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Lesermeinung

Unser Leser Gerd Pascher übersandte uns nachfolgende Anmerkungen zu unserem veröffentlichten Artikel " Handwerksgesellen „stürmen“ Stadthaus" vom 25. 04.

Anfänglich war es ein tolles Erlebnis so viele Burschen in ihrer traditionellen Aufmachung zu sehen.

Was sich daraus entwickelt hat, war beschämend. (kennen Sie FREMDSCHÄMEN?)

Ich war mit einem us-amerikanischen Ehepaar unterwegs, als wir die ersten "Zimmermänner" sahen, habe diese gebeten, ob sie kurz stehen bleiben können, damit das besagte Ehepaar ein Foto machen kann, da diese so was in ihrem Land nicht kennen. Das Foto durfte gemacht werden, da ein stattlich Trinkgeld zuvor bezahlt wurde.

Dann kam der Rest dieser Gruppe und das Ehepaar machte noch das eine oder andere Foto. Aus dieser großen Gruppe heraus, wurde dieses Touristenpaar in übelster Weise beschimpft und bedrängt. Ich bin eingeschritten, habe versucht zu beschwichtigen und es stellte sich wieder heraus, daß auch dieser "Zimmermann" nur darauf aus war, ein Trinkgeld zu kassieren.

Diese Herren sind leider keinen würdigen Vertreter ihrer Zunft, obwohl in Ihrem Artikel erwähnt wird, daß sie im Sinne der Walz ...... zwischenmenschliche Beziehungen und Völkerverständigung fördern wollen. Auf jeden Fall müssen diese sehr vergesslich sein und fördern mit fordern nicht auseinanderhalten können, sonst wäre das nicht vorgefallen in Sichtweite des Rathauses.

Mit freundlichen Grüßen
Gerd Pascher

29.04.2013


„Wohnpolitisches Forum“ gefordert

Im Nachgang zu unserem Bericht über die letzte Stadtratssitzung – SPEYER-KURIER vom 08.03.2013 – hat uns unser Leser Rainer Gschwind den nachfolgenden Leserbrief übermittelt, für dessen Inhalt sich der Autor verantwortlich zeichnet.

Wieder einmal ist ein Projekt „ betreutes Wohnen“ in Planung. In der Paul-Egell-Straße sollen 90 Miet-Wohnungen für Senioren entstehen. Daneben dann, wohlgeordnet, Wohnungen für junge Familien mit Kinder. Fehlen dann nur noch die abgegrenzten Wohnbauten für Single, für weniger gut Betuchte und besser Betuchte, am besten getrennt durch ganze Straßenzüge.

Wer auf die Homepage des Investors schaut, wird ganz schnell feststellen, dass die angepriesene hohe Wohnqualität auch ihren hohen Preis hat.

Da wird von günstigem Wohnraum gesprochen. Doch was ist günstig? 7,50€, 8,50€, 9,50€ pro Quadratmeter - ist das wirklich günstig? Alle Experten die sich mit dem demografischen Wandel auseinandersetzen, sprechen von sinkenden Renten und zunehmender Altersarmut. Arbeitslosigkeit, Niedriglohn und Zeitarbeit drücken schon heute die Löhne. Wer soll angesichts solch horrender Mieten das bezahlen können? Die zukünftigen Senioren etwa? Die jungen Familien? Mieten und Mietnebenkosten verschlingen schon heute den Großteil des monatlichen Einkommens.

Ich frage mich: Warum nur gibt eine Stadt so schnell und leichtfertig ihre Handlungshoheit an Investoren ab? Was wir hier wieder erleben ist keine kommunalpolitische Initiative und Gestaltung, das ist nur noch Wegbereitung für Investoren-Planung und deren Abzocke.

Mit dem Verein „ Unter einem Dach e.V.“ haben wir uns das Ziel gestellt, gemeinschaftliches und generationsübergreifendes Wohnen bei bezahlbaren Mieten in Speyer zu realisieren. Dazu gab es auch schon sehr konkrete Gespräche mit der GEWO. Das Zusammenleben von Jung und Alt wurde dabei als ein zukunftsfähiges Modell für Wohnprojekte, ja für ganze Wohnquartiere gesehen. Nun, nachdem sich zwei solcher Projekte „ nicht wirtschaftlich darstellen lassen „( O-Ton GEWO) d.h. auf gut Deutsch, nicht gebaut werden, wird jetzt auch noch das positive des Zusammenlebens in Frage gestellt.

Während in Nachbarstädten wie Landau, Ludwigshafen, Mannheim und Heidelberg, mit städtischer Unterstützung, verschiedene Formen von gemeinschaftlichem Wohnen sich entwickeln können, ist es in Speyer mal wieder alles ganz anders.

Meines Erachtens erfordern die gesellschaftlichen Herausforderungen für Speyer ein wohnpolitisches Forum, an dem die politischen und gesellschaftlichen Kräfte, Vertreter der Verwaltung und die Betroffenen sich beteiligen können, um eigene Perspektiven für unsere Stadt zu erarbeiten.

12.03.2013


Zu unserem Polizeibericht vom 29.07. - Limburgerhof – Motorradfahrer nach Unfall schwer verletzt

Nachstehender Leserbrief wurde der Redaktion zur Veröffentlichung übermittelt.

"Ich finde es eine Frechheit, das die Polizei sagt, der Motorradfahrer wäre mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen beim Unfall in Limburgerhof.

Wie man erkennen kann, fuhr das Motorrad ganz vorne auf die Motorhaube auf, somit war der Motorradfahrer ja schon direkt da, als der Unfall passierte.

Selbst mit 100 Sachen, wäre jedem normalen Menschen klar, das hier der Autofahrer rausgefahren ist, obwohl das Motorrad schon viel zu Nahe war.
Ausserdem kenne ich meinen Bruder, er war immer ein vorsichtiger Motorradfahrer. Schliesslich fuhr er eine Tourenmaschine.
Aber leider gibts es ja wohl nur die Idioten unter den Motorradfahrern, nicht war.
Diese Pauschalisierung kotzt mich an.

Immer sind es die bösen Rocker, die Raser auf Ihren Motorrädern. Das es auch ordentliche Fahrer gibt, glaubt doch keiner.

Wie oft aber Fahrer, ohne zu schauen auf die Straßen abbiegen, ohne zu blinken abbiegen oder scharf bremsen usw. das sieht keiner.
Denn an dieser Kreuzung kann man bis zum nächsten Kreisel sehen, ich wurde dort groß in diesem Ort, und fahre heute noch sehr oft dort vorbei.

Der Autofahrer war einfach entweder nicht bei der Sache oder fuhr ohne sich von der freien Straße zu überzeugen...

Mit freundlichen Grüßen
Lars Priester, Bruder des Motorradfahrers"

03.08.2012


Leserbrief zum Katholikentag

Die Säulen der Macht

Der 98. Katholikentag in Mannheim ist zu Ende gegangen und alle haben sich auch künftig lieb. Nein, ganz so einfach ist es eben nicht. Und mit dem Thema Liebe hat die katholische Kirche ohnehin so ihre Schwierigkeiten. Liebe ja, aber nur wenn die zwischen Mann und Frau stattfindet, natürlich mit kirchlichem Segen und bitte ohne Verhütungsmittel. Idealerweise sollte das Paar ein katholisches Glaubensbekenntnis abgelegt haben, denn sonst wird es ja schon wieder schwierig.

Die Realität indes sieht anders aus, und die Forderungen, die Rom an seine Schäfchen stellt, stößt immer mehr Gläubigen bitter auf. Darüber können auch kirchliche Events wie der letztjährige Besuch des Papstes in Deutschland, die diesjährige Heilig-Rock-Wallfahrt in Trier und der Katholikentag nicht hinwegtäuschen, denn im Allgemeinen finden die sonntäglichen Gottesdienste  immer häufiger vor einer spärlich werdenden Gemeinde statt. Ist die Generation „Gottlos“ etwa auf dem Vormarsch? Die hohen Besucherzahlen in Trier und Mannheim sprechen eindeutig dagegen, sind vielmehr als ein Indiz dafür zu deuten, dass viele Menschen auf der Suche nach einer spirituellen, Sinn stiftenden Gemeinschaft sind, gleichwohl aber nicht mehr bereit, sich Jahrhunderte alten Grundsätzen zu beugen.

Bei Themen wie Homosexualität, Abschaffung des Pflichtzölibats, der Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen, konfessionsverschiedenen Paaren, Frauen im Priesteramt oder der konsequenten Aufarbeitung des Missbrauchsskandals, müssten eigentlich dunkle Gewitterwolken über dem Petersdom aufziehen. Doch dessen Bewohner lächeln und schweigen. Dabei fühlen sich viele, der von diesen Themen betroffenen Gläubigen, von ihrer Kirche im Stich gelassen und nur noch als (Kirchensteuer zahlende) Gemeindemitglieder zweiter Klasse. Der Unmut darüber wächst ständig, die Zahl der Kirchenaustritte häufen sich. Engagierten Bischöfen und Pfarrern werden etwaige Reform- und Verbesserungsvorschläge sogleich lächelnd und schweigend, vermutlich noch vor Betreten des Vatikans, abgenommen.

Warum sollte aber, was über die Jahrhunderte bestens funktioniert hat, von heute auf morgen seine Gültigkeit verlieren? Muss sich überhaupt die Kirche dem Zeitgeist seiner Mitglieder anpassen und wenn ja, wie sieht es dann in 20, 50 oder gar 100 Jahren mit den Manifesten unseres Glaubens aus? Sollte die katholische Kirche nicht viel eher eine verlässliche Institution mit festen Regeln sein, auf die sich die Gläubigen in jeder Situation verlassen können? Diese und andere Fragen fänden in einem offenen und fairen Dialog durchaus ihren Platz, wenn der Papst einen solchen Dialog denn zulassen würde.

Doch die oberste Institution der katholischen Kirche klammert sich schweigend an den Dogmen seiner alten Traditionen fest, lächelnd ignorierend, dass deren mächtige Säulen schon längst die ersten Risse bekommen haben. Jana Volk

 

21.05.2012


Leserbrief von Dr. Wolf Böhm, Beigeordneter der Stadt Speyer

zum Verlauf und der Berichterstattung zum 1. Mai in Speyer – Rede von Ministerin Eveline Lemke und die  (Gegen-)Demonstration

In Presseberichten zum Verlauf der Gegen-Demonstration gegen den Nazi-Aufmarsch in Speyer wird Pfarrerin Corina Schauder von der Johanneskirche zitiert, dass sie „die Stadtspitze auf der Straße vermisst habe“.

Hierzu möchte ich bemerken: Die „Präsenz“ des gesamten Stadtvorstands bei der Demonstration hinter dem „Bündnis“-Banner  war deshalb nicht möglich, da der Versammlungsleiter Axel Elfert bei der Aufstellung nur den Oberbürgermeister und die Bürgermeisterin „in erster Linie“ zuließ und die übrige Stadtspitze damit wohl nur „unter ferner liefen“ zu laufen hatte! Der FDP-Fraktionsvorsitzende Dr. Dieter Jakumeit und ich stellten uns dann wenigstens vor Beginn des Abmarsches des Demonstrationszuges noch für einige Minuten „symbolisch“ vor das „Bündnis“-Banner, wobei wir diese „Szene“ auch dokumentierten.

In diesem Zusammenhang ist bemerkenswert, dass das „Bündnis für Demokratie und Zivilcourage“ seine Initiativen und Aktionen der letzten eineinhalb Jahren unter Leitung von Willi Batzer und der 2. Vorsitzenden Stefanie Seiler auf verschiedenen Sitzungen plante, ohne hierzu die FDP einzuladen, obwohl ich mit zu den „Gründungsmitgliedern“ des Bündnisses im Jahr 2007 gehöre! Statt „Bunt“ wohl nur noch ein einvernehmliches „Rot-(ex)Grün“?

Anstelle beim Gegendemonstrationszug mitzumarschieren,  hielt ich mich auf der Brücke über den Bahnhof Nord-West bei der dortigen Sonder-Einsatzgruppe der Polizei auf, um dort die Ankunft der 274 Nazis zu erwarten. Ich konnte bei dieser Gelegenheit ausführlich der Einsatzgruppe über die „sozialpolitischen“ Ausführungen der Festtagsrednerin Eveline Lemke berichten, die gerade in der Walderholung über den „Wert der Arbeit“ sprach und dabei „Gerechtigkeit für gute Arbeit“ in den Vordergrund ihrer Rede stellte. Der vereinbarte Tarifabschluss von 6,5% mit dem „Öffentlichen Dienst“  wurde dabei von der Ministerin als  besonders „berechtigt“ gewertet!

Ich hatte anschließend Gelegenheit, mit den Angehörigen dieser Sondereinsatzgruppe zu diskutieren: Von den Polizisten dieser Einsatzgruppe wurde mir gleich gegenüber gestellt, dass die Dienstherrin Landesregierung unter der stellvertretenden Ministerpräsidentin Eveline Lemke den Einkommenszuwachs für Beamte für fünf Jahre auf jährlich 1% fixiert hat – also weit unter der jährlichen Inflationsrate von zz. rund 2,5%. Der Tag habe an diesem feiertäglichen 1. Mai für die meisten in dieser Einsatzgruppe um 4:30 Uhr begonnen, mit einem Stundenlohnzuschlag, der weit unter dem der  Beschäftigten des nicht-öffentlichen Dienstes liegt. Einige dieser Polizist(inn)en waren vorher auch schon mehrere Nächte im Einsatz – nicht nur bei Demonstrationen sondern beispielsweise auch bei schrecklichen Katastrophen. Ich erwähnte dazu kurz, dass sich die Ministerin auf ihrer Festtagsrede besonders für „klare Strategien der gerechten Entlohnung für gute Arbeit“ stark gemacht hatte. Einer der Einsatzleite stellte mir dann noch dar, dass die Landesregierung in ihrem „Lob der Arbeit“ gegenüber den Polizisten  beispielsweise immer betont, dass die Arbeit aller in dieser Einsatzgruppe „gleichwertig“ der einer höheren  Besoldungsstufe sei! …

Meine Fragen: Mit diesem „tröstlichen Lob“ bleibt man dann „Oberkommissar“, obwohl einem der „Hauptkommissar“ schon „gerechterweise“ zusteht?! Eine tolle Strategie des Dienstherrn Landesregierung!

Weiter: Wie kann man zu einem „Tag der Arbeit“ eine Wirtschaftsministerin als Festtagsrednerin einladen? Als „Sonntagsrednerin“!

 

Dr. Wolf Böhm, Beigeordneter der Stadt Speyer

Mitglied im DBB

04.05.2012


Leserbrief zur städtebaulichen Entwicklung „Entwicklungsband Kernstadt Nord“ und St.-GuidoStifts-Platzes

Vorschläge zur städtebaulichen Entwicklung „Entwicklungsband Kernstadt Nord“ und Umgestaltung des St.-GuidoStifts-Platzes

Zur attraktiveren Gestaltung und Aufwertung des Gebietes vom St.- Guido-Stifts-Platz,  über den Hirschgraben/Adenauerpark, zum Gebäudekomplex Alter Bahnhof mache ich folgende Vorschläge, angeregt durch die Bestrebungen der Stadt zur Umgestaltung des St.-Guido-Stifts-Platzes,  mit dem Gedanken der Blicköffnung und Begehbarkeit über den Weidenberg zur Synagoge durch Abtragung der Mauer.

Eine weitere Zielsetzung wäre eine Umgestaltung des zurzeit auch mit einer Mauer umgebenen Adenauerparks. Um einen offenen Blick und die Begehbarkeit von den Straßen  Hirschgraben und Bahnhofstraße zu ermöglichen, müsste auch hier die Mauer entfernt werden.  Durch die Kürzung oder auch Entfernung der Hecken und Bäume, sollte die Sichtachse zu der wunderschönen, gotischen Kapelle hergestellt werden. Eine schöne Beleuchtung der alten Kirche, würde bestimmt eine reizvolle, geheimnisvolle Tiefenwirkung in den Park hervorrufen.

Die rechte Eckensituation Hirschragen/Bahnhofstraße erfährt durch den Fall der Mauer eine großzügigere Raumempfindung.

Auch das älteste Monument in der Pfalz, zu Ehren von Turnvater Jahn, mit einer entsprechenden Beleuchtung versehen (es wurde anlässlich des Jubiläums „150 Jahre Pfälzer Turnerbund“ am 19. Juni 1904 mit einem großen Festakt eingeweiht),  bekommt durch diese nach hinten offene Situation wieder einen bedeutenderen Stellenwert. 

Um einem vielleicht befürchteten Vandalismus vorzubeugen, wäre eine durchdachte Parkbeleuchtung anzuraten. 

Speyer, den 16.3.2012

Eberhard Spitzer

16.03.2012


Leserbrief des Stadtsportverbandes zu den Diskussionen Gewalt in Speyer

Gewalt in Speyer – nicht wegsehen

Danke Michael Wagner, der sich als Politiker zur gewaltsamen Auseinandersetzung eines Speyerer Bürgers mit Jugendlichen kritisch geäußert hat und die dabei willkürlich eingesetzte Gewalt anprangerte.

Durch das Bild des erheblich verletzten Bürgers in der Rheinpfalz und in Facebook ist die Auswirkung von Gewalt in unseren Köpfen präsent. Michael Wagner fordert neutral „nicht wegschauen“: Solch eine gewalttätige Eskalation darf nicht geduldet werden – Permissivität, Wegschauen und Gewährenlassen wäre grob fahrlässig! Schule, Kirche, Sportvereine, Verantwortliche in Jugendeinrichtungen, Stadt und Jugendförderung, Arbeitsagentur, aber auch unsere Wirtschaft, müssen zusammenstehen für ein GEWALTFREIES SPEYER. Diese wertebildenden Institutionen müssen instrumentalisierend die Jugendlichen zu sinnvollen Freizeitmöglichkeiten und in einen Beruf führen.

In Kooperation und enger Zusammenarbeit mit der Berufsberatung der Agentur für Arbeit und auch in Zusammenarbeit mit dem Team U25 der Agentur muss Jugendlichen, auch älteren Jugendliche und jungen Erwachsenen ohne Zukunftsperspektive dann doch noch der Eintritt in das Berufsleben ermöglicht werden.

Um Jugendlichen und jungen Erwachsenen positive Freizeitgestaltung aufzuzeigen,  werden die aktiven Mitgliedsvereine des Stadtsportverbandes die Möglichkeiten eigenverantwortlichen Handelns unserer Jugend sportartübergreifend darstellen. Ein Erhebungsbogen hierzu geht zeitnah unseren Mitgliedsvereinen zu.

Gerne verweisen wir auf die gemeinsame Veranstaltung der Jugendförderung, des Stadtsportverbandes, der Polizei Speyer und des Sportjugend:  Die traditionelle Jugendveranstaltung„Fußball um Mitternacht“ am heutigen Freitag, 22:00-2:00 Uhr.

 Die Jugendveranstaltung ist eine Veranstaltung, die seit 12 Jahren regelmäßig in den Wintermonaten stattfindet, versteht sich sich als Alternative zu jugendlicher Langeweile, Rumhängen oder Kneipenbesuch. Im Rahmen dieser Veranstaltung wird Sport, Politik und Polizei mit den zahlreich anwesenden Teilnehmern sprechen: „ Unser Speyer – eine internationale, humane Gemeinschaft  gegen Intertoleranz und Gewalt.“

Heiner Sprau            Jürgen  Kief           Alfred Zimmermann

Stadtsportverband                 Sportkreis Speyer

27.01.2012


Leserbrief: Mahnender Mühlstein im Speyerer Domgarten

Der mahnende Mühlstein im Speyerer Domgarten, ist in jeder Hinsicht ein Ärgernis.

Der Mühlstein mit dem schrecklichen Satz aus dem Matthäusevangelium der Bibel  „Wer aber einem von diesen Kleinen, die an mich glauben, Ärgernis gibt, dem wäre es besser, wenn ihm ein Mühlstein an den Hals gehängt und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde“ als Kunstwerk zu bezeichnen, ist für jeden Künstler eine Beleidigung.

Wir können froh sein, dass wir ein „Deutsches Gesetzbuch“ haben, welches die Todesstrafe abgeschafft hat, was ich als größte Errungenschaft in der Menschheitsgeschichte ansehe.

Sollte die Kirche wirklich ihre pädophilen Priester ab jetzt mit einem Mühlstein um den Hals im Meer versenken? Das Ganze erinnert mich an die Scharia im Islam, die solche brutalen Bestrafungen ebenfalls vorsieht. Dass man das Bibelzitat nicht wörtlich nehmen sollte, hätte man vielleicht dazu schreiben müssen.

Was mich ebenfalls irritiert ist der Hinweis der Kirche, pädophiles Verhalten sei überall vorhanden, also nicht nur in der Kirche, sondern auch in Familien und Schulen. Das ist richtig! Aber –  wodurch unterscheidet sich dann derselbe Straftatbestand? Ganz einfach, durch die moralische Messlatte die bei Priestern, welche sich freiwillig der Keuschheit verpflichtet haben, sehr viel höher angesiedelt ist.

Wenn wir ein Mahnmal im öffentlichen Raum so akzeptieren sollten, dann müssten die lebenden Opfer befragt werden ob sie das so wollen. Das von „oben herunter bestimmende“ ist für eine katholische Kirche besonders schwierig abzulegen, denn demokratische, wählbare Verantwortlichkeit ist nicht so ganz ihre Sache.

Im Interesse der Kirche kann ich nur eines vorschlagen, dieses „Kunstwerk“ schleunigst aus dem Speyerer Domgarten zu entfernen.

Eberhard Spitzer

Ziegelofenweg 52

67346 Speyer

Tel. 06232/72662

eberhard.spitzer@t-online.de

24.10.2011


Leserbrief zum Domjubiläum

Domjubiläum - Grund zum Jubeln

Schön ist es, dass Vertreter beider Konfessionen am kommenden Sonntag den Gottesdienst miteinander feiern. Die höchsten Vertreter der Deutschen Bischofskonferenz werden bei uns erwartet.

Ein Wermutstropfen mischt sich allerdings doch in den Domnapfwein: Am kommenden Mittwoch findet die sogenannte "HerbstVOLLversammlung der deutschen Bischöfe" statt. Solange die evangelischen Bischöfe nicht dabei sind, ist dieses eine "HerbstHALBversammlung". Möge ein gemeinsamer Domnapftrunk den Weg für eine ökumenische Herbstvollversammlung aller deutschen Bischöfinnen und Bischöfe werden. Die Zeit ist reif. Im Wein liegt die Wahrheit.

Die Kirchen sollten außerdem als deutsche wichtigste Hilfsorganisationen Afrika nicht aus dem Blick nehmen. Hierfür ist die Persönlichkeit Albert Schweitzer der beste Brückenbauer posthum. Die deutschen Kirchen sind in Caritas und Diakonie glaubwürdig. Sie stellen ihr Licht mit dem Afrikafond viel zu sehr "unter den Scheffel". 600 Millionen Euro sind für die Rettung von 12 Millionen Mitmenschen in Ostafrika j e t z t nötig.

Christian Franken
47623 Kevelaer

29.09.2011


Leserbrief zum innerstädtischen Busverkehr

Unser Leser Daniel Kemmerich hat uns sein Schreiben an die Stadtwerke Speyer bezüglich seiner Beschwerde über den innerstädtischen Busverkehr zugesandt mit der Bitte dieses Schreiben zu veröffentlichen. Dieser Bitte kommen wir gerne nach. Die Meinung des Lesers stellt nicht die Meinung der Redaktion dar. Für den Inhalt ist der Leserbriefschreiber verantwortlich.

"Sehr geehrte Damen und Herren,

seit der Umstellung zum günstigsten Anbieter für den innerstädtischen Busverkehr ist meiner Meinung nach leider ein absoluter Mangel und Verlust an Freundlichkeit und anderen Dingen zu beklagen.

Ausgeschildert war als Abfahrt Speyer Hauptbahnhof 16:47 Uhr. Auf Nachfrage bei 2 Busfahrern, die im gemütlichen Gespräch waren,  bekam ich gesagt: "Ja, das stimmt".

Also setzte ich mich mit einer Zigarette auf die Bank, da noch genug Zeit war.

Schon zu dieser Zeit beobachtete ich, das eine hilfsbedürftige Frau mit ihrem Rollator ca. 5 Minuten vor dem Bus stand und nicht die Tür geöffnet bekam, um schon einmal Platz zu nehmen.

Ich gab einem der Busfahrer(von dem ich annahm, das er der Fahrer der Linie 561 wäre), ein Zeichen, das dort eine ältere Dame darauf wartete, den Bus endlich besteigen zu können.

Er ignorierte dies, gab mir aber im Gegenzug ein Zeichen, das der zuständige Busfahrer schon die ganze Zeit in seinem Bus saß, aber wohl Pause machte und nun doch schon planmässig abfahre und nicht erst, wie angekündigt, um 16:47 Uhr.

Ich bestieg um 16:20 den Bus Linie 561 am Speyerer Bahnhofsplatz Richtung Oberkämmerer und erlaubte mir, die geöffnete Flasche mit noch 1 - 2 Schluck darin in der Hand zu halten.

Daraufhin wurde ich "sehr rüde" vom Busfahrer darauf hingewiesen, das offene Getränke sowie Eis in seinem Bus erlaubt nicht wären.
Ich trank sofort den kläglichen Rest aus dieser Flasche und packte diese in meinen Rucksack, um so "seinen eigenen Vorschriften" Genüge zu tun, bat aber freundlich darum, das er mir doch bitte seinen Namen nennen möchte.

Seiner Aussage war er dazu nicht verpflichtet; allerdings wollte er aber sofort meine Fahrkarte sehen – diese zeigte ich ihm natürlich unverzüglich.
Auf die Nachfrage nach seinem Namen kam wieder nur: „Dazu bin ich nicht verpflichtet“. Im Gegenzug hat er nach meinem Namen gefragt, welchen ich ihm gerne nannte.

Ebenfalls kündigte ich ihm nach diesem "freundlichen“ Gespräch an, diese Misstände publik zu machen und als Leserbrief im Speyer-Kurier veröffentlichen zu lassen. Daraufhin nahm er per Funk Kontakt zu einem Kollegen auf mit den Worten: "Willste mal was Lustiges hören?" Er schilderte diesem die Geschichte von seinem Standpunkt aus. Ab und zu richtete er ein Wort an mich (in der 2ten Reihe sitzend). Ich telefonierte selbst gerade mit einem Freund und sprach mit ihm über mein Erlebnis, dass aus meiner Sicht unverschämt war.

Im Bus waren übrigens (wobei das von Bus zu Bus ja sehr stark variiert, in einem ist lediglich Rauchen verboten, im anderen Eis und Essen und in manchen selbst das Handygespräch) ausgeschildert "Festhalten" und "Nichtrauchen" (fotografiert, kann auf Wunsch nachgeliefert werden) was ich meinem Handygesprächspartner auch mitteilte, worauf "von vorne" wieder ein Einwurf kam. Der Busfahrer sagte, dass er bestimme, was "in seinem Bus erlaubt sei und was nicht".

Selbst einige Fahrgäste, die diesen Disput mitbekamen, bestätigten das hier aber auch nichts diesbezüglich angeschildert sei ... was wohl "überhört" wurde vom sonst sehr aufmerksamen Busfahrer.

Danach schlug es dem Faß endgültig dem Boden aus!

Im Oberkämmerer stieg ich aus und machte, der Vollständigkeit halber, noch ein Bild quer über die Straße.
Daraufhin hielt er den gerade anfahrenen Bus nochmals an, öffnete die Tür um mir zu sagen "Sie wissen schon, das das verboten ist und ich zeige Sie an, wenn ich mein Bild veröffentlicht sehe!"
Worauf ich erwiderte das es mir neu wäre, eine Aufnahme einer Straße nicht machen zu dürfen, auf der ein Bus vorbeifahre. Außerdem wäre es nicht wichtig, sein Gesicht zu sehen, da man aufgrund der  Dienst- und Fahrplänen auch so leicht ermitteln könne, welcher Fahrer Dienst hatte.

Ich war bereits auf der anderen Straßenseite, als er das Seitenfenster öffnete und mir mitteilte, das er " hoffe mich mal privat zu sehen und das ich mich dann auf etwas gefasst machen könne"!

Soviel zu der neuen Servicekultur bei einigen Ihrer Dienstleister !

Mit freundlichem Gruß
Daniel Kemmerich

PS: Wie bereits angekündigt wird diese Beschwerde ebenfalls als Leserbrief im www.speyer-kurier.de  veröffentlicht werden um auch die breite Masse auf diesen Verfall der bezahlten Leistungen hinzuweisen."

18.09.2011


Umgestaltung Guido-Stifts-Platz

Präsentation zur Umgestaltung Guido-Stifts-Platz durch unseren Oberbürgermeister Hansjörg Eger und seine Mitarbeiter:

Einige der Besucher äußerten sich dahin gehend, den ganzen Platz doch so zu belassen wie er ist, Zitat: „Das ganze würde doch nur viel Geld kosten“.

Das ist doch Unsinn.

Jeder Haus- und Gartenbesitzer pflegt, verschönert und erneuert doch auch ständig sein Anwesen. Diese Verschönerung hört aber doch nicht an der eigenen Grundstücksgrenze auf.

Verschönerungsarbeiten machen wir doch, weil wir unsere „Heimatstadt“  lieben und stolz darauf sind, dass uns die Besucher darum beneiden.

Wurde nicht auch der Fischmarkt, die Hauptstraße, der Domgarten, Rheinufer usw. überplant und zu unserer aller Freude neu gestaltet?

Der Guido-Stifts-Platz ist ein kleiner, schlauchähnlicher Platz mit  „viel zu großen Bäumen“.

Der Platz lebt auch von der Architektur der umliegenden baulichen Substanz. Diese ist durch das viele Laub vollkommen verdeckt.  Die Proportionen zwischen Häusern und Bäumen ist einfach nicht stimmig.

Um den Weidenberg mehr in die Platzgestaltung aufzunehmen, sollten nur wenige einzelne Bäume belassen werden. Vielleicht ein paar Rebzeilen, um unsere Stadt als  „Tor zur Weinpfalz“  in den Vordergrund zu rücken.

Eine Platzgestaltung mit Grau Wassergestrahlten Pflastersteinen würde bestimmt sehr gut aussehen.

Eberhard Spitzer

Speyer, 09.04.2011

09.04.2011