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Vatikan unterstützt Mannheimer Wittelsbacher-Ausstellung

Winand von Steeg überreicht Kurfürst Ludwig III. sein theologisches Werk „Adamas colluctanium aquilarum“ 
Bildrechte: Biblioteca Apostolica Vaticana

Die dem Pfalzgrafen Ludwig III. gewidmete Schrift „Adamas colluctantium aquilarum“ gehört zu den ältesten Handschriften der Bibliothek des Heiliggeiststiftes, die nach der Bücherstiftung desselben Pfalzgrafen 1438 an die Universität gelangten. Winand von Steeg überreicht Kurfürst Ludwig III. sein theologisches Werk „Adamas colluctanium aquilarum“

Werke der „Bibliotheca Palatina“ kehren in die Kurpfalz zurück

Mannheim/Heidelberg/Vatikan – Wenn im Herbst die Ausstellung „Die Wittelsbacher am Rhein. Die Kurpfalz und Europa“ in Mannheim ihre Pforten öffnet, birgt sie einen ganz besonderen Schatz. Für begrenzte Zeit kehren zehn kostbare Bildhandschriften, die einst zum Bestand der berühmten Bibliotheca Palatina gehörten, in die Kurpfalz zurück und bilden in der 2. Ausstellung der Länder Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen ein einmaliges Ensemble.

Die Biblioteca Apostolica Vaticana unterstützt als ein Hauptleihgeber das große von den Reiss-Engelhorn-Museen und den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg organisierte Ausstellungsprojekt. Für die Schau zur 600-jährigen Wirkungsgeschichte der Wittelsbacher am Rhein schickt der Vatikan Prachtbände der Buchmalerei auf die Reise nach Deutschland, die ansonsten kaum verliehen werden. Der Generaldirektor der Reiss-Engelhorn-Museen, Prof. Alfried Wieczorek, unternahm seit 2011 mehrere Leihreisen nach Rom, um die hochkarätigen Exponate für die Mannheimer Ausstellung zu sichern.

Bei der Bibliotheca Palatina handelt es sich um die bedeutendste Büchersammlung des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation. Im 15. Jahrhundert legte Kurfürst Ludwig III. von der Pfalz mit der Stiftsbibliothek in der Heidelberger Heiliggeistkirche den Grundstein für die pfalzgräfliche Bibliothek. Kurfürst Ottheinrich vereinigte in seiner kurzen Regierungszeit zwischen 1556 und 1559 die Buchbestände der Universität, der Stiftsbibliothek und der kurfürstlichen Schlossbibliothek zur eigentlichen Bibliotheca Palatina.

Als im August 1622 die Kurpfalz von General Tilly, dem Feldherrn der katholischen Liga, erobert wurde, wollte der bayerische Herzog Maximilian I. die berühmte Bibliothek nach München mitnehmen. Papst Gregor XV. setzte aber durch, dass die kostbaren Bestände auf dem Rücken von 200 Mauleseln über die Alpenpässe nach Rom transportiert und in die vatikanischen Sammlungen überführt wurden. 1816 kehrten die deutschen Handschriften auf der Grundlage von Regelungen des Wiener Kongresses in die Universitätsbibliothek Heidelberg zurück. Die lateinischen Manuskripte verblieben hingehen in Rom.

Seither ist die einst wertvollste Bibliothek Deutschlands im Wesentlichen auf zwei Orte verteilt: Heidelberg und den Vatikan. In der Mannheimer Ausstellung werden die vatikanischen Bestände nun wieder mit Werken der Universitätsbibliothek Heidelberg zusammengeführt, die das Großprojekt ebenfalls unterstützt. Nur sehr selten entleiht der Vatikan eine so große Anzahl an Werken aus der Bibliotheca Palatina, zuletzt 1986 anlässlich des 600. Gründungsjubiläums der Ruprecht-Karls-Universität. Zu den Prachtbänden, die in Mannheim zu sehen sein werden, zählen unter anderem eine astrologisch-astronomische Handschrift  aus dem Werk Sebastian Münsters sowie eine reich illustrierte theologische Schrift Winands von Steeg, die Kurfürst Ludwig III. gewidmet ist.  

Die 2. Ausstellung der Länder Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen „Die Wittelsbacher am Rhein. Die Kurpfalz und Europa“ findet vom 8. September 2013 bis 2. März 2014 im Museum Zeughaus und im Barockschloss Mannheim statt. Sie spannt den Bogen von der Verleihung der Pfalzgrafenwürde an Herzog Ludwig I. von Wittelsbach im Jahr 1214 bis hin zur offiziellen Auflösung der Kurpfalz im Jahre 1803. Insgesamt vereint die Ausstellung rund 600 kostbare Exponate. Die Mannheimer Präsentation ist Höhepunkt des Wittelsbacherjahres 2013, an dem sich über 40 südwestdeutsche Orte beteiligen. Gemeinsam erinnern sie an die Wirkungsgeschichte der Adelsdynastie an Rhein und Neckar. www.wittelsbacher2013.de

Bildunterschrift

Winand von Steeg überreicht Kurfürst Ludwig III. sein theologisches Werk „Adamas colluctanium aquilarum“

Biblioteca Apostolica Vaticana

Die dem Pfalzgrafen Ludwig III. gewidmete Schrift „Adamas colluctantium aquilarum“ gehört zu den ältesten Handschriften der Bibliothek des Heiliggeiststiftes, die nach der Bücherstiftung desselben Pfalzgrafen 1438 an die Universität gelangten.

Winand von Steeg, 1419 © Biblioteca Apostolica Vaticana

Curt-Engelhorn Stiftung für die Reiss-Engelhorn-Museen, Presse

12.05.2013


ZELTFESTIVAL KULTURBEUTEL 2013 im Domgarten vom 7. bis 23. Juni 2013

Freitag, 7. Juni

Festival Eröffnung:

20h WELLKÜREN „BESTE SCHWESTERN“

Ihre Mission ist klar: Moni, Bärbi und Burgl wollen Bayern retten. Die Voraussetzungen für eine Politkarriere sind, so sagen sie selbst, gut: Denn die Wellküren sind hinterfotzig und intrigant – vor allem aber auch (stubn)musikalisch vom Feinsten. “Beste Schwestern” ist der Titel des neuen Programms, das die “Schwesterpartei” in Freising am besten testen konnte: “Das Freisinger Publikum ist leidensfähig.“ Und so zog das Trio alle Register seiner musikalischen Genialität.

www.wellkueren.de

Eintrittspreise: 25 €; erm. 22 €; Fördermitglieder: 20 €

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Samstag, 8. Juni

Zeltbühne

15h Familienvorstellung: EINMAL IST KEINMAL

Ein spannender Krimi für Kindergarten und Schule

Filipi Tomcat, der kleine, freche Kater, ist ein Meisterdieb und dass er noch nie erwischt wurde, macht ihn zum kleinen Helden. Muli, der Frosch, kündigt dem Kater die Freundschaft, weil er es satt hat immer nur Handlanger für ihn zu sein. Minni, das Hühnchen ist vernarrt in den Kater, weil er ihr auf dem Schulhof nachrennt und Geschenke macht. Mischa, der Mäuserich, ist neu im Dorf und wird nach einer bestandenen Mutprobe von Filipii Tomcat in seine Bande aufgenommen.

Marionettentheater von und mit Hanne Heinstein, www.trolltoll.de

Eintrittspreise: 7 €; erm. 6 €; Fördermitglieder: 5 €


18h Familienvorstellung: Alan

Ihr Repertoir enthält bekannte, eingängige Songs aus Pop, Rock und Folk der letzten Jahre, überwiegend moderne Songs.

Alexandra Altvater (Gesang) Andrea Trost (Gitarre und Gesang) Gast: Karlheinz (Kalle) Kuppinger am Cajon

www.alan-speyer.de

Eintritt frei


20h DIE KLEINE TIERSCHAU

„Menschen, Tierschau, Sensationen“

2010 rockten die Kleine Tierschau den ausverkauften Alten Stadtsaal mit »ONKEL ROCK´N´ROLL« und 2012 bespielte das Duo den Stuttgarter Marienplatz im Zirkuszelt mit Ihrem Programm „Menschen, Tierschau, Sensationen“, stets vor begeistertem Publikum über 3 Wochen lang. Sie sind also wieder voll da die Jungs von der Ostalb temperamentvoller, skurriler und phantastischer denn je. Wilde Kreaturen, absonderliche Figuren, extravagante Verkleidungen und abenteuerliche Fahrzeuge, wie sie die Welt kaum je zu Gesicht bekommen hat, werden die Show zu einem Panoptikum der erlesenen Unterhaltungskunst machen. Dazu gibt es natürlich Musik-Comedy vom Feinsten, atemberaubende Tanzeinlagen und die Hohe Kunst des tiefgründigen Witzes. Oder, wie es die beiden Protagonisten selber beschreiben: "Da klackern die  Steppschuhe, hupen die Trompeten, schrammeln die Gitarren und die sexy Tänzerinnen legen Feuer an die Lunte"

www.tierschau.de

Eintrittspreise: 30 €; erm. 25 €; Fördermitglieder: 20 €

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Sonntag, 9. Juni

15h Familienvorstellung: MAX UND MORITZ

Puppenspiel mit Filz und Obst nach Wilhelm Busch für alle ab 4 Jahre

Max und Moritz, die zwei Früchtchen, treiben ihre bösen Späße und Übeltätigkeiten mit viel Lust und Berechnung. Sieben Streiche lang – bis das Maß voll ist! Woran Witwe Bolte, Schneider Böck, Lehrer Lämpel, Onkel Fritz und der Meister Bäcker einzeln scheitern, bringen Bauer Mecke und der Müller gemeinsam zu Ende: Rickeracke, rickeracke geht die Mühle mit Geknacke…

Eine Inszenierung, die alle Sinne anspricht: die Federn fliegen, die Pfeife explodiert, das Mehl stäubt, aus dem Sack rieselt das Getreide und in der Mühle wird tatsächlich gemahlen. Mit Original Textpassagen und viel Musik gespielt.

Spiel + Ausstattung: Anke Scholz, Regie: Claudia Olma, Musik: Billy Bernhard und Peter Schmith

www.artisjoktheater.de

Eintrittspreise: 7 €; erm. 6 €; Fördermitglieder: 5 €


20h MAREN KROYMANN & BAND

„In My Sixties“

Maren Kroymanns musikalische Zeitreise in "ihre Sixties", jene legendäre Ära der Generation, die sich nur noch von der Popmusik verstanden fühlte.

Wer bei dem Titel "In My Sixties" eine wehmütig-desillusionierte Lebens-Rückschau erwartet, ist bei Maren Kroymann an der falschen Adresse. Anlässlich ihres nahenden persönlichen Jubiläums "50 Jahre Pubertät", widmet sich Maren Kroymann mit ihrer Band der Musik der 60er Jahre. Songs, die unerhörte Gefühle auslösten: erstes sexuelles Begehren, Wunsch nach Hingabe, nach Leichtigkeit und Freiheit. Lieder, die ein Leben ausmalten, das so viel bunter, wilder und schöner war, als das der prüden Eltern-Generation.

Begleitet, getragen und beflügelt wird Maren Kroymann von der fabelhaften Jo Roloff-Band:

Johannes Roloff (Flügel), Jürgen Speedy Schäfer (Kontrabass) Ralf Lehmann (Gitarre), Immo Hofmann (Schlagzeug)

www.marenkroymann.de

Eintrittspreise: 30 €; erm. 25 €; Fördermitglieder: 20 €

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Dienstag, 11. Juni


20h Schultheater: DREIGROSCHENOPER

Es spielt die Theater-AG des Friedrich-Magnus-Schwerd Gymnasium Speyer

Bertolt Brechts Dreigroschenoper ist das weltweit wohl populärste deutsche Theaterstück des Zwanzigsten Jahrhunderts. Schon nach seiner Uraufführung im Berlin des Jahres 1928 pfiffen die krisengebeutelten Berliner auf der Straße die Melodien von Kurt Weill, die Moritat von Mackie Messer oder das Lied der Seeräuber Jenny. Berühmt sind mittlerweile auch Mackies Abschiedsworte: „Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?“ Der Dreigroschenoper gelang es, die weltweiten sozialen und ökonomischen Zerfallsprozesse des Zwanzigsten Jahrhunderts exemplarisch und dabei bitterböse unterhaltsam in Szene zu setzen.

www.fmsg-speyer.de

Eintrittspreise: 8 €; erm. 7 €; Fördermitglieder: 6 €

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Mittwoch, 12. Juni

20h TSCHICK

von Wolfgang Herrndorf – Bühnenfassung von Robert Koall

für Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene

Zwei Jungs und ein Auto – mehr braucht es nicht in Wolfgang Herrndorfs Roman Tschick, um die Geschichte einer wunderbaren Freundschaft zu erzählen, in die als größtes Abenteuer obendrein eine zarte erste Liebe verwoben ist.

Tschick und Maik machen sich zu Beginn der Sommerferien in einem schrottreifen alten Lada auf in die „Walachei“ – so lautet zumindest die Vorgabe von Tschick. Auf das Ziel kommt es allerdings nicht wirklich an und so landen die beiden ziemlich schnell in einer ihnen völlig unbekannten Gegend. Ebenso wenig wie an die Routenplanung haben Tschick und Maik an weitere praktische Aspekte ihrer Reise gedacht.

Es spielen: Marion Bott; Patrick Bartsch; Arthur Oppenländer

Dramaturgie: Carolin Grein, Assistenz: Anke Laubenstein, Regie: Matthias Folz

Eine Koproduktion des Kinder- und Jugendtheaters Speyer mit dem Theater im Pfalzbau Ludwigshafen

Eintrittspreise: 10 €; erm. 8 €; Fördermitglieder: 6 €

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Donnerstag, 13. Juni


20h JESS JOCHIMSEN

Kabarettist. Autor. Fotograf.

„Für die Jahreszeit zu laut“

Egal ob in Politik, Medien oder Nachbarschaft, wohin man sich auch wendet, die Bescheid Wisser und Tonangeber warten schon und Hausmeistern einen an.

Jess Jochimsen begegnet dem krisensatten Marktgeschrei auf seine Weise. Zurückgelehnt und entschleunigt dreht er den notorischen Rechthabern und Ratgebern den Ton ab und macht sich auf die Suche nach den Geschichten, die im Radau untergehen. Er singt Lieder über den ganzjährigen November, zeigt hanebüchene Dias aus deutschen Vorstädten und erzählt. Von daheim und unterwegs. Von dem, was anliegt. Von der trotzigen Würde der Kellerbewohner, zum Beispiel, aber auch von der schönsten Liebeserklärung aller Zeiten.

FÜR DIE JAHRESZEIT ZU LAUT ist der Versuch, dem großen Geklapper zu entkommen und dabei Haltung zu bewahren. Ein Misstrauensvotum gegen Lärmmacher aller Art.

www.jessjochimsen.de

Eintrittspreise: 20 €; erm. 18 €; Fördermitglieder: 16 €

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Freitag, 14. Juni

15h Familienvorstellung: FILMKLAPPE

„Einmal Amsterdam, bitte!“

Max, ein 12 jähriger Junge lebt in einer sich immer streitenden Familie. Max will und kann das nicht mehr hören. Max hat sein Lachen verloren. Max beschließt abzuhauen, nach dort, wo nicht gestritten wird, zu Anneke, die er vor Jahren am Strand von Ammeland kennengelernt hat, zu Anneke mit den blauen Augen. Max baut sich ein Schiff, nach links muss er schippern…

Die Darsteller: Nicolas Wolf – Max; Nina Geib – Anneke; Berta Helbert – Alte Dame

Eintrittspreise: 7 €; erm. 6 €; Fördermitglieder: 5 €

 

20h WLADIMIR KAMINER anschließend RUSSENDISKO

Russendisko - das Buch zum Film

Es ist spontane Entscheidung. Die Fahrkarte von Moskau nach Berlin kostet nur 96 Rubel, er braucht kein Visum, und außerdem lockt das Abenteuer – kurzerhand packt Wladimir Kaminer seine Sachen und reist im Sommer 1990 nach Deutschland. Berlin erweist sich schnell als ganz besondere Stadt. Hier trifft Wladimir seine zukünftige Frau Olga, ruft die Russendisko ins Leben und bringt sich mit dem russischen Lehrbuch „Deutsches Deutsch zum Selberlernen“ eine neue Sprache bei. Mit hintergründigem Witz und umwerfendem Charme erzählt Wladimir Kaminer von unvergesslichen Menschen, ungewöhnlichen Begegnungen und dem ganz normalen Wahnsinn seines neuen Lebens in Berlin.

www.wladimirkaminer.de

Eintrittspreise inkl. Party: 18 €; erm. 16 €; Fördermitglieder: 14 €

Eintrittspreise nur Party: 10 €; erm. 8 €; Fördermitglieder: FREI

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Samstag, 15. Juni

15h Familienvorstellung: GOD SAVE THE QUEEN

Zweisprachiges Clowntheater in Englisch und Deutsch

mit dem Engländer David Spence als Mr. Arto Mister und Christof Heiner als Herr Zopp „Herzlich willkommen meine sehr verehrten Damen und Herren  zum großen Finale unseres Wettbewerbes: „Der beste Clown für die Queen“. Heute und hier sehen sie die beiden die es bis hierher geschafft haben. Gewinnen kann nur einer. Freuen sie sich zuerst auf Mr. Arto Mister und dann auf Herrn Zopp. Wir wünschen ihnen viel Vergnügen.“ "God save the Queen" bietet die unterhaltsame Verbindung von englischer Sprache und clowneskem Spiel.Die Zuschauer erleben eine rasante zwei-sprachige Show mit vielen Missverständnissen, Slapsticks und mitreißender Artistik. Ein sehr unterhaltsames Stück Unterricht. So macht Englisch lernen richtig Spaß. www.zoppundco.de Eintrittspreise: 7 €; erm. 6 €; Fördermitglieder: 5 €

 

20h Zum ersten mal in Speyer : BOXETTES

Beatbox, A Capella … aus London

Fünf junge Frauen mit mehr Leidenschaft und Inspiration als man überhaupt für möglich hält: The Boxettes sind eine Gesangsgruppe, bestehend aus vier der besten jungen Stimmen Londons und der Beatbox-Weltmeisterin Bellatrix. Im Gegensatz zum allgemeinen Girl-Band-Klischee schaffen diese außergewöhnlichen jungen Frauen einen so beeindruckenden und energiegeladenen Klang, dass jeder Zuhörer sofort in ihren Bann gezogen wird. Die Zuhörer (und -schauer!) erwartet ein einzigartiger Stil: Urban, funky und mit einem fetten Sound aus HipHop, Drum’n‘Bass, Funk, Dance und Soul. Wer glaubt, A Cappella hätte nicht genug Power, wer glaubt, er hat schon alles in Sachen Vokalmusik gesehen, der wird hier schnell eines Besseren belehrt. www.theboxettes.co.uk

Eintrittspreise: 25 €; erm. 22 €; Fördermitglieder: 20 €

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Sonntag, 16. Juni

10h und 15h Familienvorstellungen: BELLISSIMA AUF HOHER SEE

60 junge Zirkuskinder im Alter ab 8 Jahren zeigen in einer Art Zirkustheatermischung eine abenteuerliche bunte Geschichte eines kleinen Jungen der als Blinder Passagiere mit einem Segelschiff auf hoher See so manches Abenteuer bestehen muss bevor er wieder festen Boden unter den Füßen bekommt. Eine Geschichte mit flinken Matrosen, wilden Piraten, Schiffsgeister und seltsamen Passagieren. Der Kinder und Jugendzirkus Bellissima bietet seit 18 Jahren Kurse und Fortbildungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Speyer an. Seit ca. 4 Jahren werden neben dem Kursen auch Talentförderungen in Form von Ausbildung angeboten. Die Truppe die hier zu sehen ist gehört zu dieser Ausbildungsgruppe. Zwischen 3 bis 5 Training in der Woche mit verschiedensten Schwerpunkte jeweils abgestimmt auf die Ausbildungstruppe bieten eine intensive künstlerische Basis für die Jungen Artisten. www.kinderzirkusbellissima-polaris.de

Eintrittspreise: 8 €; erm. 7 €; Fördermitglieder: 6 €

Sonntag, 16. Juni 20h Moop Mama

Sieben Bläser, zwei Drummer und ein MC. Guerilla Gigs auf Plätzen, in Parks, vor Unis, in besetzten Häusern, doch auch in Clubs, auf Festivals. Die Zurückeroberung des öffentlichen Raumes ist Konzept: Urban Brass. Immer und überall einsatzbereit.

Auch unverstärkt. Brachial laut. Heimlich leise. Moop Mama bringt die Musik dahin wo sie gebraucht wird, sucht den Popsong zwischen Intimität und Aufstand, zwischen Polemik und Vielschichtigkeit. Rausgehen, mitreden, Fragen stellen, unbequem sein, Standpunkt beziehen.

Münchens derzeit fetteste Bläsersätze und krasseste Rhymes.

www.moopmama.com

Eintrittspreise: 16 €; erm. 12 €; Fördermitglieder: 14 €

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Dienstag, 18. Juni

10h Schulvorstellung: MEDEA nach Euripides

Medea ist eine verratene und verlassene Frau die wahnsinnig wird. Gilt das auch heute noch? Aus welchen Gründen hat sie ihre Heimat verlassen und konnte sie sich in das neue Land integrieren? Was trieb sie dazu ihre Kinder zu töten? Mit diesen und weiteren Fragen haben sich die Jugendlichen bei der Erarbeitung dieses schwierigen Stoffes beschäftigt. Dabei haben sie Texte umgeschrieben, Szenen geändert und diese so in ihren Alltag übertragen.

Die Gruppe BühnenRocker (Theatergruppe für Jugendliche ab 13 Jahren)

besteht seit der Spielzeit 2011/12 und ist ein theaterpädagogisches Angebot des Kinder- und Jugendtheaters Speyer. Dem Kurs liegt ein ergebnisorientierter Prozess zugrunde und wird von der Schauspielerin und Theaterpädagogin Christina Beeck geleitet.

Pro Nase: 5 €

20h MEDEA

siehe 10h

Eintrittspreise: 7 €; erm. 6 €; Fördermitglieder: 5 €

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Mittwoch, 19. Juni

20h PARALLELE WELTEN

Clowneskes Melodram - 100% familientauglich

Gibt es sie und wenn ja wie viele? Gibt es sie nur im Roman, der Astronomie und der Quantenphysik oder auch direkt neben uns? Hat am Ende nicht jeder seine eigene kleine Parallelwelt? Und was passiert, wenn diese Welten nicht mehr parallel verlaufen sondern durch ein kosmisches Ereignis, ein Wurmloch, simplen Zufall oder auch nur ein unbedachtes Wort im falschen Moment, am falschen Ort durcheinander gewirbelt werden?

Genau das passiert im Mikrokosmos des Cabarets der Clowns und Clownetten von xundlachen e.V. – die kliniclowns im rhein-neckar-kreis.

xundlachen e.V. hat seinen Sitz in Heidelberg, arbeitet aber seit nun mehr 5 Jahren im gesamten Rhein-Neckar-Kreis – in inzwischen 9 verschiedenen festen Einsatzorten von der Kinderklinik über Alten- und Pflegeheim, Demenzstation bis zu mobilen Einsätzen auf Anfrage. Die Besonderheit der Arbeit und des Spiels als Klinikclown liegt in der Intimität und der Empathie bei der Begegnung mit kleinen und großen, sehr jungen und schon sehr betagten Menschen und ihren individuellen Bedürfnissen – auf einer sehr kleinen Bühne, nämlich dem Krankenzimmer.

Zum 5jährigen Jubiläum schenkt sich der Verein nun ein besonderes Projekt und präsentiert in einer wilden Mischung aus Clownerie, Melodram und Mysterythriller sein erstes Abendprogramm auf großer Bühne. Doch nicht um der großen Bühne willen - auch mit dem Ziel, über weitere Aufführungen Spenden für den Verein zu erarbeiten.

Wenn Sie sehen und miterleben wollen, ob und wie dieses clowneske Melodram (bei aller Leidenschaft und Spannung 100% familientauglich - in einer Altersspanne von 10 – 110 Jahren) zu einem guten Ende kommt, dann schauen Sie vorbei

www.xundlachen.de

Eintrittspreise: 18 €; erm. 16 €; Fördermitglieder: 14 €

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Donnerstag, 20. Juni


20h MARK FORSTER.KARTON. unplugged

Unbeschwert und ehrlich: So erobert der deutsche Singer/Songwriter Mark Forster die iTunes-Charts. Den ersten Plattendeal in der Tasche, streut der 28-jährige Rheinland-Pfälzer seine bezaubernden Texte unter die geneigten Zuhörer. Die erste Singleauskopplung "Auf dem Weg" landet blitzschnell im meistgehörten Radioprogramm Deutschlands - das Debütalbum "Karton" steht seit Anfang Juni in den Läden.

www.markforster.de


Eintrittspreise: 20 €; erm. 18 €; Fördermitglieder: 16 €

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Freitag, 21. Juni


15h Familienvorstellung: BÜHNENSTÜRMER

Mord im 5-Sterne Hotel

Die Gäste des exklusiven 5-Sterne Hotels werden von einem Unbekannten in Angst und Schrecken versetzt. Einer nach dem anderen wird während seines Aufenthalts das zeitliche segnen. Natürlich entstehen Gerüchte und Spekulationen. War es die Putzfrau oder doch die berühmte Sängerin Lady Koller? Diese spannende und lustige Krimi Komödie entstand durch Improvisationen gemeinsam mit den Kindern.

Theaterclub des Kinder- und Jugendtheaters Speyer, bestehend seit 2010 unter der Leitung von Christina Beeck

Eintrittspreise: 7 €; erm. 6 €; Fördermitglieder: 5 €

20h DON CAMILLO

Puppentheater für Erwachsenen und Jugendliche ab 12 Jahren

Mit der Soloinszenierung von „Don Camillo und Peppone“ hat sich der Puppenspieler Markus Dorner einen langjährigen Traum erfüllt.

Die unterhaltsamen Episoden aus den Romanen von Giovanni Guareschi spielen hier in Pulcinella, dem Kuba Italiens“, diesem ganz besonderen Örtchen zwischen Himmel und Hölle.

Spieler: Markus Dorner

www.puppentheater-dornerei.de

Eintrittspreise: 18 €; erm. 16 €; Fördermitglieder: 14 €

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Samstag, 22. Juni

15h Familienvorstellung: TISCHLEIN, DECK DICH

Eselstreckdich, Knüppelausdemsack

Nach dem Märchen der Brüder Grimm

Das Märchen nach der Rezeptur der Brüder Grimm wurde von Horst Günther zubereitet und von Markus Dorner aufgetischt. Ja, man muss schon etwas tun, wenn es schmecken soll, und so ein sich immer wieder selbst deckendes Tischlein ist eben nur ein Kindertraum.

So beginnt die Aufführung - Markus Dorner erzählt von seiner ersten Begegnung mit dem Märchen und dass er später Puppenspieler geworden ist, weil er da "wirklich ein bisschen zaubern kann". Die Lust am Theaterspielen, das heitere Augenzwinkern beim Vorführen märchenhafter Einfälle bleiben die ganze Aufführung hindurch erhalten.

Spieler: Markus Dorner

www.puppentheater-dornerei.de

Eintrittspreise: 7 €; erm. 6 €; Fördermitglieder: 5 €

 

Götz Valter als Johann Sebastian Bach und Christian Birko Flemming und Angelika Baumgartner als seine Widersacher20h EUER DIENER, JOHANN SEBASTIAN BACH

Ein romantisches Epos über das Leben von Bach

Theaterstück von Geert Kimpen für Kinder ab 6 und Erwachsene mit Originalmusik von J.S.Bach

In einer abwechslungsreichen und spannenden Szenenfolge wird das Leben von Johann Sebastian Bach in kindgerechter Form erzählt und gespielt.

Das Publikum lernt dabei einen einzelnen Künstler-Menschen kennen, mit all seinen Brüchen und Widersprüchen, der sich im Spannungsfeld von Gehorsam und eigenem Streben nach Macht und Erfüllung bewegt. Begleitet und unterstützt werden die Schauspieler von einem Orchester, dass eine Auswahl Bach´scher Werke präsentiert...

Es spielen: Angelika Baumgartner; Christian Birko-Flemming; Marie-Sophie CasparUwe Heene; Götz Valter;

Musikalische Leitung: Markus Melchiori , Inszenierung: Matthias Folz

Ein Projekt im Rahmen des Kultursommer-Mottos Rheinland-Pfalz "Gott und die Welt" 2012

Eintrittspreise: 14 €; erm. 12 €; Fördermitglieder: 10 €

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Sonntag, 23. Juni

10h Helferfrühstück

Eingeladen sind alle ehrenamtlichen Festival-Helfer, ohne die dieses Festival nicht zu realisieren wäre. DANKE


10h und 15h Familienvorstellungen: DER ZEITGEIST

16 Nachwuchsartisten aus der Talentschmiede Bellissima

Anspruchsvolles Zirkustheater für die ganze Familie

Jede Zeit hat ihren Geist, sagt ein altes Sprichwort. Doch genauer betrachtet stellt man ernüchternd fest, es ist stets der gleiche Geist, mit der gleichen Absicht, den gleichen Motiven, nur seinen Tarnanzug ändert er bisweilen.

Eine Zirkusgeschichte über die Freiheit. Haben wir eine freie Wahl, oder folgen wir ständig den Verlockungen unserer Zeitgeister.

Die Geschichte handelt von den ewigen gleichen Abläufen des menschlichen Lebens. Von den Zeitgeistern und der Manipulation deren wir alle von klein auf ausgeliefert sind. Den Tabus der Eltern mit der Sie in bester Absicht ihre Kinder erziehen. Den eigenen Ängsten sowie den Verlockungen der Zeit denen wir folgen, ohne dass wir es wissen. Die Nachwuchstruppe entführt den Zuschauer auf eine amüsante Reise in der wir uns oft selbst erkennen und bietet aber auch immer wieder in eine wunderbare phantastisch bunte Welt voller Möglichkeiten an, in der wir alle gerne wären.www.kinderzirkusbellissima-polaris.de

Eintrittspreise: 8 €; erm. 7 €; Fördermitglieder: 6 €


20h TANZDIALOG

Zauber der Worte - Zaubertanz

„Tanzdialog“: Das ist das getanzte Wort, der gesprochene Klang und der tönen­de Tanz mit der außergewöhnlichen Tänzerin Laura Brückmann, dem einfühlsamen Musiker Rainer Brückmann und dem bekannten persischen Märchenerzähler Reza Maschajechi.

Tanzdialog heißt - raus aus den „behinderten Sonderwelten“, rein ins ganz normale Vergnügen, ins Theater des Lebens.

www.inclusion-life-art-network.de

Eintrittspreise: 18 €; erm. 16 €; Fördermitglieder: 14 €

Text und Foto: Kinder- Jugendtheater Speyer, Presse

09.05.2013


Zeltfestival Kulturbeutel 2013 : "Malediva" fällt aus

Die Veranstaltung am 16.6. um 20.00 Uhr – „Malediva“ muss krankheitsbedingt ausfallen.

Speyer: Die bereits im Vorverkauf gekauften Karten können an den Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden, das Geld wird erstattet. Als Ersatzprogramm präsentieren wir an diesem Abend „Moop Mama“. Sieben Bläser, zwei Drummer und ein MC. Guerilla Gigs auf Plätzen, in Parks, vor Unis, in besetzten Häusern, doch auch in Clubs, auf Festivals.

Die Zurückeroberung des öffentlichen Raumes ist Konzept: Urban Brass. Immer und überall einsatzbereit. ch unverstärkt. Brachial laut. Heimlich leise.

Moop Mama bringt die Musik dahin wo sie gebraucht wird, sucht den Popsong zwischen Intimität und Aufstand, zwischen Polemik und Vielschichtigkeit. Rausgehen, mitreden, Fragen stellen, unbequem sein, Standpunkt beziehen. Münchens derzeit fetteste Bläsersätze und krasseste Rhymes.

Der Eintritt für diese Veranstaltung kostet 16,- ermäßigt 14,- Euro. Das komplette Kulturbeutel-Programm finden Sie aus www.theater-speyer.de

Kinder- und Jugendtheater Speyer, Presse

02.05.2013


Hasti Radpour aus Linköping - Schweden Stipendiatin Künstlerhaus Speyer 2013

Hasti Radpour aus Linköping / Schweden Stipendiatin Künstlerhaus Speyer 2013 Hasti Radpour aus Linköping / Schweden Stipendiatin Künstlerhaus Speyer 2013

Die Malerin Hasti Radpour wird als 26. Stipendiatin in den Sommermonaten im Künstlerhaus leben und arbeiten. Um das Stipendium hatten sich 10 Künstler aus dem europäischen Ausland beworben. Nach einem intensiven Auswahlverfahren einigte sich die Jury in einer eindeutigen Mehrheit auf Hasti Radpour. Die diesjährige Stipendiatin wurde von der MECINE-Stadt Linköping / Schweden vorgeschlagen. In diesen Tagen konnte ihr OB Hansjörg Eger die Einladung von Stadt und Künstlerbund Speyer aussprechen.

Hasti Radpour ist 32 Jahre alt, wurde im Iran geboren, ging dort zur Schule, studierte und machte ihr Diplom an der Kunsthochschule in Teheran. Schon dort interessierte sie sich sehr für figurative Malerei, aber durch ihr Interesse am Menschen bekam sie schon bald Probleme mit einer Kunstauslegung, die das Körperliche nicht zulässt. Ohne es zu wollen kam sie in die politische Kritik. Sich nur auf abstrakte Darstellungen zu beschränken, wie ein wohlmeinender Professor ihr riet, kam für sie nicht in Frage.

2007 verließ sie den Iran, um ein freies Leben in der Kunst zu führen, in einem Land, „wo ich mich ausdrücken kann, wie ich es will“. Seit dieser Zeit lebt sie in Schweden, wo sie in Linköping ein eigenes Atelier hat. Neben ihrer freien, künstlerischen Tätigkeit hat sie nach ihrer Übersiedlung an der Universität Linköping Design und Kunsthandwerk studiert und den Bachelor erworben. Sie beteiligte sich seither an vielen Gruppenausstellungen, aber auch einige Einzelausstellungen kann sie vorweisen.

Viele ihre Arbeiten sind inspiriert von der klassischen, persischen Kunst. Daneben sind es aber auch immer wieder Themen, die sich mit der Rolle der Frau, ihrer Rechte und Freiheiten beschäftigen.

Hasti Radpour wird für drei Monate nach Speyer kommen. Von Anfang Juni bis Anfang September wird sie im Künstlerhaus Speyer in der Großen Sämergasse 1a leben und arbeiten, am letzten Wochenende im August ist eine Werkschau geplant.


Weitere Informationen zu >> Hasti Radpour
Das seit 1988 vergebene Internationale Stipendium Künstlerhaus Speyer ist ein Arbeits- und Anwesenheitsstipendium. Für die Dauer des Aufenthalt erhalten die Stipendiaten freie Unterkunft im Künstlerhaus und einen Zuschuss zu den Lebenshaltungskosten. Mehr zum >> Stipendium 

Künstlerbund Speyer, Presse

13.02.2013


Voca People begeistern mit "überirdischem Gesang" im Rosengarten

pm.Mannheim- Was für eine außergewöhnliche, bisher nicht dagewesene und kurzweilige Show!

Acht intergalaktische Sängerinnen und Sänger sorgten mit ihrem höchst professionellen A-capella-Gesang für Standing Ovations im ausverkauften Musensaal des Rosengartens.

Gesanglich auf höchstem Niveau befindliche Interpretationen von Mozart, ABBA, Michael Jackson, Queen bis Beethoven und Carl Orff regten das Publikum zum Mitmachen, Mitsingen und Applaus an. Voca People sorgten in ihrem 90minütigen Konzert für ausgelassene Stimmung. Diese dürfte wohl kaum in der paralell stattfindenden Veranstaltung der "Kastelruther Spatzen" übertroffen worden sein. Was für ein Kontrastprogramm im Rosengarten. Live und ohne irgendwelche Instrumente erzeugten Voca People eine musikalische Klangfülle, die den Besucher immer wieder in Staunen versetzte. 

Geschickt wurde das Publikum im Saal oder auf der Bühne in die musikalisch komödiantischen Späße der intergalaktischen Superstars auf der unterhaltsamen Reise durch die Musikgeschichte mitgenommen. 

Teilweise hautnah konnten die stimmlichen Möglichkeiten der Protagonisten gehört und die faszinierende Mimik gesehen werden. Voca People erzeugte einen musikalischen Hochgenuss, dessen Spannungsbogen in einem furiosen Finale endete und der alle Besucher von ihren Sitzen riss. 

Beidseitige große Wertschätzung war auch bei der anschließenden "Autogrammstunde" der Voca People mit ihrem Publikum zu erkennen. Geduldig wurden auf allen möglichen Gegenständen intergalaktische Autogramme geschrieben und geduldig für Fotos posiert. 

Einziger "Wermutstropfen" war allerdings die Sprache. Nicht Englisch, nicht Deutsch, nein - eine intergalaktische Sprache, die manchmal an "Tele Tubbis" erinnerte, war die Sprache des Abends. Was soll's, Musik ist eine Sprache, die Welten verbindet - so auch an diesem grandiosen und garantiert unvergesslichem Musikabend im Mannheimer Rosengarten. 

Wer diese faszinierende Show selbst erleben möchte, hat dazu noch die Möglichkeit, sofern Karten die Karten noch nicht ausverkauft sind, in:

Mannheim, vom 09. - 10. Februar 2013 Rosengarten Musensaal

Baden-Baden vom 12. - 14. Februar 2013 Baden-Baden Festspielhaus

Karlsruhe vom 08.-10.03.2013 in der Stadthalle

Foto: pem 

09.02.2013


Voca People in Mannheim - Bilderalbum

Hambacher Schloss im neuen Gewand

Max Dudler erhält den DAM-Preis für grandiose Neugestaltung

Für den Weiterbau des Hambacher Schlosses bei Neustadt an der Weinstraße erhält Max Dudler heute den DAM Preis für Architektur in Deutschland, den das Deutsche Architekturmuseum vergibt. Ausgezeichnet wird der Berliner Architekt im Rahmen einer Ausstellungseröffnung, bei der die 22 besten Architekturprojekte des vergangenen Jahres in oder aus Deutschland präsentiert werden.

Im Mittelpunkt von Dudlers Arbeit stand der Neubau des Restaurants, das neben dem Hambacher Schloss entstand und mit dem der Architekt das Prinzip des Weiterbauens der historischen Ringmauern konsequent verfolgte. Bei der Neugestaltung der Anlage kam vor allem lokaler Buntsandstein zum Einsatz. „Zwischen all der Kurzlebigkeit heutiger Trends entsteht Zeitlosigkeit. Dudler umgibt den Ort europäischer Geschichte mit einer räumlichen Schutzschicht, die subtil rahmt und wehrhaft stützt, die Geschichte nicht nur fortschreibt, sondern diese erst lesbar macht“, befand die Jury, der Kuratoren, Architekten und Architekturkritiker unter Vorsitz von Roger Diener (Diener & Diener Architekten, Basel/Berlin) angehörten. Umbau und Erweiterung des Hambacher Schlosses hatten die Jurymitglieder vollends überzeugt; sodass sie Dudler einstimmig zum Gewinner des diesjährigen DAM-Preises wählten.

Sie befanden weiter: Mithilfe der gestalterisch hochwertigen und zurückhaltenden Arbeit von Max Dudler und seinem Team sei es der öffentlichen Hand gelungen, im Umgang mit einem historischen Baudenkmal einen zukunftsträchtigen und vorbildlichen Beitrag für die zeitgenössische Architektur im Bestand zu leisten.

„Das Hambacher Schloss macht unser geschichtliches und kulturelles Erbe für alle Generationen hervorragend erfahrbar. Dazu wurde es seit 2006 in beeindruckender Weise umfassend saniert und modernisiert. Dank Max Dudler, der die Geschichte des Schlosses mit moderner Architektur ansprechend und außergewöhnlich verbinden konnte, hat es weiter an Attraktivität für Besucherinnen und Besucher gewonnen“, sagte die rheinland-pfälzische Kulturministerin Doris Ahnen. Dass Dudlers Arbeit und die seines Teams nun mit dem renommierten DAM Preis für Architektur in Deutschland gekrönt werde, sei ein schönes Kompliment, so die Ministerin weiter.

„Ich freue mich sehr, dass die Arbeit von Max Dudler die Jury in einer solchen Klarheit überzeugen konnte“, fügte der Vorsitzende der Stiftung Hambacher Schloss, Kulturstaatssekretär Walter Schumacher, hinzu. Offenbar habe man auch im Land ein gutes Gespür besessen, als Max Dudler mit der Neuausrichtung der Gedenkstätte der deutschen Demokratiebewegung nach gewonnenem Wettbewerb beauftragt worden war. Insgesamt investierte die Landesregierung bislang mehr als 20 Millionen Euro rund um das Hambacher Schloss, um einen würdigen Rahmen für die Erinnerung an die Wurzeln der deutschen Demokratie und zugleich ein zeitgenössisches Forum für Kultur und Politik zu schaffen.

Max Dudler selbst sagte zu seinem preisgekrönten Konzept: „Wir wollten die historischen Zeiten herausarbeiten, das Historisierende wegnehmen. Das Historische ist historisch, das Neue neu. Das Alte kommt so viel mehr zum Tragen.“ Der Architekt war bereits 2010 mit dem Jakob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum, der Bibliothek der Berliner Humboldt-Universität, schon einmal in der engeren Auswahl für den DAM-Preis. Seit 1992 leitet Dudler sein eigenes Architekturbüro mit Niederlassungen in Berlin, Frankfurt am Main und Zürich. stk-rlp, Presse; Foto: spk

28.01.2013


Kulturtage Speyer: Lyra Speyer startet neues Chorprojekt

Probenstart mit Musicals und Popsongs für Benefizkonzert


Vom 19. April bis 5. Mai 2013 finden die 23. Speyerer Kulturtage statt. Der bekannte Gesangverein Lyra Speyer beteiligt sich mit einem hochkarätig besetzten Benefizkonzert zugunsten des Bauvereins der Johanneskirche Speyer und bietet Interessierten die Gelegenheit zum Mitmachen.

Regelmäßig ausverkaufte Konzerte in der Stadthalle Speyer und im Umland, bekannte Stargäste und ein renommiertes Orchester sind das Markenzeichen des weithin bekannten Gesangvereins mit seinem Musicalchor „Euro Voices“, der im letzten Jahr sein 10-jähriges Bestehen feierte. So stand im vergangenen Frühjahr die international bekannte Sängerin und Schauspielerin Angelika Milster gemeinsam mit den Chören auf der Bühne und riss das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin.

In diesem Jahr beteiligt sich die „Lyra“ mit einem Benefizkonzert an den Kulturtagen und verbindet hierbei ein Event der Extraklasse mit sozialem Engangement, auf das der Verein großen Wert legt: Vom Erlös des Konzertes wird die Erhaltung der Johanneskirche Speyer unterstützt.

„Sternstunden – Highlights aus Musical und Pop“, so der Titel des Konzertes. Auf dem Programm stehen u.a. die bekanntesten Titel aus den beliebten Musicals „Tanz der Vampire“, „Tarzan“, „Phantom der Oper“ und „Starlight Express“ sowie große Pophymnen von Michael Jackson, Whitney Houston u.v.a.

Stargast des Abends ist Sopranistin Claudia Fiddicke, die unter anderem bereits mit Angelika Milster auf der Bühne stand. Ihre Fans dürfen sich auf ein breitgefächertes Programm freuen, in dem die Künstlerin ihre ganze Bandbreite vom klassischem Musical bis hin zu mitreißenden Popsongs präsentieren wird. Zu den Höhepunkten zählen sicher auch ihre gemeinsamen Stücke mit dem Chor, die – wie alle anderen Titel auch - jeweils eigens für diese Auftritte von dem russischen Starpianisten Dmitrij Koscheew arrangiert werden. Professionell begleitet werden die Künstler vom Ensemble „Salonissimo“ unter der Leitung von Frank Ringleb.

Die Proben für das Chorprojekt beginnen ab sofort, Probentermine jeden Mittwoch von 20:00 bis 21:30 in der Cafeteria des Seniorenstifts Bürgerhospital, Mausbergweg 110 (direkt an der Bushaltestelle).

Wer jetzt Lust aufs Mitmachen bekommen hat: weitere Informationen gibt es unter www.lyra-speyer.de oder bei Chorsprecherin Manuela Seipel unter 06236/54256 sowie bei Chorleiter Wolfgang Herzing, Telefon 06232/36149. GV Lyra Speyer, Presse

13.01.2013


„Ein Herz für Kinder“ Porträt von Marianne Sägebrecht, einmaliges Kunstwerk von Rainer Magold ersteigern

SIE zählt zu den besten Schauspielerinnen Deutschlands und ER zu den renommiersten expressionistischen Malern: Marianne Sägebrecht und Rainer Magold.

1984 gelang Marianne Sägebrecht der Durchbruch mit der Komödie „Zuckerbaby“, dem in Deutschland, beim Film-Festival New York 1985 und dem darauf folgenden amerikanischen Filmstart ein großer Erfolg beschieden war. Dieser veranlasste Percy Adlon 1987, die bayerisch-amerikanische Komödie „Out of Rosenheim“ in der Mojave-Wüste in Kalifornien in Szene zu setzen. Dieser Film erlangte KuIt-Status, wurde mit dem Bundesfilmpreis geehrt und war mit der 1989 folgenden deutsch-amerikanischen Film-Produktion „Rosalie goes shopping“, dem deutschen Wettbewerbsbeitrag' der Filmfestspiele Cannes 1990, sowohl bei der Filmkritik als auch an den deutschen Kinokassen und bei einem weltweiten internationalen Publikum äußerst erfolgreich. Fortan spielte sie an der Seite von renommierten, internationalen Schauspielern wie Michel Picccoli („Martha und ich“), Richard Dreyfuss („Moon over Parador“), Michael Douglas, Danny DeVito und Kathleen Turner („Der Rosenkrieg“), John Malkovich („Der Unhold“), Gerard Depardieu („Asterix und Obelix“) u.a. Das neueste Filmprojekt kam am 1. November 2012 in die Kinos. In der Generationen-Komödie „Omamamia“ verwandelt Marianne Sägebrecht sich in eine Oma, die nach dem Tod ihres Mannes in Rom auf eine Papst-Audienz hofft und dabei allerlei Kurioses erfährt.

Im Rahmen der eBay-Charity-Auktionen zugunsten von „Ein Herz für Kinder“ haben wir ein ganz besonderes Angebot für Sie, dass Sie sich nicht entgehen lassen sollten. Ersteigern Sie Rainer Magolds Porträt von Marianne Sägebrecht, das auf der Rückseite von beiden Künstlern signiert wurde. Machen Sie mit und lassen Sie sich nicht die Chance entgehen, diese besondere Kunstwerk zu ergattern.

Hier geht's zur Auktion: http://shop.ebay.de/merchant/ein.herz.fuer.kinder

Rainer Magold und die Kunst Der expressionistische Maler Rainer Magold ist in einer Welt der modernen Malerei aufgewachsen. Sein Vater war lizenzierter Maler der Kunstakademie München. Einer ersten Ausstellung in London (1970) folgten Studienaufenthalte oder Ausstellungen in Italien. Marokko, Algerien, Tunesien, Brasilien, Dänemark, Schweden, Frankreich, Holland, Belgien, China, Hongkong, Jugoslawien, Israel, Schweiz, Spanien, Österreich, Sri Lanka; zuletzt in Deutschland, Breslau, Wien, New York, London. Joseph Beuys bestärkte Rainer Magold in der „Freien internationalen Hochschule für Kreativität,und interdisziplinäre Forschung“ konsequent seinen eigenen Weg zu gehen.

Er hat mit vielen international bekannten Designern und Künstlern gearbeitet. Seine Bilder hängen bei Kunstsammlern in der ganzen Welt. Besonders bekannt ist er für seine Expressionistischen Frauenbilder und seine sogenannten „Pech-bilder“; einzigartig in der Welt. Für 2013 sind Ausstellungen in China, Italien, Frankreich geplant. Rainer Magold hat sich ganz der Kunst verschrieben. Er selbst bezeichnet es als Leben zwischen Frust und Flow wie er es auch bei anderen Kunstfreunden z.B. Joseph Beuys, Markus Lüpertz und bei seinem Vater erlebt hat. Expressionismus bedeutet Vieles neu zu überdenken und stellt Denkgewohnheiten in Frage. Diese Kunst kann uns vor der gefährlichen emotionalen und geistigen Gleichschaltung durch Medien und Politik bewahren. Sie schenkt „dem Menschen“ lebensnotwendige Freiräume; denn nur die Höhe des Menschen, wie sehr er sein Leben selbst steigert, das ist der Mensch. Magold entwickelte auf einzigartige Weise klassischen und abstrakten Expressionismus in diesem Jahrhundert weiter. Eindringlich mit seinen großzügigen Strichen und dick aufgetragenen Farben immer mit viel Struktur und oft mehrschichtigen Farbauflagen. In der Nähe sind auch, seine meist Frauenbilder, abstrakt und erst mit Abstand erkennbar.

Sein unverwechselbarer Malstil versucht nicht die genaue Abbildung widerzuspiegeln, sondern das vorherrschende Seelenleben oder die Ausstrahlung die Aura seiner Portraits, Musen usw. Er will die Personen kennenlernen, muss sich in sie verlieben, um sie zu malen. Er sagt: „Ich suche ein ästhetisches Konzept, wobei ich versuche, mir möglichst viele Ausdrucksmöglichkeiten offen zu halten.“ Magolds Brüche auf der Haut versinnbildlichen die Verletzungen der Seele, bzw. auch die Brüche im Leben. Wie oft kommt es durch ein unerwartetes Ereignis anders als wir wollten. Magold versinnbildlicht das Abenteuer „Leben“. Er gibt uns Fantasie und Zuversicht. Die intensiven Rot und Lila- Töne zeigt die Vitalität und die großzügigen Striche der Aura lassen die Frauen leben. Die Schwingung soll auf den Betrachter übergehen ihn mit hineinnehmen und anregen ihn zu bereichern. Seine abstrakten Bilder sind die Tür zu einer unbekannten leiblich-seelischen Dimension. Eine nicht erfassbare Tiefe visualisiert erlebbar, tastbar und greifbar machen. Magolds Malerei reflektieren im klassischen Sinn seine tiefe, vielfältige und umfassende, imaginative Kraft die die innere und äußere Realität wiedergeben.

Jedes Bild hat ein kleines Geheimnis was sich nicht sofort für den Betrachter erschließt und zum mehrmaligen Besuch anregt. Sich mit Rainer Magolds Kunst zu befassen geben dem Besitzer neue Spielräume und erschließen Welten die das Leben bunter, anregender spannender und schließlich menschlicher machen. Sie ermöglichen Freiraum zu vermitteln und geben so einen Sinn für das Wesentliche. Einen „original Magold“ zu erwerben entzieht sich dem rationalen Verständnis und geht weit über den marktwirtschaftlichen Wertaspekt hinaus. Es greift in ihr Leben, gibt Ihnen positive Schwingungen, erschließt neue Welten mit anderer Sichtweise und Denkanstößen, macht Ihre Welt bunter und schafft Ihnen Freiraum für das Wesentliche. Weitere Informationen: www.rainer-magold.de

08.12.2012


70. Geburtstag von Dieter Wedel am 12.11.

Beck: Rückblick auf eine beeindruckende Karriere

Am 12. November feiert Dieter Wedel seinen 70. Geburtstag. Ministerpräsident Kurt Beck würdigte aus diesem Anlass die beeindruckende Karriere Wedels als Theaterkritiker, Intendant, Autor, Regisseur und Film- und Fernsehproduzent.

„Ihre Inszenierungen und Charaktere überzeugen durch Authentizität, so wird selbst aus mythischem Stoff eindringliche Sozialkritik am Puls der Zeit“, so der Ministerpräsident in seinem Glückwunschschreiben. Dabei stünden in Wedels Werken nicht die „großen Emotionen“ im Vordergrund, sondern „ehrliche Gefühle’“, Realitätsnähe und Geschichten von Belang.

Dieter Wedel verfüge über ein außergewöhnliches Talent und habe immer wieder bewiesen, dass er sein Publikum zu begeistern vermag. Der Ministerpräsident dankte dem langjährigen Intendanten der Nibelungen-Festspiele für sein kreatives Schaffen in Worms. Sein Schreiben an Dieter Wedel schloss Beck mit den besten Wünschen für die Zukunft.

Dieter Wedel wurde 1942 in Frankfurt am Main geboren. Seit 2004 ist er Intendant der Nibelungen-Festspiele in Worms. Vom 5. bis 21. Juli 2013 finden am Wormser Kaiserdom die 12. Nibelungen-Festspiele statt. Auf dem Spielplan steht eine Neuinszenierung der Nibelungen-Sage nach Friedrich Hebbel. Die Regie führt zum wiederholten Male der Festspiel-Intendant selbst. stk.rlp, Presse

11.11.2012


"Kids to Keys" Wettbewerb in Herdecke, Dominic Plein zieht ins Finale ein!

Dominic Plein bei der Probe, kurz vor dem aufregenden Halbfinale

Beim Halbfinale des Musikwettbewerbes „Kids to Keys“ in Herdecke, im Rahmen des Tastenfestivals, hat es Dominic Plein zusammen mit seinem Keyboardlehrer Josef Sternberger ( Musikschule Sternberger ) ins Finale geschafft.

Am Sonntag trat Dominic gegen 40 Mitbewerber vor einer hochkarätigen Jury an. Das Musikstück, welches extra für diesen Wettbewerb geschrieben wurde, setzte er in seinem Vortrag souverän um. Er begann mit einem Klaviervorspiel, startete dann die Begleitung und begann zu singen. Dies gelang so gut, dass die Jury fasziniert zuhörte. Im Improvisationsteil spielte er E.Piano und lies einen Scatgesang ala Louis Armstrong erklingen. Gegen Ende des Songs wechselte er wieder aufs Klavier und spielte gekonnt zu Ende.

Nach dem alle vorgespielt hatten, trat die Jury vors Mikrofon und verkündete die Finalteilnehmer. Mit Spannung wurde die Entscheidung der Jurymitglieder dieses bundesweiten Wettbewerbes erwartet. Trotz starker Konkurrenz hat es Dominic wieder geschafft.

Das Finale findet dieses Jahr in Mannheim in der Popakademie unter der Schirmherschaft von Professor Udo Dahmen statt. Er unterstützt die E-Sound Competition, weil sie "eine Plattform schafft, auf der junge, talentierte Keyboarder ihre Fähigkeiten demonstrieren können." Am Samstag den 1. Dezember ab 10.00 Uhr kann man sich von der Leistungsfähigkeit der Nachwuchs-Keyboarder überzeugen, da der Wettbewerb öffentlich ist.

Nach der großen Freude wird jetzt in der Musikschule Sternberger auf das Finale hingearbeitet. Dominic wird jetzt wieder viel Zeit mit seinem Musikinstrument und natürlich mit seinem Mikrofon verbringen, bis zum Finale alles klappt.

In der Musikschule findet ab Dienstag, den 6.11.12 bis Freitag, den 9.11.12 von 14.00 – 18.00 Uhr eine Woche der Offenen Tür statt. Schauen sie vorbei und erleben sie Schüler beim Keyboard- und Klavierunterricht.

03.11.2012


Ehrenmitglied Jean Cox im Alter von 90 Jahren verstorben

Am vergangenen Sonntag, 24. Juni ist der Tenor Jean Cox im Alter von 90 Jahren verstorben. Die Nachricht hat im Nationaltheater große Betroffenheit ausgelöst. Mit ihm verliert das Haus ein Ehrenmitglied, das über mehr als drei Jahrzehnte das internationale Operngeschehen entscheidend mitgeprägt hat.

Jean Cox debütierte in Mannheim 1959 als Alfred in La Traviata und stärkte in den Ausbaujahren des Opernensembles nach dem Zweiten Weltkrieg den Ruf des Mannheimer Ensembles weit über die Grenzen der Stadt. Ausgehend vom italienischen Repertoire erschloss er sich in den 60er und 70er Jahren das Fach des Heldentenors, in dem er weltweit feiern konnte. Das Mannheimer Publikum eroberte er im Sturm und blieb dem Nationaltheater während seiner langen aktiven Sängerkarriere treu. Noch 1989 demonstrierte er in der großen Partie des Kapitän Vere in Brittens Oper Billy Budd sein stimmliches Vermögen und seine überragende Bühnenpräsenz. Als Aegist in der Strauss’schen Oper Elektra verabschiedete er sich 1996 in Mannheim von der Bühne.

Cox stammte aus Gadsden/USA und studierte zunächst an der Universität von Alabama und in Boston. Er setzte seine Studien in Rom fort und erhielt erste Engagements in Kiel und Braunschweig, wo er von den Mannheimern entdeckt wurde. Neben dem festen Engagement in Mannheim gehörte er zum Ensemble der Münchner und Wiener Staatsoper und war über viele Jahre in Bayreuth unter anderem als Stolzing, Lohengrin, Siegfried und Parsifal zu sehen. Er gastierte an allen großen Häusern der Welt und stand an bis zu 180 Abenden im Jahr auf der Bühne.

Die Stadt dankte ihm diesen Einsatz und ernannte Jean Cox 1977 zum ersten Mannheimer Kammersänger überhaupt und einige Jahre später zum Ehrenmitglied des Ensembles. „Mit Jean Cox verliert das Nationaltheater eine große Sängerpersönlichkeit, die in Mannheim immer unvergessen bleiben wird“, betont Lutz Wengler, Stellvertretender der Generalintendantin. „Seine Auftritte sind legendär und bis heute muss sich das Haus an den Maßstäben messen lassen, die Jean Cox gesetzt hat.“ Nationaltheater Mannheim, Presse

Domkantor Alexander Lauer triumphiert mit LandesJugendChor Saar in Frankfurt

Ensemble holt gleich drei Preise beim Deutschen Chorfest-Wettbewerb

ljc.Frankfurt. Im Rahmen des Deutschen Chorfestes 2012 wurde am vergangenen Wochenende in Frankfurt am Main auch der zweite Internationale Chorwettbewerb des Deutschen Chorverbands ausgetragen. Mehr als 80 Chöre stellten sich dabei einer ebenso kritischen wie kompetenten Jury. Der LandesJugendChor Saar unter der Leitung des Speyerer Domkantors Alexander Lauer war dabei gleich dreifach erfolgreich: Er holte den ersten Preis in der Kategorie „Alte Musik“, war zweiter Preisträger in der Kategorie „Moderne“ und erhielt zudem den Sonderpreis „Bester Chor aller Kategorien“.

„Wahnsinn, unfassbar, total unerwartet“, freuten sich da die Sängerinnen und Sänger nach der Preisverleihung.

Schon bei seinen Konzertauftritten, bei denen der Chor Werke von John Bennet, Pierre Passereau, Clément Janequin, Zoltán Koldály und Hans Schanderl präsentierte, war das Ensemble von der Jury als „lebhafte und überaus beweglich agierende Truppe“ gelobt worden. Nach dem zweiten Wettbewerbsauftritt am Samstag nachmittags dann bei der Bekanntgabe der Preisträger die freudige Überraschung: Erster Preis in der Kategorie „Alte Musik“ (Leistungsstufe A), zweiter Preis in der Kategorie „Moderne“ (Leistungsstufe A). Schließlich dann noch der Sonderpreis „Bester Chor aller Kategorien“, der mit einer CD-Produktion beim Deutschlandradio verbunden ist. Damit hatte kaum einer gerechnet, zumal die meisten Chormitglieder zuvor noch nie an einem Chorwettbewerb teilgenommen hatten.

Ein großartiger Erfolg auch für Alexander Lauer und seine Frau Stefanie Fels-Lauer, die den Chor seit 2008 als Projektchor des Saarländischen Chorverbandes aufgebaut haben und bis heute betreuen. “Der Wettbewerbsgedanke hat den Chor zusammengeschweißt”, berichtet Alexander Lauer, “ stolz sind wir vor allem darauf, dass bei beiden Wettbewerbssingen der Funke auf das Publikum übergesprungen ist und wir immer überschwänglichen Applaus bekamen. Viele Konzertbesucher kamen extra ein zweites und ein drittes Mal, um uns zu erleben. Das war für uns alle ein einzigartiges Erlebnis“, so der Chorleiter.

Live dabei in Frankfurt war auch die Präsidentin des Saarländischen Chorverbandes, Marianne Hurth. Sie freute sich über “ein tolles Geschenk zu unserem Jubiläum!“ Der Saarländische Chorverband feiert nämlich in diesem Jahr seinen 150. Geburtstag - unter anderem mit einem großen Chorfest am 25. August in Saarbrücken, bei dem der LandesJugendChor seinen nächsten großen Auftritt hat.

Der Internationale Chorwettbewerb war integriert in das Deutsche Chorfest, bei dem sich vom 7. bis zum 10. Juni in Frankfurt fast 500 Chöre mit rund 20.000 Sängerinnen und Sängern aus der ganzen Welt trafen (Info: www.chorfest.de). Die Sängerinnen und Sänger des LandesJugendChors Saar nutzten die Gelegenheit, auch andere hochkarätige Ensembles mit unterschiedlichsten Chorklängen zu erleben, ihren Horizont zu erweitern und neue Kontakte zu knüpfen. Chorleiter Alexander Lauer: „Frankfurt 2012 lieferte uns Anregungen und neue Ideen für unsere weitere Arbeit“.

Der LandesJugendChor Saar, der in den letzten Monaten auch schon im Speyerer Dom zu Gast war, wurde 2008 vom Saarländischen Chorverband ins Leben gerufen, um jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, sich stimmlich und musikalisch weiterzuentwickeln und auf hohem Niveau Chormusik zu erarbeiten und zu erleben.

Geleitet wird der Chor vom Verbandschorleiter Alexander Lauer - seit wenigen Monaten Kantor am Dom zu Speyer - und seiner Frau Stefanie Fels-Lauer. Der junge Chor, der seit seiner Gründung vom Publikum begeistert angenommen wird, kann bereits auf eine Vielzahl von Konzerten sowie Rundfunkübertragungen zurückblicken, darunter Auftritte beim Tag der Deutschen Einheit in Anwesenheit von Bundespräsident und Bundeskanzlerin. Für den Chor werden ständig neue Mitglieder gesucht, vor allem in den Männerstimmen. Voraussetzungen dafür sind natürlich eine gute Stimme und möglichst auch Notenkenntnisse. Weitere Infos unter: www.saarlaendischer-chorverband.de Fotos: sfl

13.06.2012


Phantasiebegabter Poet, Drucker und Literaturvermittler -

Artur Schütt mit der Ehrennadel der Stadt Speyer ausgezeichnet

Von Gerhard Cantzler

“Phantasiebegabter Poet, Drucker, Literaturvermittler” - Begriffe, die in Speyer seit langem synonym genannt werden für Artur Schütt, der heute aus der Hand von Oberbürgermeister Hansjörg Eger die Städtische Ehrennadel entgegennehmen durfte. “Agent der Poesie, Worttänzer, Begeisterer”, so Eger, seien weitere Begriffe, die für den langjährigen Leiter des Gymnasiums am Kaiserdom, Pfalzpreisträger und Begründer der Speyerer Literaturtage stünden. Und deshalb war die Eröffnung der 9. Ausgabe dieser ganz besonderen Kulturveranstaltung, die in zweijährigem Rhythmus abgehalten wird, sicher der geeigneteste Rahmen, um die hohe Auszeichnung zu übergeben, zumal Schütt vor wenigen Wochen erst seinen 80. Geburtstag feiern durfte.

Groß war deshalb auch der “Auftrieb” im Kulturhof Flachsgasse, als Hansjörg Eger zu seiner Laudatio auf den wie immer bescheiden im Hintergrund verweilenden Jubilar anhob - Bürgermeisterin Monika Kabs, Beigeordneter Dr. Wolf Böhm, Alt-OB und Kunstfreund Werner Schineller, der sich - so Eger - in der Winkeldruckerey bis heute immer wieder gerne “die Hände schmutzig macht”, Mitglieder des Stadtrates, der Hausherr, Kunstvereins-Vorsitzender Franz Dudenhöffer sowie die zahlreichen Handpressendrucker aus Nah und Fern, die “für drei Tage ihre Kellerdruckereien verlassen” hätten, um mit ihren Editionen zu dieser nach der Mainzer Minipressen Messe angesehensten Veranstaltung ihrer Art in Deutschland nach Speyer zu kommen. Sie habe ihren Rang in erster Linie den unermüdlichen Bemühungen Artur Schütts und seiner Ehefrau Jule zu verdanken und trage damit wesentlich zum Erhalt des Jahrhunderte währenden Rufs von Speyer als Druckerstadt bei.

Ihnen allen konnte der Oberbürgermeister seinen Gruß entbieten, als er noch einmal die Geschichte der Winkeldruckerey Revue passieren ließ, die seit 2001 von Artur und Jule Schütt betrieben wird. “Ihrem guten Ruf in der Szene der ‘Schwarzkünstler’” - so wandte sich der OB an den Laureaten - “verdanken wir auch die höchst ansehnliche Liste von Gastdruckern, die Beispiele ihres Könnens in den letzten Jahren in der Stadt hinterlassen haben”.

Dem Ansehen Schütts und der von ihm im Kulturhof aufgebauten Einrichtung sei es aber auch zu verdanken, dass die Einrichtung heute auf eine eindrucksvolle Anzahl ganz besonderer Exponate verweisen könne, so einen Setzkasten mit mehreren tausend Lettern sowie ein Exemplar des “Heidelberger Tiegels”, der legendären Druckmaschine der frühen Jahre.

Viele Geschenke wurden im Rahmen der kleinen Feier noch ausgetauscht - Blumen für Frau Jule Schütt, eine Wäscheleine, um die frisch aus der Presse entnommenen Drucke zum Trocknen aufhängen zu können und eine opulente Mappe mit Blättern der Wochenenddrucker der letzten Jahre, die Andrea Lange und Jochen Fritsch zusammengetragen hatten.

Auch der Laureat selbst bedankte sich für die langjährige Unterstützung in den zurückliegenden Jahren mit entsprechenden Geschenken: OB Eger konnte ebenso eine Mappe mit Arbeiten der letzten Speyerer Literaturtage entgegennehmen wie der Fachbereichsleiter Bildung und Kultur bei der Stadtverwaltung, Bruno Cloer, “ohne den” - so Artur Schütt - “vieles oder sogar das meiste nicht gegangen wäre”. Dank schließlich auch am Karl Herbel, in aktiven Zeiten Chef der städtischen Hausdruckerei und seit 2009 zuverlässiger und kompetenter Helfer von Artur Schütt.

17 Handpressendrucker aus der gesamten Bundesrepublik - viele von ihnen aus den neuen Bundesländern - zeigen noch bis zum Sonntag abend im Kulturhof Flachsgasse ihre Editionen. Weiterer Höhepunkt und seit langem schon eine gute Tradition: Die Lesung am Samstag abend im Alten Stadtsaal, zu der in diesem Jahr die Autoren Michael Bauer aus Herxheim und Thomas Rosenlöcher aus Dresden eingeladen sind. Foto: gc

11.05.2012


“Falado” - berührende Filmdokumentation über Hein & Oss Kröher feiert Premiere

Pirmasenser Barden im Spiegel ihres Liederschaffens jetzt auch als DVD

von Gerhard Cantzler

Für manch einen der zahlreichen Gäste, die am Montag abend auf Einladung der Friedrich-Ebert-Stiftung aus der gesamten Pfalz in den Neustadter Saalbau gekommen waren, geriet sie zu so etwas wie einem ganz persönlichen, bewegenden Rendezvous mit ihrer eigenen Vergangenheit: Die Premieren-Vorstellung der filmischen Dokumentation “Falado”, mit der die aus Zweibrücken stammende Filmmacherin Gabi Heleen Bollinger ein berührendes und zu Herzen gehendes Porträt der “Volkssänger” Hein & Oss Kröher geschaffen hat.

Die legendären Festivals “Chanson Folklore International” auf der Nerotherburg Waldeck im Hunsrück in den sechziger Jahren - die bilden den Rahmen für einen Film, in dem sich wohl alle “Großen” der deutschen “Folksong-Szene” in den letzten 50 Jahren ein Stelldichein geben: Von Franz Josef Degenhardt über Hanns-Dieter Hüsch, Hannes Wader, Katja Ebstein bis Reinhard Mey - sie alle sind mit ihren Liedern - zum Teil noch in “verschrammten” Schwarz-Weiß-Aufnahmen eingeschnitten - Zeitzeugen und Weggefährten der Kröher-Zwillinge, von denen sie sich zeitlebens inspiriert und in ihrer Arbeit bestärkt fühlten.

Mit zum Teil ausführlichen Statements kommen in dem Film auch Weggefährtinnen und Weggefährten von Hein & Oss Kröher aus den 1960er und 1970er Jahren wie Colin Wilkie & Shirley Hart, Joana, Hannes Wader, Hai & Topsy sowie der Porträtist der Barden, der heute in Saarbrücken lebende Fotograf Joachim Lischke, zu Wort.

Woodstock, Burg Waldeck, Newport in Rhode Island - das waren in dieser Zeit die Wallfahrtsstätten der Folksong-Jünger - Pete Seeger und Joan Baez nur zwei ihrer Protagonisten und in ihrer Mitte als gleichrangige Vertreter des deutschen Zweiges dieser Kunst die Brüder Hein & Oss Kröher.

“Wir wollen nicht singen, wir wollen diskutieren”, forderten Anführer der Studentenbewegung bei ihren “sit-ins” und “teach-ins” in den 68ern und ließen auch schon einmal eines der “Waldeck-Konzerte” platzen - “Wir aber wollen singen, bis wir nicht mehr können - und wenn ihr wollt, dann könnt ihr danach diskutieren, bis ihr nicht mehr könnt”, hielten ihnen die Kröher-Zwillinge entgegen und sangen, sangen und sangen....

In ihrem Film geht Gabi Heleen Bollinger auf die gesellschaftlichen und politischen Umstände jener Zeit am Vorabend der für die Bundesrepublik Deutschland so wichtigen “68er Bewegung” ein, in der Hein & Oss Kröher das Volkslied “- entrümpelt und unverfälscht” - wieder in die Konzertsäle des deutschen Kulturraumes zurück gebracht hatten. “In einer Zeit, in der die deutsche Linke dem (im DrittenReich missbrauchten ..) deutschen Volkslied misstraute und lieber unverdächtige anglo-amerikanische Folklore hörte, glaubten Hein & Oss Kröher an den Wert dieses Genres - ohne sie wäre die neue Liederszene, die in den 1960er Jahren entstand, bis heute nicht denkbar”.

Bis in die jüngste Vergangenheit haben die beiden Sänger ihre Lieder von den zum Dienst “gepressten” Soldaten, den Moorsoldaten, der Arbeiterbewegung, den Partisanen - ihre demokratischen Lieder, Shanties und Liebesliedern, die Lieder der Welt und die Volkslieder gesungen - der Film spiegelt in gut 90 Minuten etwas von allem wider - von längst vergangener und ganz aktueller Lebenswirklichkeit, von der Sehnsucht nach Ferne und Heimat, nach Poesie und Musik. Damit lässt er Gefühle wieder wach werden, die in den letzten Jahrzehnten schon fast verloren gegangen schienen, die aber - hoffentlich - heute mit aktuellen Balladen und Songs vielleicht wieder in die Seelen ähnlich tief empfindender Menschen treffen.

Mit seinem Titel “Falado” greift der Film auf das Traumland der bündischen Jugend zurück, dem der deutsche Schriftsteller Hans Leip - unter anderem auch Verfasser der berühmten “Lilli Marleen” - ein eindrucksvolles Seefahrerepos gewidmet hat. “Falado” hatten bündische Jugendbewegte in den sechziger Jahren auch ein Segelschiff benannt, mit dem sie in Gruppen durch die Aegaeis kreuzten - so etwas also wie die “Argo” der Neuzeit - genau das richtige also auch für die Sehnsüchte von Hein & Oss Kröher.

“Falado”, das wird in der vorliegenden Länge wohl leider kaum eine Chance haben, in eines unserer Fernsehprogramme aufgenommen zu werden - “das ist vielleicht zu viel Kultur”, wie Gabi Heleen Bollinger ironisch anmerkte - ist allerdings als Video im Buchhandel oder direkt bei der Autorin über gabibollinger@t-online.de zu erwerben.

Ein Muss für alle Freunde dieser Zeit und ihrer Musik.

In einer informativen Gesprächsrunde versuchten die Filmemacherin und die beiden Volkssänger danach, ihre heutige Position zu der Musik zu beschreiben, von der sie bei einem Konzert im vergangenen Jahr ihren “offiziellen” Rückzug erklärt hatten. Dennoch würden sie deshalb ihre Grundüberzeugungen nicht aufgeben: “Auch wenn wir immer auch Sänger des politischen Liedes waren, so wollten wir doch nie ausschließlich ‘Politische Sänger’ sein”, merkte Hein Kröher an. Und deshalb würden sie auch weiterhin vor allem gegen die “Kaputtmache” in unserer Gesellschaft ankämpfen.

Noch auf so manches Thema kam die launig-lebhafte Gesprächsrunde an diesem Abend zu sprechen, so auf die “Heimkehr” des Jiddischen in seinen angestammten Sprachraum in der jüngsten Zeit - eine Sprache - wie Oss Kröher erläuterte - die einst zwischen Speyer und Mainz in den Zentren der jüdischen Gelehrsamkeit entlang des Rheins entstand, dann durch die Pogrome des Mittelalters ins Baltikum und nach Osteuropa abgedrängt wurde, um dann an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert im Zuge der Industrialisierung Europas mit den zuwandernden Juden wieder nach Deutschland zurückzukehren. “Dass künftig in unserer Pfalz wieder Jiddisch gesprochen wird, ist ein Glücksfall”, bekannte Oss Kröher, der sich - wie sein Bruder - schon immer ganz besonders für alles Fremden eingesetzt hatte - besonders wenn es eigentlich zu unserer Heimat gehört.

Mit großer Leidenschaft sprachen sich die Kröher-Brüder in der von Uli Valnion mit großer Sensibilität und Sachkenntnis geführten Diskussion für ein Zurückholen des Volksliedes in die Lehrpläne unserer Schulen aus - und auch das politische Lied dürfe nicht immer nur als “garstig Lied” verstanden werden, sondern müsse seinen Platz in unserer Alltagskultur wiederfinden. Auch wenn sich gegenüber den siebziger Jahren manches geändert habe - damals wurde noch ein Lehrer aus dem Schuldienst entfernt, weil er mit seinen Schülern im Unterricht die “Internationale” durchgenommen hatte - so sei das “politische Lied” bis heute weder in der Lehrerausbildung noch in den Lehrplänen unserer Schulen ein eigenständiges Thema.

Noch einmal auf ihren Ausstieg aus der “Singerei” angesprochen, bekannte sich Oss Kröher zu seiner letztjährigen Entscheidung: “Ich möcht’ ämol net als Leichnam vunn de Bühn’ getraache werre”, bekannte er - der jüngere der eineiigen Zwillingsbrüder - und wurde von seinem - drei Minuten älteren - Bruder Hein sofort repliziert: “Ich det noch weidermache...” Eineiige Zwillinge also und doch nicht in jeder Frage “ein-meinig”.

Einer “schöpferischen Aufgabe” haben sich die beiden Sänger aber auch über ihre Zeit auf den Bühnen hinaus verschrieben: Sie wollen all ihre Kraft darauf verwenden, den nachwachsenden Generationen das Volkslied und das Singen wieder neu zu erschließen. Dafür wollen sie arbeiten - dafür wollen sie werben - die Gründe dafür erschließen sich den Betrachtern von “Falado” schon nach wenigen Minuten: Und als lebendiger Beweis dafür durfte auch dieser Abend nicht “unbesungen” zu Ende gehen. Mit bewundernswert frischen, voll tönenden und sicher geführten Stimmen animierten sie ihr Auditorium im Neustadter “Scheffel-Saal” zum Mitsingen. Und so erklang - in Sichtweite zum Hambacher Schloss - zum guten Schluss ein vielstimmiges Bekenntnis zur Freiheit - zur Meinungsfreiheit im besonderen: “Die Gedanken sind frei”.  Foto: gc

21.03.2012


Neujahrskonzert der CDU Waldsee

„ Mit Walzermelodien ins neue Jahr“

von Franz Gabath

Waldsee- Viele Besucherinnen und Besucher von  befreundeten CDU Ortverbänden des Umlandes, aber auch  Gäste ohne Parteibuch, waren der Einladung des CDU Ortsverbandes Waldsee zum Neujahrskonzert gefolgt. Die erst vor wenigen Jahren liebevoll stilvoll zum katholischen Pfarrzentrum umgebaute Pfarrscheune, die wahrlich gute Stube der katholischen Pfarrgemeinde, war das richtige Ambiente und bot den stimmungsvollen Rahmen für das zweistündige Konzert.

Mit den beiden Künstlern, Annette Schneider-Wagner und ihren Ehemann Michael Wagner, hatten die Organisatoren zwei Künstler eingeladen, die mit ihrem lyrischem Sopran und lyrischem Tenor perfekte Umsetzung der anspruchsvollen Sologesangstücke, wie auch der Duette garantierten. Beide Künstler sind aus der Speyerer Domsingschule hervorgegangen, wo sie bei Domkapellmeister  Bernhard Weck ihre gesangliche Ausbildung erhielten. Dass Pianistin Christine Cantzler die Klavierbegleitung wegen Krankheit nicht ausführen konnte wurde bedauert, aber der ehemalige Domkapellmeister und Domorganist Professor Leo Krämer war sicher keine „Ersatzlösung". Der Name Leo Krämer, ein international anerkannter Künstler, bürgt immer für höchste Qualität.

Bemerkenswert, dass die CDU aus Waldsee nicht lange nach geeigneten Gesangsvirtuosen suchen musste. Ist doch Michael Wagner nicht nur Künstler, sondern begleitet auch das Amt des Stadtvorstandes der CDU aus Speyer. Ein perfekte Symbiose aus Politik und Kunst.

„Mit Walzermelodien ins neue Jahr“ war das Motto des Abends. So war es nur folgerichtig, dass Wien, der Stadt, die nicht nur politisch eine ganze Ära in Europa bestimmt hat, immer auch mit der Musik und hier besonders auch mit dem Walzer in Verbindung gebracht wird, ein breiter musikalischer Raum gegeben wurde.

Wenn auch Michel Wagner zu Beginn aus dem „Bettelstudent“ von Carl Millöcker verriet: „Ich knüpfte manche zarte Bande“ und melancholisch dann vom Soldaten am Wolgastrand aus „der Zarewitsch“ von Franz Lehar sang, folgte sehr bald dann mit „Bist du´s lachende Glück Franz“ vom gleichen Komponisten, der Übergang zur österreichischen Donaumetropole.  Als Annette Schneider-Wagner im Prater die Bäume, aus der Feder von Robert Stolz, erblühen lies, glaubte man in einen Fiaker zu sitzen und durch herrlich blühenden Baumbestand des Wiener Parks zu fahren. Man roch förmlich den Duft der Blüten auf dem Weg nach Sievering in die blühenden Weinberge hinaus und dort,  wo die richtigen Wiener gerne zum Heurigen gehen, ein Viertel Wein zu genießen.  Als Michael Wagner aus „Wien du Stadt meiner Träume“ von Rudolf Siecznyki. die hübschen Mädchen Wiens besang  folgte  mit „Wien wird erst schön bei Nacht“ von Robert Stolz, die Zeit der Verliebten. Und wer schon einmal in einer lauen Sommernacht auf dem Kahlenberg, dem Hausberg von Wien, stand, ein hübsches Mädchen im Arm halten durfte, das Lichtermeer Wiens zu seinen Füßen liegen sah, der wird diese Augenblicke nie vergessen. Der Schreiber dieser Zeilen weiß wovon er spricht. Mit diesem Mädchen ist er inzwischen fast 44 Jahre verheiratet. Auch nicht wie von Robert Stolz beschrieben „In Wien gibt´s manch winziges Gasserl“ durch das man zu winzigen Platzerl gelangt um himmlische Küsse unterm Sternenzelt auszutauschen.

Und mit „Hanni hutsch´n geh´n (tanzen gehen), wie es Edmund Eysler in Noten fasste, wäre dann nur folgerichtig. Michael Wagner lud dazu besonders Hanni Fuchs, die Gattin des CDU Vorsitzenden von Waldsee, ein. Besonders als Dank für die vorbildliche Organisation des Konzertes die in ihren Händen lag, wie Michael Wagner betonte.  Leider konnte er nicht, wie im Lied gesungen, einige Runden auf dem Prater Ringesspiel drehen, oder gar im Riesenrad einige bezaubernde Eindrücke gewinnen.

Die Feststellung von Michael, aus „Der Vater aus Dingsda“ von Eduard Künnecke, „Ich bin nur ein armer Wandergesell“ konterte Annette mit der Feststellung „Du sollst der Kaiser meiner Seele sein“ aus „Der Favorit“ von Robert Stolz. Die Aussage  „Dein ist mein ganzes Herz“ aus „Das Land des Lächelns“ von Franz Lehar endete dann in der Liebe die eine Himmelsmacht ist, wie sie Johann Strauß im Zigeunerbaron besingen lässt. Der stete Wunsch nach tanzen kommt im Duett „Einmal möchte ich wieder tanzen aus Emmerich Kalmans „Gräfin Mariza“ zum Ausdruck.

In den bunten Straus aus unvergesslichen Walzermelodien waren Leo Fall mit „Ein Walzer muss es sein“ aus „Die Rose von Stambul“, Johann Strauß mit „Du liegst in meinem Arm“ aus „Ein Nacht in Venedig“, so wie aus der Lustigen Witwe von Franz Lehar, „Lippen schweigen“ eingebunden, mit dem das Neujahrskonzert endete. Ein Konzert, in den sich in den lang anhaltenden Schlussapplaus viele „Bravorufe“ mischten, was die Künstler zu zwei Zugaben zwang.

Nur zufriedene Gäste traten den Heimweg an und so mancher Gast wird sich den Termin 29. November 2012 notieren, wenn Annette Schneider- Wagner, Michael Wagner wieder zum Adventskonzert konzertieren, vielleicht wieder mit Leo Krämer oder der wieder genesenden Christina Cantzler. Bilder: fg

23.01.2012


Konzertreihe „The Big Four“ – eine musikalische Reise durch Europa

Große europäische Klangtraditionen stehen im Mittelpunkt der Konzertreihe „The Big Four“.

Vier ausgewählte Orchester präsentieren mit hochkarätigen Werken ihre musikalische Heimat.

Die Reise beginnt am Donnerstag, 19. Januar 2012, mit dem belgischen Royal Flemish Philharmonic Orchester Antwerpen unter der Leitung von Edo de Waart. Auf dem Programm stehen die Sinfonie Nr. 29 A-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart und Gustav Mahlers monumentale fünfte Sinfonie.

Russische Melancholie und große Gefühle bietet das State Academic Symphony Orchestra of Russia am Donnerstag, 23. Februar 2012, unter der Leitung von Michail Jurowski. Den charakteristischen russischen Klang unmittelbar erlebbar machen Werke wie „Eine Nacht auf dem kahlen Berge“ von Modest Mussorgski, die Ballett-Suite „Der Feuervogel“ von Igor Strawinsky sowie Peter Tschaikowskis Sinfonie Nr. 6 h-Moll „Pathétique“.

Mit französischer Eleganz und filigranen Klängen aus dem Fürstentum Monaco kommt das Orchestre Philharmonique de Monte Carlo nach Ludwigshafen. Am Donnerstag, 1. März 2012, zeigt das Orchester unter der Leitung des Dirigenten Giancarlo Guerrero sein Können mit Werken von Liszt, Prokofjew und Ravel. Solist ist der französische Pianist Jean-Yves Thibaudet.

Italienische Lebensfreude gibt es zum Abschluss der Konzertreihe: Am Donnerstag, 3. Mai 2012, präsentiert das Orchestra Sinfonica Arturo Toscanini unter der Leitung von Israel Yinon Werke von Schumann, Respighi und Mendelssohn. Solistin ist die Cellistin Natalia Gutman.

Beginn der Konzerte im BASF-Feierabendhaus ist jeweils um 20 Uhr. Zur Einstimmung findet vor allen Konzerten ab 19 Uhr eine Einführung durch den Musikwissenschaftler Dr. Stefan Drees statt.

Die Karten kosten jeweils zwischen 40 und 61 Euro und können an allen Eventim- Vorverkaufsstellen, per Telefon unter 0621 60-99911 oder im Internet (www.basf.de/kultur) bestellt werden. BASF, Pressestelle

18.01.2012


Lichterkönigin soll Licht in die längste Nacht des Jahres bringen

Von Jürgen Schaaf

Heute ist wieder ihr großer Tag. Lucia, die Lichterkönigin, kommt am frühen Morgen in viele Kirchen, Kindergärten und Schulen und schafft es sogar, einen eigenen Progammplatz im schwedischen Fernsehen zu ergattern. Überall in Schweden sind junge Mädchen in weißen Gewändern, einem roten Band um die Taille, einer Lichterkrone auf dem Kopf und einer Kerze in der Hand singend unterwegs. In der Familie spielt traditionell die älteste Tochter die „Sankta Lucia“. In ihrem Gefolge eine Schar von Jungfern mit glitzernden Armreifen und Sternenknaben, die spitze Hüte mit  goldenen Sternen tragen. Den Schluss der Prozession bilden Wichtel, alle zusammen wollen die dunkle Nacht im Norden Europas mit ihrem Licht aufhellen. Neben den Kerzen und weißen Gewänder gehört zu einem richtigen Lucia-Fest das Singen von Lucia- und Weihnachtsliedern und natürlich die Lussekatter, die Lusse- oder auch Teufelskatzen, ein Safrangebäck mit Rosinen. Das wichtigste Lied ist die schwedische Variante von „Santa Lucia“, das bei uns eher in der italienischen Variante bekannt ist.

Vor der der Umstellung auf die Gregorianische Kalenderumstellung galt die Lussenatt, die Lusse – oder Lucia-Nacht als die längste Nacht des Jahres. Lucia, die Lichterkönigin des Nordens, ist ursprünglich aber keine Einheimische, sondern ist aus dem Süden Europas eingewandert, genauer gesagt, aus Sizilien. Über Deutschland hat sie schliesslich den Weg nach Schweden gefunden.

Die Legende von der Heiligen Lucia war im Norden erst ab dem 14. Jahrhundert bekannt. Davor war der Name „Lussi“ eine Personifizierung des 13. Dezembers, ohne mit der sizilianischen Heiligen verknüpft zu sein. Lussi soll der Legende nach ursprünglich ein weibliches Wesen gewesen sein, bösartig, einem weiblichen Dämon oder einer Hexe ähnlich, die durch die Luft ritt mit ihrem Lussi-Gefolge, dem „lussiferda“.  In manchen Gegenden, wie zum Beispiel in Västergötland, war Lussi männlich, der Lussegubbe, das Lussemännchen. Oder aber ein Troll, der in der Dunkelheit erschien mit seinem Tross aus übernatürlichen Wesen. Es war gefährlich, sich in der Lussenatt draußen aufzuhalten. Denn merkwürdige Dinge konnten in der Lussenatt  passieren. Es wurde erzählt, dass Wasser in den Quellen und Flüssen  sich in Wein verwandelt wurde.  In dieser Nacht mussten auch die Mühlenräder still stehen, um den Näck, den Mühlenwichtel und anderes Zaubervolk nicht zu stören. Gerade in dieser Nacht wimmelte es nur so von unheimlichen Wesen, die überall herumstreifen und ihr Unwesen treiben. Besonders unartige Kinder mussten besonders vorsichtig sein, da Lussi den Schornstein herabfahren konnte und sie stehlen konnten.

Von der christlichen Lucia hatte das Volk bisher kaum etwas gehört. Wenn der Lucia-Tag kam, wurde der Tag wie ein Festtag gefeiert. Gefrühstückt wurde bereits sehr früh. Geschichten erzählen,  manchmal musste dreimal gefrühstückt werden, bis es draußen endlich hell wurde. In dieser längsten Nacht des Jahres galt es, den Körper mit Nahrung zu stärken, um Kraft für das kommende Jahr zu bekommen. Ein reichhaltiges Essen am Luciatag versprach ein gesundes und glückliches, neues Jahr.

Später enstanden Legenden und Geschichten von der Heiligen Lucia als Heilsbringerin in Zeiten des Hungers und der Not.  Eine Legende aus Värmland erzählt von einer großen Hungersnot. Lucia offenbart sich der Bevölkerung als helle Lichtgestalt. Mit einem großen Schiff kommt sie über den Vänern-See, vollgeladen mit Schinken, Speck und anderen guten Sachen. Mit dieser kostbaren Last segelt Lucia von Strand zu Strand und verteilt freigiebig ihre Geschenke an die Hungernden.

Die Darstellung der Lucia in weissem Gewand und Kerzenkranz geht zurück auf die italienische Heilige aus Sizilien. Die habe der Legende nach die Kerzen im Kerzenkranz auf dem Kopf getragen, um so die Hände frei zu haben, wenn sie Bedürftige heimlich mit Lebensmittel versorgte. Vermutlich im Jahre 303 starb Lucia der Überlieferung nach als Märtyrerin durch einen Dolchstoß in den Hals. Das weisse Gewand soll ihre Keuschheit als geweihte Jungfrau symbolisieren, das rote Band ihr Martyrium.

Eine Lucia mit Lichtern auf dem Kopf ist  in Schweden zum ersten Mal im Jahr 1820 belegt. Dabei handelte es sich allerdings um eine männliche Lucia. Ein Fabrikinspektor aus Skinnskatteberg berichtet: „Nachdem sechs Gerichte verspeist waren und nur noch der siebte, der Kuchen, fehlte, wurden die Gäste mit einem eigentümlichen Anblick überrascht. Die Doppeltür zum Vorraum wurde aufgeschlagen und herein trat ein Knecht, gekleidet in ein weißes Laken, mit einem Kranz aus Kerzen auf dem Kopf und in der Hand ein großes Bowle-Gefäß mit Glühwein. Eigentlich hätte es eine Dienstmagd sein sollen, die die heilige Lucia darstellen sollte, aber aus tragetechnischen Gründen wurde eher auf einen Mann zurückgegriffen“.

Kinder und Jugendliche hatte ihre eigene Tradition in der längsten Nacht des Jahres. Sie zogen von Hof zu Hof in der Nachbarschaft, scherzten und erschreckten andere. Sie sangen Lieder, um so Geld und kleine Geschenke auf den Höfen einzuheimsen. Oft sangen einige von ihnen die traditionellen Lieder  über Staffan, seineszeichens Stallknecht von König Herodes, der zum Märtyrer wurde. In der letzten Strophe gab es einige Anspielungen auf Schnaps oder die Gaben, die man sich von dem jeweiligen Hofbesitzer erhoffte.

Ende des 19. Jahrhunderts griff das Stockholmer Freilichtmuseum Skansen den westschwedischen Luciabrauch auf, um ihn für zukünftige Generationen zu bewahren. 1927 wählte die Zeitung „Stockholms Tidningen“ zum ersten Mal eine eigene Lucia. Das Luciafest verbeitete sich so immer mehr im ganzen Land und hat heute einen festen Platz im schwedischen Brauchtum.

13.12.2011


Antworten für die Zukunft durch Fragen nach der Vergangenheit

Charlotte Kerner präsentiert neuen Roman “Jane reloaded”

von Gerhard Cantzler

Sie ist immer wieder für eine literarische Überraschung gut: Charlotte Kerner, in Speyer geboren und aufgewachsen und seit Jahren erfolgreiche Autorin zahlreicher Romane und Sachbücher. Sie stellte jetzt am Wochenende in gleich zwei Lesungen - beziehungsreich in der Urgeschichtlichen Abteilung des Historischen Museum der Pfalz durchgeführt - ihr neuestes Werk vor: “Jane reloaded” einen “Faktasy-Roman”, wie sie das neue, von ihr selbst kreierte literarische Genre nennt. In ihm nimmt sie ihre LeserInnen mit auf eine überaus spannende Zeitreise in die Menschheitsgeschichte - zurück bis zu unseren Anfängen ebenso wie weit nach vorne in eine ferne Zukunft.

Tanja Jane, in fünfter Generation Spross einer Familie aus Paläo-Anthropologinnen, trifft im “Laos-Labor” ihrer Familie im asiatischen Dschungel auf Jamie, den als Klon des “homo erectus Heidelbergiensis” - einer Spezies des Neandertalers - durch Re-Implantation des Genoms wieder entstandenen Urmenschen.

Und da trifft der Roman auch schon auf spektakuläre und reale Forschungserfolge in der Jetztzeit: 2010 nämlich entschlüsselten Wissenschaftler nicht nur den genetischen Code des sibirischen Mammuts, sondern nahezu zeitgleich auch den des Neandertalers. Tanja Jane 5, die Heldin des Romans, erlebt nun mit, wie ihre Großmutter Jane 3 in Sibirien durch Austausch der genetischen Informationen bei indischen Elefanten den Aufbau einer neuen Mammut-Population realisiert - und sie fragt sich, ob Jane 3 neben die geklonten Mammuts wohl auch geklonte Neandertaler stellen wolle.

Und damit befindet sich der Leser schon mitten in einer der ethischen Grundsatzdiskussionen unserer Zeit: Darf der Mensch alles, was er kann? Darf er sich zum Schöpfer über die Natur und damit letztlich auch über Gott erheben? Charlotte Kerner gibt auf diese Fragen keine abschließend verbindlichen Antworten - sie kann dies sicher auch nicht - kann allenfalls “Nach-Denkansätze” vermitteln.

Denn da ist auf der einen Seite die Vision von dem “wiedererschaffenen” Urmenschen, einem Wesen aus Vergangenheit und Zukunft zugleich, der einen Beitrag dazu leisten könnte, die Vielfalt der menschlichen Gattung zu erweitern, ihm neue Lebensräume im Wasser und in der Luft zu erschließen - dem “homo sapiens” vielleicht am Ende gar das Überleben zu sichern.

“Jane reloaded” ist ein atemberaubendes Geflecht aus unterschiedlichen zeitlichen Dimensionen - von dem ersten, dem Menschen ähnlichen Wesen vor sechs Millionen Jahren, das sich von der Entwicklungsgeschichte der Affen abgelöst hatte und sich vor dreieinhalb Millionen Jahren von vier auf zwei Beine “erhob”. Ein Wesen, das durch immer weiter voranschreitende Spezialisierung - auch “Evolution” genannt - lernte, Sprache als Mittel der Kommunikation zu benutzen und das schließlich lernte, Gefühle auszudrücken und zu einem sozialen Wesen zu werden.

Auf dem Weg durch die Zeiten überholt “Jane reloaded” den Menschen unserer Zeit, um sich eine neue Handlungsebene in der nahen Zukunft - in anderthalb Jahrhunderten - zu erschaffen, von der aus sie ihren Blick visionär in eine fernere Zukunft - in 10.000 oder in zehn mal 10.000 Jahren richtet.

Forscherische Neugierde im Blick zurück durchmischen sich in diesem Roman mit der aktuellen Diskussion um ethische Kernfragen und der fiktionalen Vision von einer fernen Menschheitszukunft.

Charlotte Kerner, mehrfache Trägerin des Deutschen Jugendliteraturpreises und vieler anderer Auszeichnungen, hat mit “Jane reloaded” erneut einen spannenden Roman vorgelegt, der auch - die Generationengrenzen überschreitend - zum Gesprächsstoff in unserer Gesellschaft werden könnte.

“Jane reloaded” - erschienen bei Beltz+Gelberg, Weinheim , ISBN 978-3-407-81092-2, Preis: 14,95 Euro - empfohlen ab 14 Jahren  Foto:MiWa

20.11.2011


Subtiles Musikprogramm mit vielfältigen Wurzeln

Duo Ariana Burstein & Roberto Legnani zu Gast in Speyer

sk. Speyer. Mit einem außergewöhnlichen Konzert machte jetzt das international renommierte Duo Ariana Burstein und Roberto Legnani im Historischen Rathaussaal in Speyer Station. Zu diesem Abend hatte sich das mit Cello und Gitarre ungewöhnlich besetzte Duo ein hochkulinarisches Programm zusammengestellt, das über mehrere Jahrhunderte von der Renaissance bis in die Gegenwart reicht. Von Tomaso Albinoni bis Titi Winterstein spannt sich dabei der Bogen unterschiedlicher musikalischer Epochen - von strenger kompositorischer Gebundenheit bis zur zeitgenössischen Folklore reichen die vielfältigen Stilrichtungen.

Mit der Celtic Fantasy setzte das Duo gleich zu Beginn ein erstes Ausrufezeichen hinter das Bekenntnis zu den unterschiedlichen Wurzeln seiner musikalischen Aktivitäten: Von keltischen Rhythmen bis hin zum Gipsy Swing nimmt das Duo bei seinen Arrangements Anleihen bei ganz unterschiedlichen Traditionen, läßt orientalische Anklänge einfließen und Ausbrüche spanischen Temperaments und spiegelt die Wehmut und Melancholie jüdischer musikalischer Tradition. Kurz: Ein bunter Teppich musikalischer Traditionen von Indien bis Europa, die das Publikum mitnahm auf eine bunte musikalische Reise durch Zeit und Raum. Das ganze eingehüllt in die hohe Musikalität der beiden Künstler - die schier endlosen Bogenstriche des Cellos im Kontrast zu der Geläufigkeit der Gitarre - sie verbreitetenn in dem historischen Ratssaal ein ganz außergewöhnliches Flair.

Ein musikalisches Abenteuer also der ganz besonderen Art, an dem Ariana Burstein und ihr kongenialer Partner Roberto Legnani die begeisterten Zuhörer einen Abend lang teilhaben ließen. “Hoffentlich war dies nicht das letzte Konzert dieses ganz außergewöhnlichen Duos” - das war wohl die Meinung der Mehrheit der Zuhörer am Ende dieses Abends.


29.10.2011


Kultur

Wie kaum einer andere Stadt ihrer Größe zeichnet sich Speyer durch die Vielfalt ihrer kulturellen Aktivitäten aus.

Chöre unterschiedlicher Ausrichtung, vom Gospelchor bis zur Philhamonischen Vielstimmigkeit im geistlichen wie weltlichen Bereich, Laienorchester - die Chorszene in Speyer lässt keine Wünsche offen. 

Gleiches gilt für die Vielfalt der bildenden Kunst: Kunstverein, Feuerbach-Haus und Purrmann-Haus sowie zahlreiche private Galerien bieten Orte für vielfältige Ausstellungen. Dazu sind auch Einrichtungen wie das Bibliothekszentrum (früher Pfälzische Landesbibliothek) die kostbare Sammlung von Faksimiles in der Bibliothek des Priesterseminars  - um nur einige zu nennen.

Die Auswahl ist schier endlos und wer in Speyer alle kulturellen Angebote nutzen möchte, muss wahrlich viel Zeit mitbringen.

Für jeden Geschmack, für jede Stilrichtung und jedes Alter gibt es interessante Angebote.

Rockmusikerverein, Guggenmusiker und, und, und

Erkunden Sie unsere Kulturseiten - Sie werden sicher das für Sie Passende finden.

15.07.2011