Speyer-Kurier
Hist. Museum der Pfalz
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Nachts tanzt das Museum

SWR1 Night Fever-Museumsparty im Historischen Museum der Pfalz in Speyer am Freitag, 7. Juni 2013

Speyer - Nachts im Museum herrscht eine Gänsehaut-Atmosphäre und es können unglaubliche Dinge passieren - das wissen wir nicht erst seit dem gleichnamigen Film. Aber während in dem Hollywood-Streifen die Ausstellungsobjekte einen nächtlichen Tanz veranstalten, sind es im Forum des Historischen Museums der Pfalz in Speyer die Gäste. Bei der SWR1 Night Fever-Museumsparty am Freitag, den 7. Juni, lassen sie es so richtig krachen. Und wenn SWR1-Morgenmoderator und DJ Michael Lueg einen Partyklassiker nach dem anderen auflegt, tanzt das Museum.

DJ Michael Lueg freut sich schon sehr auf die Party im Museumsforum mit seinem einzigartigen Ambiente. Und natürlich bringt der Partyexperte seine bewährten Musik-Schätze mit: Einheizer wie „Jump“ von Van Halen, Diskokracher wie „It´s Raining Men“ von den Weather Girls, Mitsingklassiker wie „Major Tom“ von Peter Schilling und jede Menge frische Beats zum Abtanzen.

Heißbegehrte Tickets für die SWR1 Night Fever Museumsparty gibt es im Vorverkauf ab 7. Mai für 8 Euro beim Historischen Museum der Pfalz in Speyer, Tickethotline 06232/620222, oder per Webticket unter www.museum.speyer.de Restkarten sind an der Abendkasse für ebenfalls 8 Euro erhältlich. Der Einlass beginnt ab 20 Uhr, die Party startet um 21 Uhr. memo public relations, Presse

3 X 2 Eintrittskarten gewinnen:

04.05.2013


Frühjahrstagung der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften

Führungswechsel und Buchvorstellung

Am 26. April 2013 fand im Historischen Museum der Pfalz die Frühjahrstagung der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften statt. Die 1925 gegründete Vereinigung von Wissenschaftlern geistes- und naturwissenschaftlicher Disziplinen, die pfalzspezifisch forschen, besteht zurzeit aus 115 Mitgliedern. Sie stellte als 110. Band ihrer Veröffentlichungsreihe die „Beiträge zur Geologie der Pfalz“ vor (herausgegeben von Jost Haneke und Klaus Kremb, 108 S.).

Anlässlich der Neuwahlen des Vorstandes schieden der bisherige Präsident der Gesellschaft Dr. Klaus Kremb, sein Stellvertreter Prof. Dr. Eckhard Friedrich und Generalsekretär Dr. Werner Transier aus ihren Ämtern aus. Dr. Klaus Kremb konnte in seinem Rechenschaftsbericht eine eindrucksvolle Bilanz seiner Amtszeit vorlegen. 2004 hatte er das Amt von dem damals verstorbenen Prof. Franz Staab übernommen. In den folgenden acht Jahren stärkte er besonders die finanzielle Basis der Gesellschaft und brachte die damals geplanten Tagungen und Veröffentlichungen zum erfolgreichen Abschluss, auch konnten neue Projekte angestoßen werden. So erschienen alleine in den letzten drei Jahren in der Schriftenreihe der Gesellschaft die Bände 105 bis 110, nämlich „Mythos Staufer“, „Geographie der Pfalz“, „Historische Regionalforschung im Aufbruch – das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken“, „Verzicht auf Revanche – das Kriegstagebuch 1914/18 des Divisionspfarrers in Landau“, „Der Westwall in der Südpfalz“ und „Richard von Cornwall“.

Geplant sind für die nächsten eineinhalb Jahre weitere Bände zu den Themen „Pfälzer Lebensbilder“, „Die Pfalz: Geographie vor Ort“ (Geographie der Pfalz II), „Regionalgeschichtliche Perspektiven für die Pfalz und ihre Nachbargebiete“, „Wissensdialog und Wissenstransfer im 18. und 21. Jahrhundert“ sowie zu „Weistümern“. =p>

Gewählt wurden als Präsidentin der Gesellschaft Dr. Lenelotte Möller (Studiendirektorin am Paul-von-Denis-Gymnasium in Schifferstadt), als Vizepräsident Dr. Peter Diehl (Leiter der Rheingütestation Worms), als Generalsekretär Dr. Joachim Kemper (Leiter des Stadtarchivs Speyer), als stellvertretender Generalsekretär Dr. Andreas Imhoff (Archivar des Kreises Südliche Weinstraße). Beisitzer wurden Dr. Hartmut Harthausen, PD Dr. Hans-Wolfgang Helb, Dr. Jürgen Ott sowie als Schriftleiter der „Pfälzer Heimat“ Dr. Jürgen Vorderstemann. Als Kassenprüfer wurden Prof. Dr. Hans Ammerich und Dr. Reinhard Flößer gewählt. Weitere Informationen unter www.pfaelzische-gesellschaft.de. Historisches Museum der Pfalz Speyer, Presse

03.05.2013


Familienbild als Dokument adeligen Lebens am Übergang vom Barock zum Empire

Historisches Museum der Pfalz erhält kostbare Dauerleihgabe von anonymem Leihgeber

cr. Speyer. Eine hochkarätige Dauerleihgabe ziert seit heute an prominenter Stelle die gerade erst wiedereröffnete Sammlungsausstellung „Neuzeit“ des Historischen Museums der Pfalz in Speyer. Das höchst qualitätvolle Gemälde „Die Gräfin von Forbach mit ihren Söhnen Christian und Wilhelm“ des Zweibrücker Hofmalers Johann Christian von Mannlich (1741-1822) aus dem Jahr 1764 hat ein Freund des Speyerer Museums, der unbedingt anonym bleiben will, im Jahr 2012 über einen Kunsthändler aus dem Besitz der Bankiersfamilie Rothschild in Paris erworben. Die Rothschild hatten das Gemälde mit Bezug zu Paris seit den 1930er Jahren in ihrem Besitz – sein Käufer hat es jetzt dem Speyerer Museum als dem „einzig angemessenen Ort“ und „gefühlten“ Landesmuseum zur dauerhaften Präsentation überlassen.

Heute nun präsentierten der Speyerer Museumsdirektor Dr. Eckart Köhne und der Sammlungsleiter „Neuzeit“, Dr. Ludger Tekampe, mit erkennbarer Freude das neue Exponat und die nach umfangreichen Renovierungsarbeiten am Gebäude wiedereröffnete Sammlung. Dr. Köhne bezeichnete dabei das Gemälde als ein wunderbares Zeitdokument am Ausgang des Barock und am Beginn des Empire, das in einzigartiger Weise das Leben der Adeligen in jener Zeit widerspiegele. Das Gemälde, das 1763 von dem Wittelsbacher Herzog Christian IV. von Zweibrücken in Auftrag gegeben wurde, sei ein ungewöhnliches, sehr komplexes Familienportrait, das viel über den Zeitgeist seiner Entstehungsjahre ausdrücke, so Dr. Köhne.

Christian IV. ehelichte 1751 heimlich Marianne Camasse (1734-1807), eine Tänzerin, die er ein Jahr zuvor als Ballettschülerin im Mannheimer Theater kennengelernt hatte. Obwohl Marianne 1756 durch Ludwig XV. in den französischen Adelsstand erhoben und im gleichen Jahr von Herzog Stanislaus Lesczcynski von Lothringen zur Gräfin von Forbach ernannt wurde, war sie Zeit ihres Lebens ihrem Mann nicht ebenbürtig: Der hohe Adel konnte nach dem Hausrecht der Wittelsbacher nur mit Mitgliedern regierender Häuser eine in vollem Umfang gültige Ehen eingehen. Dieser Umstand hatte zur Folge, dass Marianne und ihre sechs Kinder keinerlei Anspruch auf Namen, Titel, Wappen und Erbe hatten.
Diese Situation stellt die Ausgangsbasis für das Familienportrait dar, in dessen Vordergrund Gräfin Marianne von Forbach mit ihren beiden Söhnen Christian und Wilhelm sowie deren Erzieher Baron Ludwig von Stein abgebildet sind.

Die Darstellung der Gräfin weist dabei eine auffallend große Ähnlichkeit mit einem Portrait Francois Bouchers der Marquise von Pompadour, der Mätresse des französischen Königs Ludwigs XV., auf: Herzog Christian war mit der Marquise befreundet und gab Mannlich, dem damaligen Hofmaler des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken, den Auftrag, Marianne in gleicher Haltung darzustellen. Dieser Wunsch entsprang nicht nur seinem ästhetischen Bewusstsein, sondern war – neben einem Kompliment an die Marquise – auch der Versuch, die eigene Verbindung durch die Analogie mit der allseits bekannten Beziehung des französischen Königs zu adeln und zu legitimieren.

Die gesellschaftlichen Zwänge machten es dem Maler darüber hinaus unmöglich, Herzog Christian gleichberechtigt neben Frau und Kindern abzubilden und führten dazu, dass der Familienvater der dargestellten Szene nur auf einem „Bild im Bild“, einem Portraitgemälde im Hintergrund, beiwohnen kann. Auf diesem ist Herzog Christian sowohl als Familien- wie auch als Landesvater in staatstragender Pose und in offizieller Robe ganz im Stil Ludwig XV. abgebildet.

Die Botschaft des Werkes ist nach Aussage des Speyerer Museumsdirektors das Bekenntnis eines Mitglieds des hohen Adels zu seiner nicht standesgemäßen Familie. Es ist zugleich ein Dokument, das wie kaum ein anderes Gemälde Zeitgeschichte, internationale Beziehungen, Rechtspositionen und ein sich wandelndes Selbstverständnis des Adels zur Zeit der Frühmoderne miteinander verbindet.

Im Anschluss an die Präsentation gab Dr. Tekampe einen kurzen Einblick über die von ihm kuratierte Sammlung „Neuzeit“ des Museums, die Exponate aus 500 Jahren „von Martin Luther bis Konrad Adenauer“ umfaßt. Derzeit sind die Ausstellungsstücke allerdings nur bis in die Zeit des Separatismus in den 1930er Jahren zu sehen, - die Exponate der folgenden dreißig Jahre müssen zum Teil noch aufbereitet und in die Schau integriert werden.

Allerdings gibt es in der Ausstellung derzeit auch einige „weiße Flecken“ - haben doch einige der Gemälde Eingang in die großartige und sehenswerte Sonderschau „Königreich Pfalz“ gefunden. Foto: gc

25.04.2013


Historisches Museum der Pfalz erhält kostbare Dauerleihgabe von anonymem Leihgeber - Bilderalbum

Zu Besuch bei Freunden

Dr. Eckert Köhne, Direktor des Historischen Museums der Pfalz, spricht zur Eröffnung derPräsentation im Münchner Infopoint.
Foto: Historisches Museum der PfalzSechswöchige Präsentation der Speyerer Sonderausstellung „Königreich Pfalz“ im Münchner Infopoint – Museen & Schlösser in Bayern

München- Das Historische Museum der Pfalz Speyer präsentiert sich ab sofort bis 1. Juni 2013 als erstes, nicht-bayerisches Museum im Münchner Infopoint – Museen & Schlösser in Bayern.

Ausgewählte Exponate und eine Medienstation informieren ab sofort in der Münchner Innenstadt über die aktuelle Sonderausstellung „Königreich Pfalz“ des Speyerer Museums, die von der Pfalz unter der Herrschaft der Wittelsbacher Könige erzählt.

Nach Napoleons Niedergang wurden die Grenzen und Staaten Europas durch den Wiener Kongress neu definiert und die Region der heutigen Pfalz fiel an die Wittelsbacher. Damit regierten zwischen 1816 und 1918 die bayerischen Könige auch über die linksrheinische Pfalz. Maximilian I. Joseph, der erste dieser Herrscher, stammte aus der Zweibrücker Linie des Adelsgeschlechts der Wittelsbacher, die nachfolgenden Könige und Regenten des bayerischen Königreichs waren ausnahmslos seine Nachkommen. Unter und mit den Wittelsbacher Königen formte sich die Region zu dem, was sie heute ist. Ob Landwirtschaft und Weinbau, Firmen und Fabriken wie die BASF oder Pfaff, ganze Städte wie Ludwigshafen oder berühmte Bauten wie der Speyerer Dom – die bayerische Zeit prägt die Pfalz bis in die Gegenwart.

Raumansicht des Ausstellungsbereichs „Könige von Bayern - Die Pfälzer auf der Bayern Thron“
Foto: Historisches Museum der Pfalz / Peter Haag-KirchnerDas Historische Museum der Pfalz erzählt in der Ausstellung „Königreich Pfalz“, die noch bis zum 27. Oktober 2013 in Speyer gezeigt wird, auf 900 Quadratmetern Ausstellungsfläche Geschichte(n) aus der Pfalz: von Kämpfern für die Freiheit, visionären Wissenschaftlern und Entdeckern, Sportlern von Weltrang, königstreuen Bürgerinnen und Bürgern, armen Schustern und reichen Weinbaronen. Dazu präsentiert das Museum nicht nur über 350 Exponate aus bayerischen und pfälzischen Museen, sondern unter anderem auch eine mehr als zehn Meter breite Wandgrafik – die „Walhalla der Pfälzer“ – und legt augenzwinkernd zur Ausstellung ein eigenes „Dubbeglas“ auf: das „Maß“ aller Dinge in der Pfalz.

Die Ausstellung „Königreich Pfalz“ konnte nur durch die hervorragende Unterstützung und enge Kooperation mit zahlreichen bayerischen Museen und Institutionen, allen voran dem Bayerischen Nationalmuseum, der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, dem Wittelsbacher Ausgleichsfonds sowie dem Bayerischen Armeemuseum Ingolstadt realisiert werden. Das Thema der Ausstellung sowie die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Kollegen führten zu dem exklusiven Angebot, im Infopoint die Auftakt-Ausstellung des „Wittelsbacherjahrs 2013“ vorstellen zu dürfen.

Alle Besucherinnen und Besucher des Infopoints haben zudem die Chance, persönlich und umfassend zu entdecken, was nicht nur König Ludwig I. Zeit seines Lebens an der Pfalz fasziniert hat. In Kooperation mit dem Lindner Hotel und Spa Binshof sowie der Deutschen Bahn wird unter allen, die eine Gewinnfrage richtig beantworten können, ein Wellness-Kurzurlaub für zwei Personen inklusive An- und Abreise innerhalb Deutschlands und dem Besuch der Ausstellung „Königreich Pfalz“ verlost.

Der Infopoint – Museen & Schlösser in Bayern ist ein zentraler Anlaufpunkt im Herzen Münchens: Im geschichtsträchtigen Alten Hof werden aktuelle und umfassende Informationen zur bayerischen Museumslandschaft für alle Interessierten bereitgehalten. Der Infopoint ist Montag bis Samstag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Informationen unter www.koenigreich-pfalz.de und www.infopoint-museen-bayern.de. Historisches Museum der Pfalz Speyer, Presse

24.04.2013


Speyerer Sonderausstellung „Königreich Pfalz“ im Münchner Infopoint - Bilderalbum

Dr. Eckert Köhne, Direktor des Historischen Museums der Pfalz, spricht zur Eröffnung derPräsentation im Münchner Infopoint. Foto: Historisches Museum der Pfalz Palatia mit Pagen Fotografie im zeitgenössisch gefassten Rahmen 1910 Zur Eröffnung wurden die geladenen Gäste in der Eingangshalle von einem „lebenden Bild“ empfangen: Auf einem Podest stand Fräulein Elisabeth Ferkel als Personifikation der Pfalz (Palatia), an ihrer Seite die beiden Gymnasiasten Müller und Luxenburger als Pagen. Speyer, Historisches Museum der Pfalz Foto: Historisches Museum der Pfalz / Peter Haag-Kirchner In Kooperation mit dem Lindner Hotel und Spa Binshof sowie der Deutschen Bahn wird unter allen, die eine Gewinnfrage richtig beantworten können, ein Wellness-Kurzurlaub für zwei Personen inklusive An- und Abreise innerhalb Deutschlands und dem Besuch der Ausstellung „Königreich Pfalz“ verlost. Foto: Historisches Museum der Pfalz Franz von Stuck: Prinzregent Luitpold Öl auf Leinwand 1905 Das Gemälde des Künstlers Franz von Stuck zeigt den Prinzregenten Luitpold im schwarzen Renaissancerock. Speyer, Historisches Museum der Pfalz Speyer Foto: Historisches Museum der Pfalz / Peter Haag-Kirchner Ausgewählte Exponate und eine Medienstation informieren ab sofort in der Münchner Innenstadt über die aktuelle Sonderausstellung „Königreich Pfalz“ des Speyerer Museums, die von der Pfalz unter der Herrschaft der Wittelsbacher Könige erzählt. Foto: Historisches Museum der Pfalz
Raumansicht des Ausstellungsbereichs „Könige von Bayern - Die Pfälzer auf der Bayern Thron“ Foto: Historisches Museum der Pfalz / Peter Haag-Kirchner Raumansicht des Ausstellungsbereichs „Künstler sehen die Pfalz“. Foto: Historisches Museum der Pfalz / Peter Haag-Kirchner Raumansicht des Ausstellungsbereichs „Kunst für die Kirche: Gottfried Renn“. Foto: Historisches Museum der Pfalz / Peter Haag-Kirchner Ausschnitt der Wandgrafik: Walhalla der Pfälzer – Die „rühmlich ausgezeichneten Pfälzer“ Für die „rühmlich ausgezeichneten Teutschen“ errichtete Ludwig I. ab 1830 die „Walhalla“ bei Regensburg. Auf einer mehr als zehn Meter breiten Grafik ist nun die „Walhalla der rühmlichen Pfälzer“ in der Ausstellung zu sehen. Gestaltung: NEO.STUDIO NEUMANN SCHNEIDER ARCHITEKTEN © Historisches Museum der Pfalz Werbeetiketten der BASF Papier, farbig bedruckt Anfang 20. Jahrhundert Mit Etiketten dieser Art bewarb die Badische Anilin- und Sodafabrik aus Ludwigshafen am Rhein weltweit ihre auf Indigobasis gewonnenen Anilinfarbstoffe. Ludwigshafen am Rhein, BASF SE Foto: Historisches Museum der Pfalz / Peter Haag-Kirchner

Auszug aus Speyer

Sag bloß! Hieroglyphen-Stempel eröffnen den Kindern neue Zeichenwelten.Mitmach-Ausstellung „Ägyptens Schätze entdecken“ des Historischen Museums des Pfalz endet mit hervorragender Bilanz

Am Sonntag, 7. April 2013 endete die Mitmach-Ausstellung „Ägyptens Schätze entdecken“ im Historischen Museum der Pfalz Speyer.
Rund 85.000 kleine wie große Besucher ließen sich in den vergangenen 393 Tagen von den multimedialen und interaktiven Stationen der Ausstellung in das Land am Nil entführen. Die Mitmach-Ausstellung wurde aufgrund des großen Erfolgs zweifach verlängert.

300 Gruppen mit insgesamt 7464 Teilnehmerinnen und Teilnehmern buchten eine kindgerechte Führung und ließen sich „Ägyptens Schätze“ auf Deutsch, Englisch oder Französisch erläutern. Innerhalb von 550 ausstellungsbegleitenden Workshops machten sich 5.230 Kinder zu einer Entdeckungsreise in das Alte Ägypten auf. Und insgesamt 189 Geburtstagskinder feierten – im Schnitt an jedem zweiten Tag während der letzten 13 Monate – zusammen mit 2.004 Gästen ihren schönsten Tag des Jahres im Museum und gestalteten gemeinsam Lesezeichen aus Papyrus, Tontiere oder Skarabäen.

Ab 1. Dezember 2013 präsentiert das Historische Museum der Pfalz Speyer für Familien eine ganz besondere Jubiläumsausstellung: bis 22. Juni 2014 geht die Mitmach-Ausstellung „40 Jahre PLAYMOBIL“ im Historischen Museum der Pfalz dem Phänomen PLAYMOBIL auf den Grund und erzählt mit interaktiven Spielstationen und Installationen zu historischen Themen die Kult(ur)-Geschichte dieses Spielsystems.

Bis dahin bietet die aktuelle Sonderausstellung „Königreich Pfalz“ für Familien eine Kinderebene, die mit 15 speziell gekennzeichneten Objekten, kindgerechten Beschreibungen und einem eigenen Audioguide für die kleinen Besucher die Lebenswelt von Kindern in der Pfalz des 19. Jahrhunderts veranschaulicht.

Das Historische Museum der Pfalz Speyer ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Informationen unter www.museum.speyer.de.

Historisches Museum der Pfalz Speyer, Presse: Foto: Historisches Museum der Pfalz Speyer / Peter Haag-Kirchner

08.04.2013


König Ludwig I. - bayrischer Herrscher und vielschichtige Persönlichkeit

Vortrag des Wittelsbacher-Experten Dr. Markus Lamm

cr. Speyer. Ein höchst informatives und zugleich vergnügliches Porträt des wohl bedeutsamsten bayerischen Königs Ludwig I zeichnete jetzt – rechtzeitig zur Eröffnung der Sonderausstellung „Königreich Pfalz“ im Historischen Museum der Pfalz - der Speyerer Pastoralreferent und intime Kenner der Geschichte des Hauses Wittelsbach, der Historiker Dr. Markus Lamm. Und wie ungebrochen groß das Interesse der Speyerer an dem bayerrischen Herrschergeschlecht.und ihrem für Speyer so bedeutsamen Exponenten ist, zeigte die Tatsache, dass der Vortrag in der Bibliothek des Priesterseminars schon kurz nach seiner Ankündigung aus- und überbucht war. So musste noch ein Zusatztermin festgelegt werden, der gleichfalls rasch ausgebucht war. Dass dann an beiden Abenden dennoch einige wenige Plätze frei blieben, das war wohl der derzeit auch in Speyer grassierenden Grippewelle geschuldet.

Das „Geheimnis“ des bis heute anhaltenden Erfolges Ludwig I. hatte wohl der Leiter der Bibliothek, Dr. Herbert Pohl, bereits in seiner Begrüßung offenbart, als er darauf hinwies, dass Ludwig I. sein ganzes Leben lang keinen Hehl aus seiner pfälzischen Herkunft gemacht habe.

Am 25. August 1786 als Sohn von Maximilian I. Joseph und seiner Frau, Prinzessin Auguste Wilhelmine Maria aus dem Hause Hessen-Darmstadt in Straßburg geboren, wo der Vater zu dieser Zeit als Marschall stationiert war, habe sich der Regent ein Leben lang als „pfälzischer Bayer“ verstanden, der nach eigenem Bekunden „weder österreichisch noch preußisch denke“. Auch dass der junge Prinz mit dem Hang zur „Verschriftlichung“ - Ludwig I. hinterließ allein 18 laufende Regalmeter mit selbst verfassten Gedichtbänden – sich in einem Bericht über seine „religiöse Erziehung“ als „pfälzischer Prinz“ bezeichnete, mache seine große Affinität zu der Heimat seiner Vorfahren deutlich. Seine Mutter habe sich um die Erziehung des jungen Prinzen gekümmert und auch für seine religiöse Bildung gesorgt. Im Jahr 1803 habe er seine Studien in Landshut und später in Göttingen aufgenommen, wo diese allerdings mehr der allgemeinen Bildung als einem vertiefenden wissenschaftlichen Studium gedient hätten. Mehr hätten da schon die zahlreichen Italienreisen den jungen Prinz geprägt, so Dr.Lamm, zu denen er – erstmals schon im Jahr 1804 – immer wieder aufgebrochen sei. „Ludwig I. hat Italien als das 'irdische Paradies' verstanden“, erläuterte der Referent, Frankreich dagegen seit der Enthauptung seines Patenonkels Ludwig XVL. lebenslang verabscheut.

Am 12. Oktober 1810 habe Ludwig Theresia von Sachsen-Hiltburghausen geheiratet – zunächst nicht aus Überzeugung, sondern weil er mit diesem Schritt einer Verheiratung durch Napoleon mit einer von ihm ungeliebten französischen Adeligen aus dem Weg gehen konnte. Die Hochzeit mit Theresia wurde damals in München als ein großes Fest gefeiert und wird als „Oktoberfest“ bis heute auf der nach der Prinzessin benannten Theresienwiese angehalten. Theresia jedoch sei ihm zeitlebens eine liebende Gattin gewesen, die ihm neun Kinder geboren und ihm auch seine zahlreiche Eskapaden mit anderen Frauen immer wieder verziehen habe. Mit dem verlorenen Rußland-Feldzug sei der Einfluss Napoleons in Europa zurückgegangen; gleichzetig habe sich aber der politische Handlungsspielraum Ludwigs erweitert. Bayern steigt neben Österreich und Preußen zur dritten Regionalmacht auf deutschem Boden auf, wobei Ludwig unter dem Sammelbegriff „teutsch“ alles subsummiert habe, was ihm missliebig gewesen sei.

Im Jahr 1818 habe Ludwig I. dann nach dem Tod seines Vaters Max I. Josef die Herrschaft über Bayern übernommen und die erste deutsche Verfassung in Kraft gesetzt, durch die er nicht nur herrschen, sondern im Sinne von politischem Gestalten auch regieren wollte. In dieser Zeit sei in ihm auch der Wunsch gewachsen, die rechtsrheinischen Teile der (Chur)Pfalz in sein Herrschaftsgebiet einzubeziehen. Dazu habe er sogar einen Gebietstausch mit der Grafschaft Sponheim im heutigen Rheinhessen angestrebt – die badischen Regenten aber hätten sich diesem Wunsch widersetzt.

Nach dem Jahr 1830 habe Ludwig dann außenpolitisch wieder verstärkt Österreich zugeneigt, während er im Inneren eine lebendige Politik anstrebte. Innerhalb kürzester Zeit habe er durch Kürzungen bei den Salären seiner Minister und Beamten sowie bei den Löhnungen seiner Soldaten den Staatshaushalt Bayerns saniert. Ludwig – so habe er damals über sich selbst geschrieben – sei „ein guter Wirt“ gewesen. Das habe ihm allerdings wenig Freunde in Kreisen der Militärs und der Beamtenschaft geschaffen, was sich später noch für ihn rächen sollte.

Als im Jahr 1830 in Frankreich wieder einmal eine Revolution ausgebrochen sei, habe der König befürchtet, dass diese auch auf die Pfalz übergreifen könnte. Er befahl deshalb der Justiz, hart gegen eventuelle Revolutionäre in der Pfalz durchzugreifen – ganz im Metternich'schen Sinne seien daraufhin die Pressegesetze verschärft worden.

Dazu habe sich dem König mit dem frei gewordenen Thron von Griechenland ein neues Betätigungsfeld eröffnet. Inspiriert von dem Geist des alten Griechenlands habe er 1833 seinen zweiten Sohn Otto zur Begründung einer neuen Dynastie nach Athen geschickt. Dieses mit viel Elan und großem finanziellen Einsatz aus München unterstützte Vorhaben sei jedoch schon nach wenigen Jahren gescheitert – Otto dankte 1862 wieder ab, kehrte zurück nach Bayern und lebte bis zu seinem Tod in Bamberg.

Breiten Raum in dem Vortrag nahm auch das Verhältnis König Ludwig I. zur Kirche ein. Die bayerische Politik habe die Kirche stets als ein Mittel zur Eiunflussnahme auf das Volk verstanden, so Dr. Lamm. Als König sei er als Katholik zugleich auch das Oberhaupt der Protestantischen Kirchen gewesen. Allerdings habe er daneben penibel darauf geachtet, seine Rechte gegenüber dem Papsrt zu bewahren – bayerische Theologiestudenten sollten nicht das „Germanikum“ in Rom beziehen, weil der König dort ihre „Verrömerung“ fürchtete. In Bayern selbst aber ließ er in seiner Regierungszeit 75 neue Klöster gründen, die zumeist mit Benediktinern besetzt wurden. Als man Ludwig im Jahr 1825 anbot, als Gegengewicht zu den Preussen, die zu „Schutzherren der Protestanten“ erhoben worden waren, die Schutzherrschaft über die Katholiken zu übernehmen, lehnte er dies ab. Er misstraute dem römischen Klerus, während er mit dem ersten Speyerer Bischof nach der Wiedergründung des Bistums Speyer, Nikolaus-von-Weis enge, geradezu persönliche Kontakte unterhielt, die, so Dr. Lamm, sogar soweit gingen, dass die beiden Rezepte für Pfannkuchen austauschten.

Und so habe sich Ludwig I. am liebsten gesehen: Umgeben von Kunst, von der er sich bei seinen zahlreichen Reisen – der König war allein 27 mal in Italien, davon 19 mal in Rom – habe inspirieren lassen. In seinem Herrschaftsgebiet entstanden herausragende Kunst- und Bauwerke – die Villa Ludwigshöhe bei Edenkoben, der Speyerer Dom, den er aufwändig ausschmücken ließ, das Siegestor in München, die Feldherrnhalle an der Residenz und die Glyptothek. Für alle diese Baumassnahmen verfügted er, dass sie auch – sollte er ihre Fertigstellung nicht mehr erleben – in jedem Falle zu Ende geführt werden sollten.So ist auch der Königsplatz in München erst 1862 – vierzehn Jahre nach seinem Rücktritt vom Amnt des Königs - fertiggestellt worden.

Im Jahr 1846 sei dann Elisabeth Schärf, geb. Gilbert in sein Leben getreten. Unter dem Künstlernamen Lola Montez war sie wohl zuvor schon mit Heinrich, dem LXXII. Fürst Reuß, jüngere Linie, verheiratet gewesen. Sie habe wohl das Herz des Monarchen im Sturm erobert. Ludwig stattete sie fürstlich aus, wollte ihr eine Million Gulden zur Verfügung stellen, damit sie von den Zinsen leben könnte - doch als er sie zur Gräfin Landsberg erhob, habe sich der Müncherner Adel gegen ihn gestellt. Für seinen Rücktritt sei Lola Montez jedoch nicht ursächlich gewesen, zeigte sich Dr. Lamm überzeugt. Dies habe wohl mehr seine Ursache in der Erhöhung der Brot- und der Bierpreise gehabt sowie in der Unterlassung von Reformen in Staat und Militär. Für den 8. März 1848 habe der König den Bayerischen Landtag einberufen, wo ihm die Forderungen der Abgeordneten präsentiert wurden: Mehr Pressefreiheit, bessere Versorgung der Beamten und der Soldaten – und schließlich: Die Einführung einer parlamentarischen Monarchie. Das allerdings wollte der König um keinen Preis - und trat zurück.

Ausgestattet mit einer jährlichen Apanage von 500.000 Gulden verzochtete er schließlich auf den Thron, reiste noch viel, weilte auch regelmäßig auf seinem Sommersitz auf der Villa Ludwigshöhe und besuchte sogar – wohl versöhnt mit den Franzosen – im Jahr 1867 noch die Weltausstellung in Paris. Am 29, Februar 1868 verstarb König Ludwig I. in Nizza.

Ein Gedicht des Königs, das den beziehungsreichen Titel „Ich“ trägt, beschloss den überaus sachkundigen und facettenreichen Vortrag, der das Bild des Königs rechtzeitig zu den Wittelsbacher-Ausstellungen in vielen Details in neuem Licht erscheinen läßt. Foto: gc

24.03.2013


Herzog Max in Bayern: „Die Pfalz liegt den Wittelsbachern bis heute am Herzen“

Eindrucksvolle Eröffnung der Ausstellung „Königreich Pfalz“ im Historischen Museum der Pfalz in Speyer

Von Gerhard Cantzler

Königreich Pfalz“ - die jüngste Sonderausstellung im Historischen Museum der Pfalz in Speyer ist eröffnet. Nach einem gut 90minütigem Redemarathon konnte der Direktor des Hauses, Dr. Eckart Köhne, gestern „seine“ erste Ausstellung in dem Speyerer Haus für eröffnet erklären. Mehr als 800 Gäste, die zu diesem Anlass der Einladung in das erstmals seit Wochen wieder einmal sonnendurchflutete Forum des Hauses gefolgt waren, standen sodann geduldig am Eingang zu der Schau an, um sich gemeinsam mit der wieder in großer Zahl erschienenen Prominenz einen ersten Eindruck davon zu verschaffen, was den Speyerer Museumsmachern zum Thema „Pfalz und Pfälzer“ in dem „langen 19. Jahrhundert“ so eingefallen ist. Als sie nach gut einer Stunde wieder aus der Ausstellung heraustraten, war ihre Meinung einhellig: Eine überaus gelungene und überzeugende Schau voller hervorragend präsentierter bekannter Fakten, aber auch mit viel Neuem, das auch ausgemachte „Pfalz-Kenner“ in Erstaunen versetzte. Insbesondere das in kräftigen Farben gehaltene Ausstellungsdesign, das die Besucher entlang der großen historischen Linien der Schau zu den zahllosen, mit großer Liebe zum Detail zusammengetragenen Exponaten „am Wegesrand“ geleitet, erntete viel Lob. Am Ende waren sich wohl alle darüber einig:

Dies ist eine Schau, die wohl jeder Pfälzer und alle, die sich dieser an Geschichte und Geschichten so reichen Landschaft zwischen Rhein und „Westrich“ seelenverwandt fühlen, gesehen haben muss.

Deshalb, liebe Pfälzer Bürgerinnen und Bürger: Bis zum 27. Oktober 2013 sollten Sie sich – außer Montags – eine Reise nach Speyer fest in ihrem Kalender vormerken. Und auch für die Schulklassen in der Pfalz, aber auch in Baden, in Rheinhessen, im Saarland und im Elsass steht das Ziel ihrer Klassenfahrt in den nächsten Monaten seit gestern fest: „Macht Euch auf nach Speyer“ - so sagt Goethe in seinem „Götz von Berlichingen“ - ein kluger Rat, dem zu folgen es in den nächsten Monaten mit dem „Königreich Pfalz“ einen zusätzlichen, schwerwiegenden Grund gibt.

Doch nun noch einmal zurück zu der gestrigen Eröffnungsveranstaltung: Der Vorsitzende der „Stiftung Historisches Museum der Pfalz“, der frühere Speyerer Oberbürgermeister Werner Schineller, trat als erster ans Rednerpult, um in einer seiner typischen, mit vielen pfalzgeschichtlichen Details und Anekdoten gespickten Ansprache die zahlreichen Ehrengäste willkommen zu heißen.

Sein erster Gruß galt dabei den Repräsentanten des letzten bayerisch-pfälzischen Königshauses, dem Wittelsbacher Herzog Max in Bayern und seiner Gemahlin Herzogin Elisabeth, die zu diesem Tag eigens aus den altbayrischen „Stammlanden“ der Wittelsbacher in „ihre Pfalz“ herüber gekommen waren. Der Pfälzer Dichter August Becker, so Schineller, habe einst geschrieben, dass „Pfälzer und Altbayern sich so selten vertragen, wie Bier und Wein“. An diesem Tag war von solchen Aversionen nichts, aber auch gar nichts, zu spüren - statt dessen nichts als Sympathie für das überaus bescheiden und gewinnend auftretende Wittelsbacher-Paar, Herzogin Elisabeth und Herzog Max, der als Vorsitzender des Stiftungsrates der „Europäischen Stiftung Kaiserdom“ der Stadt Speyer und ihrer romanischen Kathedrale besonders eng verbunden ist – eine tiefe Sympathie aber auch, die all den Freunden im Süden gilt, zu denen sich die Pfälzer bis heute unwiderstehlich hingezogen fühlen.

Doch noch andere „Hoheiten“ konnte Schineller zu diesem Anlass begrüßen, denn auch die Pfälzische Weinkönigin Andrea Römmich aus Edenkoben und Weinprinzessin Lisa Gabler aus Herxheim am Berg hatten sich zu diesem für die Pfalz und die Pfälzer so bedeutsamen Event eingefunden.

Doch dann wurde es auch schon „republikanisch“: Schineller erinnerte an die pfälzischen Abgeordneten im bayerischen Landtag, die einst neben ihren fränkischen Kollegen den weitesten Weg zu den Sitzungen im Münchener Maximilianeum hatten und von denen einer einst, am 31. März 1819, den ersten Ordnungsruf im „Bayerischen Ständetag“ „kassiert“ hatte. Zum Trost: Der erste Bayerische Ministerpräsident nach dem Krieg, Wilhelm Hoegner, hat – so berichtete Schineller weiter – 1946 den Pfälzern attestiert, dass sie „eine raschere und beweglichere Auffassungsgabe“ hätten, als ihre „langsameren“ bayerischen Kollegen. Für die zahlreich erschienenen und hoffentlich noch immer „beweglichen“ Pfälzer Parlamentarier konnte der frühere Speyerer OB die Vizepräsidentin des rheinland-pfälzischen Landtages, Hannelore Klamm, willkommen heißen. Dazu die Vertreter der großherzigen Sponsoren der Ausstellung - Karin Heyl, die neue Leiterin des Bereiches Kultur, Sport und Soziales der BASF, Dr. Manfred Fuchs für die Mannheimer Fuchs Petrolub AG und vor allem die rheinland-pfälzische Kultusministerin Doris Ahnen, die gemeinsam mit dem für kulturelle Fragen ihres Hauses zuständigen Staatssekretär Walter Schumacher gekommen war.

Einen ausdrücklichen Dank richtete Schineller schließlich auch an das Ehepaar Ike und Dr. Berthold Roland, die aus ihrer Familienstiftung ein von dem pfälzischen Maler Peter Hofmann geschaffenes Porträt der Münchener Fürstin Theresia von Wrede - Gattin des Innenministers unter Ludwig I. - dem Museum überlassen haben, das auch Eingang in die Aussetllung gefunden hat.

Ministerin Doris Ahnen erinnerte in ihrem Grußwort an die unzähligen Baudenkmäler, die die Wittelsbacher als Pfalzgrafen bei Rhein bis heute auf heute rheinland-pfälzischem Boden hinterlassen haben. „Eines davon, das Hambacher Schloss, ist erst in unseren Tagen von einem anderen Max komplettiert worden“, wandte sie sich an den hochrangige Gast, Herzog Max in Bayern – der renommierte Architekt Max Dudler, der einen erst in diesen Tagen ausgezeichneten Anbau an die „Wiege der deutschen Demokratie“ konzipiert hatte. Die Ministerin dankte allen Museen in der Pfalz, in Baden und in Bayern, die für die kommenden Monate verheißungsvoll klingende Ausstellungen vorbereiteten, die den Rang des Hauses Wittelsbach in der deutschen und der europäischen Geschichte aus unterschiedlichen Sichtweisen beleuchten würden. Auch die Zeugnisse der langen Wittelsbacher-Zeit in Rheinland-Pfalz würden sich mit Ausstellungen und anderen Aktivitäten an diesem „Wittelsbacher-Jahr“ beteiligen – die Eröffnung einer Ausstellung auf der „Villa Ludwigshöhe“ werde am 30. August 2013 eröffnet, teilte Doris Ahnen mit.

„Herr Dr. Köhne, dies ist ihre erste 'eigene' Ausstellung“, wandte sie sich an den Speyerer Museumsdirektor. Als Triererin habe sie den anerkannten Museumsmann Eckart Köhne nur ungern aus den Diensten des Landes entlassen, berichtete Ahnen. Sie wisse aber andererseits das Speyerer Museum, das auch ihr sehr am Herzen liege, in besten Händen. „Und so, wie ich Sie kennengelernt habe, werden Sie auch diese Ausstellung zu einem großen Erfolg werden lassen“.

Darauf vertraut wohl auch der Frankenthaler Oberbürgermeister Theo Wieder, Vorsitzender des Bezirkstages Pfalz und damit zugleich Träger des Speyerer Museums. Er stellte an den Anfang seiner Ausführungen die Frage, ob die Pfalz, der die Ausstellung unter dem provokanten Titel „Königreich Pfalz“ gewidmet ist, jemals Königreich gewesen sei und ob die Pfälzer jemals Monarchisten gewesen sind. Beides beantwortete er mit einem klaren „Nein“ - ihre Wittelsbacher Herrscher hätten die Pfälzer schon Ende des 18. Jahrhunderts nach Bayern „exportiert“ und mit dem „Bezirkstag der Pfalz“ schon vor 197 Jahren den ersten Landtag auf deutschem Boden gegründet, der im Jahr 1816 aus dem napoleonischen Departementrat hervorgegangen sei. So wie heute noch der Bezirksverband Pfalz seine Wünsche und Anliegen unter Umgehung der Mittelinstanz ADD unmittelbar an die Mainzer Landesregierung herantragen dürfe, habe schon im 19. Jahrhundert der Bezirkstag der Pfalz direkt mit der Regierung in München kommuniziert. Dieses Recht zu erhalten, hätten die Pfälzer stets mit dem ihnen eigenen Selbstbewußtsein und ihrer Streitlust gegenüber Bayern durchgesetzt, erklärte Wieder, versuchte aber, die Wittelsbacher Hoheiten mit der Feststellung zu trösten, dass die Pfälzer aber auch mit der gleichen Streitlust untereinander in Auseinandersetzung gingen.

Abschließend würnschte sich der Vorsitzende des Bezirksverbandes, dass möglichst alle Pfälzer diese Ausstellung besuchen mögen „und die Auswärtigen, damit sie lernen , was diese Landschaft und ihre Menschen zur Geschichte unseres Landes beigetragen haben“.

Auch der Speyerer Oberbürgermeister Hansjörg Eger bekannte sich entschieden zu den Freiheitsrechten der Menschen in der Pfalz, so wie sie den Speyerern in dem Freiheitsbrief von 1111 dauerhaft zuerkannt worden seien. „Dafür werde auch ich mit aller Kraft gegen jedwede Obrigkeit eintreten – sollte die aber kommen, um diese Rechte zu verteidigen, so sind sie uns von Herzen willkommen“.

Dann war es an dem Comedian und Verfasser des Audio-Guides dieser Ausstellung, Dr. Christian „CHAKO“ Habekost, etwas für die Auflockerung der Eröffnungs-Feierlichkeiten zu sorgen. Und das gelang ihm auch an diesem Tag wieder auf das beste: Die Gäste brachen immer wieder in spontanen Szenenapplaus und Gelächter aus, wenn CHAKO wieder einen seiner hintersinnigen Gags landete, wenn das Publikum sich dabei ertappt fühlte, dass es eine Pointe erst beim „dritten Durchgang“ durchschaut hatte – wenn CHAKO z.B. darauf verwies, dass er lange und erfolglos mit dem Museum um die „Ausstattung des Audio-Guides mit Untertiteln“ gefochten hätte - oder als er von „denne Pälzer“ berichtete, „die alles integrieren, was sich ihne in de Weesch stellt“.

Und sie „lagen“ - im übertragenen Sinne - „fast auf dem Boden“, als er bei der Beschreibung der „Pfälzer Walhalla“ am Ende des Rundgangs durch die Ausstellung von den dort Aufgenommenen berichtete und „Wittelsbacher neben Reibachmacher“, „Geigerzähler neben Erbsenzähler“ stellte und auch die beiden Pfälzer „Heiligen“ nicht vergass: Der eine, „der in jeder Woche einen höllischen Pakt mit elf roten Teufeln eingeht“, der andere, Altbundeskanzler Helmut Kohl, der eine Vorliebe für „eine Mahlzeit in einer schweinischen Innerei“ habe und ohne den es wohl keine Pfälzer „Geschischte“ gäbe. Eine köstliche Liebeserklärung, mit der er seinen Landsleuten und seiner Heimat - „je weiter weg ich von zu Hause bin, desto mehr spüre ich, wie sehr ich meine Heimat liebe...“ - ein anrührendes Denkmal setzte.

Da war es für Herzog Max in Bayern eine durchaus „schwierige und undankbare Herausforderung“, aus der komödiantischen Gegenwart in die Ernsthaftigkeit der historischen Vergangenheit der Pfalz und damit der Familie der Wittelsbacher zurückzufinden. Für sein Haus bedeute es eine große Ehre, in dieser Ausstellung so umfangreich und kompetent dargestellt zu werden, betonte der Herzog, der es als „wunderbar“ bezeichnete, dass die erste Ausstellung im Rahmen des Wittelsbacher Jahres ausgerechnet in Speyer stattfinde. Dies erinnere ihn an die große Salier-Schau, die über eine Zeit gehandelt habe, in der auch seine Familie in die Geschichte eingetreten sei. Seitdem seien Bayern und die Pfalz über viele Jahrhunderte hinweg aus einer Hand regiert worden - der schwarze pfälzische Löwe im Wittelsbacher Wappen sei bis heute äußerer Ausdruck dieser Zusammengehörigkeit, die auch in der 400 Jahre währenden Zeit getrennter Herrschaft Bestand gehabt habe.

Ab dem Jahr 1777 seien Bayern und die Pfalz dann wieder aus einer Hand regiert worden – von dem Stammvater auch seiner Wittelsbacher Linie, König Max I. Joseph, der damals von Pfalz-Zweibrücken nach München geholt worden sei. „Bayern verdankt dem Pfälzer Max I. Joseph und seinem Minister Montgelas seinen bis heute gültigen Landeszuschnitt“, betonte der Herzog, der darauf verwies, dass man in München noch bis in die 1960er Jahre davon gesprochen habe, dass Bayern von Pfälzern verwaltet werde und dass viele der leitenden Verwaltungsbeamten in der Münchener Staatsregierung einst ihr Abitur am (Kaiser-)dom-Gymasium in Speyer abgelegt hatten.

Mit einem leidenschaftlichen Bekenntnis zu Speyer und der Pfalz schloss Herzog Max seine Ausführungen: „Dass Ludwig I. den Dom nach der gottlosen Profanierung und der gescheiterten Absicht Napoleons, ihn endgültig abreißen zu lassen, wieder als Gotteshaus hat erstehen lassen und dass die ersten drei Glocken dieser Kathedrale nach dem König, seiner Gattin und dem Kronprinzen benannt wurden, zeigt, wie eng die Verbindungen des Hauses Wittelsbach zu diesem Bauwerk waren und bis heute sind“, erklärte der Herzog. „So gesehen sind alle Wittelsbacher auch Pfälzer - Die Pfalz liegt uns sehr am Herzen!“.

Zum Schluss der Feier war es an Museumsdirektor Dr. Köhne – wie man in der Pfalz so sagt, „den Sack zuzumachen“. Getreu dem großen Münchener Humoristen Karl Valentin, der einmal sagte „Es ist schon alles gesagt – nur noch nicht von jedem“, strich er kurzer Hand seine Rede auf das unbedingt Notwendige zusammen. Dazu gehörte allerdings, dass er neben den zahlreichen Pfälzern doch auch noch die vielen Bayern begrüßen wollte, die an diesem Nachmittag gekommen waren – vielleicht, ohne sich ihrer eigenen bayerischen Vergangenheit bewußt zu sein: Denn alle Rheinland-Pfälzer, die vor dem 25. April 1947 geboren wurden, kamen noch als Bayern zur Welt – so lange gehörte die Pfalz noch zu dem Freistaat.

Und für notwendig hielt es Dr. Köhne am Ende auch, Dank zu sagen - Dank an alle, die als Sponsoren die Ausstellung möglich gemacht, Dank an die, die sie konzeptionell entwickelt und gestaltet haben, Dank an alle, zu ihrer Eröffnung gekommen waren. Stellvertretend für alle konnte die Kuratorin der Ausstellung, Simone Heimann, einen opulenten Blumenstrauss entgegennehmen. „Sie hat mit dieser Ausstellung gezeigt, dass sie nicht nur 'Mittelalter' kann, was sie – übrigens in Bayern - studiert hat. Simone Heimann kann einfach alles“, schloss Dr. Köhne seinen Dank.

„Die Pfalz ist ein Gesamtkunstwerk“ so Dr. Köhne zum Ende seiner Ansprache, „und 'Heimat' ist in unserer Zeit ein absoluter Megatrend“. Und die Frage, wer von wem profitiert habe im Zusammenspiel von Bayern und der Pfalz, die habe die unvergessene Speyerer Heimatdichterin Lina Sommer bereits 1916 ein für alle Mal beantwortet:

Foto: gc

03.03.2013


„Die Pfalz liegt den Wittelsbachern bis heute am Herzen“ - Bilderalbum

 

Ausstellung „Königreich Pfalz“ vorgestellt

Präsentation der Lebenswelt des 19. Jahrhunderts in der Pfalz und Chance zur Stärkung des Pfälzischen Regionalbewusstseins

Von Gerhard Cantzler

Speyer- Als eine Rückkehr zu den Wurzeln der eigenen Geschichte – so könnte man die heute im Historischen Museum der Pfalz präsentierte Sonderausstellung „Königreich Pfalz“ umschreiben, mit der Kultureinrichtungen in Baden-Württemberg, Bayern und der Pfalz den Startschuss zu dem großen „Wittelsbacher-Jahr“ 2014 geben. Nach den großen, international ausstrahlenden Schauen von Afghanistan bis Ägypten, von den Samurai bis zu den Amazonen, von den Wikingern bis zu den Saliern, wollten sich die Speyerer Museumsmacher wieder einmal auf ihre originäre Aufgabe besinnen, Museum der Pfalz und ihrer Historie zu sein.

Der Anlass lag auf der Hand und doch wäre er beinahe versäumt worden: Wie Dr. Eckart Köhne, Direktor des Historischen Museums der Pfalz, heute bei der Pressevorstellung der Sonderausstellung „Königreich Pfalz“ erläuterte, habe man sich hier erst im letzten Moment dazu entschlossen, der als Gründer und Wohltäter des Speyerer Museums so bedeutsamen Wittelsbacher-Dynastie eine Ausstellung zu widmen, die den nachhaltigen kulturhistorischen und politischen Einfluss des Königshauses umfänglich darstellen soll. Dass man nun den Reigen aus insgesamt 45 Veranstaltungen zu diesem Anlass in diesem und im Jubiläumsjahr 2014 ausgerechnet in Speyer eröffnen könne, sei mindestens ebenso erfreulich wie das Entgegenkommen der zahlreichen Leihgeber – insbesondere aus Bayern – die einen Großteil der insgesamt 390 Ausstellungsstücke der Schau bereitwillig der zeitlichen Obhut des Speyerer Museums anzuvertrauten.

In seinem Einführungsstatement beschrieb Dr. Köhne noch einmal das Konzept dieser Ausstellung, so wie er es bereits in seinem Vortrag zur Semestereröffnung der Volkshochschule Speyer erläutert hatte.

Lesen Sie dazu noch einmal unseren Bericht im SPEYER-KURIER vom 25.01.2013.

Die Ausstellung wolle den heutigen Pfälzern die Lebenswelt des 19. Jahrhunderts gegenwärtig machen, ergänzte Dr. Köhne und – so möchte der Autor des SPEYER-KURIER hinzufügen – sie könnte bei den Pfälzern auch ein Stück weit das so oft vermisste „Pfälzische Regionalbewusstsein“ zu neuem Leben erwecken. Denn nur zu glauben, „den größten Wald, den längsten Fluss und den besten Fußballverein“ in der Region zu wissen - wie Dr. Christian 'CHAKO' Habekost, der Schöpfer des ganz außergewöhnlichen, originellen Audio-Guides, der in pfälzischem und dennoch gut verständlichem Idiom durch die Schau führt, in der spöttischen Sprache des Kabarettisten über das Selbstbewusstsein seiner Landsleute lästerte - reicht allein sicher nicht aus, um die „Pfälzer Seele“ zu verstehen. Dazu gehören die Befassung mit einer leid- und wechselvollen Geschichte in einem Grenzland, mit der Zerstörung der Pfalz im Pfälzischen Erbfolgekrieg, ohne die der Wittelsbacher Ludwig I. nie den zerstörten Speyerer Dom hätte wieder aufbauen lassen müssen, dazu gehören das Auf und Ab der Freiheitsbewegungen im Hambacher Fest 1832 und in der Revolution 1848, in deren Folge viele Pfälzer die Heimat in Richtung Amerika verlassen mussten.

Auf die sich in dieser Schau widerspiegelnde große Schnittmenge von Heimat-, Europa- und letztlich auch Weltgeschichte wies auch Dr. Alexander Schubert, Wissenschaftlicher Direktor der Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen hin, in denen im September die zentrale kurpfälzische Wittelsbach-Ausstellung ihre Pforten öffnen wird. „Vieles von dem, was wir heute als 'typisch bayerisch' einordnen, hat seinen Ursprung in der Pfalz“, stellte Dr. Schubert fest – das Oktoberfest, das aus Anlass der Hochzeit des „pfälzisch bayerischen Königs“ Maximilian I. Joseph mit Theresia „erfunden“ wurde oder der Englische Garten in München, den ein Schwetzinger Hofgärtner angelegt hat und vieles andere mehr, das sich bis heute in der „Pfälzischen Weinstube“ in der Münchener Residenz oder dem „Pfalz-Referat“ in der Bayerischen Staatskanzlei fortsetze.

Vieles von dem spiegelt sich in dieser Ausstellung wider, die sich auch durch faszinierende Inszenierungen in den unterschiedlichen Stationen auszeichnet. „Wir haben uns gefragt, welche Farbe das 19. Jahrhundert wohl hatte“, berichtete die Kuratorin der Schau, Simone Heimann M.A, „war es das triste Grau der Schlote der aufkommenden Industrialisierung oder war diese Zeit eher bunt und farbenfroh?“ Die Macher der Ausstellung haben sich für kräftige, positive Farben entschieden und haben daran gut getan. Farbenfrohe Installationen wechseln sich in den thematisch geordneten Räumen ab, zeigen das Leben am Hofe der bayerischen Könige auf, geben Einblicke in das religiöse Leben jener Zeit - in die staatstragende Katholische Kirche, in den mehr und mehr akzeptierten Protestantimus und in das auf Augenhöhe mit den christlichen Konfessionen zu Ansehen gekommenen Judentum.

Die Ausstellung gewährt aber auch Einblicke in die Kunstszene jener Zeit, in der Pfälzer, die als Maler erfolgreich sein wollten, nach München und an die dortige Akademie gehen mussten und wo die schon arrivierten Künstler in die Pfalz zurückkehrten, um das weiche Licht und die italienisch anmutenden Farben zu Gegenständen ihrer Kunst zu machen.

„Im Königreich Pfalz“ blühten in jener Zeit aber auch Handel und Gewerbe, Handwerk und zunehmend auch Industrie auf, wie die Ausstellung anschaulich beweist. Die Eisenbahn, in der Pfalz, wie anders, „Ludwigsbahn“ genannt, blühte auf, die ausgestellte Reproduktion des Ludwigsbrunnen in Ludwigshafen - aus purem Sterlingsilber gegossen - war Ausdruck aufkommenden Wohlstandes und Verehrung für den geliebten Monarchen zugleich.

An den Hängen des Donautals südlich von Regensburg ließ der König damals zu Ehren der bedeutendsten Bayern die Walhalla errichten, in der zuletzt übrigens auch die Heilige Edith Stein aufgenommen wurde. Die Ruhmeshalle wird in diesem Sommer ein gleichberechtigtes Pendant in Speyer erhalten, wo am Ende der Ausstellung, in der Rotunde des Westturms des Eingangsportals des Museums, die 100 wichtigsten Pfälzer ihren Platz gefunden haben.

Dort könnte in ein paar Jahrzehnten vielleicht auch CHAKO Habekost Einzug halten, denn sein Audio-Guide ist schon eine ganz besondere, eine witzige und zugleich informative Sache, mit der der in Mannheim geborene Comedian „sein Bekenntnis zum Pfälzertum“ abgelegt hat. Mit dem Guide ist es dem „bekennenden Pfälzer“ gelungen, auf amüsante Weise die Inhalte dieser Ausstellung zu transportieren. „Wir haben ihm für die Entwicklung seiner Texte 'carte blanche' gegeben“, berichtete Museumsdirektor Dr. Koehne. Und was war für den Künstler selbst die größte Herausforderung bei dieser Aufgabe? „Es war meine Absicht, den Pfälzern, die nie gefragt wurden, von wem sie regiert und mit wem sie vereinigt werden wollen, eine Stimme zu geben“, meinte Dr. Habekost und fügte augenzwinkernd hinzu: „Und wir werden sicher auch nicht gefragt werden, wenn die Saarländer mit uns vereinigt werden sollen“.

Der Audio-Guide ist übrigens im Eintrittspreis für die Ausstellung enthalten – man sollte sich deshalb dieses kabarettistisch-kunsthistorische Kabinettstückchen genau so wenig entgehen lassen wie die gesamte Ausstellung. Es lohnt sich – nicht nur für Pfälzer. Foto: gc

Hier geht´s zu den Highlights rund um die Ausstellung:

28.02.2013


Ausstellung „Königreich Pfalz“ vorgestellt - Bilderalbum

 

Highlights rund um die Ausstellung

Die Ausstellungsgestaltung

Die Ausstellungsgestaltung hat das mehrfach preisgekrönte Büro neo.studio architekten aus Berlin übernommen. Kennzeichnend für die Arbeit des Teams um Tobias Neumann und Moritz Schneider ist eine abwechslungsreiche, aus den Inhalten abgeleitete Gestaltung, die durch erzählerische Installationen und eine signifikante Farbgebung gekennzeichnet ist.

Das Projekt „Königreich Pfalz“ wurde unter der Leitung von Tobias Neumann und Luna López de la Llave Díaz von einem Team aus Architekten, Innenarchitekten und Grafikern geplant und realisiert. „Wir betrachten es als unsere Herausforderung, ein kulturhistorisches Thema wie das Vorliegende mit den Mitteln der Gestaltung zu übersetzen. Dies gelang uns in intensiver Zusammenarbeit mit den Kuratoren des Projekts. Unser Ziel ist es, die Inhalte durch die szenografische Architektur, die Ausstellungsgrafik und den Einsatz der Medien lesbar zu machen und so die Vermittlung des Themas zu unterstützen. Im Vordergrund stehen dabei insbesondere die Exponate und deren Geschichten, die durch eine erzählerische Kontextualisierung im Raum präsentiert werden. Eine Besonderheit stellt dabei auch der Einsatz von „Peppers Ghost“-Inszenierungen dar, die durch die Überlagerung von Exponaten und filmischen Inhalten den Besucher in den Bann der Geschichte ziehen“, so Neumann.

Das Historische Museum der Pfalz selbst ist größtes Exponat der Ausstellung. Erbaut in bayerischer Zeit zeugt eine in goldenen Lettern am Turm angebrachte Inschrift noch heute vom Engagement der Wittelsbacher Herrscher. Als Vertreter des Königshauses war Kronprinz Rupprecht 1910 bei der Eröffnung anwesend. So liegt natürlich ein Fokus der Ausstellung auf der Geschichte des Museums selbst, dem Bau, aber auch der eigenen Sammlungsgeschichte. Der Münchener Architekt Gabriel von Seidl errichtete das Museum ganz im Stil des Historismus. In vier Ausstellungsbereichen wird dies nun wieder deutlich, denn die ursprünglichen Terrakotta-Fliesen wurden für die Ausstellung freigelegt. Zu bewundern gibt es verschiedene florale Formen, aber auch Ritter auf Pferden, die gegen Drachen kämpfen.

Die „Walhalla der Pfälzer“

Für die „rühmlich ausgezeichneten Teutschen“ errichtete Ludwig I. ab 1830 die „Walhalla“ bei Regensburg. Egal welchen Standes, ob Mann oder Frau – in die bekannte Ruhmeshalle konnte und kann bis heute grundsätzlich jeder und jede Deutsche Aufnahme finden.

Da lag die Idee nahe, dass auch die Großen der Pfalz Einzug in eine für sie geschaffene „Walhalla der rühmlichen Pfälzer“ finden sollten. Auf einer mehr als zehn Meter breiten Grafik ist diese pfälzische Ruhmeshalle nun in der Ausstellung zu sehen und vereint 42 Persönlichkeiten in Lebensgröße, die sich in unterschiedlichsten Disziplinen und allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens verdient gemacht haben.

Pfälzisch (v)erklärt“ – der Audioguide zur Ausstellung „Königreich Pfalz“

Das Historische Museum der Pfalz beschreitet auch mit der akustischen Vermittlung der Ausstellungsinhalte neue Wege. An den insgesamt 40 Hörstationen innerhalb der Ausstellung sind neben den wissenschaftlichen Erläuterungen auch die „pfälzisch (v)erklärenden“ Beiträge des Kabarettisten Dr. Christian CHAKO Habekost zu hören.

Das Konzept des Audioguides zur Ausstellung „Königreich Pfalz“ wurde in einer bislang einzigartigen Zusammenarbeit zwischen dem wissenschaftlichen Team des Historischen Museums der Pfalz Speyer und CHAKO selbst erarbeitet. Aufbauend auf den Erklärungen zu den Exponaten und Themen der Ausstellung, die beim individuellen Rundgang von jedem Besucher an jeder Hörstation wie gewohnt aufgerufen werden können, kommentiert und bereichert Habekost die Ausstellungsinhalte, und das mit Witz, Charme, Satire und – natürlich – auf pfälzisch.

Ausschlaggebend für die Zusammenarbeit war der einzigartige Bezug des in Bad Dürkheim lebenden MundArt-Kabarettisten Habekost zu den Ausstellungsthemen. Die pfälzische Mentalität und deren Ursprünge, das „Hambacher Fest“, die Industrialisierung in der Region und ganz allgemein das Besondere an der pfälzischen „Ge(s)chichte“ – all das sind auch immer gern variierte Inhalte seines Bühnenprogramms. Zudem qualifizierte sich Habekost durch seine, wie er es nennt, „akademischen Vorstrafen mitsamt nicht abgeschriebener Promotion“ für die eigenständige, fundierte Ausarbeitung seiner Beiträge und die enge Zusammenarbeit mit dem Historischen Museum der Pfalz.

Das Historische Museum der Pfalz zeigt sich außerordentlich zufrieden ob der Kooperation: „Der Audioguide verleiht der Ausstellung eine weitere Ebene und zeigt, dass die Inhalte eines regionalen Themas wie ‚Die Geschichte der Pfalz im 19. Jahrhundert‘ durchaus unterhaltsam aufgearbeitet werden können“, so Dr. Eckart Köhne, Direktor des Historischen Museums der Pfalz. Und auch Habekost zieht ein sehr positives Resümee: „Sollt ma net määne, aber ich hab auf jeden Fall noch e bissel arg viel dazu gelernt über die Palz. Und Spaß hat‘s auch gemacht. Alla hopp, so geht's den Hörern hoffentlich auch!"

Unter www.koenigreich-pfalz.de steht eine Station des Audioguides zur Hörprobe bereit.

Königreich Pfalz“ – Das Magazin zur Ausstellung

Zur Ausstellung „Königreich Pfalz“ erscheint ein Magazin, das auf 132 Seiten 29 Beiträge namhafter Autoren farbenfroh und bildreich präsentiert.

Die kurzen und kurzweiligen Essays greifen die Ausstellungsschwerpunkte auf und laden dazu ein, sich mit der Pfalz im 19. Jahrhundert auseinanderzusetzen.

Die Beiträge sprechen alle an, die sich in die Geschichte der Pfalz im 19. Jahrhundert einlesen und zugleich mehr über die Pfalz und ihre Bewohner erfahren wollen.

Ein besonderes Highlight stellt die aufklappbare „Walhalla der Pfälzer“ dar, die in der Mitte des Magazins auf insgesamt vier Seiten die Wandgrafik aus der Ausstellung abbildet und es so erlaubt, die spektakuläre Aufreihung berühmter Pfälzerinnen und Pfälzer mit nach Hause zu nehmen.

Das Magazin zur Ausstellung trägt die ISBN-Nummer 978-3-930239-24-5 und ist ab 3. März 2013 zum Preis von 7,90 EUR im Museumsshop erhältlich.

Das kleine Königreich – die Kinderebene in der Ausstellung

Technischer Fortschritt, Militarisierung, Revolution, Religion oder Arbeitswelt – all diese Themen spielen immer auch im Leben der Kinder eine Rolle – ob Arbeiterkind oder Adelsspross.

„Das kleine Königreich“, die Kinderebene in der Ausstellung „Königreich Pfalz", erzählt

anhand von 15 Objekten, die durch ihren orangefarbenen Rahmen leicht zu entdecken sind, (Kinder-) Geschichten aus dem 19. Jahrhundert. Die kindgerechte Aufbereitung der Ausstellungsinhalte ist durch eigene Texte und den kostenlosen Kinder-Audioguide gestützt: Ludwig I. und Louise führen die jungen Besucher akustisch durch die Ausstellung und erklären ihnen alles, was es dort zu bestaunen gibt.

Die Medienstationen – Interaktive Vermittlung

Medienstationen bereiten Informationen visuell auf und ermöglichen eine Interaktion mit den Ausstellungsinhalten. Als Teil des Ausstellungskonzepts von „Königreich Pfalz“ bieten sie den Besuchern die Möglichkeit, spannende Detailinformationen zu erfahren, das eigene Wissen zu testen oder auch mit den Ausstellungsobjekten selbst zu interagieren.
Bereits im ersten Raum kann der Besucher sich auf einer interaktiven Karte verschiedenes Kartenmaterial der Pfalz anzeigen lassen. Weiter im Rundgang lädt das Pfalz-ABC dazu ein, durch Berühren der Kästchen die Ausstellungsstücke und Geschichten zu entdecken, die sich hinter den einzelnen Buchstaben verbergen. Nicht zuletzt kann an einer Spiel- und Quiz-Station überprüft werden, was in der Ausstellung so alles entdeckt, gelernt und behalten wurde.

Das Dubbeglas zur Ausstellung

Das Dubbeglas und insbesondere der Dubbeschoppe sind bei den Pfälzern das Maß aller Dinge.

Als Erinnerungsstück an wichtige Ereignisse und Festivitäten bekannt und beliebt, liegt es nahe, dass auch das „Königreich Pfalz“ ein eigenes Dubbeglas präsentiert.

Sowohl das Schoppenglas als auch das kleine Dubbeglas mit dem „Königreich Pfalz“-Herz-Tattoo sind im Museumsshop erhältlich. Für nur 3,90 EUR (0,25 l) bzw. 4,90 EUR (0,5 l) können Pfälzer und Pfalzliebhaber dieses Kleinod aus dem Königreich mit nach Hause nehmen.

 

Ausgewählte Exponate

Prinzregent Luitpold mit Prunkrahmen

Franz von Stuck, Öl auf Leinwand, 1905

Speyer, Historisches Museum der Pfalz

Das Gemälde des Künstlers Franz von Stuck zeigt den Prinzregenten Luitpold im schwarzen Renaissancerock. Es hing bereits fünf Jahre später im neu eröffneten Historischen Museum der Pfalz. Luitpolds volksnahe Art, sein Pflichtbewusstsein und seine Persönlichkeit brachten ihm die Sympathien der Bevölkerung ein. Er hatte die Regierungsgeschäfte formal für seinen geisteskranken und somit regierungsunfähigen Neffen König Otto übernommen.

 

 

 

 

Modell des Ludwigsbrunnens

Eduard I. Wollenweber, Silber, 1901 (Modell)

München, Wittelsbacher Ausgleichsfonds

Am 6. September 1897 wurde auf dem Ludwigsplatz in Ludwigshafen der Ludwigsbrunnen „In dankbarer Erinnerung an die Gründung Ludwigshafens durch König Ludwig I.“ eingeweiht. Knapp 40 Jahre prägte der monumentale Brunnen den Platz, bevor er 1938 bei der Neugestaltung der Grünfläche abgerissen wurde.

 

 

 

Krähenberg-Meteorit

Stein, Mineralien

Speyer, Historisches Museum der Pfalz

Der Krähenberg-Meteorit schlug am 5. Mai 1869 nahe dem Ort Krähenberg in der Südwestpfalz ein. Georg von Neumayer hat ihn sofort wissenschaftlich untersucht und Augenzeugen befragt. Die Löcher auf der Oberfläche entstanden durch die Erwärmung des Meteoriten auf seinem Flug durch die Atmosphäre. Der „Krähenberger“ gilt als einer der schönsten Meteoriten überhaupt.

Napoleons Nachtkerze

Wachs, Silber, Holz, Papier, 1812

Speyer, Historisches Museum der Pfalz

Die Bienenwachskerze ähnelt einer Reliquie. Der Eindruck wird durch die Aufschrift an der Vorderseite noch verstärkt: „Überrest der Wachskerze, welche auf dem Nachttisch des Kaisers Napoleon brannte, als er im Mai 1812 auf der Reise zu der gegen Russland bestimmten Armee in Kaiserslautern übernachtete.“ Napoleon hielt sich von 1804 bis 1813 mehrfach auf der Durchreise in Kaiserslautern auf.

 

Goldwaschbank mit Zubehör

Nadel- und Eichenholz, Haselnussruten, Zinkblech, Eisen, um 1900

Speyer, Historisches Museum der Pfalz

Die Goldwaschbank gehörte Josef Ganninger, dem letzten gewerblich arbeitenden Goldwäscher in der damals bayerischen Pfalz. Er verstarb 1896 und sein Sohn Franz verkaufte das Arbeitsgerät seines Vaters 1905 an die Stadt Speyer. Die Goldwaschbank ist wohl die einzige authentisch überlieferte Ausrüstung eines Goldwäschers am Rhein.

Elwetritsche

Präparat

Bad Dürkheim, Pfalzmuseum für Naturkunde - POLLICHIA-Museum

Elwetritsche sind vogelähnliche Wesen, deren Herkunft geheimnisumwittert ist. Sie leben in der Pfalz und Umgebung, sollen aber auch in Pennsylvania gesichtet worden sein. Reife Rieslingtrauben zählen zu ihrer bevorzugten Nahrung und sie verfügen über ein äußerst scheues Gemüt. Das ausgestellte Exemplar ist das einzige wissenschaftliche Belegstück.

 

Das Begleitprogramm zur Ausstellung

Ein abwechslungsreiches Begleitprogramm rundet die Ausstellung ab. Aktuelle Informationen sind unter http://www.museum.speyer.de/Deutsch/Sonderausstellungen/Koenigreich_Pfalz/Begleitprogramm.htm zu finden.

Lesungen

Freitag, 19. April 2013, 20 Uhr

Michael Konrad

Michael Konrad, 45, ist Pfälzer und seit 18 Jahren Redakteur der RHEINPFALZ und der RHEINPFALZ am SONNTAG. Der gebürtige Landauer hat die Serie „Saach blooß“ über Pfälzer Redensarten und Begriffe erfunden, die zur erfolgreichen Buchreihe wurde, und seit Januar 2007 schreibt er die sonntägliche Mundartkolumne „Ich mään jo blooß“ auf Pfälzisch.

Tickets sind im Historischen Museum der Pfalz Speyer und in der Buchhandlung Oelbermann zum Preis von 6,- EUR erhältlich.


Samstag, 9. März und Samstag, 26. Oktober 2013, jeweils 18.30 Uhr

Königlich-pfälzische Leseabende in der Ausstellung
Die Stadtbibliothek Speyer und das Historische Museum der Pfalz laden Sie zu zwei literarischen Abenden in der Ausstellung „Königreich Pfalz“ ein. Nicola Rühmenapf, Matthias Folz und Joachim Rosshirt lesen von den bayerischen Königen, dem Hambacher Fest und vom Erfolg oder Scheitern der mutigen Auswanderer. In drei Kurzführungen werden die jeweiligen Themenbereiche der Ausstellung vorgestellt. Durch ergänzende Spielszenen entführen Angela Pfenninger und Dieter Schowalter ihre Gäste ins 19. Jahrhundert. Und wenn ein „Zwockel“ auf einen Pfälzer trifft, geht es eben mitunter hoch her – bevor der Abend jeweils mit einem Umtrunk im Forum des Museums ausklingt.

Die Teilnehmerzahl ist auf 25 begrenzt. Die Tickets für die März-Veranstaltung sind ab sofort zum Preis von 10,-EUR an der Museumskasse sowie in der Stadtbibliothek Speyer erhältlich.

Kabarettabend

Freitag, 15. März 2013, 20 Uhr

Ja so simmer“ – Pfälzer Lebensgefühl live!

Gerd Kannegieser, die TWOTONES und Reinig, Braun & Böhm

Pfälzer Befindlichkeiten und „das Pfälzische an sich“ sind ein weites Feld, das die drei beteiligten Künstlergruppen an diesem Abend zu beackern haben. Reinig, Braun & Böhm kommt dabei die Rolle zu, die geschichtlichen Hintergründe bis zum heutigen Stand der pfälzischen Entwicklung zu beleuchten. Gerd Kannegieser begibt sich in allerlei vertrackte Situationen, die den gemeinen Pfälzer heutzutage ereilen können, während die TWOTONES in bewährter Manier ihre Sicht der Dinge dem Publikum näherbringen. Ein Muss für jeden überzeugten Pfalzliebhaber!

Tickets sind zum Vorverkaufspreis von 19,80 EUR (Abendkasse 22,- EUR) im Historischen Museum der Pfalz Speyer, beim Rheinpfalz Ticket Service sowie in der Tourist-Info Speyer erhältlich.

Vorträge

Donnerstag, 11. April 2013, 19 Uhr
„Geschichtsvorstellungen zwischen Kunst und Politik – von Ludwig I. zu Ludwig II.“

PD Dr. Liutgard Löw, Museum der Bayerischen Könige, Hohenschwangau

Donnerstag, 16. Mai 2013, 19 Uhr

Besuche der Wittelsbacher in der Pfalz“
Fritz-Richard Demmel, Wittelsbacher Ausgleichsfonds, München

Donnerstag, 13. Juni 2013, 19 Uhr

Eine Krone für das Königreich – Zur Geschichte der Bayerischen Kroninsignien“
Dr. Sabine Heym, Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, München

Donnerstag, 12. September 2013, 19 Uhr

Die Pfalz – Landschaft für die Sinne im Herzen Europas“
Michael Garthe, Chefredakteur der Tageszeitung „Die Rheinpfalz“

Donnerstag, 19. September 2013, 19 Uhr

Auswanderung aus der Pfalz“
Roland Paul, Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde, Kaiserslautern

Zu allen Vorträgen ist der Eintritt frei.

 

Sonderveranstaltungen

Samstag, 13. April (13–19 Uhr) und Sonntag, 14. April 2013 (11–18 Uhr)

Wein am Dom – Das Weinforum der Pfalz

Weinmesse der Pfalzwein e.V., erstmals in Speyer und unter anderem im Historischen Museum der Pfalz.

Weitere Informationen unter www.pfalzwein.de.


4. Juli 2013, 20 Uhr

Poetry Slam „Home, sweet home“

Zu Hause sein. Ankommen. Beim Fortgehen zurückblicken. Für viele Pfälzer ist das „Königreich Pfalz“ genau so ein Ort: ein Zuhause. Sechs junge Poeten kommen am Abend des 4. Juli 2013 nach Speyer, um in einem Dichterwettstreit ihre Auffassung von „Home, sweet home“ zu präsentieren und sich einer Publikumsjury zu stellen. Wortgewaltig, fantasievoll, lustig, nachdenklich: Slam Poetry kann vieles sein – nur nicht langweilig!

Tickets für den Poetry Slam sind ab Mai 2013 im Museum erhältlich.


21. September 2013, 10 bis 18 Uhr

3. Pfälzer Leberwurstwettbewerb

Etliche Varianten der Spezialität konkurrieren am 21. September 2013 um die Auszeichnungen der prominent besetzten Jurys. Vorbeischauen lohnt sich: Die Leistungsschau des Fleischerverbands Pfalz hält am Veranstaltungstag den ein oder anderen Leckerbissen für die Besucher im Forum des Museums bereit.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.


Begleitprogramm des Jungen Museums Speyer

Osterferien im Museum
Vom 26. bis zum 28. März 2013 wird ein Ferienprogramm zur Sonderausstellung „Königreich Pfalz“ angeboten. In einer Führung und einem Workshop können die Teilnehmer die Lebenswelt im 19. Jahrhundert an drei Vormittagen erkunden.

Kindergeburtstage
Lust auf einen spannenden Geburtstag im Museum? Für Kinder bis 12 Jahre wird die Möglichkeit geboten, einen außergewöhnlichen Geburtstag im „Königreich Pfalz“ zu feiern. 

Begleitprogramm für Schulen

Workshops
Die Workshops beinhalten eine 45-minütige Führung durch die Ausstellung sowie einen 45-minütigen praktischen Teil.
Ob Elwetritsche gebastelt werden, Zweispitze gestaltet oder ein Protestplakat gedruckt wird: Das Programm ist vielseitig, anschaulich, lehrreich und macht Spaß!

Führungen
Wie sah das Leben im 19. Jahrhundert aus? Was war anders als heute? Es können Führungen durch die Sonderausstellung „Königreich Pfalz“ speziell für junge Besucher gebucht werden.

Weitere Informationen zum Begleitprogramm des Jungen Museums Speyer finden Sie unter http://www.museum.speyer.de/Deutsch/Kindermuseum/Koenigreich_Pfalz.htm.

Daten und Fakten

Laufzeit: 3. März bis 27. Oktober 2013

Ausstellungsort: Historisches Museum der Pfalz Speyer

Domplatz 4, 67346 Speyer

Ausstellungsfläche: ca. 900 qm

Homepage: www.koenigreich-pfalz.de

Gesamtleitung: Dr. Eckart Köhne

Ausstellungskuratorin: Simone Heimann M.A.

Ausstellungskonzept: Cathérine Biasini M.A., Lars Börner M.A., Simone Heimann M.A., Dr. Eckart Köhne, Sabine Karle-Coen M.A., Wolfgang Leitmeyer, Almut Neef M.A., Nadine Seidu M.A.,

Dr. Ludger Tekampe, Dr. Werner Transier

Ausstellungsgestaltung: neo.studio, Berlin

Objektmanagement: Nadine Seidu M.A., Dr. Ludger Tekampe

Konzeption Magazin: Simone Heimann M.A., Dr. Eckart Köhne

Redaktion und Lektorat Magazin: Simone Heimann M.A.

Audioguide: Lars Börner M.A., Simone Heimann M.A., pfälzisch (v)erklärt von Dr. Christian CHAKO Habekost

Medien- und Öffentlichkeitsarbeit: Sabine Karle-Coen M.A. (Leitung),Vivien Lipp, Sarah Merabet B.A., Susanne Schilz M.A.

Medientechnik und Netzwerkadministration: Dieter Becker

Restauratorische Betreuung: Lucius Alsen, Christine Lincke, Anja Schäfer

Museumspädagogisches Begleitprogramm: Cathérine Biasini M.A., Almut Neef M.A.


Serviceinformationen

Öffnungszeiten

Das Historische Museum der Pfalz Speyer ist Dienstag bis Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Sonderöffnungszeiten

Während der rheinland-pfälzischen Osterferien und an Feiertagen ist das Museum auch montags geöffnet. Konkret betrifft diese Regelung folgende Daten: Montag, 25. März 2013 (Osterferien), Montag, 1. April 2013 (Ostermontag) und Montag, 20. Mai 2013 (Pfingstmontag).

Eintrittspreise und Gruppenführungen

Eintritt: 13,- EUR
ermäßigt: 11,- EUR
Schüler und Studenten: 4 ,- EUR
Familienkarte: 26,- EUR

Gruppenführungen kosten an Werktagen 60 ,- EUR und am Wochenende/an Feiertagen 70,- EUR, jeweils zzgl. dem ermäßigten Eintritt pro Person.

Vorverkauf

Reguläre Tickets zum Preis von 13,- EUR, ermäßigte Tickets und Schüler/Studenten-Tickets können auch im Online-Ticketshop unter www.museum.speyer.de gekauft werden. Der Besuchstag wird hierbei festgelegt.

Für die Sonderausstellung „Königreich Pfalz“ werden die regulären Eintrittskarten erstmals auch ab Mitte März 2013 im Ticketshop von Rhein-Neckar-Ticket in Mannheim (P3, 4-5) verkauft.

Besucherservice und Gruppenbuchungen
Colette Neufurth (Leitung), Heike Eberhard
Telefon 06232 62 02 22, Telefax 06232 62 02 23, info@museum.speyer.de

Kostenloser Audioguide
Der Audioguide und der Kinder-Audioguide sind – soweit verfügbar – im Eintrittspreis enthalten.

Sparen mit der BahnCard!
Inhaber der BahnCard erhalten gegen Vorlage der BahnCard den ermäßigten Eintrittspreis von 11,- EUR statt 13,- EUR.

Historisches Museum der Pfalz Speyer. Presse

28.02.2013


„Königreich Pfalz“ - ein Streifzug durch eine gute, alte Zeit

Museumsdirektor Dr. Eckart Köhne lüftet Schleier über außergewöhnlichem Ausstellungskonzept

Von Gerhard Cantzler

Da konnte man so richtig „Lust auf Mehr“ bekommen, als jetzt der Direktor des Historischen Museums der Pfalz, Dr. Eckart Köhne, bei seinem Vortrag zur Semestereröffnung der Speyerer Volkshochschule ein Stück weit „den Schleier lüftete“ über der am 3. März startenden nächsten Sonderausstellung seines Hauses, die sich – noch vor Beginn des großen Wittelsbacher-Jahres 2014 mit seinen zahlreichen Präsentationen, u.a. in Mannheim, Mainz und in Erbach – mit dem „Königreich Pfalz“ auseinandersetzen wird, das ja bekanntlich gleichfalls zum Reich der bayerischen Wittelsbacher-Dynastie gehörte.

„Bayern und die Pfalz – das hat historische Relevanz, gerade auch für Speyer und sein Historisches Museum“, betonte Dr. Köhne gleich zu Beginn seines Vortrages. Das Speyerer Museum selbst – Anfang des 20, Jahrhunderts nach Plänen des bayerischen Hofbaumeisters Gabriel von Seidl – eines „Stararchitekten“ seiner Zeit – errichtet, werde sicher das größte Exponat in dieser Schau sein – seine Hülle gleichsam. Natürlich habe man sich in diesem Haus die Frage gestellt, ob eine so groß angelegte Ausstellung über ein regionales Thema überhaupt Aussicht auf Erfolg haben könne, zumal sie sich mit einer Zeit beschäftige, die nicht unbedingt zu den glanzvollsten Europas zu zählen sei.

Das 19. Jahrhundert, von dem Historiker oft als dem „langen Jahrhundert“ sprechen, weil seine Vorboten bereits im 18, und seine Nachwirkungen bis weit ins 20. Jahrhundert hinein bis in die Zeit nach dem 1. Weltkrieg spürbar gewesen seien, habe vielerlei Umbrüche mit sich gebracht: Die europäischen Nationen bildeten sich heraus, Demokratien entstanden, die Aufklärung setzte sich endgültig durch. Wissenschaft und Bildung schafften sich Raum in einem aufstrebenden Bürgertum, die Zersplitterung des Landes in zahllose Fürstentümer wurde – auch in der Pfalz - abgelöst durch Territorialstaaten.

Ziel der Ausstellung sei es deshalb vor allem, in diesem bewegten Umfeld die Wurzeln der Pfalz und der Pfälzer aufzuzeigen.

Ihre genealogischen Wurzeln hatten die Wittelsbacher in Zweibrücken, wo der Herzog von Pfalz-Zweibrücken 1799 unter dem Einfluss Frankreichs zum König von Bayern erhoben wurde. Gleichzeitig sei die rechtsrheinische Kurpfalz an das Haus Baden gegangen und zum Großherzogtum erhoben worden. 1816 fiel dann die Pfalz endgültig an Bayern und sollte dort – nur unterbrochen durch die Zeit des „Dritten Reiches“ - formal bis zur Gründung der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 1949 verbleiben. „Von daher ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass viele der heute hier Anwesenden noch als Bayern geboren wurden“, überraschte Dr. Köhne so manch einen seiner verdutzten Zuhörer.

Unter den bayerischen Königen, so erklärte der Museumsmann, sei Ludwig I. sicher der größte Freund und Förderer der Pfalz gewesen. Im Wiederaufbau des Speyerer Domes habe dies seinen wohl eindrucksvollsten Ausdruck gefunden. Nach seiner durch die „Affäre Lola Montez“ erzwungenen Abdankung folgte ihm Maximilian II. auf dem bayerischen Königsthron, der wiederum vom „Märchenkönig“ Ludwigs II. beerbt wurde. „Von ihm haben wir allerdings kaum Zeichen der Verbundenheit zur Pfalz finden können“, musste Dr. Köhne gestehen. Von daher werde er auch in der Ausstellung kaum eine Rolle spielen.

Anhand von Bildern stimmte der Referent dann sein Publikum auf das ein, was die bis zum 27, Oktober geöffnete Ausstellung in Speyer präsentieren wird: Das beginnt mit dem einst wie eine Ikone verehrten Nachttischleuchter Napoleons und setzt sich fort – nein, nicht in der Krone der Wittelsbacher – die durfte die Münchener Residenz noch nie verlassen. Statt dessen aber das kunstvolle Futteral, in dem die Krone einst aufbewahrt wurde. Vor wenigen Jahren erst wurde es mit anderen Etuis des Kronschatzes im Keller der Residenz aufgespürt, aufwändig restauriert und wird jetzt in Speyer erstmals wieder der Öffentlichkeit präsentiert.

Mit dem bayrisch-pfälzischen Vermessungswesen beschäftigt sich eine weitere Station der Ausstellung. Hier wird die in 60jähriger Arbeit durchgeführte topographische Vermessung von Bayern und der Pfalz gewürdigt – in Steinplatten geschnitten, von denen dann die Lithographien abgedruckt werden konnten.

Breiten Raum wird die Auswandererbewegung aus der Pfalz des 19. Jahrhunderts einnehmen, die zu einem gefährlichen Aderlass an Menschen geführt habe. Missernten und Hungersnöte, missglückte Freiheits- und Demokratiebestrebungen trieben die Pfälzer in Scharen „über den großen Teich“, wo sie ihre pfälzische Identität und Lebensart zum Teil bis heute bewahrt haben. Ein Schild an einem Rasthaus lädt:ein „Kumm esse !“.

Dr. Köhne erinnerte an große Pfälzer, die in Amerika zu Ansehen und Reichtum gekommen seien, wie den aus Kallstadt an der Weinstraße stammenden „Ketchup-König“ Henry John Heinz, an den aus Landau emigrierten Karikaturisten Thomas Nast – den Schöpfer des pausbäckigen CocaCola-Maskottchens „Santa Claas“ - oder den aus Zweibrücken stammenden Eisenbahnkönig Eugene Woldemar Hilgard. Sie alle werden in der Ausstellung ihren würdigen Platz finden.

Der Entwicklung der bürgerlichen Gesellschaft wird ein weiterer Schwerpunkt der Schau gewidmet sein – den christlichen Kirchen und dem Judentum in der Pfalz ein anderer. Der bedeutende Speyerer Bischof Nikolaus von Weis, Neubegründer des Bistums Speyer und Erneuerer des Speyerer Domes, wird einen Platz in der Schau haben.

Eine echte Rarität: Die Modellkammer des Bildhauers Gottfried Renn, der in der Folge des mit der Ausgestaltung des Domes beauftragten bayerischen Hofmalers Johann Schraudolph nach Speyer kam. Von ihm sind heute über 440 Gipsformen seiner Plastiken erhalten, von denen eine repräsentative Auswahl in einer Installation gezeigt wird.

30 bis 40 Genrebilder – Landschaften und Winzerbilder zumeist – werden in „Peterburger Hängung“ zusammengeführt und geben Zeugnis, dass die Pfalz als kreativer Ort der Entstehung großer Kunst einen hohen Rang einnahm, auch wenn „die attraktivere Richtung Bildender Künstler aus der Pfalz eindeutig in umgekehrter Richtung gen München gewiesen habe, wie Dr. Köhne unterstrich.

Ludwigshafen, die BASF - Exponate, die die Verbundenheit der Chemiestadt mit dem bayerischen Königshaus demonstrierten – darunter eines der „glanzvollsten“ Exponate, ein gut ein Meter hohes Modell des Ludwigsbrunnens in purem Sterling-Silber - und schließlich End- und Höhepunkt der Ausstellung: Die „Pfälzische Wallhalla“ in einem der runden Turmzimmer des Museums, in dem gut 100 der bedeutendsten Pfälzer ihren Platz finden werden.

Es verspricht eine spannende Schau zu werden, diese Ausstellung über das „Königreich Pfalz“, durch die neben einem informativen Booklet auch ein Audio-Guide führen wird, auf dem kein geringerer als der in Mannheim geborene Kurpfälzer Kabarettist Chistian „Chako“ Habekost sich augenzwinkernd seine Gedenken machen wird über die Pfalz und ihre Könige. Und wer dann immer noch nicht genug Pfalz getankt hat, der kann am Ausgang der Ausstellung ein (oder mehrere) Exemplar(e) der Sonderedition eines „Pälzer Dubbeglases“ erstehen, on denen der Museumsdirektor bei diesem Vortrag das erste Muster präsentierte.

Auch Kulturdezernentin Monika Kabs, die zu Beginn in den Vortragsabend und damit in das neue Semester der VHS Speyer eingeführt und die besondere Bedeutung des Themas am Vorabend der Eröffnung der Ausstellung „Königreich Pfalz“ hervorgehoben hatte, zeigte sich begeistert von dem sich abzeichnenden Konzept der Ausstellung zwischen wissenschaftlicher Ernsthaftigkeit und augenzwinkerndem Amusement.

Und so mag es wohl auch ihrem Kollegen im Stadtvorstand, dem Beigeordneten Dr. Wolf Böhm, und den zahlreich erschienenen Mitgliedern des Speyerer Stadtrates gegangen sein, die als echte Demokraten gekommen waren, um gemeinsam mit einer den Vortragssaal in der Villa Eccarius bis auf den letzten Platz füllenden Zahl von Bürgerinnen und Bürgern der Stadt dem „Königreich Pfalz“ zu huldigen und ihm ihre Aufwartung zu machen. Foto: gc

25.01.2013


Museumsdirektor Dr. Eckart Köhne lüftet Schleier - Bilderalbum

Historisches Museum der Pfalz erstrahlt in neuem Kupferglanz

Dacharbeiten am historischen Gebäude abgeschlossen

Speyer- Circa 100.000 Naturschieferplatten wurden bei den Restaurierungsarbeiten vom 25. Mai 2012 bis zum 21. Januar 2013 auf dem vielgestaltigen Dach und auf den beiden Portaltürmen des Historischen Museums der Pfalz in altdeutscher Deckung angebracht. Zeitgleich erhielt die Fassade des Gebäudes einen neuen Anstrich und Fenstergewände und Friese wurden saniert.

Die Kosten für die Baumaßnahme in Höhe von insgesamt 832.000 Euro wurden durch die Stiftung des Historischen Museums der Pfalz mit Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz aufgebracht.

Trotz Baubetrieb war die kulturhistorische Sonderausstellung „Ägyptens Schätze entdecken. Meisterwerke aus dem Ägyptischen Museum Turin“, die bis Mitte Oktober 2012 gezeigt wurde, uneingeschränkt zu sehen und mit rund 125.000 Besuchern ein großer Publikumsmagnet.

Das Historische Museum der Pfalz wurde von 1848 bis 1913 vom bayerischen Architekt Gabriel von Seidl erbaut und beherbergt seit seiner Eröffnung 1910 sowohl Schausammlungen, die die Geschichte der Region erzählen, als auch Sonderausstellungen, die mit ihren innovativen Inszenierungen dazu beigetragen haben, dass das Museum zu den besucherstärksten in Deutschland zählt.

Was außer dem Museumsbau noch durch die bayerische Zeit der Pfalz geprägt wurde, ist ab 3. März in der Sonderausstellung „Königreich Pfalz“ zu sehen. Weitere Informationen unter www.koenigreich-pfalz.de.

24.01.2013


„Die Könige kommen....“

Ausstellung über das „Königreich Pfalz“ im Historischen Museum der Pfalz in Speyer

„Die Könige kommen...“ - so prangt es jetzt in riesigen Lettern vom Portal des Speyerer Historischen Museums der Pfalz – und damit wollen die Speyerer Museumsleute nicht auf das Kommen der Heiligen Drei Könige hinweisen, die an diesem Wochenenden überall im Lande Einzug halten in die pittoresken Krippenlandschaften in unseren Kirchen.

Eingerahmt von den beiden großen Bannern, die für die noch bis zum 7. April 2013 verlängerte Super-Schau „Ägypten – Schätze entdecken“ werben, machen „die Könige“ jetzt schon aufmerksam auf das nächste große Ausstellungsereignis in dem Speyerer Haus, das vom 3. März bis zum 27. Oktober 2013 unter dem Titel „Königreich Pfalz“ die Geschichte der Pfalz unter der bayrischen Herrschaft in den Jahren 1816 bis 1918 in den Blick nehmen wird..

Das Historische Museum würdigt mit dieser Schau im Rahmen des „Wittelsbacher Jahres 2013“ das bayerische Herrschergeschlecht, das mit der Geschichte der Stadt Speyer ebenso wie mit der des Museums selbst eng verbunden ist. Am 22. Mai 1910 nämlich wurde das Museumsgebäude in Blickweite zum Kaiser- und Mariendom durch einen Gesandten des Prinzregent Luitpold feierlich eingeweiht.

Die Ausstellung „Königreich Pfalz“ verspricht einen ungewöhnlichen Blick auf die Kulturgeschichte der bayrischen Pfalz und zeigt neben bedeutenden Ausstellungsstücken auch einfache Alltagsgegenstände sowie persönliche Erinnerungsstücke, die zu einer neuen Auseinandersetzung mit der pfälzischen Geschichte einladen. cr./Foto: ca

05.01.2013


Mit Jung und Alt ins Mittelalter -

„Sammlung Domschatz“ im Historischen Museum der Pfalz zum Erlebnisbereich umgestaltet

hmp. Speyer. Mit allen Sinnen können jetzt die Besucher der „Sammlung Domschatz“ im Historischen Museum der Pfalz erleben, wie es beim Bauen im Mittelalter so zuging. Denn dort, wo bis vor kurzem noch die monumentalen Fresken von Johann Baptisr Schraudolph die Szenerie beherrschten, können Alt und Jung ab dem 1. Dezember 2012 eintauchen in die Zeit um 1040, wo sie sich dann mitten auf der Dombaustelle wiederfinden.

Der Dombau hat gerade erst begonnen, die Fundamente sind gelegt und von einem einfachen, mit Hanfseilen zusammengehaltenen Stangengerüst aus werden die Wände gemauert. Ein unfertiger Sandsteinquader, ein „Wolf“ - ein sichtbar gemachter Dübel zur Verbindung von Steinquadern und Rekonstruktionen von mittelalterlichen Werkzeugen machen die Arbeit eines Steinmetzen anschaulich, während die Seilwinde in den Besuchern eine Ahnung für die Mühen der damaligen Bauarbeiter weckt.

Damit wird künftig neben der Baugeschichte des Doms als ein weiterer Schwerpunkt das Thema „Mittelalterliche Bautechnik“ in den Blick genommen. Zusammen mit Installationen, visuellen Rekonstruktionen und Modellen hat das Historische Museum der Pfalz damit eine Präsentation zusammengestellt, die für Jung und Alt spannend und erlebnisreich istund welche die umfangreiche Sammlung wertvoller sakraler Geräte und Paramente auf das beste ergänzt.

Die virtuelle Rekonstruktion, die 2011 zur Salier-Ausstellung entstand, ist nun dauerhaft Teil der Präsentation und zeigt die 1000-jährige Baugeschichte des Doms auf drei parallel geschalteten Großbildschirmen. Der Besucher wird dabei mit auf eine Reise durch die Vergangenheit genommen und kann die Errichtung aber auch die Umbauten und Zerstörungen des Doms miterleben.

Anlass und Gelegenheit für die Umgestaltung - so der Direktor des Historischen Museums der Pfalz, Dr. Eckart Köhne, bei der Vorstellung der neuen Schau - habe sich im Sommer durch die Abnahme der drei Nazarener-Fresken des Münchner Historienmalers geboten, als die seit 1992 im Erweiterungsbau des Historischen Museums der Pfalz angebrachten Kunstwerke zurück in den Dom – für den sie einst geschaffen wurden – verlagert wurden und dort im frisch sanierten Kaisersaal einen würdigen Standort fanden.

Etwas ganz Besonderes seien dabei die originalen Farbentwürfe Schraudolphs zu diesen Fresken, die das Historische Museum der Pfalz im neugestalteten Domschatz präsentiert. Wie die Sammlungsleiterin des Domschatzes, Sabine Kaufmann M.A., erläuterte, sind diese kleinformatigen Gemälde mit höchster Sorgfalt ausgeführt und gewähren so tiefe Einblicke in die Arbeitsweise und persönliche Handschrift des Meisters. Sie dienten nicht nur der Vorbereitung und Ausführung, sondern auch der Abstimmung des Bildkonzeptes mit dem königlichen Auftraggeber, König Ludwig I. von Bayern. Die Entwürfe, so Sabine Kaufmann weiter, böten den Besuchern zugleich die einzigartige Möglichkeit, den vollständigen, fünfteiligen Bernhards-Zyklus wiederzuentdecken. Das fünfte Gemälde – die Vision des Heiligen Bernhard – konnte nämlich bei der Abnahme der Fresken in den 60er Jahren nicht gerettet werden.

Zusätzlich zeigt die ebenfalls 2011 entstandene virtuelle Rekonstruktion den vollständig ausgemalten Dom in seiner ganzen Farbenpracht (siehe Video im SPEYER-KURIER). Dort kann der Besucher in Zukunft nicht nur die Einzelbilder bewundern, sondern auch die heute vollständig verlorenen Ornament- und Dekorationsmalereien von Joseph Schwarzmann.

Ab sofort hat auch das Junge Museum einen festen Platz in der „Sammlung Domschatz“. Um Kindern und Jugendlichen einen leichten und spielerischen Zugang zu bieten, wurde ein großformatiges, interaktives Dommodell konzipiert, das im Rahmen von Workshops zusammengesetzt werden kann. Name und Bedeutung der einzelnen Bauteile und die Gliederung eines romanischen Kirchenbaues bleiben so nicht nur trockene Theorie, sondern laden zum Selbermachen, Erleben und Entdecken ein. Auch wie durch die Domweihe aus einem weltlichen ein heiliger Ort wird, können Kinder hier erfahren.

Mit der Inszenierung der Dombaustelle in der neugestalteten „Sammlung Domschatz“ hat das Historische Museum der Pfalz ein besonderes Angebot für Schüler geschaffen. Das Junge Museum veranschaulicht Geschichte, macht sie erfahrbar und bietet Raum zum Mitmachen und Erleben. Wie waren die einzelnen Dombauhütten organisiert? Wie sahen die Arbeitsabläufe aus? Wie hat der Bau des Domes das mittelalterliche Speyer geprägt? Die Inszenierung bietet Gesprächsstoff und macht Lerninhalte anschaulich und greifbar.

Der größte Dom des christlichen Abendlandes war es, den Konrad II. bauen wollte. Er legte den Grundstein zum salischen Kaiserdom, aber weder er selbst noch sein Sohn haben die Vollendung erlebt. Erst Heinrich IV. konnte 1061 die Weihe des Domes miterleben und ihn – nach einer frühen Umbauphase – im Jahr 1106 vollenden. Der Dom war ein prachtvolles Zeichen des salischen Machtanspruchs und in seiner Zeit – mit 134 m Länge und einer Höhe im Mittelschiff von 33 Metern – das größte Bauwerk des Abendlandes.

Kaum einer, der nicht auch heute noch beim Betrachten des Kaiserdomes in Speyer in Ehrfurcht verharrt. Besonders für Schüler der Pfälzer Schulen ist es ein absolutes „Muss“, den Speyerer Dom aus der Nähe zu erkunden – und das nicht nur, weil das Thema „Der Bau einer Kathedrale“ in den Klassen 7 und 8 Teil des Lehrplans ist.

Durch die Ausstellung kann Geschichte über den Geschichtsunterricht hinaus erfahrbar und nachvollziehbar werden. Kinder und Erwachsene können eigene Erkenntnisse gewinnen, historische Vorgänge nachvollziehen und deren Auswirkung auf die Gegenwart verstehen. Die Dombaustelle im neugestalteten Domschatz kann den jungen Museumsbesuchern genau das bieten: Erlebnis und Erkenntnis, kurz – Freude am Lernen!  Foto: gc

Daten und Serviceinformationen Domschatz

Wiedereröffnung der Sammlung Domschatz: ab 2. Dezember 2012

Ausstellungsort: Domschatzkammer im Historische Museum der Pfalz Speyer

Direktor: Dr. Eckart Köhne

Projektleitung: Sabine Kaufmann M.A., Sammlungsleiterin Domschatz

Hands-on Objekte und Vermittlungskonzept: Almut Neef M.A., Junges Museum Speyer

Ausstellungsbau: AMF Theaterbauten GmbH, Erdmannhausen

Multimedia: ArchimediX GbR, Ober-Ramstadt

Modellbau: ConstruVISION, St. Wendel


Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr, sowie montags an Feiertagen und in den rheinland-pfälzischen Oster- und Weihnachtsferien

Eintritt: 7 € ermäßigter Eintritt 3 € Familienkarte 14 €

Besucherservice: Colette Neufurth (Leitung), Heike Eberhard

Telefon 06232 62 02 22, Telefax 06232 62 02 23

info@museum.speyer.de Internet: http://www.museum.speyer.de

30.11.2012


„Sammlung Domschatz“ zum Erlebnisbereich umgestaltet - Bilderalbum

   

Rückblick und Ausblick beim Jahresmediengespräch im Historischen Museum der Pfalz in Speyer

Direktor Dr. Eckart Köhne richtete beim Jahrsmediengespräch in seinen Ausführungen den Blick auf die Themen und Ausstellungen der kommenden Jahre. Er begann jedoch mit einem Rückblick auf die sehr erfolgreiche Ausstellung: „Ägyptens Schätze entdecken“, so hieß die Devise für das Ausstellungsjahr 2012 im Historischen Museum der Pfalz. Das Ägyptische Museum Turin war mit herausragenden Originalexponaten zu Gast in Speyer. Mehr als 125.000 Besucherinnen und Besucher sahen die beiden Ausstellungen, rund 1.000 Gruppenbuchungen wurden gezählt. Angesichts des großen Erfolgs ist es gelungen, die Mitmach-Ausstellung „Ägyptens Schätze entdecken“ mit neuen Leihgaben bis zum 7. April 2013 zu verlängern.

Im kommenden Jahr kehrt das Historische Museum der Pfalz zu seinen Wurzeln zurück. Im Wittelsbacherjahr 2013 heißt das Motto „Königreich Pfalz“! Erstmals seit langem widmet sich eine große Sonderausstellung einem Thema aus der Region. Die Wittelsbacher regierten seit 1816 als Könige auch über die Pfalz. Die Ausstellung stellt eine bewegte Epoche dar, das „lange“ 19. Jahrhundert, mit Entwicklungen vom Absolutismus bis zur Demokratie, vom Agrarstaat hin zur Industrialisierung. In dieser Zeit wurde die linksrheinische Pfalz geboren, wie wir sie heute kennen.

Bei der Vermittlung dieses Themas geht das Museum neue Wege: Der Audioguide, der wieder im Eintrittspreis inbegriffen ist, liegt nicht mehr nur in der Hand der Wissenschaftler. Der Comedian CHAKO Habekost steuert für diesen seine Interpretationen, aber auch seine Fragen und Anmerkungen bei. So spannend und unterhaltsam wurde Geschichte noch nie an unserem Museum vermittelt! Zur Ausstellung erscheint statt eines Katalogs ein Magazin, auch dies eine neue Vermittlungsform.

Die Beteiligung am Wittelsbacherjahr 2013 bietet für das Historische Museum der Pfalz die Chance, sich wieder enger mit den Partnern in der Region aus den Bereichen Wissenschaft, Museum und Kultur zusammenzuschließen. Das Museum ist der Ort, an dem das bewegliche kulturelle Erbe der Pfalz gesammelt, bewahrt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann. Diese Aufgabe soll in den kommenden Jahren verstärkt in den Blick genommen werden. Dies bedeutet aber nicht, dass die großen Ausstellungen, für die das Museum in Nah und Fern bekannt ist, vernachlässigt werden!

In naher Zukunft stehen am Museum Sanierungsarbeiten an. Dies nehmen wir zum Anlass, gemeinsam mit den Gremien der Museumsstiftung über die Ziele und Möglichkeiten des Museums zu diskutieren und einen Masterplan für die kommenden Jahre zu entwickeln. Die Arbeiten daran haben bereits begonnen, und wir beabsichtigen, im Sommer des kommenden Jahres die Ergebnisse vorzustellen.

Das Historische Museum der Pfalz ist ein Leuchtturm der rheinland-pfälzischen Museumslandschaft. Gemeinsam mit unseren Stiftern setzen wir alles daran, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die hohe Qualität der Museumsprojekte zu erhalten und weiter auch national und international mit unseren Ausstellungen bekannt zu bleiben. Das Jahr 2014 gehört mit „40 Jahre PLAYMOBIL“ und „Leonardo – Forscher und Erfinder“ vor allem den Familien. „Richard Löwenherz“ oder „Die Maya“ sind Themen, die in den Folgejahren im Rahmen von großen kulturhistorischen Ausstellungen aufgegriffen werden sollen.

Im Jahr 2018 jährt sich der Geburtstag Rudolfs von Habsburg zum 800sten mal. Der Gründer der Habsburger-Dynastie ist im Speyerer Dom in der Kaisergruft bestattet, seine Grabplatte ist ein Hauptwerk der gotischen Porträtkunst. Anlässlich dieses Jubiläums von europäischer Dimension besteht die große Chance für Speyer, mit einem internationalen Ausstellungsprojekt an die großen Sonderausstellungen der letzten Jahre anzuknüpfen.

Vorschau

Rheingolddukat Ludwigs I.
Rheingold, 1830
Mit besonderem Bezug zur Pfalz ließen die bayerischen Könige Maximilian I. Joseph, Ludwig I. und Maximilian II. zwischen 1821 und 1862 aus Rheingold Dukaten prägen.Die Ausstellung im Wittelsbacherjahr 2013 - „Königreich Pfalz“

3. März bis 27. Oktober 2013

Mit der Ausstellung „Königreich Pfalz“ präsentiert das Historische Museum der Pfalz vom

3. März bis 27. Oktober 2013 die bayerisch-pfälzische Zeit von 1816 bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Damit bildet die Ausstellung den Auftakt der Veranstaltungen im „Wittelsbacherjahr 2013“, die die Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim, die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz mit der Villa Ludwigshöhe, das Kurpfälzische Museum Heidelberg und Kloster Erbach im Odenwald gemeinsam und in wissenschaftlichem und engem kollegialen Austausch realisieren werden.

Verschiedene Präsentationsebenen verbinden in der Ausstellung die historische Darstellung der Pfalz in bayerischer Zeit mit facettenreichen Alltags- und Lebensgeschichten der Menschen aus der Region. Dabei zählen „Pfälzische Identität“, „Umbruch und Industrialisierung“ oder „Auswanderung“ genauso zu den Themen der Ausstellung, wie die Darstellung der bayerischen Könige, Maximilian I. Joseph, Ludwig I. und Prinzregent Luitpold. In einer eigenen „Ruhmeshalle“ treffen die Besucher auf berühmte pfälzische Persönlichkeiten und in einer „Gemäldegalerie“ auf bekannte Pfälzer Künstler, wie Max Slevogt oder Hans Purrmann.

Über 290 Objekte aus pfälzischen und bayerischen Museen, darunter auch Leihgaben aus dem Bayerischen Nationalmuseum oder der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen wie auch aus dem Wittelsbacher Ausgleichsfonds gewähren einen intensiven Überblick über die pfälzische Geschichte.

Neu am Konzept der Ausstellung sind zwei Angebote: Der Audioguide, der zur Ausstellung von Comedian und Autor Dr. Christian CHAKO Habekost „pfälzisch (v)erklärt“ wird und für neue Unterhaltung und Freude an Pfälzer Mundart sorgt.

Die Begleitpublikation, sie wird auffallend anders sein: ein modernes Magazin, das im journalistischen Stil in über 20 kurzen und kurzweiligen Beiträgen die Inhalte der Ausstellung attraktiv aufgreift.

Von zentraler Bedeutung für die Ausstellungsvorbereitung ist der enge Kontakt mit den Museen und kulturellen Einrichtungen in der Pfalz. Wissenschaftlich unterstützt wird das Team des Historischen Museums der Pfalz bei seiner Arbeit vom Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde in Kaiserslautern, das Netzwerk in der Region auszubauen ist dabei allen Beteiligten ein großes Anliegen.

Rund um die Ausstellung

Frühbucher-Rabatt für Gruppen

Das Historische Museum der Pfalz bietet auf alle Gruppenbuchungen für die Sonderausstellung „Königreich Pfalz“, die bis zum 15. Februar 2013 beim Museum eingehen, 10 % Rabatt – sowohl auf den Eintrittspreis, als auch auf die Führungsgebühr.

Das Formular zur Anmeldung steht ab sofort unter www.museum.speyer.de zum Download bereit.

Videotagebuch zur Ausstellung

Im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahrs wird für die kommende Ausstellung erstmalig von der FSJlerin Vivien Lipp, Abteilung für Medien- und Öffentlichkeitsarbeit, ein ausstellungsbegleitendes Videotagebuch realisiert. In kurzen Beiträgen skizziert sie ihre Eindrücke sowie die Vorbereitung der nächsten großen Sonderausstellung „Königreich Pfalz“.

Ihr Eintrag Nummer eins kann ab sofort im hauseigenen youtube-Kanal unter http://www.youtube.com/user/HiMusPfalz angesehen werden.

Lesung

Freitag, 19. April 2013, 20 Uhr

Michael Konrad

Tickets sind ab 1. Dezember 2012 im Historischen Museum der Pfalz Speyer und in der Buchhandlung Oelbermann zum Preis von 6,- EUR erhältlich.

Kabarettabend

Freitag, 15. März 2013, 20 Uhr „Ja so simmer“ – Pfälzer Lebensgefühl live!

Gerd Kannegieser, die TWOTONES und Reinig, Braun & Böhm

„Pfälzer Befindlichkeiten, das Pfälzische an sich und die kleinen, aber entscheidenden Unterschiede zu anderen Volksstämmen. Ein weites Feld, das die drei beteiligten Künstler an diesem Abend zu beackern haben. Reinig, Braun & Böhm kommt dabei die Rolle zu, die geschichtlichen Hintergründe bis zum heutigen Stand der pfälzischen Entwicklung zu beleuchten. Gerd Kannegieser begibt sich in allerlei vertrackte Situationen, die den gemeinen Pfälzer heutzutage ereilen können, während die TWOTONES in bewährter Manier ihre Sicht der Dinge in Form von blitzgescheiten Texten, verpackt in einen ‚Strauß bunter Melodien’, dem Publikum näherbringen. Ein Muss für jeden überzeugten Pfalzliebhaber!“ Rainer Klundt

Tickets sind zum Vorverkaufspreis von 19,80 EUR (Abendkasse 22,- EUR) ab sofort im Historischen Museum der Pfalz Speyer, bei der RTS sowie in der Tourist-Info Speyer erhältlich.

Vorträge

Donnerstag, 11. April 2013, 19 Uhr
Dr. Liutgard Löw
Museum der Bayerischen Könige, Hohenschwangau

„Geschichtsvorstellungen zwischen Kunst und Politik. Von Ludwig I. zu Ludwig II.“

Donnerstag, 16. Mai 2013, 19 Uhr
Fritz-Richard Demmel
Wittelsbacher Ausgleichsfonds, München
„Besuche der Wittelsbacher in der Pfalz“

Donnerstag, 13. Juni 2013, 19 Uhr
Dr. Sabine Heym
Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, München
„Eine Krone für das Königreich – Zur Geschichte der Bayerischen Kroninsignien“

Donnerstag, 19. September 2013, 19 Uhr
Roland Paul
Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde, Kaiserslautern
„Auswanderung aus der Pfalz“

Zu allen Vorträgen ist der Eintritt frei.

Sonderveranstaltung

21. September 2013, 10 bis 18 Uhr

3. Pfälzer Leberwurstwettbewerb

Da auch die Leberwurst ein wichtiges, identitätsstiftendes pfälzisches Kulturgut ist freut sich das Historische Museum der Pfalz Speyer bekannt zu geben, dass der 3. Pfälzer Leberwurstwettbewerb des Fleischerverbands Pfalz am Samstag, 21. September 2013 im FORUM des Museums stattfinden wird. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

Partner und Sponsoren im Projekt

Das Historische Museum der Pfalz Speyer bedankt sich bei folgenden Unterstützern und Partnern:

Versicherungskammer Bayern

Hornbach-Baumarkt-AG

Medienpartner:

Die Rheinpfalz

SWR2

Vorschau

Produktion PLAYMOBIL Weihnachtsmann.
© geobra Brandstätter GmbH & Co. KG„40 Jahre PLAYMOBIL“ vom 1. Dezember 2013 bis 22. Juni 2014

2014 präsentiert das Historische Museum der Pfalz ein ganz besonderes Jubiläum: PLAYMOBIL wird 40 Jahre! 1974 traten die ersten PLAYMOBIL-Figuren lächelnd ihre internationale Karriere an und haben bis heute gemeinsam mit ihren zahlreichen Geschwistern Kultstatus erlangt. Was macht das Erfolgrezept von PLAYMOBIL aus? Vom 1. Dezember 2013 bis 22. Juni 2014 geht die Familien-Ausstellung „40 Jahre PLAYMOBIL“ im Historischen Museum der Pfalz dem Phänomen PLAYMOBIL auf den Grund.

Das Junge Museum Speyer setzt auf Interaktion, Medieneinsatz und Spielmöglichkeiten, wenn es darum geht, Faszination und Lernfreude zu wecken.

Große PLAYMOBIL-Installationen zu historischen Themen werden die Besucher begeistern und in die PLAYMOBIL-Welt eintauchen lassen. Eine begehbare Höhle, eine römische Galeere und eine große Baustelle sind Beispiele spannender Spielstationen, die zum Mitmachen und Erforschen einladen. Besonders beeindruckend sind die detailreichen Installationen von PLAYMOBIL-Sammlern und Künstlern. Diese zeigen, dass PLAYMOBIL nicht nur Kinder begeistern, sondern auch Erwachsene faszinieren kann.

Bis heute bevölkern 2,5 Milliarden PLAYMOBIL-Figuren Kinderzimmer auf der ganzen Welt. Mehr als 3.700 Figurenvarianten sind seit 1974 entstanden. Hielten sich alle PLAYMOBIL-Figuren an der Hand, reichten sie 3,1 Mal um die Erde. Ein Ende ist nicht absehbar, daher ist es nun an der Zeit, ihre Kult(ur)-geschichte zu erzählen.

Anfang der 70er Jahre erfand Hans Beck vom Spielwarenhersteller geobra Brandstätter die sympathischen Spielkameraden. Im Laufe der Zeit wurde die PLAYMOBIL-Welt ständig verändert – eine spannende Entwicklung, die in der Ausstellung anhand von Figuren aus den Jahren 1974 bis 2014 erzählt wird.

Kontinuierlich werden neue PLAYMOBIL-Ideen umgesetzt, manche sogar auf Wunsch der Kinder, die Briefe mit ihren Vorstellungen an PLAYMOBIL schicken. Die Ausstellung lässt die Entwicklung der PLAYMOBIL-Objekte von der Idee bis zum fertigen Artikel in einzelnen Produktionsschritten nachvollziehen. Wie sieht das Granulat aus oder eine Spritzgussmaschine? Wie wird eine PLAYMOBILfigur zusammengesetzt? In der Familien-Ausstellung des Historischen Museums der Pfalz wird so manches Geheimnis gelüftet.

Vorschau

4. September 1914, Speyer
Aus der "Kriegssammlung" des Historischen Museums der Pfalz
Am 4. September 1914, einen Monat nach Kriegsausbruch, kommen Verwundete aus dem lothringischen Saarburg auf dem Bahnhof Speyer an.„1914-1918 – Die Pfalz im Ersten Weltkrieg“ Juni 2014 bis November 2018

Das Historische Museum der Pfalz präsentiert 2014 – hundert Jahre nach dem Beginn des ersten Weltkrieges – das spannende Ausstellungsprojekt „1914-1918 – Die Pfalz im Ersten Weltkrieg“. Seit Anfang des Jahres laufen die Arbeiten an dem einzigartigen Konzept, das Museum, Internet und öffentlichen Raum verbindet.

Schwerpunkt der Präsentation wird die Pfalz und ihre Rolle als wichtiger Versorgungsraum nahe der Kriegsfront sein: Pfälzische Lazarettstandorte und große Kriegsgefangenenlager in Landau und Germersheim werden ebenso im Zentrum stehen wie die schwierige Ernährungslage der zivilen Bevölkerung während der Kriegsjahre. Auch die Rüstungsindustrie war in der Pfalz von großer Bedeutung und ist somit ein Thema der Präsentation.

Während des Ersten Weltkrieges wurde eine sogenannte „Kriegssammlung“ angelegt, die das Archiv des Historischen Museums der Pfalz seit knapp hundert Jahren aufbewahrt. Jetzt wird diese Sammlung neu aufbereitet und erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Diese bisher „unbekannten Zeitzeugen“ sind vor allem Plakate aus den besetzten Gebieten Belgien und Frankreich, aber auch Druckschriften, Kriegspostkarten und handschriftlich verfasste Lieder und Gedichte.

Das Historische Museum der Pfalz stellt diese einzigartigen Exponate in Form einer Internetdatenbank zur Verfügung, auf der sich Interessierte durch die Zeit zwischen 1914 und 1918 klicken und die damalige Lebenswirklichkeit erkunden können. Diese Datenbank, die unter http://www.museum-digital.de/rlp/ bereitgestellt und fortlaufend erweitert wird, bildet das zweite Element des umfangreichen Gesamtkonzepts.

Eine besonders gestaltete Plakataktion im öffentlichen Raum ist der dritte Teil des Projektes. So können zahlreiche Passanten an das Jahr 1914 erinnert und auf das Thema aufmerksam gemacht werden.

Die Europäische Union fördert das Projekt „1914-1918 – Die Pfalz im Ersten Weltkrieg“ im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Das Historische Museum der Pfalz beteiligt sich dabei an dem aktuell größten länderübergreifenden Kulturvorhaben am Oberrhein, das mit einem Gesamtbudget von 2,5 Millionen von Partnern aus Deutschland , Frankreich und der Schweiz realisiert wird.

Ziel ist es, im Jahr 2014 gemeinsam acht Ausstellungen zu präsentieren, die den Ersten Weltkrieg – die „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ – aus französischer, schweizerischer und deutscher Perspektive zeigen.

Zusatzinformation:

Das Museum ist an Schenkungen und Leihgaben aus der Bevölkerung zum Thema Erster Weltkrieg interessiert. Wer etwas anbieten möchte, kann dies telefonisch unter 06232-1325-0 oder per Mail direkt an ludger.tekampe@museum.speyer.de tun.

Serviceinformationen

Öffnungszeiten des Museums:

Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr sowie an Feiertagen

Internet:

www.museum.speyer.de

www.kindermuseum.speyer.de

Colette Neufurth (Besucherservice) Telefon 06232 62 02 22

Foto: sämtliche Fotos oder Reproduktion: Historisches Museum der Pfalz / Peter Haag-Kirchner

17.11.2012


Bildervorschau auf die geplanten Austellungen

Plakatmotiv der Sonderausstellung „Königreich Pfalz“ des Historischen Museums der Pfalz Speyer. Gestaltung: DIESSEITS Kommunikationsdesign (Norbert Herwig | Anke von Bremen GbR) Herbststimmung – Blick von der Villa Ludwigshöhe in die Ebene. Bueste MaxI Joseph Gottfried Renn, um 1845 Gips Der Bildhauer Gottfried Renn (1818–1900) war in der gesamten Pfalz tätig und wirkte vor allem auch am Speyerer Dom. Kraehenbergmeteorit Gewicht: 14,25 kg Am 5. Mai 1869 schlug in Krähenberg auf der Sickinger Höhe ein Meteorit ein, den Georg von Neumayer umfangreich untersuchte. Der weltbekannte Wissenschaftler aus Kirchheimbolanden nannte ihn einen „interessanten Fremdling, der die Pfalz mit seinem Besuche beglückte“. Staatsportrait Ludwigs I. nach Joseph Karl Stieler, nach 1825 Öl auf Leinwand Das Repräsentationsgemälde zeigt König Ludwig I. in vollem Ornat, die bayerische Königskrone ist zu seiner Rechten deutlich zu erkennen. Zur Pfalz als achtem Kreis seines Königtums pflegte Ludwig I. eine besondere Beziehung und schrieb: „Pfalz, dich lieb ich und Euch Pfälzer, wie Ihr mich!“
Modell des Ludwigsbrunnens Eduard I. Wollenweber, 1901 Silber Der 15 m hohe „Ludwigsbrunnen“ stand von 1897-1938 in Ludwigshafen. Errichtet wurde der Brunnen auf Initiative der „Pfälzischen Eisenbahn“ zur Erinnerung an König Ludwig I., den Namengeber der Stadt. Das detailgetreue Silbermodell des Brunnens ist ein Geschenk an Prinzregent Luitpold. Rheingolddukat Ludwigs I. Rheingold, 1830 Mit besonderem Bezug zur Pfalz ließen die bayerischen Könige Maximilian I. Joseph, Ludwig I. und Maximilian II. zwischen 1821 und 1862 aus Rheingold Dukaten prägen. Produktion PLAYMOBIL Weihnachtsmann. © geobra Brandstätter GmbH & Co. KG Bildunterschrift: Figuren auf dem Produktionsband in Malta. © Fotograf Mario Fourmy 4. September 1914, Speyer Aus der "Kriegssammlung" des Historischen Museums der Pfalz Am 4. September 1914, einen Monat nach Kriegsausbruch, kommen Verwundete aus dem lothringischen Saarburg auf dem Bahnhof Speyer an.
5. November 1915 Plakat von der Westfront Etappendruckerei der 2. Armee Aus der "Kriegssammlung" des Historischen Museums der Pfalz Die Ernährungslage der deutschen Truppen im Ersten Weltkrieg war schwierig, daher waren die Soldaten zum sparsamen Umgang mit Lebensmitteln, insbesondere mit Fett, angehalten. um 1915, Westfront Aus der "Kriegssammlung" des Historischen Museums der Pfalz Mit diesem Plakat sprach die Etappen-Kommandatur eine deutliche Warnung an die Soldaten an der Westfront vor der Ansteckung mit Geschlechtskrankheiten aus. um 1917 Postkarte: "Helft uns siegen! zeichnet Kriegsanleihe" Die gewaltigen Rüstungsausgaben des Ersten Weltkriegs wurden auf Seiten fast aller kriegführenden Parteien über Kredite finanziert. Teile der Kredite waren Staatsanleihen, die der Staat bei seinen Bürgern aufnahm. Für diese Anleihen wurde ein hoher Propagandaaufwand für den angestrebten Sieg betrieben. undatierte Aufnahme Aus der "Kriegssammlung" des Historischen Museums der Pfalz Wegen des Einzugs der meisten Männer zum Militär wurden im Ersten Weltkrieg vermehrt Frauen auf bisher von Männern besetzte Arbeitsplätze in der industriellen Produktion eingesetzt. In manchen Rüstungsbetrieben waren weniger als zehn Prozent männliche Arbeiter beschäftigt, diese allerdings als besser bezahlte Meister und aschineneinrichter. Diese Frau arbeitet an der Drehbank in einem auf Rüstungsgüter umgestellten Metallbetrieb.  

Königreich Pfalz - Vortrag zur Ausstellung 2013 im Historischen Museum der Pfalz

Vortrag am 12.11. 2012, 20 Uhr, in der VHS Speyer (Villa Ecarius)

„Königreich Pfalz" heißt die neue Ausstellung, die im Historischen Museum der Pfalz vom 03.03. bis 27.10.2013 zu sehen sein wird.

Mit einem Augenzwinkern wird das Historische Museum der Pfalz die Zeit der bayerischen Pfalz bis in das 20. Jahrhundert hinein beleuchten.

Simone Heimann M.A., Projektleiterin der Ausstellung, wird in ihrem Vortrag erste Einblicke in die Themen und das Entstehen der Ausstellung geben und anhand ausgewählter Objekte die Inhalte vertiefen.

Veranstalter: Bezirksgruppe Speyer im Historischen Verein der Pfalz e.V.

10.11.2012


125.000 Besucher sahen die Ausstellung "Ägyptens Schätze entdecken" im Historischen Museum der Pfalz Speyer

125.000 Besucher sahen die Ausstellung "Ägyptens Schätze entdecken. Meisterwerke aus dem Ägyptischen Museum Turin".

"Die Faszination an der Kultur des Alten Ägypten ist ungebrochen hoch, das hat auch die Ausstellung im Historischen Museum der Pfalz gezeigt", sagte Eckart Köhne, der Direktor des Historischen Museums der Pfalz Speyer. Erstmals wurden einzigartige Originale aus der Turiner Sammlung, darunter spektakuläre Statuen, Sarkophage und Grabbeigaben in Deutschland präsentiert. Die Ausstellung verband museale mit multimedialer Inszenierung und lud die Besucher an interaktiven Stationen zur intensiven Vertiefung ein. Bis heute zählt die Sammlung des Ägyptischen Museums Turin zu einer der weltweit wichtigsten und größten altägyptischer Zeugnisse. Dank der internationalen Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Universität Sohag in Ägypten sowie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Freien Universität Berlin konnten sich die Besucher in einem eigenen Ausstellungsbereich, über die aktuelle Forschungssituation in Ägypten informieren. Dabei machte das Historische Museum der Pfalz den Besuchern neueste Forschungsergebnisse zugänglich. Ein umfangreiches Begleitprogramm mit Vorträgen, einem Märchenabend für Erwachsene sowie einer Museumsparty rundete das Angebot ab. Die sehr gute Besucherresonanz sowie die zahlreichen positiven Rückmeldungen und die begeisterte und rege Teilnahme an den Veranstaltungen zur Ausstellung belegen den Erfolg der einzigartigen Präsentation. Insgesamt buchten 1000 Gruppen eine Führung oder einen Workshop begleitend zur Ausstellung und entdeckten das Reich der Ägypter und die Arbeit der Ägyptologen und Archäologen auf ganz besondere Weise.

Im Jungen Museum wird die Reise durch das Land am Nil bis 7. April 2013 verlängert
Ab 27. Oktober 2012 lädt das Junge Museum Speyer zur Weiterreise durch das Land am Nil ein und verlängert die Mitmach-Ausstellung "Ägyptens Schätze entdecken" bis zum 7. April 2013. Junge Kulturinteressierte und neugierige Forscher können hier in eine Welt vergangener Kulturen eintauchen, spielerisch lernen und Neues ausprobieren.Dabei ist es etwas Besonderes, dass die Familien-Ausstellung einzigartige Originale zeigt und die jungen Besucher an deren Bedeutung und Wert für die Geschichtsschreibung heranführt.Das Junge Museum setzt gezielt multimediale und interaktive Stationen ein, die Spiele sowie Rätsel und Filme rund um archäologische Grabungen und das Leben der alten Ägypter bieten: So macht Lernen Spaß! Es bleiben jetzt noch 24 Wochen, in denen junge Museumsbesucher dem kommenden Winter entfliehen und sich auf eine spannende Entdeckungsreise durch das sonnige Ägypten machen können.

Kostenloser Museumsbesuch
Das Historische Museum der Pfalz gewährt während des Abbaus der kulturhistorischen Ausstellung vom 16. bis einschließlich 26. Oktober freien Eintritt in die Sammlungsausstellungen des Hauses. Der ältesten Wein der Welt oder das nachgebildete Contubernium, eine einfache Unterkunft für römische Soldaten, faszinieren und laden Groß und Klein zu einem Spaziergang durch die "Geschichte der Pfalz" ein. Die Familien-Ausstellung "Ägyptens Schätze entdecken" ist in diesem Zeitraum geschlossen und ab Samstag, 27. Oktober 2012, wieder zugänglich. Das Historische Museum der Pfalz Speyer ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Informationen unter www.museum.speyer.de Text und Foto: Historisches Museum der Pfalz Speyer

15.10.2012


Fränkisches “Trio” stellt 100.000 Besucherin in der Ausstellung “Ägyptens Schätze entdecken”

Arbeit des Speyerer Museums erfährt erneut überaus positive Resonanz

cr. Speyer. Der Ansturm in die aktuelle Sonderausstellung im Speyerer “Historischen Museum der Pfalz“ hält auch weiterhin ungebrochen an: "Ägyptens Schätze entdecken. Meisterwerke aus dem Ägyptischen Museum Turin" schlägt nach wie vor Besucher aus Nah und Fern in ihren Bann. Doch als heute der 100.000ste Besucher in Empfang genommen werden sollte, da war es dann doch etwas anders als noch an den Tagen zuvor: Vielleicht war es das Wetter, das kurzfristig von “Sonnenglut” auf “bewölkt und feucht” umgeswitcht hatte, vielleicht war es das Ferienende - jedenfalls mussten der Speyerer Oberbürgermeister Hansjörg Eger, der eigens zu diesem Anlass aus dem Stadthaus ins Museum herübergekommen war gemeinsam mit dem Stellvertretenden Direktor des “Historischen Museums” und Projektleiter der Ägypten-Schau, Wolfgang Leitmeyer, etwas Geduld aufbringen, ehe der Ticket-Drucker die Einlasskarte mit der laufenden Nummer 100.000 “ausspuckte”.

Erworben hatte das “Glücksticket” Helga Kronewald aus Veitshöchheim bei Würzburg,, die von dem “großen Bahnhof” in dem Speyerer Museum völlig überrascht war: "Das ist mir in all meinen Jahren noch nicht passiert", freute sie sich, als sie aus der Hand von OB Eger einen sommerlichen Blumenstrauß und von Wolfgang Leitmeyer den opulenten Ausstellungskatalog entgegennehmen durfte. Gemeinsam mit ihrem Mann Bernhard und ihrer Freundin Marita Wiemert hatte sie sich heute gezielt zur Besichtigung der Ägypten-Ausstellung nach Speyer aufgemacht, von der sie zuvor schon viel Positives in der Presse gelesen hatte. Und dieser Besuch in Speyer war nicht ihr erster, denn bereits vor zehn Jahren hatte sie - übrigens in der “gleichen Besetzung” - im “Historischen Museum der Pfalz” die Sonderausstellung "Hatschepsut" besucht.

Die drei Gäste aus dem Frankenland verstehen sich selbst als ausgesprochene “Ägypten-Fans”, die versuchen - wo immer es möglich ist - alle Ausstellungen rund um diesen faszinierenden Themenkreis zu besuchen und die - Frau Kronewald sogar schon zweimal - auch bereits selbst das Land der Pharaonen bereist haben.

Wolfgang Leitmeyer zeigte sich spürbar begeistert über die anhaltende Nachfrage für diese Ausstellung: "Wir freuen uns wirklich sehr darüber, dass die Arbeit des Museums von allen Seiten eine so überaus positive Resonanz erfährt. Unter den gut 100.000 Besuchern, die das Projekt inzwischen gesehen haben, durften wir auch 800 Gruppen begrüßen - ich denke, beides ist zugleich Erfolg und Bestätigung für unsere Arbeit."

Noch bis zum 14. Oktober 2012 bietet das “Historische Museum der Pfalz” in Speyer die wegen der großen Nachfrage verlängerte Möglichkeit, einzigartige Kulturschätze aus dem Alten Ägypten erstmalig in Deutschland zu bestaunen. Nach der Speyerer Ausstellung werden die wertvollen Original-Exponate wieder in das ausleihende Museum in Turin zurückkehren.

Das “Historische Museum der Pfalz” ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Informationen zu der Ausstellung sowie zu dem vielfältigen und interessanten Begleitprogramm online unter www.aegypten.speyer.de. Foto: gc

16.08.2012


“Glücksticket” Helga Kronewald aus Veitshöchheim - Bilderalbum

Historisches Museum der Pfalz erhält EU-Förderung für Projekt zur Geschichte des Ersten Weltkriegs

Bahnhof Speyer - am 4. September 1914 kommen verwundete Soldaten an

Neugestaltung der Sammlungspräsentation "Die Neuzeit"

"Ich freue mich sehr über die Förderzusage der Europäischen Union," erklärt Dr. Ludger Tekampe, Kurator des Historischen Museums der Pfalz. "Dank der Zuschüsse aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kann in Speyer bis 2014 ein spannendes, dreiteiliges Konzept zu dem Thema "Die Pfalz im Ersten Weltkrieg" entstehen." Mit diesem Vorhaben beteiligt sich das Historische Museum der Pfalz an einem länderübergreifenden Ausstellungsprojekt zur Geschichte des Ersten Weltkriegs.

Innerhalb seiner Sammlungsausstellung "Die Neuzeit" widmet das Museum den Kriegsjahren von 1914 bis 1918 einen eigenen Ausstellungsbereich. Erstmals werden zeitgenössische Objekte, Fotografien und Dokumente, die bislang im Depot des Museums verborgen waren, wissenschaftlich aufgearbeitet und ausgestellt. Schwerpunkt der Präsentation wird die Rolle der Pfalz als wichtiger Versorgungsraum nahe der Kriegsfront sein: Pfälzische Lazarettstandorte und große Kriegsgefangenenlager in Landau und Germersheim werden ebenso im Zentrum stehen wie die schwierige Ernährungslage der zivilen Bevölkerung während der Kriegsjahre. Ein weiteres Thema bildet die Ausweitung der pfälzischen Rüstungsindustrie. Die Entwicklung dieser Präsentation zum Ersten Weltkrieg findet im Zuge einer auf mehrere Jahre ausgelegten Neugestaltung der Sammlungsausstellung "Die Neuzeit" im Historischen Museum der Pfalz statt.

Auch außerhalb der Museumsmauern wird das Projekt zum Ersten Weltkrieg erlebbar sein: Ein Plakatprojekt mit originalen Abbildungen historischer Plakate wird zahlreichen Passanten auf Litfaßsäulen und Anschlagtafeln den Zeitgeist der Kriegsjahre näher bringen. Gleichzeitig werden diese "Zeitzeugen" auf eine Internetplattform hinweisen, die ebenfalls Teil des Gesamtkonzepts sein wird. Über diese Online-Datenbank wird das Historische Museum der Pfalz seine Sammlung historischer Fotografien und Dokumente einer breiten Öffentlichkeit präsentieren.
Weitere Informationen zum Historischen Museum der Pfalz online unter www.museum.speyer.de 

Im Rahmen des INTERREG-Projekts "1914 - 1918" realisieren Partner aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz mit einem Gesamtbudget von über 2,5 Millionen Euro eines der aktuell größten grenzüberschreitenden Kulturvorhaben am Oberrhein. Ziel ist die Präsentation von acht Ausstellungen zum Ersten Weltkrieg im Jahr 2014. Neben dem Historischen Museum der Pfalz und dem Dreiländermuseum Lörrach als dem Hauptprojektträger leisten 32 Museen, Archive und Geschichtsvereine einen Beitrag zu diesem länderübergreifenden Vorhaben; darunter das Musée Historique de Straßburg, das Museum für Stadtgeschichte der Städtischen Museen Freiburg und das Wehrgeschichtliche Museum Rastatt.
Aktuelle Informationen zum EU-Projekt online unter www.interreg-oberrhein.eu Historisches Museum der Pfalz Speyer, Presse; Foto: Reproduktion: Historisches Museum der Pfalz / Peter Haag-Kirchner

25.07.2012


Projekt zur Geschichte des Ersten Weltkriegs - Bilderalbum

4. September 1914 , Speyer Aus der "Kriegssammlung" des Historischen Museums der Pfalz Am 4. September 1914 , einen Monat nach Kriegsausbruch, kommen Verwundete aus dem lothringischen Saarburg auf dem Bahnhof Speyer an. Von allen bayerischen Kreisen verfügte die Pfalz im Ersten Weltkrieg wegen seiner Nähe zur Kriegsfront über die meisten Lazarettbetten. Zwischen 7.000 und 17.000 Betten wurden pro Jahr zusätzlich für verwundete Soldaten eingerichtet. Die meisten dieser Reservelazarette waren in Schulgebäuden untergebracht. Reproduktion: Historisches Museum der Pfalz / Peter Haag-Kirchner 5. November 1915 Plakat von der Westfront Etappendruckerei der 2. Armee Aus der "Kriegssammlung" des Historischen Museums der Pfalz Die Ernährungslage der deutschen Truppen im Ersten Weltkrieg war schwierig, daher waren die Soldaten zum sparsamen Umgang mit Lebensmitteln, insbesondere mit Fett, angehalten. um 1915, Westfront Aus der "Kriegssammlung" des Historischen Museums der Pfalz Mit diesem Plakat sprach die Etappen-Kommandatur eine deutliche Warnung an die Soldaten an der Westfront vor der Ansteckung mit Geschlechtskrankheiten aus. Reproduktion: Historisches Museum der Pfalz / Peter Haag-Kirchner Um 1917 Künstler: Erler Postkarte: "Helft uns siegen! zeichnet Kriegsanleihe" Die gewaltigen Rüstungsausgaben des Ersten Weltkriegs wurden auf Seiten fast aller kriegführenden Parteien über Kredite finanziert. Teile der Kredite waren Staatsanleihen, die der Staat bei seinen Bürgern aufnahm. Für diese Anleihen wurde ein hoher Propagandaaufwand für den angestrebten Sieg betrieben. Die Postkarte zeigt die typische Verherrlichung des Krieges und appelliert an die Unterstützung der Front in der Heimat durch Anleihen. Reproduktion: Historisches Museum der Pfalz / Peter Haag-Kirchner Undatierte Aufnahme Aus der "Kriegssammlung" des Historischen Museums der Pfalz Wegen des Einzugs der meisten Männer zum Militär wurden im Ersten Weltkrieg vermehrt Frauen auf bisher von Männern besetzte Arbeitsplätze in der industriellen Produktion eingesetzt. In manchen Rüstungsbetrieben waren weniger als zehn Prozent männliche Arbeiter beschäftigt, diese allerdings als besser bezahlte Meister und Maschineneinrichter. Diese Frau arbeitet an der Drehbank in einem auf Rüstungsgüter umgestellten Metallbetrieb. Reproduktion: Historisches Museum der Pfalz / Peter Haag-Kirchner

Die Reise durchs Land der Pharaonen geht weiter

Ausstellung "Ägyptens Schätze entdecken" im Historischen Museum der Pfalz bis 14. Oktober 2012 verlängert

Die einzigartigen Meisterwerke aus dem Ägyptischen Museum Turin sowie eine gelungene und spannende Inszenierung tragen dazu bei, dass die Resonanz auf die aktuelle Sonderausstellung des Historischen Museums der Pfalz ausgesprochen gut ist. Annähernd 70.000 Besucher kamen bisher in die Ägypten-Schau.

Aufgrund des großen Erfolges verlängert das Historische Museum der Pfalz die kulturhistorische Ausstellung sowie die Familienausstellung. Bis zum 14. Oktober haben Interessierte noch die Möglichkeit zwischen Pharaonen, Pyramiden und Sarkophagen zu wandern und sich in die fremde Welt des Alten Ägyptens entführen zu lassen.

Dabei profitieren nicht nur Erwachsene von dem Ausstellungskonzept, das wertvolle Originale, interessante Informationen und Medienstationen kombiniert.
Auch Kinder kommen in einer eigenen Familienausstellung voll auf ihre Kosten. Als Forscher bereisen sie das Land am Nil: auf einem altägyptischen Boot den Fluss hinab, im Papyrusdickicht oder im heißen Wüstensand zwischen den Pyramiden, überall gibt es etwas zu entdecken!

Das Historische Museum der Pfalz ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Informationen zur aktuellen Ausstellung sowie zu deren Begleitprogramm online unter www.aegypten.speyer.de. Historisches Museum der Pfalz Speyer, Presse

21.06.2012


Historisches Museum der Pfalz erhält neues Dach

Meisterwerke aus dem Ägyptischen Museum Turin noch bis 2. September zu sehen

Anfang Juni haben die Sanierungsmaßnahmen am Dach und an den beiden Türmen des Historischen Museums der Pfalz begonnen. Auch die Fassade wird einen neuen Anstrich erhalten.

Diese baulichen Maßnahmen nehmen keinen Einfluss auf die Präsentation der Sonderausstellung: Die einzigartigen Meisterwerke aus dem Ägyptischen Museum Turin, darunter geheimnisvolle Mumien und prächtige Skulpturen mächtiger Pharaonen, werden noch bis zum 2. September 2012 in der Ausstellung "Ägyptens Schätze entdecken" zu sehen sein.
Neben der Sonderausstellung zum Alten Ägypten präsentiert das Museum in seinen Schausammlungen von der Urgeschichte bis zum Weinmuseum Highlights wie den bronzezeitlichen "Goldenen Hut" oder den weltweit ältesten flüssig erhaltenen Wein.
Aufgrund der Sicherung von einzelnen Ausstellungsobjekten wird die Sammlung "Neuzeit" in Teilen geschlossen.
Voraussichtlich werden die Sanierungsmaßnahmen bis 4. Oktober 2012 abgeschlossen sein.

Die Kosten für die umfangreichen Baumaßnahmen in Höhe von insgesamt 832.000 € werden durch das Museum mit Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz aufgebracht. Historisches Museum der Pfalz Speyer, Presse

12.06.2012


50.000 Besucher in 75 Tagen: Besucherresonanz anhaltend gut

"Ägyptens Schätze entdecken" lockt große Besuchermengen ins Reich der Pharaonen

Die Ausstellung "Ägyptens Schätze entdecken" lockt weiterhin große Besuchermengen nach Speyer in das Historische Museum der Pfalz: Am vergangenen Pfingstwochenende wurde trotz besten Wetters die Marke des 50.000sten Besuchers bereits überschritten.

Prächtige Skulpturen von Pharaonen, geheimnisvolle Mumien und kostbare Schmuckstücke, die erstmalig in Deutschland zu sehen sind, lockten und locken die Besucher in das Historische Museum der Pfalz. Mit den über 300 Originalen aus dem Ägyptischen Museum Turin wird der Besucher in eine Welt bedeutender historischer Zeugnisse entführt, die durch den Einsatz von multimedialen Stationen zu einer spannenden Entdeckungsreise wird. Die Ausstellung kann noch bis zum 2.9.2012 im Historischen Museum der Pfalz besucht werden.

Das Historische Museum der Pfalz ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Informationen zur aktuellen Ausstellung sowie zu deren Begleitprogramm online unter www.aegypten.speyer.de

29.05.2012


Studi-Aktion beim Historischen Museum der Pfalz

Mit dem VRN zu den "Ägyptern" nach Speyer

Ab 1. Juni bietet das Historische Museum der Pfalz gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) eine "Studi-Aktion" für alle Inhaber des VRN-Semestertickets an. Gegen Vorlage dieses Tickets erhalten Studenten eine gut gefüllte "Studi-Tasche" an der Museumskasse. Während der gesamten Laufzeit der aktuellen Ausstellung "Ägyptens Schätze entdecken. Meisterwerke aus dem Ägyptischen Museum Turin" im Historischen Museum der Pfalz zahlen Studierende den Sonderpreis von 4 € Eintritt, statt regulär 13 €. Die "Studi-Aktion" läuft solange der Vorrat reicht.

Erstmals können 300 einzigartige Originale aus der Sammlung des Ägyptischen Museums Turin in Deutschland erlebt werden. Geheimnisvolle Mumien, Skulpturen mächtiger Pharaonen und zahlreiche, nahezu unversehrte Alltagsgegenstände aus dem Alten Ägypten laden zu einem Besuch nach Speyer ein. Die kostenlose Anreise mit Bus und Bahn mit dem Semesterticket bietet die Möglichkeit, Speyer als idealen Ausflugsort wahrzunehmen.

Das Historische Museum der Pfalz zeigt die aktuelle Sonderausstellung "Ägyptens Schätze entdecken. Meisterwerke aus dem Ägyptischen Museum Turin" noch bis zum 2. September 2012, dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr. Weitere Informationen unter www.aegypten.speyer.de Historisches Museum der Pfalz Speyer, Presse

26.05.2012


Ägypten, wohin man schaut...

Kooperation zwischen dem Historischen Museum der Pfalz und dem IMAX DOME Filmtheater Speyer zum Thema "Ägypten"

An dem Thema Ägypten kommt man zurzeit in Speyer nicht vorbei, ob Sonderausstellung oder Filme - im Historischen Museum der Pfalz sowie im IMAX DOME Filmtheater des Technik Museum Speyer gibt es viel über dieses Land mit seiner faszinierenden Geschichte zu erfahren. Ein guter Grund für eine gemeinsame Aktion.
Ägypten-Fans können ab sofort die Sonderausstellung oder die Filme zu einem Sonderpreis besuchen. Besucherinnen und Besucher der Ausstellung "Ägyptens Schätze entdecken" erhalten bei Vorlage ihrer Eintrittskarte im IMAX Dome Filmtheater einen Rabatt von 2,00 € auf die Filme "Mumien" und "Der Blaue Nil". Im umgekehrten Fall erhalten Besucher der IMAX Dome Filme "Mumien" und "Der Blaue Nil" einen 2,00 € Rabatt in die Sonderausstellung "Ägyptens Schätze entdecken". Diese Sonderaktion zwischen dem IMAX DOME Filmtheater und dem Historischen Museum der Pfalz gilt bis zum Ende der Sonderausstellung am 2. September 2012.

"Ägyptens Schätze entdecken. Meisterwerke aus dem Ägyptischen Museum Turin"

In der aktuellen Sonderausstellung "Ägyptens Schätze entdecken" präsentiert das Historische Museum der Pfalz über 300 Meisterwerke aus der Sammlung des Ägyptischen Museums Turin. Erstmals sind diese einzigartigen Zeugnisse altägyptischer Kultur in Deutschland zu sehen, darunter prächtige Pharaonen, geheimnisvolle Mumien und kostbare Schmuckstücke. Parallel zur kulturhistorischen Ausstellung zeigt das Kindermuseum eine Erlebnisausstellung, die sich direkt an junge Besucher richtet. Originale aus dem Ägyptischen Museum Turin, aufwändige Rekonstruktionen und der Einsatz von interaktiven Medien schaffen eine eigene Erlebniswelt und ein intensives Lernvergnügen. Die Eintrittskarte beinhaltet den Besuch beider Ausstellungen - sowohl die kulturhistorische als auch die Familienausstellung. Die Nutzung des Audioguides ist im Eintrittspreis enthalten. Für junge Museumsbesucherinnen und -besucher ab sechs Jahren gibt es einen eigenen Kinderaudioguide durch die kulturhistorische Ausstellung. Ein weiteres Extra für die Besucherinnen und Besucher: In der Ausstellung darf fotografiert werden - allerdings ohne Blitz und Stativ. Während der Laufzeit der Ausstellung bietet das Historische Museum der Pfalz ein abwechslungsreiches Begleitprogramm mit einer wissenschaftlichen Vortragsreihe und Workshops für Lehrerinnen und Lehrer.

Das Historische Museum der Pfalz zeigt die aktuelle Sonderausstellung "Ägyptens Schätze entdecken. Meisterwerke aus dem Ägyptischen Museum Turin" noch bis zum 2. September 2012, dienstags bis sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr. Weitere Informationen unter www.aegypten.speyer.de.


"Der Blaue Nil" und "MUMIEN" im IMAX Dome Filmtheater Speyer

Seit Tausenden von Jahren übt der Nil eine magische Anziehungskraft auf die Menschen aus. Frühe Forscher von den alten Ägyptern bis hin zu Napoleon, dem legendären Sir Richard Burton und David Livingston waren besessen von der Suche nach seinem Ursprung. Im Laufe des letzten Jahrhunderts versuchten zahlreiche Entdecker den mächtigen Fluss in einer einzigen Expedition zu bezwingen - jedoch scheiterten alle daran. Mindestens ein Dutzend kamen bei dem Versuch ums Leben. Am 28. April 2004 wurden zwei unerschrockene Forscher - der Expeditionsleiter Pasquale Scaturro und sein Partner Gordon Brown - die ersten in der Geschichte, welche den größten Fluss der Welt in einer einzigen Reise bezwangen. Die 114-tägige Reise führte die beiden Forscher und ihre Mannschaft 3,260 Meilen flussabwärts von seinem Ursprung in den äthiopischen Hochländern bis zum Mittelmeer. Mit zwei Booten und einem Kajak stellten sie sich auf ihrem Weg, den Blauen Nil und dann den großen Nil hinab, schier unüberwindlichen Herausforderungen. Der Film zeigt die gefährliche Reise einer internationalen Gruppe von Abenteurern bei ihrer Expedition auf dem größten und bekanntesten Fluss der Welt - dem Nil.

Der Film "MUMIEN - Geheimnisse der Pharaonen" nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise tausende Jahre zurück in die Vergangenheit, in das Zeitalter der großen Pharaonen. Eingebettet in eine spannende Geschichte mit Grabräubern und einem verborgenen Schatz, der sich zu einem der bedeutendsten archäologischen Funde der jüngeren Geschichte herausstellen sollte, entschlüsselt der Film einige der größten Rätsel und Mythen, die sich um die königlichen Mumien ranken. Wie wurden sie einbalsamiert? Wo wurden sie versteckt? Der 40minütige Film greift die große und nachhaltende Faszination auf, die Mumien seit jeher auf Menschen ausüben. Eine Faszination, die wahrscheinlich so alt ist, wie die Mumien selbst. Um die Zuschauer ganz in die ägyptischen Geschichte eintauchen zu lassen, werden atemberaubende Aufnahmen einzigartiger historischer Schauplätze in Ägypten mit Computeranimationen und nachgestellten Szenen aus der Zeit der Pharaonen kombiniert. Ein faszinierendes Erlebnis in einmaligen Bildern auf der gigantischen Kuppel des IMAX DOME Filmtheater Speyer.

Infos unter www.technik-museum.de/imax-dome oder www.technik-museum.de

23.05.2012


Ehrung von Jubilaren des Historischen Vereins der Pfalz

Jubilare zur 50-jährigen Mitgliedschaft sowie den Vorsitzenden des Historischen Vereins der Pfalz (vl.l.n.r.): Dr. Günter Becht (Speyer), Dr. Gerald Erb (Mainz), Werner Schineller (Vorsitzender des Historischen Vereins der Pfalz, Speyer), Theo Magin (Schifferstadt)

Mitgliederversammlung in Bad Bergzabern

Zur diesjährigen Mitgliederversammlung des Historischen Vereins der Pfalz am Samstag, 28. April im Hause des Gastes in Bad Bergzabern konnte der Vorsitzende Werner Schineller zahlreiche Mitglieder sowie als Ehrengäste Stadtbürgermeister Harald Bratz und die Beigeordnete Heike Grill begrüßen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Neuwahlen des Vorstands. Für die kommenden drei Jahre wurden folgende Personen in ihre Ämter gewählt: Vorsitzender Werner Schineller aus Speyer, erste stellvertretende Vorsitzende Heike Wittmer aus Pirmasens, zweite stellvertretende Vorsitzende Dr. Lenelotte Möller aus Speyer, Schatzmeister Herbert Hack aus Dudenhofen sowie Schriftführer Dr. Werner Transier aus Ketsch.
Im Rahmen der Mitgliederversammlung des Historischen Vereins der Pfalz wurden 25 Personen für 40 Jahre Mitgliedschaft und 11 Personen und Institutionen für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt.
Im Anschluss überreichte der Vorsitzende Werner Schineller den mit 1.500 € dotierten Anerkennungspreis des Historischen Vereins der Pfalz für NachwuchswissenschaftlerInnen in den Kulturwissenschaften an Dr. Thorsten Unger aus Landau für seine Buchveröffentlichung "Klingenmünster und die Kurpfalz im 15. und 16. Jahrhundert". Zu diesem Thema hielt der Preisträger einen Vortrag.
Gastgeber Dr. Andreas Imhoff, Vorsitzender der Bezirksgruppe Bad Bergzabern des Historischen Vereins der Pfalz, sprach zu dem Thema "Die Pfalz im 19. Jahrhundert - Regierungspräsidenten berichten". Abschließende Stadtführungen durch Bad Bergzabern am Nachmittag rundeten die Mitgliederversammlung des Historischen Vereins der Pfalz ab.
Zu den wichtigsten Aktivitäten des Historischen Vereins der Pfalz in diesem Geschäftsjahr gehört die Durchführung der bereits fünften wissenschaftlichen Tagung, die am 26. und 27. Oktober in Herxheim bei Landau stattfindet. Thema der Tagung ist die jungsteinzeitliche Glockenbecher-Kultur. Im Mittelpunkt stehen die international beachteten Funde dieser Epoche aus Herxheim.
Die seit einigen Jahren im Forum des Historischen Museums der Pfalz durchgeführte Veranstaltung "Geschichte im Forum" findet am 7. November 2012 statt. Im Mittelpunkt stehen die deutsch-französischen Beziehungen seit Abschluss des Deutsch-Französischen Freundschaftsvertrags 1963 und ihre Auswirkungen auf die Grenzregionen Elsass und Pfalz. Als Referenten konnten Dr. Dagmar Gilcher aus Kaiserslautern und Martin Graff aus Soultzeren in Frankreich gewonnen werden. Weitere Informationen unter www.hist-verein-pfalz.de Hist. Museum der Pfalz, Presse; Foto: Dr. Andreas Imhoff

02.05.2012


Ägyptens Märchenschätze entdeckt

jüs.Speyer. Zum Haus der Märchen und Geschichten aus und um Ägypten wurde das Historische Museum der Pfalz am Freitag abend. Märchen aus den letzten 5000 Jahren hatte die professionelle Märchenerzählerin Barbara Scheel aus Eppingen nach Speyer mitgebracht, um sie auf spannende Art und Weise dem Publikum im bis zum letzten Platz gefüllten Raum im Eingangsbereich der Ägpten-Ausstellung vorzustellen. Witzige und spannende Geschichten, aber auch so manche nachdenkliche Erzählung hatte Barbara Scheel mit im Gepäck. Gesucht und gefunden in zahlreichen Ländern rund um den Mittelmeerraum und von ihr aufbereitet. Kein Problem für die Märchenerzählerin, kommt sie doch aus Babuschka, dem Haus der Geschichten in Eppingen. Dort sind  Geschichten und Märchen Programm und neben Erzählungen, Vorträgen und Seminaren stehen auch Theaterstücke auf dem Spielplan.

Und so entführt Scheel das altersmäßig breit gestreute Publikum in die Wüste Ägyptens, wo sich Löwe und Maus messen oder an den Nil, wo die Geschichte des Aschenputtels in einer eigenen Variante zu finden ist: Hier ist es ein Adler, der einem badenden Mädchen seinen Schuh entführt und direkt vor die Füße des Pharaos fallen lässt. Und der lässt nicht locker, bis er die Hübsche anhand des passenden Schuhs gefunden hat um sie schliesslich – Ende gut, alles gut – zu heiraten. Barbara Scheel nimmt die Zuhörer mit auf die Route der Kaufleute rund um das Mittelmeer, und so gibt es über den Abend verteilt so manches Land, das noch Märchen aus dem alten Ägypten adaptierte und neu erzählt. Weltweit 350 Märchenmotive gäbe es, so Scheel, die auf die eine oder andere Art und Weise auf das jeweilige Land und dessen Kultur zugeschnitten wurde. Erzählt wurden im alten Ägypten Märchen übrigens nur dem Pharao höchstpersönlich. Kein anderer durfte sie hören ausser dem Herrscher höchstpersönlich. Und wenn der beim auf dem Throne sitzen und Regieren einmal Langeweile hatte, dann kam ein Märchenerzähler gerade recht, um diese mit Geschichten zu vertreiben – 1001 Nacht lässt grüßen.

Langweilig wurde es auch den über 60 Zuhörern im Historischen Museum der Pfalz nicht an diesem zweistündigen Abend mit „Märchen aus Ägypten“, so der Titel der Veranstaltung. Erstaunlich und schön zu sehen, dass auch in der heutigen multimedialen Welt Erwachsene jeden Alters noch immer gerne Märchenerzählungen lauschen. Link auf die Webseite der Märchenerzählerin: www.babuschka-theater.de Foto: jüs

30.04.2012


Ägyptens Märchenschätze entdeckt - Bilderalbum

Mit Oma und Enkel die 25.000er-Besucher-Marke überschritten

Speyerer “Ägypten-Ausstellung” bewährt sich als überzeugender Publikumsmagnet

cr. Speyer. Es war wohl für beide Seiten “die Überraschung des Tages”: Für Annette Metzger und ihren Enkel Leander auf der einen und die Speyerer Museumsleute um den Chef des Historischen Museums der Pfalz, Dr. Eckhart Köhne, auf der anderen Seite, als die in Mutterstadt lebende Oma mitsamt ihrem siebenjährigen Enkel aus Deidesheim heute nachmittag als 25.000. und 25.001. Besucher die Sonderausstellung “Ägyptens Schätze entdecken. Meisterwerke aus dem Ägyptischen Museum Turin betreten wollten. Dort wurden sie nämlich bereits auf den Stufen vor dem Museumsportal von Direktor Dr. Köhne und seinen Mitarbeiterinnen mit einem großen Blumenstrauß und dem opulenten Begleitbuch zur Ausstellung erwartet. Als echter “Ägypten-Fan” bekannte sich bei dieser Gelegenheit Annette Metzger, die das Land am Nil mit seinen großartigen Kunstschätzen in der Vergangenheit bereits bereist hat und von dort die Erkenntnis mitbrachte, “dass auch unsere Kultur und unsere Zivilisation in weiten Teilen auf dem beruht, was in Jahrtausenden entlang des Nils geschaffen wurde”. Von daher sei es für sie eine Selbstverständlichkeit gewesen, die Speyerer Sonderausstellung zu besuchen. “Dass es aber ausgerechnet heute ist und dass wir so gar zu ‘Jubiläums-Besuchern’ wurden - daran ist aber mein Enkel Leander schuld, der mich schon seit Beginn der Ausstellung immer wieder darum bat, mit ihm “zu den Ägyptern” nach Speyer zu fahren. Dass sie jetzt nun noch das Begleitbuch zum Geschenk erhalte, freue sie ganz besonders, habe “sie bisher in ihrem Leben doch noch nie etwas gewonnen”.

Und dass die aktuelle Speyerer Sonderausstellung ein echter “Volltreffer” ist, zeigt sich vor allem in dem nach wie vor enorm großen Zuspruch: Allein über die Osterfeiertage nutzten mehr als 5.000 Besucher die Gelegenheit zu einem spannenden Ausflug in die Welt der Pharaonen und der Mumien - auch für die von früheren Ausstellungen erfolgsverwöhnten Speyerer Ausstellungsmacher mehr als respektable Zahlen. "Wir freuen uns sehr, dass die Ägypten-Ausstellung so gut angenommen wird”, freute sich da auch Direktor Dr. Köhne. “Die Besucher sind genauso fasziniert wie wir von den Exponaten und viele von ihnen zeigen sich überrascht davon, dass alle gezeigten Exponate Originale sind”.

Leander Metzger hielt es dann aber nicht mehr länger am Eingang zum Museum. Er wollte jetzt möglichst rasch im “Jungen Museum” in den durch viele Exponate im wahrsten Sinn des Wortes “begreifbar” gemachten Alltag der ägyptischen Hochkultur am Nil eintauchen, ehe er sich mit seiner Oma auf einen spannenden Rundgang durch die für Jung und Alt gleichermaßen faszinierende Schau machte.

Das Historische Museum der Pfalz präsentiert noch bis zum 2. September 2012 einzigartige Zeugnisse aus dem Ägyptischen Museum Turin und ist dazu von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Foto: Hist. Museum; gc

Weitere Informationen online unter www.aegypten.speyer.de

Als “Appetitmacher” zur Ausstellung empfiehlt der SPEYER-KURIER in seinem “Film-Kurier” einen Rundgang durch die Schau.

12.04.2012


Mit Oma und Enkel die 25.000er-Besucher-Marke überschritten - Bilderalbum

Große Besucherresonanz für "Ägypten" in Speyer

Über 10.000 Besucher sahen bereits die Sonderausstellung "Ägyptens Schätze entdecken" im Historischen Museum der Pfalz

Die am 10. März im Historischen Museum der Pfalz eröffnete Sonderausstellung "Ägyptens Schätze entdecken. Meisterwerke aus dem Ägyptischen Museum Turin" erfährt einen enormen Zuspruch: Bereits nach einer Laufzeit von zwei Wochen sahen mehr als 10.000 Besucher die große Ausstellung zur altägyptischen Kultur.

Das Historische Museum der Pfalz präsentiert noch bis 2. September 2012 die einzigartigen Zeugnisse aus dem Ägyptischen Museum Turin, darunter prächtige Skulpturen mächtiger Pharaonen, geheimnisvolle Mumien und Alltagsgegenstände, die mehr als 3000 Jahre nahezu unversehrt überstanden haben.

Weitere Informationen online unter www.aegypten.speyer.de

26.03.2012


Speyerer Ägypten-Ausstellung fasziniert durch Exponate und ihre Präsentation

Riesiger Ansturm auf Eröffnungsveranstaltung im Innenhof des Museums

spk. Speyer. Wenn der gewaltige Ansturm, der zu der gestrigen Eröffnung der Ausstellung “Ägyptens Schätze entdecken” im Historischen Museum der Pfalz eingesetzt hatte, sich in den kommenden sechs Monaten auf die Zahl der Besucher übertragen lässt, dann dürfte diese Schau zu einem der ganz großen Erfolge in der Reihe glanzvoller Sonderausstellungen in dem Speyerer Museum werden. Denn der überdachte Innenhof des Museums war gestern randvoll gefüllt - die Verantwortlichen hatten kurzerhand sogar die eingeplanten Sitzreihen wieder herausnehmen lassen, um den gut tausend Besuchern - dicht an dicht gedrängt - wenigstens per Stehplatz die Teilnahme an dieser Eröffnungsveranstaltung zu ermöglichen - als Ministerpräsident Kurt Beck die in der europäischen Presse zu Recht als Sensation gefeierte Ausstellung freigab.

In einem Video bietet der SPEYER-KURIER seinen Lesern einen ersten Rundgang durch die eindrucksvolle Schau, die durch die hohe Qualität ihrer Exponate nicht weniger besticht als durch die Art ihrer Präsentation.

Das betonten auch die Redner der Eröffnungsveranstaltung - an ihrer Spitze der neue Speyerer Museumsdirektor Dr. Eckart Köhne, für den diese Schau zugleich die Premiere seines Speyerer Wirkens darstellt. Er dankte vor allem dem Leihgeber, dem Ägyptischen Museum in Turin und seiner Direktorin, Dr. Elena Vassilika, für das große Vertrauen, das sie mit der Überlassung so vieler einmaliger und wertvoller Kunstschätze an das Speyerer Museum bewiesen habe. “Wir werden dieses Vertrauen zu rechtfertigen versuchen und auch das von Ihnen ausgesprochene Angebot zu einer auch in der Zukunft engen Zusammenarbeit mit dem Turiner Museum gerne aufnehmen”, versicherte Dr. Köhne, der sich auch bei seinem Amtsvorgänger, Prof. Dr. Alexander Koch, bedankte, von dem er die Ausstellung quasi “geerbt” habe. Um so wichtiger sei es für ihn gewesen, in Speyer auf ein hoch motiviertes und phantasiebegabtes Team um Wolfgang Leitmeyer getroffen zu sein, das die Ausstellung mitsamt der begleitenden Familienausstellung in einer in der Fachwelt großes Aufsehen erregenden Art und Weise konzipiert und umgesetzt habe.

Dies hob auch die Leiterin des Turiner Ägyptischen Museums, Dr. Elena Vassilika, in Ihrer Rede hervor. Sie verspricht sich von der Ausstrahlung der Speyerer Schau durchaus auch positive Effekte für ihr eigenes Haus. “Wenn die Besucher in den nächsten Monaten hierher nach kommen und die so außergewöhnlich ansprechend präsentierten Exponate in der Speyerer Schau bewundern, dann könnte in ihnen der Wunsch erwachen, auch die zahlreichen anderen Artefakte in deren heimatlichen Umgebung zu betrachten und gleichzeitig das reizvolle Ambiente der piemontesischen Hauptstadt Turin, der Schlösser in seiner Umgebung und seine kulinarischen Köstlichkeiten zu genießen”, gab Dr. Vassilika ihrer Hoffnung Ausdruck.

Dass mit dieser Ausstellung dem Speyerer Haus ein ganz besonderer Coup gelungen sei, betonten auch übereinstimmend der Vorsitzende des Stiftungsvorstandes des Museums, der Speyerer Altoberbürgermeister Werner Schineller und der Vorsitzende des Stiftungsrates und Vorsitzende des Bezirksverbandes der Pfalz, Theo Wieder. Sie wiesen besonders auf den Umstand hin, dass es damit gelungen sei, dem neuen “Chef im Hause”, Dr. Eckart Köhne, einen gelungenen Einstand zu bereiten. “Jetzt müssen wir es nur noch schaffen, aus dem derzeit noch immer in Karlsruhe lebenden Köhne auch wohnsitzmäßig einen Pfälzer zu machen”, gab Werner Schineller in humoriger Weise seiner Hoffnung Ausdruck.

Auf eine besondere rheinland-pfälzische Kontinuität wies auch Ministerpräsident Kurt Beck hin, als er sich darüber freute, dass mit Dr. Köhne ein Rheinland-Pfälzer vom Museum in Trier nach Speyer gewechselt sei. Zu der Ausstellung selbst wies Beck darauf hin, dass hier mit rund einer Million Euro eine durchaus nennenswerte Investition vorgenommen worden sei - “angesichts der schon im vorab erkennbaren große Publikums-Resonanz aber sicher wirklich gut angelegtes Geld”, betonte Beck.

Mit Schlagern und Chansons versuchte Günther Fingerle vom Pfalztheater Kaiserslautern - einer anderen Einrichtung des Bezirksverbandes der Pfalz - für die musikalische Umrahmung der Eröffnungsfeier zu sorgen, was ihm aber angesichts der schwierigen akustischen Verhältnisse im Innenhof des Museums “hörbar” schwer fiel. Einige zusätzliche Lautsprecher könnten hier künftig den insgesamt überragenden Gesamteindruck einer solchen Veranstaltung auch an diesem Ende positiv beeinflussen.

In einem gemeinsamen Rundgang konnten sich die Besucher sodann einen ersten Eindruck von dem machen, was hier im Zusammenwirken zwischen dem Turiner und dem Speyerer Museum und mit Unterstützung des Archäologischen Instituts der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz - einer von zwei deutschen universitären Einrichtungen, die noch heute regelmäßig in dem mittelägyptischen Grabungszentrum forschen - “auf die Beine gestellt” werden konnte.

Folgen Sie dazu dem Rundgang in dem Video des SPEYER-KURIER und lassen Sie sich zu einem persönlichen Besuch im Speyerer Museum inspirieren - bis zum 2. September 2012 täglich geöffnet von Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr. Foto: Kienipress

11.03.2012


Speyerer Ägypten-Ausstellung ist eröffnet - Bilderalbum

Zweitgrößte Sammlung altägyptischer Artefakte zu Gast im Speyerer Museum

Herausragende Exponate des “Museo Egizio” in Turin im Spannungsfeld mit neuesten Forschungsbefunden aus Assiut.

von Gerhard Cantzler

Kein anderes Land - keine andere Kultur hat die Menschen durch die vergangenen zwei Jahrhunderte so fasziniert wie das alte Ägypten. Kein Wunder also, dass große Ägypten-Ausstellungen bis heute immer wieder als Publikumsmagneten die Besucher in riesigen Zahlen anziehen. Ab dem kommenden Wochenende haben dazu auch wieder die Besucher des Historischen Museums der Pfalz in Speyer Gelegenheit, wenn dort unter dem Titel “Ägyptens Schätze entdecken” Meisterwerke aus dem Ägyptischen Museum in Turin gezeigt werden.

Die Turiner Sammlung gilt mit weit über 32.500 Exponaten als die nach dem Ägyptischen Museum in Kairo bedeutendste ihrer Art in der Welt und geht auf die”Geburtsstunde der Ägyptologie” im Jahr 1799 zurück, als Napoleon Bonaparte bei seinem Feldzug nach Ägypten - begleitet von Archäologen - die monumentalen Felsengräber im mittelägyptischen Assiut entdeckte. Von dort gelangten in der Folgezeit zahlreiche Exponate nach Frankreich, wo sie bis heute im Louvre oder als Einzelobjekte - bewundert werden können.

Im Jahr 1824 erwarb König Karl Felix von Piemont-Sardinien über 5.000 Artefakte, darunter 100 Statuen und 170 Papyri und legte damit die Basis für diese überragende Sammlung. Der italienische Archäologe Ernesto Schiaparelli dann, späterer Direktor des “Museo Egizio” in Turin, brachte zu Beginn des 20. Jahrhunderts zahlreiche qualitätvolle Objekte wie Holzsärge, Statuen und Grabbeigaben in die Hauptstadt des Piemont und machte so das Museum zu einer der “ersten Adressen” ihrer Art in der Welt. Dass jetzt 300 der kostbarsten Exponate dieser Sammlung den Weg nach Speyer gefunden haben - viele verlassen überhaupt zum ersten Mal das angestammte Museum - kaum eines wurde je zuvor außerhalb Italiens gezeigt - liege in dem Umstand begründet, so die Direktorin der “Fondazione Museo delle Antichità Egizie di Torino”, der Museumsstiftung - der Trägerin des Ägyptischen Museums, Dr. Eleni Vassilika, dass ihr Haus ihr bisheriges Ausstellungskonzept geändert habe. “Die Sammlung, die in der Vergangenheit ein gut gehütetes Geheimnis allenfalls für die Fachwelt war, hat sich jetzt für eine breitere Öffentlichkeit geöffnet”, erklärte Dr. Vassilika. Dadurch habe sich die Zahl der Besucher mit über 600.000 fast schlagartig verdoppelt.

Als einen weiteren Grund für die Leihgabe nannte sie das hohe Ansehen, das das Historische Museum der Pfalz in der Fachwelt genieße. “Die Sonderschauen des Speyerer Hauses werden überall in der Welt mit größter Hochachtung verfolgt - die begleitenden Kinder- und Familienausstellungen des “Jungen Museums” gelten gar als “ein Highlight” in der internationalen Museumsszene. “Ich bewundere Ihre Kinder- und Jugendarbeit seit vielen Jahren”, bekennt die Wissenschaftlerin und ergänzt, dass “Herr Leitmeyer halt auch wirklich gut überreden kann”, wenn sie von den Verhandlungen mit dem Kurator der Ausstellung, dem Stellvertretenden Leiter des Speyerer Museums, Wolfgang Leitmeyer berichtet.

Der führte den riesigen Journalisten-Pulk, der heute zu der Eröffnungs-Pressekonferenz nach Speyer gekommen war, schon einmal verbal und mit spürbarer Begeisterung durch die von ihm verantwortete Ausstellung. “Wir haben uns bemüht, die Objekte so zu präsentieren, dass sie für Kinder und Erwachsene gleichermaßen “begriffen” werden können. Dazu sei es möglich, um die Exponate herumzugehen, um sie von allen Seiten zu bewundern. Außergewöhnliche, aber auch ganz alltägliche Exponate, geben Einblicke in das Leben in der Stadt, auf dem Dorf und in den Tempeln. Sein ‘Favorit’ unter den Exponaten - so bekennt Leitmeyer - sei die Statue des Pharaos Thutmosis I.

Eine ganz besondere Bedeutung komme in der Ausstellung aber auch der Darstellung des Toten-Kultes im alten Ägypten zu. Von ihm und der - unter anderem in dem Turiner Museum entschlüsselten Hieroglyphen-Schrift und ihren Schreibern - sei stets ein ganz besonderer Mythos ausgegangen. Schrift und Schreibern sei ein eigener, umfangreicher Abschnitt der Ausstellung gewidmet. Hier könne die gesamte Bandbreite an Schriftstücken von der Poesie über Verwaltungsakten bis hin zu Rechnungen besichtigt werden.

Mit der Präsentation der aktuellen Grabungs- und Forschungsergebnisse der Universität Mainz und der Freien Universität Berlin, die gemeinsam schon seit Jahren in dem Gräberfeld von Assiut aktiv seien, schlage die Ausstellung schließlich den Bogen über die gesamte, gut fünf Jahrtausende alte Geschichte dieser bedeutenden mittelägyptischen Hochkultur.

Zu diesem, abschließenden Abschnitt der Ausstellung gab Univ.-Prof. Dr. Ursula Verhoeven-van Elsbergen eine kurze Einführung und erklärte, dass es ihr dabei darum gehe, die wichtigsten Projekte ihrer Forschungstätigkeit in Ägypten und die dabei angewandten Arbeitweisen aufzuzeigen. Prof. Dr. Verhoeven wird auch noch im Zuge des gewohnt opulenten Begleitprogramms zu der Ausstellung mit einem Vortrag zu Wort kommen.

Schließlich führte noch die Leiterin des Museumspädagogischen Begleitprogramms, Almut Neef, in die Schwerpunkte dieses Projekts ein, wo es darum gehe, Kindern und Jugendlichen einen altersgerechten Zugang zu der altägyptischen Kultur zu eröffnen. Fischfang im Nil, Vogeljagd - überhaupt: Tiere und ihre Darstellung stünden im Mittelpunkt dieses Projektes. “Wir haben deshalb auch Tiermasken - einen Schakalkopf und einen Ibiskopf - anfertigen lassen, so dass unsere kleinen Besucher sich dem Thema quasi “spielerisch” annäheren können”. Auch originale Grabungsfunde würden in der Begleitausstellung gezeigt, darunter auch eine Katzenmumie, die zeige, welch hohe Verehrung diese Tiere bei den alten Ägyptern genossen haben.

Schon zu Beginn des Pressegesprächs hatte der neue Leiter des Historischen Museums der Pfalz, Dr. Eckart Köhne, auf die hohe Faszination hingewiesen, die das Thema “Ägypten” schon seit gut zwanzig Jahren in zahlreichen Sonderausstellungen aufgebaut habe. “Ich habe diese Ausstellung ja quasi von meinem Vorgänger ‘geerbt’”, bemerkte Dr. Köhne und stattete seinen Dank an die Träger des Museums, aber auch an die Sponsoren dieser Ausstellung ab. Ganz besonders bedankte er sich aber bei den “Machern” dieser Schau, Wolfgang Leitmeyer und seinem Team. “Sie haben in den letzten Monaten wirklich Großartiges geleistet”, lobte der Museumsleiter seine Mitarbiter. Vor genau zehn Jahren habe in Speyer die Ausstellung “Hatschepsud” ein weithin ausstrahlendes, riesiges Publikumsinteresse hervorgerufen. “Wir hoffen, dass wir mit dieser Ausstellung von so überragender wissenschaftlicher Bedeutung und mit ihren Exponaten von so unvergleichlichem Rang an diesen Erfolg von damals anschließen können”.

Die Ausstellung, die am kommenden Samstag, um 16.00 Uhr offiziell eröffnet wird, kann bis zum 2. September 2012 während der üblichen Öffnungszeiten besucht werden. Ein umfangreicher, mit zahlreichen vertiefenden Aufsätzen ausgestatteter Katalog, an dem unter anderem auch ein Wissenschaftler vom Ägyptischen Museum in Kairo mitgearbeitet hat, ist im Museumsshop zum Preis von 24,80 Euro zu erhalten. Die Buchhandels-Fassung wird zum Preis von 39,95 Euro angeboten.

Ein Audioguide durch die Ausstellung in Deutsch, Englisch und Französisch ist im Eintrittspreis enthalten. Weitere Informationen über info@museum.speyer.de www.museum-speyer.de Foto: Kienipress

09.03.2012


Zweitgrößte Sammlung altägyptischer Artefakte zu Gast im Speyerer Museum - Bilderalbum

"Burg Drachenfels" schließt seine Tore in Speyer

105.000 Besucher erlebten die Familien-Mitmach-Ausstellung im Historischen Museum der Pfalz

Am vergangenen Sonntag, 29. Januar, endete die Familien-Mitmach-Ausstellung "Burg Drachenfels - Reisen ins Mittelalter" im Historischen Museum der Pfalz in Speyer. Seit der Eröffnung strömten 105.000 Besucher in die Erlebnisausstellung, um sich auf eine abenteuerliche Reise in die Zeit des Mittelalters zu begeben.

Lebendige Inszenierungen mit vielen Spiel- und Mitmachmöglichkeiten, originale Alltagsgegenstände und Repliken gaben intensive Einblicke in das mittelalterliche Leben in der Stadt und auf der Burg. Kleine wie große Besucher erkundeten die Dombaustelle und versuchten sich als Dombaumeister. Im Kloster galt es die Kräuter- und Heilkunde der Mönche zu entdecken, während im "Scriptorium" Tinte und Feder bereitstanden. Das detailgetreu eingerichtete Bauernhaus brachte das einfache und arbeitsreiche Leben der Bauern näher. Geschichten um Ritter, Burgen und Könige rundeten den Blick auf das Mittelalter mit seinen zahlreichen Facetten ab. Ab Juni 2011 konnten die Besucher in einem spannenden Ritterkino ihr Wissen über die Zeit der Knappen und Barden erweitern und an interaktiven PC- und Spielstationen testen. Auf Grund der positiven Resonanz wurde die Ausstellung des Jungen Museums im Juli 2011 verlängert.

Ein vielfältiges Begleitprogramm ergänzte die Ausstellung des Jungen Museums: Ein buntes Mittelalterwochenende im Mai 2011 und Ferienprogramme boten den Besuchern die Gelegenheit, sich über den Ausstellungsbesuch hinaus mit dem Thema Mittelalter zu beschäftigen. Fast 800 Gruppen nutzten die Zusatzangebote des Museums, wie Führungen, Kindergeburtstage und Workshops.

Die Lese-, Spiel- und Bastelmappe zur Ausstellung, die sogenannten Mittelalter-Box, kostet 9,95 € und ist im Museumsshop oder per Online-Bestellung unter info@museum.speyer.de erhältlich

Mit Hochdruck arbeiten die Mitarbeiter des Historischen Museums der Pfalz bereits an der kommenden Ausstellung "Ägyptens Schätze entdecken. Meisterwerke aus dem Ägyptischen Museum Turin", die ab dem 11. März zu sehen ist. Neben der kulturhistorischen Ausstellung wird auch eine Familien-Ausstellung in den Räumen des Jungen Museums eröffnet, die junge Besucher in die Welt des Alten Ägyptens eintauchen lässt. Hist. Museum der Pfalz, Presse

30.01.2012


Prominenter Fußballspieler im Historischen Museum der Pfalz

Jan Šimunek vom 1. FC Kaiserslautern besuchte die Sammlungen "Urgeschichte" und "Weinmuseum" in Speyer

Bei seinem Rundgang durch das Haus wurde der Profi-Fußballspieler von Lars Börner, wissenschaftlicher Mitarbeiter, und Cathérine Biasini, Leiterin des Kindermuseums, durch die Sammlungen Weinmuseum und Urgeschichte geführt. Als Börner ihm eine Weinpresse aus dem Jahre 1702 zeigte, gestand der 25jährige Abwehrspieler, dass er "eigentlich viel lieber Bier trinke", jetzt aber wieder öfter mal Wein probieren wolle. Beim Betrachten des ältesten, flüssig erhaltenen Rebenweins der Welt sagte Šimunek "dieser Wein ist nicht schön, aber selten". Der Römerwein stammt aus dem dritten Jahrhundert n. Chr. und kann im prachtvoll ausgemalten Wappensaal des Museums bewundert werden. Nach dem Rundgang nahm sich der in Prag geborene Fußballprofi Zeit, um die Autogrammwünsche seiner Fans zu erfüllen.

Ab 11. März 2012 präsentiert das Historische Museum der Pfalz die Ausstellung "Ägyptens Schätze entdecken. Meisterwerke aus dem Ägyptischen Museum Turin".

Das Historische Museums der Pfalz hat dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

26.01.2012


Frankenthaler Kindergruppe löst 100.000. Ticket für “Burg Drachenfels”

cr. Speyer. Der Jubel war riesig, als heute die Kuratorin der Sonderausstellung “Burg Drachenfels - Reise ins Mittelalter” im Kindermuseum des Historischen Museums der Pfalz, Cathérine Biasini, das Gruppenticket einer Kindergruppe aus Frankenthal als die 100.000. verkaufte Eintrittskarte dieser überaus erfolgreichen Begleitausstellung zur großen Salier-Schau identifizierte. Blumen für die Organisatorin der Reise, Karin Krönert, und die Lese-, Spiel- und Bastelmappe zur Ausstellung - die sogenannte “Mittelalter-Box” - sie sollte an diesen Tag erinnern, der in einer so unerwarteten Überraschung für die Frankenthaler sicher seinen Höhepunkt fand.

Schon seit drei Tagen hatten sich die Kinder der Grundschulklasse 1 b der Frankenthaler Pestalozzischule gemeinsam mit den Vorschulkindern des Kindergartens St. Ludwig auf diesen Besuch vorbereitet, der ihnen in spielerischer Weise nicht nur zahlreiche Einblicke in das Leben auf einer mittelalterlichen Burg vermittelte, sondern nun darüber hinaus auch noch einen Empfang durch die verantwortlichen Museumsleute bescherte.

100.000 Besucher sind für eine solche Schau eine mehr als beachtliche Zahl - waren es doch in Wirklichkeit sicher noch weit mehr Gäste, beinhaltet die Zahl der verkauften Eintrittskarten doch auch die zahlreichen Gruppentickets. Darüber waren sich auch die Betreuerinnen der beiden Frankenthaler Gruppen, Karin Wieder und Karoline Klein, einig, die sich, wie ihre kleinen Schützlinge auch, von der “Burg Drachenfels” begeistert zeigten.

Die Ausstellung, die schon am 3. Oktober letzten Jahres eröffnet und dann aufgrund des großen Ansturms verlängert worden war, ist noch bis in die kommende Woche, bis zum 29. Januar, geöffnet. Bis dahin haben noch all die Kinder, die bislang den Weg in die Ausstellung noch nicht gefunden haben, Gelegenheit, gemeinsam mit ihren Eltern die mit vielen eindrucksvollen Exponaten glänzende und mit einem außergewöhnlichen museumspädagogischen Konzept umgesetzte Schau zu besuchen. Foto: Kienipress

20.01.2012