Speyer-Kurier
Gesundheits-Kurier
http://www.speyer-kurier.de/gesundheit.html

© 2013 Speyer-Kurier
Startseite - Kontakt - Impressum

 

 

Wann darf man sterben? Ethiktag bei den Diakonissen Speyer-Mannheim

Dr. Heinz Rüegger aus der Schweiz regte im gut besuchten Festsaal des Diakonissen-Mutterhauses zum Nachdenken an.

Um Selbstbestimmung am Lebensende und Patientenautonomie im Umgang mit dem Sterbenden ging es beim Ethiktag der Diakonissen Speyer-Mannheim am 22. Mai im Speyerer Mutterhaus

Speyer- Referent Dr. Heinz Rüegger aus Neumünster/ Schweiz ging in seinem Impulsreferat zum Thema „Sterben in Würde im Spannungsfeld von Autonomieanspruch und Betreuungsabhängigkeit“ zunächst darauf ein, was Würde eigentlich bedeutet, ob ein Mensch seine Würde zum Beispiel durch Krankheit überhaupt verlieren könne oder es nicht eher auch um den Respekt geht, den die Gesellschaft kranken, pflegebedürftigen oder sterbenden Menschen entgegenbringt. Außerdem beleuchtete der Theologe, Ethiker und Gerontologe die Frage, wer heute Herr über Leben und Tod sei. In unserer Gesellschaft entschieden überwiegend Ärzte, Angehörige und Patienten selbst, so Rüegger: „Wo kämen wir denn da hin, wenn jeder einfach so sterben würde?“ gab er den rund 100 Teilnehmenden mit auf den Weg in die moderierten Arbeitsgruppen. In ihnen diskutierten unterschiedlichste Berufsgruppen von der Pflegeschülerin und Altenpflegerin über den Chefarzt bis zu Theologen und Diakonissen über ihre Erfahrungen in der Praxis.

Viele Teilnehmende stellten heraus, dass es eine Diskrepanz gebe zwischen der Leistungsgesellschaft, die alten, kranken oder sterbenden Menschen keinen Wert beimisst, und den Mitgliedern der selben Gesellschaft, die eine individuelle, zugewandte Pflege erwarten, die jedoch viel Geld kostet. Die Teilnehmenden aller Gruppen wünschten sich eine offenere gesellschaftliche Debatte über den Tod und die Anerkennung medizinischer Grenzen. „Man muss auch sterben dürfen“, verlautete es in einigen Diskussionen.

Diese Punkte griff Dr. Rüegger in seinem abschließenden Vortrag „Zur Kultur des Umgangs mit Sterben: Von der ars moriendi zur palliative care“ auf. Sterben sei zwar omnipräsent in der Gesellschaft, dennoch würde kaum darüber gesprochen, sagte er und mahnte: „Sterben ist nichts, was immer nur die anderen betrifft.“

Der Ethiktag gehört zu einer Reihe von Veranstaltungen, die die Diakonissen Speyer-Mannheim für Mitarbeitende und Gäste anbieten. „Wir erfahren, dass ethische Orientierung nicht ungefragt selbstverständlich und allgemein geteilt ist, wie dies vielleicht früher einmal war. Zu vieles hat sich verändert, in unserer Welt, in unseren Lebensweisen und Einstellungen, auch in der Medizin“, erklärt Vorsteher Pfarrer Dr. Werner Schwartz die Motivation: „Die Veränderungen erfordern ein neues Nachdenken und eine neue Verständigung“, so Schwartz, der in diesem Jahr bereits Ethiktage speziell für Mediziner sowie Ethikveranstaltungen für Mitarbeitende in Seniorenzentren durchführte und Mitglied des interdisziplinären Teams der Ethikberatung der Diakonissen Speyer-Mannheim ist.

23.05.2013


Minister Schweitzer besucht Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer

Freuten sich über die Zuwendung, die Minister Alexander Schweitzer (links) mitgebracht hatte: Geschäftsführer Wolfgang Walter, Oberin Sr. Isabelle Wien, Vorsteher Pfarrer Dr. Werner Schwartz, Geschäftsführer Werner Vogelsang und Kaufmännischer Vorstand Karlheinz Burger (v. r.). Freuten sich über die Zuwendung, die Minister Alexander Schweitzer (links) mitgebracht hatte: Geschäftsführer Wolfgang Walter, Oberin Sr. Isabelle Wien, Vorsteher Pfarrer Dr. Werner Schwartz, Geschäftsführer Werner Vogelsang und Kaufmännischer Vorstand Karlheinz Burger (v. r.).

Speyer- Die Zuwendung von weiteren drei der insgesamt 30,4 Mio. Euro, mit denen das Land Rheinland-Pfalz die Baumaßnahme am Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer fördert, nutzte Gesundheitsminister Alexander Schweitzer am 13. Mai, um sich selbst vom Stand der Arbeiten zu überzeugen.

Im Gespräch mit dem Vorstand und Direktorium informierte sich der Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie über Geschichte und Arbeitsbereiche des Krankenhausträgers Diakonissen Speyer-Mannheim sowie über die Entwicklung, die das Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus in den letzten Jahren im medizinischen Bereich genommen hat. Besonders hob Geschäftsführer Wolfgang Walter die notwendigen Spezialisierungen und Zertifizierungen hervor und wies auf technische Neuerungen sowie die moderne Geburtshilfe hin.

Schwerpunkt des Gesprächs waren die Fusion des früheren Diakonissen- mit dem ehemaligen Stiftungskrankenhaus im Jahr 2004 und die daraus resultierende Baumaßnahme: Schon während der Fusionsgespräche, hob Krankenhausgeschäftsführer Werner Vogelsang hervor, sei eine Zusammenlegung der beiden Betriebsstätten an einem Standort das Ziel der Betreiber und der Politik gewesen. Diesem Ziel rückt man nun mit großen Schritten näher: Die Inbetriebnahme des neuen Eingangsbereichs mit Aufnahme und Funktionsbereichen sowie des fünfstöckigen Bettentrakts solle im kommenden Jahr planmäßig erfolgen, so Vorsteher Pfarrer Dr. Werner Schwartz. Er dankte Minister Schweitzer dafür, dass die Landesregierung die Baumaßnahme mit 30,4 von insgesamt 48,5 Mio. Euro unterstütze.

Der Landesregierung sei es ein wichtiges Anliegen, dass ein leistungsfähiges Krankenhaus auch in Zukunft die kompetente wohnortnahe Behandlung der Patienten sicherstellen könnte, sagte der Minister. Er lobte das „außergewöhnliche Engagement des Trägers“ und die kontinuierliche Entwicklung des Krankenhauses, das die Zukunft stets im Blick habe: „Wenn man aufhört, besser zu werden, hört man auf, gut zu sein“, so Schweitzer.

Bevor der Minister die Gelegenheit nutzte, die Baustelle zu besichtigen, stellten die Krankenhausgeschäftsführer die Pläne für den zweiten Bauabschnitt, der ab Ende 2014 unter anderem die Sanierung des Bettenhochhauses und den Umbau der Intensivstation umfassen soll, vor. Minister Schweitzer sagte auch für den zweiten Bauabschnitt, im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten, die weitere Unterstützung des Landes zu.

Diakonissen Speyer-Mannheim, Presse

Info:

Die Diakonissen Speyer-Mannheim betreuen seit über 150 Jahren kranke und alte Menschen, Kinder und Jugendliche sowie Menschen mit Assistenzbedarf. Das Unternehmen geht auf die Tradition der Diakonissen zurück, die seit 1859 von Speyer und seit 1884 von Mannheim aus für Menschen da waren. Heute führen über 3.600 Mitarbeitende in Krankenhäusern, Seniorenzentren, Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, Schulen, Kindertagesstätten und einem Hospiz in der Pfalz, in Baden und dem Saarland die Arbeit fort. www.diakonissen.de

14.05.2013


Kurs: Messer, Gabel, Schere, Licht … - Noch Plätze frei!

Erste Hilfe für Babys und Kleinkinder bis zum 3. Lebensjahr

Notfälle im Säuglings- und Kindesalter stellen für Eltern eine besondere Belastung und Herausforderung dar.

Aber wie sicher sind Eltern, wenn wirklich was passiert? Und welche besonderen Kenntnisse brauchen sie bei Unfällen von Babys und Kleinkindern? Der Kurs informiert über das richtige Verhalten bei Notfällen mit Babys und Kleinkindern.

Die Teilnehmer lernen Gefahrensituationen besser zu erkennen und zu vermeiden.

Auch nicht AOK-Versicherte können teilnehmen.

Termin: Samstag, 25.05.2013, von 09.00 bis 16.00 Uhr, 1 Einheit

Ort: Ludwigshafen, DRK-Haus, August-Heller-Str.12

Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldung unter Tel.0621-95303022 oder Internet: www.aok.de/rps

07.05.2013


Risiken und Nutzen von Operationen verantwortlich gegeneinander abwägen

Chefärzte-Team am „Vincenz“ informiert über Medizin im Umfeld chirurgischer Eingriffe

Von Gerhard Cantzler

Speyer- Eine umfassende und detaillierte Information über das, was auf einen Patienten zukommt, wenn die Ärzte gemeinsam mit ihm zu dem Schluss gekommen sind, dass ein operativer Eingriff bei ihm unvermeidlich ist – das ist die beste Voraussetzug für eine erfolgreiche Behandlung. Getreu dieser Überzeugung hatte jetzt das Chefarztteam für Allgemein- und Viszeralchirurgie – operative Eingriffe an den Organen des Bauchraumes - des Speyerer St. Vinventius-Krankenhauses potentielle Patienten – und wer könnte dies nicht morgen schon sein – zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, die von der gerade erst frisch ernannten Chefärztin Dr. med. Cornelia Leszinski moderiert wurde.

Zahlreiche Besucher waren der Einladung in die große Aula des Krankenhauses gefolgt - unter ihnen sah man auch niedergelassene Ärzte und Pflegedienst-Mitarbeiter - um sich über neue Konzepte in der perioperativen Medizin - der medizinischen Behandlung im zeitlichen Umfeld einer Operation - informieren zu lassen. In dieser Phase gehöre zu dem Entscheidungsteam neben dem Patienten, der immer im Mittelpunkt stehen müsse und dem behandelnden Chirurgen vor allem auch der Hausarzt, so betonte Dr. Leszinski. „Er kennt seinen Patienten und seine Krankengeschichte am besten und kann auf mögliche Risiken und Unverträglichkeiten hinweisen“. Der Hausarzt werde deshalb am „Vincenz“ in jedem Fall zu Rate gezogen, „Das kann natürlich nicht für akute Notfälle gelten, wo keine Zeit mehr für eine umfängliche Vorbereitung bleibt“.

„Was kann ich tun – vor einer Operation?“ Vor der Beantwortung dieser Frage prüfe das Ärzteteam in jedem Fall die grundsätzliche Notwendigkeit eines operativen Eingriffs. „Wenn derzeit in der Öffentlichkeit soviel über unnötige Operationen gesprochen wird, so können wir feststellen: Am St. Vicentius-Krankenhaus wird nie 'unnötig' operiert“, betonte Dr. Leszinski. Vielmehr werde in jedem Einzelfall sorgfältig abgeklärt, dass der Nutzen einer Operation das mit ihr verbundene Risiko übersteigt. Diese Riskioabwägung werde in aller Regel vom behandelnden Anästhesisten vorgenommen, erklärte die Referentin und leitete damit zugleich über zu ihrem Kollegen Dr. Klaus-Peter-Wresch, Chefarzt für Anästhesie und Intensivmedizin und Ärztlicher Direktor der in Trägerschaft des „Ordens der Niederbronner Schwestern“ befindlichen Klinik.

Der gab als erstes nützliche Tipps für die richtige Ernährung in der präoperativen Phase – der Zeit vor der Operation also. Regelmäßig und ausgewogen sollte die Ernährung sein, empfahl Dr. Wresch – ein bis zweimal pro Woche Fleisch, ein- bis dreimal Fisch – dazu viel Obst und Gemüse. Besonders wichtig: Viel trinken. Pro Tag rät der Arzt zu ein bis anderthalb Litern Flüssigkeit – am besten Mineralwasser, Tee oder Obstsäfte. Eine Gewichtsreduktion sei in dieser Phase vor einer Operation nicht sinnvoll.

Am Tag vor der Operation soll der Patient eine kohlenhydratreiche Mahlzeit zu sich nehmen - „eine schöne Portion Pasta und als Nachtisch vielleicht noch eine Portion Tiramisu – das hat eine günstige Auswirkung auf den Stoffwechsel nach der Operation, fördert die Glukoseaufnahme, reduziert den Substanzabbau und verbessert die Muskelkraft“, so der Mediziner. Für Diabetiker gelten natürlich andere Regeln.

Zwei Stunden vor der Operation erhalten die Patienten dann zwei Becher mit stark gesüsstem Tee, so berichtet der Anästhesist, der allerdings vor Zusatzernährung – sogenannter 'Astronautenkost' – in dieser Phase abrät. „Das macht nur bei Patienten mit extremer Mangelernährung oder bei Untergewichtigkeit Sinn“, so der Experte. Bei diesen aber helfe die Zusatzernährung, die Wundheilung zu verbessern und die Infektionsgefahr zu reduzieren.

Vitaminpillen – sogenannte Antioxidantien -, Mineralien und andere Nahrungsergänzungsmittel lehnt der Mediziner ab. 68 große Studien an mehr als 230.000 Patienten hätten ergeben, dass die Einnahme von Vitamin A, C, E sowie von Selen in Pillenform keinerlei Vorteile in sich trage, dagegen das Risiko von Krebs, sowie von Herz-Kreislauferkrankungen dadurch leicht erhöht sei. Auch die Ergänzung des Speiseplanes durch Omega-3-Fettsäuren in entsprechenden Margarinen senkten das Risiko von Herzinfarkkt und Schlaganfall nicht. „Eine ausgewogene Ernährung deckt den Bedarf an Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen vollkommen“, betonte der Mediziner. Ausreichend Obst und Gemüse und zweimal pro Woche fetten Fisch versorgten den Körper zudem mit krebsvorbeugenden Substanzen.

Eine wichtige Frage, so Dr. Wresh, sei immer wieder auch die nach dem Alkohol- und Nikotin-Genuß: ¼ Liter Wein pro Tag oder ½ Liter Bier gelten als vertretbar, so der Mediziner – mehr erhöhe das Risiko verschiedener Erkrankungen. Die Einschränkung des Alkoholkonsums zwei bis vier Wochen vor einer Operation halbiere das Infektionsrisko.

Überaus wichtig für den Behandlungserfolg, so Dr. Wresch, sei die Offenlegung der persönlichen Alkoholgewohnheiten. Eine mangelhafte Information des behandelnden Arztes könne hier zu Komplikationen während und nach der Operation führen. Gleiches gelte auch für das Rauchen. „Rauchen ist in jedem Fall schädlich“, betonte Dr. Wresch und verwies darauf, dass der Nikotin-“Genuss“allein in Deutschland jährliche Gesundheitsschäden von mehr als 17 Milliarden Euro verursache. „Rauchen erhöht das Risiko von Herz- Kreislauferkrankungen um das drei- bis vierfache“, so Dr. Wresch. Da ein „Rauch-Stopp“ in den ersten zwei Wochen eine deutlich erhöhte Schleimproduktion nach sich ziehe, rät der Arzt, das Rauchen entweder bereits vier Wochen vor einer Operation einzustellen oder aber „durchzurauchen“.

Schließlich rät Dr. Wresch zu viel Bewegung im Freien – Wanderungen, die den Schlaf der Patienten fördern. Allerdings sollten sie sich in dieser Zeit vor Überforderungen hüten.

Und was kann der Anästhesist selbst zum Erfolg seiner Behandlung beitragen? Dazu verwies Dr. Wresch zunächst einmal darauf, dass Narkosen erst seit dem Jahr 1846 in der Behandlung eingesetzt würden. Seitdem hätten sich die Techniken kontinuierlich verbessert. Habe das Risiko eines Narkosezwischenfalls Anfang des 20. Jahrhunderte noch 1 : 500 betragen, so sei es heute auf nur noch 1: 200.000 Fälle zurückgegangen.

Bei den am St. Vincentius-Krankenhaus häufig durchgeführten Bauchoperationen – sie waren zentrales Thema dieser Veranstaltung - setze die Klinik heute eine höchst moderne, patientenschonende Form der Anästhesie ein, bei der durch einen sogenannten Periduralkatheter im Brustwirbelsäulenbereich durch den punktgenauen Einsatz des exakt dosierten Narkosemittels nicht nur die Schmerzempfindlichkeit gezielt heruntergesteuert werden, sondern der Patient auch schon unmittelbar nach der Operation wieder mobilisiert, d.h. zu eigenständiger Bewegung aktiviert werden könne.

In der anschließenden Aussprache konnte Dr. Wresch auch die oft geäußerte Befürchtung ausräumen, dass ein Patient eine Operation bei klarem Bewußtsein durchleben müsse und dagegen nichts unternehmen könne. Dies sei bei Vollnarkosen nicht möglich, erläuterte der Chefarzt für Anäsesiologie. Ein monitoring über die Ableitung der Gehirnstromkurve lasse jede Veränderung im Schmerzempfinden sofort erkennen; sofortige Gegenmaßnahmen könnten dann eingeleitet werden. Allerdings würden bei solchen Operationen inzwischen auch oft lokale oder regionale Anästhesieverfahren eingesetzt, die eine völlige Bewußtlosigkeit des Patienten überflüssig machten.

Aber auch darüber wird mit den Patienten mit Sicherheit rechtzeitig und ausführlich gesprochen.

Um Sicherheit ging es dann auch in dem Referat von Dr. med. Johannes Winter, wie Dr. Leszinski Chefarzt für Allgemein- und Viszerlachirurgie, der das Pocedere einer solchen Bauchoperation erläuterte. Hierbei brauche es zu Beginn eines Eingriffs noch der aktiven Mitwirkung des Patienten, der in der Regel mit eigener Kraft von seinem Krankenbett auf den Operationstisch „umsteigen“ sollte. „Auch bei der Positionierung des Periduralkatheders bitten wir den Patienten um seine Mitwirkung“, so Dr. Winter. „Dazu sollte er ruhig sitzen – es ist wirklich nur ein ganz kleiner Pieks“. Zuvor wird der Patient eindeutig identifiziert, die Indikation überprüft und nach einer detaillierten Checkliste jeder Handgriff bei der Operation kontrolliert und schriftlich dokumentiert.

Ob Bauchschnitt oder minimalinvasive, sogenannte „Schlüsselloch-Operation“ - oder die Kombination aus beidem: In jedem Einzelfall wird mit dem geringst möglichen Eingriff in den Organismus des Patienten die Hilfe für den erkrankten und leidenden Patienten gesucht – und da dürfen sich die Patienten beruhigt in die fachkundigen Hände des erfahrenen Ärzteteams begeben. Mit diesem Gefühl gingen wohl auch die Teilnehmer dieser Veranstaltung beruhigt nach Hause.

Denn wie meinte doch Dr. Winter am Ende seines Referates: „Früher hieß es: Große Chirurgen – große Schnitte. Heute aber gilt: Kleine Chirurgen – kleine Schnitte“.Und an diese Maxime halte man sich auch in Speyer..... Foto: gc

28.04.2013


AOK und ADFC starten beliebte Sommeraktion „Mit dem Rad zur Arbeit“

Mit dem Rad zur Arbeit“ heißt die bundesweite Aktion von AOK und Allgemeinem Deutschen Fahrradclub (ADFC) . Wer ab 1. Juni bis zum 31. August an mindestens 20 Tagen zu seinem Arbeitsplatz radelt, hält sich nicht nur fit und spart jede Menge Benzingeld, sondern kann auch attraktive Preise gewinnen.

Die rheinland-pfälzische Aktion wird initiiert von der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland und vom ADFC-Landesverband. Im vergangenen Jahr sind über 4.500 Radler aus mehr als 1.200 Firmen dem Aufruf gefolgt und haben zusammen mehr als 1,2 Millionen Kilometer auf dem Rad zurück gelegt. Bundesweit beteiligten sich sogar über 174.000 Berufstätige an der Aktion.

„Je mehr Rheinland-Pfälzer mit dem Rad unterwegs sind, umso besser für alle. Es macht Spaß, ihre Gesundheit profitiert, die Umwelt hat etwas davon und wer weiß, vielleicht bleiben einige Radler ja dabei. Ich würde mich freuen“, so Christian von Staden, Vorsitzender des ADFC-Landesverbandes Rheinland-Pfalz.

Die Teilnehmer leisten tatsächlich einen Beitrag zum Umweltschutz. Allein die Arbeitnehmer aus Rheinland-Pfalz, die auf ihren Drahtesel umgestiegen sind, haben im Sommer 2012 einen CO2 Ausstoß von rund 171 Tonnen vermieden.

AOK-Vorstandsvorsitzender Walter Bockemühl: „Verbinden Sie das Angenehme mit dem Nützlichen! Wer mit dem Rad zur Arbeit fährt, bringt automatisch viel Bewegung in seinen Alltag. Der Kreislauf kommt in Schwung und man kommt wach, konzentriert und gut gelaunt im Büro an.“ Experten haben festgestellt, dass schon eine halbe Stunde Radeln am Tag die geistige und körperliche Fitness verbessert.

Geradelt werden darf alleine, aber besser noch im Team mit gleichgesinnten Kollegen, von zu Hause aus oder als Pendler kombiniert mit Bus und Bahn. Die Radeltage markiert jeder selbst in einem Aktionskalender, der in den AOK- und ADFC-Geschäftstellen oder im Internet unter www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de/rheinland-pfalz erhältlich ist. In dem Aktionsfaltblatt enthalten ist auch das Anmeldeformular, das bis spätestens 5. August 2013 bei der AOK eingehen sollte. Nach Aktionsende gibt jeder Teilnehmer seinen ausgefüllten Aktionskalender bei der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland ab und ist dabei, wenn unter allen Einsendungen über 150 attraktive Preise verlost werden. Namhafte Partner haben Sachpreise und Gutscheine gesponsert – von Markenfahrrädern, Fahrradhelmen und Gutscheinen bis hin zum Städtetrip und Wellness-Angeboten.

Ansprechpartner für die AOK Speyer:

Gerhard Kruppenbacher

Tel.: 06321-896-176

Mail: gerhard.kruppenbacher@rps.aok.de

30.04.2013


Chefärzte-Team am „Vincenz“ informiert über Medizin im Umfeld chirurgischer Eingriffe - Bilderalbum

Teddy hat den Arm gebrochen

Oberarzt Dr. Kai Siedler erklärt den Kindern, wie Frühgeborene versorgt werden.Unzählige Teddys mit gebrochenen Armen, Puppen mit Bauchweh und Dinosaurier mit Halsschmerzen kamen gemeinsam mit ihren Besitzern am Samstag, dem 20. April zum Kindermedizintag ins Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer.

Speyer- Bereits zu Beginn um zehn Uhr tummelten sich zahlreiche Kinder mit ihren Eltern in Kinderklinik, Chirurgie, Endoskopie und OP, um etwas über Krankheiten, Gesundheit und das Krankenhaus zu erfahren. „Wir sind überwältigt von dem großen Interesse, aber vor allem auch von der Aufmerksamkeit, mit der die Kinder die Angebote wahrnehmen“, sagt Chefarzt Dr. Axel Bosk. Sein Vortrag über alles „was mein Herz können muss“ war ebenso gut besucht wie die seiner Kollegen über die Behandlung Frühgeborener und Blinddarmoperationen.

Andrang in der Endoskopie, wo per Magenspiegelung Gummibärchen aus dem Bauch gefischt wurdenEbenso aufmerksam wie die Vorträge beobachteten die Kinder beim Ultraschall, welchen Weg ihr Frühstück durch den Bauch nimmt, ließen sich erklären, wie eine Narkose funktioniert und waren mit Eifer in der Endoskopie und im OP dabei, Gummibärchen per Magenspiegelung oder Operation aus „kranken“ Bäuchen zu fischen, bevor sie sich einen bunten Gips anlegen ließen. „Wie leicht das heute ist“, staunten manche Eltern, die sich noch an sperrige Gipsarme ihrer Kindheit erinnerten.

Reichlich Verbände und bunte „Tabletten“ gab es in der Teddy-Klinik, in die die kleinen Besucher ihre plüschigen Freunde mit diversen Wehwehchen brachten. Nach der Aufnahme wurden Teddies, Puppen und allerlei Plüschtiere geröntgt und entsprechend der Diagnose verarztet. „Fast 300 Kinder haben das Angebot aus Information und Mitmachstationen angenommen und unser Krankenhaus kennengelernt“, bilanziert Dr. Bosk, der schon eine Neuauflage im nächsten Jahr plant: „Es gibt ja noch viel mehr zu entdecken.“ Diakonissen Speyer-Mannheim, Presse

22.04.2013


Kaffeegenuß kann Diabetes vorbeugen

Die Nachricht für alle Kaffee-Junkies: Kaffee soll Diabetes vom Typ 2 vorbeugen können, schreibt das schwedische Fernsehen svt auf seiner Webseite.

Damit Zucker als Treibstoff ins Blut gelangen kann, braucht der Körper das Hormon Insulin. Menschen mit Diabetes vom Typ 2 produzieren zuwenig Insulin, die Zellen können nicht genügend Zucker aufnehmen und verbrennen. Das Blutzuckerspiegel ist zu hoch, es das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und andere Gesundheitsprobleme steigt. Jetzt haben Wissenschaftler herausgefunden, dass die Substanz Chlorogensäure, die  in Kaffeebohnen enthalten ist, einen hohen Blutzuckerspiegel senkt und somit Typ-2-Diabetes vorbeugt. Ca. 30 Minuten nach dem Essen ist der Glukoseanteil im Blut am Höchsten. Mit einer 400 mg-Dosis Extrakt kann der Blutzuckerspiegel um 24 Prozent gesenkt werden.

Chlorogensäure findet man nicht nur in Kaffeebohnen, sondern auch in Äpfeln, Kirschen, Pflaumen und anderen Früchten und Gemüse. Die grüne, ungeröstete Kaffeebohne  hat allerdings eine extrem hohe Konzentration an Chlorogensäure und eignet sich so am besten, ein wirksames Extrakt herzustellen.

In den letzten Jahren wurde viel geforscht in Sachen gesundheitsfördernder Wirkung des Kaffees. Der Forscher Joe Vinson ist der Meinung, es gäbe viele eindeutige Beweise, daß Kaffeeverbrauch das Riskio von Diabetes Typ 2 verringert. Eine andere Studie zeigt, dass Personen, die 7 Tassen Kaffee am Tag drinken, das Risiko mit ganzen 50 Prozent reduzieren verglichen mit Personen, die lediglich 2 Tassen am Tag drinken. Dennoch ist die grüne, ungeröstete Bohne bedeutend wirksamer als die geröstete braune, die hohen Temperaturen beim Röstvorgang zerstören einen Großteil der vorhandenen Chlorogensäure. Der Fokus wird daher auf ein konzentriertes Extrakt aus der grünen Bohne gelegt. Text: Elias Fejklund -

16.04.2013


Das neue Krebsfrüherkennungs- und Registergesetz tritt am 09. April in Kraft

Ludwigshafen– Das Gesetz zur "Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung und zur Qualitätssicherung durch klinische Krebsregister" (KFRG)  tritt heute in Kraft. "Die eigentlich längst überfällige Umsetzung von Empfehlungen aus dem Nationalen Krebsplan kommt noch zum rechten Zeitpunkt", so Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke, Früherkennung Darmkrebs (Ludwigshafen). Es stünden heute zwar bereits Angebote zur Verfügung; sie seien aber entweder noch zu wenig bekannt oder würden nur unzureichend an- bzw. wahrgenommen. Es müsse daher zu einer weiteren Intensivierung der Information und Aufklärung, besonders aber zu einem Paradigmenwechsel in der gesellschaftlichen Akzeptanz für diese gesundheitspolitische Weichenstellung kommen", so Professor Riemann weiter. Die Stiftung LebensBlicke begrüßt daher nachdrücklich das Inkrafttreten des neuen Gesetzes.

Der Nationale Krebsplan hat unter Mitwirkung auch der Stiftung LebensBlicke wichtige Umsetzungsempfehlungen zur Krebsfrüherkennung erarbeitet. Diese haben Eingang in das neue Gesetz gefunden. Das bisher opportunistische Darmkrebs-Screening, das nur eine mäßige Akzeptanz in der Bevölkerung hat, soll durch ein organisiertes Einladungsverfahren ersetzt und damit die Teilnahmerate der Bevölkerung deutlich erhöht werden.

Dazu erklärt Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr in einer Pressemitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit: "Krebs ist die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Mit dem neuen Gesetz haben wir die Voraussetzungen geschaffen, dass die Krebsfrüherkennung mehr Menschen erreicht und eine Krebsbehandlung so erfolgreich wie möglich gestaltet werden kann. Wir setzen dabei auf zwei Schwerpunkte: Die Krebsfrüherkennung wird verbessert, indem die Versicherten künftig zur Darmkrebs- und Gebärmutterhalskrebsfrüherkennung eingeladen und besser informiert werden. Durch gezielte Informationen soll den Bürgerinnen und Bürgern die Entscheidung über die Inanspruchnahme erleichtert werden. Und der bundesweite Aufbau von klinischen Krebsregistern wird zu einer deutlichen Verbesserung der onkologischen Behandlung führen."

Gerade für den Darmkrebs sind die derzeitigen Erkrankungs- und Todesraten angesichts der Möglichkeiten der Vorsorge und Früherkennung noch viel zu hoch, so Professor Riemann. Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebsleiden in Deutschland. Jedes Jahr trifft die Diagnose über 65.000 Menschen. Etwa 26.000 sterben daran. "Diese Zahlen sind sehr tragisch, vor allem, weil keine andere Krebserkrankung durch Früherkennung so gut vermeidbar ist" erklärt der Vorstandsvorsitzende der Stiftung. Spendenkonto: BW Bank Mannheim, BLZ 600 501 01, Kto.-Nr. 496 1530.

Vermeiden statt leiden – Aktiv gegen Darmkrebs

Die Stiftung LebensBlicke setzt sich für die Früherkennung von Darmkrebs ein und motiviert Menschen zu lebensrettender Vorsorge. Unterstützen Sie uns! Spendenkonto 968, Sparkasse Vorderpfalz, BLZ 545 500 10. www.lebensblicke.de  Stiftung LebensBlicke, Presse  

09.04.2013


Gesünder essen mit der Tefal Heißluft-Fritteuse ACTIFRY "FAMILY"

Ein von den Verbrauchern zur Kücheninnovation des Jahres 2010 gewähltes Gerät mit folgenden Eigenschaften:

  • Garbehälter für z. B. Pommes aus 1,5 kg frischen Kartoffeln und nur 1 Löffel (20 ml) Öl sowie Bratkartoffeln, Gemüse, Risotto, Chili con Carne uvm.
  • Großes LC-Display mit einfach zu bedienenden Funktionstasten
  • Timer mit automatischer Abschaltung und Signalton am Ende der Garzeit
  • Abnehmbarer, überstehender Rand für die optimale Zubereitung von Pommes frites über 1 kg Gargut (bis zu 1,5 kg)

Dieses Gerät haben wir erst seit ein paar Wochen; möchten es aber auf keinen Fall mehr missen. Tiefgefrorene Pommes werden superknusprig und lecker – ohne das die ganze Wohnung nach Fett riecht, weil man hier gar kein Fett zugeben muss. Frische Kartoffeln mit einem Messlöffel Öl und Kräutern verfeinert – einfach ein Gedicht. Die Kartoffeln werden geschält, in Scheiben oder Stücke geschnitten und gewaschen. Auf einem Küchenpapier etwas abtrocknen und in einen Tiefkühlbeutel füllen. Dann das Öl zugeben und die Kräuter – im Beutel gründlich vermischen und ab damit in die Actifry. Um neue Aromen zu kreieren, kann man das Öl wechseln und natürlich auch die verwendeten Kräuter. Wir freuen uns schon auf die Zeit, wenn es wieder Frühkartoffeln gibt – dann wird das Kartoffelaroma sicher noch intensiver sein als jetzt, wo es nur die gelagerten Winterkartoffeln gibt.

Auch Spargel wird darin sicher superlecker werden – seit wir den Spargel einmal gebraten haben, bereiten wir ihn nur noch auf diese Art und Weise zu. Es ist ganz einfach – den geschälten Spargel in mundgerechte Stücke schneiden, einen Meßlöffel  Kürbiskernöl darüber und noch etwas braunen Zucker nach Geschmack – alle Vitamine bleiben im Spargel und werden nicht ins Kochwasser gespült.

Am Wochenende backen wir darin unsere Brötchen auf und müssen nicht mehr den „großen“ Backofen benutzen. In zehn Minuten haben wir superknusprige warme Brötchen.

Das Aroma und die Vitamine werden optimal geschützt und wer auf seine Linie achtet, hat hier die Möglichkeit, mit wenig Fett schmackhafte Gerichte zuzubereiten. Durch die schonende Art der Zubereitung können Sie hier zum Beispiel bei Paprika bis zu 81%  des temperaturempfindlichen Vitamins C bewahren – das sind 31 % mehr als beim Braten in einer Pfanne auf dem Herd.

Für die Actifry gibt es unbegrenzte Einsatzmöglichkeiten – im mitgelieferten Rezeptbuch gibt es vielen Anregungen und wir werden nach und nach einiges ausprobieren und Ihnen mit Bildern dokumentieren. bk; Foto: pem

06.04.2013


Tefal Heißluft-Fritteuse ACTIFRY "FAMILY" - Bilderalbum

 

Am 07. April ist Weltgesundheitstag - Thema Bluthochdruck

Minister Schweitzer ruft zu Blutdruckmessung auf

Mainz- „Bluthochdruck ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die gravierende Folgen haben kann“, erinnerte Minister Schweitzer anlässlich des Weltgesundheitstages. Laut Schätzungen des Robert Koch-Instituts seien unter den Erwachsenen rund 44 Prozent der Frauen und 51 Prozent der Männer in Deutschland an Bluthochdruck erkrankt. „Eine besondere Gefahr liegt darin, dass Bluthochdruck oftmals nicht erkannt und zu lang nicht behandelt wird“, warnte der Gesundheitsminister. „So können Herz-Kreislauf-Erkrankungen,  wie Herzinfarkte  oder Schlaganfälle,  aber auch andere Organschäden die Folge sein.“

Der Minister wies darauf hin, dass Bluthochdruck jedoch eine vermeidbare und gut behandelbare Erkrankung sei. „Eine regelmäßige Messung des Blutdrucks beim Arztbesuch ermöglicht eine frühzeitige Erkennung und wirksame Therapie der häufig auftretenden Folgeerkrankungen. Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen haben ab einem Alter von 35 Jahren im zweijährigen Turnus Anspruch auf eine kostenlose Gesundheitsuntersuchung“, erklärte der Minister. Zur Vorbeugung von Bluthochdruck stehen eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung, regelmäßiger körperlicher Aktivität, Vermeidung von Stress und mäßiger Alkoholkonsum im Mittelpunkt. Doch auch Übergewicht und eine dauerhafte Medikamenteneinnahme können zu Bluthochdruck beitragen.

Zur Prävention von Bluthochdruck, Herzkreislauf-Erkrankungen und Diabetes Typ II führt die rheinland-pfälzische Landesregierung gemeinsam mit der Landeszentrale für Gesundheitsförderung e.V. (LZG) für Jung und Alt Projekte zu gesunder Ernährung und mehr Bewegung durch. Zahlreiche Betriebe in Rheinland-Pfalz fördern gemeinsam mit den Krankenkassen das persönliche Gesundheitsverhalten ihrer Beschäftigten. Auch im Programm der Sportverbände nehmen Gesundheits- und Präventivsportarten einen immer größeren Raum ein.

Der Weltgesundheitstag wird Jahr für Jahr auf der ganzen Welt am 7. April begangen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erinnert mit diesem Tag an ihre Gründung im Jahr 1948. Sie legt jährlich ein neues Gesundheitsthema von globaler Relevanz für den Weltgesundheitstag fest. In diesem Jahr steht das Thema Bluthochdruck im Fokus des Weltgesundheitstages. www.msagd.rlp.de

MINISTERIUM FÜR SOZIALES, ARBEIT, GESUNDHEIT UND DEMOGRAFIE RHEINLAND-PFALZ, Presse

06.04.2013


Dr. Cornelia Leszinski gleichberechtigte Chefärztin für Chirurgie

Dr. Cornelia LeszinskiSt. Vincentius-Krankenhaus präsentiert erste Frau auf dem Sessel einer Chefärztin in Speyer

cr. Speyer. Zeitenwende am St. Vincentius-Krankenhaus in Speyer: Mit der Ernennung von Dr. med. Cornelia Leszinski zur Chefärztin für Allgemein- und Viszeralchirurgie wurde jetzt erstmals in der langen und traditionsreichen Geschichte Speyerer Krankenhäuser eine Frau mit einer der obersten Leitungsfunktionen einer Klinik betraut. Damit tritt die Ärztin, die in Speyer aufwuchs und 1982 am Gymnasium am Kaiserdom ihr Abitur „baute“, gleichberechtigt neben den bisherigen Dr. Cornelia Leszinski, Dr. Johannes Winter Chefarzt für Chirurgie, Dr. med. Johannes Winter, der bei der heutigen Vorstellung seiner neuen Kollegin seiner Freude darüber Ausdruck gab, dass es mit dieser Entscheidung der Krankenhausleitung möglich geworden sei, der hohen fachlichen Kompetenz von Dr. Leszinski gerecht zu werden und sie gleichzeitig damit langfristig an das Speyerer Haus binden zu können. „Eine Chirurgin wie Frau Dr. Leszinski hätte nämlich überall die Chance gehabt, Chefärztin zu werden“, attestierte Dr. Winter seiner Kollegin. Er freue sich deshalb ganz besonders, künftig auch die Verantwortung für diese weiter wachsende Klinik des Vincentius-Krankenhauses von zwei auf vier Schultern verteilen zu können, so Dr. Winter in Anwesenheit des Ärztlichen Direktors des Krankenhauses, Dr. med. Klaus-Peter Wresch, Klaus Diebold Verwaltungsdirektor Klaus Diebold, Pflegedirektorin Monika Lenz und der Pressesprecherin der Klinik, Diplom-Pflegepädagogin Stefanie Weiß bei der öffentlichen Präsentiation der neuen Chefärztin.

Dr. Leszinski, die bereits seit dem Jahr 2001 als Oberärztin der Speyerer Klinik in Trägerschaft der „Krankenhausstiftung der Niederbronner Schwestern“ tätig ist, hat sich, so Verwaltungsdirektor Diebold, in dieser Zeit vielfältige Verdienste erworben. So sei sie als Hygienebeauftragte dafür verantwortlich, dass es durch die konsequente Umsetzung strenger Hygiene-Vorschriften im Jahr 2012 gelungen sei, die Zahl der Infektionen mit Krankenhauskeimen am St. Vincentius-Krankenhaus 'auf Null' zu senken.

Dr. Cornelia LeszinskiIm gleichen Jahr habe die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie rund 2.000 Patienten behandelt, davon die Hälfte stationär, ca. 200 in ambulanten Operationen und rund 800 durch die ambulante Versorgung von Notfällen. Viszeral - oder Bauchchirurgie umfasst die operative Behandlung aller Bauch-Organe, d.h. des gesamten Verdauungstraktes einschließlich der Speiseröhre, der Leber, der Bauchspeicheldrüse und der Milz. Weiterhin zählt dazu auch die operative Behandlung von Brüchen. Viszeralchirurgische Erkrankungen sind unter anderem akute Verletzungen, Tumoren, Entzündungen und Fehlbildungen der genannten Organe.

Dabei habe sich auch in der Speyerer Klinik in den letzten Jahren immer mehr die Minimal-invasive Chirurgie durchgesetzt, die für die Patienten einen sanfteren Krankheits- und Behandlungsverlauf und dadurch eine kürzere Verweildauer in der Klinik mit sich bringe, so Dr. Leszinski.

Dr. Klaus-Peter WreschEine weitere Neuerung am „Vincenz“ ist die plastisch-operative Versorgung von Dekubidus-, von Druck-Geschwüren, die insbesondere bei älteren, bettlägerígen Patienten zu schmerzhaften Veränderungen der Rückpartien führten. „Solche Eingriffe sind aber auch eine wirksame Prophylaxe gegen Infektionen“, bestätigte Dr. Wresch, „die in den Dekubidus-Geschwüren ihre Eingangspforten in den Körper finden“. Hier erwartet Dr. Leszinski angesichts der demographischen Veränderungen im Altersaufbau der Bevölkerung in den kommenden Jahren einen stetigen Anstieg der Fallzahlen. „Hier ermöglicht die plastische Deckung der Wunden nicht nur eine Linderung der schmerzhaften Zustände, sondern verspricht sogar eine dauerhafte Heilung“, so die Chirurgin, die inzwischen einschlägige Erfahrung mit dieser Behandlungsmethode sammeln konnte. Dr. Leszinski, die im Jahr 1995 nach Studium und Promotion an der Universität Mainz am Klinikum Worms ihre Facharztanerkennung als Chirurgin und zwei später auch die als Unfallchirurgin erwarb, möchte gerade auch junge Frauen dazu ermutigen, sich für den Beruf der Chirurgin zu entscheiden. „Die Ausbildung zum Chirurgen galt lange als eine Domäne der Männer“, weiß sie zu berichten. Doch die rasche Entwicklung immer spezialisierterer Operaltionsmethoden sowie ein sich abzeichnender Mangel an qualifizierten Chirurgen lasse es heute aber nicht mehr zu, eine solche „Vorauswahl“ zu treffen. Dies gelte insbesondere auch angesichts der Tatsache, dass heute 62 % aller Medizinstudenten weiblich seien.

Wenn heute also nur 3,5 % aller deutschen Chirurgen Frauen sind, dann sollte sich das dringend ändern – in Speyer ist seit heute ein vorbildlicher Ansatz zur Verwirklichung dieses Zieles gemacht. Foto: gc

02.04.2013


Angst vor dem Zahnarztbesuch muss nicht sein

„Kennenlern-Termine“ und erweiterte Behandlungskonzepte erleichtern Angstpatienten Einstieg in die Zahnbehandlung

Im Grunde genommen hört es sich wirklich einfach an: Gesunde und gepflegte Zähne sind ein Ausdruck von Attraktivität und Vitalität. Die moderne Zahnmedizin mit ihren Möglichkeiten spielt dabei eine entscheidende Rolle, ebenso wie die heutige Mundhygiene. Bewusste Ernährung und Prophylaxemaßnahmen, die bereits schon im Kindergartenalter beginnen, tun ein Übriges. Abgesehen vom ästhetischen Gesichtspunkt hat aber der Zustand unserer Zähne enormen Einfluss auf die Gesundheit unseres Körpers, da eine schlechte Zahngesundheit möglicherweise schwere Allgemeinerkrankungen begünstigen kann.

Dennoch dürfte ein Zahnarzttermin auf der Beliebtheitsskala noch weit unter dem Ausfüllen der jährlichen Steuererklärung platziert sein. Kein Wunder, denn: Meist sitzt man bereits schon mit einem ziemlich flauen Gefühl in der Magengegend im Wartezimmer, und der Puls arbeitet ganz von selbst ein paar Takte schneller. Die Vorstellung, dass in Kürze jemand ziemlich dicht an einem sehr sensiblen Bereich unseres Körpers, noch dazu innerhalb, der uns angeborenen Distanzgrenze, arbeiten wird, löst da natürlich alles andere als Begeisterung aus. Wenn dann aus dem Behandlungszimmer nebenan das Geräusch des Bohrers geradezu überdeutlich zu hören ist, reagieren nicht wenige Menschen mit großer emotionaler Anspannung.

Laut einer Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Zahn- Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) haben hierzulande mindestens zwei Drittel der Bevölkerung Angst vor einer Zahnbehandlung, etwa 20 % gelten als extrem ängstlich, und bis zu 5 % leiden gar unter einer Zahnbehandlungsphobie.

Dass Zahnbehandlungsangst und Zahnbehandlungsphobie nicht ein und dasselbe Problem sind, erklärt Oberstarzt Dr. Thomas Eger, leitender Zahnarzt im Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz, folgendermaßen: Im Gegensatz zu Patienten, die vor oder während einer Behandlung Angst haben, wissen die so genannten Phobiker durchaus um ihre Behandlungsnotwendigkeit, lehnen diese aber trotz negativer Konsequenzen ab. Die Furcht vor Schmerzen, unguten Erfahrungen bei früheren Behandlungen, dem Gefühl einer unbekannten Situation hilflos ausgeliefert zu sein sowie entsprechende Schauermärchen aus dem Bekanntenkreis lässt sie den Gang in die Zahnarztpraxis vermeiden. Diese Vermeidungshaltung kann allerdings in einen regelrechten Teufelskreis aus Verdrängen und Verleugnen bis hin zu sozialer Isolation führen. Im schlimmsten Fall sogar im regelmäßigen Griff zu Schmerztabletten.

Das viel zitierte Unwohlsein vor einem Zahnarztbesuch beschreibt Dr. Eger mit der Angst vor dem Unbekannten, die sich in etwa mit dem erstmaligen Betreten einer dunklen Höhle vergleichen lässt. Angst schützt uns zwar vor unüberlegten Handlungen, doch gibt es Situationen, in denen es erforderlich wird, sie zu überwinden. Beim Thema Zahnbehandlung kann er sich durchaus die positive Überzeugungsarbeit von Verwandten und Bekannten vorstellen, um die Patienten eine realistische Einschätzung ihrer Situation erfahren zu lassen.

Ganz wichtig dabei: Für Patienten, die unter einer Zahnbehandlungsangst oder Zahnbehandlungsphobie leiden, gibt es keinen Grund sich zu schämen oder an ihrer jetzigen Situation zu verzweifeln. Denn obwohl der Anteil der Patienten mit extremen Ängsten relativ gering ist, nehmen Zahnmediziner diese Problematik durchaus ernst und haben mittlerweile den Handlungsbedarf erkannt. Einige, der auf die Behandlung von Angstpatienten spezialisierten Praxen, arbeiten außerdem mit niedergelassenen Psychotherapeuten zusammen oder bieten ein breit gefächertes Behandlungsspektrum an, das von Entspannungstechniken, bei denen beispielsweise Musik über Kopfhörer gehört werden kann, bis hin zu Hypnose reicht. So genannte „Kennenlern-Termine“, an denen zunächst noch keine Behandlung stattfindet, dienen außerdem dazu Patienten in aller Ruhe über verschiedene Behandlungsabläufe und -methoden zu informieren. Und dank dem heutigen Stand der Zahnmedizin lassen sich selbst aufwendigere Eingriffe weitestgehend schmerzarm durchführen. Etwas Eigeninitiative ist aber dennoch gefragt: Mit einer Terminvereinbarung ist meist schon eine große Hürde genommen. Keinesfalls sollten Patienten, die unter Behandlungsängsten leiden diese verschweigen, sondern eventuell schon bei der Terminabsprache darauf aufmerksam machen.

Auch für den Zahnarzt und sein Praxisteam stellt die Behandlung von hoch ängstlichen Patienten eine gewisse Herausforderung dar, die viel Zeit, Geduld und Einfühlungsvermögen in die jeweilige Situation erfordert. Viele Studierende der Zahnheilkunde wünschen sich bereits seit Längerem flächendeckend angebotene Seminare, um entsprechende Kompetenzen erwerben zu können. Der Arbeitskreis Psychologie und Psychosomatik (AKKP) in Münster, unter der Leitung von Privatdozentin Dr. Anne Wolowski, setzt sich deshalb unter anderem für die Verankerung von entsprechenden Inhalten und der Entwicklung von Behandlungskonzepten in der Ausbildung ein.

Im Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz werden extrem ängstliche Patienten am Ende eines Arbeitstages behandelt. So bleibt genügend Zeit für die Erhebung der Krankengeschichte und die Besprechung der Phobie.

Den in diesem Zusammenhang oft angebotenen Behandlungen unter Narkose, steht Dr. Thomas Eger eher skeptisch gegenüber, da diese kaum dazu geeignet seien, Phobien zu verändern. Ohnehin setzen die meisten Zahnärzte statt einer Sedierung, lieber auf das behutsame und informierende Gespräch, um dadurch Unsicherheiten zu nehmen.

Nicht weniger wichtig ist dabei die gegenseitige Wertschätzung zwischen Zahnarzt und Patienten, eine ruhige und vertrauensvolle Kommunikation auf Augenhöhe sowie eine souveräne Patientenführung. Diese ist Voraussetzung für eine gute und effektive Zusammenarbeit, so die Meinung von Dr. Sebastian Ziller, Leiter der Abteilung Prävention und Gesundheitsförderung, von der Bundeszahnärztekammer in Berlin. Ziel muss es sein, allen Patienten gleichermaßen eine dauerhaft adäquate, zahnärztliche Betreuung zu ermöglichen. Regelmäßige, halbjährliche Kontrolluntersuchungen, die bereits schon ab dem Kleinkindalter stattfinden sollten, sind für ihn ein wichtiger Faktor, um gravierende Zahnschäden von vornherein zu vermeiden und somit Ängste gar nicht erst entstehen zu lassen.

Info

Patienten, die unter einer Zahnbehandlungsangst oder Zahnbehandlungsphobie leiden, können sich mit ihren Fragen an die Patientenberatungsstellen der Landeszahnärztekammern wenden. Hier beantworten ehrenamtlich tätige Zahnärzte Fragen rund um das Thema Zahngesundheit.

Auf der Internetseite der Bundeszahnärztekammer (www.bzaek.de) sind die Beratungsstellen der jeweiligen Bundesländer aufgeführt.

Vor einem Behandlungstermin ist es für beide Seiten hilfreich, wenn sich der Patient bestehende Fragen aufschreibt.

Im Internet gibt es außerdem die Möglichkeit einer speziellen Zahnarztsuche.

Die Kosten für Hypnose werden allerdings von den Krankenkassen nicht übernommen.

Text: Jana Volk; Bilderquelle: „proDente e.V.“

21.03.2013


Sichere Patientenidentifikation im St.-Vincentius-Krankenhaus

Seit August 2012 setzt das St.-Vincentius-Krankenhaus auf Patientenarmbänder zur Ergänzung der sicheren Patientenidentifikation. Das Qualitäts-Projekt zur Einführung konnte im Februar 2013 erfolgreich abgeschlossen werden.

Speyer- „So Herr Krauth, bevor Sie auf Ihre Station gehen, möchte ich Ihnen noch Ihr Patientenarmband anlegen. Dadurch können Sie zu jedem Zeitpunkt – auch während der Narkose morgen – sicher sein, dass Sie niemand bei uns verwechselt!“ Für die Mitarbeiterinnen der Patientenaufnahme im St.-Vincentius-Krankenhaus ist es mittlerweile Routine, allen Neuzugängen das leichte Kunststoff-Armband anzulegen. „Nur wenige lehnen das Armband ab“, berichtet Simone Dennerle zufrieden. „Es werden höchstens einmal Witze über die „All-Inclusive“-Bänder gemacht. Aber der Nutzen überzeugt die neuen Patienten meist ohne lange Erklärungen.“

In einem Klinikbetrieb arbeiten viele Menschen für viele Menschen zusammen. Und nur wenn der richtige Patient die richtige, für ihn optimale Behandlung erfährt, kann die medizinische Versorgung erfolgreich sein. Doch diese scheinbare Selbstverständlichkeit ist nicht banal: Nicht selten ist die Einbeziehung von Patienten bei der Identifikation erschwert. Sei es rund um eine Operation und Narkose oder weil es sich um aufgeregte Notfallpatienten, schwerhörige, fremdsprachige, demente, wahrnehmungseingeschränkte Personen, Kinder oder Menschen mit geistiger Behinderung handelt. In diesen Fällen ist die direkte Ansprache nicht oder nur eingeschränkt möglich.

Bei Verwechslungen im Krankenhaus dreht es sich übrigens nicht nur um Schreckensszenarien wie falsch-operierte Extremitäten oder Organe. Falsche Laborwerte können den Behandlungsprozess verzögern, falsch verabreichte Medikamente bergen Gefahren und schon ein falsches Mittagessen kann zu Unverträglichkeiten führen. „Aus diesem Grund raten wir auch all unseren Patienten, stets mitzudenken und die Verantwortung für die eigene Gesundheit nicht blind abzugeben“ erklärt Pflegedirektorin und QM-Koordinatorin Monika Lenz.

Das Projekt „Einführung von Patientenarmbändern“ wurde im St.-Vincentius-Krankenhaus Speyer initiiert, um Fehlern vorzubeugen. „Wir sind heilfroh, dass bei uns noch keine schlimmen Verwechslungen vorgekommen sind“, so Lenz. „Doch darauf wollten wir es nicht ankommen lassen!“ Gemäß den Empfehlungen des Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V., erhalten die Patienten im Vincenz seit August 2012 ein leichtes Kunststoff-Armband, das mit den wichtigsten Informationen – Name, Vorname, Geburtsdatum und Fallnummer – versehen ist. Dadurch wird gewährleistet, dass jeder Patient anhand seines Armbandes jederzeit durch jede Berufsgruppe an jedem Ort und in jeder Bewusstseinslage eindeutig identifiziert werden kann.

Selbstverständlich erfolgt die Anlage des Bandes auf freiwilliger Basis. Doch die Auswertung der Testphase im Projekt hat ergeben, dass Mitarbeiter und Patienten die neue Maßnahme gleichermaßen positiv bewerten. Bei Interviews mit Patienten fielen Schlagworte wie „gibt ein Gefühl der Sicherheit“ oder auch „da schläft man vor einer OP viel ruhiger ein“. Und besonders die Mitarbeiter außerhalb der Stationen, die Patienten nur kurz zu Untersuchungen oder Behandlungen treffen, profitieren von der neuen Ergänzung im Sicherheitskonzept.

Patientenidentifikation ist ein aktiver Vorgang des Erkennens, des Wieder-Erkennens und des sich Vergewisserns. Und die Patientenarmbänder sollen keines Falls die Kommunikation ersetzen! Doch es gibt sicher keinen Mitarbeiter im Gesundheitswesen, dem nicht mindestens ein Beispiel für einen (Beinahe-)Fehler durch eine Verwechslung einfällt. Die Patientenarmbänder bieten hier ein Stück zusätzliche Sicherheit, auf die im Vincenz keiner mehr verzichten will. www.vincentius-speyer.de St.-Vincentius-Krankenhaus, Presse

19.03.2013


Neuer Kurs Nordic-Walking-Intensiv-Crashkurs für Einsteiger am Samstag, 09.03.13

WALKING  v. li. n. re.   Theo Weis, 2. Vors., Sanitätsrat Dr. med. Adalbert Orth, ärztl. Beiratsmitgl., Gerda und Hans WeilerKneipp bewegt – Gehen, Laufen, Walken

Gehen oder Laufen ist die natürliche Fortbewegungsart des Menschen – jeder kann es, die Frage ist nur, wie weit und wie lange. Diese Fortbewegung bezeichnet man als Bipedie. Sie erfordert starke Beinmuskeln, insbesondere in den Oberschenkeln. Beim Menschen sind der Quadrizeps und die hinteren Oberschenkelmuskeln unverzichtbar für zweibeinige Bewegungsabläufe, sodass jeder einzelne dieser Muskeln bedeutend größer ist als beispielsweise ein gut ausgebildeter Armbizeps.

Unser Tipp: Gehen, Laufen, Walken

Im Gegensatz zum Stehen wird bei Bewegung durch das Abrollen der Fußsohle und die dadurch wechselnde Anspannung der Wadenmuskulatur das Blut aus den Venen nach oben gepumpt – mit Hilfe der Venenklappen. Dadurch harmonisiert man nicht nur den Bewegungsapparat, Herz und Kreis-lauf, sondern auch Stoffwechsel und Nerven. Die Bewegung beim Laufen an frischer Luft ist durch den stetigen Rhythmus entspannend und wohltutend für die Stimmung. Ein unebener Boden fordert die Reflexe und Sinne und schont dadurch die Gelenke, so dass bei jedem Schritt die gleichen Belastungen auftreten. Ein weicher Waldboden ist für die Gelenke der Beine und Füße sowie für den Rücken schonender (kann man notfalls durch spezielle Laufschuhe angleichen). Deshalb ist Gehen oder Walken eine hervorragende Alternative zum Laufen bzw. Joggen. Bei Rückenproblemen eignet sich auch das Nordic Walking, da hier das zügige Gehen durch kraftvolle Armbewegungen ergänzt wird und somit die Rumpfmuskulatur zusätzlich trainiert wird. Das richtige Maß der Belastung haben Sie erreicht, wenn Sie sich während des Laufens oder Gehens noch gut unterhalten können, ohne außer Atem zu geraten.

Sebastian Kneipp:

„Je gesünder und kräftiger aber der menschliche Leib ist, um so frischer und leistungsfähiger wird auch der Geist sein.“

Tipp:

Gehen und laufen Sie täglich, am besten im Freien und – falls möglich – barfuß. Aber bitte keine Überforderung! Sie sollen sich wohl fühlen und es soll Spaß machen. Mit Partnern oder in der Gruppe fällt das leichter. Letztendlich ist sehr viel für die Gesundheit getan, wenn man es schafft, in der Woche ca. 20 km auf den eigenen Beinen zurückzulegen – egal wie schnell, aber in größeren Stücken von wenigstens 1 km.

Der Kneipp-Verein-Speyer bietet am Samstag 09.03.2013 von 9.30 – 11.30 Uhr einen Nordic-Walking-Intensiv-Crashkurs für Einsteiger an.

Anmeldung: Tel. 06232/35834, Fax: /490638 Online: www.kneipp-verein-speyer.de E-Mail: kneipp-verein-speyer@t-online.de

Für Mitglieder und Interessierte bietet der Kneipp-Verein Speyer regelmäßige Walking- und Nordic-Walking-Lauftreffs an (hier ist keine Anmeldung erforderlich).

Nordic-Walking-Lauftreff :(Voraussetzung für Nordic-Walking: Teilnehmer müssen an einem Nordic-Walking-Kurs teilgenommen und die Technik erlernt haben) Montag 8.15 Uhr, Treffpunkt Iggelheimerstr. Rückseite Walderholung (Parkplatz beim Tennisplatz)

Walking (ohne Stöcke - Teilnahme jederzeit möglich) Dienstag: 8.15 Uhr, Treffpunkt Haus Pannonia, Friedrich-Ebert-Str. 106, SP-West

 Ihr Gesundheitsexperte des Kneipp-Bund e.V. Prof. Dr. med. Dr. Bernhard Uehleke Hochschule für Gesundheit und Sport Berlin Inst. Naturheilkunde - Universitätsspital Zürich Abt. Naturheilkunde - Charité Berlin Kontakt: Kneipp-Verein Speyer e.V. E-Mail: kneipp-verein-speyer@t-online.de www.kneipp-verein-speyer.de oder www.kneippbund-rheinland-pfalz.de

Apollonia Rahn, 1. Vors. Kneipp-Verein-Speyer und Landesvorsitzende Kneipp-Bund LV RLP, Presse

04.03.2013


Hirnforschung trifft Bildung

Von Christine Stamm

Germersheim- „Medizin für die Bildung“ lautet die Überschrift des Vortragabends mit Professor Dr. Dr. Manfred Spitzer, Hirnforscher und Chef der Psychatrie der Uni-Klinik Ulm. Spitzer ist in seinem Fach kein Unbekannter und so waren die Hörerplätze in der Germersheimer Stadthalle innerhalb kürzester Zeit belegt. Pädagogen, Lehrer, Erzieher sowie Unternehmer, Wirtschaftsvertreter, Bürgermeister und der Germersheimer Landrat zählten zum Publikum der Veranstaltung, die von der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung initiiert wurde. Spitzer versteht es, mit Wortwitz und einer sehr lebendigen Vortragsweise der Forschungsergebnisse sein Publikum zu begeistern.

Laut dem Hirnforscher und seinen Forschungen ist es immens wichtig ist, bereits in frühesten Jahren zu lernen und sich Wissen anzueignen. „Bildungsinvestition in früher Kindheit bringt später eine sehr hohe Rendite“ klärt Spitzer die Teilnehmer aus Pädagogik und Wirtschaft auf. Und vor allem die letzte Gruppe ist an gut ausgebildeten und kompetenten Fachkräften interessiert. Professor Dr. Dr. Spitzer beschreibt dabei die Zeit bis zum 17. Lebensjahr als die prägendste Zeit und vergleicht Lernen und Wissensaneignung mit einem Schuhkarton: Dieser ist nach 17 Jahren halb gefüllt mit Wissen und Erfahrung, die andere Hälfte steht zur Wissensaneignung für das restliche Leben zur Verfügung. Fazit: Je größer der Schuhkarton in den ersten 17 Lebensjahren angefüllt wurde, um so mehr Platz und Kapazität bleibt für den Rest des Lebens. Dies hänge, so der Hirnforscher, nicht mit der Anzahl der grauen Zellen im Gehirn zusammen, aber mit den Synapsen, den zahlreichen Verbindungen von Zelle zu Zelle. Diese werden zahlreicher, je mehr Wissen und Bildung angeeignet wird. Die Ausprägung der Verknüpfungen hängt ab vom Gebrauch - alles was wir lernen, hinterlässt gebrauchsabhängige Spuren. Wissensaneignung und Bildungsmöglichkeiten sind daher laut Spitzers Ausführungen gerade in jungen Jahren äußerst wichtig. Und gebildete Leute leben länger, klärt der Professor auf, zahlreiche Studien hätten dies bewiesen. Am Beispiel einer 100-jährigen Nonne, die bis zu ihrem Tod sehr agil und geistig fit war, zeigt Spitzer auf, was im Gehirn geschieht: Zwar hätte man nach dem Tod der Dame einen deutlichen Alzheimer-Befund in deren Gehirn diagnostiziert, aber weder die Mitmenschen noch die Nonne selbst merkten zeitlebens Anzeichen der Krankheit. Je größer die Menge an Synapsen im Gehirn ist, um so länger dauert es, bis das Wissen und das Gedächtnis merkbar abnimmt, so der Uniklinik-Chef und Buchautor.

Fernsehen und Spielekonsolen dagegen machen dumm und blöd, Facebook asozial, wirft Spitzer provokant in den Raum. Übermäßiger Fernsehkonsum und Mediennutzung wie Smartphones und Tablets bewirken laut Spitzer eine Verminderung des Bildungsgrades. Und auch die Verabeitungstiefe sei nicht so hoch bei der Wissensaneignung durch das Internet á la Google, Wikipedia und Co. anstelle des traditionellen Lernens aus Büchern und der Pflege von sozialen Kontakten. Dieses erlangte Wissen wird tiefer im Gehirn abgespeichert. Eher oberflächlich Abgespeichertes gerät auch schneller wieder in Vergessenheit. Hier führt Spitzer eine Untersuchung aus China an: Anhand einer Software mussten die Schüler das Schreiben chinesischer Schriftzeichen nicht mehr per Hand üben sondern konnten diese per Lauterkennung am Computer generieren. Degeneriert wurde laut der Studie bei der Hälfte der Schüler das Vermögen, chinesische Texte überhaupt zu lesen, da sie diese nicht selbst geschrieben hatten.

Lernen hat den größten Effekt bereits im frühesten Kindesalter. Daher sei es laut Professor Spitzer wichtig, dass Kinder bereits in den Genuss von Bildung kommen und gute Bedingungen für gutes Lernen geschaffen werden. „Wann werden diese Erkenntnisse endlich angewendet, damit wir unsere Kinder richtig ausbilden können?“ fragt Landrat Dr. Fritz Brechtel in seinem Schlusswort in die Runde. Vielleicht ein Aufruf, die Bildungsarbeit und Wissensvermittlung in den Kitas stärker zu unterstützen.

Im Rahmen der Veranstaltung überreichte die Sparkasse Germersheim-Kandel den Gewinnern des Planspiel-Börse-Wettbewerb einen Scheck, den die Schüler vom Wörther Europa-Gymnasium gerne entgegen nahmen. Foto: cs

22.02.2013


Vortragabend mit Professor Dr. Dr. Manfred Spitzer - Bilderalbum

Ärzte empfehlen Ärzte – Patienten profitieren

Das Bedürfnis nach Transparenz und Sicherheit bei der Arztwahl versuchen diverse Ärztelisten und Arztbewertungsportale zu befriedigen.

Auch Krankenkassen haben diesen Trend bereits erkannt und geben Ihren Kunden die Möglichkeit die behandelnden Ärzte online zu bewerten. Jedoch sind die Bewertungskriterien von unterschiedlicher Qualität. Dabei ist yourFirstmedicus mit seinen repräsentativen Arzt-Arzt-Empfehlungen weiter auf dem Vormarsch.

Arztbewertungsportale im Trend – Welche Kriterien sind vertrauenswürdig?

Wie findet man für sich und seine Familie den passenden Arzt? In den Regionen Rhein-Neckar, Vorderpfalz und Nordbaden z. B. praktizieren rund 8.000 Ärzte in Praxen und Kliniken. Um Patienten den Überblick zu erleichtern, gibt es verschiedene Arztbewertungsportale, wie z. B. die „Weisse Liste“ der Krankenkassen AOK, BARMER GEK und Techniker Krankenkasse. Allerdings basieren die Portale meist nur auf Patienten-Arzt-Bewertungen und diese können teilweise sehr subjektiv ausfallen. yourFirstmedicus hingegen setzt auf Objektivität mittels Arzt-Arzt-Empfehlungen und Patienten-Arzt-Empfehlungen. Beide werden bei den jeweiligen Ärzten im Portal transparent und übersichtlich aufgezeigt. Somit hat ein Patient gleich zwei wichtige Anhaltspunkte bei der Arztwahl. Die Marke yourFirstmedicus existiert bereits seit 2008 und neben dem Online-Portal erscheint auch der Ärzte- und Gesundheitsführer für verschiedene Regionen in Printform.

yourFirstmedicus – erste Adresse für seriöse Arztwahl

Dieser yourFirstmedicus Ärzte- und Gesundheitsführer ist seit Jahren eine wichtige Adresse für eine seriöse Arztwahl und eine etablierte Marke im Gesundheitswesen. Bereits etliche Haushalte haben den Ärzte- und Gesundheitsführer für die Regionen Vorderpfalz und  Nordbaden erworben, weil sie darauf vertrauen können, dass die darin aufgeführten Spezialisten häufig von anderen Ärzten empfohlen wurden. Für diese Arzt-Arzt-Empfehlungen recherchierte das yourFirstmedicus Team eigens in den Regionen und besuchte ca. 25% der niedergelassenen Ärzte und Klinikärzte um sich nach deren Arzt-Arzt-Empfehlungen zu erkundigen. Somit entsteht ein mehr als repräsentatives Kriterium für die Arztbewertung und dadurch wird das Informationsgefälle zwischen Arzt und Patient aufgehoben. Schließlich wird es für Patienten immer wichtiger, sich ausreichend über einen Facharzt zu informieren, um für sich die passende Gesundheitsentscheidung zu treffen.

yourFirstmedicus hat sein Einzugsgebiet erneut erweitert

Nun sollen auch die Patienten aus der Region Rhein-Neckar die Möglichkeit bekommen von dem Ärzte- und Gesundheitsführer zu profitieren. Dabei werden die Regionen Rhein-Neckar, Nordbaden und Vorderpfalz zusammengefasst - das Ganze als praktisches Wendebuch. Somit können Patienten auf mehr Spezialisten aus Ihrer Umgebung zurückgreifen. Lediglich Ärzte, die auf einem hohen medizinischen Niveau arbeiten und auch häufig von anderen Ärzten empfohlen wurden, werden im yourFirstmedicus Ärzte- und Gesundheitsführer präsentiert.

Von den über 8.000 Ärzten aus den Regionen wurden 210 Spezialisten aus 30 Fachgebieten ausgewählt, basierend auf über 10.000 vertrauenswürdigen Arzt-Arzt-Empfehlungen. Seit Januar 2013 ist nun das Buch auf dem Markt. Dieser Ärzte- und Gesundheitsführer besteht neben den Profilen der Ärzte bzw. Arztpraxen/ Kliniken aus dem spannenden Kapitel „Wissenswertes“, worin viele Artikel über verschiedene Behandlungsmethoden und Krankheiten zu finden sind - von Ärzten kompetent und verständlich beschrieben.

yourFirstmedicus setzt auf Expertise und multimediale Informationsverbreitung

Arzt-Arzt-Empfehlungen, Patient-Arzt-Empfehlungen, der medizinische Beirat sowie die yourFirstmedicus Recherche machen yourFirstmedicus zu einem  wichtigen Medium, das die Wahl des richtigen Spezialisten erleichtert.  Egal ob man aufgrund von Rückenschmerzen einen Orthopäden sucht oder wegen einer auftretenden Sehstörung einen Augenarzt konsultieren möchte. In dem yourFirstmedicus  Ärzte- und Gesundheitsführer findet der Patient für jedes Symptom einen passenden Arzt. Dieser ist für die Regionen Nordbaden, Vorderpfalz und Rhein-Neckar seit Mitte Januar bei Ärzten und in ausgewählten Apotheken erhältlich. Zusätzlich haben Interessierte die Möglichkeit im yourFirstmedicus Online-Portal (www.yourfirstmedicus.de) nach empfohlenen Ärzten aus ihrer Umgebung zu suchen, spannende Fachartikel zu lesen und das Buch für gerade mal 9,90€ zu erwerben.

First Media Holding GmbH & Co. KG, Presse

17.02.2013


„Gesund abnehmen“ - Ärztevortrag und praktische Übungen nach dem Bodymed-Verfahren

Experten begleiten beim sinnvollen und effizienten Abnehmen

cr. Speyer. Ab sofort heißt es in Speyer wieder auf breiter Front „Abspecken !“ Gut 400 eingeschriebene Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der vierten Aktion „Weg mit dem Speck“ aus 21 Speyerer Betrieben und Behörden – darunter allein 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreis- und Stadtsparkasse Speyer – sind in diesen Tagen „über die Waage gegangen“, haben ihr Eingangsgewicht festhalten und mit Hilfe der FUTREX-Messung, einer speziellen Form der Körperfettanalyse, das Verhältnis von Muskel- zu Fettmasse ihres Körpers bestimmen lassen.

In einem Informationsgespräch im Augustinersaal der Kreis- und Stadtsparkasse Speyer erläuterten jetzt die Verantwortlichen der Aktion noch einmal, wie es in den nächsten fünf Wochen mit der „Speck-weg-Aktion“ weitergehen wird. Dabei bedauerte es der Koordinator des Netzwerkes „Betriebliche Gesundheit“ und rührige Initiator der Aktion „Weg mit dem Speck“, Kurt Scherer, zunächst, dass es bei der Wiege-Aktion zu längeren Wartezeiten gekommen sei. „Die Messtechnik für die FUTREX-Messung war nicht auf einen solchen Massenansturm eingestellt und hat deshalb zwischendurch ab und zu 'ihren Geist aufgegeben'“, erklärte Scherer, der im übrigen aber von dem großen Nutzen dieser Messung überzeugt ist.

Dr. Clemens Spiekermann, Medizinischer Leiter der Aktion und Vorsitzender des ärztlichen Netzwerkes „PRAVO“ in Speyer, dankte vor allem den Betriebsleitern und Behördenchefs der an der Aktion teilnehmenden Institutionen dafür, dass sie in so großer Zahl durch ihre eigene Beteiligung an der Aktion ein gutem Beispiel gäben. Der Kreis- und Stadtsparkasse dankte er dafür, dass sie für diese erste Woche die Patenschaft übernommen habe.

Vor allem aber wollte er an den Auftaktvortrag am kommenden Dienstag, dem 19. Februar 2013 um 17.30 Uhr im PräventionsCenter der PRAVO im Quartier Normand in der Speyerer Diakonissenstrasse 29 erinnern, in dem unter dem Titel „Gesund abnehmen – raus aus der Diätfalle“ der Dudenhofener Mediziner Dr. Hans-Joachim Kalk wissenschaftlich fundierte Ratschläge zum sinnvollen und effizienten Abnehmen geben wird.

Für den „Paten der Woche“, die Kreis- und Stadtsparkasse Speyer, bedankte sich das Stellvertretende Vorstandsmitglied Steffen Reinermund für das große Engagement, mit dem so viele an der Aktion Beteiligte zur Förderung der Gesundheit in den Speyerer Betrieben und Behörden beitragen würden. Einen besonderen Dank richtete er dabei auch an den langjährigen Mitarbeiter seines Hauses, Kurt Scherer sowie an die Beauftragte der Sparkasse für die Aktion, die Gesundheitsökonomin Melanie Weber, die Schritt für Schritt auch die Nachfolge Scherers als Netzwerk-Koordinatorin antreten solle

Matthias Richter, Physiotherapeut und verantwortlich für die „bewegten“ Teile der Aktion erinnerte sodann auch seinerseits an die erste praktische Übung am Rahmen der Aktion: ,Dazu treffen sich am Donnerstag, dem 21. Februar 2013 die Teilnehmerinnen und Teilnehmer um 17.30 Uhr zum „Power Workout“ im „Judomaxx“ in der Speyerer Butenschönstraße. Dort können sie in dem Tanzfitness-Kurs „Power-Workout“ „am eigenen Leib“ erfahren, dass auch Ausdauer-Training Spaß machen kann. Zusätzlich soll der Kurs auch das Abnehmprogramm unterstützen mit dem Ziel, die allgemeine Fitness zu unterstützen, die Ausdauer zu stärken und gleichzeitig zusätzliche Muskulatur aufzubauen.

Bei dem Programm „Gesund abnehmen“ handelt es sich – so stellten Dr. Spiekermann und Matthias Richter übereinstimmend heraus – um „ein von Ärzten entwickeltes eiweißoptimiertes, kohlenhydratreduziertes und fettmodifiziertes Ernährungskonzept“, das auf modernsten Ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen basiert. Ziel dieses Konzeptes sei die Gewichtsreduktion hauptsächlich über das Körperfett, jedoch unter Erhaltung der Muskulatur.

Über die weiteren Schritte im Rahmen der Alktion „Speck weg“ informiert der SPEYER-KURIER jeweils rechtzeitig vor den Veranstaltungen. Foto: gc

16.02.2013


Neues Angebot des JSV Speyer für Demenzkranke und pflegende Angehörige

Fit von Kopf bis Fuß

Speyer- Sie sollen in der Gruppe zusammen etwas Sport treiben, dabei auf spielerische Weise das Gedächtnis trainieren und vor allem auch Spaß miteinander haben. Da im Alter viele Dinge nicht mehr so wie früher gelingen, besteht die Gefahr, dass dies aus den verschiedensten Gründen zur Isolierung von der Außenwelt, zur Vereinsamung führt. Um diesem Problem gezielt zu begegnen, startet der Judosport-Verein Speyer mit zwei Kooperationspartnern, der Praxis für Physiotherapie Matthias Richter und dem Ambulante Hilfe-Zentrum (AHZ) Andreas Lutz, ein neues Projekt. Unter dem Motto „Fit von Kopf bis Fuß“ werden ein Gemeinschaftstraining für Menschen mit Gedächtnis- und Orientierungsproblemen und zeitgleich ein Gruppenangebot für Angehörige mit Entspannungsübungen und Rückentraining. Geplant ist im Judomaxx auch stets ein gemütlicher Ausklang mit einem für alle Beteiligten fruchtbaren Gedankenaustausch.

Zum Startschuss für das gezielt auf demenzkranke Menschen ausgerichtete Angebot bedankte sich JSV-Geschäftsführerin Gerlinde Görgen bei Bürgermeisterin Monika Kabs für die Übernahme der Schirmherrschaft und bei Hartmut Hüfken und Franz-Rudolf Rospert von der Deutschen Rentenversicherung, die mit der Stiftung Gesundheitsfürsorge für eine finanzielle Starthilfe gesorgt haben. „Es kann uns alle selbst einmal betreffen“, lobt die Bürgermeisterin die gemeinsame Initiative. Und Gerlinde Görgen ist nach dem Trainingsprogramm das gesellige Beisammensein bei Snacks und Getränken wegen der dadurch ermöglichten sozialen Teilhabe der pflegenden Angehörigen besonders wichtig.

Viel Erfahrung bringt Anke Nader als Leiterin der Beratungs- und Koordinationsstelle Demenz beim AHZ mit in das Projekt ein. Sie gibt seit Jahren Kurse für den häuslichen Pflegedienst und trägt so dazu bei, dass die Betroffenen möglichst lange in heimischer Umgebung leben und betreut werden können, erläutere AHZ-Leiter Andreas Lutz. Anke Nader ist sich sicher, dass das für alle Betroffenen offene JSV-Projekt auf fruchtbaren Boden fällt, da es nur wenige Angebote für unter Demenz leidende Menschen in so frühem Stadium gibt und auch an pflegende Angehörige gedacht wurde. Für die Physiotherapie-Praxis Richter, die mit dem JSV bereits andere Kurs-Kooperationen betreibt, wird Marion Deuschel die sportliche Betreuung übernehmen. Sie kann ebenso auf viel Erfahrung in der Seniorenarbeit zurückgreifen, da sie beispielsweise zweimal in der Woche in einem Altersheim in Dudenhofen Betroffene physiotherapeutisch betreut. Dritte im Bunde ist JSV-Übungsleiterin Monika Kreckel, die als gelernte Krankenschwester schon seit über einem Jahr beim Judosport-Verein Kinder in einer Psychomotorik-Gruppe betreut und nun gespannt darauf ist, ob Senioren für die Hilfestellung genauso dankbar sind.

Die drei Projektbetreuerinnen bieten ihr Hilfsprogramm ab 18.Februar immer montags von 10 bis 12 Uhr im Judomaxx in der Butenschönstraße 8 (ehemaliges Hallenbad) an. ws

Anmeldung und Infos bei Anke Nader im AHZ Andreas Lutz, Tel. 06232/67 24 21 oder bei JSV-Geschäftsführerin Gerlinde Görgen, Tel. 06232/980461.

Flyer: Fit von Kopf bis Fuss

12.02.2013


Mobile-App rund um die Geburt

Seit Jahresbeginn bietet das Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer einen ganz besonderen Service rund um Schwangerschaft und Geburt: Die Geburts-App „Mein Baby und ich“ vereint allerlei Nützliches und Unterhaltsames.

„Bereits nach wenigen Tagen hatten sich über 400 Handy-Nutzer die kostenlose App auf ihr iPhone oder Android-Handy geladen“, sagt Krankenhaus-Geschäftsführer Wolfgang Walter. Er sieht damit bestätigt, dass ein Bedarf an interaktiven Informationen zum Thema Schwangerschaft via Smartphone oder Tablet-PC besteht.

„Wenn die Nutzerin den errechneten Geburtstermin eingegeben hat, wächst das Baby quasi im Handy mit“, erklärt Chefarzt Dr. Uwe Eissler. So kann die werdende Mutter die Entwicklung ihres Babys auf der App mitverfolgen. Sie erfährt zum Beispiel, ob das Baby sich schon bewegen kann oder welche Eindrücke es im Mutterleib erfährt. „Darüber hinaus hat das Team der Geburtshilfe einen Katalog häufiger Fragen erstellt“, so Eissler. Er gibt zum Beispiel Antworten auf Fragen zur Ernährung, zu Reisen und anderen Aktivitäten während der Schwangerschaft sowie zu häufigen Beschwerden. „Dadurch, dass wir die Antworten selbst zusammengestellt haben, ist eine umfassende Übersicht entstanden, die auf unseren Erfahrungen mit werdenden Müttern und ihren Fragen in der Klinik basiert“, freut sich Oberärztin Dr. Katja Heuser über den Nutzen der neuen App.

Neben medizinischen Fragen enthält die Geburts-App des Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses Speyer auch eine Übersicht von Kinderärzten und Hebammen sowie eine Auswahl an Taufsprüchen und Namensvorschläge, die in einer persönlichen Hitliste gespeichert werden können. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Kreißsäle der Speyerer Klinik auf Fotos oder in Filmen kennenzulernen. Ein besonderer Service ist die Verlinkung mit der Seite der Elternschule Speyer. „So können sich die Schwangeren und jungen Mütter jederzeit auch unterwegs über unser aktuelles Angebot informieren oder Kurse buchen“, erläutert Hebamme Caroline Münchbach, die die Elternschule in der alten Filzfabrik koordiniert.

Das Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer hat die App gemeinsam mit der Stuttgarter Agentur Amedick & Sommer realisiert, deren Geschäftsführer Sevko Delibajric begeistert ist von dem Mix aus Unterhaltung und Information, die das Medium bietet: „Die App ist spannend und einfallsreich und eine echte Unterstützung für Schwangere und junge Familien. Ein tolles Ergebnis, für das alle Beteiligten sehr gut zusammengearbeitet haben.“

Die Geburts-App kann im Apple Store oder im Google Play Store kostenfrei heruntergeladen werden. Diakonissen Speyer-Mannheim, Presse

01.02.2013


„Gesund an Körper und Seele“

4. Aktion „Speyer bewegt sich – weg mit dem Speck“ will wieder viele Kilos zum Schmelzen bringen

spk.Speyer. Zum vierten Mal in Folge heißt es jetzt wieder „Speyer bewegt sich – weg mit dem Speck“, wenn ab dem 14. Februar 21 Speyerer Betriebe und Behörden mit nahezu 15.000 Beschäftigten im Rahmen des Netzwerkes „Betriebliche Gesundheitsförderung Speyer“ zum „Kampf“ gegen die gerade über die Weihnachtsfeiertage „frisch angefutterten“ Kilos antreten.

In fünf Themenwochen, die in diesem Jahr von den neuen Netzwerkpartnern, dem Praxisnetz Vorderpfalz PRAVO und der Praxis für Physiotherapie Richter, gestaltet werden, geht es dabei um das ganzheitliche Thema „Gesund an Körper und Seele“ - und das unter den Bedingungen des Arbeitsalltages,

In Anwesenheit des ebenfalls neuen Schirmherrn der Aktion, Oberbürgermeister Hansjörg Eger, stellte jetzt der Vorsitzende des PRAVO, Dr.med. Clemens Spiekermann, gemeinsam mit dem „spiritus rector“ der Aktion, Kurt Scherer - unterstützt von dem Speyerer Allgemeinmediziner Andreas Schmid, der Ernährungsberaterin Marion Hofen, Physiotherapeut Matthias Richter und der Gesundheitsökonomin Melanie Weber von der Kreis- und Stadtsparkasse Speyer – das diesjährige Programm vor, bei dem vom 14. Februar bis zum 18. März – fünf Wochen lang – wieder zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der an dem Netzwerk beteiligten Unternehmen und Behörden sich theoretisch und praktisch mit dem „Abspecken“ beschäftigen werden.

2012 haben bei dieser Aktion 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in 13 Betrieben insgesamt 1.000 Kilogramm durch richtige Bewegung und gesunde Ernährung „runtergemacht“, wusste Kurt Scherer zu berichten.

Oberbürgermeister Eger lobte die Aktion als wichtig, weil sie nicht nur dazu beitrage, die Fehlzeiten bei den Unternehmen zu reduzieren, sondern weil sie jedem Teilnehmer ein Stück mehr Wohlbefinden und Lebensqualität vermittle. Von daher sollten auch die Arbeitgeber an einer Teilnahme ihrer Mitarbeiter an der Aktion größtes Interesse haben. „In Speyer gibt es rund 15.000 potentielle Teilnehmer“, umriss Eger die freien Potentiale für die Aktion, bekannte aber zugleich, auch in diesem Jahr wieder selbst keine Zeit für eine eigene Teilnahme haben.

Und dabei ist das „Netzwerk Betriebliche Gesundheitsförderung Speyer“ deutschlandweit einzigartig, so Dr. Spiekermann gegenüber den Initiatoren um Kurt Scherer, mit denen gemeinsam PRAVO die diesjährige Aktion entwickelt habe. Dabei wird jede der fünf Aktions-Wochen unter einem Leitthema stehen, für das ein Unternehmen, Partner im Netzwerk, die Patenschaft übernehmen wird.

Jeweils Dienstags werden in Arztvorträgen in den Räumen von PRAVO in der ehemaligen Normand-Kaserne die Wochenthemen dargestellt, am jeweils folgenden Donnerstag werden sie von Matthias Richter und seinem physiotherapeutischen Team praktisch umgesetzt.

Die erste Aktions-Woche wird am 19,02. unter dem Thema „Gesund abnehmen – raus aus der Diätfalle“ stehen, die zweite am 26.02. unter dem Titel „Heilfasten – Fitness für Körper und Seele“. Am 05.03. heißt es dann „Rauchfrei durchstarten“, am 12.03., in der Woche vier „Der Darm denkt mit“ und in der letzten Woche, am 19.03. „Stress lass nach“.

Ein besonderes Highlight für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer wird in diesem Jahr die „Futrex-Messung“ sein. Denn allein 'Wiegen' ist längst nicht mehr genug. Heute wird für die „Bestandsaufnahme“ des Körperzustandes in einer Körperfettanalyse das Verhältnis von Muskel- zu Fettmasse ermittelt. Mit dieser zusätzlichen Methode, so Dr. Spiekermann, sei das Ziel, Körperfettgewebe zu reduzieren, künftig objektiver darstellbar.

Deshalb wird in diesem Jahr diese „Futrex-Messung“ dafür ausschlaggebend sein, wer als „Sieger“ aus dem gemeinsamen „Abspecken“ hervorgeht, für das es auch in diesem Jahr wieder neben dem „Speck-Weg-Pokal“ attraktive Sachpreise zu gewinnen gibt, mit denen die Teilnehmer an der Aktion auch über die Dauer der Aktion hinaus in ihren Bemühungen unterstützt werden sollen.

Denn die Kurse für über fünfzig unterschiedliche Bewegungsarten – von A wie Aquajogging bis Z wie Zumba – werden natürlich auch in diesem Jahr wieder über die Dauer der Aktion hinaus fortgesetzt.

Übrigens: Die Teilnahme an der Aktion, für die sich Interessenten formal eintragen müssen – ihre Teilnahme wird ihnen dann auch in einem eigenen Pass detailliert bestätigt – ist kostenfrei – für Anschlussaktivitäten können Kostenübernahmen bei der jeweiligen Krankenkasse beantragt werden.

Mehr Infos zu Anmeldung und Kursterminen gibt’s in der PRAVO-Leitstelle oder per Internet unter www.pravo-praevention.de.

Also los geht’s – mitgemacht! Denn gemeinsam Abspecken und Trainieren macht einfach noch mehr Spaß - und wer möchte sich bis zum kommenden Frühlingsanfang am 20, März nicht besser und vor allem leichter fühlen? Foto: gc

23.01.2013


KNEIPP-VEREIN-SPEYER e.V. gegr. 1896 stellt neues JAHRESPROGRAMM 2013 vor

Apollonia Rahn 1. Vors. Kneipp-Verein-Speyer, Landesvorsitzende Kneipp-Bund LV RLP e.V.VORBEUGEN IST BESSER ALS HEILEN Jahresmotto 2013 des Kneipp-Bundes "Kneipp bewegt"

Der Weg zur Gesundheit ist der Weg, den uns Sebastian Kneipp bereits vor mehr als 100 Jahren mit seiner 5-Säulentherapie "Wasser, Bewegung, Heilkräuter, Ernährung und Lebensordnung" gewiesen hat, schreibt Apollonia Rahn 1. Vorsitzende des Kneipp-Vereins-Speyer und Landesvorsitzende des Kneipp-Bund LV RLP e.V.. im Jahresprogramm 2013.

Kneipp hat von seiner Aktualität nichts eingebüßt und Apollonia Rahn sagt nichts Neues, wenn sie erklärt, dass seine Therapie ein Kernstück der Zukunftstherapie sein und bleiben wird. Die Kneippbewegung ist seit ihres Bestehens klar auf die Zusammenarbeit mit den Ärzten und der ärzlichen Wissenschaft ausgerichtet.

Mit einem Jahresbeitrag von 33,-- Euro, Familienbeitrag 38,-- Euro (einmalige Aufnahmegebühr 10,- Euro) bietet der Kneipp-Verein Speyer wieder ein umfangreiches Gesundheitsprogramm im Sinne der fünf Kneipp-Säulen an.

WALKING  v. li. n. re.   Theo Weis, 2. Vors., Sanitätsrat Dr. med. Adalbert Orth, ärztl. Beiratsmitgl., Gerda und Hans WeilerZur Kneipp-Säule Bewegung bietet der Verein 9 Yoga-Gruppen, 6 Osteoporose-Gymnastikgruppen, 5 Herzsportgruppen, Wirbelsäulengymnastik, Fitnessgymnastik für Frauen und Männer, Frauengymnastik, 4 Wassergymnastikgruppen, Nordic-Walking und Nordic-Walking unter Rehavoraussetzung , Neu im Programm ab Mo., 11.03. QiGong sowie Feldenkrais und verschiedene Lauftreffs und Fahrradtouren an. Der Einstieg in die Gymnastikkurse ist jederzeit möglich.

Der Gang in den Frühling ist für den 20.4. und die Kneipp-Herbstwanderung mit Theo Weis, 2. Vors. für den 28.09. vorgesehen.

Diavorträge mit Reisejournalist Michael Stephan, Kneipp-Videos oder Kneippanwendungen werden u. a. bei den monatlichen Kneipp-Treffs gezeigt. Hierzu sind auch Nichtmtglieder eingeladen. Beim Kneipp-Treff am Di., 23.04. referiert unser ärztliches Beiratsmitglied Sanitätsrat Dr. med. Adalbert Orth zum Thema "Kneipp-Anwendungen und Homöopathie, eine ideale Kombination"

Kneipp-Saisoneröffnung mit Kindern "Kneipp bewegt" (Wassertreten, gesundes Frühstück, Kräuterinfo, Barfußpfad und Bewegung für Kinder)Meditativer Tanz beginnt am 25.03. Die Jahreshauptversammlung m. Satzungsänderung findet am 16.03. statt. Arztvorträge finden in Zusammenarbeit mit dem Diakonissen-Stiftungskrankenhaus und St.Vincentius-Krankenhaus statt. Für 06 .03. ist eine Besichtigung des Feuerbachhauses geplant, am 18.09. eine Fahrt zur NOLDE-Ausstellung nach Baden-Baden, am 22.08. wird der größte Heilpflanzengarten Europas der WELEDA AG in Schwäbisch Gmünd besichtigt. Für die Reise nach Amberg/Opf. (Oberpfalz-Tour) vom 01.09. - 05.09. werden bereits Anmeldungen entgegengenommen, ebenso für die Gesundheitswoche in Bad Wörishofen v. Mi., 03.07.- Mi., 10.07.. Unter dem Jahresmotto 2013 "Kneipp bewegt" findet am 9.3. ein Nordic-Walking Chrashkurs und am 23.03. ein Nordic-Walking-Chrashkurs unter Rehavoraussetzung statt sowie am 24.08. ein Nordic-Walking Info-Tag.

Wichtige Kneipp-Termine sind die Kneipp-Saisoneröffnung zum Kneipp-Geburtstag am Fr. 17.05., am Do., 23.05. der Gesundheitstag für Kinder nach Kneipp an der Kneipp-Anlage, am 08.06. gemeinsame Wanderung mit den einzelnen Ortsvereinen des LV RLP im Dahner Felsenland, am 24.06. Kräuterfest und am 25.6. Heilkkräutervortrag mit Teeverkostung mit unserem Beiratsmitglied und Kräuterexperten Eberhard Jahner, 31.08. Kneipp-Aktionstag im Diakonissen-Stiftungskrankenhaus (ehem. Stiftungskrankenhaus)

Der Kurs Kneipp-Anwendung in Theorie und Praxis am 21.05. und 09.09. dient zur Einführung der Kneipp-Anwendungen. Neumitglieder erhalten einen Gutschein für den Kurs. Am So., 08.12. findet die Weihnachtsfeier mit der "Kupferthaler Stubenmusik" statt.

WASSERTRETEN  auch für KinderVon Mi., 08.05. - So., 12.05. finden in Maribor, Slowenien, die internationalen Kneipp-Aktionstage 2013 statt. Info unter auskunft@kneipp-bund.de Ein umfangreiches Ausbildungsprogramm finden Interessierte an der Sebastian Kneipp-Akademie für Gesundheitsbildung unter www.kneippakademie.de Der Kneipp-Verein Speyer e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, die Kneipplehre mit ihren 5 Säulen Kindergärten, Schulen und Betrieben näherzubringen. Im Landesverband Rheinland Pfalz hat die Landesvorsitzende Apollonia Rahn bereits erste Schritte eingeleitet.

Interessierte können sich für die einzelnen Kurse und Veranstaltungen Online (www.kneipp-verein-speyer.de ) , per Fax: 06232/490638 oder jeden Dienstag von 11 - 13 Uhr in der Geschäftsstelle, mit Ausnahme der Schulferien, Mühlturmstr. 16 anmelden.

Das Kneipp-Programm erhalten Interessierte beim Diakonissen- und Stiftungskrankenhaus, Hörgeräte-Akustik Leist, Volksbank Kur- und Rheinpfalz, Kreis-Sparkasse, Sanitätshaus Römer, Stadtwerke, Einhorn-Apotheke, INTERSPORT SCHEBEN sowie in der Kneipp-Geschäftsstelle, Mühlturmstr. 16, Das neue Programm steht auch als Download im Internet bereit unter www.kneipp-verein-speyer.de Anfragen, Anmeldungen und Infos unter www.kneipp-verein-speyer.de , Tel. 06232/35834, (NEUE Fax-Nr. 06232/490638) e-Mail: kneipp-verein-speyer@t-online.de oder rahn.a@gmx.de

Kneipp-Verein-Speyer e.V., Presse

23.01.2013


Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus investiert in Hybrid-OP

So ein Hybrid-OP steht ab Herbst 2013 im Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer zur Verfügung (Foto: Siemens) So ein Hybrid-OP steht ab Herbst 2013 im Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer zur Verfügung (Foto: Siemens)

Übergewicht, Rauchen, Diabetes: die Zahl der Gefäßpatienten in Deutschland nimmt zu, auch in einer der größten gefäßchirurgischen Kliniken des Landes im Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus. Um diese Patienten noch besser versorgen zu können, entsteht in der Speyerer Klinik für 4,8 Mio. Euro ein Hybrid-OP.

Der zusätzliche, extra große Operationssaal verfügt über eine Hochleistungsangiographieanlage, die kleinste Gefäße gut sichtbar macht. „In dem OP können wir offen chirurgisch und per Kathetereingriff operieren“, erklärt Chefarzt Prof. Dr. Gerhard Rümenapf. Er unterstreicht die Zunahme und Bedeutung kathetergestützter Eingriffe, die im Hybrid-OP noch besser durchführbar werden: „Durch die moderne, hoch auflösende Anlage sind die Gefäße deutlicher zu erkennen. Sie eignet sich besonders für Operationen von Verschlüssen auf verschiedenen Gefäßetagen (Becken, Ober- und Unterschenkel) und wir können auch weiter in die Peripherie vordringen“, beschreibt Rümenapf neue Möglichkeiten beispielsweise auch in der Behandlung von Fußgefäßen. „Aber obgleich Hybrid-Eingriffe vor allem bei Risikopatienten auf dem Vormarsch sind, werden sie die offene Chirurgie nicht ganz verdrängen können“, sagt der Gefäßchirurg.

Derzeit wird direkt am bestehenden OP-Trakt angebaut.Im Zuge der Baumaßnahmen entstehen außerdem neue Lager- und Büroräume sowie ein Sterilgang. „Insgesamt wollen wir durch die Baumaßnahme die Abläufe im OP-Bereich verbessern“, so Krankenhaus-Geschäftsführer Wolfgang Walter. Derzeit werde zum Teil bis spät abends oder am Wochenende operiert, allein die Gefäßchirurgen würden meist zwei der fünf Operationssäle belegen.

Eine besondere Herausforderung für Architekten und Baufirmen sei, dass die Bauarbeiten bei laufendem Betrieb stattfinden, erklärt Architekt Roger Strauß aus Karlsruhe: „Das erfordert eine enge Abstimmung aller Beteiligten.“ Zunächst entstehen die neuen Lagerräume, nach deren Fertigstellung wird der über 60 m² große Hybrid-OP eingepasst, der im Herbst 2013 in Betrieb gehen soll. Diakonissen Speyer-Mannheim, Presse

07.12.2012


MRE-Netzwerk in der Metropolregion Rhein-Neckar

Ergebnisse der Punktprävalenzstudie liegen vor

Heidelberg- Multiresistente Erreger (MRE) sind zurzeit die große Herausforderung in der Medizin. Diese Erreger sind Bakterien, die durch ihre Antibiotika-Resistenzen die Therapie von Patienten erschweren. Für den betroffenen Patienten führt die eingeschränkte Therapiemöglichkeit oft zu einem verlängerten und komplizierten Krankheitsverlauf sowie einer erhöhten Sterblichkeit. Bekanntester Vertreter der MRE ist der Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA). Aber auch weitere multiresistente Keime wie Vancomycin-resistente Enterokokken (VRE), und multiresistente gramnegative Stäbchenbakterien, die zum Beispiel eine Extended-Spectrum-Betalactamase (ESBL) bilden, gewinnen zunehmend an Bedeutung. Für die Einrichtungen des Gesundheitswesens resultieren aus den notwendigen Maßnahmen zur Vermeidung einer weiteren Verbreitung wie Isolierungs- und Sanierungsmaßnahmen ein deutlich erhöhter Arbeitsaufwand und erhöhte Kosten.

„Vor diesem Hintergrund sind gezielte Präventionsmaßnahmen, insbesondere an den Schnittstellen von stationärer und ambulanter Versorgung, unabdingbar und ein wesentlicher Beitrag zur Patientensicherheit und der öffentlichen Gesundheit“, erläutert Irmgard Behler, zuständige Dezernentin für das Gesundheitsamt Rhein-Neckar-Kreis beim Pressegespräch am Freitag, 7. Dezember 2012 im Heidelberger Landratsamt. Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass die Versorgung von Patienten mit Nachweis von MRE nicht nur die Kliniken betrifft, sondern alle Einrichtungen des Gesundheitswesens. Aus diesen Gründen ist eine gemeinsame Strategie zur Prävention der Weiterverbreitung multiresistenter Erreger notwendig.

Daher haben sich auf Einladung der zuständigen Verantwortlichen von vier Gesundheitsämtern in der Region - Dr. Oswinde Bock-Hensley, Gesundheitsamt Rhein-Neckar-Kreis, Dr. Sebastian Kevekordes, Gesundheitsamt Rhein-Pfalz-Kreis, Camillo Wentz, Gesundheitsamt Mannheim und Dr. Manfred Zolg, Gesundheitsamt Kreis Bergstraße - alle 40 Krankenhäuser in der Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) zum MRE-Netzwerk in der MRN zusammengeschlossen, um die Verbreitung der MRE unter anderem durch einheitliche Hygienemaßnahmen zu verringern. Drei der 40 am MRE-Netzwerk beteiligten Krankenhäuser der Region Bergstrasse haben sich mittlerweile dem Netzwerk MRE Südhessen angeschlossen.

Das MRE-Netzwerk in der Metropolregion trifft sich seit rund zwei Jahren regelmäßig mit dem Ziel, die Verbreitung multiresistenter Erreger durch interdisziplinäre Bearbeitung und Kommunikation von spezifischen Themen und Fragestellungen bezüglich des Umgangs mit multiresistenten Erregern innerhalb der teilnehmenden Kliniken zu verringern. Ebenso will das Netzwerk einheitliche Vorgehensweisen rund um MRE auf der Basis der aktuellen Rechtsgrundlage erarbeiten. In dem Netzwerk lernen sich alle hygieneverantwortlichen Mitarbeiter der Krankenhäuser kennen und diskutieren miteinander über MRE-Probleme.

„Ich bin absolut erstaunt, dass alle teilnehmenden Krankenhäuser sich aktiv an der Netzwerkarbeit beteiligen und auch alle Häuser an der Prävalenzstudie teilgenommen haben“, freut sich Dr. Sebastian Kevekordes vom Gesundheitsamt Rhein-Pfalz-Kreis. Und Dr. Oswinde Bock-Hensley ergänzt: „Die Zusammenarbeit zwischen den Krankenhäusern und den Gesundheitsämter trägt dazu bei, Qualität in die MRE-Arbeit in der Region zu bringen und die Infektionslage transparent darzustellen.“

Um Hygienemaßnahmen zu verändern, ist es notwendig, die aktuelle MRE-Situation zu kennen. Hierzu hat das Netzwerk im Oktober 2012 eine Punktprävalenzstudie durchgeführt. Diese beinhaltet, dass an einem Tag in jedem Krankenhaus erfasst wird, wie viele Patienten mit MRE zurzeit im Krankenhaus sind und welche Konsequenzen dies hat. Diese von allen 37 Krankenhäusern erhobenen Daten wurden ausgewertet und werden von Prof. Dr. Constanze Wendt, Labor Limbach, vorgestellt.

Die teilnehmenden Kliniken hatten zum Untersuchungszeitpunkt insgesamt 8.741 Patienten, von denen nur 4,3 Prozent mit einem oder mehreren Antibiotika-resistenten Erreger besiedelt waren. Die Kliniken haben für diese Patienten Schutzmaßnahmen entsprechend den Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) durchgeführt, die dazu führten, dass 205 Betten nicht belegt wurden.

„Fazit der Untersuchung ist, dass die Krankenhäuser der Rhein-Neckar-Region dem Problem eine hohe Aufmerksamkeit schenken und einige Ressourcen investieren, um eine weitere Verbreitung der Erreger in den Kliniken zu verhindern“, so Prof. Wendt. Durch die unterschiedliche Spezialisierung der Kliniken ist auch das Patientenklientel unterschiedlich und damit auch die MRE-Zahlen der Einrichtungen. „Das Risiko des Patienten für eine Besiedelung oder Infektion mit MRE ist unter anderem abhängig von der Schwere der Erkrankung und individuellen Faktoren aber auch den jeweiligen Hygienemaßnahmen im Krankenhaus“, erläutert die Expertin für Hygienemaßnahmen weiter.

MRE ist in unserer Region auf einem niedrigen Niveau vorhanden. Alle Krankenhäuser sind engagiert, die Hygienemaßnahmen konsequent umzusetzen und mögliche Infektionen zu verhindern. Doch es bleibt noch viel zu tun. Die multiresistenten gramnegativen (MRGN) Erreger sind derzeit auf dem Vormarsch. Um das Übel an der Wurzel zu packen, muss versucht werden, dem hohen Antibiotikaverbrauch entgegenzuwirken, der mitverantwortlich für die zunehmende Resistenzentwicklung der Bakterien ist.

Die enge Zusammenarbeit der Kliniken der MRN schafft Transparenz und Lösungsansätze im Umgang mit MRE, von denen letztendlich die Patienten der Region profitieren, so das Fazit der Verantwortlichen in den vier Gesundheitsämtern der Region.

Ergebnisse der Punktprävalenzstudie

MRE Netzwerk in der Metropolregion Teilnehmende Einrichtungen: (Stand: Dezember 2012)

Gesundheitsamt Heidelberg:

· Universitätsklinikum Heidelberg

· Nierenzentrum Heidelberg ·

GRN (Gesundheitszentren Rhein-Neckar gGmbH)-Kliniken

o Schwetzingen

o Eberbach

o Sinsheim

o Weinheim

· GRN-Kliniken für Geriatrische Rehabilitation

o Schwetzingen

o Sinsheim

o Weinheim

· Krankenhaus Salem gGmbH (Träger Ev. Stadtmission)

· Krankenhaus St. Vincentius (Träger Ev. Stadtmission)

· Klinik Sankt Elisabeth

· St. Josefskrankenhaus Heidelberg

· Thoraxklinik-Heidelberg gGmbH

· ATOS Klinik Heidelberg

· SRH Kurpfalzkrankenhaus Heidelberg GmbH

· AGAPLESION BETHANIEN KRANKENHAUS gGmbH

· Psychiatrisches Zentrum Nordbaden, Wiesloch

· Kliniken Schmieder – Heidelberg

· Rehaklinik Heidelberg - Königstuhl

· Ethianum-Klinik-Heidelberg

Gesundheitsamt Ludwigshafen:

· Klinikum der Stadt Ludwigshafen am Rhein gGmbH

· Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Ludwigshafen

· Krankenhaus Zum Guten Hirten / St. Vincentius Krankenhaus, Speyer

· St. Marien- und St. Annastiftskrankenhaus

· Stadtklinik Frankenthal

· Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer

Gesundheitsamt Mannheim:

 · Universitätsmedizin Mannheim

· Diakoniekrankenhaus Mannheim GmbH

· Theresienkrankenhaus und St. Hedwig-Klinik GmbH, Mannheim

· Zentralinstitut für seelische Gesundheit, Mannheim

Gesundheitsamt Heppenheim:

 · St. Marien Krankenhaus Lampertheim

· St. Josef-Krankenhaus, Viernheim

· Kreiskrankenhaus Bergstraße gGmbH – Heppenheim

· Heilig-Geist Hospital – Bensheim

Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis, Pressestelle

07.12.2012


„Tatort Hände“

3. Speyerer Hygienetag im St.-Vincentius-Krankenhaus

Speyer. Er ist bereits eine feste Institution: Schon zum dritten Mal veranstaltet das St.-Vincentius-Krankenhaus am 21. November den „Speyerer Hygienetag“. Mehr als 150 Ärzte und andere Mitarbeiter aus Krankenhäusern und Praxen, aus Altenpflegeheimen und ambulanten Pflegediensten sowie aus dem Rettungsdienst informieren sich auch in diesem Jahr wieder aus erster Hand über aktuelle Fragen der Hygiene und Infektiologie. „Wir sind stolz darauf, mit den Themen des ‚Speyerer Hygienetags’ das Interesse der Kollegen Jahr für Jahr wieder zu treffen. Das zeigt aber gerade auch, wie wichtig Hygiene heutzutage nicht nur bei uns genommen wird“, freut sich Dr. Klaus-Peter Wresch, Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin und als Ärztlicher Direktor für die Hygiene im St.-Vincentius-Krankenhaus verantwortlich.

Die wissenschaftlichen Ergebnisse der letzten Jahre bestätigen, was Hygieniker längst wussten: Im Mittelpunkt des Kampfes gegen multiresistente Erreger und nosokomiale Infektionen steht in allen Bereichen des Gesundheitswesens die richtige Händedesinfektion. Denn es sind immer wieder die Hände von Pflegepersonal und Ärzten, mit denen Keime von einem Patienten auf den anderen übertragen werden. Bundesweite Aktionen wie die Initiative „Saubere Hände“ des Robert-Koch-Instituts, an der sich auch das St.-Vincentius-Krankenhaus beteiligt, haben die Händedesinfektion ins Zentrum der Bemühungen um konsequentere und bessere Hygiene gerückt. Doch was in der Theorie ganz einfach klingt, weist in der Praxis seine Tücken auf. „Im medizinischen Bereich müssen zum Beispiel bei vielen Arbeiten aus Gründen des Arbeitsschutzes Handschuhe getragen werden. Diese ersetzen aber keineswegs die notwendige Händedesinfektion vor und nach dem Kontakt mit Patienten", erläutert Roger Munding, Hygienefachkraft im St.-Vincentius-Krankenhaus, die Problematik. Gemeinsam mit seiner Kollegin Annerose Nofz trainiert er im begleitenden Workshop „Tatort Hände“ die Teilnehmer im sinnvollen Umgang mit Handschuhen und Händedesinfektion im Alltag.

Die bundesweiten Initiativen blieben nicht ohne Erfolge. Dank konsequent eingesetzter Hygienemaßnahmen hat die Häufigkeit von MRSA, einem der bekanntesten "Krankenhauskeime", in Deutschland in den vergangenen Jahren nicht weiter zu- sondern vielerorts sogar abgenommen. Dennoch gingen auch in den letzten Monaten wieder „Hygiene-Skandale“ in deutschen Kliniken durch die Medien. So genannte „Multiresistente gramnegative Erreger“ (MRGN) verursachten mehrere Infektionsausbrüche auf Frühgeborenen-Intensivstationen. Auch im Krankenhausalltag hat die Bedeutung dieser Keime stark zugenommen. Mit Isolationsmaßnahmen allein kann man - anders als bei MRSA - diese Erreger nicht an ihrer Ausbreitung hindern. Professor Constanze Wendt, Mitglied der Leitlinienkommission für Krankenhaushygiene am Robert-Koch-Institut, informiert beim „Speyerer Hygienetag“ über die neuesten Empfehlungen im Kampf gegen MRGN.

Längst ist bekannt, dass der unkritische Antibiotika-Einsatz Entstehung und Ausbreitung multiresistenter Bakterienstämme erst ermöglicht. Das gilt nicht nur für den Gebrauch von Antibiotika im Gesundheitswesen, sondern auch deren verbreiteten Einsatz in der Tiermast. Auf diese Zusammenhänge geht Dr. Christiane Cuny vom Robert-Koch-Institut in Wernigerode in ihrem Vortrag ein und erläutert auch die Risiken der Keimübertragung vom Tier auf den Menschen.

Fern von medienwirksamer Panikmache beschäftigt sich auch der Diplombiologe Armin Schuster vom Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene der Universitätsklinik Freiburg in seinem Referat wissenschaftlich mit Infektionsgefahren, die von tierischen und pflanzlichen Nahrungsmitteln ausgehen können, und zeigt Risiken und sinnvolle Hygienemaßnahmen in Küche und Haushalt auf.

Neben dem Auftreten multiresistenter Erreger begünstigt der intensive Antibiotika-Einsatz in der Medizin das Auftreten von Infektionen nicht bakterieller Ursache, die bislang vor allem bei immunsupprimierten Patienten zum Beispiel nach Organ-transplantationen eine Rolle spielten, in den letzten Jahren aber häufiger auch bei anderen Patienten vorkamen: Pilzinfektionen finden sich vor allem bei Schwerkranken auf Intensivstationen und sind oft schwierig zu erkennen und zu behandeln. Dr. Rainer Höhl aus Nürnberg gibt als anerkannter Fachmann auf diesem Gebiet der Infektiologie einen Überblick über neueste Erkenntnisse und Behandlungsmöglichkeiten.

Doch der „Speyerer Hygienetag“ wendet sich nicht nur an Krankenhauspersonal. An der Schnittstelle zwischen Kliniken, Arztpraxen und Pflegeheimen sind die Mitarbeiter des Rettungsdienstes besonders häufig mit Trägern von multiresistenten Keimen konfrontiert. Diplom-Ingenieur Peter Klee vom Landesuntersuchungsamt Koblenz stellt die neue rheinland-pfälzische Hygiene-Richtlinie für den Rettungsdienst dar, die für mehr Sicherheit im Umgang mit so genannten „infektiösen Patienten“ sorgen soll. Auch eine lückenhafte Informationsweitergabe erschwert im Alltag einen angemessenen Umgang mit diesen Patienten. „Wir gründen gerade einen Arbeitskreis mit Teilnehmern aus dem Rettungsdienst und aus den Klinken der Region, um die neue Hygiene-Richtlinie gemeinsam in die Praxis umzusetzen und Schnittstellenprobleme zu lösen“, erläutert Dr. Sebastian Kevekordes vom Gesundheitsamt Rhein-Neckar.

„Transporte von Patienten mit multiresistenten Erregern, zum Beispiel mit MRSA innerhalb und außerhalb des Krankenhauses, stellen ein besonderes Problem dar. Gerade die vollständige ,Vermummung' durch Schutzkleidung erzeugt eine falsche Sicherheit bei den Mitarbeitern und lässt den Patienten fälschlicherweise als Gefahr für seine gesamte häusliche Umgebung erscheinen. MRSA wird so zum Stigma und zum Hindernis für normale soziale Kontakte“, weiß auch Dr. Cornelia Leszinski, Hygienebeauftragte Ärztin im St.-Vincentius-Krankenhaus. In ihrem Vortrag stellt sie ein E-Learning-Konzept vor, das derzeit in Zusammenarbeit zwischen der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Mainz und dem „Vincenz“ als landesweites Pilotprojekt erarbeitet wird und Krankenhausmitarbeitern den richtigen Umgang mit Trägern von multiresistenten Erregern vermittelt. „Der richtige Gebrauch von Schutzkleidung spart nicht nur Zeit und Geld, sondern kann auch dazu beitragen, psychische Probleme zu vermeiden, unter denen gerade MRSA-Patienten infolge der Isolierungsmaßnahmen häufig leiden", erläutert die Ärztin. Das St.-Vincentius-Krankenhaus setzt sich als Mitglied des MRE (= multiresistente Erreger)-Netzwerkes der Metropolregion Rhein-Neckar in besonderem Maße dafür ein, eine Stigmatisierung und Benachteiligung von MRSA-Patienten zu verhindern. „Alle notwendigen Hygiene-Maßnahmen sorgfältig einzuhalten und gleichzeitig den betroffenen Patienten durch intensive Zuwendung ihre schwierige Situation zu erleichtern, empfinden wir im St.-Vincentius-Krankenhaus als besondere Herausforderung", ergänzt Pflegedirektorin Monika Lenz.

„Wir freuen uns sehr, dass es uns auch in diesem Jahr wieder gelungen ist, namhafte Referenten aus ganz Deutschland für unseren ‚Speyerer Hygienetag’ zu gewinnen“, fasst Verwaltungsdirektor Klaus Diebold zusammen. „Sie haben uns wieder einmal gezeigt, wie spannend und vielfältig das wichtige Thema ‚Hygiene’ sein kann.“ St.-Vincentius-Krankenhaus, Presse www.vincentius-speyer.de

Hintergrundinformationen

MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus)

sind Stämme des Bakteriums Staphylococcus aureus, die gegen alle Penicilline und chemisch verwandte Substanzen resistent sind. Sie sind allerdings in der Regel multiresistent, also auch unempfindlich gegen andere Arten von Antibiotika.

„Normaler“ Staphylococcus aureus kommt fast überall in der Natur vor, auch auf der Haut und im Nasen-Rachen-Raum von 25 - 30 % aller Menschen. Meist löst er keine Krankheitssymptome aus. Man spricht in diesem Falle von einer asymptomatischen Besiedlung oder Kolonisation der Person. Bekommt das Bakterium durch günstige Bedingungen oder ein schwaches Immunsystem die Gelegenheit, sich auszubreiten, kommt es beim Menschen zu Haut- und Muskelinfektionen, in ungünstigen Fällen auch zu lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Lungenentzündung, Herzklappenentzündung und Sepsis („Blutvergiftung“). Wenn diese Bakterien Resistenzen gegen mehrere wichtige Antibiotika erwerben (MRSA), sind sie besonders schwer zu eliminieren und werden bei Übertragung auf Dritte auch für diese zur Gefahr.

MRSA treten in Deutschland in einer Häufigkeit von etwa 0,3 - 0,7 % in der Allgemeinbevölkerung und bei etwa 1 - 3 % der Bewohner von Alten- und Pflegeheimen auf. Aber auch bei landwirtschaftlichen Nutztieren wird eine Besiedlung mit MRSA häufig beobachtet. In wissenschaftlichen Untersuchungen konnte bei etwa 70 % der Schweine und 30 % der Rinder MRSA nachgewiesen werden, für Geflügel liegen keine Daten vor (Quelle: Deutsches Ärzteblatt vom 11. November 2011).

Jährlich werden in deutschen Krankenhäusern ca. 40.000 Fälle von neu erworbenem Methicillin-resistentem Staphylococcus aureus beobachtet, die zu etwa 14.000 Infektionen mit nicht selten schweren Verläufen führen (Quelle: Nationales Referenzzentrum für Surveillance von nosokomialen Infektionen (NRZ) in Berlin).

MRGN (Multi-resistente gram-negative Erreger)

bezeichnet eine große Gruppe von Bakterien, die hauptsächlich den Magen-Darm-Trakt des Menschen besiedeln und ebenfalls gegen (fast) alle bekannten Antibiotika resistent geworden sind. Während die Häufigkeit von MRSA in den letzten Jahren in Deutschland nicht weiter zugenommen hat oder sogar etwas rückläufig ist, breiten sich MRGN weltweit rasant aus. Gegen einzelne dieser Bakterienstämme sind keine wirksamen Antibiotika mehr bekannt Der internationale Reiseverkehr hat die Ausbreitung dieser Keime aus Asien und dem östlichem Mittelmeerraum nach Mitteleuropa begünstigt. Auch Nutztierbestände stellen ein wichtiges Reservoir für diese Bakterien dar, so dass anders als bei MRSA Isolationsmaßnahmen in Krankenhäusern nur in begrenztem Maße geeignet sind, eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Der Schwerpunkt der Bemühungen im Kampf gegen MRGN liegt daher aus einer Restriktion im Einsatz insbesondere von „Breitband- Antibiotika“ in der Humanmedizin, aber auch in der Tiermast, um die Entstehung und Ausbreitung weiterer MRGN-Stämme verhindern. Die Maßnahmen der Standard-Hygiene, insbesondere die korrekte Händedesinfektion gewinnen vor diesem Hintergrund eine besondere Bedeutung für die Infektionsprophylaxe.

Nosokomiale Infektionen

sind Infektionen, die durch den Aufenthalt oder die Behandlung in einem Krankenhaus oder einer Pflegeeinrichtung verursacht wurden. Um eine nosokomiale Infektion sicher feststellen zu können, muss nachgewiesen sein, dass der Patient ohne die Infektion ins Krankenhaus gekommen ist. Dies ist häufig schwierig. In Deutschland gilt daher entsprechend der Definition des Robert-Koch-Instituts eine Infektion, die drei Tage nach Aufnahme des Patienten entsprechende Symptome zur Folge hat, als nosokomial.

Als Ursache für Krankenhausinfektionen spielen das zunehmende Alter der Patienten, eine geschwächte körpereigene Immunabwehr z. B. aufgrund von Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Behandlung mit Cortison oder Chemotherapien, komplizierte Operationen und invasive diagnostische und therapeutische Maßnahmen mit erhöhtem Infektionsrisiko, aber auch Hygienemängel eine bedeutsame Rolle.

Nosokomiale Infektionen machen einen Großteil aller im Krankenhaus auftretenden Komplikationen aus und haben daher großen Einfluss auf die die medizinische und pflegerische Versorgung der Patienten. Entsprechend müssen sie als ein ernstzunehmendes Problem eines jeden Krankenhauses erkannt werden.

Im Krankenhaus erworbene Infektionen belasten nicht nur den Patienten selbst aufgrund der damit verbundenen Schmerzen und Beschwerden, sie verlängern meist auch den Krankenhausaufenthalt – je nach Art der Infektion im Durchschnitt um vier Tage – und führen damit zu erheblichen Mehrkosten für das Gesundheitssystem. Die wichtigste Maßnahme zur Vermeidung von Krankenhausinfektionen ist die regelmäßige Durchführung einer hygienischen Händedesinfektion.

Allein in Deutschland kommt es jährlich zu ca. 500.000 nosokomialen Infektionen, die nach Abschätzung des Nationalen Referenzzentrums für Surveillance von nosokomialen Infektionen (NRZ) in Berlin für bis zu 15.000 Patienten die Todesursache waren. Durch die Ausweitung ambulant erbrachter medizinischer Leistungen ist die Bedeutung solcher Infektionen nicht auf den stationären Bereich beschränkt.

RKI (Robert-Koch-Institut)

ist als Bundesinstitut eine zentrale Überwachungs- und Forschungseinrichtung der Bundesrepublik Deutschland auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und -prävention. Es ist dem Bundesministerium für Gesundheit direkt unterstellt. Die Kernaufgaben des RKI sind die Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Krankheiten, insbesondere der Infektionskrankheiten, sowie die Formulierung und wissenschaftliche Begründung der erforderlichen Maßnahmen zum wirksamen Gesundheitsschutz der Bevölkerung.

Das RKI wurde 1891 als wissenschaftliche Abteilung des Königlich Preußischen Instituts für Infektionskrankheiten in Berlin gegründet und bis 1904 von Robert Koch geleitet.

In der Novelle des Infektionsschutzgesetzes vom Juli 2011 wurde den in den Ständigen Kommissionen des Robert-Koch-Instituts erarbeiteten Leitlinien und Empfehlungen eine weitgehende rechtliche Verbindlichkeit übertragen, so dass sie heute nahezu Gesetzescharakter innehaben.

Das Robert Koch-Institut wird bei der Ausübung fachlicher und regulatorischer Aufgaben von Kommissionen beraten. Die Kommissionen setzen sich aus

Antibiotikaresistenz

ist eine Eigenschaft von Mikroorganismen (Bakterien), die es ihnen ermöglicht, die Wirkung von antibiotisch aktiven Substanzen zu neutralisieren. Viele krankheitserregende Mikroorganismen besitzen eine kurze Generationszeit, ihre Biomasse verdoppelt sich unter günstigen Bedingungen schon innerhalb von 20 bis 30 Minuten. Vorteilhafte Mutationen können so relativ schnell entstehen. Ihre Träger besitzen in Gegenwart von Antibiotika einen deutlichen Überlebensvorteil, so dass die entsprechenden Gene vermehrt verbreitet und auch auf andere Mikroorganismen übertragen werden.

Eine wichtige Ursache für die Entstehung von Antibiotikaresistenzen ist die unkritische Anwendung von Antibiotika beispielsweise gegen banale Luftweginfekte, die in der Regel durch Viren verursacht werden. Antibiotika besitzen keinerlei Wirksamkeit gegen Viren, ihre Gegenwart im Körper fördert aber die Entstehung und Vermehrung von resistenten Bakterien (Selektionsdruck).

Eine weitere wichtige Ursache für die Verbreitung von Resistenzen ist die Verwendung von Antibiotika zum prophylaktischen Einsatz und als Wachstumsförderer in der landwirtschaftlichen Tierzucht. Hierfür kommen fast die Hälfte der weltweit produzierten Antibiotika zum Einsatz. Seit 2006 sind sogenannte Leistungsverstärker oder Mastbeschleuniger EU-weit verboten. Infizierte Tiere dürfen weiterhin mit Antibiotika behandelt werden, auch eine prophylaktische Behandlung des übrigen nicht infizierten Viehbestandes ist erlaubt. Nach aktuellen Untersuchungen ist beispielsweise MRSA bei etwa zwei Dritteln der Schweine und einem Drittel der Rinder in Deutschland nachweisbar. Eine Übertragung dieser multiresistenten Bakterien auf menschliche Kontaktpersonen ist häufig. 86 % der Schweinehalter und 12 - 45 % der Tierärzte sind selbst Träger von MRSA.

(Quelle: Deutsches Ärzteblatt: 11. November 2011). Zudem führt die landwirtschaftliche Ausbringung von Gülle zu einer Zunahme antibiotikaresistenter Bakterien im Boden.

21.11.2012


2000. Geburt im Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus

Chefarzt Dr. Uwe Eissler, Lisa und Heiko Hutschenreuter mit Luca, Hebamme Tahira Khan (v. l.)

Bei der 2000. Geburt des Jahres erblickte am 19. November der kleine Luca im Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer das Licht der Welt.

Um 23.45 Uhr wurde das Jubiläumsbaby geboren. Der Sohn von Lisa und Heiko Hutschenreuter wog bei seiner Geburt 3.440 Gramm und kam in einem der im Frühjahr frisch renovierten Kreißsäle ohne Komplikationen zur Welt, so Hebamme Tahira Khan, die die Geburt begleitet hat.

Luca ist das erste Kind der 24 und 26 Jahre alten Eltern, aber bereits das 2070., das in diesem Jahr in der Speyerer Klinik geboren wurde. „Durch die große Zahl an Zwillingsgeburten ist die Zahl der Kinder höher als die der Geburten“, erklärt Chefarzt Dr. Uwe Eissler, der den jungen Eltern mit einem Blumenstrauß gratulierte. „Durch den Umbau und die Erweiterung der geburtshilflichen Station, die im April eingeweiht wurde, können wir die große Zahl an Geburten in unserem Haus noch individueller betreuen“, so Eissler. Daher haben Lisa und Heiko Hutschenreuter kaum bemerkt, dass ihr Sohn in der größten geburtshilflichen Klinik des Landes zur Welt kam. Im Moment schlafe Luca die meiste Zeit, sagt die junge Mutter, die sich schon auf das Familienleben im heimischen Römerberg freut, wenn sie in ein paar Tagen das Krankenhaus verlassen kann. Diakonissen Speyer-Mannheim, Presse

 

20.11.2012


Wechsel in der Führungsriege bei Diakonissen Speyer-Mannheim

Friedhelm ReithFriedhelm Reith geht in Altersteilzeit, Karlheinz Burger zum Nachfolger gewählt

Friedhelm Reith, Kaufmännischer Vorstand bei Diakonissen Speyer-Mannheim, tritt zum 31. März 2013 in die Freistellungsphase der Altersteilzeit. Das hat den Verwaltungsrat des etablierten Sozialunternehmens in Speyer veranlasst, die Nachfolge zu regeln. Kirchenpräsident Christian Schad als Vorsitzender des Verwaltungsrats hat in den letzten Monaten in Abstimmung mit dem zuständigen Finanzausschuss die Frage der Nachfolge intensiv geprüft. Aus Gründen der Kontinuität der in den vergangenen Jahrzehnten sehr erfolgreichen Arbeit der Diakonissen Speyer-Mannheim hat er dem Verwaltungsrat – wie es die Satzung vorsieht: im Benehmen mit dem Vorstand – Karlheinz Burger, bisher Justitiar und Leiter der Personalabteilung der Diakonissen Speyer-Mannheim zur Wahl als neuen Kaufmännischen Vorstand vorgeschlagen. Nach einer überzeugenden Vorstellung wurde er in der letzten Sitzung gewählt.

Karlheinz BurgerKarlheinz Burger, 48, hat nach seinem Jurastudium und dem Referendariat in Saarbrücken seit 1995 in den Johannesanstalten, heute Johannesdiakonie, einem Träger von Behinderteneinrichtungen in Mosbach, die Personalabteilung des Standorts Mosbach geleitet. 1999 trat er in den Dienst der Diakonissen Speyer-Mannheim als Justitiar und Leiter der Personal- und Rechtsabteilung, er ist Mitglied von arbeitsrechtlichen Gremien in den Bereichen von Kirche und Diakonie und seit Beginn 2012 in der Geschäftsführung des Diakoniekrankenhauses Mannheim. Er lebt derzeit mit seiner Frau und vier Kindern in Landau-Godramstein.

Friedhelm Reith ist 1978, ein Jahr nach seinem Diplom als Volkswirt, als Assistent des damaligen Verwaltungsdirektors Gerhard Hildenbrand in den Dienst der Diakonissenanstalt Speyer getreten, wurde 1985 zum Abteilungsleiter Finanzwesen und innere Verwaltung, 1987 in den Vorstand der Diakonissenanstalt Speyer, zunächst als stellvertretender Verwaltungsdirektor, 1991 als Verwaltungsdirektor und 1994 als Leitender Verwaltungsdirektor berufen. Seither steuert er die Geschicke des Unternehmens zusammen mit dem Theologen und der Oberin im Vorstand. Unter seiner Leitung hat sich das Unternehmen deutlich fortentwickelt. 2001 wurden die Evangelischen Heime Diemerstein in die Jugendhilfe der Diakonissenanstalt übernommen, 2004 die Verschmelzung mit dem Diakonissenmutterhaus Mannheim vollzogen und die Beteiligung am Diakoniekrankenhaus Mannheim begründet, im gleichen Jahr die Fusion von Diakonissen- und Stiftungskrankenhaus bewerkstelligt. Inzwischen haben die Diakonissen Speyer-Mannheim die Anteile der Stadt Speyer am Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus übernommen und die Beteiligung von Klinikum Mannheim und Heinrich-Lanz-Stiftung bis auf einen Rest von 5 % gekauft. Aus der Diakonissenanstalt mit 1.700 Mitarbeitenden im Jahr 1994 sind die Diakonissen Speyer-Mannheim mit 3.500 Mitarbeitenden gewachsen, die durch die engagierte Mitarbeit vieler in den vergangenen Jahren ihren guten Ruf als stabiles, wirtschaftlich gesundes und entwicklungsstarkes Sozialunternehmen im Südwesten Deutschlands gefestigt haben.

Friedhelm Reith ist außerdem als Geschäftsführer des Diakoniezentrums Homburg und des Diakoniekrankenhauses Mannheim tätig. Er ist Mitglied im Stiftungsvorstand der Diakonissen-Stiftung Speyer und in Aufsichtsorganen von Tochtergesellschaften, darüber hinaus arbeitet er in Gremien des Kaiserswerther Verbandes deutscher Diakonissenmutterhäuser, der Stiftung Diakoniewerk Friedenswarte Bad Ems, der Ev. Kreditgenossenschaft mit.

Kirchenpräsident Schad sei zuversichtlich, so in der Gratulationsrunde im Verwaltungsrat, dass die Entscheidung, Karlheinz Burger in die Nachfolge von Friedhelm Reith zu berufen, eine für die künftige Entwicklung der Diakonissen Speyer-Mannheim sehr gute Wahl ist. Sie ermögliche, dass bewährte Prinzipien der Arbeit sich auch künftig fortsetzen und eine weiterhin gedeihliche Arbeit des Unternehmens prägen. Vorsteher Dr. Werner Schwartz und Oberin Sr. Isabelle Wien zeigten sich dankbar für die Entscheidung des Verwaltungsrats und das Engagement von Kirchenpräsident Schad. Sie seien davon überzeugt, dass Kontinuität in der Geschichte wesentlich zur positiven Entwicklung der Diakonissenmutterhäuser beigetragen hätten und ihnen dies durch die Entscheidung des Verwaltungsrats auch für die Zukunft gesichert scheine. Sie freuen sich auf die Zusammenarbeit. Diakonissen Speyer-Mannheim, Presse

19.11.2012


Über 2000 Jahre im Dienst für den Menschen

69 Mitarbeitende aus allen Arbeitsbereichen der Diakonissen Speyer-Mannheim feiern in diesem Jahr ihr mindestens 25jähriges Dienstjubiläum, fast 40 von ihnen kamen am 7. November zu einer gemeinsamen Feier ins Speyerer Mutterhaus.

In einem Gottesdienst dankte Vorsteher Pfarrer Dr. Werner Schwartz den Jubilarinnen und Jubilaren, „weil Sie mit Ihrer Arbeit und der engagierten Art, in der Sie Ihre Arbeit tun, daran mitarbeiten, dass Menschen etwas von der Liebe Gottes in unserer Welt entdecken können, ein Stück Zuwendung und Begleitung erfahren.“ Mit der Arbeit, die die Geehrten seit 25, 30, 35, 40 oder sogar 45 Jahren in den Einrichtungen der Diakonissen Speyer-Mannheim verrichteten, so Schwartz, führten sie die Tradition der Diakonissen fort, die im 19. Jahrhundert von Speyer und Mannheim aus begannen, für Menschen, die Unterstützung und Begleitung brauchten, da zu sein.

Dass der gute Ruf, den die Diakonissen Speyer-Mannheim in Rheinland-Pfalz und darüber hinaus genießen, auf der Basis der Mitarbeitenden beruht, betonte Landesdiakoniepfarrer Albrecht Bähr, der die Glückwünsche des Diakonischen Werks überbrachte und den Jubilaren Kronenkreuze in Gold für ihre mindestens 25jährige Betriebszugehörigkeit überreichte. „Es tut der Kirche und der Diakonie gut, dass es Sie gibt“, so Bähr: „Was wären wir ohne die Basis, die so bunt ist wie das Leben.“

Die bunte Vielfalt der Mitarbeitenden zeigte sich auch in ihrer Vorstellung durch Pfarrer Werner Schwartz, der den Jubilaren einzeln für ihr Engagement dankte und seinen Dank mit einigen Anekdoten versah. Darunter auch die der Mitarbeiterin, die ihr 35. Dienstjubiläum beging, den Diakonissen aber schon viel länger verbunden ist: Sie wurde im Diakonissenkrankenhaus geboren und feierte ihr Dienstjubiläum gemeinsam mit der Diakonisse, die als Schwesternschülerin bei ihrer Geburt dabei war, mit „dem Menschen, der Sie am längsten kennt“, so Pfarrer Werner Schwartz, der mit dieser und anderen Geschichten unterstrich, dass viele mit den Diakonissen Speyer-Mannheim mehr verbindet als nur die Arbeit.

Nachdem Christel Hauser die Glückwünsche der Mitarbeitervertretungen überbracht hatte, feierten die Jubilarinnen und Jubilare gemeinsam mit Kollegen und Angehörigen und musikalisch begleitet vom Saxophon-Quartett Sax4fun ihre langjährige Zugehörigkeit zur Dienst- und Arbeitsgemeinschaft bei den Diakonissen Speyer-Mannheim. Diakonissen Speyer-Mannheim, Presse

08.11.2012


Richtfest im Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus

Richtspruch auf dem Dach des neuen Funktionstraktes: Polier Detlef Lichte (l.)

Fast genau ein Jahr nach dem ersten Spatenstich für den Neubau feierten Mitarbeitende der Diakonissen Speyer-Mannheim und der beteiligten Baufirmen sowie Nachbarn des Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses Richtfest.

Die Baumaßnahme zur Zusammenführung der beiden Standorte des Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses verlaufe nach Plan und ohne Probleme betonte Polier Detlef Lichte von der Firma Riedelbau bei seinem Richtspruch. Mittlerweile ist der Rohbau des zweigeschossigen Funktionsbereiches sowie des fünfgeschossigen Bettentrakten mit einer Gesamtgrundfläche von über 16.000 m² fast abgeschlossen. Bis zur Einweihung im Frühjahr 2015 stehen nun vor allem Innenausbauten und Umzüge an. Besonders die Verlegung des Haupteingangs und der Ambulanzen an die Paul-Egell-Straße erfordert organisatorisches Geschick, Einsatz und Verständnis der Mitarbeitenden. Ihnen dankte Pfarrer Dr. Werner Schwartz, Vorsteher der Diakonissen Speyer-Mannheim, dafür, dass sie sich trotz gelegentlicher Störungen durch die Baumaßnahme gewohnt aufmerksam und konzentriert um die Patienten kümmerten.

Die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten hob Architekt Linus Hofrichter vom Ludwigshafener Architekturbüro Sander Hofrichter hervor. Er freue sich, dass das Krankenhaus ein traditionelles Richtfest ausrichte, so Hofrichter, die Arbeiter hätten es sich verdient. Dass er selten eine so gut organisierte und funktionierende Baustelle gesehen habe, betont auch Krankenhausgeschäftsführer Werner Vogelsang. Man sei bislang im Zeit- und Kostenplan und freue sich, dass auch zahlreiche lokale und regionale Firmen an der Baumaßnahme beteiligt seien.

Eine Besonderheit konnte zum Richtfest auch noch präsentiert werden: Das Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus gehört zu den ersten Krankenhäusern in Deutschland, die nach Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) zertifiziert werden. Es erhielt Anfang Oktober anlässlich der EXPO REAL in München ein entsprechendes Vorzertifikat. Krankenhausgeschäftsführer Werner Vogelsang erklärt: „Als Green Hospital stellen wir sicher, dass wir nachhaltig bauen im Interesse der Umwelt, der Mitarbeitenden und der Patienten.“ Diakonissen Speyer-Mannheim, Presse

29.10.2012


Mit Polyphenolen gesund bleiben

Speyer- Gemüse und Obst stehen bei den Ernährungsempfehlungen der Ärzte ganz oben auf der Einkaufsliste. Möglichst abwechslungsreich sollte der grüne Speiseplan täglich sein. Der Gesundheit zuliebe. Dass Äpfel, Bananen und Orangen sowie Karotten, Blumenkohl und Spinat dank ihrer Vitamine und Mineralstoffe gesund sind, ist hinlänglich bekannt. In den Früchten steckt sogar noch viel mehr, nämlich die Polyphenole. Diese bioaktiven Pflanzenstoffe bilden sich auf ganz natürlich Art und Weise in Blättern und Früchten, zählen zu den wertvollsten Inhaltsstoffen zahlreicher Pflanzen und haben erwiesenermaßen gesundheitsfördernde Wirkungen.

Wie einer Mitteilung des PRAVO-Präventionscenters zu entnehmen ist, können bestimmte bioaktive Pflanzenstoffe Entzündungen hemmen, Zellschäden verhindern, indem sie wie eine Art Staubsauger so genannte freie Radikale „einsammeln“, bevor sie Körperzellen schädigen. Zudem vermindern bioaktive Pflanzenstoffe Fettablagerungen in Blutgefäßen und beugen somit der Arteriosklerose vor. Um auf der sicheren Seite zu sein, rät das Präventionscenter zu Nahrungsergänzungsmitteln, die auf Polyphenole standardisiert sind und ein Alternative zur täglichen Versorgung darstellen. Nähere Informationen über Tel: 06232/1001260 oder über E-mail an: info@pravo-praevention.de ws

24.10.2012


Jede Sekunde zählt: Großes Interesse an Schlaganfalltag in Speyer

Viele Besucher nutzten die Gelegenheit einer Ultraschalluntersuchung der Halsschlagader„Zeit ist Hirn“, darauf wiesen Dr. Jürgen Majolk, Leiter der Stroke Unit Speyer, und Prof. Dr. Georg Gahn vom Klinikum Karlsruhe am 13. Oktober beim Speyerer Patiententag Schlaganfall im Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus hin. Beide gingen in ihren Vorträgen auf die Akutversorgung nach einem Schlaganfall ein.

Über vorbeugende Maßnahmen informierten Neurologe Volkmar Figlesthaler und Gefäßchirurg Prof. Dr. Gerhard Rümenapf, der operative und interventionelle Verfahren zur Verhinderung eines Schlaganfalls vorstellte. „Ablagerungen in der Halsschlagader können zum Schlaganfall führen, wenn sie nicht rechtzeitig beseitigt werden“, so der Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie am Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus.

Erläuterungen und praktische Übungen zeigte die ErgotherapieOb sie Ablagerungen in der Halsschlagader haben, konnten die zahlreichen Besucher des Patiententages direkt durch eine Ultraschall-Untersuchung überprüfen lassen. Auch Blutdruck und Blutzucker, weitere Risikofaktoren, wurden beim Schlaganfalltag gemessen. Darüber hinaus präsentierten Physio- und Ergotherapeuten sowie Logopäden Möglichkeiten für die Rehabilitation nach einem Schlaganfall. Passend dazu hob Chefärztin Dr. Gerhild Hettinger in ihrem Vortrag hervor, dass die Rehabilitation nach dem Schlaganfall bereits im Krankenhaus beginnt.

„Mit dem Patiententag Schlaganfall wollten wir aufzeigen, wie ein Schlaganfall im besten Fall verhindert wird und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt“, erklärt Prof. Dr. Thomas Rabenstein, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin. „Außerdem möchten wir dafür sensibilisieren, dass nach einem Schlaganfall Zeit ein wichtiger Faktor ist, um die Schädigungen des Gehirns so gering wie möglich zu halten. Betroffene sollten bei Verdacht auf Schlaganfall sofort den Notruf wählen“, betont der Internist. Diakonissen Speyer-Mannheim, Presse

15.10.2012


Im Bauch von Bruno Bär

Dr. Sabine Wagner und die Kinder führen eine Koloskopie bei Bruno Bär durch

Ungewöhnliche Patienten und Krankheiten wurden am 3. Oktober in der Endoskopie-Abteilung des Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses behandelt: Neben einer Entzündung im Darm von Bruno dem Bären bereiteten der Puppe Fritz Gummibärchen und Büroklammern im Magen Probleme.

Hintergrund des etwas anderen Tages in der Endoskopie war der Türöffner-Tag der Sendung mit der Maus. Er ermöglicht bundesweit Kindern einen Blick hinter sonst verschlossene Türen, insgesamt beteiligten sich in diesem Jahr über 350 Einrichtungen. „Mein Sohn hat mich auf den Türöffner-Tag aufmerksam gemacht, so entstand die Idee, dort mitzumachen“, erklärt Christian Dopheide, Pflegerische Leitung der Endoskopie-Abteilung. Die Kollegen aus Medizin und Pflege waren bald begeistert von der Idee und gemeinsam hat das Team für 72 Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren einen ganz besonderen Tag organisiert.

„Hallo, ich bin Julia und arbeite hier als Ärztin“, begrüßte Dr. Julia Golatta gemeinsam mit Christian Dopheide die gespannten kleinen Besucher. „Weil man im Krankenhaus mit Keimen und Bakterien aufpassen muss“, wurden sie mit OP-Hauben und Mundschutz ausgestattet, bevor es auf Entdeckungstour ging. Nach einer Einführung über die Organe machten sich Dr. Julia Golatta und ihre Kollegin Dr. Sabine Wagner per Ultraschall auf die Suche nach dem Frühstück der Kinder, das sich den Weg durch den Darm bahnt, erklärten, dass die Nieren „das Pipi machen“ und überprüften, ob das Herz schlägt. Vom kleinsten bis zum größten Endoskop erklärte Christian Dopheide anschließend, welche Möglichkeiten bestehen, sich den Körper von innen anzuschauen und kleine Behandlungen vorzunehmen, bevor die Kinder selbst aktiv werden konnten: Mit Oberarzt Joachim Dippold und Assistenzarzt Christian Lehmann begaben sie sich per Endoskop auf die Suche nach verschluckten Gegenständen im Magen von Fritz der Puppe und stellten bei einer Koloskopie bei Bruno dem Bären fest, dass es gar nicht so leicht ist, ein Endoskop mit seinem beweglichen Ende durch den Körper zu führen, ohne irgendwo anzuecken.

„Wir möchten, dass die Kinder etwas über ihren Körper erfahren und keine Angst vorm Arzt und dem Krankenhaus haben, wenn sie uns und unsere Behandlungsmethoden auf diese Weise kennen lernen“, erklärte Christian Dopheide. Bestätigt wurde er von zahlreichen Eltern, die begeistert waren, dass sich Lernen und Spaß beim Türöffner-Tag im Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus so gut verbanden. Die einstündige Führung verging für viele zu schnell, so dass sie gern das Angebot der Kinderklinik nutzten und mit Yvonne Liebel und Jeanette Schröder Maus- und Elefantenmasken bastelten. Diakonissen Speyer-Mannheim, Presse

05.10.2012


Fußball, Möhren und mehr beim AOK-Kinderfest auf der Domwiese

War der Besucherstrom zu Beginn um 11 Uhr noch etwas zaghaft, strömten um die Mittagszeit immer mehr junge und alte Besucher zum Speyerer AOK-Familientag. Und zum Spielen und Staunen gab es einiges in der Zeltstadt unterhalb des Doms. Kinderschminken,  Jonglieren, HullaHoop und Fallschirmspiele gaben Jung und Alt die Gelegenheit, sich sportlich zu betätigen. Für Fussballfans gab es neben Äpfel und Karotten auch noch einen Leckerbissen der anderen Art: Die brasilianische Fussball-Legende Everson Rodriges, besser bekannt als „Ratinho“, der 113 Bundesliga-Spiele für den FCK absolvierte, gab sich die Ehre und für die Fans eine Autogrammstunde. Inzwischen trainiert er den Fußball-Nachwuchs beim FCK und bietet zusammen mit der AOK ein Fußball-Sommercamp an. „Ich fühle mich in der Pfalz zuhause und freue mich, dass ich hier in der Vergangenheit so wunderbar aufgenommen wurde“, erzählt Ratinho.  „Jetzt möchte ich gerne etwas an die Menschen hier in der Region zurückgeben“, erklärt der Fußball-Star sein Engagement mit der AOK. Um Zirkus-Stars ging es im Theaterstück: „Henrietta in Fructonia“ des Henrietta-Ensemble, das für die AOK mit dem Stück durch ganz Deutschland tourt. Kurz vor zwölf Uhr begrüßte Zirkusdirektor Jörg die Anwensenden und lud sie ein, sich aktiv an Spielen mit dem Fallschirm zu beteiligen. Anschliessend ging es in das große Theaterzelt, bei dem noch einmal die AOK-Vertreter und Ratinho zu Wort kamen: „Ich bin gern hier in der Pfalz und esse gerne Saumagen und trinke gerne Pfälzer Wein“, outet sich der Fussballstar sehr zur Freude des jungen Publikums. Um vitaminreichere Kost geht es dann allerdings in der Reise von Henrietta, die in der Schule immer müde ist und einschläft. Der Kochlöffel Theolonius Sahneklecks Quassel nimmt sie mit zum Zirkus nach Fructonia, wo sie u.a. die mit Möhren werfenden Meggie, die berühmten Fruchtakrobaten und Dompteur Konstantin Kaseinow und sein Löwe Leonid kennenlernen. Voller Energie kommt Henrietta am Ende zurück und hat Lust auf Bewegung und Vitamine.

Mit der mobilen Theater-Zeltstadt ist das Henrietta-Enseble bereits seit 2007 unterwegs und hat inzwischen 600.000 Zuschauer zu verzeichnen. Am Montag sind weitere Vorstellungen mit Schulklassen aus Speyer und Umgebung gebucht.  Das Präventionsprojekt ist ein zentraler Baustein der breit gefächerten AOK-Initiative „Gesunde Kinder – gesunde Zukunft“, mit der die Gesundheitskasse Kinder spielerisch anregen möchte, sich gesund zu ernähren und viel zu bewegen. Und Kindern und Erwachsenen macht die Vorstellung mit viel Musik und Akrobatik so richtig Spass, den Schauspielern sichtlich auch. Draussen in den anderen Zelten gibt es für die großen Besucher viele Tipps zum Thema: Gesunde Ernährung für den Familienalltag. 

Insgesamt eine tolle Aktion der Krankenkasse, die spielerisch und pädagogisch motiviert und animiert, sich mit der eigenen Gesundheit zu beschäftigen, ohne den berühmten Zeigefinger zu heben.Text und Bilder: jüs

01.10.2012


„Mein neues Gelenk“ - Künstliche Gelenke zum Anfassen

Patientenschulung der Abteilung Orthopädie und Unfallchirurgie am St.-Vincentius-Krankenhaus Speyer

Speyer. „Mein neues Gelenk“, so lautete der Titel der kürzlich initiierten Patientenschulung der Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie am St.-Vincentius-Krankenhaus.

„Wir möchten den Patienten die Angst vor dem Einsetzen eines künstlichen Gelenkes, der Zeit im Krankenhaus und in der Rehabilitationsphase nehmen“, so Chefarzt Dr. Werner Schrammel. Das Behandlungsteam sei der Meinung, dass gut informierte und vorbereitete Patienten schneller genesen. Ziel sei es auch, dass der Patient nach der Operation aktiv mitwirken kann und durch das bessere Verstehen den alltäglichen Anforderungen zuhause nach der Operation besser gewachsen sei.

Mehr Lebensqualität mit dem „neuen Gelenk“ zu erreichen, ist die Motivation aller Beteiligten.

Bei der gut besuchten Patientenschulung wurde der komplexe Behandlungsablauf rund um den Ersatz von Knie-, Hüft- und Schultergelenken aus den Blickwinkeln des Therapie-Teams genau erklärt.

Ärzte, Pflegende, Physiotherapeuten und der Sozialdienst erklärten das Vorgehen und beantworteten zahlreiche Fragen.

Patienten und Patientinnen, die in Kürze ein neues Gelenk erhalten, Ihre Angehörigen und zahlreiche weitere Interessierte lernten die Operateure an diesem Nachmittag persönlich kennen.

In der Aula des Krankenhauses bestand die Möglichkeit Chefarzt Dr. Werner Schrammel, Oberarzt Johannes Maihoff und Assistenzarzt Dimitrios Chloridis live zu erleben. Das sie ihre OP-Techniken beherrschen und ihr „Handwerk leben“ war für das Publikum spürbar. Mit Hilfe von Erläuterungen und Bildmaterial erklärte Maihoff das für und wider verschiedener Operationstechniken, computergesteuerter Navigation und unterschiedlicher Materialien.

Die Ärzte des St.-Vincentius-Krankenhauses informieren sich fortlaufend über die Weiterentwicklungen der verschiedenen Gelenkendoprothesen und Operationsverfahren.

Den Patienten mit seinen eigenen Vorstellungen und körperlichen Bedürfnissen wahrzunehmen, verstehen sie als selbstverständliche Aufgabe.

Anschaulich erläuterte Beatrice Oppinger, Gesundheits- und Krankenpflegerin, die pflegerischen Schwerpunkte, wie zum Beispiel die OP-Vorbereitung und die Phase nach der Operation, also von der Hautrasur vorher bis zur Lagerung des Beines nach der Operation im Bett.

Physiotherapeutin Ulrike Kessler ergänzt, dass das fachkompetente Therapieren darauf ausgerichtet sei, Patienten einzubeziehen, indem die Physiotherapeuten gemeinsam mit dem Patienten das Therapieziel festlegen. Wichtig sei beispielsweise das Gehen mit Unterarmstützen auf der geraden Strecke oder später das Treppensteigen in Begleitung des Physiotherapeuten. Tricks und Tipps zum Anziehen von Strümpfen, das Aufstehen aus dem Bett und das richtige Hinsetzen auch für zuhause wurden geschult.

Wie die Organisation der Reha-Maßnahme nach dem stationären Aufenthalt funktioniert erläuterte Claudia Schewes vom Sozialdienst. Sie überraschte mit der Information, dass das Erstgespräch mit dem Patienten im Krankenhaus zur Klärung des Rehatermines für die ambulante oder stationäre Rehabilitationsmaßnahme vor der Operation erfolgt.

Nicht nur das Beantworten von Fragen während der Schulung, sondern auch das Anfassen von Knieendoprothesen und ihrer Einzelteile, von Hüftgelenkendoprothesen bestehend aus Schaft, Pfanne und dem dazu passenden Keramikkopf waren an diesem Nachmittag möglich.

Das St.-Vincentius-Krankenhaus plant eine vierteljährliche Wiederholung dieser Patientenschulung.

Die nächsten Termine finden jeweils Dienstag um 16:00h

am 4. Dezember 2012 und

am 5. März 2013 statt.

Hierzu sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

Voranmeldung bitte im Sekretariat der Orthopädie und Unfallchirurgie Tel. 06232/133-386.

Weitere Informationen finden Sie unter www.vincentius-speyer.de St.-Vincentius-Krankenhaus Speyer, Presse

08.09.2012


Stiftung LebensBlicke fordert zügige Umsetzung einer Gesetzesinitiative Ludwigshafen

Der Nationale Krebsplan hat unter Mitwirkung auch der Stiftung LebensBlicke, Früherkennung Darmkrebs (Ludwigshafen), wichtige Umsetzungsempfehlungen zur Krebsfrüherkennung erarbeitet. Diese haben jetzt Eingang in eine Gesetzesvorlage der Bundesregierung für den Deutschen Bundestag gefunden. Das bisher opportunistische Darmkrebs-Screening, das nur eine mäßige Akzeptanz in der Bevölkerung hat, soll durch ein organisiertes Einladungsverfahren ersetzt und damit die Teilnahmerate der Bevölkerung deutlich erhöht werden.

Diese im Sinne der betroffenen Menschen richtungsweisende Entscheidung darf aber nicht an einem langen Weg durch viele Instanzen und damit zu einer wesentlichen zeitlichen Verzögerung führen. Die Stiftung fordert daher alle Akteure, insbesondere auch die politische Führung dazu auf, diesen Beschluss zügig in die Tat umzusetzen. "Die noch immer viel zu hohe Darmkrebstodesrate fordert eine entschlossene und rasche Weichenstellung; das ist nicht nur eine gesundheits-, sondern auch eine gesellschaftspolitische Herausforderung", so der Vorsitzende der Stiftung LebensBlicke, Professor Dr. Jürgen F. Riemann.

Die Stiftung Lebensblicke ist gemeinnützig. Sie arbeitet bundesweit und finanziert sich ausschließlich über Spenden und Zustiftungen. Neben der Öffentlichkeitsarbeit für die Bevölkerung in Form von Broschüren, Publikationen und bundesweiten Aktionen initiiert die Stiftung wissenschaftliche Studien, übernimmt Schirmherrschaften, führt Seminare und Symposien durch und motiviert Ärzte zur Fortbildung. Ein weiteres Ziel der Stiftung ist die Förderung der betrieblichen Gesundheitsvorsorge. Spendenkonto: BW Bank Mannheim, BLZ 600 501 01, Kto.-Nr. 496 1530. Stiftung LebensBlicke, Presse

30.08.2012


Gesundheitsgespräche gehen in die nächste Runde

Die Speyerer Gesundheitsgespräche beenden ihre Sommerpause und starten am 5. September mit Prof. Dr. Gerhard Rümenapf in ein neues Programm mit neun interessanten Vorträgen rund um medizinische Themen.

In der Vortragsreihe des Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses berichten einmal im Monat Ärzte und andere Fachleute allgemein verständlich über Krankheiten, deren Vorbeugung und moderne Behandlungsmethoden. Außerdem ist ein Informationsabend über das wichtige Thema Organspende geplant und im Januar 2013 begibt sich die Reihe auf Spurensuche von Heilern in Mittelalter und Neuzeit.

Die Vorträge finden jeweils mittwochs um 19.30 Uhr im Mutterhaus der Diakonissen Speyer-Mannheim statt, zum Auftakt geht Prof. Rümenapf den Fragen nach: „Was hat Diabetes mit Arterien zu tun? Wozu braucht der Zuckerkranke den Gefäßchirurgen?“ Alle Termine unter www.diakonissen.de. Diakonissen Speyer-Mannheim, Presse

Das Programm zum ausdrucken:

28.08.2012


Dank PRAVO-Präventionscenter 45 Kilo in zehn Monaten abgenommen

Speyer. Es ist kaum zu glauben, dass diese dynamisch wirkende Frau vor knapp zwei Jahren noch 45 Kilo mehr gewogen haben soll. Innerhalb von zehn Monaten hat Ruth Rödel auf Anraten ihres Hausarztes kräftig abgespeckt und, was ganz wichtig ist, seit März 2011 ihr Gewicht gehalten. Nach mehreren Diäten, die jeweils erfolglos geendet und mit dem bekannten Jojo-Effekt  für neuerlichen Frust gesorgt hatten, führte sie ein Flyer ihres Arztes ins PRAVO-Präventionscenter zu einem Abnehm-Kurs. Diesem legen die Ärzte ein Ernährungskonzept mit eiweiß-optimierter, kohlenhydrat-reduzierter und fettmodifizierter Kost zugrunde.

An die Vorgaben für die Ernährung und viel Bewegung hielt sich die seit ihrer Schwangerschaft unter Adipositas (Fettleibigkeit) leidende Speyererin nicht nur in den zwölf Kurswochen und den zehn Monaten mit Nachkontrollen von Gewicht und Blutdruck, sondern hält sich die 53-Jährige seitdem weiterhin eisern. Und nun steigt die PRAVO-Vorzeigedame für das Pressefoto natürlich voller Stolz in ihre Hose der Konfektionsgröße 52, die sie sich zwei Wochen vor Kursbeginn gekauft hatte und in die sie jetzt zweimal reinpassen würde. Inzwischen hat Ruth Rödel ihre Kleidung auf Größe 42 umgerüstet.

Nur beim PRAVO-Infoabend war ihr Ehemann mit dabei. Er und die beiden erwachsenen Töchter freuten sich über die sichtbar purzelnden Pfunde. „In den zehn Monaten aß ich keinen Kuchen und kein Eis und trank auch keinen Schluck Alkohol.“ Schon nach vier Wochen ergaben die ärztlichen Untersuchungen, dass Ruth Rödel keinen erhöhten Bluthochdruck mehr hatte und die Medikamente stark reduzieren konnte.

Ganz von alleine geht das Gewichthalten freilich nicht: Ruth Rödel macht dreimal die Woche Walking, „oft bis zu zwei Stunden“, fährt viel mit dem Fahrrad und hält sich vor allen Dingen strikt an die beim PRAVO-Kurs gelernten Ernährungsrichtlinien. Hatte sie früher jedes kleine Hungergefühl mit der Aufnahme von vielen Zwischenmahlzeiten oder Süßigkeiten bekämpft, so begnügt sie sich heute mit drei Mahlzeiten am Tag, bei nur einem warmen Essen. „Vor dem Kurs wollte ich immer nur satt werden, nun frage ich mich vorher bewusst, was esse ich.“ Vor allem viel Gemüse und Obst, Joghurt, Puten- oder Hühnerfleisch. Ab und zu darf sich die tapfere Abnehmerin auch mal eine Pizza, Pommes oder einen Eisbecher gönnen. „Dann wird eben abends mal nur ein Apfel gegessen und die Sünde ausgeglichen“, erläutert Ruth Rödel ihren flexiblen Speiseplan.

Während des zwölfwöchigen PRAVO-Kurses wurden wöchentlich die Kontrolle von Gewicht und Körperfett ermittelt. Da empfand es Ruth Rödel als sehr angenehm, dass die auf der Waage erzielten Ergebnisse vertraulich behandelt und nicht in der großen Runde bekanntgegeben wurden. Wer so lange viel Fettpolster mit sich herumgetragen und darunter gelitten hat, der hat zu der Personenwaage meist ein gespaltenes Verhältnis. So will denn auch Ruth Rödel, bei allem Stolz über ihren bemerkenswerten Kiloabbau, ihr vorheriges und ihr jetziges Gewicht nicht preisgeben. Sie teilt aber gerne ihre Erfolgsdaten mit: 30 Zentimeter Taillenumfang, 35 Zentimeter Bauchumfang und 36 Zentimeter weniger auf den Hüften sowie 35 Zentimeter an den Oberschenkeln sprechen für sich. Und dass die lange Zeit so extrem „pfundige“ Dame sich ohne Schwierigkeiten an die Ernährungsempfehlungen aus dem Präventionscenter-Kurs und so ihr Gewicht konstant hält, erachtet PRAVO-Ernährungsberaterin Marion Hofen als besonders bemerkenswert. ws

Weitere Infos zum Kursprogramm unter Tel: 06232/1001260 oder über e-mail an: info@pravo-praevention.de  

27.08.2012


Beruf mit Tradition und Zukunft: Abschlussfeier an den Pflegerischen Schulen

Absolventinnen und Absolventen der Pflegerischen Schulen mit Schulleiterin Tanja Schaller (3. Reihe rechts) und Michael Wendelken, Leiter des Bildungszentrums (vorn rechts).

„Sie werden gebraucht“, gab Wolfgang Walter, Sprecher der Geschäftsführung des Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses Speyer den 27 Absolventinnen und Absolventen der Pflegerischen Schulen, die am 10. August ihr Examen feierten, mit auf den Weg.

Er wies auf den Stellenwert hin, den die Ausbildung bei den Diakonissen Speyer-Mannheim genieße, wo immerhin seit über 150 Jahren Pflegekräfte ausgebildet werden. Walter hob hervor, dass die Schule unter Wahrung der Tradition immer offen für Innovationen sei, wofür er sich bei Leitung und Mitarbeitende bedankte. Er freute sich außerdem besonders, dass in Zeiten, da sich ein Mangel an Pflegekräften abzeichne, 16 der frisch Examinierten dem Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus als Mitarbeitende erhalten bleiben.

Auch Doris Wiegner und Wolfgang Müller, Pflegedienstleitungen in den Partnerkrankenhäusern in Bad Dürkheim und Grünstadt, betonten den hohen Stellenwert der Pflege angesichts wachsender Patientenzahlen und demografischer Entwicklungen. Darauf, dass dabei der Mensch nicht zu kurz kommen dürfe, hatte in einer Andacht vor der Abschlussfeier bereits Pfarrerin Elke Schadt-Benzing hingewiesen: Sie blickte zurück auf die drei Ausbildungsjahre und machte den Absolventinnen und Absolventen Mut für die Zukunft: „Sie bringen gute Voraussetzungen mit. Neben den fachlichen Kenntnissen wurden Ihnen in der Ausbildung ein christliches Menschenbild und die Wertschätzung anderer Menschen vermittelt.“

Dass die Gesundheits- und Kranken- und Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen aus ihrer Schulzeit auch persönlich viel mitnehmen, um in Zukunft für andere da zu sein, wünschte sich Michael Wendelken, Leiter des Bildungszentrums der Diakonissen Speyer-Mannheim, der sich den Glückwünschen und dem Dank von Schulleiterin Tanja Schaller anschloss an die, die die Examinierten in ihrer Ausbildung unterstützt haben. Schaller ehrte nach der Zeugnisvergabe sieben der Absolventinnen für besondere schulische Leistungen und freute sich, dass drei von ihnen ihre Ausbildung um ein halbes Jahr verlängern, um im Rahmen der Zweitqualifikation einen weiteren Abschluss zu erwerben. Bevor die Hauptpersonen des Abends mit Lehrern, Familien und Freunden das Ende eines wichtigen Lebensabschnittes und Beginn eines neuen feierten, brachte die stellvertretende Pflegedirektorin des Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses, Andrea Niemeyer, es auf den Punkt: „Wir sind stolz auf Sie, seien Sie es auch!“ Informationen über die Ausbildung unter www.diakonissen.de Diakonissen Speyer-Mannheim, Presse

13.08.2012


60 Jahre Pflegeausbildung im St.-Vincentius-Krankenhaus

Über das bestandene Examen können sich in diesem Jahr freuen: Elena Ackermann, Eva-Maria Barth, Jasmin Behrendt, Lisa Marie Bernert, Selina Brandenburger, Saliha Dag, Ann-Katrin Dreßler, Duygu Ergün, Sevgi Ergün, Stephan Hoeft, Desiree Koschmieder, Christina Kral, David Liebner, Shana Loverie, Denise Märtz, Jana Moor, Rachael Achieng Okumu, Sabine Pradella, Sandra Quaeck, Sükran Sari, Hannah Schneider, Lena Schulz, Alexandra Seibert, Nicole Stiefel, Jenny Wendler, Veronika Wunder und Gaye Yilmaz - Kursleitung: Stefanie Fuhr/ Melanie Anders

Seit 1952 werden im St.-Vincentius-Krankenhaus Speyer Pflegefachkräfte ausgebildet. Rund 1000 Absolventinnen und Absolventen sind aus der hauseigenen Schule für Gesundheits- und Krankenpflege mittlerweile hervorgegangen. Und es hat sich viel getan seither!

In der Nachkriegszeit noch hauptsächlich ärztlicher Assistenzberuf, hat sich die Pflege bis heute zur wichtigen Profession im Gesundheitswesen entwickelt. Immer mehr pflegerische Berufsfelder entstehen nicht nur durch die zunehmende Spezialisierung und Technisierung der Medizin sondern auch durch die sich wandelnde Gesellschaft.

„1952 reichten noch zwei Ausbildungsjahre aus. Heute sind für die Fülle der Inhalte die vorgesehenen drei Jahre noch knapp bemessen“ weiß Schulleiter Bernd Endele. Doch die Schule im Vincenz hat alle neuen Anforderungen an die Pflegeausbildung bisher gut gemeistert. So hat sich zuletzt z.B. das spezielle Praxisanleitungskonzept bewährt. „1952 war die Pflege noch Berufung“ erklärt Endele. „60 bis 90 Wochenstunden auf Station mit den entsprechenden Übungsmöglichkeiten waren damals keine Seltenheit. Das wäre heute undenkbar!“ Die seit 2004 um 500 Stunden verkürzte praktische Ausbildungszeit muss also optimal zum Lernen genutzt werden. Im St.-Vincentius-Krankenhaus und im Krankenhaus Zum Guten Hirten Ludwigshafen (in gleicher Trägerschaft) sind eine Vielzahl weitergebildeter und studierter Praxisanleiterinnen für die rund 75 Schüler zuständig. Sie sorgen gemeinsam mit den Lehrenden der Schule für eine individuelle und kontinuierliche Lernbegleitung.

Und der Erfolg gibt dem Konzept recht: alle Kursteilnehmer haben 2012 ihr Examen bestanden – keine Selbstverständlichkeit, wie der Prüfungsvorsitzende Karl-Heinz Knoche bekräftigt. Am 08. August wurden die 27 frisch gebackenen Gesundheits- und Krankenpfleger, und -pflegerinnen mit einem Abschiedsgottesdienst ins Berufsleben verabschiedet. 11 Absolventinnen werden in die verschiedenen Abteilungen des St.-Vincentius-Krankenhauses übernommen.

Bei Interesse an einer Ausbildung ab September 2013 richten Sie bitte Ihre schriftliche Bewerbung an: Schule für Gesundheits- und Krankenpflege am St.-Vincentius-Krankenhaus, Holzstraße 4a, 67346 Speyer.

Über die Ausbildung können Sie sich im Internet unter www.vincentius-speyer.de informieren. St.-Vincentius-Krankenhaus, Presse

08.08.2012


Was sollten Herzpatienten bei extremer Hitze beachten?

Walter Schmitzer, Beauftragter (ehrenamtlich) der Deutschen Herzstiftung

Hitzetipps der Deutschen Herzstiftung für herzkranke und ältere Menschen

Sommerliche Hitze mit sehr hohen Temperaturen über 30 Grad Celsius kann zur Herausforderung besonders für ältere Menschen und solche werden, die bereits wegen Herz- oder Blutdruckproblemen in Behandlung sind. Mögliche Folgen der hohen Temperaturen sind Müdigkeit und Schwindel bis hin zum Kreislaufkollaps, außerdem Herzrhythmusstörungen oder auch Muskelkrämpfe. „Diesen Komplikationen kann man vorbeugen, wenn man ein paar einfache, aber wichtige Tipps befolgt“, versichert der Kardiologe Prof. Dr. med. Markus Haass, Chefarzt am Theresienkrankenhaus Mannheim und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Herzstiftung.

Herzpatienten müssen in den meisten Fällen Medikamente einnehmen. Bei manchen Arzneimitteln für die Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann wegen extremer Hitze eine Änderung der Dosierung notwendig sein, zum Beispiel bei den blutdrucksenkenden Medikamenten für Bluthochdruckpatienten (ACE-Hemmer, Sartane, Calciumantagonisten) und den Diuretika (Entwässerungsmittel) für Patienten mit einer Herzschwäche.

„Herzpatienten sollten deshalb von ihrem behandelnden Arzt in regelmäßigen Abständen die Dosierung der verabreichten Medikamente überprüfen lassen und besprechen, welche Medikamente wie lange bei Hitze reduziert werden können“, empfiehlt Prof. Haass.

Ausgleich von Flüssigkeitsverlust: Trinkmenge kontrollieren!

Besonders wichtig bei Hitze ist ausreichendes Trinken für den Ausgleich eines Verlusts von Kochsalz und der Elektrolyte Kalium und Magnesium. Durch das Schwitzen können schnell mehrere Liter Flüssigkeit und mit ihr Kochsalz und Elektrolyte verloren gehen. Diese müssen dem Körper wieder zugeführt werden. Die Trinkmenge sollte bei Herzkranken 1,5 Liter pro Tag nicht übersteigen (Suppen und Kaffee mit eingerechnet).

Wichtig für Patienten mit einer Herzschwäche:

Sie dürfen zwar aufgrund ihrer Erkrankung normalerweise nicht so viel trinken, jedoch sollten auch sie an heißen Tagen ihre Trinkmenge etwas steigern. Wer sich als Herzschwächepatient unklar über die richtige Trinkmenge ist,sollte dies am besten mit dem behandelnden Arzt besprechen. Eine Möglichkeit der Kontrolle zu Hause ist das Wiegen am Abend: Ist das Körpergewicht trotz Flüssigkeitszufuhr gleich geblieben, dann stimmt die Trinkmenge. Bei einer Gewichtszunahme ist die Trinkmenge zu hoch. Wer aber trotz Flüssigkeitszufuhr abgenommen hat, sollte – nur in Abstimmung mit dem Arzt – die Dosierung der Entwässerungsmittel herabsetzen.
Wichtig für den Kochsalz- und Elektrolyte-Ausgleich ist die richtige Getränkewahl. Geeignet sind Mineralwasser oder Fruchtsäfte, die auch miteinander gemischt werden können.
Abzuraten ist von alkoholischen Getränken wie z. B. ein kühles Bier. Es löscht zwar kurzfristig den Durst, aber langfristig wird damit dem Körperkreislauf Flüssigkeit entzogen, was für den Organismus eine unnötige Belastung darstellt. Auch sollten die Getränke nicht zu kalt sein, da dies die körpereigene Wärmeproduktion anregen kann.
Auch die Essgewohnheiten sollte man der Sommerhitze anpassen. Die Devise: lieber viele kleine als wenige üppige Mahlzeiten einnehmen. Besonders verträglich ist die Mittelmeerküche mit frischem Obst und Gemüse.

Bewegung und Sport auf den kühleren Morgen oder Abend verlegen

Sollte man sich an heißen Tagen überhaupt körperlich betätigen? Herzpatienten und ältere Menschen sollten zwar Extremsituationen wie Hitze meiden, da sie das Herz-Kreislauf-System massiv schwächen kann. Dennoch ist Bewegung auch im Sommer wichtig. Allerdings sollte man sportliche Aktivitäten an heißen Tagen auf die kühleren frühen Morgenstunden oder auf den späten Abend verschieben. Zu empfehlen sind Spaziergänge im kühleren Wald
oder eine kleine Fahrradtour, da der Fahrtwind erfrischt. Selbstverständlich sollte man nicht mit Höchstleistungen beginnen, sondern dem Körper Zeit zum Akklimatisieren lassen. Bei erhöhten Ozonkonzentrationen in einer Sommersmoglage sollten Herzpatienten große Anstrengungen vermeiden.

Weitere Informationen: Deutsche Herzstiftung e.V. www.herzstiftung.de

Hinweis für Patienten mit implantiertem Herzschrittmacher oder Defibrillator (ICD)

Patienten mit implantierten Herzschrittmachern oder Defibrillatoren dürfen ein Sonnenbad nehmen. Eine Beeinflussung des Aggregates durch die Wärme oder durch UV-Strahlen ist nicht zu erwarten. Auch der Besuch einer Sauna ist möglich. Voraussetzung ist jedoch, dass durch die zugrunde liegende Herzerkrankung oder die aktuelle Medikation keine Einschränkungen bestehen. Grundsätzlich sollten Herzpatienten beim Sonnenbaden aber eher zurückhaltend sein. Ein Sonnenbrand im Bereich der Aggregattasche muss durch entsprechende Maßnahmen (Kleidung, Sonnenschutzcreme) vermieden werden, da es ansonsten potentiell zu Irritationen der Aggregattasche kommen kann. Walter Schmitzer, Beauftragter (ehrenamtlich) der Deutschen Herzstiftung

26.07.2012


Neue gesetzliche Regelung zur Darmkrebsvorsorge in Aussicht

Ludwigshafen– Die Stiftung Lebensblicke, Früherkennung Darmkrebs, begrüßt nachdrücklich, dass die Bundesregierung aufgrund einer intensiven Diskussion im Nationalen Krebsplan eine Gesetzesinitiative zur Weiterentwicklung der Darmkrebsfrüherkennung ergriffen hat. Wesentliches Ziel ist die Einführung eines bundesweiten organisierten Einladungsverfahrens, das nachweislich die Teilnahmerate an den bisher opportunistisch zur Verfügung stehenden Maßnahmen erhöht. Die Stiftung begrüßt ebenfalls, dass der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) in Zukunft neue Altersgrenzen festlegen kann, die dem aktuellen Stand des Wissens entsprechen. Das gilt insbesondere für die risikoadaptierte Früherkennung, die deutlich früher einsetzen muss als bei der normalen Bevölkerung. Die Stiftung dankt allen Verantwortlichen für die konstruktive Mitarbeit an dieser Gesetzesvorlage.

Die Stiftung Lebensblicke ist gemeinnützig, arbeitet bundesweit und finanziert sich ausschließlich über Spenden und Zustiftungen, auf die sie angewiesen ist, um ihre Aufgaben wahrnehmen zu können. Neben aufklärender Öffentlichkeitsarbeit in Form von Publikationen, Broschüren und bundesweiten Aktionen initiiert die Stiftung wissenschaftliche Studien, übernimmt Schirmherrschaften, führt Seminare und Symposien durch und motiviert Ärzte zur Fortbildung. Ein weiteres Ziel der Stiftung ist die Unterstützung der betrieblichen Gesundheitsvorsorge.

Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebsleiden in Deutschland. Jedes Jahr trifft die Diagnose über 73.000 Menschen. Etwa 26.000 sterben daran. "Diese Zahlen sind sehr tragisch, vor allem, weil keine andere Krebserkrankung durch Früherkennung so gut vermeidbar ist" erklärt Professor Dr. Jürgen F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke. Spendenkonto: BW Bank Mannheim, BLZ 600 501 01, Kto.-Nr. 496 1530. Stiftung LebensBlicke, Presse

17.07.2012


Stiftung LebensBlicke erhält Unterstützung

Ludwigshafen – Ein neu gegründeter Advisory Board unterstützt beratend die Stiftung LebensBlicke in Ludwigshafen. Die konstituierende Sitzung fand am 28. Juni 2012 in Berlin statt. Die Stiftung verfolgt seit 15 Jahren das Ziel, Menschen zur Prävention von Darmkrebs zu motivieren und insbesondere die Teilnahme an Vorsorgemaßnahmen zu erhöhen. Hierzu fordert sie die Anerkennung neuer diagnostischer Verfahren für Versicherte der gesetzlichen und privaten Krankenkassen.

Mitglieder des Advisory Boards können Unternehmen, Verbände oder Einrichtungen des Gesundheitswesens sein. Allen gemeinsam ist das Ziel, die Darmkrebsprävention in Deutschland voranzubringen und innovative Produkte der Diagnostik und Therapie zur Früherkennung in das Gesundheitswesen zu integrieren.

Gegenwärtige Mitglieder des Advisory Boards sind folgende Unternehmen: Bioscientia Institut für Medizinische Diagnostik GmbH, Care Diagnostica Laborreagenzien GmbH, Epigenomics AG, Frost Diagnostika GmbH, Given Imaging GmbH, Mast Diagnostica GmbH, Norgine GmbH und der Verband der Diagnostica Industrie e.V. (VDGH). Stiftung Lebensblicke, Presse

11.07.2012


Individuelle Reiseapotheke

Warum fertige Zusammenstellungen nicht immer die beste Wahl sind

Baierbrunn (ots) - Bequem wäre es schon, für den Urlaub die All-inclusive-Reiseapotheke zu kaufen und sich geschützt zu fühlen. "So etwas gibt es zwar, wir beraten aber immer individuell", erklärt Apothekerin Jutta Rewitzer aus Furth im Wald im Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber". Was jemand wirklich brauche, hänge auch von persönlichen Umständen ab. "Wer zum Beispiel Probleme mit dem Druckausgleich im Flugzeug hat, dem empfehle ich ein schleimhautabschwellendes Nasenspray", nennt sie als Beispiel. Im Gespräch mit dem Kunden wird so eine Reiseapotheke zusammengestellt, die wirklich passt. Zugleich gibt es wichtige Informationen, wie die nötigen Medikamente richtig transportiert werden, zum Beispiel wenn sie gekühlt werden müssen.

Das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber" 6/2012 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

25.06.2012


Kooperation zwischen LebensBlicke und zertifizierten Darmzentren Ludwigshafen

Ludwigshafen- Anlässlich der vierten Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft deutscher Darmkrebszentren (addz) am 16. Juni 2012 in Essen haben Stiftung und addz für die Zukunft eine enge Kooperation vereinbart.

Die Zusammenarbeit wird ganz wesentlich den Austausch von Informationsmaterial, Unterstützung und Mitarbeit bei Versorgungsforschungsstudien, Pressearbeit sowie die gegenseitige Teilnahme an repräsentativen Veranstaltungen beinhalten. Die addz leistet als zertifizierte Organisation einen ganz wesentlichen Beitrag nicht nur in der Prävention von Darmkrebserkrankungen, sondern vor allem in der hochqualitativen Versorgung betroffener Patienten. Die Stiftung Lebensblicke unterstützt alle Maßnahmen, die zu einer noch besseren Integration der addz in die klinische Versorgungslandschaft führen. Stiftung LebensBlicke, Presse

18.06.2012


Deutsche Herzstiftung beruft Dr. Hans-Jörg Meier- Willersen in Wissenschaftlichen Beirat

v.l.n.r. Dr. Schwacke, PD Prof. Dr. Staedt (beide bereits wissenschaftlicher Beirat), Dr. Meier-Willersen (Neumitglied wissenschaftlicher Beirat), Walter Schmitzer (Beauftragter Deutsche Herzstiftung e.V.)

Frankfurt a. M./Speyer- Die Deutsche Herzstiftung hat Dr. Hans-Jörg Meier- Willersen als neues Mitglied in ihren Wissenschaftlichen Beirat berufen. Der Chefarzt des St.-Vincentius- Krankenhauses Speyer, Abteilung für Innere Medizin, wird in Zukunft das ehrenamtlich tätige Gremium der Patientenorganisation unterstützen. Walter Schmitzer, ehrenamtlicher Beauftragter der Deutschen Herzstiftung in der Region Speyer, begrüßte das neue Beiratsmitglied im Rahmen einer kleinen Feierstunde in der Aula des Krankenhauses und überreichte im Namen der Geschäftsführung der Deutschen Herzstiftung in Frankfurt am Main die Berufungsurkunde.

Der Wissenschaftliche Beirat berät den Vorstand der Deutschen Herzstiftung in allen medizinischen und wissenschaftlichen Fragen bei der Mittelvergabe und unterstützt die bundesweiten Aufklärungsaktionen der Herzstiftung. Die Mitglieder des Beirats wirken zudem als Referenten bei Herz-Seminaren mit, die von ehrenamtlich tätigen Beauftragten der Herzstiftung regional organisiert werden. Darüber hinaus informieren die Beiratsmitglieder über die Arbeit der Patientenorganisation und werden dabei von den Beauftragten vor Ort unterstützt.

Dem Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung, der größten Patientenorganisation auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Deutschland, gehören Chefarzt Dr. med. Harald Schwacke vom Diakonissen- Stiftungs- Krankenhaus- Speyer und der niedergelassene Facharzt Prof. Dr. med. Ulrich Staedt und fast alle führenden Kliniker und Wissenschaftler aus dem Bereich der Kardiologie und Herzchirurgie in Deutschland an. St.-Vincentius-Krankenhaus, Stefanie Weiß

13.06.2012


Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko rechtzeitig erkennen

Neue Wege in der Prävention

Hand aufs Herz! Ist Ihnen bekannt, dass jährlich rund 200.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall erleiden? Es ist die dritthäufigste Todesursache und der häufigste Grund für eine lebenslange Behinderung, heißt es in einer Pressemitteilung des Ärztenetzes PRAVO.

Einer der gefährlichsten Auslöser für einen Schlaganfall ist das Vorhofflimmern. Über eine Million Menschen sind alleine in Deutschland an einem unerkannten Vorhofflimmern  erkrankt. Tückisch daran ist, dass die meisten Menschen das Vorhofflimmern gar nicht bemerken, da es oft nur zeitweise auftritt und selbst bei einem 24 Stunden-Langzeit-EKG in 35 Prozent  aller Fälle nicht erkannt wird. Deshalb wird Vorhofflimmern häufig erst nach dem Schlaganfall diagnostiziert, also dann, wenn es zu spät ist.

Das muss nicht sein: Mit Hilfe von modernsten Schlaganfall-Risiko-Analysegeräten, wie sie auch im PRAVO-PräventionsCenter eingesetzt werden,  ist man heute in der Lage, auch dann ein Vorhofflimmern zu diagnostizieren, wenn das EKG gar kein Vorhofflimmern aufzeichnet, also die Flimmerepisode zu einem früheren Zeitpunkt stattfand. Gleichzeitig wird auch das Vorliegen von Herzrhythmus-Störungen erkannt, teilt PRAVO mit.

Laut neuesten Studienergebnissen der Universität Heidelberg und der ESC Hamburg konnte durch die Verwendung solch automatisierter Analysesysteme eine signifikante Steigerung gegenüber dem konventionellen EKG-Monitoring erreicht werden.

Ein weiterer „Gradmesser“  für die Gesundheit im PRAVO PräventionsCenter ist die Analyse der Herzraten-Variabilität, kurz HRV genannt.  Eine schwere Einkaufstasche schleppen, unter Hochdruck arbeiten oder in aller Ruhe ein Buch lesen  - das sind unterschiedliche Situationen, bei denen unser Herz  unterschiedlich schlägt: mal schneller, mal ruhiger. Das ist gut so, denn ein gesundes Herz reagiert den Situationen entsprechend  im Rhythmus flexibel.  Ist es dazu nicht mehr in der Lage, sind oder werden wir krank.

Geregelt wird die Dynamik unseres Herzschlages vom autonomen Nervensystem (ANS). Dessen Sympathikus für Aktivität und Anspannung und Parasympathikus für Entspannung und dem Aufbau von Energiereserven zuständig ist.

Diese HRV-Analyse ist ein EKG-Verfahren, das die Veränderungen in den Zeitintervallen zwischen den aufeinander folgenden Herzschlägen bestimmt.  Sie erfasst die Stressresistenz sowie die unangemessenen Reaktionen bei  Belastungssituationen.

Schlaganfallrisiko- und Herzratenvariabilitätsanalyse  sind  sinnvolle Untersuchungen für alle, die älter sind als 50 Jahre, unter Übergewicht, Diabetes mellitus , einem erhöhten Blutdruck oder einer Herzerkrankungen leiden.  Aber auch für jene, die einem dauerhaften psychischen oder körperlichen Stress ausgeliefert sind. Und natürlich für alle die, die gesund sind und gesund bleiben wollen und einfach ihr persönliches Risiko abchecken wollen. ws

Informationen und Anmeldungen zum Gesundheitscheck im PRAVO PräventionsCenter, Diakonissenstr. 29, 67346 Speyer, Tel: 06232/10 01 260,

E-mail:  info@pravo-praevention.de Homepage:  www.pravo-praevention.de

11.06.2012


Dr. Gudrun Röbschläger geht nach 28 Jahren als gynäkologische Oberärztin

In einer von Kolleginnen und Kollegen organisierten Feier wurde Dr. Gudrun Röbschläger nach 28 Jahren als Oberärztin in der Gynäkologie und Geburtshilfe am Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus in die Freistellungsphase der Alterteilzeit verabschiedet. Frau Dr. Röbschläger war seit 1984 am Krankenhaus tätig und hat den Ausbau zur größten geburtshilflichen Klinik in dem Bundesland Rheinland-Pfalz und der Metropolregion Rhein-Neckar mit jeweils über 2.000 Geburten in den letzten Jahren zusammen mit den Chefärzten Dr. Dengler und Dr. Eissler wesentlich mitgeprägt.

Im Namen des Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses und der Diakonissen Speyer-Mannheim dankte Vorsteher Werner Schwartz Frau Dr. Röbschläger sehr herzlich für die engagierte Mitarbeit und allen Einsatz für die Patientinnen in den vergangenen 28 Jahren. Er hob neben ihren ausgezeichneten fachlichen Kenntnissen und Fertigkeiten insbesondere ihre hohe menschliche Qualifikation, die Empfindsamkeit und Empathie den Patientinnen gegenüber, die Menschlichkeit der Begleitung, das überaus große Verantwortungsgefühl und die ethische Reflexionsbereitschaft hervor. Das Krankenhaus und der Träger konnten sich darauf verlassen, dass sie Patientinnen sehr einfühlsam und verantwortlich begleitet und gerade auch in schwierigen Situationen große menschliche Nähe zeigt. Das Krankenhaus und der Träger konnten sich nicht nur auf ihre hohe Einsatzbereitschaft verlassen, sondern auch darauf, dass die Wertvorstellungen der Diakonissen Speyer-Mannheim, Menschen auch in schwierigen Situationen verantwortlich zu begleiten bei ihr in allerbesten Händen war. Schwartz unterstrich, die Klinik wäre nicht das, was sie ist, ohne das hohe Engagement von Frau Dr. Röbschläger. Sie habe viele Kolleginnen und Kollegen in den 28 Jahren nachhaltig geprägt und nicht nur ihr Wissen, sondern auch ihre Haltung weitergegeben. Eigentlich, so meint er, dürfen wir sie, verehrte Frau Röbschläger, nicht gehen lassen.

Chefarzt Dr. Eissler dankte Frau Röbschläger für die engagierte Zusammenarbeit und wünscht ihr im Namen aller Mitarbeitenden, die zur Verabschiedungsfeier für Frau Dr. Röbschläger kamen, für die Zukunft alles Gute, Gesundheit und Gottes Segen. Diakonissen Speyer-Mannheim, Presse

05.06.2012


Zecken: Rechtzeitig an Impfung denken

Kleine Tiere können oft eine große Wirkung erzielen. Bestes Beispiel hierfür ist die Zecke.

Mit einer Größe von bis zu vier Millimetern sind sie die größten Vertreter der Milben. Mit ihrem ausgeprägten Mundwerkzeug halten sich Zecken an der Haut des Wirtes fest. Mit ihrem Stechapparat stechen sie in die Haut und ziehen darüber Blut und auch Lymphe ab. Bei diesem allgemein als „Zeckenbiss“ bezeichneten Vorgang kann es zur Übertragung von Krankheitserregern kommen. Hierdurch werden zum Teil sehr schwerwiegende Erkrankungen auf den Menschen übertragen, wie Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME, Hirnhautentzündung). Durch entsprechende Impfung kann zumindest FSME vorgebeugt werden.

Für die wesentlich häufiger auftretende Borreliose gibt es laut einer Pressemitteilung des PRAVO-Präventionscenters bedauerlicherweise zurzeit noch keinen Impfstoff. Da die Symptome dieser Erkrankung, wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen recht unspezifisch sind und häufig eine Grippe vermuten lassen, fällt die Diagnose oft schwer. Somit werden bestehende Erkrankung häufig nicht oder erst recht spät erkannt. Wer sich wann impfen lassen sollte, darüber sollte ein Gespräch mit dem Hausarzt aufklären.

Darüber hinaus gibt es entweder beim Hausarzt oder beim PRAVO-Präventionscenter, Diakonissenstraße, gute Tipps, wie man Zeckenstichen vorbeugen kann. So sollte man sich - gerade bei hohen Temperaturen - nicht in hohen Gräsern, Gestrüpp oder im Unterholz aufhalten. Sprays oder Lotionen, die vor einem Zeckenbiss wirkungsvoll schützen sollen, sind im Handel erhältlich, teilt PRAVO mit. ws

24.05.2012


Stiftung Lebensblicke ist umgezogen

Ludwigshafen – Aufgrund von Umstrukturierungsmaßnahmen im Klinikum Ludwigshafen hat die Stiftung Lebensblicke – Früherkennung Darmkrebs – neue Räumlichkeiten bezogen.

Mit dem Patientenhotel am Ebertpark in Ludwigshafen konnte ein Partner gefunden werden, der für die Geschäftsstelle helle und freundliche Räumlichkeiten zur Verfügung stellt. Die bundeweite Arbeit der Stiftung geht auch von diesem neuen Standort aus in gewohnter Weise weiter.

Die neue Adresse lautet: Stiftung Lebensblicke, Schuckertstraße 37, 67063 Ludwigshafen. Telefon: 0621- 549306-1611, Fax: 0621-549306-1613, E-Mail: stiftung@lebensblicke.de . Leiterin der Geschäftsstelle: Pia Edinger.

Neuer DFB-Präsident Befürworter der Stiftung Lebensblicke

Ludwigshafen/Leipzig –  Der neue DFBPräsident, Dr. Wolfgang Niersbach, Nachfolger von Dr. Theo Zwanziger, ist neuer Befürworter der Stiftung Lebensblicke.

Die Stiftung freut sich, dass sich wieder eine so prominente Persönlichkeit des öffentlichen Lebens den Zielen der Stiftung verpflichtet fühlt und sie nachdrücklich unterstützt. Gerade der Deutsche Fußball-Bund kann in all seinen Bereichen maßgeblich und nachhaltig dem Präventionsgedanken Raum, Gehör und Nachdruck verschaffen. Mit Dr. Wolfgang Niersbach vergrößert sich das Spektrum von Persönlichkeiten aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens weiter, die den Stiftungsgedanken nach außen tragen. Alle haben sich bisher in vorbildlicher Weise für die Stiftung engagiert, die Stiftung ist allen dafür sehr dankbar.

08.05.2012


Schlaganfallinformationen im roten Doppeldecker

Bereits zu Beginn um 10.00 Uhr hatte sich eine Schlange vor dem roten Doppeldeckerbus auf der Maximilianstraße gebildet, in dem Mitarbeitende des Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses den ganzen Tag Informationen und Untersuchungen rund um den Schlaganfall anboten.

Über 200 Menschen füllten Fragebögen aus, um ihr persönliches Schlaganfallrisiko zu ermitteln und ließen anschließend den Blutdruck messen, Blutzucker- und Cholesterinwerte ermitteln und einen Ultraschall der Halsschlagader vornehmen. „Wenn einige der Fragen auf dem Fragebogen mit Ja beantwortet werden, kann man von einem eventuell erhöhten Risiko ausgehen, muss sich aber nicht unbedingt Sorgen machen“, erklärte Oberarzt Dr. Jürgen Majolk, Leiter der Stroke Unit Speyer. Das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, steige zum Beispiel, wenn in der Familie Gefäßerkrankungen verbreitet sind, bei Übergewicht und wenig Bewegung und natürlich bei Rauchern. „Wir wollen im Rahmen einer solchen Aktion die Aufmerksamkeit von Risikopersonen wecken und ihnen die vorliegenden persönlichen Risiken vor Augen führen, so Chefarzt Prof. Dr. Thomas Rabenstein: „Bei Auffälligkeiten, zum Beispiel bei erhöhtem Blutdruck, erhöhtem Zucker oder Kalkblagerungen in der Halsschlagader raten wir den Patienten, ihren Hausarzt aufzusuchen.“ Diakonissen Speyer-Mannheim, Presse

25.04.2012


Großes Interesse an neuen Kreißsälen

Hebamme Elisabeth Breunig (Mitte) informiert über die neuen Kreißsäle.

Zahlreiche Rheinland-Pfälzer nutzten am vergangenen Samstag die Gelegenheit, sich beim Tag der offenen Tür in der Geburtshilfe des Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses ein Bild der neuen Räumlichkeiten zu machen.

Vor allem die neuen Kreißsäle stießen auf großes Interesse. „Wir haben viele schwangere Besucherinnen, die sich heute über die Möglichkeiten informieren, bei uns zu entbinden“, sagte Chefarzt Dr. Uwe Eissler, der zusammen mit seinen ärztlichen Kollegen und Hebammen des Krankenhauses den ganzen Tag rund um Schwangerschaft und Geburt informierte. Gefragt war auch das Angebot der Elternschule Speyer, bestätigte Hebamme Christiane Warta: „Auch junge Familien informieren sich über die Kurse, die weit über Geburtsvorbereitung und Rückbildung hinaus gehen.“

Besondere Begeisterung weckte die neue Dachterrasse, die werdende Mütter und Väter zum Verweilen einlädt: „Von der ersten Wehe bis zur Geburt kann ja einige Zeit vergehen, da ist es angenehm, zwischendurch in geschützter Atmosphäre etwas frische Luft zu schnappen“, freut sich Elisabeth Breunig, leitende Hebamme, über das außergewöhnliche neue Angebot.

Viele Besucher nahmen auch die Gelegenheit wahr, einen seltenen Einblick in den Kreißsaal-OP zu bekommen, bevor sie sich von RPR1.On Tour unterhalten ließen oder mit ihren Kindern Spiel- und Bastelangebote nutzten.

Bild 2: Auch die Klinikclowns von Dr. mad. Clown schauten sich die neuen Kreißsäle an. Diakonissen Speyer-Mannheim, Presse

25.04.2012


"Fünfzigste Fortbildungsveranstaltung für medizinische Fachangestellte bei der PRAVO – Akademie am 25.04.2012

Motto: „ Bei uns macht Lernen Spaß“

Am 7. und 8. März 2009 fand in Speyer die erste Fortbildungsveranstaltung der PRAVO-Akademie statt, damals ein 16-stündiger Erste-Hilfe-Kurs für 35 Auszubildende aus Praxen, die im Speyerer Ärztenetz PRAVO organisiert sind. Die PRAVO-Akademie führt Fortbildungen zu allen für den beruflichen Alltag in der Arztpraxis wichtigen Bereichen durch. Das Spektrum reicht von medizinischen Themen wie Wundversorgung, Notfallmanagement, Hygiene, Erkrankungen aller Fachrichtungen, Impfmanagement usw. über praxisorganisatorische Fragen und Qualitätsmanagement bis zu allgemeinen Fragen gesunder Lebensführung wie Ernährung, Bewegung und Entspannung. Verantwortung für die Zusammenstellung des Programms und die Organisation hat seit Beginn die Leiterin der Akademie Angelika Imo, die sich mit großem Engagement für die Interessen ihrer Kolleginnen einsetzt und mit der Akademie ein wichtiges Forum für den Austausch zwischen den Speyerer Praxen geschaffen hat.

Die "Jubiläums-Fortbildung" findet am 25.04.2012 um 15:00 Uhr im Vortragsraum der PRAVO-Geschäftsstelle in der Diakonissenstraße 29 in 67346 Speyer (Tel. 06232/1001-265) zum Thema Schlaganfall statt, den Hauptvortrag der Veranstaltung wird der Speyerer Internist Dr. Rainer Frank halten."

24.04.2012


Neue Kreißsäle gehen in Betrieb

Einen „Wohlfühlbereich mit allen medizinischen Möglichkeiten“ biete die erweiterte und renovierte Geburtshilfe im Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus, sagte Chefarzt Dr. Uwe Eissler anlässlich der Vorstellung der Räumlichkeiten am Mittwoch in Speyer.

Um das bieten zu können, stehen mit den drei neuen nun insgesamt sechs moderne und doch wohnliche Kreißsäle zur Verfügung, fünf von ihnen mit Gebärwanne. „Wir möchten, dass sich die werdenden Mütter und Väter bei uns wie zu Hause fühlen und in einer entspannten Atmosphäre nach ihren individuellen Vorstellungen ihr Kind zur Welt bringen können“, erklärt leitende Hebamme Elisabeth Breunig. Zur Entspannung trägt auch die neue Dachterrasse der geburtshilflichen Station bei, auf der werdende Mütter und junge Familien sich während oder nach der Geburt auf bequemen Gartenmöbeln inmitten von Pflanzen eine Auszeit gönnen können.

Die medizinische Sicherheit ist dadurch gewährleistet, dass sich sowohl der Kreißsaal-OP als auch die Neugeborenenintensivstation auf derselben Etage wie Kreißsäle und Patientenzimmer befinden. „Das bedeutet nicht nur für die werdenden Mütter, sondern auch für uns Mitarbeitende kurze Wege“, freut sich Elisabeth Breunig.

Die Schaffung kurzer Wege war einer der Gründe für den Umbau und die Erweiterung der Abteilung im ersten Stock. Darüber hinaus gibt es einen völlig neuen Ambulanzbereich mit Untersuchungszimmern und Empfangsbereich. „Durch die räumliche Trennung des Untersuchungsbereichs von den Kreißsälen haben werdende Mütter und Väter bei der Geburt mehr Ruhe und können auch länger in den Kreißsälen verweilen“, betont Geschäftsführer Wolfgang Walter einen weiteren Vorteil der Baumaßnahme.

Insgesamt entstanden in dem Neubau in der Zeit seit Juni 2011 drei Kreißsäle mit Nebenräumen, sieben neue Patientenzimmer mit Bad sowie Personal- und Untersuchungsräume. Darüber hinaus bekam die Krankenhaus-Seelsorge neben der benachbarten Kapelle neue Räumlichkeiten, in denen sie zum persönlichen Gespräch einlädt und so ihren Teil einer ganzheitlichen Betreuung anbietet. „Außerdem haben wir den bestehenden Teil der Geburtshilfe inklusive der Kreißsäle renoviert und modernisiert, so dass wir auch hier höchsten Komfort und eine behagliche Atmosphäre bieten“, erklärt Wolfgang Walter.

Gemeinsam mit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin ist die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe Perinatalzentrum Level I, das heißt, sie erfüllt alle Voraussetzungen, um auch extrem Frühgeborene zu betreuen. „Wir sind spezialisiert auf die Betreuung von Risiko- und Mehrlingsschwangerschaften“, unterstreicht Chefarzt Dr. Uwe Eissler das hohe Maß an medizinischer Sicherheit, die das Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus neben allem wohnlichen Komfort bietet. „Beides zusammen führt wahrscheinlich dazu, dass unsere Klinik mit über 2.000 Geburten im Jahr die geburtenstärkste in Rheinland-Pfalz und der Metropolregion ist“, so Eissler.

Mittwochabend konnten sich Ärzte ein Bild der neuen Räumlichkeiten machen, am Samstag, dem 21. April, ist die Öffentlichkeit zu einem Tag der offenen Tür eingeladen: Von 10.00 bis 17.00 Uhr gibt es ein Unterhaltungs- und Informationsprogramm für die ganze Familie mit Tipps und Ratschlägen rund um Schwangerschaft und Geburt, Besichtigung der Kreißsäle, des Kreißsaal-OPs und der Patientenzimmer sowie Spiel und Spaß für Kinder. Von 10.30 bis 14.00 Uhr sorgt RPR1.On Tour mit Moderator Ralf Schwoll für Unterhaltung. Diakonissen Speyer-Mannheim, Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

19.04.2012


Herzinfarktvorsorge bei der Speyerer Rentenversicherung

Auf Herz und Nieren prüfen: Bis Mittwoch können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutschen Rentenversicherung Rheinland-Pfalz (DRV), in Zusammenarbeit mit dem Diakonissenkrankenhaus, zu einer Herzinfarktvorsorge in der Eichendorffstraße gehen.

Nicht nur sportliche Aktivitäten bieten Speyerer Betriebe des Netzwerkes "Betriebliche Gesundheitsförderung" ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an. Mit "Netzwerk mit Herz" gehen sie einen Schritt weiter. Herzinfarktvorsorge: EKG, messen des Blutzuckers, Cholesterinwerte bestimmen und das Gespräch mit einem Facharzt gehören zum Check. Das Angebot der mobilen Herzinfarktvorsorge stellte das Diakonissenkrankenhaus allen beteiligten Betrieben des Netzwerkes zur Verfügung. Rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Speyerer Rentenversicherers haben sich bis heute schon untersuchen lassen. DRV-Geschäftsführer Hartmut Hüfken begrüßte diese Aktion des Netzwerkes Betriebliche Gesundheitsvorsorge: "Gesund am Arbeitsplatz heißt auch, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Thema Vorsorge zu sensibilisieren. Es freut mich, dass gerade dieses Angebot unseres wichtigsten Partners, des Diakonissenkrankenhauses, in unserem Hause großen Anklang findet." DRVSpeyer, Presse

17.04.2012


Eiweißdrink setzt Heuschnupfen matt

Wenn im Frühjahr die Nase trieft oder meint, sie muss sich durch ständiges Niesen Luft verschaffen, wenn eine Bindehautentzündung die Sehkraft einschränkt und die Augen jucken, dann sind meist Pollen von Bäumen und Gräsern im Spiel. Ist der erste Anflug auch schon vorbei, so hat die Natur noch bis in den Frühsommer noch reichlich reizenden Pollenflug auf Lager für die Millionen von Menschen, die unter allergischen Symptomen leiden.

Linderung verschaffen können oft nur Antihistaminika, aber es müssen keine „Bomben“ sein, mit denen der Allergie begegnet wird. Da viele Präparate eine beruhigende Wirkung auf das Zentrale Nervensystem ausüben, werden Allergiker von deren Einnahme häufig müde, matt und antriebslos. Unter Heuschnupfen Leidende können nach Informationen des PRAVO-Ärztenetzes auch ganz gut durch den Frühling kommen, wenn sie morgens mit einem speziellen Eiweißdrink den Körper aufmuntern. Die darin enthaltenen Aminosäuren Methionin, Arginin und Lysin stimulieren im Verbund mit den Vitaminen A, E und C, Magnesium, Calcium, Zink und Selen das Immunsystem. So kann verhindert werden, dass Histamin ausgeschüttet wird, welches die allergischen Symptome verursacht.

Nähe Informationen im PRAVO-Präventionscenter, Diakonissenstr. 29, 673346 Speyer, Tel: 06232/1001260. ws

15.04.2012


Endlich: Bei fitdankbaby® können Mütter sowohl etwas für ihren Körper als auch die Entwicklung ihres Babys tun

fitdankbaby® ist ein durchdachtes Konzept, das eine mitreißende, effektive Stundengestaltung ermöglicht.

fitdankbaby® arbeitet mit einem speziell entwickelten Gurt, mit dem die Babys am Körper der Mutter getragen werden können. So ist das Baby dort, wo es sich in den ersten Monaten am liebsten befindet - ganz nah bei Mama.
Bei fitdankbaby® gibt es so vielseitige und kreative Übungsideen. Das Baby ist voll in die Stunde eingebunden und genießt die Übungen mit der Mama.
So vereinst Du aufbauendes Workout nach der Rückbildungsgymnastik und Sport mit Baby mit den Inhalten eines Babykurses (Babygymnastik, Babymassage, Krabbelgruppe.)

Ergänzend zu unseren regulären Kursen gibt es jetzt auch etwas für die „Draußensportler“ unter euch. Was liegt näher als den obligatorischen „Spaziergang“ mit dem Kinderwagen mit gezielten Übungen und Bewegung in der Gruppe zu kombinieren? Die Kinder, egal in welchem Alter, sind immer mit dabei und Du kommst ohne schlechtes Gewissen schnell zum Ziel!

Unser Outdoorkonzept bietet wie die regulärenfitdankbaby®-Kurse einen trainingsphysiologisch sinnvollen, durchdachten und abwechslungsreichen Kursverlauf für Mama und Baby.

Kräftigungsteil
Bei den Übungen dieses Teiles werden auch der Kinderwagen, örtliche Gegebenheiten (z.B. Bänke) und Zusatzgeräte verwendet um die Übungen zu intensivieren oder zu variieren.

Ausdauerteil
Dieser Teil widmet sich vor allem der aeroben Ausdauer. Diesen Teil kann jede Mama in ihrem vorher bestimmtem idealen Pulsbereich durchführen. Dabei spielt es keine Rolle ob sie zügig geht, locker trabt oder joggt. Im Vordergrund steht die Entwicklung von Kondition, einem verbesserten Körpergefühl und Spaß an der Bewegung mit dem Kind.

Das bringt´s:
–Kräftigung der Problemzonen
–Verbesserung von Haltung und Beweglichkeit
–Verbesserung von Kraft, Ausdauer, Leistungsfähigkeit
–Verbrennen von Kalorien
–Abbau von Stress
... und qualitative Zeit mit Deinem Baby!

In Zusammenarbeit mit neugierigen Mamas mit ihren Babys und unter Mitwirkung von Physiotherapeuten und Fitnesstrainern entstand 2007 das fitdankbaby®-Konzept, dasFitnesstraining für Mutter und Kind vereint.

In einer Unterrichtseinheit werden nach dem Aufwärmen verschiedene Übungen erlernt und ausgeführt, bei der die gesamte Muskulatur (v. a. Beckenboden, Bauch, Beine, Po, Rücken) gekräftigt und der Körper langsam und stetig steigernd in Form gebracht wird. Das Baby ist ganz in die Stunde eingebunden und verstärkt mit seinem Körpergewicht die Intensität der Übungen. Das Praktische ist: Das Trainingsgewicht wächst mit.

Die Babys haben großen Spaß daran, die Übungen gemeinsam mit der Mutter zu erleben. Zusätzlich werden die Babys durch altersentsprechende Spiele gefördert und gefordert. Am Ende der Stunde gibt es immer einen Entspannungs- und Stretchingteil. So können Mütter Kontakte knüpfen und wie nebenbei etwas für ihren Körper und die Entwicklung ihres Babys tun. In kleinen Gruppen von max. 8 Müttern mit Baby kann individuell auf die Bedürfnisse der Teilnehmerinnen eingegangen werden.


Mit dem speziell entwickelten fitdankbaby®-Gurt wird für stabilen und sicheren Halt des Babys am Körper der Mutter gesorgt.

Zielgruppe: Mamas mit Baby von ca. 3 – 7 Monaten.
Kursdauer: in der Regel 8 Einheiten à 75 Minuten.

Neu: Folgekurse für Mamas mit Baby von ca. 8-12 Mon.


Das ist fitdankbaby: Fitness mit Kind, Sport mit Baby, Sport nach der Geburt, aufbauend auf die Rückbildungsgymnastik mit Beckenbodentraining/Beckenbodengymnastik, ein zusätzliches Angebot zu bereits bekannten Babykursangeboten wie Babymassage, Babyschwimmen, Krabbelgruppe

Fitdankbaby findet in der Elternschule Speyer, sowie im Keks in Speyer statt.
Des Weiteren gibt es Fitdankbaby jetzt auch in Hassloch, Schifferstadt, Limburgerhof und Böhl- Iggelheim.
Sarah Radtke

15.04.2012


Rheinland-Pfalz gegen den Schlaganfall: Speyer ist dabei!

Speyer/Mainz- Im Rahmen der Aktion „Rheinland-Pfalz gegen den Schlaganfall“ informieren Ärzte und weitere Mitarbeitende des Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses am Montag, dem 23. April rund um das Thema Schlaganfall.

Der auffällige rote Bus, der diesen Monat in verschiedenen Städten in Rheinland-Pfalz über das Thema Schlaganfall aufklärt, steht von 10.00 bis 16.00 Uhr vor der Sparkasse in der Maximilianstraße. Dr. Jürgen Majolk, Leiter der Stroke Unit Speyer, und die Chefärzte der Klinik für Innere Medizin stehen ebenso Rede und Antwort wie Mitarbeitende aus den Bereichen Physio- und Ergotherapie sowie Logopädie. Mitarbeiterinnen führen Ultraschalls der Halsschlagader durch und es besteht die Möglichkeit eines Risiko-Tests. „Wir können hier allerdings nur Empfehlungen geben“, betont Internist Dr. Majolk: „Möglicherweise gefährdete Besucher sollten für eine gründliche Untersuchung ihren niedergelassenen Haus- oder Facharzt aufsuchen.“

Das Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus beteiligt sich mit dieser Aktion an der landesweiten Initiative „Rheinland-Pfalz gegen den Schlaganfall“ unter Schirmherrschaft von Ministerpräsident Kurt Beck. Sie wurde vom Gesundheits- und Innenministerium Rheinland-Pfalz, der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft, 29 Schlaganfallstationen in Krankenhäusern des Landes und weiteren Partnern des Gesundheitswesens ins Leben gerufen.

Ziel der Initiative ist die Information der Bevölkerung über Prävention, Erkennung und Behandlung des Schlaganfalls. Jedes Jahr erleiden rund 260.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall, davon etwa 15.000 in Rheinland-Pfalz. Viele Menschen verkennen die Symptome und wissen im Notfall nicht, was zu tun ist. Doch nur durch eine schnelle professionelle Behandlung, möglichst in einer Stroke Unit (Schlaganfallstation), können schlimme Folgen wie schwere Behinderungen verhindert oder verringert werden. Hierüber klären im Rahmen der Aktion Rheinland-Pfalz gegen den Schlaganfall in den Monaten März bis Mai Veranstaltungen in 27 Städten des Landes auf. Weitere Informationen unter www.rlp-schlaganfall.de. Diakonissen Speyer-Mannheim, Presse

Daten in Kürze:
London-Bus „Rheinland-Pfalz gegen den Schlaganfall“ vor der Sparkasse in der Maximilianstraße Speyer am Montag, 23.04. 10.00 bis 16.00 Uhr

13.04.2012


Positive Resonanz auf Aktion „Lust auf Bewegung“

Die Fastenzeit und damit die Aktion „Lust auf Bewegung“ ist vorbei und das Netzwerk Betriebliche Gesundheitsförderung Speyer (BGF) zieht positive Bilanz. Insgesamt 285 Teilnehmer haben an der Aktion bei Pfitzenmeier, Gesundheitswerkstatt, Schwitzkasten und Physiotherapie Richter teilgenommen.

Die Auftaktveranstaltung und das kostenfreie Kursprogramm der Physiotherapie Richter wurden in diesem Jahr mit großem Erfolg im Judomaxx in der Zeit vom 23. Februar bis 28. März durchgeführt.

Durch die Aktion haben die Teilnehmer viele Pfunde verloren und ihre Fitness gesteigert. Es konnte zwischen 7 unterschiedlichen Kursen von Rückenschule über Nordic Walking, Qi Gong, Pilates bis hin zur Ernährung gewählt werden.

Der BGF-Projektleiter Kurt Scherer freut sich: „An diese Erfolge wollen wir anknüpfen. Mit dem Judomaxx in der Verbindung mit dem Kursprogramm der Physiotherapie Richter ist es uns gelungen, ein nachhaltiges Angebot für unsere Mitarbeiter anzubieten.“

Die weiteren geplanten Kurse sind für alle zugänglich, doch ist die Teilnahme für die Mitglieder des Netzwerks BGF-Speyer vergünstigt. In Planung sind ein ganzjähriger Lauftreff und Aktionstage in verschiedenen Speyerer Sportvereinen.

„Wir wollen für unsere Mitarbeiter ein umfassendes Angebot rund um Bewegung, Sport und Gesundheit anbieten“, so Scherer weiter. „Informationen gibt es über die Internetseite des Netzwerks BGF-Speyer, des JSV oder direkt bei Physiotherapie Richter“

Präventionskurse im Judomaxx

Fit ins Alter                 Start am Montag,                  den 23.04.2012 um 09:00 Uhr

Nordic Walking           Start am Montag,                   den 23.04.2012 um 17:00 Uhr               

RückenFit                  Start am Montag,                   den 23.04.2012 um 18:00 Uhr          

Ernährung                  Start am Dienstag,                 den 24.04.2012 um 18:00 Uhr          

Rückenschule            Start am Dienstag.                 den 24.04.2012 um 18:30 Uhr 

Ernährung                  Start am Mittwoch,                den 25.04.2012 um 17:00 Uhr

Fit ins Alter                Start am Freitag,                    den 27.04.2012 um 09:00 Uhr

Beckenbodenkurs      Start am Freitag,                    den 27.04.2012 um 10:00 Uhr                                   

RückenFit                  Start am Freitag,                    den 27.04.2012 um 18:30 Uhr     

 

Die meisten gesetzlichen Krankenkassen unterstützen präventive Gesundheitskurse mit der Übernahme von 80 bis 100 Prozent der Kursgebühren (§ 20 Abs. 1 SGB V)

Neben den Präventionskursen werden auch ganzjährig offene Kurse zum jederzeitigen Einstieg angeboten.

Anmeldung und weiterführende Informationen, wie Kursbeschreibungen unter www.physiotherapie-richter.de oder 06232/77533.

12.04.2012


Ärztenetzwerk “Pravo” peilt Lösung strategischer Zukunftsfragen an.

Informationsveranstaltung in der Universität Speyer übertrifft alle Erwartungen.

Aufbauend auf über zwölf Jahre Praxiserfahrung entwickelt sich das Praxisnetz Vorderpfalz (PRAVO) zielgerichtet weiter, peilt das Ärztenetz mit einem IT-Konzept für ein integriertes Versorgungsmanagement die Lösung der strategischen Zukunftsfragen an. Welche Vorteile die Branchenlösung auch für Ärztenetze in anderen Regionen hat und welche Ansätze für eine beabsichtigte Vereinfachung administrativer Aufgaben und eine Optimierung der Patientenversorgung alle zu berücksichtigen sind, zeigte PRAVO in Kooperation mit dem Ludwigshafener Ärztenetz GO-LU in einem eintägigen Workshop auf, zu dem knapp 100 Mediziner, Vertreter von Krankenkassen und IT-Spezialisten aus dem gesamten Bundesgebiet in die Aula der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften nach Speyer gekommen waren. Die Resonanz auf die Infoveranstaltung „hat unsere Erwartungen übertroffen“, freute sich PRAVO-Vorsitzender Dr.Ulrich Kohler. Er hieß auch Oberbürgermeister Hansjörg Eger willkommen, der in seinem Grußwort betonte, dass auch die Stadt Speyer an integrierten Lösungen im Verbund arbeite, etwa bei der Stadtentwicklung.

Welche Anforderungen an eine erfolgreiche Umsetzung integrierter Versorgung von chronisch kranken Patienten gestellt werden, zeigte Frank Möller für die Vertragsarbeitsgemeinschaft der Betriebs- und landwirtschaftlichen Krankenkassen Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen aus Sicht der Krankenkassen auf. Von „koordinierten Versorgungsketten“ verspricht er sich eine Steigerung der Qualität, etwa durch eine Verbesserung der Arzneimitteltherapie und eine Vereinfachung der Verwaltungsprozesse. Möller denkt bei der Veränderung des Prozessmanagements keineswegs an „den gläsernen Patienten“. Aus Sicht der Patienten und Versicherten erwartet Maria Nadj-Kittler, Geschäftsführerin des Picker Instituts Hamburg, eine Verbesserung der Behandlungsqualität. Sie verwies auf signifikante Unterschiede zwischen ambulanter und stationärer Behandlung, etwa bei Diabetikern. Anhand von drei Episoden aus seinem Berufsalltag zeigte Dr.Karl-Heinz Werner, einer der PRAVO-Gründerväter, aus der Sicht der Ärzte Problemfälle auf, die mit einem gut abgestimmten Versorgungskonzept einer einfacheren und damit für alle Beteiligten besseren Lösung hätten zugeführt werden können. Viel zu häufig bekämen Patienten von verschiedenen Ärzten irgendwelche Medikamente verschrieben, die oft in der Summe eher schaden als helfen würden, hält Werner hier eine digital gestützte Abstimmung auch wegen der möglichen Kosteneinsparung für dringend erforderlich.

Es sei ein „steiniger Weg“ bis zum Abbau der Defizite im Behandlungsbild chronisch Kranker, sprach Dr. Jürgen Beckmann, Vorstandsmitglied der Agentur Deutscher Arztnetze, kostenintensive Unter- und Fehlversorgung an. Beckmann meinte zur dargestellten IT-Hilfe: „Wir brauchen eine gemeinsame Kommunikationsplattform.“ Nur so ließe sich eine „Erfolgsmessung auf Knopfdruck steuern“.

Wie Lösungsansätze für IT-Konzepte in der integrierten Versorgung aussehen könnten, zeigten Mitarbeiter und Partner der SAP auf, deren Programm „Business ByDesign“ mit Vertragskonditionen und detailliertem Leistungsspektrum für PRAVO und GO-LU als richtungsweisend gilt. Welche Hilfen mit der  „sd health“ (software und dienstleistungen), der mit SAP PlanOrg erarbeiteten Beratungslösung für Ärztenetze, gesteuert werden können, erläuterte für den PRAVO-Lenkungskreis Jörg Trinemeier. Für das ausgeklügelte Programm, das als Branchenlösung auch von anderen Ärztenetzen genutzt werden soll, fungieren PRAVO und GO-LU als „Entwicklungspartner“. Über laufende Projekte dieser beiden Ärztenetze wurden die Tagungsteilnehmer auch informiert, so über den Einsatz  von Herzinsuffizienz-Pflegekräften, das Fortbildungskonzept IV-MFA und die Kommunikationsplattform Intranet.

Vom Sachverständigen Dr.Thomas Lenhard wurde ausführlich dargelegt, dass bei allem Bestreben um Vereinfachung und eine Verkürzung der Therapie-Reaktionszeiten durch IT-gestütztes Management Vorgaben des Datenschutzes, der ärztlichen Schweigepflicht und des Sozialgesetzbuches zu beherzigen sind.

Kohler hält das kombinierte IT- und Beratungskonzept insgesamt schon für sehr ausgereift und es für wünschenswert, dass auch andere Kassen mit ins Boot gehen. Vorstandsmitglied Dr.Clemens Spiekermann, 1999 auch Pravoianer der ersten Stunde, ist guten Mutes, dass das angestrebte Ziel mit vereinten Kräften und dem Engagement aller erreicht wird, weiß aber: „Wir haben noch eine gewaltige Aufgabe vor uns.“ ws

Bild: Dr. Karl-Heinz Werner / sb

03.04.2012


90 neue Fernseher für das St.-Vincentius-Krankenhaus

Friedel Störtz (rechts) und seine Mitarbeiter machen die TV-Anlage zukunftsfähig

Am 30. April 2012 ist es soweit: das analoge Fernsehen via Satellit wird deutschlandweit abgeschaltet. Ab diesem Zeitpunkt bleiben alle analogen Empfänger schwarz.

Seit über 20 Jahren wird im St.-Vincentius-Krankenhaus das Fernsehprogramm kostenlos angeboten. Auch sind die in den letzten Jahren neu eingerichteten Räume bereits mit modernen Flachbildfernsehern ausgestattet. Damit jedoch alle Patientinnen und Patienten nahtlos im digitalen Zeitalter ankommen, läuft derzeit eine große Umstellungsaktion mit über 90 Neu-Geräten.

„Zuerst werden alle analogen Röhren-Fernseher in den Zimmern gegen neue Flachbildgeräte ausgetauscht“, erklärt Friedel Störtz vom Störtz-Electronic-Service-Center, der die Umstellung im St.-Vincentius-Krankenhaus koordiniert. „Das dauert zirka 10 Tage. Alle Geräte werden zunächst wie ihre Vorgänger programmiert. Denn erst wenn alle Zimmer umgerüstet sind, können die analoge Leitung abgeschaltet und die Fernseher neu programmiert werden.“ Geplant ist das bis Anfang April, sodass keiner etwas von der „Abschaltung“ bemerkt. Den Patienten werden künftig, natürlich weiterhin kostenlos, 18 Programme zur Verfügung stehen, das sind 7 mehr als bisher.

27.03.2012


"ARD-Buffet" lädt zum Wandertag in Schliersee ein

Wandern, schauen und schlemmen in idyllischer Landschaft mit anschließender "ARD-Buffet" Live-Sondersendung am 17. Juni 2012

Baden-Baden (ots) - In traumhafter Bergkulisse durchs malerische Schliersee wandern, regionale Köstlichkeiten genießen und die SWR-Ratgebersendung "ARD-Buffet" live unter freiem Himmel erleben - das alles erwartet die Teilnehmer beim diesjährigen "ARD-Buffet"-Wandertag. Am 17. Juni ab 8 Uhr wird die Seepromenade am Schliersee zum Treffpunkt für Wanderbegeisterte.

Auch einige Stars des "ARD-Buffet" sind mit dabei: Die Moderatoren Fatma Mittler-Solak, Evelin König, Holger Wienpahl und Florian Weber sowie die Sterneköche Vincent Klink und Otto Koch, die mit Produkten aus der Region leckere Gerichte zaubern werden. Sommerliche Dekorationsideen liefern die "ARD-Buffet"-Bastelexpertin Bine Brändle sowie die Floristmeister Nadine Weckardt und Holger Schweizer. Natürlich darf auch Peter Schlickenrieder in Schliersee nicht fehlen. Der Fitness-Experte ist hier zuhause und freut sich besonders darauf, die Teilnehmer in seiner Heimat sportlich in Schwung zu bringen. Für musikalische Höhepunkte sorgt der Schlagerstar Bernhard Brink.

Das "ARD-Buffet" bietet den Teilnehmern gemeinsam mit dem "Alpenregion Tegernsee Schliersee e.V." und "Tegernsee Tal Tourismus GmbH" drei Rundwanderungen in unterschiedlicher Länge und Schwierigkeit an - von der sanften Wanderung mit Blick auf ein einzigartiges Panorama von Berg und See, über eine genussvolle Wanderung rund um den Schliersee, bis zur sportlichen 14 Kilometer langen Tour. Im Anschluss an die Wanderung können die Teilnehmer ihren aktiven Tag um 15.30 Uhr auf der Seewiese bei einer einstündigen "ARD-Buffet"-Sondersendung unter freiem Himmel mit Ausblick auf die Seepromenade ausklingen lassen. Die Sendung wird live im SWR Fernsehen übertragen und von Evelin König und Florian Weber moderiert. Weitere Informationen zur Veranstaltung und zur Anmeldung gibt es unter www.tegernsee-schliersee.de und www.ard-buffet.de oder per Telefon unter der Nummer der Alpenregion Tegernsee Schliersee 08022/9273890

"ARD-Buffet - leben und genießen" Die Ratgebersendung des SWR im Ersten, montags bis freitags, 12.15 - 13.00 Uhr Weitere Informationen zum "ARD-Buffet" auch im Internet unter www.swr.de/buffet

27.03.2012


AOK begrüßt klare Positionierung der CSU pro solide Kassenfinanzen

Berlin (ots) - "Es ist ganz im Sinne der Versicherten und Beitragszahler, wenn die CSU sich jetzt stark macht für Nachhaltigkeit, Verlässlichkeit und Solidität der Krankenkassenfinanzen. Daran orientiert sich auch die AOK." Dies erklärte Jürgen Graalmann, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes zu den Beschlüssen des CSU-Vorstandes heute in München. Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer hatte in München nach einer Sitzung des CSU-Vorstandes erklärt, trotz des Milliardenüberschusses bei den gesetzlichen Krankenkassen lehne die CSU eine Abschaffung der Praxisgebühr oder eine Senkung der Kassenbeiträge strikt ab. Das sei die einhellige Meinung der CSU-Spitze.

Graalmann erinnerte daran, dass die Sparpakete aus der Gesundheitsreform 2013 auslaufen. Die Folge seien dann wieder stark steigende Ausgaben der Kassen. Graalmann sagte: "Die Reserven im Gesundheitsfonds werden gebraucht, um das aufzufangen. Es ist gut, dass die CSU die Bundesregierung auch daran erinnert, dass es widersinnige Politik wäre, jetzt auf Rücklagen für die Pflegeversicherung hinzuarbeiten, gleichzeitig aber Vorschläge zu verbreiten, wie man schnellstmöglich die Rücklagen der gesetzlichen Krankenkassen abschmilzt."

13.03.2012


Wie die Lebensmittelindustrie aus Kindern Junkfood-Junkies macht und Fehlernährung verursacht

foodwatch-Report und Marktcheck mit 1.500 Kinderprodukten vorgestellt

Berlin (ots) - Unausgewogene Produkte, perfides Marketing und überbordende Lobbyarbeit: Die Lebensmittelindustrie leistet keinen Beitrag zur ausgewogenen Ernährung von Kindern, sondern trägt massiv zur grassierenden Fehlernährung bei. Das belegt der Report "Kinder kaufen", den die Verbraucherorganisation foodwatch heute in Berlin vorstellte.

In einem aktuellen Marktcheck hat foodwatch 1.514 Kinderlebensmittel unter die Lupe genommen und mit den Kategorien der aid-Ernährungspyramide bewertet. Das Ergebnis: Fast drei Viertel der Produkte (73,3 Prozent) fallen in die "rote" Kategorie an der Spitze der Pyramide. Es handelt sich um süße und fette Snacks, die nach den Empfehlungen des vom Bundesernährungsministerium geförderten "aid infodienst Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz" nur "sparsam" verzehrt werden sollten. Gerade einmal 12,4 Prozent der Produkte können der grünen Kategorie an der Basis der Pyramide zugeordnet werden - solche Lebensmittel sollten Kinder eigentlich "reichlich" verzehren. Fazit: Mit dem industriellen Angebot an Kinderlebensmitteln ist eine ausgewogene Ernährung praktisch unmöglich, denn es besteht fast ausschließlich aus Süßigkeiten und ungesunden Snacks. Die Hersteller stellen die Ernährungspyramide auf den Kopf: Ihre Produktpalette im Kinder-Segment entspricht ziemlich genau dem Gegenteil der ernährungsphysiologischen Empfehlungen.

"Die Industrie will Kinder so früh wie möglich auf ungesundes Junkfood programmieren", sagt Anne Markwardt von foodwatch. "Dafür gibt es einen logischen Grund: Mit Obst und Gemüse lässt sich nur wenig Profit machen - mit Junkfood und Soft Drinks schon mehr. Es lohnt sich ganz einfach nicht, gesunde Produkte ans Kind zu bringen." Während die Hersteller mit Obst und Gemüse Margen von weniger als 5 Prozent erzielen, erreichen sie bei Süßwaren, Soft Drinks und Snacks Umsatzrenditen von 15 Prozent und mehr. Entgegen dem von vielen Unternehmen formulierten Anspruch, einen Beitrag zur ausgewogenen Ernährung von Kindern zu leisten, haben sie betriebswirtschaftlich größtes Interesse daran, möglichst viele unausgewogene Produkte zu verkaufen.

"Die Unternehmen tragen eine erhebliche Mitverantwortung für die grassierende Fehlernährung von Kindern", sagt Anne Markwardt von foodwatch. "Die Lebensmittelindustrie ist nicht Teil der Lösung, sondern Kern des Problems, weil sie Kindern massenhaft Junkfood aufdrängt und sie zur falschen Ernährung verführt."

Dass sich Kinder in Deutschland nicht gesund und ausgewogen ernähren, ist wissenschaftlich belegt:

   - Kinder essen nur die Hälfte der empfohlenen Menge an Obst und 
     Gemüse, aber weit mehr als 200 Prozent der empfohlenen Menge an 
     Süßwaren, Snacks und Soft Drinks.
   - Der Anteil übergewichtiger Kinder ist im Vergleich zu den 80er- 
     und 90er-Jahren um 50 Prozent gestiegen. Heute gelten 15 Prozent
     der Kinder als zu dick, 6 Prozent sogar als fettleibig (adipös).
   - Folgen sind erhöhte Risiken für Diabetes, Herzkreislauf- und 
     andere schwerwiegende Krankheiten. Ein Prozent der Kinder leidet
     heute bereits an Altersdiabetes. 

Mit perfiden Strategien versuchen die Unternehmen, Kinder so früh wie möglich an die eigene Marke zu binden und in jungen Jahren Geschmacksprägung möglichst für ein ganzes Leben zu erreichen. Gleichzeitig treten Vertreter der Süßwaren-Konzerne auf Kongressen als Experten für gesunde Kinderernährung auf und dienen sich dem Staat, Sportverbänden, Schulen und sogar Kindergärten als Partner für Anti-Übergewichtsprogramme und Bewegungsinitiativen an (siehe Hintergrundpapier zu den "Marketing- und Lobbystrategien für Kinderlebensmittel" unter http://www.foodwatch.de/presse-kinderreport ). "Der Bock macht sich selbst zum Kindergärtner", so Anne Markwardt von foodwatch. "Wir dürfen nicht mehr darauf hereinfallen, wenn sich Unternehmen, deren Ziel gar nicht anders lauten kann als immer mehr Süßwaren und Junkfood zu verkaufen, zum Ratgeber in Sachen gesunder Ernährung aufschwingen: Das sind scheinheilige Alibi- und Ablenkungsmaßnahmen, die nicht viel kosten. Jedenfalls weniger, als die omnipräsenten Junkfood-Produkte derselben Hersteller einspielen, die selbst in Schulen 'Kauf mich' schreien. Es ist doch kein Zufall, dass die ganzen Comicfiguren und Gimmicks nicht zum Verzehr von ungezuckerten Haferflocken, sondern von pappsüßen Crispy-Pops verführen sollen."

Auch der Staat versagt beim Thema gesunde Kinderernährung. Anstelle klarer Vorgaben für die Hersteller bindet die Bundesregierung die Junkfood-Industrie in ihre Initiativen und Aktionspläne gegen Übergewicht ein. So hat das Bundesernährungsministerium die "Plattform Ernährung und Bewegung" (peb) initiiert, die sich dadurch auszeichnet, vor allem den angeblichen Bewegungsmangel und nicht die schlechte Ernährung von Kindern als Ursache für Übergewicht zu benennen. Prominente Mitglieder von peb: Coca-Cola, Ferrero, der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie, McDonald's, die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker, PepsiCo, Mars - Firmen, die kein Interesse an gesunder Ernährung, sondern am Verkauf von Snacks, Junkfood und Soft Drinks haben.

foodwatch fordert:

   - Die Lebensmittelindustrie muss dort Verantwortung übernehmen, wo
     ihre Verantwortung tatsächlich liegt: Nicht in PR-trächtigen 
     Alibi-Maßnahmen wie Bewegungsinitiativen und Ernährungstipps für
     den Schulunterricht, sondern in der Produktion ausgewogener 
     Kinderlebensmittel. Die Verantwortung für die Fehlernährung von 
     Kindern kann nicht allein auf Eltern abgewälzt werden.
   - Produkte, die nicht ausgewogen sein können (wie Süßigkeiten), 
     dürfen nicht länger als Kinderprodukte beworben und mit 
     Comicfiguren, Spielzeugbeigaben, Gewinnspielen oder Idolen 
     direkt an Kinder vermarktet werden.
   - Schulen und Kindergärten müssen werbe- und PR-freie Räume 
     werden.
   - Die Junkfood-Industrie ist kein geeigneter Partner für den 
     Staat, für Schulen und für Sportverbände wie den Deutschen 
     Fußball-Bund (DFB). Sponsoring-Partnerschaften und gemeinsame 
     Programme zur Bewegungsförderung oder Übergewichts-Bekämpfung 
     dienen den Unternehmen als Ablasshandel und müssen beendet 
     werden. 

25.06.2012


Holunder – Heilpflanze mit märchenhaftem Hintergrund

Schon allein die botanische Bezeichnung des schwarzen Holunders – Sambucus nigra – hört sich geheimnisvoll, sagenumwoben und fast schon ein bisschen poetisch an. Und tatsächlich ranken sich allerlei Bräuche und Mythen um den Baum, der bereits den Kelten und Germanen als heilig galt. In unmittelbarer Umgebung ihrer Wohnstätten angepflanzt, vertrauten beispielsweise die Germanen  darauf, dass die Schutzgöttin Holda, die nach ihren Vorstellungen dem Holunder innewohnte, alles Böse von ihnen fernhalten würde. In der Märchenwelt der Gebrüder Grimm, so die Behauptungen vieler Märchenforscher, begegnet uns der wundersame Baum gar als „Frau Holle“, und in vielen ländlichen Gegenden sah man es für lange Zeit als Unheil bringend an, wenn ein Holunder gefällt wurde.

Waren es damals wohl vor allem die Heilkräfte seiner Blüten und Beeren, die unsere Vorfahren so sehr zu schätzen wussten, geriet dieses Wissen mit den Jahren immer mehr in Vergessenheit. Doch das Thema Naturheilmittel erfreut sich wieder stärkerer Nachfrage, denn nicht immer muss, vor allem wenn es sich dabei um leichtere Beschwerden wie beispielsweise Erkältungskrankheiten handelt, zu chemischen Mitteln gegriffen werden.

Zur Familie der Geißblattgewächse zählend, kommt der robuste und relativ anspruchslose Holunderstrauch, der je nach Verzweigung und Wuchshöhe auch als kleiner Baum bezeichnet werden kann, in Europa, Nordamerika und Asien vor. Während er im Winter recht grau und unscheinbar wirkt, beginnt ab Anfang Mai ein wahres Schauspiel. Zwischen den leicht gebogenen, dunkelgrünen Blättern erscheinen an Handteller großen Scheindolden, unzählige von kleinen, cremeweißen Blüten, die einen süßlich-herben Duft verströmen und hauptsächlich für Tee und Sirup verwendet werden. Bei fiebrigen Erkrankungen wirkt ein Aufguss der Blütenblätter schweißtreibend und verschafft Linderung bei beginnenden Erkältungen. Ein Sirup aus Honig und Holunderblütentee soll  außerdem wohltuend bei Halsschmerzen wirken. Weitere Verwendungen finden die Blüten zur Inhalation bei Husten und als Badezusatz bei Hautproblemen.

Die Fruchtreife erlangt der auch unter einigen anderen Namen, wie z. B.  Eller, Holler und Fliederbeere bekannte Baum, in der Zeit zwischen August und September. Dann zeigen sich dicht an dicht gedrängt, glänzend pechschwarze Beeren, deren Inhaltsstoffe ein echtes Powerpaket gegen Erkältungen und grippale Infekte sind. Vor allem die Kombination des Spurenelementes Zink und Vitamin C können die  die Dauer eines Infektes erheblich verkürzen. Anwendung finden hierbei Holunderbeerensaft und Holunderbeerentee. Die darin enthaltenen Flavonoide wirken antioxidativ, blutdrucksenkend, entzündungshemmend und bringen das Immunsystem so richtig in Schwung.

Johanna Löffler, seit 2009 die Inhaberin des „Tee- und Heilkräuterstüble“ in Löffingen im Schwarzwald, ist vertraut im Umgang mit Heilpflanzen, und kennt natürlich die Geschichten und Bräuche, die sich um den Holunder ranken. „Für die sogenannten Einödbauern auf ihren abgelegenen Schwarzwaldhöfen war das die Hausapotheke, die von Mai bis September alles zuverlässig und sozusagen „frei Haus“ lieferte und obendrein als Glücksbringer für Haus und Hof galt“, erzählt sie. Viele ihrer Kunden sammeln auch heute noch die Blüten und Beeren selbst. Deshalb mahnt sie gleich ausdrücklich vor dem Verzehr der rohen Beeren, die giftig sind.

Der Inhaltsstoff Sambunigrin wird erst durch sorgfältiges Erhitzen unschädlich gemacht, doch die Mühe lohnt sich. Denn selbst als reines Genussmittel erfreut sich der Holunder außerordentlicher Beliebtheit. So ist beispielsweise ein Gelee aus den Beeren, als herb aromatischer Brotaufstrich, etwas ganz Besonderes, und ein Schuss Blütensirup zu einem Glas Sekt oder Mineralwasser schmeckt gerade im Sommer einfach herrlich erfrischend. Für all diejenigen, die ohne großen Aufwand einfach einmal probieren und genießen möchten, finden sich in Bio-, Hof- und Kräuterläden die entsprechenden Produkte. Jana Volk; Foto: Wikipedia

29.02.2012


DiabetesPlus - die "App" jetzt auch für Typ-2-Diabetiker

Einfach und modern: Diabetes-Dokumentation mit iPhone & Co

Haar (ots) - Immer dabei, einfach und schnell zu bedienen - "DiabetesPlus", die beliebte Applikation für iPhone und iPod touch gibt es jetzt auch in einer Version speziell für Typ-2-Diabetiker. Die neue "App" vereinfacht die Diabetes-Dokumentation und macht die Verwaltung von Blutzuckerwerten, Mahlzeiten, Sport, Medikamenten und eigenen Notizen zum Kinderspiel. Nur ein Klick und schon steht das komplette Blutzuckertagebuch zum Ausdrucken oder E-Mail-Versand an den behandelnden Arzt bereit.

Die Menüführung ist selbsterklärend. Im "Blutzuckertagebuch" findet der Nutzer die Werte chronologisch geordnet und nach Tagen gruppiert. Eindeutige Symbole lassen auf einen Blick erkennen, welche Werte hinterlegt sind und ob sie im persönlichen Zielbereich liegen. Eine Grafik zeichnet den Tagesverlauf der Blutzuckerwerte auf. In der monatlichen Darstellung werden "Ausreißer" so rasch erkannt.

Auch bei der blutzuckersenkenden Therapie sorgt "DiabetesPlus für Typ2-Diabetiker" für mehr Übersicht: Auf einer Liste einfach das "eigene" Medikament anklicken und dem Tagebuch hinzufügen. Wer mit Insulin behandelt wird, findet sein Präparat in einem besonderen Bereich. Im Menüpunkt "Einstellungen" können die Blutzuckereinheit (mg/dl oder mmol/l) gewählt und der persönliche Zielbereich festgelegt werden. Beliebig viele weitere Arzneimittel lassen sich ganz einfach im Bereich "Medikamente" verwalten.

Konzipiert und entwickelt wurde diese Applikation von Daniel Wischer, der selbst Diabetiker ist: "Mit dieser App möchte ich Typ-2-Diabetikern das tägliche Diabetes-Management erleichtern, um den Alltag trotz Erkrankung so unbeschwert wie möglich zu gestalten." Rückmeldungen von Nutzern können in zukünftigen Aktualisierungen berücksichtigt werden.

Unterstützt von MSD, steht "DiabetesPlus für Typ2-Diabetiker" im iTunes Store zum kostenlosen Download zur Verfügung. Die Applikation erfordert iOS 4.0 oder neuer und ist kompatibel mit iPhone, iPod touch und iPad. Weitere Informationen finden Sie unter www.diabetesplustyp2.de oder www.diabetes-behandeln.de Foto: "obs/MSD SHARP & DOHME GmbH"

Über MSD:

MSD gehört zu Merck & Co., Inc., mit Sitz in Whitehouse Station, N.J. (USA), einem global führenden Gesundheitsunternehmen. Mit seinen verschreibungspflichtigen Arzneimitteln, Impfstoffen, Biologika, Präparaten zur Selbstmedikation und für die Tiergesundheit in verschiedenen Therapiebereichen, bietet MSD in mehr als 140 Ländern umfassende und innovative Lösungen für Gesundheit. Ein besonderes Anliegen von MSD ist darüber hinaus die Verbesserung der weltweiten Gesundheitsversorgung und der verbesserte Zugang zu Medikamenten. Dafür engagiert sich MSD in weitreichenden Gesundheitsprogrammen und Partnerschaften.

In Deutschland hat die Unternehmensgruppe ihren Sitz in Haar bei München. MSD ist erreichbar unter Tel: 0800 673 673 673 begin_of_the_skype_highlighting 0800 673 673 673 end_of_the_skype_highlighting; Fax: 0800 673 673 329; E-Mail: infocenter@msd.de; Internet: www.msd.de,

27.02.2012


“Weg mit dem Speck” in Speyerer Betrieben und Behörden

3. Aktion “Lust auf Bewegung” startet am Tag nach Aschermittwoch

cr. Speyer. “Am Aschermittwoch ist alles vorbei” - so heißt es in genau einer Woche nicht nur bei den Karnevalisten, sondern - bereits zum dritten Mal - auch für alle Schlemmermäuler und Genießer, die - zeitgleich mit der kirchlichen Fastenzeit - im Rahmen der Aktion “Lust auf Bewegung” des “Betrieblichen Netzwerks Gesundheit Speyer” zur gemeinsamen “Bewegung” “Weg mit dem Speck” aufrufen. Im neuen “JudoMaxx”, dem Landesleistungszentrum der Judoka, stellten jetzt “Fitness-Bürgermeisterin” Monika Kabs - so titulierte sie Sparkassenvorstand Uwe Wöhlert - gemeinsam mit dem Sparkassen-Chef selbst und zahlreichen Aktivisten der Gesundheitsaktion die Höhepunkte der diesjährigen Aktion vor.

Zumba, europäisierte Variante eines von südamerikanischen Tanzrhythmen inspirierten Fitnessprogramms, aufgeladen mit Elementen aus Hip-Hop, Samba, Salsa, Mambo und “Bollywood-Bewegungen, bestimmt 2012 die “neue Welle”, die derzeit auch durch die Speyerer Betriebe und Verwaltungen schwappt - allein gut 130 Mitarbeiterinnen, aber auch einige Mitarbeiter der Kreis- und Stadtsparkasse Speyer geben sich dieser überaus fordernden, zugleich aber auch fröhlich-begeisternden Form des Tanzens hin. Unter der kompetenten Anleitung durch Simone Kinscherff zeigte eine “Abordnung” der “Zumba-Jüngerinnen” einige Kostproben dieser “Bewegungstherapie”, die die zahlreichen Fitness-Fans im “JudoMaxx” zu begeisterten Ovationen hinrissen. Ab März wird dann auch noch “Aqua-Zumba”, also Bewegungstanz im Wasser - angeboten im Therapiebecken des Stiftungskrankenhauses Speyer - hinzukommen.

Danach erklärte Physiotherapeut Matthias Richter gemeinsam mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Fitnessübungen, die sie für die Teilnehmer an der diesjährigen Aktion “Lust auf Bewegung” zusammengestellt haben. Da werden Fitness- und Entspannungskurse angeboten - Pilates zum Beispiel, aber auch eine Laufgruppe.

Ab dem 23. Februar und bis zum 28. März können die Teilnehmer dann unter sportfachlicher Anleitung einen Monat lang diese Übungen täglich ab 17.00 Uhr im “Judomaxx” absolvieren - für Schichtarbeiter werden auch Kurse am Vormittag angeboten. Dazu gibt es auch qualifizierte Beratungen für gesunde und zugleich gewichtsreduzierende Ernährung. Auch hierzu stehen qualifizierte Fachleute zur Verfügung. Außerdem bieten verschiedene Betriebskantinen sowie zwei Speyerer Restaurants während der Aktionswochen ein spezielles Menue an.

Nach Abschluss der einmonatigen Aktion wird dann das erreichte Zielgewicht mit dem am 23. Februar beim “Anwiegen” ermittelten Ausgangsgewicht verglichen.

Im vergangen Jahr - so berichtete der Koordinator des “Betrieblichen Netzwerks Gesundheit” und Personalratsvorsitzende der Kreis- und Stadtsparkasse Speyer, Kurt Scherer - kamen so bei dieser Aktion insgesamt 1.000 Kilogramm Körpergewicht zusammen - “abgesportelt” von 300 zum Wiegen “angetretenen” Speyerer, das diese innerhalb der Aktion “gelassen” hatten. “Abnehmen ist gar nicht so schwer”, versicherte sein Chef Uwe Wöhlert aus eigener Erfahrung, “viel schwieriger ist es dagegen, das erzielte Gewicht dauerhaft zu halten”. Wöhlert wird deshalb ebenso wie Bürgermeisterin Monika Kabs auch in diesem Jahr wieder mit von der Partie sein und - als Krönung ihrer Bemühungen - am 2. Juni versuchen, erneut das Sportabzeichen zu erringen. “Zuvor aber wollen wir alles daran setzen, den Menschen in unserer Stadt “Lust an Bewegung” zu vermitteln und so helfen, das “Abspecken” nachhaltig zu machen”, versicherten beide übereinstimmend.

Zuvor schon hatte Bürgermeisterin Monika Kabs auf die große Bedeutung der Aktion für die Gesundheit der Menschen in Speyer hingewiesen und sie ermuntert, im Interesse ihrer eigenen Gesundheit die Angebote in großer Zahl wahrzunehmen. Wie wichtig das für den einzelnen sein könne, habe sich auch im letzten Jahr gezeigt, als einige Teilnehmer aufgrund von entsprechenden Befunden bei der gleichfalls angebotenen Herzinfarktvorsorge an den Hausarzt verwiesen werden mußten. Der Dank der Bürgermeisterin galt deshalb allen, die sich mit großem Engagement in den nächsten Wochen und darüber hinaus für das Gelingen der Aktion einsetzten.

Weitere Informationen gibt es über www.info@bgf-speyer.de oder direkt bei Kurt Scherer und der Personalreferentin der Sparkasse Speyer, Melanie Weber, über 06232-103-246 oder über www.Kurt.Scherer@sparkasse.de  Foto: Kienipress 

14.02.2012


Demenz – Gegen das Vergessen

jvd- Vor ein paar Tagen flimmerte abends zur besten Sendezeit folgender Werbespot der Deutschen-Alzheimer-Gesellschaft über die Bildschirme: Ein etwas verwirrt aussehender Roberto Blanco verwechselt Zeit und Ort seines Auftritts und platzt mit seinem unverwechselbaren „Ein bisschen Spaß muss sein,“ mitten in die umjubelte Veranstaltung einer Heavy Metal Band. Entsetztes Schweigen auf beiden Seiten. Der Schlagerbarde sieht sich einem ihm fremdartigem Publikum gegenüber, das ihn zunächst recht feindselig mustert - die Stimmung droht zu kippen. Sekunden später dann die Wende: Die Musiker auf der Bühne nehmen den Sänger kurzerhand in ihre Mitte, lassen die E-Gitarren kreischen - Roberto trällert sein Liedchen und rockt die harten Jungs, die jetzt eifrig ihre langen Mähnen im Takt dazu schütteln. Integration statt Isolation lautet die unmissverständliche Botschaft. Pfiffig gemacht ist er, dieser Kurzfilm, doch er hat einen bitter ernsten Hintergrund. In Deutschland sind momentan ca. 1,2 Millionen Menschen an Demenz erkrankt, Tendenz steigend. Meist beginnt alles ganz harmlos: Der Autoschlüssel ist plötzlich unauffindbar, wichtige Rechnungen werden verlegt, die Geburtstage der Kinder oder der Enkel wiederholt vergessen. Doch mit der Zeit werden die entstehenden Gedächtnislücken immer größer. Oftmals verändert sich damit die Persönlichkeit und das Verhalten der betroffenen Personen. Die einst so liebevolle Großmutter wird plötzlich launenhaft und aggressiv und zieht sich immer mehr von ihrer Umwelt, ihrer Familie zurück.

Mit der Diagnose Demenz beginnt auch für die nächsten Angehörigen eine schwere Zeit. Konfrontiert mit einer für sie völlig fremden Situation und meist zusätzlich durch die eigene Berufstätigkeit belastet, werden Freizeitaktivitäten eingestellt, wichtige soziale Kontakte abgebrochen. Das Thema Betreuung und gegebenenfalls auch Pflege steht jetzt für sie im Vordergrund. Vor Freunden und Bekannten wird, gerade zu Beginn, die Krankheit oft immer noch schamhaft verschwiegen. Dagegen setzen Aufklärungskampagnen und Aktionen, die helfen sollen, das Verständnis und die Unterstützung für die Betroffenen zu stärken. Bundesweit gibt es bereits zahlreiche „Demenzfreundliche Kommunen“, die sich ein gelingendes Miteinander von Erkrankten und Nichterkrankten zum Ziel gesetzt haben. So werden beispielsweise in verschiedenen Schulungen und Vorträgen die Mitarbeiter von Verwaltungen und Arztpraxen aber auch von Einzelhandel und Handwerksbetrieben auf den Umgang mit demenzkranken Mitbürgern vorbereitet. Zusätzlich werden komplexe Netzwerke geknüpft um bei Bedarf schnell und unkompliziert helfen zu können. Im Vordergrund steht dabei die Teilhabe der Erkrankten an unserer Gesellschaft, denn vergessen wir eines nicht: Demenz ist ein Thema, das uns alle etwas angeht.

19.01.2012


Techniker Krankenkasse 2011 mit Rekordwachstum

Hamburg (ots) - Ein Rekordwachstum verbucht die Techniker Krankenkasse für das abgelaufene Jahr: Der Reinzugang 2011 beläuft sich auf 350.000 Mitglieder und insgesamt 380.000 Versicherte - davon 70.000 von der zur Jahresmitte geschlossenen City BKK. Damit sind heute knapp acht Millionen Menschen bei der TK versichert, davon 5,7 Millionen zahlende Mitglieder.

Das Haushaltsvolumen der Kasse beträgt im laufenden Jahr rund 21,3 Milliarden Euro. Einen Zusatzbeitrag schließt die TK auch für 2012 aus.

18.01.2012


Gleitsichtkontaktlinsen - die optimale Alternative für alle Brillenträger, die eine Lesebrille benötigen

spk. Speyer. Brillenträger kennen das Problem: Im Winter geht nichts ohne “Scheibenwischen”. Denn kommt man vom Kalten ins Warme, beschlägt die Brille - so wie die Scheiben beim Auto “anlaufen” oder eine Getränkeflasche, die man aus dem Kühlschrank nimmt.

Zur Brille gibt es schon seit langem eine Alternative für alle, die das “Nasenfahrrad” im Alltag als lästig empfinden: Die Kontaktlinsen. Und sie gibt es mittlerweile schon in den verschiedensten Ausführungen - inzwischen auch als Ersatz für eine Gleitsichtbrille.

Altersweitsichtigkeit” - ab Anfang vierzig “normal”

Spätestens mit Anfang 40 merken die meisten von uns: Die Sehstärke der Augen nimmt ab. Die Arme werden zu kurz fürs Lesen - der Wechsel zwischen nah und fern fällt zunehmend schwerer. Der Fachmann nennt dieses Phänomen “Presbyopie” - zu Deutsch “altes Auge”, allgemein bekannt als “Altersweitsichtigkeit”. Denn so wie auch unsere Haut mit zunehmendem Alter weniger elastisch wird und deshalb kleine Fältchen bekommt, so verlieren auch die Linsen im Inneren des Auges an Flexibilität und Krümmungsfähigkeit. “Diese Fähigkeit zur Akkommodation aber braucht das Auge, um auch in verschiedenen Entfernungen scharf sehen zu können”, erklärt der studierte Augenoptiker Alexander Kern von Brillen Hammer im Speyerer Cura Center. “Und wer von Altersweitsichtigkeit betroffen ist - und das ist heute schon mehr als die Hälfte aller Deutschen - der benötigt eine Korrekturhilfe in Form einer Lese- oder Gleitsichtbrille - oder eben auch durch Gleitsichtkontaktlinsen.

Fließende Übergänge für die Augen

Als einer der führenden Optiker in der Region arbeitet Brillen Hammer mit allen Herstellern qualitativ hochwertiger Kontaktlinsen zusammen. Deshalb steht in den sechs Filialen ein breites Angebot solcher Sehhilfen bereit - u.a. auch die neuartigen Gleitsichtkontaktlinsen für Altersweitsichtige. Die Linsen “AIR OPTIX AQUA Multifocal” aus Silikon Hydrogel zum Beispiel ermöglichen es nicht nur, nahe Objekte wieder bis ins Detail scharf zu erkennen, sondern auch rasche Fokusverlagerungen zwischen Nähe und Ferne - zum Beispiel beim Autofahren von der Straße auf das Armaturenbrett und zurück - ohne jede Schwierigkeit zu bewältigen.

Die Gleitsichtkontaktlinse schafft das, indem sich ihre Stärke - ausgehend vom Rand - nach innen hin allmählich steigert und so einen fließenden Übergang erreicht. Das Auge kann dadurch - quasi automatisch - den entsprechenden Bereich fixieren, um Gegenstände in der Nähe oder in der Ferne zu fokussieren. “Besonders der Tragekomfort dieser Linsen wird von ihren Benutzern immer wieder gelobt”, ergänzt Alexander Kern, “Dies führen wir auf die extrem hohe Sauerstoffdurchlässigkeit und die exzellente Benetzungstechnologie zurück”.

Höchst individuelle Anpassung für optimale Funktionalität

Die optimale Funktion der Gleitsichtkontaktlinsen setzt ihre höchst individuelle Anpassung an das jeweilige Auge voraus. Denn Auge ist nicht gleich Auge. Deshalb steht am Anfang einer erfolgreichen Kontaktlinsenanpassung die sorgfältige Vermessung der ganz individuellen Geometrie eines jeden Auges. Dafür nimmt man sich bei Brillen Hammer viel Zeit und setzt neueste Technologien ein. Nach der sorgfältigen Bestimmung der Sehstärke wird die Hornhautgeometrie mit Hilfe des sogenannten Keratographen - einer Entwicklung des Wetzlarer Spezialisten für Optikgeräte “Oculus” - ermittelt. Auch diese Messgeräte stehen inzwischen in allen Filialen von Brillen Hammer zur Verfügung . Dabei macht die Kombination aus einem Topographie-System und dem Keratographen dieses Instrument so besonders: Mit ihm wird die Oberflächenkrümmung der Hornhaut berührungsfrei an 22.000 Punkten vermessen und in 3D abgebildet. Auf der Grundlage dieser Messung kann dann der erfahrene Augenoptiker die Anpassung der Kontaktlinsen vornehmen - individuell und problemlos - für eine scharfe und klare Sicht in jeder Entfernung.

Von den besonderen Vorzügen der “AIR OPTIX AQUA Multifocal” Linsen können sich die Leser des SPEYER-KURIER noch bis zum 29. Februar 2012 selbst überzeugen. Bis dahin bietet Ihnen Brillen Hammer in allen sechs Filialen die vierwöchige, kostenlose Erprobung dieser Linsen an - Anpassung inklusive. www.cura-center@brillenhammer.com

16.01.2012


Neu in der Apotheke: Mit Lacteol® Kapseln Durchfall schnell und effektiv bekämpfen

Hohenlockstedt (ots) - In allen Apotheken gibt es das Anti-Durchfallmittel Lacteol® der Firma Pohl-Boskamp nicht nur als Pulver, sondern auch neu in Kapsel-Form. Das Geheimnis der neuen Lacteol® Kapseln sind hochkonzentrierte Milchsäurebakterien, so genannte Lactobazillen.

Mit bis zu 1.000 Bakterienarten ist der Darm das am dichtesten von Mikroorganismen besiedelte Ökosystem der Welt. Die Lactobazillen produzieren aus der Glukose der Nahrung Milchsäure. Dadurch schafft das Bakterium eine leicht saure Umgebung, die Eindringlinge abwehrt. Wird die Darmschleimhaut jedoch von Bakterien oder Viren angegriffen, sind die natürlich vorhandenen Milchsäurebakterien oft überfordert. Die Folge: Es kommt zu Durchfall. Dann benötigen sie dringend Verstärkung. Bei ersten Anzeichen einer Durchfallerkrankung empfehlen sich daher die neuen Lacteol® Kapseln. Denn allein eine Kapsel enthält 10 Milliarden Lactobazillen - mehr, als in jedem anderen Anti-Durchfall-Produkt. Dank ihrer natürlichen Herkunft wirken sie besonders effektiv und zuverlässig gegen akuten Durchfall. Lactobazillen kleiden die Schleimhaut im Darm mit einem schützenden Biofilm aus. Krankheitserreger haben dadurch keine Chance mehr, sich an die Schleimhaut anzuheften und die Darmflora zu schwächen.

 Im Gegenteil: Die Lactobazillen stimulieren die Immunabwehr der Darmschleimhaut und machen sie so weniger anfällig für Krankheitserreger. Außerdem fördern sie das Wachstum der gesunden Darmflora und helfen der gestörten Darmflora, sich schnell wieder aufzubauen. Schon nach wenigen Einnahmen der neuen Kapseln erholt sich die Darmschleimhaut.

Das Besondere an Lacteol® Kapseln: Sie helfen gegen Durchfall - egal, ob er von Viren oder Bakterien verursacht ist. Dank dieser vielseitigen und natürlichen Wirkweise wird die Durchfalldauer nachweislich reduziert und die Gefahr eines größeren Wasser- und Elektolytverlustes minimiert. Lacteol® Kapseln 10 Stück PZN: 2064033 ca. 10 Euro Mitvertrieb: Pohl Boskamp (www.pohl-boskamp.de)

11.01.2012


"Legen Sie der Leiche ein Blankoformular bei" / Gesundheitsbürokratie in Deutschland

Hamburg (ots) - Absurde Gesundheits-Bürokratie in Deutschland: Mitglieder des Ärztenetzwerkes Hippokranet schildern Beispiele aus ihrer Praxis.

"Einem Patienten waren innerhalb von 2 Jahren alle vier Extremitäten amputiert worden. Dieses stand in Klartext auf dem Krankenschein", erinnert sich ein Hausarzt: "Jedes Quartal bekam ich eine Anfrage von der Krankenkasse, ob noch weiter eine häusliche Pflege erforderlich sei. Ich habe dann ein Foto von dem Patienten gemacht, wie er alle Stümpfe von sich streckt. Dieses habe der kranken Kasse geschickt mit dem Kommentar, mir ist nicht bekannt, dass beim Menschen Extremitäten nachwachsen. Ab dann kamen keine Anfragen mehr zu diesem Patienten.

" Genauso unglaublich: Um einen Patienten in die Reha-Klinik zu schicken, müssen Ärzte einen Antrag ausfüllen - aber nur, um überhaupt das eigentliche Antragsformular zu erhalten, auf dem Sie dann den Antrag stellen können. Das darf aber nicht jeder ausfüllen, sondern die Ärzte müssen erst einen 20stündigen Weiterbildungskurs absolvieren, bevor sie das Formular ausfüllen dürfen. Ein anderer Arzt schreibt: "Wenn ein HNO-Arzt Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie verschreiben will, muss er die 84seitige Heilmittel-Richtlinien vom 1.7.2004 mit allen Ergänzungslieferungen im besten Behördendeutsch kennen, verstehen und berücksichtigen. "Für dieses Meisterwerk hat der Verantwortliche eine Belohnung verdient. Ich schlage vor, dass er zum 'König der Bürokraten' ernannt wird", schreibt ein HNO-Arzt im Hippokranet sarkastisch."

Oder: "In Bayern müssen Ärzte nach der Leichenschau einen Formularsatz in einem verschlossenen Umschlag in den Sarg einlegen. Das klingt soweit vernünftig - aber: Das Formular muss nicht ausgefüllt werden, sondern wird in jeden Sarg blanko ohne den Namen des Verstorbenen eingelegt für den Fall, dass eine Obduktion erfolgt.

"Es ist nicht möglich, bei der häuslichen Krankenpflege eines schwerstbetroffenen Patienten auf dem üblichen Formular den Schwestern zu erlauben, bei Bedarf ein Abführ-Klistier zu verabreichen", klagt ein Hausarzt im Hippokranet. Zunächst muss die Krankenkassen-Anfrage beantwortet werden: "Welche Maßnahmen haben sie bisher ergriffen, um den Klistier Einsatz zu vermeiden? ".

Ein anderes Beispiel: Kinder, die mit Ihren Müttern zur Kur sollen, brauchen immer eine Bescheinigung, damit diese mitfahren können: "Kevin muss die Mutter begleiten, da er sich als Säugling zuhause nicht alleine versorgen kann", müsse er schreiben, sagt ein Arzt genervt: "Wenn es der Arzt schreibt, wird es vielleicht auch dem Sachbearbeiter klar!"

Wenn nach einer bestimmten schweren Schulterverletzung eine spezielle Schiene sofort nach der Behandlung erforderlich wäre, so stellt sich die Kassenbürokratie auch gern quer: Regelhaft frage dann der Medizinische Dienst der Kassen an und fordert umfangreiche Unterlagen, schreibt ein Arzt. Nach 4-6 Wochen erfolgt eine weitere Anfrage, so dass die eigentliche Behandlung nach 8-10 Wochen beginnen könnte - so spät ist sie dann aber absolut sinnlos. "Ich empfehle diesen Patienten dann den Wechsel der Krankenkasse" schreibt er.

Gleichzeitig werden Ärzte permanent mit Rundschreiben ihrer kassenärztlichen Vereinigung eingedeckt. Ein Beispiel gefällig? "Das An- und Ausziehen der Kompressionstrümpfe im Rahmen der häuslichen Krankenpflege, darf ab 01.07.2011 in der Verordnung nicht mehr mit Bindestrich, sondern muß mit einem Spiegelstrich getrennt verordnet werden". Steht also im Rezept ein Bindestrich statt eines Spiegelstrichs, so ist es nicht mehr gültig.

Für einen dringend benötigten Blasenkatheter bei einem 91jährigen Mann, der nicht mehr richtig Wasser lassen konnte, musste ein Urologe erst einen Kostenvoranschlag einreichen und auf eine schriftliche Genehmigung warten: "Auch nach meiner telefonischen Rücksprache mit dem zuständigen Sachbearbeiter der BKK XYZ wurde nicht von diesem Vorgehen abgewichen, obwohl ich drauf hingewiesen hatte, dass der Patient sich bereits in der Praxis befand", schildert der Arzt den Vorgang.

"Also: Hilfsmittelverordnung ausgestellt, Kostenvoranschlag der Apotheke beigelegt und den Sanitätern mitgegeben, Patient unverrichteter Dinge zurück ins Altenheim (der Krankentransport kostet ja nichts), das Altenheim schickte die Verordnung und den Kostenvoranschlag an die BKK XYZ, dort wurde genehmigt, die BKK schickte die Verordnung zurück ans Altenheim, dieses schickte die Verordnung an die Apotheke, diese lieferte den Verweilkatheter an das Altenheim, das Altenheim vereinbarte einen neuen Termin in der Praxis, und der Patient wurde wieder liegend mit erneutem Krankentransport in die Praxis gebracht", schreibt er weiter: "Gesamtdauer der Aktion: zehn Tage. Kosten des Verweilkatheters ca. 20 Euro". Die Angehörigen des Patienten hätten ihn danach bei einer anderen Kasse versichert und die ursprünglich zuständige Kasse hatte einen teuren Patienten weniger: "Ein Schelm, der Böses dabei denkt".

03.01.2012


Sparkasse Speyer: Gesunde Mitarbeiter sind die beste Investition in die Zukunft

Uwe Wöhlert (r.) (Vorstandsmitglied der Sparkasse) und der Personalratsvorsitzende der Sparkasse Kurt Scherer (l.) begrüßen die neuen Mitglieder im Netzwerk Betriebliche Gesundheitsförderung Speyer (v.l.n.r.): Susanne Karsch (Firma Elopak), Petra Hansen (Polizeipräsidium Speyer-Ludwigshafen), Roland Brugger (Salierstift der WBG Wohnstift Betriebsgesellschaft Speyer mbH), Vinzenz du Bellier (Caritasverband Speyer), und Raphael Herbig (Firma von der Heydt).

Herzinfarkt: "Netzwerk mit Herz" kann Schlimmeres verhindern

Wer möchte nicht einmal einen Blick in die Zukunft riskieren? Für Mitarbeiter der Kreis- und Stadtsparkasse Speyer war das möglich. Voraussetzung: Das Herz-Kreislauf-Vorsorgeprogramm „Netzwerk mit Herz“. Über die Hälfte der 300 Sparkassenmitarbeiter haben sich freiwillig zur Untersuchung angemeldet. Das Untersuchungsprogramm wurde in Kooperation mit der AOK durch das Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer im Augustinersaal der Sparkasse durchgeführt. Jeder Sparkassenmitarbeiter erhielt danach eine persönliche Auswertung darüber, wie hoch sein gesundheitliches Risiko ist, innerhalb der nächsten zehn Jahre einen Herzinfarkt zu erleiden.

„Erstmals führten wir ein kardiovaskuläres Screening dieser Größenordnung mit einer mobilen Ausstattung vor Ort durch“, erläutert Dr. Harald Schwacke, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Kardiologie am Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer. Bei einer 15-minütigen Untersuchung wurden mit einem Fragebogen Vorerkrankungen und familiäre Belastungen erfragt, die Cholesterin-, Blutzucker- und Blutdruckwerte bestimmt, eine EKG-Beurteilung und eine Blutuntersuchung erhoben. „Mit diesem Untersuchungsprogramm lassen sich Herz-Kreislauf-Risiken für jede Altersstufe frühzeitig erkennen. Das ist wichtig für eine rechtzeitige erfolgreiche Behandlung“, betont Dr. Harald Schwacke. Der Kardiologe hofft, dass das gute Beispiel der Sparkasse Schule macht: „Angesichts der steigenden Lebenserwartung und deutlichen Zunahme chronischer Herzerkrankungen ist zunehmend auch das betriebliche Gesundheitsmanagement von Unternehmen angesprochen, dieser Entwicklung zu begegnen.“ Das sei auch ganz im Sinne der Unternehmen und Einrichtungen, die mit der Gesundheitsvorsorge Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitern zeigen.

„Die Resonanz in der Sparkasse auf das Herz-Kreislauf-Vorsorgeprogramm „Netzwerk mit Herz“ war enorm“, so Uwe Wöhlert, Vorstandsmitglied der Sparkasse. Offensichtlich habe sich herumgesprochen, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Deutschland nach wie vor Todesursache Nr. 1 sind. Wöhlert: „Dagegen müssen wir alle gemeinsam etwas tun, denn gesunde Mitarbeiter sind die beste Investition in die Zukunft. Hier sind Unternehmen, Mitarbeiter und Mediziner gleichermaßen gefordert. Am Ende ergibt sich eine Situation, von der jeder nur profitieren kann: Der Mitarbeiter erhält persönliche Ratschläge, wie er sein gesundheitliches Risiko senken kann und sichert seine Lebensqualität. Der Unternehmer kann erkrankungsbedingte Ausfallkosten vermeiden. Und die Krankenversicherungen haben längst erkannt, dass sich Investitionen in präventive Maßnahmen lohnen“, betont Wöhlert.

Kontakt: "Netzwerk Betriebliche Gesundheitsförderung Speyer"
Kurt Scherer, Personalratsvorsitzender der Kreis- und Stadtsparkasse Speyer
Tel. 06232 103-246
E-Mail: Kurt.Scherer@Sparkasse-Speyer.de

Hintergrund: "Netzwerk mit Herz"
Ziel ist es, durch rechtzeitige Prävention der steigenden Zahl der Herz-Kreislauf-Erkrankungen entgegen zu wirken und damit die Kosten des Unternehmens für krankheitsbedingte Ausfälle der Mitarbeiter sowie langfristig die Belastungen des Gesundheitssystems zu verringern. In Kooperation mit allen beteiligten Partnern - von der Geschäftsleitung über den Betriebsrat und den betriebsärztlichen Dienst – führen Ärzte und weitere Mitarbeitende des Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses vor Ort in den beteiligten Firmen eine ärztliche Untersuchung derjenigen Mitarbeiter durch, die sich zum Screening angemeldet haben.

Das Herz-Kreislauf-Vorsorgeprogramm „Netzwerk mit Herz“ wendet sich vorrangig an die 20 Netzwerkpartner "Betriebliche Gesundheitsförderung Speyer". Dies sind: Kreis- und Stadtsparkasse Speyer, Deutsche Rentenversicherung Rheinland-Pfalz, Stadtverwaltung Speyer, Stadtwerke Speyer, Diakonissen Speyer-Mannheim, Finanzamt Speyer-Germersheim, Gewo Speyer, Evangelische Kirche der Pfalz, Bistum Speyer, Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften, Landesbetrieb Mobilität, Mann + Hummel, St. Vincentiuskrankenhaus Speyer. Verstärkt wird das Netzwerk seit kurzem durch neue Partner: Polizeipräsidium Speyer-Ludwigshafen, Firma Elopak, Salierstift der WBG Wohnstift Betriebsgesellschaft Speyer mbH, Firma von der Heydt GmbH, Caritasverband Speyer, Rechnungshof Rheinland-Pfalz und der Firma First-Group.

Hintergrund: Betriebliches Gesundheitsmanagement / Netzwerk Betriebliche Gesundheitsförderung Speyer
"Gesundheit ist ein hohes Gut, sowohl für jeden Einzelnen, als auch für Gesellschaft und Wirtschaftsunternehmen. Modernes betriebliches Gesundheitsmanagement setzt nicht mehr nur auf Rückentraining und Arbeitsschutz, sondern baut auf eine insgesamt gesundheitsfördernde Unternehmenskultur", betont Uwe Wöhlert, Vorstandsmitglied der Kreis- und Stadtsparkasse Speyer. Das Netzwerk Betriebliche Gesundheitsförderung Speyer bildet eine Plattform für Unternehmen und Institutionen, die in der betrieblichen Gesundheitsförderung aktiv sind oder es werden wollen. Die Bedürfnisse der Mitarbeiter und der Betriebe stehen im Mittelpunkt. Gleichzeitig beugt man Krankheiten am Arbeitsplatz vor, stärkt die Gesundheitsreserven und verbessert das Wohlbefinden am Arbeitsplatz. Dazu gehören verbesserte betriebliche Rahmenbedingungen und das Fördern eines gesunden Lebensstils. Ausreichende Bewegung, gesunde Ernährung, Stressabbau und Rauchentwöhnung können die Gesundheit der Beschäftigten entscheidend verbessern. Die Vorteile des Netzwerks stehen für die Leiter der beteiligten Behörden und Betriebe fest: Durch die kooperative Zusammenarbeit kann man den Mitarbeitern ein breit gefächertes Angebot gesundheitsfördernder Maßnahmen zudem auch kostengünstig anbieten. KREIS- UND STADTSPARKASSE SPEYER, Presse


Foto 2- Bildunterschrift:
Uwe Wöhlert (51) will sein Herzinfarkt-Risiko kennen. Dr. Harald Schwacke (r.), Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Kardiologie am Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer und seine Assistentin Michaela Joos (l.) bereiten ein EKG vor.

09.12.2011


Kampf gegen Multiresistente Erreger

Kliniken der Metropolregion trafen sich im Heidelberger Landratsamt

Die Zunahme multiresistenter Erreger (MRE) ist ein Phänomen, das nicht auf einzelne Einrichtungen des Gesundheitswesens beschränkt ist. MRE sind Erreger, die in vielen Krankenhäusern aus den unterschiedlichsten Gründen auf Patienten übertragen werden. Dazu zählen MRSA (methicillinresistener Staphylococcus aureus), VRE (Vancomycinresistente Enterokokken) und Multiresistente Gram-negative Stäbchen (MRGN). Als eine wirksame Strategie hat sich das Suchen nach MRE-Trägern mit anschließender Durchführung von Hygiene-Maßnahmen auf der Grundlage von Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) erwiesen. „Durch eine gute Hygiene wird so eine Weiterverbreitung auf andere Personen verhindert“, erläutert Prof. Constanze Wendt, Ärztin für Hygiene und Mikrobiologie (Labor-Limbach), die sich seit vielen Jahren mit dem Thema MRE beschäftigt. Auf Einladung der zuständigen Verantwortlichen von vier Gesundheitsämtern in der Region (Dr. Oswinde Bock-Hensley, Gesundheitsamt Rhein-Neckar-Kreis, Dr. Sebastian Kevekordes, Gesundheitsamt Rhein-Pfalz-Kreis mit Ludwigshafen, Frankenthal und Speyer, Dr. Camillo Wentz, Fachbereich Gesundheit der Stadt Mannheim, und Dr. Zolg, Gesundheitsamt Kreis Bergstraße) haben sich 40 Kliniken in der Metropolregion Rhein-Neckar zusammengeschlossen, um MRE den Kampf anzusagen.

Bereits seit 2008 gibt es ein Netzwerk MRE in Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis, dem sich alle 20 Krankenhäuser der Region auf Initiative des Gesundheitsamtes Rhein-Neckar-Kreis angeschlossen haben und sich regelmäßig treffen, erläutert Dr. Bock-Hensley. Im Jahr 2011 sei das Netzwerk entsprechend den Verlegungswegen der Patienten auf die genannten Landkreise und Städte erweitert worden.

„Ziel des Netzwerkes MRE der Metropolregion ist es, durch die Zusammenarbeit aller Kliniken und Gesundheitsämter der weiteren Zunahme von MRE vorzubeugen und das Auftreten von MRE soweit wie möglich zu reduzieren“, betont Dr. Kevekordes. Inhaltlich beschäftigt sich das Netz mit Screeningmethoden, den MRE-Daten der Region, einem Übergabebogen zwischen stationärer und ambulanter Versorgung, Fortbildungen für das Personal der Kliniken und Informationen für die Bevölkerung. „MRE ist nur in den Griff zu bekommen, wenn alle beteiligten Institutionen gut zusammenarbeiten und offen über die Probleme diskutieren“, pflichten die verantwortlichen Ärzte der übrigen drei beteiligten Gesundheitsämter bei. „MRE bedeute viel Leid und Probleme für den Patienten. Dies gilt es zu verhindern“, so Dr. Camillo Wentz vom Fachbereich Gesundheit der Stadt Mannheim.

Die über 70 beteiligten Mitarbeiter der 40 Kliniken, die für Hygiene auf den unterschiedlichsten Ebenen verantwortlich sind, sind bereit, sich mit dem Thema kritisch auseinanderzusetzen und Lösungsmöglichkeiten zu finden. Der Zusammenschluss der 40 Kliniken der Metropolregion ist ein erster Erfolg in der Bekämpfung von MRE, so das Fazit der ersten Veranstaltungen. Rhein-Pfalz-Kreis, Presse, http://www.rhein-pfalz-kreis.de

07.12.2011


Stiftung LebensBlicke rät zu Vorsorgeuntersuchungen

Ludwigshafen – Die Angst an Krebs zu erkranken, hat in Rheinland-Pfalz zugenommen. 74 Prozent der befragten Männer und Frauen fürchten sich vor bösartigen Tumoren. Die meisten begründen dies damit, dass Krebs jeden treffen könne und meist einen schweren Verlauf nehme. Dies ist u.a. das Ergebnis einer bundesweiten Forsa-Umfrage, die im Auftrag der DAK im Oktober 2011 durchgeführt wurde.

"Krebs ist eine tückische Krankheit. Ein Grund mehr, der Erkrankung - wo immer möglich - rechtzeitig entgegen zu treten", erklärt Professor Dr. Jürgen F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke, Früherkennung Darmkrebs. Professor Riemann weiter: "Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebsleiden in Deutschland. Jedes Jahr trifft die Diagnose über 73.000 Menschen. Derzeit sterben etwa 26.000 daran. Diese Zahlen sind sehr tragisch, vor allem, weil keine andere Krebserkrankung durch Früherkennung so gut erkennbar, behandelbar und sogar vermeidbar ist", erklärt er und rät dazu, die derzeit angebotenen Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen.

Die Stiftung Lebensblicke mit Sitz in Ludwigshafen ist gemeinnützig, arbeitet bundesweit und finanziert sich ausschließlich über Spenden und Zustiftungen, auf die sie angewiesen ist, um ihre Aufgaben wahrnehmen zu können. Neben aufklärender Öffentlichkeitsarbeit in Form von Publikationen, Broschüren und bundesweiten Aktionen initiiert die Stiftung wissenschaftliche Studien, übernimmt Schirmherrschaften, führt Seminare und Symposien durch und motiviert Ärzte zur Fortbildung. Ein weiteres Ziel der Stiftung ist die Unterstützung der betrieblichen Gesundheitsvorsorge.

Spendenkonto: BW Bank Mannheim, BLZ 600 501 01, Kto.-Nr. 496 1530.

Stiftung LebensBlicke, Früherkennung Darmkrebs - Presseinfo­

07.12.2011


Auszeichnung für langjährige Betriebszugehörigkeit

Für 25-, 30-, 35- und 40jährige Mitarbeit geehrt: Die Jubilare 2011 mit Vorsteher Pfarrer Dr. Werner Schwartz (rechts), Oberin S. Isabelle Wien (3. Von rechts) und Kaufmännischem Vorstand Friedhelm Reith (links).

95 Mitarbeitende der Diakonissen Speyer-Mannheim feierten am 30. November ihre mindestens 25jährige Unternehmenszugehörigkeit. Acht Mitarbeitende aus Speyer, Landau und Mannheim arbeiten sogar schon seit 40 Jahren in Einrichtungen für kranke und alte Menschen.

Fast 50 der Jubilare kamen in diesem Jahr aus den Krankenhäusern in Speyer und Mannheim, aus Mutterhaus und Hauptverwaltung, aus den Seniorenzentren in Landau, Homburg und Speyer, aus dem Bereich Kinder- und Jugendhilfe, dem Bildungszentrum und aus der Maudacher Werkstatt ins Speyerer Mutterhaus, um mit Kollegen, Familie und Freunden zu feiern.

In einer Andacht dankte Vorsteher Pfarrer Dr. Werner Schwartz „für Ihren Einsatz für andere, unmittelbar am Krankenbett oder in Bereichen, die im Hintergrund die Voraussetzungen schaffen, dass die Arbeit mit den Menschen getan werden kann.“ Im Anschluss stellte er bei der Feier im Festsaal alle Jubilare vor, die es gemeinsam immerhin auf 2.774 Jahre Mitarbeit bei den Diakonissen Speyer-Mannheim oder ihren Vorgängereinrichtungen brächten.

Landesdiakoniepfarrer Albrecht Bähr überbrachte Dank und Glückwünsche des Diakonischen Werks Pfalz  und verlieh den Jubilaren die Kronenkreuze in Gold für ihre mindestens 25jährige Betriebszugehörigkeit. Damit würde die Bedeutung jedes Einzelnen für das Werk gewürdigt, so Bähr: Die Mitarbeitenden seien „wie ein Fuß in der Tür, durch die die Menschfreundlichkeit in die Welt hineinkommt.“

Dem Lob und Dank für das langjährige Engagement der Jubilare schloss sich der Vorsitzende der Mitarbeitervertretung der Diakonissen Speyer-Mannheim Michael Hemmerich an, der die Glückwünsche aller Mitarbeitervertretungen überbrachte, bevor der Abend unter musikalischer Begleitung des Saxofonquartetts Sax4Fun in geselliger Runde ausklang. Diakonissen Speyer-Mannheim, Presse

01.12.2011


Hygiene - Querschnittsaufgabe für alle im Gesundheitswesen Tätigen

Workshop mit Roger Munding (Bildmitte)

2. Speyerer Hygienetag im St. Vincentius-Krankenhaus mit über 150 Teilnehmern

Von Gerhard Cantzler

“Hygienefalle Alltag?” Um Antworten auf diese aktuelle Frage zu geben, hatte jetzt das St. Vincentius-Krankenhaus Speyer gut 150 Ärzte, Mitarbeiter aus Krankenhäusern und Praxen, aus Altenpflegeheimen und ambulanten Pflegediensten sowie aus dem Rettungsdienst zum 2. Speyerer Hygienetag eingeladen. Denn durch Aufsehen erregende Veröffentlichungen über vermeintliche “Hygiene-Skandale” hat sich dieses Thema längst im öffentlichen Bewusstsein manifestiert - Infektionsausbrüche wie EHEC beschäftigen Fachwelt wie Medien gleichermaßen. Infolge des breitflächigen, vielfach auch unkritischen Einsatzes von Antibiotika entwickeln sich immer mehr Bakterienstämme, die gegen die meisten bekannten Antibiotika resistent sind. Diese Präparate haben deshalb ihre therapeutische Wirksamkeit weitgehend verloren. Hinzu kommen dann auch noch Hygienemängel, die zusätzlich zur Ausbreitung von Keimen beitragen.

Um dieser Besorgnis erregenden Entwicklung entgegenzuwirken, wurde im Juli 2011 die Novelle zum Bundes-Infektionsschutzgesetz aus den 90er Jahren verabschiedet, durch die die Richtlinien des Robert-Koch-Instituts als oberster Hygiene-Instanz in Deutschland in Gesetzesrang erhoben wurden.

Das St. Vincentius-Krankenhaus habe die Umsetzung dieser Richtlinien aber schon deutlich früher in Angriff genommen und deshalb bereits vor Jahren eine Hygiene-Kommission mit weitreichenden Vollmachten eingerichtet. Darauf wies Verwaltungsdirektor Klaus Diebold hin und erinnerte daran, dass die Krankenhaushygiene auch Gegenstand von intensiven Aus- und Fortbildungsmassnahmen an der Klinik sei. “Wir müssen allerdings daran denken, dass auch Hygiene ihren Preis hat und dass ihre Verbesserung zur weiteren Erhöhung der Gesundheitskosten beiträgt”, betonte Diebold.

Dem schloss sich auch Pflegedirektorin Monika Lenz an, die auf die immer deutlicher werdende Schwierigkeit hinwies, “in Zeiten von Personalmangel und knappen Ressourcen die Umsetzung von Hygiene zu gewährleisten”.

“Zwischen Hygiene-Richtlinien und der Realität im Alltag von Krankenhäusern, Arztpraxen und Altenheimen besteht häufig eine erhebliche Diskrepanz”, erklärte dazu auch Dr. Klaus-Peter Wresch, Chefarzt für Anästhesie und Intensivmedizin und als Ärztlicher Direktor auch für die Hygiene im St. Vincentius-Krankenhaus verantwortlich.

Die Klinik setze deshalb alles daran, um diesbezüglich die Sicherheit der Patienten zu gewährleisten. Dazu müsse allerdings festgestellt werden, dass bei den Nosokomialen Infektionen - den so genannten Krankenhauskeimen, die mit 500.000 Erkrankungsfällen pro Jahr die Mehrzahl der Infektionen darstellen - 85 % bereits von den Patienten in die Kliniken “mitgebracht” würden.

Als Chefarzt trage er nicht nur die Verantwortung für die Durchsetzung aller notwendigen Hygiene-Maßnahmen in der Klinik, er müsse vielmehr auch selbst stets mit gutem Beispiel vorangehen. “Der Patient muss durch unser aller Verhalten spüren, dass wir es ernst meinen mit der Hygiene”, betonte der Chefarzt.

Das unterstrich auch die Hygienebeauftragte des Krankenhauses, Oberärztin Dr. Cornelia Leszinski, die unter anderem darauf hinwies, dass die Desinfizierung der Hände zum selbstverständlichen Handlungsablauf eines jeden in der Klinik Tätigen gehören müsse. “Deshalb müssen die Desinfektionsmittel-Spender stets zum Mitarbeiter kommen und nicht umgekehrt”, forderte die Hygiene-Beauftragte. Nur so sei ihre kontinuierliche Nutzung sicherzustellen. Da die in Frage stehenden Keime nur durch direkten Körperkontakt übertragen werden können - in unserer Gesellschaft aber solche Kontakte durch natürliche soziale Sicherheitsabstände unterbunden würden - seien es in der Klinik nur Ärzte und Pflegepersonal, die diese Grenze durchbrechen müssten. “Bei Ihnen müssen die Patienten aber sicher sein, dass sie zuvor stets ihre Hände desinfizieren, um Krankheitsübertragungen zu vermeiden”.

Auf die Notwendigkeit, insbesondere im Zusammenhang mit der Verlegung von Patienten Hygiene-Netzwerke aufzubauen, wies Dr. Sebastian Kevekordes vom Gesundheitsamt Rhein-Pfalz-Kreis hin. Ein solches Netzwerk, dem vierzig Krankenhäuser aus der Metropolregion Rhein-Neckar angehören sollen, sei derzeit im Aufbau, berichtete er. Es soll durch den Einsatz von eigens entwickelten Verlegungsbögen die Weiterverbreitung von Keimen durch mit Resistenzen vorbelastete Patienten bei ihrer Verlegung von einer Klinik in die andere vermeiden. Dr. Kevekordes kam auch auf die zunehmend in der Öffentlichkeit diskutierten Haftungsansprüche von Patienten zu sprechen, die nach einer Infektion im Krankenhaus rechtlich gegen die Klinik vorgehen würden. Auch hier würden die Gesundheitsämter mit Rat und Tat bereit stehen.

Schon vor dem eigentlichen Symposium hatten die Teilnehmer des Hygienetages Gelegenheit, unter Anleitung von Roger Munding, Hygienefachkraft am “Vincenz”, am Beispiel von Blutabnahmen und Verbandswechseln, Hygienemaßnahmen am Patienten praktisch umzusetzen.

Über komplexe Hygienefallen im Alltag berichteten in dem anschließenden Symposium auch kompetente Referenten aus führenden Hygiene-Instituten in Freiburg, Stuttgart und Heidelberg. Dabei wurden auch die Möglichkeiten erörtert, einen die Ländergrenzen überschreitenden Ausbruch von Lebensmittelinfektionen durch Legionellen einzudämmen.

Breiten Raum nahm schließlich auch die Diskussion über die falsche bzw. zu hoch dosierte Verabreichung von Antibiotika ein. “Unser Haus geht mit dem Einsatz dieser Präparate deutlich kritischer um als andere, vergleichbare Einrichtungen”, stellte Chefarzt Dr. Wresch fest, der es begrüßte, dass der Einsatz solcher Medikamente künftig dokumentiert werden müsse. “Dennoch werden wir künftig damit leben müssen, dass Resistenzen gegen Antibiotika vermehrt weitergegeben werden”, konstatierte der Chefarzt.

Zum Abschluss des 2. Hygientages am St. Vincentius-Krankenhaus in Speyer bedankte sich Verwaltungsdirektor Klaus Diebold bei allen Referenten für ihre engagierte Mitarbeit.

“Wir freuen uns, dass es uns auch in diesem Jahr wieder gelungen ist, ganz unterschiedliche Facetten des Themas Hygiene aufzuzeigen”, bedankte sich Diebold und gab seiner Hoffnung Ausdruck, allen Teilnehmern ein Stück weit aus der “Hygienefalle Alltag” geholfen zu haben. Foto: Kienipress

24.11.2011


Stiftung Lebensblicke trauert um Professor Dr. Jörg-Dietrich Hoppe

Ludwigshafen- Vorstand, Stiftungsrat und Kuratorium der Stiftung Lebensblicke haben mit großer Bestürzung die Nachricht vom Tode des langjährigen Präsidenten des Marburger Bundes und später der Bundesärztekammer erhalten. Hoppe war nicht nur ein engagierter Arzt, Sachverständiger und Berufspolitiker, sondern auch ein besonderer Befürworter der ersten Stunde des Anliegens der Stiftung. Professor Hoppe hatte stets ein offenes Ohr für alle Belange der Darmkrebsprävention.

Die Stiftung trauert mit seinen Angehörigen um einen außergewöhnlichen Arzt und Menschen. Sie wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Die Stiftung Lebensblicke ist die erste Stiftung in Deutschland, die sich seit 1998 für die Aufklärung der Bevölkerung über die Darmkrebsvorsorge einsetzt. Sie ist gemeinnützig und finanziert sich ausschließlich über Privatspenden und Zustiftungen von Firmen. Weitere Informationen unter www.lebensblicke.de. Spendenkonto: BW Bank Mannheim, BLZ 600 501 01, Kto.-Nr. 4961530. Stiftung LebensBlicke, Presse

11.11.2011


Diakonissen-Stiftungskrankenhaus auf Medaillenkurs

Architekt erklärt Bauprogramm für neues Speyerer Klinikum

cr. Speyer. Mit dem Um- und Erweiterungsbau des Diakonissen-Stiftungskrankenhauses wird die Klinik ihre Nutzfläche in den nächsten drei Jahren um rund 19.000 qm erweitern und die Funktionsabläufe in der Klinik gründlich verändern. Das erläuterte jetzt Architekt Linus Hofrichter im Rahmen der Feier zum ersten Spatenstich für den Neubau. So wird der Haupteingang von der Hilgardstraße in die Paul-Egell-Straße verlegt und damit eine bessere Anbindung an die Haupteinfallstraßen in die Stadt erreicht. Die Liegendkrankenanfahrt wird mit unmittelbarer Anbindung an die Notaufnahme an die Hilgardstraße verlegt.

An das bestehende Hauptgebäude des Krankenhauses wird in Richtung Paul-Egell-Straße ein zweigeschossiger Funktionsbereich mit einer Grundfläche von 8.400 qm angebaut, in dem die gesamte medizinische Grundversorgung ihren Platz findet. Dadurch wird die Funktionsfläche mit Ambulanzen, Untersuchungsbereichen, Zentraler Aufnahme und Notdienstzentralen mehr als verdoppelt. Kurze Wege für Patienten und Mitarbeiter sollen einen optimierten Betriebsablauf und damit eine noch bessere Patientenversorgung auf höchstem medizinischen Niveau gewährleisten. Lichthöfe gestalten den Funktionsbereich freundlich und übersichtlich und lassen viel Tageslicht zu den Patienten, Mitarbeitern und Besuchern einfallen. Die begrünten Dachflächen sorgen für einen schönen Ausblick aus den Patientenzimmern und verbessern zugleich das Kleinklima in der Klinik.

Des weiteren wird an das so genannte Kinderkrankenhaus ein fünfgeschossiger Bettentrakt mit einer Grundfläche von ca. 8.200 qm angebaut. Auf dessen Dach wird ein Hubschrauberlandeplatz nach neuestem europäischen, luftfahrtrechtlichen Standard entstehen und auch damit die Notfallversorgung der Patienten weiter verbessert.

In den neuen Räumlichkeiten am Standort Hilgardstraße werden nach Fertigstellung des Neubaus auch die derzeit noch in der Spitalgasse untergebrachten Bereiche - die Palliativstation, die Geriatrische Tagesklinik, das Schlaflabor sowie das Schmerzzentrum - ihre Heimstatt finden.

Auch eine neue Großküche zur Versorgung von Patienten und Mitarbeitern wird im Rahmen des Neubaus errichtet. “So ein Küchenneubau ist noch einmal eine eigene Wissenschaft für sich”, erklärte Linus Hofrichter, der auf die gleichzeit damit einhergehende Erweiterung des Wirtschaftshofes hinwies. Diese Großküche wird im Untergeschoss des Erweiterungsbaus am Kinderkrankenhaus entstehen - auch die vorhandene Cafeteria wird erweitert und modernisiert.

Bauherr und Architekt wollen das neue Klinikum entsprechend den derzeit höchsten europäischen Standards errichten, und u.a. die Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit durch eine Zertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen bestätigen lassen. Im Rahmen dieses Zertifizierungsverfahrens, so Linus Hofrichter, habe das Vorhaben bereits den selten vergebenen Bronze-Rang erreicht “und wir sind zuversichtlich, zumindest auf Silber aufzusteigen”, so der Architekt. Allerdings wäre es sein Traum, wenn das Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus in Speyer als erste derartige Baumaßnahme mit der Goldmedaille ausgezeichnet werden würde.

29.10.2011


“Diakonie” und “Stift” an einem Ort

Spatenstich für “Ein-Standort-Lösung” am Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer

cr. Speyer. Großer Tag für das Diakonissen-Stiftungskrankenhaus in Speyer: Mit dem ersten Spatenstich - gemeinsam von Sozialministerin Malu Dreyer, Oberbürgermeister Hansjörg Eger und den Verantwortlichen der Klinik ausgeführt - wurde jetzt der Startschuss gegeben zu einer fasr 50 Millionen Euro teuren Baumaßnahme, mit der die 2004 vereinbarte Zusammenführung des ehemaligen Städtischen Stiftungskrankenhauses mit der evangelsichen Diakonissenanstalt in seine Endphase tritt, der Umsetzung der “Ein-Standort-Lösung” am Diakonissen-Stiftungskrankenhaus in Speyer.

Dr. Werner Schwartz, Vorsteher der “Diakonissen Speyer-Mannheim” konnte zu diesem festlichen Anlass zahlreiche hochrangige Gäste auf der Baustelle begrüßen, unter ihnen die Landtagsabgeordneten Anne Spiegel (Die Grünen) und Dr. Axel Wilke (CDU), Oberbürgermeister Hansjörg Eger und seinen Vorgänger Werner Schineller, die früheren Dezernenten für das “Stift”, Rolf Wunder und Hans-Peter Brohm sowie zahlreiche aktive und pensionierte Funktionsträger und Mitarbeiter der beiden Einrichtungen. “Das Krankenhaus”, so Werner Schwartz, “das aus der Fusion hervorgegangen ist, hat sich so gut entwickelt, dass wir es jetzt wagen konnten, den Schritt auf die von Anfang an gewollte Zusammenführung an einem Standort zu gehen”. Schwartz erinnerte daran, dass die Diakonissenanstalt schon1859 gegründet worden sei. Seitdem hätten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren Dienst stets im Sinne christlicher Nächstenliebe verrichtet. “Das wollen wir auch in der Zukunft so halten”, betonte der Vorsteher, “weil Liebe zu Gott ohne die Liebe zu den Menschen nicht möglich ist”.

Die rheinland-pfälzische Staatsministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, Malu Dreyer, zeigte sich hoch erfreut, dass es zu diesem Fusionsmodell gekommen sei. “Es ist nie leicht, ein kommunales Krankenhaus zu einer solchen Kooperation und schließlich zu einer Fusion zu bewegen”, so die Ministerin. Dass es hier zu so einvernehmlichen Lösungen gekommen sei, bedeute in einer Zeit, in der sich anderenorts vergleichbare Einrichtungen “bis aufs Blut” bekämpften - wo Chefärzte mit Kopfgeldern beim Konkurrenten abgeworben würden - schon eine Besonderheit, für die sie sich bei in den gut sieben Jahren der Suche zueinander verantwortlichen Menschen herzlich bedankte. “Es geht hier nicht allein um den Bau neuer Betten”, stellte sie heraus - auch alle Funktionsabteilungen und viele Details - vom Eingangsbereich bis zum Hubschrauberlandeplatz - bekämen ein neues Gesicht. 48,5 Millionen Euro koste die Gesamtmaßnahme, von denen das Land 30,4 Millionen zuschieße. Mit gut 12 Millionen Euro habe der Träger einen Anteil geschultert, der respektabel sei. “In gut drei Jahren sehen wir uns hier hoffentlich alle wieder zur Einweihung”, schloss Malu Dreyer, die dem Bau beste Wünsche für eine unfallfreie Bauzeit mitgab.

Mit einem Appell an die Anwesenden, sich für eine Organspende zu entscheiden und sich einen entsprechenden Ausweis ausstellen zu lassen, beschloss die Ministerin ihre Ausführungen. “Das ist ein Appell, den ich seit kurzem überall ausspreche, wo ich viele Menschen erreiche”.

Dieser Aufforderung konnte sich auch OB Eger anschließen, der darauf verwies, dass er selbst schon seit Jahren einen solchen Ausweis mit sich trägt. Zum Anlass des Tages bekannte der Oberbürgermeister, dass ihn schon ein wenig Wehmut überkomme, wenn er bedenke, dass damit ein weiterer Schritt hin auf das Ende einer seit 752 Jahren währenden Tradition gemacht werde. “Nachdem aber die Fusion - ausweislich der Leistungszahlen - ein großer Erfolg ist, war die Entscheidung dazu nur ein konsequenter letzter Schritt”. Eger dankte deshalb der Ministerin für ihre Unterstützung des Vorhabens:

“Ohne Ihre Hilfe wäre ein solches Projekt nicht möglich gewesen”.

Werner Vogelsang, Geschäftsführer des Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses schilderte dann in teils humorigen Worten noch einmal die Geschichte der Zusammenführung der beiden Einrichtungen am Standort in der Hilgardstraße, Auch er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Maßnahme innerhalb der nächsten dreieinhalb Jahre abgeschlossen werden könne. “Immerhin möchte ich die Einweihung noch vor meiner Pensionierung erleben”, scherzte Vogelsang. Sein Kollege Wolfgang Walter, Sprecher der Geschäftsführung des Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses wies sodann darauf hin, dass die Erschließung des Krankenhauses künftig nicht mehr über die Hilgardstraße, sondern über die Paul-Egell-Straße erfolgen werde. Dadurch würden auch Patienten aus dem badischen Umland, die heute schon gut 30 Prozent der Patienten ausmachten, rascher zu der Klinik kommen. Walter kündigte auch an, dass im Zuge der Baumaßnahme zur Entlastung des ruhenden Verkehrs ein Parkhaus errichtet werde. Mit einer eindrucksvollen Animation gewährte er dann den Anwesenden einen instruktiven Rundgang durch das neue Haus, das danach Linus Hofrichter von dem verantwortlichen Architekturbüro Sander/Hofrichter in Ludwigshafen im Detail erläuterte, ehe die o.g. Persönlichkeiten im Schatten eines großen Baggers zum Spaten griffen und damit die Baumaßnahme offiziell in Gang setzten.

Über das Raumprogramm wird der SPEYER-KURIER gesondert berichten. Foto: Kienipress

28.10.2011


Darm-OPs im St.-Vincentius-Krankenhaus: Auch im Notfall alle Vorteile

Beeindruckt zeigte sich das Fachpublikum aus niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei der Vorstellung der hauseigenen Studienergebnisse zum Thema „Fast track“ in der Darmchirurgie am Mittwoch Abend im St.-Vincentius-Krankenhaus. Bereits seit 2004 wird das moderne Behandlungskonzept hier erfolgreich umgesetzt.

Wörtlich übersetzt heißt Fast track „schnelle Schiene“. Das Konzept hat zum Ziel, die Gefahr von Komplikationen um eine Operation herum so gering wie möglich zu halten. Außerdem erfolgt die Erholungsphase nach einem Eingriff nachweislich schneller und läuft für die Patienten in Bezug auf Schmerzen, Verdauungsprobleme und allgemeine Komplikationen deutlich komfortabler ab. Verschiedene Module, wie der Einsatz spezieller Schmerzkatheter, eine gezielt schonende Operationstechnik sowie frühe Mobilisation wirken zusammen und werden in Teamarbeit zwischen Ärzten verschiedener Fachabteilungen, Pflegenden und Physiotherapeuten umgesetzt.

Noch vor wenigen Jahren erlebten Patienten vor- und nach einer Darmoperation lange Phasen ohne Nahrung. Heute weiß man, dass die Genesung durch die schnelle Wiederaufnahme der normalen Ernährung nicht nur Vorteile für die Heilung der Operationsnähte oder die Verdauungsfunktion bringt. Auch die allgemeine Kraft und Leistungsfähigkeit wird nicht so stark beeinträchtigt, wie das ohne „Fast track“ der Fall war. Der „lähmenden Müdigkeit“ nach Operationen (= postoperative Fatigue), die Patienten noch bis zu drei Monate nach dem Krankenhausaufenthalt beschreiben, kann durch das Zusammenspiel aller Mechanismen von Fast track entgegengewirkt werden.

Anlass für den Vortragsabend waren neue Ergebnisse der im St.-Vincentius-Krankenhaus durchgeführten Studien. Alle bisherigen Forschungsarbeiten zu Fast track hatten sich ausschließlich mit geplanten Operationen befasst, denn nur unter geplanten und entsprechend „sicheren“ Bedingungen werden in der Regel die Module von Fast track umgesetzt. Das Team im St.-Vincentius-Krankenhaus um Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie Dr. Johannes Winter und Chefarzt der Anästhesie Dr. Klaus-Peter Wresch erfasst bereits seit Beginn der Umstellung auf Fast track alle Operationsergebnisse – auch die von Notfällen – in einer prospektiven Beobachtungsstudie (mittlerweile über 800 Patienten). Von Beginn an waren sich die Ärzte einig, dass alle Patienten von möglichst vielen Vorteilen der neuen Erkenntnisse (z.B. eine statistisch deutliche Senkung des Sterberisikos) profitieren sollen. So wird in jedem Einzelfall und eben auch bei Notfällen abgewogen, welche Module des Konzeptes ohne Risiko eingesetzt werden können. Mittlerweile ist die Datenlage eindeutig und beweist, dass das Fast track-Konzept auch für die Notfallchirurgie geeignet ist.

Nicht im Vordergrund steht im St.-Vincentius-Krankenhaus dabei die Verkürzung des Krankenhausaufenthaltes. Alle operierten Patienten sollen ihre Selbstständigkeit und Selbstbestimmung so schnell wie möglich wieder erlangen. Mit ihnen gemeinsam wird in jedem Einzelfall entschieden, wie lange sie stationär behandelt werden (in der Regel sind das zwischen 5 und 15 Tage nach der Operation). Die Vorstellung der Studienergebnisse für die Speyerer Bevölkerung ist für 2012 geplant. Falls Sie Fragen zum Thema Fast track haben, wenden Sie sich gerne an die Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie unter der Telefonnummer 06232-133-370. St.-Vincentius-Krankenhaus, Presse www.vincentius-speyer.de

07.10.2011


Kostenlose Grippeschutzimpfung

Gemeinsame Präventions-Aktion der Betriebskrankenkassen und des Ärztenetzes PRAVO

Die Virusgrippe (Influenza) ist eine schwere Infektionskrankheit, die lebensbedrohlich und damit wesentlich gefährlicher sein kann als eine banale Erkältung oder ein Schnupfen.

Die Betriebskrankenkassen der Region und das Ärztenetz PRAVO in Speyer bieten den BKK-Versicherten in einer gemeinsamen Initiative die Übernahme der Kosten für die saisonale Influenza – Impfung (Grippeimpfung) außerhalb der Schutzimpfungs-Richtlinie an. BKK-Versicherte können von ihrem Hausarzt erfahren, ob ihre Betriebsrankenkasse an der kostenfreien Aktion teilnimmt.

Ab Mitte Oktober ist laut PRAVO die richtige Zeit für die Impfung von gefährdeten Personen. Besonders gefährdet sind Menschen mit chronischen Erkrankungen. Darüber hinaus wird die Grippeschutzimpfung für Personen empfohlen, die im Beruf einer erhöhten Infektionsgefahr ausgesetzt sind oder diese Infektion auf andere übertragen können, z.B. medizinisches Personal, Feuerwehr, Polizei, Lehrkräfte. Auch wer häufig Kontakt zu größeren Gruppen von Menschen hat (etwa Personen in Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr), sollte zur Impfung gehen.

05.10.2011


„Dort, wo früher Marienkapellen standen, stehen heute Fitnessstudios“

Von unserem Mitarbeiter Werner Schilling

Speyer. „Ob jemand gesund ist, hängt davon ab, wie oft er untersucht wurde.“ Oder: „Gesund ist nur ein Mensch, der mit seinen Krankheiten einigermaßen gut umgehen kann.“ Zwei der vielen mit Satire  und humorvollen Beispielen aus seinem Berufsleben verpackten Thesen von Dr. med. Dipl.-Theol. Manfred Lütz. Der Neurologe und Psychiater, seit 1997 Chefarzt des Alexianer-Krankenhauses in Köln-Porz, hat sich als Buchautor einen Namen gemacht. „Lebenslust – Über Risiken und Nebenwirkungen der Gesundheit“ überschreibt Lütz seinen Vortrag, mit dem er die rund 500 Gäste des 27. Forums der Kreis- und Stadtsparkasse Speyer in der Stadthalle auf überaus amüsante Weise unterhält und sie auch an ernstere Themenbereiche heranführt.

„Alle humorlosen Fitnessbesucher sollten jetzt besser gehen und sich das, was jetzt kommt, nicht antun“, rät der Facharzt für Psychiatrie und „katholische Rheinländer“ allen Zuhörern, an deren Spitze der Vorstandsvorsitzende Uwe Geske eingangs Oberbürgermeister Hansjörg Eger, Bürgermeisterin Monika Kabs und Beigeordneten Dr.Wolf Böhm begrüßte. In den ersten zehn Minuten zieht Lütz über den immer mehr um sich greifenden „Gesundheitswahn“ vom Leder und verteufelt alle, die sich nur von Körnern ernähren, sich nur von Diät zu Diät hangeln und „mit schmerzverzerrtem Gesicht durch den Wald rennen“ und auf Anfrage keuchen: „Ja, es macht Spaß!“

„Dort, wo früher Marienkapellen standen, stehen heute Fitnessstudios“, sieht der Diplom-Theologe die Gefahren der Gesundheitsreligion, die dazu führte, das im Jahr 2000 erstmals die Zahl der Fitnesstudiomitglieder (4,59 Millionen) die Zahl der Besucher katholischer Sonntagsgottesdienste (4,42 Millionen) übertroffen hat.

Bei Gratulationen werde oft zu den guten Wünschen hinzugefügt. „Die Gesundheit ist das höchste Gut“. Wenn dem so wäre, so müsste hierfür der Staat in die Pflicht genommen werden.  Gesundheit ist seiner Auffassung nach ein hohes Gut, das es zu pflegen gilt. Lütz lässt seine medizinischen Erkenntnisse tröpfchenweise in seine „Lebenslust“-Philosophie einfließen und erkennen, dass die Lösung im goldenen Mittelweg zu suchen ist. Wer’s  im Allgemeinen bei der Ernährung nicht übertreibt, der darf sich seiner Meinung nach „mal einen Schweinshaxen und ein Doppelbock“ oder ein schönes Stückchen Sahnetorte gönnen. Der Mediziner gibt auch seinem Berufsstand gerne etwas Fett ab und vergleicht das Frage- und Antwortspiel bei der  Chefarztvisite im Krankenhaus mit einer kirchlichen Prozession. Lütz zeichnet seinen Spannungsbogen von  einer medizinischen Überversorgung über „Kampagnen gegen den Krebs“ bis hin zu seiner Definition vom „Sinn des Lebens“, dem Genießen des Moments, der „Unwiederholbarkeit des Tuns“, und seiner Schlussfolgerung: „Um gesund zu sein, muss man der Welt im Ganzen zustimmen.“

Dass Lütz eine hohe Meinung von Behinderten hat und ihnen besondere Fähigkeiten beimisst, kommt nicht von ungefähr: Der in Bornheim bei Bonn lebende Arzt und Theologe gründete 1981 in Bonn die integrative Behindertengruppe  „Brücke-Krücke. Er bereitet ihre Jahresfahrten vor und nimmt rege an den Veranstaltungen teil. Die Gruppe umfasst derzeit ca. 200 Behinderte und Nichtbehinderte und unterhält zudem eine integrative Wohngemeinschaft. Foto: SPK

30.09.2011


Warum sich Schmerzen ausbreiten

Millionen-Förderung für die Erforschung neuer diagnostischer und therapeutischer Ansätze bei chronischen Muskel- und Gelenkschmerzen / Forschungsverbund unter Federführung der Heidelberger Universitätsklinik für Psychosomatik

Was tut sich in Muskeln, Gelenken, Nerven und Haut, wenn Schmerzen nicht mehr abklingen, sondern sich im Gegenteil ausbreiten? Wie kommt es, dass einige Patienten eine Ausbreitung ihrer Schmerzen erfahren, während bei anderen Menschen die Beschwerden z.B. auf den Rücken beschränkt bleiben?

Diesen Fragen gehen Wissenschaftler aus Heidelberg, Mannheim, Mainz und Marburg nun gemeinsam im Rahmen eines neuen Forschungsverbundes (LOGIN) auf den Grund. Ihr Ziel ist es, die Ausbreitung chronischer Schmerzen aufzuklären und so neue Ansatzpunkte für Diagnostik und Therapie zu identifizieren. Koordinator des Gemeinschaftsprojektes, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 3,5 Millionen Euro gefördert wird, ist Professor Dr. Wolfgang Eich, Spezialist für chronische Schmerzen am Universitätsklinikum Heidelberg.

Etwa jeder Vierte in Deutschland leidet unter anhaltenden Schmerzen der Muskeln und Gelenke in Rücken, Nacken, Schultern oder Beinen, sogenannten chronischen muskuloskelettalen Schmerzen. Chronisch sind diese Schmerzen dann, wenn sie trotz Einnahme von Medikamenten oder Krankengymnastik nach drei Monaten noch unverändert andauern. Teils fangen sie in einer umschriebenen Stelle des Körpers an und breiten sich im Laufe der Zeit aus, so dass Schmerzen im Knie, der Hüfte, den Schultern oder Armen hinzukommen. Betroffene sind in ihren alltäglichen Bewegungen - z. B. bei der Arbeit - erheblich eingeschränkt.

Ungeklärt ist bisher die Frage, warum zum Beispiel Kreuzschmerzen ohne erkennbaren Grund andauern und warum plötzlich auch an anderen Stellen des Körpers Schmerzen hinzukommen. Ausbreitung kann dabei auf zweierlei Art und Weise verstanden werden, nämlich zeitlich und örtlich. Wenn sich Schmerzen zeitlich ausdehnen, wenn sie also über Monate andauern, spricht man von chronischen Schmerzen. Wenn sie sich örtlich und von einem Körperteil zum nächsten ausbreiten spricht man von Generalisierung. Chronifizierung und Generalisierung sind die beiden bislang nicht verstandenen Mechanismen, die eine Therapie erschweren.

"In unseren Projekten untersuchen wir mit einer breiten Palette an Methoden, wie es dazu kommt, dass Schmerzen nicht abklingen, sondern sich sogar ausbreiten", erklärt Professor Eich, Leiter der Sektion für Integrierte Psychosomatik an der Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik des Universitätsklinikums Heidelberg. Der Forschungsverbund umfasst sieben eng vernetze Projektgruppen mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Genaue Einteilung chronischer Schmerzen erlaubt gezielte Therapie

Ein wichtiges Ziel der Verbundprojekte ist es, die Schmerzen bestimmten Auslösern und Entstehungsmechanismen zuzuordnen, um für jede Gruppe geeignete Behandlungsansätze zu entwickeln. Zudem wollen die Wissenschaftler erforschen, wer besonders gefährdet ist, Schmerzen an vielen Stellen des Körpers zu entwickeln, und warum. "Solange wir die Mechanismen und Auslöser chronischer Schmerzen nicht ausreichend verstehen, bleiben Therapien unspezifisch und nur bedingt erfolgreich", so Eich.

Professor Dr. Siegfried Mense, Centrum für Biomedizin und Medizintechnik Mannheim (CBTM), und sein Team untersuchen mit anatomischen und physiologischen Methoden die Mechanismen die dazu führen, dass sich chronische Rückenschmerzen in andere Körperregionen ausbreiten. Den Zusammenhang von chronischen Schmerzen und Depression sowie die Rolle körpereigener Signalstoffe der Schmerzverarbeitung (Endocannabinoide), untersucht Professor Dr. Beat Lutz, Universitätsklinikum Mainz.

Wie beeinflussen Depressionen oder soziales Umfeld das Schmerzempfinden?

Für ein genaueres Verständnis der normalen Abläufe der Schmerzentstehung und -verarbeitung sind Studien mit gesunden Probanden unerlässlich: So untersucht Professor Dr. Martin Schmelz, Universitätsklinikum Mannheim, den Einfluss bestimmter Proteine in Nerven (Nervenwachstumsfaktoren) auf die Empfindlichkeit gegenüber Schmerzen. Das Team um Professor Dr. Rolf-Detlef Treede, CBTM, prüft mit Hilfe spezieller Reizverfahren, wie sich die Tiefenschmerzwahrnehmung bei gesunden Probanden und Schmerzpatienten mit und ohne generalisiertem Schmerz unterscheidet.

Ziel der Studie von Professor Dr. Herta Flor, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim, ist es u.a., die vom Gehirn ausgehende Schmerzhemmung bei Patienten mit chronischem Rückenschmerz und generalisiertem Schmerz (Fibromyalgie) zu erfassen. Auch der Einfluss von Endocannabinoiden, Wachstumsfaktoren und Psychotherapie wird dabei berücksichtigt. Das Team um Professor Eich beschäftigt sich mit der Rolle psychischer Erkrankungen wie Ängsten oder Depressionen bei der Wahrnehmung und Verarbeitung von Schmerz und welche Auswirkungen dies auf Schmerz-Biomarker hat. Wie sich der individuelle Umgang mit Rückenschmerzen oder das soziale Umfeld der Patienten auf die Ausweitung der Schmerzen auswirken und was einzelne Patienten davor bewahrt eine Ausbreitung ihrer Schmerzen zu erfahren, ist Forschungsgegenstand von Professor Dr. Annette Becker, Universität Marburg.

Weitere Informationen im Internet: www.login-verbund.de/ www.klinikum.uni-heidelberg.de/Psychosomatik-des-Bewegungssystems.5547.0.htm l

Kontaktinformation für Patienten:

Wenn Sie Interesse haben unsere Forschung zu unterstützen und unter Rückenschmerzen leiden, können Sie sich per Telefon (Projekttelefon mit Anrufbeantworter: 0621-1703-6321) unter Angabe des Stichwortes "Chronische Schmerzen" mit uns in Verbindung setzen. Ein Mitarbeiter des Forschungsverbundes wird Sie kontaktieren und Ihnen nähere Auskünfte zur Studienteilnahme geben. Wegen der erfahrungsgemäß großen Anzahl von Anrufen bitten wir Sie um etwas Geduld.

Kontakt für Journalisten: Prof. Dr. med. Wolfgang Eich Dipl.-Psych. Andreas Gerhardt Sektion Integrierte Psychosomatik Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik Medizinische Universitätsklinik Heidelberg Tel.: 06221 / 56 86 68 E-Mail: andreas.gerhardt(at)med.uni-heidelberg.de Foto als Download: http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/fileadmin/pressestelle/images/20110926 _PM137_Forschungsverbund_LOGIN_Projektleiter.jpg Bildzeile: Von links: Prof. Dr. S. Mense (Medizinische Fakultät Mannheim), Prof. Dr. W. Eich (Verbundsprecher, Universitätsklinikum Heidelberg), Prof. Dr. M. Schmelz (Universitätsmedizin Mannheim), Prof. Dr. A. Becker (Philipps-Universität Marburg), Prof. Dr. B. Lutz (Universitätsmedizin Mainz), dahinter Prof. Dr. R-D. Treede (Medizinische Fakultät Mannheim), Prof. Dr. H. Flor (ZI-Mannheim). Foto: Universitätsklinikum Heidelberg Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 10.000 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 Departments, Kliniken und Fachabteilungen mit ca. 2.000 Betten werden jährlich rund 550.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.600 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland.

www.klinikum.uni-heidelberg.de Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg

27.09.2011


Neuer Früherkennungstest für Herzinfarkt und Schlaganfall

cr. Speyer. “Vorbeugen ist besser als Heilen” - eingedenk dieser Volksweisheit, die wechselweise dem Vater aller medizinischen Wissenschaft, Hippokrates und der Heiligen Hildegard von Bingen zugeschrieben wird, hat jetzt PRAVO, das Praxisnetz Vorderpfalz - ein Zusammenschluss engagierter niedergelassener Ärzte verschiedener Fachrichtungen mit dem Ziel, “Medizin mit Qualität” sicherzustellen - gemeinsam mit ausgewählten Betriebskrankenkassen (BKKen) und den Landwirtschaftlichen Krankenkassen (LKKen) in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland eine neue, wegweisende Initiative zur Früherkennung der Gefahr von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall vorgestellt.

Bei einer Fortbildungsveranstaltung in Speyer konnten sich jetzt Ärzte - Mitglieder von PRAVO - aus erster Hand über HRV (Herz Raten Variabilität) und SRA (Schlaganfall Risiko Analyse), neuartige Formen der Früherkennung informieren, die deutlich früher ansetzen als die bisher bekannten Präventionsmaßnahmen es zu leisten vermögen. Als Referenten dazu hatte PRAVO einen ausgewiesenen Experten, Universitätsprofessor Dr. Werner Wittling vom Zentrum für Neuropsychologische Forschung an der Universität in Trier gewinnen können.

In seinen Ausführungen stellte Prof. Dr. Wittling zunächst die Untersuchungsmöglichkeiten vor, anhand derer Ärzte schon bisher die verschiedenen Risikofaktoren eines Patienten ermitteln konnten. Doch dann, so Prof. Wittling, sei die Krankheit oft schon weit fortgeschritten. “Was wir deshalb brauchen,” so der Experte,” sind ‘echte’ Frühindikatoren”.

Notwendig seien Möglichkeiten, zu erkennen, ob der Patient aufgrund seines organischen Zustandes in Verbindung mit den von außen auf ihn einwirkenden Stressfaktoren für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung prädisponiert sei. Dazu sei ein entscheidender Fortschritt die Erkenntnis, dass die meisten Erkrankungen im Herz-Kreislauf-System ihre Ursache in Funktionsstörungen der übergeordneten neuralen Kontrollsysteme haben. Eine zentrale Funktion komme dabei HRV, der Herz-Raten-Variabilität zu, die wie ein hochempfindlicher Seismograph auf sämtliche Signale aus dem Körperinneren und von außen reagiert: Auf Funktionsinformationen der verschiedenen Organe ebenso wie auf Gedanken und Gefühle - kurz: Auf alle Einwirkungen von außen, die Stress in der unterschiedlichsten Form erzeugten.

Die Herz-Raten-Variabilität messen zu können ermögliche es jetzt deshalb, sowohl organische Fehlfunktionen im Herz-Kreislauf-System wie auch den Körper von außen beeinflussendes Fehlverhalten in der Lebensführung - zum Beispiel Rauchen oder übermäßigen Alkoholkonsum - zu erkennen, noch ehe sie sich in einer feststellbaren Erkrankung niederschlagen können. Eines der dann möglichen Krankheitssymptome ist das gefürchtete Vorhofflimmern, bei dem die Pumpfunktion des Herzens eingeschränkt wird. Dadurch können sich Blutgerinnsel bilden, die - lösen sie sich ab und setzen sie sich dann in Gefäßen des Gehirns oder des Herzens wieder fest - zu Hirnschlag oder Herzinfarkt führen. Die Folgen sind dann oft dramatisch - bis hin zum “Sekundentod”.

Mit Hilfe des PROCAM Scores, eines wissenschaftlich erprobten und inzwischen in vollem Umfang anerkannten Testverfahrens kann das individuelle Risiko eines Menschen ermittelt werden, innerhalb der nächsten zehn Jahre einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden.

Dazu werden “harte”, d.h. objektiv messbare Daten wie Körpergewicht und Alter, aber auch die individuellen Risikofaktoren wie Blutdruck, Diabetes und Cholesterin anhand einer Punkteskala in die Risikobewertung mit einbezogen.

Legen dann die Ergebnisse des PROCAM-Testes ein erhöhtes Risiko für den Patienten nahe, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden, wird die Funktion seines Herzens einer gründlichen kardiologischen Untersuchung unterzogen. Hierbei kommen die HRV-Messung und - wenn erforderlich - die Schlaganfall-Risiko-Analyse zum Einsatz.

Bei der HRV-Messung gewinnt der untersuchende Arzt untrügliche Indizien dafür, ob das Herz des Untersuchten in der Lage ist, unterschiedliche körperliche und seelische Belastungen gut ausgleichen zu können.

Bei der Schlaganfall-Risiko-Analyse werden die im EKG (Elektrokardiogramm) aufgezeichneten Herzströme mathematisch neu bewertet, so dass der Arzt aussagekräftige Ansatzpunkte dafür erhält, ob der Patient bereits in der Vergangenheit unter Vorhofflimmern litt - auch wenn das Herz während der Messung normal und im Takt schlug. Ist dies der Fall, wird der Patient ebenfalls direkt einem Kardiologen zur weiteren Behandlung vorgestellt.

HRV und SRA  sind also Methoden, durch die Menschen schon lange vor dem Auftreten des Herzinfarkts oder des Schlaganfalls von ihrer entsprechenden Gefährdung erfahren und eine entsprechende medizinische Intervention möglich wird. Dazu werden modernste, innovative Diagnoseverfahren eingesetzt, bei denen keine operativen Eingriffe oder - wie der Mediziner sagt - allein nicht-invasive, schmerz- und risikofreie Untersuchungen zum Einsatz kommen.

An der Risikofrüherkennung von Schlaganfall und Herzinfarkt können alle Versicherten der per Vertrag mit PRAVO verbundenen BKKen und LKKen kostenlos teilnehmen. Voraussetzung ist, dass bei dem Versicherten nach dem Ergebnis des PROCAM-Testes ein erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall oder Herzinfarkt innerhalb der nächsten zehn Jahre besteht oder dass sie bereits einen Herzinfarkt erlitten haben.

Zuvor schon hatte Dr. Harald Schwacke, Chefarzt für Kardiologie am Diakonissenkrankenhaus Speyer-Mannheim aus seinem Alltag berichtet und darauf verwiesen, dass zum Beispiel beim Schlaganfall noch immer ein Drittel der betroffenen Patienten unmittelbar nach dem Vorfall versterben, ein weiteres Drittel mit zum Teil schweren Einschränkungen dauerhaft pflegebedürftig bleibt und nur ein Drittel in ein normales Leben - wenn auch mit lebenslanger weiterer medizinischer Betreuung - zurückfindet. “Natürlich können wir Risikogruppen wie zum Beispiel Diabetiker sehr gut beschreiben”, betonte der Chefarzt, “und auch lifestyle-bedingte Risiken wie Rauchen, Bewegungsmangel oder falsche Ernährung können durch entsprechende Beratung wirksam behandelt werden”. Das Problem sei allerdings, dass zu diesem Zeitpunkt die Erkrankung und damit die Schädigung der Gefäße schon mehr oder weniger weit vorangeschritten sei. Von daher käme den neuen Untersuchungsmethoden eine außergewöhnliche Bedeutung zu.

Das unterstrich auch PRAVO-Vorsitzender Dr. Clemens Spiekermann, der den Referenten für ihre wegweisenden Ausführungen dankte. “Ich könnte Ihnen noch Stunden lang zuhören”, begeisterte sich der niedergelassene Mediziner, der seinen Kollegen anbot, je eine Mitarbeiterin bei PRAVO in die “Geheimnisse” von SRA und HRV einführen zu lassen, um auch die organisatorischen Voraussetzungen für die reibungslose Durchführung des Tests für die Patienten so einfach wie möglich zu gestalten.

Angesichts der außergewöhnlichen Vorteile, die die neuen Untersuchungsmethoden haben, lohnt es sich sicher auch für Versicherte, die bei keiner der vorgenannten BKKen oder LKKen versichert sind, mit ihrem Versicherer in Kontakt zu treten und über die Kostenübernahme für den Test zu verhandeln - oder sich, wenn der Versicherer die Kostenübernahme verweigert, dem Test, der nur etwa 100,– bis 150,– EURO kostet, auf eigene Rechnung zu unterziehen.

Das Leid, das dem Menschen durch die Teilnahme an dem Test erspart werden kann und das oft genug auch die ganze Familie in einen unbeschreiblichen Abwärtsstrudel zieht, ist sicher mit keinem Geld der Welt aufzuwiegen.

Auskunft darüber, wo Sie sich diesem Test unterziehen können, erhalten Sie über www.pravo.de, Anmeldungen für den HRV/SRA-Test sind möglich über leitstelle@pravo.deoder per Telefon über 06232-10 01 265 bzw. per Fax über 06232-10 01 26-9.

20.09.2011


Mehr als nur Geburtshilfe: Hebammen feiern Examen

Die Absolventinnen und Absolventen der Hebammenschule mit Schulleiterin Ute Bauer (rechts) und Lehrerinnen.

20 frisch examinierte Hebammen feierten am 14. September ihren Abschluss an der Hebammenschule des Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses Speyer.

Zunächst wurden die Absolventinnen in einem Gottesdienst in der Mutterhauskapelle verabschiedet. Pfarrer Dr. Werner Schwartz, Vorsteher der Diakonissen Speyer-Mannheim, wünschte ihnen für die Zukunft Stärke und Zuversicht und „ein offenes Ohr für andere zu haben und ihnen unterstützend zu begegnen“ - ganz im Sinne der über 150jährigen Diakonissen-Tradition.

Das offene Ohr und die Unterstützung anderer spielten auch in der anschließenden Feierstunde mit Zeugnisübergabe eine wichtige Rolle. So dankte Schulleiterin Ute Bauer eingangs Eltern, Freunden und Verwandten sowie Lehrern und Praxisanleitern, dass sie die Schülerinnen über drei Jahre ihrer Ausbildung begleitet und zum Ziel geführt haben. Bauer ging außerdem auf die vielfältigen Rollen von Hebammen ein, die weit über die Hilfe bei der Geburt hinausgingen: „Hebammen begleiten und unterstützen Frauen heute lange vor der Geburt und über die Geburt hinaus“, sagte sie.

Nachdem die Hebammen gemeinsam mit Schulleiterin Ute Bauer und Kursleiterin Annette Weber den Hebammeneid abgelegt und ihre Zeugnisse in Empfang genommen hatten, klang der Abend mit einem bunten Programm aus: Die frisch Examinierten blickten auf ihre Schulzeit zurück und Schülerinnen des nachfolgenden Kurses, die die Feier organisiert hatten, gaben ihnen auf unterhaltsame Weise gute Wünsche mit auf den Weg.

Ihren Hebammen-Abschluss feierten: Sabrina Fiener, Julia Hagedorn, Anouk Harten, Samira Jacoby, Mirjam Jocham, Stefanie Koch, Emma Kölsch, Alexandra Korschan, Stefanie Krah, Anne Krämer, Amrei-Katharina Laukel, Julia Magsig, Elena Margherita Nauert, Justine Nikolaitschik, Lisa Pabst, Anne Ritter, Ines Rodriguez Martel, Martina Schmidt, Ida Teuchner, Antonia von Mirbach-Harff. Diakonissen Speyer-Mannheim, Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Foto: sim

16.09.2011


„Lebenslang durch Alkohol“

Präventionsveranstaltung der Johann-Heinrich-Becher Schule mit der Nidro

Von Franz Gabath

Speyer- Schon seit einigen Jahren arbeiten die Jugend und Suchtberatungsstelle Nidro aus Speyer und die Sozialpädagogische Abteilung der Johann-Heinrich-Becher Schule in Sachen Suchtberatung, Aufklärung und Prävention sehr eng zusammen. Das oft unterschätzte Thema, Alkohol in der Schwangerschaft, war Anlass für eine gemeinsame Veranstaltung von Berufsschule, Nidro so wie FASworld e.V. Deutschland. FAS, das Fatale Alkohol Syndrom, ist eine Behinderung bei Kindern, die durch Alkoholkonsum der Mutter während der Schwangerschaft hervorgerufen wird und deren Schädigungen nicht heilbar sind.

Angeboten wurde die Veranstaltung Schülerinnen und Schülern des Berufsvorbereitungsjahres (BFJ), so wie der Berufsfachschule Gesundheitspflege und Hauswirtschaft (BF 1). Katrin Lepke, die stellvertretende Vorsitzende von FASworld war die richtige und kompetente Ansprechpartnerin für die fast 100 Schülerinnen und Schüler im großen Saal der Johann-Heinrich-Becher Schule.

Katrin Lepke und ihr Mann haben ein Adoptivkind und zwei Pflegekinder im Alter von einem, vier, so wie 10 Jahren die an FASD erkrankt sind. An Hand einer Power-Point-Präsentation, mit Bilder, von behinderten  Kindern, die unter die Haut gingen, schilderte Katrin Lepke die Auswirkungen der auftretenden Behinderungen wie Minderwuchs, Untergewicht, Kleinköpfigkeit, geistige und motorische Entwicklungsverzögerungen, Verhaltensstörungen, geistige Behinderung, Herzfehlern oder Gesichtsanomalien. Menschen mit FASD sind oft ihr ganzes Leben lang auf Hilfe und Unterstützung von anderen Menschen angewiesen. Ein Großteil ist nicht in der Lage ein eigenständiges, selbstbestimmtes Leben zu führen. Jährlich werden in Deutschland ca. 4000 Kinder mit FASD geboren. Die Dunkelziffer liegt hier bei 10 000 bis 15 000 Erkrankungen, da es in Deutschland keine Meldepflicht für diese Erkrankung gibt. Die bisherigen Zahlen beruhen immer noch auf denen von Prof. Löser aus den Jahre 1995. FASD ist keine Problematik die ausschließlich in sogenannten Suchtfamilien  auftritt. Es betrifft Kinder aus allen Schichten der Gesellschaft.

Viele der jungen Zuhörerinnen und Zuhörern im Alter von 16 bis 19 Jahren zeigten sich tief betroffen, was aus den Zwischenfragen immer wieder ersichtlich war. Dass nicht Drogen, Medikamente, oder Nikotin, sondern Alkoholgenuss während der Schwangerschaft am ausschlaggebendsten für etwaige Missbildungen oder Behinderungen sind erstaunten die meisten der Jugendlichen. Alkohol ist, im Gegensatz zu den meisten Drogen, die Nervengifte darstellen, ein Zellgift. Die Schädigungen am Fötus können schon durch geringste Mengen Alkohol ausgelöst werden. „Die Kinder werden im Mutterleib, gerade in den ersten Wochen und Monaten von ihrer Größe aus gesehen, regelrecht umspült vom Alkohol“ wie es eine erfahrene Kinderkrankenschwester ausdrückte. Und die Fähigkeit den Alkohol abzubauen ist bei der Mutter 10 mal stärker ausgeprägt als bei den noch ungeborenen Kindern. Daher bleiben diese auch viel länger alkoholisiert und der Alkoholspiegel sinkt viel langsamer.

Am eindrucksvollsten waren die persönlichen Schilderungen von Katrin Lepke aus ihrem täglichen Leben. Wenn sie von den Problemen in Kindergarten und Schule berichtete, dass die Entwicklung von ihren Kindern derer gesunder Kinder hinterherhinkt, wurden die jungen Zuhörer ganz still und aufmerksam. Und aus den Worten von Lepke sprach zum einen die große Liebe die sie zu ihrem Adoptivkind und den beiden Pflegekindern empfindet. Aber man merkte auch eine große Traurigkeit. Eine Traurigkeit darüber, dass “ihren Kindern“ dieses Schicksal hätte erspart bleiben können ebenso wie den tausenden anderen. „Kindern diese Behinderung zu 100 Prozent zu ersparen ist ganz einfach“ betonte  Katrin Lepke.  Ihr eindringliches Fazit das sie den Jugendlichen mitgab, und da sparte sie die Männer nicht aus, war: „Denken sie um der ungeborenen Kinder willen immer daran, kein Alkohol in der Schwangerschaft“.  „Schwanger? Dann null Promille“ ergänzte Katrin Lepke mit Nachdruck.

Da es immer wieder schwangere junge Mädchen unter den Schülerinnen der Johann-Heinrich-Becher Schule gibt, war dieses Veranstaltungsangebot nach den Worten von Jutta Weickenmeier, einer der Sozialpädagoginnen an der Schule ein weiterer wichtiger Meilenstein in der Präventionsarbeit für die jungen Menschen. „Dies war ein weiterer Schritt die Zusammenarbeit mit der Berufsschule zu intensivieren und auszubauen“ betonte Iris Löhr von der Nidro. „Dass Alkohol neben den illegalen Drogen eine Bedrohung der Gesundheit darstellt, versuchen wir sowieso zu vermitteln. Umso wichtiger war es mit der Veranstaltung heute darauf hinzuweisen welche verheerenden Folgen der Alkoholkonsum besonders in der Schwangerschaft für die Ungeborenen haben kann. Bild fg

14.09.2011


Präzise, schonend und sicher dank neuster 3D-Technologie

Endoskopie-Zentrum am Universitätsklinikum Heidelberg mit neuer 3D-Röntgenanlage / Präzisere Darstellung der Gallengänge und der Bauchspeicheldrüse möglich.

Das Interdisziplinäre Endoskopie-Zentrum (IEZ) am Universitätsklinikum Heidelberg ist seit September im Besitz einer neuen 3D-Röntgenanlage. Damit können endoskopische Untersuchungen an Gallengangsystem und am Gang der Bauchspeicheldrüse unter gleichzeitiger Röntgenkontrolle präziser als bisher durchgeführt werden. Besonders Patienten mit komplexen Erkrankungen dieser Organe kommt die neue Methode, mit der selbst kleinste Gangstrukturen sichtbar gemacht und mögliche Veränderungen behandelt werden können, zugute. Ein Gerät mit vergleichbaren Eigenschaften, das im Bereich der Endoskopie zum Einsatz kommt, gab es bisher in Baden-Württemberg noch nicht.

Das neue Röntgengerät ermöglicht eine 180 Grad-Rotation um den Patienten und dank einer 3D-Rekonstruktion der gewonnenen Bilddokumente eine präzisere und höher auflösende Darstellung als bisher. Die neue Technologie kommt vor allem bei schwerkranken Patienten mit bösartigen Tumoren oder Metastasen im Bereich von Leber, Gallengängen und der Bauchspeicheldrüse, die mit einer Abflussstörung der Verdauungssäfte einhergehen, zum Einsatz sowie vor oder nach Operationen. Auch chronisch-entzündliche Lebererkrankungen, die zu einer narbigen Verhärtung und Verengung der Gallenwege führen, können besser entdeckt und sicherer therapiert werden.

Schneller und schonender Eingriff für den Patient

"Mit Hilfe des neuen Geräts lässt sich der Eingriff für den Patienten schneller, schonender und präziser als bisher durchführen", erklärt Privatdozent Dr. Peter Sauer, gastroenterologischer Leiter des IEZ. Patienten profitieren weiterhin von einer geringeren Strahlenbelastung, Mitarbeiter zusätzlich von einer besseren Bedienbarkeit. "Insgesamt erhöhen sich die diagnostische Qualität und therapeutische Sicherheit deutlich", weiß Viszeralchirurgin Dr. Anja Schaible, die das Zentrum zusammen mit PD Dr. Peter Sauer leitet.

Die 3D-Anlage kommt u.a. bei der ERCP ("endokopisch retrograde cholangio-pancreaticographie") zum Einsatz. Bei dieser Untersuchung führt der Mediziner dem Patienten über Mund, Speiseröhre und Magen das Endoskop - ein biegsamer Schlauch, mit dem man in Hohlräume des menschlichen Körpers blicken kann - bis in den Zwölffingerdarm. In ihn münden über eine kleine Öffnung der Hauptgallengang und der Gang der Bauchspeicheldrüse. Über einen winzigen Katheter injiziert der Arzt Kontrastmittel, wodurch die Gänge auf einer Röntgenaufnahme sichtbar werden. Diese lassen sich dann wiederum dreidimensional darstellen.

Endoskopie-Zentrum wegweisend für Deutschland

Im Interdisziplinären Endoskopie-Zentrum, das im August 2011 sein 5-jähriges Bestehen feierte, werden im Jahr etwa 10.700 endoskopische Eingriffe durchgeführt. Dazu gehören neben den Untersuchungen an Galle und Bauchspeicheldrüse auch Spiegelungen von Speiseröhre, Magen, Dünn- und Dickdarm. Der interdisziplinäre Charakter des IEZ -neben einem hochqualifizierten Pflegeteam arbeiten hier vier Mediziner aus Gastroenterologie und Chirurgie in einem "Kernteam", weitere Ober- und Assistenzärzte sowie ein eigener Anästhesist Hand in Hand - ist wegweisend für Deutschland. Pressemitteilung des Universitätsklinikums Heidelberg

09.09.2011


Nach nur 25 Minuten war das Hirngefäß wieder durchblutet

Neurologen und Neuroradiologen des Universitätsklinikums Heidelberg behandeln Schlaganfall mit einem neuen technischen Gerät / Ergebnisse in "Stroke" und "American Journal of Neuroradiology" veröffentlicht

Brunhilde Wecker hatte noch einmal Glück. Die 64-Jährige wurde Ende August mit einem akuten Schlaganfall in das Universitätsklinikum Heidelberg eingeliefert. Mediziner der Abteilungen für Neurologie und Neuroradiologie entfernten ihr mit einem neuartigen Gerät einen Thrombus - ein Blutgerinnsel, das die linke Hals- und Hirnschlagader verstopfte - aus dem Gefäß. Der Eingriff mit dem sogenannten Stent-Retriever-System, der in diesem Fall nur 25 Minuten dauerte, wird bei Patienten durchgeführt, die einen akuten Schlaganfall mit einem Gefäßverschluss haben. Die ersten Ergebnisse dieses mechanischen Verfahrens, das in der Neurologischen Klinik zum Einsatz kommt, wurden jetzt durch die Heidelberger Mediziner in den renommierten Fachzeitschriften "Stroke" und "American Journal of Neuroradiology" veröffentlicht.

Patientin war in Lebensgefahr

"Die Patientin hatte einen kompletten, etwa einen Zentimeter langen Verschluss der linken Halsschlagader am Übergang zur mittleren Gehirnarterie", berichtet Professor Dr. Martin Bendszus, Ärztlicher Direktor der Abteilung für Neuroradiologie. Durch den Gefäßverschluss, der mit einer kompletten Lähmung der rechten Körperhälfte sowie einer Sprachstörung einhergegangen war, hätte die Patientin schwerste bleibende Schäden davon getragen oder wäre im schlimmsten Fall sogar gestorben. "Nach dem Eingriff kann die Patientin wieder selbständig gehen und sprechen", freut sich Professor Bendszus über das Ergebnis der neuen Methode.

Bei der Behandlung, die in der akuten Notfallsituation kurz nach Eintreffen der Patientin in der Klinik durchgeführt wurde, handelt es sich um ein sog. endovaskuläres Verfahren: Hierbei wird ein Katheter über die Leistenschlagader unter Röntgenkontrolle bis in das hirnversorgende Gefäß geführt. "Über diesen Katheter haben wir das winzige Instrument bis in den Bereich des Verschlusses geschoben und das für den Schlaganfall verantwortliche Blutgerinnsel entfernt", erzählt Dr. Stefan Rohde, Oberarzt der Abteilung für Neuroradiologie. Die Methode kommt nur zum Einsatz, wenn die Patienten innerhalb der ersten fünf Stunden nach dem Schlaganfall in eine spezialisierte Klinik kommen.

Durchblutung umgehend wieder hergestellt

Und wie funktioniert die Entfernung? "Im Bereich des Verschlusses dehnt sich das Gerät zu einem gitternetzartigen Körbchen aus, drückt den Thrombus an die Gefäßwand und stellt wieder eine sofortige Durchblutung her. Beim Entfernen des Geräts bleibt das Gerinnsel in der Gitterstruktur hängen und wird mit hinaus gezogen, das Gefäß ist wieder frei", erklärt Dr. Rohde, der die Sektion für Interventionelle Neuroradiologie leitet.

Professor Dr. Werner Hacke, Ärztlicher Direktor der Neurologischen Klinik, sieht in der Methode eine neue Behandlungsoption für Patienten mit akutem Schlaganfall: "Möglicherweise ist die zusätzliche mechanische Entfernung der alleinigen Lysetherapie überlegen." Bei der Lysetherapie wird den Patienten ein Medikament in die Blutbahn verabreicht, welches das Blutgerinnsel chemisch auflösen soll. Ob das neue Vorgehen die besseren Ergebnisse bringt, zeigen in der Zukunft wissenschaftliche Studien. Diese befinden sich bereits - unter Federführung der Heidelberger Mediziner - in konkreter Planung.

Brunhilde Wecker ist mittlerweile wieder aus dem Krankenhaus entlassen. An den Tag des Schlaganfalls hat sie nur noch wenig Erinnerung: "Nach dem Aufstehen konnte ich plötzlich mein rechtes Bein sowie meinen rechten Arm nicht mehr bewegen und nicht mehr sprechen", so die vereidigte Buchprüferin und Steuerberaterin aus Neckargemünd. "Da hat mein Mann direkt die 112 gewählt und ich wurde umgehend nach Heidelberg in die Klinik gebracht. Dann weiß ich nichts mehr." Die schnelle Reaktion des Ehemanns, der sofortige Transport nach Heidelberg und die umgehende Thrombusentfernung retteten der 64-Jährigen vermutlich das Leben. Denn Zeit ist bei einem Schlaganfall der entscheidende Faktor: Je länger das Gehirn nicht mit Blut versorgt wird, desto gravierender sind die Schäden, die der Patient davonträgt.

Jeder Schlaganfall ist ein Notfall

Aus diesem Grund ist jeder Schlaganfall ein Notfall und muss umgehend in einer spezialisierten Klinik, die über eine Schlaganfall-Station verfügt, behandelt werden. Typische Symptome sind plötzlich auftretende Lähmungen sowie Schluck-, Sprach- und Sehstörungen. Ursache für die meisten Schlaganfälle sind Gerinnsel, die in die Blutbahn gelangen und zum Verschluss der Gefäße im Gehirn führen. Dadurch wird das dahinter liegende Gewebe nicht mehr versorgt und stirbt ab. Der Schlaganfall, an dem jährlich etwa 200.000 Menschen erkranken, ist mittlerweile die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Pressemitteilung Universitätsklinikum Heidelberg

08.09.2011


In Schweden bald Cannabis auf Rezept

In Schweden gibt es medizinisches Cannabis bald auf Rezept. Das berichtet der schwedische TV-Sender svt auf seiner Webseite. Die schwedische Arzneimittelzulassungsstelle „Läkemedelsverket“ ist kurz davor, ein Mundspray, das eine Marijuana-Substanz enthält, für MS-Kranke zuzulassen.
In den USA ist es gang und gebe, Patienten mit Schmerzen und Depressionen Cannabis zu verschreiben. In Schweden soll Cannabis jetzt als Mittel für Patienten mit Mulitipler Sklerose zugänglich sein. „Um von Cannabis high zu werden, braucht man schon eine hohe Dosis“, erklärt Hans Sjögren vom Läkemedelsverket, „bei medizinischem Cannabis handelt es sich um relativ kleine Dosen, das dann ins Blut gelangen. Einen Kick bekommt man dabei sicherlich nicht“, urteilt Sjögren.
MS bewirkt Schäden im Gehirn und im Rückenmark, die Betroffenen bekommen oft Probleme wie Muskelkrämpfen und werden oft ganz steif. Cannabis kann die Symptome lindern indem es als Mundspray unter die Zunge gesprüht wird, wie verschiedene Untersuchungen laut Hans Sjögren beweisen. Cannabis auf Rezept ist auch heute schon legal in Schweden, aber der Weg, es zu bekommen, ziemlich weit.
Um das Cannabis-Medikament zu verschreiben, muss der Arzt muß eine Sondergenehmigung vom Läkemedlesverket erwirken. Die wiederum, wenn erteilt, besagt, dass die am nächsten liegende Apotheke per Spezialtransport das Medikament liefern lassen kann. Ungefähr 13.000 MS-Patienten gibt es heute in Schweden, lediglich an die 50 Patienten erhalten Cannabis. Hans Sjögren glaubt nicht, dass die Zulassung des Medikaments für Schweden ein Problem darstellt. Die Herstellerfirma rechnet bereits damit, das Medikament zum Jahresende auf den Markt zu bringen. jüs

19.08.2011


Erweiterung der Geburtshilfe am Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer, Hilgardstr. 26, Speyer

Anlieferung der Module am 25. und 26. August 2011

Im Rahmen der Erweiterung und Modernisierung der geburtshilflichen Abteilung am Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer werden in der Woche vom 22. bis 25. August 2011 die Raummodule angeliefert, in denen drei Kreißsäle sowie Patienten-, Schwestern- und Arztzimmer entstehen:

-          Nach umfangreichen Vorarbeiten wird am Mittwoch, dem 24. August, ab 11 Uhr der knapp 50 Meter hohe Kran mit einer Hubleistung von 450 Tonnen und einer   Reichweite von 46 Metern geliefert und bis ca. 17 Uhr aufgebaut.

-          Am 25. und 26. August werden insgesamt 19 Raummodule in der Hilgardstraße angeliefert und per Kran auf das Erdgeschoss gehoben.

-          Die Anlieferung der Module erfolgt an beiden Tagen von 7.00 Uhr bis ca. 17.00 Uhr im Stundentakt.

-          Die Größen der Module reichen von 6,40m x 4,60m x 3,97m bis 17,50m x 4,30m x 3, 97m, ihr Gewicht von 10,5 bis 26,5 Tonnen.

-          Das größte Modul mit einer Fläche von 75,30 m² und einem Gewicht von 26,5 Tonnen wird am Freitag, dem 26. August, ab 7.00 Uhr an der Krankenhauskapelle vorbei an seinen Platz auf dem Erdgeschoss des Krankenhauses geschwenkt.

Die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer ist mit über 2.000 Geburten im Jahr die geburtenstärkste Klinik in Rheinland-Pfalz.

Durch die Baumaßnahme wird die geburtshilfliche Abteilung des Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses um einen Kreißsaal erweitert, die Geburtshilfe in einer Etage zusammengelegt und der Komfort für werdende Mütter und junge Familien vergrößert. Voraussichtliche Eröffnung im Februar 2012. Dr. Katja Jewski, Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Diakonissen Speyer-Mannheim

12.08.2011


Abschlussfeier der Pflegerischen Schulen am Diakonissen-Stiftungskrankenhaus

Speyer: „Kleines Senfkorn Hoffnung“

Von Franz Gabath

In einer eindrucksvollen Abschiedsfeier wurden 29 Absolventen, darunter ein Mann, nach ihrer Ausbildung in den Fachrichtungen  Gesundheits- und Krankenpflege,  Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, so wie Altenpflege an den Pflegerischen Schulen des Diakonissen-Stiftungskrankenhauses Speyer, ins Berufsleben entlassen.

Die jungen Damen und der Herr versammelten sich in der Kapelle des Diakonissenmutterhause zu einem Gottesdienst, den die frisch Examinierten mitgestalteten. Geschmückt war der Altar mit Kerzen und einem stilisierten Baum. Ausgehend von diesem Symbol, dem Baum, spannte Schwester Oberin, Isabelle Wien, die den Gottesdienst leitete, einen Bogen zum Leben der jungen Damen und Herren, wie eigentlich zum Leben eines jedes Menschen. Bezugnehmend auf Psalm 1, der vom Baum und den Wurzeln zu Gott spricht, mahnte Schwester die Jungen Menschen ihre Kraft aus dem Glauben zu schöpfen. „Im Moment glauben sie, sie könnten Bäume ausreißen, so wie sie auf der anderen Seite während der Ausbildung manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht sahen“ scherzte eine sichtlich gelöste Schwester Oberin.  Dann mahnte sie aber auch Dieses an.  „In ihrem Beruf, in dem sie für Andere,  da sind, sind tiefe Wurzeln mit das Entscheidende. Der Akku ist oft sehr schnell leer“ führte die Diakonissin eindringlich aus.“ Und da brauchen sie immer wieder einen Ausgleich, der auch in Gottes Wort liegen kann“ fügte Schwester Jsabelle hinzu. „Und ich wünsche ihnen, dass das kleine Senfkorn Hoffnung, das wir eben im Lied besungen haben, auch in ihnen zu einem starken Baum heranwächst, mit tiefgründenden Wurzeln, einer mächtigen Krone die vielen Bewohnern Platz bietet, so wie viel Blätterwerk, dass die Sonne einfangen kann und ihnen den nötigen Sauerstoff zum Leben spendet“ schloss Schwester Isabelle ihre Predigt.  

Zum Andenke an die zurückliegende Ausbildungszeit überreichte die Leiterin der Pflegerischen Schulen, Tanja Schaller, den Absolventinnen und Absolventen einen Schlüsselanhänger an dem eine kleine Holzscheibe befestigt war. Eine Holzscheibe die nur auf eine Seite bearbeitet war. Die andere Seite ist noch sägerau. Ein Symbol für das Leben der jungen Damen und Herren, das sich auch noch abschleifen muss, aufbauend auf einer fundierten Ausbildung, die vollen Zukunft steckt, wie Tanja Schaller betonte.

Wie gelöst die jungen Damen und Herren waren, nachdem der ganze Prüfungsdruck von ihnen genommen war, merkte man als sich die 29 festlich gekleideten Absolventinnen der Absolvent im Chorraum versammelten und gemeinsam „o happy Days“  anstimmten und mit ihren frischen Gesang die Besucherinnen und Besucher mitrissen.

Nach dem Gottesdienst gab es aus den Händen von Tatjana Schaller und Michael Wendelken, dem Leiter des Bildungszentrums, in der Aula des Mutterhauses die heiß ersehnten Examenszeugnisse gemeinsam mit einer Rose.

Mit einem Umtrunk endete eine Abschlussveranstaltung der Pflegerischen Schulen am Diakonissen-Stiftungskrankenhaus Speyer, der den 29 Absolventen sicher in bleibender Erinnerung bleiben wird   

Die Absolventinnen und der Absolvent der Fachrichtung Gesundheits- und Krankenpflege: Alena Barkov, Tara-Michelle Bauer, Lucie Horakova, Sandra Hornig, Lisa Jabs, Funda Kilic, Andrea Kosche, Viktoria Kwiring, Jessica Link, Gladys Cherop Most, Carolin Münster, Irina Nedilko, Denise Platz, Nadja Rückert, Bettina Schlechmair, Anna Stadler, Jens Westerweller, Nataliya Zosymchuk

Die Ausbildung Gesundheits- und Kinderkrankenpflege beendeten: Lisa Anken, Maike Beenen, Bettina Degelow, Katharina Hirth, Melanie Meister, Nadine Schlieter, Gwendolyn Schmitt, Franziska Schott, Julia Stephan, Franziska Weiß.

Zur Altenpflegerin ausgebildet wurde Janine Tröbs

Fotos: sim und fg

11.08.2011


„Pflegenotstand? Nicht mit uns!“

Über das bestandene Examen können sich in diesem Jahr freuen: Marc Andreas, Beste Aydogmus, Laura Beiner, Tobias Brandenburger, Kelly Feuerbach, Neslihan Gökcen, Anne-Kathrin Halter, Kristine Hery, Anne Hilzendegen, Nicole Jemba, Darja Jurgenson, Lisa Löchel, Madeleine Mappes, Patricia Mayer, Jessica Müller, Tanja Netter, Corina Petrantonakis, Franziska Rech, Samina Ruhig, Nadja Schmunk, Kursleitung: Mathias Adam

Schule für Gesundheits- und Krankenpflege am St.-Vincentius-Krankenhaus verabschiedet 20 motivierte Absolventen

Unermessliche Hochrechnungen beschäftigen Deutschland derzeit bezogen auf den steigenden Bedarf an Pflegefachkräften für die kommenden Jahre und Jahrzehnte. Von über 60 000 offenen Stellen bis 2020 ist teilweise zu lesen. Wachsenden Zahlen von pflegebedürftigen Menschen stehen immer weniger Nachwuchspflegende gegenüber. Und während politisch noch heiß diskutiert wird, ist die Realität in den Bereichen der Gesundheitsversorgung, vom Akutkrankenhaus über die ambulante bis zur stationären Altenpflege, bereits angekommen. Das Ringen um qualifizierte Gesundheits- und Krankenpfleger/ -innen sowie Altenpfleger/ -innen hat längst begonnen. Vorbei die Zeiten, in denen Absolventen aus Pflegeberufen um einen Arbeitsplatz bangen mussten.

So konnten die frisch examinierten Gesundheits- und Krankenpfleger/ -innen bei der Übergabe ihrer Abschlusszeugnisse durch den Prüfungsvorsitzenden Karl-Heinz Knoche am 9. August auch überglücklich strahlen. Die drei Jahre langes Lernen und Üben haben sich für alle bezahlt gemacht - alle Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer haben die Prüfung bestanden.

Seit 1952 werden im St.-Vincentius-Krankenhaus Speyer Pflegefachkräfte ausgebildet. Über 1000 Absolventen sind aus der hauseigenen Schule für Gesundheits- und Krankenpflege hervorgegangen. Und viel hat sich in der Zeit getan. Z.B. wurden die Möglichkeiten für eine Spezialisierung nach der Grundausbildung immer Vielseitiger. Alleine die sechs Schülerinnen, die 2011 im Vincenz bzw. dem Krankenhaus Zum Guten Hirten, Oggersheim (in gleicher Trägerschaft) bleiben, haben sich für ganz unterschiedliche Bereiche entschieden. Tanja Netter und Samina Ruhig wollen sich in das Intensivfach einarbeiten, Kristine Hery und Corina Petrantonakis dagegen interessieren sich für die psychiatrische Pflege. Aber auch die Arbeit auf allgemeinen Pflegestationen des Krankenhauses bietet spannende Möglichkeiten. So wird Darja Jurgenson künftig das Team einer unfallchirurgisch-orthopädischen Station verstärken während Neslihan Gökcen sich derzeit in der Inneren Medizin am wohlsten fühlt. „Und wenn ich dann genug Berufserfahrung gesammelt habe, kann ich ja immer noch studieren…“ lacht eine der Schülerinnen fröhlich.

Doch vor dem Ernst des Lebens wurde heute nach einer praktischen sowie jeweils drei schriftlichen und mündlichen Prüfungen erst einmal gefeiert: Zunächst lud die Krankenhausleitung am späten Nachmittag zu einem festlichen Buffet in die Aula ein. Der Abend klang dann gemütlich auf der von den Absolventen selbst organisierten Examensparty in einer Gaststätte in Speyer aus.

Mit 26 Teilnehmern startet ab dem 1. September ein neuer Kurs in das 60. Jubiläumsjahr der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege.

Bei Interesse an einer Ausbildung ab September 2012 richten Sie bitte Ihre schriftliche Bewerbung an: Schule für Gesundheits- und Krankenpflege am St.-Vincentius-Krankenhaus, Holzstraße 4a, 67346 Speyer. Über Aufnahmevoraussetzungen können Sie sich im Internet unter www.vincentius-speyer.de informieren.

Stefanie Weiß, Qualitätsmanagerin im Gesundheits- und Sozialwesen (DGQ) St.-Vincentius-Krankenhaus Speyer

10.08.2011


Neues Weaning-Zentrum Speyer am St.-Vincentius-Krankenhaus Speyer

Als ich das Vincenz verließ hatte ich 17 neue Freundinnen und Freunde. Fr. Dr. Schlegl vorne links und das Intenisv-Pflegeteam, Hr. Hessel in der Mitte.

Speyer (Weiß). Der 65jährige Harlad Hessel musste nach einer Not-Operation für längere Zeit künstlich beatmet werden. Verkompliziert wurde seine Situation zusätzlich durch eine bereits vorher bestehende chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD). Durch die Entwöhnung von der künstlichen Beatmung ("Weaning") im neu eingerichtete Weaning-Zentrum Speyer am St.-Vincentius-Krankenhaus kann er heute ohne Beatmungsgerät leben,welches ihn für immer ans Bett gefesselt hätte.

Feldwebel a. D. Harald Hessel, heute 65, hatte im Sicherheitsdienst seiner Kaserne 48 Mann unter sich und war es gewohnt, den Ton an zu geben. Umso schwerer fiel es ihm schon mit 57 Jahren in den Frühruhestand zu müssen, weil Herz und Lunge nicht mehr mitspielten. Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) lautete die Diagnose, die ihm nach und nach den Atem raubte. Trotz der Schwere seiner  Erkrankung konnte er jedoch seinen Alltag gut meistern. Er war in seiner Wohnung in der Nähe von Darmstadt mobil, konnte Treppen steigen und seinem Hobby nachgehen – Computer zusammen bauen und programmieren.

Erst eine Blinddarmentzündung wurde ihm zum Verhängnis. Er hatte die Bauchschmerzen zu lange nicht ernst genommen und wollte auch partout nicht in ein Krankenhaus. Eine Not-Operation rettete ihn schließlich nach einem Blinddarmdurchbruch. Die OP gut überstanden verlief zunächst alles normal, bis eines Nachts dann Magensäure in seine Atemwege und in seine Lunge geriet und das Gewebe dort verätzte. Seine ohnehin stark eingeschränkte Lungenfunktion  verschlechterte sich so, dass er an ein Beatmungsgerät musste. Zwei mal wurde der 65jährige auf der Intensivstation wieder belebt. Durch seine Vorerkrankung schien es unmöglich, ihn je wieder von der künstlichen Beatmung entwöhnen zu können. Er wurde immer schwächer und hatte innerlich bereits resigniert, wie Harald Hessel rückblickend zugibt.

 Der Fachbegriff für die Entwöhnung von der künstlichen Beatmung durch Geräte lautet „Weaning“. Problemlos läuft dieser Prozess in der Regel, wenn die Phase der künstlichen Beatmung nur kurz ist, z.B. während oder nach einer Operation oder wenn die Haupterkrankung nicht die Lunge betrifft. Eine große Herausforderung stellt die Beatmungsentwöhnung dagegen bei Patienten dar, die entweder sehr lange künstlich beatmet waren oder bereits vor der Beatmung eine gestörte Lungenfunktion hatten. Spezielle Geräte müssen dann eingesetzt werden, die durch oft tägliche Veränderung der Einstellungen die Spontanatmung der Patienten nach und nach immer weniger unterstützen. Der eigene Atemantrieb muss Schritt für Schritt wieder normalisiert werden und das oft über mehrere Wochen hinweg.

Neben der Atmung sind durch langwierige, schwere Krankheitsphasen meist auch andere Körpersysteme betroffen. Muskeln bauen sich ab, Gelenke versteifen, das Schlucken und damit auch die Nahrungsaufnahme fällt durch die Kanüle in der Luftröhre schwer, häufig arbeiten die Nieren nicht mehr normal. Die Patienten sind allgemein sehr geschwächt. Hinzu kommt die psychische Belastung, wie auch Harald Hessel eindrücklich berichtet. Irgendwann sei ihm jede Bewegung zu viel gewesen, er fühlte sich ausgeliefert. Am liebsten hätte er einfach aufgegeben und wäre in Ruhe gestorben. Doch dagegen hatte seine Frau etwas, die trotz des harten Winters jeden zweiten Tag die lange Fahrt nach Speyer auf sich nahm, um ihren Mann zu besuchen. In das neu eingerichtete Weaning-Zentrum Speyer am St.-Vincentius-Krankenhaus hatten seine behandelnden Klinik-Ärzte ihn verlegt, nachdem auf seiner Heimatintensivstation alle Versuche der Beatmungsentwöhnung fehlgeschlagen waren. Die Alternative wäre eine Entlassung mit Beatmungsgerät gewesen, eine so genannte Heimbeatmung. Er wäre fortan ans Bett gefesselt gewesen - seine Prognose war schlecht.

Weaning als Spezialgebiet etabliert sich in der Medizin erst seit zirka 15-20 Jahren. Interdisziplinäre Zusammenarbeit ist bei der Beatmungsentwöhnung gefragt. Die Patienten brauchen insbesondere spezielle Betreuung durch Lungenfachärzte (Pneumologen), Intensivmediziner und -Pflegepersonal sowie Physiotherapeuten. Eine Vielzahl an modernen Geräten ist nötig, um den Patienten das eigenständige Atmen wieder „anzutrainieren“ und die regelmäßigen, begleitenden Kontrollen der Lungenfunktion durchzuführen. „Auf Intensivstationen eines Akutkrankenhauses ohne Weaning-Schwerpunkt ist man nicht darauf eingestellt, Patienten über Wochen hinweg nur wegen der Atemproblematik zu betreuen. Die vorhandenen Kapazitäten und geregelten Abläufe sehen vor, dass sie auf eine normale Station verlegt werden, sobald die Grunderkrankung beherrscht werden kann“ erklärt Dr. Oliver Jung, Pneumologe am Weaning-Zentrum Speyer. Vier Weaning-Plätze gibt es auf der Intensivstation im St.-Vincentius-Krankenhaus seit Oktober 2010. „Die meisten Weaning-Spezialabteilungen sind bisher an Lungenfachkliniken, wie z.B. an der Thoraxklinik in Heidelberg, angesiedelt. Unser Modell, integriert in ein Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung, ist in der Umgebung ein Novum“, so Jung. Die Patienten profitieren dabei von den Möglichkeiten aller Fachabteilungen des Krankenhauses gemeinsam. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit Internisten, Nierenfachärzten, Chirurgen und Urologen. So stellt die Mitbehandlung von Grund- und Nebenerkrankungen direkt vor Ort kein Problem dar. Es besteht die Möglichkeit zur Nierenersatztherapie (Dialyse) und zur chirurgischen Versorgung eventueller Druckgeschwüre (Dekubitus). Eine Verlegung von einer anderen Intensivstation zur Beatmungsentwöhnung nach Speyer kann so relativ früh im Behandlungsprozess erfolgen.

„Die Patienten brauchen besonderen Zuspruch und intensive Betreuung entlang eines strukturierten Konzeptes für alle beteiligten Berufsgruppen. Obwohl die Behandlung sehr zeitaufwendig ist, sind unsere Mitarbeiter äußerst motiviert bei der Sache“ berichtet Dr. Klaus-Peter Wresch, Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin und Leiter des Weaning-Zentrums am St.-Vincentius-Krankenhaus. „Denn gerade weil Weaning-Patienten so lange auf der Station leben, bleibt Zeit eine persönliche Beziehung zu ihnen aufzubauen und sich an jedem noch so kleinen Fortschritt zu freuen.“ Die persönliche Betreuung im St.-Vincentius-Krankenhaus ist auch das, was Harald Hessel besonders beeindruckt hat. „In einigen Situationen wurde durch Ärzte und Schwestern auch einmal Tacheles mit mir geredet. Wenn es zum Beispiel um meine fehlende Motivation zum Essen oder zum Sitzen außerhalb des Bettes ging. Doch gerade die klaren Worte in Verbindung mit der fürsorglichen Betreuung haben mich zum Nachdenken gebracht und mir gezeigt, dass es ohne meine Mithilfe nicht geht. Vor allem diese moralische Unterstützung hat mich wieder auf Vordermann gebracht.“ Nach vier Monaten in Speyer konnte Harald Hessel nach Hause entlassen werden. Eine Verschlechterung seiner Lungenfunktion zwingt ihn zwar nun dazu, in der Nacht eine Atemhilfe zu benutzen aber auch diese Weiterbetreuung und Nachsorge kann in Speyer problemlos geleistet werden – und er kommt gerne wieder.

Im Park sitzen und die Natur genießen -  noch vor wenigen Wochen wäre das undenkbar gewesen

24.03.2011