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„Der Wünschewagen, letzte Wünsche wagen“

Ambulanten Pflegedienst des Seniorenzentrum Böhl-Iggelheim in Kooperation mit dem ASB

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim. „Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt, das ist die Losung des Seniorenzentrums Böhl-Iggelheim und auch des Ambulanten Pflegedienstes des Seniorenzentrums“ wie Lucia Vetter, die Pflegedienstleiterin des Pflegedienstes betont. „Deshalb sind wir immer auf der Suche nach neuen Angeboten für unsere Patienten, welche deren Wünschen und Bedürfnissen entsprechen“ so Lucia Vetter.

In Zusammenarbeit mit dem Arbeiter Samariter Bund (ASB) gibt es die Möglichkeit den sogenannten „Wünschewagen“ über den ASB anzubieten. Diese Verbindung zum ambulanten Pflegedienst des Seniorenzentrum kam durch Melanie Nowack zustande, die  seit 2012 Mitglied beim ASB ist und seit März 2017 im ambulanten Pflegedienst als Betreuungskraft arbeitet. Im Rahmen ihrer berufsbegleitenden Fortbildung zur Altentherapeutin im Lehrzentrum in Bad Honnef ist sie bedingt durch ihre Abschlussarbeit mit diesem Thema befasst.

Der „letzte Wünschewagen“ des ASB ist ein behindertengerecht ausgestatteter Bus, welcher durch Spenden und Sponsoring finanziert wird. Er dient dazu, schwer kranke Menschen zur Erfüllung eines besonderen, vielleicht des letzten Herzenswunsches, zum Wunschort zu transportieren. Dieser Ort soll innerhalb eines Tages mit Anfahrt, Rücktransport und Aufenthalt am Wunschort erreichbar sein.

Als herausragendes Beispiel nennt Frau Vetter und Frau Nowack einen Klienten, der unter PSP (Progressive  supranukleäre  Blickparese) leidet, eine seltene Krankheit, nach der Parkinson Krankheit die zweithäufigste Bewegungsstörung, welche nicht heilbar ist.

Der Klient ist gänzlich auf den Rollstuhl angewiesen, zeigt aber einen großen Ehrgeiz und Durchhaltevermögen.

Er ist ein begeisterter Modelleisenbahner. Seit seiner Kindheit ist sein größtes Hobby Eisenbahnwagen zu sammeln und in filigraner Kleinstarbeit, mit der Pinzette, die dazu gehörigen Teile, wie Personen, Bäume, Straßen usw. zu bemalen. Sein Herzenswunsch war, noch einmal die großen Lokomotiven im Technik Museum in Speyer zu sehen. Dieser Wunsch konnte dank des „Wünschewagens“ am 21.10.2017 in die Tat umgesetzt werden.

„Ein unvergesslicher Tag, mit dem fast 4 stündigem Besuch des Museums, Kaffee und Kuchen am Rhein bei herrlichen Sommerwetter, war für alle Beteiligten, dem Patient, dessen Ehefrau, Frau Vetter, Frau Nowack und den zwei ehrenamtlichen Mitarbeitern des ASB, Nadia Burkart und Martin Dittmann, ein einzigartiges Erlebnis, das in unser Aller Erinnerung bleiben wird“ wie Lucia Vetter und Melanie Nowack uni sono betonten.

Diese Zusammenarbeit,  Ambulanter Pflegedienst – ASB ist nach den Worten von Lucia Vetter noch ziemlich unbekannt und ein außergewöhnliches Projekt. Foto: fg