Nachts tanzt das Museum
SWR1 Night Fever-Museumsparty im Historischen Museum der
Pfalz in Speyer am Freitag, 7. Juni 2013
Speyer
- Nachts im Museum herrscht eine Gänsehaut-Atmosphäre und
es können unglaubliche Dinge passieren - das wissen wir nicht erst
seit dem gleichnamigen Film. Aber während in dem Hollywood-Streifen
die Ausstellungsobjekte einen nächtlichen Tanz veranstalten, sind
es im Forum des Historischen Museums der Pfalz in Speyer die Gäste.
Bei der SWR1 Night Fever-Museumsparty am
Freitag, den 7. Juni, lassen sie es so richtig krachen. Und wenn
SWR1-Morgenmoderator und DJ Michael Lueg einen Partyklassiker nach
dem anderen auflegt, tanzt das Museum.
DJ Michael Lueg freut sich schon sehr auf die Party im
Museumsforum mit seinem einzigartigen Ambiente. Und natürlich
bringt der Partyexperte seine bewährten Musik-Schätze mit:
Einheizer wie „Jump“ von Van Halen, Diskokracher wie „It´s Raining
Men“ von den Weather Girls, Mitsingklassiker wie „Major Tom“ von
Peter Schilling und jede Menge frische Beats zum Abtanzen.
Heißbegehrte Tickets für die SWR1 Night Fever Museumsparty gibt
es im Vorverkauf ab 7. Mai für 8 Euro beim Historischen Museum der
Pfalz in Speyer, Tickethotline 06232/620222, oder per Webticket
unter www.museum.speyer.de Restkarten
sind an der Abendkasse für ebenfalls 8 Euro erhältlich. Der Einlass
beginnt ab 20 Uhr, die Party startet um 21 Uhr. memo public
relations, Presse
3 X 2 Eintrittskarten gewinnen: 
04.05.2013
Frühjahrstagung der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften
Führungswechsel und Buchvorstellung
Am 26. April 2013 fand im Historischen Museum der Pfalz die
Frühjahrstagung der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der
Wissenschaften statt. Die 1925 gegründete Vereinigung von
Wissenschaftlern geistes- und naturwissenschaftlicher Disziplinen,
die pfalzspezifisch forschen, besteht zurzeit aus 115 Mitgliedern.
Sie stellte als 110. Band ihrer Veröffentlichungsreihe die
„Beiträge zur Geologie der Pfalz“ vor (herausgegeben von Jost
Haneke und Klaus Kremb, 108 S.).
Anlässlich der Neuwahlen des Vorstandes schieden der bisherige
Präsident der Gesellschaft Dr. Klaus Kremb, sein Stellvertreter
Prof. Dr. Eckhard Friedrich und Generalsekretär Dr. Werner Transier
aus ihren Ämtern aus. Dr. Klaus Kremb konnte in seinem
Rechenschaftsbericht eine eindrucksvolle Bilanz seiner Amtszeit
vorlegen. 2004 hatte er das Amt von dem damals verstorbenen Prof.
Franz Staab übernommen. In den folgenden acht Jahren stärkte er
besonders die finanzielle Basis der Gesellschaft und brachte die
damals geplanten Tagungen und Veröffentlichungen zum erfolgreichen
Abschluss, auch konnten neue Projekte angestoßen werden. So
erschienen alleine in den letzten drei Jahren in der Schriftenreihe
der Gesellschaft die Bände 105 bis 110, nämlich „Mythos Staufer“,
„Geographie der Pfalz“, „Historische Regionalforschung im Aufbruch
– das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken“, „Verzicht auf Revanche – das
Kriegstagebuch 1914/18 des Divisionspfarrers in Landau“, „Der
Westwall in der Südpfalz“ und „Richard von Cornwall“.
Geplant sind für die nächsten eineinhalb Jahre weitere Bände zu
den Themen „Pfälzer Lebensbilder“, „Die Pfalz: Geographie vor Ort“
(Geographie der Pfalz II), „Regionalgeschichtliche Perspektiven für
die Pfalz und ihre Nachbargebiete“, „Wissensdialog und
Wissenstransfer im 18. und 21. Jahrhundert“ sowie zu „Weistümern“.
=p>
Gewählt wurden als Präsidentin der Gesellschaft Dr. Lenelotte
Möller (Studiendirektorin am Paul-von-Denis-Gymnasium in
Schifferstadt), als Vizepräsident Dr. Peter Diehl (Leiter der
Rheingütestation Worms), als Generalsekretär Dr. Joachim Kemper
(Leiter des Stadtarchivs Speyer), als stellvertretender
Generalsekretär Dr. Andreas Imhoff (Archivar des Kreises Südliche
Weinstraße). Beisitzer wurden Dr. Hartmut Harthausen, PD Dr.
Hans-Wolfgang Helb, Dr. Jürgen Ott sowie als Schriftleiter der
„Pfälzer Heimat“ Dr. Jürgen Vorderstemann. Als Kassenprüfer wurden
Prof. Dr. Hans Ammerich und Dr. Reinhard Flößer gewählt. Weitere
Informationen unter www.pfaelzische-gesellschaft.de.
Historisches Museum der Pfalz Speyer, Presse
03.05.2013
Familienbild als Dokument adeligen Lebens am Übergang vom Barock zum Empire
Historisches
Museum der Pfalz erhält kostbare Dauerleihgabe von anonymem
Leihgeber
cr. Speyer. Eine hochkarätige
Dauerleihgabe ziert seit heute an prominenter Stelle die gerade
erst wiedereröffnete Sammlungsausstellung „Neuzeit“ des
Historischen Museums der Pfalz in Speyer. Das höchst qualitätvolle
Gemälde „Die Gräfin von Forbach mit ihren Söhnen Christian
und Wilhelm“ des Zweibrücker Hofmalers Johann
Christian von Mannlich (1741-1822) aus dem Jahr 1764 hat
ein Freund des Speyerer Museums, der unbedingt anonym bleiben will,
im Jahr 2012 über einen Kunsthändler aus dem Besitz der
Bankiersfamilie Rothschild in Paris erworben. Die Rothschild hatten
das Gemälde mit Bezug zu Paris seit den 1930er Jahren in ihrem
Besitz – sein Käufer hat es jetzt dem Speyerer Museum als dem
„einzig angemessenen Ort“ und „gefühlten“ Landesmuseum zur
dauerhaften Präsentation überlassen.
Heute nun
präsentierten der Speyerer Museumsdirektor Dr. Eckart
Köhne und der Sammlungsleiter „Neuzeit“, Dr.
Ludger Tekampe, mit erkennbarer Freude das neue Exponat
und die nach umfangreichen Renovierungsarbeiten am Gebäude
wiedereröffnete Sammlung. Dr. Köhne bezeichnete dabei das Gemälde
als ein wunderbares Zeitdokument am Ausgang des Barock und am
Beginn des Empire, das in einzigartiger Weise das Leben der
Adeligen in jener Zeit widerspiegele. Das Gemälde, das 1763 von dem
Wittelsbacher Herzog Christian IV. von Zweibrücken
in Auftrag gegeben wurde, sei ein ungewöhnliches, sehr komplexes
Familienportrait, das viel über den Zeitgeist seiner
Entstehungsjahre ausdrücke, so Dr. Köhne.
Christian IV. ehelichte 1751 heimlich Marianne
Camasse (1734-1807), eine Tänzerin, die er ein Jahr zuvor als
Ballettschülerin im Mannheimer Theater kennengelernt hatte. Obwohl
Marianne 1756 durch Ludwig XV. in den französischen Adelsstand
erhoben und im gleichen Jahr von Herzog Stanislaus Lesczcynski von
Lothringen zur Gräfin von Forbach ernannt wurde, war sie Zeit ihres
Lebens ihrem Mann nicht ebenbürtig: Der hohe Adel konnte nach dem
Hausrecht der Wittelsbacher nur mit Mitgliedern regierender Häuser
eine in vollem Umfang gültige Ehen eingehen. Dieser Umstand hatte
zur Folge, dass Marianne und ihre sechs Kinder keinerlei Anspruch
auf Namen, Titel, Wappen und Erbe hatten.
Diese Situation stellt die Ausgangsbasis für das Familienportrait
dar, in dessen Vordergrund Gräfin Marianne von Forbach mit ihren
beiden Söhnen Christian und Wilhelm sowie deren Erzieher Baron
Ludwig von Stein abgebildet sind.
Die
Darstellung der Gräfin weist dabei eine auffallend große
Ähnlichkeit mit einem Portrait Francois Bouchers der
Marquise von Pompadour, der Mätresse des
französischen Königs Ludwigs XV., auf: Herzog Christian war mit der
Marquise befreundet und gab Mannlich, dem damaligen Hofmaler des
Herzogtums Pfalz-Zweibrücken, den Auftrag, Marianne in gleicher
Haltung darzustellen. Dieser Wunsch entsprang nicht nur seinem
ästhetischen Bewusstsein, sondern war – neben einem Kompliment an
die Marquise – auch der Versuch, die eigene Verbindung durch die
Analogie mit der allseits bekannten Beziehung des französischen
Königs zu adeln und zu legitimieren.
Die gesellschaftlichen Zwänge machten es dem Maler
darüber hinaus unmöglich, Herzog Christian gleichberechtigt neben
Frau und Kindern abzubilden und führten dazu, dass der
Familienvater der dargestellten Szene nur auf einem „Bild im Bild“,
einem Portraitgemälde im Hintergrund, beiwohnen kann. Auf diesem
ist Herzog Christian sowohl als Familien- wie auch als Landesvater
in staatstragender Pose und in offizieller Robe ganz im Stil Ludwig
XV. abgebildet.
Die Botschaft
des Werkes ist nach Aussage des Speyerer Museumsdirektors das
Bekenntnis eines Mitglieds des hohen Adels zu seiner nicht
standesgemäßen Familie. Es ist zugleich ein Dokument, das wie kaum
ein anderes Gemälde Zeitgeschichte, internationale Beziehungen,
Rechtspositionen und ein sich wandelndes Selbstverständnis des
Adels zur Zeit der Frühmoderne miteinander verbindet.
Im Anschluss an die Präsentation gab Dr.
Tekampe einen kurzen Einblick über die von ihm kuratierte
Sammlung „Neuzeit“ des Museums, die Exponate aus 500 Jahren „von
Martin Luther bis Konrad Adenauer“ umfaßt. Derzeit sind die
Ausstellungsstücke allerdings nur bis in die Zeit des Separatismus
in den 1930er Jahren zu sehen, - die Exponate der folgenden dreißig
Jahre müssen zum Teil noch aufbereitet und in die Schau integriert
werden.
Allerdings gibt es in der Ausstellung derzeit auch
einige „weiße Flecken“ - haben doch einige der Gemälde Eingang in
die großartige und sehenswerte Sonderschau „Königreich Pfalz“
gefunden. Foto: gc
25.04.2013
Historisches Museum der Pfalz erhält kostbare Dauerleihgabe von anonymem Leihgeber - Bilderalbum
Zu Besuch bei Freunden
Sechswöchige
Präsentation der Speyerer Sonderausstellung „Königreich Pfalz“ im
Münchner Infopoint – Museen & Schlösser in Bayern
München- Das Historische Museum
der Pfalz Speyer präsentiert sich ab sofort bis 1. Juni 2013 als
erstes, nicht-bayerisches Museum im Münchner Infopoint – Museen
& Schlösser in Bayern.
Ausgewählte Exponate und eine Medienstation
informieren ab sofort in der Münchner Innenstadt über die aktuelle
Sonderausstellung „Königreich Pfalz“ des Speyerer Museums, die von
der Pfalz unter der Herrschaft der Wittelsbacher Könige
erzählt.
Nach Napoleons Niedergang wurden die Grenzen und
Staaten Europas durch den Wiener Kongress neu definiert und die
Region der heutigen Pfalz fiel an die Wittelsbacher. Damit
regierten zwischen 1816 und 1918 die bayerischen Könige auch über
die linksrheinische Pfalz. Maximilian I. Joseph, der erste dieser
Herrscher, stammte aus der Zweibrücker Linie des Adelsgeschlechts
der Wittelsbacher, die nachfolgenden Könige und Regenten des
bayerischen Königreichs waren ausnahmslos seine Nachkommen. Unter
und mit den Wittelsbacher Königen formte sich die Region zu dem,
was sie heute ist. Ob Landwirtschaft und Weinbau, Firmen und
Fabriken wie die BASF oder Pfaff, ganze Städte wie Ludwigshafen
oder berühmte Bauten wie der Speyerer Dom – die bayerische Zeit
prägt die Pfalz bis in die Gegenwart.
Das
Historische Museum der Pfalz erzählt in der Ausstellung „Königreich
Pfalz“, die noch bis zum 27. Oktober 2013 in Speyer gezeigt wird,
auf 900 Quadratmetern Ausstellungsfläche Geschichte(n) aus der
Pfalz: von Kämpfern für die Freiheit, visionären Wissenschaftlern
und Entdeckern, Sportlern von Weltrang, königstreuen Bürgerinnen
und Bürgern, armen Schustern und reichen Weinbaronen. Dazu
präsentiert das Museum nicht nur über 350 Exponate aus bayerischen
und pfälzischen Museen, sondern unter anderem auch eine mehr als
zehn Meter breite Wandgrafik – die „Walhalla der Pfälzer“ – und
legt augenzwinkernd zur Ausstellung ein eigenes „Dubbeglas“ auf:
das „Maß“ aller Dinge in der Pfalz.
Die Ausstellung „Königreich Pfalz“ konnte nur durch
die hervorragende Unterstützung und enge Kooperation mit
zahlreichen bayerischen Museen und Institutionen, allen voran dem
Bayerischen Nationalmuseum, der Bayerischen Verwaltung der
staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, dem Wittelsbacher
Ausgleichsfonds sowie dem Bayerischen Armeemuseum Ingolstadt
realisiert werden. Das Thema der Ausstellung sowie die erfolgreiche
Zusammenarbeit zwischen den Kollegen führten zu dem exklusiven
Angebot, im Infopoint die Auftakt-Ausstellung des
„Wittelsbacherjahrs 2013“ vorstellen zu dürfen.
Alle Besucherinnen und Besucher des Infopoints
haben zudem die Chance, persönlich und umfassend zu entdecken, was
nicht nur König Ludwig I. Zeit seines Lebens an der Pfalz
fasziniert hat. In Kooperation mit dem Lindner Hotel und Spa
Binshof sowie der Deutschen Bahn wird unter allen, die eine
Gewinnfrage richtig beantworten können, ein Wellness-Kurzurlaub für
zwei Personen inklusive An- und Abreise innerhalb Deutschlands und
dem Besuch der Ausstellung „Königreich Pfalz“ verlost.
Der Infopoint – Museen & Schlösser in Bayern
ist ein zentraler Anlaufpunkt im Herzen Münchens: Im
geschichtsträchtigen Alten Hof werden aktuelle und umfassende
Informationen zur bayerischen Museumslandschaft für alle
Interessierten bereitgehalten. Der Infopoint ist Montag bis Samstag
von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Informationen unter
www.koenigreich-pfalz.de und www.infopoint-museen-bayern.de.
Historisches Museum der Pfalz Speyer, Presse
24.04.2013
Speyerer Sonderausstellung „Königreich Pfalz“ im Münchner Infopoint - Bilderalbum
Dr. Eckert Köhne, Direktor des Historischen Museums der Pfalz, spricht zur Eröffnung derPräsentation im Münchner Infopoint.
Foto: Historisches Museum der Pfalz
|
Palatia mit Pagen
Fotografie im zeitgenössisch gefassten Rahmen 1910
Zur Eröffnung wurden die geladenen Gäste in der Eingangshalle von einem „lebenden Bild“
empfangen: Auf einem Podest stand Fräulein Elisabeth Ferkel als Personifikation der Pfalz
(Palatia), an ihrer Seite die beiden Gymnasiasten Müller und Luxenburger als Pagen.
Speyer, Historisches Museum der Pfalz
Foto: Historisches Museum der Pfalz / Peter Haag-Kirchner
|
In Kooperation mit dem Lindner Hotel und Spa Binshof sowie der Deutschen Bahn wird unter allen, die eine Gewinnfrage richtig beantworten können, ein Wellness-Kurzurlaub für zwei Personen inklusive An- und Abreise innerhalb Deutschlands und dem Besuch der Ausstellung
„Königreich Pfalz“ verlost.
Foto: Historisches Museum der Pfalz
|
Franz von Stuck: Prinzregent Luitpold
Öl auf Leinwand 1905
Das Gemälde des Künstlers Franz von Stuck zeigt den Prinzregenten Luitpold im schwarzen Renaissancerock.
Speyer, Historisches Museum der Pfalz Speyer
Foto: Historisches Museum der Pfalz / Peter Haag-Kirchner
|
Ausgewählte Exponate und eine Medienstation informieren ab sofort in der Münchner Innenstadt über die aktuelle Sonderausstellung „Königreich Pfalz“ des Speyerer Museums, die von der Pfalz unter der Herrschaft der Wittelsbacher Könige erzählt.
Foto: Historisches Museum der Pfalz
|
Raumansicht des Ausstellungsbereichs „Könige von Bayern - Die Pfälzer auf der Bayern Thron“
Foto: Historisches Museum der Pfalz / Peter Haag-Kirchner
|
Raumansicht des Ausstellungsbereichs „Künstler sehen die Pfalz“.
Foto: Historisches Museum der Pfalz / Peter Haag-Kirchner
|
Raumansicht des Ausstellungsbereichs „Kunst für die Kirche: Gottfried Renn“.
Foto: Historisches Museum der Pfalz / Peter Haag-Kirchner
|
Ausschnitt der Wandgrafik: Walhalla der Pfälzer – Die „rühmlich ausgezeichneten Pfälzer“
Für die „rühmlich ausgezeichneten Teutschen“ errichtete Ludwig I. ab 1830 die „Walhalla“ bei Regensburg.
Auf einer mehr als zehn Meter breiten Grafik ist nun die „Walhalla der rühmlichen Pfälzer“ in der Ausstellung zu sehen.
Gestaltung: NEO.STUDIO NEUMANN SCHNEIDER ARCHITEKTEN
© Historisches Museum der Pfalz
|
Werbeetiketten der BASF
Papier, farbig bedruckt
Anfang 20. Jahrhundert
Mit Etiketten dieser Art bewarb die Badische Anilin- und Sodafabrik aus Ludwigshafen am
Rhein weltweit ihre auf Indigobasis gewonnenen Anilinfarbstoffe.
Ludwigshafen am Rhein, BASF SE
Foto: Historisches Museum der Pfalz / Peter Haag-Kirchner
|
Auszug aus Speyer
Mitmach-Ausstellung
„Ägyptens Schätze entdecken“ des Historischen Museums des Pfalz
endet mit hervorragender Bilanz
Am Sonntag, 7. April 2013 endete die Mitmach-Ausstellung
„Ägyptens Schätze entdecken“ im Historischen Museum der Pfalz
Speyer.
Rund 85.000 kleine wie große Besucher ließen sich in den
vergangenen 393 Tagen von den multimedialen und interaktiven
Stationen der Ausstellung in das Land am Nil entführen. Die
Mitmach-Ausstellung wurde aufgrund des großen Erfolgs zweifach
verlängert.
300 Gruppen mit insgesamt 7464 Teilnehmerinnen und Teilnehmern
buchten eine kindgerechte Führung und ließen sich „Ägyptens
Schätze“ auf Deutsch, Englisch oder Französisch erläutern.
Innerhalb von 550 ausstellungsbegleitenden Workshops machten sich
5.230 Kinder zu einer Entdeckungsreise in das Alte Ägypten auf. Und
insgesamt 189 Geburtstagskinder feierten – im Schnitt an jedem
zweiten Tag während der letzten 13 Monate – zusammen mit 2.004
Gästen ihren schönsten Tag des Jahres im Museum und gestalteten
gemeinsam Lesezeichen aus Papyrus, Tontiere oder Skarabäen.
Ab 1. Dezember 2013 präsentiert das Historische Museum der Pfalz
Speyer für Familien eine ganz besondere Jubiläumsausstellung: bis
22. Juni 2014 geht die Mitmach-Ausstellung „40 Jahre PLAYMOBIL“ im
Historischen Museum der Pfalz dem Phänomen PLAYMOBIL auf den Grund
und erzählt mit interaktiven Spielstationen und Installationen zu
historischen Themen die Kult(ur)-Geschichte dieses
Spielsystems.
Bis dahin bietet die aktuelle Sonderausstellung „Königreich
Pfalz“ für Familien eine Kinderebene, die mit 15 speziell
gekennzeichneten Objekten, kindgerechten Beschreibungen und einem
eigenen Audioguide für die kleinen Besucher die Lebenswelt von
Kindern in der Pfalz des 19. Jahrhunderts veranschaulicht.
Das Historische Museum der Pfalz Speyer ist dienstags bis
sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Informationen unter
www.museum.speyer.de.
Historisches Museum der Pfalz Speyer, Presse: Foto:
Historisches Museum der Pfalz Speyer / Peter Haag-Kirchner
08.04.2013
König Ludwig I. - bayrischer Herrscher und vielschichtige Persönlichkeit
Vortrag des
Wittelsbacher-Experten Dr. Markus Lamm
cr. Speyer. Ein höchst informatives und zugleich
vergnügliches Porträt des wohl bedeutsamsten bayerischen Königs
Ludwig I zeichnete jetzt – rechtzeitig zur Eröffnung der
Sonderausstellung „Königreich Pfalz“ im Historischen Museum der
Pfalz - der Speyerer Pastoralreferent und intime Kenner der
Geschichte des Hauses Wittelsbach, der Historiker Dr. Markus
Lamm. Und wie ungebrochen groß das Interesse der Speyerer an
dem bayerrischen Herrschergeschlecht.und ihrem für Speyer so
bedeutsamen Exponenten ist, zeigte die Tatsache, dass der Vortrag
in der Bibliothek des Priesterseminars schon kurz nach seiner
Ankündigung aus- und überbucht war. So musste noch ein Zusatztermin
festgelegt werden, der gleichfalls rasch ausgebucht war. Dass dann
an beiden Abenden dennoch einige wenige Plätze frei blieben, das
war wohl der derzeit auch in Speyer grassierenden Grippewelle
geschuldet.
Das
„Geheimnis“ des bis heute anhaltenden Erfolges Ludwig I. hatte wohl
der Leiter der Bibliothek, Dr. Herbert Pohl, bereits in
seiner Begrüßung offenbart, als er darauf hinwies, dass Ludwig I.
sein ganzes Leben lang keinen Hehl aus seiner pfälzischen Herkunft
gemacht habe.
Am 25. August 1786 als Sohn von Maximilian I. Joseph und seiner
Frau, Prinzessin Auguste Wilhelmine Maria aus dem Hause
Hessen-Darmstadt in Straßburg geboren, wo der Vater zu dieser Zeit
als Marschall stationiert war, habe sich der Regent ein Leben lang
als „pfälzischer Bayer“ verstanden, der nach eigenem Bekunden
„weder österreichisch noch preußisch denke“. Auch dass der junge
Prinz mit dem Hang zur „Verschriftlichung“ - Ludwig I. hinterließ
allein 18 laufende Regalmeter mit selbst verfassten Gedichtbänden –
sich in einem Bericht über seine „religiöse Erziehung“ als
„pfälzischer Prinz“ bezeichnete, mache seine große Affinität zu der
Heimat seiner Vorfahren deutlich. Seine Mutter habe sich um die
Erziehung des jungen Prinzen gekümmert und auch für seine religiöse
Bildung gesorgt. Im Jahr 1803 habe er seine Studien in Landshut und
später in Göttingen aufgenommen, wo diese allerdings mehr der
allgemeinen Bildung als einem vertiefenden wissenschaftlichen
Studium gedient hätten. Mehr hätten da schon die zahlreichen
Italienreisen den jungen Prinz geprägt, so Dr.Lamm, zu denen er –
erstmals schon im Jahr 1804 – immer wieder aufgebrochen sei.
„Ludwig I. hat Italien als das 'irdische Paradies' verstanden“,
erläuterte der Referent, Frankreich dagegen seit der Enthauptung
seines Patenonkels Ludwig XVL. lebenslang verabscheut.
Am 12. Oktober
1810 habe Ludwig Theresia von Sachsen-Hiltburghausen geheiratet –
zunächst nicht aus Überzeugung, sondern weil er mit diesem Schritt
einer Verheiratung durch Napoleon mit einer von ihm ungeliebten
französischen Adeligen aus dem Weg gehen konnte. Die Hochzeit mit
Theresia wurde damals in München als ein großes Fest gefeiert und
wird als „Oktoberfest“ bis heute auf der nach der Prinzessin
benannten Theresienwiese angehalten. Theresia jedoch sei ihm
zeitlebens eine liebende Gattin gewesen, die ihm neun Kinder
geboren und ihm auch seine zahlreiche Eskapaden mit anderen Frauen
immer wieder verziehen habe. Mit dem verlorenen Rußland-Feldzug sei
der Einfluss Napoleons in Europa zurückgegangen; gleichzetig habe
sich aber der politische Handlungsspielraum Ludwigs erweitert.
Bayern steigt neben Österreich und Preußen zur dritten
Regionalmacht auf deutschem Boden auf, wobei Ludwig unter dem
Sammelbegriff „teutsch“ alles subsummiert habe, was ihm missliebig
gewesen sei.
Im Jahr 1818 habe Ludwig I. dann nach dem Tod seines Vaters Max
I. Josef die Herrschaft über Bayern übernommen und die erste
deutsche Verfassung in Kraft gesetzt, durch die er nicht nur
herrschen, sondern im Sinne von politischem Gestalten auch regieren
wollte. In dieser Zeit sei in ihm auch der Wunsch gewachsen, die
rechtsrheinischen Teile der (Chur)Pfalz in sein Herrschaftsgebiet
einzubeziehen. Dazu habe er sogar einen Gebietstausch mit der
Grafschaft Sponheim im heutigen Rheinhessen angestrebt – die
badischen Regenten aber hätten sich diesem Wunsch widersetzt.
Nach dem Jahr 1830 habe Ludwig dann außenpolitisch wieder
verstärkt Österreich zugeneigt, während er im Inneren eine
lebendige Politik anstrebte. Innerhalb kürzester Zeit habe er durch
Kürzungen bei den Salären seiner Minister und Beamten sowie bei den
Löhnungen seiner Soldaten den Staatshaushalt Bayerns saniert.
Ludwig – so habe er damals über sich selbst geschrieben – sei „ein
guter Wirt“ gewesen. Das habe ihm allerdings wenig Freunde in
Kreisen der Militärs und der Beamtenschaft geschaffen, was sich
später noch für ihn rächen sollte.
Als im Jahr
1830 in Frankreich wieder einmal eine Revolution ausgebrochen sei,
habe der König befürchtet, dass diese auch auf die Pfalz
übergreifen könnte. Er befahl deshalb der Justiz, hart gegen
eventuelle Revolutionäre in der Pfalz durchzugreifen – ganz im
Metternich'schen Sinne seien daraufhin die Pressegesetze verschärft
worden.
Dazu habe sich dem König mit dem frei gewordenen Thron von
Griechenland ein neues Betätigungsfeld eröffnet. Inspiriert von dem
Geist des alten Griechenlands habe er 1833 seinen zweiten Sohn Otto
zur Begründung einer neuen Dynastie nach Athen geschickt. Dieses
mit viel Elan und großem finanziellen Einsatz aus München
unterstützte Vorhaben sei jedoch schon nach wenigen Jahren
gescheitert – Otto dankte 1862 wieder ab, kehrte zurück nach Bayern
und lebte bis zu seinem Tod in Bamberg.
Breiten Raum in dem Vortrag nahm auch das Verhältnis König
Ludwig I. zur Kirche ein. Die bayerische Politik habe die Kirche
stets als ein Mittel zur Eiunflussnahme auf das Volk verstanden, so
Dr. Lamm. Als König sei er als Katholik zugleich auch das Oberhaupt
der Protestantischen Kirchen gewesen. Allerdings habe er daneben
penibel darauf geachtet, seine Rechte gegenüber dem Papsrt zu
bewahren – bayerische Theologiestudenten sollten nicht das
„Germanikum“ in Rom beziehen, weil der König dort ihre
„Verrömerung“ fürchtete. In Bayern selbst aber ließ er in seiner
Regierungszeit 75 neue Klöster gründen, die zumeist mit
Benediktinern besetzt wurden. Als man Ludwig im Jahr 1825 anbot,
als Gegengewicht zu den Preussen, die zu „Schutzherren der
Protestanten“ erhoben worden waren, die Schutzherrschaft über die
Katholiken zu übernehmen, lehnte er dies ab. Er misstraute dem
römischen Klerus, während er mit dem ersten Speyerer Bischof nach
der Wiedergründung des Bistums Speyer, Nikolaus-von-Weis enge,
geradezu persönliche Kontakte unterhielt, die, so Dr. Lamm, sogar
soweit gingen, dass die beiden Rezepte für Pfannkuchen
austauschten.
Und so habe
sich Ludwig I. am liebsten gesehen: Umgeben von Kunst, von der er
sich bei seinen zahlreichen Reisen – der König war allein 27 mal in
Italien, davon 19 mal in Rom – habe inspirieren lassen. In seinem
Herrschaftsgebiet entstanden herausragende Kunst- und Bauwerke –
die Villa Ludwigshöhe bei Edenkoben, der Speyerer Dom, den er
aufwändig ausschmücken ließ, das Siegestor in München, die
Feldherrnhalle an der Residenz und die Glyptothek. Für alle diese
Baumassnahmen verfügted er, dass sie auch – sollte er ihre
Fertigstellung nicht mehr erleben – in jedem Falle zu Ende geführt
werden sollten.So ist auch der Königsplatz in München erst 1862 –
vierzehn Jahre nach seinem Rücktritt vom Amnt des Königs -
fertiggestellt worden.
Im Jahr 1846 sei dann Elisabeth Schärf, geb. Gilbert in sein
Leben getreten. Unter dem Künstlernamen Lola Montez war sie wohl
zuvor schon mit Heinrich, dem LXXII. Fürst Reuß, jüngere Linie,
verheiratet gewesen. Sie habe wohl das Herz des Monarchen im Sturm
erobert. Ludwig stattete sie fürstlich aus, wollte ihr eine Million
Gulden zur Verfügung stellen, damit sie von den Zinsen leben könnte
- doch als er sie zur Gräfin Landsberg erhob, habe sich der
Müncherner Adel gegen ihn gestellt. Für seinen Rücktritt sei Lola
Montez jedoch nicht ursächlich gewesen, zeigte sich Dr. Lamm
überzeugt. Dies habe wohl mehr seine Ursache in der Erhöhung der
Brot- und der Bierpreise gehabt sowie in der Unterlassung von
Reformen in Staat und Militär. Für den 8. März 1848 habe der König
den Bayerischen Landtag einberufen, wo ihm die Forderungen der
Abgeordneten präsentiert wurden: Mehr Pressefreiheit, bessere
Versorgung der Beamten und der Soldaten – und schließlich: Die
Einführung einer parlamentarischen Monarchie. Das allerdings wollte
der König um keinen Preis - und trat zurück.
Ausgestattet mit einer jährlichen Apanage von 500.000 Gulden
verzochtete er schließlich auf den Thron, reiste noch viel, weilte
auch regelmäßig auf seinem Sommersitz auf der Villa Ludwigshöhe und
besuchte sogar – wohl versöhnt mit den Franzosen – im Jahr 1867
noch die Weltausstellung in Paris. Am 29, Februar 1868 verstarb
König Ludwig I. in Nizza.
Ein Gedicht des Königs, das den beziehungsreichen Titel „Ich“
trägt, beschloss den überaus sachkundigen und facettenreichen
Vortrag, der das Bild des Königs rechtzeitig zu den
Wittelsbacher-Ausstellungen in vielen Details in neuem Licht
erscheinen läßt. Foto: gc
24.03.2013
Herzog Max in Bayern: „Die Pfalz liegt den Wittelsbachern bis heute am Herzen“
Eindrucksvolle
Eröffnung der Ausstellung „Königreich Pfalz“ im Historischen Museum
der Pfalz in Speyer
Von Gerhard Cantzler
„Königreich Pfalz“ - die jüngste Sonderausstellung im
Historischen Museum der Pfalz in Speyer ist eröffnet. Nach einem
gut 90minütigem Redemarathon konnte der Direktor des Hauses,
Dr. Eckart Köhne, gestern „seine“ erste Ausstellung in dem
Speyerer Haus für eröffnet erklären. Mehr als 800 Gäste, die zu
diesem Anlass der Einladung in das erstmals seit Wochen wieder
einmal sonnendurchflutete Forum des Hauses gefolgt waren, standen
sodann geduldig am Eingang zu der Schau an, um sich gemeinsam mit
der wieder in großer Zahl erschienenen Prominenz einen ersten
Eindruck davon zu verschaffen, was den Speyerer Museumsmachern zum
Thema „Pfalz und Pfälzer“ in dem „langen 19. Jahrhundert“ so
eingefallen ist. Als sie nach gut einer Stunde wieder aus der
Ausstellung heraustraten, war ihre Meinung einhellig: Eine überaus
gelungene und überzeugende Schau voller hervorragend präsentierter
bekannter Fakten, aber auch mit viel Neuem, das auch ausgemachte
„Pfalz-Kenner“ in Erstaunen versetzte. Insbesondere das in
kräftigen Farben gehaltene Ausstellungsdesign, das die Besucher
entlang der großen historischen Linien der Schau zu den zahllosen,
mit großer Liebe zum Detail zusammengetragenen Exponaten „am
Wegesrand“ geleitet, erntete viel Lob. Am Ende waren sich wohl alle
darüber einig:
Dies ist eine Schau, die wohl jeder Pfälzer und alle, die
sich dieser an Geschichte und Geschichten so reichen Landschaft
zwischen Rhein und „Westrich“ seelenverwandt fühlen, gesehen haben
muss.
Deshalb, liebe Pfälzer Bürgerinnen und Bürger: Bis zum 27.
Oktober 2013 sollten Sie sich – außer Montags – eine Reise nach
Speyer fest in ihrem Kalender vormerken. Und auch für die
Schulklassen in der Pfalz, aber auch in Baden, in Rheinhessen, im
Saarland und im Elsass steht das Ziel ihrer Klassenfahrt in den
nächsten Monaten seit gestern fest: „Macht Euch auf nach Speyer“ -
so sagt Goethe in seinem „Götz von Berlichingen“ - ein kluger Rat,
dem zu folgen es in den nächsten Monaten mit dem „Königreich Pfalz“
einen zusätzlichen, schwerwiegenden Grund gibt.
Doch nun noch
einmal zurück zu der gestrigen Eröffnungsveranstaltung: Der
Vorsitzende der „Stiftung Historisches Museum der Pfalz“, der
frühere Speyerer Oberbürgermeister Werner Schineller, trat als
erster ans Rednerpult, um in einer seiner typischen, mit vielen
pfalzgeschichtlichen Details und Anekdoten gespickten Ansprache die
zahlreichen Ehrengäste willkommen zu heißen.
Sein erster
Gruß galt dabei den Repräsentanten des letzten
bayerisch-pfälzischen Königshauses, dem Wittelsbacher Herzog Max
in Bayern und seiner Gemahlin Herzogin Elisabeth, die zu
diesem Tag eigens aus den altbayrischen „Stammlanden“ der
Wittelsbacher in „ihre Pfalz“ herüber gekommen waren. Der Pfälzer
Dichter August Becker, so Schineller, habe einst geschrieben, dass
„Pfälzer und Altbayern sich so selten vertragen, wie Bier und
Wein“. An diesem Tag war von solchen Aversionen nichts, aber auch
gar nichts, zu spüren - statt dessen nichts als Sympathie für das
überaus bescheiden und gewinnend auftretende Wittelsbacher-Paar,
Herzogin Elisabeth und Herzog Max, der als Vorsitzender des
Stiftungsrates der „Europäischen Stiftung Kaiserdom“ der Stadt
Speyer und ihrer romanischen Kathedrale besonders eng verbunden ist
– eine tiefe Sympathie aber auch, die all den Freunden im Süden
gilt, zu denen sich die Pfälzer bis heute unwiderstehlich
hingezogen fühlen.
Doch noch
andere „Hoheiten“ konnte Schineller zu diesem Anlass begrüßen, denn
auch die Pfälzische Weinkönigin Andrea Römmich aus Edenkoben
und Weinprinzessin Lisa Gabler aus Herxheim am Berg hatten
sich zu diesem für die Pfalz und die Pfälzer so bedeutsamen Event
eingefunden.
Doch dann wurde es auch schon „republikanisch“: Schineller
erinnerte an die pfälzischen Abgeordneten im bayerischen Landtag,
die einst neben ihren fränkischen Kollegen den weitesten Weg zu den
Sitzungen im Münchener Maximilianeum hatten und von denen einer
einst, am 31. März 1819, den ersten Ordnungsruf im „Bayerischen
Ständetag“ „kassiert“ hatte. Zum Trost: Der erste Bayerische
Ministerpräsident nach dem Krieg, Wilhelm Hoegner, hat – so
berichtete Schineller weiter – 1946 den Pfälzern attestiert, dass
sie „eine raschere und beweglichere Auffassungsgabe“ hätten, als
ihre „langsameren“ bayerischen Kollegen. Für die zahlreich
erschienenen und hoffentlich noch immer „beweglichen“ Pfälzer
Parlamentarier konnte der frühere Speyerer OB die
Vizepräsidentin des rheinland-pfälzischen Landtages, Hannelore
Klamm, willkommen heißen. Dazu die Vertreter der großherzigen
Sponsoren der Ausstellung - Karin Heyl, die neue Leiterin
des Bereiches Kultur, Sport und Soziales der BASF, Dr. Manfred
Fuchs für die Mannheimer Fuchs Petrolub AG und vor allem die
rheinland-pfälzische Kultusministerin Doris Ahnen, die
gemeinsam mit dem für kulturelle Fragen ihres Hauses zuständigen
Staatssekretär Walter Schumacher gekommen war.
Einen ausdrücklichen Dank richtete Schineller schließlich auch
an das Ehepaar Ike und Dr. Berthold Roland, die aus ihrer
Familienstiftung ein von dem pfälzischen Maler Peter Hofmann
geschaffenes Porträt der Münchener Fürstin Theresia von Wrede -
Gattin des Innenministers unter Ludwig I. - dem Museum überlassen
haben, das auch Eingang in die Aussetllung gefunden hat.
Ministerin
Doris Ahnen erinnerte in ihrem Grußwort an die unzähligen
Baudenkmäler, die die Wittelsbacher als Pfalzgrafen bei Rhein bis
heute auf heute rheinland-pfälzischem Boden hinterlassen haben.
„Eines davon, das Hambacher Schloss, ist erst in unseren Tagen von
einem anderen Max komplettiert worden“, wandte sie sich an den
hochrangige Gast, Herzog Max in Bayern – der renommierte Architekt
Max Dudler, der einen erst in diesen Tagen ausgezeichneten Anbau an
die „Wiege der deutschen Demokratie“ konzipiert hatte. Die
Ministerin dankte allen Museen in der Pfalz, in Baden und in
Bayern, die für die kommenden Monate verheißungsvoll klingende
Ausstellungen vorbereiteten, die den Rang des Hauses Wittelsbach in
der deutschen und der europäischen Geschichte aus unterschiedlichen
Sichtweisen beleuchten würden. Auch die Zeugnisse der langen
Wittelsbacher-Zeit in Rheinland-Pfalz würden sich mit Ausstellungen
und anderen Aktivitäten an diesem „Wittelsbacher-Jahr“ beteiligen –
die Eröffnung einer Ausstellung auf der „Villa Ludwigshöhe“ werde
am 30. August 2013 eröffnet, teilte Doris Ahnen mit.
„Herr Dr. Köhne, dies ist ihre erste 'eigene' Ausstellung“,
wandte sie sich an den Speyerer Museumsdirektor. Als Triererin habe
sie den anerkannten Museumsmann Eckart Köhne nur ungern aus den
Diensten des Landes entlassen, berichtete Ahnen. Sie wisse aber
andererseits das Speyerer Museum, das auch ihr sehr am Herzen
liege, in besten Händen. „Und so, wie ich Sie kennengelernt habe,
werden Sie auch diese Ausstellung zu einem großen Erfolg werden
lassen“.
Darauf
vertraut wohl auch der Frankenthaler Oberbürgermeister Theo
Wieder, Vorsitzender des Bezirkstages Pfalz und damit zugleich
Träger des Speyerer Museums. Er stellte an den Anfang seiner
Ausführungen die Frage, ob die Pfalz, der die Ausstellung unter dem
provokanten Titel „Königreich Pfalz“ gewidmet ist, jemals
Königreich gewesen sei und ob die Pfälzer jemals Monarchisten
gewesen sind. Beides beantwortete er mit einem klaren „Nein“ - ihre
Wittelsbacher Herrscher hätten die Pfälzer schon Ende des 18.
Jahrhunderts nach Bayern „exportiert“ und mit dem „Bezirkstag der
Pfalz“ schon vor 197 Jahren den ersten Landtag auf deutschem Boden
gegründet, der im Jahr 1816 aus dem napoleonischen Departementrat
hervorgegangen sei. So wie heute noch der Bezirksverband Pfalz
seine Wünsche und Anliegen unter Umgehung der Mittelinstanz ADD
unmittelbar an die Mainzer Landesregierung herantragen dürfe, habe
schon im 19. Jahrhundert der Bezirkstag der Pfalz direkt mit der
Regierung in München kommuniziert. Dieses Recht zu erhalten, hätten
die Pfälzer stets mit dem ihnen eigenen Selbstbewußtsein und ihrer
Streitlust gegenüber Bayern durchgesetzt, erklärte Wieder,
versuchte aber, die Wittelsbacher Hoheiten mit der Feststellung zu
trösten, dass die Pfälzer aber auch mit der gleichen Streitlust
untereinander in Auseinandersetzung gingen.
Abschließend würnschte sich der Vorsitzende des
Bezirksverbandes, dass möglichst alle Pfälzer diese Ausstellung
besuchen mögen „und die Auswärtigen, damit sie lernen , was diese
Landschaft und ihre Menschen zur Geschichte unseres Landes
beigetragen haben“.
Auch der
Speyerer Oberbürgermeister Hansjörg Eger bekannte sich
entschieden zu den Freiheitsrechten der Menschen in der Pfalz, so
wie sie den Speyerern in dem Freiheitsbrief von 1111 dauerhaft
zuerkannt worden seien. „Dafür werde auch ich mit aller Kraft gegen
jedwede Obrigkeit eintreten – sollte die aber kommen, um diese
Rechte zu verteidigen, so sind sie uns von Herzen willkommen“.
Dann war es an
dem Comedian und Verfasser des Audio-Guides dieser Ausstellung,
Dr. Christian „CHAKO“ Habekost, etwas für die Auflockerung der
Eröffnungs-Feierlichkeiten zu sorgen. Und das gelang ihm auch an
diesem Tag wieder auf das beste: Die Gäste brachen immer wieder in
spontanen Szenenapplaus und Gelächter aus, wenn CHAKO wieder einen
seiner hintersinnigen Gags landete, wenn das Publikum sich dabei
ertappt fühlte, dass es eine Pointe erst beim „dritten Durchgang“
durchschaut hatte – wenn CHAKO z.B. darauf verwies, dass er lange
und erfolglos mit dem Museum um die „Ausstattung des Audio-Guides
mit Untertiteln“ gefochten hätte - oder als er von „denne Pälzer“
berichtete, „die alles integrieren, was sich ihne in de Weesch
stellt“.
Und sie „lagen“ - im übertragenen Sinne - „fast auf dem Boden“,
als er bei der Beschreibung der „Pfälzer Walhalla“ am Ende des
Rundgangs durch die Ausstellung von den dort Aufgenommenen
berichtete und „Wittelsbacher neben Reibachmacher“, „Geigerzähler
neben Erbsenzähler“ stellte und auch die beiden Pfälzer „Heiligen“
nicht vergass: Der eine, „der in jeder Woche einen höllischen Pakt
mit elf roten Teufeln eingeht“, der andere, Altbundeskanzler Helmut
Kohl, der eine Vorliebe für „eine Mahlzeit in einer schweinischen
Innerei“ habe und ohne den es wohl keine Pfälzer „Geschischte“
gäbe. Eine köstliche Liebeserklärung, mit der er seinen Landsleuten
und seiner Heimat - „je weiter weg ich von zu Hause bin, desto mehr
spüre ich, wie sehr ich meine Heimat liebe...“ - ein anrührendes
Denkmal setzte.
Da war es für
Herzog Max in Bayern eine durchaus „schwierige und
undankbare Herausforderung“, aus der komödiantischen Gegenwart in
die Ernsthaftigkeit der historischen Vergangenheit der Pfalz und
damit der Familie der Wittelsbacher zurückzufinden. Für sein Haus
bedeute es eine große Ehre, in dieser Ausstellung so umfangreich
und kompetent dargestellt zu werden, betonte der Herzog, der es als
„wunderbar“ bezeichnete, dass die erste Ausstellung im Rahmen des
Wittelsbacher Jahres ausgerechnet in Speyer stattfinde. Dies
erinnere ihn an die große Salier-Schau, die über eine Zeit
gehandelt habe, in der auch seine Familie in die Geschichte
eingetreten sei. Seitdem seien Bayern und die Pfalz über viele
Jahrhunderte hinweg aus einer Hand regiert worden - der schwarze
pfälzische Löwe im Wittelsbacher Wappen sei bis heute äußerer
Ausdruck dieser Zusammengehörigkeit, die auch in der 400 Jahre
währenden Zeit getrennter Herrschaft Bestand gehabt habe.
Ab dem Jahr 1777 seien Bayern und die Pfalz dann wieder aus
einer Hand regiert worden – von dem Stammvater auch seiner
Wittelsbacher Linie, König Max I. Joseph, der damals von
Pfalz-Zweibrücken nach München geholt worden sei. „Bayern verdankt
dem Pfälzer Max I. Joseph und seinem Minister Montgelas seinen bis
heute gültigen Landeszuschnitt“, betonte der Herzog, der darauf
verwies, dass man in München noch bis in die 1960er Jahre davon
gesprochen habe, dass Bayern von Pfälzern verwaltet werde und dass
viele der leitenden Verwaltungsbeamten in der Münchener
Staatsregierung einst ihr Abitur am (Kaiser-)dom-Gymasium in Speyer
abgelegt hatten.
Mit einem leidenschaftlichen Bekenntnis zu Speyer und der Pfalz
schloss Herzog Max seine Ausführungen: „Dass Ludwig I. den Dom nach
der gottlosen Profanierung und der gescheiterten Absicht Napoleons,
ihn endgültig abreißen zu lassen, wieder als Gotteshaus hat
erstehen lassen und dass die ersten drei Glocken dieser Kathedrale
nach dem König, seiner Gattin und dem Kronprinzen benannt wurden,
zeigt, wie eng die Verbindungen des Hauses Wittelsbach zu diesem
Bauwerk waren und bis heute sind“, erklärte der Herzog. „So gesehen
sind alle Wittelsbacher auch Pfälzer - Die Pfalz liegt uns sehr am
Herzen!“.
Zum Schluss
der Feier war es an Museumsdirektor Dr. Köhne – wie man in
der Pfalz so sagt, „den Sack zuzumachen“. Getreu dem großen
Münchener Humoristen Karl Valentin, der einmal sagte „Es ist schon
alles gesagt – nur noch nicht von jedem“, strich er kurzer Hand
seine Rede auf das unbedingt Notwendige zusammen. Dazu gehörte
allerdings, dass er neben den zahlreichen Pfälzern doch auch noch
die vielen Bayern begrüßen wollte, die an diesem Nachmittag
gekommen waren – vielleicht, ohne sich ihrer eigenen bayerischen
Vergangenheit bewußt zu sein: Denn alle Rheinland-Pfälzer, die vor
dem 25. April 1947 geboren wurden, kamen noch als Bayern zur Welt –
so lange gehörte die Pfalz noch zu dem Freistaat.
Und für
notwendig hielt es Dr. Köhne am Ende auch, Dank zu sagen - Dank an
alle, die als Sponsoren die Ausstellung möglich gemacht, Dank an
die, die sie konzeptionell entwickelt und gestaltet haben, Dank an
alle, zu ihrer Eröffnung gekommen waren. Stellvertretend für alle
konnte die Kuratorin der Ausstellung, Simone Heimann, einen
opulenten Blumenstrauss entgegennehmen. „Sie hat mit dieser
Ausstellung gezeigt, dass sie nicht nur 'Mittelalter' kann, was sie
– übrigens in Bayern - studiert hat. Simone Heimann kann einfach
alles“, schloss Dr. Köhne seinen Dank.
„Die Pfalz ist ein Gesamtkunstwerk“ so Dr. Köhne zum Ende seiner
Ansprache, „und 'Heimat' ist in unserer Zeit ein absoluter
Megatrend“. Und die Frage, wer von wem profitiert habe im
Zusammenspiel von Bayern und der Pfalz, die habe die unvergessene
Speyerer Heimatdichterin Lina Sommer bereits 1916 ein für alle Mal
beantwortet:

Foto: gc
03.03.2013
„Die Pfalz liegt den Wittelsbachern bis heute am Herzen“ - Bilderalbum
Ausstellung „Königreich Pfalz“ vorgestellt
Präsentation der
Lebenswelt des 19. Jahrhunderts in der Pfalz und Chance zur
Stärkung des Pfälzischen Regionalbewusstseins
Von Gerhard Cantzler
Speyer- Als eine Rückkehr zu den Wurzeln der
eigenen Geschichte – so könnte man die heute im Historischen Museum
der Pfalz präsentierte Sonderausstellung „Königreich Pfalz“
umschreiben, mit der Kultureinrichtungen in Baden-Württemberg,
Bayern und der Pfalz den Startschuss zu dem großen
„Wittelsbacher-Jahr“ 2014 geben. Nach den großen, international
ausstrahlenden Schauen von Afghanistan bis Ägypten, von den Samurai
bis zu den Amazonen, von den Wikingern bis zu den Saliern, wollten
sich die Speyerer Museumsmacher wieder einmal auf ihre originäre
Aufgabe besinnen, Museum der Pfalz und ihrer Historie zu sein.
Der Anlass lag
auf der Hand und doch wäre er beinahe versäumt worden: Wie Dr.
Eckart Köhne, Direktor des Historischen Museums der Pfalz,
heute bei der Pressevorstellung der Sonderausstellung „Königreich
Pfalz“ erläuterte, habe man sich hier erst im letzten Moment dazu
entschlossen, der als Gründer und Wohltäter des Speyerer Museums so
bedeutsamen Wittelsbacher-Dynastie eine Ausstellung zu widmen, die
den nachhaltigen kulturhistorischen und politischen Einfluss des
Königshauses umfänglich darstellen soll. Dass man nun den Reigen
aus insgesamt 45 Veranstaltungen zu diesem Anlass in diesem und im
Jubiläumsjahr 2014 ausgerechnet in Speyer eröffnen könne, sei
mindestens ebenso erfreulich wie das Entgegenkommen der zahlreichen
Leihgeber – insbesondere aus Bayern – die einen Großteil der
insgesamt 390 Ausstellungsstücke der Schau bereitwillig der
zeitlichen Obhut des Speyerer Museums anzuvertrauten.
In seinem Einführungsstatement beschrieb Dr. Köhne noch einmal
das Konzept dieser Ausstellung, so wie er es bereits in seinem
Vortrag zur Semestereröffnung der Volkshochschule Speyer erläutert
hatte.
Lesen Sie dazu noch einmal unseren Bericht im
SPEYER-KURIER vom 25.01.2013. 
Die
Ausstellung wolle den heutigen Pfälzern die Lebenswelt des 19.
Jahrhunderts gegenwärtig machen, ergänzte Dr. Köhne und – so möchte
der Autor des SPEYER-KURIER hinzufügen – sie könnte bei den
Pfälzern auch ein Stück weit das so oft vermisste „Pfälzische
Regionalbewusstsein“ zu neuem Leben erwecken. Denn nur zu glauben,
„den größten Wald, den längsten Fluss und den besten Fußballverein“
in der Region zu wissen - wie Dr. Christian 'CHAKO'
Habekost, der Schöpfer des ganz außergewöhnlichen, originellen
Audio-Guides, der in pfälzischem und dennoch gut verständlichem
Idiom durch die Schau führt, in der spöttischen Sprache des
Kabarettisten über das Selbstbewusstsein seiner Landsleute lästerte
- reicht allein sicher nicht aus, um die „Pfälzer Seele“ zu
verstehen. Dazu gehören die Befassung mit einer leid- und
wechselvollen Geschichte in einem Grenzland, mit der Zerstörung der
Pfalz im Pfälzischen Erbfolgekrieg, ohne die der Wittelsbacher
Ludwig I. nie den zerstörten Speyerer Dom hätte wieder aufbauen
lassen müssen, dazu gehören das Auf und Ab der Freiheitsbewegungen
im Hambacher Fest 1832 und in der Revolution 1848, in deren Folge
viele Pfälzer die Heimat in Richtung Amerika verlassen mussten.
Auf die sich
in dieser Schau widerspiegelnde große Schnittmenge von Heimat-,
Europa- und letztlich auch Weltgeschichte wies auch Dr.
Alexander Schubert, Wissenschaftlicher Direktor der Mannheimer
Reiss-Engelhorn-Museen hin, in denen im September die zentrale
kurpfälzische Wittelsbach-Ausstellung ihre Pforten öffnen wird.
„Vieles von dem, was wir heute als 'typisch bayerisch' einordnen,
hat seinen Ursprung in der Pfalz“, stellte Dr. Schubert fest – das
Oktoberfest, das aus Anlass der Hochzeit des „pfälzisch bayerischen
Königs“ Maximilian I. Joseph mit Theresia „erfunden“ wurde oder der
Englische Garten in München, den ein Schwetzinger Hofgärtner
angelegt hat und vieles andere mehr, das sich bis heute in der
„Pfälzischen Weinstube“ in der Münchener Residenz oder dem
„Pfalz-Referat“ in der Bayerischen Staatskanzlei fortsetze.
Vieles von dem
spiegelt sich in dieser Ausstellung wider, die sich auch durch
faszinierende Inszenierungen in den unterschiedlichen Stationen
auszeichnet. „Wir haben uns gefragt, welche Farbe das 19.
Jahrhundert wohl hatte“, berichtete die Kuratorin der Schau,
Simone Heimann M.A, „war es das triste Grau der Schlote der
aufkommenden Industrialisierung oder war diese Zeit eher bunt und
farbenfroh?“ Die Macher der Ausstellung haben sich für kräftige,
positive Farben entschieden und haben daran gut getan. Farbenfrohe
Installationen wechseln sich in den thematisch geordneten Räumen
ab, zeigen das Leben am Hofe der bayerischen Könige auf, geben
Einblicke in das religiöse Leben jener Zeit - in die staatstragende
Katholische Kirche, in den mehr und mehr akzeptierten
Protestantimus und in das auf Augenhöhe mit den christlichen
Konfessionen zu Ansehen gekommenen Judentum.
Die Ausstellung gewährt aber auch Einblicke in die Kunstszene
jener Zeit, in der Pfälzer, die als Maler erfolgreich sein wollten,
nach München und an die dortige Akademie gehen mussten und wo die
schon arrivierten Künstler in die Pfalz zurückkehrten, um das
weiche Licht und die italienisch anmutenden Farben zu Gegenständen
ihrer Kunst zu machen.
„Im Königreich Pfalz“ blühten in jener Zeit aber auch Handel und
Gewerbe, Handwerk und zunehmend auch Industrie auf, wie die
Ausstellung anschaulich beweist. Die Eisenbahn, in der Pfalz, wie
anders, „Ludwigsbahn“ genannt, blühte auf, die ausgestellte
Reproduktion des Ludwigsbrunnen in Ludwigshafen - aus purem
Sterlingsilber gegossen - war Ausdruck aufkommenden Wohlstandes und
Verehrung für den geliebten Monarchen zugleich.
An den Hängen
des Donautals südlich von Regensburg ließ der König damals zu Ehren
der bedeutendsten Bayern die Walhalla errichten, in der zuletzt
übrigens auch die Heilige Edith Stein aufgenommen wurde. Die
Ruhmeshalle wird in diesem Sommer ein gleichberechtigtes Pendant in
Speyer erhalten, wo am Ende der Ausstellung, in der Rotunde des
Westturms des Eingangsportals des Museums, die 100 wichtigsten
Pfälzer ihren Platz gefunden haben.
Dort könnte in ein paar Jahrzehnten vielleicht auch CHAKO
Habekost Einzug halten, denn sein Audio-Guide ist schon eine
ganz besondere, eine witzige und zugleich informative Sache, mit
der der in Mannheim geborene Comedian „sein Bekenntnis zum
Pfälzertum“ abgelegt hat. Mit dem Guide ist es dem „bekennenden
Pfälzer“ gelungen, auf amüsante Weise die Inhalte dieser
Ausstellung zu transportieren. „Wir haben ihm für die Entwicklung
seiner Texte 'carte blanche' gegeben“, berichtete Museumsdirektor
Dr. Koehne. Und was war für den Künstler selbst die größte
Herausforderung bei dieser Aufgabe? „Es war meine Absicht, den
Pfälzern, die nie gefragt wurden, von wem sie regiert und mit wem
sie vereinigt werden wollen, eine Stimme zu geben“, meinte Dr.
Habekost und fügte augenzwinkernd hinzu: „Und wir werden sicher
auch nicht gefragt werden, wenn die Saarländer mit uns vereinigt
werden sollen“.
Der Audio-Guide ist übrigens im Eintrittspreis für die
Ausstellung enthalten – man sollte sich deshalb dieses
kabarettistisch-kunsthistorische Kabinettstückchen genau so wenig
entgehen lassen wie die gesamte Ausstellung. Es lohnt sich – nicht
nur für Pfälzer. Foto: gc
Hier geht´s zu den Highlights rund um die
Ausstellung: 
28.02.2013
Ausstellung „Königreich Pfalz“ vorgestellt - Bilderalbum
Highlights rund um die Ausstellung
Die Ausstellungsgestaltung
Die Ausstellungsgestaltung hat das mehrfach preisgekrönte
Büro neo.studio architekten aus Berlin übernommen.
Kennzeichnend für die Arbeit des Teams um Tobias Neumann und Moritz
Schneider ist eine abwechslungsreiche, aus den Inhalten abgeleitete
Gestaltung, die durch erzählerische Installationen und eine
signifikante Farbgebung gekennzeichnet ist.
Das Projekt „Königreich Pfalz“ wurde unter der Leitung von
Tobias Neumann und Luna López de la Llave Díaz von einem Team aus
Architekten, Innenarchitekten und Grafikern geplant und realisiert.
„Wir betrachten es als unsere Herausforderung, ein
kulturhistorisches Thema wie das Vorliegende mit den Mitteln der
Gestaltung zu übersetzen. Dies gelang uns in intensiver
Zusammenarbeit mit den Kuratoren des Projekts. Unser Ziel ist es,
die Inhalte durch die szenografische Architektur, die
Ausstellungsgrafik und den Einsatz der Medien lesbar zu machen und
so die Vermittlung des Themas zu unterstützen. Im Vordergrund
stehen dabei insbesondere die Exponate und deren Geschichten, die
durch eine erzählerische Kontextualisierung im Raum präsentiert
werden. Eine Besonderheit stellt dabei auch der Einsatz von
„Peppers Ghost“-Inszenierungen dar, die durch die Überlagerung von
Exponaten und filmischen Inhalten den Besucher in den Bann der
Geschichte ziehen“, so Neumann.
Das Historische Museum der Pfalz selbst ist größtes Exponat der
Ausstellung. Erbaut in bayerischer Zeit zeugt eine in goldenen
Lettern am Turm angebrachte Inschrift noch heute vom Engagement der
Wittelsbacher Herrscher. Als Vertreter des Königshauses war
Kronprinz Rupprecht 1910 bei der Eröffnung anwesend. So liegt
natürlich ein Fokus der Ausstellung auf der Geschichte des Museums
selbst, dem Bau, aber auch der eigenen Sammlungsgeschichte. Der
Münchener Architekt Gabriel von Seidl errichtete das Museum ganz im
Stil des Historismus. In vier Ausstellungsbereichen wird dies nun
wieder deutlich, denn die ursprünglichen Terrakotta-Fliesen wurden
für die Ausstellung freigelegt. Zu bewundern gibt es verschiedene
florale Formen, aber auch Ritter auf Pferden, die gegen Drachen
kämpfen.
Die „Walhalla
der Pfälzer“
Für die „rühmlich ausgezeichneten Teutschen“
errichtete Ludwig I. ab 1830 die „Walhalla“ bei Regensburg. Egal
welchen Standes, ob Mann oder Frau – in die bekannte Ruhmeshalle
konnte und kann bis heute grundsätzlich jeder und jede Deutsche
Aufnahme finden.
Da lag die Idee nahe, dass auch die Großen der Pfalz Einzug in
eine für sie geschaffene „Walhalla der rühmlichen Pfälzer“ finden
sollten. Auf einer mehr als zehn Meter breiten Grafik ist diese
pfälzische Ruhmeshalle nun in der Ausstellung zu sehen und vereint
42 Persönlichkeiten in Lebensgröße, die sich in unterschiedlichsten
Disziplinen und allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens
verdient gemacht haben.
„Pfälzisch (v)erklärt“ – der Audioguide zur Ausstellung
„Königreich Pfalz“
Das Historische Museum der Pfalz beschreitet auch mit der
akustischen Vermittlung der Ausstellungsinhalte neue Wege. An den
insgesamt 40 Hörstationen innerhalb der Ausstellung sind neben den
wissenschaftlichen Erläuterungen auch die „pfälzisch
(v)erklärenden“ Beiträge des Kabarettisten Dr. Christian CHAKO
Habekost zu hören.
Das Konzept des Audioguides zur Ausstellung „Königreich Pfalz“
wurde in einer bislang einzigartigen Zusammenarbeit zwischen dem
wissenschaftlichen Team des Historischen Museums der Pfalz Speyer
und CHAKO selbst erarbeitet. Aufbauend auf den Erklärungen zu den
Exponaten und Themen der Ausstellung, die beim individuellen
Rundgang von jedem Besucher an jeder Hörstation wie gewohnt
aufgerufen werden können, kommentiert und bereichert Habekost die
Ausstellungsinhalte, und das mit Witz, Charme, Satire und –
natürlich – auf pfälzisch.
Ausschlaggebend für die Zusammenarbeit war der einzigartige
Bezug des in Bad Dürkheim lebenden MundArt-Kabarettisten Habekost
zu den Ausstellungsthemen. Die pfälzische Mentalität und deren
Ursprünge, das „Hambacher Fest“, die Industrialisierung in der
Region und ganz allgemein das Besondere an der pfälzischen
„Ge(s)chichte“ – all das sind auch immer gern variierte Inhalte
seines Bühnenprogramms. Zudem qualifizierte sich Habekost durch
seine, wie er es nennt, „akademischen Vorstrafen mitsamt nicht
abgeschriebener Promotion“ für die eigenständige, fundierte
Ausarbeitung seiner Beiträge und die enge Zusammenarbeit mit dem
Historischen Museum der Pfalz.
Das Historische Museum der Pfalz zeigt sich außerordentlich
zufrieden ob der Kooperation: „Der Audioguide verleiht der
Ausstellung eine weitere Ebene und zeigt, dass die Inhalte eines
regionalen Themas wie ‚Die Geschichte der Pfalz im 19. Jahrhundert‘
durchaus unterhaltsam aufgearbeitet werden können“, so Dr. Eckart
Köhne, Direktor des Historischen Museums der Pfalz. Und auch
Habekost zieht ein sehr positives Resümee: „Sollt ma net määne,
aber ich hab auf jeden Fall noch e bissel arg viel dazu gelernt
über die Palz. Und Spaß hat‘s auch gemacht. Alla hopp, so geht's
den Hörern hoffentlich auch!"
Unter www.koenigreich-pfalz.de
steht eine Station des Audioguides zur Hörprobe bereit.
„Königreich Pfalz“ – Das Magazin zur Ausstellung
Zur Ausstellung
„Königreich Pfalz“ erscheint ein Magazin, das auf 132 Seiten 29
Beiträge namhafter Autoren farbenfroh und bildreich
präsentiert.
Die kurzen und kurzweiligen Essays greifen die
Ausstellungsschwerpunkte auf und laden dazu ein, sich mit der Pfalz
im 19. Jahrhundert auseinanderzusetzen.
Die Beiträge sprechen alle an, die sich in die Geschichte der
Pfalz im 19. Jahrhundert einlesen und zugleich mehr über die Pfalz
und ihre Bewohner erfahren wollen.
Ein besonderes Highlight stellt die aufklappbare „Walhalla der
Pfälzer“ dar, die in der Mitte des Magazins auf insgesamt vier
Seiten die Wandgrafik aus der Ausstellung abbildet und es so
erlaubt, die spektakuläre Aufreihung berühmter Pfälzerinnen und
Pfälzer mit nach Hause zu nehmen.
Das Magazin zur Ausstellung trägt die ISBN-Nummer
978-3-930239-24-5 und ist ab 3. März 2013 zum Preis von 7,90 EUR im
Museumsshop erhältlich.
Das kleine Königreich – die Kinderebene in der
Ausstellung
Technischer Fortschritt, Militarisierung, Revolution, Religion
oder Arbeitswelt – all diese Themen spielen immer auch im Leben der
Kinder eine Rolle – ob Arbeiterkind oder Adelsspross.
„Das kleine Königreich“, die Kinderebene in der Ausstellung
„Königreich Pfalz", erzählt
anhand von 15 Objekten, die durch ihren orangefarbenen Rahmen
leicht zu entdecken sind, (Kinder-) Geschichten aus dem 19.
Jahrhundert. Die kindgerechte Aufbereitung der Ausstellungsinhalte
ist durch eigene Texte und den kostenlosen Kinder-Audioguide
gestützt: Ludwig I. und Louise führen die jungen Besucher akustisch
durch die Ausstellung und erklären ihnen alles, was es dort zu
bestaunen gibt.
Die Medienstationen – Interaktive Vermittlung
Medienstationen bereiten Informationen visuell auf und
ermöglichen eine Interaktion mit den Ausstellungsinhalten. Als Teil
des Ausstellungskonzepts von „Königreich Pfalz“ bieten sie den
Besuchern die Möglichkeit, spannende Detailinformationen zu
erfahren, das eigene Wissen zu testen oder auch mit den
Ausstellungsobjekten selbst zu interagieren.
Bereits im ersten Raum kann der Besucher sich auf einer
interaktiven Karte verschiedenes Kartenmaterial der Pfalz anzeigen
lassen. Weiter im Rundgang lädt das Pfalz-ABC dazu ein, durch
Berühren der Kästchen die Ausstellungsstücke und Geschichten zu
entdecken, die sich hinter den einzelnen Buchstaben verbergen.
Nicht zuletzt kann an einer Spiel- und Quiz-Station überprüft
werden, was in der Ausstellung so alles entdeckt, gelernt und
behalten wurde.
Das Dubbeglas zur
Ausstellung
Das Dubbeglas und insbesondere der Dubbeschoppe sind bei den
Pfälzern das Maß aller Dinge.
Als Erinnerungsstück an wichtige Ereignisse und Festivitäten
bekannt und beliebt, liegt es nahe, dass auch das „Königreich
Pfalz“ ein eigenes Dubbeglas präsentiert.
Sowohl das Schoppenglas als auch das kleine Dubbeglas mit dem
„Königreich Pfalz“-Herz-Tattoo sind im Museumsshop erhältlich. Für
nur 3,90 EUR (0,25 l) bzw. 4,90 EUR (0,5 l) können Pfälzer und
Pfalzliebhaber dieses Kleinod aus dem Königreich mit nach Hause
nehmen.
Ausgewählte Exponate
Prinzregent
Luitpold mit Prunkrahmen
Franz von Stuck, Öl auf Leinwand, 1905
Speyer, Historisches Museum der Pfalz
Das Gemälde des Künstlers Franz von Stuck
zeigt den Prinzregenten Luitpold im schwarzen Renaissancerock. Es
hing bereits fünf Jahre später im neu eröffneten Historischen
Museum der Pfalz. Luitpolds volksnahe Art, sein Pflichtbewusstsein
und seine Persönlichkeit brachten ihm die Sympathien der
Bevölkerung ein. Er hatte die Regierungsgeschäfte formal für seinen
geisteskranken und somit regierungsunfähigen Neffen König Otto
übernommen.
Modell des
Ludwigsbrunnens
Eduard I. Wollenweber, Silber, 1901 (Modell)
München, Wittelsbacher Ausgleichsfonds
Am 6. September 1897 wurde auf dem
Ludwigsplatz in Ludwigshafen der Ludwigsbrunnen „In dankbarer
Erinnerung an die Gründung Ludwigshafens durch König Ludwig I.“
eingeweiht. Knapp 40 Jahre prägte der monumentale Brunnen den
Platz, bevor er 1938 bei der Neugestaltung der Grünfläche
abgerissen wurde.
Krähenberg-Meteorit
Stein, Mineralien
Speyer, Historisches Museum der Pfalz
Der Krähenberg-Meteorit schlug am 5. Mai 1869 nahe dem Ort
Krähenberg in der Südwestpfalz ein. Georg von Neumayer hat ihn
sofort wissenschaftlich untersucht und Augenzeugen befragt. Die
Löcher auf der Oberfläche entstanden durch die Erwärmung des
Meteoriten auf seinem Flug durch die Atmosphäre. Der „Krähenberger“
gilt als einer der schönsten Meteoriten überhaupt.
Napoleons
Nachtkerze
Wachs, Silber, Holz, Papier, 1812
Speyer, Historisches Museum der Pfalz
Die Bienenwachskerze ähnelt einer Reliquie. Der Eindruck wird
durch die Aufschrift an der Vorderseite noch verstärkt: „Überrest
der Wachskerze, welche auf dem Nachttisch des Kaisers Napoleon
brannte, als er im Mai 1812 auf der Reise zu der gegen Russland
bestimmten Armee in Kaiserslautern übernachtete.“ Napoleon hielt
sich von 1804 bis 1813 mehrfach auf der Durchreise in
Kaiserslautern auf.
Goldwaschbank
mit Zubehör
Nadel- und Eichenholz, Haselnussruten, Zinkblech, Eisen, um
1900
Speyer, Historisches Museum der Pfalz
Die Goldwaschbank gehörte Josef Ganninger, dem letzten
gewerblich arbeitenden Goldwäscher in der damals bayerischen Pfalz.
Er verstarb 1896 und sein Sohn Franz verkaufte das Arbeitsgerät
seines Vaters 1905 an die Stadt Speyer. Die Goldwaschbank ist wohl
die einzige authentisch überlieferte Ausrüstung eines Goldwäschers
am Rhein.
Elwetritsche
Präparat
Bad Dürkheim, Pfalzmuseum für Naturkunde - POLLICHIA-Museum
Elwetritsche sind vogelähnliche Wesen, deren
Herkunft geheimnisumwittert ist. Sie leben in der Pfalz und
Umgebung, sollen aber auch in Pennsylvania gesichtet worden sein.
Reife Rieslingtrauben zählen zu ihrer bevorzugten Nahrung und sie
verfügen über ein äußerst scheues Gemüt. Das ausgestellte Exemplar
ist das einzige wissenschaftliche Belegstück.
Das Begleitprogramm zur Ausstellung
Ein abwechslungsreiches Begleitprogramm rundet die Ausstellung
ab. Aktuelle Informationen sind unter
http://www.museum.speyer.de/Deutsch/Sonderausstellungen/Koenigreich_Pfalz/Begleitprogramm.htm
zu finden.
Lesungen
Freitag, 19. April 2013, 20
Uhr
Michael Konrad
Michael Konrad, 45, ist Pfälzer und seit 18 Jahren Redakteur der
RHEINPFALZ und der RHEINPFALZ am SONNTAG. Der gebürtige Landauer
hat die Serie „Saach blooß“ über Pfälzer Redensarten und Begriffe
erfunden, die zur erfolgreichen Buchreihe wurde, und seit Januar
2007 schreibt er die sonntägliche Mundartkolumne „Ich mään jo
blooß“ auf Pfälzisch.
Tickets sind im Historischen Museum der Pfalz Speyer und in der
Buchhandlung Oelbermann zum Preis von 6,- EUR erhältlich.
Samstag, 9. März und Samstag, 26. Oktober
2013, jeweils 18.30 Uhr
Königlich-pfälzische Leseabende in der Ausstellung
Die Stadtbibliothek Speyer und das Historische Museum der Pfalz
laden Sie zu zwei literarischen Abenden in der Ausstellung
„Königreich Pfalz“ ein. Nicola Rühmenapf, Matthias Folz und Joachim
Rosshirt lesen von den bayerischen Königen, dem Hambacher Fest und
vom Erfolg oder Scheitern der mutigen Auswanderer. In drei
Kurzführungen werden die jeweiligen Themenbereiche der Ausstellung
vorgestellt. Durch ergänzende Spielszenen entführen Angela
Pfenninger und Dieter Schowalter ihre Gäste ins 19. Jahrhundert.
Und wenn ein „Zwockel“ auf einen Pfälzer trifft, geht es eben
mitunter hoch her – bevor der Abend jeweils mit einem Umtrunk im
Forum des Museums ausklingt.
Die Teilnehmerzahl ist auf 25 begrenzt. Die Tickets für die
März-Veranstaltung sind ab sofort zum Preis von 10,-EUR an der
Museumskasse sowie in der Stadtbibliothek Speyer
erhältlich.
Kabarettabend
Freitag, 15. März 2013, 20 Uhr
„Ja so simmer“ – Pfälzer Lebensgefühl live!
Gerd Kannegieser, die TWOTONES und Reinig, Braun & Böhm
Pfälzer Befindlichkeiten und „das Pfälzische an sich“ sind ein
weites Feld, das die drei beteiligten Künstlergruppen an diesem
Abend zu beackern haben. Reinig, Braun & Böhm kommt dabei die
Rolle zu, die geschichtlichen Hintergründe bis zum heutigen Stand
der pfälzischen Entwicklung zu beleuchten. Gerd Kannegieser begibt
sich in allerlei vertrackte Situationen, die den gemeinen Pfälzer
heutzutage ereilen können, während die TWOTONES in bewährter Manier
ihre Sicht der Dinge dem Publikum näherbringen. Ein Muss für jeden
überzeugten Pfalzliebhaber!
Tickets sind zum Vorverkaufspreis von 19,80 EUR (Abendkasse 22,-
EUR) im Historischen Museum der Pfalz Speyer, beim Rheinpfalz
Ticket Service sowie in der Tourist-Info Speyer erhältlich.
Vorträge
Donnerstag, 11. April 2013, 19 Uhr
„Geschichtsvorstellungen zwischen Kunst und Politik – von Ludwig
I. zu Ludwig II.“
PD Dr. Liutgard Löw, Museum der Bayerischen Könige,
Hohenschwangau
Donnerstag, 16. Mai 2013, 19 Uhr
„Besuche der Wittelsbacher in der Pfalz“
Fritz-Richard Demmel, Wittelsbacher Ausgleichsfonds, München
Donnerstag, 13. Juni 2013, 19 Uhr
„Eine Krone für das Königreich – Zur Geschichte der
Bayerischen Kroninsignien“
Dr. Sabine Heym, Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser,
Gärten und Seen, München
Donnerstag, 12. September 2013, 19 Uhr
„Die Pfalz – Landschaft für die Sinne im Herzen
Europas“
Michael Garthe, Chefredakteur der Tageszeitung
„Die Rheinpfalz“
Donnerstag, 19. September 2013, 19 Uhr
„Auswanderung aus der Pfalz“
Roland Paul, Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde,
Kaiserslautern
Zu allen Vorträgen ist der Eintritt frei.
Sonderveranstaltungen
Samstag, 13. April (13–19 Uhr) und Sonntag, 14. April 2013
(11–18 Uhr)
Wein am Dom – Das Weinforum der Pfalz
Weinmesse der Pfalzwein e.V., erstmals in Speyer und unter
anderem im Historischen Museum der Pfalz.
Weitere Informationen unter www.pfalzwein.de.
4. Juli 2013, 20 Uhr
Poetry Slam „Home, sweet
home“
Zu Hause sein. Ankommen. Beim Fortgehen zurückblicken. Für viele
Pfälzer ist das „Königreich Pfalz“ genau so ein Ort: ein Zuhause.
Sechs junge Poeten kommen am Abend des 4. Juli 2013 nach Speyer, um
in einem Dichterwettstreit ihre Auffassung von „Home, sweet home“
zu präsentieren und sich einer Publikumsjury zu stellen.
Wortgewaltig, fantasievoll, lustig, nachdenklich: Slam Poetry kann
vieles sein – nur nicht langweilig!
Tickets für den Poetry Slam sind ab Mai 2013 im Museum
erhältlich.
21. September 2013, 10 bis 18 Uhr
3. Pfälzer Leberwurstwettbewerb
Etliche Varianten der Spezialität konkurrieren am 21. September
2013 um die Auszeichnungen der prominent besetzten Jurys.
Vorbeischauen lohnt sich: Die Leistungsschau des Fleischerverbands
Pfalz hält am Veranstaltungstag den ein oder anderen Leckerbissen
für die Besucher im Forum des Museums bereit.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.
Begleitprogramm des Jungen Museums Speyer
Osterferien im Museum
Vom 26. bis
zum 28. März 2013 wird ein Ferienprogramm zur Sonderausstellung
„Königreich Pfalz“ angeboten. In einer Führung und einem
Workshop können die Teilnehmer die Lebenswelt im 19. Jahrhundert an
drei Vormittagen erkunden.
Kindergeburtstage
Lust auf einen
spannenden Geburtstag im Museum? Für Kinder bis 12 Jahre wird
die Möglichkeit geboten, einen außergewöhnlichen Geburtstag im
„Königreich Pfalz“ zu feiern.
Begleitprogramm für Schulen
Workshops
Die Workshops
beinhalten eine 45-minütige Führung durch die Ausstellung sowie
einen 45-minütigen praktischen Teil.
Ob Elwetritsche gebastelt werden, Zweispitze gestaltet
oder ein Protestplakat gedruckt wird: Das Programm ist
vielseitig, anschaulich, lehrreich und macht Spaß!
Führungen
Wie sah das Leben im 19.
Jahrhundert aus? Was war anders als heute? Es können Führungen
durch die Sonderausstellung „Königreich Pfalz“ speziell für junge
Besucher gebucht werden.
Weitere Informationen zum Begleitprogramm des Jungen Museums Speyer
finden Sie unter
http://www.museum.speyer.de/Deutsch/Kindermuseum/Koenigreich_Pfalz.htm.
Daten und Fakten
Laufzeit: 3. März bis 27. Oktober 2013
Ausstellungsort: Historisches Museum der Pfalz Speyer
Domplatz 4, 67346 Speyer
Ausstellungsfläche: ca. 900 qm
Homepage: www.koenigreich-pfalz.de
Gesamtleitung: Dr. Eckart Köhne
Ausstellungskuratorin: Simone Heimann M.A.
Ausstellungskonzept: Cathérine Biasini M.A., Lars Börner M.A.,
Simone Heimann M.A., Dr. Eckart Köhne, Sabine Karle-Coen M.A.,
Wolfgang Leitmeyer, Almut Neef M.A., Nadine Seidu M.A.,
Dr. Ludger Tekampe, Dr. Werner Transier
Ausstellungsgestaltung: neo.studio, Berlin
Objektmanagement: Nadine Seidu M.A., Dr. Ludger Tekampe
Konzeption Magazin: Simone Heimann M.A., Dr. Eckart Köhne
Redaktion und Lektorat Magazin: Simone Heimann M.A.
Audioguide: Lars Börner M.A., Simone Heimann M.A., pfälzisch
(v)erklärt von Dr. Christian CHAKO Habekost
Medien- und Öffentlichkeitsarbeit: Sabine Karle-Coen M.A.
(Leitung),Vivien Lipp, Sarah Merabet B.A., Susanne Schilz M.A.
Medientechnik und Netzwerkadministration: Dieter Becker
Restauratorische Betreuung: Lucius Alsen, Christine Lincke, Anja
Schäfer
Museumspädagogisches Begleitprogramm: Cathérine Biasini M.A.,
Almut Neef M.A.
Serviceinformationen
Öffnungszeiten
Das Historische Museum der Pfalz Speyer ist Dienstag bis Sonntag
jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Sonderöffnungszeiten
Während der rheinland-pfälzischen Osterferien und an Feiertagen
ist das Museum auch montags geöffnet. Konkret betrifft diese
Regelung folgende Daten: Montag, 25. März 2013 (Osterferien),
Montag, 1. April 2013 (Ostermontag) und Montag, 20. Mai 2013
(Pfingstmontag).
Eintrittspreise und Gruppenführungen
Eintritt: 13,- EUR
ermäßigt: 11,- EUR
Schüler und Studenten: 4 ,- EUR
Familienkarte: 26,- EUR
Gruppenführungen kosten an Werktagen 60 ,- EUR und am
Wochenende/an Feiertagen 70,- EUR, jeweils zzgl. dem ermäßigten
Eintritt pro Person.
Vorverkauf
Reguläre Tickets zum Preis von 13,- EUR, ermäßigte Tickets und
Schüler/Studenten-Tickets können auch im Online-Ticketshop unter
www.museum.speyer.de gekauft
werden. Der Besuchstag wird hierbei festgelegt.
Für die Sonderausstellung „Königreich Pfalz“ werden die
regulären Eintrittskarten erstmals auch ab Mitte März 2013 im
Ticketshop von Rhein-Neckar-Ticket in Mannheim (P3, 4-5)
verkauft.
Besucherservice und Gruppenbuchungen
Colette
Neufurth (Leitung), Heike Eberhard
Telefon 06232 62 02 22, Telefax 06232 62 02 23, info@museum.speyer.de
Kostenloser Audioguide
Der
Audioguide und der Kinder-Audioguide sind – soweit verfügbar – im
Eintrittspreis enthalten.
Sparen mit der BahnCard!
Inhaber
der BahnCard erhalten gegen Vorlage der BahnCard den ermäßigten
Eintrittspreis von 11,- EUR statt 13,- EUR.
Historisches Museum der Pfalz Speyer. Presse
28.02.2013
„Königreich Pfalz“ - ein Streifzug durch eine gute, alte Zeit
Museumsdirektor
Dr. Eckart Köhne lüftet Schleier über außergewöhnlichem
Ausstellungskonzept
Von Gerhard Cantzler
Da konnte man so richtig „Lust auf Mehr“ bekommen, als jetzt der
Direktor des Historischen Museums der Pfalz, Dr. Eckart
Köhne, bei seinem Vortrag zur Semestereröffnung der Speyerer
Volkshochschule ein Stück weit „den Schleier lüftete“ über der am
3. März startenden nächsten Sonderausstellung seines Hauses, die
sich – noch vor Beginn des großen Wittelsbacher-Jahres 2014 mit
seinen zahlreichen Präsentationen, u.a. in Mannheim, Mainz und in
Erbach – mit dem „Königreich Pfalz“ auseinandersetzen wird,
das ja bekanntlich gleichfalls zum Reich der bayerischen
Wittelsbacher-Dynastie gehörte.
„Bayern und die Pfalz – das hat historische Relevanz, gerade
auch für Speyer und sein Historisches Museum“, betonte Dr. Köhne
gleich zu Beginn seines Vortrages. Das Speyerer Museum selbst –
Anfang des 20, Jahrhunderts nach Plänen des bayerischen
Hofbaumeisters Gabriel von Seidl – eines „Stararchitekten“ seiner
Zeit – errichtet, werde sicher das größte Exponat in dieser Schau
sein – seine Hülle gleichsam. Natürlich habe man sich in diesem
Haus die Frage gestellt, ob eine so groß angelegte Ausstellung über
ein regionales Thema überhaupt Aussicht auf Erfolg haben könne,
zumal sie sich mit einer Zeit beschäftige, die nicht unbedingt zu
den glanzvollsten Europas zu zählen sei.
Das 19.
Jahrhundert, von dem Historiker oft als dem „langen Jahrhundert“
sprechen, weil seine Vorboten bereits im 18, und seine
Nachwirkungen bis weit ins 20. Jahrhundert hinein bis in die Zeit
nach dem 1. Weltkrieg spürbar gewesen seien, habe vielerlei
Umbrüche mit sich gebracht: Die europäischen Nationen bildeten sich
heraus, Demokratien entstanden, die Aufklärung setzte sich
endgültig durch. Wissenschaft und Bildung schafften sich Raum in
einem aufstrebenden Bürgertum, die Zersplitterung des Landes in
zahllose Fürstentümer wurde – auch in der Pfalz - abgelöst durch
Territorialstaaten.
Ziel der Ausstellung sei es deshalb vor allem, in diesem
bewegten Umfeld die Wurzeln der Pfalz und der Pfälzer
aufzuzeigen.
Ihre genealogischen Wurzeln hatten die Wittelsbacher in
Zweibrücken, wo der Herzog von Pfalz-Zweibrücken 1799 unter dem
Einfluss Frankreichs zum König von Bayern erhoben wurde.
Gleichzeitig sei die rechtsrheinische Kurpfalz an das Haus Baden
gegangen und zum Großherzogtum erhoben worden. 1816 fiel dann die
Pfalz endgültig an Bayern und sollte dort – nur unterbrochen durch
die Zeit des „Dritten Reiches“ - formal bis zur Gründung der
Bundesrepublik Deutschland im Jahre 1949 verbleiben. „Von daher ist
die Wahrscheinlichkeit groß, dass viele der heute hier Anwesenden
noch als Bayern geboren wurden“, überraschte Dr. Köhne so manch
einen seiner verdutzten Zuhörer.
Unter den bayerischen Königen, so erklärte der Museumsmann, sei
Ludwig I. sicher der größte Freund und Förderer der Pfalz gewesen.
Im Wiederaufbau des Speyerer Domes habe dies seinen wohl
eindrucksvollsten Ausdruck gefunden. Nach seiner durch die „Affäre
Lola Montez“ erzwungenen Abdankung folgte ihm Maximilian II. auf
dem bayerischen Königsthron, der wiederum vom „Märchenkönig“
Ludwigs II. beerbt wurde. „Von ihm haben wir allerdings kaum
Zeichen der Verbundenheit zur Pfalz finden können“, musste Dr.
Köhne gestehen. Von daher werde er auch in der Ausstellung kaum
eine Rolle spielen.
Anhand von
Bildern stimmte der Referent dann sein Publikum auf das ein, was
die bis zum 27, Oktober geöffnete Ausstellung in Speyer
präsentieren wird: Das beginnt mit dem einst wie eine Ikone
verehrten Nachttischleuchter Napoleons und setzt sich fort – nein,
nicht in der Krone der Wittelsbacher – die durfte die
Münchener Residenz noch nie verlassen. Statt dessen aber das
kunstvolle Futteral, in dem die Krone einst aufbewahrt wurde. Vor
wenigen Jahren erst wurde es mit anderen Etuis des Kronschatzes im
Keller der Residenz aufgespürt, aufwändig restauriert und wird
jetzt in Speyer erstmals wieder der Öffentlichkeit präsentiert.
Mit dem bayrisch-pfälzischen Vermessungswesen beschäftigt sich
eine weitere Station der Ausstellung. Hier wird die in 60jähriger
Arbeit durchgeführte topographische Vermessung von Bayern und der
Pfalz gewürdigt – in Steinplatten geschnitten, von denen dann die
Lithographien abgedruckt werden konnten.
Breiten Raum
wird die Auswandererbewegung aus der Pfalz des 19. Jahrhunderts
einnehmen, die zu einem gefährlichen Aderlass an Menschen geführt
habe. Missernten und Hungersnöte, missglückte Freiheits- und
Demokratiebestrebungen trieben die Pfälzer in Scharen „über den
großen Teich“, wo sie ihre pfälzische Identität und Lebensart zum
Teil bis heute bewahrt haben. Ein Schild an einem Rasthaus lädt:ein
„Kumm esse !“.
Dr. Köhne erinnerte an große Pfälzer, die in Amerika zu Ansehen
und Reichtum gekommen seien, wie den aus Kallstadt an der
Weinstraße stammenden „Ketchup-König“ Henry John Heinz, an den aus
Landau emigrierten Karikaturisten Thomas Nast – den Schöpfer des
pausbäckigen CocaCola-Maskottchens „Santa Claas“ - oder den aus
Zweibrücken stammenden Eisenbahnkönig Eugene Woldemar Hilgard. Sie
alle werden in der Ausstellung ihren würdigen Platz finden.
Der Entwicklung der bürgerlichen Gesellschaft wird ein weiterer
Schwerpunkt der Schau gewidmet sein – den christlichen Kirchen und
dem Judentum in der Pfalz ein anderer. Der bedeutende Speyerer
Bischof Nikolaus von Weis, Neubegründer des Bistums Speyer und
Erneuerer des Speyerer Domes, wird einen Platz in der Schau
haben.
Eine echte Rarität: Die Modellkammer des Bildhauers Gottfried
Renn, der in der Folge des mit der Ausgestaltung des Domes
beauftragten bayerischen Hofmalers Johann Schraudolph nach Speyer
kam. Von ihm sind heute über 440 Gipsformen seiner Plastiken
erhalten, von denen eine repräsentative Auswahl in einer
Installation gezeigt wird.
30 bis 40
Genrebilder – Landschaften und Winzerbilder zumeist – werden in
„Peterburger Hängung“ zusammengeführt und geben Zeugnis, dass die
Pfalz als kreativer Ort der Entstehung großer Kunst einen hohen
Rang einnahm, auch wenn „die attraktivere Richtung Bildender
Künstler aus der Pfalz eindeutig in umgekehrter Richtung gen
München gewiesen habe, wie Dr. Köhne unterstrich.
Ludwigshafen,
die BASF - Exponate, die die Verbundenheit der Chemiestadt mit dem
bayerischen Königshaus demonstrierten – darunter eines der
„glanzvollsten“ Exponate, ein gut ein Meter hohes Modell des
Ludwigsbrunnens in purem Sterling-Silber - und schließlich End- und
Höhepunkt der Ausstellung: Die „Pfälzische Wallhalla“ in einem der
runden Turmzimmer des Museums, in dem gut 100 der bedeutendsten
Pfälzer ihren Platz finden werden.
Es verspricht eine spannende Schau zu werden, diese Ausstellung
über das „Königreich Pfalz“, durch die neben einem informativen
Booklet auch ein Audio-Guide führen wird, auf dem kein geringerer
als der in Mannheim geborene Kurpfälzer Kabarettist Chistian
„Chako“ Habekost sich augenzwinkernd seine Gedenken machen wird
über die Pfalz und ihre Könige. Und wer dann immer noch nicht genug
Pfalz getankt hat, der kann am Ausgang der Ausstellung ein (oder
mehrere) Exemplar(e) der Sonderedition eines „Pälzer Dubbeglases“
erstehen, on denen der Museumsdirektor bei diesem Vortrag das erste
Muster präsentierte.
Auch
Kulturdezernentin Monika Kabs, die zu Beginn in den
Vortragsabend und damit in das neue Semester der VHS Speyer
eingeführt und die besondere Bedeutung des Themas am Vorabend der
Eröffnung der Ausstellung „Königreich Pfalz“ hervorgehoben hatte,
zeigte sich begeistert von dem sich abzeichnenden Konzept der
Ausstellung zwischen wissenschaftlicher Ernsthaftigkeit und
augenzwinkerndem Amusement.
Und so mag es wohl auch ihrem Kollegen im Stadtvorstand, dem
Beigeordneten Dr. Wolf Böhm, und den zahlreich erschienenen
Mitgliedern des Speyerer Stadtrates gegangen sein, die als echte
Demokraten gekommen waren, um gemeinsam mit einer den Vortragssaal
in der Villa Eccarius bis auf den letzten Platz füllenden Zahl von
Bürgerinnen und Bürgern der Stadt dem „Königreich Pfalz“ zu
huldigen und ihm ihre Aufwartung zu machen. Foto: gc
25.01.2013
Museumsdirektor Dr. Eckart Köhne lüftet Schleier - Bilderalbum
Historisches Museum der Pfalz erstrahlt in neuem Kupferglanz
Dacharbeiten
am historischen Gebäude abgeschlossen
Speyer- Circa 100.000 Naturschieferplatten
wurden bei den Restaurierungsarbeiten vom 25. Mai 2012 bis zum 21.
Januar 2013 auf dem vielgestaltigen Dach und auf den beiden
Portaltürmen des Historischen Museums der Pfalz in altdeutscher
Deckung angebracht. Zeitgleich erhielt die Fassade des Gebäudes
einen neuen Anstrich und Fenstergewände und Friese wurden
saniert.
Die Kosten für die Baumaßnahme in Höhe von insgesamt 832.000
Euro wurden durch die Stiftung des Historischen Museums der Pfalz
mit Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz aufgebracht.
Trotz Baubetrieb war die kulturhistorische Sonderausstellung
„Ägyptens Schätze entdecken. Meisterwerke aus dem Ägyptischen
Museum Turin“, die bis Mitte Oktober 2012 gezeigt wurde,
uneingeschränkt zu sehen und mit rund 125.000 Besuchern ein großer
Publikumsmagnet.
Das Historische Museum der Pfalz wurde von 1848 bis 1913 vom
bayerischen Architekt Gabriel von Seidl erbaut und beherbergt seit
seiner Eröffnung 1910 sowohl Schausammlungen, die die Geschichte
der Region erzählen, als auch Sonderausstellungen, die mit ihren
innovativen Inszenierungen dazu beigetragen haben, dass das Museum
zu den besucherstärksten in Deutschland zählt.
Was außer dem Museumsbau noch durch die bayerische Zeit der
Pfalz geprägt wurde, ist ab 3. März in der Sonderausstellung
„Königreich Pfalz“ zu sehen. Weitere Informationen unter www.koenigreich-pfalz.de.
24.01.2013
„Die Könige kommen....“
Ausstellung über das
„Königreich Pfalz“ im Historischen Museum der Pfalz in
Speyer
„Die Könige kommen...“ - so prangt es jetzt in riesigen Lettern
vom Portal des Speyerer Historischen Museums der Pfalz – und damit
wollen die Speyerer Museumsleute nicht auf das Kommen der Heiligen
Drei Könige hinweisen, die an diesem Wochenenden überall im Lande
Einzug halten in die pittoresken Krippenlandschaften in unseren
Kirchen.
Eingerahmt von den beiden großen Bannern, die für die noch bis
zum 7. April 2013 verlängerte Super-Schau „Ägypten – Schätze
entdecken“ werben, machen „die Könige“ jetzt schon aufmerksam auf
das nächste große Ausstellungsereignis in dem Speyerer Haus, das
vom 3. März bis zum 27. Oktober 2013 unter dem Titel „Königreich
Pfalz“ die Geschichte der Pfalz unter der bayrischen Herrschaft in
den Jahren 1816 bis 1918 in den Blick nehmen wird..
Das Historische Museum würdigt mit dieser Schau im Rahmen des
„Wittelsbacher Jahres 2013“ das bayerische Herrschergeschlecht, das
mit der Geschichte der Stadt Speyer ebenso wie mit der des Museums
selbst eng verbunden ist. Am 22. Mai 1910 nämlich wurde das
Museumsgebäude in Blickweite zum Kaiser- und Mariendom durch einen
Gesandten des Prinzregent Luitpold feierlich eingeweiht.
Die Ausstellung „Königreich Pfalz“ verspricht einen
ungewöhnlichen Blick auf die Kulturgeschichte der bayrischen Pfalz
und zeigt neben bedeutenden Ausstellungsstücken auch einfache
Alltagsgegenstände sowie persönliche Erinnerungsstücke, die zu
einer neuen Auseinandersetzung mit der pfälzischen Geschichte
einladen. cr./Foto: ca
05.01.2013
Mit Jung und Alt ins Mittelalter -
„Sammlung
Domschatz“ im Historischen Museum der Pfalz zum Erlebnisbereich
umgestaltet
hmp. Speyer. Mit allen Sinnen können jetzt die Besucher
der „Sammlung Domschatz“ im Historischen Museum der Pfalz
erleben, wie es beim Bauen im Mittelalter so zuging. Denn dort, wo
bis vor kurzem noch die monumentalen Fresken von Johann Baptisr
Schraudolph die Szenerie beherrschten, können Alt und Jung ab dem
1. Dezember 2012 eintauchen in die Zeit um 1040, wo sie sich dann
mitten auf der Dombaustelle wiederfinden.
Der Dombau hat gerade erst begonnen, die Fundamente sind gelegt
und von einem einfachen, mit Hanfseilen zusammengehaltenen
Stangengerüst aus werden die Wände gemauert. Ein unfertiger
Sandsteinquader, ein „Wolf“ - ein sichtbar gemachter Dübel zur
Verbindung von Steinquadern und Rekonstruktionen von
mittelalterlichen Werkzeugen machen die Arbeit eines Steinmetzen
anschaulich, während die Seilwinde in den Besuchern eine Ahnung für
die Mühen der damaligen Bauarbeiter weckt.
Damit wird
künftig neben der Baugeschichte des Doms als ein weiterer
Schwerpunkt das Thema „Mittelalterliche Bautechnik“ in den Blick
genommen. Zusammen mit Installationen, visuellen Rekonstruktionen
und Modellen hat das Historische Museum der Pfalz damit eine
Präsentation zusammengestellt, die für Jung und Alt spannend und
erlebnisreich istund welche die umfangreiche Sammlung wertvoller
sakraler Geräte und Paramente auf das beste ergänzt.
Die virtuelle Rekonstruktion, die 2011 zur Salier-Ausstellung
entstand, ist nun dauerhaft Teil der Präsentation und zeigt die
1000-jährige Baugeschichte des Doms auf drei parallel geschalteten
Großbildschirmen. Der Besucher wird dabei mit auf eine Reise durch
die Vergangenheit genommen und kann die Errichtung aber auch die
Umbauten und Zerstörungen des Doms miterleben.
Anlass und
Gelegenheit für die Umgestaltung - so der Direktor des Historischen
Museums der Pfalz, Dr. Eckart Köhne, bei der Vorstellung der
neuen Schau - habe sich im Sommer durch die Abnahme der drei
Nazarener-Fresken des Münchner Historienmalers geboten, als die
seit 1992 im Erweiterungsbau des Historischen Museums der Pfalz
angebrachten Kunstwerke zurück in den Dom – für den sie einst
geschaffen wurden – verlagert wurden und dort im frisch sanierten
Kaisersaal einen würdigen Standort fanden.
Etwas ganz
Besonderes seien dabei die originalen Farbentwürfe Schraudolphs zu
diesen Fresken, die das Historische Museum der Pfalz im
neugestalteten Domschatz präsentiert. Wie die Sammlungsleiterin des
Domschatzes, Sabine Kaufmann M.A., erläuterte, sind diese
kleinformatigen Gemälde mit höchster Sorgfalt ausgeführt und
gewähren so tiefe Einblicke in die Arbeitsweise und persönliche
Handschrift des Meisters. Sie dienten nicht nur der Vorbereitung
und Ausführung, sondern auch der Abstimmung des Bildkonzeptes mit
dem königlichen Auftraggeber, König Ludwig I. von Bayern. Die
Entwürfe, so Sabine Kaufmann weiter, böten den Besuchern zugleich
die einzigartige Möglichkeit, den vollständigen, fünfteiligen
Bernhards-Zyklus wiederzuentdecken. Das fünfte Gemälde – die Vision
des Heiligen Bernhard – konnte nämlich bei der Abnahme der Fresken
in den 60er Jahren nicht gerettet werden.
Zusätzlich zeigt die ebenfalls 2011 entstandene virtuelle
Rekonstruktion den vollständig ausgemalten Dom in seiner ganzen
Farbenpracht (siehe Video im SPEYER-KURIER). Dort kann der
Besucher in Zukunft nicht nur die Einzelbilder bewundern, sondern
auch die heute vollständig verlorenen Ornament- und
Dekorationsmalereien von Joseph Schwarzmann.
Ab sofort hat
auch das Junge Museum einen festen Platz in der „Sammlung
Domschatz“. Um Kindern und Jugendlichen einen leichten und
spielerischen Zugang zu bieten, wurde ein großformatiges,
interaktives Dommodell konzipiert, das im Rahmen von Workshops
zusammengesetzt werden kann. Name und Bedeutung der einzelnen
Bauteile und die Gliederung eines romanischen Kirchenbaues bleiben
so nicht nur trockene Theorie, sondern laden zum Selbermachen,
Erleben und Entdecken ein. Auch wie durch die Domweihe aus einem
weltlichen ein heiliger Ort wird, können Kinder hier erfahren.
Mit der Inszenierung der Dombaustelle in der neugestalteten
„Sammlung Domschatz“ hat das Historische Museum der Pfalz ein
besonderes Angebot für Schüler geschaffen. Das Junge Museum
veranschaulicht Geschichte, macht sie erfahrbar und bietet Raum zum
Mitmachen und Erleben. Wie waren die einzelnen Dombauhütten
organisiert? Wie sahen die Arbeitsabläufe aus? Wie hat der Bau des
Domes das mittelalterliche Speyer geprägt? Die Inszenierung bietet
Gesprächsstoff und macht Lerninhalte anschaulich und greifbar.
Der größte Dom
des christlichen Abendlandes war es, den Konrad II. bauen wollte.
Er legte den Grundstein zum salischen Kaiserdom, aber weder er
selbst noch sein Sohn haben die Vollendung erlebt. Erst Heinrich
IV. konnte 1061 die Weihe des Domes miterleben und ihn – nach einer
frühen Umbauphase – im Jahr 1106 vollenden. Der Dom war ein
prachtvolles Zeichen des salischen Machtanspruchs und in seiner
Zeit – mit 134 m Länge und einer Höhe im Mittelschiff von 33 Metern
– das größte Bauwerk des Abendlandes.
Kaum einer, der nicht auch heute noch beim Betrachten des
Kaiserdomes in Speyer in Ehrfurcht verharrt. Besonders für Schüler
der Pfälzer Schulen ist es ein absolutes „Muss“, den Speyerer Dom
aus der Nähe zu erkunden – und das nicht nur, weil das Thema „Der
Bau einer Kathedrale“ in den Klassen 7 und 8 Teil des Lehrplans
ist.
Durch die Ausstellung kann Geschichte über den
Geschichtsunterricht hinaus erfahrbar und nachvollziehbar werden.
Kinder und Erwachsene können eigene Erkenntnisse gewinnen,
historische Vorgänge nachvollziehen und deren Auswirkung auf die
Gegenwart verstehen. Die Dombaustelle im neugestalteten Domschatz
kann den jungen Museumsbesuchern genau das bieten: Erlebnis und
Erkenntnis, kurz – Freude am Lernen! Foto:
gc
Daten und Serviceinformationen Domschatz
Wiedereröffnung der Sammlung Domschatz: ab 2. Dezember 2012
Ausstellungsort: Domschatzkammer im Historische Museum der Pfalz
Speyer
Direktor: Dr. Eckart Köhne
Projektleitung: Sabine Kaufmann M.A., Sammlungsleiterin
Domschatz
Hands-on Objekte und
Vermittlungskonzept: Almut Neef M.A., Junges Museum Speyer
Ausstellungsbau: AMF Theaterbauten GmbH, Erdmannhausen
Multimedia: ArchimediX GbR, Ober-Ramstadt
Modellbau: ConstruVISION, St. Wendel
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr, sowie
montags an Feiertagen und in den rheinland-pfälzischen Oster- und
Weihnachtsferien
Eintritt: 7 € ermäßigter Eintritt 3 € Familienkarte 14 €
Besucherservice: Colette Neufurth (Leitung), Heike Eberhard
Telefon 06232 62 02 22, Telefax 06232 62 02 23
info@museum.speyer.de
Internet: http://www.museum.speyer.de
30.11.2012
„Sammlung Domschatz“ zum Erlebnisbereich umgestaltet - Bilderalbum
Rückblick und Ausblick beim Jahresmediengespräch im Historischen Museum der Pfalz in Speyer
Direktor Dr.
Eckart Köhne richtete beim Jahrsmediengespräch in seinen
Ausführungen den Blick auf die Themen und Ausstellungen der
kommenden Jahre. Er begann jedoch mit einem Rückblick auf die sehr
erfolgreiche Ausstellung: „Ägyptens Schätze entdecken“, so
hieß die Devise für das Ausstellungsjahr 2012 im Historischen
Museum der Pfalz. Das Ägyptische Museum Turin war mit
herausragenden Originalexponaten zu Gast in Speyer. Mehr als
125.000 Besucherinnen und Besucher sahen die beiden Ausstellungen,
rund 1.000 Gruppenbuchungen wurden gezählt. Angesichts des großen
Erfolgs ist es gelungen, die Mitmach-Ausstellung „Ägyptens Schätze
entdecken“ mit neuen Leihgaben bis zum 7. April 2013 zu
verlängern.
Im kommenden Jahr kehrt das Historische Museum der Pfalz zu
seinen Wurzeln zurück. Im Wittelsbacherjahr 2013 heißt das Motto
„Königreich Pfalz“! Erstmals seit langem widmet sich eine große
Sonderausstellung einem Thema aus der Region. Die Wittelsbacher
regierten seit 1816 als Könige auch über die Pfalz. Die Ausstellung
stellt eine bewegte Epoche dar, das „lange“ 19. Jahrhundert, mit
Entwicklungen vom Absolutismus bis zur Demokratie, vom Agrarstaat
hin zur Industrialisierung. In dieser Zeit wurde die
linksrheinische Pfalz geboren, wie wir sie heute kennen.
Bei der Vermittlung dieses Themas geht das Museum neue Wege: Der
Audioguide, der wieder im Eintrittspreis inbegriffen ist, liegt
nicht mehr nur in der Hand der Wissenschaftler. Der Comedian CHAKO
Habekost steuert für diesen seine Interpretationen, aber auch seine
Fragen und Anmerkungen bei. So spannend und unterhaltsam wurde
Geschichte noch nie an unserem Museum vermittelt! Zur Ausstellung
erscheint statt eines Katalogs ein Magazin, auch dies eine neue
Vermittlungsform.
Die Beteiligung am Wittelsbacherjahr 2013 bietet für das
Historische Museum der Pfalz die Chance, sich wieder enger mit den
Partnern in der Region aus den Bereichen Wissenschaft, Museum und
Kultur zusammenzuschließen. Das Museum ist der Ort, an dem das
bewegliche kulturelle Erbe der Pfalz gesammelt, bewahrt und der
Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann. Diese Aufgabe soll
in den kommenden Jahren verstärkt in den Blick genommen werden.
Dies bedeutet aber nicht, dass die großen Ausstellungen, für die
das Museum in Nah und Fern bekannt ist, vernachlässigt werden!
In naher Zukunft stehen am Museum Sanierungsarbeiten an. Dies
nehmen wir zum Anlass, gemeinsam mit den Gremien der
Museumsstiftung über die Ziele und Möglichkeiten des Museums zu
diskutieren und einen Masterplan für die kommenden Jahre zu
entwickeln. Die Arbeiten daran haben bereits begonnen, und wir
beabsichtigen, im Sommer des kommenden Jahres die Ergebnisse
vorzustellen.
Das Historische Museum der Pfalz ist ein Leuchtturm der
rheinland-pfälzischen Museumslandschaft. Gemeinsam mit unseren
Stiftern setzen wir alles daran, auch in wirtschaftlich schwierigen
Zeiten die hohe Qualität der Museumsprojekte zu erhalten und weiter
auch national und international mit unseren Ausstellungen bekannt
zu bleiben. Das Jahr 2014 gehört mit „40 Jahre PLAYMOBIL“ und
„Leonardo – Forscher und Erfinder“ vor allem den Familien. „Richard
Löwenherz“ oder „Die Maya“ sind Themen, die in den Folgejahren im
Rahmen von großen kulturhistorischen Ausstellungen aufgegriffen
werden sollen.
Im Jahr 2018 jährt sich der Geburtstag Rudolfs von Habsburg zum
800sten mal. Der Gründer der Habsburger-Dynastie ist im Speyerer
Dom in der Kaisergruft bestattet, seine Grabplatte ist ein
Hauptwerk der gotischen Porträtkunst. Anlässlich dieses Jubiläums
von europäischer Dimension besteht die große Chance für Speyer, mit
einem internationalen Ausstellungsprojekt an die großen
Sonderausstellungen der letzten Jahre anzuknüpfen.
Vorschau
Die
Ausstellung im Wittelsbacherjahr 2013 -
„Königreich Pfalz“
3. März bis 27. Oktober 2013
Mit der Ausstellung „Königreich
Pfalz“ präsentiert das Historische Museum der Pfalz
vom
3. März bis 27. Oktober 2013 die bayerisch-pfälzische Zeit von
1816 bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Damit bildet die
Ausstellung den Auftakt der Veranstaltungen im „Wittelsbacherjahr
2013“, die die Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim, die
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz mit der Villa
Ludwigshöhe, das Kurpfälzische Museum Heidelberg und Kloster Erbach
im Odenwald gemeinsam und in wissenschaftlichem und engem
kollegialen Austausch realisieren werden.
Verschiedene Präsentationsebenen verbinden in der Ausstellung
die historische Darstellung der Pfalz in bayerischer Zeit mit
facettenreichen Alltags- und Lebensgeschichten der Menschen aus der
Region. Dabei zählen „Pfälzische Identität“, „Umbruch und
Industrialisierung“ oder „Auswanderung“ genauso zu den Themen der
Ausstellung, wie die Darstellung der bayerischen Könige, Maximilian
I. Joseph, Ludwig I. und Prinzregent Luitpold. In einer eigenen
„Ruhmeshalle“ treffen die Besucher auf berühmte pfälzische
Persönlichkeiten und in einer „Gemäldegalerie“ auf bekannte Pfälzer
Künstler, wie Max Slevogt oder Hans Purrmann.
Über 290 Objekte aus pfälzischen und bayerischen Museen,
darunter auch Leihgaben aus dem Bayerischen Nationalmuseum oder der
Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen
wie auch aus dem Wittelsbacher Ausgleichsfonds gewähren einen
intensiven Überblick über die pfälzische Geschichte.
Neu am Konzept der Ausstellung sind zwei Angebote: Der
Audioguide, der zur Ausstellung von Comedian und Autor Dr.
Christian CHAKO Habekost „pfälzisch (v)erklärt“ wird und für neue
Unterhaltung und Freude an Pfälzer Mundart sorgt.
Die Begleitpublikation, sie wird auffallend anders sein: ein
modernes Magazin, das im journalistischen Stil in über 20 kurzen
und kurzweiligen Beiträgen die Inhalte der Ausstellung attraktiv
aufgreift.
Von zentraler Bedeutung für die Ausstellungsvorbereitung ist der
enge Kontakt mit den Museen und kulturellen Einrichtungen in der
Pfalz. Wissenschaftlich unterstützt wird das Team des Historischen
Museums der Pfalz bei seiner Arbeit vom Institut für pfälzische
Geschichte und Volkskunde in Kaiserslautern, das Netzwerk in der
Region auszubauen ist dabei allen Beteiligten ein großes
Anliegen.
Rund um die Ausstellung
Frühbucher-Rabatt für Gruppen
Das Historische Museum der Pfalz bietet auf alle
Gruppenbuchungen für die Sonderausstellung „Königreich Pfalz“, die
bis zum 15. Februar 2013 beim Museum eingehen, 10 % Rabatt – sowohl
auf den Eintrittspreis, als auch auf die Führungsgebühr.
Das Formular zur Anmeldung steht ab sofort unter www.museum.speyer.de zum
Download bereit.
Videotagebuch zur Ausstellung
Im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahrs wird für die
kommende Ausstellung erstmalig von der FSJlerin Vivien Lipp,
Abteilung für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit, ein
ausstellungsbegleitendes Videotagebuch realisiert. In kurzen
Beiträgen skizziert sie ihre Eindrücke sowie die Vorbereitung der
nächsten großen Sonderausstellung „Königreich Pfalz“.
Ihr Eintrag Nummer eins kann ab sofort im hauseigenen
youtube-Kanal unter http://www.youtube.com/user/HiMusPfalz
angesehen werden.
Lesung
Freitag, 19. April 2013, 20 Uhr
Michael Konrad
Tickets sind ab 1. Dezember 2012 im Historischen Museum der
Pfalz Speyer und in der Buchhandlung Oelbermann zum Preis von 6,-
EUR erhältlich.
Kabarettabend
Freitag, 15. März 2013, 20 Uhr „Ja so simmer“ – Pfälzer
Lebensgefühl live!
Gerd Kannegieser, die TWOTONES und Reinig, Braun & Böhm
„Pfälzer Befindlichkeiten, das Pfälzische an sich und die
kleinen, aber entscheidenden Unterschiede zu anderen Volksstämmen.
Ein weites Feld, das die drei beteiligten Künstler an diesem Abend
zu beackern haben. Reinig, Braun & Böhm kommt dabei die Rolle
zu, die geschichtlichen Hintergründe bis zum heutigen Stand der
pfälzischen Entwicklung zu beleuchten. Gerd Kannegieser begibt sich
in allerlei vertrackte Situationen, die den gemeinen Pfälzer
heutzutage ereilen können, während die TWOTONES in bewährter Manier
ihre Sicht der Dinge in Form von blitzgescheiten Texten, verpackt
in einen ‚Strauß bunter Melodien’, dem Publikum näherbringen. Ein
Muss für jeden überzeugten Pfalzliebhaber!“ Rainer
Klundt
Tickets sind zum Vorverkaufspreis von 19,80 EUR (Abendkasse 22,-
EUR) ab sofort im Historischen Museum der Pfalz Speyer, bei der RTS
sowie in der Tourist-Info Speyer erhältlich.
Vorträge
Donnerstag, 11. April 2013, 19 Uhr
Dr. Liutgard Löw
Museum der Bayerischen Könige, Hohenschwangau
„Geschichtsvorstellungen zwischen Kunst und Politik. Von Ludwig
I. zu Ludwig II.“
Donnerstag, 16. Mai 2013, 19 Uhr
Fritz-Richard Demmel
Wittelsbacher Ausgleichsfonds, München
„Besuche der Wittelsbacher in der Pfalz“
Donnerstag, 13. Juni 2013, 19 Uhr
Dr. Sabine Heym
Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen,
München
„Eine Krone für das Königreich – Zur Geschichte der Bayerischen
Kroninsignien“
Donnerstag, 19. September 2013, 19 Uhr
Roland Paul
Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde,
Kaiserslautern
„Auswanderung aus der Pfalz“
Zu allen Vorträgen ist der Eintritt frei.
Sonderveranstaltung
21. September 2013, 10 bis 18 Uhr
3. Pfälzer Leberwurstwettbewerb
Da auch die Leberwurst ein wichtiges, identitätsstiftendes
pfälzisches Kulturgut ist freut sich das Historische Museum der
Pfalz Speyer bekannt zu geben, dass der 3. Pfälzer
Leberwurstwettbewerb des Fleischerverbands Pfalz am Samstag, 21.
September 2013 im FORUM des Museums stattfinden wird. Der Eintritt
zur Veranstaltung ist frei.
Partner und Sponsoren im
Projekt
Das Historische Museum der Pfalz Speyer bedankt sich bei
folgenden Unterstützern und Partnern:
Versicherungskammer Bayern
Hornbach-Baumarkt-AG
Medienpartner:
Die Rheinpfalz
SWR2
Vorschau
„40 Jahre
PLAYMOBIL“ vom 1. Dezember 2013 bis 22. Juni
2014
2014 präsentiert das Historische Museum der
Pfalz ein ganz besonderes Jubiläum: PLAYMOBIL wird 40 Jahre! 1974
traten die ersten PLAYMOBIL-Figuren lächelnd ihre internationale
Karriere an und haben bis heute gemeinsam mit ihren zahlreichen
Geschwistern Kultstatus erlangt. Was macht das Erfolgrezept von
PLAYMOBIL aus? Vom 1. Dezember 2013 bis 22. Juni 2014 geht die
Familien-Ausstellung „40 Jahre PLAYMOBIL“ im Historischen Museum
der Pfalz dem Phänomen PLAYMOBIL auf den Grund.
Das Junge Museum Speyer setzt auf Interaktion, Medieneinsatz und
Spielmöglichkeiten, wenn es darum geht, Faszination und Lernfreude
zu wecken.
Große PLAYMOBIL-Installationen zu historischen Themen werden die
Besucher begeistern und in die PLAYMOBIL-Welt eintauchen lassen.
Eine begehbare Höhle, eine römische Galeere und eine große
Baustelle sind Beispiele spannender Spielstationen, die zum
Mitmachen und Erforschen einladen. Besonders beeindruckend sind die
detailreichen Installationen von PLAYMOBIL-Sammlern und Künstlern.
Diese zeigen, dass PLAYMOBIL nicht nur Kinder begeistern, sondern
auch Erwachsene faszinieren kann.
Bis heute bevölkern 2,5 Milliarden PLAYMOBIL-Figuren
Kinderzimmer auf der ganzen Welt. Mehr als 3.700 Figurenvarianten
sind seit 1974 entstanden. Hielten sich alle PLAYMOBIL-Figuren an
der Hand, reichten sie 3,1 Mal um die Erde. Ein Ende ist nicht
absehbar, daher ist es nun an der Zeit, ihre Kult(ur)-geschichte zu
erzählen.
Anfang der 70er Jahre erfand Hans Beck vom Spielwarenhersteller
geobra Brandstätter die sympathischen Spielkameraden. Im
Laufe der Zeit wurde die PLAYMOBIL-Welt ständig verändert – eine
spannende Entwicklung, die in der Ausstellung anhand von Figuren
aus den Jahren 1974 bis 2014 erzählt wird.
Kontinuierlich werden neue PLAYMOBIL-Ideen umgesetzt, manche
sogar auf Wunsch der Kinder, die Briefe mit ihren Vorstellungen an
PLAYMOBIL schicken. Die Ausstellung lässt die Entwicklung der
PLAYMOBIL-Objekte von der Idee bis zum fertigen Artikel in
einzelnen Produktionsschritten nachvollziehen. Wie sieht das
Granulat aus oder eine Spritzgussmaschine? Wie wird eine
PLAYMOBILfigur zusammengesetzt? In der Familien-Ausstellung des
Historischen Museums der Pfalz wird so manches Geheimnis
gelüftet.
Vorschau
„1914-1918 –
Die Pfalz im Ersten Weltkrieg“ Juni 2014 bis November
2018
Das Historische Museum der Pfalz präsentiert 2014 – hundert
Jahre nach dem Beginn des ersten Weltkrieges – das spannende
Ausstellungsprojekt „1914-1918 – Die Pfalz im Ersten Weltkrieg“.
Seit Anfang des Jahres laufen die Arbeiten an dem einzigartigen
Konzept, das Museum, Internet und öffentlichen Raum verbindet.
Schwerpunkt der Präsentation wird die Pfalz und ihre Rolle als
wichtiger Versorgungsraum nahe der Kriegsfront sein: Pfälzische
Lazarettstandorte und große Kriegsgefangenenlager in Landau und
Germersheim werden ebenso im Zentrum stehen wie die schwierige
Ernährungslage der zivilen Bevölkerung während der Kriegsjahre.
Auch die Rüstungsindustrie war in der Pfalz von großer Bedeutung
und ist somit ein Thema der Präsentation.
Während des Ersten Weltkrieges wurde eine sogenannte
„Kriegssammlung“ angelegt, die das Archiv des Historischen Museums
der Pfalz seit knapp hundert Jahren aufbewahrt. Jetzt wird diese
Sammlung neu aufbereitet und erstmals der Öffentlichkeit zugänglich
gemacht. Diese bisher „unbekannten Zeitzeugen“ sind vor allem
Plakate aus den besetzten Gebieten Belgien und Frankreich, aber
auch Druckschriften, Kriegspostkarten und handschriftlich verfasste
Lieder und Gedichte.
Das Historische Museum der Pfalz stellt diese einzigartigen
Exponate in Form einer Internetdatenbank zur Verfügung, auf der
sich Interessierte durch die Zeit zwischen 1914 und 1918 klicken
und die damalige Lebenswirklichkeit erkunden können. Diese
Datenbank, die unter http://www.museum-digital.de/rlp/
bereitgestellt und fortlaufend erweitert wird, bildet das zweite
Element des umfangreichen Gesamtkonzepts.
Eine besonders gestaltete Plakataktion im öffentlichen Raum ist
der dritte Teil des Projektes. So können zahlreiche Passanten an
das Jahr 1914 erinnert und auf das Thema aufmerksam gemacht
werden.
Die Europäische Union fördert das Projekt „1914-1918 – Die Pfalz
im Ersten Weltkrieg“ im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale
Entwicklung. Das Historische Museum der Pfalz beteiligt sich dabei
an dem aktuell größten länderübergreifenden Kulturvorhaben am
Oberrhein, das mit einem Gesamtbudget von 2,5 Millionen von
Partnern aus Deutschland , Frankreich und der Schweiz realisiert
wird.
Ziel ist es, im Jahr 2014 gemeinsam acht Ausstellungen zu
präsentieren, die den Ersten Weltkrieg – die „Urkatastrophe des 20.
Jahrhunderts“ – aus französischer, schweizerischer und deutscher
Perspektive zeigen.
Zusatzinformation:
Das Museum ist an Schenkungen und Leihgaben aus der Bevölkerung
zum Thema Erster Weltkrieg interessiert. Wer etwas anbieten möchte,
kann dies telefonisch unter 06232-1325-0 oder per Mail direkt an
ludger.tekampe@museum.speyer.de
tun.
Serviceinformationen
Öffnungszeiten des Museums:
Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr sowie an Feiertagen
Internet:
www.museum.speyer.de
www.kindermuseum.speyer.de
Colette Neufurth (Besucherservice) Telefon 06232 62 02 22
Foto: sämtliche Fotos oder Reproduktion: Historisches Museum
der Pfalz / Peter Haag-Kirchner
17.11.2012
Bildervorschau auf die geplanten Austellungen
Plakatmotiv der Sonderausstellung „Königreich Pfalz“ des Historischen Museums der Pfalz Speyer.
Gestaltung: DIESSEITS Kommunikationsdesign (Norbert Herwig | Anke von Bremen GbR)
|
Herbststimmung – Blick von der Villa Ludwigshöhe in die Ebene.
|
Bueste MaxI Joseph
Gottfried Renn, um 1845
Gips
Der Bildhauer Gottfried Renn (1818–1900) war in der gesamten Pfalz tätig und wirkte vor
allem auch am Speyerer Dom.
|
Kraehenbergmeteorit
Gewicht: 14,25 kg
Am 5. Mai 1869 schlug in Krähenberg auf der Sickinger Höhe ein Meteorit ein, den Georg von
Neumayer umfangreich untersuchte. Der weltbekannte Wissenschaftler aus
Kirchheimbolanden nannte ihn einen „interessanten Fremdling, der die Pfalz mit seinem
Besuche beglückte“.
|
Staatsportrait Ludwigs I.
nach Joseph Karl Stieler, nach 1825 Öl auf Leinwand
Das Repräsentationsgemälde zeigt König Ludwig I. in vollem Ornat, die bayerische Königskrone ist zu seiner Rechten deutlich zu erkennen. Zur Pfalz als achtem Kreis seines Königtums pflegte Ludwig I. eine besondere Beziehung und schrieb: „Pfalz, dich lieb ich und Euch Pfälzer, wie Ihr mich!“
|
Modell des Ludwigsbrunnens
Eduard I. Wollenweber, 1901
Silber
Der 15 m hohe „Ludwigsbrunnen“ stand von 1897-1938 in Ludwigshafen. Errichtet wurde der Brunnen auf Initiative der „Pfälzischen Eisenbahn“ zur Erinnerung an König Ludwig I., den Namengeber der Stadt. Das detailgetreue Silbermodell des Brunnens ist ein Geschenk an
Prinzregent Luitpold.
|
Rheingolddukat Ludwigs I.
Rheingold, 1830
Mit besonderem Bezug zur Pfalz ließen die bayerischen Könige Maximilian I. Joseph, Ludwig I. und Maximilian II. zwischen 1821 und 1862 aus Rheingold Dukaten prägen.
|
Produktion PLAYMOBIL Weihnachtsmann.
© geobra Brandstätter GmbH & Co. KG
|
Bildunterschrift: Figuren auf dem Produktionsband in Malta. © Fotograf Mario Fourmy
|
4. September 1914, Speyer
Aus der "Kriegssammlung" des Historischen Museums der Pfalz
Am 4. September 1914, einen Monat nach Kriegsausbruch, kommen Verwundete aus dem lothringischen Saarburg auf dem Bahnhof Speyer an.
|
5. November 1915
Plakat von der Westfront
Etappendruckerei der 2. Armee
Aus der "Kriegssammlung" des Historischen Museums der Pfalz
Die Ernährungslage der deutschen Truppen im Ersten Weltkrieg war schwierig, daher waren die Soldaten zum sparsamen Umgang mit Lebensmitteln, insbesondere mit Fett, angehalten.
|
um 1915, Westfront
Aus der "Kriegssammlung" des Historischen Museums der Pfalz
Mit diesem Plakat sprach die Etappen-Kommandatur eine deutliche Warnung an die Soldaten an der Westfront vor der Ansteckung mit Geschlechtskrankheiten aus.
|
um 1917
Postkarte: "Helft uns siegen! zeichnet Kriegsanleihe"
Die gewaltigen Rüstungsausgaben des Ersten Weltkriegs wurden auf Seiten fast aller kriegführenden Parteien über Kredite finanziert. Teile der Kredite waren Staatsanleihen, die der Staat bei seinen Bürgern aufnahm. Für diese Anleihen wurde ein hoher Propagandaaufwand für den angestrebten Sieg betrieben.
|
undatierte Aufnahme
Aus der "Kriegssammlung" des Historischen Museums der Pfalz
Wegen des Einzugs der meisten Männer zum Militär wurden im Ersten Weltkrieg vermehrt
Frauen auf bisher von Männern besetzte Arbeitsplätze in der industriellen Produktion
eingesetzt. In manchen Rüstungsbetrieben waren weniger als zehn Prozent männliche Arbeiter beschäftigt, diese allerdings als besser bezahlte Meister und aschineneinrichter. Diese Frau arbeitet an der Drehbank in einem auf Rüstungsgüter umgestellten Metallbetrieb.
|
|
Königreich Pfalz - Vortrag zur Ausstellung 2013 im Historischen Museum der Pfalz
Vortrag am
12.11. 2012, 20 Uhr, in der VHS Speyer (Villa Ecarius)
„Königreich Pfalz" heißt die neue Ausstellung, die im
Historischen Museum der Pfalz vom 03.03. bis 27.10.2013 zu sehen
sein wird.
Mit einem Augenzwinkern wird das Historische Museum der Pfalz
die Zeit der bayerischen Pfalz bis in das 20. Jahrhundert hinein
beleuchten.
Simone Heimann M.A., Projektleiterin der Ausstellung, wird in
ihrem Vortrag erste Einblicke in die Themen und das Entstehen der
Ausstellung geben und anhand ausgewählter Objekte die Inhalte
vertiefen.
Veranstalter: Bezirksgruppe Speyer im Historischen Verein
der Pfalz e.V.
10.11.2012
125.000 Besucher sahen die Ausstellung "Ägyptens Schätze entdecken" im Historischen Museum der Pfalz Speyer
125.000 Besucher
sahen die Ausstellung "Ägyptens Schätze entdecken. Meisterwerke aus
dem Ägyptischen Museum Turin".
"Die Faszination an der Kultur des Alten Ägypten ist ungebrochen
hoch, das hat auch die Ausstellung im Historischen Museum der Pfalz
gezeigt", sagte Eckart Köhne, der Direktor des Historischen Museums
der Pfalz Speyer. Erstmals wurden einzigartige Originale aus der
Turiner Sammlung, darunter spektakuläre Statuen, Sarkophage und
Grabbeigaben in Deutschland präsentiert. Die Ausstellung verband
museale mit multimedialer Inszenierung und lud die Besucher an
interaktiven Stationen zur intensiven Vertiefung ein. Bis heute
zählt die Sammlung des Ägyptischen Museums Turin zu einer der
weltweit wichtigsten und größten altägyptischer Zeugnisse. Dank der
internationalen Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Universität
Sohag in Ägypten sowie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und
der Freien Universität Berlin konnten sich die Besucher in einem
eigenen Ausstellungsbereich, über die aktuelle Forschungssituation
in Ägypten informieren. Dabei machte das Historische Museum der
Pfalz den Besuchern neueste Forschungsergebnisse zugänglich. Ein
umfangreiches Begleitprogramm mit Vorträgen, einem Märchenabend für
Erwachsene sowie einer Museumsparty rundete das Angebot ab. Die
sehr gute Besucherresonanz sowie die zahlreichen positiven
Rückmeldungen und die begeisterte und rege Teilnahme an den
Veranstaltungen zur Ausstellung belegen den Erfolg der
einzigartigen Präsentation. Insgesamt buchten 1000 Gruppen eine
Führung oder einen Workshop begleitend zur Ausstellung und
entdeckten das Reich der Ägypter und die Arbeit der Ägyptologen und
Archäologen auf ganz besondere Weise.
Im Jungen Museum
wird die Reise durch das Land am Nil bis 7. April 2013
verlängert
Ab 27. Oktober 2012 lädt das Junge Museum Speyer zur Weiterreise
durch das Land am Nil ein und verlängert die Mitmach-Ausstellung
"Ägyptens Schätze entdecken" bis zum 7. April 2013. Junge
Kulturinteressierte und neugierige Forscher können hier in eine
Welt vergangener Kulturen eintauchen, spielerisch lernen und Neues
ausprobieren.Dabei ist es etwas Besonderes, dass die
Familien-Ausstellung einzigartige Originale zeigt und die jungen
Besucher an deren Bedeutung und Wert für die Geschichtsschreibung
heranführt.Das Junge Museum setzt gezielt multimediale und
interaktive Stationen ein, die Spiele sowie Rätsel und Filme rund
um archäologische Grabungen und das Leben der alten Ägypter bieten:
So macht Lernen Spaß! Es bleiben jetzt noch 24 Wochen, in denen
junge Museumsbesucher dem kommenden Winter entfliehen und sich auf
eine spannende Entdeckungsreise durch das sonnige Ägypten machen
können.
Kostenloser Museumsbesuch
Das Historische Museum der Pfalz gewährt während des Abbaus der
kulturhistorischen Ausstellung vom 16. bis einschließlich 26.
Oktober freien Eintritt in die Sammlungsausstellungen des Hauses.
Der ältesten Wein der Welt oder das nachgebildete Contubernium,
eine einfache Unterkunft für römische Soldaten, faszinieren und
laden Groß und Klein zu einem Spaziergang durch die "Geschichte der
Pfalz" ein. Die Familien-Ausstellung "Ägyptens Schätze entdecken"
ist in diesem Zeitraum geschlossen und ab Samstag, 27. Oktober
2012, wieder zugänglich. Das Historische Museum der Pfalz Speyer
ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere
Informationen unter www.museum.speyer.de Text
und Foto: Historisches Museum der Pfalz Speyer
15.10.2012
Fränkisches “Trio” stellt 100.000 Besucherin in der Ausstellung “Ägyptens Schätze entdecken”
Arbeit des
Speyerer Museums erfährt erneut überaus positive Resonanz
cr. Speyer. Der Ansturm in die aktuelle
Sonderausstellung im Speyerer “Historischen Museum der Pfalz“ hält
auch weiterhin ungebrochen an: "Ägyptens Schätze entdecken.
Meisterwerke aus dem Ägyptischen Museum Turin" schlägt nach wie vor
Besucher aus Nah und Fern in ihren Bann. Doch als heute der
100.000ste Besucher in Empfang genommen werden sollte, da war es
dann doch etwas anders als noch an den Tagen zuvor: Vielleicht war
es das Wetter, das kurzfristig von “Sonnenglut” auf “bewölkt und
feucht” umgeswitcht hatte, vielleicht war es das Ferienende -
jedenfalls mussten der Speyerer Oberbürgermeister Hansjörg Eger,
der eigens zu diesem Anlass aus dem Stadthaus ins Museum
herübergekommen war gemeinsam mit dem Stellvertretenden Direktor
des “Historischen Museums” und Projektleiter der Ägypten-Schau,
Wolfgang Leitmeyer, etwas Geduld aufbringen, ehe der Ticket-Drucker
die Einlasskarte mit der laufenden Nummer 100.000 “ausspuckte”.
Erworben hatte das “Glücksticket” Helga Kronewald
aus Veitshöchheim bei Würzburg,, die von dem “großen Bahnhof” in
dem Speyerer Museum völlig überrascht war: "Das ist mir in all
meinen Jahren noch nicht passiert", freute sie sich, als sie aus
der Hand von OB Eger einen sommerlichen Blumenstrauß und von
Wolfgang Leitmeyer den opulenten Ausstellungskatalog entgegennehmen
durfte. Gemeinsam mit ihrem Mann Bernhard und ihrer Freundin Marita
Wiemert hatte sie sich heute gezielt zur Besichtigung der
Ägypten-Ausstellung nach Speyer aufgemacht, von der sie zuvor schon
viel Positives in der Presse gelesen hatte. Und dieser Besuch in
Speyer war nicht ihr erster, denn bereits vor zehn Jahren hatte sie
- übrigens in der “gleichen Besetzung” - im “Historischen Museum
der Pfalz” die Sonderausstellung "Hatschepsut" besucht.
Die drei Gäste
aus dem Frankenland verstehen sich selbst als ausgesprochene
“Ägypten-Fans”, die versuchen - wo immer es möglich ist - alle
Ausstellungen rund um diesen faszinierenden Themenkreis zu besuchen
und die - Frau Kronewald sogar schon zweimal - auch bereits selbst
das Land der Pharaonen bereist haben.
Wolfgang Leitmeyer zeigte sich spürbar begeistert
über die anhaltende Nachfrage für diese Ausstellung: "Wir freuen
uns wirklich sehr darüber, dass die Arbeit des Museums von allen
Seiten eine so überaus positive Resonanz erfährt. Unter den gut
100.000 Besuchern, die das Projekt inzwischen gesehen haben,
durften wir auch 800 Gruppen begrüßen - ich denke, beides ist
zugleich Erfolg und Bestätigung für unsere Arbeit."
Noch bis zum 14. Oktober 2012 bietet das
“Historische Museum der Pfalz” in Speyer die wegen der großen
Nachfrage verlängerte Möglichkeit, einzigartige Kulturschätze aus
dem Alten Ägypten erstmalig in Deutschland zu bestaunen. Nach der
Speyerer Ausstellung werden die wertvollen Original-Exponate wieder
in das ausleihende Museum in Turin zurückkehren.
Das “Historische Museum der Pfalz” ist Dienstag bis
Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Informationen zu der
Ausstellung sowie zu dem vielfältigen und interessanten
Begleitprogramm online unter www.aegypten.speyer.de.
Foto: gc
16.08.2012
“Glücksticket” Helga Kronewald aus Veitshöchheim - Bilderalbum
Historisches Museum der Pfalz erhält EU-Förderung für Projekt zur Geschichte des Ersten Weltkriegs
Bahnhof Speyer - am 4. September 1914 kommen verwundete Soldaten an
Neugestaltung der Sammlungspräsentation "Die Neuzeit"
"Ich freue mich sehr über die Förderzusage der Europäischen
Union," erklärt Dr. Ludger Tekampe, Kurator des Historischen
Museums der Pfalz. "Dank der Zuschüsse aus dem Europäischen Fonds
für regionale Entwicklung kann in Speyer bis 2014 ein spannendes,
dreiteiliges Konzept zu dem Thema "Die Pfalz im Ersten Weltkrieg"
entstehen." Mit diesem Vorhaben beteiligt sich das Historische
Museum der Pfalz an einem länderübergreifenden Ausstellungsprojekt
zur Geschichte des Ersten Weltkriegs.
Innerhalb seiner Sammlungsausstellung "Die Neuzeit" widmet das
Museum den Kriegsjahren von 1914 bis 1918 einen eigenen
Ausstellungsbereich. Erstmals werden zeitgenössische Objekte,
Fotografien und Dokumente, die bislang im Depot des Museums
verborgen waren, wissenschaftlich aufgearbeitet und ausgestellt.
Schwerpunkt der Präsentation wird die Rolle der Pfalz als wichtiger
Versorgungsraum nahe der Kriegsfront sein: Pfälzische
Lazarettstandorte und große Kriegsgefangenenlager in Landau und
Germersheim werden ebenso im Zentrum stehen wie die schwierige
Ernährungslage der zivilen Bevölkerung während der Kriegsjahre. Ein
weiteres Thema bildet die Ausweitung der pfälzischen
Rüstungsindustrie. Die Entwicklung dieser Präsentation zum Ersten
Weltkrieg findet im Zuge einer auf mehrere Jahre ausgelegten
Neugestaltung der Sammlungsausstellung "Die Neuzeit" im
Historischen Museum der Pfalz statt.
Auch außerhalb der Museumsmauern wird das Projekt zum Ersten
Weltkrieg erlebbar sein: Ein Plakatprojekt mit originalen
Abbildungen historischer Plakate wird zahlreichen Passanten auf
Litfaßsäulen und Anschlagtafeln den Zeitgeist der Kriegsjahre näher
bringen. Gleichzeitig werden diese "Zeitzeugen" auf eine
Internetplattform hinweisen, die ebenfalls Teil des Gesamtkonzepts
sein wird. Über diese Online-Datenbank wird das Historische Museum
der Pfalz seine Sammlung historischer Fotografien und Dokumente
einer breiten Öffentlichkeit präsentieren.
Weitere Informationen zum Historischen Museum der Pfalz online
unter www.museum.speyer.de
Im Rahmen des INTERREG-Projekts "1914 - 1918" realisieren
Partner aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz mit einem
Gesamtbudget von über 2,5 Millionen Euro eines der aktuell größten
grenzüberschreitenden Kulturvorhaben am Oberrhein. Ziel ist die
Präsentation von acht Ausstellungen zum Ersten Weltkrieg im Jahr
2014. Neben dem Historischen Museum der Pfalz und dem
Dreiländermuseum Lörrach als dem Hauptprojektträger leisten 32
Museen, Archive und Geschichtsvereine einen Beitrag zu diesem
länderübergreifenden Vorhaben; darunter das Musée Historique de
Straßburg, das Museum für Stadtgeschichte der Städtischen Museen
Freiburg und das Wehrgeschichtliche Museum Rastatt.
Aktuelle Informationen zum EU-Projekt online unter www.interreg-oberrhein.eu Historisches
Museum der Pfalz Speyer, Presse; Foto: Reproduktion: Historisches
Museum der Pfalz / Peter Haag-Kirchner
25.07.2012
Projekt zur Geschichte des Ersten Weltkriegs - Bilderalbum
4. September 1914 , Speyer
Aus der "Kriegssammlung" des Historischen Museums der Pfalz
Am 4. September 1914 , einen Monat nach Kriegsausbruch, kommen Verwundete aus
dem lothringischen Saarburg auf dem Bahnhof Speyer an. Von allen bayerischen
Kreisen verfügte die Pfalz im Ersten Weltkrieg wegen seiner Nähe zur Kriegsfront über
die meisten Lazarettbetten. Zwischen 7.000 und 17.000 Betten wurden pro Jahr
zusätzlich für verwundete Soldaten eingerichtet. Die meisten dieser Reservelazarette
waren in Schulgebäuden untergebracht.
Reproduktion: Historisches Museum der Pfalz / Peter Haag-Kirchner
|
5. November 1915
Plakat von der Westfront
Etappendruckerei der 2. Armee
Aus der "Kriegssammlung" des Historischen Museums der Pfalz
Die Ernährungslage der deutschen Truppen im Ersten Weltkrieg war schwierig, daher
waren die Soldaten zum sparsamen Umgang mit Lebensmitteln, insbesondere mit Fett,
angehalten.
|
um 1915, Westfront
Aus der "Kriegssammlung" des Historischen Museums der Pfalz
Mit diesem Plakat sprach die Etappen-Kommandatur eine deutliche Warnung an die
Soldaten an der Westfront vor der Ansteckung mit Geschlechtskrankheiten aus.
Reproduktion: Historisches Museum der Pfalz / Peter Haag-Kirchner
|
Um 1917
Künstler: Erler
Postkarte: "Helft uns siegen! zeichnet Kriegsanleihe"
Die gewaltigen Rüstungsausgaben des Ersten Weltkriegs wurden auf Seiten fast aller
kriegführenden Parteien über Kredite finanziert. Teile der Kredite waren
Staatsanleihen, die der Staat bei seinen Bürgern aufnahm. Für diese Anleihen wurde
ein hoher Propagandaaufwand für den angestrebten Sieg betrieben. Die Postkarte
zeigt die typische Verherrlichung des Krieges und appelliert an die Unterstützung der
Front in der Heimat durch Anleihen.
Reproduktion: Historisches Museum der Pfalz / Peter Haag-Kirchner
|
Undatierte Aufnahme
Aus der "Kriegssammlung" des Historischen Museums der Pfalz
Wegen des Einzugs der meisten Männer zum Militär wurden im Ersten Weltkrieg
vermehrt Frauen auf bisher von Männern besetzte Arbeitsplätze in der industriellen
Produktion eingesetzt. In manchen Rüstungsbetrieben waren weniger als zehn Prozent
männliche Arbeiter beschäftigt, diese allerdings als besser bezahlte Meister und
Maschineneinrichter. Diese Frau arbeitet an der Drehbank in einem auf Rüstungsgüter
umgestellten Metallbetrieb.
Reproduktion: Historisches Museum der Pfalz / Peter Haag-Kirchner
|
Die Reise durchs Land der Pharaonen geht weiter
Ausstellung
"Ägyptens Schätze entdecken" im Historischen Museum der Pfalz bis
14. Oktober 2012 verlängert
Die einzigartigen Meisterwerke aus dem Ägyptischen Museum Turin
sowie eine gelungene und spannende Inszenierung tragen dazu bei,
dass die Resonanz auf die aktuelle Sonderausstellung des
Historischen Museums der Pfalz ausgesprochen gut ist. Annähernd
70.000 Besucher kamen bisher in die Ägypten-Schau.
Aufgrund des großen Erfolges verlängert das Historische Museum
der Pfalz die kulturhistorische Ausstellung sowie die
Familienausstellung. Bis zum 14. Oktober haben Interessierte noch
die Möglichkeit zwischen Pharaonen, Pyramiden und Sarkophagen zu
wandern und sich in die fremde Welt des Alten Ägyptens entführen zu
lassen.
Dabei profitieren nicht nur Erwachsene von dem
Ausstellungskonzept, das wertvolle Originale, interessante
Informationen und Medienstationen kombiniert.
Auch Kinder kommen in einer eigenen Familienausstellung voll auf
ihre Kosten. Als Forscher bereisen sie das Land am Nil: auf einem
altägyptischen Boot den Fluss hinab, im Papyrusdickicht oder im
heißen Wüstensand zwischen den Pyramiden, überall gibt es etwas zu
entdecken!
Das Historische Museum der Pfalz ist Dienstag bis Sonntag von 10
bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Informationen zur aktuellen
Ausstellung sowie zu deren Begleitprogramm online unter www.aegypten.speyer.de.
Historisches Museum der Pfalz Speyer, Presse
21.06.2012
Historisches Museum der Pfalz erhält neues Dach
Meisterwerke aus dem Ägyptischen Museum Turin noch bis 2.
September zu sehen
Anfang Juni haben die Sanierungsmaßnahmen am Dach und an den
beiden Türmen des Historischen Museums der Pfalz begonnen. Auch die
Fassade wird einen neuen Anstrich erhalten.
Diese baulichen Maßnahmen nehmen keinen Einfluss auf die
Präsentation der Sonderausstellung: Die einzigartigen Meisterwerke
aus dem Ägyptischen Museum Turin, darunter geheimnisvolle Mumien
und prächtige Skulpturen mächtiger Pharaonen, werden noch bis zum
2. September 2012 in der Ausstellung "Ägyptens Schätze entdecken"
zu sehen sein.
Neben der Sonderausstellung zum Alten Ägypten präsentiert das
Museum in seinen Schausammlungen von der Urgeschichte bis zum
Weinmuseum Highlights wie den bronzezeitlichen "Goldenen Hut" oder
den weltweit ältesten flüssig erhaltenen Wein.
Aufgrund der Sicherung von einzelnen Ausstellungsobjekten wird die
Sammlung "Neuzeit" in Teilen geschlossen.
Voraussichtlich werden die Sanierungsmaßnahmen bis 4. Oktober 2012
abgeschlossen sein.
Die Kosten für die umfangreichen Baumaßnahmen in Höhe von
insgesamt 832.000 € werden durch das Museum mit Unterstützung des
Landes Rheinland-Pfalz aufgebracht. Historisches Museum der
Pfalz Speyer, Presse
12.06.2012
50.000 Besucher in 75 Tagen: Besucherresonanz anhaltend gut
"Ägyptens
Schätze entdecken" lockt große Besuchermengen ins Reich der
Pharaonen
Die Ausstellung "Ägyptens Schätze entdecken" lockt weiterhin
große Besuchermengen nach Speyer in das Historische Museum der
Pfalz: Am vergangenen Pfingstwochenende wurde trotz besten Wetters
die Marke des 50.000sten Besuchers bereits überschritten.
Prächtige Skulpturen von Pharaonen, geheimnisvolle Mumien und
kostbare Schmuckstücke, die erstmalig in Deutschland zu sehen sind,
lockten und locken die Besucher in das Historische Museum der
Pfalz. Mit den über 300 Originalen aus dem Ägyptischen Museum Turin
wird der Besucher in eine Welt bedeutender historischer Zeugnisse
entführt, die durch den Einsatz von multimedialen Stationen zu
einer spannenden Entdeckungsreise wird. Die Ausstellung kann noch
bis zum 2.9.2012 im Historischen Museum der Pfalz besucht
werden.
Das Historische Museum der Pfalz ist Dienstag bis Sonntag von 10
bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Informationen zur aktuellen
Ausstellung sowie zu deren Begleitprogramm online unter www.aegypten.speyer.de
29.05.2012
Studi-Aktion beim Historischen Museum der Pfalz
Mit dem VRN zu den
"Ägyptern" nach Speyer
Ab 1. Juni bietet das Historische Museum der Pfalz gemeinsam mit
dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) eine "Studi-Aktion" für alle
Inhaber des VRN-Semestertickets an. Gegen Vorlage dieses Tickets
erhalten Studenten eine gut gefüllte "Studi-Tasche" an der
Museumskasse. Während der gesamten Laufzeit der aktuellen
Ausstellung "Ägyptens Schätze entdecken. Meisterwerke aus dem
Ägyptischen Museum Turin" im Historischen Museum der Pfalz zahlen
Studierende den Sonderpreis von 4 € Eintritt, statt regulär 13 €.
Die "Studi-Aktion" läuft solange der Vorrat reicht.
Erstmals können 300 einzigartige Originale aus der Sammlung des
Ägyptischen Museums Turin in Deutschland erlebt werden.
Geheimnisvolle Mumien, Skulpturen mächtiger Pharaonen und
zahlreiche, nahezu unversehrte Alltagsgegenstände aus dem Alten
Ägypten laden zu einem Besuch nach Speyer ein. Die kostenlose
Anreise mit Bus und Bahn mit dem Semesterticket bietet die
Möglichkeit, Speyer als idealen Ausflugsort wahrzunehmen.
Das Historische Museum der Pfalz zeigt die aktuelle
Sonderausstellung "Ägyptens Schätze entdecken. Meisterwerke aus dem
Ägyptischen Museum Turin" noch bis zum 2. September 2012, dienstags
bis sonntags von 10 bis 18 Uhr. Weitere Informationen unter
www.aegypten.speyer.de
Historisches Museum der Pfalz Speyer, Presse
26.05.2012
Ägypten, wohin man schaut...
Kooperation zwischen dem Historischen Museum der Pfalz
und dem IMAX DOME Filmtheater Speyer zum Thema
"Ägypten"
An dem Thema Ägypten kommt man zurzeit in Speyer nicht vorbei,
ob Sonderausstellung oder Filme - im Historischen Museum der Pfalz
sowie im IMAX DOME Filmtheater des Technik Museum Speyer gibt es
viel über dieses Land mit seiner faszinierenden Geschichte zu
erfahren. Ein guter Grund für eine gemeinsame Aktion.
Ägypten-Fans können ab sofort die Sonderausstellung oder die Filme
zu einem Sonderpreis besuchen. Besucherinnen und Besucher der
Ausstellung "Ägyptens Schätze entdecken" erhalten bei Vorlage ihrer
Eintrittskarte im IMAX Dome Filmtheater einen Rabatt von 2,00 € auf
die Filme "Mumien" und "Der Blaue Nil". Im umgekehrten Fall
erhalten Besucher der IMAX Dome Filme "Mumien" und "Der Blaue Nil"
einen 2,00 € Rabatt in die Sonderausstellung "Ägyptens Schätze
entdecken". Diese Sonderaktion zwischen dem IMAX DOME Filmtheater
und dem Historischen Museum der Pfalz gilt bis zum Ende der
Sonderausstellung am 2. September 2012.
"Ägyptens Schätze entdecken. Meisterwerke aus dem Ägyptischen
Museum Turin"
In der aktuellen Sonderausstellung "Ägyptens Schätze entdecken"
präsentiert das Historische Museum der Pfalz über 300 Meisterwerke
aus der Sammlung des Ägyptischen Museums Turin. Erstmals sind diese
einzigartigen Zeugnisse altägyptischer Kultur in Deutschland zu
sehen, darunter prächtige Pharaonen, geheimnisvolle Mumien und
kostbare Schmuckstücke. Parallel zur kulturhistorischen Ausstellung
zeigt das Kindermuseum eine Erlebnisausstellung, die sich direkt an
junge Besucher richtet. Originale aus dem Ägyptischen Museum Turin,
aufwändige Rekonstruktionen und der Einsatz von interaktiven Medien
schaffen eine eigene Erlebniswelt und ein intensives Lernvergnügen.
Die Eintrittskarte beinhaltet den Besuch beider Ausstellungen -
sowohl die kulturhistorische als auch die Familienausstellung. Die
Nutzung des Audioguides ist im Eintrittspreis enthalten. Für junge
Museumsbesucherinnen und -besucher ab sechs Jahren gibt es einen
eigenen Kinderaudioguide durch die kulturhistorische Ausstellung.
Ein weiteres Extra für die Besucherinnen und Besucher: In der
Ausstellung darf fotografiert werden - allerdings ohne Blitz und
Stativ. Während der Laufzeit der Ausstellung bietet das Historische
Museum der Pfalz ein abwechslungsreiches Begleitprogramm mit einer
wissenschaftlichen Vortragsreihe und Workshops für Lehrerinnen und
Lehrer.
Das Historische Museum der Pfalz zeigt die aktuelle
Sonderausstellung "Ägyptens Schätze entdecken. Meisterwerke aus dem
Ägyptischen Museum Turin" noch bis zum 2. September 2012, dienstags
bis sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr. Weitere Informationen unter
www.aegypten.speyer.de.
"Der Blaue Nil" und "MUMIEN" im IMAX Dome Filmtheater
Speyer
Seit Tausenden von Jahren übt der Nil eine magische
Anziehungskraft auf die Menschen aus. Frühe Forscher von den alten
Ägyptern bis hin zu Napoleon, dem legendären Sir Richard Burton und
David Livingston waren besessen von der Suche nach seinem Ursprung.
Im Laufe des letzten Jahrhunderts versuchten zahlreiche Entdecker
den mächtigen Fluss in einer einzigen Expedition zu bezwingen -
jedoch scheiterten alle daran. Mindestens ein Dutzend kamen bei dem
Versuch ums Leben. Am 28. April 2004 wurden zwei unerschrockene
Forscher - der Expeditionsleiter Pasquale Scaturro und sein Partner
Gordon Brown - die ersten in der Geschichte, welche den größten
Fluss der Welt in einer einzigen Reise bezwangen. Die 114-tägige
Reise führte die beiden Forscher und ihre Mannschaft 3,260 Meilen
flussabwärts von seinem Ursprung in den äthiopischen Hochländern
bis zum Mittelmeer. Mit zwei Booten und einem Kajak stellten sie
sich auf ihrem Weg, den Blauen Nil und dann den großen Nil hinab,
schier unüberwindlichen Herausforderungen. Der Film zeigt die
gefährliche Reise einer internationalen Gruppe von Abenteurern bei
ihrer Expedition auf dem größten und bekanntesten Fluss der Welt -
dem Nil.
Der Film "MUMIEN - Geheimnisse der Pharaonen" nimmt die
Zuschauer mit auf eine Reise tausende Jahre zurück in die
Vergangenheit, in das Zeitalter der großen Pharaonen. Eingebettet
in eine spannende Geschichte mit Grabräubern und einem verborgenen
Schatz, der sich zu einem der bedeutendsten archäologischen Funde
der jüngeren Geschichte herausstellen sollte, entschlüsselt der
Film einige der größten Rätsel und Mythen, die sich um die
königlichen Mumien ranken. Wie wurden sie einbalsamiert? Wo wurden
sie versteckt? Der 40minütige Film greift die große und
nachhaltende Faszination auf, die Mumien seit jeher auf Menschen
ausüben. Eine Faszination, die wahrscheinlich so alt ist, wie die
Mumien selbst. Um die Zuschauer ganz in die ägyptischen Geschichte
eintauchen zu lassen, werden atemberaubende Aufnahmen einzigartiger
historischer Schauplätze in Ägypten mit Computeranimationen und
nachgestellten Szenen aus der Zeit der Pharaonen kombiniert. Ein
faszinierendes Erlebnis in einmaligen Bildern auf der gigantischen
Kuppel des IMAX DOME Filmtheater Speyer.
Infos unter www.technik-museum.de/imax-dome oder
www.technik-museum.de
23.05.2012
Ehrung von Jubilaren des Historischen Vereins der Pfalz
Jubilare zur 50-jährigen Mitgliedschaft sowie den Vorsitzenden des Historischen Vereins der Pfalz (vl.l.n.r.): Dr. Günter Becht (Speyer), Dr. Gerald Erb (Mainz), Werner Schineller (Vorsitzender des Historischen Vereins der Pfalz, Speyer), Theo Magin (Schifferstadt)
Mitgliederversammlung in Bad Bergzabern
Zur diesjährigen Mitgliederversammlung des Historischen Vereins
der Pfalz am Samstag, 28. April im Hause des Gastes in Bad
Bergzabern konnte der Vorsitzende Werner Schineller zahlreiche
Mitglieder sowie als Ehrengäste Stadtbürgermeister Harald Bratz und
die Beigeordnete Heike Grill begrüßen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Neuwahlen des
Vorstands. Für die kommenden drei Jahre wurden folgende Personen in
ihre Ämter gewählt: Vorsitzender Werner Schineller aus Speyer,
erste stellvertretende Vorsitzende Heike Wittmer aus Pirmasens,
zweite stellvertretende Vorsitzende Dr. Lenelotte Möller aus
Speyer, Schatzmeister Herbert Hack aus Dudenhofen sowie
Schriftführer Dr. Werner Transier aus Ketsch.
Im Rahmen der Mitgliederversammlung des Historischen Vereins der
Pfalz wurden 25 Personen für 40 Jahre Mitgliedschaft und 11
Personen und Institutionen für 50 Jahre Mitgliedschaft
geehrt.
Im Anschluss überreichte der Vorsitzende Werner Schineller den mit
1.500 € dotierten Anerkennungspreis des Historischen Vereins der
Pfalz für NachwuchswissenschaftlerInnen in den Kulturwissenschaften
an Dr. Thorsten Unger aus Landau für seine Buchveröffentlichung
"Klingenmünster und die Kurpfalz im 15. und 16. Jahrhundert". Zu
diesem Thema hielt der Preisträger einen Vortrag.
Gastgeber Dr. Andreas Imhoff, Vorsitzender der Bezirksgruppe Bad
Bergzabern des Historischen Vereins der Pfalz, sprach zu dem Thema
"Die Pfalz im 19. Jahrhundert - Regierungspräsidenten berichten".
Abschließende Stadtführungen durch Bad Bergzabern am Nachmittag
rundeten die Mitgliederversammlung des Historischen Vereins der
Pfalz ab.
Zu den wichtigsten Aktivitäten des Historischen Vereins der Pfalz
in diesem Geschäftsjahr gehört die Durchführung der bereits fünften
wissenschaftlichen Tagung, die am 26. und 27. Oktober in Herxheim
bei Landau stattfindet. Thema der Tagung ist die jungsteinzeitliche
Glockenbecher-Kultur. Im Mittelpunkt stehen die international
beachteten Funde dieser Epoche aus Herxheim.
Die seit einigen Jahren im Forum des Historischen Museums der Pfalz
durchgeführte Veranstaltung "Geschichte im Forum" findet am 7.
November 2012 statt. Im Mittelpunkt stehen die
deutsch-französischen Beziehungen seit Abschluss des
Deutsch-Französischen Freundschaftsvertrags 1963 und ihre
Auswirkungen auf die Grenzregionen Elsass und Pfalz. Als Referenten
konnten Dr. Dagmar Gilcher aus Kaiserslautern und Martin Graff aus
Soultzeren in Frankreich gewonnen werden. Weitere Informationen
unter www.hist-verein-pfalz.de Hist.
Museum der Pfalz, Presse; Foto: Dr. Andreas Imhoff
02.05.2012
Ägyptens Märchenschätze entdeckt
jüs.Speyer.
Zum Haus der Märchen und Geschichten aus und um Ägypten wurde das
Historische Museum der Pfalz am Freitag abend. Märchen aus den
letzten 5000 Jahren hatte die professionelle Märchenerzählerin
Barbara Scheel aus Eppingen nach Speyer mitgebracht, um sie auf
spannende Art und Weise dem Publikum im bis zum letzten Platz
gefüllten Raum im Eingangsbereich der Ägpten-Ausstellung
vorzustellen. Witzige und spannende Geschichten, aber auch so
manche nachdenkliche Erzählung hatte Barbara Scheel mit im Gepäck.
Gesucht und gefunden in zahlreichen Ländern rund um den
Mittelmeerraum und von ihr aufbereitet. Kein Problem für die
Märchenerzählerin, kommt sie doch aus Babuschka, dem Haus der
Geschichten in Eppingen. Dort sind Geschichten und Märchen
Programm und neben Erzählungen, Vorträgen und Seminaren stehen auch
Theaterstücke auf dem Spielplan.
Und so entführt Scheel das altersmäßig breit gestreute Publikum
in die Wüste Ägyptens, wo sich Löwe und Maus messen oder an den
Nil, wo die Geschichte des Aschenputtels in einer eigenen Variante
zu finden ist: Hier ist es ein Adler, der einem badenden Mädchen
seinen Schuh entführt und direkt vor die Füße des Pharaos fallen
lässt. Und der lässt nicht locker, bis er die Hübsche anhand des
passenden Schuhs gefunden hat um sie schliesslich – Ende gut, alles
gut – zu heiraten. Barbara Scheel nimmt die Zuhörer mit auf die
Route der Kaufleute rund um das Mittelmeer, und so gibt es über den
Abend verteilt so manches Land, das noch Märchen aus dem alten
Ägypten adaptierte und neu erzählt. Weltweit 350 Märchenmotive gäbe
es, so Scheel, die auf die eine oder andere Art und Weise auf das
jeweilige Land und dessen Kultur zugeschnitten wurde. Erzählt
wurden im alten Ägypten Märchen übrigens nur dem Pharao
höchstpersönlich. Kein anderer durfte sie hören ausser dem
Herrscher höchstpersönlich. Und wenn der beim auf dem Throne sitzen
und Regieren einmal Langeweile hatte, dann kam ein Märchenerzähler
gerade recht, um diese mit Geschichten zu vertreiben – 1001 Nacht
lässt grüßen.
Langweilig wurde es auch den über 60 Zuhörern im Historischen
Museum der Pfalz nicht an diesem zweistündigen Abend mit „Märchen
aus Ägypten“, so der Titel der Veranstaltung. Erstaunlich und schön
zu sehen, dass auch in der heutigen multimedialen Welt Erwachsene
jeden Alters noch immer gerne Märchenerzählungen lauschen. Link auf
die Webseite der Märchenerzählerin: www.babuschka-theater.de Foto:
jüs
30.04.2012
Ägyptens Märchenschätze entdeckt - Bilderalbum
Mit Oma und Enkel die 25.000er-Besucher-Marke überschritten
Speyerer
“Ägypten-Ausstellung” bewährt sich als überzeugender
Publikumsmagnet
cr. Speyer. Es war wohl für beide Seiten
“die Überraschung des Tages”: Für Annette Metzger und ihren Enkel
Leander auf der einen und die Speyerer Museumsleute um den Chef des
Historischen Museums der Pfalz, Dr. Eckhart Köhne, auf der anderen
Seite, als die in Mutterstadt lebende Oma mitsamt ihrem
siebenjährigen Enkel aus Deidesheim heute nachmittag als 25.000.
und 25.001. Besucher die Sonderausstellung “Ägyptens
Schätze entdecken. Meisterwerke aus dem Ägyptischen Museum
Turin” betreten wollten. Dort wurden sie nämlich
bereits auf den Stufen vor dem Museumsportal von Direktor Dr. Köhne
und seinen Mitarbeiterinnen mit einem großen Blumenstrauß und dem
opulenten Begleitbuch zur Ausstellung erwartet. Als echter
“Ägypten-Fan” bekannte sich bei dieser Gelegenheit Annette Metzger,
die das Land am Nil mit seinen großartigen Kunstschätzen in der
Vergangenheit bereits bereist hat und von dort die Erkenntnis
mitbrachte, “dass auch unsere Kultur und unsere Zivilisation in
weiten Teilen auf dem beruht, was in Jahrtausenden entlang des Nils
geschaffen wurde”. Von daher sei es für sie eine
Selbstverständlichkeit gewesen, die Speyerer Sonderausstellung zu
besuchen. “Dass es aber ausgerechnet heute ist und dass wir so gar
zu ‘Jubiläums-Besuchern’ wurden - daran ist aber mein Enkel Leander
schuld, der mich schon seit Beginn der Ausstellung immer wieder
darum bat, mit ihm “zu den Ägyptern” nach Speyer zu fahren. Dass
sie jetzt nun noch das Begleitbuch zum Geschenk erhalte, freue sie
ganz besonders, habe “sie bisher in ihrem Leben doch noch nie etwas
gewonnen”.
Und dass die aktuelle Speyerer Sonderausstellung
ein echter “Volltreffer” ist, zeigt sich vor allem in dem nach wie
vor enorm großen Zuspruch: Allein über die Osterfeiertage nutzten
mehr als 5.000 Besucher die Gelegenheit zu einem spannenden Ausflug
in die Welt der Pharaonen und der Mumien - auch für die von
früheren Ausstellungen erfolgsverwöhnten Speyerer
Ausstellungsmacher mehr als respektable Zahlen. "Wir freuen uns
sehr, dass die Ägypten-Ausstellung so gut angenommen wird”, freute
sich da auch Direktor Dr. Köhne. “Die Besucher sind genauso
fasziniert wie wir von den Exponaten und viele von ihnen zeigen
sich überrascht davon, dass alle gezeigten Exponate Originale
sind”.
Leander
Metzger hielt es dann aber nicht mehr länger am Eingang zum Museum.
Er wollte jetzt möglichst rasch im “Jungen Museum” in den durch
viele Exponate im wahrsten Sinn des Wortes “begreifbar” gemachten
Alltag der ägyptischen Hochkultur am Nil eintauchen, ehe er sich
mit seiner Oma auf einen spannenden Rundgang durch die für Jung und
Alt gleichermaßen faszinierende Schau machte.
Das Historische Museum der Pfalz präsentiert noch
bis zum 2. September 2012 einzigartige Zeugnisse aus dem
Ägyptischen Museum Turin und ist dazu von Dienstag bis Sonntag von
10 bis 18 Uhr geöffnet. Foto: Hist. Museum; gc
Weitere Informationen online unter www.aegypten.speyer.de
Als “Appetitmacher” zur Ausstellung empfiehlt der
SPEYER-KURIER in seinem “Film-Kurier” einen Rundgang
durch die Schau.

12.04.2012
Mit Oma und Enkel die 25.000er-Besucher-Marke überschritten - Bilderalbum
Große Besucherresonanz für "Ägypten" in Speyer
Über 10.000
Besucher sahen bereits die Sonderausstellung "Ägyptens Schätze
entdecken" im Historischen Museum der Pfalz
Die am 10. März im Historischen Museum der Pfalz eröffnete
Sonderausstellung "Ägyptens Schätze entdecken. Meisterwerke aus dem
Ägyptischen Museum Turin" erfährt einen enormen Zuspruch: Bereits
nach einer Laufzeit von zwei Wochen sahen mehr als 10.000 Besucher
die große Ausstellung zur altägyptischen Kultur.
Das Historische Museum der Pfalz präsentiert noch bis 2.
September 2012 die einzigartigen Zeugnisse aus dem Ägyptischen
Museum Turin, darunter prächtige Skulpturen mächtiger Pharaonen,
geheimnisvolle Mumien und Alltagsgegenstände, die mehr als 3000
Jahre nahezu unversehrt überstanden haben.
Weitere Informationen online unter www.aegypten.speyer.de
26.03.2012
Speyerer Ägypten-Ausstellung fasziniert durch Exponate und ihre Präsentation
Riesiger Ansturm auf Eröffnungsveranstaltung im
Innenhof des Museums
spk.
Speyer. Wenn der gewaltige Ansturm, der zu der gestrigen
Eröffnung der Ausstellung “Ägyptens Schätze entdecken” im
Historischen Museum der Pfalz eingesetzt hatte, sich in den
kommenden sechs Monaten auf die Zahl der Besucher übertragen lässt,
dann dürfte diese Schau zu einem der ganz großen Erfolge in der
Reihe glanzvoller Sonderausstellungen in dem Speyerer Museum
werden. Denn der überdachte Innenhof des Museums war gestern
randvoll gefüllt - die Verantwortlichen hatten kurzerhand sogar die
eingeplanten Sitzreihen wieder herausnehmen lassen, um den gut
tausend Besuchern - dicht an dicht gedrängt - wenigstens per
Stehplatz die Teilnahme an dieser Eröffnungsveranstaltung zu
ermöglichen - als Ministerpräsident Kurt Beck die in der
europäischen Presse zu Recht als Sensation gefeierte Ausstellung
freigab.
In einem Video bietet der
SPEYER-KURIER seinen Lesern einen ersten Rundgang durch die
eindrucksvolle Schau, die durch die hohe Qualität ihrer Exponate
nicht weniger besticht als durch die Art ihrer Präsentation.
Das betonten
auch die Redner der Eröffnungsveranstaltung - an ihrer Spitze der
neue Speyerer Museumsdirektor Dr. Eckart Köhne, für den diese Schau
zugleich die Premiere seines Speyerer Wirkens darstellt. Er dankte
vor allem dem Leihgeber, dem Ägyptischen Museum in Turin und seiner
Direktorin, Dr. Elena Vassilika, für das große Vertrauen, das sie
mit der Überlassung so vieler einmaliger und wertvoller
Kunstschätze an das Speyerer Museum bewiesen habe. “Wir werden
dieses Vertrauen zu rechtfertigen versuchen und auch das von Ihnen
ausgesprochene Angebot zu einer auch in der Zukunft engen
Zusammenarbeit mit dem Turiner Museum gerne aufnehmen”, versicherte
Dr. Köhne, der sich auch bei seinem Amtsvorgänger, Prof. Dr.
Alexander Koch, bedankte, von dem er die Ausstellung quasi “geerbt”
habe. Um so wichtiger sei es für ihn gewesen, in Speyer auf ein
hoch motiviertes und phantasiebegabtes Team um Wolfgang Leitmeyer
getroffen zu sein, das die Ausstellung mitsamt der begleitenden
Familienausstellung in einer in der Fachwelt großes Aufsehen
erregenden Art und Weise konzipiert und umgesetzt habe.
Dies
hob auch die Leiterin des Turiner Ägyptischen Museums, Dr.
Elena Vassilika, in Ihrer Rede hervor. Sie verspricht sich von der
Ausstrahlung der Speyerer Schau durchaus auch positive Effekte für
ihr eigenes Haus. “Wenn die Besucher in den nächsten Monaten
hierher nach kommen und die so außergewöhnlich ansprechend
präsentierten Exponate in der Speyerer Schau bewundern, dann könnte
in ihnen der Wunsch erwachen, auch die zahlreichen anderen
Artefakte in deren heimatlichen Umgebung zu betrachten und
gleichzeitig das reizvolle Ambiente der piemontesischen Hauptstadt
Turin, der Schlösser in seiner Umgebung und seine kulinarischen
Köstlichkeiten zu genießen”, gab Dr. Vassilika ihrer Hoffnung
Ausdruck.
Dass mit
dieser Ausstellung dem Speyerer Haus ein ganz besonderer Coup
gelungen sei, betonten auch übereinstimmend der Vorsitzende des
Stiftungsvorstandes des Museums, der Speyerer Altoberbürgermeister
Werner Schineller und der Vorsitzende des Stiftungsrates und
Vorsitzende des Bezirksverbandes der Pfalz, Theo Wieder. Sie wiesen
besonders auf den Umstand hin, dass es damit gelungen sei, dem
neuen “Chef im Hause”, Dr. Eckart Köhne, einen gelungenen Einstand
zu bereiten. “Jetzt müssen wir es nur noch schaffen, aus dem
derzeit noch immer in Karlsruhe lebenden Köhne auch wohnsitzmäßig
einen Pfälzer zu machen”, gab Werner Schineller in humoriger Weise
seiner Hoffnung Ausdruck.
Auf eine
besondere rheinland-pfälzische Kontinuität wies auch
Ministerpräsident Kurt Beck hin, als er sich darüber freute, dass
mit Dr. Köhne ein Rheinland-Pfälzer vom Museum in Trier nach Speyer
gewechselt sei. Zu der Ausstellung selbst wies Beck darauf hin,
dass hier mit rund einer Million Euro eine durchaus nennenswerte
Investition vorgenommen worden sei - “angesichts der schon im vorab
erkennbaren große Publikums-Resonanz aber sicher wirklich gut
angelegtes Geld”, betonte Beck.
Mit Schlagern
und Chansons versuchte Günther Fingerle vom Pfalztheater
Kaiserslautern - einer anderen Einrichtung des Bezirksverbandes der
Pfalz - für die musikalische Umrahmung der Eröffnungsfeier zu
sorgen, was ihm aber angesichts der schwierigen akustischen
Verhältnisse im Innenhof des Museums “hörbar” schwer fiel. Einige
zusätzliche Lautsprecher könnten hier künftig den insgesamt
überragenden Gesamteindruck einer solchen Veranstaltung auch an
diesem Ende positiv beeinflussen.
In einem gemeinsamen Rundgang konnten sich die
Besucher sodann einen ersten Eindruck von dem machen, was hier im
Zusammenwirken zwischen dem Turiner und dem Speyerer Museum und mit
Unterstützung des Archäologischen Instituts der
Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz - einer von zwei deutschen
universitären Einrichtungen, die noch heute regelmäßig in dem
mittelägyptischen Grabungszentrum forschen - “auf die Beine
gestellt” werden konnte.
Folgen Sie dazu dem Rundgang in dem Video des
SPEYER-KURIER und lassen Sie sich zu einem persönlichen
Besuch im Speyerer Museum inspirieren - bis zum 2. September 2012
täglich geöffnet von Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr.
Foto: Kienipress
11.03.2012
Speyerer Ägypten-Ausstellung ist eröffnet - Bilderalbum
Zweitgrößte Sammlung altägyptischer Artefakte zu Gast im Speyerer Museum
Herausragende Exponate des “Museo Egizio” in
Turin im Spannungsfeld mit neuesten Forschungsbefunden aus
Assiut.
von Gerhard Cantzler
Kein anderes
Land - keine andere Kultur hat die Menschen durch die vergangenen
zwei Jahrhunderte so fasziniert wie das alte Ägypten. Kein Wunder
also, dass große Ägypten-Ausstellungen bis heute immer wieder als
Publikumsmagneten die Besucher in riesigen Zahlen anziehen. Ab dem
kommenden Wochenende haben dazu auch wieder die Besucher des
Historischen Museums der Pfalz in Speyer Gelegenheit, wenn dort
unter dem Titel “Ägyptens Schätze entdecken” Meisterwerke aus dem
Ägyptischen Museum in Turin gezeigt werden.
Die Turiner Sammlung gilt mit weit über 32.500
Exponaten als die nach dem Ägyptischen Museum in Kairo bedeutendste
ihrer Art in der Welt und geht auf die”Geburtsstunde der
Ägyptologie” im Jahr 1799 zurück, als Napoleon Bonaparte bei seinem
Feldzug nach Ägypten - begleitet von Archäologen - die monumentalen
Felsengräber im mittelägyptischen Assiut entdeckte. Von dort
gelangten in der Folgezeit zahlreiche Exponate nach Frankreich, wo
sie bis heute im Louvre oder als Einzelobjekte - bewundert werden
können.
Im Jahr 1824
erwarb König Karl Felix von Piemont-Sardinien über 5.000 Artefakte,
darunter 100 Statuen und 170 Papyri und legte damit die Basis für
diese überragende Sammlung. Der italienische Archäologe Ernesto
Schiaparelli dann, späterer Direktor des “Museo Egizio” in Turin,
brachte zu Beginn des 20. Jahrhunderts zahlreiche qualitätvolle
Objekte wie Holzsärge, Statuen und Grabbeigaben in die Hauptstadt
des Piemont und machte so das Museum zu einer der “ersten Adressen”
ihrer Art in der Welt. Dass jetzt 300 der kostbarsten Exponate
dieser Sammlung den Weg nach Speyer gefunden haben - viele
verlassen überhaupt zum ersten Mal das angestammte Museum - kaum
eines wurde je zuvor außerhalb Italiens gezeigt - liege in dem
Umstand begründet, so die Direktorin der “Fondazione Museo delle
Antichità Egizie di Torino”, der Museumsstiftung - der Trägerin des
Ägyptischen Museums, Dr. Eleni Vassilika, dass ihr Haus ihr
bisheriges Ausstellungskonzept geändert habe. “Die Sammlung, die in
der Vergangenheit ein gut gehütetes Geheimnis allenfalls für die
Fachwelt war, hat sich jetzt für eine breitere Öffentlichkeit
geöffnet”, erklärte Dr. Vassilika. Dadurch habe sich die Zahl der
Besucher mit über 600.000 fast schlagartig verdoppelt.
Als einen
weiteren Grund für die Leihgabe nannte sie das hohe Ansehen, das
das Historische Museum der Pfalz in der Fachwelt genieße. “Die
Sonderschauen des Speyerer Hauses werden überall in der Welt mit
größter Hochachtung verfolgt - die begleitenden Kinder- und
Familienausstellungen des “Jungen Museums” gelten gar als “ein
Highlight” in der internationalen Museumsszene. “Ich bewundere Ihre
Kinder- und Jugendarbeit seit vielen Jahren”, bekennt die
Wissenschaftlerin und ergänzt, dass “Herr Leitmeyer halt auch
wirklich gut überreden kann”, wenn sie von den Verhandlungen mit
dem Kurator der Ausstellung, dem Stellvertretenden Leiter des
Speyerer Museums, Wolfgang Leitmeyer berichtet.
Der führte den riesigen Journalisten-Pulk, der
heute zu der Eröffnungs-Pressekonferenz nach Speyer gekommen war,
schon einmal verbal und mit spürbarer Begeisterung durch die von
ihm verantwortete Ausstellung. “Wir haben uns bemüht, die Objekte
so zu präsentieren, dass sie für Kinder und Erwachsene
gleichermaßen “begriffen” werden können. Dazu sei es möglich, um
die Exponate herumzugehen, um sie von allen Seiten zu bewundern.
Außergewöhnliche, aber auch ganz alltägliche Exponate, geben
Einblicke in das Leben in der Stadt, auf dem Dorf und in den
Tempeln. Sein ‘Favorit’ unter den Exponaten - so bekennt Leitmeyer
- sei die Statue des Pharaos Thutmosis I.
Eine ganz besondere Bedeutung komme in der
Ausstellung aber auch der Darstellung des Toten-Kultes im alten
Ägypten zu. Von ihm und der - unter anderem in dem Turiner Museum
entschlüsselten Hieroglyphen-Schrift und ihren Schreibern - sei
stets ein ganz besonderer Mythos ausgegangen. Schrift und
Schreibern sei ein eigener, umfangreicher Abschnitt der Ausstellung
gewidmet. Hier könne die gesamte Bandbreite an Schriftstücken von
der Poesie über Verwaltungsakten bis hin zu Rechnungen besichtigt
werden.
Mit der
Präsentation der aktuellen Grabungs- und Forschungsergebnisse der
Universität Mainz und der Freien Universität Berlin, die gemeinsam
schon seit Jahren in dem Gräberfeld von Assiut aktiv seien, schlage
die Ausstellung schließlich den Bogen über die gesamte, gut fünf
Jahrtausende alte Geschichte dieser bedeutenden mittelägyptischen
Hochkultur.
Zu diesem, abschließenden Abschnitt der Ausstellung
gab Univ.-Prof. Dr. Ursula Verhoeven-van Elsbergen eine kurze
Einführung und erklärte, dass es ihr dabei darum gehe, die
wichtigsten Projekte ihrer Forschungstätigkeit in Ägypten und die
dabei angewandten Arbeitweisen aufzuzeigen. Prof. Dr. Verhoeven
wird auch noch im Zuge des gewohnt opulenten Begleitprogramms zu
der Ausstellung mit einem Vortrag zu Wort kommen.
Schließlich führte noch die Leiterin des
Museumspädagogischen Begleitprogramms, Almut Neef, in die
Schwerpunkte dieses Projekts ein, wo es darum gehe, Kindern und
Jugendlichen einen altersgerechten Zugang zu der altägyptischen
Kultur zu eröffnen. Fischfang im Nil, Vogeljagd - überhaupt: Tiere
und ihre Darstellung stünden im Mittelpunkt dieses Projektes. “Wir
haben deshalb auch Tiermasken - einen Schakalkopf und einen
Ibiskopf - anfertigen lassen, so dass unsere kleinen Besucher sich
dem Thema quasi “spielerisch” annäheren können”. Auch originale
Grabungsfunde würden in der Begleitausstellung gezeigt, darunter
auch eine Katzenmumie, die zeige, welch hohe Verehrung diese Tiere
bei den alten Ägyptern genossen haben.
Schon zu
Beginn des Pressegesprächs hatte der neue Leiter des Historischen
Museums der Pfalz, Dr. Eckart Köhne, auf die hohe Faszination
hingewiesen, die das Thema “Ägypten” schon seit gut zwanzig Jahren
in zahlreichen Sonderausstellungen aufgebaut habe. “Ich habe diese
Ausstellung ja quasi von meinem Vorgänger ‘geerbt’”, bemerkte Dr.
Köhne und stattete seinen Dank an die Träger des Museums, aber auch
an die Sponsoren dieser Ausstellung ab. Ganz besonders bedankte er
sich aber bei den “Machern” dieser Schau, Wolfgang Leitmeyer und
seinem Team. “Sie haben in den letzten Monaten wirklich Großartiges
geleistet”, lobte der Museumsleiter seine Mitarbiter. Vor genau
zehn Jahren habe in Speyer die Ausstellung “Hatschepsud” ein
weithin ausstrahlendes, riesiges Publikumsinteresse hervorgerufen.
“Wir hoffen, dass wir mit dieser Ausstellung von so überragender
wissenschaftlicher Bedeutung und mit ihren Exponaten von so
unvergleichlichem Rang an diesen Erfolg von damals anschließen
können”.
Die Ausstellung, die am kommenden Samstag, um 16.00
Uhr offiziell eröffnet wird, kann bis zum 2. September 2012 während
der üblichen Öffnungszeiten besucht werden. Ein umfangreicher, mit
zahlreichen vertiefenden Aufsätzen ausgestatteter Katalog, an dem
unter anderem auch ein Wissenschaftler vom Ägyptischen Museum in
Kairo mitgearbeitet hat, ist im Museumsshop zum Preis von 24,80
Euro zu erhalten. Die Buchhandels-Fassung wird zum Preis von 39,95
Euro angeboten.
Ein Audioguide durch die Ausstellung in Deutsch,
Englisch und Französisch ist im Eintrittspreis enthalten. Weitere
Informationen über info@museum.speyer.de www.museum-speyer.de Foto:
Kienipress
09.03.2012
Zweitgrößte Sammlung altägyptischer Artefakte zu Gast im Speyerer Museum - Bilderalbum
"Burg Drachenfels" schließt seine Tore in Speyer
105.000 Besucher erlebten die
Familien-Mitmach-Ausstellung im Historischen Museum der
Pfalz
Am
vergangenen Sonntag, 29. Januar, endete die
Familien-Mitmach-Ausstellung "Burg Drachenfels - Reisen ins
Mittelalter" im Historischen Museum der Pfalz in Speyer. Seit der
Eröffnung strömten 105.000 Besucher in die Erlebnisausstellung, um
sich auf eine abenteuerliche Reise in die Zeit des Mittelalters zu
begeben.
Lebendige Inszenierungen mit vielen Spiel- und
Mitmachmöglichkeiten, originale Alltagsgegenstände und Repliken
gaben intensive Einblicke in das mittelalterliche Leben in der
Stadt und auf der Burg. Kleine wie große Besucher erkundeten die
Dombaustelle und versuchten sich als Dombaumeister. Im Kloster galt
es die Kräuter- und Heilkunde der Mönche zu entdecken, während im
"Scriptorium" Tinte und Feder bereitstanden. Das detailgetreu
eingerichtete Bauernhaus brachte das einfache und arbeitsreiche
Leben der Bauern näher. Geschichten um Ritter, Burgen und Könige
rundeten den Blick auf das Mittelalter mit seinen zahlreichen
Facetten ab. Ab Juni 2011 konnten die Besucher in einem spannenden
Ritterkino ihr Wissen über die Zeit der Knappen und Barden
erweitern und an interaktiven PC- und Spielstationen testen. Auf
Grund der positiven Resonanz wurde die Ausstellung des Jungen
Museums im Juli 2011 verlängert.
Ein
vielfältiges Begleitprogramm ergänzte die Ausstellung des Jungen
Museums: Ein buntes Mittelalterwochenende im Mai 2011 und
Ferienprogramme boten den Besuchern die Gelegenheit, sich über den
Ausstellungsbesuch hinaus mit dem Thema Mittelalter zu
beschäftigen. Fast 800 Gruppen nutzten die Zusatzangebote des
Museums, wie Führungen, Kindergeburtstage und Workshops.
Die Lese-, Spiel- und Bastelmappe zur Ausstellung, die
sogenannten Mittelalter-Box, kostet 9,95 € und ist im Museumsshop
oder per Online-Bestellung unter info@museum.speyer.de erhältlich
Mit Hochdruck arbeiten die Mitarbeiter des Historischen Museums
der Pfalz bereits an der kommenden Ausstellung "Ägyptens Schätze
entdecken. Meisterwerke aus dem Ägyptischen Museum Turin", die ab
dem 11. März zu sehen ist. Neben der kulturhistorischen Ausstellung
wird auch eine Familien-Ausstellung in den Räumen des Jungen
Museums eröffnet, die junge Besucher in die Welt des Alten Ägyptens
eintauchen lässt. Hist. Museum der Pfalz, Presse
30.01.2012
Prominenter Fußballspieler im Historischen Museum der Pfalz
Jan Šimunek vom 1.
FC Kaiserslautern besuchte die Sammlungen "Urgeschichte" und
"Weinmuseum" in Speyer
Bei seinem Rundgang durch das Haus wurde der
Profi-Fußballspieler von Lars Börner, wissenschaftlicher
Mitarbeiter, und Cathérine Biasini, Leiterin des Kindermuseums,
durch die Sammlungen Weinmuseum und Urgeschichte geführt. Als
Börner ihm eine Weinpresse aus dem Jahre 1702 zeigte, gestand der
25jährige Abwehrspieler, dass er "eigentlich viel lieber Bier
trinke", jetzt aber wieder öfter mal Wein probieren wolle. Beim
Betrachten des ältesten, flüssig erhaltenen Rebenweins der Welt
sagte Šimunek "dieser Wein ist nicht schön, aber selten". Der
Römerwein stammt aus dem dritten Jahrhundert n. Chr. und kann im
prachtvoll ausgemalten Wappensaal des Museums bewundert werden.
Nach dem Rundgang nahm sich der in Prag geborene Fußballprofi Zeit,
um die Autogrammwünsche seiner Fans zu erfüllen.
Ab 11. März 2012 präsentiert das Historische Museum der Pfalz
die Ausstellung "Ägyptens Schätze entdecken. Meisterwerke aus dem
Ägyptischen Museum Turin".
Das Historische Museums der Pfalz hat dienstags bis sonntags von
10 bis 18 Uhr geöffnet.
26.01.2012
Frankenthaler Kindergruppe löst 100.000. Ticket für “Burg Drachenfels”
cr.
Speyer. Der Jubel war riesig, als heute die Kuratorin der
Sonderausstellung “Burg Drachenfels - Reise ins Mittelalter” im
Kindermuseum des Historischen Museums der Pfalz, Cathérine Biasini,
das Gruppenticket einer Kindergruppe aus Frankenthal als die
100.000. verkaufte Eintrittskarte dieser überaus erfolgreichen
Begleitausstellung zur großen Salier-Schau identifizierte. Blumen
für die Organisatorin der Reise, Karin Krönert, und die Lese-,
Spiel- und Bastelmappe zur Ausstellung - die sogenannte
“Mittelalter-Box” - sie sollte an diesen Tag erinnern, der in einer
so unerwarteten Überraschung für die Frankenthaler sicher seinen
Höhepunkt fand.
Schon seit drei Tagen hatten sich die Kinder der
Grundschulklasse 1 b der Frankenthaler Pestalozzischule gemeinsam
mit den Vorschulkindern des Kindergartens St. Ludwig auf diesen
Besuch vorbereitet, der ihnen in spielerischer Weise nicht nur
zahlreiche Einblicke in das Leben auf einer mittelalterlichen Burg
vermittelte, sondern nun darüber hinaus auch noch einen Empfang
durch die verantwortlichen Museumsleute bescherte.
100.000
Besucher sind für eine solche Schau eine mehr als beachtliche Zahl
- waren es doch in Wirklichkeit sicher noch weit mehr Gäste,
beinhaltet die Zahl der verkauften Eintrittskarten doch auch die
zahlreichen Gruppentickets. Darüber waren sich auch die
Betreuerinnen der beiden Frankenthaler Gruppen, Karin Wieder und
Karoline Klein, einig, die sich, wie ihre kleinen Schützlinge auch,
von der “Burg Drachenfels” begeistert zeigten.
Die Ausstellung, die schon am 3. Oktober letzten
Jahres eröffnet und dann aufgrund des großen Ansturms verlängert
worden war, ist noch bis in die kommende Woche, bis zum 29. Januar,
geöffnet. Bis dahin haben noch all die Kinder, die bislang den Weg
in die Ausstellung noch nicht gefunden haben, Gelegenheit,
gemeinsam mit ihren Eltern die mit vielen eindrucksvollen Exponaten
glänzende und mit einem außergewöhnlichen museumspädagogischen
Konzept umgesetzte Schau zu besuchen. Foto: Kienipress
20.01.2012