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Kultur
Vatikan unterstützt Mannheimer Wittelsbacher-Ausstellung
Winand von Steeg überreicht Kurfürst Ludwig III. sein theologisches Werk „Adamas colluctanium aquilarum“
Werke der „Bibliotheca Palatina“ kehren in
die Kurpfalz zurück
Mannheim/Heidelberg/Vatikan –
Wenn im Herbst die Ausstellung „Die Wittelsbacher am Rhein. Die
Kurpfalz und Europa“ in Mannheim ihre Pforten öffnet, birgt sie
einen ganz besonderen Schatz. Für begrenzte Zeit kehren zehn
kostbare Bildhandschriften, die einst zum Bestand der berühmten
Bibliotheca Palatina gehörten, in die Kurpfalz zurück und bilden in
der 2. Ausstellung der Länder Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz
und Hessen ein einmaliges Ensemble.
Die Biblioteca Apostolica Vaticana unterstützt
als ein Hauptleihgeber das große von den Reiss-Engelhorn-Museen und
den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg
organisierte Ausstellungsprojekt. Für die Schau zur 600-jährigen
Wirkungsgeschichte der Wittelsbacher am Rhein schickt der Vatikan
Prachtbände der Buchmalerei auf die Reise nach Deutschland, die
ansonsten kaum verliehen werden. Der Generaldirektor der
Reiss-Engelhorn-Museen, Prof. Alfried Wieczorek, unternahm seit
2011 mehrere Leihreisen nach Rom, um die hochkarätigen Exponate für
die Mannheimer Ausstellung zu sichern.
Bei der Bibliotheca Palatina handelt es sich um
die bedeutendste Büchersammlung des Heiligen Römischen Reichs
Deutscher Nation. Im 15. Jahrhundert legte Kurfürst Ludwig III. von
der Pfalz mit der Stiftsbibliothek in der Heidelberger
Heiliggeistkirche den Grundstein für die pfalzgräfliche Bibliothek.
Kurfürst Ottheinrich vereinigte in seiner kurzen Regierungszeit
zwischen 1556 und 1559 die Buchbestände der Universität, der
Stiftsbibliothek und der kurfürstlichen Schlossbibliothek zur
eigentlichen Bibliotheca Palatina.
Als im August 1622 die Kurpfalz von General
Tilly, dem Feldherrn der katholischen Liga, erobert wurde, wollte
der bayerische Herzog Maximilian I. die berühmte Bibliothek nach
München mitnehmen. Papst Gregor XV. setzte aber durch, dass die
kostbaren Bestände auf dem Rücken von 200 Mauleseln über die
Alpenpässe nach Rom transportiert und in die vatikanischen
Sammlungen überführt wurden. 1816 kehrten die deutschen
Handschriften auf der Grundlage von Regelungen des Wiener
Kongresses in die Universitätsbibliothek Heidelberg zurück. Die
lateinischen Manuskripte verblieben hingehen in Rom.
Seither ist die einst wertvollste Bibliothek
Deutschlands im Wesentlichen auf zwei Orte verteilt: Heidelberg und
den Vatikan. In der Mannheimer Ausstellung werden die vatikanischen
Bestände nun wieder mit Werken der Universitätsbibliothek
Heidelberg zusammengeführt, die das Großprojekt ebenfalls
unterstützt. Nur sehr selten entleiht der Vatikan eine so große
Anzahl an Werken aus der Bibliotheca Palatina, zuletzt 1986
anlässlich des 600. Gründungsjubiläums der
Ruprecht-Karls-Universität. Zu den Prachtbänden, die in Mannheim zu
sehen sein werden, zählen unter anderem eine
astrologisch-astronomische Handschrift aus dem Werk Sebastian
Münsters sowie eine reich illustrierte theologische Schrift Winands
von Steeg, die Kurfürst Ludwig III. gewidmet ist.
Die 2. Ausstellung der Länder Baden-Württemberg,
Rheinland-Pfalz und Hessen „Die Wittelsbacher am Rhein. Die
Kurpfalz und Europa“ findet vom 8. September 2013 bis 2. März 2014
im Museum Zeughaus und im Barockschloss Mannheim statt. Sie spannt
den Bogen von der Verleihung der Pfalzgrafenwürde an Herzog Ludwig
I. von Wittelsbach im Jahr 1214 bis hin zur offiziellen Auflösung
der Kurpfalz im Jahre 1803. Insgesamt vereint die Ausstellung rund
600 kostbare Exponate. Die Mannheimer Präsentation ist Höhepunkt
des Wittelsbacherjahres 2013, an dem sich über 40 südwestdeutsche
Orte beteiligen. Gemeinsam erinnern sie an die Wirkungsgeschichte
der Adelsdynastie an Rhein und Neckar. www.wittelsbacher2013.de
Bildunterschrift
Winand von Steeg überreicht Kurfürst Ludwig III. sein
theologisches Werk „Adamas colluctanium aquilarum“
Biblioteca Apostolica Vaticana
Die dem Pfalzgrafen Ludwig III. gewidmete Schrift „Adamas
colluctantium aquilarum“ gehört zu den ältesten Handschriften der
Bibliothek des Heiliggeiststiftes, die nach der Bücherstiftung
desselben Pfalzgrafen 1438 an die Universität gelangten.
Winand von Steeg, 1419 © Biblioteca Apostolica
Vaticana
Curt-Engelhorn Stiftung für die Reiss-Engelhorn-Museen,
Presse
12.05.2013
ZELTFESTIVAL KULTURBEUTEL 2013 im Domgarten vom 7. bis 23. Juni 2013
Freitag, 7. Juni
Festival Eröffnung:
20h WELLKÜREN
„BESTE SCHWESTERN“
Ihre Mission ist klar: Moni, Bärbi und Burgl wollen Bayern
retten. Die Voraussetzungen für eine Politkarriere sind, so sagen
sie selbst, gut: Denn die Wellküren sind hinterfotzig und intrigant
– vor allem aber auch (stubn)musikalisch vom Feinsten. “Beste
Schwestern” ist der Titel des neuen Programms, das die
“Schwesterpartei” in Freising am besten testen konnte: “Das
Freisinger Publikum ist leidensfähig.“ Und so zog das Trio alle
Register seiner musikalischen Genialität.
www.wellkueren.de
Eintrittspreise: 25 €; erm. 22 €; Fördermitglieder: 20 €
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Samstag, 8. Juni
Zeltbühne
15h
Familienvorstellung: EINMAL IST KEINMAL
Ein spannender Krimi für Kindergarten und Schule
Filipi Tomcat, der kleine, freche Kater, ist ein Meisterdieb und
dass er noch nie erwischt wurde, macht ihn zum kleinen Helden.
Muli, der Frosch, kündigt dem Kater die Freundschaft, weil er es
satt hat immer nur Handlanger für ihn zu sein. Minni, das Hühnchen
ist vernarrt in den Kater, weil er ihr auf dem Schulhof nachrennt
und Geschenke macht. Mischa, der Mäuserich, ist neu im Dorf und
wird nach einer bestandenen Mutprobe von Filipii Tomcat in seine
Bande aufgenommen.
Marionettentheater von und mit Hanne Heinstein, www.trolltoll.de
Eintrittspreise: 7 €; erm. 6 €; Fördermitglieder: 5 €
18h
Familienvorstellung: Alan
Ihr Repertoir enthält bekannte, eingängige Songs aus Pop, Rock
und Folk der letzten Jahre, überwiegend moderne Songs.
Alexandra Altvater (Gesang) Andrea Trost (Gitarre und Gesang)
Gast: Karlheinz (Kalle) Kuppinger am Cajon
www.alan-speyer.de
Eintritt frei
20h DIE KLEINE
TIERSCHAU
„Menschen, Tierschau, Sensationen“
2010 rockten die Kleine Tierschau den ausverkauften Alten
Stadtsaal mit »ONKEL ROCK´N´ROLL« und 2012 bespielte das Duo den
Stuttgarter Marienplatz im Zirkuszelt mit Ihrem Programm „Menschen,
Tierschau, Sensationen“, stets vor begeistertem Publikum über 3
Wochen lang. Sie sind also wieder voll da die Jungs von der
Ostalb temperamentvoller, skurriler und phantastischer denn je.
Wilde Kreaturen, absonderliche Figuren, extravagante Verkleidungen
und abenteuerliche Fahrzeuge, wie sie die Welt kaum je zu Gesicht
bekommen hat, werden die Show zu einem Panoptikum der erlesenen
Unterhaltungskunst machen. Dazu gibt es natürlich Musik-Comedy vom
Feinsten, atemberaubende Tanzeinlagen und die Hohe Kunst des
tiefgründigen Witzes. Oder, wie es die beiden Protagonisten selber
beschreiben: "Da klackern die Steppschuhe, hupen die
Trompeten, schrammeln die Gitarren und die sexy Tänzerinnen legen
Feuer an die Lunte"
www.tierschau.de
Eintrittspreise: 30 €; erm. 25 €; Fördermitglieder: 20 €
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Sonntag, 9. Juni
15h
Familienvorstellung: MAX UND MORITZ
Puppenspiel mit Filz und Obst nach Wilhelm Busch für alle ab 4
Jahre
Max und Moritz, die zwei Früchtchen, treiben ihre bösen Späße
und Übeltätigkeiten mit viel Lust und Berechnung. Sieben Streiche
lang – bis das Maß voll ist! Woran Witwe Bolte, Schneider Böck,
Lehrer Lämpel, Onkel Fritz und der Meister Bäcker einzeln
scheitern, bringen Bauer Mecke und der Müller gemeinsam zu Ende:
Rickeracke, rickeracke geht die Mühle mit Geknacke…
Eine Inszenierung, die alle Sinne anspricht: die Federn fliegen,
die Pfeife explodiert, das Mehl stäubt, aus dem Sack rieselt das
Getreide und in der Mühle wird tatsächlich gemahlen. Mit Original
Textpassagen und viel Musik gespielt.
Spiel + Ausstattung: Anke Scholz, Regie: Claudia Olma, Musik:
Billy Bernhard und Peter Schmith
www.artisjoktheater.de
Eintrittspreise: 7 €; erm. 6 €; Fördermitglieder: 5 €
20h MAREN
KROYMANN & BAND
„In My Sixties“
Maren Kroymanns musikalische Zeitreise in "ihre Sixties", jene
legendäre Ära der Generation, die sich nur noch von der Popmusik
verstanden fühlte.
Wer bei dem Titel "In My Sixties" eine wehmütig-desillusionierte
Lebens-Rückschau erwartet, ist bei Maren Kroymann an der falschen
Adresse. Anlässlich ihres nahenden persönlichen Jubiläums "50 Jahre
Pubertät", widmet sich Maren Kroymann mit ihrer Band der Musik der
60er Jahre. Songs, die unerhörte Gefühle auslösten: erstes
sexuelles Begehren, Wunsch nach Hingabe, nach Leichtigkeit und
Freiheit. Lieder, die ein Leben ausmalten, das so viel bunter,
wilder und schöner war, als das der prüden Eltern-Generation.
Begleitet, getragen und beflügelt wird Maren Kroymann von der
fabelhaften Jo Roloff-Band:
Johannes Roloff (Flügel), Jürgen Speedy Schäfer (Kontrabass)
Ralf Lehmann (Gitarre), Immo Hofmann (Schlagzeug)
www.marenkroymann.de
Eintrittspreise: 30 €; erm. 25 €; Fördermitglieder: 20 €
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Dienstag, 11. Juni
20h Schultheater: DREIGROSCHENOPER
Es spielt die Theater-AG des Friedrich-Magnus-Schwerd Gymnasium
Speyer
Bertolt Brechts Dreigroschenoper ist das weltweit wohl
populärste deutsche Theaterstück des Zwanzigsten Jahrhunderts.
Schon nach seiner Uraufführung im Berlin des Jahres 1928 pfiffen
die krisengebeutelten Berliner auf der Straße die Melodien von Kurt
Weill, die Moritat von Mackie Messer oder das Lied der Seeräuber
Jenny. Berühmt sind mittlerweile auch Mackies Abschiedsworte: „Was
ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?“ Der
Dreigroschenoper gelang es, die weltweiten sozialen und
ökonomischen Zerfallsprozesse des Zwanzigsten Jahrhunderts
exemplarisch und dabei bitterböse unterhaltsam in Szene zu
setzen.
www.fmsg-speyer.de
Eintrittspreise: 8 €; erm. 7 €; Fördermitglieder: 6 €
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Mittwoch, 12. Juni
20h TSCHICK
von Wolfgang Herrndorf – Bühnenfassung von Robert Koall
für Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene
Zwei Jungs und ein Auto – mehr braucht es nicht in Wolfgang
Herrndorfs Roman Tschick, um die Geschichte einer wunderbaren
Freundschaft zu erzählen, in die als größtes Abenteuer obendrein
eine zarte erste Liebe verwoben ist.
Tschick und Maik machen sich zu Beginn der Sommerferien in einem
schrottreifen alten Lada auf in die „Walachei“ – so lautet
zumindest die Vorgabe von Tschick. Auf das Ziel kommt es allerdings
nicht wirklich an und so landen die beiden ziemlich schnell in
einer ihnen völlig unbekannten Gegend. Ebenso wenig wie an die
Routenplanung haben Tschick und Maik an weitere praktische Aspekte
ihrer Reise gedacht.
Es spielen: Marion Bott; Patrick Bartsch; Arthur Oppenländer
Dramaturgie: Carolin Grein, Assistenz: Anke Laubenstein, Regie:
Matthias Folz
Eine Koproduktion des Kinder- und Jugendtheaters Speyer mit dem
Theater im Pfalzbau Ludwigshafen
Eintrittspreise: 10 €; erm. 8 €; Fördermitglieder: 6 €
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Donnerstag, 13. Juni
20h JESS
JOCHIMSEN
Kabarettist. Autor. Fotograf.
„Für die Jahreszeit zu laut“
Egal ob in Politik, Medien oder Nachbarschaft, wohin man sich
auch wendet, die Bescheid Wisser und Tonangeber warten schon und
Hausmeistern einen an.
Jess Jochimsen begegnet dem krisensatten Marktgeschrei auf seine
Weise. Zurückgelehnt und entschleunigt dreht er den notorischen
Rechthabern und Ratgebern den Ton ab und macht sich auf die Suche
nach den Geschichten, die im Radau untergehen. Er singt Lieder über
den ganzjährigen November, zeigt hanebüchene Dias aus deutschen
Vorstädten und erzählt. Von daheim und unterwegs. Von dem, was
anliegt. Von der trotzigen Würde der Kellerbewohner, zum Beispiel,
aber auch von der schönsten Liebeserklärung aller Zeiten.
FÜR DIE JAHRESZEIT ZU LAUT ist der Versuch, dem großen Geklapper
zu entkommen und dabei Haltung zu bewahren. Ein Misstrauensvotum
gegen Lärmmacher aller Art.
www.jessjochimsen.de
Eintrittspreise: 20 €; erm. 18 €; Fördermitglieder: 16 €
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Freitag, 14. Juni
15h
Familienvorstellung: FILMKLAPPE
„Einmal Amsterdam, bitte!“
Max, ein 12 jähriger Junge lebt in einer sich immer streitenden
Familie. Max will und kann das nicht mehr hören. Max hat sein
Lachen verloren. Max beschließt abzuhauen, nach dort, wo nicht
gestritten wird, zu Anneke, die er vor Jahren am Strand von
Ammeland kennengelernt hat, zu Anneke mit den blauen Augen. Max
baut sich ein Schiff, nach links muss er schippern…
Die Darsteller: Nicolas Wolf – Max; Nina Geib – Anneke; Berta
Helbert – Alte Dame
Eintrittspreise: 7 €; erm. 6 €; Fördermitglieder: 5 €
20h WLADIMIR
KAMINER anschließend RUSSENDISKO
Russendisko - das Buch zum Film
Es ist spontane Entscheidung. Die Fahrkarte von Moskau nach
Berlin kostet nur 96 Rubel, er braucht kein Visum, und außerdem
lockt das Abenteuer – kurzerhand packt Wladimir Kaminer seine
Sachen und reist im Sommer 1990 nach Deutschland. Berlin erweist
sich schnell als ganz besondere Stadt. Hier trifft Wladimir seine
zukünftige Frau Olga, ruft die Russendisko ins Leben und bringt
sich mit dem russischen Lehrbuch „Deutsches Deutsch zum
Selberlernen“ eine neue Sprache bei. Mit hintergründigem Witz und
umwerfendem Charme erzählt Wladimir Kaminer von unvergesslichen
Menschen, ungewöhnlichen Begegnungen und dem ganz normalen Wahnsinn
seines neuen Lebens in Berlin.
www.wladimirkaminer.de
Eintrittspreise inkl. Party: 18 €; erm. 16 €; Fördermitglieder:
14 €
Eintrittspreise nur Party: 10 €; erm. 8 €; Fördermitglieder:
FREI
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Samstag, 15. Juni
15h
Familienvorstellung: GOD SAVE THE QUEEN
Zweisprachiges Clowntheater in Englisch und Deutsch
mit dem Engländer David Spence als Mr. Arto Mister und Christof
Heiner als Herr Zopp „Herzlich willkommen meine sehr verehrten
Damen und Herren zum großen Finale unseres Wettbewerbes: „Der
beste Clown für die Queen“. Heute und hier sehen sie die beiden die
es bis hierher geschafft haben. Gewinnen kann nur einer. Freuen sie
sich zuerst auf Mr. Arto Mister und dann auf Herrn Zopp. Wir
wünschen ihnen viel Vergnügen.“ "God save the Queen" bietet die
unterhaltsame Verbindung von englischer Sprache und clowneskem
Spiel.Die Zuschauer erleben eine rasante zwei-sprachige Show mit
vielen Missverständnissen, Slapsticks und mitreißender Artistik.
Ein sehr unterhaltsames Stück Unterricht. So macht Englisch lernen
richtig Spaß. www.zoppundco.de Eintrittspreise: 7
€; erm. 6 €; Fördermitglieder: 5 €
20h Zum ersten
mal in Speyer : BOXETTES
Beatbox, A Capella … aus London
Fünf junge Frauen mit mehr Leidenschaft und Inspiration als man
überhaupt für möglich hält: The Boxettes sind eine Gesangsgruppe,
bestehend aus vier der besten jungen Stimmen Londons und der
Beatbox-Weltmeisterin Bellatrix. Im Gegensatz zum allgemeinen
Girl-Band-Klischee schaffen diese außergewöhnlichen jungen Frauen
einen so beeindruckenden und energiegeladenen Klang, dass jeder
Zuhörer sofort in ihren Bann gezogen wird. Die Zuhörer (und
-schauer!) erwartet ein einzigartiger Stil: Urban, funky und mit
einem fetten Sound aus HipHop, Drum’n‘Bass, Funk, Dance und Soul.
Wer glaubt, A Cappella hätte nicht genug Power, wer glaubt, er hat
schon alles in Sachen Vokalmusik gesehen, der wird hier schnell
eines Besseren belehrt. www.theboxettes.co.uk
Eintrittspreise: 25 €; erm. 22 €; Fördermitglieder: 20 €
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Sonntag, 16. Juni
10h und 15h Familienvorstellungen:
BELLISSIMA AUF HOHER SEE
60 junge Zirkuskinder im Alter ab 8 Jahren zeigen in einer Art
Zirkustheatermischung eine abenteuerliche bunte Geschichte eines
kleinen Jungen der als Blinder Passagiere mit einem Segelschiff auf
hoher See so manches Abenteuer bestehen muss bevor er wieder festen
Boden unter den Füßen bekommt. Eine Geschichte mit flinken
Matrosen, wilden Piraten, Schiffsgeister und seltsamen Passagieren.
Der Kinder und Jugendzirkus Bellissima bietet seit 18 Jahren Kurse
und Fortbildungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Speyer
an. Seit ca. 4 Jahren werden neben dem Kursen auch
Talentförderungen in Form von Ausbildung angeboten. Die Truppe die
hier zu sehen ist gehört zu dieser Ausbildungsgruppe. Zwischen 3
bis 5 Training in der Woche mit verschiedensten Schwerpunkte
jeweils abgestimmt auf die Ausbildungstruppe bieten eine intensive
künstlerische Basis für die Jungen Artisten. www.kinderzirkusbellissima-polaris.de
Eintrittspreise: 8 €; erm. 7 €; Fördermitglieder: 6 €
Sonntag, 16.
Juni 20h Moop Mama
Sieben Bläser, zwei Drummer und ein MC. Guerilla Gigs auf
Plätzen, in Parks, vor Unis, in besetzten Häusern, doch auch in
Clubs, auf Festivals. Die Zurückeroberung des öffentlichen Raumes
ist Konzept: Urban Brass. Immer und überall einsatzbereit.
Auch unverstärkt. Brachial laut. Heimlich leise. Moop Mama
bringt die Musik dahin wo sie gebraucht wird, sucht den Popsong
zwischen Intimität und Aufstand, zwischen Polemik und
Vielschichtigkeit. Rausgehen, mitreden, Fragen stellen, unbequem
sein, Standpunkt beziehen.
Münchens derzeit fetteste Bläsersätze und krasseste Rhymes.
www.moopmama.com
Eintrittspreise: 16 €; erm. 12 €; Fördermitglieder: 14 €
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Dienstag, 18. Juni
10h Schulvorstellung: MEDEA nach Euripides
Medea ist eine verratene und verlassene Frau die wahnsinnig
wird. Gilt das auch heute noch? Aus welchen Gründen hat sie ihre
Heimat verlassen und konnte sie sich in das neue Land integrieren?
Was trieb sie dazu ihre Kinder zu töten? Mit diesen und weiteren
Fragen haben sich die Jugendlichen bei der Erarbeitung dieses
schwierigen Stoffes beschäftigt. Dabei haben sie Texte
umgeschrieben, Szenen geändert und diese so in ihren Alltag
übertragen.
Die Gruppe BühnenRocker (Theatergruppe für Jugendliche ab 13
Jahren)
besteht seit der Spielzeit 2011/12 und ist ein
theaterpädagogisches Angebot des Kinder- und Jugendtheaters Speyer.
Dem Kurs liegt ein ergebnisorientierter Prozess zugrunde und wird
von der Schauspielerin und Theaterpädagogin Christina Beeck
geleitet.
Pro Nase: 5 €
20h MEDEA
siehe 10h
Eintrittspreise: 7 €; erm. 6 €; Fördermitglieder: 5 €
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Mittwoch, 19. Juni
20h PARALLELE WELTEN
Clowneskes Melodram - 100% familientauglich
Gibt es sie und wenn ja wie viele? Gibt es sie nur im Roman, der
Astronomie und der Quantenphysik oder auch direkt neben uns? Hat am
Ende nicht jeder seine eigene kleine Parallelwelt? Und was
passiert, wenn diese Welten nicht mehr parallel verlaufen sondern
durch ein kosmisches Ereignis, ein Wurmloch, simplen Zufall oder
auch nur ein unbedachtes Wort im falschen Moment, am falschen Ort
durcheinander gewirbelt werden?
Genau das passiert im Mikrokosmos des Cabarets der Clowns und
Clownetten von xundlachen e.V. – die kliniclowns im
rhein-neckar-kreis.
xundlachen e.V. hat seinen Sitz in Heidelberg, arbeitet aber
seit nun mehr 5 Jahren im gesamten Rhein-Neckar-Kreis – in
inzwischen 9 verschiedenen festen Einsatzorten von der Kinderklinik
über Alten- und Pflegeheim, Demenzstation bis zu mobilen Einsätzen
auf Anfrage. Die Besonderheit der Arbeit und des Spiels als
Klinikclown liegt in der Intimität und der Empathie bei der
Begegnung mit kleinen und großen, sehr jungen und schon sehr
betagten Menschen und ihren individuellen Bedürfnissen – auf einer
sehr kleinen Bühne, nämlich dem Krankenzimmer.
Zum 5jährigen Jubiläum schenkt sich der Verein nun ein
besonderes Projekt und präsentiert in einer wilden Mischung aus
Clownerie, Melodram und Mysterythriller sein erstes Abendprogramm
auf großer Bühne. Doch nicht um der großen Bühne willen - auch mit
dem Ziel, über weitere Aufführungen Spenden für den Verein zu
erarbeiten.
Wenn Sie sehen und miterleben wollen, ob und wie dieses
clowneske Melodram (bei aller Leidenschaft und Spannung 100%
familientauglich - in einer Altersspanne von 10 – 110 Jahren) zu
einem guten Ende kommt, dann schauen Sie vorbei
www.xundlachen.de
Eintrittspreise: 18 €; erm. 16 €; Fördermitglieder: 14 €
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Donnerstag, 20. Juni
20h MARK
FORSTER.KARTON. unplugged
Unbeschwert und ehrlich: So erobert der deutsche
Singer/Songwriter Mark Forster die iTunes-Charts. Den ersten
Plattendeal in der Tasche, streut der 28-jährige Rheinland-Pfälzer
seine bezaubernden Texte unter die geneigten Zuhörer. Die erste
Singleauskopplung "Auf dem Weg" landet blitzschnell im
meistgehörten Radioprogramm Deutschlands - das Debütalbum "Karton"
steht seit Anfang Juni in den Läden.
www.markforster.de
Eintrittspreise: 20 €; erm. 18 €; Fördermitglieder: 16 €
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Freitag, 21. Juni
15h Familienvorstellung: BÜHNENSTÜRMER
Mord im 5-Sterne Hotel
Die Gäste des exklusiven 5-Sterne Hotels werden von einem
Unbekannten in Angst und Schrecken versetzt. Einer nach dem anderen
wird während seines Aufenthalts das zeitliche segnen. Natürlich
entstehen Gerüchte und Spekulationen. War es die Putzfrau oder doch
die berühmte Sängerin Lady Koller? Diese spannende und lustige
Krimi Komödie entstand durch Improvisationen gemeinsam mit den
Kindern.
Theaterclub des Kinder- und Jugendtheaters Speyer, bestehend
seit 2010 unter der Leitung von Christina Beeck
Eintrittspreise: 7 €; erm. 6 €; Fördermitglieder: 5 €
20h DON
CAMILLO
Puppentheater für Erwachsenen und Jugendliche ab 12 Jahren
Mit der Soloinszenierung von „Don Camillo und Peppone“ hat sich
der Puppenspieler Markus Dorner einen langjährigen Traum
erfüllt.
Die unterhaltsamen Episoden aus den Romanen von Giovanni
Guareschi spielen hier in Pulcinella, dem Kuba Italiens“, diesem
ganz besonderen Örtchen zwischen Himmel und Hölle.
Spieler: Markus Dorner
www.puppentheater-dornerei.de
Eintrittspreise: 18 €; erm. 16 €; Fördermitglieder: 14 €
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Samstag, 22. Juni
15h
Familienvorstellung: TISCHLEIN, DECK DICH
Eselstreckdich, Knüppelausdemsack
Nach dem Märchen der Brüder Grimm
Das Märchen nach der Rezeptur der Brüder Grimm wurde von Horst
Günther zubereitet und von Markus Dorner aufgetischt. Ja, man muss
schon etwas tun, wenn es schmecken soll, und so ein sich immer
wieder selbst deckendes Tischlein ist eben nur ein Kindertraum.
So beginnt die Aufführung - Markus Dorner erzählt von seiner
ersten Begegnung mit dem Märchen und dass er später Puppenspieler
geworden ist, weil er da "wirklich ein bisschen zaubern kann". Die
Lust am Theaterspielen, das heitere Augenzwinkern beim Vorführen
märchenhafter Einfälle bleiben die ganze Aufführung hindurch
erhalten.
Spieler: Markus Dorner
www.puppentheater-dornerei.de
Eintrittspreise: 7 €; erm. 6 €; Fördermitglieder: 5 €
20h EUER DIENER, JOHANN
SEBASTIAN BACH
Ein romantisches Epos über das Leben von Bach
Theaterstück von Geert Kimpen für Kinder ab 6 und Erwachsene mit
Originalmusik von J.S.Bach
In einer abwechslungsreichen und spannenden Szenenfolge wird das
Leben von Johann Sebastian Bach in kindgerechter Form erzählt und
gespielt.
Das Publikum lernt dabei einen einzelnen Künstler-Menschen
kennen, mit all seinen Brüchen und Widersprüchen, der sich im
Spannungsfeld von Gehorsam und eigenem Streben nach Macht und
Erfüllung bewegt. Begleitet und unterstützt werden die Schauspieler
von einem Orchester, dass eine Auswahl Bach´scher Werke
präsentiert...
Es spielen: Angelika Baumgartner; Christian Birko-Flemming;
Marie-Sophie CasparUwe Heene; Götz Valter;
Musikalische Leitung: Markus Melchiori , Inszenierung: Matthias
Folz
Ein Projekt im Rahmen des Kultursommer-Mottos Rheinland-Pfalz
"Gott und die Welt" 2012
Eintrittspreise: 14 €; erm. 12 €; Fördermitglieder: 10 €
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Sonntag, 23. Juni
10h Helferfrühstück
Eingeladen sind alle ehrenamtlichen Festival-Helfer, ohne die
dieses Festival nicht zu realisieren wäre. DANKE
10h und 15h Familienvorstellungen: DER
ZEITGEIST
16 Nachwuchsartisten aus der Talentschmiede
Bellissima
Anspruchsvolles Zirkustheater für die ganze Familie
Jede Zeit hat ihren Geist, sagt ein altes Sprichwort. Doch
genauer betrachtet stellt man ernüchternd fest, es ist stets der
gleiche Geist, mit der gleichen Absicht, den gleichen Motiven, nur
seinen Tarnanzug ändert er bisweilen.
Eine Zirkusgeschichte über die Freiheit. Haben wir eine freie
Wahl, oder folgen wir ständig den Verlockungen unserer
Zeitgeister.
Die Geschichte handelt von den ewigen gleichen Abläufen des
menschlichen Lebens. Von den Zeitgeistern und der Manipulation
deren wir alle von klein auf ausgeliefert sind. Den Tabus der
Eltern mit der Sie in bester Absicht ihre Kinder erziehen. Den
eigenen Ängsten sowie den Verlockungen der Zeit denen wir folgen,
ohne dass wir es wissen. Die Nachwuchstruppe entführt den Zuschauer
auf eine amüsante Reise in der wir uns oft selbst erkennen und
bietet aber auch immer wieder in eine wunderbare phantastisch bunte
Welt voller Möglichkeiten an, in der wir alle gerne
wären.www.kinderzirkusbellissima-polaris.de
Eintrittspreise: 8 €; erm. 7 €; Fördermitglieder: 6 €
20h
TANZDIALOG
Zauber der Worte - Zaubertanz
„Tanzdialog“: Das ist das getanzte Wort, der gesprochene Klang
und der tönende Tanz mit der außergewöhnlichen Tänzerin Laura
Brückmann, dem einfühlsamen Musiker Rainer Brückmann und dem
bekannten persischen Märchenerzähler Reza Maschajechi.
Tanzdialog heißt - raus aus den „behinderten Sonderwelten“, rein
ins ganz normale Vergnügen, ins Theater des Lebens.
www.inclusion-life-art-network.de
Eintrittspreise: 18 €; erm. 16 €; Fördermitglieder: 14 €
Text und Foto: Kinder- Jugendtheater Speyer, Presse
09.05.2013
Zeltfestival Kulturbeutel 2013 : "Malediva" fällt aus
Die
Veranstaltung am 16.6. um 20.00 Uhr – „Malediva“ muss
krankheitsbedingt ausfallen.
Speyer: Die bereits im Vorverkauf gekauften
Karten können an den Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden, das
Geld wird erstattet. Als Ersatzprogramm präsentieren wir an diesem
Abend „Moop Mama“. Sieben Bläser, zwei Drummer und ein MC. Guerilla
Gigs auf Plätzen, in Parks, vor Unis, in besetzten Häusern, doch
auch in Clubs, auf Festivals.
Die Zurückeroberung des öffentlichen Raumes ist
Konzept: Urban Brass. Immer und überall einsatzbereit. ch
unverstärkt. Brachial laut. Heimlich leise.
Moop Mama bringt die Musik dahin wo sie gebraucht
wird, sucht den Popsong zwischen Intimität und Aufstand,
zwischen Polemik und Vielschichtigkeit. Rausgehen, mitreden,
Fragen stellen, unbequem sein, Standpunkt beziehen. Münchens
derzeit fetteste Bläsersätze und krasseste Rhymes.
Der Eintritt für diese Veranstaltung kostet 16,-
ermäßigt 14,- Euro. Das komplette Kulturbeutel-Programm finden Sie
aus www.theater-speyer.de
Kinder- und Jugendtheater Speyer, Presse
02.05.2013
Hasti Radpour aus Linköping - Schweden Stipendiatin Künstlerhaus Speyer 2013
Hasti Radpour aus Linköping / Schweden Stipendiatin Künstlerhaus Speyer 2013
Die Malerin Hasti Radpour wird als 26. Stipendiatin in den
Sommermonaten im Künstlerhaus leben und arbeiten. Um das Stipendium
hatten sich 10 Künstler aus dem europäischen Ausland beworben. Nach
einem intensiven Auswahlverfahren einigte sich die Jury in einer
eindeutigen Mehrheit auf Hasti Radpour. Die diesjährige
Stipendiatin wurde von der MECINE-Stadt Linköping / Schweden
vorgeschlagen. In diesen Tagen konnte ihr OB Hansjörg Eger die
Einladung von Stadt und Künstlerbund Speyer aussprechen.
Hasti Radpour ist 32 Jahre alt, wurde im Iran geboren, ging dort
zur Schule, studierte und machte ihr Diplom an der Kunsthochschule
in Teheran. Schon dort interessierte sie sich sehr für figurative
Malerei, aber durch ihr Interesse am Menschen bekam sie schon bald
Probleme mit einer Kunstauslegung, die das Körperliche nicht
zulässt. Ohne es zu wollen kam sie in die politische Kritik. Sich
nur auf abstrakte Darstellungen zu beschränken, wie ein
wohlmeinender Professor ihr riet, kam für sie nicht in
Frage.
2007 verließ sie den Iran, um ein freies Leben in der Kunst zu
führen, in einem Land, „wo ich mich ausdrücken kann, wie ich es
will“. Seit dieser Zeit lebt sie in Schweden, wo sie in Linköping
ein eigenes Atelier hat. Neben ihrer freien, künstlerischen
Tätigkeit hat sie nach ihrer Übersiedlung an der Universität
Linköping Design und Kunsthandwerk studiert und den Bachelor
erworben. Sie beteiligte sich seither an vielen
Gruppenausstellungen, aber auch einige Einzelausstellungen kann sie
vorweisen.
Viele ihre Arbeiten sind inspiriert von der klassischen,
persischen Kunst. Daneben sind es aber auch immer wieder Themen,
die sich mit der Rolle der Frau, ihrer Rechte und Freiheiten
beschäftigen.
Hasti Radpour wird für drei Monate nach Speyer kommen. Von
Anfang Juni bis Anfang September wird sie im Künstlerhaus Speyer in
der Großen Sämergasse 1a leben und arbeiten, am letzten Wochenende
im August ist eine Werkschau geplant.
Weitere Informationen zu >> Hasti Radpour
Das seit 1988 vergebene Internationale Stipendium Künstlerhaus
Speyer ist ein Arbeits- und Anwesenheitsstipendium. Für die Dauer
des Aufenthalt erhalten die Stipendiaten freie Unterkunft im
Künstlerhaus und einen Zuschuss zu den Lebenshaltungskosten. Mehr
zum >>
Stipendium
Künstlerbund Speyer, Presse
13.02.2013
Voca People begeistern mit "überirdischem Gesang" im Rosengarten
pm.Mannheim-
Was für eine außergewöhnliche, bisher nicht
dagewesene und kurzweilige Show!
Acht intergalaktische Sängerinnen und Sänger sorgten mit ihrem
höchst professionellen A-capella-Gesang für Standing Ovations im
ausverkauften Musensaal des Rosengartens.
Gesanglich auf höchstem Niveau befindliche Interpretationen
von Mozart, ABBA, Michael Jackson, Queen bis Beethoven und
Carl Orff regten das Publikum zum Mitmachen, Mitsingen und
Applaus an. Voca People sorgten in ihrem 90minütigen Konzert für
ausgelassene Stimmung. Diese dürfte wohl kaum in der paralell
stattfindenden Veranstaltung der "Kastelruther
Spatzen" übertroffen worden sein. Was für ein
Kontrastprogramm im Rosengarten. Live und ohne irgendwelche
Instrumente erzeugten Voca People eine musikalische
Klangfülle, die den Besucher immer wieder in
Staunen versetzte.
Geschickt
wurde das Publikum im Saal oder auf der Bühne in
die musikalisch komödiantischen Späße der intergalaktischen
Superstars auf der unterhaltsamen Reise durch die
Musikgeschichte mitgenommen.
Teilweise hautnah konnten die stimmlichen Möglichkeiten
der Protagonisten gehört und die faszinierende Mimik gesehen
werden. Voca People erzeugte einen musikalischen Hochgenuss,
dessen Spannungsbogen in einem furiosen Finale endete und der
alle Besucher von ihren Sitzen riss.
Beidseitige
große Wertschätzung war auch bei der
anschließenden "Autogrammstunde" der Voca People mit ihrem
Publikum zu erkennen. Geduldig wurden auf allen möglichen
Gegenständen intergalaktische Autogramme geschrieben und
geduldig für Fotos posiert.
Einziger "Wermutstropfen" war allerdings die Sprache. Nicht
Englisch, nicht Deutsch, nein - eine intergalaktische Sprache,
die manchmal an "Tele Tubbis" erinnerte, war die Sprache des
Abends. Was soll's, Musik ist eine Sprache, die Welten
verbindet - so auch an diesem grandiosen und garantiert
unvergesslichem Musikabend im Mannheimer Rosengarten.
Wer diese faszinierende Show selbst erleben möchte, hat dazu
noch die Möglichkeit, sofern Karten die Karten noch nicht
ausverkauft sind, in:
Mannheim, vom 09. - 10. Februar 2013 Rosengarten
Musensaal
Baden-Baden vom 12. - 14. Februar 2013 Baden-Baden
Festspielhaus
Karlsruhe vom 08.-10.03.2013 in der Stadthalle
Foto: pem
09.02.2013
Voca People in Mannheim - Bilderalbum
Hambacher Schloss im neuen Gewand
Max Dudler
erhält den DAM-Preis für grandiose Neugestaltung
Für den Weiterbau des Hambacher Schlosses bei
Neustadt an der Weinstraße erhält Max Dudler heute den DAM Preis
für Architektur in Deutschland, den das Deutsche Architekturmuseum
vergibt. Ausgezeichnet wird der Berliner Architekt im Rahmen einer
Ausstellungseröffnung, bei der die 22 besten Architekturprojekte
des vergangenen Jahres in oder aus Deutschland präsentiert
werden.
Im Mittelpunkt von Dudlers Arbeit stand der Neubau
des Restaurants, das neben dem Hambacher Schloss entstand und mit
dem der Architekt das Prinzip des Weiterbauens der historischen
Ringmauern konsequent verfolgte. Bei der Neugestaltung der Anlage
kam vor allem lokaler Buntsandstein zum Einsatz. „Zwischen all der
Kurzlebigkeit heutiger Trends entsteht Zeitlosigkeit. Dudler umgibt
den Ort europäischer Geschichte mit einer räumlichen Schutzschicht,
die subtil rahmt und wehrhaft stützt, die Geschichte nicht nur
fortschreibt, sondern diese erst lesbar macht“, befand die Jury,
der Kuratoren, Architekten und Architekturkritiker unter Vorsitz
von Roger Diener (Diener & Diener Architekten, Basel/Berlin)
angehörten. Umbau und Erweiterung des Hambacher Schlosses hatten
die Jurymitglieder vollends überzeugt; sodass sie Dudler einstimmig
zum Gewinner des diesjährigen DAM-Preises wählten.
Sie befanden weiter: Mithilfe der gestalterisch
hochwertigen und zurückhaltenden Arbeit von Max Dudler und seinem
Team sei es der öffentlichen Hand gelungen, im Umgang mit einem
historischen Baudenkmal einen zukunftsträchtigen und vorbildlichen
Beitrag für die zeitgenössische Architektur im Bestand zu
leisten.
„Das Hambacher Schloss macht unser geschichtliches
und kulturelles Erbe für alle Generationen hervorragend erfahrbar.
Dazu wurde es seit 2006 in beeindruckender Weise umfassend saniert
und modernisiert. Dank Max Dudler, der die Geschichte des Schlosses
mit moderner Architektur ansprechend und außergewöhnlich verbinden
konnte, hat es weiter an Attraktivität für Besucherinnen und
Besucher gewonnen“, sagte die rheinland-pfälzische Kulturministerin
Doris Ahnen. Dass Dudlers Arbeit und die seines Teams nun mit dem
renommierten DAM Preis für Architektur in Deutschland gekrönt
werde, sei ein schönes Kompliment, so die Ministerin weiter.
„Ich freue mich sehr, dass die Arbeit von Max
Dudler die Jury in einer solchen Klarheit überzeugen konnte“, fügte
der Vorsitzende der Stiftung Hambacher Schloss,
Kulturstaatssekretär Walter Schumacher, hinzu. Offenbar habe man
auch im Land ein gutes Gespür besessen, als Max Dudler mit der
Neuausrichtung der Gedenkstätte der deutschen Demokratiebewegung
nach gewonnenem Wettbewerb beauftragt worden war. Insgesamt
investierte die Landesregierung bislang mehr als 20 Millionen Euro
rund um das Hambacher Schloss, um einen würdigen Rahmen für die
Erinnerung an die Wurzeln der deutschen Demokratie und zugleich ein
zeitgenössisches Forum für Kultur und Politik zu schaffen.
Max Dudler selbst sagte zu seinem preisgekrönten
Konzept: „Wir wollten die historischen Zeiten herausarbeiten, das
Historisierende wegnehmen. Das Historische ist historisch, das Neue
neu. Das Alte kommt so viel mehr zum Tragen.“ Der Architekt war
bereits 2010 mit dem Jakob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum, der
Bibliothek der Berliner Humboldt-Universität, schon einmal in der
engeren Auswahl für den DAM-Preis. Seit 1992 leitet Dudler sein
eigenes Architekturbüro mit Niederlassungen in Berlin, Frankfurt am
Main und Zürich. stk-rlp, Presse; Foto: spk
28.01.2013
Kulturtage Speyer: Lyra Speyer startet neues Chorprojekt
Probenstart
mit Musicals und Popsongs für Benefizkonzert
Vom 19. April bis 5. Mai 2013 finden die 23. Speyerer Kulturtage
statt. Der bekannte Gesangverein Lyra Speyer beteiligt sich mit
einem hochkarätig besetzten Benefizkonzert zugunsten des Bauvereins
der Johanneskirche Speyer und bietet Interessierten die Gelegenheit
zum Mitmachen.
Regelmäßig ausverkaufte Konzerte in der Stadthalle Speyer und im
Umland, bekannte Stargäste und ein renommiertes Orchester sind das
Markenzeichen des weithin bekannten Gesangvereins mit seinem
Musicalchor „Euro Voices“, der im letzten Jahr sein 10-jähriges
Bestehen feierte. So stand im vergangenen Frühjahr die
international bekannte Sängerin und Schauspielerin Angelika Milster
gemeinsam mit den Chören auf der Bühne und riss das Publikum zu
Begeisterungsstürmen hin.
In diesem Jahr beteiligt sich die „Lyra“ mit einem
Benefizkonzert an den Kulturtagen und verbindet hierbei ein Event
der Extraklasse mit sozialem Engangement, auf das der Verein großen
Wert legt: Vom Erlös des Konzertes wird die Erhaltung der
Johanneskirche Speyer unterstützt.
„Sternstunden – Highlights aus Musical und Pop“, so der Titel
des Konzertes. Auf dem Programm stehen u.a. die bekanntesten Titel
aus den beliebten Musicals „Tanz der Vampire“, „Tarzan“, „Phantom
der Oper“ und „Starlight Express“ sowie große Pophymnen von Michael
Jackson, Whitney Houston u.v.a.
Stargast des Abends ist Sopranistin Claudia Fiddicke, die unter
anderem bereits mit Angelika Milster auf der Bühne stand. Ihre Fans
dürfen sich auf ein breitgefächertes Programm freuen, in dem die
Künstlerin ihre ganze Bandbreite vom klassischem Musical bis hin zu
mitreißenden Popsongs präsentieren wird. Zu den Höhepunkten zählen
sicher auch ihre gemeinsamen Stücke mit dem Chor, die – wie alle
anderen Titel auch - jeweils eigens für diese Auftritte von dem
russischen Starpianisten Dmitrij Koscheew arrangiert werden.
Professionell begleitet werden die Künstler vom Ensemble
„Salonissimo“ unter der Leitung von Frank Ringleb.
Die Proben für das Chorprojekt beginnen ab sofort, Probentermine
jeden Mittwoch von 20:00 bis 21:30 in der Cafeteria des
Seniorenstifts Bürgerhospital, Mausbergweg 110 (direkt an der
Bushaltestelle).
Wer jetzt Lust aufs Mitmachen bekommen hat: weitere
Informationen gibt es unter www.lyra-speyer.de oder bei
Chorsprecherin Manuela Seipel unter 06236/54256 sowie bei
Chorleiter Wolfgang Herzing, Telefon 06232/36149. GV Lyra
Speyer, Presse
13.01.2013
„Ein Herz für Kinder“ Porträt von Marianne Sägebrecht, einmaliges Kunstwerk von Rainer Magold ersteigern
SIE
zählt zu den besten Schauspielerinnen Deutschlands und ER zu den
renommiersten expressionistischen Malern: Marianne Sägebrecht
und Rainer Magold.
1984 gelang Marianne Sägebrecht der Durchbruch mit der Komödie
„Zuckerbaby“, dem in Deutschland, beim Film-Festival New York 1985
und dem darauf folgenden amerikanischen Filmstart ein großer Erfolg
beschieden war. Dieser veranlasste Percy Adlon 1987, die
bayerisch-amerikanische Komödie „Out of Rosenheim“ in der
Mojave-Wüste in Kalifornien in Szene zu setzen. Dieser Film
erlangte KuIt-Status, wurde mit dem Bundesfilmpreis geehrt und war
mit der 1989 folgenden deutsch-amerikanischen Film-Produktion
„Rosalie goes shopping“, dem deutschen Wettbewerbsbeitrag' der
Filmfestspiele Cannes 1990, sowohl bei der Filmkritik als auch an
den deutschen Kinokassen und bei einem weltweiten internationalen
Publikum äußerst erfolgreich. Fortan spielte sie an der Seite von
renommierten, internationalen Schauspielern wie Michel Picccoli
(„Martha und ich“), Richard Dreyfuss („Moon over Parador“), Michael
Douglas, Danny DeVito und Kathleen Turner („Der Rosenkrieg“), John
Malkovich („Der Unhold“), Gerard Depardieu („Asterix und Obelix“)
u.a. Das neueste Filmprojekt kam am 1. November 2012 in die Kinos.
In der Generationen-Komödie „Omamamia“ verwandelt Marianne
Sägebrecht sich in eine Oma, die nach dem Tod ihres Mannes in Rom
auf eine Papst-Audienz hofft und dabei allerlei Kurioses
erfährt.
Im Rahmen der eBay-Charity-Auktionen zugunsten von „Ein
Herz für Kinder“ haben wir ein ganz besonderes Angebot für Sie,
dass Sie sich nicht entgehen lassen sollten. Ersteigern
Sie Rainer Magolds Porträt von Marianne Sägebrecht, das auf der
Rückseite von beiden Künstlern signiert wurde. Machen Sie mit und
lassen Sie sich nicht die Chance entgehen, diese besondere
Kunstwerk zu ergattern.
Hier geht's zur Auktion: http://shop.ebay.de/merchant/ein.herz.fuer.kinder
Rainer Magold und die Kunst Der expressionistische
Maler Rainer Magold ist in einer Welt der modernen Malerei
aufgewachsen. Sein Vater war lizenzierter Maler der
Kunstakademie München. Einer ersten Ausstellung in London (1970)
folgten Studienaufenthalte oder Ausstellungen in Italien. Marokko,
Algerien, Tunesien, Brasilien, Dänemark, Schweden, Frankreich,
Holland, Belgien, China, Hongkong, Jugoslawien, Israel, Schweiz,
Spanien, Österreich, Sri Lanka; zuletzt in Deutschland, Breslau,
Wien, New York, London. Joseph Beuys bestärkte Rainer Magold in der
„Freien internationalen Hochschule für Kreativität,und
interdisziplinäre Forschung“ konsequent seinen eigenen Weg zu
gehen.
Er hat mit vielen international bekannten Designern und
Künstlern gearbeitet. Seine Bilder hängen bei Kunstsammlern in der
ganzen Welt. Besonders bekannt ist er für seine Expressionistischen
Frauenbilder und seine sogenannten „Pech-bilder“; einzigartig in
der Welt. Für 2013 sind Ausstellungen in China, Italien, Frankreich
geplant. Rainer Magold hat sich ganz der Kunst verschrieben. Er
selbst bezeichnet es als Leben zwischen Frust und Flow wie er es
auch bei anderen Kunstfreunden z.B. Joseph Beuys, Markus Lüpertz
und bei seinem Vater erlebt hat. Expressionismus bedeutet Vieles
neu zu überdenken und stellt Denkgewohnheiten in Frage. Diese Kunst
kann uns vor der gefährlichen emotionalen und geistigen
Gleichschaltung durch Medien und Politik bewahren. Sie schenkt „dem
Menschen“ lebensnotwendige Freiräume; denn nur die Höhe des
Menschen, wie sehr er sein Leben selbst steigert, das ist der
Mensch. Magold entwickelte auf einzigartige Weise klassischen und
abstrakten Expressionismus in diesem Jahrhundert weiter.
Eindringlich mit seinen großzügigen Strichen und dick aufgetragenen
Farben immer mit viel Struktur und oft mehrschichtigen
Farbauflagen. In der Nähe sind auch, seine meist Frauenbilder,
abstrakt und erst mit Abstand erkennbar.
Sein
unverwechselbarer Malstil versucht nicht die genaue Abbildung
widerzuspiegeln, sondern das vorherrschende Seelenleben oder die
Ausstrahlung die Aura seiner Portraits, Musen usw. Er will die
Personen kennenlernen, muss sich in sie verlieben, um sie zu malen.
Er sagt: „Ich suche ein ästhetisches Konzept, wobei ich versuche,
mir möglichst viele Ausdrucksmöglichkeiten offen zu halten.“
Magolds Brüche auf der Haut versinnbildlichen die Verletzungen der
Seele, bzw. auch die Brüche im Leben. Wie oft kommt es durch ein
unerwartetes Ereignis anders als wir wollten. Magold
versinnbildlicht das Abenteuer „Leben“. Er gibt uns Fantasie und
Zuversicht. Die intensiven Rot und Lila- Töne zeigt die Vitalität
und die großzügigen Striche der Aura lassen die Frauen leben. Die
Schwingung soll auf den Betrachter übergehen ihn mit hineinnehmen
und anregen ihn zu bereichern. Seine abstrakten Bilder sind die Tür
zu einer unbekannten leiblich-seelischen Dimension. Eine nicht
erfassbare Tiefe visualisiert erlebbar, tastbar und greifbar
machen. Magolds Malerei reflektieren im klassischen Sinn seine
tiefe, vielfältige und umfassende, imaginative Kraft die die innere
und äußere Realität wiedergeben.
Jedes Bild hat ein kleines Geheimnis was sich nicht sofort für
den Betrachter erschließt und zum mehrmaligen Besuch anregt. Sich
mit Rainer Magolds Kunst zu befassen geben dem Besitzer neue
Spielräume und erschließen Welten die das Leben bunter, anregender
spannender und schließlich menschlicher machen. Sie ermöglichen
Freiraum zu vermitteln und geben so einen Sinn für das Wesentliche.
Einen „original Magold“ zu erwerben entzieht sich dem rationalen
Verständnis und geht weit über den marktwirtschaftlichen Wertaspekt
hinaus. Es greift in ihr Leben, gibt Ihnen positive Schwingungen,
erschließt neue Welten mit anderer Sichtweise und Denkanstößen,
macht Ihre Welt bunter und schafft Ihnen Freiraum für das
Wesentliche. Weitere Informationen: www.rainer-magold.de
08.12.2012
70. Geburtstag von Dieter Wedel am 12.11.
Beck: Rückblick auf eine beeindruckende
Karriere
Am 12. November feiert Dieter Wedel seinen 70.
Geburtstag. Ministerpräsident Kurt Beck würdigte aus diesem Anlass
die beeindruckende Karriere Wedels als Theaterkritiker, Intendant,
Autor, Regisseur und Film- und Fernsehproduzent.
„Ihre Inszenierungen und Charaktere überzeugen
durch Authentizität, so wird selbst aus mythischem Stoff
eindringliche Sozialkritik am Puls der Zeit“, so der
Ministerpräsident in seinem Glückwunschschreiben. Dabei stünden in
Wedels Werken nicht die „großen Emotionen“ im Vordergrund, sondern
„ehrliche Gefühle’“, Realitätsnähe und Geschichten von Belang.
Dieter Wedel verfüge über ein außergewöhnliches
Talent und habe immer wieder bewiesen, dass er sein Publikum zu
begeistern vermag. Der Ministerpräsident dankte dem langjährigen
Intendanten der Nibelungen-Festspiele für sein kreatives Schaffen
in Worms. Sein Schreiben an Dieter Wedel schloss Beck mit den
besten Wünschen für die Zukunft.
Dieter Wedel wurde 1942 in Frankfurt am Main
geboren. Seit 2004 ist er Intendant der Nibelungen-Festspiele in
Worms. Vom 5. bis 21. Juli 2013 finden am Wormser Kaiserdom die 12.
Nibelungen-Festspiele statt. Auf dem Spielplan steht eine
Neuinszenierung der Nibelungen-Sage nach Friedrich Hebbel. Die
Regie führt zum wiederholten Male der Festspiel-Intendant selbst.
stk.rlp, Presse
11.11.2012
"Kids to Keys" Wettbewerb in Herdecke, Dominic Plein zieht ins Finale ein!
Dominic Plein bei der Probe, kurz vor dem aufregenden Halbfinale
Beim Halbfinale des Musikwettbewerbes „Kids to
Keys“ in Herdecke, im Rahmen des Tastenfestivals, hat es Dominic
Plein zusammen mit seinem Keyboardlehrer Josef Sternberger (
Musikschule Sternberger ) ins Finale geschafft.
Am Sonntag trat Dominic gegen 40 Mitbewerber vor
einer hochkarätigen Jury an. Das Musikstück, welches extra für
diesen Wettbewerb geschrieben wurde, setzte er in seinem Vortrag
souverän um. Er begann mit einem Klaviervorspiel, startete dann die
Begleitung und begann zu singen. Dies gelang so gut, dass die Jury
fasziniert zuhörte. Im Improvisationsteil spielte er E.Piano und
lies einen Scatgesang ala Louis Armstrong erklingen. Gegen Ende des
Songs wechselte er wieder aufs Klavier und spielte gekonnt zu
Ende.
Nach dem alle vorgespielt hatten, trat die Jury
vors Mikrofon und verkündete die Finalteilnehmer. Mit Spannung
wurde die Entscheidung der Jurymitglieder dieses bundesweiten
Wettbewerbes erwartet. Trotz starker Konkurrenz hat es Dominic
wieder geschafft.
Das Finale findet dieses Jahr in Mannheim in der
Popakademie unter der Schirmherschaft von Professor Udo Dahmen
statt. Er unterstützt die E-Sound Competition, weil sie "eine
Plattform schafft, auf der junge, talentierte Keyboarder ihre
Fähigkeiten demonstrieren können." Am Samstag den 1. Dezember ab
10.00 Uhr kann man sich von der Leistungsfähigkeit der
Nachwuchs-Keyboarder überzeugen, da der Wettbewerb öffentlich
ist.
Nach der großen Freude wird jetzt in der
Musikschule Sternberger auf das Finale hingearbeitet. Dominic wird
jetzt wieder viel Zeit mit seinem Musikinstrument und natürlich mit
seinem Mikrofon verbringen, bis zum Finale alles klappt.
In der Musikschule findet ab Dienstag, den
6.11.12 bis Freitag, den 9.11.12 von 14.00 – 18.00 Uhr eine Woche
der Offenen Tür statt. Schauen sie vorbei und erleben sie Schüler
beim Keyboard- und Klavierunterricht.
03.11.2012
Ehrenmitglied Jean Cox im Alter von 90 Jahren verstorben
Am vergangenen
Sonntag, 24. Juni ist der Tenor Jean Cox im Alter von 90 Jahren
verstorben. Die Nachricht hat im Nationaltheater große
Betroffenheit ausgelöst. Mit ihm verliert das Haus ein
Ehrenmitglied, das über mehr als drei Jahrzehnte das internationale
Operngeschehen entscheidend mitgeprägt hat.
Jean Cox debütierte in Mannheim 1959 als Alfred in La
Traviata und stärkte in den Ausbaujahren des Opernensembles
nach dem Zweiten Weltkrieg den Ruf des Mannheimer Ensembles weit
über die Grenzen der Stadt. Ausgehend vom italienischen Repertoire
erschloss er sich in den 60er und 70er Jahren das Fach des
Heldentenors, in dem er weltweit feiern konnte. Das Mannheimer
Publikum eroberte er im Sturm und blieb dem Nationaltheater während
seiner langen aktiven Sängerkarriere treu. Noch 1989 demonstrierte
er in der großen Partie des Kapitän Vere in Brittens Oper Billy
Budd sein stimmliches Vermögen und seine überragende
Bühnenpräsenz. Als Aegist in der Strauss’schen Oper Elektra
verabschiedete er sich 1996 in Mannheim von der Bühne.
Cox stammte aus Gadsden/USA und studierte zunächst an der
Universität von Alabama und in Boston. Er setzte seine Studien in
Rom fort und erhielt erste Engagements in Kiel und Braunschweig, wo
er von den Mannheimern entdeckt wurde. Neben dem festen Engagement
in Mannheim gehörte er zum Ensemble der Münchner und Wiener
Staatsoper und war über viele Jahre in Bayreuth unter anderem als
Stolzing, Lohengrin, Siegfried und Parsifal zu sehen. Er gastierte
an allen großen Häusern der Welt und stand an bis zu 180 Abenden im
Jahr auf der Bühne.
Die Stadt dankte ihm diesen Einsatz und ernannte Jean Cox 1977
zum ersten Mannheimer Kammersänger überhaupt und einige Jahre
später zum Ehrenmitglied des Ensembles. „Mit Jean Cox verliert das
Nationaltheater eine große Sängerpersönlichkeit, die in Mannheim
immer unvergessen bleiben wird“, betont Lutz Wengler,
Stellvertretender der Generalintendantin. „Seine Auftritte sind
legendär und bis heute muss sich das Haus an den Maßstäben messen
lassen, die Jean Cox gesetzt hat.“ Nationaltheater Mannheim,
Presse
Domkantor Alexander Lauer triumphiert mit LandesJugendChor Saar in Frankfurt
Ensemble
holt gleich drei Preise beim Deutschen Chorfest-Wettbewerb
ljc.Frankfurt. Im Rahmen des Deutschen
Chorfestes 2012 wurde am vergangenen Wochenende in Frankfurt am
Main auch der zweite Internationale Chorwettbewerb des Deutschen
Chorverbands ausgetragen. Mehr als 80 Chöre stellten sich dabei
einer ebenso kritischen wie kompetenten Jury. Der LandesJugendChor
Saar unter der Leitung des Speyerer Domkantors Alexander Lauer war
dabei gleich dreifach erfolgreich: Er holte den ersten Preis in der
Kategorie „Alte Musik“, war zweiter Preisträger in der Kategorie
„Moderne“ und erhielt zudem den Sonderpreis „Bester Chor aller
Kategorien“.
„Wahnsinn, unfassbar, total unerwartet“, freuten
sich da die Sängerinnen und Sänger nach der Preisverleihung.
Schon bei seinen Konzertauftritten, bei denen der
Chor Werke von John Bennet, Pierre Passereau, Clément Janequin,
Zoltán Koldály und Hans Schanderl präsentierte, war das Ensemble
von der Jury als „lebhafte und überaus beweglich agierende Truppe“
gelobt worden. Nach dem zweiten Wettbewerbsauftritt am Samstag
nachmittags dann bei der Bekanntgabe der Preisträger die freudige
Überraschung: Erster Preis in der Kategorie „Alte Musik“
(Leistungsstufe A), zweiter Preis in der Kategorie „Moderne“
(Leistungsstufe A). Schließlich dann noch der Sonderpreis „Bester
Chor aller Kategorien“, der mit einer CD-Produktion beim
Deutschlandradio verbunden ist. Damit hatte kaum einer gerechnet,
zumal die meisten Chormitglieder zuvor noch nie an einem
Chorwettbewerb teilgenommen hatten.
Ein
großartiger Erfolg auch für Alexander Lauer und seine Frau Stefanie
Fels-Lauer, die den Chor seit 2008 als Projektchor des
Saarländischen Chorverbandes aufgebaut haben und bis heute
betreuen. “Der Wettbewerbsgedanke hat den Chor zusammengeschweißt”,
berichtet Alexander Lauer, “ stolz sind wir vor allem darauf, dass
bei beiden Wettbewerbssingen der Funke auf das Publikum
übergesprungen ist und wir immer überschwänglichen Applaus bekamen.
Viele Konzertbesucher kamen extra ein zweites und ein drittes Mal,
um uns zu erleben. Das war für uns alle ein einzigartiges
Erlebnis“, so der Chorleiter.
Live dabei in Frankfurt war auch die Präsidentin
des Saarländischen Chorverbandes, Marianne Hurth. Sie freute sich
über “ein tolles Geschenk zu unserem Jubiläum!“ Der Saarländische
Chorverband feiert nämlich in diesem Jahr seinen 150. Geburtstag -
unter anderem mit einem großen Chorfest am 25. August in
Saarbrücken, bei dem der LandesJugendChor seinen nächsten großen
Auftritt hat.
Der Internationale Chorwettbewerb war integriert in
das Deutsche Chorfest, bei dem sich vom 7. bis zum 10. Juni in
Frankfurt fast 500 Chöre mit rund 20.000 Sängerinnen und Sängern
aus der ganzen Welt trafen (Info: www.chorfest.de). Die Sängerinnen
und Sänger des LandesJugendChors Saar nutzten die Gelegenheit, auch
andere hochkarätige Ensembles mit unterschiedlichsten Chorklängen
zu erleben, ihren Horizont zu erweitern und neue Kontakte zu
knüpfen. Chorleiter Alexander Lauer: „Frankfurt 2012 lieferte uns
Anregungen und neue Ideen für unsere weitere Arbeit“.
Der
LandesJugendChor Saar, der in den letzten Monaten auch schon im
Speyerer Dom zu Gast war, wurde 2008 vom Saarländischen Chorverband
ins Leben gerufen, um jungen Menschen die Möglichkeit zu geben,
sich stimmlich und musikalisch weiterzuentwickeln und auf hohem
Niveau Chormusik zu erarbeiten und zu erleben.
Geleitet wird der Chor vom Verbandschorleiter
Alexander Lauer - seit wenigen Monaten Kantor am Dom zu Speyer -
und seiner Frau Stefanie Fels-Lauer. Der junge Chor, der seit
seiner Gründung vom Publikum begeistert angenommen wird, kann
bereits auf eine Vielzahl von Konzerten sowie Rundfunkübertragungen
zurückblicken, darunter Auftritte beim Tag der Deutschen Einheit in
Anwesenheit von Bundespräsident und Bundeskanzlerin. Für den Chor
werden ständig neue Mitglieder gesucht, vor allem in den
Männerstimmen. Voraussetzungen dafür sind natürlich eine gute
Stimme und möglichst auch Notenkenntnisse. Weitere Infos unter:
www.saarlaendischer-chorverband.de Fotos:
sfl
13.06.2012
Phantasiebegabter Poet, Drucker und Literaturvermittler -
Artur Schütt
mit der Ehrennadel der Stadt Speyer ausgezeichnet
Von Gerhard Cantzler
“Phantasiebegabter Poet, Drucker,
Literaturvermittler” - Begriffe, die in Speyer seit langem synonym
genannt werden für Artur Schütt, der heute aus der Hand von
Oberbürgermeister Hansjörg Eger die Städtische Ehrennadel
entgegennehmen durfte. “Agent der Poesie, Worttänzer, Begeisterer”,
so Eger, seien weitere Begriffe, die für den langjährigen Leiter
des Gymnasiums am Kaiserdom, Pfalzpreisträger und Begründer der
Speyerer Literaturtage stünden. Und deshalb war die Eröffnung der
9. Ausgabe dieser ganz besonderen Kulturveranstaltung, die in
zweijährigem Rhythmus abgehalten wird, sicher der geeigneteste
Rahmen, um die hohe Auszeichnung zu übergeben, zumal Schütt vor
wenigen Wochen erst seinen 80. Geburtstag feiern durfte.
Groß war
deshalb auch der “Auftrieb” im Kulturhof Flachsgasse, als Hansjörg
Eger zu seiner Laudatio auf den wie immer bescheiden im Hintergrund
verweilenden Jubilar anhob - Bürgermeisterin Monika Kabs,
Beigeordneter Dr. Wolf Böhm, Alt-OB und Kunstfreund Werner
Schineller, der sich - so Eger - in der Winkeldruckerey bis heute
immer wieder gerne “die Hände schmutzig macht”, Mitglieder des
Stadtrates, der Hausherr, Kunstvereins-Vorsitzender Franz
Dudenhöffer sowie die zahlreichen Handpressendrucker aus Nah und
Fern, die “für drei Tage ihre Kellerdruckereien verlassen” hätten,
um mit ihren Editionen zu dieser nach der Mainzer Minipressen Messe
angesehensten Veranstaltung ihrer Art in Deutschland nach Speyer zu
kommen. Sie habe ihren Rang in erster Linie den unermüdlichen
Bemühungen Artur Schütts und seiner Ehefrau Jule zu verdanken und
trage damit wesentlich zum Erhalt des Jahrhunderte währenden Rufs
von Speyer als Druckerstadt bei.
Ihnen allen konnte der Oberbürgermeister seinen
Gruß entbieten, als er noch einmal die Geschichte der
Winkeldruckerey Revue passieren ließ, die seit 2001 von Artur und
Jule Schütt betrieben wird. “Ihrem guten Ruf in der Szene der
‘Schwarzkünstler’” - so wandte sich der OB an den Laureaten -
“verdanken wir auch die höchst ansehnliche Liste von Gastdruckern,
die Beispiele ihres Könnens in den letzten Jahren in der Stadt
hinterlassen haben”.
Dem Ansehen
Schütts und der von ihm im Kulturhof aufgebauten Einrichtung sei es
aber auch zu verdanken, dass die Einrichtung heute auf eine
eindrucksvolle Anzahl ganz besonderer Exponate verweisen könne, so
einen Setzkasten mit mehreren tausend Lettern sowie ein Exemplar
des “Heidelberger Tiegels”, der legendären Druckmaschine der frühen
Jahre.
Viele Geschenke wurden im Rahmen der kleinen Feier
noch ausgetauscht - Blumen für Frau Jule Schütt, eine Wäscheleine,
um die frisch aus der Presse entnommenen Drucke zum Trocknen
aufhängen zu können und eine opulente Mappe mit Blättern der
Wochenenddrucker der letzten Jahre, die Andrea Lange und Jochen
Fritsch zusammengetragen hatten.
Auch der
Laureat selbst bedankte sich für die langjährige Unterstützung in
den zurückliegenden Jahren mit entsprechenden Geschenken: OB Eger
konnte ebenso eine Mappe mit Arbeiten der letzten Speyerer
Literaturtage entgegennehmen wie der Fachbereichsleiter Bildung und
Kultur bei der Stadtverwaltung, Bruno Cloer, “ohne den” - so Artur
Schütt - “vieles oder sogar das meiste nicht gegangen wäre”. Dank
schließlich auch am Karl Herbel, in aktiven Zeiten Chef der
städtischen Hausdruckerei und seit 2009 zuverlässiger und
kompetenter Helfer von Artur Schütt.
17 Handpressendrucker aus der gesamten
Bundesrepublik - viele von ihnen aus den neuen Bundesländern -
zeigen noch bis zum Sonntag abend im Kulturhof Flachsgasse ihre
Editionen. Weiterer Höhepunkt und seit langem schon eine gute
Tradition: Die Lesung am Samstag abend im Alten Stadtsaal, zu der
in diesem Jahr die Autoren Michael Bauer aus Herxheim und Thomas
Rosenlöcher aus Dresden eingeladen sind. Foto: gc
11.05.2012
“Falado” - berührende Filmdokumentation über Hein & Oss Kröher feiert Premiere
Pirmasenser
Barden im Spiegel ihres Liederschaffens jetzt auch als DVD
von Gerhard Cantzler
Für manch einen der zahlreichen Gäste, die am
Montag abend auf Einladung der Friedrich-Ebert-Stiftung aus der
gesamten Pfalz in den Neustadter Saalbau gekommen waren, geriet sie
zu so etwas wie einem ganz persönlichen, bewegenden Rendezvous mit
ihrer eigenen Vergangenheit: Die Premieren-Vorstellung der
filmischen Dokumentation “Falado”, mit der die aus Zweibrücken
stammende Filmmacherin Gabi Heleen Bollinger ein berührendes und zu
Herzen gehendes Porträt der “Volkssänger” Hein & Oss Kröher
geschaffen hat.
Die legendären Festivals “Chanson Folklore
International” auf der Nerotherburg Waldeck im Hunsrück in den
sechziger Jahren - die bilden den Rahmen für einen Film, in dem
sich wohl alle “Großen” der deutschen “Folksong-Szene” in den
letzten 50 Jahren ein Stelldichein geben: Von Franz Josef
Degenhardt über Hanns-Dieter Hüsch, Hannes Wader, Katja Ebstein bis
Reinhard Mey - sie alle sind mit ihren Liedern - zum Teil noch in
“verschrammten” Schwarz-Weiß-Aufnahmen eingeschnitten - Zeitzeugen
und Weggefährten der Kröher-Zwillinge, von denen sie sich
zeitlebens inspiriert und in ihrer Arbeit bestärkt fühlten.
Mit zum Teil ausführlichen Statements kommen in dem
Film auch Weggefährtinnen und Weggefährten von Hein & Oss
Kröher aus den 1960er und 1970er Jahren wie Colin Wilkie &
Shirley Hart, Joana, Hannes Wader, Hai & Topsy sowie der
Porträtist der Barden, der heute in Saarbrücken lebende Fotograf
Joachim Lischke, zu Wort.
Woodstock, Burg Waldeck, Newport in Rhode Island -
das waren in dieser Zeit die Wallfahrtsstätten der Folksong-Jünger
- Pete Seeger und Joan Baez nur zwei ihrer Protagonisten und in
ihrer Mitte als gleichrangige Vertreter des deutschen Zweiges
dieser Kunst die Brüder Hein & Oss Kröher.
“Wir wollen
nicht singen, wir wollen diskutieren”, forderten Anführer der
Studentenbewegung bei ihren “sit-ins” und “teach-ins” in den 68ern
und ließen auch schon einmal eines der “Waldeck-Konzerte” platzen -
“Wir aber wollen singen, bis wir nicht mehr können - und
wenn ihr wollt, dann könnt ihr danach diskutieren, bis ihr
nicht mehr könnt”, hielten ihnen die Kröher-Zwillinge entgegen und
sangen, sangen und sangen....
In ihrem Film
geht Gabi Heleen Bollinger auf die gesellschaftlichen und
politischen Umstände jener Zeit am Vorabend der für die
Bundesrepublik Deutschland so wichtigen “68er Bewegung” ein, in der
Hein & Oss Kröher das Volkslied “- entrümpelt und unverfälscht”
- wieder in die Konzertsäle des deutschen Kulturraumes zurück
gebracht hatten. “In einer Zeit, in der die deutsche Linke dem (im
DrittenReich missbrauchten ..) deutschen Volkslied misstraute und
lieber unverdächtige anglo-amerikanische Folklore hörte, glaubten
Hein & Oss Kröher an den Wert dieses Genres - ohne sie wäre die
neue Liederszene, die in den 1960er Jahren entstand, bis heute
nicht denkbar”.
Bis in die jüngste Vergangenheit haben die beiden
Sänger ihre Lieder von den zum Dienst “gepressten” Soldaten, den
Moorsoldaten, der Arbeiterbewegung, den Partisanen - ihre
demokratischen Lieder, Shanties und Liebesliedern, die Lieder der
Welt und die Volkslieder gesungen - der Film spiegelt in gut 90
Minuten etwas von allem wider - von längst vergangener und ganz
aktueller Lebenswirklichkeit, von der Sehnsucht nach Ferne und
Heimat, nach Poesie und Musik. Damit lässt er Gefühle wieder wach
werden, die in den letzten Jahrzehnten schon fast verloren gegangen
schienen, die aber - hoffentlich - heute mit aktuellen Balladen und
Songs vielleicht wieder in die Seelen ähnlich tief empfindender
Menschen treffen.
Mit seinem
Titel “Falado” greift der Film auf das Traumland der bündischen
Jugend zurück, dem der deutsche Schriftsteller Hans Leip - unter
anderem auch Verfasser der berühmten “Lilli Marleen” - ein
eindrucksvolles Seefahrerepos gewidmet hat. “Falado” hatten
bündische Jugendbewegte in den sechziger Jahren auch ein
Segelschiff benannt, mit dem sie in Gruppen durch die Aegaeis
kreuzten - so etwas also wie die “Argo” der Neuzeit - genau das
richtige also auch für die Sehnsüchte von Hein & Oss
Kröher.
“Falado”, das wird in der vorliegenden Länge wohl
leider kaum eine Chance haben, in eines unserer Fernsehprogramme
aufgenommen zu werden - “das ist vielleicht zu viel Kultur”, wie
Gabi Heleen Bollinger ironisch anmerkte - ist allerdings als Video
im Buchhandel oder direkt bei der Autorin über gabibollinger@t-online.de zu
erwerben.
Ein Muss für alle Freunde dieser Zeit und ihrer
Musik.
In einer
informativen Gesprächsrunde versuchten die Filmemacherin und die
beiden Volkssänger danach, ihre heutige Position zu der Musik zu
beschreiben, von der sie bei einem Konzert im vergangenen Jahr
ihren “offiziellen” Rückzug erklärt hatten. Dennoch würden sie
deshalb ihre Grundüberzeugungen nicht aufgeben: “Auch wenn wir
immer auch Sänger des politischen Liedes waren, so wollten wir doch
nie ausschließlich ‘Politische Sänger’ sein”, merkte Hein Kröher
an. Und deshalb würden sie auch weiterhin vor allem gegen die
“Kaputtmache” in unserer Gesellschaft ankämpfen.
Noch auf so manches Thema kam die launig-lebhafte
Gesprächsrunde an diesem Abend zu sprechen, so auf die “Heimkehr”
des Jiddischen in seinen angestammten Sprachraum in der jüngsten
Zeit - eine Sprache - wie Oss Kröher erläuterte - die einst
zwischen Speyer und Mainz in den Zentren der jüdischen
Gelehrsamkeit entlang des Rheins entstand, dann durch die Pogrome
des Mittelalters ins Baltikum und nach Osteuropa abgedrängt wurde,
um dann an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert im Zuge der
Industrialisierung Europas mit den zuwandernden Juden wieder nach
Deutschland zurückzukehren. “Dass künftig in unserer Pfalz wieder
Jiddisch gesprochen wird, ist ein Glücksfall”, bekannte Oss Kröher,
der sich - wie sein Bruder - schon immer ganz besonders für alles
Fremden eingesetzt hatte - besonders wenn es eigentlich zu unserer
Heimat gehört.
Mit großer
Leidenschaft sprachen sich die Kröher-Brüder in der von Uli Valnion
mit großer Sensibilität und Sachkenntnis geführten Diskussion für
ein Zurückholen des Volksliedes in die Lehrpläne unserer Schulen
aus - und auch das politische Lied dürfe nicht immer nur als
“garstig Lied” verstanden werden, sondern müsse seinen Platz in
unserer Alltagskultur wiederfinden. Auch wenn sich gegenüber den
siebziger Jahren manches geändert habe - damals wurde noch ein
Lehrer aus dem Schuldienst entfernt, weil er mit seinen Schülern im
Unterricht die “Internationale” durchgenommen hatte - so sei das
“politische Lied” bis heute weder in der Lehrerausbildung noch in
den Lehrplänen unserer Schulen ein eigenständiges Thema.
Noch einmal auf ihren Ausstieg aus der “Singerei”
angesprochen, bekannte sich Oss Kröher zu seiner letztjährigen
Entscheidung: “Ich möcht’ ämol net als Leichnam vunn de Bühn’
getraache werre”, bekannte er - der jüngere der eineiigen
Zwillingsbrüder - und wurde von seinem - drei Minuten älteren -
Bruder Hein sofort repliziert: “Ich det noch weidermache...”
Eineiige Zwillinge also und doch nicht in jeder Frage
“ein-meinig”.
Einer “schöpferischen Aufgabe” haben sich die
beiden Sänger aber auch über ihre Zeit auf den Bühnen hinaus
verschrieben: Sie wollen all ihre Kraft darauf verwenden, den
nachwachsenden Generationen das Volkslied und das Singen wieder neu
zu erschließen. Dafür wollen sie arbeiten - dafür wollen sie werben
- die Gründe dafür erschließen sich den Betrachtern von “Falado”
schon nach wenigen Minuten: Und als lebendiger Beweis dafür durfte
auch dieser Abend nicht “unbesungen” zu Ende gehen. Mit
bewundernswert frischen, voll tönenden und sicher geführten Stimmen
animierten sie ihr Auditorium im Neustadter “Scheffel-Saal” zum
Mitsingen. Und so erklang - in Sichtweite zum Hambacher Schloss -
zum guten Schluss ein vielstimmiges Bekenntnis zur Freiheit - zur
Meinungsfreiheit im besonderen: “Die Gedanken sind frei”.
Foto: gc
21.03.2012
Neujahrskonzert der CDU Waldsee
„ Mit Walzermelodien ins neue
Jahr“
von Franz Gabath
Waldsee- Viele
Besucherinnen und Besucher von befreundeten CDU Ortverbänden
des Umlandes, aber auch Gäste ohne Parteibuch, waren der
Einladung des CDU Ortsverbandes Waldsee zum Neujahrskonzert
gefolgt. Die erst vor wenigen Jahren liebevoll stilvoll zum
katholischen Pfarrzentrum umgebaute Pfarrscheune, die wahrlich gute
Stube der katholischen Pfarrgemeinde, war das richtige Ambiente und
bot den stimmungsvollen Rahmen für das zweistündige Konzert.
Mit den beiden Künstlern, Annette Schneider-Wagner und ihren
Ehemann Michael Wagner, hatten die Organisatoren zwei Künstler
eingeladen, die mit ihrem lyrischem Sopran und lyrischem Tenor
perfekte Umsetzung der anspruchsvollen Sologesangstücke, wie auch
der Duette garantierten. Beide Künstler sind aus der Speyerer
Domsingschule hervorgegangen, wo sie bei Domkapellmeister
Bernhard Weck ihre gesangliche Ausbildung erhielten. Dass
Pianistin Christine Cantzler die Klavierbegleitung wegen Krankheit
nicht ausführen konnte wurde bedauert, aber der ehemalige
Domkapellmeister und Domorganist Professor Leo Krämer war sicher
keine „Ersatzlösung". Der Name Leo Krämer, ein international
anerkannter Künstler, bürgt immer für höchste Qualität.
Bemerkenswert,
dass die CDU aus Waldsee nicht lange nach geeigneten
Gesangsvirtuosen suchen musste. Ist doch Michael Wagner nicht nur
Künstler, sondern begleitet auch das Amt des Stadtvorstandes der
CDU aus Speyer. Ein perfekte Symbiose aus Politik und Kunst.
„Mit Walzermelodien ins neue Jahr“ war das Motto des Abends. So
war es nur folgerichtig, dass Wien, der Stadt, die nicht nur
politisch eine ganze Ära in Europa bestimmt hat, immer auch mit der
Musik und hier besonders auch mit dem Walzer in Verbindung gebracht
wird, ein breiter musikalischer Raum gegeben wurde.
Wenn auch Michel Wagner zu Beginn aus dem „Bettelstudent“ von
Carl Millöcker verriet: „Ich knüpfte manche zarte Bande“ und
melancholisch dann vom Soldaten am Wolgastrand aus „der Zarewitsch“
von Franz Lehar sang, folgte sehr bald dann mit „Bist du´s lachende
Glück Franz“ vom gleichen Komponisten, der Übergang zur
österreichischen Donaumetropole.
Als Annette
Schneider-Wagner im Prater die Bäume, aus der Feder von Robert
Stolz, erblühen lies, glaubte man in einen Fiaker zu sitzen und
durch herrlich blühenden Baumbestand des Wiener Parks zu fahren.
Man roch förmlich den Duft der Blüten auf dem Weg nach Sievering in
die blühenden Weinberge hinaus und dort, wo die richtigen
Wiener gerne zum Heurigen gehen, ein Viertel Wein zu
genießen. Als Michael Wagner aus „Wien du Stadt meiner
Träume“ von Rudolf Siecznyki. die hübschen Mädchen Wiens
besang folgte mit „Wien wird erst schön bei Nacht“ von
Robert Stolz, die Zeit der Verliebten. Und wer schon einmal in
einer lauen Sommernacht auf dem Kahlenberg, dem Hausberg von Wien,
stand, ein hübsches Mädchen im Arm halten durfte, das Lichtermeer
Wiens zu seinen Füßen liegen sah, der wird diese Augenblicke nie
vergessen. Der Schreiber dieser Zeilen weiß wovon er spricht.
Mit diesem Mädchen ist er inzwischen fast 44 Jahre
verheiratet. Auch nicht wie von Robert Stolz beschrieben „In
Wien gibt´s manch winziges Gasserl“ durch das man zu winzigen
Platzerl gelangt um himmlische Küsse unterm Sternenzelt
auszutauschen.
Und mit „Hanni hutsch´n geh´n (tanzen gehen), wie es Edmund
Eysler in Noten fasste, wäre dann nur folgerichtig. Michael Wagner
lud dazu besonders Hanni Fuchs, die Gattin des CDU Vorsitzenden von
Waldsee, ein. Besonders als Dank für die vorbildliche Organisation
des Konzertes die in ihren Händen lag, wie Michael Wagner betonte.
Leider konnte er nicht, wie im Lied gesungen, einige Runden
auf dem Prater Ringesspiel drehen, oder gar im Riesenrad einige
bezaubernde Eindrücke gewinnen.
Die
Feststellung von Michael, aus „Der Vater aus Dingsda“ von Eduard
Künnecke, „Ich bin nur ein armer Wandergesell“ konterte Annette mit
der Feststellung „Du sollst der Kaiser meiner Seele sein“ aus „Der
Favorit“ von Robert Stolz. Die Aussage „Dein ist mein ganzes
Herz“ aus „Das Land des Lächelns“ von Franz Lehar endete dann in
der Liebe die eine Himmelsmacht ist, wie sie Johann Strauß im
Zigeunerbaron besingen lässt. Der stete Wunsch nach tanzen kommt im
Duett „Einmal möchte ich wieder tanzen aus Emmerich Kalmans „Gräfin
Mariza“ zum Ausdruck.
In den bunten
Straus aus unvergesslichen Walzermelodien waren Leo Fall mit „Ein
Walzer muss es sein“ aus „Die Rose von Stambul“, Johann Strauß mit
„Du liegst in meinem Arm“ aus „Ein Nacht in Venedig“, so wie aus
der Lustigen Witwe von Franz Lehar, „Lippen schweigen“ eingebunden,
mit dem das Neujahrskonzert endete. Ein Konzert, in den sich in den
lang anhaltenden Schlussapplaus viele „Bravorufe“ mischten, was die
Künstler zu zwei Zugaben zwang.
Nur zufriedene Gäste traten den Heimweg an und so mancher Gast
wird sich den Termin 29. November 2012 notieren, wenn Annette
Schneider- Wagner, Michael Wagner wieder zum Adventskonzert
konzertieren, vielleicht wieder mit Leo Krämer oder der wieder
genesenden Christina Cantzler. Bilder: fg
23.01.2012
Konzertreihe „The Big Four“ – eine musikalische Reise durch Europa
Große europäische Klangtraditionen stehen im Mittelpunkt
der Konzertreihe „The Big Four“.
Vier ausgewählte Orchester präsentieren mit hochkarätigen Werken
ihre musikalische Heimat.
Die Reise beginnt am Donnerstag, 19. Januar 2012, mit dem
belgischen Royal Flemish Philharmonic Orchester Antwerpen unter der
Leitung von Edo de Waart. Auf dem Programm stehen die Sinfonie Nr.
29 A-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart und Gustav Mahlers monumentale
fünfte Sinfonie.
Russische Melancholie und große Gefühle bietet das State
Academic Symphony Orchestra of Russia am Donnerstag, 23. Februar
2012, unter der Leitung von Michail Jurowski. Den
charakteristischen russischen Klang unmittelbar erlebbar machen
Werke wie „Eine Nacht auf dem kahlen Berge“ von Modest Mussorgski,
die Ballett-Suite „Der Feuervogel“ von Igor Strawinsky sowie Peter
Tschaikowskis Sinfonie Nr. 6 h-Moll „Pathétique“.
Mit französischer Eleganz und filigranen Klängen aus dem
Fürstentum Monaco kommt das Orchestre Philharmonique de Monte Carlo
nach Ludwigshafen. Am Donnerstag, 1. März 2012, zeigt das Orchester
unter der Leitung des Dirigenten Giancarlo Guerrero sein Können mit
Werken von Liszt, Prokofjew und Ravel. Solist ist der französische
Pianist Jean-Yves Thibaudet.
Italienische Lebensfreude gibt es zum Abschluss der
Konzertreihe: Am Donnerstag, 3. Mai 2012, präsentiert das Orchestra
Sinfonica Arturo Toscanini unter der Leitung von Israel Yinon Werke
von Schumann, Respighi und Mendelssohn. Solistin ist die Cellistin
Natalia Gutman.
Beginn der Konzerte im BASF-Feierabendhaus ist jeweils um 20
Uhr. Zur Einstimmung findet vor allen Konzerten ab 19 Uhr eine
Einführung durch den Musikwissenschaftler Dr. Stefan Drees
statt.
Die Karten kosten jeweils zwischen 40 und 61 Euro und können an
allen Eventim- Vorverkaufsstellen, per Telefon unter 0621 60-99911
oder im Internet (www.basf.de/kultur) bestellt
werden. BASF, Pressestelle
18.01.2012
Lichterkönigin soll Licht in die längste Nacht des Jahres bringen
Von Jürgen
Schaaf
Heute ist wieder ihr großer Tag. Lucia, die Lichterkönigin,
kommt am frühen Morgen in viele Kirchen, Kindergärten und Schulen
und schafft es sogar, einen eigenen Progammplatz im schwedischen
Fernsehen zu ergattern. Überall in Schweden sind junge Mädchen in
weißen Gewändern, einem roten Band um die Taille, einer
Lichterkrone auf dem Kopf und einer Kerze in der Hand singend
unterwegs. In der Familie spielt traditionell die älteste Tochter
die „Sankta Lucia“. In ihrem Gefolge eine Schar von Jungfern mit
glitzernden Armreifen und Sternenknaben, die spitze Hüte mit
goldenen Sternen tragen. Den Schluss der Prozession bilden
Wichtel, alle zusammen wollen die dunkle Nacht im Norden Europas
mit ihrem Licht aufhellen.
Neben den Kerzen und weißen Gewänder gehört zu einem richtigen
Lucia-Fest das Singen von Lucia- und Weihnachtsliedern und
natürlich die Lussekatter, die Lusse- oder auch Teufelskatzen, ein
Safrangebäck mit Rosinen. Das wichtigste Lied ist die schwedische
Variante von „Santa Lucia“, das bei uns eher in der italienischen
Variante bekannt ist.
Vor der der Umstellung auf die Gregorianische Kalenderumstellung
galt die Lussenatt, die Lusse – oder Lucia-Nacht als die längste
Nacht des Jahres. Lucia, die Lichterkönigin des Nordens, ist
ursprünglich aber keine Einheimische, sondern ist aus dem Süden
Europas eingewandert, genauer gesagt, aus Sizilien. Über
Deutschland hat sie schliesslich den Weg nach Schweden
gefunden.
Die Legende von der Heiligen Lucia war im Norden erst ab dem 14.
Jahrhundert bekannt. Davor war der Name „Lussi“ eine
Personifizierung des 13. Dezembers, ohne mit der sizilianischen
Heiligen verknüpft zu sein. Lussi soll der Legende nach
ursprünglich ein weibliches Wesen gewesen sein, bösartig, einem
weiblichen Dämon oder einer Hexe ähnlich, die durch die Luft ritt
mit ihrem Lussi-Gefolge, dem „lussiferda“. In manchen
Gegenden, wie zum Beispiel in Västergötland, war Lussi männlich,
der Lussegubbe, das Lussemännchen. Oder aber ein Troll, der in der
Dunkelheit erschien mit seinem Tross aus übernatürlichen Wesen. Es
war gefährlich, sich in der Lussenatt draußen aufzuhalten. Denn
merkwürdige Dinge konnten in der Lussenatt passieren. Es
wurde erzählt, dass Wasser in den Quellen und Flüssen sich in
Wein verwandelt wurde. In dieser Nacht mussten auch die
Mühlenräder still stehen, um den Näck, den Mühlenwichtel und
anderes Zaubervolk nicht zu stören. Gerade in dieser Nacht wimmelte
es nur so von unheimlichen Wesen, die überall herumstreifen und ihr
Unwesen treiben. Besonders unartige Kinder mussten besonders
vorsichtig sein, da Lussi den Schornstein herabfahren konnte und
sie stehlen konnten.
Von der christlichen
Lucia hatte das Volk bisher kaum etwas gehört. Wenn der Lucia-Tag
kam, wurde der Tag wie ein Festtag gefeiert. Gefrühstückt wurde
bereits sehr früh. Geschichten erzählen, manchmal musste
dreimal gefrühstückt werden, bis es draußen endlich hell wurde. In
dieser längsten Nacht des Jahres galt es, den Körper mit Nahrung zu
stärken, um Kraft für das kommende Jahr zu bekommen. Ein
reichhaltiges Essen am Luciatag versprach ein gesundes und
glückliches, neues Jahr.
Später enstanden Legenden und Geschichten von der Heiligen Lucia
als Heilsbringerin in Zeiten des Hungers und der Not. Eine
Legende aus Värmland erzählt von einer großen Hungersnot. Lucia
offenbart sich der Bevölkerung als helle Lichtgestalt. Mit einem
großen Schiff kommt sie über den Vänern-See, vollgeladen mit
Schinken, Speck und anderen guten Sachen. Mit dieser kostbaren Last
segelt Lucia von Strand zu Strand und verteilt freigiebig ihre
Geschenke an die Hungernden.
Die
Darstellung der Lucia in weissem Gewand und Kerzenkranz geht zurück
auf die italienische Heilige aus Sizilien. Die habe der Legende
nach die Kerzen im Kerzenkranz auf dem Kopf getragen, um so die
Hände frei zu haben, wenn sie Bedürftige heimlich mit Lebensmittel
versorgte. Vermutlich im Jahre 303 starb Lucia der Überlieferung
nach als Märtyrerin durch einen Dolchstoß in den Hals. Das weisse
Gewand soll ihre Keuschheit als geweihte Jungfrau symbolisieren,
das rote Band ihr Martyrium.
Eine Lucia mit
Lichtern auf dem Kopf ist in Schweden zum ersten Mal im Jahr
1820 belegt. Dabei handelte es sich allerdings um eine männliche
Lucia. Ein Fabrikinspektor aus Skinnskatteberg berichtet: „Nachdem
sechs Gerichte verspeist waren und nur noch der siebte, der Kuchen,
fehlte, wurden die Gäste mit einem eigentümlichen Anblick
überrascht. Die Doppeltür zum Vorraum wurde aufgeschlagen und
herein trat ein Knecht, gekleidet in ein weißes Laken, mit einem
Kranz aus Kerzen auf dem Kopf und in der Hand ein großes
Bowle-Gefäß mit Glühwein. Eigentlich hätte es eine Dienstmagd sein
sollen, die die heilige Lucia darstellen sollte, aber aus
tragetechnischen Gründen wurde eher auf einen Mann
zurückgegriffen“.
Kinder und Jugendliche hatte ihre eigene Tradition in der
längsten Nacht des Jahres. Sie zogen von Hof zu Hof in der
Nachbarschaft, scherzten und erschreckten andere. Sie sangen
Lieder, um so Geld und kleine Geschenke auf den Höfen einzuheimsen.
Oft sangen einige von ihnen die traditionellen Lieder über
Staffan, seineszeichens Stallknecht von König Herodes, der zum
Märtyrer wurde. In der letzten Strophe gab es einige Anspielungen
auf Schnaps oder die Gaben, die man sich von dem jeweiligen
Hofbesitzer erhoffte.
Ende des 19. Jahrhunderts griff das Stockholmer Freilichtmuseum
Skansen den westschwedischen Luciabrauch auf, um ihn für zukünftige
Generationen zu bewahren. 1927 wählte die Zeitung „Stockholms
Tidningen“ zum ersten Mal eine eigene Lucia. Das Luciafest
verbeitete sich so immer mehr im ganzen Land und hat heute einen
festen Platz im schwedischen Brauchtum.
13.12.2011
Antworten für die Zukunft durch Fragen nach der Vergangenheit
Charlotte Kerner
präsentiert neuen Roman “Jane reloaded”
von Gerhard Cantzler
Sie ist immer wieder für eine literarische
Überraschung gut: Charlotte Kerner, in Speyer geboren und
aufgewachsen und seit Jahren erfolgreiche Autorin zahlreicher
Romane und Sachbücher. Sie stellte jetzt am Wochenende in gleich
zwei Lesungen - beziehungsreich in der Urgeschichtlichen Abteilung
des Historischen Museum der Pfalz durchgeführt - ihr neuestes Werk
vor: “Jane reloaded” einen “Faktasy-Roman”, wie sie das neue, von
ihr selbst kreierte literarische Genre nennt. In ihm nimmt sie ihre
LeserInnen mit auf eine überaus spannende Zeitreise in die
Menschheitsgeschichte - zurück bis zu unseren Anfängen ebenso wie
weit nach vorne in eine ferne Zukunft.
Tanja Jane, in fünfter Generation Spross einer
Familie aus Paläo-Anthropologinnen, trifft im “Laos-Labor” ihrer
Familie im asiatischen Dschungel auf Jamie, den als Klon des “homo
erectus Heidelbergiensis” - einer Spezies des Neandertalers - durch
Re-Implantation des Genoms wieder entstandenen Urmenschen.
Und
da trifft der Roman auch schon auf spektakuläre und reale
Forschungserfolge in der Jetztzeit: 2010 nämlich entschlüsselten
Wissenschaftler nicht nur den genetischen Code des sibirischen
Mammuts, sondern nahezu zeitgleich auch den des Neandertalers.
Tanja Jane 5, die Heldin des Romans, erlebt nun mit, wie ihre
Großmutter Jane 3 in Sibirien durch Austausch der genetischen
Informationen bei indischen Elefanten den Aufbau einer neuen
Mammut-Population realisiert - und sie fragt sich, ob Jane 3 neben
die geklonten Mammuts wohl auch geklonte Neandertaler stellen
wolle.
Und damit befindet sich der Leser schon mitten in
einer der ethischen Grundsatzdiskussionen unserer Zeit: Darf der
Mensch alles, was er kann? Darf er sich zum Schöpfer über die Natur
und damit letztlich auch über Gott erheben? Charlotte Kerner gibt
auf diese Fragen keine abschließend verbindlichen Antworten - sie
kann dies sicher auch nicht - kann allenfalls “Nach-Denkansätze”
vermitteln.
Denn
da ist auf der einen Seite die Vision von dem “wiedererschaffenen”
Urmenschen, einem Wesen aus Vergangenheit und Zukunft zugleich, der
einen Beitrag dazu leisten könnte, die Vielfalt der menschlichen
Gattung zu erweitern, ihm neue Lebensräume im Wasser und in der
Luft zu erschließen - dem “homo sapiens” vielleicht am Ende gar das
Überleben zu sichern.
“Jane reloaded” ist ein atemberaubendes Geflecht
aus unterschiedlichen zeitlichen Dimensionen - von dem ersten, dem
Menschen ähnlichen Wesen vor sechs Millionen Jahren, das sich von
der Entwicklungsgeschichte der Affen abgelöst hatte und sich vor
dreieinhalb Millionen Jahren von vier auf zwei Beine “erhob”. Ein
Wesen, das durch immer weiter voranschreitende Spezialisierung -
auch “Evolution” genannt - lernte, Sprache als Mittel der
Kommunikation zu benutzen und das schließlich lernte, Gefühle
auszudrücken und zu einem sozialen Wesen zu werden.
Auf
dem Weg durch die Zeiten überholt “Jane reloaded” den Menschen
unserer Zeit, um sich eine neue Handlungsebene in der nahen Zukunft
- in anderthalb Jahrhunderten - zu erschaffen, von der aus sie
ihren Blick visionär in eine fernere Zukunft - in 10.000 oder in
zehn mal 10.000 Jahren richtet.
Forscherische Neugierde im Blick zurück
durchmischen sich in diesem Roman mit der aktuellen Diskussion um
ethische Kernfragen und der fiktionalen Vision von einer fernen
Menschheitszukunft.
Charlotte Kerner, mehrfache Trägerin des Deutschen
Jugendliteraturpreises und vieler anderer Auszeichnungen, hat mit
“Jane reloaded” erneut einen spannenden Roman vorgelegt, der auch -
die Generationengrenzen überschreitend - zum Gesprächsstoff in
unserer Gesellschaft werden könnte.
“Jane reloaded” - erschienen bei Beltz+Gelberg,
Weinheim , ISBN 978-3-407-81092-2, Preis: 14,95 Euro - empfohlen ab
14 Jahren Foto:MiWa
20.11.2011
Subtiles Musikprogramm mit vielfältigen Wurzeln
Duo Ariana
Burstein & Roberto Legnani zu Gast in Speyer
sk. Speyer. Mit einem außergewöhnlichen
Konzert machte jetzt das international renommierte Duo Ariana
Burstein und Roberto Legnani im Historischen Rathaussaal in Speyer
Station. Zu diesem Abend hatte sich das mit Cello und Gitarre
ungewöhnlich besetzte Duo ein hochkulinarisches Programm
zusammengestellt, das über mehrere Jahrhunderte von der Renaissance
bis in die Gegenwart reicht. Von Tomaso Albinoni bis Titi
Winterstein spannt sich dabei der Bogen unterschiedlicher
musikalischer Epochen - von strenger kompositorischer Gebundenheit
bis zur zeitgenössischen Folklore reichen die vielfältigen
Stilrichtungen.
Mit der
Celtic Fantasy setzte das Duo gleich zu Beginn ein erstes
Ausrufezeichen hinter das Bekenntnis zu den unterschiedlichen
Wurzeln seiner musikalischen Aktivitäten: Von keltischen Rhythmen
bis hin zum Gipsy Swing nimmt das Duo bei seinen Arrangements
Anleihen bei ganz unterschiedlichen Traditionen, läßt orientalische
Anklänge einfließen und Ausbrüche spanischen Temperaments und
spiegelt die Wehmut und Melancholie jüdischer musikalischer
Tradition. Kurz: Ein bunter Teppich musikalischer Traditionen von
Indien bis Europa, die das Publikum mitnahm auf eine bunte
musikalische Reise durch Zeit und Raum. Das ganze eingehüllt in die
hohe Musikalität der beiden Künstler - die schier endlosen
Bogenstriche des Cellos im Kontrast zu der Geläufigkeit der Gitarre
- sie verbreitetenn in dem historischen Ratssaal ein ganz
außergewöhnliches Flair.
Ein musikalisches Abenteuer also der ganz
besonderen Art, an dem Ariana Burstein und ihr kongenialer Partner
Roberto Legnani die begeisterten Zuhörer einen Abend lang teilhaben
ließen. “Hoffentlich war dies nicht das letzte Konzert dieses ganz
außergewöhnlichen Duos” - das war wohl die Meinung der Mehrheit der
Zuhörer am Ende dieses Abends.
29.10.2011
Kultur
Wie kaum einer andere Stadt ihrer Größe zeichnet sich Speyer
durch die Vielfalt ihrer kulturellen Aktivitäten aus.
Chöre unterschiedlicher Ausrichtung, vom Gospelchor bis zur
Philhamonischen Vielstimmigkeit im geistlichen wie weltlichen
Bereich, Laienorchester - die Chorszene in Speyer lässt keine
Wünsche offen.
Gleiches gilt für die Vielfalt der bildenden Kunst: Kunstverein,
Feuerbach-Haus und Purrmann-Haus sowie zahlreiche private Galerien
bieten Orte für vielfältige Ausstellungen. Dazu sind auch
Einrichtungen wie das Bibliothekszentrum (früher Pfälzische
Landesbibliothek) die kostbare Sammlung von Faksimiles in der
Bibliothek des Priesterseminars - um nur einige zu
nennen.
Die Auswahl ist schier endlos und wer in Speyer alle kulturellen
Angebote nutzen möchte, muss wahrlich viel Zeit mitbringen.
Für jeden Geschmack, für jede Stilrichtung und jedes Alter gibt
es interessante Angebote.
Rockmusikerverein, Guggenmusiker und, und, und
Erkunden Sie unsere Kulturseiten - Sie werden sicher das für Sie
Passende finden.
15.07.2011