens zu entscheiden und eine Insolvenz in Eigenverwaltung
anzuordnen. Dazu erklärt der stellvertretende Vorsitzende der
CDU-Landtagsfraktion, Christian Baldauf:
„Ganz offensichtlich macht sich in der rheinland-pfälzischen
Landesregierung Aufregung und Nervosität breit. Eigentlich sind die
Herren Beck, Lewentz, Kühl und auch Fraktionschef Hering eher dafür
bekannt, dass sie Schwierigkeiten bis zuletzt aussitzen, doch jetzt
kann es augenscheinlich nicht schnell genug gehen. So soll das
zuständige Amtsgericht in Bad Neuenahr-Ahrweiler schleunigst über
die Eröffnung des Verfahrens entscheiden. Zudem werden
offensichtlich die Gläubiger dazu gedrängt, einem Insolvenzvertrag
in Eigenverwaltung zuzustimmen. Ministerpräsident Beck, Lewentz,
Kühl und Hering setzen die Gläubiger des Nürburgrings sowie das
zuständige Amtsgericht massiv unter Druck.
Einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung muss mit großer
Skepsis entgegengetreten werden, schließlich bleibt der Einfluss
der Landesregierung am Nürburgring weiterhin zu groß. Eine
Offenlegung aller Fakten kann nur dann gewährleistet werden, wenn
es zu einem normalen Insolvenzverfahren kommt. Das ist der richtige
Weg. Würde sich die Landesregierung für einen solchen Schritt
entscheiden, könnte sie für vollständige Transparenz sorgen.
Stattdessen soll aber weiterhin vertuscht werden.
Der Hinweis, dass aufgrund vertraglicher Fristen für
Großveranstaltungen jetzt schnell gehandelt werden muss, ist nicht
mehr als eine durchschaubare Ausrede. Auch bei einem normalen
Insolvenzverfahren ist der Insolvenzverwalter dazu verpflichtet,
Verträge zukunftsorientiert und gewinnbringend abzuschließen. Für
Beck, Lewentz, Hering und Kühl ist die Insolvenz in Eigenverwaltung
allerdings der sicherste Weg, um frühere Fehler auch zukünftig zu
verschleiern“, so Christian Baldauf. Presseinformation der
CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz, Mainz www.cdufraktionrlp.de
24.07.2012
Ein Thema beherrscht heute die Rheinland-Pfälzer: Die “Pleite” des Nürburgrings und ihre Folgen für die Politik im Lande
Lesen Sie dazu unseren Kommentar von Gerhard
Cantzler
Was viele schon lange kommen sahen und was Kurt
Beck stets entrüstet von sich wies - jetzt ist es also passiert:
Die landeseigene Nürburgring GmbH muss Insolvenz anmelden. Das
Lieblingsprojekt des Ministerpräsidenten, das er in Zeiten der
Alleinregierung seiner SPD gegen die Warnungen so vieler Experten
durchgepaukt hat - es ist am Ende - ist auf der Rennstrecke in der
Eifel zerschellt. Zu Ende ist damit aber auch ein Weg, der schon
seit Jahren bei Beobachtern nur noch Kopfschütteln und
Unverständnis hervorrief: Wo war der einst so vielgerühmte
politische Instinkt von Kurt Beck, als er sich glauben machen ließ,
man müsse nur genügend Geld in die Hand nehmen und es in Stahl und
Beton verbauen - dann würden die Menschen schon auch aus weiter
Ferne und das ganze Jahr über in eine Gegend reisen, wo sich auch
heute noch Fuchs und Hase ‘gute Nacht’ sagen - wenn sie nicht
gerade durch das Brüllen von Renn-Motoren dabei gestört werden -
nur um sich dort in einem ebenso teuren wie gigantischen
Freizeitpark zu vergnügen, wo es an immer mehr Orten in Deutschland
doch solche Parks bereits längst gibt?
Denn während solche Einrichtungen andernorts in
verkehrtechnisch weitaus günstigerer Lage um die Besucher buhlen,
fehlt es in der Eifel noch immer an einer vernünftigen
Verkehrsanbindung: Da gibt es keine Autobahn, die dicht an den
Nürburgring heranführt - da gibt es keine öffentlichen
Verkehrsmittel, die die Menschen aus den großen Ballungszentren im
Rhein-Main-Gebiet und in der Kölner Bucht, aus Belgien und aus den
Niederlanden in überschaubarer Zeit an den “Ring” bringen. Hat Kurt
Beck nie versucht, auch einmal im Winter - und nicht nur zur
Formel-1-Zeit im Hochsommer - mit dem Auto zum Nürburgring zu
gelangen? Dann hätte er wissen müssen, dass dies an vier bis fünf
Monaten im Jahr das Risiko in sich trägt, von Wintereinbrüchen
überrascht zu werden und nur noch unter großen Mühen wieder in die
“Zivilisation” zurückzufinden.
Unter solchen Voraussetzungen eine solche auf
ganzjährigen Betrieb ausgelegte Fehlentscheidung zu treffen, ist
aber nur die eine Sache - angemessen damit umzugehen, wenn der
Fehler nicht mehr zu vertuschen geht, ist die andere. Da wurden von
einem veritablen Finanzminister zur Abwendung sich abzeichnender
Großverluste Kreditverhandlungen mit windigen Kreditvermittlern
geführt, die letztlich diesen Minister - ein Professor gar - sein
Amt und seinen politischen Kopf kosteten - da wurde, als niemand
mehr für das völlig überzogene Projekt auch nur noch einen Cent
setzen wollte, zwei “Geschäftspartner” ins Boot gehievt, die
offensichtlich nur noch nach dem Motto verfuhren “Wenn sich am
Nürburgring schon so viele ‘bedient’ haben - warum dann nicht auch
wir? Denn wenn Ernst & Young in einem jetzt vorliegenden
Sachverständigen-Gutachten den Wert des Nürburgrings nur auf knapp
150 Millionen Euro schätzt, die Verbindlichkeiten der GmbH sich
derzeit aber schon auf fast 400 Millionen Euro summieren, dann darf
die Frage erlaubt sein: Wohin ist die Differenz zwischen Objektwert
und Verbindlichkeiten geflossen?
Mit dem heutigen Tag hat die rot-grüne
Landesregierung jedem Bürger im Lande - vom Baby bis zum Greis -
rund 100 Euro zusätzlicher Schulden aufgeladen - 400 Millionen Euro
insgesamt, Schulden, die sich ganz schnell noch weiter erhöhen
können - 400 Millionen, die nun nicht mehr für anderes, z.B. für
dringend notwendige Lehrer- Professoren- und Polizistenstellen
ausgegeben werden können.
Doch Einsicht in die Verantwortlichkeit für dieses
Debakel ist die Sache von Kurt Beck nicht: Er hat heute nun die
EU-Kommission als Sündenbock ausgemacht, die doch nichts weiter
getan hat, als die Spielregeln durchzusetzen, die für solche
öffentlich finanzierten Projekte europaweit gelten. Ihr sollten die
Bürger im Lande deshalb im Gegenteil sogar dankbar sein für die
rote Ampel, die sie jetzt vor den Mainzer Finanzgewaltigen
aufgerichtet haben, um zu verhindern, dass die Bürger noch weiter
mit unverantwortlichen Ausgaben für Kurt Becks Spielzeug belastet
werden.
Und noch eines, liebe Leserin, lieber Leser: Die
Grünen - zu Beginn der Entscheidungsprozesse um den Ring-Ausbau
noch die schärfsten Gegner des Projektes in der Eifel, jetzt aber
schon seit gut einem Jahr in einer Koalition mit Kurt Becks SPD -
sie empören sich plötzlich nicht mehr über den eigentlichen Skandal
- die sinn- und planlose Geldverschwendung am Nürburgring, sondern
sie lassen sich statt dessen vom Ministerpräsidenten willig auf den
Nebenkriegsschauplatz führen, wo die eigentlich Verantwortlichen in
Mainz hoffen, zumindest vorübergehend noch eine sichere Deckung zu
finden.
Die Stellungnahmen der Landesparteien zum
Nürburgring lesen Sie bitte in den nachfolgenden Artikeln.
Nürburgring-Pleite
Hans-Josef Bracht: Landtagspräsident verhindert zeitnahe
Debatte
Wie aus dem Landtag verlautet, ist als Termin für die
Sondersitzung zur Nürburgringpleite der 1. August 2012 vorgesehen.
Der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion,
Hans-Josef Bracht, hält diese Terminierung aus Sicht für zu spät.
Die Regierungsmehrheit scheint von dem Desaster am Nürburgring so
überrascht zu sein, das sie offenbar erst einmal Zeit gewinnen
muss.
„Die CDU-Fraktion ist trotz Sommerpause jederzeit bereit, eine
Sondersitzung noch im Juli abzuhalten. Und auch die Bürgerinnen und
Bürger sind fassungslos und erwarten zu Recht eine zeitnahe
Debatte.
Der Landtagspräsident hat aber in enger Abstimmung den
Regierungsfraktionen exklusiv einen Termin vorgeschlagen, der
ausschließlich der Interessenlage der Verursacher des Desasters zu
Gute kommt. Die Forderung der CDU-Fraktion nach einer zeitnäheren
Sitzung wurde bei Seite gewischt. Ein Landtagspräsident muss aber
für alle Fraktionen des Parlaments da sein. Hier könnte er sich bei
Bundestagspräsident Lammert ein Beispiel nehmen.
Eine frühere Debatte wäre auch deshalb notwendig, weil im
Zusammenhang mit dem anstehenden Insolvenzverfahren wichtige
Entscheidungen zu treffen sind, die unmittelbare Auswirkungen auf
die zukünftigen Entwicklungen des Nürburgrings haben.“
Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz,
Mainz www.cdufraktionrlp.de
19.07.2012
Es ist feige, die Bundesregierung und die EU-Kommission in Haftung nehmen zu wollen
Julia Klöckner: Es ist feige, die Bundesregierung und
die EU-Kommission in Haftung nehmen zu wollen
Die Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Julia Klöckner MdL,
fordert von Ministerpräsident Beck und den zuständigen Ministern,
die volle Verantwortung für die Insolvenz am Nürburgring zu
übernehmen. Die Verantwortung nach Brüssel abzuschieben und die
Bundesregierung in Mithaftung zu nehmen, sei nicht nur feige,
sondern auch realitätsfremd:
„Jetzt wird es nur noch peinlich für die Landesregierung.
Während Mitarbeiter, Region und Gläubiger sich zu Recht Sorgen um
ihren Arbeitsplatz, die Zukunft der Region und ihr Geld machen, hat
die Landesregierung noch nicht einmal die Größe, für das gerade zu
stehen, was sie selbst verbockt hat. Wenn der Ministerpräsident
betont, er habe in der Nürburgring-Angelegenheit mit der
Rückendeckung der Bundesregierung gehandelt, so ist dies nichts
weiter als ein misslungener Versuch, sich erneut aus der
Verantwortung zu stehlen. Die Bundesregierung hat nur die Aufgabe,
die Argumente des Landes nach Brüssel zu übermitteln. Dies ist von
Berlin aus geschehen.
Will der Ministerpräsident etwa leugnen, dass er von der
Bundesregierung auf die Schwierigkeiten hingewiesen worden ist?
Will der Ministerpräsident etwa behaupten, dass die Kanzlerin der
Meinung sei, die EU-Kommission hätte falsch gehandelt? Herr Beck
will sich hier der Beliebtheit der Bundeskanzlerin bedienen und
einen Schulterschluss in der Sache vorgaukeln, der so nicht gegeben
ist.
Die gestrigen Formulierungen von Ministerpräsident Beck gehen
deutlich zu weit. Herr Beck ist mit seinen Gehilfen - den
Herren Lewentz, Hering und Kühl - mit seinem Projekt in ein
selbstgemachtes Problem geraten. Und es ist unanständig, jetzt die
Bundesregierung als Kronzeugen zitieren zu wollen. Der
Ministerpräsident sollte froh sein, wenn ihm jemand aus seinem
Schlamassel raushelfen will, aber gerade stehen muss er für die
eigenen Fehler schon selbst.
Das Problem liegt auch nicht in Brüssel, es liegt darin, dass
die Landesregierung europarechtswidrig gehandelt hat. Denn
Rettungsbeihilfen können immer nur einmal gezahlt werden. Bei einer
weiteren Unterstützung der Nürburgring GmbH läge eine rechtswidrige
Dauersubventionierung vor. Der Ministerpräsident muss deshalb damit
gerechnet haben, dass keine weiteren Gelder zur Verfügung gestellt
werden können.
Die Kommission ist verpflichtet, nach europäischem Recht zu
handeln. Die durch Beck und Co kritisierte Verzögerung ist nur und
ausschließlich durch die Landesregierung selbst verschuldet. Die
Entscheidung der EU-Kommission nun in Frage zu stellen, zeugt von
einem merkwürdigen Rechtsverständnis von Rot-Grün. Ebenso die
Behauptungen, die CDU hätte in Brüssel für den Stimmungsumschwung
gesorgt. Das entspricht wohl dem Politikverständnis des Herren
Ministerpräsidenten, einfach bei Institutionen anzurufen und sie
gefügig machen zu wollen. Das soll er aber bitte nicht auf andere
übertragen“, so Julia Klöckner. Presseinformation der
CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz,
Mainz www.cdufraktionrlp.de
19.07.2012
EU bewahrt die Grünen vor Blamage
MAINZ- Noch im Oktober 2010 begrüßten die
rheinland-pfälzischen Grünen das stringente Vorgehen der EU im
Nürburgring-Beihilfeverfahren gegen das Land Rheinland-Pfalz. Die
grüne Europa-Abgeordnete, Franziska Brantner, warnte in einer
Presseerklärung davor, dass es zu einer "ernsthafte(n)
Kollision(en) mit dem EU-Recht im Hinblick auf öffentliche
Beihilfe“ kommen könne. Die Grüne warnte, dass es sich um eine
unerlaubte Dauersubvention handle und die damalige
Landesvorstandssprecherin der Grünen, Eveline Lemke, betonte, dass
sie schon seit Jahren auf die Missstände hinweise. Heute wollen die
rheinland-pfälzischen Grünen davon nichts mehr wissen und
kritisieren die EU dafür, dass diese genau das getan hat, was die
Grünen stets gefordert haben, nämlich die Dauersubvention zu
beenden.
Die rheinland-pfälzischen Liberalen attestieren den Grünen in
der Nürburgring-Affäre einen Totalausfall. „Vom Wachhund in der
Opposition sind die Grünen zum Schoßhund in der Regierung
geworden“, kommentiert der rheinland-pfälzische FDP-Vorsitzende,
Dr. Volker Wissing, die 180-Grad-Wende der Grünen. Diese hätten als
Korrektiv in der Landesregierung versagt. „Es war die EU, welche
die Bürgerinnen und Bürger vor immer neuen Subventionsmillionen für
den Nürburgring bewahrt hat, ganz bestimmt nicht die
rheinland-pfälzischen Grünen“, so Wissing. Die Kritik der
rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerin, Eveline Lemke, sei in
der Sache falsch und in Anbetracht der grünen Forderungen zu
Oppositionszeiten scheinheilig.
Wissing warf Lemke vor, noch hinter Ministerpräsident Kurt Beck
zurückzufallen. Während Ministerpräsident Kurt Beck zumindest
Fehler eingestehe und sage, dass man heute vieles anders machen
würde, behaupte die grüne Wirtschaftsministerin ernsthaft, dass man
keine Fehler gemacht habe. Damit stehe sie selbst innerhalb der
Landesregierung alleine da.
Die grüne Wirtschaftsministerin habe sich in der
Nürburgringaffäre vor allem durch ihren übereifrigen,
vorauseilenden Gehorsam gegenüber dem Ministerpräsident und der SPD
hervorgetan, inhaltlich stünde sie aber für den grünen Totalausfall
am Nürburgring. Die Grünen hätten am Nürburgring ihre Unschuld
verloren und stünden nun auch in der politischen Verantwortung für
die zu erwartenden Millionenverluste. „Wenn das Land nun aufgrund
des Millionendesasters am Ring bei der Bildung, der Infrastruktur,
der Sicherheit und anderen zentralen Aufgaben spart, ist das grüne
Politik“, betonte der rheinland-pfälzische FDP-Vorsitzende. FDP
Rheinland-Pfalz, Mainz, Pressestelle www.fdp-rlp.de
19.07.2012
Politische Insolvenz für Beck, Lewentz, Hering und Kühl
Julia Klöckner: CDU-Landtagsfraktion wird Sondersitzung
des Landtags beantragen
Anlässlich des heutigen Eingeständnisses des
rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten, dass die Nürburgring
GmbH unmittelbar vor einer Insolvenz steht, erklärt die Vorsitzende
der CDU-Landtagsfraktion, Julia Klöckner:
"Wir sind in großer Sorge um den Nürburgring und die Region rund
um den Ring. Heute musste Rot-Grün die Katze aus dem Sack lassen.
Wäre der Ministerpräsident ein Privatunternehmer, würde der
Volksmund ihn als Bankrotteur bezeichnen. Die Entwicklungen am
Nürburgring sind aber nicht einfach in Geheimsitzungen des
Kabinetts und einer Pressekonferenz abzuarbeiten, die
CDU-Landtagsfraktion wird deshalb hierzu eine Sondersitzung des
Landtages beantragen. Dabei wird es auch um die politische
Insolvenz für die Herren Beck, Lewentz, Hering und Kühl gehen. Dort
müssen sich die Verantwortlichen für den endgültigen Kollaps am
Nürburgring erklären.
Die Schuld für das eigene Versagen nun wieder bei anderen zu
suchen, das konnte die Staatskanzlei schon immer gut. Dass der
Ministerpräsident nun Brüssel für die neuen Entwicklungen
verantwortlich machen will, ist nicht nur ein schlechtes, sondern
auch ein ungeeignetes Ablenkungsmanöver. Sonntags redet die SPD
zwar gerne staatsmännisch für die EU und will den guten Europäer
geben. Aber mittwochs schickt die SPD die EU als bösen Buben vor.
Das ist eine billige und unwürdige Nummer.
Wir erinnern uns sehr gut daran, dass die rheinland-pfälzische
Landesregierung bei der Beantwortung der Fragen die EU-Kommission
in Brüssel selbst immer wieder um Fristverlängerungen gebeten hat
und Monate unnötig verstreichen mussten. Die eingetretene
Verzögerung fällt also auf die Herren Beck, Lewentz, Kühl und Frau
Lemke zurück.
Und es zeugt von einem merkwürdigen Rechtsverständnis der
EU-Kommission zu unterstellen, sie beschneide den Rechtsschutz. In
Brüssel wird nach gültigem EU-Recht gehandelt. Die Landesregierung
hätte sich hier besser vorher schlau gemacht. Brüssel schiebt nun
dem unheilvollen Verschleierungs-System Beck, Lewentz und Co. den
Riegel vor. Das ist gut für den Steuerzahler. Nur traurig, dass es
so weit kommen musste."
Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion
Rheinland-Pfalz, Mainz www.cdufraktionrlp.de
18.07.2012
Die Fraktionen von SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wollen Sondersitzung zum Thema Nürburgring
Anlässlich der heutigen Pressekonferenz der Landesregierung zur
bevorstehenden Insolvenz der Nürburgring GmbH erklären die
Parlamentarischen Geschäftsführer der Landtagsfraktionen von SPD
und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Barbara Schleicher-Rothmund und Nils
Wiechmann:
"Die Landtagsfraktionen von SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sind
der Auffassung, dass es wichtig und notwendig ist, Parlament und
Öffentlichkeit über die Insolvenz der Nürburgring GmbH und über die
Zukunft des Nürburgrings zu informieren. Es stellen sich
Detailfragen, die im Rahmen einer parlamentarischen Sondersitzung
beantwortet werden müssen. Deshalb halten wir eine solche
Sondersitzung noch in der Sommerpause für notwendig."
Die Vorsitzenden der beiden Landtagsfraktionen, Hendrik Hering
und Daniel Köbler erklären: "Die Insolvenz der Nürburgring GmbH ist
zwangsläufige Konsequenz aufgrund der Nichteinhaltung des
Pachtvertrages durch die Pächter und der Nichtentscheidung der EU
bezüglich der Rettungsbeihilfen."
Bezugnehmend auf die Äußerungen der CDU, die Kritik der
Landesregierung an der EU sei eine Unverschämtheit, erwidern Hering
und Köbler: "Die Bundesregierung vertrat während der Verhandlungen
mit der EU die gleiche Auffassung wie die Landesregierung, deren
Position sie getragen und gestützt hat. Der rheinland-pfälzischen
CDU ist dies in ihrem Eifer wohl entgangen."
SPD-Landtagsfraktion, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Mainz,
Pressestelle
18.07.2012
EU musste Kurt Beck zur Vernunft zwingen
MAINZ- Die Einleitung
eines geordneten Insolvenzverfahrens am Nürburgring ist aus Sicht
der rheinland-pfälzischen FDP ein schmerzhafter aber notwendiger
Schritt. "Die EU hat die Verluste für die rheinland-pfälzischen
Steuerzahlerinnen und Steuerzahler begrenzt", sagte der Vorsitzende
der rheinland-pfälzischen FDP, Dr. Volker Wissing, zu der Weigerung
Brüssels, die von der rot-grünen Landesregierung geforderten
Rettungsbeihilfen zu genehmigen. "Wäre es nach Kurt Beck gegangen,
wären die Steuermillionen endlos in das Fass ohne Boden geflossen",
kritisierte Wissing. Die bittere Erkenntnis sei, dass es der
Unterstützung aus Brüssels bedurfte, um die Steuerzahler vor
weiterer Geldverschwendung durch den Ministerpräsidenten zu
schützen. Insgeheim dürfte die rot-grüne Landesregierung
erleichtert sein, dass Brüssel ihr das Problem abgenommen
habe.
"Ein Projekt, das vom Land 13 Mio. Euro Rettungsbeihilfen benötigt,
damit die privaten Pächter einen Gewinn von 6,5 Mio. Euro
erwirtschaften können, ist nicht an der EU gescheitert, sondern am
Versagen der Projektverantwortlichen", so Wissing. Wenn die
Landesregierung nun versuche, den schwarzen Peter an die EU
weiterzugeben, sei das grotesk. Die EU habe die Verluste für die
rheinland-pfälzischen Bürgerinnen und Bürger begrenzt. Ansonsten
hätte die rot-grüne Landesregierung immer weitere Millionenhilfen
nachgeschoben und immer höhere Schuldenberge aufgetürmt.
Nur die Gigantomanie des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten,
der sich über alle wirtschaftlichen Bedenken hinweggesetzt habe,
sei entscheidend für das Nürburgringdebakel der rot-grünen
Landesregierung. "Die Pharaonen haben sich Pyramiden in den
Wüstensand, Kurt Beck den Nürburgring in die Eifel gestellt", so
Wissing.
Er erneuerte seine Forderung nach einem Rücktritt des
rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten. Dieser haben dem Land
und seinen Bürgerinnen und Bürger einen enormen Schaden zugefügt.
"An den Schulden die Kurt Beck am Nürburgring aufgetürmt hat,
werden noch Generationen zu leiden haben", so Wissing. Der
rheinland-pfälzische Ministerpräsident habe sich mit seinem
verantwortungslosen Umgang mit Steuergeldern über die Landesgrenzen
hinaus zu einer Symbolfigur für Steuerverschwendung gemacht.
"Der Insolvenzverwalter wird am Nürburgring kommen, Kurt Beck muss
gehen", erneuerte der FDP-Politiker seine
Rücktrittsforderung.
FDP Rheinland-Pfalz, Mainz, Pressestelle www.fdp-rlp.de18.07.2012
Nürburgring: Der Insolvenzverwalter kommt, Kurt Beck muss gehen
MAINZ- Die Rhein-Zeitung
berichtet, dass die Nürburgring GmbH pleite ist, nachdem die
EU-Kommission weitere Beihilfen des Landes an die Gesellschaft
nicht mehr genehmigen will. Unter Verstoß gegen das Beihilferecht
wollten SPD und Grüne die Nürburgring GmbH mit rund 13 Mio. Euro
zusätzlichen Steuergeldern unterstützen und die Zinszahlungen für
den 330-Mio.-Euro-Kredit der Investitions- und Strukturbank
stunden. Das Nein der EU-Kommission macht den verzweifelten
Rettungsplänen nun einen Strich durch die Rechnung. "Das
Vermächtnis von Ministerpräsident Kurt Beck an die Bürgerinnen und
Bürger des Landes Rheinland-Pfalz ist damit ein gigantischer
Schuldenberg", kommentierte die rheinland-pfälzische FDP den
Bericht.
Die EU habe mit ihrer Entscheidung die rheinland-pfälzischen
Bürgerinnen und Bürger vor weit Schlimmerem bewahrt. "Die
beantragten Hilfen für die Nürburgring GmbH hätten das Problem
nicht gelöst, sondern das Elend verlängert", sagte der
rheinland-pfälzische FDP-Vorsitzende, Dr. Volker Wissing. SPD und
Grüne hatten nie ein Konzept, wie sie die Rennstrecke zum Erfolg
führen könnten, deshalb wären weitere Beihilfen in einem Fass ohne
Boden verschwunden. "Die beantragten Beihilfen sollten vor allem
dazu dienen, das Scheitern der Regierung Beck zu kaschieren", so
Wissing. Die EU zwinge SPD und Grüne nun, sich ehrlich zu
machen.
Nachdem die EU den von SPD und Grünen verbreiteten Beihilfeschleier
aufgelöst habe, biete sich ein Bild des Schreckens. "Von den
Werten, die am Nürburgring mit dem Geld der Steuerzahler geschaffen
wurden, ist nur noch ein Bruchteil vorhanden", so Wissing. Selbst
bei einem vollständigen Verkauf könnte das Land auf rund 287 Mio.
Euro Schulden sitzen bleiben. Im schlimmsten Fall gehe der
Nürburgring an einen Insolvenzverwalter über, der dann die Reste
des Beck'schen Gigantismus beseitigen müsse. "Wenn der
Insolvenzverwalter kommt, muss Kurt Beck gehen", forderte
Wissing.
Ministerpräsident Kurt Beck müsse für sein Scheitern und den
enormen Schaden, den er dem Land zugefügt habe, die politische
Verantwortung übernehmen und zurücktreten. Wissing warnte die
rheinland-pfälzische SPD davor, Kurt Beck als politische Bad Bank
im Amt zu halten, um ihm die Verantwortung für weitere
Fehlleistungen der rot-grünen Landesregierung zuzuschieben und dann
auf einen Neuanfang zu spekulieren. "Die Menschen haben kein
Verständnis mehr für die politischen Taktierereien der SPD; sie
wollen endlich, dass derjenige, der die Verantwortung hat, diese
auch übernimmt", so Wissing.
"Das Scheitern der Regierung Beck am Ring wird als Symbol für die
Schwäche sozialdemokratischer Wirtschaftspolitik in die deutsche
Geschichte eingehen. Wer die Marktwirtschaft derart missachtet,
erntet nichts als Schulden", erklärte Wissing. Traurig sei, dass
all die vergeudeten Millionen an rheinland-pfälzischen Schulen und
Hochschulen fehlten. Keine Regierung zuvor habe das Land so sehr
geschwächt.
FDP Rheinland-Pfalz, Mainz, Pressestelle17.07.2012
Nürburgring vor der Pleite
Julia Klöckner: Stellt die EU die politische Insolvenz
von Beck, Lewentz, Hering und Kühl fest?
Nach den heutigen Pressemeldungen, wonach die EU-Kommission die
der Nürburgring GmbH durch die ISB gewährte Zinsstundung als
unerlaubte Beihilfe verbietet, erklärt die Fraktionsvorsitzende der
CDU im Landtag Rheinland-Pfalz, Julia Klöckner:
„Das Versteckspiel der Landesregierung muss ein Ende haben, wann
kommen endlich alle Fakten auf den Tisch? Wenn die heutigen
Presseberichte zutreffen, bewahrheiten sich die schlimmsten
Befürchtungen:
Die Insolvenz der nahezu landeseigenen Nürburgring GmbH steht
unmittelbar bevor. Die immer wieder neuen und undurchsichtigen
Alleingänge der Landesregierung haben dann zum endgültigen Kollaps
geführt. Nachdem Ministerpräsident Beck und seine Minister der
Öffentlichkeit schon so oft vorgegaukelt haben, dass am Nürburgring
gar nicht alles so schlimm sei, ist das heutige – ohnehin nur
halbherzige – Dementi der Landesregierung nicht mehr glaubhaft.
Seit 2007 hat die Landesregierung keines ihrer „Versprechen“
gehalten, im Gegenteil: Sie hat sogar noch diejenigen beschimpft
und verhöhnt, die auf Aufklärung, Transparenz und Augenmaß gedrängt
haben. Die Öffentlichkeit und das Parlament wurden konsequent und
gezielt getäuscht. Beck, Lewentz, Hering und Kühl haben einen
enormen Vermögensschaden für das Land und seine Bürgerinnen und
Bürger erzeugt.
Dabei haben sie gegen bzw. ohne den Rat der Fachbeamten
gehandelt und damit in gravierender Weise Sorgfaltspflichten
verletzt. Mit der Konsequenz: Die Region und der Steuerzahler haben
nun das schmerzhafte Nachsehen.
Die Landesregierung muss nun zu den in der
Presseberichterstattung aufgeworfenen Fragen unverzüglich und
umfassend Stellung nehmen. Das erwarte ich auch als Vorsitzende der
großen Oppositionsfraktion. Es ist unverschämt, wie eine Regierung
hier selbstherrlich ihr Ding durchziehen will und das Parlament
ignoriert. Die CDU-Landtagsfraktion wird die Entscheidung aus
Brüssel und ihre Begründung abwarten, und dann die weiteren
parlamentarischen Schritte einleiten." Presseinformation der
CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz,
Mainz www.cdufraktionrlp.de
17.07.2012
Landes-FDP fordert ein Gesamtkonzept für geordneten Ausbau der Windenergie
Alle rheinland-pfälzischen Kommunen an windfall profits
beteiligen
Die FDP Rheinland-Pfalz fordert die Landesregierung auf, endlich
ein Gesamtkonzept für den für den Ausbau der Windenergie
vorzulegen. Hierzu gehöre einerseits der konzentrierte Ausweis
geeigneter Standorte für den Ausbau der Windenergie andererseits
eine Beteiligung aller rheinland-pfälzischen Kommunen an den
windfall profits, die den durch die Standortauswahl begünstigten
Gemeinden zufließen. Die Parlamentarische Arbeitsgruppe der
rheinland-pfälzischen FDP hat hierzu auf der Grundlage der
Beschlüsse des jüngsten Landesparteitages in Deidesheim ein Konzept
erarbeitet, bei dem die Konzentration nicht die Dezentralisierung
der Standorte Vorrang hat.
„Die FDP setzt auf eine Konzentration großer Windparks auf
zahlenmäßig begrenzte Flächen etwa entlang eines beidseitigen 350 m
breiten Korridors an den rheinland-pfälzischen Autobahnen. Diese
Flächen wären dazu als Vorranggebiete in der Fortschreibung des LEP
IV festzuschreiben“, so der FDP-Landesvorsitzende Volker
Wissing.
Nach Berechnungen der PAG-Arbeitsgruppe stehen in diesen
Autobahnpuffern etwa 24.000 ha zur Verfügung, die von der
Höhenlage und der Windhöffigkeit her die Voraussetzungen hierfür
erfüllen. Geeignet sind Autobahnen in allen Landesteilen. Zum
Beispiel die A1, A48, und A61 im nördlichen Rheinland-Pfalz bis zur
A6 oder der A62 im Süden des Landes.
Auch nach der Anhörung der Träger öffentlicher Belange für die
Fortschreibung des Landesentwicklungsprogramms (LEP IV) zum Kapitel
„Erneuerbare Energien“ kann erwartet werden, dass erhebliche
Nachbesserungen des betreffenden Teilplanes notwendig werden und
die politische Diskussion unvermindert anhält.
„Als zweiten Baustein des Konzeptes kann ich mir vorstellen,
dass die kommunale Familie insgesamt von den windfall profits der
durch die Standortauswahl begünstigten Kommunen profitiert und
somit einer Entsolidarisierung der kommunalen Familie
entgegengewirkt wird“, so Wissing.
Es sei z.B. sinnvoll, den Teil der Pacht- Einnahmen, der nicht
zur Finanzierung der jährlichen Nutzungskosten der Immobilie
benötigt wird, an einen kommunalen Entschuldungsfonds abzuführen.
Dadurch würde sichergestellt, dass die Einnahmen nicht zu
neuen kommunalen Ausgaben, sondern zum Abbau vorhandener
Verschuldung führen.
Der Vorschlag der FDP würde auch die Synchronisation zwischen
Standorten und Netzausbau erheblich erleichtern. Weiterhin seien
mit dem FDP-Konzept der Schutz anderer wichtiger Güter wie
Naturschutz, Landschaftsschutz, die Einhaltung der Abstandsgebote
zur Wohnbebauung als auch die Tourismuswirtschaft besser
gewährleistet. FDP Rheinland-Pfalz, Mainz,
Presse
17.07.2012
Creutzmann: Forschungsausschuss stimmt für weitere EU-Förderung der ERA

Der
Forschungsausschuss des Europäischen Parlaments hat heute in
Brüssel für die Beibehaltung der Grundförderung für die Europäische
Rechtsakademie (ERA) in Trier durch die EU gestimmt.
Jürgen Creutzmann, rheinland-pfälzischer Europaabgeordneter und
forschungspolitischer Sprecher der FDP-Delegation, hat sich
erfolgreich dafür eingesetzt, dass seine Fraktion für die
Beibehaltung der Grundförderung stimmte.
"Die ERA hat sich als praxisorientierte Fortbildungsstätte im
Bereich Europarecht durch die exzellente Qualität ihrer Leistungen
einen internationalen Namen gemacht. Mit der heutigen Abstimmung
ist uns ein erster Schritt gelungen, um auch in Zukunft die
Grundförderung durch die EU zu sichern. Wir Liberalen werden uns
dafür einsetzen, dass sich diese Position im laufenden
Gesetzgebungsverfahren durchsetzt."
Die EU-Kommission hatte vorgeschlagen, der Europäischen
Rechtsakademie in Trier ab 2014 die Grundförderung zu entziehen und
diese durch eine Projektförderung zu ersetzen. Statt bisher sechs
Bildungseinrichtungen im Rahmen des künftigen Programms "Erasmus
für alle" nur noch zwei europäische Hochschulen die Grundförderung
für den Zeitraum 2014-2020 erhalten: das Europa-Kolleg in Brügge
und das Europäische Hochschulinstitut in Florenz.
Die Abstimmung im mitberatenden Ausschuss für Industrie, Forschung
und Energie sendet ein wichtiges Signal für die Abstimmung im
federführenden Ausschuss für Kultur und Bildung im November. Auch
der Rat der Bildungsminister hat sich im Mai für die Beibehaltung
der Betriebskostenzuschüsse durch die EU ausgesprochen. Für die
endgültige Verabschiedung des Programms müssen sich Parlament,
Mitgliedstaaten und Kommission auf einen gemeinsamen Text einigen.
Jürgen Creutzmann, MdEP, Pressemitteilung jurgen.creutzmann@europarl.europa.eu
www.juergen-creutzmann.de12.07.2012
FDP Rheinland-Pfalz fordert sofortige Überarbeitung des rheinland-pfälzischen Meldegesetzes
MAINZ- Nach der Kritik
von SPD und Grünen an der Reform des Meldegesetzes, fordert die
rheinland-pfälzische FDP die Landesregierung auf, den Handel mit
Daten der Bürgerinnen und Bürger in Rheinland-Pfalz umgehend zu
unterbinden. „SPD und Grüne haben klar gesagt, dass sie diesen
Handel ablehnen, deshalb muss er auch in Rheinland-Pfalz umgehend
ausgeschlossen werden“, forderte der rheinland-pfälzische
FDP-Vorsitzende, Dr. Volker Wissing. Da das Bundesmeldegesetz erst
im November 2014 in Kraft trete, gelte bis dahin das Meldegesetz
des Landes, welches den Handel mit den Daten der Bürgerinnen und
Bürger ohne deren Einwilligung zulasse.
„Ministerpräsident Kurt Beck kann sich nicht auf Bundesebene als
Datenschützer profilieren wollen und in seinem Land Datenhandel
zulassen“, sagte Wissing unter Verweis auf die rheinland-pfälzische
Gesellschaft für Kommunikation und Wissenstransfer mbH (KommWis).
„SPD und Grüne stehen jetzt bei den Bürgerinnen und Bürger im Wort,
die Landesregierung muss daher jegliche Weitergabe von Daten der
Bürgerinnen und Bürger ohne deren ausdrückliche Einwilligung an
Unternehmen unterbinden“, forderte der FDP-Politiker. Er erwarte
von SPD und Grünen eine schnelle Lösung.
FDP Rheinland-Pfalz, Mainz, Pressestelle www.fdp-rlp.de12.07.2012
Ministerpräsident Kurt Beck nimmt SPD die Chance des Generationswechsels
MAINZ- Ministerpräsident
Kurt Beck hat angekündigt erneut für das Amt des Vorsitzenden der
rheinland-pfälzischen SPD zu kandidieren. Die rheinland-pfälzische
FDP begrüßte, dass damit etwas personelle Klarheit eingekehrt sei,
äußerte aber zugleich die Befürchtung, dass nun die
Nachfolgedebatte innerhalb der SPD an Fahrt aufnehme. „Mit dem
beständigen Verweis auf seinen Gesundheitszustand, weist Kurt Beck
höchstpersönlich daraufhin, dass er beide Funktionen als
Ministerpräsident wie auch als Parteivorsitzender nur auf Abruf
wahrnehmen kann“, so Wissing. Eine personalpolitische Kontinuität
sei damit weder für das Land noch für die rheinland-pfälzische SPD
gegeben. Die erneute Kandidatur von Kurt Beck für den Landesvorsitz
der SPD ist für den FDP-Politiker deshalb auch vor allem ein
Ausdruck der Patt-Situation innerhalb der SPD. „Diejenigen die
wollen, können nicht, diejenige die können, dürfen nicht und
deshalb herrscht Stillstand“, so Wissing.
Mit der Ankündigung seiner erneuten Kandidatur habe Kurt Beck die
Chance auf eine geordnete Übergabe von Land und Partei versäumt.
Jetzt müsse er aber auch zeigen, dass er die Ämter nicht nur
behalten, sondern auch ausfüllen wolle. „Die Bürgerinnen und Bürger
aber auch die SPD erwarten nun Antworten von ihrem
Ministerpräsidenten und Vorsitzenden“, so Wissing. Wie geht es
weiter am Nürburgring? Soll die Schuldenbremse in Rheinland-Pfalz
weiterhin vor allem zu Lasten der Bildungspolitik umgesetzt werden?
Kurt Beck hat eine Antwort auf die Frage zu seiner Person
beantwortet, die inhaltlichen Fragen zur Zukunft des Landes und
seiner Partei ist er weiter schuldig geblieben.
Die Personaldebatte innerhalb der SPD ist mit der Ankündigung von
Ministerpräsident Kurt Beck nicht zu Ende, im Gegenteil sie wird
jetzt erst richtig losgehen. „Wie viele Politiker, die lange im Amt
sind, scheitert Kurt Beck an der größten Herausforderung: einen
geordneten Generationswechsel zu organisieren“, so Wissing. Das sei
sowohl für das Land Rheinland-Pfalz, als auch die
rheinland-pfälzische SPD tragisch.
FDP Rheinland-Pfalz, Mainz,
Pressestelle www.fdp-rlp.de 11.07.2012
Studentenproteste
Dorothea Schäfer: Landesregierung muss endlich für gute
Studienbedingungen sorgen
Zu den aktuellen Protesten von Studentinnen und Studenten der
rheinland-pfälzischen Hochschulen gegen die Hochschulpolitik der
Landesregierung erklärt die hochschulpolitische Sprecherin der
CDU-Landtagsfraktion, Dorothea Schäfer:
„Die Studentinnen und Studenten gehen zu Recht auf die Straße.
Denn die rheinland-pfälzischen Hochschulen sind schon seit vielen
Jahren massiv unterfinanziert. Überfüllte Hörsäle, mangelhafte
Sachausstattung, schlechtes Betreuungsverhältnis sind die
offenkundigen Folgen einer Hochschulpolitik, die mehr auf
Effekthascherei als auf vernünftige Studienbedingungen setzt. Das
schadet auch dem Wissenschaftsstandort Rheinland-Pfalz. Wer sich
wie die Landesregierung regelmäßig öffentlichkeitswirksam mit
steigenden Studierendenzahlen schmückt, der muss endlich dafür
sorgen, dass diese Studierenden die gute Ausbildung bekommen, die
ihnen zusteht.
Kaum zu überbieten an Dreistigkeit in diesem Kontext sind die
Forderungen der zuständigen Staatssekretärin Reiß gegenüber dem
Bund. Die rot-grüne Landesregierung streicht die Studiengebühren
für Ewigstudenten, reist damit Millionenlöcher in die Etats der
Hochschulen und ruft jetzt nachträglich nach dem Bund, der die
rot-grüne Klientelpolitik bezahlen soll. Das ist Nonsens statt
Konsens. So geht es nicht.“ Presseinformation der
CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz, Mainz www.cdufraktionrlp.de
11.07.2012
Studentenproteste: SPD und Grüne pervertieren Schulden- zur Bildungsbremse
MAINZ- "Beste Bildung für alle"
lautete das Versprechen von SPD und Grünen gegenüber den
Bürgerinnen und Bürgern in Rheinland-Pfalz. Die
rheinland-pfälzische FDP warf der rot-grünen Landesregierung vor,
genau dieses zentrale Versprechen mittlerweile schon mehrfach
gebrochen zu haben. "Beste Bildung für alle ist die Theorie, die
Praxis ist die Streichung von Lehrerstellen und die
Unterfinanzierung der Hochschulen", sagte der rheinland-pfälzische
FDP-Vorsitzende Dr. Volker Wissing. SPD und Grüne seien auf bestem
Wege, die Schuldenbremse in Rheinland-Pfalz zu einer Bildungsbremse
zu pervertieren. "Während für den Nürburgring weiterhin
Millionengelder zur Absicherung der Gewinne der Pächter
bereitgestellt werden, wird das rheinland-pfälzische Bildungssystem
kaputtgespart", so Wissing. Das zeige, dass es andere Möglichkeiten
zur Einhaltung der Schuldenbremse gebe als an Bildung zu
kürzen.
Die Proteste der Studierenden gegen die Unterfinanzierung ihrer
Hochschulen seien richtig, schließlich trage die rot-grüne
Landesregierung mit ihren Entscheidungen einen ganz wesentlichen
Anteil an der Misere. "SPD und Grüne haben die Studiengebühren für
Langzeitstudenten gestrichen, ohne einen ausreichenden finanziellen
Ausgleich zu schaffen. Die Folge ist eine Unterfinanzierung der
Hochschulen", so Wissing.
Die rheinland-pfälzische FDP fordert die rot-grüne Landesregierung
auf, die chronische Unterfinanzierung der Hochschulen
schnellstmöglich zu beenden. "Wenn SPD und Grüne feststellen, dass
die Abschaffung der Studiengebühren nicht finanzierbar ist, müssen
sie diese eben wieder einführen", so Wissing. Es sei aber das
Gegenteil einer verantwortungsbewussten Bildungspolitik, wenn die
Studiengebühren zwar gestrichen, die Hochschulen den Mittelausfall
dann aber aus ihrer Substanz oder durch Kürzungen finanzieren
müssten. "Das Bildungsversprechen von SPD und Grünen ist ein
ungedeckter Scheck, das würde den Menschen in Rheinland-Pfalz immer
deutlicher", sagte der FDP-Politiker. Die Demonstrationen der
Studierenden seien ein Protest gegen den rot-grünen Wortbruch in
der Bildungspolitik.
FDP Rheinland-Pfalz, Mainz,
Pressestelle www.fdp-rlp.de11.07.2012
Bundesregierung erschwert Bildungs- und Teilhabepaket
Anklam-Trapp/Brück: Bundesregierung erschwert Bildungs-
und Teilhabepaket durch bürokratische Hürden
Zur gegenwärtigen Umsetzung des Bildungs- und Teilhabepaketes
erklären die Vorsitzende des Arbeitskreises für Soziales, Arbeit,
Gesundheit und Demografie, Kathrin Anklam-Trapp und die Vorsitzende
des Arbeitskreises Bildung, Bettina Brück:
"Das Bildungs- und Teilhabepaket, das die Ausgrenzung von
Kindern aus sozial schwachen Familien verhindern und zur
Verbesserung der Chancengleichheit beitragen soll, ist in der
Umsetzungsphase in Rheinland-Pfalz nach unseren Rückmeldungen auf
einem guten Weg.
Jedoch sind die vom Bundesministerium geforderten bürokratischen
Richtlinien bei der Antragsstellung nicht weiter hinnehmbar. Auf
leistungsberechtigte Personen wirkt dies abschreckend. Eine
Antragsstellung wird deshalb oftmals abgebrochen oder erst gar
nicht in Anspruch genommen. Darüber hinaus sind die ausführenden
Landesbehörden mit einem sehr hohen Verwaltungsaufwand
belastet.
Wir fordern daher von der Bundesregierung für eine reibungslose
Abwicklung der Leistungen zu sorgen und die bestehenden
bürokratischen Hürden zu beseitigen. Wir als SPD-Landtagsfraktion
stehen für die Verbesserung der Chancengleichheit und sozialen
Teilhabe von Kindern aus sozial schwachen Familien ein."
SPD-Landtagsfraktion, Mainz, Pressestelle www.spdfraktion-rlp.de
11.07.2012
Creutzmann: Einsatz für Pfälzer Rechtsakademie im Herzen Europas
Brüssel-
Die EU-Kommission plant, der Europäischen Rechtsakademie (ERA) in
Trier ab 2014 die Grundförderung zu entziehen und diese durch eine
Projektförderung zu ersetzen. Statt bisher sechs
Bildungseinrichtungen sollen in Zukunft nur noch zwei europäische
Hochschulen die Grundförderung, die ohne Wettbewerb vergeben wird,
für den Zeitraum 2014-2020 erhalten: das Europa-Kolleg in Brügge
und das Europäische Hochschulinstitut in Florenz.
Der FDP-Europaabgeordnete Jürgen Creutzmann setzt sich für eine
Weiterführung der Grundförderung für die renommierte ERA ein: "Die
Pläne aus Brüssel sind nicht akzeptabel. Die ERA ist aufgrund ihrer
zentralen Lage im Herzen Europas bestens geeignet, ein Forum zu
bieten, das auch aus den einzelnen Mitgliedstaaten und Regionen
gespeist wird. Überdies ist der Vorschlag der EU-Kommission nicht
konsequent: Wenn sie schon mehr Wettbewerb möchte, dann sollte
dieser bitte für alle gelten. Ich habe die zuständige Kommissarin
Vassiliou in einem persönlichen Schreiben zur Beibehaltung der
Grundförderung für die ERA aufgefordert."
Die Initiative zeigt schon Wirkung. In ihrer Antwort zeigt sich
Kommissarin Vassiliou zuversichtlich, dass die ERA auch im neuen
System im Rahmen des Programms "Erasmus für alle" gute Aussichten
auf Förderung haben werde. Denn die Institution habe sich über
Jahrzehnte wichtiges Know-How im Bereich der Ausbildung von
Richtern und Rechtsanwälten angeeignet und wertvolle Erfahrungen in
der Zusammenarbeit mit den EU-Institutionen erworben. Frau
Vassiliou verwies auf laufende Verhandlungen mit Parlament und
Mitgliedstaaten, in denen das Thema eine wichtige Rolle
spiele.
Mit dieser Reaktion möchte sich der Pfälzer EU-Parlamentarier nicht
zufrieden geben. Creutzmann: "Im Herbst werde ich persönlich einen
Änderungsantrag im zuständigen Ausschuss des Europäischen
Parlaments stellen, um eine Fortführung der Grundförderung für die
ERA bis ins Jahr 2020 zu sichern."
Die ERA ist eine öffentliche Stiftung und unterhält Tagungszentren
in Tier und Brüssel. Die Umstellung auf Projektförderung erscheint
besonders problematisch vor dem Hintergrund, dass die
Bundesregierung und das Land Rheinland-Pfalz insgesamt sechs
Millionen Euro in das Tagungszentrum der ERA in Trier investiert
haben. Angesichts klammer öffentlicher Finanzen sieht sich die
Landesregierung außer Stande ihren jährlichen Beitrag von 2.04
Millionen Euro zu erhöhen.
Jürgen Creutzmann, MdEP,
Pressemitteilung 10.07.2012
Nürburgring-Pächter betreiben Pseudounternehmertum
MAINZ- Die
rheinland-pfälzische FDP unterstützt die Forderung der
Nürburgringpächter nach einem Rückzug der Politik aus dem Betrieb
der Rennstrecke. Allerdings müsse dieser vollständig erfolgen, wie
der Vorsitzende der rheinland-pfälzischen FDP, Dr. Volker Wissing,
klarstellte. "Die derzeitige Arbeitsteilung am Ring, wonach das
Land die Kosten trägt und die privaten Pächter den Gewinn
kassieren, ist ein Schlag ins Gesicht der Steuerzahlerinnen und
Steuerzahler", so Wissing. Wenn die Pächter den Rückzug der Politik
fordern, müsse dieser den finanziellen Rückzug des Landes
einschließen. Wissing bezeichnete ein betriebswirtschaftlich
tragfähiges Konzept am Nürburgring für überfällig. Wenn die Pächter
den Ring zum Erfolg führen wollen, müssen Sie endlich ein Konzept
vorlegen.
Die rot-grüne Landesregierung sei offensichtlich vor allem bemüht,
die akute Pleite zu vermeiden, um zu verhindern, dass die
gigantischen Verluste auf den Landeshaushalt durchschlagen. "SPD
und Grüne versuchen händeringend zu verhindern, dass eine
Schuldenlawine den Landeshaushalt überrollt", beschreibt Wissing
das Handeln der Landesregierung. Es sei aber keine Alternative, den
überdimensionierten und defizitären Freizeitpark endlos weiter zu
subventionieren.
Wissing forderte die Ringpächter auf, ihren Forderungen Taten
folgen zu lassen und zu zeigen, dass sie auch bereit seien, selbst
voll ins unternehmerische Risiko zu gehen. "Der Nürburgring braucht
keine Unternehmen, die nur mit staatlicher Gewinngarantie
erfolgreich wirtschaften können, sondern Unternehmer, die über die
Kreativität verfügten, die renommierte Rennstrecke zu einem
Leuchtturmprojekt für die Region zu machen", sagte der
rheinland-pfälzische FDP-Vorsitzende. Der von Ministerpräsident
Kurt Beck propagierte und vollkommen überdimensionierte
Freizeitpark sei offensichtlich gescheitert, jetzt müsse es darum
gehen, aus dem Ring wieder das zu machen, was er schon immer war,
eine der renommiertesten Rennstrecken Deutschlands.
FDP
Rheinland-Pfalz, Pressestelle www.fdp-rlp.de09.07.2012
Landesregierung muss ländlichen Raum stärken
(MAINZ) Dem Statistischen Landesamt zufolge ist die Zahl der
Einwohnerinnen und Einwohner in Rheinland-Pfalz unter die 4
Mio.-Grenze gesunken. Aus Sicht der rheinland-pfälzischen Liberalen
ist besonders der ungleiche Bevölkerungsrückgang besorgniserregend.
Während die Zahl der Einwohner in der Landeshauptstadt Mainz und in
den meisten kreisfreien Städten zulegte, ging sie in Zweibrücken,
Pirmasens sowie in der Mehrzahl der Kreise zurück. "Die Politik
muss auf diese Entwicklung reagieren", betonte der
rheinland-pfälzische FDP-Vorsitzende, Dr. Volker Wissing. Er
forderte eine beschleunigte Anbindung benachteiligter Räume wie
Zweibrücken und Pirmasens an das nationale Infrastrukturnetz. "Die
Entwicklung der Bevölkerungszahlen spricht eine klare Sprache, die
Menschen ziehen dorthin, wo es Arbeitsplätze gibt und diese
entstehen dort wo die notwendige Infrastruktur existiert", so
Wissing.
Der FDP-Politiker bezeichnete die Zahlen des Statistischen
Landesamtes auch als Beleg für die Notwendigkeit eines schnellen
und umfassenden Ausbaus der B10. "Pirmasens darf nicht weiter
ausbluten und muss an das nationale Straßennetz angeschlossen
werden", so Wissing. Er warf SPD und Grünen mit der Verzögerung des
Baus vor eine Politik gegen die Südwestpfalz zu betreiben. Er
betonte, dass die rheinland-pfälzische FDP die ländlichen Räume
auch als Wirtschaftsräume erhalten wolle und kritisierte die
gegenteilige Haltung der Landesregierung.
"Während die Grünen den ländlichen Raum zum Freilichtmuseum machen
wollen, setzt die SPD auf überdimensionierte Betonpolitik à la
Nürburgring; beides sind im Hinblick auf die Entwicklung ländlicher
Regionen wenig geeignete Strategien", so Wissing. Er forderte die
Landesregierung auf, sich verstärkt für den Ausbau der
Infrastruktur einzusetzen. "Die ländlichen Räume sind ein Kapital
unseres Landes und dürfen von der Landesregierung nicht als
lästiges Anhängsel behandelt werden", sagte der FDP-Politiker.
Gerade im Hinblick auf den demographischen Wandel seien Konzepte
notwendig, wie der ländliche Raum als Wohn- und Wirtschaftsraum
attraktiv entwickelt werden könne. Das Konzept der rot-grünen
Landesregierung für die ländlichen Räume scheine dagegen eher dem
Motto zu folgen "Der Letzte macht das Licht aus".
FDP
Rheinland-Pfalz, Mainz, Pressestelle www.fdp-rlp.de06.07.2012
Kurt Beck gratuliert Anke Fuchs zum 75. Geburtstag
Der Landesvorsitzende der rheinland-pfälzischen SPD, Kurt Beck,
Ministerpräsident, gratuliert der norddeutschen SPD-Politikerin
Anke Fuchs zu ihrem heutigen 75. Geburtstag. "Anke Fuchs ist nicht
nur ein Vorbild für Frauen in der Politik, sondern für alle
Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in Deutschland. Ihr
jahrzehntelanges Engagement in der Partei, ihre beispielhafte
politische Karriere, aber auch ihr unermüdlicher Einsatz für sozial
benachteiligte Menschen aus aller Welt verdient meine höchste
Anerkennung. Ich wünsche ihr zu ihrem heutigen Geburtstag alles
Gute", erklärt Kurt Beck.
Anke Fuchs, Tochter des ehemaligen Hamburger Bürgermeisters Paul
Nevermann, ist mit der Politik groß geworden. Bei Besuchen wie von
Kurt Schumacher wurden die Kinder der Familie Nevermann nie
ausgeschlossen, wenn beispielsweise über die Neuordnung der SPD in
der Nachkriegszeit diskutiert wurde.
Die examinierte Juristin begann 1968 ihre politische Karriere
als Referentin für Arbeitsrecht und Sozialpolitik beim DGB-Bezirk
Nordmark, nachdem sie 1971 geschäftsführendes Mitglied des
Vorstandes der IG Metall wurde. 1977 wechselte sie als
Staatssekretärin ins Bundesarbeitsministerium. Die 1956 in die SPD
eingetretene Anke Fuchs war nicht nur Frauen- und
Gesundheitsministerin unter Helmut Schmidt, sondern auch
langjährige Bundesgeschäftsführerin der SPD. In ihrer 22-jährigen
Laufbahn als Bundestagsabgeordnete hatte sie auch das Amt der
Vizepräsidentin des Bundestages inne. Anke Fuchs war lange Jahre
Präsidentin des Mieterbundes. Außerdem war sie acht Jahre
Vorsitzende der Friedrich-Ebert-Stiftung, deren Ehrenvorsitzende
sie heute ist.
Die Jubilarin feiert ihren 75. Geburtstag im Kreise ihrer
Familie in Wilhelmshaven. SPD-Landtagsfraktion,
Mainz, Pressestelle www.spdfraktion-rlp.de
05.07.2012
Runder Tisch Lärm: Landesregierung versucht wenig Lärm um viel zu machen
MAINZ- Die rot-grüne
Landesregierung setzt vermehrt auf Runde Tische und damit auf mehr
Bürgerbeteiligung, könnte man meinen. In Rheinland-Pfalz gibt es
jetzt einen Runden Tisch gegen Lärm, es gibt einen zur
Gesundheitswirtschaft, einen zur Musik, einen zum Islam und
natürlich darf auch einer zum Nürburgring nicht fehlen. Da stellt
sich nahezu zwangsläufig die Frage, wozu es in Rheinland-Pfalz
eigentlich noch keinen Runden Tisch gibt. Die rheinland-pfälzische
FDP sieht deshalb den Trend der Landesregierung, politisch heikle
Anliegen an Runde Tische auszulagern, auch kritisch. "Mehr Runde
Tische sind nicht automatisch mit mehr Bürgerbeteiligung
gleichzusetzen", sagte der rheinland-pfälzische FDP-Vorsitzende,
Dr. Volker Wissing.
Er warf der rot-grünen Landesregierung vor, Runde Tische vor allem
dort einzusetzen, wo sie die rot-grüne Regierungspolitik nicht
störten. Das sei aber nicht mehr Bürgerbeteiligung, sondern die
Vortäuschung von Bürgerbeteiligung. "Warum gibt es in
Rheinland-Pfalz eigentlich keinen Runden Tisch zum
Unterrichtsausfall an Schulen, zu unterfinanzierten Hochschulen
oder zum Hochmoselübergang?", fragte der Vorsitzende der
rheinland-pfälzischen Liberalen. "Wenn Frau Höfken wirklich etwas
gegen den Lärm tun wollte, würde Sie als zuständige Ministerin
entsprechende Verordnungen auf den Weg bringen bzw. Gesetze
initiieren", so Wissing. Dass sie stattdessen auf langwierige
Mediationsprozesse setze, zeige, wie wenig ernst die Grünen die
Lärmbelastung der Bürgerinnen und Bürger nehmen. "Weil Frau Höfken
nicht selbst aktiv werden will, lässt sie die Lärmproblematik erst
einmal am Runden Tisch beraten. Das ist klassische
Placebo-Politik."
Wie wenig ernst es die rot-grüne Landesregierung mit der
Bürgerbeteiligung meine, könne man auch am Verhalten der SPD bei
der Kommunalreform beobachten. "Die SPD will die Bürger nur
beteiligen, um den demokratischen Schein zu wahren. Wenn die Bürger
sich dann aber wie in Maikammer mit 95% gegen einen Wunsch der SPD
entscheiden, müssen sie sich von deren Generalsekretär beschimpfen
und verunglimpfen lassen", so Wissing. "Wenn SPD und Grüne es ernst
meinen mit mehr Bürgerbeteiligung, dürfen sie nicht nur Bürgervoten
einholen, sondern müssen auch kritische Bürgervoten respektieren
und umsetzen", sagte der FDP-Politiker. Die Art und Weise, wie SPD
und Grüne die Runden Tische benutzten, sei weniger ein Schritt in
Richtung mehr Demokratie und echter Bürgerbeteiligung, sondern
diene eher dazu, die mangelnde Entscheidungs- und
Handlungsfähigkeit der rot-grünen Landesregierung zu kaschieren.
FDP Rheinland-Pfalz, Mainz, Pressestelle www.fdp-rlp.de03.07.2012
SPD und Grüne schaffen Rechtsanspruch auf Kita-Platz, aber keine Kita-Plätze
(MAINZ) Der Sozialausschuss des
rheinland-pfälzischen Städtetages hat die rot-grüne Landesregierung
aufgefordert, den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz um ein Jahr
zu verschieben sowie eine stärkere finanzielle Unterstützung des
Landes bereitzustellen. Die Forderung des Städtetages ist aus Sicht
der rheinland-pfälzischen Liberalen ein Warnsignal. "SPD und Grüne
haben einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz geschaffen, aber
keine Kita-Plätze", kritisierte der rheinland-pfälzische
FDP-Vorsitzende, Dr. Volker Wissing. Rheinland-Pfalz steuere
sehenden Auges auf ein Kita-Chaos zu. Es sei offensichtlich, dass
es an allen Ecken und Enden fehle. Wissing äußerte die Befürchtung,
dass auf die rheinland-pfälzischen Kommunen eine Klagewelle zu
rolle, deren Auswirkungen kaum abzuschätzen seien.
"SPD und Grünen haben mit dem Vorziehen des Rechtsanspruchs auf
einen Kita-Platz ohne Not den Druck auf die Kommunen erhöht und
lasse diese nun im Regen stehen", sagte der FDP-Politiker. Das
Beispiel der Stadt Mainz, die bereits zur Zahlung von Schadenersatz
für einen nicht zur Verfügung gestellten Kita-Platz verurteilt
wurde, sei bezeichnend für die schwierige Lage in die SPD und Grüne
die rheinland-pfälzischen Kommunen gebracht hätten. "Wer nicht
schnell genug Kita-Plätze bauen kann, riskiert Schadensersatzklagen
und wird damit doppelt zur Kasse gebeten", beschrieb Wissing das
von der Landesregierung verursachte Dilemma der Kommunen.
Er forderte die rot-grüne Landesregierung auf, eine Regelung
einzuführen, um die Kommunen von den Kosten eventueller
Schadensersatzklagen zu entlasten. "Es geht nicht, dass die
rot-grüne Landesregierung beschließt und die Kommunen anschließend
verurteilt werden, weil sie die rot-grünen Versprechungen nicht
umsetzen können", so Wissing. Die Kritik des Sozialausschusses des
Städtetages sei eine schallende Ohrfeige für die Kita-Politik der
grünen Familienministerin. "Die grüne Ministerin muss schleunigst
nachlegen, sie trägt die politische Verantwortung für jeden
Kita-Platz, der in Rheinland-Pfalz noch fehlt", sagte der
rheinland-pfälzische Liberale. Die grüne Ministerin habe viel
versprochen und wenig geliefert.
FDP Rheinland-Pfalz, Pressestelle www.fdp-rlp.de29.06.2012
Bahngipfel Rheinland-Pfalz
Hans-Josef Bracht: Becks Bahngipfel hat wenig
Neuigkeitswert
Keine Antworten auf die entscheidenden offenen Fragen des
Bahnverkehrs in Rheinland-Pfalz brachte Ministerpräsident Becks
sog. „Bahngipfel“ mit DB-Chef Grube, so der Parlamentarische
Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion, Hans-Josef Bracht. Der
Ministerpräsident und der Bahnchef berichteten im Wesentlichen über
bekannte Investitionsvolumina und über die Abwicklung der bekannten
in Arbeit befindlichen Projekte.
„Erfreulich sind das Bekenntnis der Deutschen Bahn zum Standort
Mainz und die geplanten Investitionen in die Schieneninfrastruktur
hier im Land. Auf die drängendsten Probleme des Bahnverkehrs im
Land gab es heute aber leider keine wirklichen Antworten:
Dazu gehören insbesondere der Schutz der Menschen vor Bahnlärm
im Mittelrheintal und die Perspektive für eine neue Güterbahntrasse
zwischen Köln und Frankfurt sowie für die Nutzung von
Ausweichstrecken. Denn nur durch alternative Strecken können die
Güterzüge aus dem Rheintal verlagert werden. Der Fahrplan für
weitere Lärmschutzmaßnahmen in den kommenden Jahren bleibt vage.
Offen ist auch, welche Perspektive es für die durchgängig
zweigleisige Verbindung zwischen Trier und Luxemburg gibt. Wir
hätten zudem gerne gewusst, was Herr Beck und Herr Lewentz in ihren
Gesprächen bei den Themen Schienenbonus und lärmabhängige
Trassenpreise erreicht haben. Offensichtlich nichts
berichtenswertes. Auch die Menschen in Rheinland-Pfalz hätten zu
all dem heute gern Genaueres gehört.“
Solange so viele Fragen ungeklärt seien und solange die
Bahngesellschaften das Tempo der Umrüstung ihrer Güterwagen auf
lärmmindernde Bremsen nicht deutlich erhöhten, so Bracht, müsse
kurzfristig ein Nachtfahrverbot für ältere Züge und ein nächtliches
Tempolimit der Züge auf 50 km/h zwischen 0.00 Uhr und 6.00 Uhr ins
Auge gefasst werden. Nur so könne der nötige Druck aufgebaut
werden. Es sei zu begrüßen, so Bracht, dass die Bahn laut
DB-Chef Grube an einem „ganzheitlichen Konzept“ gegen den Bahnlärm
arbeite. Solange ein solches Konzept aber nicht konkret vorliege
und geprüft werden könne, müsse der Druck mit klaren Forderungen
wie Nachtfahrverbot und Tempolimit aufrecht erhalten werden.
Versprechungen für 2020 könnten die Menschen im Mittelrhein nicht
beruhigen. Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion
Rheinland-Pfalz, Mainz www.cdufraktionrlp.de
29.06.2012
Schweitzer: Junge Familien unterstützen - Betreuungsgeld verhindern!
Am heutigen Donnerstag beschäftigte sich der Bundestag in 1.
Lesung mit dem geplanten Betreuungsgeld. Aus diesem Anlass fordert
die SPD Rheinland-Pfalz die Abgeordneten von CDU und FDP auf, das
geplante Betreuungsgeld zu verhindern. Hierzu erklärt
SPD-Generalsekretär Alexander Schweitzer:
"Wie kluge Familienpolitik geht, kann in Rheinland-Pfalz
beobachtet werden. Bereits heute sind wir unter den Flächenländern
führend beim Ausbau der Betreuung für Kinder unter drei Jahren.
Trotz allem sollten die für das Betreuungsgeld vorgesehenen
Millionen Euro in den weiteren Ausbau der Betreuungsplätze
investiert werden, da der Bedarf an Plätzen und die Kosten für das
Personal seit 2007, als der Ausbau vom Bund beschlossen wurde,
gestiegen sind. Damit würde dem Wunsch vieler junger Familien im
Land Rechnung getragen.
Die SPD Rheinland-Pfalz fordert daher einen neuen Krippengipfel.
Die Ziele des Krippengipfels von 2007 müssen angepasst werden.
Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände, Ökonomen,
Haushaltspolitiker, kommunale Verbände, Familienorganisationen,
Kirchenvertreter und nicht zuletzt die Mehrheit von 71 Prozent der
Deutschen lehnt die Einführung einer Prämie, die Kinder von
Bildungsstätten fernhält, ab." SPD-Landtagsfraktion, Mainz,
Pressestelle www.spdfraktion-rlp.de
28.06.2012
SPD betreibt Kommunenmobbing
MAINZ- Mit scharfer Kritik
reagierte die rheinland-pfälzische FDP auf Äußerungen des
SPD-Generalsekretärs. Dieser hatte via Twitter kritisiert, dass die
Bürgerinnen und Bürger in Bad-Bergzabern und Landau-Land,
Kleinstverbandsgemeinden wie Maikammer finanzieren müssten. Der
rheinland-pfälzische FDP-Vorsitzende, Dr. Volker Wissing, warf der
SPD vor, Kommunenmobbing zu betreiben. Es markiere einen
bemerkenswerten Tiefpunkt der politischen Kultur einer
Regierungspartei, wenn diese auf solche Weise versuche, die
Bürgerinnen und Bürger gegeneinander aufzuhetzen. "Die
Landesregierung hat eine Verantwortung für das Land und die
Gemeinden und darf diese nicht gegeneinander aufwiegeln", so
Wissing.
Ziel der Attacke der rheinland-pfälzischen SPD war die
Verbandsgemeinde Maikammer, die der SPD zufolge ein "Geschenk von
Ministerpräsident Kohl an seine CDU-Parteispezln" gewesen sei.
Wissing warf der SPD vor, die Gefühle der Bürgerinnen und Bürger
von Maikammer mutwillig zu verletzen. "Die Arroganz der
rheinland-pfälzischen SPD gegenüber kleinen Kommunen hat einen Grad
erreicht, der kaum mehr erträglich ist", sagte der
rheinland-pfälzische FDP-Vorsitzende. Es sei daher auch wenig
überraschend, dass die Kommunalreform in Rheinland-Pfalz nicht
vorankomme. "Eine Regierungspartei, die so offen und unverblümt
über einzelne Gemeinden herzieht, ist als objektive und neutrale
Sachwalterin einer Kommunalreform unglaubwürdig", so Wissing.
Wissing forderte die rheinland-pfälzische SPD auf, sich bei den
Bürgerinnen und Bürgern Maikammers zu entschuldigen. "Die SPD muss
klarstellen, dass es sich bei den Verbalentgleisungen ihres
Generalsekretärs gegenüber Maikammer um eine Einzelmeinung handelt,
die weder die Meinung der Landesregierung, noch die der Partei
widerspiegelt", sagte der FDP-Politiker. Es sei Aufgabe der
Landesregierung die Kommunen zu unterstützen, nicht diese
gegeneinander auszuspielen. FDP Rheinland-Pfalz, Mainz,
Pressestelle
www.fdp-rlp.de27.06.2012
Guth: Energieberatung in Rheinland-Pfalz gestärkt
Zum heute angekündigten Start der Landesenergieagentur erklärt
der energiepolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag
Rheinland-Pfalz Jens Guth:
"Wir begrüßen die Gründung der Landesenergieagentur
ausdrücklich. SPD und BÜNDNIS 90/Die GRÜNEN haben sich darauf
verständigt, die Aktivitäten im Bereich der Energieeffizienz und
hier insbesondere im Bereich der Energieberatung erheblich
auszubauen. Ein wesentlicher Baustein der Steigerung der
Energieeffizienz ist die Beratung zur Identifikation und Umsetzung
vorhandener Einsparpotenziale sowohl in Unternehmen und Kommunen
als auch in den privaten Haushalten."
Für diese wichtige Aufgabe im Rahmen der Energiewende seien die
Mittel im Landeshaushalt entsprechend erhöht worden, betonte Guth.
Er hob hervor, dass die SPD-Fraktion es sehr begrüße, dass die
bestehenden Strukturen des Landes im Beratungsbereich und damit
auch die Erfahrungen und Kompetenzen der Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter in die neue Landesenergieagentur übernommen wurden.
Guth weiter: "Jetzt ist der Einstieg in die Ausweitung der
Beratungsleistungen geschafft. Gemeinsam wollen wir nun erörtern,
wie die Landesenergieagentur regionale Energieagenturen
unterstützen kann. Auch hier teilen wir die Auffassung des
Ministeriums, bestehende Strukturen zu nutzen."
SPD-Landtagsfraktion, Mainz, Pressestelle www.spdfraktion-rlp.de
27.06.2012
Neuer Vorstand bei den Liberalen Senioren Rheinland-Pfalz
Auf ihrer
turnusmäßigen Jahreshauptversammlung wählten die Liberalen Senioren
Rheinland-Pfalz am vergangenen Samstag in Mainz einen neuen
Vorstand.
Einstimmig wählten die Mitglieder Thomas Brammer-Türck (65) zum
neuen Vorsitzenden. Er ist FDP Ortsvorsitzender in Limburgerhof und
stellvertretender FDP Kreisvorsitzender der FDP Rhein-Pfalz-Kreis.
Seine Stellvertreterinnen wurden Dorothea Müller-Jost und Christa
Wüstenberg, wieder gewählt wurden Eckhard Fox als Schatzmeister und
Gottfried Kappus als Schriftführer und Pressereferent.
Zu Beisitzern wählte man Irmgart Walther, Dr. Peter Schmitz,
Jutta Faber und Dr. Hans Jöckel.
Die Vereinigung der Liberalen Senioren ist ein der FDP
nahestehender Verein, der die Interessen älterer Menschen im Geiste
liberaler europäischer Traditionen fördert und sich auch für die
Stärkung eines gegenseitigen Generationenverständnisses mit jungen
Menschen einsetzt.
Vorstand Liberale Senioren, Presse
26.06.2012
Schwarz: Internationaler Tag gegen Drogenkonsum und illegalen Drogenhandel Bund in der Pflicht
Anlässlich des internationalen Tages gegen Drogenkonsum
und illegalen Drogenhandel der Vereinten Nationen am 26. Juni 2012,
erklärt der drogenpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion,
Wolfgang Schwarz:
"Als SPD-Landtagsfraktion begrüßen wir ausdrücklich den
weltweiten Informationstag gegen Drogenmissbrauch. Die Gefahren,
verursacht durch illegalen Drogenkonsum, sind erheblich. Ziel ist
und bleibt die Sensibilisierung und Aufklärung der Bevölkerung über
diese überaus wichtige Problematik."
Die Bundesregierung lasse keinerlei stringente Linie in ihrer
Drogenpolitik erkennen. So hat der Alkoholkonsum bei Jugendlichen
und jungen Erwachsenen zum ersten Mal seit Jahren wieder zugenommen
und auch die Förderung der bestehenden Modellprojekte "Sucht im
Alter" laufe im September 2012 aus.
"Wir als SPD-Landtagsfraktion betreiben hingegen eine moderne
Drogen- und Suchtstrategie, die neue Entwicklungen nicht außer Acht
lässt. So wurde bei der vorangegangenen 34. Fachtagung der
Landesregierung mit den Einrichtungen der Suchtkrankenhilfe, unter
dem Titel "Alter und Sucht - Herausforderungen für die
Suchtkrankenhilfe" vom 18. Juni 2012 thematisiert, wie der
Demografische Wandel die Suchtmittelabhängigkeit beeinflusst und
Möglichkeiten der Prävention und Therapie aufgezeigt. Die
Steigerung des Anteils älterer Menschen, die neu eine Abhängigkeit
entwickeln, ist allgegenwärtig. Schwerpunkt bilden hierbei vor
allem Schlaf-, Schmerz- und Beruhigungsmittel", erläutert
Schwarz.
Der drogenpolitische Sprecher fordert auch ein besonderes
Augenmerk auf die sogenannten "Legal Highs" zu richten. Diese
oftmals als Badezusatz, Lufterfrischer oder Kräutermischungen
verkauften Drogen fallen derzeit nicht unter das
Betäubungsmittelgesetz. Schwarz fordert die Bundesregierung auf,
hier zügig zu handeln.
Schwarz: "Die SPD-Landtagsfraktion hat beantragt, die erweiterte
Problematik des illegalen Drogenkonsums und auch des
Medikamentenmissbrauchs auf die Tagesordnung des sozialpolitischen
Ausschusses des Landtages zu setzen."
SPD-Landtagsfraktion, Pressestelle, Mainz www.spdfraktion-rlp.de
25.06.2012
Hochkomplexe finanzpolitische Zusammenhänge - verständlich vorgetragen
FDP-Landesvorsitzender
Dr. Volker Wissing MdB zu Gast in Limburgerhof
von Gerhard Cantzler
Eine beispielhaft scharfsinnige Analyse der
gegenwärtigen politischen Situation konnten jetzt die Teilnehmer am
außerordentlichen Kreisparteitag der FDP des Rhein-Pfalz-Kreises in
Limburgerhof erleben. Zu Gast an diesem Abend: Dr. Volker Wissing,
Landesvorsitzender der rheinland-pfälzischen Liberalen und
Stellvertretender Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion. Er
schlug in seinem einleitenden Referat unter dem Titel “Wohin
steuert Deutschland?”einen weiten Bogen von der Europapolitik über
die Bundes- und Landespolitik bis hin zu aktuellen Problemen auf
der kommunalen Ebene.
Ausgehend von den jüngsten Wahlen in Griechenland
und Frankreich begrüßte Dr. Wissing die bevorstehende Einführung
des neuen ESM-Rettungsschirmes mit einem Volumen von 700 Milliarden
Euro, zumal auch Spanien zunehmende Schwierigkeiten bei seiner
Rekapitalisierung verspüre. “Für alle Teilnehmer können wir den ESM
aber nur dann auf den Weg bringen, wenn die Regierungen zugleich
auch den Fiskalpakt unterschreiben”, betonte der FDP-Politiker, der
in all diesen Maßnahme den Versuch zu erkennen glaubt, wieder zu
“stabilen Verhältnissen in Europa” zurückzukehren.
“Hätte es allerdings die rot-grüne Regierung
Schröder-Fischer nicht gegeben, dann gäbe es heute auch keine
Euro-Krise”, übte Dr. Wissing harte Kritik.
Zu der
gegenwärtig heiß diskutierten Finanzmarktsteuer erklärte Dr.
Wissing, dass seine Partei sich diesem Vorhaben entgegenstellen
würde, wenn dadurch Kleinsparer, Riester-Renten oder die
Altersvorsorge belastet würde. “Die FDP ist die einzige Partei in
Deutschland, die hier mit aller Konsequenz gewillt ist, die
Interessen der Kleinsparer zu wahren”. Auch mache es für ihn wenig
Sinn, mit der Opposition in Deutschland darüber zu verhandeln, ob
z.B. Portugal oder die Niederlande sich an einer solchen
Finanzmarktsteuer beteiligen würden. “Da sind wir beide die
falschen Ansprechpartner”.
Der Ausgang der Wahlen in Griechenland habe
allerdings gezeigt, dass die Mehrheit der Menschen dort erkannt
hätten, welche Chancen in den Hilfspaketen steckten. “Diese Pakete
können aber immer nur Hilfe zur Selbsthilfe sein”, mahnte der
Referent und warnte gleichzeitig vor dem Gedanken, Griechenland zum
Austritt aus der EU drängen zu sollen. “Der Austritt eines
EU-Mitgliedes ist sicher die mit Abstand teuerste Lösung”, so Dr.
Wissing, der als Stellvertretender Vorsitzender der FDP-Fraktion im
Deutschen Bundestag und früherer Vorsitzender des
Bundestagsfinanzausschusses in Berlin über die Parteigrenzen hinweg
als einer der profiliertesten Finanzpolitiker gilt. Allein die
Umstellung der Computersysteme, so Dr. Wissing weiter, würde die
Europäer viele Milliarden Euro kosten. Seine Partei setze sich
deshalb - aber nicht nur deshalb - entschieden für den Verbleib
Griechenlands in der Eurozone ein.
Nächstes Thema auf der Agenda des Redners:
“Wachstum”. Heute setzten sich alle Politiker für die Generierung
von zusätzlichem Wachstum ein, führte Dr. Wissing aus und erinnerte
daran, dass sein Parteivorsitzender Philipp Rösler und mit ihm
seine ganze Partei für verrückt erklärt worden seien, als er beim
Dreikönigstreffen der Liberalen in Stuttgart am 6. Januar
“Wachstum” zur obersten Maxime seiner Partei erklärt habe.
“Wir können stolz darauf sein, dass wir die
Trendsetter für das Thema ‘Wachstum’ waren”, rief der geborene
Landauer aus. Doch mit welchen Rezepten sollte dieses Wachstum
erreicht werden? “Sicher nicht durch die Einführung von Eurobonds,
wie es jetzt Frankreich und auch deutsche Sozialdemokraten wollten.
“Für uns kann es Wachstum nur durch die Stärkung der
Marktwirtschaft geben”, bekannte sich der Referent, der sich für
die Schaffung von Rahmenbedingungen aussprach, die stärkere
Flexibilität und die Freisetzung zusätzlicher freier Kräfte
ermöglichen würden. “Wenn wir das erreichen, werden wir als FDP
auch wieder gute Wahlergebnisse einfahren”, gab er seinem
Optimismus Ausdruck.
“Kurt Beck hat das Land an den Rand des
finanziellen Ruins geführt” -
Scharfe Kritik an Ministerpräsident und
Landesregierung
Scharfe
Kritik äußerte Dr. Wissing mit Blick auf die Situation in
Rheinland-Pfalz. “Hier betreibt Kurt Beck mit 500 Millionen Euro
Steuergeldern in der Eifel einen Vergnügunspark”, empörte er sich.
“Als wir hier im Land noch mit in der Regierung sassen, da gab es
solche Skandale nicht. Da haben wir vor so schwerwiegenden
Entscheidungen Experten gefragt, ob ein so großes Projekt überhaupt
funktionieren könnte - und haben es im Zweifel gelassen”. Das sei
dann in der Zeit der Alleinregierung von Kurt Beck und der SPD
alles anders geworden, kritisierte Dr. Wissing und warnte davor,
dass das Land in Konkurs gehen könnte, wenn die EU-Kommission auf
der Rückabwicklung der ihrer Mening nach zu Unrecht geflossenen
Subventionen für den Nürburgring bestehen werde. “So hat die
Politik von Kurt Beck unser Land an den Rand des finanziellen
Abgrunds geführt”.
Und mit dem Eintritt der Grünen in die
Landesregierung im vergangenen Jahr habe sich daran nichts
geändert. Wirtschaftsministerin Lemke erfülle ihre Aufgabe in
keinster Weise. Wenn sie es jetzt z.B. als Erfolg begrüße, wenn die
BASF die Gentechnologie aus Limburgerhof abziehe, dann sei sie
weder eine gute Wirtschaftsministerin noch die Kraft, die in der
Regierung die Marktwirtschaft hochhalte. “In der neuen
Landesregierung hat man ganz einfach vergessen, die Position des
Wirtschaftsministers zu besetzen, resummierte Dr. Wissing
suffisant. “Während im Nachbarland Hessen über ein Nachtflugverbot
verhandelt wird, um Bürgern und Wirtschaft in gleicher Weise zu
entsprechen, würden in Rheinland-Pfalz neue Infrastrukturprojekte
verhindert. “Sicher muss nicht jede Straße gebaut werden - es
müssen aber überall im Lande gleiche Lebensverhältnisse hergestellt
werden - dazu müssen alle Regionen einen gleich fairen Zugang zur
Verkehrsinfrastruktur erhalten”.
In der Eifel aber eine Achterbahn zu bauen, um dann
wieder ihren Abriss zu fordern, sei sicher keine konsistente
Strukturpolitik, betonte Dr. Wissing.
Hieran wie auch bei der Bildungspolitik, wo in
Rheinland-Pfalz Lehrerstellen abgebaut, während in anderen
Bundesländern wie in Hessen neue Lehrer eingestellt würden, werde
immer deutlicher, dass die Politik in Rheinland-Pfalz die FDP
brauche, unterstrich Dr. Wissing. “Wir müssen deshalb alles dran
setzen, 2016 nicht nur wieder in den Landtag zurückzukehren,
sondern auch wieder für die Bildung einer Regierung unverzichtbar
zu sein”.
Land verweigert den Kommunen die ihnen vom Bund
zugewiesenen Finanzmittel -
Kommunalter Entschuldungsfonds KEF untaugliches
Instrument
Schließlich
kam der Referent auch auf die Kommunalpolitik zu sprechen, wo er
darauf hinwies, dass der Bund den Ländern vier Milliarden Euro
gegeben habe, mit denen diese die größten Nöte der Gemeinden - z.B.
bei dringend notwendigen Sanierungen von Schulgebäuden - lindern
sollten. Rheinland-Pfalz habe diese Zuschüsse zwar an die Gemeinden
weitergereicht, dafür aber die eigenen Förderungen im gleichen
Umfang zurückgenommen. “Es muss deshalb Schluss damit sein, dass
der Ministerpräsident mit dem Scheckbuch über das Land zieht und
Zuwendungen wie Wohltaten des Landes verteilt, obwohl es sich dabei
um Geld des Bundes handelt”, forderte Dr. Wissing, der auch den
Sinn der aktuellen Kommunalreform in Zweifel zog. “Oder entwickelt
sich vielleicht eine leistungsstarke Gemeinde dadurch, dass sich
zwei zuvor ‘klamme’ Gebietsköperschaften zusammentun?”
In diesem Zusammenhang kritisierte Dr. Wissing auch
den Kommunalen Entschuldungsfonds KEF, zu dem derzeit viele
Gemeinden in Rheinland-Pfalz geradezu genötigt würden. “Wo aber das
Geld für den Landesanteil zum KEF herkommen soll, das hat bisher
noch niemand gesagt”, stellte Dr. Wisssing dieses Instrument in
Frage. Die Kommunen in Rheinland-Pfalz bräuchten aber echte
Entschuldungsmöglichkeiten, forderte er - die FDP verfolge deshalb
das Ziel, nach 2016 den Städten und Gemeinden wieder eine stärker
Position zu geben.
SPD behindert Förderung der energetischen
Gebäudesanierung.
Dr. Wissing für Reduzierung der
Solar-Subventionen und den Ausbau der Windenergie.
In einem weiteren Teil seiner Ausführungen kam Dr.
Wissing auch noch auf aktuelle energiepolitische Themen zu
sprechen. Dabei stellte er heraus, dass die beste Energiepolitik
die Stromeinsparung sei und kritisierte, dass die SPD der
“energetischen Gebäudesanierung” ihren Rang als “gesamtstaatliche
Aufgabe” aberkennen wolle. Zugleich begründete er die Haltung der
eigenen Partei, die sich zum Abbau der Subventionen für die
Photovoltaik entschlossen habe. “Wir subventionieren inzwischen
nicht nur die Stromerzeugung”, stellte Dr. Wissing fest, “sondern
auch die Ableitung für die Überproduktionen in Spitzenzeiten - und
bekämpfen damit Subventionen mit immer neuen Subventionen”. Mit
ihrer Forderung, an den bisherigen Subventionen für Solarstrom
festzuhalten, lege Rot-Grün die Grundlage für weitere
Strompreiserhöhungen. “Die FDP will die Energiewende und steht auch
hier zur Regierungspolitik. Wir wollen aber auch, dass Strom für
die Menschen auch weiterhin bezahlbar bleibt”, stellte Dr. Wissing
fest und wies darauf hin, dass wettbewerbsfähige Energiepreise auch
für die Konkurrenzfähigkeit der deutschen Industrie auf den
globalen Märkten überlebenswichtig seien. “Eigentlich bräuchten wir
- wie bei Erdöl und Erdgas - einen einheitlichen Weltpreis für
Strom - zumindest aber einen in Europa einheitlichen Preis”,
konstatierte der Referent, der auch für den Bereich der
Energiepolitik in der FDP die einzige Partei zu erkennen glaubt,
die auch hier eine “rationale Politik der Vernunft” mache.
Positiv äußerte sich Dr. Wissing zum weiteren
Ausbau der Windenergie, weil diese im Gegensatz zur Solarenergie
auch zur Abdeckung der Grundlast eingesetzt werden könne. Hier
sprach er sich aber für die Bündelung von Windkraftanlagen aus, die
z.B. auch auf frei werdenden Konversionsflächen durch die
Zusammenarbeit mehrerer Gemeinden in Zweckverbänden errichtet
werden könnten. “Aber auch hierzu hätte die Landesregierung längst
eine das ganze Land umfassende Zielplanung erstellen müssen”, rügte
Dr. Wissing.
Bei Einführung neuer Technologien Chancen und
Risiken stärker abwägen.
Überhaupt
müssten bei de Entwicklung und Umsetzung neuer Technologien wieder
verstärkt Vorteile und Risiken gegeneinander abgewogen werden. “Das
Automobil ist bis heute die für den Menschen mit Abstand
gefährlichste Technologie”, stellte Dr. Wissing fest und verwies
auf die vielen Toten und Verletzten auf unseren Straßen. “Aber käme
deshalb jemand auf die Idee, das Automobil als Ausweis von
Individualität und Mobilität in unserer Gesellschaft zu verbieten?”
Auch andere, neue Technologien sollten deshalb nach vergleichbaren
Maßstäben beurteilt werden.
Mit dem Thema “Finanzen” begann das Referat von Dr.
Volker Wissing an diesem Abend - mit dem Thema “Finanzen” rundete
es sich, als er auf die Gefahren verwies, die mit den derzeitigen
Niedrigzinsen verbunden seien. “Das derzeitige Zinsniveau gefährdet
langfristig unsere Altersversorgung”, warnte er. Bei 2 Prozent
Inflation seien 1,75 % Zinsen nicht mehr auskömmlich - und auch die
Garantiezinsen von Lebensverssicherungen könnten dadurch in Gefahr
geraten. “Deutschland hat derzeit rund 2 Billionen Euro
Staatsschulden”, stellte der Haushaltsexperte fest,“wir brauchen
deshalb auch Wachstum, um die Zinsen auf diese Verbindlichkeiten
dauerhaft bezahlen zu können”. Schon bei den gegenwärtig niedrigen
Zinssätzen zahle Deutschland jährlich rund 40 Milliarden Euro
allein an Zinsen. Da würden auch die von SPD und Grünen geforderte
Erhöhung der Spitzensteuersätze nicht helfen, bringe diese doch pro
Prozentpunkt lediglich 128 Millionen Euro zusätzliche Einnahmen in
die Steuerkassen - und das mit degressiver Tendenz.
Die FDP könne deshalb zuversichtlich in die nächste
Bundestagswahl gehen, verfüge sie doch über den besseren und
konsistenteren Politikentwurf für die Zukunft, stellte Dr. Wissing
zum Abschluss seiner Ausführungen fest. Während SPD und Grüne die
Schuldenlast weiter erhöhen wollten, biete die FDP den Bürgern die
Chancen und Möglichkeiten, ein selbstbestimmtes und zukunftsfähiges
Leben zu gestalten.
In der anschließenden Aussprache zeigte sich Dr.
Wissing auch auf den zahlreichen anderen in die Diskussion
gebrachten Politikfeldern überaus beschlagen: Von der Problematik
der Belastung von Hebammen durch sprunghaft gestiegenen Prämien für
ihre Berufshaftpflicht, über das zuletzt viel diskutierte
Betreuungsgeld - Wissing: “Das ist das innerparteiliche Problem
unseres Koalitionspartners” - bis hin zu Detailfragen der
Bundeswehrreform - zu allen Fragen zeigte er sich umfassend
informiert und bestens vorbereitet.
So blieb
dem FDP-Kreisvorsitzenden Konrad Reichert am Ende nur, Dr. Volker
Wissing den Dank der von soviel Detailwissen tief beeindruckten
Parteifreunde auszusprechen.
Nach mehr als zweistündiger politischer Diskussion
mußte sich die Versammlung dann noch einer wichtigen Formalie
unterziehen: Es galt, die Vertreter zur Landesvertreterversammlung
zur Aufstellung der Landesliste zur Bundestagswahl 2013 zu wählen.
Hierzu bestimmte der Parteitag - in der Reihenfolge der auf sie
entfallenen Stimmen - Konrad Reichert, Uta Mattern, Herbert Janda,
den Europaabgeordneten Jürgen Creutzmann, Thomas Brammer-Türk sowie
Sigrid Reichert. Sie werden im September nach Mainz reisen, um dort
eine Landesliste aufzustellen, auf der sicher auch der Referent des
Abends, der Bundestagsabgeordnete Dr. Volker Wisssing, wieder einen
aussichtsreichen vorderen Platz einnehmen wird. Foto:
gc
22.06.2012
Sexueller Missbrauch
Dr. Axel Wilke: Strafbarkeitslücke bei sexuellem
Missbrauch zügig schließen
Der rechtspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Dr. Axel
Wilke begrüßt, dass Justizminister Hartloff nun offensichtlich doch
gesprächsbereit zu einem Antrag der CDU-Landtagsfraktion ist.
Dieser sieht vor, eine Strafbarkeitslücke beim sexuellen Missbrauch
von Schülern durch Lehrer zu schließen. Die CDU-Landtagsfraktion
hatte einen entsprechenden Antrag im April im Landtag eingebracht.
Nachdem der Bundesgerichtshof diese Woche seine Rechtsprechung aus
den 60er Jahren bestätigt hat, dass eine sexuelle Beziehung eines
Lehrers zu Schülern unter 16 Jahren nicht in jedem Fall strafbar
ist, verleiht diesem Antrag ganz neue Aktualität. "Ich freue
mich, dass nun endlich auch der Justizminister die Brisanz des
Themas erkannt hat. In der vergangenen Plenarsitzung hat er unserem
Antrag noch sehr skeptisch gegenüber gestanden. Das Thema duldet
aber keinen Aufschub. Immer wieder kommt es zu Fällen, in denen
offensichtlich strafwürdiges Verhalten einzelner Lehrer ohne
strafrechtliche Folgen bleibt, weil das von Strafgesetz geforderte
Obhutsverhältnis nicht festgestellt werden kann. Erinnern wir
uns an den Fall eines Lehrers aus dem Kreis Neuwied, der im
vergangenen Jahr vom Oberlandesgericht Koblenz freigesprochen
wurde, was damals zu zahlreichen empörten Reaktionen in der
Bevölkerung und bei Kinderschutzorganisationen führte. Aus der
Erkenntnis muss jetzt aber auch ein zügiges Handeln folgen. Bayerns
Justizministerin Merk hat einen Vorschlag gemacht. Ich erwarte von
der Justizministerkonferenz, die diese Woche tagt, einen
Durchbruch. Hierfür ist aber alles andere als hilfreich, wenn
Minister Hartloff heute in der Presse für die Einrichtung eines
Arbeitskreises plädiert, der das Ganze nur unnötig auf die lange
Bank schieben würde. Deshalb war und ist unser Antrag der
CDU-Landtagsfraktion wichtig."
Hintergrund: Nach der derzeitigen Regelung im Strafgesetzbuch (§
174 Abs. 1 S. 1 StGB) ist nicht jeder sexuelle Kontakt zwischen
einem Lehrer und einem unter 16jährigen Schüler strafbar. Denn nach
dem Wortlaut des Gesetzes müssen Schüler unter 16 Jahren dem Lehrer
„zur Erziehung anvertraut“ sein. Fehlt es an diesem
Anvertraut-Sein, fallen sexuelle Kontakte nicht unter die
Vorschrift des Gesetzes. Zur Erziehung anvertraut ist der
Jugendliche nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes, die
dieser erst in dieser Woche wieder bestätigt hat, nämlich nur
demjenigen, der verpflichtet ist, die Lebensführung des
Jugendlichen und damit dessen geistige und sittliche Entwicklung zu
überwachen und zu leiten.
Im Ergebnis fallen daher nicht alle sexuellen Kontakte zwischen
einem Lehrer und einem unter 16-jährigen Schüler unter die
Vorschrift des Gesetzes. Denn nach herrschender Meinung in
Rechtsprechung und Literatur sind Schüler zwar dem sie
unterrichtenden eigenen Lehrer sowie dem Schulleiter anvertraut, in
der Regel aber nicht anderen Lehrern ihrer Schule.
Bei der Anwendung dieser Grundsätze können z.B. Zweifel
bestehen, ob ein Schüler einem Lehrer „zur Erziehung anvertraut“
ist, wenn ein Lehrer den Schüler nur aushilfsweise betreut. Eine
Verurteilung wegen sexuellen Missbrauchs kann dann von Zufällen
abhängen – etwa von der konkreten Zahl von Vertretungsstunden, die
der Lehrer gehalten hat oder der Größe der Schule.
Die derzeitige Gesetzeslage, die unter bestimmten
Voraussetzungen eine Straflosigkeit ermöglicht, soll daher geändert
werden. Diese Änderung des Strafgesetzbuchs soll darauf zielen,
dass künftig jede sexuelle Handlung eines Lehrers oder einer
Lehrerin mit einer unter 16-jährigen Schülerin bzw. einem unter
16-jährigen Schüler der gleichen Schule grundsätzlich zur
Strafbarkeit führt.
Antrag LANDTAG RHEINLAND-PFALZ Drucksache 16/1192 16.
Wahlperiode 26. 04. 2012
Antrag der Fraktion der CDU Schüler besser vor sexuellem
Missbrauch schützen – Strafbarkeitslücke schließen
Der Landtag stellt fest:
Der Lernort Schule ist für die Entwicklung und Ausbildung junger
Menschen von wesent licher Bedeutung. Er soll Schüler zu
eigenverantwortlichem Handeln mit dem Ziel der freien Entfaltung
der Persönlichkeit erziehen und eine Orientierung in der modernen
Welt ermöglichen. Hieraus, aber auch aus dem Grundsatz der
staatlichen Schulpflicht ergibt sich, dass Schüler im schulischen
Raum unter uneingeschränktem staatlichen Schutz stehen. Dieser
Schutz umfasst auch den umfassenden Schutz von Schülern vor
sexuellen Grenzüberschreitungen. Eltern erwarten deshalb, dass eine
Verletzung dieser Pflichten in jedem Fall strafrechtlich verfolgt
und sanktioniert wird.
Die derzeitige Regelung im Strafgesetzbuch – § 174 Abs. 1 Nr. 1
StGB – wird diesem Anspruch nicht immer gerecht. Denn nach dem
Wortlaut des Gesetzes müssen Schüler unter 16 Jahren dem Lehrer
„zur Erziehung anvertraut“ sein. Fehlt es an diesem
Anvertraut-Sein, fallen sexuelle Kontakte nicht unter die
Vorschrift des Gesetzes.
Zur Erziehung anvertraut ist der Jugendliche nach der
Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes nämlich nur demjenigen, der
verpflichtet ist, die Lebensführung des Jugendlichen und damit
dessen geistige und sittliche Entwicklung zu überwachen und zu
leiten (BGHSt 21, 196; BGH, NStZ 89, 21).
Im Ergebnis fallen daher nicht alle sexuellen Kontakte zwischen
einem Lehrer und einem unter 16-jährigen Schüler unter die
Vorschrift des Gesetzes. Denn nach herrschender Meinung in
Rechtsprechung und Literatur sind Schüler zwar dem sie
unterrichtenden eigenen Lehrer sowie dem Schulleiter anvertraut, in
der Regel aber nicht anderen Lehrern ihrer Schule. Es kommt hier
auf die tatsächlichen Verhältnisse des Einzelfalles an (vgl. BGHSt,
19, 163; Schönke/Schröder-Perron/Eisel, StGB, 2010, § 174 Rn. 6;
Lackner-Kühl, StGB, 2011, § 174 Rn. 7).
Bei der Anwendung dieser Grundsätze können z. B. Zweifel
bestehen, ob ein Schüler einem Lehrer „zur Erziehung anvertraut“
ist, wenn ein Lehrer den Schüler nur aushilfsweise betreut. Eine
Verurteilung wegen sexuellen Missbrauchs kann dann von Zufällen
abhängen – etwa von der konkreten Zahl von Vertretungsstunden, die
der Lehrer gehalten hat. Hierdurch bedingt sind in der
Vergangenheit einzelne Entscheidungen, die das derzeit geltende
Recht anwenden, auf Unverständnis in der Bevölkerung gestoßen. In
der öffentlichen Wahrnehmung wird es vielmehr als
selbstverständlich vorausgesetzt, dass sexuelle Übergriffe im
schulischen Umfeld auf unter 16Jährige generell strafbar sind.
Diese Lücke im Gesetz muss geschlossen werden. Schüler müssen im
schulischen Raum vor sexuellen Übergriffen geschützt sein –
gegenüber jedem Lehrer ihrer Schule und unabhängig vom
Stundenplan.
Die derzeitige Gesetzeslage, die unter bestimmten
Voraussetzungen eine Straflosigkeit ermöglicht, soll daher geändert
werden. Diese Änderung des Strafgesetzbuchs soll darauf zielen,
dass künftig jede sexuelle Handlung eines Lehrers oder einer
Lehrerin mit einer unter 16-jährigen Schülerin bzw. einem unter
16-jährigen Schüler der gleichen Schule grundsätzlich zur
Strafbarkeit führt. Das Bayerische Staatsministerium der Justiz und
für Verbraucherschutz hat bereits einen entsprechenden Vorschlag
unterbreitet.
Vor diesem Hintergrund fordert der Landtag die Landesregierung
dazu auf, eine Bundes ratsinitiative zur Änderung des
Strafgesetzbuches zu ergreifen. Hierzu soll § 174 Abs. 1 Nr. 1 StGB
dahingehend ergänzt werden, dass nicht nur die Täter er fasst
werden, die den Jugendlichen selbst erziehen, ausbilden oder
betreuen, sondern auch die, die Weisungsbefugnisse besitzen und die
so begründete Abhängigkeit zu einem sexuellen Verhältnis ausnutzen.
Für die Fraktion: Hans-Josef Bracht
Eine Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz,
Mainz www.cdufraktionrlp.de
13.06.2012
Proteste an der Uni Trier
Dorothea Schäfer: Spitze des Eisbergs
Die hochschulpolitische Sprecherin Dorothea Schäfer, MdL,
kritisiert den hochschulpolitischen Kurs der Landesregierung
scharf. Man könne nicht über Jahre die rheinland-pfälzischen
Hochschulen dazu anhalten die Studierendenzahlen über das
bundesweit vereinbarte Maß hinaus zu steigern und
gleichzeitig die dafür notwendigen Mittel einsparen. Mit
einer solchen Politik fahre man die Hochschulen finanziell vor die
Wand.
„Die heutigen Proteste in Trier machen die Fehlsteuerung der
Rot-Grünen Landesregierung deutlich! Trier ist kein Einzelfall,
sondern erst die Spitze des Eisbergs. Denn was für Trier gilt, gilt
genauso für die anderen Hochschulstandorte. An den
rheinland-pfälzischen Hochschulen rumort es gewaltig. Man kann sich
nicht über Jahre mit steigenden Studierendenzahlen schmücken und
die Hochschulen anschließend finanziell im Regen stehen lassen. Die
damit verbundene Unsicherheit an den Hochschulen ist Gift für die
wissenschaftliche Arbeit und schreckt den wissenschaftlichen
Nachwuchs ab. Rot-Grün steht nun vor dem Scherbenhaufen einer
völlig aus dem Ruder gelaufenen Hochschulplanung. Es ist ein großer
Verdienst der Demonstranten in Trier auf diesen Missstand lautstark
hinzuweisen.“, so Schäfer. Die CDU-Landtagsfraktion wird die
Proteste an der Universität Trier im Landtag thematisieren.
Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz,
Mainz www.cdufraktionrlp.de
13.06.2012
Kommunalbericht des Rechnungshofs: Dramatische Verschuldung der Kommunen
Anke Beilstein: Schallende Ohrfeige für
Landesregierung
Die Verschuldung der rheinland-pfälzischen Städte, Gemeinden und
Landkreise geht ungebremst weiter und erreicht Rekordniveau. Alle
so genannten „Initiativen“ der rot-grünen Landesregierung haben
bisher keine Wirkung gezeigt und greifen zu kurz. Das ist nach
Ansicht der kommunalpolitischen Sprecherin der
CDU-Landtagsfraktion, Anke Beilstein, das Fazit des jüngsten
Kommunalberichts des Landesrechnungshofs.
„Die Zahlen und Schlussfolgerungen des Landesrechnungshofs sind
eine schallende Ohrfeige für die kommunalfeindliche Politik dieser
Landesregierung. Trotz zunehmender Einnahmen hat das
Finanzierungsdefizit der rheinland-pfälzischen Kommunen ein
Rekordniveau von insgesamt 9,4 Milliarden Euro erreicht. In
Rheinland-Pfalz bleiben seit mittlerweile 22 Jahren die kommunalen
Einnahmen hinter den Ausgaben zurück. Eine vergleichbare
Entwicklung gibt es in keinem anderen Flächenland, erklärt der
Rechnungshof. Allein die nackten Zahlen sind erschreckend. Doch
statt zu handeln, schiebt die Landesregierung die Schuld lieber auf
den Bund oder die Wirtschaftslage.“
Die Folgen der kommunalfeindlichen Politik der Landesregierung
würden von Kommunalbericht zu Kommunalbericht deutlicher, so
Beilstein. Zwar müssten auch die Kommunen selbst ihre Hausaufgaben
machen und sparen, aber die Schulden der Gemeinden und
Gemeindeverbände von insgesamt 11,1 Milliarden Euro im Jahre 2011
hätten nicht die Städte, Gemeinden und Landkreise zu verantworten.
Die daraus resultierende Pro-Kopf-Verschuldung von 2.921 Euro liege
danach um fast 70 Prozent über dem Durchschnitt der kommunalen
Schulden der anderen Flächenländer. Dazu komme eine desaströse
Entwicklung der Kassenkredite. Der Pro-Kopf-Betrag dieser Schulden
in Rheinland-Pfalz von 1.444 Euro übertreffe den Länderdurchschnitt
um mehr als 160 Prozent.
Gleichzeitig stelle der Rechnungshof auch dem Kommunalen
Entschuldungsfonds, den die Landesregierung als allein seligmachend
preise, kein gutes Zeugnis aus. Am Ende der Laufzeit des Fonds im
Jahre 2026 sollten zwar 3,1 Millionen Euro an Altschulden abgebaut
sein, gleichzeitig entstünden aber neue Schulden von
voraussichtlich 4,5 Milliarden Euro. „Damit hat der so genannte
„Entschuldungsfonds“ seine Aufgabe glatt verfehlt.“
Auch die Kommunal- und Verwaltungsreform in ihrer derzeitigen
Ausprägung, so der Rechnungshof, leiste nur einen so wörtlich
„unwesentlichen Konsolidierungsbeitrag“. Der Rechnungshof schließe
sich hier der Haltung der CDU-Landtagsfraktion an, dass es einer
Reform aus einem Guss unter Einbeziehung aller kommunalen Ebenen
bedürfe.
„Es ist allerhöchste Zeit, dass die Landesregierung ihre
Hausaufgaben erledigt und einen zukunftsweisenden Kommunalen
Finanzausgleich initiiert. Gleichzeitig muss die derzeitige
Kommunal- und Verwaltungsreform auf den Prüfstand.“
Im Einzelnen fordert die CDU-Landtagsfraktion:
• Überprüfung der Relation Allgemeine
Zuweisungen/Zweckzuweisungen,
• Überprüfung der Befrachtungen des KFA,
• Überprüfung der Angemessenheit von Finanzleistungen des
Landes an die Kommunen außerhalb des LFAG,
• Moratorium bei der Übertragung weiterer kostenträchtiger
Aufgaben auf die Kommunen (z.B. kostenlose Schülerbeförderung und
ÖPNV),
• Überprüfung bzw. Lockerung von Standards sowie
Aufgabenrückführungen,
• Moratorium bei den anstehenden Zwangsfusionen, damit
Webfehler in der jetzigen Kommunal- und Verwaltungsreform nicht
weiter zementiert werden und gemeinsame Entwicklung einer weiter
reichenden Reform unter Einbeziehung von Kreisgrenzen,
• Bei allen anstehenden Ausgabe wirksamen Entscheidungen
des Landtages künftig eine „Konzernbetrachtung“ von Land und
Kommunen vornehmen mit Blick auf die Verpflichtung des Landes auf
ordnungsgemäße Finanzausstattung der Kommunen einerseits sowie
Einhalten der Schuldenbremse andererseits,
• Stärkere Berücksichtigung kommunaler Finanzbelange im
Bundesrat,
• Herstellung von Transparenz bei der Neugestaltung des KFA
und nachvollziehbare Begründung),
• Erarbeitung von Regelungsmechanismen, die die
Beobachtungs- und Anpassungspflicht des Landes im Hinblick auf
einmal getroffene finanzausgleichsrechtliche Entscheidungen
praktisch ermöglichen. CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz,
Mainz, Pressestelle www.cdufraktionrlp.de
05.06.2012
Arbeitsbedingungen für Paketzusteller verbessern
Dr. Tanja Machalet: Arbeitsbedingungen für
Paketzusteller verbessern
"Die aktuelle Berichterstattung über die Undercover-Recherche
des Journalisten Günter Wallraff in der Paketzustellerbranche macht
deutlich, dass der Trend zum Subunternehmertum bei den
Paketdienstleistern zu einer Abwärtsspirale bei Arbeitsbedingungen
und Arbeitsentgelt führt, an deren Ende die Paketzusteller/-innen
als schwächstes Glied stehen. Aus unserer Sicht herrscht dringender
Handlungsbedarf. Bei der heutigen Auswertung der Anhörung im
Sozialpolitischen Ausschuss des Landtags zum Antrag der
Koalitionsfraktionen ,Für faire Arbeitsbedingungen für die
Fahrerinnen und Fahrer in der Paketzustellung' hat die CDU-Fraktion
die Zustimmung verweigert. Damit wird einmal mehr deutlich, dass
sie an einer nachhaltigen Bekämpfung menschenunwürdiger
Arbeitsbedingungen kein Interesse hat. Prekäre
Beschäftigungsverhältnisse und schlechte Arbeitsbedingungen sind
für uns nicht hinnehmbar, in keiner Branche. Vor diesem Hintergrund
wird sich die SPD-Landtagsfraktion weiter für die Einführung eines
gesetzlichen Mindestlohns, genau so wie für die konsequente
Einhaltung arbeits- und sozialrechtlicher Vorschriften einsetzen",
so die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion,
Dr. Tanja Machalet. SPD-Landtagsfraktion,
Mainz, Pressestelle www.spdfraktion-rlp.de
31.05.2012
Organspende - „Richtig. Wichtig. Lebenswichtig!“
Anklam-Trapp: Organspende - „Richtig. Wichtig.
Lebenswichtig!“
Zum Tag der Organspende am 2. Juni 2012 erklärt die Vorsitzende
des Arbeitskreises für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie,
Kathrin Anklam-Trapp: „Als SPD-Landtagsfraktion begrüßen wir
ausdrücklich den bundesweiten Tag der Organspende, der die große
Bedeutung und Chance der Organspende in den Vordergrund stellt.
Dieser Tag steht stellvertretend für die Hoffnung Zehntausender
Menschen, die eine Transplantation benötigen. Ziel ist die
Sensibilisierung und Aufklärung der Bevölkerung für dieses überaus
wichtige Thema. Mit der Motivation zur Organspende wird Leben
gespendet. Deshalb unterstützt die SPD-Landtagsfraktion die vom
Bundestag beschlossene Reform des Transplantationsgesetzes. Darin
ist vorgesehen, dass alle Krankenversicherten über 16 Jahre
ausführliche Informationen zum Thema Organspende erhalten. Ferner
sollen sie in einem Brief eine Aufforderung finden, den
mitgeschickten Ausweis auszufüllen. Eine Pflicht zur Entscheidung
besteht nicht.“ In diesem Jahr lautet das Motto „Richtig. Wichtig.
Lebenswichtig!“. Die zentrale Veranstaltung findet in Dresden
statt. Zum 30. Mal wird der erste Samstag im Juni der Organspende
und Transplantation gewidmet. SPD-Landtagsfraktion,
Mainz, Pressestelle www.spdfraktion-rlp.de
31.05.2012
Organspende/Beschluss Bundestag
Dr. Peter Enders: Entscheidungslösung kann Bereitschaft zur
Organspende erhöhen
Zum heutigen Beschluss des Deutschen Bundestages zur Einführung
der Entscheidungslösung bei der Organspende erklärt der
gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Dr. Peter
Enders: „Ich wünsche mir, dass die Zahl der Organspender
steigt. Dazu kann die Entscheidungslösung beitragen. Es ist ein
gutes Signal, dass die Politik mit dieser Reform die Organspende
parteiübergreifend fördert. In Deutschland warten etwa 12.000
Menschen auf ein lebensrettendes Spenderorgan. Jährlich sterben rd.
1.000 Menschen, weil kein geeignetes Organ zu Verfügung steht. Denn
die Zahl der vorhandenen Spenderorgane deckt bei weitem nicht den
Bedarf. Laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sind 75
Prozent der Befragten zu einer Organspende bereit.
Allerdings haben nur 25 Prozent einen Organspendeausweis.
Notwendig ist deshalb eine Regelung, die alle Bürgerinnen und
Bürger für diese Problematik sensibilisiert und deutlich macht,
dass jeder ein potentieller Spender und Empfänger ist. Das ist das
Ziel der sog. Entscheidungslösung, bei der jeder Bürger regelmäßig
durch die Krankenkasse mit der Frage nach seiner Bereitschaft zur
Organspende konfrontiert wird. Dabei geht es nicht um Zwang.
Niemand muss sich erklären und natürlich muss niemand ein Organ
spenden aber jeder soll sich Gedanken über dieses wichtige Thema
machen.“ Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion
Rheinland-Pfalz, Mainz www.cdufraktionrlp.de
26.05.2012
Arbeitskreis Medien der SPD-Fraktion testet Kinderfernsehen / Haller: Warnhinweise ernst nehmen
Der Arbeitskreis für Medien und Netzpolitik der
SPD-Landtagsfraktion hat einen Nachmittag und einen frühen Morgen
lang das Fernsehangebot für Kinder verfolgt und analysiert.
Gemeinsam mit Medienpädagogin Anja Naumer von der Landeszentrale
für Medien und Kommunikation machten sich die Abgeordneten ein Bild
von den Sehgewohnheiten und medialen Bedürfnissen kleiner Kinder.
Als Orientierungspunkt dienten die Sendungsbewertungen des
Ratgebers Flimmo, in dem die Landesmedienanstalten Fernsehsendungen
auf Kindertauglichkeit bewerten lassen.
"Es hat sich deutlich gezeigt, wie notwendig solche
Orientierungshilfen für Eltern sind und dass man auch dezente
Warnhinweise in Kinderfernseh-Ratgebern wie Flimmo unbedingt ernst
nehmen sollte", sagt Martin Haller, medien- und netzpolitischer
Sprecher der SPD-Landtagsfraktion. "Wir haben viele Sendungen
getestet, die laut Flimmo-Bewertung für Kinder interessant sind,
nicht ausdrücklich als ungeeignet deklariert werden, aber dennoch
einige ,Ecken und Kanten' aufweisen. Unsere Wahrnehmung war
durchweg: Was nicht ausdrücklich als kindgerecht ausgewiesen war,
hätte man Kinder nicht ohne Aufsicht ansehen lassen können. Ob in
einer Real Life Doku Menschen der Lächerlichkeit preisgegeben oder
in Scripted-Reality-Serien erfundene Schicksale realistisch
inszeniert werden: Bei einem Kind, das beim Fernsehen immer auch
nach Orientierung und Vorbildern sucht, kann durch derartigen
medialen Sondermüll ein absurdes Bild der Realität vermittelt
werden", erklärt Haller. Bei ihrem Selbstversuch erlebten die
Abgeordneten wie geschickt derartige Sendungen auch an Neugier,
Voyeurismus und Schamgefühl erwachsener Zuschauer anknüpfen.
Auch wenn die als kindgerecht eingestuften Sendungen von den
Abgeordneten durchgängig als unproblematisch oder empfehlenswert
wahrgenommen wurden, sieht Haller aggressive Werbung auf privaten
Kindersendern als hochproblematisch. "Diese Werbung ist oft
rücksichtslos darauf ausgerichtet, Kinder zum Konsumterror zu
verleiten. Hier müssen diese Sender künftig mehr Verantwortung an
den Tag legen. Solange dies nicht geschieht, ist es notfalls an den
Eltern, mit der Fernbedienung abzustimmen", betont Haller.
SPD-Landtagsfraktion, Mainz, Pressestelle www.spdfraktion-rlp.de
26.05.2012
Kleine Realschulen plus
Bettina Dickes: Landesregierung muss Trägern von kleinen
Realschulen plus Planungssicherheit geben
Die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion,
Bettina Dickes, kritisiert die Sprachlosigkeit der Landesregierung
im Hinblick auf die Zukunft von Realschulen plus mit geringen
Anmeldezahlen. Auf Nachfrage der CDU-Landtagsfraktion in der
gestrigen Sitzung des Bildungsausschuss des rheinland-pfälzischen
Landtages musste die Landesregierung einräumen, dass aktuell 29
Realschulen plus nicht genug Anmeldungen aufweisen, um die
gesetzlich vorgeschriebene Mindestzügigkeit zu erreichen. Zu einer
Erläuterung, wie sie mit diesem Problem umgehen will, sah sie sich
allerdings nicht in der Lage. Stattdessen verwies sie auf die
Schulträger.
„Die Schulstrukturreform sollte eine Antwort auf die
zurückgehenden Schülerzahlen geben. Wenn jedoch noch vor Ende der
Einführungsphase 29 von 194 Realschulen plus nach geltendem Recht
zu wenig Schüler haben, besteht die Gefahr, dieses Ziel krachend zu
verfehlen. Die Landesregierung ist aufgefordert, nachzusteuern und
den Schulen und Schulträgern einen verlässlichen Planungshorizont
zu eröffnen. Wenn auch kleine Schulen gewollt sind, muss die
Mindestzügigkeit verändert, müssen die pädagogischen
Rahmenbedingungen an kleine Realschulen plus angepasst und muss der
Schulbau auf diese Herausforderungen zugeschnitten werden.
Einfach abzuwarten und die Schulträger alleine zu lassen, zeigt
wenig bildungspolitische Kompetenz und ist unfair gegenüber den
Schulgemeinschaften und Schulträgern. Die Landesregierung muss sich
positionieren, ob sie auch kleine Realschulen plus will. Sie muss
dann entweder die Schulen angemessen ausstatten, so dass sie auch
zukünftig erfolgreich arbeiten können oder den Schulträgern reinen
Wein über die perspektivische Schließung dieser Schulen
einschenken. Man kann nicht die Rahmenbedingungen setzen, die
unangenehmen Konsequenzen aber die Schulträger ausbaden lassen.“
Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz,
Mainz www.cdufraktionrlp.de
26.05.2012
Wehner: Spekulationen mit Agrarrohstoffen und Lebensmittelverschwendung Thema im Parlament
"Handel und Spekulationen mit Agrarrohstoffen dürfen nicht dazu
führen, dass durch deren künstliche Verteuerungen Hunger in der
Welt nicht beseitigt werden kann", erklärt der agrarpolitische
Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Thorsten Wehner. Es dränge sich
die Frage auf, ob börsengehandelte Anlageprodukte auf der Basis von
Grundnahrungsmitteln, die von den Finanzinstituten aufgelegt
würden, überhaupt notwendig seien. Große Finanzinstitute waren im
vergangenen Jahr in die Kritik geraten, da ihnen vorgeworfen wurde,
sie verschärften mit Spekulationen an den Nahrungsmittelmärkten den
weltweiten Hunger. Auch die Landwirte in Europa sind von der
Spekulation mit agrarischen Rohstoffen betroffen. So sind etwa
Getreide, Mais und Reis weltweit extremen Preisschwankungen
unterlegen.
"Auf Initiative von SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat der
Landwirtschaftsausschuss des rheinland-pfälzischen Landtags
beschlossen, eine Anhörung zum Thema Nahrungsmittelspekulation
durchzuführen", teilt Wehner mit.
Zum Thema Lebensmittelverschwendung haben die Landtagsfraktionen
von SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ebenfalls eine Anhörung
beschlossen und unter dem Titel "Lebensmittel mehr wertschätzen und
weniger verschwenden" einen parlamentarischen Antrag eingebracht
(Drucksache 16/1198).
"Wir müssen weg von der Illusion, dass Obst und Gemüse mit
leichten Schönheitsfehlern nicht genießbar ist. Und wir müssen weg
von dem Glauben, dass alleine das Mindesthaltbarkeitsdatum auf
einem Produkt Indiz für dessen gesundheitliche Unbedenklichkeit
ist", erklärt Wehner. SPD-Landtagsfraktion, Mainz,
Pressestelle
24.05.2012
dbb rheinland pfalz fordert Spiel mit offenen Karten
Lilli Lenz: Chance zur Neugestaltung der Bezahlung darf
nicht durch Überfalltaktik vertan werden
Mit dem heute im Finanzministerium dem Vernehmen nach
stattfindenden Ressortbeteiligungsgespräch gibt es keinen Zweifel
mehr: Die Landesregierung drückt bei der noch ausstehenden Etappe
der Dienstrechtsreform - Schaffung eines neuen eigenständigen
rheinlandpfälzischen Besoldungs- und Versorgungsrechts - auf die
Tube. Entgegen früherer Ankündigungen soll das neue Recht Mitte
2013 und nicht erst ein halbes Jahr später in Kraft treten.
Die dbb Landesvorsitzende Lilli Lenz befürchtet nun, dass die
Landesregierung die gewerkschaftlichen Spitzenorganisation wieder
einmal nur im Rahmen des beamtenrechtlich geschuldeten Mindestmaßes
einbinden wird unter Verweis auf die angebliche Eilbedürftigkeit.
Lilli Lenz: „Wenn es ums Geld geht, ist jeder sensibel. Da kommt es
ganz schlecht, wenn uns am Ende ein 500-seitiger Entwurf in den
Schoß geworfen wird mit der Maßgabe, uns quasi morgen dazu
abschließend zu äußern.“
Der Hauptvorstand des dbb rheinland-pfalz hat in seiner
Mai-Sitzung deshalb nicht umsonst festgestellt: „Mit der
Gesetzgebungskompetenz für das Besoldungs-, Versorgungsund
Laufbahnrecht hat das Land Rheinland-Pfalz 2006 nicht nur das Recht
zur Regelung, sondern auch die Pflicht zur verantwortungsvollen
Ausgestaltung der Regelungen erhalten. Dieser Pflicht entspricht
es, die gesetzlich einzubindenden, gewerkschaftlichen
Spitzenorganisationen voll zu beteiligen. Es bietet sich in
Ausfüllung der landeseigenen Gesetzgebungskompetenz die Chance,
gemeinsam mit den Gewerkschaften und Verbänden der Beamten und
Versorgungsempfänger Regelungen zu erarbeiten, die den öffentlichen
Landes- und Kommunaldienst zukunftssicher machen. Das erfordert
Information, Diskussion und Austausch. Das erfordert Zeit.“
Lilli Lenz: „Die Neuordnung von Besoldung und Versorgung in
Rheinland- Pfalz muss unbedingt mit den Beamtinnen und Beamten und
nicht gegen oder ohne sie realisiert werden. Deshalb fordern wir
umfassende frühzeitige Informationen, großzügige mehrmonatige
Stellungnahmefristen und Offenheit für gewerkschaftliche
Vorschläge.“ dbb - beamtenbund und tarifunion - landesbund
rheinland-pfalz, Presse
15.05.2012
Eiswein/Höfken
Christine Schneider/Horst Gies: Keine Schnellschüsse zu
Lasten unserer Winzer
Zu den Überlegungen von Weinbauministerin Höfken zur Einführung
zusätzlicher Kontrollen bei der Erzeugung von Eiswein erklären die
Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses im rheinland-pfälzischen
Landtag, Christine Schneider, und der weinbaupolitische Sprecher
der CDU-Landtagsfraktion, Horst Gies:
„Die Erzeugung von Eiswein ist extrem wetterabhängig und deshalb
immer mit einem besonderen Risiko verbunden. Das weiß jeder Winzer.
Es gibt klare gesetzliche Regelungen, die das Qualitätsprodukt
Eiswein und den Verbraucher schützen. Dass nach Angaben der
Landesregierung über 90 Prozent des geernteten Eisweins den
gesetzlichen Mindestanforderungen nicht genügen, ist allerdings
außergewöhnlich. In einer solchen Situation sofort nach mehr
Kontrolle und gesetzlichen Änderungen zu rufen, wie es die grüne
Landwirtschaftsministerin jetzt tut, wird der Sachlage nicht
gerecht. Ich rate sehr dazu, die Dinge in Ruhe anzugehen und im
zuständigen Landwirtschaftsausschuss gemeinsam mit externen
Fachleuten zu besprechen. Schnellschüsse zu Lasten unserer Winzer
kann die Branche nun wirklich nicht gebrauchen.“ Presseinformation
der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz, Mainz www.cdufraktionrlp.de
09.05.2012
Nürburgring/Ministerin Lemke bei SWR „Zur Sache Rheinland-Pfalz“
Christian Baldauf: Lemke redet sich um Kopf und
Kragen
Der gestrige Auftritt von Wirtschaftsministerin Lemke zum Thema
Nürburgring im SWR Polit-Magazin „Zur Sache Rheinland-Pfalz“ fällt
aus Sicht des stellvertretenden Vorsitzende der
CDU-Landtagsfraktion, Christian Baldauf, in die Kategorie „planlos
in Mainz“. Konfrontiert mit ihrer vor der Landtagswahl getroffenen
Aussage, der Pachtvertrag mit den Herren Richter und Lindner sei
ein „Skandal erster Güte“, meinte Lemke nun: „Wir wollen die
Vergangenheit abkoppeln“.
Zugleich streute sie Nebelkerzen über die Folgen und Adressaten
möglicher finanzieller Rückforderungen der EU und deutete weitere
Zahlungen aus dem Landeshaushalt für eine möglich Neustrukturierung
des Nürburgrings an.
„Frau Lemke redet sich um Kopf und Kragen. Das Tempo, mit der
sie und ihre grünen Mitwackeldackel immer wieder Positionen aus
ihrer APO-Zeit über den Haufen werfen, ist atemberaubend. Anstatt
Transparenz zu schaffen und die Fehler der Vergangenheit als
Voraussetzung für eine vernünftige Zukunftsplanung aufzuarbeiten,
will man die Vergangenheit schlichtweg vergessen. Das ist bei dem
Dauerdesaster Nürburgrung zwar menschlich verständlich aber in der
Sache wenig zielführend und noch weniger glaubwürdig. Ausgerechnet
die Grünen wollen jetzt sogar noch weiteres Geld in den Nürburgring
pumpen.
Glaubwürdig ist es auch nicht, wenn Frau Lemke den Eindruck zu
erwecken versucht, die Landesregierung arbeite mit der
EU-Kommission im engen Schulterschluss zusammen. Das Gegenteil ist
der Fall: Die EU-Kommission hat ein Verfahren gegen die
Landesregerung wegen des Verdachts der Zahlung unerlaubter
Beihilfen eröffnet und über Monate hinweg mehrfach moniert, dass
notwenige Informationen und Unterlagen nur zögerlich geliefert
wurden. Die Landesregierung ist kein Verhandlungspartner der
EU-Kommission. Sie sitzt auf der Anklagebank und sieht das
Damoklesschwert möglicher Rückforderungen in Millionenhöhe über
sich. Da hilft auch der Hinweis auf die Herren Richter und Linder
nicht, denn das Gros der Subventionen ging an die landeseigene
Nürburgring GmbH. Wie die Nürburgring GmbH, die kein eigenes Geld
hat, mögliche Millionenforderungen der EU bedienen soll, muss uns
Frau Lemke erst noch erklären.
Bemerkenswert ist, dass jetzt ausgerechnet die Grünen bei einer
möglichen Neustrukturierung des Nürburgrings weitere finanzielle
Leistungen für den Nürburgring aus dem Landeshaushalt ins Spiel
bringen. Anstatt dies am Vortag in der Plenarsitzung des Landtags
zu erläutern, spart sich die Wirtschaftsministerin das für eine
Fernsehsendung auf. So geht man nicht mit dem Parlament um. Da sie
jetzt reihenweise Fragen aufgeworfen hat, erwarten wir, dass sie
diese in der kommenden Woche im Innenausschuss, der sich mit dem
Thema Nürburgring befasst, beantwortet.“
Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz,
Mainz www.cdufraktionrlp.de
04.05.2012
Hering und Sahler-Fesel: CDU muss beim Betreuungsgeld endlich Farbe bekennen
"In der heutigen Debatte zur Einführung eines
Betreuungsgeldes wurde einmal mehr deutlich, dass diese Leistung
dringend gestoppt werden muss. Es ist bildungspolitisch falsch und
verfassungsrechtlich fragwürdig. Landauf, landab wird über das
Betreuungsgeld und seine Folgen debattiert, nur die
rheinland-pfälzische CDU schweigt. Allen voran ihre Partei- und
Fraktionsvorsitzende Klöckner", so der Vorsitzende der
SPD-Landtagsfraktion, Hendrik Hering und die Vorsitzende des
Arbeitskreises für Integration, Familie, Kinder und Jugend,
Ingeborg Sahler-Fesel.
Seit Tagen wird in der schwarz-gelben Koalition über das
treffend als "Herdprämie" titulierte Betreuungsgeld gestritten.
Kritik von Arbeitgeberseite und den Gewerkschaften verpufft. Ein
"Machtwort" der Kanzlerin zum Ende der Debatte war erfolglos.
Hering und Sahler-Fesel: "Die auf Drängen der CSU im
Koalitionsvertrag festgeschriebene umstrittene Regelung muss vom
Tisch. Wir setzen verstärkt auf den bedarfsgerechten Ausbau von
Betreuungs- und Bildungsangeboten für Kinder unter drei Jahren.
Verschiedene Studien belegen, dass das Betreuungsgeld sozial-,
integrations- und gleichstellungspolitisch verfehlt ist. Vor diesem
Hintergrund lehnen wir den Alternativantrag der CDU ab, der sich
unseriös mit den aktuellen Fragen der Familienpolitik beschäftigt
und mit fremden Federn schmückt. Denn die Einführung des
Elterngeldes stammt nicht von der CDU. Aber was soll man von einem
parlamentarischen Antrag zum Betreuungsgeld halten, der das Wort
Betreuungsgeld nicht ein einziges Mal nennt?" SPD-Landtagsfraktion,
Mainz, Pressestelle www.spdfraktion-rlp.de
04.05.2012
Nürburgring/Steuermittel
Alexander Licht: Also doch Steuergeld für den
Nürburgring/Lewentz und Beck widersprechen sich
Der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion,
Alexander Licht, weist darauf hin, dass die Antworten von
Infrastrukturminister Roger Lewentz in der heutigen Plenarsitzung
auf die Fragen der CDU-Landtagsfraktion zur „Verwendung von
Haushaltsmitteln am Nürburgring“ nicht mit den bisherigen
Äußerungen von Ministerpräsident Beck übereinstimmen. Beck hatte in
den zurückliegenden Wochen mehrfach öffentlich behauptet, für das
Projekt Nürburgring seien bisher keine Haushaltsmittel des Landes
geflossen. Dem stehen Ausgaben entgegen, die Lewentz heute
aufgelistet hat.
„Kronprinz Lewentz blieb wohl gar nichts anderes übrig als
seinem Noch-Chef in der heutigen Plenarsitzung so deutlich zu
widersprechen. Schließlich ist die Behauptung, am Nürburgring seien
keine Haushaltsmittel geflossen, auch recht abenteuerlich. Laut
Lewentz hat die überwiegend landeseigene Nürburgring GmbH seit 2007
rd. 30,5 Mio. Euro an Haushaltsmitteln erhalten. Hinzu kommen 9
Mio. Euro zur Eigenkapitalerhöhung bei der Nürburgring GmbH. Die
Kosten für Gutachten und Rechtsberatung der Ministerien belaufen
sich laut Lewentz seit 2007 auf 1,2 Mio. Euro. Das ist mit
Sicherheit noch lange nicht alles. Allein die laufenden
Verhandlungen mit den ungeliebten Pächtern Richter und Lindner
dürften Unsummen an Rechtsanwaltshonoraren verschlingen. Ganz zu
schweigen von den Refinanzierungskosten für die von der
EU-Kommission jetzt kritisierten zinslosen Darlehen in Höhe von 139
Mio. Euro. Die Frage, wer die Refinanzierung bezahlt, konnte der
Minister nicht beantworten. Unter dem Strich bleibt: Die
Landesregierung muss sich am Nürburgring endlich ehrlich machen.
Wer die Wahrheit nur in homöopathischen Dosen verteilt, verliert
die Glaubwürdigkeit.“ Presseinformation der
CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz, Mainz www.cdufraktionrlp.de
04.05.2012
Nürburgring/Schlichtungsverfahren
Alexander Licht: Lewentz überfordert und gescheitert/
Gar nix Roger, Herr Lewentz
Zu den heutigen Meldungen über das Scheitern der Verhandlungen
zwischen der Landesregierung und der Nürburgring Automotiv GmbH
über ein Schlichtungsverfahren erklärt der stellvertretende
Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Alexander Licht:
„Nachdem Herr Lewentz erst für Fastnacht und schließlich für
Ostern eine Einigung mit den ungeliebten Pächtern Richter und
Lindner angekündigt hatte, muss er nun kurz vor dem Tag der Arbeit
sein Scheitern eingestehen. Das zeigt: Der Infrastrukturminister
und Beck-Kronprinz ist mit seiner Aufgabe vollkommen überfordert.
Monatelange Verhandlungen, bei denen es zunächst einmal nur um die
Einleitung eines Schlichtungsverfahrens ging, haben außer hohen
Rechtan-waltskosten nichts gebracht. Der umstrittene Pachtvertrag
mit den Herren Lindner und Richter hätte so nie abgeschlossen
werden dürfen. Jetzt wird deutlich, dass er nur dazu diente, die
Landesregierung über die Wahl zu retten. Dem Land droht nun wegen
der Wahltaktik der Landesregierung ein zeitraubender und teurer
Rechtsstreit, der die dringend notwendige Neuordnung am Nürburgring
weiter bremsen wird. Da kann man nur sagen: Gar nix Roger, Herr
Lewentz. Das Ganze ist auch für den Ministerpräsidenten mehr als
peinlich. Er hatte noch vor wenigen Tagen die Frage nach einem
möglichen Scheitern der Verhandlungen im Brustton der Überzeugung
zurückgewiesen. Über allem schwebt zudem noch das laufende
EU-Prüfverfahren gegen die Lan-desregierung wegen möglicher
Verstöße gegen das EU-Beihilferecht. Hier drohen dem Land und damit
dem Haushalt Rückforderungen in Millionenhöhe.
Der Nürburgring wird immer mehr zum Mega-Fiasko für diese
Landesregierung. Es bleibt bei der Forderung, dass Beck bzw.
Lewentz ihre Karten in dieser Plenarwoche in einer
Regierungserklärung auf den Tisch legen
müssen.“ Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion
Rheinland-Pfalz http://www.cdu-fraktion-rlp.de
02.05.2012
SPD beantragt Aktuelle Stunde zum Thema „Aktuelle Entwicklung am Nürburgring“
Barbara Schleicher-Rothmund, Parlamentarische Geschäftsführerin
der SPD-Landtagsfraktion, teilt mit, dass die SPD-Landtagsfraktion
das Thema Nürburgring auf die Tagesordnung der nächsten
Plenarsitzung des rheinland-pfälzischen Landtags gesetzt hat.
„Aus Anlass der aktuellen Entwicklung am Nürburgring hat die
SPD-Landtagsfraktion das Thema als Aktuelle Stunde in der 26.
Plenarsitzung am kommenden Mittwoch, 2. Mai, beantragt. Dabei soll
es um das Prüfungsverfahren der EU-Kommission wegen des
Nürburgrings gehen. Der Nürburgring ist eine wichtige
strukturpolitische Maßnahme. Die weiteren notwendigen Schritte
sollen in der Öffentlichkeit transparent diskutiert werden“,
erklärt Schleicher-Rothmund. SPD-Landtagsfraktion
Mainz, Pressestelle www.spdfraktion-rlp.de
25.04.2012
Ältestenrat/Regierungserklärung
Hans-Josef Bracht: Kritik der Grünen an der Forderung
nach einer Regierungserklärung zum Nürburgring offenbart
merkwürdiges Parlamentsverständnis
Zu den aktuellen Plaudereien der Geschäftsführung der
Grünen-Landtagsfraktion aus der gestrigen Sitzung des Ältestenrats
des rheinland-pfälzischen Landtags erklärt der Parlamentarische
Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion, Hans-Josef Bracht:
„Die Äußerungen von Herrn Wiechmann offenbaren ein merkwürdiges
Parlamentsverständnis. Zu behaupten, das Parlament sei Kulisse,
lässt tief blicken. Offensichtlich können die Grünen in
Rheinland-Pfalz nur APO oder Regierungshörigkeit, aber keinen
Parlamentarismus. Wer immer von Transparenz und Offenheit redet,
aber die tickende Zeitbombe Nürburgring ständig totschweigen oder
schön reden will, für den wird das Parlament überflüssig. Es wird
Zeit, dass die Grünen endlich ihre Arbeit machen und ihre Funktion
als Korrektiv in der rot/grünen-Koalition ausfüllen. Für eine
Regierungsfraktion reicht es nicht aus, ständig Show-Anträge im
Landtag zu stellen, die sich überwiegend auf den Bund beziehen,
aber bei den schmerzhaften Landesthemen zu kneifen. Beim
Nürburgring geht es um eine halbe Milliarde Euro. Da können die
Grünen nicht dauerhaft den SPD-Hörigen Abnicker spielen. Sie müssen
Farbe bekennen.
Im Übrigen gehen die Angriffe des Kollegen Wiechmann auch mit
Blick auf die Geschäftsordnung des Landtags ins Leere. Ein Blick in
die Geschäftsordnung würde ihm zeigen, dass Regierungserklärungen
nicht über den Landtag oder gar dessen Ältestenrat „beantragt“
werden. Dies schon deshalb nicht, weil es kein entsprechendes
Antragsrecht durch die Fraktionen gibt. Ob und wann eine
Regierungserklärung gehalten wird, entscheidet alleine die
Landesregierung. Das Parlament oder Teile davon können sie
allenfalls dazu auffordern und einen entsprechenden politischen
Willen bekunden. Genau das hat die CDU-Landtagsfraktion getan und
genau das ist ihre Aufgabe in der politischen Auseinandersetzung
über zentrale landespolitische Themen. Warum dies nach Meinung der
Grünen im Ältestenrat hätte geschehen sollen, erschließt sich zudem
schon deshalb nicht, weil die Landesregierung dort gar nicht mit am
Tisch sitzt.“ Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion
Rheinland-Pfalz, Mainz
25.04.2012
Haller / Pörksen: Jetzt Einspruch erheben gegen Facebook-AGB
"Wir unterstützen den aktuellen Aufruf von Verbraucher-
und Datenschützern an alle Facebook-Nutzer, Einspruch gegen die
geplante Neufassung der Nutzungsbedingungen des Netzwerks zu
erheben. Falls nicht bis diesen Freitag mindestens 7.000
Widersprüche eingehen, will Facebook ihre Neufassung für alle
Accounts verbindlich in Kraft setzen", so Martin Haller,
netzpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, und Carsten
Pörksen, datenschutzpolitischer Sprecher der Fraktion und
Vorsitzender der Datenschutzkommission des Landtags. "Jetzt haben
jede Nutzerin und jeder Nutzer also die Chance, einen anständigen
Umgang mit ihren Daten einzufordern."
Haller und Pörksen: "Die Verbraucherzentralen und die
Datenschutzbeauftragten der Länder Rheinland-Pfalz und
Schleswig-Holstein haben deutlich gemacht, wie massiv auch diese
neuen AGB weiterhin gegen eine Vielzahl von Gesetzen zum
Verbraucherdatenschutz verstoßen. Zum Beispiel bliebe die
automatische Gesichtserkennung standardmäßig aktiviert, obwohl
eigentlich im Vorfeld die Einwilligung der Nutzer eingeholt werden
müsste." Im Klartext bedeute dies: Jedes hochgeladene Foto werde
automatisch biometrisch vermessen, nach Gesichtern abgesucht und
mit bekannten Gesichtsprofilen abgeglichen. Selbst wer von sich aus
aktiv werde und diese Funktion für sich ausschalten wolle, könne
damit nicht die Vermessung seines Gesichts verhindern - sondern nur
automatische Markierungsvorschläge für andere Nutzer ausschließen.
"Die Ergebnisse der Vermessung behält Facebook natürlich -
voraussichtlich für immer. Und das ist nur einer der Fälle, in
denen sich Facebook einfach über die Grundsätze des Datenschutzes
hinwegsetzt", so Haller und Pörksen. "Jetzt ist eine gute
Gelegenheit zu sagen: So etwas lassen wir uns nicht gefallen."
Hinweise zum Einspruchsverfahren: Ein ablehnender Kommentar zu
diesem Dokument genügt: https://www.facebook.com/note.php?note_id=10151547216160301
Die Verbraucher- und Datenschützer haben dafür den folgenden
Wortlaut vorgeschlagen: "Ich lehne die Änderungen ab und fordere
von Facebook die Einhaltung der Datenschutz-, Verbraucherschutz-
und Urheberrechtsvorschriften in Deutschland und Europa."
SPD-Landtagsfraktion Mainz, Pressestelle www.spdfraktion-rlp.de
24.04.2012
Nürburgring/EU-Beihilfeverfahren
Alexander Licht/Gerd Schreiner: Wieder ein dreister
Täuschungsversuch des Ministerpräsidenten
Zu den heutigen Äußerungen von Ministerpräsident Beck zur
aktuellen Kritik der Europäischen Kommission an der Landesregierung
wegen möglicher Verstöße gegen das EU-Beihilferecht erklären der
stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Alexander
Licht, und der haushalts- und finanzpolitische Sprecher der
CDU-Landtagsfraktion, Gerd Schreiner:
„Die heutigen Aussagen des Ministerpräsidenten zu den angeblich
nicht vorhandenen Haushaltsrisiken im Kontext der
beihilferechtlichen Prüfung durch die EU-Kommission sind ein
weiterer dreister Täuschungsversuch. Natürlich steht das Land und
damit der Steuerzahler in der finanziellen Verantwortung, wenn die
Blase Nürburgring endgültig platzt. Die Nürburgring GmbH gehört dem
Land - Eltern haften für ihre Kinder. Wer denn sonst. Wenn sich
eine Tochter des Landes am Nürburgring das Genick bricht, dann holt
sich das Land nicht nur einen Schnupfen.
Dem jetzt von der EU-Kommission eingeleiteten Prüfverfahren
liegt die Auffassung zugrunde, dass unerlaubte Beihilfen in Höhe
von rund 524 Mio. Euro geleistet wurden. Darin sind enthalten die
330 Mio. ISB-Kredite zur Finanzierung des Projektes Nürburgring
2009, die Leistungen an den Nürburgring aus der Spielbankenabgabe,
die direkten Leistungen aus dem Haushalt zur Kapitalstärkung der
Nürburgring GmbH und zur Finanzierung der Formel I- Rennen. Damit
stehen alle direkten oder indirekten Leistungen des Landes an die
Gesellschaften am Nürburgring auf dem EU-Prüfstand. Diese Zahl kann
sich laut EU-Kommission sogar noch erheblich erhöhen.
Wenn sich die Vorbehalte der EU-Kommission bestätigen, droht der
Zwang zur Rückzahlung aller dieser Zuwendungen und ISB-Kredite.
Natürlich werden dann massiv Haushaltsmittel des Landes notwendig
und fällig.“ Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion
Rheinland-Pfalz, Mainz http://www.cdufraktionrlp.de
23.04.2012
Neuordnung der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung
Anke Beilstein: Sozialdemokraten stiften Verwirrung und
verunsichern die Beschäftigten
Die infrastrukturpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion,
Anke Beilstein, kritisiert die mangelnde Abstimmung führender
SPD-Innenpolitiker in ihren Aussagen zur geplanten Neuordnung der
Wasser- und Schifffahrtsverwaltung. Der innenpolitische Sprecher
der SPD-Bundestagsfraktion, Michael Hartmann, hatte jüngst
behauptet, alle Direktionen der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung
einschließlich der in Mainz würden durch den Bund aufgelöst. Dem
widersprach heute sein Parteifreund, Innenminister Roger Lewentz
(SPD). Auch der zuständige Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer
(CSU) hat klargestellt, dass es keine Standortschließungen geben
werde.
„In der SPD scheinen einige vor dem Hintergrund anstehender
personeller Veränderungen innerhalb der Landesregierung nur noch an
ihre persönliche Profilierung zu denken. Die Beck-Nachfolgedebatte
treibt groteske Blüten. Offensichtlich versucht sich der
innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Michael
Hartmann, dessen Name als möglicher künftiger Innenminister genannt
wird, mit aller Gewalt in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Das
ist ihm mit seiner peinlichen Falschmeldung, die sein Parteifreund
Lewentz postwendend dementieren musste, voll gelungen. Die
Leidtragenden von solchem vorauseilenden Populismus sind die
Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung. Sie und ihre
Familien werden verunsichert. Das gehört sich nicht. Herr Hartmann
sollte sich schnellstens für seinen Fauxpas
entschuldigen.“ Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion
Rheinland-Pfalz, Mainz www.cdufraktionrlp.de
19.04.2012
Holocaustleugner Bodo Thiesen darf Pirat bleiben
Zum weiteren Verbleib Bodo Thiesens in der Piratenpartei trotz
rechtsradikaler Äußerungen erklärt Alexander Schweitzer,
Generalsekretär der rheinland-pfälzischen SPD:
"Liebe Piraten Rheinland-Pfalz, hier hört der Spaß auf. Wer
Teilnehmer im demokratischen Wettbewerb sein möchte und auch gerne
mit dem erhobenen Zeigefinger durch die politische Landschaft
läuft, muss sich erst recht fragen, wie es in den eigenen Reihen
aussieht. Es ist nicht akzeptabel, dass jemand, der mit
Holocaustleugnern und Geschichtsrevisionisten liebäugelt,
gleichzeitig nicht nur Teil einer Partei, sondern auch noch
Funktionsträger ist. Ich kann dem rheinland-pfälzischen
Landesverband der Piraten nur raten, sich von dem braunen
Wegbegleiter zu trennen. Sonst heißt es bald: Klarmachen zum
kentern." SPD-Landtagsfraktion Mainz, Pressestelle
www.spdfraktion-rlp.de
17.04.2012
Pakt gegen Salafisten
Matthias Lammert: Gemeinsam ein klares Zeichen gegen
islamischen Radikalismus setzen
Der innenpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Matthias
Lammert, unterstützt die Forderung des niedersächsischen
Innenministers, Uwe Schünemann, nach einer gemeinsamen
Positionierung der Islamkonferenz gegen die aktuellen Aktivitäten
der Salafisten. Hintergrund ist die hunderttausendfache kostenlose
Verteilung des Korans durch die radikalislamischen Salafisten in
deutschen Großstädten. Schünemann will dies zum Thema auf der
Islamkonferenz am kommenden Donnerstag
machen.
„Für radikale und extremistische Umtriebe und das entsprechende
Gedankengut ist in unserer Gesellschaft kein Platz, gleich ob dies
von links, von rechts oder unter dem Deckmantel der Religion
daherkommt. Die Salafisten sind eine Gefahr für unsere
freiheitliche demokratische Grundordnung. Der Salafismus bildet den
Nährboden für den islamischen Terrorismus. Mit ihren aktuellen
Aktionen missbrauchen die Salafisten den Glauben und den Koran zur
Verbreitung ihrer extremistischen Ideologie. Es geht ihnen nicht um
wirklichen Glauben, sondern um salafistische Propaganda. Es ist
deshalb wichtig, dass gerade die in der Islamkonferenz vertretenen
Verbände der Muslime an einer Aufklärungskampagne über die vom
Salafismus ausgehenden Gefahren mitwirken. Die CDU-Landtagsfraktion
wird dieses Thema auch parlamentarisch aufgreifen.“
Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz,
Mainz
17.04.2012
Hering/Schleicher-Rothmund: Rheinland-Pfalz hat starkes Parlament
Mit Erleichterung haben der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion
Rheinland-Pfalz, Hendrik Hering und die Parlamentarische
Geschäftsführerin Barbara Schleicher-Rothmund auf die Rücknahme der
geplanten Neuregelung des Rederechts im Deutschen Bundestag
reagiert: "Im Parlament, in dem mit Worten für politische
Entscheidungen geworben wird, ist eine lebendige und spannende
Debatte die Grundvoraussetzung für eine funktionierende Demokratie.
Eine Einschränkung des Rederechtes war und ist nicht akzeptabel und
wurde zu Recht von den meisten Abgeordneten abgelehnt".
Hering und Schleicher-Rothmund verweisen auf die Regelungen, die
in Rheinland-Pfalz den Abgeordneten eine starke Position
verschaffen. "Natürlich sind die Fraktionen die Orte, in denen
innerfraktionell die Argumente ausgetauscht werden müssen. Es ist
auch die Aufgabe der Fraktionsführung, Debatten zu kanalisieren und
eine Mehrheitsentscheidung herbei zu führen", so die
Parlamentarische Geschäftsführerin. "In Rheinland-Pfalz gilt das
Rederecht für jeden Abgeordneten. Instrumente wie die
Kurzintervention und persönliche Erklärungen stärken darüber hinaus
die Rechte des Einzelnen. Wie es sich für ein Parlament gehört,
wurden diese Regelungen fraktionsübergreifend diskutiert und
gemeinsam beschlossen." Dass man auch abweichend und ungewollt von
der eigenen Fraktion im Parlament seine Meinung äußern könne, habe
in der letzen Legislaturperiode der Fall Billen deutlich gemacht,
ergänzt Hering.
"In Rheinland-Pfalz haben die Abgeordneten und das Parlament
eine rechtlich starke Position. Das ist unser Verständnis von
Demokratie. Das verfassungsmäßig garantierte Rederecht der
Abgeordneten einschränken zu wollen, ist völlig indiskutabel. Wenn
den Regierungsfraktionen von CDU/CSU und FDP eine einheitliche
Meinungsbildung nicht gelingt, darf deswegen keine allgemeine
Einschränkung vorgenommen werden. Wir unterstützen diejenigen, die
sich gegen eine solche Regelung aussprechen. Für eine demokratische
Debattenkultur - wie sie das Parlament vorleben soll - kann es nur
abträglich sein, von der Fraktionslinie abweichende Meinungen
einzuschränken", so der Vorsitzende der Landtagsfraktion.
SPD-Landtagsfraktion Mainz, Pressestelle www.spdfraktion-rlp.de
17.04.2012
"Clemens Hoch zum Musterentwurf Landesstrafvollzugsgesetz"
Zu den Äußerungen der rheinland-pfälzischen CDU-Landtagsfraktion
zu einem Musterentwurf zum Landesstrafvollzugsgesetz erklärt der
rechtspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Clemens Hoch:
"Der Musterentwurf der zehn Bundesländer, darunter auch
Rheinland-Pfalz, ist ein diskussionswürdiger Ansatz, um eine
vernünftige Resozialisierung von Straftätern, auch solchen, die zu
einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt wurden, zu
ermöglichen. Vollzugslockerungen, wie Hafturlaub, erhalten nur
Personen, die sich bewährt haben, von denen keine Gefahr für die
Bevölkerung ausgeht und für die soziale Kontakte zur
Resozialisierung dienlich sind. Wenn Gefangene befähigt werden, ein
weiteres Leben auch straffrei zu führen, ist das der beste Schutz
für die Bevölkerung. Zur Versachlichung der Debatte sollte immer
erwähnt werden: Auch lebenslänglich Verurteilte haben einen
Anspruch auf Resozialisierung".
Grundsätzlich halte die SPD-Landtagsfraktion die Vorschläge des
Musterentwurfs für eine diskussionswürdige Regelung. "Wenn dieser
Entwurf Eingang in das Landesstrafvollzugsgesetz findet, werden wir
vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion hierzu eine Anhörung
beantragen", erklärt Hoch.
Der Musterentwurf der Bundesländer sieht vor, die
Resozialisierung von Straftätern, die zu einer lebenslangen
Freiheitsstrafe verurteilt wurden, zu erleichtern. Dazu sollen sie
im Einzelfall nach fünf Jahren statt bisher nach zehn Jahren
Hafturlaub erhalten können.
"Ziel des Vollzugs ist es, die Gefangenen zu befähigen, künftig
in sozialer Verantwortung ein Leben ohne Straftaten zu führen. Dies
ist seit Jahrzehnten gesetzlich verankert. Außerdem hat der Vollzug
die Aufgabe, die Allgemeinheit vor weiteren Straftaten zu schützen.
Auch diesem Ziel wird der Musterentwurf gerecht. Eine frühe
Resozialisierung senkt die Rückfallquote. Dabei wird jeder
Einzelfall selbstverständlich sorgfältig geprüft", so Hoch. "Dies
sollte man sich vor Augen halten, statt diffuse Ängste in der
Bevölkerung zu schüren". SPD-Landtagsfraktion
Mainz, Pressestelle www.spdfraktion-rlp.de
11.04.2012
Hafterleichterung birgt ein enormes Sicherheitsrisiko
Dr. Axel
Wilke: Jochen Hartloff auf weiter Flur alleine
Zu den geplanten Erleichterungen im Strafvollzug, wonach
inhaftierten Schwerverbrechern künftig bereits nach fünf Jahren ein
Hafturlaub zustehen kann, erklärt der rechtspolitische Sprecher der
CDU-Landtagsfraktion, Dr. Axel Wilke:
„Ich halte es für unverantwortlich, dass Schwerverbrecher
bereits nach fünf Jahren im Vollzug einen sogenannten
Langzeitausgang von bis zu 21 Tagen erhalten können. Mit anderen
Worten bedeutet das: Ein zu ‚lebenslänglich’ verurteilter
Straftäter kommt nach fünf Jahren vorübergehend auf freien Fuß!
Dabei ist bekannt, dass gerade von solchen Straftätern eine
besondere Gefahr ausgehen kann. Umso verantwortungsloser finde ich
es, dass auch Justizminister, Jochen Hartloff, diese Neuregelung
für Rheinland-Pfalz anzustreben scheint. Offensichtlich vertritt
der Sozialdemokrat die gleiche Auffassung wie sein
brandenburgischer Amtskollege, der Linken-Politiker Volkmar
Schöneburg. In der eigenen Partei hingegen steht Hartloff auf
weiter Flur alleine. Immer mehr Sozialdemokraten, beispielsweise
der NRW-Justizminister Thomas Kutschaty oder der Ministerpräsiden
von Mecklenburg-Vorpommern Erwin Sellering, lehnen die
Gesetzesänderung ab. Auch ihnen geht es zu weit, dass hier mit der
Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger experimentiert wird. Mit
Resozialisierung hat dies nichts zu tun, da zu lebenslanger Haft
Verurteilte sowieso erst nach 15 Jahren frei kommen können. Aus
gutem Grund schreibt das bisher geltende Bundesgesetz vor, dass
Schwerverbrecher erst nach zehn Jahren Haft-Urlaub bekommen
dürfen.
An die Schicksale der Opfer und ihrer Familien denkt Hartloff
offensichtlich nicht. Aus Sicht der Betroffenen ist das ein völlig
falsches Signal. Opferschutz hat an dieser Stelle Vorrang vor
Täterinteressen. Deshalb muss Hartloff erklären, wie er zu dem
neuen Gesetzesentwurf steht. Wir werden das Thema in der nächsten
Sitzung des Rechtsausschusses auf die Tagesordnung bringen.“
Eine Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion
Rheinland-Pfalz, Mainz,
11.04.2012
Schweitzer: Schlecker-Frauen müssen für herzlosen Populismus der FDP bezahlen
Anlässlich des Scheiterns einer Transfergesellschaft für rund 11
000 Schlecker-Beschäftigte erklärt der Generalsekretär der
rheinland-pfälzischen SPD, Alexander Schweitzer:
"Es ist sehr bedauerlich, dass eine Auffanglösung für die
hauptsächlich weiblichen Schlecker-Beschäftigten nicht zu Stande
gekommen ist. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass es hier nicht
um die Rettung eines Unternehmens, sondern um die Hilfe für viele
tausende Frauen ging, die nun von Teilen der Politik sich selbst
überlassen von heute auf morgen auf der Straße stehen."
Als besonders niederträchtig bezeichnet Schweitzer das Verhalten
der FDP: "Die Schlecker-Frauen zahlen mit ihrem Schicksal den Preis
für das eiskalte Machtkalkül einer bereits dahin siechenden Partei.
Es ist ein absolutes Unding und alleinige Verantwortung der CDU,
dass diese FDP, die kaum noch Rückhalt in der Bevölkerung hat, noch
solche weitreichenden Entscheidungen treffen darf", kritisiert
Schweitzer. SPD-Landtagsfraktion,
Mainz, Pressestelle www.spdfraktion-rlp.de
29.03.2012
Bericht des Bürgerbeauftragten
"Der Bericht des Bürgerbeauftragten macht in jedem Jahr aufs
Neue deutlich, wie wichtig das Petitionsrecht für die Bürgerinnen
und Bürger und wie hoch die Akzeptanz der Institution des
Bürgerbeauftragten ist", erklären der Vorsitzende der Arbeitsgruppe
Petition der SPD-Landtagsfraktion, Fredi Winter, und der
Vorsitzende des Petitionsausschusses, Peter Wilhelm Dröscher, zur
Vorlage des Jahresberichts 2012 des Bürgerbeauftragten.
"In diesem Jahr ist besonders die offenbar gute Resonanz auf die
Einführung der öffentlichen Petition hervorzuheben. Die
SPD-Landtagsfraktion hatte mit der Initiative zur Einführung der
öffentlichen Petition eine Modernisierung des Petitionsrechts
angestrebt und wollte mit ihr auch eine Verbreiterung von
Partizipationsmöglichkeiten erreichen. Dies scheint von vielen
Bürgerinnen und Bürgern geteilt zu werden, wie die Zahl von 5.577
Mitzeichnungen bei zwölf veröffentlichten Petitionen verdeutlicht.
Die Einführung der öffentlichen Petition in Rheinland-Pfalz ist als
Erfolg zu werten", stellen Winter und Dröscher fest.
"Die Sachgebiete, auf die sich die eingereichten Petitionen
beziehen, zeigen mit den Schwerpunkten im Bereich des Strafvollzugs
und der vielfältigen sozialen Probleme in unserer Gesellschaft
insgesamt in etwa das Profil der Vorjahre. Wir werden hier genau
prüfen, wo Probleme offenbar werden, die einer allgemeinen Regelung
zugeführt werden sollten. Erfreulich ist, dass dies bei der Frage
der Wiedereinführung von Doppelgräbern schon geschehen ist.
Nachdrücklich zu danken ist dem Bürgerbeauftragten und seinem
Stab und nicht zuletzt den kooperationsbereiten Behörden für eine
Vielzahl gelöster Probleme und Einzelfälle. Die Arbeit des
Petitionsausschusses, der über die Petitionen abschließend
endscheidet, hat davon sehr profitiert. Für das Klima zwischen
Bürgerinnen und Bürgern und den Verwaltungen konnte so im Sinne
einer bürgerfreundlichen Verwaltung viel erreicht werden", so
Winter und Dröscher. SPD-Landtagsfraktion, Mainz,
Pressestelle www.spdfraktion-rlp.de
29.03.2012
Hürter: Hundehalter besser sensibilisieren
Die SPD-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag hat heute den
Transport von Hundewelpen und den Verkauf von Welpen im Zoohandel
in der Sitzung des Umweltausschusses thematisiert. Hintergrund ist
ein auf der A 61 bei Schifferstadt verunglückter Tiertransporter
mit 113 Hundewelpen und der Verkauf von Hundewelpen in einem
Zoohandel in Duisburg. Eine Reihe der Welpen aus dem bei
Schifferstadt verunglückten Transporter sind inzwischen
gestorben.
Dazu erklärt der tierschutzpolitische Sprecher der
SPD-Landtagsfraktion, Marcel Hürter: "Diese traurigen Beispiele
zeigen, dass der verantwortungsvolle Umgang mit Hunden beim
kommerziellen Handel mit den Tieren nicht immer gewährleistet ist.
Dies hat die Landesregierung in ihrem Bericht bestätigt. Deshalb
halten wir es für angebracht, Hundehalter und solche, die es werden
wollen, dafür zu sensibilisieren, welche Verantwortung sie bei der
Anschaffung eines Hundes tragen. Hunde sind anspruchsvolle Tiere,
bei denen eine falsche Haltung auch zu gesundheitlichen Schäden
oder Verhaltensstörungen führen kann. Dies gilt vor allem für
Welpen. Deshalb sollten Kaufinteressenten sich im Vorfeld
umfangreich informieren. Beim Kauf eines Welpen sollte man sich vor
Ort ein Bild von der Haltung der Welpen und des Muttertieres
machen." SPD-Landtagsfraktion Mainz, Pressestelle
27.03.2012
Debatte um Kommunal- und Verwaltungsreform
Julia Klöckner / Anke Beilstein: SPD und Grüne wollen
Zwangsfusionen
Gegen die Warnungen renommierter Experten und gegen den Willen
der Kommunalen Spitzenverbände und vieler Bürgermeister und
Landräte aller Parteien will die rot-grüne Landesregierung
Zwangsfusionen von Verbandsgemeinden und verbandsfreien Gemeinden
ab dem 1. Juli diesen Jahres durchdrücken.
„Als enttäuschend und bürgerfeindlich“ werten die
CDU-Fraktionsvorsitzende, Julia Klöckner, und die
kommunalpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Anke
Beilstein, diese Haltung der Landesregierung und die sie tragenden
Fraktionen von SPD und FDP in der von der CDU-Landtagsfraktion
beantragten Landtagsdebatte zur Kommunal- und Verwaltungsreform in
Rheinland-Pfalz.
In einem Parlamentsantrag hatte zuvor die CDU-Fraktion die
Regierung und die sie tragenden Fraktionen erneut angeboten ein
Moratorium bei der Kommunal- und Verwaltungsreform einzulegen und
über weitere Schritte gemeinsam zu beraten. Julia Klöckner: „Das
Flickwerk der Kom-munal- und Verwaltungsreform wird ohne Rücksicht
auf Verluste mit den parlamentarischen Mehrheiten durchgeboxt. Das
ist weder zukunftsfähig noch sinnvoll. Die Verbandsgemeinden und
die verbandsfreien Gemeinden isoliert einer Reform zu unterziehen
und die Kreisgrenzen außen vor zu lassen ist zu kurz gedacht. Nur
eine Reform aus einem Guss macht Sinn – das war und ist die Haltung
der CDU-Landtagsfraktion.“
Anke Beilstein betonte, dass „Fehler gemacht worden seien, müsse
die Möglichkeit bestehen inne zu halten und die Fehler zu
überdenken. Dazu sei die Landesregierung offensichtlich aber nicht
bereit. Besonders enttäuscht zeigte sich die
CDU-Fraktionsvorsitzende, Julia Klöckner, von der Haltung der
Grünen. Diese hatten noch im Landtagswahlkampf immer wieder betont,
wie wichtig ihnen Demokratie vor Ort und die Bürgerbeteiligung sei.
Zugleich hatten sie sich gegen Zwangsfusionen ausgesprochen. Nun im
Regierungsboot würden alle Entscheidungen der alten
SPD-Alleinregierung in der Koalition mit den Sozialdemokraten
kritiklos hingenommen und ver-teidigt und Wahlversprechen
gebrochen. Das oft auch gegen das Votum der eigenen Basis. Als
Beispiele nannte sie das Verhalten der Grünen im Landkreis
Südwestpfalz oder im Gemeinderat in Budenheim.
Die CDU-Landtagsfraktion wird auch weiterhin ihren Reformkurs in
einer großen Reform über alle staatlichen und kommunalen Ebenen
hinweg weiterverfolgen, kündigte Klöckner an. Vor Ort müsse jedoch
jetzt klar sein, wer für die Probleme und Schwierigkeiten vor dem
Hintergrund der unfertigen Reform verantwortlich
sei. Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion,
Mainz
22.03.2012
Clemens Hoch zur Plenardebatte "Nürburgring"
Die Vorwürfe der CDU in der heutigen Sitzung des Landtags zum
Thema Pachtzahlungen am Nürburgring weist der Justiziar der
SPD-Landtagsfraktion, Clemens Hoch, entschieden zurück:
"Die Vorwürfe der CDU, die Pächter des Nürburgrings hätten auf
Druck des Landes ohne vertragliche Veranlassung Pacht gezahlt,
entbehren jeder Grundlage. Das Gegenteil ist der Fall: Die Pächter
haben von sich aus ihre Mitarbeiter und die Landesregierung
informiert, bereits im ersten Jahr sogar rund zwei Millionen Euro
Pacht zahlen zu können. Dies steht auch nicht im Widerspruch zu dem
geltenden Vertragswerk, das zwar keine Mindestpacht aber eine
umsatzabhängige Pacht vorsieht. Dass die Opposition daraus einen
Wahlbetrug zu konstruieren versucht, ist für diese CDU typisch. Es
ist bezeichnend, dass der Opposition zum wiederholten Male nur der
Griff in die Klamaukkiste einfällt. In der jetzigen Situation geht
es um die Zukunft des Nürburgrings und damit um die Belange
hunderter Mitarbeiter." SPD-Landtagsfraktion,
Mainz, Pressestelle
22.03.2012
Hering/Anklam-Trapp: Praxisgebühr abschaffen
Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen über die
Überschüsse der gesetzlichen Krankenversicherung hat die
SPD-Landtagsfraktion für morgen eine Aktuelle Stunde mit dem Titel
"Zur aktuellen finanziellen Situation der gesetzlichen
Krankenversicherung - Abschaffung der Praxisgebühr und die
Auswirkungen auf Rheinland-Pfalz" beantragt. Dazu erklären der
Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Hendrik Hering und die
gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Kathrin
Anklam-Trapp:
"Die Praxisgebühr in Form einer Eigenbeteiligung der
Patientinnen und Patienten wollten wir als Sozialdemokratinnen und
Sozialdemokraten nie und die Abschaffung der 10 Euro pro Quartal
ist durch die Finanzreserven jetzt möglich. Damit haben die
Patientinnen und Patienten mehr Geld im Portemonnaie und die
Ärztinnen und Ärzte sind von einem enormen bürokratischen Aufwand
befreit."
Sinnvoll sei das Aus der Praxisgebühr auch, weil die gewünschte
Lenkungsfunktion, dass unnötige Arztbesuche entfallen, nie erreicht
wurde, so Hering. "Vor dem Hintergrund der Milliardenüberschüsse
halten wir die Praxisgebühr für ungerechtfertigt. Diese Gebühr
verdeutlicht nur eindrucksvoll die Zwei-Klassen-Medizin, die es in
Deutschland gibt. Denn Privatpatienten müssen eine solche
Eintrittskarte zum Arzt nicht lösen", kritisiert Hering.
SPD-Landtagsfraktion, Mainz,Pressestelle
22.03.2012
Nürburgring/EU leitet Verfahren gegen Landesregierung ein
Alexander Licht: Beck, Lewentz und Hering stolpern am
Ring von einer Pleite in die nächste
Zur Einleitung eines förmlichen Prüfverfahrens durch die
EU-Kommission wegen möglicher Verstöße gegen das EU-Beihilferecht
durch die rheinland-pfälzische Landesregierung erklärt der
stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Alexander
Licht:
„Für das Nürburgring-Trio Beck, Lewentz und Hering ist die
heutige Stellungnahme der EU-Kommission ein Fiasko. Denn die
EU-Kommission macht in ihrer Pressemeldung deutlich, dass sie
erhebliche Zweifel an der Vereinbarkeit von Investitionen in Höhe
von 524 Mio. Euro mit dem EU-Beihilferecht hat. Im Klartext heißt
das: Führende SPD-Politiker hier im Land haben mehr als eine halbe
Milliarde Steuereuros für ein Projekt ausgegeben, dass sich als
Totalflop entpuppt, und dies aller Voraussicht nach auch noch am
geltenden EU-Recht vorbei. Beck, Lewentz und Hering stolpern am
Ring von einer Pleite in die nächste. Ihre Bilanz ist schlichtweg
katastrophal. Für mögliche Investoren ist das laufende Verfahren
mit Sicherheit kein Anreiz, am Ring einzusteigen. Das
Nürburgring-Trio muss jetzt schleunigst klären, ob und unter
welchen Bedingungen neue Ausschreibungen in Anbetracht der
Prüfungen in Brüssel überhaupt möglich sind.“
Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz,
Mainz
21.03.2012
Bericht Rhein-Zeitung über bevorstehenden Beck-Rücktritt
Julia Klöckner: Entscheidung in die Hände der Wähler
legen
Zur heutigen Berichterstattung der Rhein-Zeitung über einen
bevorstehenden Rücktritt von Herrn Beck vom Amt des
Ministerpräsidenten erklärt die Vorsitzende der
CDU-Landtagsfraktion, Julia Klöckner:
„Bei der zurückliegenden Haushaltsdebatte habe ich – aufgrund
der neuen, beunruhigenden Meldungen – Ministerpräsident Beck
empfohlen, über persönliche Konsequenzen aus seiner gescheiterten
Politik am Nürburgring nachzudenken und Verantwortung zu
übernehmen. Das hat die SPD-Kronprinzen und -prinzessin wohl dazu
bewogen, den Druck auf den Ministerpräsidenten massiv zu erhöhen.
Dies zeigt nach nicht mal einem Jahr nach der Landtagswahl den
Zerfallsprozess der SPD. Dass Herr Beck aufgrund wachsender Kritik
nun die Konsequenzen ziehen muss und will, respektieren wir. Aber
angesichts der besonderen Rahmenbedingungen bei der Landtagswahl
2011 kann nicht mit der bloßen Wahl eines neuen Ministerpräsidenten
im Landtag zur Tagesordnung übergegangen werden. Die Kampagne der
SPD zur Landtagswahl 2011 war voll auf Herrn Beck zugeschnitten. Er
musste als Zugpferd dieser „Beck-Wahl“ herhalten, um gerade noch
mal über die Runden zu kommen. Die Wahl ist mit einem Vorsprung von
gerade einmal 0,5 Prozent denkbar knapp ausgegangen. Ohne Herrn
Beck hätte es diese knappe Mehrheit kaum gegeben. Die Wählerinnen
und Wähler haben am 27. März 2011 nicht irgendeinen imaginären
Ministerpräsidenten im Wartestand gewählt, sondern Herrn Beck. Wenn
bereits nach einem Jahr nach der Wahl dieser Ministerpräsident sich
zurück zieht – was wir begrüßen –, dann muss die Entscheidung über
eine neue Landesspitze aber in die Hände der Wählerinnen und Wähler
gelegt werden.
Alles andere kommt einer Wählertäuschung sehr nahe.“
Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz,
Mainz
21.03.2012
Bericht in der „Rhein-Zeitung“ von heute über einen möglichen Amtswechsel von Kurt Beck in 2012
Zu dem Bericht in der „Rhein-Zeitung“ von heute über einen
möglichen Amtswechsel von Kurt Beck in 2012 erklärt der
Generalsekretär der rheinland-pfälzischen SPD, Alexander
Schweitzer:
„Der Ministerpräsident und SPD-Landesvorsitzende Kurt Beck hat
zu Beginn der Wahlperiode erklärt, dass er – soweit seine
Gesundheit es zulässt – seine Ämter bis 2016 ausüben wird. Es ist
guter Stil und bewährte Praxis von Kurt Beck und der
rheinland-pfälzischen Sozialdemokratie, dass solche Entscheidungen
sorgfältig vorbereitet werden. Dazu gibt es selbstverständlich
Gespräche unter Leitung von Kurt Beck.
Sollten Entscheidungen anstehen, werden sie zu gegebener Zeit in
der Partei, ihren Gremien und der SPD-Landtagsfraktion getroffen.
Die Bürgerinnen und Bürger des Landes können sich sicher sein, dass
die SPD verantwortungsvoll für das Land handeln wird.“
SPD-Landtagsfraktion, Pressestelle, Mainz www.spdfraktion-rlp.de
21.03.2012
Landtags-Livestream
Hans-Josef Bracht / Marcus Klein: Landtags-Livestream
bringt mehr Bürgernähe
Mehr Bürgernähe versprechen sich der Parlamentarische
Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion, Hans-Josef Bracht, und
der CDU-Landtagsabgeordnete Marcus Klein, der der EDV-Kommission
des Landtags angehört, vom neuen Live-Stream, mit dem die
Plenarsitzungen künftig live im Internet übertragen werden. Die
Live-Übertragung im Internet startet in dieser Woche mit den
Plenarsitzungen am Mittwoch und Donnerstag.
Bracht: „Der Live-Stream ermöglicht es den Bürgern, in Echtzeit
an den Landtagssitzungen teilzuhaben und sich ein eigenes Bild vom
Geschehen, von den Debatten und Abläufen zu machen. Das schafft
mehr Bürgernähe.“
Klein: „Gerade für junge Menschen ist die Möglichkeit, über das
Internet eine Landtagssitzung zu verfolgen, zeitgemäß und ein
Anreiz, sich mit Politik auseinanderzusetzen. Ich gehen davon aus,
dass das Interesse der Bürgerinnen und Bürger an der
rheinland-pfälzischen Politik damit gefördert wird.“
Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz,
Mainz
21.03.2012
Hering/Anklam-Trapp: Praxisgebühr abschaffen
Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen über die
Überschüsse der gesetzlichen Krankversicherung erklären der
Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Hendrik Hering und die
gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Kathrin
Anklam-Trapp:
"Die Praxisgebühr in Form einer Eigenbeteiligung der
Patientinnen und Patienten wollten wir als Sozialdemokratinnen und
Sozialdemokraten nie und die Abschaffung der 10 Euro pro Quartal
ist durch die Finanzreserven jetzt möglich. Damit haben die
Patientinnen und Patienten mehr Geld im Portemonnaie und die
Ärztinnen und Ärzte sind von einem enormen bürokratischen Aufwand
befreit."
Sinnvoll sei das Aus der Praxisgebühr auch, weil die gewünschte
Lenkungsfunktion, dass unnötige Arztbesuche entfallen, nie erreicht
wurde, so Hering. "Vor dem Hintergrund der Milliardenüberschüsse
halten wir die Praxisgebühr für ungerechtfertigt. Diese Gebühr
verdeutlicht nur eindrucksvoll die Zwei-Klassen-Medizin, die es in
Deutschland gibt. Denn Privatpatienten müssen eine solche
Eintrittskarte zum Arzt nicht lösen", kritisiert Hering.
SPD-Landtagsfraktion, Mainz, Pressestelle www.spdfraktion-rlp.de
16.03.2012
Matthias Lammert: Lewentz baut Innere Sicherheit ab
Aus Anlass der Vorlage der Polizeilichen Kriminalstatistik für
das Jahr 2011 hat der innenpolitische Sprecher der
CDU-Landtagsfraktion, Matthias Lammert, die Personalausstattung der
Polizei in Rheinland-Pfalz als problematisch kritisiert. Sie habe
nach wie vor nicht den Stand, der notwendig wäre, um die wachsenden
Anforderungen zur Gewährleistung der Inneren Sicherheit bewältigen
zu können, so Lammert. Im Gegensatz zum Bundestrend steige die
Kriminalität in Rheinland-Pfalz seit 1993 an.
„Der Innenminister baut die Innere Sicherheit ab. Unseren
Antrag, der darauf abzielte, die Personalausstattung der Polizei
auf einer Mindeststärke von 9000 Beamtinnen und Beamten als
absolutes Minimum zu halten, hat er durch die rot/grünen
Regierungsfraktionen in den Haushaltsberatungen ablehnen lassen.
Der von rot/grün geplante Personalabbau bedeutet eine Ausdünnung
der Polizei in der Fläche. Schon jetzt sind die Wege zum Einsatzort
im ländlichen Raum viel zu lang. Vor dem Hintergrund der
Entwicklung der Kriminalität ist das nicht akzeptabel: Die Zahl der
Straftaten im Land hat langfristig gesehen zugenommen, während sie
im Bund sinkt. Wir brauchen deshalb nicht weniger, sondern mehr
Polizei.“ Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion
Rheinland-Pfalz, Mainz
15.03.2012
Noss/ Hüttner: Kriminalstatistik Beleg für hervorragende Arbeit der rheinland-pfälzischen Polizei
"Die heutige Veröffentlichung der polizeilichen
Kriminalstatistik zeigt deutlich, welch hohen Sicherheitsstandard
die Arbeit der Behörden in unserem Bundesland gewährleistet", so
Hans Jürgen Noss und Michael Hüttner, innenpolitischer und
polizeipolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im
rheinland-pfälzischen Landtag.
"Der erneute Rückgang der Straftaten auf den niedrigsten Stand
der vergangenen zehn Jahre, zum siebten Male in Folge eine
Aufklärungsquote von über 60 %, die erneute Abnahme von
Straftaten der Gewaltkriminalität sowie der niedrigste Stand der
Jugendkriminalität der letzten zehn Jahre belegen eindrucksvoll,
dass die Beamtinnen und Beamten hervorragende Arbeit leisten.
Hierfür gebührt ihnen unser herzlicher Dank. Die Tatsache, dass die
Zahl der Eigentumsdelikte insgesamt auf niedrigem Niveau verharrt,
darf allerdings nicht über die zunehmenden Fallzahlen beim
Einbruchsdiebstahl aus Wohnungen hinwegtäuschen", ergänzte
Noss.
Hüttner, der auch Sprecher für Extremismusfragen ist, fügt
hinzu: "Auch wenn Rheinland-Pfalz im Bundesvergleich der Fallzahlen
seit Jahren im unteren Drittel der 16 Bundesländer rangiert, macht
beispielsweise der Anstieg der Zahl der Volksverhetzungsdelikte,
der Sachbeschädigungen, aber auch der Gewaltdelikte im Bereich der
politisch motivierten Kriminalität von rechts deutlich, dass wir
Einsätze wie den zu Beginn der Woche in Bad Neuenahr-Ahrweiler
brauchen, um die rechtsextremistische Szene in ihre Schranken zu
verweisen." SPD-Landtagsfraktion,
Mainz, Pressestelle
15.03.2012
Nürburgring: Räumungsklage
Christian Baldauf: Will die Landesregierung die Räumung
oder will sie keine Räumung?
Mit Verwunderung hat der stellvertretende Vorsitzende der
CDU-Landtagsfraktion, Christian Baldauf, aus der heutigen
Berichterstattung der „Rheinpfalz“ zur Kenntnis genommen, dass die
Landesregierung nach eigenen Angaben ihre Räumungsklage gegen die
Nürburgring-Pächter noch nicht „aktiviert“ hat. Bislang war nach
den Verlautbarungen aus der Staatskanzlei der Eindruck entstanden,
die Räumungsklage sei den Pächtern bereits zugestellt worden. Er
werde dies in der morgigen Sitzung des Rechtsausschusses, bei der
dieses Thema auf der Tagesordnung stehe, auch unter dem
Kostenaspekt hinterfragen, so Baldauf.
„Was will die Landesregierung eigentlich, will sie die Räumung
oder will sie keine Räumung? Bei den Streitwerten, um die es hier
geht, entstehen schon allein durch die anwaltliche Abfassung einer
solchen Klageschrift Kosten in erheblicher Höhe. Das wäre
vermeidbar, wenn man im Kern gar keine Räumung anstrebt. Es geht
hier um Steuergelder. Am Nürburgring ist schon genug sinnlos Geld
verprasst worden.“ Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion
Rheinland-Pfalz, Mainz
15.03.2012
Sitzung Innenausschuss / Schlosshotel Bad Bergzabern
Christine Schneider: Stadt muss Suppe auslöffeln, die
ihr der Wahlkreisabgeordnete Beck eingebrockt hat
Im Hinblick auf das Schlosshotel Bad Bergzabern wirft die
südpfälzische CDU-Landtagsabgeordnete, Christine Schneider, der
Landesregierung ein Finanzierungsdesaster zu Lasten der Stadt Bad
Bergzabern vor. Beck und der frühere Innenminister Bruch hätten die
Stadt mit ungedeckten und rechtlich fragwürdigen
Finanzierungszusagen gegen die Empfehlungen des Landesrechnungshofs
und der ADD in ein Investitionsvorhaben hineingetrieben, das den
städtischen Haushalt bei weitem überfordere. Die Stadt müsse nun
die Suppe auslöffeln, in die sie der zuständige
SPD-Wahlkreisabgeordnete und Ministerpräsident, Beck, vor der
Landtagswahl hineingetrieben habe. „Nach der heutigen Sitzung
des Innenausschusses ist klar, dass bei dem 6,1-Mio.-Projekt
Schlosshotel eine millionenschwere Deckungslücke zu Lasten der
Stadt besteht, obwohl die Landesregierung eine Deckelung der
Beteiligung der Stadt auf 625.000 Euro zugesagt hatte. Nach allem,
was wir wissen, fallen die Pachtzahlungen wesentlich niedriger aus
als von der Landesregierung kalkuliert. Außerdem ist vollkommen
offen, ob der vom Investor zum Pächter mutierte Inhaber das bislang
wohl nicht rentable Objekt später tatsächlich wie vorgesehen für
einen Millionenbetrag von der Stadt kaufen wird. Die finanziellen
Risiken für die Stadt sind also enorm.
Der jetzt zuständige Innenminister und frühere
Innenstaatssekretär Lewentz setzt offensichtlich auf eine
Hinhaltetaktik und lässt die Stadt mit dem Problem Schlosshotel
allein. Wir sind gespannt, wer die Verantwortung für das
Finanzierungsdesaster in Becks Heimatstadt Bad Bergzabern
übernehmen wird. Normalerweise erwartet eine Region von ihrem
Wahlkreisabgeordneten Hilfe und Unterstützung und nicht Belastung
und unbezahlte Rechnungen. Es muss also nicht von Vorteil sein, den
Ministerpräsidenten in seinem Wahlkreis zu haben - sein
persönliches Projekt Schlosshotel wird zum vergemeinschafteten
Verlustprojekt.“ Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion
Rheinland-Pfalz, Mainz
08.03.2012
CDU Bezirksverband: Bürger sollen im Planungsrecht mehr mitreden dürfen
In der Union ziehen beim Thema Mitbestimmung Bürgermeisterkandidat Paul Sefrin, Bezirksvorsitzender Christian Baldauf, Landtagsabgeordneter Thomas Weiner und der Zweibrücker Kreisvorsitzende Michael Wöhler (v.li.) an einem Strang.
Auf Klausurtagung Lösungsansätze ausgearbeitet /
Zusammenhalt der Generationen wird Kernthema in diesem
Jahr
BECHHOFEN / REGION Der CDU Bezirksverband
Rheinhessen-Pfalz will, dass Bürger bei Planungsprozessen leichter,
früher und mehr mitreden können. Das Planungsrecht soll hierzu
transparenter werden, Fristen kürzer. „Wir wollen damit aber keine
Verhinderungsinstrumente schaffen“, sagte der Vorsitzende Christian
Baldauf nach der Klausurtagung in Bechhofen. Weiteres Thema war der
Zusammenhalt der Generationen und der Bevölkerungsrückgang im
Bezirk. Hier will die Union bis zum Spätjahr Ergebnisse vorlegen,
auch mit Blick auf Gesundheitsversorgung, Stärkung der Wirtschaft
und Mobilität. Der Bezirks-Chef begrüßte die Kooperationsgespräche
um den Flughafen Zweibrücken und Ensheim. Außerdem bekräftigte er
die Forderung des CDU-Bezirksverbandes nach Reaktivierung der
Bahnstrecke von Zweibrücken nach Homburg. Der CDU
Bürgermeisterkandidat für Zweibrücken- Land, Paul Sefrin, ergriff
als Gast das Wort und sagte, ihm sei wichtig, dass Kommunen
entsprechend der Entscheidungen des Verfassungsgerichts mit
Finanzen ausgestattet werden.
Nach Vorstellung der CDU sollen Planungsprozesse schneller und
transparenter werden. Bürger sollen dabei von Anfang an einbezogen
werden. Der Zweibrücker CDU-Kreisvorsitzende Michael Wöhler
wünschte sich dies beispielsweise für die Truppacher Höhe: „Hier
gibt es sowohl wirtschaftliche Aspekte als auch eine reizvolle
Landschaft“.
Stärken will die Union aber auch die repräsentative Demokratie.
Die Legislaturperiode im Bund soll auf fünf Jahre verlängert
werden, wie auf Landesebene, um leichter nachhaltige Entscheidungen
treffen zu können. Abgelehnt werden Volksinitiativen im Bund. Auf
Landesebene müssten die vorgeschriebenen Quoren beibehalten werden.
Das bisherige Wahlalter soll bleiben. Jugendliche sollen aber
früher und intensiver mit Politik in Kontakt kommen. Hier denkt die
CDU an mehr Sozialkundeunterricht, aber auch an Politikerbesuche
verschiedener Parteien an den Schulen, oder Klassenbesuche in
politischen Entscheidungsgremien. So nehmen beispielsweise in
Frankenthal Schulklassen an Stadtratssitzungen teil, die eigens für
Schüler vor- und nachbereitet werden. „Bürger sollen Vertrauen in
die Politik zurück gewinnen“, fasste Bundestagsabgeordneter Dr.
Thomas Gebhart (Südpfalz) zusammen, der auch Stellvertretender
Bezirks-Chef ist. Politiker seien aber auch selbst gefordert: Sie
müssten noch intensiver mit dem Bürger kommunizieren, etwa in
Bürgergesprächen, Sprechstunden und an Infoständen. Foto:
privat
06.03.2012
Nürburgring / Bericht Rhein-Zeitung
Alexander Licht: Wie Deubel hat auch Hering
offensichtlich die Öffentlichkeit getäuscht
Mit großer Verwunderung hat der stellvertretende Vorsitzende der
CDU-Landtagsfraktion, Alexander Licht, die heute in der
Rhein-Zeitung wiedergegebene Äußerung des Nürburgring-Pächter-Duos
Lindner/Richter zur Kenntnis genommen, „im Vorfeld der
Landtagswahl“ habe „die damalige SPD-Landesregierung offenbar
unbedingt noch“ eine „Pachtvorauszahlung in Höhe von 1 Million
Euro“ haben wollen, „obwohl laut Vertrag im ersten Jahr gar keine
Pacht fällig war“. Der seinerzeit zuständige Wirtschaftsminister
und jetzige SPD-Fraktionsvorsitzende, Hendrik Hering, hatte diese
vermeintliche Pachtzahlung vor der Landtagswahl stolz in der Presse
verkündet.
„Offensichtlich sind die Wähler vor der Landtagswahl von der
damaligen SPD-Alleinregierung über die tatsächlichen finanziellen
Verhältnisse und Pachtzahlungen am Nürburgring getäuscht worden.
Das erinnert massiv an die Einleitung der staatsanwaltschaftlichen
Ermittlungen gegen zahlreiche Verantwortliche der Nürburgring GmbH
im Juni 2010, u.a. den früheren Aufsichtsratsvorsitzenden Ingolf
Deubel. Die Staatsanwaltschaft hatte damals ausgeführt, die
gewählten Vertragsgestaltungen, aus denen sich die
Provisionszahlungen ergaben, dienten nach einer Aussage aus dem
Nürburgring Untersuchungsausschuss der Täuschung der
Öffentlichkeit. Das begründe den Verdacht des - als vorsätzliche
Untreue strafbaren - Missbrauchs staatlicher Mittel. Die aktuellen
Ausführungen der Herren Richter und Lindner kann man so verstehen,
dass anscheinend kurz vor der Landtagswahl im Kontext der zu
zahlenden Pacht auf Betreiben der Landesregierung merkwürdige
Vertragsgestaltungen gestrickt worden sind, die dem Zweck der
Täuschung der Öffentlichkeit dienten.“
Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz,
Mainz
02.03.2012
Wahlvorschläge der CDU-Landtagsfraktion zur 15. Bundesversammlung
Der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion,
Hans-Josef Bracht, informiert über die Wahlvorschläge seiner
Fraktion zur 15. Bundesversammlung, die am 18. März 2012 den
Bundespräsidenten wählen wird:
I. Externe Wahlvorschläge
1. Hans-Josef Graefen, Präsident des Oberlandesgerichts
Koblenz
Hans-Josef Graefen trat 1979 in den rheinland-pfälzischen
Justizdienst ein. Es folgten Stationen am Landgericht Koblenz und
am Amtsgericht Mayen sowie ab 1990 Abordnungen an das
Oberlandesgericht Koblenz und das thüringische Justizministerium.
Von 1992 bis 1995 arbeitete er im rheinland-pfälzischen
Justizministerium. 1995 übernahm Graefen die Leitung des
Land-gerichts Bad Kreuznach. Anschließend war er wieder im
Justizministerium tätig. Seit Mai 2002 wirkte Graefen als Präsident
des Landgerichts Koblenz und wurde schließlich nach einem langen
Rechtsstreit mit der Landesregierung 2011 zum Präsidenten des
Oberlandesgerichts Koblenz berufen.
Hans-Josef Graefen hat Rechtsgeschichte geschrieben. Über die
Grenzen von Rheinland-Pfalz hinaus gilt er als Vorreiter im Kampf
um die Eigenständigkeit und Unabhängigkeit der Justiz. Mit hohem
persönlichen Einsatz hat er die Öffentlichkeit für die hohe
Bedeutung dieses Verfas-sungsgebotes sensibilisiert, das Ansehen
der Justiz und das Vertrauen in den funktionierenden Rechtsstaat
gestärkt und sich hierdurch in besonderem Maße verdient
gemacht.
2. Lilli Lenz, Landesvorsitzende des dbb
Rheinland-Pfalz
Lilli Lenz steht seit dem Jahr 2009 an der Spitze des dbb
rheinland-pfalz mit seinen rd. 29.000 Mitgliedern. Die
Verwaltungsfachwirtin aus der Kreisverwaltung Bad Kreuznach kommt
von der Kommunalgewerkschaft komba und war seit 2004
stellvertretende Landesvorsitzende des dbb rheinland-pfalz. Die
verheiratete Mutter zweier Kinder aus Laubenheim/Nahe bekleidete in
der komba zahlreiche Funktionen, beispielsweise auch dort als
stellvertretende Landesvorsitzende. Über die komba ist sie auch
Mitglied in der Bundestarifkommission der dbb tarifunion. Außerdem
ist sie Vorsitzende des Personalrats bei der Kreisverwaltung Bad
Kreuznach. Mit Lilli Lenz wurde erstmals eine Angestellte an die
Spitze des dbb rheinland-pfalz gewählt – mit 98 Prozent der
Stimmen. Der dbb rheinland-pfalz ist die eigenständige
Spitzenorganisation der Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes
und des privatisierten Dienstleistungssektors im Land.
3. Christian Reif, Sportler des Jahres RLP 2010 und 2011,
Europameister im Weitsprung
Der 27-jährige Top-Athlet aus Böhl-Iggelheim ist ein
Aushängeschild des rheinland-pfälzischen Spitzensports. Der
sympathische Pfälzer wurde in Rheinland-Pfalz zwei Mal in Folge zum
Sportler des Jahres gewählt. Im Jahr 2010 gewann er bei den
Leichtathletik-Europameister-schaften in Barcelona mit der
EM-Rekordweite von 8,47 die Goldmedaille. Er ist ein Vorbild an
Ausdauer, Trainingsfleiß und Leistungsbereitschaft. Christian Reif
studiert Sportmanagement.
II. Interne Wahlvorschläge
4. Julia Klöckner MdL, CDU Fraktions- und
Landesvorsitzende
5. Hans-Josef Bracht MdL, Parlamentarischer
Geschäftsführer
6. Christan Baldauf MdL, erster stellvertretender
Fraktionsvorsitzender
7. Marlies Kohnle-Gros MdL, stellvertretende
Fraktionsvorsitzende
8. Alexander Licht MdL, stellvertretender
Fraktionsvorsitzender
9. Dr. Adolf Weiland MdL, stellvertretender
Fraktionsvorsitzender
10. Heinz-Hermann Schnabel MdL, Vizepräsident des Landtags
11. Herbert Schneiders MdL, Vorsitzender des
Rechtsausschusses des Landtages
12. Hedi Thelen MdL, Sozialpolitische Sprecherin
13. Werner Langen MdEP, Vorsitzender der CDU/CSU-Gruppe im
Europäischen Parlament
III. Ersatzmitglieder
1. Thomas Weiner MdL, Vorsitzender des Ausschusses
für Europafragen
2. Guido Ernst MdL, Vorsitzender des Ausschusses für
Bildung
3. Dr. Norbert Mittrücker MdL, Wirtschaftspolitscher
Sprecher
4. Gerd Schreiner MdL, Haushalts- und
Finanzpolitischer Sprecher
5. Dr. Peter Enders MdL, Vorsitzender des
sozialpolitischen Ausschusses
6. Simone Huth-Haage MdL, Familien- und
Jugendpolitische Sprecherin
7. Matthias Lammert MdL, Innenpolitischer
Sprecher
8. Elfriede Meurer MdL, Sprecherin für
Petitionen
9. Dorothea Schäfer MdL, Wissenschaftspolitische
Sprecherin
10. Brigitte Hayn MdL, Kulturpolitische Sprecherin
11. Anke Beilstein MdL, Kommunalpolitische Sprecherin
12. Bernhard Henter MdL, Justiziar
13. Dr. Axel Wilke MdL, Rechtspolitischer
Sprecher
Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion
Rheinland-Pfalz, Mainz
28.02.2012
Binger Erklärung der SPD - kompakt
SPD Rheinland-Pfalz, SPD-Fraktion im Landtag
Rheinland-Pfalz und Landesgruppe Rheinland-Pfalz in der
SPD-Bundestagsfraktion
Mit der Binger Klausurtagung etablieren wir eine neue
Tradition: Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten aller
politischen Ebenen kommen zu Beginn eines jeden Jahres zusammen, um
das politische Jahr zu planen, sich abzustimmen und gemeinsame
Entscheidungen vorzubereiten. In diesem Jahr standen der
Erneuerungsprozess der SPD, das Arbeitsprogramm der
SPD-Landtagsfraktion sowie die Themen demografischer
Wandel und Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik auf
der Tagesordnung. Mit inhaltlichen Schwerpunkten und Aktionen
zeigen wir, dass wir die Ideen für ein Rheinland-Pfalz mit Zukunft
haben. Der letzte Woche beschlossene Haushalt trägt unsere
Handschrift für den sozial-ökologischen Wandel.
Die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten bekennen sich zum
Industriestandort Rheinland-Pfalz. Wir werden im Bereich der
Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik starke Akzente setzen
und Standortbedingungen weiter verbessern.
• Der
SPD-Landesverband organisiert das Forum Wirtschaft.
• Die
SPD-Landtagsfraktion gibt den Startschuss für „Regionale
Wirtschaftsgespräche“.
• Die
SPD-Landtagsfraktion sucht den Austausch mit den
Arbeitnehmervertretern in den Regionen.
• Der von der
Landesregierung angestoßene „Masterplan Industrieentwicklung“ wird
intensiv begleitet.
• Wir
Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten wollen in Rheinland-Pfalz
die Diskussion über unseren Wohlstandsbegriff und über die Frage
zukunftsfähigen Wachstums beginnen.
Die demografischen Veränderungen bedeuten viele
Herausforderungen, bieten aber auch neue Chancen. Die
Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten wollen diesen Prozess
konzeptionell vordenken und gestalten.
· Die
SPD-Abgeordneten werden durch Vor-Ort-Termine gelungene, gelebte
Beispiele neuer generationenübergreifender Wohnformen sichtbar
machen.
· Wir werden mit
Betrieben und Beschäftigten vor Ort für gute Beispiele und
Initiativen zur Fachkräftesicherung werben.
· Die
SPD-Abgeordneten unterstützen die Kommunen bei der Gestaltung des
demografischen Wandels und setzen sich für die Umsetzung des
Aktionsplanes „Gut leben im Alter“ ein.
· Die
Landtagsfraktion richtet eine Querschnittsarbeitsgruppe ein;
das Thema „Wohnen im Alter“ wird ein Schwerpunkt der
konkreten Arbeit vor Ort sein.
Am Nürburgring haben wir gelernt, dass Projekte trotz
bester Absichten nicht zwangsläufig zum gewünschten Erfolg
führen müssen. Daher werden wir uns mit möglichst vielen
gesellschaftlichen Gruppen und Experten darüber verständigen, wie
wir unsere Infrastruktur im Land zukunftsfest gestalten können. In
der Enquête-Kommission des Landtages tritt die SPD-Fraktion daher
dafür ein, Bürgerinnen und Bürger an Entscheidungen und Planungen
für die Infrastruktur von Beginn an und umfassend zu
beteiligen.
Tag für Tag engagieren sich tausende Rheinland-Pfälzerinnen und
Rheinland-Pfälzer ehrenamtlich für die Sozialdemokratie in
diesem Land. Sie sind Gesicht und Stimme der SPD vor Ort. Ihr
Engagement ist die Grundlage unseres Erfolges: Vor Ort, im Land,
auf Bundesebene und in Europa.
· Viele
Mitmachangebote bieten allen den direkten Draht zur Politik. Schon
auf den Weg gebracht sind das Forum Migration sowie das Forum
Wirtschaft.
· Die
mitgliederoffenen Treffen des Landesparteirats, die neu eingeführte
Konferenz der Ortsvereinsvorsitzenden sind Orte des Austauschs und
der gegenseitigen Information. Hinzu kommen die
Organisationskonferenzen in allen Unterbezirken.
· Es wird ein
umfangreiches Workshopangebot ins Leben gerufen. Gemeinsam mit der
Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK) wird
eine "Kommunalakademie der rheinland-pfälzischen SPD" eingerichtet.
SPD-Landtagsfraktion, Mainz, Pressestelle
27.02.2012
Bereitschaftspolizei Schifferstadt im Landtag
Axel Wilke:
Rot-Grüne-Landtagsfraktionen müssen nun Farbe bekennen
Mit einem Entschließungsantrag und einem klaren Bekenntnis zum
Bereitschaftspolizeistandort Schifferstadt geht die CDU
Landtagsfraktion am Donnerstag in die Etatberatungen des Landes.
Dies teilt Landtagsabgeordneter Dr. Axel Wilke, auf dessen
Initiative der Antrag zurückgeht, mit. Gerade weil die
Polizeireform eine reine Regierungsangelegenheit ist, weil es
keines Gesetzes bedarf, um die Behördenstruktur zu ändern, ist es
wichtig, dass das Parlament trotzdem Gelegenheit hat, seine Meinung
zur Auflösung kundzutun, um die Pläne der Regierung doch noch zu
stoppen. Alle vorder- und südpfälzischen CDU-Abgeordneten haben
sich in den letzten Monaten klar zum Standort bekannt, die
Abgeordneten der Regierungsfraktionen bisher noch nicht. Im
Gegenteil, man habe eher den Eindruck, dass sie die falsche
Entscheidung der Regierung mittragen. "Jetzt muss Rot-Grün Farbe
bekennen", betont Wilke. Diesen Appell richte er vor allem an seine
beiden Kolleginnen im Wahlkreis, Friederike Ebli und Anne Spiegel.
Gerade von Ebli als Vorsitzende des Innenausschusses erwarteten die
Menschen mehr als sich in Leserbriefen für den Erhalt
auszusprechen, offiziell aber die Auflösung mitzutragen.
Bürgerbüro Dr. Axel Wilke MdL, Presse
22.02.2012
Landesverfassungsgericht kippt Kommunalen Finanzausgleich
Julia Klöckner / Anke Beilstein: Richter bestätigen
jahrzehntelange Forderungen von Kommunen und
CDU-Landtagsfraktion
Als „großen Tag“ für die Zukunft der Städte, Gemeinden und
Kreise in Rheinland-Pfalz haben die Vorsitzende der
CDU-Landtagsfraktion, Julia Klöckner, und die kommunalpolitische
Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Anke Beilstein, das heutige
Urteil des Landesverfassungsgerichtshofs Rheinland-Pfalz zum
Kommunalen Finanzausgleich begrüßt. Das Gericht habe die
jahrzehntelange Kritik der Kommunen und der CDU-Fraktion am
Kommunalen Finanzausgleich der SPD-geführten Landesregierungen
bestätigt. Jetzt müssten die Finanzbeziehungen zwischen Land und
Kommunen auf völlig neue Füße gestellt werden, forderte
Klöckner.
„Es ist erschreckend, dass es eines jahrelangen Rechtsstreits
bedarf, damit die Kommunen in Rheinland-Pfalz die ihnen zustehenden
Finanzmittel erhalten. Dieses Urteil ist ein Schlag für die
zahlreichen Gesundbeter, wie Herrn Finanzminister Kühl und Herrn
Innenminister Lewentz, die immer behauptet haben, dass das Land
seine Kommunen ausreichend mit Geld versorgt. Die
Verfassungsrichter haben festgestellt, dass die Städte, Gemeinden
und Landkreise im Land eben nicht aufgabengemäß ausgestattet sind.
Dies ist auch eine Bankrotterklärung für die Finanzpolitik der
SPD-Landesregierung insgesamt: Es ist völlig klar, dass im Hinblick
auf das Jahr 2014 auch die Landesfinanzen neu justiert werden
müssen.“
Die Fraktionsvorsitzende verwies darauf, dass insbesondere die
CDU-Landtagsfraktion im Land immer wieder auf eine Neuregelung des
Kommunalen Finanzausgleichs gedrängt habe. Zuletzt sei es die
CDU-Fraktion gewesen, die eine Enquete-Kommission „Kommunale
Finanzen“ im rheinland-pfälzischen Landtag initiiert habe, um
endlich die Finanzbeziehungen zwischen Land und Kommunen neu zu
regeln.
Gleichzeitig warnte Anke Beilstein davor, das entsprechende
Urteil nur auf den Landkreis Neuwied zu beziehen und ansonsten den
„Schwarzen Peter“ nach Berlin zu schieben.
Fakt ist: „Die Liquiditätskredite der rheinland-pfälzischen
Kommunen waren Ende 2010 mit 1.346 Euro/EW weit mehr als doppelt so
hoch wie im Bundesdurchschnitt und wachsen auch seit Jahren doppelt
so schnell an. Die Abweichung zum Durchschnitt der westlichen
Flächenländer (607 Euro/EW) beläuft sich auf 739 Euro, was bei
einer Einwohnerzahl von vier Millionen einer Differenz von rd. 3.0
Milliarden Euro entspricht. Unterstellt, dass die bundesrechtlichen
Regelungen und Vorgaben, beispielsweise in der Sozialgesetzgebung
in allen Bundesländern in etwa auf gleichem Niveau umgesetzt
werden, spricht alles dafür, dass die oben aufgezeigte Differenz
hausgemacht ist. Sie hat ihren Ursprung in der jahrzehntelangen
Befrachtung des Kommunalen Finanzausgleichs durch die
Landesregierung in Rheinland-Pfalz.“ Presseinformation der
CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz, Mainz
14.02.2012
SPD-Landtagsfraktion zur Entscheidung des VGH zum „Kommunalen Finanzausgleich“
Zum heutigen Urteil des Rheinland-Pfälzischen
Verfassungsgerichtshofes zum Kommunalen Finanzausgleich erklären
der finanz- und haushaltspolitische Sprecher, der
SPD-Landtagsfraktion, Thomas Wansch, und der innenpolitische
Sprecher und Obmann der SPD-Landtagsfraktion in der
Enquete-Kommission Kommunalfinanzen, Hans-Jürgen Noss:
„Eine grundlegende Reform der Kommunalfinanzen bzw. des
Kommunalen Finanzausgleichs haben wir als wesentliches Projekt für
die laufende Legislaturperiode angekündigt und vorbereitet, wie
u.a. die Beauftragung des Gutachtens des Münchener Ifo-Instituts
noch vor Landtagswahl verdeutlicht. Die rot-grüne Koalition hat
diese grundlegende Reform in ihre Koalitionsvereinbarung
aufgenommen. Verschiedene Maßnahmen zu einer spürbaren Verbesserung
der Kommunalfinanzen wurden schon ergriffen, an der Spitze der
Kommunale Entschuldungsfonds.
Die deutlichen Forderungen des Verfassungsgerichtshofes sind nun
in dieses Vorhaben einer umfassenden Reform des Kommunalen
Finanzausgleichs zu integrieren. Dabei sind alle vom Gericht
angesprochenen Handlungsfelder zu prüfen. Das Ziel bleibt
unstrittig: Eine bessere Finanzausstattung der
rheinland-pfälzischen Kommunen. Dass mehr Geld an die Kommunen
fließen muss, wird sicher Auswirkungen auf die Landesausgaben
haben. Unstrittig ist auch, dass die Kommunen stärker daran
mitwirken müssen, ihre eigene Finanzsituation zu verbessern. Auch
dies hat das Gericht thematisiert.
Für uns ist bemerkenswert, dass das Gericht im Grunde ein
Dilemma beschreibt. Es benennt eindeutig die gestiegenen Kosten für
soziale Leistungen als Ursprung der kommunalen Finanzmisere. Diese
Kosten werden aber gesetzgeberisch vom Bund verursacht, der eine
Kompensation weitgehend verweigert. Für die finanziellen Folgen auf
der Kommunalebene wird das Land in die Pflicht genommen, das diese
aber nicht verursacht hat. Das zeigt: der Mangel an
staatspolitischer Verantwortung bei der Bundesregierung führt zu
weitgreifenden Problemen auch im Verhältnis von Land und Kommunen.
Unser Ziel muss sein, uns dennoch nicht das gute partnerschaftliche
Miteinander in Rheinland-Pfalz zerstören zu lassen.
In diesem Zusammenhang ist daran zu erinnern, dass die
Landtagsopposition noch in der vergangenen Woche mit scheinheiligen
Argumenten von der Landesregierung gefordert hat, einem
Gesetzentwurf der schwarz-gelben Bundesregierung zuzustimmen, der
das Land wiederum mit einem Minus von 80 Mio. Euro pro Jahr
belastet hätte. Im Sinne der Kommunen in Rheinland-Pfalz wäre es,
nicht bei jeder Gelegenheit die von der Bundesregierung
verantwortete massive Verschlechterung der Einnahmesituation des
Landes zur landespolitischen Maxime zu erklären. Frau Klöckner aber
beteiligt sich immer aufs Neue an dem Raubzug Merkels gegen Landes-
und Kommunalfinanzen. Dann sollte sie sich ihre Krokodilstränen
über die Kommunalfinanzen aber besser sparen.“
SPD-Landtagsfraktion, Mainz, Pressestelle www.spdfraktion-rlp.de
14.02.2012
Alexander Licht: Lewentz hat den Schimmelpilz für sich entdeckt
Der für den Nürburgring zuständige Infrastrukturminister
Lewentz ist bei der Lösung der anstehenden Probleme
überfordert.
So lautet das Fazit des stellvertretenden Vorsitzenden der
CDU-Landtagsfraktion, Alexander Licht, nach der gestrigen Sitzung
des Innenausschusses. „In den wesentlichen Punkten hat der
Minister gestern gekniffen – obwohl er rechts und links von sich
fleißige Souffleure sitzen hatte. Stattdessen hat er nun den
Schimmelpilz als Neuigkeit für sich entdeckt – obwohl ihm dieses
Problem ja schon seit Wochen bekannt ist! Herr Minister, lenken Sie
nicht von den wirklichen Problemen ab! Unbeantwortet blieben
z.B. alle Fragen zur Sorgfaltspflicht bei der Auswahl der
Geschäftspartner. Er selbst hatte ja als Innenstaatssekretär einige
Erfahrungen damit gemacht und Recherchen des LKA ausgebremst.
Lewentz will nun seine möglichen Antworten, die er noch nicht geben
wollte, mit seinem Vorgänger besprechen und dann schriftlich zur
Verfügung stellen.
Das ist peinlich, denn die CDU-Fraktion hatte hierzu im Vorfeld
der Sitzung einen umfangreichen Fragenkatalog eingereicht. Wir
hatten erwartet, dass der Minister sprechfähig ist. Auch die Frage,
ob der Vertrag mit Lindner und Richter, wie vom Ministerpräsident
behauptet, ein ‚faires Abkommen‘ und Ergebnis eines ‚tollen Jobs‘
ist, hat er erst nach mehrmaligem intensiven Nachfassen ausweichend
beantwortet. Auch bei anderen wesentlichen Fragen – wie geht
es mit dem Ring weiter, wie können die nötigen Besucherzahlen
erreicht und die erforderlichen Beträge erwirtschaftet werden, was
passiert mit den Mitarbeitern, wie ist die abgestimmte Haltung der
Landesregierung zur Gesamtsumme von einer halben Milliarde Euro –
blieb der Minister schwammig. Zu hinterfragen ist auch die nun von
Finanzminister Carsten Kühl ins Spiel gebrachte „Vorsorge“ des
Landes von 254 Millionen Euro. Sie ist vom Landesrechnungshof mit
einem Fragezeichen versehen worden. Nach Lesart des Rechnungshofs
hätte sie gar nicht gebildet werden dürfen, weil gegen das
Budgetrecht des Landtags verstoßen wurde. Immer mehr bestätigt
sich, dass das ‚Zukunftskonzept Nürburgring‘ kein Zukunftskonzept
für den Ring war, sondern ein Zukunftskonzept für die SPD –
kurzfristig für die Landtagswahl!" Presseinformation der
CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz, Mainz
14.02.2012
Jahresbericht 2012 des Rechnungshofes Rheinland-Pfalz
Dr. Adolf Weiland: „Landesregierung lässt Landesfinanzen
absaufen!“
Der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Dr.
Adolf Weiland, hat die Haushalts- und Finanzpolitik der
Landesregierung scharf kritisiert. Nach der Vorstellung des
Jahresberichtes 2012 des Landesrechnungshofes erklärte Weiland:
„Die Prüfung fällt für die Landesregierung vernichtend aus.“
„Die Landesregierung hat weder den Willen noch die politische
Kraft, die Landesfinanzen unter Kontrolle zu halten. Um es
drastisch zu formulieren: Die Landesregierung lässt die
Landesfinanzen schlichtweg absaufen. Kurt Beck ist die eigene
Schuldenpolitik schon längst über den Kopf gewachsen.“
Zugleich richtete Weiland einen eindringlichen Appell an die
Regierungsfraktionen von SPD und Grünen: „Stoppen Sie diese
verantwortungslose Finanzpolitik. Wir haben gemeinsam die
Schuldenbremse als Teil unserer Landesverfassung beschlossen. Jetzt
müssen wir auch im Geist dieser Verfassung handeln. Die CDU stellt
sich dieser Verantwortung vorbehaltlos.“ Zum jüngsten
Landesrechungshofbericht erklärt Weiland weiter: „Der Bericht
enthält im Kern zwei zentrale Botschaften:
Erstens: Die Haushaltspolitik ist in Rheinland-Pfalz völlig aus
den Fugen geraten. Eine Rekordverschuldung, geradezu abenteuerliche
Kreditfinanzierungs- (Anteil der Fremdfinanzierung) und
Zinsausgabenquoten (Anteil der Zinsen an den Gesamtausgaben), ein
verfassungswidriger Haushaltsvollzug - das sind die Kennzeichen der
Haushaltssituation in Rheinland-Pfalz(S.1ff Unterlagen zur PK).
Dies ist verheerend für unser Bundesland. Damit steigt
Rheinland-Pfalz auch aus dem dringend notwendigen
haushaltspolitischen Konsens in Deutschland aus, der angesichts der
Schuldenkrise im Euro-Raum dringend notwendig ist.
Zweitens: Schon jetzt trifft die Landesregierung unverkennbar
Vorkehrungen, die verfassungsmäßige Schuldenbremse (Art. 117 der
Landesverfassung), die ab 2020 einen Ausgleich von Einnahmen und
Ausgaben ohne Kreditaufnahme verbindlich vorschreibt, zu
unterlaufen. Nach ihrer eigenen Planung will sie auch im Jahr 2020
Schulden i.H.v. 1,1,Mrd. Euro aufnehmen. (S.26, ReHof-Bericht).
Davor warnt der Rechnungshof unmissverständlich.
Notwendig wäre jetzt der klare politische Wille, konsequent
umzusteuern. Dies mahnt auch der Landesrechnungshof an.
Verbindliche Vorgaben zur Verringerung des Defizits, der
konsequente Einsatz von Mehreinnahmen und Minderausgaben zur
Verringerung der Neuverschuldung gehören unverzichtbar in ein
solches Maßnahmenpaket. Wie die bisherigen Beratungen des
Doppelhaushalts 2012/2013 zeigen, ist nicht zu erwarten, dass die
Landesregierung hierzu die Kraft
aufbringt. Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion
Rheinland-Pfalz, Mainz
09.02.2012
Der SPD-Fraktionsvorsitzende Hendrik Hering zur Kritik des Landesrechnungshofs am Zukunftskonzept Nürburgring:
"Wenn man den Refinanzierungsbedarf handelsrechtlich betrachtet,
sind die Berechnungen des Landesrechnungshofs nachvollziehbar. Auf
der Grundlage heutiger Kenntnisse und den gemachten Erfahrungen
würde ich Entscheidungen für die Zukunft des Nürburgrings anders
als in 2009 und 2010 treffen. Die Trennung von Besitz und Betrieb
war eine richtige Entscheidung. Ernst & Young hat den
Refinanzierungsbedarf für das Investment am Nürburgring auf anderer
betriebswirtschaftlicher Grundlage kalkuliert als der Rechnungshof
dies tut. Darüber hinaus wurden Ertragsaussichten aufgezeigt, die
diesen Refinanzierungsbedarf decken und die auch von Lindner durch
die Unterzeichnung der Verträge als realistisch anerkannt
wurden.
Aus heutiger Sicht waren die 2010 gemachten Annahmen zu
optimistisch. Auch hat sich das in die Vertragspartner gesetzte
Vertrauen nicht in der erhofften Weise erfüllt und wurde in den
letzen Wochen und Monaten schwer erschüttert.
Festzuhalten ist, dass die damals festgelegte Trennung von
Besitz und Betrieb heute die Kündigung des Betriebspachtvertrags
möglich macht, die den Weg zu einer Neuausschreibung und zu
möglichen neuen Pachtverträgen ebnet.
Für Infrastrukturprojekte wie den Nürburgring müssen auch
zukünftig Steuergelder in die Hand genommen werden. Diese Aussage
gilt unabhängig davon, dass die Bauten am Nürburgring
überdimensioniert sind." SPD-Landtagsfraktion
Mainz, Pressestelle www.spdfraktion-rlp.de
09.02.2012
Sondersitzung des Innenausschusses: "Kündigung der Pachtverträge am Nürburgring"
Anlässlich der von SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN beantragten
Sondersitzung des Innenausschusses erklären Barbara
Schleicher-Rothmund und Nils Wiechmann, Parlamentarische
Geschäftsführer der Fraktionen von SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im
Landtag Rheinland-Pfalz:
"Die beiden Regierungsfraktionen haben heute eine Sondersitzung
des Innenausschusses zum Thema aktuelle Entwicklung am Nürburgring
beantragt. Für uns ist die Einbindung des Parlaments in das Projekt
eine Selbstverständlichkeit. Wir werden die weitere Entwicklung
kritisch und konstruktiv begleiten."
Nils Wiechmann betont: "Unser Ziel ist ein zukunftsfähiges,
betriebswirtschaftlich darstellbares und nachhaltiges Konzept, das
die Interessen der Menschen in der Region berücksichtigt." Barbara
Schleicher-Rothmund ergänzt: "Die gestern beschlossene Kündigung
und das weitere Vorgehen werden wir offen und transparent im
Ausschuss erörtern. Dazu zählt für uns auch die wesentliche Frage
nach der Zukunft der Arbeitsplätze. Wir waren in der Vergangenheit
an der Seite der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und werden uns
auch weiterhin in enger Abstimmung für die Belange der
Arbeitnehmerschaft einsetzen."
"In Sachen Nürburgring appellieren wir dringend an die CDU, weg
von der Show und hin zu konstruktiver Politik zu gehen. Angesichts
der Bedeutung des Rings für die Region werden wir auf die CDU zu
gehen, um Lösungen zu entwickeln, die alle im Landtag vertretenen
Parteien tragen können", so Schleicher-Rothmund und Wiechmann.
SPD-Landtagsfraktion, Pressestelle www.spdfraktion-rlp.de
08.02.2012
Nürburgring: Kündigung der Pachtverträge durch die Landesregierung
Alexander Licht: Vertragsauflösung kommt viel zu
spät
Die heute bekannt gewordenen Kündigung der Pachtverträge mit der
Nürburgring Automotive GmbH durch die Landesregierung kommt aus
Sicht des stellvertretenden Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion,
Alexander Licht, viel zu spät. Sie müsse nun darlegen, wie es am
Nürburgring weitergehen solle und was den Steuerzahler die
Auflösung dieses von vorherein zum Scheitern verurteilten
Vertragswerks koste.
„Die heutige Kündigung bestätigt die wiederholten Warnungen der
CDU-Landtagsfraktion. Es war bei einer nüchternen Betrachtung der
Fakten und Zahlen immer klar, dass das im Jahr 2009 vom damaligen
Wirtschaftsminister Hering persönlich ausgehandelte und gemeinsam
mit Ministerpräsident Beck vorgestellte Konzept nicht tragfähig
war. Es sollte nur dazu dienen, der Regierung Beck am Nürburgring
Luft zu verschaffen und sie über die Landtagswahl zu retten. Die
Rechnung für dieses Versagen der Landesregierung müssen die
Steuerzahler und die Beschäftigten am Nürburgring begleichen. Es
ist deshalb besonders peinlich, dass Ministerpräsident Beck, der
immer die treibende Kraft hinter diesem Prestigeobjekt war, nun
nicht den Schneid hat, selbst vor die Kameras zu treten,
Verantwortung zu übernehmen und das Scheitern einzugestehen. Mit im
Boot sitzen seine Kronprinzen Hering und Lewentz, der eine als
Wirtschaftsminister und der andere als nun zuständiger
Infrastrukturminister. Hering hat Projekt ausgehandelt und Lewentz
war nicht in der Lage, es auf feste Füße zu stellen. Bei einem
solchen Dreigestirn ist einem wirklich nicht zum Lachen zu
Mute.“
Unfreiwillig komisch und zum sichtlichen Erschrecken ihrer
Ministerkollegen, so Licht, habe Wirtschaftministerin Lemke das
Problem mit ihrer Aussage auf den Punkt gebracht, man wolle dem
Fass ohne Boden einen Boden geben. Genau das habe die
Landesregierung bisher immer bestritten. Fakt sei aber, dass sie
vor einem haushaltspolitischen Scherbenhaufen stehe. Es sei nicht
die Schuldenbremse, die die Handlungsspielräume so eng mache.
Vielmehr müssten die Rheinland-Pfälzer nun für ein
verantwortungsloses Experiment der SPD-geführten Landesregierung
zahlen, das rd. 500 Millionen Euro koste. Allein von
prognostizierten Defiziten könnten Hunderte Polizisten und Lehrer
bezahlt werden.
„Ich werde meiner Fraktion die Beantragung einer Sondersitzung
des Innenausschusses vorschlagen. Die Landesregierung muss jetzt
eine Perspektive aufzeigen. Das nächste „Zukunftskonzept“ darf
nicht wieder eine Blase mit abgestandener Luft sein. Den von den
Grünen geforderten „parlamentarischen Beirat“ gibt es im Übrigen
schon: den Innenausschuss. Wenn schon ein Beirat eingeführt wird,
dann doch bitte mit externen, unabhängigen Experten.“
Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz,
Mainz
08.02.2012
Landesregierung kündigt Verträge mit der Nürburgring Automotive GmbH fristlos
Die Landesregierung hat sich dazu entschlossen, die
Verträge mit der Nürburgring Automotive GmbH fristlos zu
kündigen.
Dies wurde der Geschäftsführung der Automotive GmbH heute
mitgeteilt. Dieser Beschluss wurde unter Abwägung der bisherigen
Entwicklungen Ring und mit großer Ernsthaftigkeit getroffen.
Der Nürburgring hat eine lange Tradition als Rennstrecke in
Deutschland und die legendäre Nordschleife ist weltweit bekannt.
Schon vor Jahrzehnten hat sich die Landesregierung zum Nürburgring
als Infrastrukturmaßnahme in der eher strukturschwachen Eifel
bekannt und sich darum bemüht, dass dort Arbeitsplätze gehalten
werden und neue entstehen können. Gerade die SPD-geführte
Landesregierung hat sich immer für die Sicherung von Arbeitsplätzen
für die Menschen in Rheinland-Pfalz eingesetzt. Das Land stand
und steht weiter zum Nürburgring aufgrund seiner Bedeutung für die
gesamte Region und für ganz Rheinland-Pfalz.
In der Vergangenheit wurden Fehler gemacht. Die gescheiterte
Privatfinanzierung im Jahr 2009 führte zu einem
Untersuchungsausschuss im Landtag. In unzähligen Plenarsitzungen
und Ausschussdebatten wurde dies thematisiert. Zum 1. Mai 2010
wurde dann ein neues Konzept erarbeitet, das eine Trennung von
Besitz (Nürburgring GmbH GmbH) vorsieht. Dabei hat sich die
Landesregierung von der renommierten
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young beraten lassen.
Es wurde fest davon ausgegangen, dass für den Nürburgring damit
eine solide Ausgangsbasis geschaffen werde, um poitiv in
die Zukunft blicken zu können. Aus Sicht des Landes wurden
gute Verträge abgeschlossen, die Bestand haben sollten. Von dem
privaten Betreiber erhoffte man sich neue Ideen und ein
wirtschaftliches Konzept, um den Nürburgring als Marke und die
Arbeitsplätze für die Menschen zu sichern.
Leider musste in den letzten Monaten gesehen werden, dass die
Erwartungen und Prognosen, auf denen die Verträge beruhten, nicht
eingetreten sind. Die Betreiber haben die Pacht nicht beza Nachdem
entsprechende Mahnungen erfolglos geblieben sind, wurde Anfang
November 3411 der Erlass eines entsprechenden Mahnbescheids gegen
die Nürburgring Automotive GmbH beantragt. Hiergegen hat die
Nürburgring Automotive GmbH Widerspruch eingelegt um ihrerseits
Ansprüche gegen die Nürburgring GmbH geltend gemacht. Nachdem
auch die in der Folgezeit mit der Landesregierung geführte
Verhandlungen nicht zu akzeptablen Ergebnissen geführt haben und es
bezüglich der Vertragserfüllung unterschiedliche Posititionen
gegeben hat, stellt sich die Frage nach den daraus zu
ziehenden Konsequenzen.
Diese Konsequenzen wurden nunmehr gezogen. Dem Kabinett wurde
vorgeschlagen, die Nürburgring GmbH zu bitten, den
Betriebspachtvertrag mit der Nürburgring Automotive GmbH sowie alle
weiteren relevanten Verträge, insbesondere den Konzessionsvertrag
über die Organisation der Formel 1 Rennveranstaltungen auf dem
Nürburgring, unverzüglich außerordentlich zu kündigen. Sollte es
nicht zu einer einvernehmlichen Umsetzung der Kündigung kommen, ist
ein unter Umständen längerer Rechtsstreit nicht
auszuschließen. Dafür sehen wir uns gut gewappnet.
Und damit steht der Nürburgring erneut vor tiefgreifenden
Veränderungen, die wir gestalten müssen. Das Land bekennt sich
weiterhin zu seiner Verantwortung in dieser schwierigen
Situation.
Wir bitten euch, daran mitzuwirken - der Nürburgring ist es
wert, dass wir geschlossen und solidarisch mit den Menschen in der
Eifel einen neuen Weg beschreiten. SPD-Landesverband
Rheinland-Pfalz
07.02.2012
Wilke: „Was für ein Durcheinander!“
Mietvertrag
bei Bereitschaftspolizei Schifferstadt nun doch nicht
gekündigt?
Scharfe Kritik an den widersprüchlichen Aussagen aus dem Mainzer
Innenministerium zur Kündigung des Mietvertrags für den
Bereitschaftspolizei-Standort Schifferstadt übt CDU-MdL Dr. Axel
Wilke.
„Das Verhalten von Staatssekretärin Raab zeugt von mangelnder
Professionalität und von wenig Fingerspitzengefühl“, erklärt Wilke.
Gerade bei einem so sensiblen Thema dürfen solche groben Fehler
nicht geschehen.
„Ist das die Antwort der Landesregierung auf die 13000
Unterschriften für den Erhalt der Bereitschaftspolizei in
Schifferstadt?“, fragt Wilke.
„Frau Raab jedenfalls scheint mit dem Thema total überfordert zu
sein“, kritisiert Wilke und fordert, dass sich nun endlich der
Innenminister des Themas annimmt. „Herr Lewentz muss den
Betroffenen und den Bürgern Rede und Antwort stehen, wie es nun mit
dem Standort in Schifferstadt weitergeht“, verlangt der
Abgeordnete, der eine Kündigung des Mietvertrags nach wie vor als
groben Fehler ansieht.
Abschließend kündigt Wilke an, dass die CDU-Opposition im
Innenausschuss des Mainzer Landtags einen Berichtsantrag zu diesem
Thema stellen wird.Bürgerbüro Dr. Axel Wilke MdL,
Presse
07.02.2012
Kostenlose Schülerbeförderung erhöht den Schuldenberg der Kommunen
Anke Beilstein: SPD-Oberbürgermeister beschwert sich bei
Beck
Die rot/grüne Landesregierung lässt sich ihre Wohltaten von den
Kommunen bezahlen. Das belegt aus Sicht der kommunalpolitischen
Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Anke Beilstein, ein aktuelles
Schreiben des SPD-Bürgermeisters der Stadt Landau, Hans-Dieter
Schlimmer, an den Ministerpräsidenten. In dem geharnischten
Schreiben, das der CDU-Landtagsfraktion vorliegt, macht Schlimmer
am Beispiel der Stadt Landau deutlich, dass das im Januar von
Rot/Grün beschlossene Gesetz zur kostenlosen Schülerbeförderung in
Rheinland-Pfalz für die Städte, Gemeinden und Landkreise massive
finanzielle Risiken mit sich bringt.
Man erwarte, so der Oberbürgermeister, auf der Grundlage des
Gesetzes mehr als 1.600 zusätzliche Anträge auf Erstattung der
Beförderungskosten. In der verabschiedeten Form führe das Gesetz in
Landau ab dem Jahr 2013 voraussichtlich zu einer jährlichen
Mehraufwendung von ca. 700.000 Euro. Dies ohne Berücksichtigung
eventuell entstehender Personalkosten. Im Jahr 2012 beliefen sich
die Mehraufwendungen aufgrund der anteilmäßigen Berücksichtigung
auf ungefähr 350.000 Euro. Die als Mehrbelastungsausgleich
vorgesehenen Mittel nach dem Landesfinanzausgleichsgesetz reichten
hier bei weitem nicht aus, erklärt der Oberbürgermeister in seinem
Schreiben an den Ministerpräsidenten. So habe der Kämmerer der
Stadt errechnet, dass man für das Jahr 2012 mit zusätzlichen
Geldern von 87.000 Euro und für das Jahr 2013 mit ca. 218.000 Euro
rechnen könne. Somit habe die Stadt für das Jahr 2012 eine
Nettomehrbelastung von rund 263.000 Euro und in den Folgejahren von
rund 482.000 Euro zu verkraften.
Damit würden alle Bemühungen der Stadt, im Rahmen des Beitritts
zum Kommunalen Entschuldungsfonds eine dauerhafte finanzielle
Zukunft für die Kommune zu schaffen absurdum geführt. Ein Großteil
des erreichten aus dem Kommunalen Entschuldungsfonds werde durch
dieses Gesetz wieder zunichte gemacht. So werde das strukturelle
Defizit, unter dem insbesondere die kreisfreien Städte zu leiden
hätten, weiter verfestigt.
„Der SPD-Oberbürgermeister der Stadt Landau hat den Finger in
die Wunde gelegt. Neben der falschen Schwerpunktsetzung und der
Verschwendung von Steuergeldern werden durch das neue Gesetz zur
Weiterentwicklung der Schülerbeförderung die Kommunen im Land
weiter in den Ruin getrieben. Die Landesregierung wäre gut beraten,
das Gesetz so schnell wie möglich zu überarbeiten und die
kostenlose Schülerbeförderung in der vorgesehenen Form wieder
abzuschaffen.“ Stattdessen sollten die Mittel für eine verbesserte
Unterrichtsversorgung eingesetzt werden, forderte Beilstein.
Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion
Rheinland-Pfalz
06.02.2012
Gemeinsame Pressemitteilung der CDU Rhein-Pfalz und MdL Johannes Zehfuß zur Kündigung des Mietvertrages für die Bereitschaftspolizei in Schifferstadt
Umland / Böhl-Iggelheim- Mit großer Enttäuschung haben
Helmut Pfaff, der als Stellvertretender Vorsitzender das Thema
federführend für den CDU-Kreisverband Rhein-Pfalz bearbeitet, und
der Böhl-Iggelheimer Landtagsabgeordnete Johannes Zehfuß die
heutigen Presseberichte zur Kenntnis genommen, laut denen der
Mietvertrag der Liegenschaft Schifferstadt zum 01.07.2013 gekündigt
wurde.
„Ich war am Anfang so optimistisch, dass die Entscheidung
zurückgenommen wird, da die Sachargumente so eindeutig waren und
heute immer noch sind. Leider muss ich nach fast drei Monate mit
arbeitsintensiven Recherchen und zahlreichen, sachlichen
Resolutionen verschiedener CDU-Gremien von der kommunalen Ebene bis
in den Landtag hinein feststellen, dass noch ein weiter Weg bis zur
Rücknahme der Entscheidung vor uns liegt“ bringt Pfaff seine
Enttäuschung, aber auch seine Bereitschaft, das Engagement
fortzusetzen, zum Ausdruck.
„Dass Sachargumenten der Opposition wenig Gehör geschenkt wird,
musste ich in meiner noch kurzen Zeit als CDU-Landtagsmitglied
bereits schmerzlich erfahren. Dass aber auch das Vorbringen der
Sachargumente durch meine SPD-Kollegin und Landtagsvizepräsidentin
Hannelore Klamm nichts nützt, ist eine neue Erfahrung“, so Johannes
Zehfuß. „Auch die Meinung der SPD-Abgeordneten Frau Ebli, deren
Unterschrift eine von deutlich mehr als 13000 gegen die Verlegung
der Bereitschaftspolizei nach Enkenbach-Alsenborn ist, hat wohl
keine Bedeutung mehr im Ministerium, obwohl Frau Ebli
immerhin Vorsitzende des für die Polizei zuständigen
Innenausschusses ist “ fügt Zehfuß hinzu.
„Auch in vielen kommunalen Gremien haben Sozialdemokraten
und Grüne ihre Meinung gegen die Verlegung zum Ausdruck gebracht“
ergänzt Pfaff, dass auch auf kommunaler Ebene nicht nur
CDU-Mandatsträger gegen die Verlegung aktiv sind, sondern sich dort
aufgrund der überzeugenden Sachargumente auch Parteimitglieder der
rot-grünen Landesregierung, wie z. B. die Schifferstadter
Bürgermeisterin Volk, gegen die Verlegung aussprechen.
„Die CDU-Landtagsfraktion wartet noch auf die Antworten auf
einige parlamentarische Anfragen an die Landesregierung. Diese
sollen u. a. die tatsächliche Datenlage zum Zeitpunkt der
Entscheidung offenlegen. Dass sich das finanzielle Argument
„Die Liegenschaft ist marode und hat hohen Sanierungsbedarf“ in das
Vermarktungsargument „Die Liegenschaft ist in einem guten Zustand“
gewandelt hat, spricht für die schwache, nicht nachvollziehbare
Entscheidungsgrundlagen“, moniert Zehfuß. „Ich wünsche mir, dass
sich Innenminister Lewentz, der laut Presseberichten in der letzten
Woche mehrfach in der Region unterwegs war, endlich mal selbst ein
Bild vor Ort in Schifferstadt macht und nicht aus Zeitgründen –so
seine Begründung- nur seine Staatssekretärin Raab vorschickt.
Da Lewentz das Thema Bepo Schifferstadt offensichtlich nicht zur
Chefsache machen will, macht das hoffentlich Ministerpräsident Beck
im Gespräch mit der Gewerkschaft der Polizei“ gibt auch Johannes
Zehfuß die Hoffnung im Kampf um den Erhalt der Bereitschaftspolizei
in Schifferstadt noch nicht auf.
05.02.2012
Bereitschaftspolizei Schifferstadt
Axel Wilke:
Kündigung des Mietvertrags schwerer Fehler
Als „schweren politischen Fehler“ bezeichnet
CDU-Landtagsabgeordneter Axel Wilke die am Freitag bekanntgegebene
Kündigung des Mietvertrags für den Bereitschaftspolizeistandort
Schifferstadt. Statt sich ernsthaft mit den Argumenten der vielen
Kritiker der Verlegung nach Enkenbach auseinanderzusetzen und den
Sinn der Maßnahme noch einmal ergebnisoffen mit den Betroffenen zu
diskutieren, schafft die Landesregierung Fakten. Erst am 27. Januar
hatte der GdP-Landesvorsitzende Ernst Scharbach noch einmal in
einem 4-seitigen Brief an den Ministerpräsidenten die
Einwände aus polizeilicher Sicht aufgelistet und ein weiteres
Mal auf die Verschlechterung für die polizeiliche Präsenz in der
Vorderpfalz hingewiesen. Auch gibt es mehrere unbeantwortete
parlamentarische Anfragen zum gleichen Thema von Wilke selbst und
weiteren Abgeordneten der Region. „Durchziehen um jeden Preis“
scheine trotzdem oder erst recht die Devise im Lewentz-Ministerium
zu sein. Wilke kritisiert auch, daß der Minister selbst „wohl zur
Schonung seines Images“ wieder die Staatssekretärin
„vorgeschickt“ hat, die schlechte Nachricht zu verkünden.
Wilke, dem auch ein Vermerk des Ministeriums vom 20. Januar zum
gleichen Thema vorliegt, hält die darin für die Auflösung ins Feld
geführten Argumente weiter nicht für stichhaltig. Wesentliche
Kostenrisiken würden unterschlagen und die Bedeutung der
Bereitschaftspolizei für die Unterstützung der Tagesarbeit der
Schutzpolizei in der Vorder- und Südpfalz heruntergespielt.
Er jedenfalls werde gemeinsam mit den CDU-Kolleginnen und
Kollegen der Vorder- und Südpfalz weiter für den Erhalt der
Bereitschaftspolizei am Standort Schifferstadt kämpfen, verspricht
der Speyerer Abgeordnete abschließend. Bürgerbüro Dr. Axel
Wilke MdL, Presse
05.02.2012
Beck-Interview Rhein-Zeitung: Nürburgring-Verluste
Alexander Licht: Beck im Ring-Chaos
Zur heutigen Einschätzung des Ministerpräsidenten, dass sich der
Nürburgring auch in Zukunft nicht selbst tragen wird (vgl.
Interview in der Mainzer-Rhein-Zeitung von heute), erklärt der
Stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Alexander
Licht:
„Diese Aussage ist aus dem Mund von Herrn Beck neu.
Offensichtlich ist der Ministerpräsident tatsächlich lernfähig, wie
es ja auch Wirtschaftsministerin Lemke in der letzten Plenarsitzung
bereits festgestellt hatte: Dass er heute davon ausgeht, dass sich
der Ring auch in Zukunft nicht finanziell selbst tragen wird, lässt
allerdings tief blicken. Erinnern wir uns an die Vorstellung des
neuen Betriebskonzepts am 26. März 2010:
- Von einem ‚fairen Miteinander‘ spricht Ministerpräsident
Kurt Beck und lobt seinen Wirtschaftsminister, der ‚einen tollen
Job‘ gemacht habe. (…) Ministerpräsident Beck sieht darin (Anm.:
gemeint war der Pachtvertrag) einen ‚Neuanfang‘ am Ring. ‚Es
entsteht keine Belastung für den Steuerzahler‘.Quelle: AZ vom
27.3.2010
- Ministerpräsident Kurt Beck sagte: ‚In vier, fünf Jahren
werden die Leute sagen: Gut, dass wir dies gemacht haben‘.Quelle:
Rheinpfalz vom 27.3.2010 - Nach mehr als 100 Stunden
Verhandlungen sei ‚ein sehr faires‘ Abkommen unterschrieben worden,
sagte der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hendrik Hering
gestern in Mainz.Quelle: Pirmasenser Zeitung vom 27.3.2010
- Mit dem neuen Zukunftskonzept werde es ‚keine Belastung
für den Steuerzahler geben‘, versprach Ministerpräsident
Beck.Quelle: FAZ vom 27.3.2010
- ‚Wir gehen davon aus, dass sich das Invest aus den
Pachtzahlungen trägt‘, versichert Kurt Beck.Quelle: DPA vom
26.3.011
Wie wir gestern im Innenausschuss erfahren haben, werden fast
alle Teile des Pachtvertrages streitig gestellt. Es liegen
allerdings keine testierten Zahlen vor, die überprüfbar wären. All‘
das zeigt, wie mangelhaft der Vertrag seinerzeit vom damaligen
Wirtschaftsminister Hering ausgehandelt wurde. Die Leidtragenden
sind die völlig verunsicherten Beschäftigten vor Ort, die jetzt
aufgrund der Fehlplanungen der Landesregierung um ihre Existenz
bangen müssen.“ Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion
Rheinland-Pfalz, Mainz
03.02.2012
Einsatz von Scharia-Gerichten in Deutschland
Dr. Axel Wilke: Minister muss im Rechtsausschuss
Stellung nehmen
Nach Auffassung des rechtspolitischen Sprechers der
CDU-Landtagsfraktion, Dr. Axel Wilke, leistet Justizminister
Hartloff mit seinem Vorschlag zur Einführung von
Scharia-Schiedsgerichten ohne Not dem Entstehen einer
Parallelgesellschaft Vorschub und stellt das Gewaltmonopol des
deutschen Staates in Frage. Die CDU-Landtagsfraktion hat deshalb
heute beantragt, das Thema auf die Tagesordnung der nächsten
Rechtsausschusssitzung setzen zu lassen.
„Wenn islamische Rechtsvorschriften über das Internationale
Privatrecht in Deutschland angewendet werden müssen, dann nehmen
wir das nur hin, wenn das mit den Grundwerten unserer Verfassung
vereinbar ist. Dies bedarf im Einzelfall der genauen Prüfung.
Darüber hinaus gibt es für die Scharia vor deutschen Gerichten
überhaupt keinen Raum. Private Schiedsgerichte sind in unserer
Rechtsordnung nur für Vermögensansprüche, nicht aber in Ehe- und
Familienangelegenheiten vorgesehen. Und auch dann gilt, dass deren
Entscheidungen von staatlichen Stellen nur anerkannt werden können,
wenn sie sich im Rahmen unserer Rechtsordnung bewegen. Die vom
Minister gezogene Parallele zu Sportverbänden oder den christlichen
Kirchen gibt es nicht. Denn dort werden nur verbands- bzw.
kircheninterne Vorgänge geklärt. Den Verfechtern einer
Scharia-Gerichtsbarkeit geht es dagegen um eine umfassende
Gerichtshoheit. Das können wir zur Wahrung des staatlichen
Gewaltmonopols nicht tolerieren. Im Übrigen ist es unerträglich,
Scharia-Gerichte als Beitrag zur Justizentlastung zu präsentieren.“
Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz,
Mainz
03.02.2012
Bedeutung der SCHUM- Städte hervorheben – Jüdisches Leben in Rheinland-Pfalz
„Die SCHUM-Städte Speyer, Worms und Mainz sind ein wichtiger
Bestandteil deutscher und rheinland-pfälzischer Kulturgeschichte
und sollten als kulturelles Erbe stärker ins Bewusstsein der
Menschen rücken“, resümiert Hendrik Hering, Vorsitzender der
SPD-Landtagsfraktion nach einem Besuch der Synagoge in Worms.
Die Bedeutung jüdischen Lebens in Rheinland-Pfalz hervorzuheben
war der Grund, weshalb die SPD-Landtagsfraktion sich aufmachte und
den drei rheinland-pfälzischen SCHUM-Städten einen Besuch
abstattete. Die Mitgliederzahlen der jüdischen Gemeinden in
Rheinland-Pfalz haben sich in den letzten Jahren mehr als
verdoppelt und sind auf über 3000 angestiegen. Das Land wird
deshalb die Zuschüsse an die jüdischen Gemeinden in Rheinland-Pfalz
deutlich erhöhen. „Für uns ist der Antrag, alle drei Standorte
jahrhundertealter jüdischer Kultur in die UNESCO-Liste der
Weltkulturerbestätten aufzunehmen, sehr wichtig“, betont Barbara
Schleicher-Rothmund, Parlamentarische Geschäftsführerin der
SPD-Landtagsfraktion. Einen entsprechenden Vorschlag will
Rheinland-Pfalz in diesem Jahr der Kultusministerkonferenz
unterbreiten.
Aber nicht nur die Traditionen prägten das jüdische Leben in
Rheinland-Pfalz. Der Zuzug von jüdischen Menschen aus Osteuropa
bereichere die jüdischen Gemeinden und führte zu Neubauten mit
finanzieller Unterstützung auch des Landes, unterstreicht der
Fraktionschef. „Mit dem Bau der beiden Synagogen in Mainz und
Speyer wurde ein neues Kapitel jüdischen Lebens in Rheinland-Pfalz
aufgeschlagen“, so Hendrik Hering. Er betonte die Offenheit, mit
der besonders die jüdische Gemeinde Mainz und Worms mit ihrer
Vorsitzenden Stella Schindler-Siegreich in das Bewusstsein der
Bürgerinnen und Bürger treten. „Dass dies auf positive Resonanz
stößt, zeigten die Tage der offenen Tür nach der Eröffnung der
Mainzer Synagoge, als tausende Interessierte kamen, um das neue
Gotteshaus zu sehen“, so Hering. SPD-Landtagsfraktion,
Mainz, Pressestelle www.spdfraktion-rlp.de
25.01.2012
Hering-Interview zum Nürburgring
Julia Klöckner: Hering gesteht sein eigenes Scheitern
ein
Zu den Aussagen des SPD-Fraktionsvorsitzenden in der
heutigen „Allgemeine Zeitung" erklärt die CDU-Fraktionsvorsitzende
Julia Klöckner: „Es ist erstaunlich, dass Herr Hering als
Fraktionsvorsitzender nun ein ‚durchdachtes Konzept‘ am Nürburgring
fordert. Wenn ich mich richtig erinnere, hat er das jetzt
offensichtlich gescheiterte ‚Zukunftskonzept‘ höchstpersönlich
ausgehandelt. Er war es, der die jetzt auch plötzlich bei der SPD
in Kritik geratenen Ring-Manager Lindner und Richter ausgewählt und
im März 2010 gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten der
Öffentlichkeit vorgestellt hat. Jetzt gesteht er sein eigenes
Scheitern ein. Durch das Ausrichten eines
SPD-"Wirtschaftsforums" wird auch offenbar, dass die
rheinland-pfälzische Wirtschaft innerhalb der Landesregierung
keinen Ansprechpartner mehr hat, der ihre Sprache versteht.
Wirtschaftsförderung ist die ureigene Sache der Regierung. Dazu
zählt auch das Voranbringen von wichtigen Infrastrukturmaßnahmen im
Land. Der SPD-Infrastrukturminister ist mittlerweile zum
Verhinderer geworden von Breitband, Brücken, Autobahnen,
Bundesstraßen, Umgehungsstraßen und vielem mehr, was von der
Wirtschaft gefordert wird, damit die Arbeit im Land brummen kann.
Reden Sie nicht länger in Foren, sondern packen Sie endlich an. Nur
das hilft der Wirtschaft in unserem Land. In diesen
Hintergrund passt es auch, dass die rot-grüne Landesregierung in
der zurückliegenden Plenarsitzung den Weggang von über 100
qualifizierten Arbeitskräften der BASF begrüßt hat.
Zukunftsforschung im Bereich der Pflanzenbiotechnologie wird durch
Rot-Grün eine Absage erteilt. Unter dieser Landesregierung hat die
Wirtschaft leider keine Stimme mehr im Land!“ Presseinformation
der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz, Mainz
23.01.2012
Nürburgring: Klöckner und Licht treffen sich mit Bürgermeistern
Julia Klöckner / Alexander Licht: Wir tragen gemeinsam
Verantwortung und wollen so den Neuanfang gestalten
Die CDU-Fraktionsvorsitzende Julia Klöckner und ihr
Stellvertreter Alexander Licht halten das Unvermögen der
Landesregierung, die Probleme am Nürburgring in den Griff
zubekommen, für alarmierend. In der Region um den Nürburgring
steigen die Verunsicherung und Zukunftsängste spürbar. Diesen
Schluss nehmen sie aus Nürburg mit nach Mainz in die
Landeshauptstadt. Dort trafen sie sich heute mit den
CDU-Bürgermeistern Karl Häfner (VG Kellberg), Gerd Heilmann (VG
Vordereifel) und Hermann-Josef Romes (VG Andenau).
„Ich möchte mich ausdrücklich bei der Vielzahl von Unternehmen
in Rheinland-Pfalz bedanken. Denn diese wirtschaften im Wettbewerb
und gehen fair mit ihren Mitarbeitern um. Anders als dies das Land
am Nürburgring vormacht“, erklärte Julia Klöckner. „Wir tragen
gemeinsam Verantwortung für die Region und wollen im Sinne der
Bürger und Unternehmer vor Ort, den Neuanfang gestalten.“ In dieser
Woche wurde in der Landtagsdebatte offiziell bestätigt, dass mehr
als eine halbe Milliarde Euro in die Rennstrecke und den
Freizeitpark geflossen sind. „Ohne Erfolg. Mitarbeiter werden
entlassen, die Tore zum Teil geschlossen. Das muss ein Ende
haben.“
Deshalb fordert die CDU einen Beirat aus Fachleuten, der die
Politiker berät. Dieser solle erstens den Übergang und zweitens die
Neustrukturierung begleiten. „Chancen liegen in der Einbindung der
Motorsportorganisationen und der Industrie einerseits und in der
regionaltouristischen Vernetzung mit den auch örtlichen, privaten
Betrieben wie regionalen Organisationen und kommunalen Gremien
andererseits“, so Alexander Licht. Deshalb suche die CDU vor Ort
regelmäßig das Gespräch.
„Minister Lewentz ist komplett überfordert“, bestätigt Klöckner.
„Zu wichtigen Terminen schafft er es nicht persönlich zu
erscheinen. Und wie es weitergehen soll, weiß er auch nicht. Er
dreht die Schraube seiner Vorgänger weiter.“ Diese Woche kündigte
er ein Zukunftskonzept an. „Schon wieder ein neues Konzept? Nachdem
„Nürburgring 2009“ von Deubel und Beck sowie „Zukunftskonzept
Nürburgring“ aus dem Jahr 2010 von Hering und Beck gescheitert
sind?“, wundert sich Licht. „Wir brauchen konkretes.“
Mit Interesse beobachten die Christdemokraten derzeit die
Kehrtwende der SPD-Fraktion. Führende Abgeordnete nehmen erstmals
bewusst Distanz zu den Ring-Betreibern Lindner und Richter.
„Erstaunlich nur, dass die Genossen so tun als wären die beiden vom
Himmel gefallen“, sagte Klöckner. „Schließlich war es
Ministerpräsident Beck mit den Ministern Deubel und Hering, die sie
als Geschäftspartner ausgewählt und der Öffentlichkeit vorgestellt
haben.“ Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion
Rheinland-Pfalz
21.01.2012
BASF Pflanzenbiotechnologie wandert ab – Regierung bedauert dies wenig
Christian Baldauf / Christine Schneider:
Wirtschaftsministerin Lemke desavouiert das Kabinett
„Ich freue mich, dass der Ministerpräsident lernfähig ist“,
sagte Ministerin Lemke heute im Parlament. „Ein eigentümlicher
Auftritt“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der
CDU-Landtagsfraktion, Christian Baldauf. „In der Fragestunde zur
BASF-Entscheidung, die Pflanzentechnologie von Ludwigshafen in die
USA zu verlagern, desavouierte die Ministerin das Kabinett.
Zunächst den Ministerpräsidenten. Dann korrigierte sie sowohl den
ehemaligen Wirtschaftsminister Hering als auch die ehemalige
Umweltministerin Conrad. Der Respekt vor den Vorgängern scheint
sehr gering und zeigt, wie tief die Auffassungen von Frau Lemke
sitzen.“ Die grimmige Haltung des Ministerpräsidenten sprach
Bände.
Die neue Landesregierung unterwirft ihre Wirtschaftspolitik
schrittweise grünen Ideologien. „Die Flucht nach Amerika“ ist im
Zusammenhang mit der BASF-Entscheidung zu hören.
„Pflanzenbiotechnologie ist eine der Zukunftstechnologien für das
21. Jahrhundert. Deshalb wäre es für den Wirtschaftsstandort
Deutschland und gerade Rheinland-Pfalz wichtig gewesen, diese hier
zu halten. Doch getan hat die Landesregierung dafür nichts“,
erklärte die Vorsitzende des Agrarausschusses, Christine Schneider
(CDU). Ministerpräsident Beck scheine dies keine Kopfschmerzen zu
bereiten. Wirtschaftminister Lemke freut sich sogar – so sagte sie
wörtlich in der heutigen Landtagsdebatte. „Eine Ministerin die sich
freut, wenn Arbeitsplätze abgebaut und Innovation versprechende
Unternehmungen ins Ausland abwandern, kann keine gute
Wirtschaftsministerin für unser Land sein.“
Dazu am Rande:Man erinnere sich an die Sätze von Kurt Beck, die
er als SPD-Bundesvorsitzender vor wenigen Jahren beim
Braunschweiger Bauerntag sagte: „Wir können es uns nicht mehr
leisten, die Gentechnik wie eine heiße Kartoffel vor uns her zu
schieben.“ Und weiter „Die Menschheit müsse trotz der
tiefgreifenden Veränderungen der Landwirtschaft durch den
Klimawandel satt werden, zumal bei zunehmendem Anbau nachwachsender
Rohstoffe für Bio-Energien.“ Nun kaum ein Jahr in der Koalition mit
einem Grünen-Partner ist alles vergessen. Presseinformation der
CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz, Mainz
19.01.2012
Schülerbeförderung wird bis Klasse 10 kostenfrei
„Der heutige Tag ist ein guter Tag für Familien in
Rheinland-Pfalz“, stellen die beiden Bildungspolitiker Bettina
Brück und Benedikt Oster fest, nachdem der Landtag heute
beschlossen hat, die Schülerbeförderung bis Klasse 10 künftig
kostenfrei zu stellen.
„Besonders freut uns, dass auch die Schülerinnen und Schüler der
Berufsfachschulen I und II von einem Eigenanteil an den
Beförderungskosten ausgenommen werden“, so Brück und Oster. Durch
diese Neuregelung würden noch mehr Familien erheblich entlastet.
„Wer die auch gesellschaftlich verantwortungsvolle Aufgabe
wahrnimmt, Kinder groß zu ziehen, der muss von der Allgemeinheit
auch eine entsprechende Unterstützung bekommen“, betont Oster.
„Chancengleichheit bleibt ein Schlagwort, solange es nicht mit
handfesten Maßnahmen unterfüttert ist. Gebührenfreie Bildung vom
Kindergarten bis zur Hochschule, der Sozialfonds für das
Mittagessen an Ganztagsschule und in Kindertagesstätten, die
Lernmittelfreiheit und –Ausleihe werden nun ergänzt um eine weitere
Entlastung der Familien – damit die Inanspruchnahme von
Bildungsangeboten nicht vom Einkommen der Eltern abhängt“, betonen
Brück und Oster. SPD-Landtagsfraktion,
Mainz, Pressestelle www.spdfraktion-rlp.de
18.01.2012
Günther Ramsauer und Anke Simon: Freude über BASF-Entscheidungen überwiegt
Als „gute Nachricht für Stadt und Land“ haben die Ludwigshafener
SPD-Landtagsabgeordneten Günther Ramsauer und Anke Simon die
Entscheidung der BASF zur Milliardeninvestition aufgenommen.
Insbesondere für die Zukunft der Arbeitsplätze am Stammwerk
Ludwigshafen sei die Entscheidung von größter Bedeutung. Die
Einrichtung einer neuen Produktionsanlage für Ausgangsstoffe zur
Herstellung u.a. von Kleb- und Schaumstoffen sowie hochwertigen
Lacken im Stammwerk und nicht in Antwerpen sichere die Zukunft des
größten Unternehmens in Rheinland-Pfalz und damit auch gewiss mehr
als 40 000 Arbeitsplätze bei BASF und zahlreichen
Zulieferungsunternehmen. Auch die 200 neuen Stellen seien ein Segen
für die Region.
Ramsauer und Simon sehen in der Entscheidung auch einen Erfolg
der höchstqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor dem
Hintergrund guter Rahmenbedingungen, geschaffen durch die
Landespolitik und die staatlichen Genehmigungsbehörden. Die
traditionell gute und transparente Kommunikation der
Landesregierung mit dem Unternehmen habe sich bewährt.
Die Verlagerung der Forschung zur sogenannten Grünen
Gentechnologie von Limburgerhof in die USA allerding sei
höchstbedauerlich und habe ihre Ursache nicht in der
rheinland-pfälzischen Landespolitik sondern in der mangelnden
Akzeptanz in ganz Europa. SPD-Landtagsfraktion,
Mainz, Pressestelle www.spdfraktion-rlp.de
18.01.2012
Johannes Zehfuß, MdL: Ablehnung der grünen Gentechnik ist Arroganz gegenüber dem Hunger der Welt und dem Forschungsland Deutschland
Durch die
Aufgabe der Forschungssparte Grüne Gentechnik in Limburgerhof wird
ein lang anhaltender, schleichender Prozess öffentlich. In
Deutschland herrscht ein forschungs- und wissenschaftsfeindliches
Klima. Zukunftsträchtige Technologien werden dadurch im Keim
erstickt.
Der grünen Genforschung wird ein Bärendienst erwiesen. Dadurch
dass man der BASF mit ihren anerkannt hohen sozialen und ethischen
Standards die Forschungsmöglichkeit entzogen hat, findet die
Forschung künftig außerhalb von Deutschland statt. So geht der
Einfluss auf die sozialen und ethischen Standards und die Kontrolle
über die Forschung verloren. Die Züchtungserfolge, welche die Grüne
Gentechnik bieten kann, werden leichtfertig aufs Spiel gesetzt.
Gerade für nicht hoch entwickelte Landwirtschaften hat die BASF
jetzt schon produktionsreife Kartoffelsorten anzubieten, die gegen
den Hauptfeind des Kartoffelanbaus, die Kraut- und Knollenfäule
(Phythophtora infestans), sowie gegen Trockenstress tolerant sind.
Dies böte die große Chance, auch in diesen Regionen sichere und
hohe Ernten, sprich sichere Nahrungsmittelversorgung, zu
garantieren. Diese Tatsache wird aber von Kritikern der grünen
Gentechnik aufgrund unserer mitteleuropäischen Sattheit nicht
beachtet. Vergessen wird doch von diesen zufriedenen, satten
Wohlstandsmenschen zu leicht, dass es gerade die agro-chemische
Forschung war, die unsere heutige, komfortable Situation in der
Lebensmittelversorgung erst ermöglichte.
Neben dem wirtschaftlichen Aspekt ist es besonders bedauerlich,
dass deutsches, hochwertiges Know-How zum Auswandern gezwungen
wird. Ein Verlust, der sowohl im Hinblick auf die gesellschaftliche
Struktur als auch die zukunftsträchtigen Arbeitsplätze unserer
Kinder, nicht ausgeglichen werden kann.
Ich bin mir sicher, dass die grüne Gentechnik ähnlich
erfolgreich sein wird, wie die vom damaligen Umweltminister Joschka
Fischer in Hessen verhinderte rote Gentechnik (z. b.
Insulin-Herstellung), die heute auch in Deutschland diskussionslos
Anwendung findet. Johannes Zehfuß, MdL, Presseinfo
18.01.2012
Keine Erhöhung der Rundfunkgebühren
Haller: Keine Erhöhung der Rundfunkgebühren
"Dass die Rundfunkgebühren in den kommenden vier Jahren nicht
angehoben werden sollen, ist das richtige Signal an die Bürger", so
Martin Haller, medienpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion.
Er begrüßt damit die heutige Ankündigung der Kommission zur
Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF), trotz
eines steigenden Finanzbedarfs die Beitragszahler nicht mit höheren
Sätzen zu belasten.
"Schließlich haben die Bundesländer eben erst die richtigen
Weichen gestellt, um die Rundfunkfinanzierung auf eine zeitgemäße
Grundlage zu stellen", so Haller. "Die Ende 2011 beschlossene
Umstellung von einer gerätebezogenen Gebühr zu einem
haushaltsbezogenen Beitrag wird die Einnahmebasis verbreitern und
zudem mehr Gerechtigkeit schaffen." Unangenehme Nachfragen der GEZ,
ob und welche Geräte man denn besitze, gehörten damit bald der
Vergangenheit an. "Jetzt wird das neue System erst einmal umgesetzt
- und innerhalb weniger Jahre wird sich herauskristallisieren, wie
sich die Einnahmeseite entwickelt."
Zugleich erwartet Haller von den öffentlich-rechtlichen Sendern
deutliche Sparanstrengungen, um künftigen Beitragssteigerungen
entgegenzuwirken. Dazu gehöre auch eine strategische Ausrichtung
der Programmlandschaft: Es müsse darum gehen, für jede Altersgruppe
ein attraktives Angebot zu bieten. Wo sich aber mehrere
öffentlich-rechtliche Sender mit ähnlichen Angeboten um die gleiche
Zielgruppe bemühten, müsse darüber nachgedacht werden, ob dies noch
bezahlbar sei. "Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht auf ein
erstklassiges Programm, dürfen aber nicht über die Maßen belastet
werden", so Haller. SPD-Landtagsfraktion,
Mainz, Pressestelle www.spdfraktion-rlp.de
17.01.2012
BASF verlagert grüne Gentechnik
Christian Baldauf: „Ideologische Verblendung“ der
rot-grünen Landespolitik gefährdet den Wirtschaftsstandort
Rheinland-Pfalz
Der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion,
Christian Baldauf, kritisiert die „ideologische Verblendung“ in der
rot-grünen Landespolitik. Sie gefährde den Wirtschaftsstandort
Rheinland-Pfalz. Die BASF hat nun bekannt gegeben, als weltgrößter
Chemiekonzern den europäischen Markt für Pflanzen-Biotechnologie
weitgehend aufzugeben. Damit gingen dem Land eine Vielzahl von
zukunftsfähigen Arbeitsplätzen und Wertschöpfung verloren.
„Die Entscheidung ist ein Beleg dafür, wie falsch die Äußerung
der rot-grünen Koalition in der Koalitionsvereinbarung ist,
Gentechnik-Freiheit in der Land- und Lebensmittelwirtschaft als
Marktchance anzusehen“, betonte Baldauf. Ministerpräsident Beck hat
noch am 08.11.2011 mitteilen lassen, es gebe keine ernsthaften
Verstimmungen mit der BASF. „Dem lag angesichts der getroffenen
Entscheidungen offensichtlich eine sehr selektive Wahrnehmung zu
Grunde.“ „Kritisch die Forschung zu begleiten ist eine Sache,
aber den Fortschritt aufzuhalten und damit die Zukunft unseres
Landes auszubremsen ist eine ganz andere Sache. Politik darf nie
ideologisch gelenkt sein, sondern muss Gefahren faktenbasiert
einschätzen und dementsprechend handeln. Baldauf zitierte in
diesem Zusammenhang auch den Agrar-Staatsekretär der
Bundesregierung, Peter Bleser: „Die Entscheidung der BASF die grüne
Gentechnik in die USA zu verlagern ist eine Katastrophe für den
Wissenschaftsstandort Rheinland-Pfalz. Die Möglichkeiten der
biobasierten Wirtschaft werden verschenkt, zum Nachteil von
Rheinland-Pfalz und Deutschland.“ Für Bleser sei die grüne
Gentechnik unverzichtbar. Die grüne Gentechnik entwickelt
nicht nur gesunde Lebensmittel, sondern hilft den Landwirten beim
Sparen, weil sie zum Beispiel auf den Einsatz von Pestiziden
verzichten können. „Pflanzenbiotechnologie ist eine
Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts. Es ist sehr bedauerlich,
dass der Standort Rheinland-Pfalz hier keine Rolle mehr spielt“,
sagte Baldauf abschließend. Presseinformation der
CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz, Mainz
17.01.2012
Martin Schulz zum Präsidenten des Europäischen Parlaments gewählt
Im Namen der rheinland-pfälzischen SPD gratuliert
Generalsekretär Alexander Schweitzer Martin Schulz zu dessen Wahl
zum Präsidenten des Europäischen Parlaments:
"Für die SPD ist es eine große Ehre, dass Martin Schulz an die
Spitze des Europäischen Parlaments gewählt wurde. Dazu gratulieren
wir ihm herzlich. Wir sind stolz, dass ein Sozialdemokrat diese
bedeutende Position in den kommenden Jahren einnimmt. Martin Schulz
ist ein erfahrener Europapolitiker, der über die Parteigrenzen
hinaus für sein leidenschaftliches Engagement für Europa anerkannt
ist. Als Vorsitzender der sozialdemokratischen Fraktion im
Europäischen Parlament hat er bereits große Verdienste erworben.
Martin Schulz wird dazu beitragen, dass Europa die großen
Herausforderungen, vor denen wir stehen, lösen wird. Für seine neue
Aufgabe wünschen wir ihm viel Erfolg und alles Gute."
SPD-Landtagsfraktion, Mainz, Pressestelle www.spdfraktion-rlp.de
17.01.2012
„Spiegel“ berichtet am Montag vom gravierend schlechten Zustand der Nürburgring GmbH
Alexander Licht: Nürburgringinsolvenz droht, Neuanfang
mit Beirat von Fachleuten gefordert
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der
CDU-Landtagsfraktion, Alexander Licht, fordert angesichts der
drohenden Insolvenz der Nürburgring GmbH einen klaren Schnitt und
Neuanfang. In der Ausgabe von Montag berichtet der „Spiegel“ von
zwei neuen Krediten, die das Land Rheinland-Pfalz der landeseigenen
Nürburgring GmbH 2011 gewehrt hatte. „Rund 8 Millionen Euro mehr
als uns bekannt war, haben Beck und Lewentz an den Nürburgring
fließen lassen“, so Licht. „Das Land versucht die Insolenz zu
verhindern, doch die Lage scheint von Monat zu Monat
aussichtsloser.“ Zudem soll die Landesregierung bei älteren
Krediten von 20 Millionen Euro freiwillig einen Rang zurück
getreten sein und damit seine Ansprüche als Gläubiger zurück
gestellt haben. „Das würde kein Privatmann machen. Das Land
verschlechtert die Sicherheit für das Geld der Steuerzahler und
schenkt die Sicherheit an andere. Bewusst nimmt es in Kauf, dass
bei einer Insolvenz viele, viele Millionen Euro dem Land verloren
gehen. Unverantwortlich bei einem Schuldenstand von 37 Milliarden
Euro im Land“, kritisiert Licht. Die CDU-Fraktion schlägt
deshalb vor einen Beirat von Fachleuten mit einer neuen
Konzeptentwicklung zu beauftragen. Ein unabhängiges Gremien, das
die Politik berät. „Wir tragen gemeinsam Verantwortung für die
Region und wollen im Sinne der Bürger und Unternehmer vor Ort, den
Neuanfang gestalten“, reicht Licht symbolisch die Hand.
Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz,
Mainz
16.01.2012
Lewentz kein Knüller!
„In einem hat
SPD-Stadtratsfraktionschef Markus Wintterle ja recht, Roger Lewentz
ist nicht der Knüller“, so CDU-Landtagsabgeordneter Dr. Axel Wilke
in einer Reaktion auf die Rede des SPD-Innenministers beim
SPD-Neujahrsempfang. Wilke bezieht sich dabei vor allem auf
Lewentz´ Pläne, die Polizei in der Region auszudünnen, von denen er
trotz des wachsenden Widerstands nicht abrücken will. „Schon die
Auflösung der Kriminalinspektion Speyer ist für die Stadt und das
Umland eine ziemliche Zumutung“, so Wilke. Völlig unakzeptabel ist
aber für den Speyerer Abgeordneten die Auflösung des
Bereitschaftspolizeistandorts Schifferstadt, weil dies zu spürbaren
Beeinträchtigungen der Polizeipräsenz in der ganzen Vorderpfalz und
auch in Speyer führen wird. Der Spareffekt ist fragwürdig, denn bis
heute liegen keine nachvollziehbaren Berechnungen vor, die auch
Mehrkosten an anderer Stelle umfassend berücksichtigen.
Bemerkenswert sei auch, dass es der Minister bisher nicht für nötig
befunden habe, selbst in Sachen Bereitschaftspolizei Rede und
Antwort zu stehen. Weder hat er bisher den Bereitschaftspolizisten
in Schifferstadt einen Besuch abgestattet, noch war er im Dezember
in der Fragestunde im Landtag und letzte Woche im Innenausschuss
präsent, als das Thema Bereitschaftspolizei behandelt wurde.
„Dieses Wegducken ist eines Anwärters auf das
Ministerpräsidentenamt nicht würdig“, so Wilke. Wilke fordert
Lewentz ausdrücklich auf, entsprechend der von der Schifferstadter
Bürgermeisterin Volk ausgesprochenen Einladung, selbst nach
Schifferstadt zu kommen.
Kritik auch an Lewentz´ Verhalten in Sachen
Feuerschutzsteuer
Wilke kritisiert auch Lewentz´ Verhalten bei der
Feuerschutzsteuer. Erst wolle er 6 Mio. aus dem Ertrag dieses
bisher nur für die Feuerwehren bestimmten Steuertopfs für den
allgemeinen Landeshaushalt umlenken, unter Inkaufnahme von
Kürzungen bei den Beschaffungen und eines wachsenden
Investitionsstaus. Nun, nach einer Anhörung im Landtag,
öffentlichen Protesten und einer geplanten Demonstration, folgt die
Schadensbegrenzung mittels einer zweifelhaften Vernebelungstaktik.
„Plötzlich bekannt gewordene Steuermehreinnahmen und Vorteile aus
dem Sammeleinkauf von Ausrüstungsgegenständen sollen jetzt dafür
sorgen, dass unter dem Strich doch keine Abstriche gemacht werden
müssen.“ Aber wie bei der Polizei sind auch diese Berechnungen
nicht nachvollziehbar, und am dem eigentlichen Stein des Anstoßes,
der Plünderung der Feuerschutzsteuer für den allgemeinen Haushalt,
ändert sich nichts. Wie viel mehr an notwendigen Investitionen wäre
möglich, wenn auch die Steuermehreinnahmen ganz bei den Feuerwehren
bleiben würden, fragt Wilke und weist darauf hin, dass die CDU im
Landtag ein gemeinsames Beschaffungswesen schon seit Jahren
fordere, damit aber immer abgeblitzt sei. „Es ist ein gemeinsamer
Erfolg der Feuerwehren und CDU im Land, dass Innenminister Lewentz
nun kalte Füße bekommt. Die Unterstützerkampagne der CDU und die
angekündigte Demonstration der Feuerwehren im Land haben gewirkt.
Die jetzige Vernebelungstaktik ist allerdings übel und hat wohl nur
das Ziel für weniger Demonstranten am 28. Januar zu sorgen“,
erklärt der Abgeordnete abschließend. Bürgerbüro Dr. Axel Wilke
MdL, Presse
14.01.2012
Ralf Seekatz: Lewentz löscht nicht, sondern heizt den Brand bei der Feuerwehr weiter an
Der feuerwehrpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Ralf
Seekatz, sieht die Feuerwehren durch die jüngste Ankündigung des
Innenministers in Bezug auf die geplanten Änderungen bei der
Feuerschutzsteuer keineswegs entlastet.
Im Gegenteil: Der Innenminister lösche nicht den Brand bei der
Feuerwehr, sondern heize ihn weiter an.
„Was Lewentz macht, ist so als ob ich mir von jemandem Geld
leihe, bei dem ich dann mit dem geliehenen Geld meine Schulden
bezahle. Es ist der Versuch, die Feuerwehren grandios auf den Arm
zu nehmen. Denn die nun angeblich zur Kompensation der wegfallenden
Mittel aus der Feuerschutzsteuer vorgesehenen Gelder stehen der
Feuerwehr ohnehin zu. Das gilt für die sog. „Mehreinnahmen“ aus der
Feuerschutzsteuer für 2011 und das gilt natürlich auch für nicht
verausgabte Mittel im Kontext des Digitalfunks, die aus
Rückstellungen aus eben der Feuerschutzsteuer stammen. Was wäre
denn mit Mehreinnahmen aus der Feuerschutzsteuer für 2011 passiert,
wenn es die jetzt vorgesehene Gesetzesänderung nicht geben würde?
Sie wären natürlich den Feuerwehren zugeflossen, weil das
gesetzlich so festgeschrieben ist. Die Feuerwehren sollen also im
Ergebnis die ihnen zugesagten angeblichen Kompensationen selbst
bezahlen, und das bei einem Förderstau in Höhe von 58 Mio. Euro.
Vielen Dank, Herr Innenminister. Es bleibt also dabei: Die
vorgesehene teilweise Aufhebung der Zweckbindung der
Feuerschutzsteuer für die Jahre 2012 und 2013 entzieht den
Feuerwehren 6 Mio. Euro. Den Feuerwehren ist nur geholfen, wenn der
entsprechende Gesetzentwurf zurückgenommen wird und den Wehren, die
ihnen darüber hinaus zustehenden Mittel, so wie es gesetzlich
vorgesehen ist, tatsächlich gezahlt
werden.“ Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion
Rheinland-Pfalz, Mainz www.cdufraktionrlp.de
14.01.2012
Anklam-Trapp: CDU betreibt Etikettenschwindel beim Mindestlohn
"In der Antwort zu unserer parlamentarischen Anfrage zum Thema
Mindestlohn wird einmal mehr deutlich, dass die regional- und
branchenspezifischen Lohnuntergrenzen, die die CDU will,
substanzlos sind. Die Union schreibt Mindestlohn drauf, es ist aber
nicht Mindestlohn drin", so kommentiert die Vorsitzende des
Arbeitskreises für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie der
SPD-Landtagsfraktion, Kathrin Anklam-Trapp, die Ausführungen aus
dem Arbeitsministerium.
Bereits heute gebe es in tarifvertraglich geregelten Branchen
Vereinbarungen, die keinen auskömmlichen Lohn sicherten, so zum
Beispiel für die Beschäftigten im Friseurhandwerk in Thüringen die
nach der untersten Tarifgruppe auch künftig mit einem Stundenlohn
von 3,18 Euro auskommen müssten. Weiter sei zu befürchten, dass in
Branchen, in denen derzeit keine Tarifverträge greifen und ein sehr
niedriges Lohnniveau herrsche, auch die von der CDU beantragte
branchenspezifische Lohnuntergrenze deutlich unter dem von der
Landesregierung geforderten allgemeinen Mindestlohn von 8,50 Euro
liegen würde. Die von der CDU geforderte Einführung von
Lohnuntergrenzen führe höchstens zu einem "Flickenteppich" an
weiteren Lohnfestsetzungen, die nicht zur Lösung für ein drängendes
gesellschaftliches Problem geeignet seien. Anklam-Trapp: "Millionen
Menschen in Deutschland sind - obwohl sie Vollzeit arbeiten - auf
staatliche Unterstützung angewiesen. Das geht nicht und das wollen
wir auch nicht. Wer so wenig verdient, dass er vom Staat
unterstützt werden muss, den erwartet trotz Arbeit später die
Altersarmut. Deshalb bleibt unsere Forderung nach einem
flächendeckenden, allgemeinverbindlichen Mindestlohn von 8,50 Euro
bestehen. Gute Arbeit muss gut bezahlt werden. Wer Vollzeit
arbeitet, muss auch von seinem Lohn leben können."
SPD-Landtagsfraktion, Pressestelle,
Mainz www.spdfraktion-rlp.de
14.01.2012
Alexander Licht: NAG setzt Lewentz vor die Tür
Nach Medienberichten hat die Nürburgring Automotive GmbH (NAG)
der Gewerkschaft ver.di die Genehmigung zur Durchführung eines
Familientages auf dem Nürburgring-Boulevard versagt. Dazu erklärt
der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion,
Alexander Licht:
„Die jüngsten Ereignisse im Drama am Ring werfen ein Schlaglicht
auf das Verhältnis zwischen der Landesregierung und ihren
Betreiberpartnern. Es hat schon einen ganz besonderen Charme, dass
die von den Herren Richter und Lindner geführte NAG eine
Veranstaltung am Ring verhindert, bei der bekanntermaßen
Infrastrukturminister Roger Lewentz (SPD) seine Teilnahme zugesagt
hat. Schließlich gehört der Nürburgring mehrheitlich dem Land.
Zugespitzt bedeutet dies, dass der Vertreter der Eigentümer bzw.
Verpächter nicht auf dem Boulevard auftreten kann. Was für eine
Lachnummer. Im Übrigen kann man durchaus Zweifel an den
Begründungen der NAG für die Verweigerung der Genehmigung haben. Im
Kern geht es der NAG wohl darum, eine für sie vor dem Hintergrund
der von ihr geplanten Massenentlassungen unangenehme Veranstaltung
zu verhindern. Es ist deshalb gut, dass die Gemeinde Nürburg ihre
Halle zur Verfügung stellt. Das zeigt, dass die Menschen in der
Region zum Nürburgring und den dort Beschäftigten stehen.“
Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz,
Mainz
12.01.2012
Schweitzer: Frau Klöckner ist und bleibt eine „Schönwetter-Politikerin“
Zur Verweigerungshaltung der rheinland-pfälzischen CDU-Chefin
Julia Klöckner, sich zu den Geschehnissen um Bundespräsident
Christian Wulff öffentlich zu äußern, erklärt der Generalsekretär
der rheinland-pfälzischen SPD, Alexander Schweitzer:
„Frau Klöckner ist und bleibt eine ‚Schönwetter-Politikerin‘.
Wird es ernst, zieht sie die Decke über den Kopf und wartet bis der
Sturm vorübergezogen ist. Bestes Beispiel dafür ist die aktuelle
Wulff-Debatte: Kaum wird die Meinungsbildung ohne klare Ansage der
Kanzlerin knifflig, hat auch Julia Klöckner plötzlich keinen
Standpunkt mehr und verbittet sich sogar Fragen der Medien zu
diesem Thema. Vor Weihnachten sah das noch ganz anders aus: Wie
Merkel forderte Klöckner Respekt vor dem Amt des Bundespräsidenten.
Wiederholen mag sie diese Aussage heute nicht mehr. Während das
ganze Land über die Peinlichkeiten des Bundespräsidenten
diskutiert, bleibt Frau Klöckner stumm.“
SPD-Landtagsfraktion Mainz,
Pressestelle www.spdfraktion-rlp.de
12.01.2012
Ralf Seekatz: Gelder aus der Feuerschutzsteuer müssen der Feuerwehr erhalten bleiben
Auf Initiative der CDU-Landtagsfraktion wurde heute im
Innenausschuss eine Anhörung zu der von der Rot-Grün vorgesehenen
weiteren teilweisen Aufhebung der Zweckbindung der
Feuerschutzsteuer durchgeführt.
Dazu erklärt der feuerwehrpolitische Sprecher der
CDU-Landtagsfraktion, Ralf Seekatz: „Rot-Grün will sich von der
Zweckbindung der Feuerschutzsteuer verabschieden. Nach einem
Gesetzentwurf der Fraktionen von SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN soll
sie in den Jahren 2012 und 2013 nicht mehr in Gänze zweckgebunden
den Feuerwehren zur Verfügung stehen, sondern in den Gesamthaushalt
fließen.
Die CDU-Landtagsfraktion hatte deshalb die heutige Anhörung im
Innenausschuss beantragt. Das Ergebnis ist eindeutig: Jeweils 3
Millionen Euro will Rot-Grün den Feuerwehren in den beiden
kommenden Haushaltsjahren wegnehmen. Das wird bei
Gerätebeschaffungen sowie beim Ausbau von Gerätehäusern fehlen.
Damit schadet Rot-Grün den Freiwilligen Feuerwehren und den
Gemeinden nachhaltig.
Seit Jahren leiden unsere Feuerwehren unter einem enormen
Investitionsstau. Zum 15. November 2011 lagen dem Land rund 900
Förderanträge vor. Nach Auskunft des Innenministers wird sich die
Wartezeit durch das jetzige Vorhaben um einige Monate weiter
verlängern (s. LT-Drs. 16/626).
Statt aber die eigenen Ausgaben zu senken, greift Rot-Grün
erneut in die Töpfe anderer. Nachhaltiges Sparen sieht anders aus.
Der überwiegende Teil der Wehren in Rheinland-Pfalz ist
ehrenamtlich organisiert. Wenn nun die Gelder für dringend
benötigte Gerätschaften oder auch zur Nachwuchsförderung und
-betreuung fehlen, wird es zusehends schwieriger, neue
Feuerwehrmänner und -frauen zu werben und zu motivieren, sich
dauerhaft zu engagieren. Wenn am Ende hauptamtliche Feuerwehrleute
die Aufgaben übernehmen müssen, um den Schutz und die Sicherheit
unserer Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten, könnte die
geplante Änderung das Land sogar mehr Geld kosten, als es nun
einzunehmen versucht.
Die Sachverständigen haben sich heute nicht nur auf bloße Kritik
beschränkt, sondern eigene Einsparvorschläge für ihren Bereich
unterbreitet, die sie mittragen würden. Vor dem Hintergrund der
heutigen Anhörung und der breiten Ablehnung der geplanten Maßnahmen
durch die Sachverständigen appelliere ich an Rot-Grün, den
Gesetzentwurf zurückzuziehen. Wir jedenfalls werden ihn
ablehnen.“ Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion
Rheinland-Pfalz, Mainz www.cdufraktionrlp.de
11.01.2012
Brief des Bundestagsabgeordneten Norbert Schindler an Frau Schausten

10.01.2012
„Späte Unterstützung durch Frau Klamm könnte gutes Omen für die Bereitschaftspolizei in Schifferstadt sein“
Auch wenn es
seit 03.11.2011 fast zwei Monate gedauert hat und den Argumenten
der Gewerkschaft der Polizei sowie vieler CDUler aus dem Landkreis
und der Landtagsfraktion mit Desinteresse bzw. falschen
Gegenargumenten begegnet wurde, begrüßt es der
CDU-Landtagsabgeordnete Johannes Zehfuß, dass sich seine
SPD-Landtagskollegin Hannelore Klamm nun auch vor Ort informiert
hat und die Argumente nun Innenminister Lewentz quasi parteiintern
nochmal mitteilen möchte.
„Besser spät als nie“ freut sich Zehfuß, dass der
erste Schritt zur Erfüllung seiner am 10.12.2011 geäußerten
Hoffnung eines Engagements der Landtagsvizepräsidentin Klamm gegen
die Verlegung der Bereitschaftspolizei von Schifferstadt nach
Enkenbach-Alsenborn getan ist. „Die Gegenargumente hat Herr Lewentz
zwar schon von Gewerkschaft und CDU mehrfach gehört und gelesen,
dennoch sehe ich den Einsatz von Frau Klamm als gutes Omen, da sie
sich auch im Fall der Polizeiwache Maxdorf erst spät dem Protest
von Gewerkschaft und CDU gegen die Schließung angeschlossen hat,
dieser aber letztlich erfolgreich war“, merkt der
CDU-Landtagsabgeordnete zur Tatsache, dass seit der Verkündung der
Entscheidung durch Innenminister Lewentz lange Zeit überhaupt kein
Interesse seitens der SPD -Landtagsabgeordneten erkennbar war, an.
Pressemitteilung Büro Johannes Zehfuß, MdL
08.01.2012
Feuerschutzsteuer – Abschaffung gefährdet unsere Sicherheit
Ralf Seekatz: Das Geld wird beim Kauf neuer Geräte und
Fahrzeuge fehlen
„Wenn wir uns von der Zweckbindung der Feuerschutzsteuer
verabschieden, gefährdet dies unsere Sicherheit immens“, erklärte
der feuerwehrpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Ralf
Seekatz, heute in Mainz. Bisher stehen die Einnahmen zweckgebunden
den Feuerwehren zur Verfügung stehen. Die Rot-Grüne Landesregierung
will Teile der Gelder in den Gesamthaushalt fließen lassen.
„Ja, Rheinland-Pfalz muss sparen, aber nicht auf Kosten der
Sicherheit! Veraltete Geräte und Feuerwehrfahrzeuge können nicht
mehr zeitnah ausgetauscht werden“, prognostiziert Seekatz. Bereits
heute beträgt der Förderstau 50 Millionen Euro. Mit einer Anfrage
fand Seekatz heraus, dass 700 Förderanträge für neue Fahrzeuge dem
Land Rheinland-Pfalz vorliegen. Der Hauptgrund: 462 der Fahrzeuge,
die ersetzt werden sollen, sind 20 Jahre und älter.
Einen gewichtigen Einsparvorschlag hat die CDU-Landtagsfraktion
immer wieder eingebracht: Sammelbestellungen und -ausschreibungen,
wie es das Land Hessen macht. Damit könnten hohe Einspareffekte
erzielt werden.
„Bei dieser Diskussion bleibt mir vor allem die Motivation
junger, dynamischer Menschen auf der Strecke, deren oberstes Ziel
es ist, in Not geratenen Menschen zu helfen. Dafür setzen sie viel
Freizeit ein und müssen im Ehrenamt eine Vielzahl von
Ausbildungsstunden leisten“, betonte der Christdemokrat.
Die CDU-Landtagsfraktion sieht in den geplanten Kürzungen den
ersten Schritt den Feuerwehren, die Einnahmen aus der
Feuerschutzsteuer in zwei Jahren komplett wegzunehmen. Deshalb
unterstützt sie die Petition des Landesfeuerwehrverbandes und
bekennt sich: „Wir stehen hinter unserer Feuerwehr. Finger weg von
der Feuerschutzsteuer!“ Presseinformation der
CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz, Mainz http://www.cdufraktionrlp.de
05.01.2012
Schmitt/Schleicher-Rothmund: CDU beschönigt Investitionsrahmenplan des Bundes
Astrid Schmitt, verkehrspolitische Sprecherin und
Barbara Schleicher-Rothmund, Parlamentarische
Geschäftsführerin der SPD-Fraktion im rheinland-pfälzischen
Landtag, kritisieren die Erfolgsmeldungen der Unionsfraktion zum
neuen Investitionsrahmenplan 2011-2015 für Verkehrswege.
„Der durch die Bundesregierung vorgelegte neue
Investitionsrahmenplan 2011-2015 für Verkehrswege setzt leider
keine echten Prioritäten bei unseren wichtigen
Verkehrsinvestitionen“, so Schmitt und Schleicher-Rothmund. Allein
die vom Bundesverkehrsminister eingeführte neue Kategorie "Weitere
wichtige Vorhaben", deren Projekte bis 2015 nicht umgesetzt werden,
beinhalte drei verkehrspolitische Vorhaben aus Rheinland-Pfalz.
Deren Umsetzung – so der Plan im Originalzitat „in der Regel erst
nach 2015 beginnen“ kann. Dies seien die Erweiterung der
Rheinbrücke Schierstein (A 643), die Verlegung der B 47 bei Worms
sowie der Neubau der 2. Rheinbrücke bei Wörth. „Sie werden durch
die Schaffung der neuen Kategorie zwar aufgeführt, allerdings ohne
entsprechende Finanzmittel. Dies entspricht nicht unseren
Vorstellungen von Transparenz und dient nur dazu, den Menschen vor
Ort etwas vorzugaukeln“, so Schmitt und Schleicher-Rothmund. Im
Hinblick auf den Lückenschluss der A1 stellt Astrid Schmitt fest:
„Auch bei der Aufführung der Teilstrecke zwischen Kelberg und
Lommersdorf gewinnt man den Eindruck, dass der
Bundesverkehrsminister hier Sicherheit suggeriert, die es – leider
– noch nicht gibt.“
Daher wird die SPD-Fraktion in der nächsten Sitzung des
Landtagsausschusses für Inneres, Sport und Infrastruktur die
Landesregierung um Berichterstattung über weitere Details des
Investitionsrahmenplans bitten. SPD-Landtagsfraktion Mainz,
Pressestelle www.spdfraktion-rlp.de
21.12.2011
Wildtierverbot wurde im Bundestag abgelehnt
Der Bundestag hat am 15. Dezember einen Antrag der SPD
(17/8160), die Haltung wildlebender Tierarten im Zirkus zu
verbieten, ohne Aussprache abgelehnt. Die Fraktion hatte die
Bundesregierung aufgefordert, eine Rechtsverordnung nach Paragraf
13 Absatz 3 Satz 1 des Tierschutzgesetzes zu verabschieden, die das
Halten bestimmter Tiere wildlebender Arten im Zirkus verbietet. Das
Verbot sollte vor allem für Affen, Elefanten, Großbären, Giraffen,
Nashörner und Flusspferde gelten. Für bereits vorhandene Tiere
sollte unter Berücksichtigung deren Lebensdauer eine Übergangsfrist
vorgesehen werden.
19.12.2011
Bezirksverband Pfalz setzt Sparkurs fort
Bezirkstagssitzung in Ludwigshafen: Bezirkstagsvorsitzender Theo Wieder (rechts) und die Mitglieder des pfälzischen Parlaments
Bezirkstag Pfalz verabschiedet Haushalt für
das Jahr 2012
Der Bezirkstag Pfalz unter Vorsitz des
Bezirkstagsvorsitzenden Theo Wieder hat in seiner Sitzung im
Ratssaal der Stadt Ludwigshafen den Haushalt 2012 für die
Einrichtungen des Bezirksverbands Pfalz mehrheitlich verabschiedet.
Diese mussten bereits im Vorfeld bei der Mittelanmeldung Kürzungen
von Sachausgaben hinnehmen. Den steigenden Personalkosten begegnet
der Regionalverband wie 2011 mit einer Stellenbesetzungssperre von
einem halbem Jahr. Das Gesamtvolumen seines Haushalts beträgt im
kommenden Jahr inklusive Investitionen und Tilgungen 84,8 Millionen
Euro (gegenüber 82,3 Millionen Euro im Vorjahr). Von den Ausgaben
des Bezirksverbands Pfalz fließen 33 Millionen Euro in Schulen,
28,2 Millionen Euro in die Kultur, 15,4 Millionen Euro in die
Landwirtschaft und 8,2 Millionen Euro in sonstige Bereiche. Der
höhere Kommunalverband trägt die Verantwortung für elf
pfalzbedeutsame Einrichtungen; an weiteren zehn Institutionen ist
er beteiligt. „Wir wollen Dachverband und Identifikationsstifter
für die Pfalz sein. Der Bezirksverband Pfalz sichert durch seine
Einrichtungen die Lebensqualität für die Menschen in dieser Region;
dies wollen wir auch mit dem Haushalt für das Jahr 2012
gewährleisten“, sagte der Bezirkstagsvorsitzende in seiner
Haushaltsrede.
Die Kosten für den laufenden Betrieb der Einrichtungen
ohne Investitionen betragen im nächsten Jahr 77,2 Millionen Euro.
Für seine gut 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rechnet der
Bezirksverband Pfalz mit Personalkosten in Höhe von 53,4 Millionen
Euro, das sind gut 900.000 Euro mehr als 2011. Zu den
kostenintensivsten Einrichtungen des Bezirksverbands Pfalz gehören
das Pfalztheater in Kaiserslautern mit 20 Millionen Euro, das
Pfalzinstitut für Hörsprachbehinderte in Frankenthal mit 18,5
Millionen Euro und die Meisterschule für Handwerker in
Kaiserslautern mit 10,5 Millionen Euro.
An
Gesamterträgen rechnet der Bezirksverband Pfalz mit 74,1 Millionen
Euro. Durch den Betrieb seiner Einrichtungen erwirtschaftet er
voraussichtlich 19,3 Millionen Euro, zudem erhält er für das
Pfalztheater Zahlungen vom Land und der Stadt Kaiserslautern in
Höhe von 10,8 Millionen Euro; das sind zusammen 41 Prozent seiner
Einnahmen. Darüber hinaus erhält er 19,2 Millionen Euro durch
Zuweisungen des Landes (26 Prozent), 16 Millionen Euro über die
Bezirksverbandsumlage (21 Prozent) und 8,8 Millionen Euro durch den
Gewinnanteil aus dem Pfalzwerke-Aktienkapital (12 Prozent). Der
Umlagesatz bleibt stabil. „Der Bezirksverband Pfalz ist wohl die
einzige Gebietskörperschaft, die ihren Umlagesatz seit über 10
Jahren nicht erhöht hat“, so Wieder. Aus der Differenz von Kosten
zu Erträgen ergibt sich für den Haushalt 2012 ein Fehlbetrag von
3,1 Millionen Euro. Diesen wird das Land Rheinland-Pfalz nicht
beanstanden, da er sich aus Abschreibungen und
Pensionsrückstellungen ergibt, die laut Absprache für das kommende
Haushaltsjahr zwar darzustellen, nicht jedoch zu erwirtschaften
sind. Eine einvernehmliche Lösung dieser Problematik streben
Bezirksverband Pfalz und Land im kommenden Jahr an.
Für Neubauten, Umbauten, Instandhaltung und
Modernisierung an seinen Gebäuden stellt der Bezirksverband Pfalz
im Jahr 2012 4,6 Millionen Euro zur Verfügung (2011 waren es 3,2
Millionen Euro vorrangig für Erneuerungsmaßnahmen). Dabei wird ein
Schwerpunkt auf energetische Optimierungsmaßnahmen sowie den Neubau
einer Steinmetzwerkstatt in der Meisterschule für Handwerker (MHK)
in Kaiserslautern gelegt. In die neue Lehrwerkstätte der
Steinmetzabteilung der MHK investiert der Bezirksverband Pfalz mit
finanzieller Unterstützung des Landes insgesamt 2,3 Millionen Euro,
davon 500.000 Euro im kommenden Jahr. Nach der Fertigstellung
werden alle Funktionen der Abteilung räumlich konzentriert sein;
neben einer Innen- und Außenwerkstatt bietet das neue Gebäude auch
einen Unterrichtsraum, ein Lehrerzimmer sowie Umkleide- und
Technikräume. Im zentralen Heizraum der MHK wird ein gasbetriebenes
Blockheizkraftwerk für 400.000 Euro installiert, wovon die Schule
selbst sowie das benachbarte Museum Pfalzgalerie profitieren.
Dadurch werden jährliche Einsparungen bei den Energiekosten bis zu
100.000 Euro möglich. Das Pfalzinstitut für Hören und Kommunikation
(PIH) in Frankenthal erhält für 250.000 Euro ebenfalls eine solche
Anlage, die die Schule und den Kindergarten mit Wärme und Strom
versorgt und die Energiekosten um bis zu 30.000 Euro jährlich
senken kann. 325.000 Euro fließen in den zweiten Bauabschnitt an
der Berufsschule des PIH, wo die 2011 begonnenen Modernisierungs-
und Instandsetzungsarbeiten fortgesetzt werden.
Mit Zuschüssen in Höhe von fast 210.000 Euro
unterstützt der Bezirksverband Pfalz auch im kommenden Jahr wieder
Institutionen und Projekte in der Pfalz. Dabei fließen etwa 134.250
Euro in die Kultur- und Heimatpflege, 72.575 Euro in den
Fremdenverkehr sowie 3.000 Euro in Maßnahmen der Landschaftspflege
und des Naturschutzes. Weitere 25.000 Euro sind für die
Gedenkarbeit des Bezirksverbands Pfalz, unter anderem für
Jugendprojekte, vorgesehen. Über 47.000 Euro stehen schließlich für
die Verleihung der Pfalzpreise zur Verfügung: Ausgelobt werden der
Medienpreis Pfalz sowie die Pfalzpreise für bildende Kunst und
Musik, und zwar jeweils ein Haupt- und ein Nachwuchspreis.
Bezirksverband Pfalz, Presse
18.12.2011
Hering: Landesregierung stärkt Kommunen
Die SPD-Landtagsfraktion setzt sich für eine Lösung zur
Reduktion der kommunalen Belastungen im Bereich der so genannten
„Kosten der Unterkunft“ ein, erklärt der Fraktionsvorsitzende
Hendrik Hering angesichts der laufenden kommunalen
Haushaltsberatungen im Land. Hering: „Ich bin sehr erleichtert,
dass es uns im Schulterschluss mit vielen betroffenen kommunalen
Akteuren gelungen ist, einen Vorschlag zu erarbeiten, wie die durch
Bundesregelungen entstehenden zusätzlichen Belastungen der Kommunen
im Bereich der Sozialgesetzgebung abgemildert werden können.“
Im Rahmen der Verhandlungen im Vermittlungsausschuss zum Gesetz
zur Ermittlung von Regelbedarfen und zur Änderung des Zweiten und
Zwölften Sozialgesetzbuchs Anfang dieses Jahres sei die
Verpflichtung der Länder weggefallen, Kompensationsmittel an die
Kommunen zu zahlen. Die Landesregierung habe in ihrem Entwurf für
den Landeshaushalt 2012/2013 festgelegt, den Betrag von 20 Mio.
Euro dennoch den Kommunen zur Verfügung zu stellen.
Für die SPD sei wichtig, dass Kommunen, die als
Sozialleistungsträger überproportional durch die Arbeitsmarktreform
2004/2005 („Hartz IV“) belastet seien, auch entsprechend entlastet
würden. Daher sehe die bislang getroffene Regelung vor, die 20 Mio.
Euro zusätzlich dem kommunalen Finanzausgleich zuzuschlagen, um sie
als Investitionsschlüsselzuweisungen den Kommunen zur Verfügung zu
stellen. „Damit helfen wir Kommunen mit besonders hohem
Finanzbedarf, der von den Sozialausgaben ganz erheblich mitbestimmt
wird. Gleichzeitig haben wir einen Vorschlag erarbeitet, wie große
Umverteilungen zwischen den Kommunen abgemildert werden können“,
zeigte sich Hering zufrieden und skizzierte den angedachten
Lösungsweg. Rund acht der 20 Mio. Euro sollten vorab auf jene
Gebietskörperschaften verteilt werden, die mit Mindereinnahmen von
über 10 Euro pro Einwohner zu rechnen haben. Sie bekämen damit 50 %
der bisherigen Leistungen garantiert. Es handelt sich um die
Landkreise Bad Kreuznach, Mayen-Koblenz, Neuwied, Südwestpfalz,
Südliche Weinstraße und Donnersbergkreis sowie um die Stadt
Frankenthal. Diese Regelung solle 2017 erneut überprüft werden.
Hering betonte, dass hierfür kein zusätzliches Geld notwendig
würde, vielmehr erfolgte nun eine gerechtere Verteilung der zur
Verfügung gestellten Mittel. SPD-Landtagsfraktion,
Mainz, Pressestelle www.spdfraktion-rlp.de
16.12.2011
FAZ spricht von „dauerhaften“ Schließungen am Nürburgring
Alexander Licht: Es riecht nach Totalschaden am
Nürburgring
Der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion,
Alexander Licht, hat heute die Informationspolitik der
Landesregierung in Sachen Nürburgring scharf kritisiert. Seit
Wochen schon seien fast im Tagesrhythmus immer neue
Hiobsbotschaften von der Entwicklung am Nürburgring zu verzeichnen,
ohne dass seitens der Landesregierung eine klare Aussage zum
tatsächlichen Sachstand erfolge. Nach den angekündigten
Massenentlassungen berichte die FAZ heute unter Berufung auf den
Sprecher der Betreiberpartner der Landesregierung, dass „einige
Betriebsteile … dauerhaft schließen … um die vereinbarte Pacht … zu
erwirtschaften“. In der Folge nenne die FAZ, so Licht, die
zentralen Bestandteile der 350 Mio. Investition der
Landesregierung, die „nur noch während der Rennwochenenden und für
einzelne Veranstaltungen geöffnet werden sollen“.
„Das ganze Ausmaß des Scheiterns der Landesregierung am
Nürburgring kommt nur scheibchenweise an die Öffentlichkeit. Wenn
es zutreffend ist, dass Ring-Werk, Ring-Boulevard, Ring-Arena und
Event-Center, also die zentralen Bestandteile des 350 Mio. Euro
teuren Projekts „Nürburgring 2009“ der Landesregierung, künftig nur
noch an wenigen Tagen im Jahr geöffnet sind, dann ist das ein
Totalschaden. Damit werden die ursprünglichen Pläne eines
attraktiven Ganzjahresbetriebs zur Finanzierung der defizitären
Formel 1 und zur Schaffung von Arbeitsplätzen am Ring ad absurdum
geführt. Zugleich wird klar, dass die Landesregierung einen
dreistelligen Millionenbetrag aus Steuergeldern buchstäblich wie
abgefahrene Reifen auf der Rennstrecke verbrannt hat. Es ist
förmlich ein Schildbürgerstreich, dass millionenschwere
Einrichtungen, die Besuchermassen anlocken sollten, jetzt nur noch
dann geöffnet werden sollen, wenn ohnehin Besucher am Ring sind. In
Anbetracht der Arbeitsplätze, die hier auf dem Spiel stehen, und
der Millionenbeträge, die investiert wurden, ist es unerträglich,
dass sich das Parlament über die Presse informieren muss. Eine
Landesregierung, die in einer solchen Situation schweigt, weil sie
nichts weiß oder weil sie nichts sagen will, hat den politischen
Insolvenzantrag bereits eingereicht.
Wir erwarten jetzt Antworten. Die Landesregierung muss umgehend
klarstellen, wie es am Nürburgring weitergeht. Was wird wann, für
wie lange am Nürburgring geschlossen und welche personellen und
finanziellen Auswirkungen hat das? Darüber hinaus muss die
Landesregierung darüber informieren, ob und welche Absprachen mit
Bernie Ecclestone im Hinblick der Kosten für die Ausrichtung der
Formel 1 geplant sind.“ Presseinformation der
CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz,
Mainz
15.12.2011
Nürburgring: angebliches neues Ecclestone-Angebot
Alexander Licht: Lewentz muss jetzt
informieren
Zu aktuellen Meldungen über einen neuen Vorschlag von Bernie
Ecclestone zur Finanzierung der Formel 1 am Nürburgring erklärt der
stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Alexander
Licht:
„Es ist ein weiterer anschaulicher Beleg für das Chaos am
Nürburgring, dass der zuständige Infrastrukturminister von dem
angeblichen neuen Vorschlag aus der Presse erfährt und mangels
Informationen seitens der Betreiber nichts Weiteres sagen kann. Dem
Vernehmen nach soll dazu erst kommende Woche ein Gespräch zwischen
Herrn Lewentz und seinen Betreiberpartnern am Nürburgring erfolgen.
In Anbetracht der Vorgeschichte ist das kaum nachvollziehbar.
Schließlich war Ausgangspunkt der 350 Mio. Euro Investitionen am
Nürburgring immer die Formel 1 und die Absicht, die Königsklasse am
Ring zu halten. Es wurden Millionen investiert, um die Verluste aus
der Formel 1 aufzufangen. Nun gibt es nach Verhandlungen mit
Ecclestone angeblich ein Ergebnis, das den Anteil aus der
Landeskasse reduziert, ohne dass der zuständige Innenminister
informiert ist. Wenn Infrastrukturministerium und Betreiber
derartig nebeneinander her agieren, wundert es nicht, dass das
Projekt Nürburgring 2009 gescheitert ist. Wir erwarten von der
Landesregierung, dass sie Öffentlichkeit und Parlament umgehend
über das Verhandlungsergebnis mit Bernie Ecclestone informiert. Im
Übrigen zeugt es von Hilflosigkeit, dass die Betreiber mit dem
Ringracer nun schon gar nicht mehr planen. Gleiches gilt für die
angekündigte Konzentration auf das Renngeschäft. Die Herren Richter
und Lindner sollten sich nicht die für sie gewinnbringenden
Filetstücke herauspicken, sondern das Gesamtprojekt zum Erfolg
führen. Wenn sie dazu nicht in der Lage sind, müssen Alternativen
her.“ Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion
Rheinland-Pfalz, Mainz www.cdufraktionrlp.de
14.12.2011
Johannes Zehfuß: „Die Polizei tut mir leid“
Mit diesen
klaren Worten kommentiert der CDU-Landtagsabgeordnete Johannes
Zehfuß zusammenfassend die Äußerungen von Ministeriumsarbeitern in
den fünf Wochen seit der Verkündung der Verlegung der
Bereitschaftspolizeihundertschaft von Schifferstadt nach
Enkenbach-Alsenborn am 03.11.2011 durch SPD-Innenminister
Lewentz.
„Es ist schlimm genug, dass viele Themen im Zusammenhang mit der
vor dem 03.11.2011 nie thematisierten Schließung des
Bereitschaftspolizei-Standortes Schifferstadt auch heute noch nicht
abschließend geprüft sind, aber ein für die Entscheidung
maßgebliches Ergebnis als zu erwarten prognostiziert wird. Wenn
aber zusätzlich Staatssekretärin Raab als Vertreterin des
Dienstherrn durch ihre Aussagen mehrfach dokumentiert, dass sie
insbesondere von der Tätigkeit der Bereitschaftspolizei und der
Polizei insgesamt wenig Ahnung hat, lässt dass für die Polizei und
uns Bürger nichts Gutes erwarten“, so Zehfuß.
„Herr Minister Lewentz konnte bis heute nicht belegen, dass im
Landeshaushalt tatsächlich die genannten 400000 € eingespart werden
können, eine andere Weiternutzung der landeseigenen
Liegenschaft mit entsprechenden Einnahmen ist nach wie vor nicht zu
erkennen. Da immer wieder neue, bei gründlicher Vorbereitung der
Entscheidung wohl leicht erkennbare, Folgekosten, wie z. B.
geschätzte 3 Millionen € für den Rückbau der Tankstelle,
auftauchen, wird es immer unwahrscheinlicher, dass dieser Nachweis
jemals geführt werden kann“ führt der CDU-Landtagsabgeordnete
weiter aus.
Statt den Fehler einzuräumen, Größe zu zeigen und diesen zu
korrigieren, schockt Raab als Ministeriumsvertreterin
Polizeiangehörige und Bürger mit ihrem „Fachwissen“, wovon Zehfuß
zwei Aussagen beispielhaft nennt.
„Den Tätigkeitsschwerpunkt der Schifferstadter Hundertschaft bilden
die 17 Heimspiele des FCK, nicht die mehr als 500
Unterstützungseinsätze bei den Dienststellen des Polizeipräsidiums
Rheinpfalz“ brachte Neu-Staatsekretärin Raab, erst seit Mai im Amt,
am 01.12.2011 eine neue Begründung für die Verlegung in die
Diskussion ein. Unterstützt wurde sie dabei sogar noch durch den
langjährigen Leiter der Polizeiabteilung Laux, der es besser wissen
muss. „Darf er es möglicherweise nicht sagen?“ fragt sich Zehfuß
wie viele andere auch.
Mit einem weiteren negativen Glanzlicht unterstrich Raab in der
Landtagssitzung am 09.12.2012 ihre Fachkompetenz: „Zur Reduzierung
der Folgekosten und der längeren Anfahrtszeit durch die Verlegung
nach Enkenbach können die Einsatzkräfte direkt von zu Hause zu den
unterstützten Dienststellen fahren.“
„Minister Lewentz hätte dieser abstrusen Idee vermutlich gleich
widersprochen, wenn er nicht zu dieser Zeit bei der
Innenministerkonferenz in Wiesbaden gewesen wäre“ vermutet
Zehfuß.
„Die Argumente von Polizei und Gewerkschaft, zuletzt bei der
Sitzung des CDU-Arbeitskreises Innenpolitik am 05.12.2012 engagiert
und sachlich vorgebracht, haben mich von Anfang an überzeugt“
begründet Zehfuß seine Meinung. „Es ist nichts zu sparen,
Polizeipräsenz wird reduziert, Arbeitsplätze sind gefährdet und die
Öko-Bilanz der weiteren Fahrten mit Dienstfahrzeugen zu den
Dienststellen und den Privatfahrzeugen ist auch schlecht“ sind
einige seiner Argumente gegen der Verlegung der
Bereitschaftspolizei von Schifferstadt ins 60 km entfernte
Enkenbach-Alsenborn.
„Von der für Schifferstadt zuständigen SPD-Abgeordneten Ebli,
die den Verzicht auf die sofortige Kündigung des Mietvertrages als
Teilerfolg bezeichnet hatte, und der SPD-Landtagsvizepräsidentin
Klamm, die sich mit mir gemeinsam erfolgreich für den Erhalt der
Polizeiwache Maxdorf stark gemacht hat, erhoffe ich mir klare Worte
in Richtung der ehemaligen SPD-Generalsekretärin Raab und
Unterstützung der CDU-Landtagsfraktion, der Polizeigewerkschaft und
der Bevölkerung –schon mehr als 11000 Bürger haben durch
Unterschrift ihr „Nein“ zum Ausdruck gebracht- beim Kampf gegen die
sachlich nicht nachvollziehbare Verlegung der Bereitschaftspolizei
von Schifferstadt nach Enkenbach-Alsenborn“, so die Hoffnung von
Johannes Zehfuß.
11.12.2011
Pörksen: Vorgehen bei Bekämpfung des Rechtsterrorismus abstimmen
Zu den Vorschlägen der CDU-Landtagsfraktion zur Änderung des
rheinland-pfälzischen Landesverfassungsschutzgesetzes erklärt
Carsten Pörksen, stellvertretender Vorsitzender der
SPD-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag:
„Die vorgeschlagene Änderung des Landesverfassungsschutzgesetzes
erscheint uns verfrüht, weil wir uns derzeit bundesweit inmitten
einer Diskussion befinden, ob und inwieweit Änderungsbedarf, auch
gesetzlicher Änderungsbedarf, besteht. Bereits jetzt ist es der
Parlamentarischen Kontrollkommission unbenommen, häufiger als
zweimal jährlich zu tagen, wenn dies erforderlich ist. Die
Parlamentarische Kontrollkommission als Einrichtung des Landtages,
die jedem ihrer Mitglieder die Möglichkeit einräumt, jederzeit eine
Sitzung zu verlangen, lädt jeweils die Landesregierung ein, zu
berichten. Darüber hinaus berichtet auch die Landesregierung auf
eigene Initiative umfassend über relevante Vorgänge.
Einen verantwortungsvollen Umgang mit den Herausforderungen,
denen sich der rheinland-pfälzische Verfassungsschutz gegenüber
sieht, erleben wir gerade in diesen Tagen wieder. Es muss
insbesondere vor Schnellschüssen gewarnt werden. Sinnvoller ist
sicherlich zunächst eine umfassende Bewertung der Erkenntnisse im
Rahmen der bereits erfolgenden Bund-Länder-Zusammenarbeit. Wo nach
einer solchen Bewertung Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt
werden, werden wir diese angehen und vorantreiben.“
SPD-Landtagsfraktion Mainz, Presse www.spdfraktion-rlp.de
08.12.2011
Erstes Dienstrechtsänderungsgesetz im Landtag beschlossen
dbb an Gesetzgeber: Starre Haltung schlecht, 1 Prozent
ist ungerecht
Gewerkschaft fordert generelle zeit- und inhaltsgleiche
Tarifübernahme auf Besoldung und Versorgung
Die vom Landtag mit den Stimmen von Rot-Grün beschlossene,
langfristige Festlegung von fünf Mini-Anpassungen der Besoldung und
Versorgung von Beamten und Versorgungsempfängern im Landes- und
Kommunaldienst von 2012 bis 2016 hält der dbb rheinland-pfalz
verfassungsrechtlich für äußerst bedenklich.
dbb-Landesvorsitzende Lilli Lenz: „Das Land will sich in den
nächsten fünf Jahren blind stellen und etwa das Tarifgeschehen für
die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst der
Länder als Maßstab bei der Beurteilung der Angemessenheit der
Beamtenbesoldung und –versorgung komplett ausklammern. Wir brauchen
aber Perspektiven für die Beamten, denn ohne sie läuft gerade auch
in der Krise gar nichts.“
Der dbb fordert deshalb weiterhin die zeit- und inhaltsgleiche
Übertragung der Tarifergebnisse für den öffentlichen Dienst der
Länder auf Besoldung und Versorgung im Land – jetzt und in
Zukunft.
Die Gewerkschaft bemängelt stetigen Aufgabenzuwachs bei
gleichzeitigem Personalabbau in der Landes- und Kommunalverwaltung.
Dass dem öffentlichen Dienst dazu noch bis 2016 sage und schreibe
gut 80 Millionen Euro jährlich als Sparbeitrag zur
Haushaltskonsolidierung aufgedrückt werden sollen, sei falsch, so
Lilli Lenz. Die Beamten und Versorgungsempfänger im Land hätten
seit 1997 weit über vierzig Einschnitte geschultert und so „ihren“
Sparbeitrag schon längst erbracht.
Lilli Lenz: „Die Landesregierung wirft alimentationsrechtliche
Maßstäbe einfach so über Bord. Zementierter Realeinkommensverlust
bei Besoldung und Versorgung ist nicht rechtens. Wir fordern
folglich den Gesetzgeber dazu auf, im Bewusstsein um seine
gesteigerte Verantwortung für die Beamten und Versorgungsempfänger
das Thema Bezahlung nicht als bis 2016 abgehakt zu betrachten.“
Die ersten Einschnitte des neuen Gesetzes greifen ab 01. Januar
2012. Der dbb rheinland-pfalz prüft deshalb die Möglichkeit
gewerkschaftlichen Rechtschutzes in Musterverfahren gegen die
einzelnen Gesetzesauswirkungen. dbb - beamtenbund und
tarifunion Mainz, Presse
08.12.2011
Debatte zum Rechtsextremismus
Julia Klöckner: Für menschenverachtendes Denken und
Handeln ist in unserer Gesellschaft kein Platz
Auf Initiative der Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion, Julia
Klöckner, hat der rheinland-pfälzische Landtag heute der Opfer der
Mordserie mit rechtsextremistischem Hintergrund und ihrer
Angehörigen gedacht. Zudem hat der Landtag eine gemeinsame
Resolution gegen Rechtsextremismus verabschiedet. Dazu erklärt die
CDU-Fraktionsvorsitzende, Julia Klöckner:
„Wir alle sind entsetzt und zutiefst bestürzt über diese Morde
und fühlen mit den Angehörigen. Es wurden wahllos Mitbürger
umgebracht, die zu uns nach Deutschland gekommen sind, um hier
friedlich mit ihren Familien zu leben. Sie hatten für sich und ihre
Familien Existenzen aufgebaut. Sie sind Opfer eines blinden und
dumpfen Ausländerhasses geworden, den wir entschieden be-kämpfen
müssen und werden. Für menschenverachtendes Denken und Handeln ist
in unserer Gesellschaft kein Platz. Das perfide an dieser
furchtbaren Mordserie ist: es hätte jeden treffen können, von dem
die rechtsextremistischen Mörder glauben, dass ein
Migrationshintergrund be-steht. Das ist unerträglich. Gerade in
Anbetracht der schwierigen Geschichte unseres Landes hat sich wohl
niemand vorstellen können, dass so etwas in Deutschland möglich
ist.
Es gilt nun, die Konsequenzen aus dem Geschehenen zu ziehen. Das
bedeutet, dass diese Gewaltverbrechen bis ins Detail mit allen
ihren Verästelungen und Bezügen aufgeklärt werden müssen. Es muss
aufgeklärt werden, in welchem Umfang Helfer im
rechtsextremistischen bzw. rechtsradikalen oder neonazistischen
Hintergrund tätig waren und dies natürlich bundesweit. Das bedeutet
insbesondere auch, dass alle Verbindungen zur NPD geprüft werden
müssen. Ich bin für ein neues NPD-Verbotsverfahren, wenn
sichergestellt ist, dass alle Voraussetzungen dafür geschaffen
wurden, dass ein solches Verbotsverfahren tatsächlich zu einem
Erfolg führen kann. Die NPD ist aus meiner Sicht
verfassungsfeindlich. Es wäre allerdings fatal, wenn ein
Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht neuerlich
scheitern würde. Zugleich müssen wir als Gesellschaft
deutlich machen, dass wir rechtsextremistisches Gedan-kengut,
Fremdenhass und Gewalt gegen Migranten ächten. In unserem Land muss
jeder - gleich welcher Rasse, Geschlecht, Aussehen, Herkunft und
Religion - sicher leben können. Menschen, die bei uns leben, stehen
unter dem Schutz dieses Staates und seiner Bürger.“
Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion
Rheinland-Pfalz, Mainz www.cdufraktionrlp.de
08.12.2011
Weg frei für Bürgermitentscheidung bei Gemeindefusionen
Auch wenn es
formal nur um die Fusion der rheinhessischen Verbandsgemeinde Eich
und der Stadt Osthofen ging, so hat die heutige gemeinsame Sitzung
des Innen- und des Rechtsausschusses des Landtags wichtige
Erkenntnisse auch für die in der Diskussion befindliche
Gemeindefusionen im Rhein-Pfalz-Kreis gebracht. Darauf weist
CDU-Landtagsabgeordneter Dr. Axel Wilke (CDU) hin.
SPD und Bündnis 90/DIE GRÜNEN, die das Gesetz zur Fusion der
beiden Gemeinden ursprünglich trotz des laufenden Bürgerbegehrens
in Osthofen verabschieden wollten, mußten sich dem klaren Votum des
wissenschaftlichen Dienstes des Landtags beugen, daß keinerlei
rechtliche Bedenken gegen die Durchführung von Bürgerbegehren und
Bürgerentscheiden im Zusammenhang mit der Fusion von Gemeinden
bestehen. Damit ist klar, daß auch in Römerberg und den
Verbandsgemeinden Dudenhofen und Waldsee die Bürgerinnen und
Bürger, wenn sie wollen, mitentscheiden, ob und mit wem ihre
Gemeinden zusammengehen wollen. „Dies ist eine gute Nachricht, denn
die Frage, wohin man gehört, ist eine der wichtigsten Fragen
kommunaler Selbstverwaltung, bei der die Bürger nicht nur mitreden,
sondern bei Bedarf auch mitentscheiden können sollen“, so
Wilke.
Hintergrund:
Bislang hatten Bürgermeister und andere Verantwortliche auf
kommunaler Ebene die Landesregierung so verstanden, daß im Rahmen
der Fusionsprozesse nur eine unverbindliche Bürgerbeteiligung, aber
kein Mitentscheidungsrecht der Bürger bestünde (Sh. RHEINPFALZ vom
05.12.2011: „Überraschung: Bürger dürfen mitentscheiden“). Im
Zusammenhang mit dem Landesgesetz zur Fusion Eich/Osthofen hat der
Wissenschaftliche Dienst des Landtags auf Betreiben der CDU ein
Gutachten zur Zulässigkeit von Bürgerbegehren und –entscheiden
erstellt. Dieses Gutachten hält solche Bürgerbegehren und
–entscheide für ohne weiteres zulässig, solange die
Fusionsbeschlüsse der Räte noch nicht vollzogen sind Vollzug liegt
nach dem Gutachten wohl erst mit der Verabschiedung des
entsprechenden Landesgesetzes vor. Vor diesem Hintergrund hat der
Innenausschuss die Behandlung des Gesetzentwurfs in Sachen
Eich/Osthofen bis auf weiteres ausgesetzt.
Wahlkreisbüro Dr. Axel Wilke MdL, Presse
08.12.2011
Jürgen Creutzmann MdEP aus Brüssel
Online-Glücksspiele: Parlament hat Entschließung mit
großer Mehrheit angenommen, jetzt ist die Kommission an der
Reihe
Das Europäische Parlament hat mit großer Mehrheit eine stärkere
europäische Koordinierung und gemeinsame Standards für die
Regulierung von Online-Glücksspielen gefordert. In seiner am 15.
November 2011 mit großer Mehrheit angenommenen Entschließung
fordert das Parlament neben verstärkter Zusammenarbeit zwischen den
Mitgliedstaaten auch gemeinsame Standards für den Verbraucherschutz
und die Verbrechensbekämpfung.
Die Mitgliedstaaten können längst nicht mehr alle Probleme allein
lösen. Für erfolgreiche Suchtprävention, Jugendschutz und
Betrugsbekämpfung müssen die Mitgliedstaaten an einem Strang
ziehen. Leider lehnen viele Mitgliedstaaten eine europäische
Initiative in diesem Bereich bisher ab, weil sie ihre
Glücksspielmonopole in Gefahr sehen. Mit dem deutlichen
Abstimmungsergebnis sendet das Parlament ein starkes Signal an die
EU-Kommission und die Mitgliedstaaten. Es ist schon einmal
vielversprechend, dass Kommissar Barnier bereits im Vorfeld der
Abstimmung einen Aktionsplan mit EU-weiten Mindeststandards für den
Verbraucherschutz für Mitte 2012 ankündigt hat.
Gleichzeitig soll das grenzüberschreitende Angebot von
Online-Glücksspielen erleichtert werden. Einheitliche
Qualitätsstandards für nationale Lizenzierungsmodelle würden einen
wichtigen Beitrag zu mehr Transparenz, Wettbewerbsgleichheit und
Rechtssicherheit schaffen. Außerdem könnten unnötige bürokratische
Hürden für das grenzüberschreitende Angebot von Glücksspielen im
Binnenmarkt abgebaut werden. Denn nur wenn die Rahmenbedingungen
für legale Angebote stimmen, haben wir eine Chance, den Markt zu
kontrollieren.
Das Parlament fordert die Kommission auf, die Möglichkeit zu
prüfen, Transaktionen zwischen Banken und Kreditkartenunternehmen
und auf Schwarzen Listen aufgeführten Glücksspielanbietern zu
blockieren.
Ferner wird die Kommission aufgefordert, zum Schutz von Kindern und
gefährdeten Erwachsenen gemeinsame Standards für Betreiber oder
eine Rahmenrichtlinie auszuloten. Ein europaweiter Verhaltenskodex
für Online-Glücksspiele könnte hier ein erster Schritt sein.
Europäische Marktüberwachung für Produktsicherheit und
fairen Wettbewerb
Die Europäische Kommission richtete am 24. November 2011 im
Albert Borschette Conference Centre in Brüssel eine Konferenz zum
Thema "Marktüberwachung und Maschinenbau" aus. Zu Gast waren unter
anderem Vertreter aus Industrie, europäischen Institutionen,
Mitgliedstaaten und Zollbehörden. Ich wurde gebeten, in der
Hauptrede die Position des Europäischen Parlaments
vorzustellen.
In meiner Rede betonte ich, dass es als Mitglied des Ausschusses
für Binnenmarkt und Verbraucherschutz mein Hauptziel ist, das
Funktionieren des Binnenmarktes zu verbessern. Mehr denn je ist der
europäische Binnenmarkt heute ein wichtiger Teil des Alltags der
Menschen in ihren beruflichen und privaten Aktivitäten und
natürlich in ihrer Rolle als Verbraucher. Meiner Meinung nach ist
er der Wachstumsmotor der europäischen Wirtschaft und von höchster
Bedeutung für uns alle. Eine sehr wesentliche Voraussetzung für
einen funktionierenden Binnenmarkt ist eine effektive
Marktüberwachung.
Marktüberwachung wird häufig mit Konsumgütern wie Spielzeug
verbunden. Aber in der Tat ist sie von großer Bedeutung für die
Herstellung sämtlicher, einschließlich industrieller Produkte. Der
europäische Maschinenbau ist einer der wichtigsten Motoren für
Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Wachstum in Europa. Mit 36%
des Weltmarkts ist Europa der weltweit größte Produzent und
Exporteur von Maschinen. Vor allem während der weltweiten
Finanzkrise wurde deutlich, wie wichtig eine solide industrielle
Basis für die europäische Wirtschaft ist. Die Mehrheit der
produzierenden Unternehmen in Europa sind kleine und mittlere
Unternehmen, die unterstützende EU-Rahmenbedingungen benötigen.
Deshalb arbeiten das Europäische Parlament und insbesondere der
Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz so intensiv an
einer Verbesserung der Marktüberwachung.
Marktüberwachung umfasst vor allem die folgenden zwei Aspekte:
- Die Gewährleistung der Produktsicherheit, indem die Einfuhr von
gefährlichen Gütern in den Binnenmarkt verhindert bzw. deren
Verkauf gestoppt wird.
- Die Gewährleistung eines fairen Wettbewerbs innerhalb des
Binnenmarkts und mit Drittländern durch Durchsetzung der
vorgeschriebenen europäischen Produktnormen.
Produktsicherheit steht häufig im Mittelpunkt der öffentlichen
Aufmerksamkeit und von wesentlicher Bedeutung für unsere
Volkswirtschaften. Gleichzeitig zielt Marktüberwachung auf die
Gewährleistung eines fairen Wettbewerbs, der Voraussetzung für den
freien Warenverkehr im Binnenmarkt ist. Deshalb muss verhindert
werden, dass "schwarze Schafe" Vorteile gegenüber Herstellern
haben, welche die Vorschriften einhalten.
Mit Blick auf die anstehende Überarbeitung der Richtlinie über
allgemeine Produktsicherheit und der Verordnung über die
Marktüberwachung verabschiedete das Europäische Parlament am 08.
März 2011 eine nicht-legislative Entschließung. Als
Schattenberichterstatter der ALDE war ich intensiv an der
Vorbereitung des Texts im Ausschuss für Binnenmarkt und
Verbraucherschutz beteiligt.
Anhörung zur Durchsetzung von Rechten geistigen
Eigentums durch Zollbehörden
Am 22. November 2011 organisierte der Ausschuss für Binnenmarkt
und Verbraucherschutz in Brüssel eine öffentliche Anhörung zur
Durchsetzung von Rechten geistigen Eigentums durch Zollbehörden.
Anlass hierzu war die laufende Überarbeitung der entsprechenden
EU-Verordnung (1383/2003), für die ich zum Berichterstatter des
Europäischen Parlaments ernannt wurde.
Die Verordnung legt fest, unter welchen Bedingungen und nach
welchen Verfahren die Zollbehörden tätig werden, wenn Waren, die
ihrer Überwachung unterliegen, im Verdacht stehen, ein Recht
geistigen Eigentums zu verletzen. Bei der Anhörung hatten die
betroffenen Akteure, also vor allem Rechtsinhaber und die
Zollbehörden, die Gelegenheit, ihre Positionen zu den verschiedenen
Aspekten des Gesetzesvorschlags zu erläutern.
Im Rahmen der Anhörung wurden vor allem die drei folgenden
Fragestellungen beleuchtet:
- Wie können die bestehenden Zollkontrollen effizienter und
effektiver durchgeführt werden?
- Welche Auswirkungen bestehen für Verbraucher?
- Wie ist mit Waren im Durchgangsverkehr umzugehen?
Bei der Anhörung wurde recht deutlich, dass die Ausweitung des
Anwendungsbereichs der Verordnung, insbesondere der Einschluss von
Parallelimporten, die Zustimmung der meisten betroffenen Akteure
fand.
Eine weitere zentrale Frage war, wer die Kosten für die Lagerung
und Vernichtung gefälschter Waren übernehmen sollte. Die einhellige
Meinung war, dass auch Frachtunternehmen zumindest an diesen Kosten
beteiligt werden sollten, wenn sie grob fahrlässig handeln. Bisher
müssen die Rechtsinhaber alle Kosten übernehmen, haben aber die
Möglichkeit, gerichtlich Schadensersatz zu einzufordern.
Im Hinblick auf das neue besondere Verfahren für Kleinsendungen,
war die vorherrschende Meinung, dass wir dringend eine passende
Definition von "Kleinsendungen" benötigen und diese Aufgabe nicht
der EU-Kommission überlassen werden sollte.
Viele Teilnehmer erklärten außerdem, dass man für gefälschte Waren
in Reisegepäck, die zum persönlichen Nutzen bestimmt sind, keine
Ausnahme machen sollte. Denn dies würde die falsche Nachricht an
Verbraucher senden, dass der Erwerb von Fälschungen in Ordnung sei,
während man im gewerblichen Bereich scharf gegen Fälschungen
durchgreift.
Schließlich vertraten die Rechtsinhaber die Position, dass die
Verordnung auch für Waren im Durchgangsverkehr gelten sollte,
unabhängig davon, ob die Gefahr einer Umleitung in den Binnenmarkt
besteht. Ich würde eine Lösung befürworten, in der Zollbehörden bei
nachgeahmten und unerlaubt hergestellten Waren im Durchgangsverkehr
immer aktiv werden. Verletzungen von komplexeren Rechten geistigen
Eigentums, z. B. Patente, sollten aber ausgeschlossen werden, um
den legitimen Handel nicht übermäßig zu belasten. Besonders beim
Handel von Generika, die von Indien über die EU nach Südamerika
verschifft wurden, war es in der Vergangenheit öfter zu
Behinderungen gekommen. Jürgen Creutzmann MdEP,
Pressemitteilung, www.juergen-creutzmann.de
07.12.2011
Christian Baldauf: Wassercent schadet dem Wirtschaftsstandort Rheinland-Pfalz
Der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion,
Christian Baldauf, unterstützt nachdrücklich die heute vom
Hauptgeschäftsführer der Landesvereinigung Unternehmerverbände
Rheinland-Pfalz (LVU), Werner Simon, geäußerte Kritik an der
von Umweltministerin Höfken geplanten Erhebung eines sog.
„Wassercent“.
„Für diese neue Abgabe, die eine massive Belastung für die
rheinland-pfälzische Wirtschaft darstellt, gibt es keinen
sachlichen Grund. Denn für den Bereich Wasser und Gewässerschutz
stehen im Landeshaushalt fast 100 Mio. Euro zur Verfügung. Der
Verweis auf die EU-Wasserentnahmerichtlinie führt in die Irre. Bei
der Einführung des „Wassercent“ geht es allein darum, zusätzliches
Geld für grüne Blütenträume zu beschaffen. Bezahlen müssen das die
Bürger und die Wirtschaft. Das schadet dem Wirtschaftsstandort
Rheinland-Pfalz.“
Es sei der falsche Weg, so Baldauf, die durch eine maßlose
Ausgabenpolitik herbeigeführte Rekordverschuldung durch den Griff
in die Taschen der Bürger und der Unternehmen ausgleichen zu
wollen, anstatt bei sich selbst zu sparen. Außerdem sei zu
befürchten, dass mit dem „Wassercent“ eine neue Einnahmequelle
geschaffen werde, deren Höhe dann Jahr für Jahr nach oben getrieben
werde: „Der Griff nach der Gebührenschraube ist zu verlockend, als
dass Rot/Grün dem widerstehen kann. Ist die Gebühr erst einmal da,
wird das zum Selbstläufer. Wir sehen das bei der geplanten Erhöhung
der Grunderwerbsteuer. Bürger und Wirtschaft brauchen aber keine
zusätzlichen Be-, sondern Entlastungen. Hier wäre übrigens ein
dankbares Betätigungsfeld für Wirtschaftsministerin
Lemke.“ Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion
Rheinland-Pfalz, Mainz
07.12.2011
dbb hält Mahnwache gegen Realeinkommensverlust
Appell an das Verantwortungsbewusstsein der
Landtagsabgeordneten
Gegen fünf gesetzlich programmierte, inflationsbereinigte
Minusrunden bei Besoldung und Versorgung der Landes- und
Kommunalbeamten wehren sich der dbb rheinland-pfalz und seine
Mitgliedsgewerkschaften und – verbände ab heute nochmals in Mainz.
Mit einer Mahnwache sollen die Landtagsabgeordneten am Rande ihrer
entscheidenden Sitzung erneut auf die Gründe aufmerksam gemacht
werden, aus denen der dbb den relevanten Entwurf eines „Ersten
Dienstrechtsänderungsgesetzes zur Verbesserung der
Haushaltsfinanzierung“ ablehnt.
Gerügt wird ein langjähriger Realeinkommensverlust der
Betroffenen bis 2016, die Entkernung des beamtenrechtlichen
Teilhabegrundsatzes und die überproportionale Belastung des
öffentlichen Personals als Hauptbremsklotz in der sogenannten
Schuldenbremse.
Der stellvertretende dbb-Landesvorsitzende Gerhard Bold:
„Rheinland-Pfalz darf infolge der Föderalismusneuordnung im
finanziellen Dienstrecht eigene Wege gehen. Die Beamten und
Versorgungsempfänger erwarten, dass diese gesteigerte
Verantwortlichkeit seitens des Gesetzgebers ernst genommen und
unter dem Aspekt der beamtenrechtlichen Fürsorgepflicht ausgefüllt
wird. Mit verantwortungsvoller, zukunftsfester, sozial gerechter
Politik zum Wohle aller Rheinland-Pfälzerinnen und
Rheinland-Pfälzer hat der kritisierte Gesetzentwurf nichts zu
tun.“
Der Landtag entscheidet in seiner am 07. Dezember 2011
beginnenden Plenarsitzung über das Gesetz. Die Mahnwache läuft
solange, bis die Entscheidung getroffen ist, mindestens jedoch am
07. Dezember 2011.
dbb darf nicht direkt vor den Landtag
Obwohl bei einer Mahnwache nicht mit 3.500 Demonstranten zu
rechnen ist, hat der dbb rheinland-pfalz die beantragte Genehmigung
zur Aktionsdurchführung auf dem Deutschhausplatz in der
Landtagsbannmeile nicht bekommen. Die dbb Landesleitung zeigte sich
verwundert darüber, dass die Abgeordneten so stark vor draußen
erhobenen Forderungen und Kritik geschützt werden müssen, während
sie drinnen tagen. „Wenn schon eine konzeptionell überschaubare und
eher stille Mahnwache nicht mehr ein Mittel der
demokratisch-pluralistischen Auseinandersetzung im direkten
Landtagsumfeld sein kann, dann wirft das kein gutes Licht auf die
Offenheit und die Diskussionsbereitschaft der Volksvertretung –
schade!“, so die dbb-Landesvorsitzende Lilli Lenz.
07.12.2011
Schreiben des CDU Kreisvorsitzenden an den Ministerpräsidenten Kurt Beck
Herrn
Ministerpräsident Kurt Beck
Peter-Altmeier-Allee 1
55116 Mainz
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,
der Kreisparteitag des CDU Kreisverbandes Speyer hat am 24.
November 2011 einstimmig einen Entschließungsantrag zur
Polizeistrukturreform verabschiedet. Den Inhalt dieses
Entschließungsantrages darf ich nachfolgend näher bringen:
„Die von der Landeregierung angekündigte Polizeistrukturreform
darf nicht zu einem Verlust an Sicherheit für die Bevölkerung
führen. Jede in diesem Zusammenhang geplante Sparmaßnahme muss sich
hieran messen lassen.
Vor diesem Hintergrund fordert die CDU Speyer Innenminister
Lewentz dringend auf:
1. auch nach der Auflösung der Kriminalinspektion Speyer für
eine ausreichende Präsenz von Kriminalpolizeibeamten in Speyer
Sorge zu tragen; und
2. die geplante Verlagerung der derzeit in Schifferstadt
ansässigen Einsatzhundertschaft der Bereitschaftspolizei nach
Enkenbach-Alsenborn nochmals zu überdenken.
Zu 1.
Die Kriminalinspektion (KI) Speyer nimmt bisher die kompletten
kriminalpolizeilichen Aufgaben für Speyer und eine Reihe von
Umlandgemeinden wahr. Mit ihrer Auflösung darf kein Verlust an
Sicherheit für Bürgerinnen und Bürger verbunden sein. Dies setzt
zwingend voraus, dass eine hinreichende Verstärkung der
Polizeiinspektion (PI) Speyer mit Kriminalpolizeibeamten
stattfindet. Wenn künftig die einfache und mittlere Kriminalität
und somit 80-85 % der Fälle in Speyer von der Speyerer
Polizeiinspektion bearbeitet werden sollen, müssen dauerhaft
entsprechend viele derzeit bei der KI tätige Kriminalbeamten in
Speyer verbleiben.
Zu 2.
Die Bereitschaftspolizei Schifferstadt hat eine wichtige
unterstützende Funktion für Schutz- und Kriminalpolizei im Bereich
des Polizeipräsidiums Rheinpfalz, damit auch für Speyer. Dies gilt
gleichermaßen für die polizeiliche Sicherung von
Großveranstaltungen, Verkehrskontrollen und die Strafverfolgung.
Abstriche hieran sind für die CDU Speyer nicht akzeptabel. Was
erhoffte Einsparungen angeht, so verlangt die CDU Speyer eine
betriebswirtschaftliche Betrachtung, die nicht nur einseitig auf
die Ersparnis von Mietkosten schaut, sondern auch Mehrkosten an
anderer Stelle, z.B. für längere Anfahrtswege für unterstützende
Einsätze im Bereich des PP Rheinpfalz, Trennungs- und
Reisekostenentschädigungen, berücksichtigt.“
Der CDU-Kreisverband Speyer ist nicht gegen jede Veränderung der
derzeitigen Behördenstruktur. Diese Veränderung darf aber in keinem
Fall zu Lasten der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger von Speyer
und dem Umland gehen. Auch erkennt der CDU-Kreisverband Speyer im
Hinblick auf die katastrophale Haushaltslage des Landes, die nicht
zuletzt durch die unvorhersehbare (?) Kostenentwicklung der
Baumaßnahme Nürburgring hervorgerufen wurde, die Notwendigkeit,
Sparmaßnahmen zu ergreifen. Diese Sparmaßnahmen müssen jedoch
sinnvoll angebracht werden und dürfen die Innere Sicherheit unserer
Gesellschaft nicht gefährden. Die nationale Verbrechensbekämpfung
muss weiterhin vollumfänglich gewährleistet sein.
In diesem Zusammenhang darf ich auch den früheren Chef der
Polizei-Gewerkschaft, Konrad Freiberg, selbst Mitglied der SPD, in
Erinnerung rufen. Immer wieder hat er in seinen Reden darauf
hingewiesen, dass der Personal-Abbau bei der Polizei zu einem
Sicherheitsrisiko führen werde. Durch den Personalabbau seien vor
allem die Menschen auf der Straße gefährdet. "Genau dort wird bei
uns die polizeiliche Präsenz, die Aufmerksamkeit und der Schutz
immer dünner", sagte er. "Wer sehenden Auges diese fatale
Entwicklung weiter zulässt, vergeht sich an dem Wunsch der Bürger
nach Schutz und Sicherheit," so Freiberg.
In diesem Sinne, sehr geehrter Herr Ministerpräsident, darf ich
Sie bitten, die angekündigte Polizeistrukturreform nochmals zu
überdenken.
Mit freundlichen Grüßen
Michael Wagner
CDU Kreisvorsitzender
06.12.2011
Judozentrum: Dank gebührt auch dem Bund
Axel Wilke:
Ohne die Bundesregierung wäre Projekt nicht realisierbar
gewesen
„Das neue Judozentrum ist ein Riesengewinn und eine mehr als
verdiente Anerkennung für die herausragende Arbeit des Vereins und
bringt Speyer als Stadt des Sports noch weiter voran“, so
CDU-Landtagsabgeordneter Axel Wilke in einer Reaktion auf die
Berichterstattung zur Einweihung der Judohalle am vergangenen
Samstag. Viele hätten sich dafür eingesetzt, und auch die
Verdienste der Landesregierung seien unbestreitbar. Vor allem dem
früheren Innenminister Bruch (SPD) sei Dank geschuldet. Was aber
nicht akzeptabel ist, ist die Tatsache, dass vor allem Kurt Beck am
Samstag den Eindruck erweckt hart, das Land habe den Löwenanteil
der Halle bezahlt.
Bis zum Samstag hatte das Land nicht einen einzigen Euro in das
Projekt investiert, so Wilke, da die Unterstützung des Landes
ausschließlich mit Mitteln des Konjunkturprogramms II erfolgt ist,
und das waren Mittel, die allein der Bund den Ländern zur Verfügung
gestellt hat, um die Folgen der ersten Finanzkrise zu bewältigen.
„Es ist natürlich besonders schön, mit dem Scheckbuch eines anderen
Politik zu machen und dafür Lob einzuheimsen, fair ist es aber
nicht, denn es ist und bleibt das Scheckbuch eines anderen“, so
Wilke. Mindestens genauso wie der Mainzer Regierung gebühre daher
Lob und Anerkennung der früheren schwarz-roten Bundesregierung und
Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Bürgerbüro Dr. Axel Wilke
MdL, Presseinfo
05.12.2011
Steffen Zimmermann neuer Vorsitzender der CDU-Bezirkstagsfraktion
Die CDU-Bezirkstagsfraktion hat auf ihrer heutigen
Klausurtagung ihr Mitglied Dr. Steffen Zimmermann zum neuen
Fraktionsvorsitzenden gewählt. Steffen Zimmermann folgt Bernhard
Deubig nach, der aus gesundheitlichen Gründen sein Amt aufgegeben
hat. Zu stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden wurden Dr. Bernhard
Matheis und Heidrun Gauf gewählt.
In seiner Antrittsrede dankte der neue
Fraktionsvorsitzende seinem Vorgänger für dessen herausragende
politische Arbeit. Er kündigte an, die Arbeit der Fraktion zu
intensivieren und organisatorisch zu straffen. Besonderer Wert
müsse in Zukunft auch auf die Außendarstellung der Fraktionsarbeit
gelegt werden, um den Menschen in der Pfalz die Bedeutung des
Bezirksverbandes Pfalz und seiner Einrichtungen für Attraktivität
und Lebensqualität in der Region deutlich zu machen. Hierfür regte
Zimmermann an, stärker als bisher an allen Gebäuden und in allen
Publikationen der Einrichtungen und Beteiligungen auf die
Trägerschaft des Bezirksverbandes in geeigneter, deutlich
sichtbarer Weise, etwa durch Verwendung des Wappens hinzuweisen.
Besondere Schwerpunkte der Fraktionsarbeit seien eine solide
Haushaltspolitik und die Stärkung der Einrichtungen sowie die
Energiepolitik. Der Bezirksverband habe in den letzten Jahren eine
solide Haushaltspolitik betrieben. Mit dem Entwurf des Haushalts
für 2012 würden erstmals sogar die kalkulatorischen Aufwendungen
(Abschreibungen, Beihilfe- und Pensionsrückstellungen) für die die
kommunalen Einrichtungen vollständig erwirtschaftet. Für diejenigen
Einrichtungen, in denen der Bezirksverband Landesaufgaben
wahrnehme, sei nunmehr das Land gefordert, die gesetzlich
vorgesehenen Ausgleichszahlungen an die mit der Einführung des
doppischen Haushaltsrechts durch Landesgesetze erzwungenen
Veränderungen anzupassen. Auch das Land sei gehalten, die den
Kommunen gesetzten Vorgaben bei der Berechnung der gesetzlich
notwendigen Zuwendungen selbst zu beachten.
Den Einrichtungen des Bezirksverbandes sicherte
Zimmermann seine volle Unterstützung zu. Diese erfüllten einen für
die Region lebensnotwendigen Auftrag und leisteten immer wieder
Herausragendes. Ohne diese Leistungen sei die Region ärmer und
damit auch als Bildungs- und Wirtschaftsstandort nicht
zukunftsfähig.
In der Energiepolitik sieht Zimmermann die Kommunen
und ihre Stadt- und Gemeindewerke vor großen Herausforderungen.
Hier sei eine enge Zusammenarbeit notwendig. Das bisher immer
wieder zu beobachtende Konkurrenzdenken untereinander schade
letztlich der Region und ziehe die für die Region nötige
Wertschöpfung unwiederbringlich ab. Dem sei durch eine intensive
Kooperation zu begegnen. Die Pfalzwerke AG sollten hier nach
Auffassung des neuen Fraktionsvorsitzenden einen steuernden
Einfluss ausüben und ihre Kompetenz auch den übrigen kommunalen
Unternehmen im Sinne wechselseitiger Partnerschaft zugänglich
machen. Dies stärke alle Unternehmen und diene damit der
Zukunftsfähigkeit einer neuen Energiepolitik. Den Herausforderungen
der Energiewende will Zimmermann mit einem engen
Kooperationsverbund der pfälzischen kommunal getragenen Unternehmen
begegnen und dabei auch die Bürgerinnen und Bürger etwa durch die
Gründung von Energiegenossenschaften einbeziehen.
Mit dem Bezirkstagsvorsitzenden Theo Wieder und den
Koalitionsfraktionen FDP und FWG strebt Steffen Zimmermann eine
enge Zusammenarbeit an und sichert den übrigen Fraktionen des
Bezirkstags eine gute Zusammenarbeit zu. CDU Fraktion im
Bezirkstag Pfalz, Presse
05.12.2011
Angekündigte Entlassungen am Nürburgring
Julia Klöckner: Wer übernimmt die Verantwortung für das
Desaster am Nürburgring?
Die jetzt bekannt gewordenen, von den Nürburgring-Betreibern
geplanten, Massenentlassungen bewertet die Vorsitzende der
CDU-Landtagsfraktion, Julia Klöckner, als „sehr bittere Nachricht
für die Arbeitnehmer und ihre Familien - und das auch noch kurz vor
Weihnachten“. Ihr Vertrauen in das Versprechen der Landesregierung
vom „Jobmotor Nürburgring“ sei enttäuscht worden. Die Betroffenen
müssten nun die Rechnung dafür begleichen, dass der Regierungschef
und die zuständigen Minister über Jahre hinweg nicht in der Lage
gewesen seien, das von ihnen gewollte und aus Steuergeldern in
dreistelliger Millionenhöhe finanzierte „Projekt Nürburgring 2009“
zum Erfolg zu führen. Das offensichtliche Scheitern der von der
Landesregierung eingesetzten Ring-Betreiber sei zugleich die
politische Insolvenz der Herren Beck, Hering und Lewentz am
Nürburgring.
„Erst wollte der Motor nicht anspringen, dann hat er gestottert
und jetzt bleibt das Gefährt mit einem kapitalen Motorschaden
liegen. Wir erwarten, dass sich der über Jahre zuständige frühere
Wirtschaftsminister Hering und Infrastrukturminister Lewentz
endlich zu ihrer Verantwortung bekennen und diese nicht weiter
verschieben. Es ist eine Farce, dass sich die von der
Landesregierung ausgewählten Betreiber nun auf die „ertragreiche
Rennstrecke“ konzentrieren wollen, anstatt das zu tun, wofür sie
eigentlich engagiert wurden: das 350 Mio.-Projekt „Nürburgring
2009“ mit den Kernbestandteilen Ringboulevard, Ringwerk und
Gastronomiedorf endlich zum Laufen zu bringen. Die Rennstrecke ist
nicht dazu da, den sog. Erlebnispark zu finanzieren. Vielmehr
sollten die neuen Freizeiteinrichtungen, die Defizite aus dem
Rennbetrieb ausgleichen. Diese Konzentration der Betreiber auf die
Rennstrecke bedeutet doch nichts anderes, als dass die
millionenschwere neue Infrastruktur zu einer Investitionsruine zu
werden droht. Viele Fragen sind offen. Die Landesregierung hat
bisher keine Antworten gegeben, ist ausgewichen und hat ihr
Versagen schöngeredet. Sie muss jetzt endlich für Mechaniker
sorgen, die den Motorschaden dauerhaft reparieren. Wir werden die
geplanten Massenentlassungen am Nürburgring in der kommenden Woche
zum Thema im Parlament machen.“ Presseinformation der
CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz, Mainz
02.12.2011
Anklam-Trapp: Thema AIDS weiter aktuell
"Am Weltaidstag soll vor allem an alle an HIV/AIDS erkrankten
und verstorbenen Mitmenschen sowie ihren Familien und Angehörigen
erinnert werden. Unser Dank gilt allen ehrenamtlichen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich in Selbsthilfegruppen,
Hospizen und AIDS-Hilfen um die Betroffenen und deren Familien
aufopferungsvoll kümmern", sagte die Vorsitzende des Arbeitskreises
für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, Kathrin
Anklam-Trapp, im Vorfeld zum diesjährigen Weltaidstag am 1.
Dezember.
Im Jahr 1988 wurde der Gedenktag von den Vereinten Nationen ins
Leben gerufen und von der Weltgesundheitsorganisation zum ersten
Mal durchgeführt. 1996 richteten die Vereinten Nationen zur
Koordinierung ihrer internationalen Aktivitäten im Bereich der
AIDS-Prävention ein eigenes Programm ein. Laut Angaben des
Robert-Koch-Instituts zufolge lebten bis Ende 2010 etwa 2.400
Menschen mit HIV oder AIDS in Rheinland-Pfalz. Im Jahr 2010 hätten
sich rund 80 Menschen neu mit HIV infiziert.
Anklam-Trapp: "HIV/AIDS ist noch immer eine große
Herausforderung für die Gesellschaft und das Gesundheitssystem. Der
Fortschritt in der Forschung hat zu einer deutlich längeren
Lebenserwartung der Betroffenen geführt, aber AIDS ist nach wie vor
eine unheilbare, tödliche Krankheit. Daher sind alle aufgerufen,
Verantwortung zu übernehmen. Rheinland-Pfalz verfügt über ein gut
funktionierendes Netz von Angeboten der Beratungsstellen,
Gesundheitsämter, Schwerpunktambulanzen und Kliniken zur Betreuung
und Versorgung der betroffenen Menschen. Es ist heute wichtiger
denn je, dass den betroffenen Menschen Beratung und Betreuung durch
qualifizierte Beratungsstellen ermöglicht wird."
SPD-Landtagsfraktion, Pressestelle, Mainz www.spdfraktion-rlp.de
30.11.2011
Zweite Rheinbrücke bei Wörth / gemeinsame Sitzung der Kabinette von RLP und BaWü
Julia Klöckner: Beck und Kretschmann verzögern, statt zu
entscheiden
Das Ergebnis der heutigen gemeinsamen Sitzung der Kabinette aus
Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg zum Thema zweite Rheinbrücke
hat die Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Julia Klöckner, als
„enttäuschend“ bewertet. Offensichtlich sei der Koalitionsfrieden
zwischen Sozialdemokraten und den infrastrukturkritischen Grünen
wichtiger als die Interessen der Menschen und der Region. Statt
endlich klar zu entscheiden, sei wieder einmal ein Arbeitskreis
gegründet worden, der alles das neu aufrolle, was durch den
jüngsten „Faktencheck“ bereits geklärt sei. Diese
Verzögerungstaktik schade den Menschen und der Region.
„Der „Faktencheck“ hat die Notwendigkeit der zweiten Rheinbrücke
bei Wörth eindeutig belegt. Die Experten, darunter auch Mitarbeiter
der Ministerien, waren sich hier einig, dass eine zweite
Rheinbrücke für diesen eng verflochtenen Wirtschaftsraum
unabdingbar ist. Zehntausende Pendler sind ebenso wie Unternehmen
von einer sicheren und gut funktionierenden Infrastruktur abhängig.
Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Ministerpräsidenten Beck und
Kretschmann nicht in der Lage sind, ein Projekt umzusetzen, das für
die wirtschaftliche Entwicklung notwendig ist und von den Menschen
beiderseits des Rheins mehrheitlich gewollt wird.“
Es stelle sich auch die Frage, so Klöckner, welche Rolle der
zuständige Infrastrukturminister Lewentz bei diesem wichtigen
Projekt spiele. Anstatt Verantwortung zu übernehmen, sei der Herr
Lewentz weitestgehend abgetaucht. „Wenn die Brücke scheitert, dann
ist das auch ein Scheitern von Herrn Lewentz.“ Seit Jahren kämpfe
die Region für die zweite Rheinbrücke, und jetzt drücke sich die
Landesregierung vor einer klaren Positionierung. „Was vor der Wahl
noch erklärtes Ziel war, wird nun verzögert, verschleppt und wohl
am liebsten vergessen. Das werden wir nicht zulassen. Wir stehen an
der Seite der Menschen“, so Klöckner. Presseinformation der
CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz, Mainz
30.11.2011
Dr. Adolf Weiland: Wassercent ist Spielgeld für Frau Höfken
Zu dem in der heutigen Ausgabe des Trierischen Volksfreunds
enthaltenen Interview mit Umweltministerin Höfken zur
beabsichtigten Einführung eines sog. „Wassercent“ erklärt der
stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagfraktion, Dr. Adolf
Weiland:
„Vorgaben der EU als Begründung für die Einführung des
„Wassercent“ heranzuziehen, ist abenteuerlich. Es ist nicht die EU,
die die Landesregierung zwingt, zur Sanierung ihres maroden
Landeshaushalts neue Einnahmequellen zu erschließen und Bürgern und
Unternehmen in die Tasche zu greifen. Denn im Etat des Landes sind
insgesamt fast 100 Mio. Euro veranschlagt, die dem Themenkreis
Wasser und Gewässerschutz zuzuordnen sind. Das reicht allemal aus,
um die Vorgaben aus Brüssel zu erfüllen.
Im Kern geht es um etwas ganz anderes: Vor dem Hintergrund der
Schuldenbremse soll Spielgeld für die grüne Umweltministerin
generiert werden. Statt das an anderer Stelle einzusparen, setzt
die rot/grüne Landesregierung auf die Einführung des Wassercent.
Und das trotz sprudelnder Steuerquellen und Rekordsteuereinnahmen.
Sonderlich kreativ ist das nicht. Das Problem dabei: Die Bürger
werden zusätzlich belastet und insbesondere auch die Wirtschaft.
Der Wassercent trifft gerade energieintensive Unternehmen und
gefährdet damit Arbeitsplätze. Wir wissen doch alle, was passiert,
wenn eine solche Gebühr erst einmal eingeführt ist: Das regelmäßige
Drehen an der Gebührenschraube wird zum Selbstläufer. Das zeigt die
von Rot/Grün geplante Erhöhung der Grunderwerbssteuer. Wer
Investitionen nach Rheinland-Pfalz holen und Arbeitsplätze sichern
und schaffen will, der darf die Rahmenbedingungen nicht durch
zusätzliche Gebühren verschlechtern.“ Presse
CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz, Mainz www.cdufraktionrlp.de
25.11.2011
Elsner: Gewalt gegen Frauen ist keine Privatsache
Zum Internationalen Tag für die Beseitigung der Gewalt gegen
Frauen am 25. November 2011 erklärt die gleichstellungspolitische
Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Petra Elsner: „Wir
müssen immer wieder ins Bewusstsein der Menschen rufen, wie
alltäglich Gewalt gegen Frauen ist. Sexuelle Übergriffe, häusliche
Gewalt, Zwangsprostitution und ähnliche Bedrohungen sind immer noch
an der Tagesordnung. All dies zerstört die Würde der betroffenen
Mädchen und Frauen und beeinträchtigt deren Chancen auf ein
selbstbestimmtes Leben. Auch wenn Jahrestage wie dieser nur
symbolischer Natur sind, können sie dazu beitragen, dass sich
unsere Gesellschaft dieser Verantwortung stellt.
Die SPD-Fraktion hat sich gemeinsam mit den Grünen viel
vorgenommen, um Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen. Dabei können wir
auf die gute Arbeit der vergangenen Jahre aufbauen: Wir haben ein
enges Netz an Beratungs- und Hilfsangeboten für betroffene Frauen
geknüpft und mit dem Interventionsprojekt gegen Gewalt in engen
sozialen Beziehungen (RIGG) herausgestellt, dass die Bekämpfung von
Gewalt eine öffentliche Aufgabe ist. Davon ausgehend, werden wir
die bestehenden Angebote fortführen, frauenspezifische Beratung
ausbauen sowie die Frauenhäuser und Notrufe weiterhin finanziell
unterstützen. Trotz der großen Anstrengungen zur Konsolidierung des
Landeshaushalts quer durch alle Ressorts soll bei diesen Projekten
nicht gespart werden. Außerdem setzen wir uns für ein dauerhaftes
Aufenthaltsrecht von Frauen ein, die von Gewalt bedroht und
betroffen sind oder als Zwangsprostituierte arbeiten.“
SPD-Landtagsfraktion Mainz, Pressestelle www.spdfraktion-rlp.de
24.11.2011
MdL Wilke und CDU Schifferstadt zur Bereitschaftspolizei-Schließung
CDU: Widerstand macht Mut - Weiter alle Hebel für den Erhalt der
Bereitschaftspolizei in Bewegung setzen
Immer mehr Argumente sprechen nach Einschätzung von
Landtagsabgeordnetem Dr. Axel Wilke (CDU) und der Schifferstädter
CDU für den Erhalt des Bereitschaftspolizeistandorts Schifferstadt.
Dass innerhalb weniger Tage bereits mehr als 4.000 Menschen für den
Erhalt unterschrieben haben, darunter auch Alt-Ministerpräsident
Bernhard Vogel, zeige die große Verwurzelung der Polizei in der
Bevölkerung und das Unverständnis über die Schließungsabsicht von
Innenminister Lewentz (SPD). Einig waren sich Wilke und die
Schifferstädter CDU-Stadtratsfraktion in einem Gespräch, an dem
auch CDU-Ortsvorsitzender Christian Schulz teilnahm, dass es nun
darauf ankomme, dass die im Hauptausschuss eingebrachte Resolution
möglichst einstimmig verabschiedet wird, um zu zeigen, dass alle
politischen Kräfte in Schifferstadt bei diesem Thema an einem
Strang ziehen. Wilke kündigte darüber hinaus an, dass am Donnerstag
auch der Kreisparteitag der Speyerer CDU einen Entschließungsantrag
für den Erhalt der Bereitschaftspolizei in Schifferstadt
verabschieden wird. Bürgerbüro Dr. Axel Wilke
22.11.2011
Rechtsextremismus: SPD ruft zur Teilnahme an Gegenprotesten auf
Rechtsextreme Kundgebungen sollen an diesem Wochenende in
Rheinland-Pfalz stattfinden. Die SPD-Fraktion im Landtag
Rheinland-Pfalz und der SPD-Landesverband rufen zur Teilnahme an
Gegenprotesten auf. Fraktionschef Hendrik Hering und
Generalsekretär Alexander Schweitzer werden ebenfalls an den
Protesten gegen Rechtsextremismus teilnehmen.
"Die Mordtaten der Zwickauer Terrorzelle haben eine neue
Dimension von Rechtsextremismus in Deutschland auf grausame Weise
sichtbar gemacht. Rechte Ideologien existieren und zwar auch genau
vor unserer Haustür", erklärt Fraktionsvorsitzender Hering. "Das
ist eine Bedrohung, die uns alle etwas angeht und vor der wir die
Augen nicht verschließen dürfen. Deshalb rufen wir alle
Rheinland-Pfälzer dazu auf, nicht wegzusehen, an diesem Wochenende
auf die Straßen zu gehen und zu zeigen: Wir wollen hier keine
Neonazis und keine Antidemokraten." Das Thema Rechtsextremismus sei
auch ein Schwerpunkt der gemeinsamen Fraktionssitzung in der
kommenden Woche mit BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.
"Rheinland-Pfalz hat dafür gesorgt, dass es hier keine
Hindernisse mehr gegen ein Verbot der rechtsextremen NPD gibt.
Jetzt ist die Gelegenheit, ein NPD-Verbot weiter voranzutreiben,
damit diese demokratiefeindliche Partei nicht weiter mit
Steuergeldern finanziert wird", fordert Generalsekretär Schweitzer.
Die NPD schaffe in Deutschland einen Nährboden für
Rechtsextremismus. "Für mich gehört diese Partei ganz klar
verboten. Gleichzeitig muss klar sein, dass ein Parteienverbot
nicht das Allheilmittel in der Bekämpfung des Rechtsextremismus
ist. Nicht zuletzt ist auch der Bund aufgefordert, die von
Bundesministerin Schröder forcierte Kürzung von Mitteln im Kampf
gegen Rechts zurückzunehmen."
Am Sonntag findet in Bretzenheim bei Bad Kreuznach das
ökumenische Friedensgebet zum Gedenken an die Opfer von Krieg und
Faschismus statt. Gleichzeitig wollen Rechtsextreme am Mahnmal für
ein ehemaliges Kriegsgefangenenlager zusammentreffen. Alexander
Schweitzer wird wie Kurt Beck, Ministerpräsident und
SPD-Landesvorsitzender, am Friedensgebet teilnehmen, um das
Engagement gegen Rechts zu unterstützen.
Fraktionschef Hering wird an diesem Samstag in Remagen an der
Gegenkundgebung zu einem Aufmarsch von Rechtsextremen teilnehmen.
SPD-Landtagsfraktion Mainz, Pressestelle www.spdfraktion-rlp.de
18.11.2011
Wilke: Landesregierung dreht Freiwilligen Feuerwehen den Hahn ab
Zweckbindung
der Feuerschutzsteuer soll entfallen
Der CDU Landtagsabgeordnete Dr. Axel Wilke hat die geplanten
Änderungen zur Feuerschutzsteuer als nachhaltigen Schaden für die
ehrenamtlichen Freiwilligen Feuerwehren bezeichnet. Die
Landtagsfraktionen von SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN planen, die
Zweckbindung dieser Einnahmen aufzuheben. Damit fließen 2012 und
2013 jeweils 3 Mio. Euro in den Gesamthaushalt.
„Das dadurch fehlende Geld wird Löcher in das Budget der
Landesfeuerwehrschule reißen und bei Gerätebeschaffungen fehlen.
Statt die Ausgaben zu senken, greift die Landesregierung erneut in
die Töpfe anderer, statt selbst zu sparen, müssen andere
zurückstecken“, kritisiert der Christdemokrat.
„Seit Jahren leiden unsere Feuerwehren unter einem enormen
Investitionsstau. Dieser Schritt wird den Freiwilligen Feuerwehren
nachhaltig schaden“. Der überwiegende Teil der Wehren sei nach
Angaben Wilkes in Rheinland-Pfalz ehrenamtlich organisiert. Wenn
nun die Gelder für dringend benötige Gerätschaften oder auch zur
Nachwuchsförderung und -betreuung fehlten, werde es zusehends
schwieriger, neue Feuerwehrmänner und -frauen zu werben und zu
motivieren, sich dauerhaft zu engagieren. „Am Ende könnte diese
Änderung das Land sogar mehr Geld kosten, als es nun einzunehmen
versucht. Dies wäre nämlich dann der Fall, wenn hauptamtliche
Feuerwehrleute die Aufgaben übernehmen müssen, um den Schutz und
die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten“, so
Axel Wilke abschließend. Wahlkreisbüro Presse
18.11.2011
CDU Rhein-Pfalz-Kreis und CDU Haßloch gegen Reduzierung der Polizeipräsenz -
Resolution gegen Verlegung der Bereitschaftspolizei
Schifferstadt nach Enkenbach
Mit 100 Prozent Zustimmung verabschiedeten die 125 Delegierten
des Kreisparteitags der CDU Rhein-Pfalz am 07.11.2011 in Dudenhofen
die Resolution, dass nicht durch Sparen an der falschen Stelle die
Präsenz der Polizei reduziert und dadurch die Sicherheit der
Bevölkerung gefährdet wird. Insbesondere forderten sie den Erhalt
der Bereitschaftspolizei am Standort Schifferstadt und den Erhalt
der Polizeiwache Maxdorf.
Der
Ortsvorsitzende der CDU Böhl-Iggelheim Helmut Pfaff, der mit fünf
weiteren Delegierten die Resolution formulierte hatte und im
weiteren Verlauf des Kreisparteitages zu einem von drei
Stellvertretenden Kreisvorsitzenden gewählt wurde, ging in seiner
Begründung für die Resolution zunächst auf den Ablauf der von
Innenministerium ausgerufenen Optimierung der Polizeistruktur ein.
„Diese sei grundsätzlich zu begrüßen, hätte sich aber als Wolf im
Schafspelz entpuppt, da –offiziell seitens des Innenministeriums
eingeräumt- finanzielle Zwänge bei den Optimierungsplänen in den
Vordergrund rückten“, so Pfaff. Die Verlegung der
Bereitschaftspolizei von Schifferstadt nach Enkenbach lehnten die
Delegierten durch ihre Resolution ab, weil dadurch die
Polizeipräsenz im gesamten Polizeipräsidium Rheinpfalz reduziert
wird und die Arbeitsplätze von 12 Tarifbeschäftigten gefährdet
sind.
Jürgen Vogt,
Ortsvorsitzender der CDU Haßloch, lehnt die Verlegung der
Bereitschaftspolizei ebenfalls ab. „Da offensichtlich dem
angeblichen Einsparvolumen von 400.000 € falsche Zahlen zu Grunde
liegen und möglicherweise sogar die Folgekosten höher sind als die
Einsparsumme, wäre es noch nicht einmal Sparen zu Lasten der
Sicherheit“, widerspricht er dem Regierungsargument, dass in allen
Bereichen gespart werden müsse.
Der Druck aus der Bevölkerung gegen die Herabstufung der
Polizeiinspektion Haßloch und die Schließung der Polizeiwache
Maxdorf war so groß, dass Innenminister Lewentz (SPD) davon
zumindest fürs erste Abstand genommen hat. „Das müssen wir auch zum
Erhalt der Bereitschaftspolizei in Schifferstadt erreichen“ sind
sich Pfaff und Vogt einig. Daher unterstützen auch beide die
Unterschriftenaktion der Gewerkschaft der Polizei. Die
CDU-Landtagsabgeordneten in der Region haben sich bereits gegen die
Verlegung der Bereitschaftspolizei ausgesprochen. „Dass auch die
SPD-Abgeordneten die Fakten entsprechend bewerten und sich beim
Innenminister für den Erhalt der Bereitschaftspolizei am Standort
Schifferstadt einsetzen“, wünschen sich Pfaff und Vogt.
Pressemitteilung der CDU Rhein-Pfalz-Kreis und CDU
Haßloch
14.11.2011
Johannes Zehfuß: Landesregierung dreht Freiwilligen Feuerwehren den Hahn ab
Zweckbindung
der Feuerschutzsteuer soll entfallen
Der CDU-Landtagsabgeordnete Johannes Zehfuß, selbst seit mehr
als 25 Jahren Aktiver bei der Freiwilligen Feuerwehr
Böhl-Iggelheim, hat die geplanten Änderungen zur Feuerschutzsteuer
als nachhaltigen Schaden für die ehrenamtlichen Freiwilligen
Feuerwehren bezeichnet. Die Landtagsfaktionen von SPD und BÜNDNIS
90/DIE GRÜNEN planen, die Zweckbindung dieser Einnahmen aufzuheben.
Damit fließen 2012 und 2013 jeweils 3 Mio. Euro in den
Gesamthaushalt.
„Das dadurch fehlende Geld wird Löcher in das Budget der
Landesfeuerwehrschule reißen und bei Gerätebeschaffungen fehlen.
Statt die Ausgaben zu senken, greift die Landesregierung erneut in
die Töpfe anderer, statt selbst zu sparen, müssen andere
zurückstecken“, kritisiert Zehfuß.
„Seit Jahren leiden unsere Feuerwehren unter einem enormen
Investitionsstau. Dieser Schritt wird den Freiwilligen Feuerwehren
nachhaltig schaden“. Der überwiegende Teil der Wehren sei nach
Angaben von Johannes Zehfuß in Rheinland-Pfalz ehrenamtlich
organisiert. Wenn nun die Gelder für dringend benötige
Gerätschaften oder auch zur Nachwuchsförderung und -betreuung
fehlten, werde es zusehends schwieriger, neue Feuerwehrmänner und
-frauen zu werben und zu motivieren, sich dauerhaft zu engagieren.
„Am Ende könnte diese Änderung das Land sogar mehr Geld kosten, als
es nun einzunehmen versucht. Dies wäre nämlich dann der Fall, wenn
hauptamtliche Feuerwehrleute die Aufgaben übernehmen müssen, um den
Schutz und die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger zu
gewährleisten“, so Johannes Zehfuß.
13.11.2011
Der 9. November - Schicksalstag der Deutschen oder Zufall der Geschichte?
von Gerhard Cantzler
Wohl kaum ein anderer Tag im Kreislauf des Jahres
ist so mit historischen Ereignissen befrachtet wie jener ominöse
“9. November” im Leben der Deutschen - im Guten wie im Bösen:
Am 9. November 1918 endete das deutsche
Kaiserreich - Kaiser Wilhelm II. dankte ab und noch am gleichen Tag
proklamierte der Sozialdemokrat Philipp Scheidemann die deutsche
Republik und machte so den Weg frei für die Weimarer Republik -
eine Zeit unsäglicher politischer Irrungen begann, die letztlich
den Nationalsozialisten die Okkupierung der Macht ermöglichten.
Am 9. November 1923 versuchte Adolf Hitler
dann, die Weimarer Republik zu stürzen, indem er mit mehren tausend
Gefolgsleuten durch München zog, um von dort aus den Sturm auf das
Berliner Parlament anzutreten. Doch schon an der Feldherrnhalle
endete dieser “dilettantische Versuch eines Umsturzes” - wie
Historiker ihn später beschreiben - ein letztes Mal noch - denn
Am 9. November 1938 - Hitler war schon im
fünften Jahr Reichskanzler und hatte seine von Willkür und
Machtmissbrauch gekennzeichnete Herrschaft längst zementiert - da
konnte er in der Reichspogromnacht seine von langer Hand geplanten
brutalen Übergriffe auf die Juden in Deutschland erstmals ungetarnt
und ungeschminkt in die Öffentlichkeit tragen - aus ihnen sollte
dann die Vernichtung der Juden in Deutschland und in ganz Europa
entspringen.
Der 9. November, ein Tag also, belastet mit
den schlimmsten Verfehlungen und Gräueln, denen sich ein Volk in
der Menschheitsgeschichte jemals zuvor schuldig gemacht hatte.
Höchste Zeit, dass das Pendel der Gefühle rund um diesen “9.
November” endlich ins Gute umschlug:
Am 9. November 1989 war es soweit: Mit
friedlichen Mitteln - mit Gottesdiensten und mit Kerzen in den
Händen - überwanden die Menschen in der DDR Mauer und Grenzanlagen
in Deutschland, fegten ein anderes, ein “rotes” Willkür-System
beiseite und bahnten so den Weg für die Wiedervereinigung des seit
dem Ende des von uns Deutschen verursachten Zweiten Weltkrieges
geteilten Volkes. Ein unbeschreibliches, ein vielleicht auch
unverdientes Glück, das bis heute anhält...
Und jetzt,
Am 9. November 2011 ist mit der Einweihung
der neuen Speyerer Synagoge ein neues Glück über die Deutschen und
im besonderen über die Menschen in Speyer gekommen: Sie erhielten
etwas zurück, was sie auf den Tag genau vor 73 Jahren verloren
hatten - den Humanismus und die Toleranz gegenüber einer Religion,
deren Anhänger Papst Johannes Paul II. als “die älteren Brüder der
Christen” bezeichnete und deren neues Gotteshaus in Speyer
Bundespräsident Christian Wulff in seiner Rede als “die Verheißung
einer neuen und dauerhaften Präsenz jüdischen Lebens in Speyer und
in ganz Deutschland” umschrieb.
Die Geschichte der Deutschen und ihrer “9.
November” hat es augenfällig gezeigt: Immer, wenn die Ziele dieses
Tages mit Gewalt verfolgt wurden, gerieten sie den Völkern der Welt
zum Unglück - immer, wenn sie dagegen mit friedlichen Mitteln, mit
Toleranz und Brüderlichkeit angegangen wurden, gereichten sie den
Deutschen und ihren Nachbarn zum Glück. Möge uns und unseren
Kindern deshalb die Zukunft nur noch zum Frieden und damit zum
Glück bestimmte “9. November” bereithalten.
Das gewähre uns allen der eine Gott, der ebenso der
Gott der Juden und der Christen - und - nicht zu vergessen - auch
der Muslime ist.
Den jüdischen Mitbürgern in unserer Stadt und der
neuen Synagoge “Beith-Schalom” deshalb ein herzliches “Mazel tov” -
“Willkommen daheim”
10.11.2011
Wilke: „Marode sieht anders aus“
Landtagsabgeordneter macht sich zusammen mit hiesiger
CDU beim Standort der Bereitschaftspolizei selbst ein Bild der
Situation vor Ort
„Marode sieht ganz anders aus“, so die erste Reaktion von Dr.
Axel Wilke MdL (CDU) bei seinem Besuch bei der Bereitschaftspolizei
Schifferstadt an die Adresse von Innenminister Lewentz (SPD)
gerichtet. Der angeblich schlechte Bauzustand des Polizeistandorts
soll dem Vernehmen nach ein maßgeblicher Grund der Entscheidung
sein, Schifferstadt aufzugeben. Rund 1,4 Millionen Euro, die in den
letzten zehn Jahren am Standort Schifferstadt investiert worden
sind, haben sichtbar ihre Spuren hinterlassen.
Wilke, der
sich gemeinsam mit dem CDU Fraktionsvorsitzenden Hans Pruschina und
den beiden stellvertretenden CDU Ortsvorsitzenden Nicole Klutinius
und Andreas May nach der Schließungs-Ankündigung aus Mainz ein Bild
vor Ort machen wollte, kann die bisher angeführten Gründe, die eine
Schließung belegen sollen, nicht nachvollziehen. „Sowohl
betriebswirtschaftlich als auch sozial macht die Schließung wenig
Sinn“, diesen Eindruck mussten die CDU-Vertreter mit Blick auf das
Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung und der Arbeitsplätze
gewinnen. Den im Landeshaushalt einzusparenden 400.000 €, die
jährlich für die Nutzung des Geländes und der Gebäude anfallen,
stünden allem Anschein nach an anderer Stelle deutliche Mehrkosten
gegenüber. Allein wegen der nach wie vor zu leistenden Einsätze in
Vorder- und Südpfalz für Polizeikontrollen, die Verkehrsüberwachung
oder Strafverfolgungsmaßnahmen fallen wegen deutlich längerer
Wegstrecken erhöhte Fahrtkosten an, während andererseits die
Einsatzzeiten sich reduzieren, was zu einem Verlust an
Polizeipräsenz und damit einem Verlust an Sicherheit führen könnte.
Dies hätten die Gesprächspartner vor Ort deutlich gemacht und mit
Zahlen belegt, so der Speyerer Abgeordnete.
„Die Einladung der designierten Bürgermeisterin Volk an den
Innenminister, sich ebenfalls ein Bild vor Ort zu machen, kann ich
nur bekräftigen. Erst schauen und mit den Betroffenen reden, dann
entscheiden“, lautet Wilkes Rat.
09.11.2011
Hambacher Preis an Joachim Gauck verliehen
Zum zweiten Mal hat die
SPD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz den Hambacher Preis
verliehen. Der Vorsitzende der Fraktion, Hendrik Hering,
überreichte heute im Plenarsaal des Landtags den Preis an den
Bürgerrechtler Dr. h.c. Joachim Gauck.
„Mit dem Hambacher Preis würdigt die SPD-Landtagsfraktion
Menschen, die sich in besonderer Weise für die parlamentarische
Demokratie und eine weltoffene und tolerante Gesellschaft
einsetzen“, betonte Hendrik Hering in seiner Laudatio. „Der Preis
steht in der Tradition des „Hambacher Festes“ und dem damit
verbundenen Geist der Bürgerrechte, der Meinungsfreiheit und der
Beteiligung von Bürgern am politischen Leben. Joachim Gaucks Wirken
in der Vergangenheit aber auch in der Gegenwart ist erfüllt von
diesem Geist“, so der Fraktionsvorsitzende.
Joachim Gauck habe sich in herausragender und auch in
unverwechselbarer Weise für Menschenrechte und die Demokratie
verdient gemacht. Als einer der bedeutendsten Bürgerrechtler der
ehemaligen DDR habe er maßgeblich als „Versöhner“ daran mitgewirkt,
dass der Widerstand der Bevölkerung der DDR gegen die Regierung
friedlich vollzogen wurde.
Hering: „Als politischer Aufklärer verkörpert Joachim Gauck die
Begriffe Freiheit und Einheit, das Fundament unserer Gesellschaft
und Demokratie. Aus unserer Sicht steht er in der großen Tradition
derer, die beim Hambacher Fest für Demokratie, Menschenrechte und
ein einiges Europa eintraten.“
Im vergangenen Jahr wurde der Hambacher Preis an den Künstler
Klaus Staeck verliehen. Der Hambacher Preis ist eine Skulptur des
Künstlers Gottfried Bräunling. SPD-Landtagsfraktion,
Presse
07.11.2011
Axel Wilke: Auflösung des Bereitschaftspolizeistandorts Schifferstadt fragwürdig
CDU-Landtagsabgeordneter
wendet sich mit Kleiner Anfrage an Landesregierung und kündigt
Besuch vor Ort an
„Ich halte eine Auflösung des Bereitschaftspolizeistandorts
Schifferstadt für eine ziemlich fragwürdige Sparmaßnahme, die die
Landesregierung noch einmal dringend überdenken sollte“, so nimmt
CDU-Landtagsabgeordneter Dr. Axel Wilke (CDU) Stellung zu den
bekannt gewordenen Plänen des Mainzer Innenministers Lewentz (SPD),
die Schifferstadter Hundertschaft komplett abzuziehen und nach
Enkenbach zu verlagern.
Aus guten Gründen existiert bislang im Bereich jedes
Polizeipräsidiums auch ein Standort der Bereitschaftspolizei. Denn
die Bereitschaftspolizei nimmt eben nicht nur polizeiliche Aufgaben
bei landes- und bundesweiten Großeinsätzen wahr, sondern ist
vielfältig in die Aufgabenerfüllung der örtlichen
Schutzpolizeieinheiten eingebunden. „In 2010 summierten sich diese
Einsätze nach meinen Informationen auf fast 470, in diesem Jahr
waren es bis Ende Oktober bereits über 500. Das beweist, wie
wichtig die Präsenz auch der Bereitschaftspolizei gerade in der
Region ist und der Standort gerade nicht egal ist“, so Wilke.
Zweifel seien auch an der wirtschaftlichen Vorteilhaftigkeit der
Maßnahme angebracht. Schlimm wäre, wenn am Ende mehr Kosten statt
weniger anfielen. Um dies zu klären, hat Wilke eine
parlamentarische Anfrage an die Regierung zu deren Berechnungen
gestellt. Der Speyerer Abgeordnete kündige im übrigen an, im Lauf
der Woche gemeinsam mit Vertretern der Schifferstädter CDU der
Bereitschaftspolizei einen Besuch vor Ort abzustatten, um sich noch
eingehender zu informieren. Wahlkreisbüro Dr. Axel Wilke
MdL
07.11.2011
Alexander Licht: Hat die Landesregierung 2009 lukratives Angebot von Bernie Ecclestone für die Formel 1 am Nürburgring abgelehnt?
Für den stellvertretenden Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion,
Alexander Licht, stellt sich die Frage, ob die Landesregierung bzw.
die landeseigene Nürburgring GmbH im Jahr 2009 ein lukratives
Angebot von Formel 1- Chef Bernie Ecclestone zur Ausrichtung der
Formel 1 am Nürburgring abgelehnt hat. Der jetzige Ring-Betreiber,
Jörg Lindner, hat in einem in der heutigen Ausgabe der Süddeutschen
Zeitung abgedruckten Interview nach einem Gespräch mit Bernie
Ecclestone ausgeführt, „… hatte die Nürburgring GmbH 2009 die
Möglichkeit, zu den gleichen Konditionen des Hockenheimrings auch
einen Vertrag abzuschließen. Dieses Angebot von Herrn Ecclestone
lag auf dem Tisch, wurde aber nicht angenommen … Es ist schwer zu
verstehen, warum man 2009 ein Angebot mit hervorragenden
Konditionen abgelehnt hat“.
„Wenn die Ausführungen von Herrn Lindner zutreffen, besteht
seitens der Landesregierung erheblicher Erklärungsbedarf. Sofern
die landeseigene Nürburgring GmbH im Jahr 2009 tatsächlich die
Chance auf eine für das Land wesentlich günstigere Vereinbarung mit
Bernie Ecclestone hat ungenutzt verstreichen lassen, wäre dies ein
weiterer Skandal im Skandal. Denn die erfolglosen Klimmzüge am
Nürburgring mit Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe aus
Steuergeldern wurden allein gemacht, um die defizitäre Formel 1 am
Nürburgring als Markenkern dort halten zu können. Die Einnahmen aus
den neuen Freizeiteinrichtungen sollten die Defizite aus der Formel
1 ausgleichen, so der gescheiterte Plan.
Die Verantwortlichen am Hockenheimring, der allein von der Stadt
und ohne Mittel aus dem baden-württembergischen Landeshaushalt,
getragen wird, sind einen anderen Weg gegangen: Als klar war, dass
die auch dort auflaufenden Defizite der Formel 1 den städtischen
Haushalt sprengen würden, hat man das Gespräch mit Bernie
Eccelstone gesucht. Im Ergebnis wurde eine Vertragsgestaltung
erzielt, bei der Ecclestone den dortigen Ausrichtern in
Millionenhöhe entgegengekommen ist. Bereits das Formel-1-Rennen
2010 konnte der Hockenheimring mit einem Gewinn in sechsstelliger
Höhe abschließen.
Wir wollen jetzt von der Landesregierung wissen, ob es im Jahr
2009 ein solches Angebot von Bernie Ecclestone gegeben hat und aus
welchen Gründen es ggf. abgelehnt wurde. Dazu und zum Stand der
Verhandlungen mit Bernie Ecclestone werden wir die Landesregierung
auch in der nächsten Sitzung des Innenausschusses befragen.“
Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion
Rheinland-Pfalz
04.11.2011
Hering/Hüttner: Innere Sicherheit gewährleisten
Zu den Vorschlägen des Innenministeriums zur Optimierung der
rheinland-pfälzischen Polizeiorganisation erklären Michael
Hüttner, polizeipolitischer Sprecher und Hendrik Hering,
Vorsitzender der SPD-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag:
„Die Vorschläge des Innenministeriums beweisen den
verantwortungsvollen Umgang mit den Herausforderungen, denen sich
eine moderne Polizeistruktur stellen muss. Die seit Mai arbeitende
landesweite Arbeitsgruppe mit den Vertretern der polizeilichen
Führungs- und Interessensvertretungen hat diesen Prozess wesentlich
mitgeprägt.“
Michael Hüttner: „Für uns ist von besonderer Bedeutung, dass
alle Beteiligten sich intensiv mit möglichen
Optimierungsvorschlägen auseinandergesetzt haben und dies auch noch
tun. Dass es sinnvoll ist, über neue Wege nachzudenken, zeigen
schon alleine die Überlegungen zur künftigen Organisation der
Puppenbühnen sowie zur länderübergreifenden Zusammenarbeit
beispielsweise im Bereich der Wasserschutzpolizei.“
Hering: „Die Bürgerinnen und Bürger können sich darauf
verlassen, dass die Polizei in der Fläche präsent bleibt. Die
Struktur der Polizeiinspektionen und -wachen wird nicht verändert,
aber weiter überprüft. Wir wollen und werden für diesen nun
eingeschlagenen Weg werben, damit deutlich wird, dass wir
verantwortungsbewusst mit der uns übertragenen Aufgabe umgehen.“
SPD-Landtagsfraktion, Pressestelle, Mainz www.spdfraktion-rlp.de
03.11.2011
Adolf Weiland/Gerd Schreiner: Landesregierung düpiert neuerlich das Parlament
Der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Dr.
Adolf Weiland, und der haushalts- und finanzpolitische Sprecher der
CDU-Landtagsfraktion, Gerd Schreiner, kritisieren den Umgang der
Landesregierung mit dem Parlament. Hintergrund ist die heutige
Pressekonferenz des Innenministers zu Einsparmaßnahmen bei der
Polizei noch vor Einbringung des Haushalts und vor einer
Information der Abgeordneten im Innenausschuss. Offensichtlich
betrachte die Landesregierung den Landtag und damit die gewählten
Abgeordneten lediglich als eine nachgeordnete Instanz, die das
abzunicken habe, was vorher bereits der Presse vorgestellt
wurde.
„Diese Vorgehensweise der Landesregierung hat Methode. Immer
wieder wird das Parlament und damit der Gesetzgeber missachtet:
Erst vor wenigen Wochen hat die Staatskanzlei für die Arbeit der
einstimmig vom Landtag eingesetzten Enquetekommission zur
Bürgerbeteiligung in einer Pressekonferenz Zielvorgaben formuliert.
Das war ein Affront gegenüber dem Parlament und ein verheerendes
Signal gegenüber den mitberatenden externen Sachverständigen. Ihnen
sollten Fesseln angelegt werden, bevor sie überhaupt berufen wurden
und die Kommission ihre Arbeit aufgenommen hat.
Heute stellt die Landesregierung der Presse unter dem Signum von
Einsparmaßnahmen Organisationsveränderungen bei der Polizei vor,
bevor die Abgeordneten, die über den Landeshaushalt zu beschließen
haben, informiert werden. Transparenz, werben um Zustimmung und vor
allem Respekt gegenüber dem Landtag und den frei gewählten
Abgeordneten sieht anders aus. Wir erwarten, dass diese „Wir
machen´s einfach“-Mentalität beendet wird.“
Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion
Rheinland-Pfalz, Mainz http://www.cdufraktionrlp.de
03.11.2011
Spiegel-online: „Kurt Becks Nürburgring-Konzept steht vor dem Aus“
Alexander Licht: Doppelte Bankrotterklärung
Als „doppelte Bankrotterklärung“ bewertet der stellvertretende
Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Alexander Licht, den Inhalt
der heutigen Berichterstattung „Kurt Becks Nürburgring-Konzept
steht vor dem Aus“ auf Spiegel-online zu den Pachtverhältnissen am
Nürburgring. Danach sehen sich die Nürburgring-Pächter Kai Richter
und Jörg Lindner aufgrund des mangelnden Publikumszuspruchs für die
dortigen Freizeiteinrichtungen nicht in der Lage, die mit dem Land
vereinbarte Pacht in voller Höhe zu zahlen. Richter und Lindner
stünden in Verhandlungen mit der Landesregierung zur drastischen
Reduzierung der fälligen Pacht, so Spiegel online. Die „von
Beratern des Landes unterstellten Umsatz- und
Auslastungserwartungen“ hätten sich laut der Betreiber als
„`realitätsfern´ herausgestellt“.
„Wenn die Informationen des Spiegel zutreffend sind, ist das ist
eine doppelte Bankrotterklärung und macht das Desaster am
Nürburgring perfekt. Es ist eine Bankrotterklärung für die Herren
Richter und Lindner, die als Heilsbringer angetreten sind und nun
wohl als mit dem Land heillos zerstrittenes Pächter-Duo in die
Geschichte eingehen. Und es ist eine Bankrotterklärung für die
Landesregierung und insbesondere für Kurt Beck, der das „neue“
Betreibermodell mit der Kooperation von Lindner und Richter
höchstselbst vorgestellt und über den grünen Klee gelobt hat. Von
den vollmundigen Ankündigungen des Ministerpräsidenten, auf dessen
Betreiben rd. 350 Mio. Euro in das erfolglose Projekt „Nürburgring
2009“ gepumpt wurden, ist nichts übrig geblieben. Es wird immer
deutlicher: Hier hat der Größenwahn die Hand geführt. Die Rechnung
zahlt der Steuerzahler. Der von Anfang an funktionsunfähige
Ring-Racer ist das Sinnbild für den fortgesetzten Stillstand beim
Millionengrab Nürburgring.“
Einmal mehr müsse nun die Vertragsgestaltung mit den Pächtern in
den Mittelpunkt rücken, so Licht. Es müsse geprüft und der
Öffentlichkeit erklärt werden, unter welchen Bedingungen das Land
aus diesen Pachtverträgen aussteigen kann: „Pächter, die mit
Stilllegung und massivem Arbeitsplatzabbau drohen und die Pacht
nicht erwirtschaften können, sind offensichtlich ungeeig-net für
den Betrieb eines solchen Unternehmens. Daraus müssen Konsequenzen
gezogen werden. Sollte die Landesregierung für einen solchen Fall
nicht vertraglich vorgesorgt haben, wäre das ein nicht
wiedergutzumachendes gravierendes Versäumnis.“ Presse,
CDU-Landtagsfraktion, Mainz
01.11.2011
Aus den Wurzeln seiner Pfälzer Heimat zum Segen für die ganze Welt
Altbundeskanzler Helmut Kohl mit dem “Pfälzer
Löwen” ausgezeichnet.
Von Gerhard Cantzler
Was wurden ihm
nicht alles für Ehrungen zuteil: Orden und Ehrenzeichen von Staaten
rund um den Erdball, 20 Ehrendoktor-Würden, Ehrenbürgerschaften von
Städten und Ländern auf der ganzen Welt bis hin zum Titel
“Ehrenbürger Europas” - kaum zu zählen ist die Zahl der Ehrungen,
die Altbundeskanzler Dr. Helmut Kohl in seiner Amtszeit und mehr
noch danach entgegennehmen durfte. Jetzt konnte er auf dem
Hambacher Schloss, der “Wiege der deutschen Demokratie”, wohin er
während seiner Amtszeit unzählige Repräsentanten befreundeter
Länder geführt hatte, die höchste Auszeichnung entgegennehmen, die
seine Heimat, die Pfalz, zu verleihen hat: Den “Pfälzer Löwen” und
- Helmut Kohl nahm diese Ehrung sichtlich bewegt als das entgegen,
als das sie gemeint ist: Als eine Eloge an den bedeutenden
Staatsmann, den Motor der deutschen und der europäischen Einheit
und - als zeitlebens bekennender Pfälzer.
Um davon
Zeugnis zu geben, hatte sich die Pfälzer Prominenz - vom
Bezirkstagsvorsitzenden, dem Frankenthaler Oberbürgermeister Theo
Wieder und den Jagdhornbläsern Fußgönnheim begrüßt - aufgemacht
“hinauf aufs Schloss”, um ihrem Landsmann Helmut Kohl die
gebührende Referenz zu erweisen. “Die Pfalz ist stolz darauf, dass
einer ihrer Söhne Bundeskanzler wurde”, betonte Theo Wieder in
seiner Begrüßungsrede. “Auch wenn Sie dafür in manchen Medien immer
wieder mit Hohn und Spott überzogen wurden - wenn Sie als
‘Provinzpolitiker aus der Pfalz” gescholten wurden - so haben doch
all die, die Sie mit solchen Äußerungen verletzen und herabwürdigen
wollten, nicht erkannt, welch große Kraft und Standfestigkeit Sie
aus Ihrer tief verwurzelten Liebe zu Ihrer Heimat zum Segen
Deutschlands, Europas und der ganzen Welt gezogen haben”. Indem er
seine höchsten Staatsgäste immer wieder an diese Wurzeln führte,
habe er wie kein Zweiter die Kulturlandschaft der Pfalz mit ihrer
reichen Geschichte, ihren bedeutenden Baudenkmälern, aber auch mit
ihren kulinarischen Besonderheiten immer wieder in den Blickpunkt
der Weltöffentlichkeit gerückt, so Wieder. “Das war Pfalzmarketing,
wie es besser nicht sein konnte”.
Auch der
rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck attestierte all
denen, die glaubten, dass Heimatverbundenheit und internationale
Handlungsfähigkeit nicht zusammen passten, einem grundlegenden
Irrtum zu erliegen. “Aus Ihrer eigenen Lebenserfahrung haben Sie
alles daran gesetzt, diese einst immer wieder hin- und her
gestoßene Pfalz zu einer der Herzlandschaften Europas zu machen.
Aus Feindschaft mit Franzosen ist dauerhafte Freundschaft gewachsen
- Freundschaft, die auch auf Dauer kriegerische
Auseinandersetzungen undenkbar gemacht hat”, betonte Beck.
Auf die Rolle
Helmut Kohls als ein immer wieder Verständigung in der Welt
stiftender Politiker wies auch der Laudator der Veranstaltung, der
Vorsitzende der Jungen Union Deutschlands, Philipp Mißfelder MdB,
hin. Als Außenpolitiker seiner Fraktion könne er sich an keine
Auslandsreise erinnern, wo er nicht schon nach wenigen Sätzen auf
den Altkanzler angesprochen wurde. “Ihre Strahlkraft in der Welt
ist auch heute noch ungebrochen”, stellte Mißfelder fest. “Für mich
wie für viele meiner Generation sind Sie der Staatsmann des
Jahrhunderts”. Wenn man - wie Helmut Kohl - sein Leben lang “im
Sturm” gestanden habe, so sei dies nur zu ertragen, wenn man über
ein festes Wertegerüst verfüge, das in der Verbundenheit zur Heimat
verwurzelt sei. “Das ist mir an Ihrem Beispiel deutlich geworden -
und darin können Sie der ganzen nachwachsenden Generation als
Vorbild dienen”, betonte der Jungpolitiker. “Kein anderer Politiker
hat so viele Anfeindungen ertragen müssen wie Sie”, fuhr er fort, “
und dennoch sind Sie stets standhaft geblieben - denn ohne Ihre
Standhaftigkeit und Ihre Treue zu Ihren Überzeugungen wäre die
Einheit Deutschlands, Europas und der Friede in der Welt wohl so
nicht erreicht worden”.
Begleitet von
lang anhaltenden, stehenden Ovationen konnte Helmut Kohl dann die
von ihrem Schöpfer, Prof. Gernot Rumpf, geschaffene und zuletzt
noch einmal überarbeitete Plastik des Pfälzer Löwen entgegennehmen.
Dabei verwies Bezirkstagsvorsitzender Theo Wieder darauf, dass es
nach den Regularien dieser Ehrung nur höchstens 15 lebende Träger
der Auszeichnung geben dürfe. Bislang sei der Löwe an sieben
pfälzische Persönlichkeiten verliehen worden - erster Träger war im
Jahr 1984 Hans Keller, langjähriger Regierungspräsident der Pfalz -
zu den Preisträgern gehörte aber auch das deutsche Fußballidol
Fritz Walter.
Als
‘Grenzländer’ hätten die Pfälzer immer wieder um ihre Heimat
fürchten müssen, stellte Helmut Kohl in seinen Dankesworten fest.
Dieses Wissen habe ihn angetrieben, sein ganzes politisches Leben
lang für die Einheit Europas einzutreten, weil nur die Einheit
Europas den Frieden dauerhaft sichern könne Mit Blick auf die
gegenwärtige Krise Europas zeigte sich Kohl optimistisch, dass es
gelingen werde, diese Schwierigkeiten zu überwinden. “Wir müssen
die Chancen, die in einem gemeinsamen Europa liegen, erkennen und
nutzen”, rief Kohl seinen Nachfolgern in der Europapolitik zu. Dass
dafür alle an “einem Strang ziehen” müßten, dazu forderte Kohl alle
auf, für deren Kommen er sich bedankte, aber auch die, die er an
diesem Tag nicht begrüßen konnte. “Denn nur gemeinsam können wir
für Europa und damit auch für Deutschland einen guten Weg
finden”.
Diese Überzeugung hätte man beinahe auch Ludwig van
Beethoven unterstellen können, hätte er gewusst, dass seine “Ode an
die Freude” einst einmal zur gemeinsamen Hymne aller Europäer
werden sollte. In der Fassung für Streichquartett - vom
Kaiserslauterner Miyabi-Quartett meisterlich dargeboten - hatte der
Komponist nämlich schon hellsichtig, wenn auch sicher ungewollt,
die Entwicklung der Gemeinschaft widergespiegelt: Die großen
Harmonie - das Uni-Sono - am Anfang, gefolgt von den Disharmonien
und Kakophonien des politischen Alltags - so, wie wir sie gerade
auch derzeit erleben. Und am Schluss? Am Schluss der Ode steht
wieder pure musikalische Harmonie - eine Vorahnung vielleicht auf
eine europäische Einigkeit , wie sie sich sicher nicht nur der neue
Pfälzer-Löwen-Träger Helmut Kohl für die Zukunft erhofft. Foto:
Kienipress
30.10.2011
Altbundeskanzler Helmut Kohl mit dem “Pfälzer Löwen” ausgezeichnet - Bilderalbum
Bundeswehrstrukturreform
Schweitzer: Kommunen nicht allein lassen
„Es ist äußerst bedauerlich, dass auch in Rheinland-Pfalz im
Zuge der Bundeswehrstrukturreform fünf Standorte geschlossen und
8100 Dienstposten abgebaut werden“, erklärt der
rheinland-pfälzische SPD-Generalsekretär Alexander
Schweitzer zum Bundeswehrkonzept des
Bundesverteidigungsministers. „Vor allem Ministerpräsident Kurt
Beck und der Landesregierung ist es jedoch zu verdanken, dass noch
schmerzhaftere Einschnitte verhindert werden konnten.
Rheinland-Pfalz bleibt ein starker Bundeswehr-Standort. Dieses Ziel
hat Kurt Beck in seinen intensiven Gesprächen mit
Bundesverteidigungsminister de Maizière immer vor Augen
gehabt.“
Mit der heute vorgestellten Entscheidung könne der
Verteidigungsminister die Akte aber nicht schließen. Nun müsse über
entsprechende Konzepte zur Nutzung der Einrichtungen und Flächen
nachgedacht werden: „Kurt Beck wird sich auf Bundesebene für ein
Konversionsprogramm einsetzen, das die Umwandlung der militärischen
Flächen in zivile Nutzung unterstützt“, erklärt Schweitzer.
Kommunen wie Birkenfeld, Kusel oder Speyer, die über viele Jahre
hinweg durch starke Bundeswehr-Präsenz geprägt waren, könnten nun
nicht einfach mit den Folgen der Standortschließungen allein
gelassen werden.
„Ich gehe daher davon aus, dass sich insbesondere die
rheinland-pfälzischen Abgeordneten von CDU und FDP in den
Beratungen ihrer Koalition auf Bundesebene der Forderung Kurt Becks
anschließen und Perspektiven für unsere betroffenen Regionen
einfordern“, so der Generalsekretär. „Ich fordere darüber hinaus
auch die kommunalen Verantwortungsträger in den betroffenen
Regionen auf, parteiübergreifend die Standortschließungen und
Personalreduzierungen in ihren Räten zu behandeln und in
Resolutionen an die Bundesregierung die Notwendigkeit eines
Konversionsprogrammes zu unterstreichen. Dabei können wir in
Rheinland-Pfalz auf beste Erfahrungen mit unseren
Konversionsbemühungen bei der Umwandlung militärisch genutzter
Liegenschaften in zivile Nutzung nach Abzug der alliierten
Streitkräfte verweisen“, betont Schweitzer.
Das Thema Bundeswehrstrukturreform wird die Bundes-SPD auch auf
ihrem kommenden Parteitag im Dezember behandeln. „Kurt Beck hat mit
den Verteidigungsexperten der Partei einen entsprechenden Antrag
erarbeitet, der maßgeblich zur Positionierung der SPD in Sachen
Zukunft der Bundeswehr beitragen wird“, kündigt der Generalsekretär
an.
SPD-Landtagsfraktion, Pressestelle, Mainz www.spdfraktion-rlp.de
26.10.2011
Schweitzer: Betreuungsgeld schafft falsche Anreize
Zu den Plänen von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder,
ein Betreuungsgeld für Eltern, die ihr Kind im zweiten Lebensjahr
Zuhause betreuen, ab 2013 auszuzahlen, erklärt der
rheinland-pfälzische Generalsekretär Alexander Schweitzer:
"Schröders Betreuungsgeld ist nichts anderes als eine teure
Fernhalteprämie. Die dafür veranschlagten zwei Milliarden Euro
müssen in den Ausbau guter Kitas fließen, um den ab 2013 geltenden
Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz realisieren zu können".
Stattdessen schicke Schröder mit ihrer Prämie, die auch für Eltern
gilt, die halbtags arbeiten, gerade Frauen sehenden Auges in die
die Teilzeitfalle. "Man sollte meinen, junge Frauen - auch in der
CDU - wie Kristina Schröder aber auch Julia Klöckner in
Rheinland-Pfalz, würden sich dafür einsetzen, dass gerade für
Frauen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie Wirklichkeit wird",
so Schweitzer. Die Rückkehr von Frauen aus einer
Teilzeitbeschäftigung in eine Vollzeitbeschäftigung gestalte sich
oft besonders schwierig. Oft blieben Frauen, die das nicht wollten,
in Teilzeitbeschäftigungen "hängen". Diese unbefriedigende
Situation würde vom geplanten Betreuungsgeld der Ministerin
gefördert.
"Überall ist zu hören, dass die Kinderarmut in Deutschland
stetig steigt. Um dieses Problem endlich zu lösen, müssen gleiche
Bildungschancen für alle Kinder von Anfang an und unabhängig von
der sozialen Herkunft geschaffen werden. Gerade die Kinder, die von
einer frühen Förderung profitieren würden, hält Schröder mit ihrer
Prämie Zuhause. Geldmittel sind der falsche Weg. Um für mehr
Gerechtigkeit und Solidarität in unserer Gesellschaft zu sorgen,
müssen Bildung und Betreuung ausgebaut werden und gebührenfrei
sein", fordert der Generalsekretär. SPD-Landtagsfraktion
Pressestelle, Mainz www.spdfraktion-rlp.de
14.10.2011
Internetnutzer stärker für Sicherheitsfragen sensibilisieren
Als Konsequenz aus dem massiven Datenleck bei der
Hetzner online AG spricht sich die Vorsitzende der
CDU-Landtagsfraktion, Julia Klöckner, für eine bessere
Sensibilisierung von Internetnutzern in Sicherheitsfragen
aus.
Nach Medienberichten ist es bei der Hetzner online AG zu einem
Sicherheitsproblem gekommen, das den Zugriff auf hoch sensible
Kundendaten, nicht zuletzt zum Zahlungsverkehr – also Bankdaten,
und auf Daten des Unternehmens selbst ermöglicht hat. Die
Reichweite und Brisanz dieses Sicherheitslecks werde in der
Öffentlichkeit bislang unterschätzt. Denn betroffen seien dabei
offenbar nicht nur die Daten von direkten Hetzner-Kunden, sondern
in der Folge auch Daten von Kunden dieser Geschäftskunden. Bei der
Hetzner online AG handelt es sich um einen der größten deutschen
Anbieter für Web-Hosting sowohl für Großkunden als auch für
Privatleute.
„Dieser Fall zeigt, dass selbst bei hoch spezialisierten
Web-Dienstleistern gefährliche Sicherheitslücken auftreten können,
deren Folgen kaum abzuschätzen sind. Deswegen gilt: Vertrauen in
die Kompetenz des jeweiligen Anbieters ist gut, Eigenvorsorge und
Kontrolle sind besser. Wir brauchen deshalb eine Kampagne, die den
Einzelnen dafür sensibilisiert, was er selber tun kann, um sich vor
den Folgen solcher Datenskandale zu schützen. Die regelmäßige
Änderung von Passwörtern kann hier beispielsweise einen wichtigen
Beitrag leisten. Anbieter, Verbraucherschützer und Staat müssen
zusammenwirken und informieren. Nicht zuletzt von den
Web-Dienstleistern muss erwartet werden, dass sie ihre Kunden
regelmäßig von sich aus auf mögliche persönliche
Sicherheitsvorkehrungen hinweisen.“
Sie werde sich diesbezüglich auch mit dem Bundesministerium für
Verbraucherschutz in Verbindung setzen, so Klöckner, und die
Erstellung einer Informationsbroschüre zum Datenschutz und zum
Umgang mit Passwörtern im Internet anregen.
Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion
Rheinland-Pfalz, Mainz www.cdufraktionrlp.de
13.10.2011
Hering: Kein Eigenleben von Sicherheits-Behörden
Die SPD-Landtagfraktion begrüßt, dass das Thema "Staatstrojaner"
bei der kommenden Sitzung des Innenausschusses behandelt wird. Das
erklärte heute der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Hendrik
Hering. "Sollten die Erkenntnisse des Chaos Computer Clubs
zutreffen, sind sie beängstigend und empören zu Recht die Menschen
in Deutschland. Es besteht der Verdacht, dass bei einer womöglich
bundesweit vorhandenen Überwachungssoftware, die bei der
Quellen-Telekommunikationsüberwachung eingesetzt wurde,
verfassungsrechtliche Vorgaben nicht eingehalten wurden. Auch die
Menschen in Rheinland-Pfalz sind verunsichert."
Das rheinland-pfälzische Innenministerium hat bereits dargelegt,
dass bislang in einem einzigen strafrechtlichen
Ermittlungsverfahren aufgrund eines richterlichen Beschlusses eine
Maßnahme einer sogenannten Quellen-TKÜ durch eine andere Behörde in
Amtshilfe in Rheinland-Pfalz durchgeführt wurde, jedoch ohne eine
Ausleitung von Daten. "Dennoch müssen die Öffentlichkeit und das
Parlament umfassend informiert und aufgeklärt werden. Es ist
eigentlich eine Selbstverständlichkeit, dass verfassungsrechtliche
Grenzen eingehalten und strikt kontrolliert werden. Die nun in
Deutschland bekannt gewordenen möglichen Überschreitungen sind zu
untersuchen und umgehend zu unterbinden. Ein Eigenleben von
Sicherheits-Behörden darf nicht geduldet werden", so Hering. Der
Fraktionsvorsitzende hob hervor, dass bei der Erarbeitung des
novellierten Polizei- und Ordnungsbehördengesetzes die
Zusammenarbeit mit dem Landesbeauftragten für den Datenschutz
vorbildlich und einvernehmlich gewesen sei. "An dieses gute
Einvernehmen kann man nun bei diesem Themenkomplex anknüpfen", so
Hering. SPD-Landtagsfraktion, Pressestelle, Mainz
www.spdfraktion-rlp.de
11.10.2011
Jürgen Creutzmann MdEP aus Brüssel
Debatte "Hat der Euro eine Zukunft" in
Speyer
Am 29. September war ich in meiner Geburtsstadt Speyer Referent der
Veranstaltung "Hat der Euro eine Zuikunft". Ich nutzte die
Gelegenheit, um die am vorigen Tag im Rahmen des Gesetzespakets zur
Wirtschaftssteuerung im Straßburger Plenum abgestimmten Reformen zu
erläutern.
Erstens konnte ein verbesserter wirtschaftspolitischer Dialog im
Rahmen des europäischen Semesters durchgesetzt werden: Zu Beginn
jedes Haushaltsjahres muss überprüft werden, ob die
Haushaltspolitik der Mitgliedstaaten nachhaltig und im Einklang mit
den Konvergenz- und Stabilitätskriterien ist und ob die nationalen
Reformprogramme umgesetzt werden. Das Europäische Parlament konnte
durchsetzen, dass diese Koordinierung in die Gesetzgebung
aufgenommen wird und damit die nationalen Parlamente und das
Europäische Parlament mehr mit einbezogen werden.
Des Weiteren konnten wir Liberalen im Europaparlament eine
deutliche Stärkung des Stabilitäts- und Wachstumspaktes (SWP)
durchsetzen. Diese Stärkung besteht insbesondere in der
quasi-automatischen Verhängung von Sanktionen für die präventive
und die korrektive Komponente des Stabilitäts- und Wachstumspakts,
und für die makroökonomische Aufsicht. Das bedeutet konkret, dass
die Sanktionen automatisch greifen, es sei denn, dass die
Euro-Länder mehrheitlich dagegen stimmen. Außerdem können die
Sanktionen im SWP künftig auch dann verhängt werden, wenn ein
Mitgliedsstaat die Schuldengrenze zwar noch nicht überschritten
hat, aber nichts tut, um eine künftige Verschuldung aufzuhalten.
Die Verhängung von Sanktionen in der makroökonomischen Aufsicht
funktioniert dagegen eher schrittweise und auf die individuellen
Bedingungen eines Mitgliedstaates bezogen.
Ein weiteres wichtiges Element des beschlossenen Gesetzespakets ist
die Überwachung volkswirtschaftlicher Ungleichgewichte in der
Union. Hierbei soll ganz im Sinne der Strategie Europa 2020 die
Wettbewerbsfähigkeit jedes einzelnen Mitgliedstaates verbessert
werden, damit die EU zur wettbewerbsfähigsten Region der Welt
wird.
All dies sind bereits wichtige Erfolge, die dazu beitragen werden,
die Mitgliedstaaten zu Haushaltsdisziplin zu verpflichten und damit
die Stabilität des Euros zu garantieren. Allerdings bedarf es nach
Ansicht der Liberalen noch unter anderem noch weiterer
Reformen:
Alle Euro-Staaten sollten in ihre Verfassungen Schuldenbremsen nach
deutschem Vorbild aufnehmen! Bereits auf der Ebene des
innerstaatlichen Rechts der Mitgliedsstaaten müssen ihre
politischen Institutionen auf einen Rahmen seriösen Haushaltens
verpflichtet werden, um zukünftige Schuldenprobleme zu vermeiden,
die dann die gesamte Eurozone gefährden.
Außerdem fordern wir die Verbesserung der europäischen
Finanzaufsicht. Es muss eine einheitliche europäische
Finanzaufsichtsbehörde eingerichtet werden, die als einzige
zuständig ist für die Aufsicht über große, grenzüberschreitend
tätige Finanzinstitute.
Weiter setzen uns für die Entwicklung eines europäischen Rahmens
für die Abwicklung grenzüberschreitend tätiger Finanzinstitute ein,
da die Probleme eines Finanzinstitutes schnell auf den gesamten
Bankensektor übergreifen können.
Schließlich muss die Euro-Gruppe unverzüglich auch einen
Mechanismus für die Insolvenz von Euro-Staaten einführen. Dieser
Mechanismus muss klare Voraussetzungen vorsehen, ab wann er greift.
Zudem muss er transparente Rechtsfolgen möglichst ohne politische
Ermessensspielräume beinhalten. Auf der Rechtsfolgenseite muss
insbesondere ein Schuldenschnitt stehen. Das beugt einer lockeren
Kreditvergabe an unsolide haushaltende Staaten am Kapitalmarkt vor
und führt dazu, dass der Zins, den diese Staaten im Vorfeld für
ihre Schulden bezahlen müssen, Auskunft über die Bonität des
Schuldners gibt.
11.10.2011
Delegation der CDU-Landtagsfraktion am Hockenheim Ring
Julia Klöckner: Von Hockenheim lernen, heißt Erfolg
lernen
Als Erfolgsrezept für die gute Entwicklung des Hockenheimrings
hat die Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Julia Klöckner, „die
gelungene Mischung aus Bodenständigkeit und Weltläufigkeit“ der
handelnden Personen mit ihrer festen Verwurzelung in der Region
bezeichnet. In intensiven Verhandlungen mit Bernie Ecclestone wurde
durch die Stadtspitze und die Geschäftsführung der Hockenheim Ring
GmbH der Verbleib der Formel 1 am Hockenheim Ring bis zum Jahr 2018
zu Konditionen gesichert, die das Risiko für die Stadt als
Eigentümer auf ein Minimum reduzieren. Der Hockenheim Ring
finanziert sich im Gegensatz zum Nürburgring ohne Mittel aus dem
Landeshaushalt. Eine Delegation der CDU-Landtagsfraktion war unter
der Führung ihrer Vorsitzenden, Julia Klöckner, am Hockenheim Ring
zu Gast, um sich in Gesprächen mit Oberbürgermeister Dieter Gummer,
dem Geschäftsführer der Hockenheim Ring GmbH, Georg Seiler, dem
Vorsitzenden des CDU-Stadtverbands, Markus Fuchs, dem
CDU-Fraktionsvorsitzenden, Fritz Rösch, sowie dem
CDU-Bundestagsabgeordneten, Olav Gutting, über das Geschäftsmodell
am Hockenheim Ring zu informieren.
„Was wir gesehen und gehört haben, ist beeindruckend. Im
Vergleich Hockenheim Ring und Nürburgring stehen sich fast zwei
Welten gegenüber. Dort liegt die gesamte Verantwortung, nicht
zuletzt in finanzieller Hinsicht, bei der Stadt Hockenheim, die
über ein Haushaltsvolumen von gerade einmal rd. 60 Mio. Euro
verfügt. Hier in Rheinland-Pfalz steht ein ganzer Landeshaushalt
hinter der Rennstrecke. Allein das erfolglose Projekt „Nürburgring
2009“, das die Defizite aus der Formel 1 einspielen sollte, hat rd.
350 Mio. Euro verschlungen und ist defizitär. Am Hockenheim Ring
bleibt bei der Formel 1 unter dem Strich inzwischen ein Plus von
rd. 200.000 Euro, am Nürburgring legt das Land drauf. Dort wird
seriös gewirtschaftet, hier wird man das Gefühl nicht los, dass ein
gewisser Größenwahn bei den Planungen die Hand führt.
Plastischer kann man die Unterschiede kaum deutlich machen.“
Der Hockenheim Ring, so Klöckner, sei ein Musterbeispiel für
klare und durchsichtige Geschäftsstrukturen. Es gebe dort im
Gegensatz zum Nürburgring kein Gefüge in sich verschachtelter
Gesellschaften, die sich gegenseitig beauftragen und auch keine
In-Sich-Geschäfte, an denen immer die gleichen Akteure beteiligt
sind. „Wer am Hockenheim Ring bestellt, der muss das auch bezahlen.
Das wirkt sich unmittelbar, und zwar positiv, auf die
Geschäftspolitik und das Geschäftsergebnis aus“, so die
Fraktionsvorsitzende. So transparent wie die Geschäftsstrukturen
sei im Übrigen auch die Informationspolitik gegenüber allen
politischen Akteuren und der Öffentlichkeit.
„Die Verantwortlichen am Hockenheim Ring sind vor allem nicht
der Versuchung erlegen, den Versprechungen zweifelhafter
potentieller Investoren zu erliegen. Die haben auch dort Schlange
gestanden, sind allerdings im Gegensatz zum Nürburgring durch
das Prüfungsraster gefallen. Sicherlich sind der Hockenheim Ring
und der Nürburgring nicht in allen Belangen miteinander
vergleichbar. Dennoch lohnt der Blick über die Landesgrenze hinweg.
Von Hockenheim lernen, heißt Erfolg
lernen.“ Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion
Rheinland-Pfalz, Mainz www.cdufraktionrlp.de
07.10.2011
Pressemitteiliung des MIT Bezirksvorstandes Rheinhessen-Pfalz
Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der CDU
Rheinhessen-Pfalz lehnt Vorstoß der Christlich Demokratischen
Arbeitnehmerschaft (CDA) zu einem flächendeckenden Mindestlohn
ab.
Einstimmig spricht sich der Bezirksvorstand der Mittelstands-
und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der CDU Rheinhessen-Pfalz in
Gegenwart des 1. stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der
rheinland-pfälzischen CDU-Landtagsfraktion, Christian Baldauf MdL,
gegen einen allgemeinen flächendeckenden Mindestlohn aus.
Damit lehnt der Vorstand die Forderung der Christlich
Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDU-Sozialauschüsse) -CDA- ab,
einen flächendeckenden Mindestlohn zu beschließen.
Die MIT Rheinhessen-Pfalz steht weiterhin dafür, dass die
Wahrung der allgemeinen Tarifautonomie oberste Priorität hat. Eine
gerechte Lohnfindung nach Produktivitätsund Sozialgesichtspunkten
ist eine Grundaufgabe der Tarifparteien und darf nicht im
allgemeinen Handlungsbereich der Politik beheimatet werden. Die
Politik hat dabei lediglich als Gestalter von Rahmenbedingungen
zusammen mit der Wirtschaft Lösungsansätze zu erarbeiten, die weder
Arbeitslosigkeit fördern noch die Wettbewerbsfähigkeit jedes
einzelnen Standorts - insbesondere des Standorts Deutschland -
gefährden.
Daher spricht sich der Bezirksvorstand der MIT gegen die
Einführung flächendeckender Mindestlöhne aus, da diese die
Wettbewerbsfähigkeit des Einzelnen und insbesondere die
Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer Betriebe gefährden.
Stattdessen spricht sich die MIT für eine faire und gerechte
Branchen- und Regionen spezifische Mindesteinkommensabsicherung
aus, die sowohl soziale als auch Produktivitätsgesichtspunkte mit
einbezieht. Die beste Sozialpolitik ist die, die Arbeitsplätze
schafft und diese auch sichert.
Verwundert und mit Unverständnis reagierte der
MIT-Bezirksvorstand besonders darauf, dass die oben beschriebenen
Grundsätze einvernehmlich zwischen CDA und MIT durch den
Arbeitskreis Wirtschaft der CDU im Bezirk Rheinhessen-Pfalz als
einheitliche Grundposition beschlossen waren.
Eine Aufkündigung dieser gemeinsamen Beschlüsse wurde von Seiten
der CDA dem Bezirksvorstand der Mittelstandsvereinigung der CDU
weder angekündigt noch mitgeteilt. V.i.S.d.P. Dr. med. Fred
Holger Ludwig Bezirksvorsitzender der MIT
Rheinhessen-Pfalz
04.10.2011
Realsteueratlas 2011 erschienen: Kommunen drehen kräftig an der Steuerschraube
Ludwigshafen. In
Rheinland-Pfalz haben im laufenden Jahr 15 von 34 größeren Kommunen
die Realsteuern erhöht. Im Bezirk der Industrie- und Handelskammer
(IHK) für die Pfalz haben 2011 bereits 80% aller 500 Kommunen die
Realsteuerhebesätze angehoben. Die IHK Pfalz betrachtet diese
Entwicklung mit Sorge: Selbst bei deutlich steigenden
Steuereinnahmen durch eine gute Konjunktur brauchen die Kommunen
zusätzliche Einnahmen, um ihre Aufgaben bewältigen zu können – und
das bei immer noch meist defizitären Haushalten. Hier sei ein
Umdenken dringend nötig, so die IHK.
Im nun veröffentlichten Realsteueratlas 2011
Rheinland-Pfalz/Saarland werden die örtlichen Hebesätze der
Gewerbesteuer und der Grundsteuer B für 34 ausgewählte Städte mit
mehr als 20.000 Einwohnern beziehungsweise mit einer besonderen
örtlichen Bedeutung aufgeführt.
In einem zweiten Teil werden für den Bezirk der IHK Pfalz die Werte
von Grundsteuer A (land- und forstwirtschaftliche Betriebe),
Grundsteuer B (sonstiges Grundvermögen) und der Gewerbesteuer für
alle 500 Städte und Gemeinden aufgelistet und den Vorjahreswerten
gegenübergestellt.
Während für ganz Rheinland-Pfalz im letzten Jahr nur acht
Hebesatzerhöhungen zu registrieren waren, haben 2011 von den 34
untersuchten Städten drei gleichzeitig die Gewerbe- und die
Grundsteuer B erhöht. Neun Kommunen haben ausschließlich die
Grundsteuer B erhöht, während drei Städte sich auf eine Anhebung
der Gewerbesteuer beschränkt haben. Eine Reduzierung der
steuerlichen Last gab es nur in zwei Gemeinden. Auf die Unternehmen
kommt damit eine erhebliche finanzielle Mehrbelastung zu.
Kräftig an der Steuerschraube gedreht haben auch die Städte und
Gemeinden im Bezirk der IHK Pfalz: Bei der Gewerbesteuer haben 48
Gemeinden den Hebesatz erhöht – 2010 waren es nur sechs. In diesem
Jahr haben nur fünf Gemeinden den Gewerbesteuerhebesatz gesenkt,
und zwar um einen bis acht Prozentpunkte. Die Hebesatzerhöhungen
fielen größtenteils deutlich stärker aus: 14 Gemeinden haben den
Gewerbesteuerhebesatz um weniger als 10 Prozentpunkte angehoben, 34
Gemeinden dagegen um 10 bis 33 Prozentpunkte.
Insgesamt liegen die Gewerbesteuerhebesätze in der Pfalz nach wie
vor zwischen 330 % und 410 %. Der am häufigsten angewendete
Hebesatz liegt 2011 wie schon 2010 bei 352% und wird inzwischen von
235 Gemeinden erhoben (Vorjahr: 229 Gemeinden).
In der Rheinpfalz tendieren mehr Gemeinden als in der Westpfalz zu
hohen Hebesätzen: Hebesätze über 370% erheben in der Rheinpfalz 20
Gemeinden, das sind knapp 11%. In der Westpfalz sind es acht
Gemeinden oder knapp 3%.
Bei der Grundsteuer B haben 388 Gemeinden ihre Hebesätze, zum
größten Teil deutlich, angehoben, während nur die Gemeinde Göllheim
den Hebesatz von 340% auf 320% gesenkt hat. Die meisten Erhöhungen
betrugen 18 bis 21 Prozentpunkte.
Hierdurch kommt es zu einer deutlichen Steigerung der Belastungen
für Unternehmen und auch private Immobilienbesitzer, und zwar im
Bereich der Substanzbesteuerung, die unabhängig vom Ertrag
ist.
Der gesamte Realsteueratlas ist im Internet unter
www.pfalz.ihk24.de,
Dokument-Nr. 38902 zu finden.
29.09.2011
Alexander Licht: Fragen zu Kühl & Co. noch nicht geklärt
Nach Auffassung des stellvertretenden Vorsitzenden der
CDU-Landtagsfraktion, Alexander Licht, wirft der heutige Bericht
DES SPIEGEL neue Fragen mit Blick auf die umfassende
Gesamtverantwortung des rot-grünen Kabinetts für Fehlentwicklungen
am Nürburgring auf. Laut SPIEGEL denken die Betreiber darüber nach,
den Freizeitpark über Winter zu schließen. Die Begründung: Er lasse
sich nicht das ganze Jahr wirtschaftlich betreiben.
„Öffentlich verteidigte Ministerpräsident Beck Anfang 2010 noch
in einer Fernsehsendung das Konzept des Rings. Er versprach, das
Projekt werde sich rentieren, da sei er zuversichtlich. Doch schon
damals wurde die Anlage unternehmensintern als ‚Fehlplanung‘
gewertet – verhältnismäßig überdimensioniert. Ministerpräsident
Beck hat es zum zweiten Mal versäumt, die Reißleine zu ziehen, das
Projekt auf wirtschaftlich tragfähige Füße zu stellen. Selbst
Infrastrukturminister Lewentz schreitet nicht ein und lässt den
Wagen weiterhin auf eine Mauer zusteuern.“
Die neuen Entwicklungen werfen auch neue Fragen zur
Verantwortung des heutigen rheinland-pfälzischen Finanzministers
Dr. Kühl auf, so Licht. Er war in der Planungsphase Mitglied im
Aufsichtsrat der Nürburgring GmbH. „Damit trägt Finanzminister Kühl
Verantwortung für diese Fehlplanung. Um sie zu finanzieren, will er
nun im Land bei der Bildung und im Straßenbau sparen. Das kann
nicht der richtige Weg sein.“
Auch der nun für den Nürburgring zuständige
Infrastrukturminister Lewentz ziehe nicht die Reißleine. Kritische
Fragen zu Vergaberecht und EU-Konformität habe er in der letzten
Innenausschusssitzung mit der Bemerkung vom Tisch gewischt, dass
das Land glaube, die Angelegenheiten EU-konform geregelt zu haben.
Und Wirtschaftsministerin Lemke – zuständig für das Vergaberecht –
melde sich erst gar nicht zu Wort.
„Die aktuellen Überlegungen der Betreiber zeigen, dass
Rennstrecke und Rummel getrennt werden müssen“, so Licht. Deshalb
wiederhole die CDU-Fraktion diese Forderung
erneut. Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion
Rheinland-Pfalz
26.09.2011
"Ernüchternde Bilanz", so Alexander Schweitzer
Zur heute von der CDU-Landeschefin gezogenen Bilanz
ihrer bisherigen Amtszeit erklärt der rheinland-pfälzische
SPD-Generalsekretär Alexander Schweitzer:
„Landtagswahl verloren. OB-Wahlen in Bad Kreuznach, Worms,
Ingelheim und Zweibrücken verloren. Partei noch immer überschuldet.
Frau Klöckners Bilanz nach einem Jahr als CDU-Landesvorsitzende ist
- gelinde gesagt - ernüchternd. Umso tiefer muss der Schluck aus
der Phrasenpulle ausfallen. Kein schicker Begriff darf da fehlen:
‚Bürgerbewegung‘, ‚Mikrokampagnen‘, ‚Politik von unten nach
oben‘.
Europa, Deutschland und Rheinland-Pfalz sind in der Finanz- und
Wirtschaftskrise, bei der Haushaltskonsolidierung und beim Umsetzen
der Energiewende gefordert. Zu keiner dieser Herausforderungen ist
ein Vorschlag Frau Klöckners auf dem Markt. In Zeiten maximaler
Herausforderungen liefert sie nur ‚Mikropolitik‘.
Was Frau Klöckner unter Politik von unten nach oben versteht,
zeigt die aktuelle Mindestlohn-Debatte: Ganze CDU-Kreisverbände
sprechen sich für einen Mindestlohn aus. Auch Abgeordnete ihrer
Fraktion machen sich dafür stark, werden aber von ihrer
Vorsitzenden gezwungen im Plenum namentlich gegen ihre Überzeugung
zu stimmen. Da sind sie wieder, die alten CDU-Methoden.
‚Sie hat in der Sachpolitik noch erhebliche Defizite‘, so ein
Christdemokrat am 30. August gegenüber dem Trierischen Volksfreund.
Kein Wunder, dass sich Frau Klöckner zum Einjährigen selbst
gratulieren musste.
Mikro sind die Arbeitsergebnisse. Maximal fällt nur das Eigenlob
aus.“ SPD-Landtagsfraktion Pressestelle, Mainz www.spdfraktion-rlp.de
21.09.2011
Besetzung der Stelle des Landgerichtspräsidenten in Landau
Axel Wilke: Wieder einmal stimmt eine
Personalentscheidung des Justizministers nachdenklich
Zur heute bekannt gewordenen Berufung der bisherigen
Vorsitzenden des Strafsenats am Oberlandesgericht Zweibrücken zur
Präsidentin des Landgerichts Landau erklärt der rechtspolitische
Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Axel Wilke:
„Zeitpunkt und Inhalt dieser aktuellen Personalentscheidung von
Justizminister Hartloff stimmen nachdenklich. Die neue
Gerichtspräsidentin war u.a. auch Personalreferentin von Hartloffs
Amtsvorgänger Bamberger. Hier kommen erstaunlich viele Zufälle
zusammen. Es ist schon merkwürdig, dass die Neubesetzung der Stelle
des Landgerichtspräsidenten in Landau ausgerechnet während des dort
laufenden Prozesses gegen den CDU-Landtagsabgeordneten Michael
Billen durch den Justizminister verkündet wird. Dies umso mehr,
zumal die neue Gerichtspräsidentin jene Vorsitzende des Strafsenats
am Oberlandesgericht Zweibrücken ist, die das Landgericht Landau
erst kürzlich gegen dessen Willen zur Führung dieses Prozesses
angewiesen und die Anklage sogar noch erweitert hat. Das
Landgericht Landau hatte die Eröffnung eines Verfahrens mit der
Begründung einer mangelnden Verurteilungswahrscheinlichkeit
abgelehnt. Es ist bedauerlich, dass nicht der Richterwahlausschuss
über die Besetzung dieser Stelle zu befinden hat, da es sich um ein
Versetzung handelt.“ Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion
Rheinland-Pfalz,Mainz www.cdufraktionrlp.de
21.09.2011
dbb rheinland-pfalz kritisiert Schönfärberei
Dienstrechtsänderungsgesetz im
Landtag
Landesvorsitzende Lilli Lenz: „Finanzminister verschweigt reale
Einkommenseinbußen“ Der dbb rheinland-pfalz lehnt den heute in den
Landtag eingebrachten Regierungsentwurf eines „Ersten
Dienstrechtsänderungsgesetzes zur Haushaltsfinanzierung“ in weiten
Teilen ab.
Die im Entwurf vorgesehenen, jährlichen Anpassungen der Bezüge
von Beamten und Versorgungsempfängern im Landes- und Kommunaldienst
in Höhe von einem Prozent blieben im kommenden Jahr und auch danach
voraussichtlich deutlich hinter der gleichzeitigen Teuerung und der
Entwicklung der Lohn- und Gehaltstarife zurück, so die
dbb-Landeschefin Lilli Lenz. Dabei sollten die Betroffenen nach dem
Willen der Landesregierung fünf inflationsbereinigte Minusrunden
bis zum Ende der Legislaturperiode auch noch selbst
gegenfinanzieren. Entsprechende Einschnitte seien in dem
Gesetzentwurf zahlreich vorhanden. Lilli Lenz: „Wir fragen uns, wo
da die grundgesetzlich geschuldete, gerechte Teilhabe drinstecken
soll, wenn Beamte und Versorgungsempfänger gleich doppelt
abgekoppelt werden, nämlich bei der Anpassungshöhe und bei der
Laufzeit. Das bedeutet reale Einkommenseinbußen und sonst
nichts.“
Zum von der Landesregierung immer wieder bemühten
Bundesländervergleich sagte Lilli Lenz, dass hier stets Äpfel mit
Birnen verglichen würden. Seit der Föderalismusneuordnung sei das
finanzielle Dienstrecht bundesweit zersplittert, weshalb eine nur
teilweise Gegenüberstellung der unterschiedlichen Rahmenbedingungen
wenig aussagekräftig sei.
Insgesamt sei es zwar gelungen, über die gewerkschaftliche
Beteiligung im Regierungsverfahren die eine oder andere Spitze aus
dem Gesetzentwurf „herauszuverhandeln“, bevor nun der Landtag in
die Gesetzgebung einsteige. Das ändere aber rein gar nichts daran,
dass der Entwurf bei den Beamten und Versorgungsempfängern nach wie
vor äußerst schlecht ankomme. Lilli Lenz: „Die rosigen Farben, in
denen die Landesregierung den Gesetzentwurf darstellt, sind
überhaupt nicht angebracht. Die enthaltenen Einschnitte sind massiv
und es ist fraglich, ob sie alle verfassungsgemäß sind. Deshalb
darf man nicht so tun, als sei alles in Butter.“
Der dbb rheinland-pfalz, so Lilli Lenz, wird das
parlamentarische Gesetzgebungsverfahren deshalb kritisch
begleiten.
14.09.2011
SPD-Fraktion/DGB/SPD: Gemeinsam für gesetzlichen Mindestlohn
Der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz,
Hendrik Hering, der Vorsitzende des DGB Rheinland-Pfalz, Dietmar
Muscheid, und der Generalsekretär der SPD Rheinland-Pfalz,
Alexander Schweitzer, rufen gemeinsam zu einer Einführung eines
flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland auf:
"Mindestlöhne wirken Existenz sichernd und verhindern
Altersarmut. Die Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen
Mindestlohns führt nicht wie oft behauptet zu kurz- oder
langfristigen Jobverlusten bei Niedriglohntätigkeiten. Die
Erfahrung beweist das Gegenteil: Fast immer verdienen Niedriglöhner
besser und Arbeitgeber halten sich an staatliche Vorschriften."
Hering, Muscheid und Schweitzer verweisen dabei auf entsprechende
Erfahrungen der europäischen Nachbarländer. In 20 von 27 EU-Staaten
gibt es bereits einen gesetzlichen Mindestlohn.
Hering kündigt an, dass die SPD-Fraktion durch "Praktikumstage"
bis Ende September im ganzen Land in den entsprechenden Branchen
zeigen wolle, dass ein gesetzlicher Mindestlohn notwendig und
durchaus praktikabel ist: "Wir besuchen Vorzeige-Unternehmen, die
für gute Arbeit auch guten Lohn bezahlen, die zeigen: Es geht! Wir
informieren uns, wie die Unternehmen den Mindestlohn in der Praxis
umsetzen, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und wie wir
einen Mindestlohn tatsächlich flächendeckend realisieren
können."
Die SPD-Fraktion reicht der CDU-Fraktion im Landtag
Rheinland-Pfalz in der kommenden Plenarsitzung die Hand: "Gemeinsam
kann es uns gelingen, dass sich gute Arbeit wieder lohnt und dass
Menschen von ihrer Arbeit auch leben können", fordert Hering die
CDU auf, bei der Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen
Mindestlohns mitzuwirken. "Niemand kann es ernsthaft gutheißen,
dass Menschen den ganzen Tag arbeiten und trotzdem am Rande des
Existenzminimums leben."
Dietmar Muscheid begrüßt die Aktion der Abgeordneten und betont
die Vorteile des Mindestlohnes für Wachstum und Beschäftigung:
"Würden endlich flächendeckend 8,50 Euro gezahlt, könnten
deutschlandweit fünf Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
profitieren, die derzeit mit weniger als 8,50 Euro pro Stunde von
der Hand in den Mund leben. Das von der SPD-geführten
Landesregierung eingeführte Landestariftreuegesetz setzt die
entsprechende Untergrenze für Vergaben der öffentlichen Hand schon
um. Darauf muss aufgebaut werden."
Auch die SPD in Rheinland-Pfalz unterstützt diese Forderung
aktiv. Generalsekretär Schweitzer wird gemeinsam mit der gesamten
Partei die Aktion der Landtagsfraktion unterstützen: "Die Aktion
der Abgeordneten der SPD-Fraktion im Landtag wird von der SPD
Rheinland-Pfalz mit einem zentralen Tag des Mindestlohns begleitet,
der landesweit im Oktober stattfinden wird."
SPD-Landtagsfraktion, Pressestelle, Mainz www.spdfraktion-rlp.de
14.09.2011
Hering: Klöckner verweigert sich konstruktiven Vorschlägen
Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Hendrik Hering, sieht
in der heutigen Presseverlautbarung der CDU-Fraktion über deren
Gespräch mit der Landesleitung des Deutschen Beamtenbundes den
erneuten Beleg für die Unfähigkeit ihrer Vorsitzenden, Julia
Klöckner, einen konstruktiveren politischen Kurs einzuschlagen, der
den Herausforderungen gerecht würde, vor denen Rheinland-Pfalz in
den kommenden Jahren steht.
"Frau Klöckner verharrt in der fruchtlosen Taktik, die die
CDU-Fraktion schon in der letzten Legislaturperiode immer verfolgt
hat. Sie verweigert sich jedem konstruktiven
Konsolidierungsvorschlag, bringt selbst keine vernünftigen
umsetzbaren Sparvorschläge ein und stellt stattdessen
ausgabenwirksame Forderungen, wo immer es politisch opportun
erscheint", so Hering.
Wer wie Frau Klöckner offenbar ignoriere, dass die
Konsolidierung des Landeshaushalts nicht unter Aussparung der
Personalkosten realisiert werden könne, sei im Grunde
politikunfähig. Die rot-grüne Koalition werde ihrer Verantwortung
gerecht, indem sie auch in diesem Bereich einen sozial ausgewogenen
Kurs der Konsolidierung betreibe. Dass die anstehenden Maßnahmen
bei den Betroffenen nicht auf großen Beifall stoßen, sei
verständlich.
"Aber dass die CDU auch unter Frau Klöckner nach wie vor nicht
das Mindestmaß an politischen Mut aufbringe, um auch nur an einer
Stelle konkrete Sparmaßnahmen auch gegen potentiellen Unmut zu
vertreten, wird sicher mit großer Aufmerksamkeit, bei manchen auch
mit Enttäuschung, registriert werden. Mit Wohlfühlpolitik à la
Klöckner sind die Herausforderungen der Zukunft nicht zu
bewältigen", so Hering.
SPD-Landtagsfraktion, Pressestelle, Mainz www.spdfraktion-rlp.de
14.09.2011
Dr. Adolf Weiland: Nicht reden, Frau Dreyer, sondern handeln!
Zu der heute in der Presseberichterstattung (Rheinpfalz
13.09.2011) wiedergegebenen Forderung von Gesundheitsministerin
Dreyer, der Kinder- und Jugendschutz müsse im neuen
Glücksspiel-Staatsvertrag „einen hohen Stellenwert einnehmen“
erklärt der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion,
Dr. Adolf Weiland:
„Es ist unstrittig, dass der von Frau Dreyer angesprochenen
Suchtprophylaxe und Suchtbekämpfung gerade im Hinblick auf Kinder
und Jugendliche große Bedeutung zukommt. Deshalb wäre es auch
wichtig, dass sie diese Thematik an den Chef der
rheinland-pfälzischen Staatskanzlei heranträgt, der die
Federführung beim Glücksspieländerungsstaatsvertrag inne hat.
Wohlfeile Presseverlautbarungen sind das eine, konkretes Handeln
ist das andere. Wir erwarten deshalb von der Landesregierung, dass
sie sich dieses Themas in ihren Kabinettsitzungen annimmt und dem
Landtag einen substantiellen Vorschlag zur Gewährleistung des
dringend notwendigen Jugendschutzes unterbreitet. Die
CDU-Landtagsfraktion wird dazu eine fraktionsinterne Anhörung
durchführen.“ Presseinformation der
CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz, Mainz
13.09.2011
Spitzengespräch CDU-Landtagsfraktion/dbb rheinland-pfalz
Julia Klöckner/Lilli Lenz: Öffentlicher Dienst braucht
qualifizierten Nachwuchs
In einem Spitzengespräch der Vorstände von CDU-Landtagsfraktion
und dbb rheinland-pfalz haben die CDU-Fraktionsvorsitzende Julia
Klöckner und die dbb-Landeschefin Lilli Lenz ihre Sorge um die
Nachwuchsgewinnung für den öffentlichen Dienst deutlich gemacht.
Hintergrund sind die rot-grünen Sparpläne zulasten des öffentlichen
Dienstes.
Ab 2012 bis 2016 sollen nicht die jeweiligen Ergebnisse der
Tarifverhandlungen für die Landesarbeitnehmer auf die Beamten,
Pensionäre und Hinterbliebenen übertragen werden. Vielmehr ist
geplant, die Anhebung der Bezüge pro Jahr automatisch auf 1 Prozent
zu begrenzen. Julia Klöckner sieht darin eine erhebliche
Verschlechterung der Rahmenbedingungen für den öffentlichen Dienst.
Die Konkurrenzfähigkeit des Landes im Wettbewerb um qualifiziertes
Personal gerate dadurch ins Hintertreffen. „Die Bezahlung ist und
bleibt ein sehr wichtiger Faktor für eine Karriereentscheidung. Es
darf nicht passieren, dass hiesiger Personalbedarf ungedeckt
bleibt, weil sich die sehr guten - vielleicht sogar noch vom Land
ausgebildeten - Nachwuchskräfte verstärkt für andere Bundesländer
oder den Bund entscheiden. Das wäre schlecht für die Qualität
öffentlicher Dienstleistungen und somit schlecht für die Menschen
in Rheinland-Pfalz.“
CDU-Landtagsfraktion und dbb rheinland-pfalz sehen sich einig
darin, dass die von der Landesregierung beabsichtigte gesetzliche
Festschreibung mit großer Wahrscheinlichkeit hinter der
Teuerungsrate und hinter den erwartbaren Tarifabschlüssen
zurückbleibt. Im Kern bedeute dies eine doppelte Abkoppelung der
Beamten und Versorgungsempfänger: Nicht nur die Anpassungen an sich
fielen voraussichtlich zu niedrig aus, sondern auch die
Langfristigkeit der Festlegung schlage ins Kontor. Dem
beamtenrechtlichen Anspruch auf gerechte Teilhabe an der
allgemeinen wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklung werde die
Landesregierung damit nicht gerecht. Die dbb-Landesvorsitzende
Lilli Lenz stellte fest, dass die Einschnittplanungen aus dem
Koalitionsvertrag bei den Betroffenen zu großer Verärgerung geführt
hätten. Erneut sollten die Beamten und Versorgungsempfänger für die
Landeshaushaltskonsolidierung herhalten, obwohl sie „ihren“
Sparbeitrag schon längst durch über vierzig Maßnahmen seit 1997
hätten erbringen müssen. Lilli Lenz: „Die Landesregierung sagt,
dass sie die Notwendigkeit zur Förderung der Nachwuchsgewinnung
erkannt hat. Wie sie dieser Erkenntnis mit all´ den beabsichtigten
Einschnitten gerecht werden will, ist dem dbb absolut
schleierhaft.
Der dbb rheinland-pfalz fordert die volle Übertragung der
Tarifergebnisse für die Arbeitnehmer des öffentlichen
Landesdienstes auf die Beamten und Versorgungsempfänger – jetzt und
in Zukunft.“ Der erste aus der rot-grünen Koalitionsvereinbarung
erwachsene dienstrechtliche Gesetzentwurf wird dieser Tage in den
Landtag eingebracht. Die Ge- sprächspartner vereinbarten
hinsichtlich des parlamentarischen Gesetzgebungsverfahrens einen
laufenden Austausch. dbb - beamtenbund und
tarifunion
landesbund rheinland-pfalz
13.09.2011
Inkassobereich stärker regeln: Mehr Schutz der Bürgerinnen und Bürger
Mainz- Zur Initiative der
Verbraucherschutzministerkonferenz (Tagung am 15. und 16.
September), den Bereich der Inkassoforderungen regeln zu wollen, um
die Rechte der Betroffenen zu stärken und Missbrauch einzudämmen,
meldet Nicole Müller-Orth, verbraucherschutzpolitische
Sprecherin BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag Rheinland-Pfalz:
„Wir brauchen für den Bereich der Inkassoforderungen präzisere
gesetzliche Grundlagen und eine effektive Aufsicht. Das liegt nicht
nur im Interesse der Forderungen von Betroffenen, sondern auch im
Interesse der Gläubiger und dem Großteil der zugelassenen
Inkassounternehmen, die seriös arbeiten und deren guter Ruf unter
den Aktivitäten der wenigen unseriösen Unternehmen leidet“, sagt
Müller-Orth.
Die verbraucherschutzpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion,
Anke Simon, ergänzt: „Immer wieder wird von zweifelhaften
Methoden und Forderungen unseriöser Inkassounternehmen berichtet.
Um die Bürgerinnen und Bürger besser zu schützen, müssen diese
unlauteren Praktiken eingedämmt und Rechtsklarheit geschaffen
werden.“
Derzeit ist über das Rechtsdienstleistungsgesetz nur die
Zulassung von Inkassounternehmen geregelt. Obwohl der Einzug von
Forderungen durch Dritte ein sensibler Bereich ist, fehlt es
weitgehend an einschlägigen Vorgaben, die das Verhalten der
Inkassounternehmen regeln. Auch gibt es keinen Sanktionenkatalog
für den Fall von Fehlverhalten. „Die SPD hat deshalb diese
Problematik auf die Tagesordnung des morgigen Rechtsausschusses
gesetzt“, so Simon.
Müller-Orth betont: „Grundlegende Fragen im Inkassobereich sind
nicht geregelt. So unterliegt es der Willkür der Unternehmen,
welche Inkassoforderungen sie auf den eigentlichen Schuldbetrag
schlagen. Auch müssen Inkassounternehmen nicht prüfen, ob die
Forderung, die sie eintreiben, überhaupt berechtigt ist. So
entsteht eine Grauzone, in der Verbraucherinnen und Verbraucher die
Übersicht verlieren und unter Druck und aus Angst und fehlendem
Wissen Opfer von betrügerischen Vorgängen wie Internet-Abzocke,
Gewinnspielen oder Telefonbetrug werden.“
Verantwortlich:
Barbara Schleicher-Rothmund, Parlamentarische
Geschäftsführerin der SPD-Landtagsfraktion
Nils Wiechmann, Parlamentarischer Geschäftsführer der
Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
12.09.2011
Ausstellungseröffnung 9/11 - und 57 andere Möglichkeiten durch den rheinlandpfälzischen Europaabgeordneten Jürgen Creutzmann
von links: Dr. Lydia Thorn Wickert - vernatwortlich für die Ausstellungskonzeption, Künstlerin Susanne Krell, Jürgen Creutzmann
Das Europäische Parlament in Brüssel ist seit
seiner Gründung ein Symbol für Völkerverständigung, Freiheit und
Kooperation in Europa. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die
Ausstellung „9/11 und 57 andere Möglichkeiten“ mit Werken der
international bekannten Künstlerin Susanne Krell am 5. September
unter der Schirmherrschaft des rheinland-pfälzischen
Europaabgeordneten Jürgen Creutzmann (FDP) in den Räumlichkeiten
des Parlaments eröffnet wurde.
Die Ausstellung besteht aus Frottagearbeiten und wird durch
Soundeffekte in Form von Flugzeuglärm abgerundet. Sie widmet sich
den Anschlägen des 11. September 2001 und erinnert die Besucher
daran, dass kein Ort auf dieser Welt vor Anschlägen gefeit
ist.

Bei
seiner Eröffnungsrede hob Jürgen Creutzmann seine persönliche
Verbundenheit mit der Stadt New York hervor und erklärte, die
Kunstwerke zeigten eindrucksvoll, welche Kraft die Kunst entfalten
könne, um ein würdiges Gedenken an den 11. September aufrecht zu
erhalten und der Opfer zu gedenken. Die Ausstellung setze ein
Zeichen für Menschlichkeit, Toleranz, Freiheit und Offenheit und
sei im Europäischen Parlament genau richtig aufgehoben.
An der Eröffnung nahmen neben der Künstlerin und dem Abgeordneten
Kurt Lechner (CDU) noch Mitarbeiter des Parlaments, in Brüssel
ansässige Unternehmen und Verbände sowie Besucher aus Deutschland
teil. Die Friedrich-Naumann-Stiftung, welche die Ausstellung
tatkräftig unterstützt, war durch Mitglieder ihres Vorstands
vertreten. Die Ausstellung ist im Europäischen Parlament eine Woche
zu sehen, eine der nächsten Stationen liegt in den USA.
Anette
Deiters
08.09.2011
Aufsichtsratsvorsitzender zurückgetreten
Alexander Licht: Rot-Grüner Streit gefährdet Zukunft des
Hahn
Nach dem überraschenden Rücktritt des Aufsichtsratsvorsitzenden
der Flughafengesellschaft Hahn, Dr. Jochen Langen, hat der
stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende, Alexander Licht MdL, von
Infrastrukturminister Lewentz sofortiges Handeln gefordert.
„Minister Lewentz ist aufgefordert, in dieser Situation endlich
Verantwortung zu übernehmen. Rot-Grün muss endlich das
Kompetenzgerangel und das Chaos beenden. Zudem ist der
Ministerpräsident selbst gefragt: Er muss dafür sorgen, dass
Investoren nicht weiter verschreckt werden. Der Hilferuf an die
Politik von Seiten der am Hahn engagierten Wirtschaft und der
Investoren wird immer lauter.“
Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung am Hahn wird die
CDU-Fraktion dies zum Thema im Landtag machen, kündigte Licht
an. Eine Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion
Rheinland-Pfalz Mainz www.cdufraktionrlp.de
05.09.2011
Julia Klöckner: Nicht ankündigen, sondern machen
Die Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Julia Klöckner, hat
Ministerpräsident Beck in Bezug auf den notwendigen Ausbau der B 10
aufgefordert, endlich von der Ankündigungs- zur Umsetzungsphase zu
kommen. Neue Bekenntnisse und Versprechungen im OB-Wahlkampf, wie
in der heutigen Ausgabe des Pfälzischen Merkurs
wiedergegeben, würden nicht weiterhelfen, so Klöckner. Es sei
jetzt an der Zeit, dieses lange überfällige Verkehrsprojekt in
einer strukturschwachen Region umzusetzen.
„Herr Beck ist seit siebzehn Jahren oder, wie er selbst in
seiner Bilanz verkündet hat, 6200 Tagen Ministerpräsident von
Rheinland-Pfalz. Er hatte also genug Zeit, sich für den
vierspurigen Ausbau der B 10 einzusetzen. Geschehen ist erkennbar
wenig. Jetzt, im OB-Wahlkampf, soll alles anders werden. Herr Beck
verspricht wieder einmal den Ausbau (Pfälzischer Merkur
01.09.2011). Gleichzeitig macht sein grüner Koalitionspartner
Opposition in der Region. Wir sind gespannt, ob sich die
Richtlinienkompetenz des Ministerpräsidenten oder die grüne
Verhinderungsstrategie durchsetzt.
Wo war Herr Beck eigentlich bei den Koalitionsverhandlungen als
die Grünen bei zentralen Verkehrsprojekten den Rotstift angesetzt
haben? Sein Bekenntnis zur Notwendigkeit einer vernünftigen
Verkehrsinfrastruktur zur Ansiedlung von Firmen (Pfälzischer Merkur
01.09.2011) klingt vor dem Hintergrund des rot-grünen
Koalitionsvertrages hohl. Ich erinnere nur daran, dass SPD und
Grüne im Landtag gerade auch den überfälligen Lückenschluss der A 1
gegen die Interessen der Menschen auf die lange Bank geschoben
haben. Glaubwürdig ist anders.“ Presseinformation
der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz
01.09.2011
Dr. Axel Wilke: Wo war Roger Lewentz in der Diskussion um die so genannte Justizreform?
Der rechtspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Dr. Axel
Wilke, nimmt erstaunt die plötzliche Redseligkeit von
Infrastrukturminister Roger Lewentz bei der so genannten
Justizreform zur Kenntnis. Monatelang sei vom
SPD-Parteiratsvorsitzenden und regional betroffenen
SPD-Landtagsabgeordneten Lewentz in der Diskussion um die von der
Landesregierung geplante und höchst umstrittene Schließung des OLG
Koblenz nichts zu hören gewesen. Jetzt, nachdem parteiintern
Justizminister Hartloff zum Sündenbock gestempelt worden sei, wage
sich plötzlich auch Lewentz mit einem Interview bei der
Nachrichtenagentur dpa (31.08.2011) aus der Deckung.
„Herr Lewentz gibt die lebendige Mumie. Über Monate galt: bloß
nicht zucken, damit der Nimbus des Kronprinzen keine Kratzer
abbekommt. Wir begrüßen, dass Herr Lewentz nun sogar über die
Erhaltung des OLG-Koblenz reden will. Es stellt sich allerdings die
Frage, warum er erst jetzt wenigstens ein bisschen mutig wird. Der
Vorsitzende des SPD-Parteirats hätte über Monate Zeit gehabt, einen
konstruktiven Beitrag zu leisten. Das war ihm aber
anscheinend ein zu heißes Eisen. Dazu hat ihn übrigens
bereits im Juli 2011 die Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Julia
Klöckner schriftlich aufgefordert. Dieser Brief wurde bis heute
nicht beantwortet.“ Presseinformation der
CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz
01.09.2011
Guth: Entscheidung zur „Kaltreserve“ gut für Deutschland
Der energiepolitische Sprecher der SPD-Fraktion
im Landtag Rheinland-Pfalz Jens Guth begrüßt die heute bekannt
gewordene Entscheidung der Bundesnetzagentur, keines der acht
stillgelegten Atomkraftwerke als so genannte „Kaltreserve“ zu
nutzen. „Dies ist ein guter Tag für Deutschland, denn mit der
Entscheidung der Bundesnetzagentur bewegen wir uns weiter auf dem
Weg möglichst schnell die Nutzung der Atomkraft zu beenden. Damit
stellt sich die Bundesnetzagentur gegen die Vorstellungen der
Bundesregierung, AKW als Kaltreserve vorzuhalten. Außerdem zeigt
die Entscheidung, dass wir auch für die Zeit des Übergangs, in der
zusätzliche Energiereserven gebraucht werden könnten, Alternativen
besitzen.“
SPD-Landtagsfraktion, Pressestelle, Mainz
www.spdfraktion-rlp.de31.08.2011
Schweitzer: FDP – eine Partei, die man sich sparen sollte
Den aktuellen Vorschlag von FDP-Generalsekretär Christian
Lindner eine Schuldenbremse für Sozialkassen einzuführen,
kommentiert der rheinland-pfälzische SPD-Generalsekretär Alexander
Schweitzer:
„Dieser unausgegorene Vorschlag dokumentiert die immer
verzweifelter werdende Suche der Liberalen nach Aufmerksamkeit. Ihr
Zurückfallen in das ‚Nehmet den Kleinen, gebet den Großen‘ zeigt
ihre tiefe Verunsicherung, ausgelöst durch das katastrophale
Agieren und das angeschlagene Image der Bundesregierung. Mit diesen
und ähnlichen Vorschlägen wird die FDP zur Spalterin der
Gesellschaft und damit zu einer Partei, die man sich sparen
sollte.“ SPD-Landtagsfraktion
Pressestelle, Mainz www.spdfraktion-rlp.de
30.08.2011
Alexander Licht: Verschleierungstaktik am Nürburgring geht weiter
Der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion,
Alexander Licht, erwartet von der Landesregierung, dass sie ein
bisher unter Verschluss gehaltenes Gutachten der Bonner Kanzlei
Redeker vom 25. Januar 2010 zum Vergaberecht am Nürburgring
offenlegt. Nach einem Bericht in der aktuellen Ausgabe des
„Spiegel“ kommt dieses Gutachten zu dem Schluss, dass „jedes
interessierte Unternehmen die Chance haben muss, sich um den
Auftrag zu bewerben“. Die Landesregierung hingegen hatte den
Betrieb der neuen aus Landesmitteln gebauten Liegenschaften am
Nürburgring ohne Ausschreibung an eine Privatfirma vergeben.
Verstöße gegen das Vergaberecht werden gegenwärtig von der EU
geprüft.
„Transparenz geht anders. Offensichtlich zimmern sich die
Landesregierung und ihr Ex-Wirtschaftsminister Hendrik Hering
wieder einmal ihre eigene Wahrheit. Herr Hering versucht sich jetzt
mit rhetorischen Winkelzügen aus der Affäre zu ziehen. Tatsache
ist, dass ich bereits im Mai 2010 mit einer Kleinen Anfrage auch
nach den „finanziellen“ Beratungsleistungen im Zusammenhang mit dem
Betreiberkonzept am Nürburgring gefragt hatte. Der jetzige
Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion und damalige
Wirtschaftsminister Hering hat das für die Landesregierung
ungünstige Redeker-Gutachten in seiner Antwort schlichtweg unter
den Tisch fallen lassen. Weil der Inhalt nicht genehm war, hat man
im Übrigen kurzerhand ein weiteres Gutachten in Auftrag gegeben,
das erstaunlicherweise zu dem von der Landesregierung gewünschten
Ergebnis gekommen ist. Wie hier mit Parlament und Öffentlichkeit
umgegangen wird, ist nicht akzeptabel. Wir werden diesen
Sachverhalt im Landtag thematisieren und Antworten einfordern.“
Eine Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion
Rheinland-Pfalz, www.cdufraktionrlp.de
30.08.2011
Christine Schneider/Arnold: Projekt Hagelflieger unterstützen
Vor dem Hintergrund der jüngsten Hagelschäden in Weinbau und
Landwirtschaft fordern die Vorsitzende des
Landwirtschaftsausschusses des rheinland-pfälzischen Landtags,
Christine Schneider, und der Vorsitzende des Arbeitskreises
Landwirtschaft und Weinbau der CDU-Landtagsfraktion, Arnold
Schmidt, von der Landesregierung eine Unterstützung des Projekts
Hagelflieger Pfalz. Die Gründung des Vereins stehe kurz bevor. Das
Pilotprojekt solle auf eine Dauer von mindestens 3 Jahren angelegt
werden, um Erfahrungen für eine flächendeckende Hagelabwehr zu
sammeln. Fachleute gehen davon aus, dass durch die Hagelflieger,
die Chemikalien zur Hagelkornverminderung versprühen, die
Hagelschäden um bis zu 70 Prozent vermindert werden können.
„Die aktuellen Schäden für die Landwirtschaft und den Weinbau
sind erheblich. Für die betroffenen Landwirte und Winzer bedeuten
Hagelschäden regelmäßig erhebliche Einbußen. Sie können
existenzgefährdend sein. Es müssen deshalb die technischen
Möglichkeiten zur Minimierung solche Schäden genutzt werden.
Hagelflieger können dazu einen wirksamen Beitrag leisten. Ich
erwarte von der Landesregierung, dass sie Mittel des nationalen
Finanzrahmens aus der EU-Weinmarktreform für die Realisierung des
Pilotprojekts zur Verfügung stellt. Wenn dies für einen Zuschuss
zur Hagelversicherung möglich ist, ist es nicht mehr als konsequent
hieraus auch Mittel für einen Hagelflieger zur Verfügung zu
stellen.“
Schneider hat sich diesbezüglich mit einem Brief an die
zuständige Ministerin Ulrike Höfken gewandt und sie gebeten, diesen
Vorschlag schnell zu prüfen und umzusetzen. Presseinformation
der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz, Mainz www.cdufraktionrlp.de
26.08.2011
Schweitzer trifft sich mit Vertretern des Verbandes kommunaler Unternehmer
Der rheinland-pfälzische SPD-Generalsekretär Alexander
Schweitzer hat sich mit Vertretern der Landesgruppe
Rheinland-Pfalz des Verbandes kommunaler Unternehmer (VKU)
getroffen. Thema des Gespräches waren Fragen der Energiepolitik und
die aktuellen Herausforderungen in diesem Bereich.
„Gerade mit Blick auf die Energiewende und dem Ziel der SPD, die
Energieversorgung in Zukunft dezentral zu organisieren, sind die
kommunalen Unternehmen unverzichtbare Partner der Politik“, so
Schweitzer nach dem Gespräch mit Nikolaus Roth, stellvertretender
Vorsitzender des VKU und Günther Hoffmann, Geschäftsführer. Die
Gesprächspartner bezeichneten das Treffen als sehr konstruktiv.
„Wir unterstützen die Ziele der rot-grünen Landesregierung in
Hinblick auf eine Energiewende. In der Vergangenheit haben wir
immer eng und vertrauensvoll mit den für die Energieversorgung
zuständigen politischen Gremien und den Parteien
zusammengearbeitet“, so Hoffmann. Über die Notwendigkeit einer
Fortsetzung und Vertiefung dieser Zusammenarbeit waren sich alle
Beteiligten einig. www.spdr-rlp.de
26.08.2011
Rot-grüne Sparmaßnahmen im öffentlichen Dienst
Landesregierung bewegt sich in Richtung dbb – ein
Quäntchen
Ministerpräsident Kurt Beck verkündet soziale Komponente für
Besoldungs- und Versorgungsanpassung 2012 Auf stetigen Druck des
dbb rheinland-pfalz hin wird es für Beamte und Versorgungsempfänger
des einfachen und mittleren Kommunal- und Landesdienstes (bis zur
Besoldungsgruppe A 8 einschließlich) zum 1. Januar 2012 zunächst
einen Sockelbetrag in Höhe von 17,- Euro auf die Werte der
Besoldungstabelle geben, bevor dann die von Rot-Grün beabsichtigte
Linearanpassung von einem Prozent hinzugerechnet wird.
Das teilten Ministerpräsident Kurt Beck, Finanzminister Dr.
Carsten Kühl und Innenminister Roger Lewentz der Landesleitung des
dbb rheinland-pfalz am 24. Januar 2011 in Mainz mit.
Die Maßnahme betrifft im Landesdienst etwa 4.600 Beamtinnen und
Beamte sowie etwa 1.800 Versorgungsempfängerinnen und –empfänger.
Sie soll dadurch gegenfinanziert werden, dass die beabsichtigte,
jeweils einprozentige Linearanpassung bei der Besoldungsordnung B
und den Ministeramtsbezügen in den Jahren 2012 bis 2016 jeweils um
ein halbes Jahr verschoben zum 01. Juli vorgenommen wird.
Pünktlich zur 100-Tage-Bilanz mildert die rot-grünen
Landesregierung damit die Einschnitte des im Entwurfsstadium
befindlichen „Ersten Dienstrechtsänderungsgesetzes zur Verbesserung
der Haushaltsfinanzierung“ ab zugunsten der Bezügeempfänger in den
unteren und mittleren Besoldungsgruppen. Über das
Dienstrechtsänderungsgesetz hinaus, so Ministerpräsident Kurt Beck,
seien in der Legislaturperiode keine weiteren Einschnitte beim
finanziellen Dienstrecht vorgesehen.
Die dbb Landesvorsitzende Lilli Lenz nahm die Nachricht vom
Sockelbetrag differenziert auf: „Das nimmt etwas die Wucht aus den
Sparplänen der Landesregierung und ist ein positives Signal. Aber
es geht noch nicht weit genug. Die Beamten und Versorgungsempfänger
im Landes- und Kommunaldienst brauchen in den nächsten Jahren eine
gerechte, echte Teilhabe an der allgemeinen wirtschaftlichen
Entwicklung und keine inflationsbereinigten Minusrunden bis 2016,
wie sie Rot- Grün plant. Die Beamten und Versorgungsempfänger
beanspruchen das, was ihnen zusteht. Sie sind nicht nimmersatt.
Satt haben sie, dass sie immer zuerst und am meisten belastet
werden, wenn es um Konsolidierung des Landeshaushalts geht.“
Der dbb rheinland-pfalz, so Lilli Lenz, setze sich weiter dafür
ein, dass der Schwung aus der überfälligen Abmilderung bis in das
parlamentarische Gesetzgebungsverfahren wirkt. Aus Sicht der
Gewerkschaft müsse es über die soziale Komponente des Sockelbetrags
hinaus zu weiteren Verbesserungen für alle von den Sparplänen
betroffene Beamte und Versorgungsempfänger kommen. Lilli Lenz: „Mit
der Übernahme des Sockelbetrags wird der Ländertarifabschluss immer
noch nicht voll auf Besoldung und Versorgung übertragen.
Insbesondere die geplante langfristige Festlegung von nach unserer
Meinung zu geringen 1- Prozent-Linearanpassungen ab 2012 bis 2016
lehnen wir nach wie vor strikt ab.“ dbb - beamtenbund und
tarifunion landesbund rheinland-pfalz
25.08.2011
Christian Baldauf: Frau Lemke blinkt hektisch mal rechts, mal links: Jetzt liegt sie im Straßengraben
Aus Sicht des ersten stellvertretenden Vorsitzendenden der
CDU-Landtagsfraktion, Christian Baldauf, wird Wirtschaftsministerin
Lemke für die Landesregierung zunehmend zu einer Last: „Sie blinkt
hektisch mal rechts, mal links: Nach dem Machtwort des
Ministerpräsidenten, dass das erneute Mediationsverfahren für die
Planung der B 10 in der Südpfalz auf jeden Fall durchgeführt wird,
liegt sie nun im Straßengraben.“ Lemke hatte gestern Abend nach
einer turbulenten Veranstaltung in Pirmasens geäußert, dass das
Mediationsverfahren angesichts unvereinbarer Positionen der
Befürworter und Gegner des B 10- Ausbaues keinen Sinn mehr hat.
„Zum wiederholten Mal stellt sich die grüne
Wirtschaftsministerin gegen die politische Linie der
Landesregierung. Im Fall der B 10 richtete sich der Vorstoß frontal
gegen Ministerpräsident Beck, der das Mediationsverfahren als seine
Chefsache betreibt. Eine stellvertretende Ministerpräsidentin, die
so agiert, wird für die Landesregierung zur Belastung.“
Sein bisheriges Scheitern bei dem Versuch, eine Lösung für die B
10 im Einvernehmen der Bürgerinnen und Bürger der Westpfalz und
Anrainern im Bereich der Südpfalz zu erzielen, muss sich Beck
allerdings selbst zuschreiben, so Baldauf. Bei einem für die
Zukunft des Landes so wichtigen Projekt darf sich der
Ministerpräsident nicht auf ewig ängstlich auf die Rolle des zu 100
Prozent neutralen Moderators zurückziehen.
„Kurt Beck hätte längst allen Pfälzerinnen und Pfälzern reinen
Wein einschenken müssen, wie er zum vierspurigen Ausbau der B 10
steht. Jetzt sitzt er zwischen allen Stühlen. Da darf er sich nicht
wundern, dass Befürworter wie Gegner gar nicht daran denken,
aufeinander zuzugehen und der Koalitionspartner keine Lust
verspürt, bei Thema B 10 zusammen mit ihm unterzugehen. Beck muss
jetzt führen, wenn er den Laden zusammenhalten will.“
Baldauf bekräftigte die Auffassung der CDU-Fraktion, dass die B
10 für die Zukunft der Westpfalz ein existentielles Projekt ist.
Die Landesregierung müsse das Verfahren jetzt energisch
vorantreiben und endlich zu Entscheidungen kommen.
Presseinformation der CDU-Landtagsfraktion
Rheinland-Pfalz Mainz www.cdufraktionrlp.de
23.08.2011
Guth: Maßvolle Zulassung von Floh- und Trödelmärkten sinnvoll
Mit Blick auf die heutige Sitzung des Wirtschaftsausschusses
spricht sich der wirtschaftspolitische Sprecher der
SPD-Landtagsfraktion, Jens Guth, für eine maßvolle Zulassung
von Floh- und Trödelmärkten an Sonn- und Feiertagen aus. Dies
könnte durch ein noch zu schaffendes Landesgesetz über Messen,
Märkte und Ausstellungen geschehen.
„Für viele Bürgerinnen und Bürger ist der Besuch eines Floh-
oder Trödelmarktes bereits jetzt schon ein fester Bestandteil ihrer
Gestaltung des Sonntags. Gleichzeitig verstehen wir aber auch die
Befürchtungen der Kirchen, dass so die Sonntagsruhe gestört und bei
gewerblich betriebenen Flohmärkten das Gewinnstreben im Vordergrund
stehen könnte. Um diesen Befürchtungen, aber auch dem veränderten
Bedürfnis der Menschen und ihrem Freizeitverhalten Rechnung zu
tragen, brauchen wir eine Regelung, die auf einer sicheren
rechtlichen Grundlage steht. Deshalb begrüßt die
SPD-Landtagsfraktion den Vorschlag des Wirtschaftsministeriums,
eine gesetzliche Regelung zu erarbeiten, die eine maßvolle
Zulassung von Floh- und Trödelmärkten vorsieht und den Anteil der
gewerblichen Marktbeschicker stark begrenzt.“
SPD-Landtagsfraktion
Pressestelle, Mainz www.spdfraktion-rlp.de
23.08.2011
Christian Baldauf: Die Haltung der Landesregierung zum Ausbau der B 10 muss heute im Wirtschaftsausschuss behandelt werden
Der überraschende Vorstoß von Wirtschaftsministerin Lemke zur
Aussetzung des Mediationsverfahrens für die Planung des
vierspurigen Ausbaues der Bundestraße 10 im Raum Landau muss noch
in der heutigen Sitzung des Wirtschaftsausschusses des Landtages
behandelt werden. Dies forderte heute der erste stellvertretende
Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Christian Baldauf.
Wirtschaftsministerin Lemke hatte gestern nach einer
Informationsveranstaltung in Primasens öffentlich erklärt, dass das
Mediationsverfahren nicht weitergeführt werden soll.
„Die gestrige Erklärung von Wirtschaftsministerin Lemke wirft
die Frage auf, welche Entscheidung die Landesregierung zum Ausbau
der B 10 nun treffen will. Unklar ist auch, ob diese Erklärung den
Willen der gesamten Landesregierung und auch des für die
Infrastruktur zuständigen Landesministers Lewentz wiedergibt.
Das Thema ist von einer Dringlichkeit, die keine Aufschub der
Beratungen duldet.“
Baldauf mahnte die Landesregierung, den Willen der Bürgerinnen
und Bürger der Westpfalz, für die