Wann darf man sterben? Ethiktag bei den Diakonissen Speyer-Mannheim
Dr. Heinz Rüegger aus der Schweiz regte im gut besuchten Festsaal des Diakonissen-Mutterhauses zum Nachdenken an.
Um Selbstbestimmung am Lebensende und Patientenautonomie
im Umgang mit dem Sterbenden ging es beim Ethiktag der Diakonissen
Speyer-Mannheim am 22. Mai im Speyerer Mutterhaus
Speyer- Referent Dr. Heinz Rüegger aus
Neumünster/ Schweiz ging in seinem Impulsreferat zum Thema „Sterben
in Würde im Spannungsfeld von Autonomieanspruch und
Betreuungsabhängigkeit“ zunächst darauf ein, was Würde eigentlich
bedeutet, ob ein Mensch seine Würde zum Beispiel durch Krankheit
überhaupt verlieren könne oder es nicht eher auch um den Respekt
geht, den die Gesellschaft kranken, pflegebedürftigen oder
sterbenden Menschen entgegenbringt. Außerdem beleuchtete der
Theologe, Ethiker und Gerontologe die Frage, wer heute Herr über
Leben und Tod sei. In unserer Gesellschaft entschieden überwiegend
Ärzte, Angehörige und Patienten selbst, so Rüegger: „Wo kämen wir
denn da hin, wenn jeder einfach so sterben würde?“ gab er den rund
100 Teilnehmenden mit auf den Weg in die moderierten
Arbeitsgruppen. In ihnen diskutierten unterschiedlichste
Berufsgruppen von der Pflegeschülerin und Altenpflegerin über den
Chefarzt bis zu Theologen und Diakonissen über ihre Erfahrungen in
der Praxis.
Viele Teilnehmende stellten heraus, dass es eine Diskrepanz gebe
zwischen der Leistungsgesellschaft, die alten, kranken oder
sterbenden Menschen keinen Wert beimisst, und den Mitgliedern der
selben Gesellschaft, die eine individuelle, zugewandte Pflege
erwarten, die jedoch viel Geld kostet. Die Teilnehmenden aller
Gruppen wünschten sich eine offenere gesellschaftliche Debatte über
den Tod und die Anerkennung medizinischer Grenzen. „Man muss auch
sterben dürfen“, verlautete es in einigen Diskussionen.
Diese Punkte griff Dr. Rüegger in seinem abschließenden Vortrag
„Zur Kultur des Umgangs mit Sterben: Von der ars moriendi zur
palliative care“ auf. Sterben sei zwar omnipräsent in der
Gesellschaft, dennoch würde kaum darüber gesprochen, sagte er und
mahnte: „Sterben ist nichts, was immer nur die anderen
betrifft.“
Der Ethiktag gehört zu einer Reihe von Veranstaltungen, die die
Diakonissen Speyer-Mannheim für Mitarbeitende und Gäste anbieten.
„Wir erfahren, dass ethische Orientierung nicht ungefragt
selbstverständlich und allgemein geteilt ist, wie dies vielleicht
früher einmal war. Zu vieles hat sich verändert, in unserer Welt,
in unseren Lebensweisen und Einstellungen, auch in der Medizin“,
erklärt Vorsteher Pfarrer Dr. Werner Schwartz die Motivation: „Die
Veränderungen erfordern ein neues Nachdenken und eine neue
Verständigung“, so Schwartz, der in diesem Jahr bereits Ethiktage
speziell für Mediziner sowie Ethikveranstaltungen für Mitarbeitende
in Seniorenzentren durchführte und Mitglied des interdisziplinären
Teams der Ethikberatung der Diakonissen Speyer-Mannheim ist.
23.05.2013
Minister Schweitzer besucht Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer
Freuten sich über die Zuwendung, die Minister Alexander Schweitzer (links) mitgebracht hatte: Geschäftsführer Wolfgang Walter, Oberin Sr. Isabelle Wien, Vorsteher Pfarrer Dr. Werner Schwartz, Geschäftsführer Werner Vogelsang und Kaufmännischer Vorstand Karlheinz Burger (v. r.).
Speyer- Die Zuwendung von
weiteren drei der insgesamt 30,4 Mio. Euro, mit denen das Land
Rheinland-Pfalz die Baumaßnahme am
Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer fördert, nutzte
Gesundheitsminister Alexander Schweitzer am 13. Mai, um sich selbst
vom Stand der Arbeiten zu überzeugen.
Im Gespräch mit dem Vorstand und Direktorium
informierte sich der Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und
Demografie über Geschichte und Arbeitsbereiche des
Krankenhausträgers Diakonissen Speyer-Mannheim sowie über die
Entwicklung, die das Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus in den
letzten Jahren im medizinischen Bereich genommen hat. Besonders hob
Geschäftsführer Wolfgang Walter die notwendigen Spezialisierungen
und Zertifizierungen hervor und wies auf technische Neuerungen
sowie die moderne Geburtshilfe hin.
Schwerpunkt des Gesprächs waren die Fusion des
früheren Diakonissen- mit dem ehemaligen Stiftungskrankenhaus im
Jahr 2004 und die daraus resultierende Baumaßnahme: Schon während
der Fusionsgespräche, hob Krankenhausgeschäftsführer Werner
Vogelsang hervor, sei eine Zusammenlegung der beiden
Betriebsstätten an einem Standort das Ziel der Betreiber und der
Politik gewesen. Diesem Ziel rückt man nun mit großen Schritten
näher: Die Inbetriebnahme des neuen Eingangsbereichs mit Aufnahme
und Funktionsbereichen sowie des fünfstöckigen Bettentrakts solle
im kommenden Jahr planmäßig erfolgen, so Vorsteher Pfarrer Dr.
Werner Schwartz. Er dankte Minister Schweitzer dafür, dass die
Landesregierung die Baumaßnahme mit 30,4 von insgesamt 48,5 Mio.
Euro unterstütze.
Der Landesregierung sei es ein wichtiges Anliegen,
dass ein leistungsfähiges Krankenhaus auch in Zukunft die
kompetente wohnortnahe Behandlung der Patienten sicherstellen
könnte, sagte der Minister. Er lobte das „außergewöhnliche
Engagement des Trägers“ und die kontinuierliche Entwicklung des
Krankenhauses, das die Zukunft stets im Blick habe: „Wenn man
aufhört, besser zu werden, hört man auf, gut zu sein“, so
Schweitzer.
Bevor der Minister die Gelegenheit nutzte, die
Baustelle zu besichtigen, stellten die Krankenhausgeschäftsführer
die Pläne für den zweiten Bauabschnitt, der ab Ende 2014 unter
anderem die Sanierung des Bettenhochhauses und den Umbau der
Intensivstation umfassen soll, vor. Minister Schweitzer sagte auch
für den zweiten Bauabschnitt, im Rahmen der finanziellen
Möglichkeiten, die weitere Unterstützung des Landes zu.
Diakonissen Speyer-Mannheim, Presse
Info:
Die Diakonissen Speyer-Mannheim betreuen seit über
150 Jahren kranke und alte Menschen, Kinder und Jugendliche sowie
Menschen mit Assistenzbedarf. Das Unternehmen geht auf die
Tradition der Diakonissen zurück, die seit 1859 von Speyer und seit
1884 von Mannheim aus für Menschen da waren. Heute führen über
3.600 Mitarbeitende in Krankenhäusern, Seniorenzentren,
Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, Schulen,
Kindertagesstätten und einem Hospiz in der Pfalz, in Baden und dem
Saarland die Arbeit fort. www.diakonissen.de
14.05.2013
Kurs: Messer, Gabel, Schere, Licht … - Noch Plätze frei!
Erste Hilfe für
Babys und Kleinkinder bis zum 3. Lebensjahr
Notfälle im Säuglings- und Kindesalter stellen für Eltern
eine besondere Belastung und Herausforderung dar.
Aber wie sicher sind Eltern, wenn wirklich was passiert? Und
welche besonderen Kenntnisse brauchen sie bei Unfällen von Babys
und Kleinkindern? Der Kurs informiert über das richtige Verhalten
bei Notfällen mit Babys und Kleinkindern.
Die Teilnehmer lernen Gefahrensituationen besser zu erkennen und
zu vermeiden.
Auch nicht AOK-Versicherte können teilnehmen.
Termin: Samstag, 25.05.2013, von 09.00 bis 16.00 Uhr, 1
Einheit
Ort: Ludwigshafen, DRK-Haus, August-Heller-Str.12
Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldung unter Tel.0621-95303022
oder Internet: www.aok.de/rps
07.05.2013
Risiken und Nutzen von Operationen verantwortlich gegeneinander abwägen
Chefärzte-Team
am „Vincenz“ informiert über Medizin im Umfeld chirurgischer
Eingriffe
Von Gerhard Cantzler
Speyer- Eine umfassende und detaillierte
Information über das, was auf einen Patienten zukommt, wenn die
Ärzte gemeinsam mit ihm zu dem Schluss gekommen sind, dass ein
operativer Eingriff bei ihm unvermeidlich ist – das ist die beste
Voraussetzug für eine erfolgreiche Behandlung. Getreu dieser
Überzeugung hatte jetzt das Chefarztteam für Allgemein- und
Viszeralchirurgie – operative Eingriffe an den Organen des
Bauchraumes - des Speyerer St. Vinventius-Krankenhauses potentielle
Patienten – und wer könnte dies nicht morgen schon sein – zu einer
Informationsveranstaltung eingeladen, die von der gerade erst
frisch ernannten Chefärztin Dr. med. Cornelia
Leszinski moderiert wurde.
Zahlreiche
Besucher waren der Einladung in die große Aula des Krankenhauses
gefolgt - unter ihnen sah man auch niedergelassene Ärzte und
Pflegedienst-Mitarbeiter - um sich über neue Konzepte in der
perioperativen Medizin - der medizinischen Behandlung im zeitlichen
Umfeld einer Operation - informieren zu lassen. In dieser Phase
gehöre zu dem Entscheidungsteam neben dem Patienten, der immer im
Mittelpunkt stehen müsse und dem behandelnden Chirurgen vor allem
auch der Hausarzt, so betonte Dr. Leszinski. „Er kennt seinen
Patienten und seine Krankengeschichte am besten und kann auf
mögliche Risiken und Unverträglichkeiten hinweisen“. Der Hausarzt
werde deshalb am „Vincenz“ in jedem Fall zu Rate gezogen, „Das kann
natürlich nicht für akute Notfälle gelten, wo keine Zeit mehr für
eine umfängliche Vorbereitung bleibt“.
„Was kann ich tun – vor einer Operation?“ Vor der Beantwortung
dieser Frage prüfe das Ärzteteam in jedem Fall die grundsätzliche
Notwendigkeit eines operativen Eingriffs. „Wenn derzeit in der
Öffentlichkeit soviel über unnötige Operationen gesprochen wird, so
können wir feststellen: Am St. Vicentius-Krankenhaus wird nie
'unnötig' operiert“, betonte Dr. Leszinski. Vielmehr werde in jedem
Einzelfall sorgfältig abgeklärt, dass der Nutzen einer Operation
das mit ihr verbundene Risiko übersteigt. Diese Riskioabwägung
werde in aller Regel vom behandelnden Anästhesisten vorgenommen,
erklärte die Referentin und leitete damit zugleich über zu ihrem
Kollegen Dr. Klaus-
Peter-Wresch,
Chefarzt für Anästhesie und Intensivmedizin und Ärztlicher
Direktor der in Trägerschaft des „Ordens der Niederbronner
Schwestern“ befindlichen Klinik.
Der gab als erstes nützliche Tipps für die richtige Ernährung in
der präoperativen Phase – der Zeit vor der Operation also.
Regelmäßig und ausgewogen sollte die Ernährung sein, empfahl Dr.
Wresch – ein bis zweimal pro Woche Fleisch, ein- bis dreimal Fisch
– dazu viel Obst und Gemüse. Besonders wichtig: Viel trinken. Pro
Tag rät der Arzt zu ein bis anderthalb Litern Flüssigkeit – am
besten Mineralwasser, Tee oder Obstsäfte. Eine Gewichtsreduktion
sei in dieser Phase vor einer Operation nicht sinnvoll.
Am Tag vor der Operation soll der Patient eine
kohlenhydratreiche Mahlzeit zu sich nehmen - „eine schöne Portion
Pasta und als Nachtisch vielleicht noch eine Portion Tiramisu – das
hat eine günstige Auswirkung auf den Stoffwechsel nach der
Operation, fördert die Glukoseaufnahme, reduziert den Substanzabbau
und verbessert die Muskelkraft“, so der Mediziner. Für Diabetiker
gelten natürlich andere Regeln.
Zwei Stunden vor der Operation erhalten die Patienten dann zwei
Becher mit stark gesüsstem Tee, so berichtet der Anästhesist, der
allerdings vor Zusatzernährung – sogenannter 'Astronautenkost' – in
dieser Phase abrät. „Das macht nur bei Patienten mit extremer
Mangelernährung oder bei Untergewichtigkeit Sinn“, so der Experte.
Bei diesen aber helfe die Zusatzernährung, die Wundheilung zu
verbessern und die Infektionsgefahr zu reduzieren.
Vitaminpillen
– sogenannte Antioxidantien -, Mineralien und andere
Nahrungsergänzungsmittel lehnt der Mediziner ab. 68 große Studien
an mehr als 230.000 Patienten hätten ergeben, dass die Einnahme von
Vitamin A, C, E sowie von Selen in Pillenform keinerlei Vorteile in
sich trage, dagegen das Risiko von Krebs, sowie von
Herz-Kreislauferkrankungen dadurch leicht erhöht sei. Auch die
Ergänzung des Speiseplanes durch Omega-3-Fettsäuren in
entsprechenden Margarinen senkten das Risiko von Herzinfarkkt und
Schlaganfall nicht. „Eine ausgewogene Ernährung deckt den Bedarf an
Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen vollkommen“, betonte der
Mediziner. Ausreichend Obst und Gemüse und zweimal pro Woche fetten
Fisch versorgten den Körper zudem mit krebsvorbeugenden
Substanzen.
Eine wichtige Frage, so Dr. Wresh, sei immer wieder auch die
nach dem Alkohol- und Nikotin-Genuß: ¼ Liter Wein pro Tag oder ½
Liter Bier gelten als vertretbar, so der Mediziner – mehr erhöhe
das Risiko verschiedener Erkrankungen. Die Einschränkung des
Alkoholkonsums zwei bis vier Wochen vor einer Operation halbiere
das Infektionsrisko.
Überaus wichtig für den Behandlungserfolg, so Dr. Wresch, sei
die Offenlegung der persönlichen Alkoholgewohnheiten. Eine
mangelhafte Information des behandelnden Arztes könne hier zu
Komplikationen während und nach der Operation führen. Gleiches
gelte auch für das Rauchen. „Rauchen ist in jedem Fall schädlich“,
betonte Dr. Wresch und verwies darauf, dass der
Nikotin-“Genuss“allein in Deutschland jährliche Gesundheitsschäden
von mehr als 17 Milliarden Euro verursache. „Rauchen erhöht das
Risiko von Herz- Kreislauferkrankungen um das drei- bis vierfache“,
so Dr. Wresch. Da ein „Rauch-Stopp“ in den ersten zwei Wochen eine
deutlich erhöhte Schleimproduktion nach sich ziehe, rät der Arzt,
das Rauchen entweder bereits vier Wochen vor einer Operation
einzustellen oder aber „durchzurauchen“.
Schließlich rät Dr. Wresch zu viel Bewegung im Freien –
Wanderungen, die den Schlaf der Patienten fördern. Allerdings
sollten sie sich in dieser Zeit vor Überforderungen hüten.
Und was kann der Anästhesist selbst zum Erfolg seiner Behandlung
beitragen? Dazu verwies Dr. Wresch zunächst einmal darauf, dass
Narkosen erst seit dem Jahr 1846 in der Behandlung eingesetzt
würden. Seitdem hätten sich die Techniken kontinuierlich
verbessert. Habe das Risiko eines Narkosezwischenfalls Anfang des
20. Jahrhunderte noch 1 : 500 betragen, so sei es heute auf nur
noch 1: 200.000 Fälle zurückgegangen.
Bei den am St.
Vincentius-Krankenhaus häufig durchgeführten Bauchoperationen – sie
waren zentrales Thema dieser Veranstaltung - setze die Klinik heute
eine höchst moderne, patientenschonende Form der Anästhesie ein,
bei der durch einen sogenannten Periduralkatheter im
Brustwirbelsäulenbereich durch den punktgenauen Einsatz des exakt
dosierten Narkosemittels nicht nur die Schmerzempfindlichkeit
gezielt heruntergesteuert werden, sondern der Patient auch schon
unmittelbar nach der Operation wieder mobilisiert, d.h. zu
eigenständiger Bewegung aktiviert werden könne.
In der anschließenden Aussprache konnte Dr. Wresch auch die oft
geäußerte Befürchtung ausräumen, dass ein Patient eine Operation
bei klarem Bewußtsein durchleben müsse und dagegen nichts
unternehmen könne. Dies sei bei Vollnarkosen nicht möglich,
erläuterte der Chefarzt für Anäsesiologie. Ein monitoring über die
Ableitung der Gehirnstromkurve lasse jede Veränderung im
Schmerzempfinden sofort erkennen; sofortige Gegenmaßnahmen könnten
dann eingeleitet werden. Allerdings würden bei solchen Operationen
inzwischen auch oft lokale oder regionale Anästhesieverfahren
eingesetzt, die eine völlige Bewußtlosigkeit des Patienten
überflüssig machten.
Aber auch darüber wird mit den Patienten mit Sicherheit
rechtzeitig und ausführlich gesprochen.
Um Sicherheit
ging es dann auch in dem Referat von Dr. med. Johannes
Winter, wie Dr. Leszinski Chefarzt für Allgemein-
und Viszerlachirurgie, der das Pocedere einer solchen
Bauchoperation erläuterte. Hierbei brauche es zu Beginn eines
Eingriffs noch der aktiven Mitwirkung des Patienten, der in der
Regel mit eigener Kraft von seinem Krankenbett auf den
Operationstisch „umsteigen“ sollte. „Auch bei der Positionierung
des Periduralkatheders bitten wir den Patienten um seine
Mitwirkung“, so Dr. Winter. „Dazu sollte er ruhig sitzen – es ist
wirklich nur ein ganz kleiner Pieks“. Zuvor wird der Patient
eindeutig identifiziert, die Indikation überprüft und nach einer
detaillierten Checkliste jeder Handgriff bei der Operation
kontrolliert und schriftlich dokumentiert.
Ob Bauchschnitt oder minimalinvasive, sogenannte
„Schlüsselloch-Operation“ - oder die Kombination aus beidem: In
jedem Einzelfall wird mit dem geringst möglichen Eingriff in den
Organismus des Patienten die Hilfe für den erkrankten und leidenden
Patienten gesucht – und da dürfen sich die Patienten beruhigt in
die fachkundigen Hände des erfahrenen Ärzteteams begeben. Mit
diesem Gefühl gingen wohl auch die Teilnehmer dieser Veranstaltung
beruhigt nach Hause.
Denn wie meinte doch Dr. Winter am Ende seines Referates:
„Früher hieß es: Große Chirurgen – große Schnitte. Heute aber gilt:
Kleine Chirurgen – kleine Schnitte“.Und an diese Maxime halte man
sich auch in Speyer..... Foto: gc
28.04.2013
AOK und ADFC starten beliebte Sommeraktion „Mit dem Rad zur Arbeit“
„Mit dem Rad zur
Arbeit“ heißt die bundesweite Aktion von AOK und Allgemeinem
Deutschen Fahrradclub (ADFC) . Wer ab 1. Juni bis zum 31. August an
mindestens 20 Tagen zu seinem Arbeitsplatz radelt, hält sich nicht
nur fit und spart jede Menge Benzingeld, sondern kann auch
attraktive Preise gewinnen.
Die rheinland-pfälzische Aktion wird initiiert
von der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland und vom ADFC-Landesverband. Im
vergangenen Jahr sind über 4.500 Radler aus mehr als 1.200 Firmen
dem Aufruf gefolgt und haben zusammen mehr als 1,2 Millionen
Kilometer auf dem Rad zurück gelegt. Bundesweit beteiligten sich
sogar über 174.000 Berufstätige an der Aktion.
„Je mehr Rheinland-Pfälzer mit dem Rad unterwegs
sind, umso besser für alle. Es macht Spaß, ihre Gesundheit
profitiert, die Umwelt hat etwas davon und wer weiß, vielleicht
bleiben einige Radler ja dabei. Ich würde mich freuen“, so
Christian von Staden, Vorsitzender des ADFC-Landesverbandes
Rheinland-Pfalz.
Die Teilnehmer leisten tatsächlich einen Beitrag
zum Umweltschutz. Allein die Arbeitnehmer aus Rheinland-Pfalz, die
auf ihren Drahtesel umgestiegen sind, haben im Sommer 2012 einen
CO2 Ausstoß von rund 171 Tonnen vermieden.
AOK-Vorstandsvorsitzender Walter Bockemühl:
„Verbinden Sie das Angenehme mit dem Nützlichen! Wer mit dem Rad
zur Arbeit fährt, bringt automatisch viel Bewegung in seinen
Alltag. Der Kreislauf kommt in Schwung und man kommt wach,
konzentriert und gut gelaunt im Büro an.“ Experten haben
festgestellt, dass schon eine halbe Stunde Radeln am Tag die
geistige und körperliche Fitness verbessert.
Geradelt werden darf alleine, aber besser noch
im Team mit gleichgesinnten Kollegen, von zu Hause aus oder als
Pendler kombiniert mit Bus und Bahn. Die Radeltage markiert jeder
selbst in einem Aktionskalender, der in den AOK- und
ADFC-Geschäftstellen oder im Internet unter www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de/rheinland-pfalz
erhältlich ist. In dem Aktionsfaltblatt enthalten ist auch das
Anmeldeformular, das bis spätestens 5. August 2013 bei der AOK
eingehen sollte. Nach Aktionsende gibt jeder Teilnehmer seinen
ausgefüllten Aktionskalender bei der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland
ab und ist dabei, wenn unter allen Einsendungen über 150 attraktive
Preise verlost werden. Namhafte Partner haben Sachpreise und
Gutscheine gesponsert – von Markenfahrrädern, Fahrradhelmen und
Gutscheinen bis hin zum Städtetrip und Wellness-Angeboten.
Ansprechpartner für die AOK Speyer:
Gerhard Kruppenbacher
Tel.: 06321-896-176
Mail: gerhard.kruppenbacher@rps.aok.de
30.04.2013
Chefärzte-Team am „Vincenz“ informiert über Medizin im Umfeld chirurgischer Eingriffe - Bilderalbum
Teddy hat den Arm gebrochen
Unzählige
Teddys mit gebrochenen Armen, Puppen mit Bauchweh und Dinosaurier
mit Halsschmerzen kamen gemeinsam mit ihren Besitzern am Samstag,
dem 20. April zum Kindermedizintag ins
Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer.
Speyer- Bereits zu Beginn um zehn Uhr tummelten
sich zahlreiche Kinder mit ihren Eltern in Kinderklinik, Chirurgie,
Endoskopie und OP, um etwas über Krankheiten, Gesundheit und das
Krankenhaus zu erfahren. „Wir sind überwältigt von dem großen
Interesse, aber vor allem auch von der Aufmerksamkeit, mit der die
Kinder die Angebote wahrnehmen“, sagt Chefarzt Dr. Axel Bosk. Sein
Vortrag über alles „was mein Herz können muss“ war ebenso gut
besucht wie die seiner Kollegen über die Behandlung Frühgeborener
und Blinddarmoperationen.
Ebenso
aufmerksam wie die Vorträge beobachteten die Kinder beim
Ultraschall, welchen Weg ihr Frühstück durch den Bauch nimmt,
ließen sich erklären, wie eine Narkose funktioniert und waren mit
Eifer in der Endoskopie und im OP dabei, Gummibärchen per
Magenspiegelung oder Operation aus „kranken“ Bäuchen zu fischen,
bevor sie sich einen bunten Gips anlegen ließen. „Wie leicht das
heute ist“, staunten manche Eltern, die sich noch an sperrige
Gipsarme ihrer Kindheit erinnerten.
Reichlich Verbände und bunte „Tabletten“ gab es in der
Teddy-Klinik, in die die kleinen Besucher ihre plüschigen Freunde
mit diversen Wehwehchen brachten. Nach der Aufnahme wurden Teddies,
Puppen und allerlei Plüschtiere geröntgt und entsprechend der
Diagnose verarztet. „Fast 300 Kinder haben das Angebot aus
Information und Mitmachstationen angenommen und unser Krankenhaus
kennengelernt“, bilanziert Dr. Bosk, der schon eine Neuauflage im
nächsten Jahr plant: „Es gibt ja noch viel mehr zu entdecken.“
Diakonissen Speyer-Mannheim, Presse
22.04.2013
Kaffeegenuß kann Diabetes vorbeugen
Die Nachricht für alle Kaffee-Junkies: Kaffee
soll Diabetes vom Typ 2 vorbeugen können, schreibt das schwedische
Fernsehen svt
auf seiner Webseite.
Damit Zucker als Treibstoff ins Blut gelangen kann, braucht der
Körper das Hormon Insulin. Menschen mit Diabetes vom Typ 2
produzieren zuwenig Insulin, die Zellen können nicht genügend
Zucker aufnehmen und verbrennen. Das Blutzuckerspiegel ist zu
hoch, es das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und andere
Gesundheitsprobleme steigt. Jetzt haben Wissenschaftler
herausgefunden, dass die Substanz Chlorogensäure, die in
Kaffeebohnen enthalten ist, einen hohen Blutzuckerspiegel senkt und
somit Typ-2-Diabetes vorbeugt. Ca. 30 Minuten nach dem Essen ist
der Glukoseanteil im Blut am Höchsten. Mit einer 400 mg-Dosis
Extrakt kann der Blutzuckerspiegel um 24 Prozent gesenkt
werden.
Chlorogensäure findet man nicht nur in Kaffeebohnen,
sondern auch in Äpfeln, Kirschen, Pflaumen und anderen Früchten und
Gemüse. Die grüne, ungeröstete Kaffeebohne hat
allerdings eine extrem hohe Konzentration an
Chlorogensäure und eignet sich so am besten, ein wirksames
Extrakt herzustellen.
In den letzten Jahren wurde viel geforscht in Sachen
gesundheitsfördernder Wirkung des Kaffees. Der Forscher Joe Vinson
ist der Meinung, es gäbe viele eindeutige Beweise, daß
Kaffeeverbrauch das Riskio von Diabetes Typ 2 verringert. Eine
andere Studie zeigt, dass Personen, die 7 Tassen Kaffee am Tag
drinken, das Risiko mit ganzen 50 Prozent reduzieren verglichen mit
Personen, die lediglich 2 Tassen am Tag drinken. Dennoch ist die
grüne, ungeröstete Bohne bedeutend wirksamer als die geröstete
braune, die hohen Temperaturen beim Röstvorgang zerstören einen
Großteil der vorhandenen Chlorogensäure. Der Fokus wird daher auf
ein konzentriertes Extrakt aus der grünen Bohne gelegt. Text:
Elias Fejklund -
16.04.2013
Das neue Krebsfrüherkennungs- und Registergesetz tritt am 09. April in Kraft
Ludwigshafen– Das Gesetz zur "Weiterentwicklung der
Krebsfrüherkennung und zur Qualitätssicherung durch klinische
Krebsregister" (KFRG) tritt heute in Kraft. "Die eigentlich
längst überfällige Umsetzung von Empfehlungen aus dem Nationalen
Krebsplan kommt noch zum rechten Zeitpunkt", so Professor Dr. J. F.
Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke,
Früherkennung Darmkrebs (Ludwigshafen). Es stünden heute zwar
bereits Angebote zur Verfügung; sie seien aber entweder noch zu
wenig bekannt oder würden nur unzureichend an- bzw. wahrgenommen.
Es müsse daher zu einer weiteren Intensivierung der Information und
Aufklärung, besonders aber zu einem Paradigmenwechsel in der
gesellschaftlichen Akzeptanz für diese gesundheitspolitische
Weichenstellung kommen", so Professor Riemann weiter. Die Stiftung
LebensBlicke begrüßt daher nachdrücklich das Inkrafttreten des
neuen Gesetzes.
Der Nationale Krebsplan hat unter Mitwirkung auch der Stiftung
LebensBlicke wichtige Umsetzungsempfehlungen zur Krebsfrüherkennung
erarbeitet. Diese haben Eingang in das neue Gesetz gefunden. Das
bisher opportunistische Darmkrebs-Screening, das nur eine mäßige
Akzeptanz in der Bevölkerung hat, soll durch ein organisiertes
Einladungsverfahren ersetzt und damit die Teilnahmerate der
Bevölkerung deutlich erhöht werden.
Dazu erklärt Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr in einer
Pressemitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit: "Krebs ist
die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Mit dem neuen
Gesetz haben wir die Voraussetzungen geschaffen, dass die
Krebsfrüherkennung mehr Menschen erreicht und eine Krebsbehandlung
so erfolgreich wie möglich gestaltet werden kann. Wir setzen dabei
auf zwei Schwerpunkte: Die Krebsfrüherkennung wird verbessert,
indem die Versicherten künftig zur Darmkrebs- und
Gebärmutterhalskrebsfrüherkennung eingeladen und besser informiert
werden. Durch gezielte Informationen soll den Bürgerinnen und
Bürgern die Entscheidung über die Inanspruchnahme erleichtert
werden. Und der bundesweite Aufbau von klinischen Krebsregistern
wird zu einer deutlichen Verbesserung der onkologischen Behandlung
führen."
Gerade für den Darmkrebs sind die derzeitigen Erkrankungs- und
Todesraten angesichts der Möglichkeiten der Vorsorge und
Früherkennung noch viel zu hoch, so Professor Riemann. Darmkrebs
gehört zu den häufigsten Krebsleiden in Deutschland. Jedes Jahr
trifft die Diagnose über 65.000 Menschen. Etwa 26.000 sterben
daran. "Diese Zahlen sind sehr tragisch, vor allem, weil keine
andere Krebserkrankung durch Früherkennung so gut vermeidbar ist"
erklärt der Vorstandsvorsitzende der Stiftung. Spendenkonto: BW
Bank Mannheim, BLZ 600 501 01, Kto.-Nr. 496 1530.
Vermeiden statt leiden – Aktiv gegen Darmkrebs
Die Stiftung LebensBlicke setzt sich für die Früherkennung von
Darmkrebs ein und motiviert Menschen zu lebensrettender Vorsorge.
Unterstützen Sie uns! Spendenkonto 968, Sparkasse Vorderpfalz, BLZ
545 500 10. www.lebensblicke.de Stiftung
LebensBlicke, Presse
09.04.2013
Gesünder essen mit der Tefal Heißluft-Fritteuse ACTIFRY "FAMILY"
Ein von den
Verbrauchern zur Kücheninnovation des Jahres 2010 gewähltes Gerät
mit folgenden Eigenschaften:
- Garbehälter für z. B. Pommes aus 1,5 kg frischen
Kartoffeln und nur 1 Löffel (20 ml) Öl sowie Bratkartoffeln,
Gemüse, Risotto, Chili con Carne uvm.
- Großes LC-Display mit einfach zu bedienenden
Funktionstasten
- Timer mit automatischer Abschaltung und Signalton
am Ende der Garzeit
- Abnehmbarer, überstehender Rand für die optimale Zubereitung
von Pommes frites über 1 kg Gargut (bis zu 1,5 kg)
Dieses Gerät
haben wir erst seit ein paar Wochen; möchten es aber auf keinen
Fall mehr missen. Tiefgefrorene Pommes werden superknusprig und
lecker – ohne das die ganze Wohnung nach Fett riecht, weil man hier
gar kein Fett zugeben muss. Frische Kartoffeln mit einem Messlöffel
Öl und Kräutern verfeinert – einfach ein Gedicht. Die Kartoffeln
werden geschält, in Scheiben oder Stücke geschnitten und gewaschen.
Auf einem Küchenpapier etwas abtrocknen und in einen Tiefkühlbeutel
füllen. Dann das Öl zugeben und die Kräuter – im Beutel gründlich
vermischen und ab damit in die Actifry. Um neue Aromen zu kreieren,
kann man das Öl wechseln und natürlich auch die verwendeten
Kräuter. Wir freuen uns schon auf die Zeit, wenn es wieder
Frühkartoffeln gibt – dann wird das Kartoffelaroma sicher noch
intensiver sein als jetzt, wo es nur die gelagerten
Winterkartoffeln gibt.
Auch Spargel
wird darin sicher superlecker werden – seit wir den Spargel einmal
gebraten haben, bereiten wir ihn nur noch auf diese Art und Weise
zu. Es ist ganz einfach – den geschälten Spargel in mundgerechte
Stücke schneiden, einen Meßlöffel Kürbiskernöl darüber und
noch etwas braunen Zucker nach Geschmack – alle Vitamine bleiben im
Spargel und werden nicht ins Kochwasser gespült.
Am Wochenende backen wir darin unsere Brötchen auf und müssen
nicht mehr den „großen“ Backofen benutzen. In zehn Minuten haben
wir superknusprige warme Brötchen.
Das Aroma und die Vitamine werden optimal geschützt und wer auf
seine Linie achtet, hat hier die Möglichkeit, mit wenig Fett
schmackhafte Gerichte zuzubereiten. Durch die schonende Art der
Zubereitung können Sie hier zum Beispiel bei Paprika bis zu
81% des temperaturempfindlichen Vitamins C bewahren – das
sind 31 % mehr als beim Braten in einer
Pfanne auf dem Herd.
Für die Actifry gibt es unbegrenzte Einsatzmöglichkeiten – im
mitgelieferten Rezeptbuch gibt es vielen Anregungen und wir werden
nach und nach einiges ausprobieren und Ihnen mit Bildern
dokumentieren. bk; Foto: pem
06.04.2013
Tefal Heißluft-Fritteuse ACTIFRY "FAMILY" - Bilderalbum
Am 07. April ist Weltgesundheitstag - Thema Bluthochdruck
Minister Schweitzer
ruft zu Blutdruckmessung auf
Mainz- „Bluthochdruck ist eine ernstzunehmende
Erkrankung, die gravierende Folgen haben kann“, erinnerte Minister
Schweitzer anlässlich des Weltgesundheitstages. Laut Schätzungen
des Robert Koch-Instituts seien unter den Erwachsenen rund 44
Prozent der Frauen und 51 Prozent der Männer in Deutschland an
Bluthochdruck erkrankt. „Eine besondere Gefahr liegt darin, dass
Bluthochdruck oftmals nicht erkannt und zu lang nicht behandelt
wird“, warnte der Gesundheitsminister. „So können
Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie Herzinfarkte oder
Schlaganfälle, aber auch andere Organschäden die Folge
sein.“
Der Minister wies darauf hin, dass Bluthochdruck jedoch eine
vermeidbare und gut behandelbare Erkrankung sei. „Eine regelmäßige
Messung des Blutdrucks beim Arztbesuch ermöglicht eine frühzeitige
Erkennung und wirksame Therapie der häufig auftretenden
Folgeerkrankungen. Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen haben
ab einem Alter von 35 Jahren im zweijährigen Turnus Anspruch auf
eine kostenlose Gesundheitsuntersuchung“, erklärte der Minister.
Zur Vorbeugung von Bluthochdruck stehen eine gesunde Lebensweise
mit ausgewogener Ernährung, regelmäßiger körperlicher Aktivität,
Vermeidung von Stress und mäßiger Alkoholkonsum im Mittelpunkt.
Doch auch Übergewicht und eine dauerhafte Medikamenteneinnahme
können zu Bluthochdruck beitragen.
Zur Prävention von Bluthochdruck, Herzkreislauf-Erkrankungen und
Diabetes Typ II führt die rheinland-pfälzische Landesregierung
gemeinsam mit der Landeszentrale für Gesundheitsförderung e.V.
(LZG) für Jung und Alt Projekte zu gesunder Ernährung und mehr
Bewegung durch. Zahlreiche Betriebe in Rheinland-Pfalz fördern
gemeinsam mit den Krankenkassen das persönliche
Gesundheitsverhalten ihrer Beschäftigten. Auch im Programm der
Sportverbände nehmen Gesundheits- und Präventivsportarten einen
immer größeren Raum ein.
Der Weltgesundheitstag wird Jahr für Jahr auf der ganzen Welt am
7. April begangen. Die Weltgesundheitsorganisation
(WHO) erinnert mit diesem Tag an ihre Gründung im Jahr 1948. Sie
legt jährlich ein neues Gesundheitsthema von globaler Relevanz für
den Weltgesundheitstag fest. In diesem Jahr steht das Thema
Bluthochdruck im Fokus des Weltgesundheitstages. www.msagd.rlp.de
MINISTERIUM FÜR SOZIALES, ARBEIT, GESUNDHEIT UND DEMOGRAFIE
RHEINLAND-PFALZ, Presse
06.04.2013
Dr. Cornelia Leszinski gleichberechtigte Chefärztin für Chirurgie
St.
Vincentius-Krankenhaus präsentiert erste Frau auf dem Sessel einer
Chefärztin in Speyer
cr. Speyer. Zeitenwende am St.
Vincentius-Krankenhaus in Speyer: Mit der Ernennung von Dr.
med. Cornelia Leszinski zur Chefärztin für Allgemein- und
Viszeralchirurgie wurde jetzt erstmals in der langen und
traditionsreichen Geschichte Speyerer Krankenhäuser eine Frau mit
einer der obersten Leitungsfunktionen einer Klinik betraut. Damit
tritt die Ärztin, die in Speyer aufwuchs und 1982 am Gymnasium am
Kaiserdom ihr Abitur „baute“, gleichberechtigt neben den bisherigen
Chefarzt für
Chirurgie, Dr. med. Johannes Winter, der bei der
heutigen Vorstellung seiner neuen Kollegin seiner Freude darüber
Ausdruck gab, dass es mit dieser Entscheidung der
Krankenhausleitung möglich geworden sei, der hohen fachlichen
Kompetenz von Dr. Leszinski gerecht zu werden und sie gleichzeitig
damit langfristig an das Speyerer Haus binden zu können. „Eine
Chirurgin wie Frau Dr. Leszinski hätte nämlich überall die Chance
gehabt, Chefärztin zu werden“, attestierte Dr. Winter seiner
Kollegin. Er freue sich deshalb ganz besonders, künftig auch die
Verantwortung für diese weiter wachsende Klinik des
Vincentius-Krankenhauses von zwei auf vier Schultern verteilen zu
können, so Dr. Winter in Anwesenheit des Ärztlichen
Direktors des Krankenhauses, Dr. med. Klaus-Peter Wresch,
Verwaltungsdirektor Klaus Diebold, Pflegedirektorin Monika Lenz und
der Pressesprecherin der Klinik, Diplom-Pflegepädagogin Stefanie
Weiß bei der öffentlichen Präsentiation der neuen
Chefärztin.
Dr. Leszinski, die bereits seit dem Jahr 2001 als Oberärztin der
Speyerer Klinik in Trägerschaft der „Krankenhausstiftung der
Niederbronner Schwestern“ tätig ist, hat sich, so
Verwaltungsdirektor Diebold, in dieser Zeit vielfältige Verdienste
erworben. So sei sie als Hygienebeauftragte dafür verantwortlich,
dass es durch die konsequente Umsetzung strenger
Hygiene-Vorschriften im Jahr 2012 gelungen sei, die Zahl der
Infektionen mit Krankenhauskeimen am St. Vincentius-Krankenhaus
'auf Null' zu senken.
Im gleichen Jahr
habe die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie rund 2.000
Patienten behandelt, davon die Hälfte stationär, ca. 200 in
ambulanten Operationen und rund 800 durch die ambulante Versorgung
von Notfällen. Viszeral - oder Bauchchirurgie
umfasst die operative Behandlung aller Bauch-Organe, d.h. des
gesamten Verdauungstraktes einschließlich der Speiseröhre, der
Leber, der Bauchspeicheldrüse und der Milz. Weiterhin zählt dazu
auch die operative Behandlung von Brüchen. Viszeralchirurgische
Erkrankungen sind unter anderem akute Verletzungen, Tumoren,
Entzündungen und Fehlbildungen der genannten Organe.
Dabei habe sich auch in der Speyerer Klinik in den letzten
Jahren immer mehr die Minimal-invasive Chirurgie durchgesetzt, die
für die Patienten einen sanfteren Krankheits- und
Behandlungsverlauf und dadurch eine kürzere Verweildauer in der
Klinik mit sich bringe, so Dr. Leszinski.
Eine weitere
Neuerung am „Vincenz“ ist die plastisch-operative Versorgung von
Dekubidus-, von Druck-Geschwüren, die insbesondere bei älteren,
bettlägerígen Patienten zu schmerzhaften Veränderungen der
Rückpartien führten. „Solche Eingriffe sind aber auch eine wirksame
Prophylaxe gegen Infektionen“, bestätigte Dr.
Wresch, „die in den Dekubidus-Geschwüren ihre
Eingangspforten in den Körper finden“. Hier erwartet Dr. Leszinski
angesichts der demographischen Veränderungen im Altersaufbau der
Bevölkerung in den kommenden Jahren einen stetigen Anstieg der
Fallzahlen. „Hier ermöglicht die plastische Deckung der Wunden
nicht nur eine Linderung der schmerzhaften Zustände, sondern
verspricht sogar eine dauerhafte Heilung“, so die Chirurgin, die
inzwischen einschlägige Erfahrung mit dieser Behandlungsmethode
sammeln konnte. Dr. Leszinski, die im Jahr 1995 nach Studium und
Promotion an der Universität Mainz am Klinikum Worms ihre
Facharztanerkennung als Chirurgin und zwei später auch die als
Unfallchirurgin erwarb, möchte gerade auch junge Frauen dazu
ermutigen, sich für den Beruf der Chirurgin zu entscheiden. „Die
Ausbildung zum Chirurgen galt lange als eine Domäne der Männer“,
weiß sie zu berichten. Doch die rasche Entwicklung immer
spezialisierterer Operaltionsmethoden sowie ein sich abzeichnender
Mangel an qualifizierten Chirurgen lasse es heute aber nicht mehr
zu, eine solche „Vorauswahl“ zu treffen. Dies gelte insbesondere
auch angesichts der Tatsache, dass heute 62 % aller
Medizinstudenten weiblich seien.
Wenn heute also nur 3,5 % aller deutschen Chirurgen Frauen sind,
dann sollte sich das dringend ändern – in Speyer ist seit heute ein
vorbildlicher Ansatz zur Verwirklichung dieses Zieles gemacht.
Foto: gc
02.04.2013
Angst vor dem Zahnarztbesuch muss nicht sein
„Kennenlern-Termine“ und
erweiterte Behandlungskonzepte erleichtern Angstpatienten Einstieg
in die Zahnbehandlung
Im Grunde genommen hört es sich wirklich einfach an: Gesunde und
gepflegte Zähne sind ein Ausdruck von Attraktivität und Vitalität.
Die moderne Zahnmedizin mit ihren Möglichkeiten spielt dabei eine
entscheidende Rolle, ebenso wie die heutige Mundhygiene. Bewusste
Ernährung und Prophylaxemaßnahmen, die bereits schon im
Kindergartenalter beginnen, tun ein Übriges. Abgesehen vom
ästhetischen Gesichtspunkt hat aber der Zustand unserer Zähne
enormen Einfluss auf die Gesundheit unseres Körpers, da eine
schlechte Zahngesundheit möglicherweise schwere
Allgemeinerkrankungen begünstigen kann.
Dennoch dürfte ein Zahnarzttermin auf der Beliebtheitsskala noch
weit unter dem Ausfüllen der jährlichen Steuererklärung platziert
sein. Kein Wunder, denn: Meist sitzt man bereits schon mit einem
ziemlich flauen Gefühl in der Magengegend im Wartezimmer, und der
Puls arbeitet ganz von selbst ein paar Takte schneller. Die
Vorstellung, dass in Kürze jemand ziemlich dicht an einem sehr
sensiblen Bereich unseres Körpers, noch dazu innerhalb, der uns
angeborenen Distanzgrenze, arbeiten wird, löst da natürlich alles
andere als Begeisterung aus. Wenn dann aus dem Behandlungszimmer
nebenan das Geräusch des Bohrers geradezu überdeutlich zu hören
ist, reagieren nicht wenige Menschen mit großer emotionaler
Anspannung.
Laut einer Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Zahn-
Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) haben hierzulande mindestens zwei
Drittel der Bevölkerung Angst vor einer Zahnbehandlung, etwa 20 %
gelten als extrem ängstlich, und bis zu 5 % leiden gar unter einer
Zahnbehandlungsphobie.
Dass
Zahnbehandlungsangst und Zahnbehandlungsphobie nicht ein und
dasselbe Problem sind, erklärt Oberstarzt Dr. Thomas Eger,
leitender Zahnarzt im Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz,
folgendermaßen: Im Gegensatz zu Patienten, die vor oder während
einer Behandlung Angst haben, wissen die so genannten Phobiker
durchaus um ihre Behandlungsnotwendigkeit, lehnen diese aber trotz
negativer Konsequenzen ab. Die Furcht vor Schmerzen, unguten
Erfahrungen bei früheren Behandlungen, dem Gefühl einer unbekannten
Situation hilflos ausgeliefert zu sein sowie entsprechende
Schauermärchen aus dem Bekanntenkreis lässt sie den Gang in die
Zahnarztpraxis vermeiden. Diese Vermeidungshaltung kann allerdings
in einen regelrechten Teufelskreis aus Verdrängen und Verleugnen
bis hin zu sozialer Isolation führen. Im schlimmsten Fall sogar im
regelmäßigen Griff zu Schmerztabletten.
Das viel zitierte Unwohlsein vor einem Zahnarztbesuch beschreibt
Dr. Eger mit der Angst vor dem Unbekannten, die sich in etwa mit
dem erstmaligen Betreten einer dunklen Höhle vergleichen lässt.
Angst schützt uns zwar vor unüberlegten Handlungen, doch gibt es
Situationen, in denen es erforderlich wird, sie zu überwinden. Beim
Thema Zahnbehandlung kann er sich durchaus die positive
Überzeugungsarbeit von Verwandten und Bekannten vorstellen, um die
Patienten eine realistische Einschätzung ihrer Situation erfahren
zu lassen.
Ganz wichtig dabei:
Für Patienten, die unter einer Zahnbehandlungsangst oder
Zahnbehandlungsphobie leiden, gibt es keinen Grund sich zu schämen
oder an ihrer jetzigen Situation zu verzweifeln. Denn obwohl der
Anteil der Patienten mit extremen Ängsten relativ gering ist,
nehmen Zahnmediziner diese Problematik durchaus ernst und haben
mittlerweile den Handlungsbedarf erkannt. Einige, der auf die
Behandlung von Angstpatienten spezialisierten Praxen, arbeiten
außerdem mit niedergelassenen Psychotherapeuten zusammen oder
bieten ein breit gefächertes Behandlungsspektrum an, das von
Entspannungstechniken, bei denen beispielsweise Musik über
Kopfhörer gehört werden kann, bis hin zu Hypnose reicht. So
genannte „Kennenlern-Termine“, an denen zunächst noch keine
Behandlung stattfindet, dienen außerdem dazu Patienten in aller
Ruhe über verschiedene Behandlungsabläufe und -methoden zu
informieren. Und dank dem heutigen Stand der Zahnmedizin lassen
sich selbst aufwendigere Eingriffe weitestgehend schmerzarm
durchführen. Etwas Eigeninitiative ist aber dennoch gefragt: Mit
einer Terminvereinbarung ist meist schon eine große Hürde genommen.
Keinesfalls sollten Patienten, die unter Behandlungsängsten leiden
diese verschweigen, sondern eventuell schon bei der Terminabsprache
darauf aufmerksam machen.
Auch für den Zahnarzt und sein Praxisteam stellt die Behandlung
von hoch ängstlichen Patienten eine gewisse Herausforderung dar,
die viel Zeit, Geduld und Einfühlungsvermögen in die jeweilige
Situation erfordert. Viele Studierende der Zahnheilkunde wünschen
sich bereits seit Längerem flächendeckend angebotene Seminare, um
entsprechende Kompetenzen erwerben zu können. Der Arbeitskreis
Psychologie und Psychosomatik (AKKP) in Münster, unter der Leitung
von Privatdozentin Dr. Anne Wolowski, setzt sich deshalb unter
anderem für die Verankerung von entsprechenden Inhalten und der
Entwicklung von Behandlungskonzepten in der Ausbildung ein.
Im Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz werden extrem ängstliche
Patienten am Ende eines Arbeitstages behandelt. So bleibt genügend
Zeit für die Erhebung der Krankengeschichte und die Besprechung der
Phobie.
Den in
diesem Zusammenhang oft angebotenen Behandlungen unter Narkose,
steht Dr. Thomas Eger eher skeptisch gegenüber, da diese kaum dazu
geeignet seien, Phobien zu verändern. Ohnehin setzen die meisten
Zahnärzte statt einer Sedierung, lieber auf das behutsame und
informierende Gespräch, um dadurch Unsicherheiten zu nehmen.
Nicht weniger wichtig ist dabei die gegenseitige Wertschätzung
zwischen Zahnarzt und Patienten, eine ruhige und vertrauensvolle
Kommunikation auf Augenhöhe sowie eine souveräne Patientenführung.
Diese ist Voraussetzung für eine gute und effektive Zusammenarbeit,
so die Meinung von Dr. Sebastian Ziller, Leiter der Abteilung
Prävention und Gesundheitsförderung, von der Bundeszahnärztekammer
in Berlin. Ziel muss es sein, allen Patienten gleichermaßen eine
dauerhaft adäquate, zahnärztliche Betreuung zu ermöglichen.
Regelmäßige, halbjährliche Kontrolluntersuchungen, die bereits
schon ab dem Kleinkindalter stattfinden sollten, sind für ihn ein
wichtiger Faktor, um gravierende Zahnschäden von vornherein zu
vermeiden und somit Ängste gar nicht erst entstehen zu lassen.
Info
Patienten, die unter einer Zahnbehandlungsangst oder
Zahnbehandlungsphobie leiden, können sich mit ihren Fragen an die
Patientenberatungsstellen der Landeszahnärztekammern wenden. Hier
beantworten ehrenamtlich tätige Zahnärzte Fragen rund um das Thema
Zahngesundheit.
Auf der Internetseite der Bundeszahnärztekammer (www.bzaek.de) sind die Beratungsstellen der
jeweiligen Bundesländer aufgeführt.
Vor einem Behandlungstermin ist es für beide Seiten hilfreich,
wenn sich der Patient bestehende Fragen aufschreibt.
Im Internet gibt es außerdem die Möglichkeit einer speziellen
Zahnarztsuche.
Die Kosten für Hypnose werden allerdings von den Krankenkassen
nicht übernommen.
Text: Jana Volk; Bilderquelle: „proDente e.V.“
21.03.2013
Sichere Patientenidentifikation im St.-Vincentius-Krankenhaus
Seit
August 2012 setzt das St.-Vincentius-Krankenhaus auf
Patientenarmbänder zur Ergänzung der sicheren
Patientenidentifikation. Das Qualitäts-Projekt zur Einführung
konnte im Februar 2013 erfolgreich abgeschlossen
werden.
Speyer- „So Herr Krauth, bevor Sie auf Ihre
Station gehen, möchte ich Ihnen noch Ihr Patientenarmband anlegen.
Dadurch können Sie zu jedem Zeitpunkt – auch während der Narkose
morgen – sicher sein, dass Sie niemand bei uns verwechselt!“ Für
die Mitarbeiterinnen der Patientenaufnahme im
St.-Vincentius-Krankenhaus ist es mittlerweile Routine, allen
Neuzugängen das leichte Kunststoff-Armband anzulegen. „Nur wenige
lehnen das Armband ab“, berichtet Simone Dennerle zufrieden. „Es
werden höchstens einmal Witze über die „All-Inclusive“-Bänder
gemacht. Aber der Nutzen überzeugt die neuen Patienten meist ohne
lange Erklärungen.“
In einem Klinikbetrieb arbeiten viele Menschen für viele
Menschen zusammen. Und nur wenn der richtige Patient die richtige,
für ihn optimale Behandlung erfährt, kann die medizinische
Versorgung erfolgreich sein. Doch diese scheinbare
Selbstverständlichkeit ist nicht banal: Nicht selten ist die
Einbeziehung von Patienten bei der Identifikation erschwert. Sei es
rund um eine Operation und Narkose oder weil es sich um aufgeregte
Notfallpatienten, schwerhörige, fremdsprachige, demente,
wahrnehmungseingeschränkte Personen, Kinder oder Menschen mit
geistiger Behinderung handelt. In diesen Fällen ist die direkte
Ansprache nicht oder nur eingeschränkt möglich.
Bei Verwechslungen im Krankenhaus dreht es sich übrigens nicht
nur um Schreckensszenarien wie falsch-operierte Extremitäten oder
Organe. Falsche Laborwerte können den Behandlungsprozess verzögern,
falsch verabreichte Medikamente bergen Gefahren und schon ein
falsches Mittagessen kann zu Unverträglichkeiten führen. „Aus
diesem Grund raten wir auch all unseren Patienten, stets
mitzudenken und die Verantwortung für die eigene Gesundheit nicht
blind abzugeben“ erklärt Pflegedirektorin und QM-Koordinatorin
Monika Lenz.
Das Projekt „Einführung von Patientenarmbändern“ wurde im
St.-Vincentius-Krankenhaus Speyer initiiert, um Fehlern
vorzubeugen. „Wir sind heilfroh, dass bei uns noch keine schlimmen
Verwechslungen vorgekommen sind“, so Lenz. „Doch darauf wollten wir
es nicht ankommen lassen!“ Gemäß den Empfehlungen des
Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V., erhalten die
Patienten im Vincenz seit August 2012 ein leichtes
Kunststoff-Armband, das mit den wichtigsten Informationen – Name,
Vorname, Geburtsdatum und Fallnummer – versehen ist. Dadurch wird
gewährleistet, dass jeder Patient anhand seines Armbandes jederzeit
durch jede Berufsgruppe an jedem Ort und in jeder Bewusstseinslage
eindeutig identifiziert werden kann.
Selbstverständlich erfolgt die Anlage des Bandes auf
freiwilliger Basis. Doch die Auswertung der Testphase im Projekt
hat ergeben, dass Mitarbeiter und Patienten die neue Maßnahme
gleichermaßen positiv bewerten. Bei Interviews mit Patienten fielen
Schlagworte wie „gibt ein Gefühl der Sicherheit“ oder auch „da
schläft man vor einer OP viel ruhiger ein“. Und besonders die
Mitarbeiter außerhalb der Stationen, die Patienten nur kurz zu
Untersuchungen oder Behandlungen treffen, profitieren von der neuen
Ergänzung im Sicherheitskonzept.
Patientenidentifikation ist ein aktiver Vorgang des Erkennens,
des Wieder-Erkennens und des sich Vergewisserns. Und die
Patientenarmbänder sollen keines Falls die Kommunikation ersetzen!
Doch es gibt sicher keinen Mitarbeiter im Gesundheitswesen, dem
nicht mindestens ein Beispiel für einen (Beinahe-)Fehler durch eine
Verwechslung einfällt. Die Patientenarmbänder bieten hier ein Stück
zusätzliche Sicherheit, auf die im Vincenz keiner mehr verzichten
will. www.vincentius-speyer.de St.-Vincentius-Krankenhaus,
Presse
19.03.2013
Neuer Kurs Nordic-Walking-Intensiv-Crashkurs für Einsteiger am Samstag, 09.03.13
Kneipp bewegt
– Gehen, Laufen, Walken
Gehen oder Laufen ist die natürliche Fortbewegungsart des
Menschen – jeder kann es, die Frage ist nur, wie weit und wie
lange. Diese Fortbewegung bezeichnet man als Bipedie. Sie erfordert
starke Beinmuskeln, insbesondere in den Oberschenkeln. Beim
Menschen sind der Quadrizeps und die hinteren Oberschenkelmuskeln
unverzichtbar für zweibeinige Bewegungsabläufe, sodass jeder
einzelne dieser Muskeln bedeutend größer ist als beispielsweise ein
gut ausgebildeter Armbizeps.
Unser Tipp: Gehen, Laufen, Walken
Im Gegensatz zum Stehen wird bei Bewegung durch das Abrollen der
Fußsohle und die dadurch wechselnde Anspannung der Wadenmuskulatur
das Blut aus den Venen nach oben gepumpt – mit Hilfe der
Venenklappen. Dadurch harmonisiert man nicht nur den
Bewegungsapparat, Herz und Kreis-lauf, sondern auch Stoffwechsel
und Nerven. Die Bewegung beim Laufen an frischer Luft ist durch den
stetigen Rhythmus entspannend und wohltutend für die Stimmung. Ein
unebener Boden fordert die Reflexe und Sinne und schont dadurch die
Gelenke, so dass bei jedem Schritt die gleichen Belastungen
auftreten. Ein weicher Waldboden ist für die Gelenke der Beine und
Füße sowie für den Rücken schonender (kann man notfalls durch
spezielle Laufschuhe angleichen). Deshalb ist Gehen oder Walken
eine hervorragende Alternative zum Laufen bzw. Joggen. Bei
Rückenproblemen eignet sich auch das Nordic Walking, da hier das
zügige Gehen durch kraftvolle Armbewegungen ergänzt wird und somit
die Rumpfmuskulatur zusätzlich trainiert wird. Das richtige Maß der
Belastung haben Sie erreicht, wenn Sie sich während des Laufens
oder Gehens noch gut unterhalten können, ohne außer Atem zu
geraten.
Sebastian Kneipp:
„Je gesünder und kräftiger aber der menschliche Leib ist, um so
frischer und leistungsfähiger wird auch der Geist sein.“
Tipp:
Gehen und laufen Sie täglich, am besten im Freien und – falls
möglich – barfuß. Aber bitte keine Überforderung! Sie sollen sich
wohl fühlen und es soll Spaß machen. Mit Partnern oder in der
Gruppe fällt das leichter. Letztendlich ist sehr viel für die
Gesundheit getan, wenn man es schafft, in der Woche ca. 20 km auf
den eigenen Beinen zurückzulegen – egal wie schnell, aber in
größeren Stücken von wenigstens 1 km.
Der Kneipp-Verein-Speyer bietet am Samstag 09.03.2013
von 9.30 – 11.30 Uhr einen Nordic-Walking-Intensiv-Crashkurs für
Einsteiger an.
Anmeldung: Tel. 06232/35834, Fax: /490638 Online: www.kneipp-verein-speyer.de E-Mail:
kneipp-verein-speyer@t-online.de
Für Mitglieder und Interessierte bietet der Kneipp-Verein Speyer
regelmäßige Walking- und Nordic-Walking-Lauftreffs an (hier ist
keine Anmeldung erforderlich).
Nordic-Walking-Lauftreff :(Voraussetzung für
Nordic-Walking: Teilnehmer müssen an einem Nordic-Walking-Kurs
teilgenommen und die Technik erlernt haben) Montag 8.15 Uhr,
Treffpunkt Iggelheimerstr. Rückseite Walderholung (Parkplatz beim
Tennisplatz)
Walking (ohne Stöcke - Teilnahme jederzeit
möglich) Dienstag: 8.15 Uhr, Treffpunkt Haus Pannonia,
Friedrich-Ebert-Str. 106, SP-West
Ihr Gesundheitsexperte des Kneipp-Bund e.V. Prof. Dr. med.
Dr. Bernhard Uehleke Hochschule für Gesundheit und Sport Berlin
Inst. Naturheilkunde - Universitätsspital Zürich Abt.
Naturheilkunde - Charité Berlin Kontakt: Kneipp-Verein Speyer e.V.
E-Mail: kneipp-verein-speyer@t-online.de
www.kneipp-verein-speyer.de oder www.kneippbund-rheinland-pfalz.de
Apollonia Rahn, 1. Vors. Kneipp-Verein-Speyer und
Landesvorsitzende Kneipp-Bund LV RLP, Presse
04.03.2013
Hirnforschung trifft Bildung
Von Christine
Stamm
Germersheim- „Medizin für die Bildung“
lautet die Überschrift des Vortragabends mit Professor Dr. Dr.
Manfred Spitzer, Hirnforscher und Chef der Psychatrie der
Uni-Klinik Ulm. Spitzer ist in seinem Fach kein Unbekannter und so
waren die Hörerplätze in der Germersheimer Stadthalle innerhalb
kürzester Zeit belegt. Pädagogen, Lehrer, Erzieher sowie
Unternehmer, Wirtschaftsvertreter, Bürgermeister und der
Germersheimer Landrat zählten zum Publikum der Veranstaltung, die
von der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung initiiert wurde.
Spitzer versteht es, mit Wortwitz und einer sehr lebendigen
Vortragsweise der Forschungsergebnisse sein Publikum zu
begeistern.
Laut dem Hirnforscher und seinen Forschungen ist es immens
wichtig ist, bereits in frühesten Jahren zu lernen und sich Wissen
anzueignen. „Bildungsinvestition in früher Kindheit bringt später
eine sehr hohe Rendite“ klärt Spitzer die Teilnehmer aus Pädagogik
und Wirtschaft auf. Und vor allem die letzte Gruppe ist an gut
ausgebildeten und kompetenten Fachkräften interessiert. Professor
Dr. Dr. Spitzer beschreibt dabei die Zeit bis zum 17. Lebensjahr
als die prägendste Zeit und vergleicht Lernen und Wissensaneignung
mit einem Schuhkarton: Dieser ist nach 17 Jahren halb gefüllt mit
Wissen und Erfahrung, die andere Hälfte steht zur Wissensaneignung
für das restliche Leben zur Verfügung. Fazit: Je größer der
Schuhkarton in den ersten 17 Lebensjahren angefüllt wurde, um so
mehr Platz und Kapazität bleibt für den Rest des Lebens. Dies
hänge, so der Hirnforscher, nicht mit der Anzahl der grauen Zellen
im Gehirn zusammen, aber mit den Synapsen, den zahlreichen
Verbindungen von Zelle zu Zelle. Diese werden zahlreicher, je mehr
Wissen und Bildung angeeignet wird. Die Ausprägung der
Verknüpfungen hängt ab vom Gebrauch - alles was wir lernen,
hinterlässt gebrauchsabhängige Spuren. Wissensaneignung und
Bildungsmöglichkeiten sind daher laut Spitzers Ausführungen gerade
in jungen Jahren äußerst wichtig. Und gebildete Leute leben länger,
klärt der Professor auf, zahlreiche Studien hätten dies bewiesen.
Am Beispiel einer 100-jährigen Nonne, die bis zu ihrem Tod sehr
agil und geistig fit war, zeigt Spitzer auf, was im Gehirn
geschieht: Zwar hätte man nach dem Tod der Dame einen deutlichen
Alzheimer-Befund in deren Gehirn diagnostiziert, aber weder die
Mitmenschen noch die Nonne selbst merkten zeitlebens Anzeichen der
Krankheit. Je größer die Menge an Synapsen im Gehirn ist, um so
länger dauert es, bis das Wissen und das Gedächtnis merkbar
abnimmt, so der Uniklinik-Chef und Buchautor.
Fernsehen und
Spielekonsolen dagegen machen dumm und blöd, Facebook asozial,
wirft Spitzer provokant in den Raum. Übermäßiger Fernsehkonsum und
Mediennutzung wie Smartphones und Tablets bewirken laut Spitzer
eine Verminderung des Bildungsgrades. Und auch die
Verabeitungstiefe sei nicht so hoch bei der Wissensaneignung durch
das Internet á la Google, Wikipedia und Co. anstelle des
traditionellen Lernens aus Büchern und der Pflege von sozialen
Kontakten. Dieses erlangte Wissen wird tiefer im Gehirn
abgespeichert. Eher oberflächlich Abgespeichertes gerät auch
schneller wieder in Vergessenheit. Hier führt Spitzer eine
Untersuchung aus China an: Anhand einer Software mussten die
Schüler das Schreiben chinesischer Schriftzeichen nicht mehr per
Hand üben sondern konnten diese per Lauterkennung am Computer
generieren. Degeneriert wurde laut der Studie bei der Hälfte der
Schüler das Vermögen, chinesische Texte überhaupt zu lesen, da sie
diese nicht selbst geschrieben hatten.
Lernen hat den
größten Effekt bereits im frühesten Kindesalter. Daher sei es laut
Professor Spitzer wichtig, dass Kinder bereits in den Genuss von
Bildung kommen und gute Bedingungen für gutes Lernen geschaffen
werden. „Wann werden diese Erkenntnisse endlich angewendet, damit
wir unsere Kinder richtig ausbilden können?“ fragt Landrat Dr.
Fritz Brechtel in seinem Schlusswort in die Runde. Vielleicht ein
Aufruf, die Bildungsarbeit und Wissensvermittlung in den Kitas
stärker zu unterstützen.
Im Rahmen der Veranstaltung überreichte die Sparkasse
Germersheim-Kandel den Gewinnern des Planspiel-Börse-Wettbewerb
einen Scheck, den die Schüler vom Wörther Europa-Gymnasium gerne
entgegen nahmen. Foto: cs
22.02.2013
Vortragabend mit Professor Dr. Dr. Manfred Spitzer - Bilderalbum
Ärzte empfehlen Ärzte – Patienten profitieren
Das Bedürfnis nach
Transparenz und Sicherheit bei der Arztwahl versuchen diverse
Ärztelisten und Arztbewertungsportale zu befriedigen.
Auch Krankenkassen haben diesen Trend bereits erkannt und geben
Ihren Kunden die Möglichkeit die behandelnden Ärzte online zu
bewerten. Jedoch sind die Bewertungskriterien von unterschiedlicher
Qualität. Dabei ist yourFirstmedicus mit seinen repräsentativen
Arzt-Arzt-Empfehlungen weiter auf dem
Vormarsch.
Arztbewertungsportale im Trend – Welche Kriterien sind
vertrauenswürdig?
Wie findet man für sich und seine Familie den passenden Arzt? In
den Regionen Rhein-Neckar, Vorderpfalz und Nordbaden z. B.
praktizieren rund 8.000 Ärzte in Praxen und Kliniken. Um Patienten
den Überblick zu erleichtern, gibt es verschiedene
Arztbewertungsportale, wie z. B. die „Weisse Liste“ der
Krankenkassen AOK, BARMER GEK und Techniker Krankenkasse.
Allerdings basieren die Portale meist nur auf
Patienten-Arzt-Bewertungen und diese können teilweise sehr
subjektiv ausfallen. yourFirstmedicus hingegen setzt auf
Objektivität mittels Arzt-Arzt-Empfehlungen und
Patienten-Arzt-Empfehlungen. Beide werden bei den jeweiligen Ärzten
im Portal transparent und übersichtlich aufgezeigt. Somit hat ein
Patient gleich zwei wichtige Anhaltspunkte bei der Arztwahl. Die
Marke yourFirstmedicus existiert bereits seit 2008 und neben dem
Online-Portal erscheint auch der Ärzte- und Gesundheitsführer für
verschiedene Regionen in Printform.
yourFirstmedicus – erste Adresse für seriöse Arztwahl
Dieser yourFirstmedicus Ärzte- und Gesundheitsführer ist seit
Jahren eine wichtige Adresse für eine seriöse Arztwahl und eine
etablierte Marke im Gesundheitswesen. Bereits etliche Haushalte
haben den Ärzte- und Gesundheitsführer für die Regionen Vorderpfalz
und Nordbaden erworben, weil sie darauf vertrauen können,
dass die darin aufgeführten Spezialisten häufig von anderen Ärzten
empfohlen wurden. Für diese Arzt-Arzt-Empfehlungen recherchierte
das yourFirstmedicus Team eigens in den Regionen und besuchte ca.
25% der niedergelassenen Ärzte und Klinikärzte um sich nach deren
Arzt-Arzt-Empfehlungen zu erkundigen. Somit entsteht ein mehr als
repräsentatives Kriterium für die Arztbewertung und dadurch wird
das Informationsgefälle zwischen Arzt und Patient aufgehoben.
Schließlich wird es für Patienten immer wichtiger, sich ausreichend
über einen Facharzt zu informieren, um für sich die passende
Gesundheitsentscheidung zu treffen.
yourFirstmedicus hat sein Einzugsgebiet erneut
erweitert
Nun sollen auch die Patienten aus der Region Rhein-Neckar die
Möglichkeit bekommen von dem Ärzte- und Gesundheitsführer zu
profitieren. Dabei werden die Regionen Rhein-Neckar, Nordbaden und
Vorderpfalz zusammengefasst - das Ganze als praktisches Wendebuch.
Somit können Patienten auf mehr Spezialisten aus Ihrer Umgebung
zurückgreifen. Lediglich Ärzte, die auf einem hohen medizinischen
Niveau arbeiten und auch häufig von anderen Ärzten empfohlen
wurden, werden im yourFirstmedicus Ärzte- und Gesundheitsführer
präsentiert.
Von den über 8.000 Ärzten aus den Regionen wurden 210
Spezialisten aus 30 Fachgebieten ausgewählt, basierend auf über
10.000 vertrauenswürdigen Arzt-Arzt-Empfehlungen. Seit Januar 2013
ist nun das Buch auf dem Markt. Dieser Ärzte- und Gesundheitsführer
besteht neben den Profilen der Ärzte bzw. Arztpraxen/ Kliniken aus
dem spannenden Kapitel „Wissenswertes“, worin viele Artikel über
verschiedene Behandlungsmethoden und Krankheiten zu finden sind -
von Ärzten kompetent und verständlich beschrieben.
yourFirstmedicus setzt auf Expertise und multimediale
Informationsverbreitung
Arzt-Arzt-Empfehlungen, Patient-Arzt-Empfehlungen, der
medizinische Beirat sowie die yourFirstmedicus Recherche machen
yourFirstmedicus zu einem wichtigen Medium, das die Wahl des
richtigen Spezialisten erleichtert. Egal ob man aufgrund von
Rückenschmerzen einen Orthopäden sucht oder wegen einer
auftretenden Sehstörung einen Augenarzt konsultieren möchte. In dem
yourFirstmedicus Ärzte- und Gesundheitsführer findet der
Patient für jedes Symptom einen passenden Arzt. Dieser ist für die
Regionen Nordbaden, Vorderpfalz und Rhein-Neckar seit Mitte Januar
bei Ärzten und in ausgewählten Apotheken erhältlich. Zusätzlich
haben Interessierte die Möglichkeit im yourFirstmedicus
Online-Portal (www.yourfirstmedicus.de) nach
empfohlenen Ärzten aus ihrer Umgebung zu suchen, spannende
Fachartikel zu lesen und das Buch für gerade mal 9,90€ zu
erwerben.
First Media Holding GmbH & Co. KG, Presse
17.02.2013
„Gesund abnehmen“ - Ärztevortrag und praktische Übungen nach dem Bodymed-Verfahren
Experten
begleiten beim sinnvollen und effizienten Abnehmen
cr. Speyer. Ab sofort heißt es in Speyer wieder auf
breiter Front „Abspecken !“ Gut 400 eingeschriebene Teilnehmerinnen
und Teilnehmer an der vierten Aktion „Weg mit dem Speck“ aus 21
Speyerer Betrieben und Behörden – darunter allein 60
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreis- und Stadtsparkasse
Speyer – sind in diesen Tagen „über die Waage gegangen“, haben ihr
Eingangsgewicht festhalten und mit Hilfe der FUTREX-Messung, einer
speziellen Form der Körperfettanalyse, das Verhältnis von Muskel-
zu Fettmasse ihres Körpers bestimmen lassen.
In einem
Informationsgespräch im Augustinersaal der Kreis- und
Stadtsparkasse Speyer erläuterten jetzt die Verantwortlichen der
Aktion noch einmal, wie es in den nächsten fünf Wochen mit der
„Speck-weg-Aktion“ weitergehen wird. Dabei bedauerte es der
Koordinator des Netzwerkes „Betriebliche Gesundheit“ und rührige
Initiator der Aktion „Weg mit dem Speck“, Kurt Scherer,
zunächst, dass es bei der Wiege-Aktion zu längeren Wartezeiten
gekommen sei. „Die Messtechnik für die FUTREX-Messung war nicht auf
einen solchen Massenansturm eingestellt und hat deshalb
zwischendurch ab und zu 'ihren Geist aufgegeben'“, erklärte
Scherer, der im übrigen aber von dem großen Nutzen dieser Messung
überzeugt ist.
Dr. Clemens
Spiekermann, Medizinischer Leiter der Aktion und Vorsitzender
des ärztlichen Netzwerkes „PRAVO“ in Speyer, dankte vor allem den
Betriebsleitern und Behördenchefs der an der Aktion teilnehmenden
Institutionen dafür, dass sie in so großer Zahl durch ihre eigene
Beteiligung an der Aktion ein gutem Beispiel gäben. Der Kreis- und
Stadtsparkasse dankte er dafür, dass sie für diese erste Woche die
Patenschaft übernommen habe.
Vor allem aber wollte er an den Auftaktvortrag am kommenden
Dienstag, dem 19. Februar 2013 um 17.30 Uhr im
PräventionsCenter der PRAVO im Quartier Normand in der Speyerer
Diakonissenstrasse 29 erinnern, in dem unter dem Titel „Gesund
abnehmen – raus aus der Diätfalle“ der Dudenhofener Mediziner
Dr. Hans-Joachim Kalk wissenschaftlich fundierte Ratschläge zum
sinnvollen und effizienten Abnehmen geben wird.
Für den „Paten
der Woche“, die Kreis- und Stadtsparkasse Speyer, bedankte sich das
Stellvertretende Vorstandsmitglied Steffen Reinermund für
das große Engagement, mit dem so viele an der Aktion Beteiligte zur
Förderung der Gesundheit in den Speyerer Betrieben und Behörden
beitragen würden. Einen besonderen Dank richtete er dabei auch an
den langjährigen Mitarbeiter seines Hauses, Kurt Scherer sowie an
die Beauftragte der Sparkasse für die Aktion, die
Gesundheitsökonomin Melanie Weber, die Schritt für Schritt auch
die Nachfolge Scherers als Netzwerk-Koordinatorin antreten
solle
Matthias
Richter, Physiotherapeut und verantwortlich für die „bewegten“
Teile der Aktion erinnerte sodann auch seinerseits an die erste
praktische Übung am Rahmen der Aktion: ,Dazu treffen sich am
Donnerstag, dem 21. Februar 2013 die Teilnehmerinnen und
Teilnehmer um 17.30 Uhr zum „Power Workout“ im „Judomaxx“ in
der Speyerer Butenschönstraße. Dort können sie in dem
Tanzfitness-Kurs „Power-Workout“ „am eigenen Leib“ erfahren, dass
auch Ausdauer-Training Spaß machen kann. Zusätzlich soll der Kurs
auch das Abnehmprogramm unterstützen mit dem Ziel, die allgemeine
Fitness zu unterstützen, die Ausdauer zu stärken und gleichzeitig
zusätzliche Muskulatur aufzubauen.
Bei dem Programm „Gesund abnehmen“ handelt es sich – so stellten
Dr. Spiekermann und Matthias Richter übereinstimmend heraus – um
„ein von Ärzten entwickeltes eiweißoptimiertes,
kohlenhydratreduziertes und fettmodifiziertes Ernährungskonzept“,
das auf modernsten Ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen
basiert. Ziel dieses Konzeptes sei die Gewichtsreduktion
hauptsächlich über das Körperfett, jedoch unter Erhaltung der
Muskulatur.
Über die weiteren Schritte im Rahmen der Alktion „Speck weg“
informiert der SPEYER-KURIER jeweils rechtzeitig vor den
Veranstaltungen. Foto: gc
16.02.2013
Neues Angebot des JSV Speyer für Demenzkranke und pflegende Angehörige
Fit von Kopf bis
Fuß
Speyer- Sie sollen in der Gruppe zusammen
etwas Sport treiben, dabei auf spielerische Weise das Gedächtnis
trainieren und vor allem auch Spaß miteinander haben. Da im Alter
viele Dinge nicht mehr so wie früher gelingen, besteht die Gefahr,
dass dies aus den verschiedensten Gründen zur Isolierung von der
Außenwelt, zur Vereinsamung führt. Um diesem Problem gezielt zu
begegnen, startet der Judosport-Verein Speyer mit zwei
Kooperationspartnern, der Praxis für Physiotherapie Matthias
Richter und dem Ambulante Hilfe-Zentrum (AHZ) Andreas Lutz, ein
neues Projekt. Unter dem Motto „Fit von Kopf bis Fuß“ werden ein
Gemeinschaftstraining für Menschen mit Gedächtnis- und
Orientierungsproblemen und zeitgleich ein Gruppenangebot für
Angehörige mit Entspannungsübungen und Rückentraining. Geplant ist
im Judomaxx auch stets ein gemütlicher Ausklang mit einem für alle
Beteiligten fruchtbaren Gedankenaustausch.
Zum Startschuss für das gezielt auf demenzkranke Menschen
ausgerichtete Angebot bedankte sich JSV-Geschäftsführerin Gerlinde
Görgen bei Bürgermeisterin Monika Kabs für die Übernahme der
Schirmherrschaft und bei Hartmut Hüfken und Franz-Rudolf Rospert
von der Deutschen Rentenversicherung, die mit der Stiftung
Gesundheitsfürsorge für eine finanzielle Starthilfe gesorgt haben.
„Es kann uns alle selbst einmal betreffen“, lobt die
Bürgermeisterin die gemeinsame Initiative. Und Gerlinde Görgen ist
nach dem Trainingsprogramm das gesellige Beisammensein bei Snacks
und Getränken wegen der dadurch ermöglichten sozialen Teilhabe der
pflegenden Angehörigen besonders wichtig.
Viel Erfahrung bringt Anke Nader als
Leiterin der Beratungs- und Koordinationsstelle Demenz beim AHZ mit
in das Projekt ein. Sie gibt seit Jahren Kurse für den häuslichen
Pflegedienst und trägt so dazu bei, dass die Betroffenen möglichst
lange in heimischer Umgebung leben und betreut werden können,
erläutere AHZ-Leiter Andreas Lutz. Anke Nader ist sich sicher, dass
das für alle Betroffenen offene JSV-Projekt auf fruchtbaren Boden
fällt, da es nur wenige Angebote für unter Demenz leidende Menschen
in so frühem Stadium gibt und auch an pflegende Angehörige gedacht
wurde. Für die Physiotherapie-Praxis Richter, die mit dem JSV
bereits andere Kurs-Kooperationen betreibt, wird Marion Deuschel
die sportliche Betreuung übernehmen. Sie kann ebenso auf viel
Erfahrung in der Seniorenarbeit zurückgreifen, da sie
beispielsweise zweimal in der Woche in einem Altersheim in
Dudenhofen Betroffene physiotherapeutisch betreut. Dritte im Bunde
ist JSV-Übungsleiterin Monika Kreckel, die als gelernte
Krankenschwester schon seit über einem Jahr beim Judosport-Verein
Kinder in einer Psychomotorik-Gruppe betreut und nun gespannt
darauf ist, ob Senioren für die Hilfestellung genauso dankbar
sind.
Die drei Projektbetreuerinnen bieten ihr Hilfsprogramm ab
18.Februar immer montags von 10 bis 12 Uhr im Judomaxx in der
Butenschönstraße 8 (ehemaliges Hallenbad) an. ws
Anmeldung und Infos bei Anke Nader im AHZ Andreas Lutz, Tel.
06232/67 24 21 oder bei JSV-Geschäftsführerin Gerlinde Görgen, Tel.
06232/980461.
Flyer: Fit von Kopf bis Fuss 
12.02.2013
Mobile-App rund um die Geburt
Seit Jahresbeginn
bietet das Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer einen ganz
besonderen Service rund um Schwangerschaft und Geburt: Die
Geburts-App „Mein Baby und ich“ vereint allerlei Nützliches und
Unterhaltsames.
„Bereits nach wenigen Tagen hatten sich über 400 Handy-Nutzer
die kostenlose App auf ihr iPhone oder Android-Handy geladen“, sagt
Krankenhaus-Geschäftsführer Wolfgang Walter. Er sieht damit
bestätigt, dass ein Bedarf an interaktiven Informationen zum Thema
Schwangerschaft via Smartphone oder Tablet-PC besteht.
„Wenn die Nutzerin den errechneten Geburtstermin eingegeben hat,
wächst das Baby quasi im Handy mit“, erklärt Chefarzt Dr. Uwe
Eissler. So kann die werdende Mutter die Entwicklung ihres Babys
auf der App mitverfolgen. Sie erfährt zum Beispiel, ob das Baby
sich schon bewegen kann oder welche Eindrücke es im Mutterleib
erfährt. „Darüber hinaus hat das Team der Geburtshilfe einen
Katalog häufiger Fragen erstellt“, so Eissler. Er gibt zum Beispiel
Antworten auf Fragen zur Ernährung, zu Reisen und anderen
Aktivitäten während der Schwangerschaft sowie zu häufigen
Beschwerden. „Dadurch, dass wir die Antworten selbst
zusammengestellt haben, ist eine umfassende Übersicht entstanden,
die auf unseren Erfahrungen mit werdenden Müttern und ihren Fragen
in der Klinik basiert“, freut sich Oberärztin Dr. Katja Heuser über
den Nutzen der neuen App.
Neben medizinischen Fragen enthält die Geburts-App des
Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses Speyer auch eine Übersicht von
Kinderärzten und Hebammen sowie eine Auswahl an Taufsprüchen und
Namensvorschläge, die in einer persönlichen Hitliste gespeichert
werden können. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Kreißsäle der
Speyerer Klinik auf Fotos oder in Filmen kennenzulernen. Ein
besonderer Service ist die Verlinkung mit der Seite der
Elternschule Speyer. „So können sich die Schwangeren und jungen
Mütter jederzeit auch unterwegs über unser aktuelles Angebot
informieren oder Kurse buchen“, erläutert Hebamme Caroline
Münchbach, die die Elternschule in der alten Filzfabrik
koordiniert.
Das Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer hat die App
gemeinsam mit der Stuttgarter Agentur Amedick & Sommer
realisiert, deren Geschäftsführer Sevko Delibajric begeistert ist
von dem Mix aus Unterhaltung und Information, die das Medium
bietet: „Die App ist spannend und einfallsreich und eine echte
Unterstützung für Schwangere und junge Familien. Ein tolles
Ergebnis, für das alle Beteiligten sehr gut zusammengearbeitet
haben.“
Die Geburts-App kann im Apple Store oder im Google Play Store
kostenfrei heruntergeladen werden. Diakonissen Speyer-Mannheim,
Presse
01.02.2013
„Gesund an Körper und Seele“
4. Aktion
„Speyer bewegt sich – weg mit dem Speck“ will wieder viele Kilos
zum Schmelzen bringen
spk.Speyer. Zum vierten Mal in Folge heißt es jetzt
wieder „Speyer bewegt sich – weg mit dem Speck“, wenn ab dem
14. Februar 21 Speyerer Betriebe und Behörden mit nahezu 15.000
Beschäftigten im Rahmen des Netzwerkes „Betriebliche
Gesundheitsförderung Speyer“ zum „Kampf“ gegen die gerade über die
Weihnachtsfeiertage „frisch angefutterten“ Kilos antreten.
In fünf Themenwochen, die in diesem Jahr von den neuen
Netzwerkpartnern, dem Praxisnetz Vorderpfalz PRAVO und der
Praxis für Physiotherapie Richter, gestaltet werden, geht es
dabei um das ganzheitliche Thema „Gesund an Körper und Seele“ - und
das unter den Bedingungen des Arbeitsalltages,
In Anwesenheit
des ebenfalls neuen Schirmherrn der Aktion, Oberbürgermeister
Hansjörg Eger, stellte jetzt der Vorsitzende des PRAVO,
Dr.med. Clemens Spiekermann, gemeinsam mit dem „spiritus
rector“ der Aktion, Kurt Scherer - unterstützt von dem
Speyerer Allgemeinmediziner Andreas Schmid, der
Ernährungsberaterin Marion Hofen, Physiotherapeut
Matthias Richter und der Gesundheitsökonomin Melanie
Weber von der Kreis- und Stadtsparkasse Speyer – das
diesjährige Programm vor, bei dem vom 14. Februar bis zum 18. März
– fünf Wochen lang – wieder zahlreiche Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter der an dem Netzwerk beteiligten Unternehmen und
Behörden sich theoretisch und praktisch mit dem „Abspecken“
beschäftigen werden.
2012 haben bei dieser Aktion 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer
in 13 Betrieben insgesamt 1.000 Kilogramm durch richtige Bewegung
und gesunde Ernährung „runtergemacht“, wusste Kurt Scherer zu
berichten.
Oberbürgermeister
Eger lobte die Aktion als wichtig, weil sie nicht nur dazu
beitrage, die Fehlzeiten bei den Unternehmen zu reduzieren, sondern
weil sie jedem Teilnehmer ein Stück mehr Wohlbefinden und
Lebensqualität vermittle. Von daher sollten auch die Arbeitgeber an
einer Teilnahme ihrer Mitarbeiter an der Aktion größtes Interesse
haben. „In Speyer gibt es rund 15.000 potentielle Teilnehmer“,
umriss Eger die freien Potentiale für die Aktion, bekannte aber
zugleich, auch in diesem Jahr wieder selbst keine Zeit für eine
eigene Teilnahme haben.
Und dabei ist das „Netzwerk Betriebliche Gesundheitsförderung
Speyer“ deutschlandweit einzigartig, so Dr. Spiekermann gegenüber
den Initiatoren um Kurt Scherer, mit denen gemeinsam PRAVO die
diesjährige Aktion entwickelt habe. Dabei wird jede der fünf
Aktions-Wochen unter einem Leitthema stehen, für das ein
Unternehmen, Partner im Netzwerk, die Patenschaft übernehmen
wird.
Jeweils
Dienstags werden in Arztvorträgen in den Räumen von PRAVO in der
ehemaligen Normand-Kaserne die Wochenthemen dargestellt, am jeweils
folgenden Donnerstag werden sie von Matthias Richter und seinem
physiotherapeutischen Team praktisch umgesetzt.
Die erste Aktions-Woche wird am 19,02. unter dem Thema „Gesund
abnehmen – raus aus der Diätfalle“ stehen, die zweite am 26.02.
unter dem Titel „Heilfasten – Fitness für Körper und Seele“. Am
05.03. heißt es dann „Rauchfrei durchstarten“, am 12.03., in der
Woche vier „Der Darm denkt mit“ und in der letzten Woche, am 19.03.
„Stress lass nach“.
Ein besonderes
Highlight für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer wird in diesem
Jahr die „Futrex-Messung“ sein. Denn allein 'Wiegen' ist längst
nicht mehr genug. Heute wird für die „Bestandsaufnahme“ des
Körperzustandes in einer Körperfettanalyse das Verhältnis von
Muskel- zu Fettmasse ermittelt. Mit dieser zusätzlichen Methode, so
Dr. Spiekermann, sei das Ziel, Körperfettgewebe zu reduzieren,
künftig objektiver darstellbar.
Deshalb wird in diesem Jahr diese „Futrex-Messung“ dafür
ausschlaggebend sein, wer als „Sieger“ aus dem gemeinsamen
„Abspecken“ hervorgeht, für das es auch in diesem Jahr wieder neben
dem „Speck-Weg-Pokal“ attraktive Sachpreise zu gewinnen gibt, mit
denen die Teilnehmer an der Aktion auch über die Dauer der Aktion
hinaus in ihren Bemühungen unterstützt werden sollen.
Denn die Kurse für über fünfzig unterschiedliche Bewegungsarten
– von A wie Aquajogging bis Z wie Zumba – werden natürlich auch in
diesem Jahr wieder über die Dauer der Aktion hinaus
fortgesetzt.
Übrigens: Die Teilnahme an der Aktion, für die sich
Interessenten formal eintragen müssen – ihre Teilnahme wird ihnen
dann auch in einem eigenen Pass detailliert bestätigt – ist
kostenfrei – für Anschlussaktivitäten können Kostenübernahmen bei
der jeweiligen Krankenkasse beantragt werden.
Mehr Infos zu Anmeldung und Kursterminen gibt’s in der
PRAVO-Leitstelle oder per Internet unter www.pravo-praevention.de.
Also los geht’s – mitgemacht! Denn gemeinsam Abspecken und
Trainieren macht einfach noch mehr Spaß - und wer möchte sich bis
zum kommenden Frühlingsanfang am 20, März nicht besser und vor
allem leichter fühlen? Foto: gc
23.01.2013
KNEIPP-VEREIN-SPEYER e.V. gegr. 1896 stellt neues JAHRESPROGRAMM 2013 vor
VORBEUGEN
IST BESSER ALS HEILEN Jahresmotto 2013 des
Kneipp-Bundes "Kneipp bewegt"
Der Weg zur Gesundheit ist der Weg, den uns
Sebastian Kneipp bereits vor mehr als 100 Jahren mit seiner
5-Säulentherapie "Wasser, Bewegung, Heilkräuter, Ernährung und
Lebensordnung" gewiesen hat, schreibt Apollonia Rahn 1. Vorsitzende
des Kneipp-Vereins-Speyer und Landesvorsitzende des Kneipp-Bund LV
RLP e.V.. im Jahresprogramm 2013.
Kneipp hat von seiner Aktualität nichts eingebüßt
und Apollonia Rahn sagt nichts Neues, wenn sie erklärt, dass seine
Therapie ein Kernstück der Zukunftstherapie sein und bleiben wird.
Die Kneippbewegung ist seit ihres Bestehens klar auf die
Zusammenarbeit mit den Ärzten und der ärzlichen Wissenschaft
ausgerichtet.
Mit einem Jahresbeitrag von 33,-- Euro,
Familienbeitrag 38,-- Euro (einmalige Aufnahmegebühr 10,- Euro)
bietet der Kneipp-Verein Speyer wieder ein umfangreiches
Gesundheitsprogramm im Sinne der fünf Kneipp-Säulen an.
Zur
Kneipp-Säule Bewegung bietet der Verein 9 Yoga-Gruppen, 6
Osteoporose-Gymnastikgruppen, 5 Herzsportgruppen,
Wirbelsäulengymnastik, Fitnessgymnastik für Frauen und Männer,
Frauengymnastik, 4 Wassergymnastikgruppen, Nordic-Walking und
Nordic-Walking unter Rehavoraussetzung , Neu im Programm ab Mo.,
11.03. QiGong sowie Feldenkrais und verschiedene Lauftreffs und
Fahrradtouren an. Der Einstieg in die Gymnastikkurse ist jederzeit
möglich.
Der Gang in den Frühling ist für den 20.4. und die
Kneipp-Herbstwanderung mit Theo Weis, 2. Vors. für den 28.09.
vorgesehen.
Diavorträge mit Reisejournalist Michael Stephan,
Kneipp-Videos oder Kneippanwendungen werden u. a. bei den
monatlichen Kneipp-Treffs gezeigt. Hierzu sind auch Nichtmtglieder
eingeladen. Beim Kneipp-Treff am Di., 23.04. referiert unser
ärztliches Beiratsmitglied Sanitätsrat Dr. med. Adalbert Orth zum
Thema "Kneipp-Anwendungen und Homöopathie, eine ideale
Kombination"
Meditativer
Tanz beginnt am 25.03. Die Jahreshauptversammlung m.
Satzungsänderung findet am 16.03. statt. Arztvorträge finden in
Zusammenarbeit mit dem Diakonissen-Stiftungskrankenhaus und
St.Vincentius-Krankenhaus statt. Für 06 .03. ist eine Besichtigung
des Feuerbachhauses geplant, am 18.09. eine Fahrt zur
NOLDE-Ausstellung nach Baden-Baden, am 22.08. wird der größte
Heilpflanzengarten Europas der WELEDA AG in Schwäbisch Gmünd
besichtigt. Für die Reise nach Amberg/Opf. (Oberpfalz-Tour) vom
01.09. - 05.09. werden bereits Anmeldungen entgegengenommen, ebenso
für die Gesundheitswoche in Bad Wörishofen v. Mi., 03.07.- Mi.,
10.07.. Unter dem Jahresmotto 2013 "Kneipp bewegt" findet am 9.3.
ein Nordic-Walking Chrashkurs und am 23.03. ein
Nordic-Walking-Chrashkurs unter Rehavoraussetzung statt sowie am
24.08. ein Nordic-Walking Info-Tag.
Wichtige Kneipp-Termine sind die
Kneipp-Saisoneröffnung zum Kneipp-Geburtstag am Fr. 17.05., am Do.,
23.05. der Gesundheitstag für Kinder nach Kneipp an der
Kneipp-Anlage, am 08.06. gemeinsame Wanderung mit den einzelnen
Ortsvereinen des LV RLP im Dahner Felsenland, am 24.06. Kräuterfest
und am 25.6. Heilkkräutervortrag mit Teeverkostung mit unserem
Beiratsmitglied und Kräuterexperten Eberhard Jahner, 31.08.
Kneipp-Aktionstag im Diakonissen-Stiftungskrankenhaus (ehem.
Stiftungskrankenhaus)
Der Kurs Kneipp-Anwendung in Theorie und Praxis am
21.05. und 09.09. dient zur Einführung der Kneipp-Anwendungen.
Neumitglieder erhalten einen Gutschein für den Kurs. Am So., 08.12.
findet die Weihnachtsfeier mit der "Kupferthaler Stubenmusik"
statt.
Von
Mi., 08.05. - So., 12.05. finden in Maribor, Slowenien, die
internationalen Kneipp-Aktionstage 2013 statt. Info unter auskunft@kneipp-bund.de Ein
umfangreiches Ausbildungsprogramm finden Interessierte an der
Sebastian Kneipp-Akademie für Gesundheitsbildung unter www.kneippakademie.de Der
Kneipp-Verein Speyer e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, die
Kneipplehre mit ihren 5 Säulen Kindergärten, Schulen und Betrieben
näherzubringen. Im Landesverband Rheinland Pfalz hat die
Landesvorsitzende Apollonia Rahn bereits erste Schritte
eingeleitet.
Interessierte können sich für die einzelnen Kurse
und Veranstaltungen Online (www.kneipp-verein-speyer.de
) , per Fax: 06232/490638 oder jeden Dienstag von 11 - 13 Uhr in
der Geschäftsstelle, mit Ausnahme der Schulferien, Mühlturmstr. 16
anmelden.
Das Kneipp-Programm erhalten Interessierte beim
Diakonissen- und Stiftungskrankenhaus, Hörgeräte-Akustik Leist,
Volksbank Kur- und Rheinpfalz, Kreis-Sparkasse, Sanitätshaus Römer,
Stadtwerke, Einhorn-Apotheke, INTERSPORT SCHEBEN sowie in der
Kneipp-Geschäftsstelle, Mühlturmstr. 16, Das neue Programm steht
auch als Download im Internet bereit unter www.kneipp-verein-speyer.de
Anfragen, Anmeldungen und Infos unter www.kneipp-verein-speyer.de
, Tel. 06232/35834, (NEUE Fax-Nr. 06232/490638) e-Mail: kneipp-verein-speyer@t-online.de
oder rahn.a@gmx.de
Kneipp-Verein-Speyer e.V., Presse
23.01.2013
Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus investiert in Hybrid-OP
So ein Hybrid-OP steht ab Herbst 2013 im Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer zur Verfügung (Foto: Siemens)
Übergewicht, Rauchen, Diabetes: die Zahl
der Gefäßpatienten in Deutschland nimmt zu, auch in einer der
größten gefäßchirurgischen Kliniken des Landes im
Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus. Um diese Patienten noch besser
versorgen zu können, entsteht in der Speyerer Klinik für 4,8 Mio.
Euro ein Hybrid-OP.
Der zusätzliche, extra große Operationssaal verfügt über eine
Hochleistungsangiographieanlage, die kleinste Gefäße gut sichtbar
macht. „In dem OP können wir offen chirurgisch und per
Kathetereingriff operieren“, erklärt Chefarzt Prof. Dr. Gerhard
Rümenapf. Er unterstreicht die Zunahme und Bedeutung
kathetergestützter Eingriffe, die im Hybrid-OP noch besser
durchführbar werden: „Durch die moderne, hoch auflösende Anlage
sind die Gefäße deutlicher zu erkennen. Sie eignet sich besonders
für Operationen von Verschlüssen auf verschiedenen Gefäßetagen
(Becken, Ober- und Unterschenkel) und wir können auch weiter in die
Peripherie vordringen“, beschreibt Rümenapf neue Möglichkeiten
beispielsweise auch in der Behandlung von Fußgefäßen. „Aber
obgleich Hybrid-Eingriffe vor allem bei Risikopatienten auf dem
Vormarsch sind, werden sie die offene Chirurgie nicht ganz
verdrängen können“, sagt der Gefäßchirurg.
Im
Zuge der Baumaßnahmen entstehen außerdem neue Lager- und Büroräume
sowie ein Sterilgang. „Insgesamt wollen wir durch die Baumaßnahme
die Abläufe im OP-Bereich verbessern“, so
Krankenhaus-Geschäftsführer Wolfgang Walter. Derzeit werde zum Teil
bis spät abends oder am Wochenende operiert, allein die
Gefäßchirurgen würden meist zwei der fünf Operationssäle
belegen.
Eine besondere Herausforderung für Architekten und Baufirmen
sei, dass die Bauarbeiten bei laufendem Betrieb stattfinden,
erklärt Architekt Roger Strauß aus Karlsruhe: „Das erfordert eine
enge Abstimmung aller Beteiligten.“ Zunächst entstehen die neuen
Lagerräume, nach deren Fertigstellung wird der über 60 m² große
Hybrid-OP eingepasst, der im Herbst 2013 in Betrieb gehen soll.
Diakonissen Speyer-Mannheim, Presse
07.12.2012
MRE-Netzwerk in der Metropolregion Rhein-Neckar
Ergebnisse der
Punktprävalenzstudie liegen vor
Heidelberg- Multiresistente
Erreger (MRE) sind zurzeit die große Herausforderung in der
Medizin. Diese Erreger sind Bakterien, die durch ihre
Antibiotika-Resistenzen die Therapie von Patienten erschweren. Für
den betroffenen Patienten führt die eingeschränkte
Therapiemöglichkeit oft zu einem verlängerten und komplizierten
Krankheitsverlauf sowie einer erhöhten Sterblichkeit. Bekanntester
Vertreter der MRE ist der Methicillin-resistente Staphylococcus
aureus (MRSA). Aber auch weitere multiresistente Keime wie
Vancomycin-resistente Enterokokken (VRE), und multiresistente
gramnegative Stäbchenbakterien, die zum Beispiel eine
Extended-Spectrum-Betalactamase (ESBL) bilden, gewinnen zunehmend
an Bedeutung. Für die Einrichtungen des Gesundheitswesens
resultieren aus den notwendigen Maßnahmen zur Vermeidung einer
weiteren Verbreitung wie Isolierungs- und Sanierungsmaßnahmen ein
deutlich erhöhter Arbeitsaufwand und erhöhte Kosten.
„Vor diesem Hintergrund sind gezielte
Präventionsmaßnahmen, insbesondere an den Schnittstellen von
stationärer und ambulanter Versorgung, unabdingbar und ein
wesentlicher Beitrag zur Patientensicherheit und der öffentlichen
Gesundheit“, erläutert Irmgard Behler, zuständige Dezernentin für
das Gesundheitsamt Rhein-Neckar-Kreis beim Pressegespräch am
Freitag, 7. Dezember 2012 im Heidelberger Landratsamt. Die
bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass die Versorgung von
Patienten mit Nachweis von MRE nicht nur die Kliniken betrifft,
sondern alle Einrichtungen des Gesundheitswesens. Aus diesen
Gründen ist eine gemeinsame Strategie zur Prävention der
Weiterverbreitung multiresistenter Erreger notwendig.
Daher haben sich auf Einladung der zuständigen
Verantwortlichen von vier Gesundheitsämtern in der Region - Dr.
Oswinde Bock-Hensley, Gesundheitsamt Rhein-Neckar-Kreis, Dr.
Sebastian Kevekordes, Gesundheitsamt Rhein-Pfalz-Kreis, Camillo
Wentz, Gesundheitsamt Mannheim und Dr. Manfred Zolg, Gesundheitsamt
Kreis Bergstraße - alle 40 Krankenhäuser in der Metropolregion
Rhein-Neckar (MRN) zum MRE-Netzwerk in der MRN zusammengeschlossen,
um die Verbreitung der MRE unter anderem durch einheitliche
Hygienemaßnahmen zu verringern. Drei der 40 am MRE-Netzwerk
beteiligten Krankenhäuser der Region Bergstrasse haben sich
mittlerweile dem Netzwerk MRE Südhessen angeschlossen.
Das MRE-Netzwerk in der Metropolregion trifft sich
seit rund zwei Jahren regelmäßig mit dem Ziel, die Verbreitung
multiresistenter Erreger durch interdisziplinäre Bearbeitung und
Kommunikation von spezifischen Themen und Fragestellungen bezüglich
des Umgangs mit multiresistenten Erregern innerhalb der
teilnehmenden Kliniken zu verringern. Ebenso will das Netzwerk
einheitliche Vorgehensweisen rund um MRE auf der Basis der
aktuellen Rechtsgrundlage erarbeiten. In dem Netzwerk lernen sich
alle hygieneverantwortlichen Mitarbeiter der Krankenhäuser kennen
und diskutieren miteinander über MRE-Probleme.
„Ich bin absolut erstaunt, dass alle teilnehmenden
Krankenhäuser sich aktiv an der Netzwerkarbeit beteiligen und auch
alle Häuser an der Prävalenzstudie teilgenommen haben“, freut sich
Dr. Sebastian Kevekordes vom Gesundheitsamt Rhein-Pfalz-Kreis. Und
Dr. Oswinde Bock-Hensley ergänzt: „Die Zusammenarbeit zwischen den
Krankenhäusern und den Gesundheitsämter trägt dazu bei, Qualität in
die MRE-Arbeit in der Region zu bringen und die Infektionslage
transparent darzustellen.“
Um Hygienemaßnahmen zu verändern, ist es notwendig,
die aktuelle MRE-Situation zu kennen. Hierzu hat das Netzwerk im
Oktober 2012 eine Punktprävalenzstudie durchgeführt. Diese
beinhaltet, dass an einem Tag in jedem Krankenhaus erfasst wird,
wie viele Patienten mit MRE zurzeit im Krankenhaus sind und welche
Konsequenzen dies hat. Diese von allen 37 Krankenhäusern erhobenen
Daten wurden ausgewertet und werden von Prof. Dr. Constanze Wendt,
Labor Limbach, vorgestellt.
Die teilnehmenden Kliniken hatten zum
Untersuchungszeitpunkt insgesamt 8.741 Patienten, von denen nur 4,3
Prozent mit einem oder mehreren Antibiotika-resistenten Erreger
besiedelt waren. Die Kliniken haben für diese Patienten
Schutzmaßnahmen entsprechend den Empfehlungen der Kommission für
Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) durchgeführt,
die dazu führten, dass 205 Betten nicht belegt wurden.
„Fazit der Untersuchung ist, dass die Krankenhäuser
der Rhein-Neckar-Region dem Problem eine hohe Aufmerksamkeit
schenken und einige Ressourcen investieren, um eine weitere
Verbreitung der Erreger in den Kliniken zu verhindern“, so Prof.
Wendt. Durch die unterschiedliche Spezialisierung der Kliniken ist
auch das Patientenklientel unterschiedlich und damit auch die
MRE-Zahlen der Einrichtungen. „Das Risiko des Patienten für eine
Besiedelung oder Infektion mit MRE ist unter anderem abhängig von
der Schwere der Erkrankung und individuellen Faktoren aber auch den
jeweiligen Hygienemaßnahmen im Krankenhaus“, erläutert die Expertin
für Hygienemaßnahmen weiter.
MRE ist in unserer Region auf einem niedrigen
Niveau vorhanden. Alle Krankenhäuser sind engagiert, die
Hygienemaßnahmen konsequent umzusetzen und mögliche Infektionen zu
verhindern. Doch es bleibt noch viel zu tun. Die multiresistenten
gramnegativen (MRGN) Erreger sind derzeit auf dem Vormarsch. Um das
Übel an der Wurzel zu packen, muss versucht werden, dem hohen
Antibiotikaverbrauch entgegenzuwirken, der mitverantwortlich für
die zunehmende Resistenzentwicklung der Bakterien ist.
Die enge Zusammenarbeit der Kliniken der MRN
schafft Transparenz und Lösungsansätze im Umgang mit MRE, von denen
letztendlich die Patienten der Region profitieren, so das Fazit der
Verantwortlichen in den vier Gesundheitsämtern der Region.
Ergebnisse der Punktprävalenzstudie

MRE Netzwerk in der
Metropolregion Teilnehmende Einrichtungen: (Stand: Dezember
2012)
Gesundheitsamt Heidelberg:
· Universitätsklinikum Heidelberg
· Nierenzentrum Heidelberg ·
GRN (Gesundheitszentren Rhein-Neckar
gGmbH)-Kliniken
o Schwetzingen
o Eberbach
o Sinsheim
o Weinheim
· GRN-Kliniken für Geriatrische Rehabilitation
o Schwetzingen
o Sinsheim
o Weinheim
· Krankenhaus Salem gGmbH (Träger Ev.
Stadtmission)
· Krankenhaus St. Vincentius (Träger Ev.
Stadtmission)
· Klinik Sankt Elisabeth
· St. Josefskrankenhaus Heidelberg
· Thoraxklinik-Heidelberg gGmbH
· ATOS Klinik Heidelberg
· SRH Kurpfalzkrankenhaus Heidelberg GmbH
· AGAPLESION BETHANIEN KRANKENHAUS gGmbH
· Psychiatrisches Zentrum Nordbaden, Wiesloch
· Kliniken Schmieder – Heidelberg
· Rehaklinik Heidelberg - Königstuhl
· Ethianum-Klinik-Heidelberg
Gesundheitsamt Ludwigshafen:
· Klinikum der Stadt Ludwigshafen am Rhein
gGmbH
· Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik
Ludwigshafen
· Krankenhaus Zum Guten Hirten / St. Vincentius
Krankenhaus, Speyer
· St. Marien- und St. Annastiftskrankenhaus
· Stadtklinik Frankenthal
· Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer
Gesundheitsamt Mannheim:
· Universitätsmedizin Mannheim
· Diakoniekrankenhaus Mannheim GmbH
· Theresienkrankenhaus und St. Hedwig-Klinik GmbH,
Mannheim
· Zentralinstitut für seelische Gesundheit,
Mannheim
Gesundheitsamt Heppenheim:
· St. Marien Krankenhaus Lampertheim
· St. Josef-Krankenhaus, Viernheim
· Kreiskrankenhaus Bergstraße gGmbH –
Heppenheim
· Heilig-Geist Hospital – Bensheim
Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis,
Pressestelle
07.12.2012
„Tatort Hände“
3. Speyerer
Hygienetag im St.-Vincentius-Krankenhaus
Speyer. Er ist bereits eine feste Institution: Schon zum
dritten Mal veranstaltet das St.-Vincentius-Krankenhaus am
21. November den „Speyerer Hygienetag“. Mehr als 150 Ärzte und
andere Mitarbeiter aus Krankenhäusern und Praxen, aus
Altenpflegeheimen und ambulanten Pflegediensten sowie aus dem
Rettungsdienst informieren sich auch in diesem Jahr wieder aus
erster Hand über aktuelle Fragen der Hygiene und Infektiologie.
„Wir sind stolz darauf, mit den Themen des ‚Speyerer Hygienetags’
das Interesse der Kollegen Jahr für Jahr wieder zu treffen. Das
zeigt aber gerade auch, wie wichtig Hygiene heutzutage nicht nur
bei uns genommen wird“, freut sich Dr. Klaus-Peter Wresch, Chefarzt
der Anästhesie und Intensivmedizin und als Ärztlicher Direktor für
die Hygiene im St.-Vincentius-Krankenhaus
verantwortlich.
Die wissenschaftlichen Ergebnisse der letzten Jahre bestätigen,
was Hygieniker längst wussten: Im Mittelpunkt des Kampfes gegen
multiresistente Erreger und nosokomiale Infektionen steht in allen
Bereichen des Gesundheitswesens die richtige Händedesinfektion.
Denn es sind immer wieder die Hände von Pflegepersonal und Ärzten,
mit denen Keime von einem Patienten auf den anderen übertragen
werden. Bundesweite Aktionen wie die Initiative „Saubere Hände“ des
Robert-Koch-Instituts, an der sich auch das
St.-Vincentius-Krankenhaus beteiligt, haben die
Händedesinfektion ins Zentrum der Bemühungen um konsequentere und
bessere Hygiene gerückt. Doch was in der Theorie ganz einfach
klingt, weist in der Praxis seine Tücken auf. „Im medizinischen
Bereich müssen zum Beispiel bei vielen Arbeiten aus Gründen des
Arbeitsschutzes Handschuhe getragen werden. Diese ersetzen aber
keineswegs die notwendige Händedesinfektion vor und nach dem
Kontakt mit Patienten", erläutert Roger Munding, Hygienefachkraft
im St.-Vincentius-Krankenhaus, die Problematik. Gemeinsam
mit seiner Kollegin Annerose Nofz trainiert er im begleitenden
Workshop „Tatort Hände“ die Teilnehmer im sinnvollen Umgang mit
Handschuhen und Händedesinfektion im Alltag.
Die bundesweiten Initiativen blieben nicht ohne Erfolge. Dank
konsequent eingesetzter Hygienemaßnahmen hat die Häufigkeit von
MRSA, einem der bekanntesten "Krankenhauskeime", in Deutschland in
den vergangenen Jahren nicht weiter zu- sondern vielerorts sogar
abgenommen. Dennoch gingen auch in den letzten Monaten wieder
„Hygiene-Skandale“ in deutschen Kliniken durch die Medien. So
genannte „Multiresistente gramnegative Erreger“ (MRGN) verursachten
mehrere Infektionsausbrüche auf Frühgeborenen-Intensivstationen.
Auch im Krankenhausalltag hat die Bedeutung dieser Keime stark
zugenommen. Mit Isolationsmaßnahmen allein kann man - anders als
bei MRSA - diese Erreger nicht an ihrer Ausbreitung hindern.
Professor Constanze Wendt, Mitglied der Leitlinienkommission für
Krankenhaushygiene am Robert-Koch-Institut, informiert beim
„Speyerer Hygienetag“ über die neuesten Empfehlungen im Kampf gegen
MRGN.
Längst ist bekannt, dass der unkritische Antibiotika-Einsatz
Entstehung und Ausbreitung multiresistenter Bakterienstämme erst
ermöglicht. Das gilt nicht nur für den Gebrauch von Antibiotika im
Gesundheitswesen, sondern auch deren verbreiteten Einsatz in der
Tiermast. Auf diese Zusammenhänge geht Dr. Christiane Cuny vom
Robert-Koch-Institut in Wernigerode in ihrem Vortrag ein und
erläutert auch die Risiken der Keimübertragung vom Tier auf den
Menschen.
Fern von medienwirksamer Panikmache beschäftigt sich auch der
Diplombiologe Armin Schuster vom Institut für Umweltmedizin und
Krankenhaushygiene der Universitätsklinik Freiburg in seinem
Referat wissenschaftlich mit Infektionsgefahren, die von tierischen
und pflanzlichen Nahrungsmitteln ausgehen können, und zeigt Risiken
und sinnvolle Hygienemaßnahmen in Küche und Haushalt auf.
Neben dem Auftreten multiresistenter Erreger begünstigt der
intensive Antibiotika-Einsatz in der Medizin das Auftreten von
Infektionen nicht bakterieller Ursache, die bislang vor allem bei
immunsupprimierten Patienten zum Beispiel nach
Organ-transplantationen eine Rolle spielten, in den letzten Jahren
aber häufiger auch bei anderen Patienten vorkamen: Pilzinfektionen
finden sich vor allem bei Schwerkranken auf Intensivstationen und
sind oft schwierig zu erkennen und zu behandeln. Dr. Rainer Höhl
aus Nürnberg gibt als anerkannter Fachmann auf diesem Gebiet der
Infektiologie einen Überblick über neueste Erkenntnisse und
Behandlungsmöglichkeiten.
Doch der „Speyerer Hygienetag“ wendet sich nicht nur an
Krankenhauspersonal. An der Schnittstelle zwischen Kliniken,
Arztpraxen und Pflegeheimen sind die Mitarbeiter des
Rettungsdienstes besonders häufig mit Trägern von multiresistenten
Keimen konfrontiert. Diplom-Ingenieur Peter Klee vom
Landesuntersuchungsamt Koblenz stellt die neue rheinland-pfälzische
Hygiene-Richtlinie für den Rettungsdienst dar, die für mehr
Sicherheit im Umgang mit so genannten „infektiösen Patienten“
sorgen soll. Auch eine lückenhafte Informationsweitergabe erschwert
im Alltag einen angemessenen Umgang mit diesen Patienten. „Wir
gründen gerade einen Arbeitskreis mit Teilnehmern aus dem
Rettungsdienst und aus den Klinken der Region, um die neue
Hygiene-Richtlinie gemeinsam in die Praxis umzusetzen und
Schnittstellenprobleme zu lösen“, erläutert Dr. Sebastian
Kevekordes vom Gesundheitsamt Rhein-Neckar.
„Transporte von Patienten mit multiresistenten Erregern, zum
Beispiel mit MRSA innerhalb und außerhalb des Krankenhauses,
stellen ein besonderes Problem dar. Gerade die vollständige
,Vermummung' durch Schutzkleidung erzeugt eine falsche Sicherheit
bei den Mitarbeitern und lässt den Patienten fälschlicherweise als
Gefahr für seine gesamte häusliche Umgebung erscheinen. MRSA wird
so zum Stigma und zum Hindernis für normale soziale Kontakte“, weiß
auch Dr. Cornelia Leszinski, Hygienebeauftragte Ärztin im
St.-Vincentius-Krankenhaus. In ihrem Vortrag stellt sie ein
E-Learning-Konzept vor, das derzeit in Zusammenarbeit zwischen der
Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Mainz und dem „Vincenz“
als landesweites Pilotprojekt erarbeitet wird und
Krankenhausmitarbeitern den richtigen Umgang mit Trägern von
multiresistenten Erregern vermittelt. „Der richtige Gebrauch von
Schutzkleidung spart nicht nur Zeit und Geld, sondern kann auch
dazu beitragen, psychische Probleme zu vermeiden, unter denen
gerade MRSA-Patienten infolge der Isolierungsmaßnahmen häufig
leiden", erläutert die Ärztin. Das
St.-Vincentius-Krankenhaus setzt sich als Mitglied des MRE
(= multiresistente Erreger)-Netzwerkes der Metropolregion
Rhein-Neckar in besonderem Maße dafür ein, eine Stigmatisierung und
Benachteiligung von MRSA-Patienten zu verhindern. „Alle notwendigen
Hygiene-Maßnahmen sorgfältig einzuhalten und gleichzeitig den
betroffenen Patienten durch intensive Zuwendung ihre schwierige
Situation zu erleichtern, empfinden wir im
St.-Vincentius-Krankenhaus als besondere Herausforderung",
ergänzt Pflegedirektorin Monika Lenz.
„Wir freuen uns sehr, dass es uns auch in diesem Jahr wieder
gelungen ist, namhafte Referenten aus ganz Deutschland für unseren
‚Speyerer Hygienetag’ zu gewinnen“, fasst Verwaltungsdirektor Klaus
Diebold zusammen. „Sie haben uns wieder einmal gezeigt, wie
spannend und vielfältig das wichtige Thema ‚Hygiene’ sein kann.“
St.-Vincentius-Krankenhaus, Presse www.vincentius-speyer.de
Hintergrundinformationen
MRSA (Methicillin-resistenter
Staphylococcus aureus)
sind Stämme des Bakteriums Staphylococcus
aureus, die gegen alle Penicilline und chemisch verwandte
Substanzen resistent sind. Sie sind allerdings in der Regel
multiresistent, also auch unempfindlich gegen andere Arten von
Antibiotika.
„Normaler“ Staphylococcus aureus kommt
fast überall in der Natur vor, auch auf der Haut und im
Nasen-Rachen-Raum von 25 - 30 % aller Menschen. Meist löst er keine
Krankheitssymptome aus. Man spricht in diesem Falle von einer
asymptomatischen Besiedlung oder Kolonisation der Person. Bekommt
das Bakterium durch günstige Bedingungen oder ein schwaches
Immunsystem die Gelegenheit, sich auszubreiten, kommt es beim
Menschen zu Haut- und Muskelinfektionen, in ungünstigen Fällen auch
zu lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Lungenentzündung,
Herzklappenentzündung und Sepsis („Blutvergiftung“). Wenn diese
Bakterien Resistenzen gegen mehrere wichtige Antibiotika erwerben
(MRSA), sind sie besonders schwer zu eliminieren und werden bei
Übertragung auf Dritte auch für diese zur Gefahr.
MRSA treten in Deutschland in einer
Häufigkeit von etwa 0,3 - 0,7 % in der Allgemeinbevölkerung und bei
etwa 1 - 3 % der Bewohner von Alten- und Pflegeheimen auf. Aber
auch bei landwirtschaftlichen Nutztieren wird eine Besiedlung mit
MRSA häufig beobachtet. In wissenschaftlichen Untersuchungen konnte
bei etwa 70 % der Schweine und 30 % der Rinder MRSA nachgewiesen
werden, für Geflügel liegen keine Daten vor (Quelle: Deutsches
Ärzteblatt vom 11. November 2011).
Jährlich werden in deutschen Krankenhäusern ca.
40.000 Fälle von neu erworbenem Methicillin-resistentem
Staphylococcus aureus beobachtet, die zu etwa 14.000 Infektionen
mit nicht selten schweren Verläufen führen (Quelle: Nationales
Referenzzentrum für Surveillance von nosokomialen Infektionen (NRZ)
in Berlin).
MRGN (Multi-resistente
gram-negative Erreger)
bezeichnet eine große Gruppe von Bakterien, die
hauptsächlich den Magen-Darm-Trakt des Menschen besiedeln und
ebenfalls gegen (fast) alle bekannten Antibiotika resistent
geworden sind. Während die Häufigkeit von MRSA in den letzten
Jahren in Deutschland nicht weiter zugenommen hat oder sogar etwas
rückläufig ist, breiten sich MRGN weltweit rasant aus. Gegen
einzelne dieser Bakterienstämme sind keine wirksamen Antibiotika
mehr bekannt Der internationale Reiseverkehr hat die Ausbreitung
dieser Keime aus Asien und dem östlichem Mittelmeerraum nach
Mitteleuropa begünstigt. Auch Nutztierbestände stellen ein
wichtiges Reservoir für diese Bakterien dar, so dass anders als bei
MRSA Isolationsmaßnahmen in Krankenhäusern nur in begrenztem Maße
geeignet sind, eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Der
Schwerpunkt der Bemühungen im Kampf gegen MRGN liegt daher aus
einer Restriktion im Einsatz insbesondere von „Breitband-
Antibiotika“ in der Humanmedizin, aber auch in der Tiermast, um die
Entstehung und Ausbreitung weiterer MRGN-Stämme verhindern. Die
Maßnahmen der Standard-Hygiene, insbesondere die korrekte
Händedesinfektion gewinnen vor diesem Hintergrund eine besondere
Bedeutung für die Infektionsprophylaxe.
Nosokomiale Infektionen
sind Infektionen, die durch den Aufenthalt oder
die Behandlung in einem Krankenhaus oder einer Pflegeeinrichtung
verursacht wurden. Um eine nosokomiale Infektion sicher feststellen
zu können, muss nachgewiesen sein, dass der Patient ohne die
Infektion ins Krankenhaus gekommen ist. Dies ist häufig schwierig.
In Deutschland gilt daher entsprechend der Definition des
Robert-Koch-Instituts eine Infektion, die drei Tage nach Aufnahme
des Patienten entsprechende Symptome zur Folge hat, als
nosokomial.
Als Ursache für Krankenhausinfektionen spielen
das zunehmende Alter der Patienten, eine geschwächte körpereigene
Immunabwehr z. B. aufgrund von Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus),
Behandlung mit Cortison oder Chemotherapien, komplizierte
Operationen und invasive diagnostische und therapeutische Maßnahmen
mit erhöhtem Infektionsrisiko, aber auch Hygienemängel eine
bedeutsame Rolle.
Nosokomiale Infektionen machen einen Großteil
aller im Krankenhaus auftretenden Komplikationen aus und haben
daher großen Einfluss auf die die medizinische und pflegerische
Versorgung der Patienten. Entsprechend müssen sie als ein
ernstzunehmendes Problem eines jeden Krankenhauses erkannt
werden.
Im Krankenhaus erworbene Infektionen belasten
nicht nur den Patienten selbst aufgrund der damit verbundenen
Schmerzen und Beschwerden, sie verlängern meist auch den
Krankenhausaufenthalt – je nach Art der Infektion im Durchschnitt
um vier Tage – und führen damit zu erheblichen Mehrkosten für das
Gesundheitssystem. Die wichtigste Maßnahme zur Vermeidung von
Krankenhausinfektionen ist die regelmäßige Durchführung einer
hygienischen Händedesinfektion.
Allein in Deutschland kommt es jährlich zu ca.
500.000 nosokomialen Infektionen, die nach Abschätzung des
Nationalen Referenzzentrums für Surveillance von nosokomialen
Infektionen (NRZ) in Berlin für bis zu 15.000 Patienten die
Todesursache waren. Durch die Ausweitung ambulant erbrachter
medizinischer Leistungen ist die Bedeutung solcher Infektionen
nicht auf den stationären Bereich beschränkt.
RKI
(Robert-Koch-Institut)
ist als Bundesinstitut eine zentrale
Überwachungs- und Forschungseinrichtung der Bundesrepublik
Deutschland auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und
-prävention. Es ist dem Bundesministerium für Gesundheit direkt
unterstellt. Die Kernaufgaben des RKI sind die Erkennung, Verhütung
und Bekämpfung von Krankheiten, insbesondere der
Infektionskrankheiten, sowie die Formulierung und wissenschaftliche
Begründung der erforderlichen Maßnahmen zum wirksamen
Gesundheitsschutz der Bevölkerung.
Das RKI wurde 1891 als wissenschaftliche
Abteilung des Königlich Preußischen Instituts für
Infektionskrankheiten in Berlin gegründet und bis 1904 von Robert
Koch geleitet.
In der Novelle des Infektionsschutzgesetzes vom
Juli 2011 wurde den in den Ständigen Kommissionen des
Robert-Koch-Instituts erarbeiteten Leitlinien und Empfehlungen eine
weitgehende rechtliche Verbindlichkeit übertragen, so dass sie
heute nahezu Gesetzescharakter innehaben.
Das Robert Koch-Institut wird bei der Ausübung
fachlicher und regulatorischer Aufgaben von Kommissionen beraten.
Die Kommissionen setzen sich aus
Antibiotikaresistenz
ist eine Eigenschaft von Mikroorganismen
(Bakterien), die es ihnen ermöglicht, die Wirkung von antibiotisch
aktiven Substanzen zu neutralisieren. Viele krankheitserregende
Mikroorganismen besitzen eine kurze Generationszeit, ihre Biomasse
verdoppelt sich unter günstigen Bedingungen schon innerhalb von 20
bis 30 Minuten. Vorteilhafte Mutationen können so relativ schnell
entstehen. Ihre Träger besitzen in Gegenwart von Antibiotika einen
deutlichen Überlebensvorteil, so dass die entsprechenden Gene
vermehrt verbreitet und auch auf andere Mikroorganismen übertragen
werden.
Eine wichtige Ursache für die Entstehung von
Antibiotikaresistenzen ist die unkritische Anwendung von
Antibiotika beispielsweise gegen banale Luftweginfekte, die in der
Regel durch Viren verursacht werden. Antibiotika besitzen keinerlei
Wirksamkeit gegen Viren, ihre Gegenwart im Körper fördert aber die
Entstehung und Vermehrung von resistenten Bakterien
(Selektionsdruck).
Eine weitere wichtige Ursache für die
Verbreitung von Resistenzen ist die Verwendung von Antibiotika zum
prophylaktischen Einsatz und als Wachstumsförderer in der
landwirtschaftlichen Tierzucht. Hierfür kommen fast die Hälfte der
weltweit produzierten Antibiotika zum Einsatz. Seit 2006 sind
sogenannte Leistungsverstärker oder Mastbeschleuniger EU-weit
verboten. Infizierte Tiere dürfen weiterhin mit Antibiotika
behandelt werden, auch eine prophylaktische Behandlung des übrigen
nicht infizierten Viehbestandes ist erlaubt. Nach aktuellen
Untersuchungen ist beispielsweise MRSA bei etwa zwei Dritteln der
Schweine und einem Drittel der Rinder in Deutschland nachweisbar.
Eine Übertragung dieser multiresistenten Bakterien auf menschliche
Kontaktpersonen ist häufig. 86 % der Schweinehalter und 12 - 45 %
der Tierärzte sind selbst Träger von MRSA.
(Quelle: Deutsches Ärzteblatt: 11. November
2011). Zudem führt die landwirtschaftliche Ausbringung von Gülle zu
einer Zunahme antibiotikaresistenter Bakterien im Boden.
21.11.2012
2000. Geburt im Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus
Chefarzt Dr. Uwe Eissler, Lisa und Heiko Hutschenreuter mit Luca, Hebamme Tahira Khan (v. l.)
Bei der 2000. Geburt des Jahres erblickte
am 19. November der kleine Luca im
Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer das Licht der
Welt.
Um 23.45 Uhr wurde das Jubiläumsbaby geboren. Der
Sohn von Lisa und Heiko Hutschenreuter wog bei seiner Geburt 3.440
Gramm und kam in einem der im Frühjahr frisch renovierten Kreißsäle
ohne Komplikationen zur Welt, so Hebamme Tahira Khan, die die
Geburt begleitet hat.
Luca ist das erste Kind der 24 und 26 Jahre alten
Eltern, aber bereits das 2070., das in diesem Jahr in der Speyerer
Klinik geboren wurde. „Durch die große Zahl an Zwillingsgeburten
ist die Zahl der Kinder höher als die der Geburten“, erklärt
Chefarzt Dr. Uwe Eissler, der den jungen Eltern mit einem
Blumenstrauß gratulierte. „Durch den Umbau und die Erweiterung der
geburtshilflichen Station, die im April eingeweiht wurde, können
wir die große Zahl an Geburten in unserem Haus noch individueller
betreuen“, so Eissler. Daher haben Lisa und Heiko Hutschenreuter
kaum bemerkt, dass ihr Sohn in der größten geburtshilflichen Klinik
des Landes zur Welt kam. Im Moment schlafe Luca die meiste Zeit,
sagt die junge Mutter, die sich schon auf das Familienleben im
heimischen Römerberg freut, wenn sie in ein paar Tagen das
Krankenhaus verlassen kann. Diakonissen Speyer-Mannheim,
Presse
20.11.2012
Wechsel in der Führungsriege bei Diakonissen Speyer-Mannheim
Friedhelm
Reith geht in Altersteilzeit, Karlheinz Burger zum Nachfolger
gewählt
Friedhelm Reith, Kaufmännischer Vorstand bei Diakonissen
Speyer-Mannheim, tritt zum 31. März 2013 in die Freistellungsphase
der Altersteilzeit. Das hat den Verwaltungsrat des etablierten
Sozialunternehmens in Speyer veranlasst, die Nachfolge zu regeln.
Kirchenpräsident Christian Schad als Vorsitzender des
Verwaltungsrats hat in den letzten Monaten in Abstimmung mit dem
zuständigen Finanzausschuss die Frage der Nachfolge intensiv
geprüft. Aus Gründen der Kontinuität der in den vergangenen
Jahrzehnten sehr erfolgreichen Arbeit der Diakonissen
Speyer-Mannheim hat er dem Verwaltungsrat – wie es die Satzung
vorsieht: im Benehmen mit dem Vorstand – Karlheinz Burger, bisher
Justitiar und Leiter der Personalabteilung der Diakonissen
Speyer-Mannheim zur Wahl als neuen Kaufmännischen Vorstand
vorgeschlagen. Nach einer überzeugenden Vorstellung wurde er in der
letzten Sitzung gewählt.
Karlheinz
Burger, 48, hat nach seinem Jurastudium und dem Referendariat in
Saarbrücken seit 1995 in den Johannesanstalten, heute
Johannesdiakonie, einem Träger von Behinderteneinrichtungen in
Mosbach, die Personalabteilung des Standorts Mosbach geleitet. 1999
trat er in den Dienst der Diakonissen Speyer-Mannheim als Justitiar
und Leiter der Personal- und Rechtsabteilung, er ist Mitglied von
arbeitsrechtlichen Gremien in den Bereichen von Kirche und Diakonie
und seit Beginn 2012 in der Geschäftsführung des
Diakoniekrankenhauses Mannheim. Er lebt derzeit mit seiner Frau und
vier Kindern in Landau-Godramstein.
Friedhelm Reith ist 1978, ein Jahr nach seinem Diplom als
Volkswirt, als Assistent des damaligen Verwaltungsdirektors Gerhard
Hildenbrand in den Dienst der Diakonissenanstalt Speyer getreten,
wurde 1985 zum Abteilungsleiter Finanzwesen und innere Verwaltung,
1987 in den Vorstand der Diakonissenanstalt Speyer, zunächst als
stellvertretender Verwaltungsdirektor, 1991 als Verwaltungsdirektor
und 1994 als Leitender Verwaltungsdirektor berufen. Seither steuert
er die Geschicke des Unternehmens zusammen mit dem Theologen und
der Oberin im Vorstand. Unter seiner Leitung hat sich das
Unternehmen deutlich fortentwickelt. 2001 wurden die Evangelischen
Heime Diemerstein in die Jugendhilfe der Diakonissenanstalt
übernommen, 2004 die Verschmelzung mit dem Diakonissenmutterhaus
Mannheim vollzogen und die Beteiligung am Diakoniekrankenhaus
Mannheim begründet, im gleichen Jahr die Fusion von Diakonissen-
und Stiftungskrankenhaus bewerkstelligt. Inzwischen haben die
Diakonissen Speyer-Mannheim die Anteile der Stadt Speyer am
Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus übernommen und die Beteiligung
von Klinikum Mannheim und Heinrich-Lanz-Stiftung bis auf einen Rest
von 5 % gekauft. Aus der Diakonissenanstalt mit 1.700
Mitarbeitenden im Jahr 1994 sind die Diakonissen Speyer-Mannheim
mit 3.500 Mitarbeitenden gewachsen, die durch die engagierte
Mitarbeit vieler in den vergangenen Jahren ihren guten Ruf als
stabiles, wirtschaftlich gesundes und entwicklungsstarkes
Sozialunternehmen im Südwesten Deutschlands gefestigt haben.
Friedhelm Reith ist außerdem als Geschäftsführer des
Diakoniezentrums Homburg und des Diakoniekrankenhauses Mannheim
tätig. Er ist Mitglied im Stiftungsvorstand der
Diakonissen-Stiftung Speyer und in Aufsichtsorganen von
Tochtergesellschaften, darüber hinaus arbeitet er in Gremien des
Kaiserswerther Verbandes deutscher Diakonissenmutterhäuser, der
Stiftung Diakoniewerk Friedenswarte Bad Ems, der Ev.
Kreditgenossenschaft mit.
Kirchenpräsident Schad sei zuversichtlich, so in der
Gratulationsrunde im Verwaltungsrat, dass die Entscheidung,
Karlheinz Burger in die Nachfolge von Friedhelm Reith zu berufen,
eine für die künftige Entwicklung der Diakonissen Speyer-Mannheim
sehr gute Wahl ist. Sie ermögliche, dass bewährte Prinzipien der
Arbeit sich auch künftig fortsetzen und eine weiterhin gedeihliche
Arbeit des Unternehmens prägen. Vorsteher Dr. Werner Schwartz und
Oberin Sr. Isabelle Wien zeigten sich dankbar für die Entscheidung
des Verwaltungsrats und das Engagement von Kirchenpräsident Schad.
Sie seien davon überzeugt, dass Kontinuität in der Geschichte
wesentlich zur positiven Entwicklung der Diakonissenmutterhäuser
beigetragen hätten und ihnen dies durch die Entscheidung des
Verwaltungsrats auch für die Zukunft gesichert scheine. Sie freuen
sich auf die Zusammenarbeit. Diakonissen Speyer-Mannheim,
Presse
19.11.2012
Über 2000 Jahre im Dienst für den Menschen

69 Mitarbeitende aus allen
Arbeitsbereichen der Diakonissen Speyer-Mannheim feiern in diesem
Jahr ihr mindestens 25jähriges Dienstjubiläum, fast 40 von ihnen
kamen am 7. November zu einer gemeinsamen Feier ins Speyerer
Mutterhaus.
In einem Gottesdienst dankte Vorsteher Pfarrer Dr. Werner
Schwartz den Jubilarinnen und Jubilaren, „weil Sie mit Ihrer Arbeit
und der engagierten Art, in der Sie Ihre Arbeit tun, daran
mitarbeiten, dass Menschen etwas von der Liebe Gottes in unserer
Welt entdecken können, ein Stück Zuwendung und Begleitung
erfahren.“ Mit der Arbeit, die die Geehrten seit 25, 30, 35, 40
oder sogar 45 Jahren in den Einrichtungen der Diakonissen
Speyer-Mannheim verrichteten, so Schwartz, führten sie die
Tradition der Diakonissen fort, die im 19. Jahrhundert von Speyer
und Mannheim aus begannen, für Menschen, die Unterstützung und
Begleitung brauchten, da zu sein.
Dass der gute Ruf, den die Diakonissen Speyer-Mannheim in
Rheinland-Pfalz und darüber hinaus genießen, auf der Basis der
Mitarbeitenden beruht, betonte Landesdiakoniepfarrer Albrecht Bähr,
der die Glückwünsche des Diakonischen Werks überbrachte und den
Jubilaren Kronenkreuze in Gold für ihre mindestens 25jährige
Betriebszugehörigkeit überreichte. „Es tut der Kirche und der
Diakonie gut, dass es Sie gibt“, so Bähr: „Was wären wir ohne die
Basis, die so bunt ist wie das Leben.“
Die bunte Vielfalt der Mitarbeitenden zeigte sich auch in ihrer
Vorstellung durch Pfarrer Werner Schwartz, der den Jubilaren
einzeln für ihr Engagement dankte und seinen Dank mit einigen
Anekdoten versah. Darunter auch die der Mitarbeiterin, die ihr 35.
Dienstjubiläum beging, den Diakonissen aber schon viel länger
verbunden ist: Sie wurde im Diakonissenkrankenhaus geboren und
feierte ihr Dienstjubiläum gemeinsam mit der Diakonisse, die als
Schwesternschülerin bei ihrer Geburt dabei war, mit „dem Menschen,
der Sie am längsten kennt“, so Pfarrer Werner Schwartz, der mit
dieser und anderen Geschichten unterstrich, dass viele mit den
Diakonissen Speyer-Mannheim mehr verbindet als nur die Arbeit.
Nachdem Christel Hauser die Glückwünsche der
Mitarbeitervertretungen überbracht hatte, feierten die Jubilarinnen
und Jubilare gemeinsam mit Kollegen und Angehörigen und musikalisch
begleitet vom Saxophon-Quartett Sax4fun ihre langjährige
Zugehörigkeit zur Dienst- und Arbeitsgemeinschaft bei den
Diakonissen Speyer-Mannheim. Diakonissen Speyer-Mannheim,
Presse
08.11.2012
Richtfest im Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus
Richtspruch auf dem Dach des neuen Funktionstraktes: Polier Detlef Lichte (l.)
Fast genau ein Jahr nach dem ersten
Spatenstich für den Neubau feierten Mitarbeitende der Diakonissen
Speyer-Mannheim und der beteiligten Baufirmen sowie Nachbarn des
Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses Richtfest.
Die Baumaßnahme zur Zusammenführung der beiden Standorte des
Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses verlaufe nach Plan und ohne
Probleme betonte Polier Detlef Lichte von der Firma Riedelbau bei
seinem Richtspruch. Mittlerweile ist der Rohbau des
zweigeschossigen Funktionsbereiches sowie des fünfgeschossigen
Bettentrakten mit einer Gesamtgrundfläche von über 16.000 m² fast
abgeschlossen. Bis zur Einweihung im Frühjahr 2015 stehen nun vor
allem Innenausbauten und Umzüge an. Besonders die Verlegung des
Haupteingangs und der Ambulanzen an die Paul-Egell-Straße erfordert
organisatorisches Geschick, Einsatz und Verständnis der
Mitarbeitenden. Ihnen dankte Pfarrer Dr. Werner Schwartz, Vorsteher
der Diakonissen Speyer-Mannheim, dafür, dass sie sich trotz
gelegentlicher Störungen durch die Baumaßnahme gewohnt aufmerksam
und konzentriert um die Patienten kümmerten.
Die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten hob Architekt Linus
Hofrichter vom Ludwigshafener Architekturbüro Sander Hofrichter
hervor. Er freue sich, dass das Krankenhaus ein traditionelles
Richtfest ausrichte, so Hofrichter, die Arbeiter hätten es sich
verdient. Dass er selten eine so gut organisierte und
funktionierende Baustelle gesehen habe, betont auch
Krankenhausgeschäftsführer Werner Vogelsang. Man sei bislang im
Zeit- und Kostenplan und freue sich, dass auch zahlreiche lokale
und regionale Firmen an der Baumaßnahme beteiligt seien.
Eine Besonderheit konnte zum Richtfest auch noch präsentiert
werden: Das Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus gehört zu den ersten
Krankenhäusern in Deutschland, die nach Kriterien der Deutschen
Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) zertifiziert werden. Es
erhielt Anfang Oktober anlässlich der EXPO REAL in München ein
entsprechendes Vorzertifikat. Krankenhausgeschäftsführer Werner
Vogelsang erklärt: „Als Green Hospital stellen wir sicher, dass wir
nachhaltig bauen im Interesse der Umwelt, der Mitarbeitenden und
der Patienten.“ Diakonissen Speyer-Mannheim, Presse
29.10.2012
Mit Polyphenolen gesund bleiben
Speyer- Gemüse
und Obst stehen bei den Ernährungsempfehlungen der Ärzte ganz oben
auf der Einkaufsliste. Möglichst abwechslungsreich sollte der grüne
Speiseplan täglich sein. Der Gesundheit zuliebe. Dass Äpfel,
Bananen und Orangen sowie Karotten, Blumenkohl und Spinat dank
ihrer Vitamine und Mineralstoffe gesund sind, ist hinlänglich
bekannt. In den Früchten steckt sogar noch viel mehr, nämlich die
Polyphenole. Diese bioaktiven Pflanzenstoffe bilden sich auf ganz
natürlich Art und Weise in Blättern und Früchten, zählen zu den
wertvollsten Inhaltsstoffen zahlreicher Pflanzen und haben
erwiesenermaßen gesundheitsfördernde Wirkungen.
Wie einer Mitteilung des PRAVO-Präventionscenters zu entnehmen
ist, können bestimmte bioaktive Pflanzenstoffe Entzündungen hemmen,
Zellschäden verhindern, indem sie wie eine Art Staubsauger so
genannte freie Radikale „einsammeln“, bevor sie Körperzellen
schädigen. Zudem vermindern bioaktive Pflanzenstoffe
Fettablagerungen in Blutgefäßen und beugen somit der
Arteriosklerose vor. Um auf der sicheren Seite zu sein, rät das
Präventionscenter zu Nahrungsergänzungsmitteln, die auf Polyphenole
standardisiert sind und ein Alternative zur täglichen Versorgung
darstellen. Nähere Informationen über Tel: 06232/1001260 oder über
E-mail an: info@pravo-praevention.de
ws
24.10.2012
Jede Sekunde zählt: Großes Interesse an Schlaganfalltag in Speyer
„Zeit
ist Hirn“, darauf wiesen Dr. Jürgen Majolk, Leiter der Stroke Unit
Speyer, und Prof. Dr. Georg Gahn vom Klinikum Karlsruhe am 13.
Oktober beim Speyerer Patiententag Schlaganfall im
Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus hin. Beide gingen in ihren
Vorträgen auf die Akutversorgung nach einem Schlaganfall
ein.
Über vorbeugende Maßnahmen informierten Neurologe Volkmar
Figlesthaler und Gefäßchirurg Prof. Dr. Gerhard Rümenapf, der
operative und interventionelle Verfahren zur Verhinderung eines
Schlaganfalls vorstellte. „Ablagerungen in der Halsschlagader
können zum Schlaganfall führen, wenn sie nicht rechtzeitig
beseitigt werden“, so der Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie am
Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus.
Ob sie
Ablagerungen in der Halsschlagader haben, konnten die zahlreichen
Besucher des Patiententages direkt durch eine
Ultraschall-Untersuchung überprüfen lassen. Auch Blutdruck und
Blutzucker, weitere Risikofaktoren, wurden beim Schlaganfalltag
gemessen. Darüber hinaus präsentierten Physio- und Ergotherapeuten
sowie Logopäden Möglichkeiten für die Rehabilitation nach einem
Schlaganfall. Passend dazu hob Chefärztin Dr. Gerhild Hettinger in
ihrem Vortrag hervor, dass die Rehabilitation nach dem Schlaganfall
bereits im Krankenhaus beginnt.
„Mit dem Patiententag Schlaganfall wollten wir aufzeigen, wie
ein Schlaganfall im besten Fall verhindert wird und welche
Behandlungsmöglichkeiten es gibt“, erklärt Prof. Dr. Thomas
Rabenstein, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin. „Außerdem
möchten wir dafür sensibilisieren, dass nach einem Schlaganfall
Zeit ein wichtiger Faktor ist, um die Schädigungen des Gehirns so
gering wie möglich zu halten. Betroffene sollten bei Verdacht auf
Schlaganfall sofort den Notruf wählen“, betont der Internist.
Diakonissen Speyer-Mannheim, Presse
15.10.2012
Im Bauch von Bruno Bär
Dr. Sabine Wagner und die Kinder führen eine Koloskopie bei Bruno Bär durch
Ungewöhnliche Patienten und Krankheiten
wurden am 3. Oktober in der Endoskopie-Abteilung des
Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses behandelt: Neben einer
Entzündung im Darm von Bruno dem Bären bereiteten der Puppe Fritz
Gummibärchen und Büroklammern im Magen Probleme.
Hintergrund des etwas anderen Tages in der Endoskopie war der
Türöffner-Tag der Sendung mit der Maus. Er ermöglicht bundesweit
Kindern einen Blick hinter sonst verschlossene Türen, insgesamt
beteiligten sich in diesem Jahr über 350 Einrichtungen. „Mein Sohn
hat mich auf den Türöffner-Tag aufmerksam gemacht, so entstand die
Idee, dort mitzumachen“, erklärt Christian Dopheide, Pflegerische
Leitung der Endoskopie-Abteilung. Die Kollegen aus Medizin und
Pflege waren bald begeistert von der Idee und gemeinsam hat das
Team für 72 Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren einen ganz
besonderen Tag organisiert.
„Hallo, ich bin Julia und arbeite hier als Ärztin“, begrüßte Dr.
Julia Golatta gemeinsam mit Christian Dopheide die gespannten
kleinen Besucher. „Weil man im Krankenhaus mit Keimen und Bakterien
aufpassen muss“, wurden sie mit OP-Hauben und Mundschutz
ausgestattet, bevor es auf Entdeckungstour ging. Nach einer
Einführung über die Organe machten sich Dr. Julia Golatta und ihre
Kollegin Dr. Sabine Wagner per Ultraschall auf die Suche nach dem
Frühstück der Kinder, das sich den Weg durch den Darm bahnt,
erklärten, dass die Nieren „das Pipi machen“ und überprüften, ob
das Herz schlägt. Vom kleinsten bis zum größten Endoskop erklärte
Christian Dopheide anschließend, welche Möglichkeiten bestehen,
sich den Körper von innen anzuschauen und kleine Behandlungen
vorzunehmen, bevor die Kinder selbst aktiv werden konnten: Mit
Oberarzt Joachim Dippold und Assistenzarzt Christian Lehmann
begaben sie sich per Endoskop auf die Suche nach verschluckten
Gegenständen im Magen von Fritz der Puppe und stellten bei einer
Koloskopie bei Bruno dem Bären fest, dass es gar nicht so leicht
ist, ein Endoskop mit seinem beweglichen Ende durch den Körper zu
führen, ohne irgendwo anzuecken.
„Wir möchten, dass die Kinder etwas über ihren Körper erfahren
und keine Angst vorm Arzt und dem Krankenhaus haben, wenn sie uns
und unsere Behandlungsmethoden auf diese Weise kennen lernen“,
erklärte Christian Dopheide. Bestätigt wurde er von zahlreichen
Eltern, die begeistert waren, dass sich Lernen und Spaß beim
Türöffner-Tag im Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus so gut
verbanden. Die einstündige Führung verging für viele zu schnell, so
dass sie gern das Angebot der Kinderklinik nutzten und mit Yvonne
Liebel und Jeanette Schröder Maus- und Elefantenmasken bastelten.
Diakonissen Speyer-Mannheim, Presse
05.10.2012
Fußball, Möhren und mehr beim AOK-Kinderfest auf der Domwiese
War der
Besucherstrom zu Beginn um 11 Uhr noch etwas zaghaft, strömten um
die Mittagszeit immer mehr junge und alte Besucher zum Speyerer
AOK-Familientag. Und zum Spielen und Staunen gab es einiges in der
Zeltstadt unterhalb des Doms. Kinderschminken, Jonglieren,
HullaHoop und Fallschirmspiele gaben Jung und Alt die Gelegenheit,
sich sportlich zu betätigen. Für Fussballfans gab es neben Äpfel
und Karotten auch noch einen Leckerbissen der anderen Art: Die
brasilianische Fussball-Legende Everson Rodriges, besser bekannt
als „Ratinho“, der 113 Bundesliga-Spiele für den FCK absolvierte,
gab sich die Ehre und für die Fans eine Autogrammstunde. Inzwischen
trainiert er den Fußball-Nachwuchs beim FCK und bietet zusammen mit
der AOK ein Fußball-Sommercamp an. „Ich fühle mich in der Pfalz
zuhause und freue mich, dass ich hier in der Vergangenheit so
wunderbar aufgenommen wurde“, erzählt Ratinho. „Jetzt möchte
ich gerne etwas an die Menschen hier in der Region zurückgeben“,
erklärt der Fußball-Star sein Engagement mit der AOK. Um
Zirkus-Stars ging es im Theaterstück: „Henrietta in Fructonia“ des
Henrietta-Ensemble, das für die AOK mit dem Stück durch ganz
Deutschland tourt. Kurz vor zwölf Uhr begrüßte Zirkusdirektor Jörg
die Anwensenden und lud sie ein, sich aktiv an Spielen mit dem
Fallschirm zu beteiligen. Anschliessend ging es in das große
Theaterzelt, bei dem noch einmal die AOK-Vertreter und Ratinho zu
Wort kamen: „Ich bin gern hier in der Pfalz und esse gerne Saumagen
und trinke gerne Pfälzer Wein“, outet sich der Fussballstar sehr
zur Freude des jungen Publikums. Um vitaminreichere Kost geht es
dann allerdings in der Reise von Henrietta, die in der Schule immer
müde ist und einschläft. Der Kochlöffel Theolonius Sahneklecks
Quassel nimmt sie mit zum Zirkus nach Fructonia, wo sie u.a. die
mit Möhren werfenden Meggie, die berühmten Fruchtakrobaten und
Dompteur Konstantin Kaseinow und sein Löwe Leonid kennenlernen.
Voller Energie kommt Henrietta am Ende zurück und hat Lust auf
Bewegung und Vitamine.
Mit der mobilen Theater-Zeltstadt ist das Henrietta-Enseble
bereits seit 2007 unterwegs und hat inzwischen 600.000 Zuschauer zu
verzeichnen. Am Montag sind weitere Vorstellungen mit Schulklassen
aus Speyer und Umgebung gebucht. Das Präventionsprojekt ist
ein zentraler Baustein der breit gefächerten AOK-Initiative
„Gesunde Kinder – gesunde Zukunft“, mit der die Gesundheitskasse
Kinder spielerisch anregen möchte, sich gesund zu ernähren und viel
zu bewegen. Und Kindern und Erwachsenen macht die Vorstellung mit
viel Musik und Akrobatik so richtig Spass, den Schauspielern
sichtlich auch. Draussen in den anderen Zelten gibt es für die
großen Besucher viele Tipps zum Thema: Gesunde Ernährung für den
Familienalltag.
Insgesamt eine tolle Aktion der Krankenkasse, die spielerisch
und pädagogisch motiviert und animiert, sich mit der eigenen
Gesundheit zu beschäftigen, ohne den berühmten Zeigefinger zu
heben.Text und Bilder: jüs
01.10.2012
„Mein neues Gelenk“ - Künstliche Gelenke zum Anfassen
Patientenschulung der
Abteilung Orthopädie und Unfallchirurgie am
St.-Vincentius-Krankenhaus Speyer
Speyer. „Mein neues Gelenk“, so lautete der Titel der
kürzlich initiierten Patientenschulung der Abteilung für Orthopädie
und Unfallchirurgie am St.-Vincentius-Krankenhaus.
„Wir möchten den Patienten die Angst vor dem Einsetzen eines
künstlichen Gelenkes, der Zeit im Krankenhaus und in der
Rehabilitationsphase nehmen“, so Chefarzt Dr. Werner Schrammel. Das
Behandlungsteam sei der Meinung, dass gut informierte und
vorbereitete Patienten schneller genesen. Ziel sei es auch, dass
der Patient nach der Operation aktiv mitwirken kann und durch das
bessere Verstehen den alltäglichen Anforderungen zuhause nach der
Operation besser gewachsen sei.
Mehr Lebensqualität mit dem „neuen Gelenk“ zu erreichen, ist die
Motivation aller Beteiligten.
Bei der gut besuchten Patientenschulung wurde der komplexe
Behandlungsablauf rund um den Ersatz von Knie-, Hüft- und
Schultergelenken aus den Blickwinkeln des Therapie-Teams genau
erklärt.
Ärzte, Pflegende, Physiotherapeuten und der Sozialdienst
erklärten das Vorgehen und beantworteten zahlreiche Fragen.
Patienten und Patientinnen, die in Kürze ein neues Gelenk
erhalten, Ihre Angehörigen und zahlreiche weitere Interessierte
lernten die Operateure an diesem Nachmittag persönlich kennen.
In der
Aula des Krankenhauses bestand die Möglichkeit Chefarzt Dr. Werner
Schrammel, Oberarzt Johannes Maihoff und Assistenzarzt Dimitrios
Chloridis live zu erleben. Das sie ihre OP-Techniken beherrschen
und ihr „Handwerk leben“ war für das Publikum spürbar. Mit Hilfe
von Erläuterungen und Bildmaterial erklärte Maihoff das für und
wider verschiedener Operationstechniken, computergesteuerter
Navigation und unterschiedlicher Materialien.
Die Ärzte des St.-Vincentius-Krankenhauses informieren sich
fortlaufend über die Weiterentwicklungen der verschiedenen
Gelenkendoprothesen und Operationsverfahren.
Den Patienten mit seinen eigenen Vorstellungen und körperlichen
Bedürfnissen wahrzunehmen, verstehen sie als selbstverständliche
Aufgabe.
Anschaulich erläuterte Beatrice Oppinger, Gesundheits- und
Krankenpflegerin, die pflegerischen Schwerpunkte, wie zum Beispiel
die OP-Vorbereitung und die Phase nach der Operation, also von der
Hautrasur vorher bis zur Lagerung des Beines nach der Operation im
Bett.
Physiotherapeutin Ulrike Kessler ergänzt, dass das
fachkompetente Therapieren darauf ausgerichtet sei, Patienten
einzubeziehen, indem die Physiotherapeuten gemeinsam mit dem
Patienten das Therapieziel festlegen. Wichtig sei beispielsweise
das Gehen mit Unterarmstützen auf der geraden Strecke oder später
das Treppensteigen in Begleitung des Physiotherapeuten. Tricks und
Tipps zum Anziehen von Strümpfen, das Aufstehen aus dem Bett und
das richtige Hinsetzen auch für zuhause wurden geschult.
Wie die
Organisation der Reha-Maßnahme nach dem stationären Aufenthalt
funktioniert erläuterte Claudia Schewes vom Sozialdienst. Sie
überraschte mit der Information, dass das Erstgespräch mit dem
Patienten im Krankenhaus zur Klärung des Rehatermines für die
ambulante oder stationäre Rehabilitationsmaßnahme vor der Operation
erfolgt.
Nicht nur das Beantworten von Fragen während der Schulung,
sondern auch das Anfassen von Knieendoprothesen und ihrer
Einzelteile, von Hüftgelenkendoprothesen bestehend aus Schaft,
Pfanne und dem dazu passenden Keramikkopf waren an diesem
Nachmittag möglich.
Das St.-Vincentius-Krankenhaus plant eine vierteljährliche
Wiederholung dieser Patientenschulung.
Die nächsten Termine finden jeweils Dienstag um 16:00h
am 4. Dezember 2012 und
am 5. März 2013 statt.
Hierzu sind alle Interessierten herzlich eingeladen.
Voranmeldung bitte im Sekretariat der Orthopädie und
Unfallchirurgie Tel. 06232/133-386.
Weitere Informationen finden Sie unter www.vincentius-speyer.de St.-Vincentius-Krankenhaus
Speyer, Presse
08.09.2012
Stiftung LebensBlicke fordert zügige Umsetzung einer Gesetzesinitiative Ludwigshafen
Der Nationale Krebsplan hat unter Mitwirkung auch der Stiftung
LebensBlicke, Früherkennung Darmkrebs (Ludwigshafen), wichtige
Umsetzungsempfehlungen zur Krebsfrüherkennung erarbeitet. Diese
haben jetzt Eingang in eine Gesetzesvorlage der Bundesregierung für
den Deutschen Bundestag gefunden. Das bisher opportunistische
Darmkrebs-Screening, das nur eine mäßige Akzeptanz in der
Bevölkerung hat, soll durch ein organisiertes Einladungsverfahren
ersetzt und damit die Teilnahmerate der Bevölkerung deutlich erhöht
werden.
Diese im Sinne der betroffenen Menschen richtungsweisende
Entscheidung darf aber nicht an einem langen Weg durch viele
Instanzen und damit zu einer wesentlichen zeitlichen Verzögerung
führen. Die Stiftung fordert daher alle Akteure, insbesondere auch
die politische Führung dazu auf, diesen Beschluss zügig in die Tat
umzusetzen. "Die noch immer viel zu hohe Darmkrebstodesrate fordert
eine entschlossene und rasche Weichenstellung; das ist nicht nur
eine gesundheits-, sondern auch eine gesellschaftspolitische
Herausforderung", so der Vorsitzende der Stiftung LebensBlicke,
Professor Dr. Jürgen F. Riemann.
Die Stiftung Lebensblicke ist gemeinnützig. Sie arbeitet
bundesweit und finanziert sich ausschließlich über Spenden und
Zustiftungen. Neben der Öffentlichkeitsarbeit für die Bevölkerung
in Form von Broschüren, Publikationen und bundesweiten Aktionen
initiiert die Stiftung wissenschaftliche Studien, übernimmt
Schirmherrschaften, führt Seminare und Symposien durch und
motiviert Ärzte zur Fortbildung. Ein weiteres Ziel der Stiftung ist
die Förderung der betrieblichen Gesundheitsvorsorge. Spendenkonto:
BW Bank Mannheim, BLZ 600 501 01, Kto.-Nr. 496 1530. Stiftung
LebensBlicke, Presse
30.08.2012
Gesundheitsgespräche gehen in die nächste Runde
Die
Speyerer Gesundheitsgespräche beenden ihre Sommerpause und starten
am 5. September mit Prof. Dr. Gerhard Rümenapf in ein neues
Programm mit neun interessanten Vorträgen rund um medizinische
Themen.
In der Vortragsreihe des Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses
berichten einmal im Monat Ärzte und andere Fachleute allgemein
verständlich über Krankheiten, deren Vorbeugung und moderne
Behandlungsmethoden. Außerdem ist ein Informationsabend über das
wichtige Thema Organspende geplant und im Januar 2013 begibt sich
die Reihe auf Spurensuche von Heilern in Mittelalter und
Neuzeit.
Die Vorträge finden jeweils mittwochs um 19.30 Uhr im Mutterhaus
der Diakonissen Speyer-Mannheim statt, zum Auftakt geht Prof.
Rümenapf den Fragen nach: „Was hat Diabetes mit Arterien zu tun?
Wozu braucht der Zuckerkranke den Gefäßchirurgen?“ Alle Termine
unter www.diakonissen.de.
Diakonissen Speyer-Mannheim, Presse
Das Programm zum ausdrucken: 
28.08.2012
Dank PRAVO-Präventionscenter 45 Kilo in zehn Monaten abgenommen
Speyer. Es
ist kaum zu glauben, dass diese dynamisch wirkende Frau vor knapp
zwei Jahren noch 45 Kilo mehr gewogen haben soll. Innerhalb von
zehn Monaten hat Ruth Rödel auf Anraten ihres Hausarztes kräftig
abgespeckt und, was ganz wichtig ist, seit März 2011 ihr Gewicht
gehalten. Nach mehreren Diäten, die jeweils erfolglos geendet und
mit dem bekannten Jojo-Effekt für neuerlichen Frust gesorgt
hatten, führte sie ein Flyer ihres Arztes ins
PRAVO-Präventionscenter zu einem Abnehm-Kurs. Diesem legen die
Ärzte ein Ernährungskonzept mit eiweiß-optimierter,
kohlenhydrat-reduzierter und fettmodifizierter Kost zugrunde.
An die Vorgaben für
die Ernährung und viel Bewegung hielt sich die seit ihrer
Schwangerschaft unter Adipositas (Fettleibigkeit) leidende
Speyererin nicht nur in den zwölf Kurswochen und den zehn Monaten
mit Nachkontrollen von Gewicht und Blutdruck, sondern hält sich die
53-Jährige seitdem weiterhin eisern. Und nun steigt die
PRAVO-Vorzeigedame für das Pressefoto natürlich voller Stolz in
ihre Hose der Konfektionsgröße 52, die sie sich zwei Wochen vor
Kursbeginn gekauft hatte und in die sie jetzt zweimal reinpassen
würde. Inzwischen hat Ruth Rödel ihre Kleidung auf Größe 42
umgerüstet.
Nur beim PRAVO-Infoabend war ihr Ehemann mit dabei. Er und die
beiden erwachsenen Töchter freuten sich über die sichtbar
purzelnden Pfunde. „In den zehn Monaten aß ich keinen Kuchen und
kein Eis und trank auch keinen Schluck Alkohol.“ Schon nach vier
Wochen ergaben die ärztlichen Untersuchungen, dass Ruth Rödel
keinen erhöhten Bluthochdruck mehr hatte und die Medikamente stark
reduzieren konnte.
Ganz von alleine
geht das Gewichthalten freilich nicht: Ruth Rödel macht dreimal die
Woche Walking, „oft bis zu zwei Stunden“, fährt viel mit dem
Fahrrad und hält sich vor allen Dingen strikt an die beim
PRAVO-Kurs gelernten Ernährungsrichtlinien. Hatte sie früher jedes
kleine Hungergefühl mit der Aufnahme von vielen Zwischenmahlzeiten
oder Süßigkeiten bekämpft, so begnügt sie sich heute mit drei
Mahlzeiten am Tag, bei nur einem warmen Essen. „Vor dem Kurs wollte
ich immer nur satt werden, nun frage ich mich vorher bewusst, was
esse ich.“ Vor allem viel Gemüse und Obst, Joghurt, Puten- oder
Hühnerfleisch. Ab und zu darf sich die tapfere Abnehmerin auch mal
eine Pizza, Pommes oder einen Eisbecher gönnen. „Dann wird eben
abends mal nur ein Apfel gegessen und die Sünde ausgeglichen“,
erläutert Ruth Rödel ihren flexiblen Speiseplan.
Während des zwölfwöchigen PRAVO-Kurses wurden wöchentlich die
Kontrolle von Gewicht und Körperfett ermittelt. Da empfand es Ruth
Rödel als sehr angenehm, dass die auf der Waage erzielten
Ergebnisse vertraulich behandelt und nicht in der großen Runde
bekanntgegeben wurden. Wer so lange viel Fettpolster mit sich
herumgetragen und darunter gelitten hat, der hat zu der
Personenwaage meist ein gespaltenes Verhältnis. So will denn auch
Ruth Rödel, bei allem Stolz über ihren bemerkenswerten Kiloabbau,
ihr vorheriges und ihr jetziges Gewicht nicht preisgeben. Sie teilt
aber gerne ihre Erfolgsdaten mit: 30 Zentimeter Taillenumfang, 35
Zentimeter Bauchumfang und 36 Zentimeter weniger auf den Hüften
sowie 35 Zentimeter an den Oberschenkeln sprechen für sich. Und
dass die lange Zeit so extrem „pfundige“ Dame sich ohne
Schwierigkeiten an die Ernährungsempfehlungen
aus dem Präventionscenter-Kurs und so ihr Gewicht konstant hält,
erachtet PRAVO-Ernährungsberaterin Marion Hofen als besonders
bemerkenswert. ws
Weitere Infos zum Kursprogramm unter Tel: 06232/1001260 oder
über e-mail an: info@pravo-praevention.de
27.08.2012
Beruf mit Tradition und Zukunft: Abschlussfeier an den Pflegerischen Schulen
Absolventinnen und Absolventen der Pflegerischen Schulen mit Schulleiterin Tanja Schaller (3. Reihe rechts) und Michael Wendelken, Leiter des Bildungszentrums (vorn rechts).
„Sie werden gebraucht“, gab Wolfgang Walter, Sprecher
der Geschäftsführung des Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses Speyer
den 27 Absolventinnen und Absolventen der Pflegerischen Schulen,
die am 10. August ihr Examen feierten, mit auf den
Weg.
Er wies auf den Stellenwert hin, den die Ausbildung bei den
Diakonissen Speyer-Mannheim genieße, wo immerhin seit über 150
Jahren Pflegekräfte ausgebildet werden. Walter hob hervor, dass die
Schule unter Wahrung der Tradition immer offen für Innovationen
sei, wofür er sich bei Leitung und Mitarbeitende bedankte. Er
freute sich außerdem besonders, dass in Zeiten, da sich ein Mangel
an Pflegekräften abzeichne, 16 der frisch Examinierten dem
Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus als Mitarbeitende erhalten
bleiben.
Auch Doris Wiegner und Wolfgang Müller, Pflegedienstleitungen in
den Partnerkrankenhäusern in Bad Dürkheim und Grünstadt, betonten
den hohen Stellenwert der Pflege angesichts wachsender
Patientenzahlen und demografischer Entwicklungen. Darauf, dass
dabei der Mensch nicht zu kurz kommen dürfe, hatte in einer Andacht
vor der Abschlussfeier bereits Pfarrerin Elke Schadt-Benzing
hingewiesen: Sie blickte zurück auf die drei Ausbildungsjahre und
machte den Absolventinnen und Absolventen Mut für die Zukunft: „Sie
bringen gute Voraussetzungen mit. Neben den fachlichen Kenntnissen
wurden Ihnen in der Ausbildung ein christliches Menschenbild und
die Wertschätzung anderer Menschen vermittelt.“
Dass die Gesundheits- und Kranken- und Gesundheits- und
Kinderkrankenpflegerinnen aus ihrer Schulzeit auch persönlich viel
mitnehmen, um in Zukunft für andere da zu sein, wünschte sich
Michael Wendelken, Leiter des Bildungszentrums der Diakonissen
Speyer-Mannheim, der sich den Glückwünschen und dem Dank von
Schulleiterin Tanja Schaller anschloss an die, die die Examinierten
in ihrer Ausbildung unterstützt haben. Schaller ehrte nach der
Zeugnisvergabe sieben der Absolventinnen für besondere schulische
Leistungen und freute sich, dass drei von ihnen ihre Ausbildung um
ein halbes Jahr verlängern, um im Rahmen der Zweitqualifikation
einen weiteren Abschluss zu erwerben. Bevor die Hauptpersonen des
Abends mit Lehrern, Familien und Freunden das Ende eines wichtigen
Lebensabschnittes und Beginn eines neuen feierten, brachte die
stellvertretende Pflegedirektorin des
Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses, Andrea Niemeyer, es auf den
Punkt: „Wir sind stolz auf Sie, seien Sie es auch!“ Informationen
über die Ausbildung unter www.diakonissen.de Diakonissen
Speyer-Mannheim, Presse
13.08.2012
60 Jahre Pflegeausbildung im St.-Vincentius-Krankenhaus
Über das bestandene Examen können sich in diesem Jahr freuen: Elena Ackermann, Eva-Maria Barth, Jasmin Behrendt, Lisa Marie Bernert, Selina Brandenburger, Saliha Dag, Ann-Katrin Dreßler, Duygu Ergün, Sevgi Ergün, Stephan Hoeft, Desiree Koschmieder, Christina Kral, David Liebner, Shana Loverie, Denise Märtz, Jana Moor, Rachael Achieng Okumu, Sabine Pradella, Sandra Quaeck, Sükran Sari, Hannah Schneider, Lena Schulz, Alexandra Seibert, Nicole Stiefel, Jenny Wendler, Veronika Wunder und Gaye Yilmaz - Kursleitung: Stefanie Fuhr/ Melanie Anders
Seit 1952 werden im St.-Vincentius-Krankenhaus Speyer
Pflegefachkräfte ausgebildet. Rund 1000 Absolventinnen und
Absolventen sind aus der hauseigenen Schule für Gesundheits- und
Krankenpflege mittlerweile hervorgegangen. Und es hat sich viel
getan seither!
In der Nachkriegszeit noch hauptsächlich ärztlicher
Assistenzberuf, hat sich die Pflege bis heute zur wichtigen
Profession im Gesundheitswesen entwickelt. Immer mehr pflegerische
Berufsfelder entstehen nicht nur durch die zunehmende
Spezialisierung und Technisierung der Medizin sondern auch durch
die sich wandelnde Gesellschaft.
„1952 reichten noch zwei Ausbildungsjahre aus. Heute sind für
die Fülle der Inhalte die vorgesehenen drei Jahre noch knapp
bemessen“ weiß Schulleiter Bernd Endele. Doch die Schule im Vincenz
hat alle neuen Anforderungen an die Pflegeausbildung bisher gut
gemeistert. So hat sich zuletzt z.B. das spezielle
Praxisanleitungskonzept bewährt. „1952 war die Pflege noch
Berufung“ erklärt Endele. „60 bis 90 Wochenstunden auf Station mit
den entsprechenden Übungsmöglichkeiten waren damals keine
Seltenheit. Das wäre heute undenkbar!“ Die seit 2004 um 500 Stunden
verkürzte praktische Ausbildungszeit muss also optimal zum Lernen
genutzt werden. Im St.-Vincentius-Krankenhaus und im Krankenhaus
Zum Guten Hirten Ludwigshafen (in gleicher Trägerschaft) sind eine
Vielzahl weitergebildeter und studierter Praxisanleiterinnen für
die rund 75 Schüler zuständig. Sie sorgen gemeinsam mit den
Lehrenden der Schule für eine individuelle und kontinuierliche
Lernbegleitung.
Und der Erfolg gibt dem Konzept recht: alle Kursteilnehmer haben
2012 ihr Examen bestanden – keine Selbstverständlichkeit, wie der
Prüfungsvorsitzende Karl-Heinz Knoche bekräftigt. Am 08. August
wurden die 27 frisch gebackenen Gesundheits- und Krankenpfleger,
und -pflegerinnen mit einem Abschiedsgottesdienst ins Berufsleben
verabschiedet. 11 Absolventinnen werden in die verschiedenen
Abteilungen des St.-Vincentius-Krankenhauses übernommen.
Bei Interesse an einer Ausbildung ab September 2013 richten Sie
bitte Ihre schriftliche Bewerbung an: Schule für Gesundheits- und
Krankenpflege am St.-Vincentius-Krankenhaus, Holzstraße 4a, 67346
Speyer.
Über die Ausbildung können Sie sich im Internet unter www.vincentius-speyer.de
informieren. St.-Vincentius-Krankenhaus, Presse
08.08.2012
Was sollten Herzpatienten bei extremer Hitze beachten?
Walter Schmitzer, Beauftragter (ehrenamtlich) der Deutschen Herzstiftung
Hitzetipps der Deutschen Herzstiftung für herzkranke und
ältere Menschen
Sommerliche Hitze mit sehr hohen Temperaturen über 30 Grad
Celsius kann zur Herausforderung besonders für ältere Menschen und
solche werden, die bereits wegen Herz- oder Blutdruckproblemen in
Behandlung sind. Mögliche Folgen der hohen Temperaturen sind
Müdigkeit und Schwindel bis hin zum Kreislaufkollaps, außerdem
Herzrhythmusstörungen oder auch Muskelkrämpfe. „Diesen
Komplikationen kann man vorbeugen, wenn man ein paar einfache, aber
wichtige Tipps befolgt“, versichert der Kardiologe Prof. Dr. med.
Markus Haass, Chefarzt am Theresienkrankenhaus Mannheim und
Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen
Herzstiftung.
Herzpatienten müssen in den meisten Fällen Medikamente
einnehmen. Bei manchen Arzneimitteln für die Behandlung von
Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann wegen extremer Hitze eine Änderung
der Dosierung notwendig sein, zum Beispiel bei den
blutdrucksenkenden Medikamenten für Bluthochdruckpatienten
(ACE-Hemmer, Sartane, Calciumantagonisten) und den Diuretika
(Entwässerungsmittel) für Patienten mit einer Herzschwäche.
„Herzpatienten sollten deshalb von ihrem behandelnden Arzt in
regelmäßigen Abständen die Dosierung der verabreichten Medikamente
überprüfen lassen und besprechen, welche Medikamente wie lange bei
Hitze reduziert werden können“, empfiehlt Prof. Haass.
Ausgleich von Flüssigkeitsverlust: Trinkmenge
kontrollieren!
Besonders wichtig bei Hitze ist ausreichendes Trinken für den
Ausgleich eines Verlusts von Kochsalz und der Elektrolyte Kalium
und Magnesium. Durch das Schwitzen können schnell mehrere Liter
Flüssigkeit und mit ihr Kochsalz und Elektrolyte verloren gehen.
Diese müssen dem Körper wieder zugeführt werden. Die Trinkmenge
sollte bei Herzkranken 1,5 Liter pro Tag nicht übersteigen (Suppen
und Kaffee mit eingerechnet).
Wichtig für Patienten mit einer
Herzschwäche:
Sie dürfen zwar aufgrund ihrer Erkrankung normalerweise nicht so
viel trinken, jedoch sollten auch sie an heißen Tagen ihre
Trinkmenge etwas steigern. Wer sich als Herzschwächepatient unklar
über die richtige Trinkmenge ist,sollte dies am besten mit dem
behandelnden Arzt besprechen. Eine Möglichkeit der Kontrolle zu
Hause ist das Wiegen am Abend: Ist das Körpergewicht trotz
Flüssigkeitszufuhr gleich geblieben, dann stimmt die Trinkmenge.
Bei einer Gewichtszunahme ist die Trinkmenge zu hoch. Wer aber
trotz Flüssigkeitszufuhr abgenommen hat, sollte – nur in Abstimmung
mit dem Arzt – die Dosierung der Entwässerungsmittel
herabsetzen.
Wichtig für den Kochsalz- und Elektrolyte-Ausgleich ist die
richtige Getränkewahl. Geeignet sind Mineralwasser oder
Fruchtsäfte, die auch miteinander gemischt werden können.
Abzuraten ist von alkoholischen Getränken wie z. B. ein kühles
Bier. Es löscht zwar kurzfristig den Durst, aber langfristig wird
damit dem Körperkreislauf Flüssigkeit entzogen, was für den
Organismus eine unnötige Belastung darstellt. Auch sollten die
Getränke nicht zu kalt sein, da dies die körpereigene
Wärmeproduktion anregen kann.
Auch die Essgewohnheiten sollte man der Sommerhitze anpassen. Die
Devise: lieber viele kleine als wenige üppige Mahlzeiten einnehmen.
Besonders verträglich ist die Mittelmeerküche mit frischem Obst und
Gemüse.
Bewegung und Sport auf den kühleren Morgen oder Abend
verlegen
Sollte man sich an heißen Tagen überhaupt körperlich betätigen?
Herzpatienten und ältere Menschen sollten zwar Extremsituationen
wie Hitze meiden, da sie das Herz-Kreislauf-System massiv schwächen
kann. Dennoch ist Bewegung auch im Sommer wichtig. Allerdings
sollte man sportliche Aktivitäten an heißen Tagen auf die kühleren
frühen Morgenstunden oder auf den späten Abend verschieben. Zu
empfehlen sind Spaziergänge im kühleren Wald
oder eine kleine Fahrradtour, da der Fahrtwind erfrischt.
Selbstverständlich sollte man nicht mit Höchstleistungen beginnen,
sondern dem Körper Zeit zum Akklimatisieren lassen. Bei erhöhten
Ozonkonzentrationen in einer Sommersmoglage sollten Herzpatienten
große Anstrengungen vermeiden.
Weitere Informationen: Deutsche Herzstiftung e.V. www.herzstiftung.de
Hinweis für Patienten mit implantiertem
Herzschrittmacher oder Defibrillator (ICD)
Patienten mit implantierten Herzschrittmachern oder
Defibrillatoren dürfen ein Sonnenbad nehmen. Eine Beeinflussung des
Aggregates durch die Wärme oder durch UV-Strahlen ist nicht zu
erwarten. Auch der Besuch einer Sauna ist möglich. Voraussetzung
ist jedoch, dass durch die zugrunde liegende Herzerkrankung oder
die aktuelle Medikation keine Einschränkungen bestehen.
Grundsätzlich sollten Herzpatienten beim Sonnenbaden aber eher
zurückhaltend sein. Ein Sonnenbrand im Bereich der Aggregattasche
muss durch entsprechende Maßnahmen (Kleidung, Sonnenschutzcreme)
vermieden werden, da es ansonsten potentiell zu Irritationen der
Aggregattasche kommen kann. Walter Schmitzer, Beauftragter
(ehrenamtlich) der Deutschen Herzstiftung
26.07.2012
Neue gesetzliche Regelung zur Darmkrebsvorsorge in Aussicht
Ludwigshafen– Die Stiftung Lebensblicke,
Früherkennung Darmkrebs, begrüßt nachdrücklich, dass die
Bundesregierung aufgrund einer intensiven Diskussion im Nationalen
Krebsplan eine Gesetzesinitiative zur Weiterentwicklung der
Darmkrebsfrüherkennung ergriffen hat. Wesentliches Ziel ist die
Einführung eines bundesweiten organisierten Einladungsverfahrens,
das nachweislich die Teilnahmerate an den bisher opportunistisch
zur Verfügung stehenden Maßnahmen erhöht. Die Stiftung begrüßt
ebenfalls, dass der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) in Zukunft
neue Altersgrenzen festlegen kann, die dem aktuellen Stand des
Wissens entsprechen. Das gilt insbesondere für die risikoadaptierte
Früherkennung, die deutlich früher einsetzen muss als bei der
normalen Bevölkerung. Die Stiftung dankt allen Verantwortlichen für
die konstruktive Mitarbeit an dieser Gesetzesvorlage.
Die Stiftung Lebensblicke ist gemeinnützig, arbeitet bundesweit
und finanziert sich ausschließlich über Spenden und Zustiftungen,
auf die sie angewiesen ist, um ihre Aufgaben wahrnehmen zu können.
Neben aufklärender Öffentlichkeitsarbeit in Form von Publikationen,
Broschüren und bundesweiten Aktionen initiiert die Stiftung
wissenschaftliche Studien, übernimmt Schirmherrschaften, führt
Seminare und Symposien durch und motiviert Ärzte zur Fortbildung.
Ein weiteres Ziel der Stiftung ist die Unterstützung der
betrieblichen Gesundheitsvorsorge.
Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebsleiden in Deutschland.
Jedes Jahr trifft die Diagnose über 73.000 Menschen. Etwa 26.000
sterben daran. "Diese Zahlen sind sehr tragisch, vor allem, weil
keine andere Krebserkrankung durch Früherkennung so gut vermeidbar
ist" erklärt Professor Dr. Jürgen F. Riemann, Vorstandsvorsitzender
der Stiftung Lebensblicke. Spendenkonto: BW Bank Mannheim, BLZ 600
501 01, Kto.-Nr. 496 1530. Stiftung LebensBlicke,
Presse
17.07.2012
Stiftung LebensBlicke erhält Unterstützung
Ludwigshafen – Ein neu gegründeter
Advisory Board unterstützt beratend die Stiftung LebensBlicke in
Ludwigshafen. Die konstituierende Sitzung fand am 28. Juni 2012 in
Berlin statt. Die Stiftung verfolgt seit 15 Jahren das Ziel,
Menschen zur Prävention von Darmkrebs zu motivieren und
insbesondere die Teilnahme an Vorsorgemaßnahmen zu erhöhen. Hierzu
fordert sie die Anerkennung neuer diagnostischer Verfahren für
Versicherte der gesetzlichen und privaten Krankenkassen.
Mitglieder des Advisory Boards können Unternehmen, Verbände oder
Einrichtungen des Gesundheitswesens sein. Allen gemeinsam ist das
Ziel, die Darmkrebsprävention in Deutschland voranzubringen und
innovative Produkte der Diagnostik und Therapie zur Früherkennung
in das Gesundheitswesen zu integrieren.
Gegenwärtige Mitglieder des Advisory Boards sind folgende
Unternehmen: Bioscientia Institut für Medizinische Diagnostik GmbH,
Care Diagnostica Laborreagenzien GmbH, Epigenomics AG, Frost
Diagnostika GmbH, Given Imaging GmbH, Mast Diagnostica GmbH,
Norgine GmbH und der Verband der Diagnostica Industrie e.V. (VDGH).
Stiftung Lebensblicke, Presse
11.07.2012
Individuelle Reiseapotheke
Warum fertige Zusammenstellungen nicht
immer die beste Wahl sind
Baierbrunn (ots) - Bequem wäre es schon, für
den Urlaub die All-inclusive-Reiseapotheke zu kaufen und sich
geschützt zu fühlen. "So etwas gibt es zwar, wir beraten aber immer
individuell", erklärt Apothekerin Jutta Rewitzer aus Furth im Wald
im Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber". Was jemand wirklich
brauche, hänge auch von persönlichen Umständen ab. "Wer zum
Beispiel Probleme mit dem Druckausgleich im Flugzeug hat, dem
empfehle ich ein schleimhautabschwellendes Nasenspray", nennt sie
als Beispiel. Im Gespräch mit dem Kunden wird so eine Reiseapotheke
zusammengestellt, die wirklich passt. Zugleich gibt es wichtige
Informationen, wie die nötigen Medikamente richtig transportiert
werden, zum Beispiel wenn sie gekühlt werden müssen.
Das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber" 6/2012 liegt in den
meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur
Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.
25.06.2012
Kooperation zwischen LebensBlicke und zertifizierten Darmzentren Ludwigshafen
Ludwigshafen- Anlässlich der vierten
Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft deutscher Darmkrebszentren
(addz) am 16. Juni 2012 in Essen haben Stiftung und addz für die
Zukunft eine enge Kooperation vereinbart.
Die Zusammenarbeit wird ganz wesentlich den Austausch von
Informationsmaterial, Unterstützung und Mitarbeit bei
Versorgungsforschungsstudien, Pressearbeit sowie die gegenseitige
Teilnahme an repräsentativen Veranstaltungen beinhalten. Die addz
leistet als zertifizierte Organisation einen ganz wesentlichen
Beitrag nicht nur in der Prävention von Darmkrebserkrankungen,
sondern vor allem in der hochqualitativen Versorgung betroffener
Patienten. Die Stiftung Lebensblicke unterstützt alle Maßnahmen,
die zu einer noch besseren Integration der addz in die klinische
Versorgungslandschaft führen. Stiftung LebensBlicke,
Presse
18.06.2012
Deutsche Herzstiftung beruft Dr. Hans-Jörg Meier- Willersen in Wissenschaftlichen Beirat
v.l.n.r. Dr. Schwacke, PD Prof. Dr. Staedt (beide bereits wissenschaftlicher Beirat), Dr. Meier-Willersen (Neumitglied wissenschaftlicher Beirat), Walter Schmitzer (Beauftragter Deutsche Herzstiftung e.V.)
Frankfurt a. M./Speyer- Die Deutsche
Herzstiftung hat Dr. Hans-Jörg Meier- Willersen als neues Mitglied
in ihren Wissenschaftlichen Beirat berufen. Der Chefarzt des
St.-Vincentius- Krankenhauses Speyer, Abteilung für Innere Medizin,
wird in Zukunft das ehrenamtlich tätige Gremium der
Patientenorganisation unterstützen. Walter Schmitzer,
ehrenamtlicher Beauftragter der Deutschen Herzstiftung in der
Region Speyer, begrüßte das neue Beiratsmitglied im Rahmen einer
kleinen Feierstunde in der Aula des Krankenhauses und überreichte
im Namen der Geschäftsführung der Deutschen Herzstiftung in
Frankfurt am Main die Berufungsurkunde.
Der Wissenschaftliche Beirat berät den Vorstand der Deutschen
Herzstiftung in allen medizinischen und wissenschaftlichen Fragen
bei der Mittelvergabe und unterstützt die bundesweiten
Aufklärungsaktionen der Herzstiftung. Die Mitglieder des Beirats
wirken zudem als Referenten bei Herz-Seminaren mit, die von
ehrenamtlich tätigen Beauftragten der Herzstiftung regional
organisiert werden. Darüber hinaus informieren die
Beiratsmitglieder über die Arbeit der Patientenorganisation und
werden dabei von den Beauftragten vor Ort unterstützt.
Dem Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung, der
größten Patientenorganisation auf dem Gebiet der
Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Deutschland, gehören Chefarzt Dr.
med. Harald Schwacke vom Diakonissen- Stiftungs- Krankenhaus-
Speyer und der niedergelassene Facharzt Prof. Dr. med. Ulrich
Staedt und fast alle führenden Kliniker und Wissenschaftler aus dem
Bereich der Kardiologie und Herzchirurgie in Deutschland an.
St.-Vincentius-Krankenhaus, Stefanie Weiß
13.06.2012
Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko rechtzeitig erkennen
Neue Wege in der Prävention
Hand aufs Herz! Ist Ihnen bekannt, dass jährlich rund 200.000
Menschen in Deutschland einen Schlaganfall erleiden? Es ist die
dritthäufigste Todesursache und der häufigste Grund für eine
lebenslange Behinderung, heißt es in einer Pressemitteilung des
Ärztenetzes PRAVO.
Einer der gefährlichsten Auslöser für einen Schlaganfall ist das
Vorhofflimmern. Über eine Million Menschen sind alleine in
Deutschland an einem unerkannten Vorhofflimmern erkrankt.
Tückisch daran ist, dass die meisten Menschen das Vorhofflimmern
gar nicht bemerken, da es oft nur zeitweise auftritt und selbst bei
einem 24 Stunden-Langzeit-EKG in 35 Prozent aller Fälle nicht
erkannt wird. Deshalb wird Vorhofflimmern häufig erst nach dem
Schlaganfall diagnostiziert, also dann, wenn es zu spät ist.
Das muss nicht sein: Mit Hilfe von modernsten
Schlaganfall-Risiko-Analysegeräten, wie sie auch im
PRAVO-PräventionsCenter eingesetzt werden, ist man heute in
der Lage, auch dann ein Vorhofflimmern zu diagnostizieren, wenn das
EKG gar kein Vorhofflimmern aufzeichnet, also die Flimmerepisode zu
einem früheren Zeitpunkt stattfand. Gleichzeitig wird auch das
Vorliegen von Herzrhythmus-Störungen erkannt, teilt PRAVO mit.
Laut neuesten Studienergebnissen der Universität Heidelberg und
der ESC Hamburg konnte durch die Verwendung solch automatisierter
Analysesysteme eine signifikante Steigerung gegenüber dem
konventionellen EKG-Monitoring erreicht werden.
Ein weiterer „Gradmesser“ für die Gesundheit im PRAVO
PräventionsCenter ist die Analyse der Herzraten-Variabilität, kurz
HRV genannt. Eine schwere Einkaufstasche schleppen, unter
Hochdruck arbeiten oder in aller Ruhe ein Buch lesen - das
sind unterschiedliche Situationen, bei denen unser Herz
unterschiedlich schlägt: mal schneller, mal ruhiger. Das ist gut
so, denn ein gesundes Herz reagiert den Situationen
entsprechend im Rhythmus flexibel. Ist es dazu nicht
mehr in der Lage, sind oder werden wir krank.
Geregelt wird die Dynamik unseres Herzschlages vom autonomen
Nervensystem (ANS). Dessen Sympathikus für Aktivität und Anspannung
und Parasympathikus für Entspannung und dem Aufbau von
Energiereserven zuständig ist.
Diese HRV-Analyse ist ein EKG-Verfahren, das die Veränderungen
in den Zeitintervallen zwischen den aufeinander folgenden
Herzschlägen bestimmt. Sie erfasst die Stressresistenz sowie
die unangemessenen Reaktionen bei Belastungssituationen.
Schlaganfallrisiko- und Herzratenvariabilitätsanalyse
sind sinnvolle Untersuchungen für alle, die älter sind als 50
Jahre, unter Übergewicht, Diabetes mellitus , einem erhöhten
Blutdruck oder einer Herzerkrankungen leiden. Aber auch für
jene, die einem dauerhaften psychischen oder körperlichen Stress
ausgeliefert sind. Und natürlich für alle die, die gesund sind und
gesund bleiben wollen und einfach ihr persönliches Risiko abchecken
wollen. ws
Informationen und Anmeldungen zum Gesundheitscheck im PRAVO
PräventionsCenter, Diakonissenstr. 29, 67346 Speyer, Tel: 06232/10
01 260,
E-mail: info@pravo-praevention.de
Homepage: www.pravo-praevention.de
11.06.2012
Dr. Gudrun Röbschläger geht nach 28 Jahren als gynäkologische Oberärztin
In einer
von Kolleginnen und Kollegen organisierten Feier wurde Dr. Gudrun
Röbschläger nach 28 Jahren als Oberärztin in der Gynäkologie und
Geburtshilfe am Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus in die
Freistellungsphase der Alterteilzeit verabschiedet. Frau Dr.
Röbschläger war seit 1984 am Krankenhaus tätig und hat den Ausbau
zur größten geburtshilflichen Klinik in dem Bundesland
Rheinland-Pfalz und der Metropolregion Rhein-Neckar mit jeweils
über 2.000 Geburten in den letzten Jahren zusammen mit den
Chefärzten Dr. Dengler und Dr. Eissler wesentlich mitgeprägt.
Im Namen des Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses und der
Diakonissen Speyer-Mannheim dankte Vorsteher Werner Schwartz Frau
Dr. Röbschläger sehr herzlich für die engagierte Mitarbeit und
allen Einsatz für die Patientinnen in den vergangenen 28 Jahren. Er
hob neben ihren ausgezeichneten fachlichen Kenntnissen und
Fertigkeiten insbesondere ihre hohe menschliche Qualifikation, die
Empfindsamkeit und Empathie den Patientinnen gegenüber, die
Menschlichkeit der Begleitung, das überaus große
Verantwortungsgefühl und die ethische Reflexionsbereitschaft
hervor. Das Krankenhaus und der Träger konnten sich darauf
verlassen, dass sie Patientinnen sehr einfühlsam und verantwortlich
begleitet und gerade auch in schwierigen Situationen große
menschliche Nähe zeigt. Das Krankenhaus und der Träger konnten sich
nicht nur auf ihre hohe Einsatzbereitschaft verlassen, sondern auch
darauf, dass die Wertvorstellungen der Diakonissen Speyer-Mannheim,
Menschen auch in schwierigen Situationen verantwortlich zu
begleiten bei ihr in allerbesten Händen war. Schwartz unterstrich,
die Klinik wäre nicht das, was sie ist, ohne das hohe Engagement
von Frau Dr. Röbschläger. Sie habe viele Kolleginnen und Kollegen
in den 28 Jahren nachhaltig geprägt und nicht nur ihr Wissen,
sondern auch ihre Haltung weitergegeben. Eigentlich, so meint er,
dürfen wir sie, verehrte Frau Röbschläger, nicht gehen lassen.
Chefarzt Dr. Eissler dankte Frau Röbschläger für die engagierte
Zusammenarbeit und wünscht ihr im Namen aller Mitarbeitenden, die
zur Verabschiedungsfeier für Frau Dr. Röbschläger kamen, für die
Zukunft alles Gute, Gesundheit und Gottes Segen. Diakonissen
Speyer-Mannheim, Presse
05.06.2012
Zecken: Rechtzeitig an Impfung denken
Kleine Tiere
können oft eine große Wirkung erzielen. Bestes Beispiel hierfür ist
die Zecke.
Mit einer Größe von bis zu vier Millimetern sind sie die größten
Vertreter der Milben. Mit ihrem ausgeprägten Mundwerkzeug halten
sich Zecken an der Haut des Wirtes fest. Mit ihrem Stechapparat
stechen sie in die Haut und ziehen darüber Blut und auch Lymphe ab.
Bei diesem allgemein als „Zeckenbiss“ bezeichneten Vorgang kann es
zur Übertragung von Krankheitserregern kommen. Hierdurch werden zum
Teil sehr schwerwiegende Erkrankungen auf den Menschen übertragen,
wie Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME,
Hirnhautentzündung). Durch entsprechende Impfung kann zumindest
FSME vorgebeugt werden.
Für die wesentlich häufiger auftretende Borreliose gibt es laut
einer Pressemitteilung des PRAVO-Präventionscenters
bedauerlicherweise zurzeit noch keinen Impfstoff. Da die Symptome
dieser Erkrankung, wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen recht
unspezifisch sind und häufig eine Grippe vermuten lassen, fällt die
Diagnose oft schwer. Somit werden bestehende Erkrankung häufig
nicht oder erst recht spät erkannt. Wer sich wann impfen lassen
sollte, darüber sollte ein Gespräch mit dem Hausarzt aufklären.
Darüber hinaus gibt es entweder beim Hausarzt oder beim
PRAVO-Präventionscenter, Diakonissenstraße, gute Tipps, wie man
Zeckenstichen vorbeugen kann. So sollte man sich - gerade bei hohen
Temperaturen - nicht in hohen Gräsern, Gestrüpp oder im Unterholz
aufhalten. Sprays oder Lotionen, die vor einem Zeckenbiss
wirkungsvoll schützen sollen, sind im Handel erhältlich, teilt
PRAVO mit. ws
24.05.2012
Stiftung Lebensblicke ist umgezogen
Ludwigshafen – Aufgrund von
Umstrukturierungsmaßnahmen im Klinikum Ludwigshafen hat die
Stiftung Lebensblicke – Früherkennung Darmkrebs – neue
Räumlichkeiten bezogen.
Mit dem Patientenhotel am Ebertpark in Ludwigshafen konnte ein
Partner gefunden werden, der für die Geschäftsstelle helle und
freundliche Räumlichkeiten zur Verfügung stellt. Die bundeweite
Arbeit der Stiftung geht auch von diesem neuen Standort aus in
gewohnter Weise weiter.
Die neue Adresse lautet: Stiftung Lebensblicke, Schuckertstraße
37, 67063 Ludwigshafen. Telefon: 0621- 549306-1611, Fax:
0621-549306-1613, E-Mail: stiftung@lebensblicke.de .
Leiterin der Geschäftsstelle: Pia Edinger.
Neuer DFB-Präsident Befürworter der Stiftung Lebensblicke
Ludwigshafen/Leipzig – Der neue
DFBPräsident, Dr. Wolfgang Niersbach, Nachfolger von Dr. Theo
Zwanziger, ist neuer Befürworter der Stiftung Lebensblicke.
Die Stiftung freut sich, dass sich wieder eine so prominente
Persönlichkeit des öffentlichen Lebens den Zielen der Stiftung
verpflichtet fühlt und sie nachdrücklich unterstützt. Gerade der
Deutsche Fußball-Bund kann in all seinen Bereichen maßgeblich und
nachhaltig dem Präventionsgedanken Raum, Gehör und Nachdruck
verschaffen. Mit Dr. Wolfgang Niersbach vergrößert sich das
Spektrum von Persönlichkeiten aus allen Bereichen des öffentlichen
Lebens weiter, die den Stiftungsgedanken nach außen tragen. Alle
haben sich bisher in vorbildlicher Weise für die Stiftung
engagiert, die Stiftung ist allen dafür sehr dankbar.
08.05.2012
Schlaganfallinformationen im roten Doppeldecker
Bereits
zu Beginn um 10.00 Uhr hatte sich eine Schlange vor dem roten
Doppeldeckerbus auf der Maximilianstraße gebildet, in dem
Mitarbeitende des Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses den ganzen
Tag Informationen und Untersuchungen rund um den Schlaganfall
anboten.
Über 200 Menschen füllten Fragebögen aus, um ihr persönliches
Schlaganfallrisiko zu ermitteln und ließen anschließend den
Blutdruck messen, Blutzucker- und Cholesterinwerte ermitteln und
einen Ultraschall der Halsschlagader vornehmen. „Wenn einige der
Fragen auf dem Fragebogen mit Ja beantwortet werden, kann man von
einem eventuell erhöhten Risiko ausgehen, muss sich aber nicht
unbedingt Sorgen machen“, erklärte Oberarzt Dr. Jürgen Majolk,
Leiter der Stroke Unit Speyer. Das Risiko, einen Schlaganfall zu
erleiden, steige zum Beispiel, wenn in der Familie
Gefäßerkrankungen verbreitet sind, bei Übergewicht und wenig
Bewegung und natürlich bei Rauchern. „Wir wollen im Rahmen einer
solchen Aktion die Aufmerksamkeit von Risikopersonen wecken und
ihnen die vorliegenden persönlichen Risiken vor Augen führen, so
Chefarzt Prof. Dr. Thomas Rabenstein: „Bei Auffälligkeiten, zum
Beispiel bei erhöhtem Blutdruck, erhöhtem Zucker oder
Kalkblagerungen in der Halsschlagader raten wir den Patienten,
ihren Hausarzt aufzusuchen.“ Diakonissen Speyer-Mannheim,
Presse
25.04.2012
Großes Interesse an neuen Kreißsälen
Hebamme Elisabeth Breunig (Mitte) informiert über die neuen Kreißsäle.
Zahlreiche Rheinland-Pfälzer nutzten am vergangenen
Samstag die Gelegenheit, sich beim Tag der offenen Tür in der
Geburtshilfe des Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses ein Bild der
neuen Räumlichkeiten zu machen.
Vor allem die neuen Kreißsäle stießen auf großes Interesse. „Wir
haben viele schwangere Besucherinnen, die sich heute über die
Möglichkeiten informieren, bei uns zu entbinden“, sagte Chefarzt
Dr. Uwe Eissler, der zusammen mit seinen ärztlichen Kollegen und
Hebammen des Krankenhauses den ganzen Tag rund um Schwangerschaft
und Geburt informierte. Gefragt war auch das Angebot der
Elternschule Speyer, bestätigte Hebamme Christiane Warta: „Auch
junge Familien informieren sich über die Kurse, die weit über
Geburtsvorbereitung und Rückbildung hinaus gehen.“
Besondere
Begeisterung weckte die neue Dachterrasse, die werdende Mütter und
Väter zum Verweilen einlädt: „Von der ersten Wehe bis zur Geburt
kann ja einige Zeit vergehen, da ist es angenehm, zwischendurch in
geschützter Atmosphäre etwas frische Luft zu schnappen“, freut sich
Elisabeth Breunig, leitende Hebamme, über das außergewöhnliche neue
Angebot.
Viele Besucher nahmen auch die Gelegenheit wahr, einen seltenen
Einblick in den Kreißsaal-OP zu bekommen, bevor sie sich von
RPR1.On Tour unterhalten ließen oder mit ihren Kindern Spiel- und
Bastelangebote nutzten.
Bild 2: Auch die Klinikclowns von Dr. mad. Clown schauten
sich die neuen Kreißsäle an. Diakonissen Speyer-Mannheim,
Presse
25.04.2012
"Fünfzigste Fortbildungsveranstaltung für medizinische Fachangestellte bei der PRAVO – Akademie am 25.04.2012
Motto: „ Bei uns macht
Lernen Spaß“
Am 7. und 8. März 2009 fand in Speyer die erste
Fortbildungsveranstaltung der PRAVO-Akademie statt, damals ein
16-stündiger Erste-Hilfe-Kurs für 35 Auszubildende aus Praxen, die
im Speyerer Ärztenetz PRAVO organisiert sind. Die PRAVO-Akademie
führt Fortbildungen zu allen für den beruflichen Alltag in der
Arztpraxis wichtigen Bereichen durch. Das Spektrum reicht von
medizinischen Themen wie Wundversorgung, Notfallmanagement,
Hygiene, Erkrankungen aller Fachrichtungen, Impfmanagement usw.
über praxisorganisatorische Fragen und Qualitätsmanagement bis zu
allgemeinen Fragen gesunder Lebensführung wie Ernährung, Bewegung
und Entspannung. Verantwortung für die Zusammenstellung des
Programms und die Organisation hat seit Beginn die Leiterin der
Akademie Angelika Imo, die sich mit großem Engagement für die
Interessen ihrer Kolleginnen einsetzt und mit der Akademie ein
wichtiges Forum für den Austausch zwischen den Speyerer Praxen
geschaffen hat.
Die "Jubiläums-Fortbildung" findet am 25.04.2012
um 15:00 Uhr im Vortragsraum der PRAVO-Geschäftsstelle in der
Diakonissenstraße 29 in 67346 Speyer (Tel. 06232/1001-265) zum
Thema Schlaganfall statt, den Hauptvortrag der Veranstaltung wird
der Speyerer Internist Dr. Rainer Frank halten."
24.04.2012
Neue Kreißsäle gehen in Betrieb
Einen
„Wohlfühlbereich mit allen medizinischen Möglichkeiten“ biete die
erweiterte und renovierte Geburtshilfe im
Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus, sagte Chefarzt Dr. Uwe Eissler
anlässlich der Vorstellung der Räumlichkeiten am Mittwoch in
Speyer.
Um das bieten zu können, stehen mit den drei neuen nun insgesamt
sechs moderne und doch wohnliche Kreißsäle zur Verfügung, fünf von
ihnen mit Gebärwanne. „Wir möchten, dass sich die werdenden Mütter
und Väter bei uns wie zu Hause fühlen und in einer entspannten
Atmosphäre nach ihren individuellen Vorstellungen ihr Kind zur Welt
bringen können“, erklärt leitende Hebamme Elisabeth Breunig. Zur
Entspannung trägt auch die neue Dachterrasse der geburtshilflichen
Station bei, auf der werdende Mütter und junge Familien sich
während oder nach der Geburt auf bequemen Gartenmöbeln inmitten von
Pflanzen eine Auszeit gönnen können.
Die medizinische Sicherheit ist dadurch gewährleistet, dass sich
sowohl der Kreißsaal-OP als auch die Neugeborenenintensivstation
auf derselben Etage wie Kreißsäle und Patientenzimmer befinden.
„Das bedeutet nicht nur für die werdenden Mütter, sondern auch für
uns Mitarbeitende kurze Wege“, freut sich Elisabeth Breunig.
Die Schaffung kurzer Wege war einer der Gründe für den Umbau und
die Erweiterung der Abteilung im ersten Stock. Darüber hinaus gibt
es einen völlig neuen Ambulanzbereich mit Untersuchungszimmern und
Empfangsbereich. „Durch die räumliche Trennung des
Untersuchungsbereichs von den Kreißsälen haben werdende Mütter und
Väter bei der Geburt mehr Ruhe und können auch länger in den
Kreißsälen verweilen“, betont Geschäftsführer Wolfgang Walter einen
weiteren Vorteil der Baumaßnahme.
Insgesamt entstanden
in dem Neubau in der Zeit seit Juni 2011 drei Kreißsäle mit
Nebenräumen, sieben neue Patientenzimmer mit Bad sowie Personal-
und Untersuchungsräume. Darüber hinaus bekam die
Krankenhaus-Seelsorge neben der benachbarten Kapelle neue
Räumlichkeiten, in denen sie zum persönlichen Gespräch einlädt und
so ihren Teil einer ganzheitlichen Betreuung anbietet. „Außerdem
haben wir den bestehenden Teil der Geburtshilfe inklusive der
Kreißsäle renoviert und modernisiert, so dass wir auch hier
höchsten Komfort und eine behagliche Atmosphäre bieten“, erklärt
Wolfgang Walter.
Gemeinsam mit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin ist die
Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe Perinatalzentrum Level I,
das heißt, sie erfüllt alle Voraussetzungen, um auch extrem
Frühgeborene zu betreuen. „Wir sind spezialisiert auf die Betreuung
von Risiko- und Mehrlingsschwangerschaften“, unterstreicht Chefarzt
Dr. Uwe Eissler das hohe Maß an medizinischer Sicherheit, die das
Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus neben allem wohnlichen Komfort
bietet. „Beides zusammen führt wahrscheinlich dazu, dass unsere
Klinik mit über 2.000 Geburten im Jahr die geburtenstärkste in
Rheinland-Pfalz und der Metropolregion ist“, so Eissler.
Mittwochabend konnten sich Ärzte ein Bild der neuen
Räumlichkeiten machen, am Samstag, dem 21. April, ist die
Öffentlichkeit zu einem Tag der offenen Tür eingeladen: Von 10.00
bis 17.00 Uhr gibt es ein Unterhaltungs- und Informationsprogramm
für die ganze Familie mit Tipps und Ratschlägen rund um
Schwangerschaft und Geburt, Besichtigung der Kreißsäle, des
Kreißsaal-OPs und der Patientenzimmer sowie Spiel und Spaß für
Kinder. Von 10.30 bis 14.00 Uhr sorgt RPR1.On Tour mit Moderator
Ralf Schwoll für Unterhaltung. Diakonissen Speyer-Mannheim,
Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
19.04.2012
Herzinfarktvorsorge bei der Speyerer Rentenversicherung
Auf Herz und Nieren
prüfen: Bis Mittwoch können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
der Deutschen Rentenversicherung Rheinland-Pfalz (DRV), in
Zusammenarbeit mit dem Diakonissenkrankenhaus, zu einer
Herzinfarktvorsorge in der Eichendorffstraße gehen.
Nicht nur sportliche Aktivitäten bieten Speyerer Betriebe des
Netzwerkes "Betriebliche Gesundheitsförderung" ihren
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an. Mit "Netzwerk mit Herz" gehen
sie einen Schritt weiter. Herzinfarktvorsorge: EKG, messen des
Blutzuckers, Cholesterinwerte bestimmen und das Gespräch mit einem
Facharzt gehören zum Check. Das Angebot der mobilen
Herzinfarktvorsorge stellte das Diakonissenkrankenhaus allen
beteiligten Betrieben des Netzwerkes zur Verfügung. Rund 200
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Speyerer Rentenversicherers
haben sich bis heute schon untersuchen lassen. DRV-Geschäftsführer
Hartmut Hüfken begrüßte diese Aktion des Netzwerkes Betriebliche
Gesundheitsvorsorge: "Gesund am Arbeitsplatz heißt auch, die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Thema Vorsorge zu
sensibilisieren. Es freut mich, dass gerade dieses Angebot unseres
wichtigsten Partners, des Diakonissenkrankenhauses, in unserem
Hause großen Anklang findet." DRVSpeyer, Presse
17.04.2012
Eiweißdrink setzt Heuschnupfen matt
Wenn im
Frühjahr die Nase trieft oder meint, sie muss sich durch ständiges
Niesen Luft verschaffen, wenn eine Bindehautentzündung die Sehkraft
einschränkt und die Augen jucken, dann sind meist Pollen von Bäumen
und Gräsern im Spiel. Ist der erste Anflug auch schon vorbei, so
hat die Natur noch bis in den Frühsommer noch reichlich reizenden
Pollenflug auf Lager für die Millionen von Menschen, die unter
allergischen Symptomen leiden.
Linderung verschaffen können oft nur Antihistaminika, aber es
müssen keine „Bomben“ sein, mit denen der Allergie begegnet wird.
Da viele Präparate eine beruhigende Wirkung auf das Zentrale
Nervensystem ausüben, werden Allergiker von deren Einnahme häufig
müde, matt und antriebslos. Unter Heuschnupfen Leidende können nach
Informationen des PRAVO-Ärztenetzes auch ganz gut durch den
Frühling kommen, wenn sie morgens mit einem speziellen Eiweißdrink
den Körper aufmuntern. Die darin enthaltenen Aminosäuren Methionin,
Arginin und Lysin stimulieren im Verbund mit den Vitaminen A, E und
C, Magnesium, Calcium, Zink und Selen das Immunsystem. So kann
verhindert werden, dass Histamin ausgeschüttet wird, welches die
allergischen Symptome verursacht.
Nähe Informationen im PRAVO-Präventionscenter, Diakonissenstr.
29, 673346 Speyer, Tel: 06232/1001260. ws
15.04.2012
Endlich: Bei fitdankbaby® können Mütter sowohl etwas für ihren Körper als auch die Entwicklung ihres Babys tun
fitdankbaby® ist
ein durchdachtes Konzept, das eine mitreißende, effektive
Stundengestaltung ermöglicht.
fitdankbaby® arbeitet mit einem speziell entwickelten Gurt, mit
dem die Babys am Körper der Mutter getragen werden können. So ist
das Baby dort, wo es sich in den ersten Monaten am liebsten
befindet - ganz nah bei Mama.
Bei fitdankbaby® gibt es so vielseitige und kreative Übungsideen.
Das Baby ist voll in die Stunde eingebunden und genießt die Übungen
mit der Mama.
So vereinst Du aufbauendes Workout nach der Rückbildungsgymnastik
und Sport mit Baby mit den Inhalten eines Babykurses
(Babygymnastik, Babymassage, Krabbelgruppe.)
Ergänzend zu unseren regulären Kursen gibt es jetzt auch etwas für
die „Draußensportler“ unter euch. Was liegt näher als den
obligatorischen „Spaziergang“ mit dem Kinderwagen mit gezielten
Übungen und Bewegung in der Gruppe zu kombinieren? Die Kinder, egal
in welchem Alter, sind immer mit dabei und Du kommst ohne
schlechtes Gewissen schnell zum Ziel!
Unser Outdoorkonzept bietet wie die regulärenfitdankbaby®-Kurse
einen trainingsphysiologisch sinnvollen, durchdachten und
abwechslungsreichen Kursverlauf für Mama und Baby.
Kräftigungsteil
Bei den Übungen dieses Teiles werden auch der Kinderwagen, örtliche
Gegebenheiten (z.B. Bänke) und Zusatzgeräte verwendet um die
Übungen zu intensivieren oder zu variieren.
Ausdauerteil
Dieser Teil widmet sich vor allem der aeroben Ausdauer. Diesen Teil
kann jede Mama in ihrem vorher bestimmtem idealen Pulsbereich
durchführen. Dabei spielt es keine Rolle ob sie zügig geht, locker
trabt oder joggt. Im Vordergrund steht die Entwicklung von
Kondition, einem verbesserten Körpergefühl und Spaß an der Bewegung
mit dem Kind.
Das bringt´s:
–Kräftigung der Problemzonen
–Verbesserung von Haltung und Beweglichkeit
–Verbesserung von Kraft, Ausdauer, Leistungsfähigkeit
–Verbrennen von Kalorien
–Abbau von Stress
... und qualitative Zeit mit Deinem Baby!
In
Zusammenarbeit mit neugierigen Mamas mit ihren Babys und unter
Mitwirkung von Physiotherapeuten und Fitnesstrainern entstand 2007
das fitdankbaby®-Konzept, dasFitnesstraining für Mutter und Kind
vereint.
In einer Unterrichtseinheit werden nach dem Aufwärmen verschiedene
Übungen erlernt und ausgeführt, bei der die gesamte Muskulatur (v.
a. Beckenboden, Bauch, Beine, Po, Rücken) gekräftigt und der Körper
langsam und stetig steigernd in Form gebracht wird. Das Baby ist
ganz in die Stunde eingebunden und verstärkt mit seinem
Körpergewicht die Intensität der Übungen. Das Praktische ist: Das
Trainingsgewicht wächst mit.
Die Babys haben großen Spaß daran, die Übungen gemeinsam mit der
Mutter zu erleben. Zusätzlich werden die Babys durch
altersentsprechende Spiele gefördert und gefordert. Am Ende der
Stunde gibt es immer einen Entspannungs- und Stretchingteil. So
können Mütter Kontakte knüpfen und wie nebenbei etwas für ihren
Körper und die Entwicklung ihres Babys tun. In kleinen Gruppen von
max. 8 Müttern mit Baby kann individuell auf die Bedürfnisse der
Teilnehmerinnen eingegangen werden.
Mit dem speziell entwickelten fitdankbaby®-Gurt wird für stabilen
und sicheren Halt des Babys am Körper der Mutter gesorgt.
Zielgruppe: Mamas mit Baby von ca. 3 – 7 Monaten.
Kursdauer: in der Regel 8 Einheiten à 75 Minuten.
Neu: Folgekurse für Mamas mit Baby von ca. 8-12 Mon.
Das ist fitdankbaby: Fitness mit Kind, Sport mit Baby, Sport nach
der Geburt, aufbauend auf die Rückbildungsgymnastik mit
Beckenbodentraining/Beckenbodengymnastik, ein zusätzliches Angebot
zu bereits bekannten Babykursangeboten wie Babymassage,
Babyschwimmen, Krabbelgruppe
Fitdankbaby findet in der Elternschule Speyer, sowie im
Keks in Speyer statt.
Des Weiteren gibt es Fitdankbaby jetzt auch in Hassloch,
Schifferstadt, Limburgerhof und Böhl- Iggelheim. Sarah
Radtke
15.04.2012
Rheinland-Pfalz gegen den Schlaganfall: Speyer ist dabei!

Speyer/Mainz- Im Rahmen der Aktion
„Rheinland-Pfalz gegen den Schlaganfall“ informieren Ärzte und
weitere Mitarbeitende des Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses am
Montag, dem 23. April rund um das Thema Schlaganfall.
Der
auffällige rote Bus, der diesen Monat in verschiedenen Städten in
Rheinland-Pfalz über das Thema Schlaganfall aufklärt, steht von
10.00 bis 16.00 Uhr vor der Sparkasse in der Maximilianstraße. Dr.
Jürgen Majolk, Leiter der Stroke Unit Speyer, und die Chefärzte der
Klinik für Innere Medizin stehen ebenso Rede und Antwort wie
Mitarbeitende aus den Bereichen Physio- und Ergotherapie sowie
Logopädie. Mitarbeiterinnen führen Ultraschalls der Halsschlagader
durch und es besteht die Möglichkeit eines Risiko-Tests. „Wir
können hier allerdings nur Empfehlungen geben“, betont Internist
Dr. Majolk: „Möglicherweise gefährdete Besucher sollten für eine
gründliche Untersuchung ihren niedergelassenen Haus- oder Facharzt
aufsuchen.“
Das Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus beteiligt sich mit dieser
Aktion an der landesweiten Initiative „Rheinland-Pfalz gegen den
Schlaganfall“ unter Schirmherrschaft von Ministerpräsident Kurt
Beck. Sie wurde vom Gesundheits- und Innenministerium
Rheinland-Pfalz, der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft, 29
Schlaganfallstationen in Krankenhäusern des Landes und weiteren
Partnern des Gesundheitswesens ins Leben gerufen.
Ziel der Initiative ist die Information der Bevölkerung über
Prävention, Erkennung und Behandlung des Schlaganfalls. Jedes Jahr
erleiden rund 260.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall,
davon etwa 15.000 in Rheinland-Pfalz. Viele Menschen verkennen die
Symptome und wissen im Notfall nicht, was zu tun ist. Doch nur
durch eine schnelle professionelle Behandlung, möglichst in einer
Stroke Unit (Schlaganfallstation), können schlimme Folgen wie
schwere Behinderungen verhindert oder verringert werden. Hierüber
klären im Rahmen der Aktion Rheinland-Pfalz gegen den Schlaganfall
in den Monaten März bis Mai Veranstaltungen in 27 Städten des
Landes auf. Weitere Informationen unter www.rlp-schlaganfall.de.
Diakonissen Speyer-Mannheim, Presse
Daten in Kürze:
London-Bus „Rheinland-Pfalz gegen den Schlaganfall“ vor der
Sparkasse in der Maximilianstraße Speyer am Montag, 23.04. 10.00
bis 16.00 Uhr
13.04.2012
Positive Resonanz auf Aktion „Lust auf Bewegung“
Die Fastenzeit
und damit die Aktion „Lust auf Bewegung“ ist vorbei und das
Netzwerk Betriebliche Gesundheitsförderung Speyer (BGF) zieht
positive Bilanz. Insgesamt 285 Teilnehmer haben an der Aktion bei
Pfitzenmeier, Gesundheitswerkstatt, Schwitzkasten und
Physiotherapie Richter teilgenommen.
Die Auftaktveranstaltung und das kostenfreie Kursprogramm der
Physiotherapie Richter wurden in diesem Jahr mit großem Erfolg im
Judomaxx in der Zeit vom 23. Februar bis 28. März durchgeführt.
Durch die Aktion haben die Teilnehmer viele Pfunde verloren und
ihre Fitness gesteigert. Es konnte zwischen 7 unterschiedlichen
Kursen von Rückenschule über Nordic Walking, Qi Gong, Pilates bis
hin zur Ernährung gewählt werden.
Der BGF-Projektleiter Kurt Scherer freut sich: „An diese Erfolge
wollen wir anknüpfen. Mit dem Judomaxx in der Verbindung mit dem
Kursprogramm der Physiotherapie Richter ist es uns gelungen, ein
nachhaltiges Angebot für unsere Mitarbeiter anzubieten.“
Die weiteren geplanten Kurse sind für alle zugänglich, doch ist
die Teilnahme für die Mitglieder des Netzwerks BGF-Speyer
vergünstigt. In Planung sind ein ganzjähriger Lauftreff und
Aktionstage in verschiedenen Speyerer Sportvereinen.
„Wir wollen für unsere Mitarbeiter ein umfassendes Angebot rund
um Bewegung, Sport und Gesundheit anbieten“, so Scherer weiter.
„Informationen gibt es über die Internetseite des Netzwerks
BGF-Speyer, des JSV oder direkt bei Physiotherapie Richter“
Präventionskurse im Judomaxx
Fit ins
Alter
Start am
Montag,
den 23.04.2012 um 09:00 Uhr
Nordic
Walking
Start am
Montag,
den 23.04.2012 um 17:00
Uhr
RückenFit Start
am
Montag,
den 23.04.2012 um 18:00
Uhr
Ernährung
Start am
Dienstag,
den 24.04.2012 um 18:00
Uhr
Rückenschule Start
am
Dienstag.
den 24.04.2012 um 18:30 Uhr
Ernährung
Start am
Mittwoch,
den 25.04.2012 um 17:00 Uhr
Fit ins
Alter
Start am
Freitag,
den 27.04.2012 um 09:00 Uhr
Beckenbodenkurs Start am
Freitag,
den 27.04.2012 um 10:00
Uhr
RückenFit
Start am
Freitag,
den 27.04.2012 um 18:30 Uhr
Die meisten gesetzlichen Krankenkassen unterstützen präventive
Gesundheitskurse mit der Übernahme von 80 bis 100 Prozent der
Kursgebühren (§ 20 Abs. 1 SGB V)
Neben den Präventionskursen werden auch ganzjährig offene Kurse
zum jederzeitigen Einstieg angeboten.
Anmeldung und weiterführende Informationen, wie Kursbeschreibungen
unter www.physiotherapie-richter.de
oder 06232/77533.
12.04.2012
Ärztenetzwerk “Pravo” peilt Lösung strategischer Zukunftsfragen an.
Informationsveranstaltung
in der Universität Speyer übertrifft alle Erwartungen.
Aufbauend auf über zwölf Jahre Praxiserfahrung
entwickelt sich das Praxisnetz Vorderpfalz (PRAVO) zielgerichtet
weiter, peilt das Ärztenetz mit einem IT-Konzept für ein
integriertes Versorgungsmanagement die Lösung der strategischen
Zukunftsfragen an. Welche Vorteile die Branchenlösung auch für
Ärztenetze in anderen Regionen hat und welche Ansätze für eine
beabsichtigte Vereinfachung administrativer Aufgaben und eine
Optimierung der Patientenversorgung alle zu berücksichtigen sind,
zeigte PRAVO in Kooperation mit dem Ludwigshafener Ärztenetz GO-LU
in einem eintägigen Workshop auf, zu dem knapp 100 Mediziner,
Vertreter von Krankenkassen und IT-Spezialisten aus dem gesamten
Bundesgebiet in die Aula der Deutschen Universität für
Verwaltungswissenschaften nach Speyer gekommen waren. Die Resonanz
auf die Infoveranstaltung „hat unsere Erwartungen übertroffen“,
freute sich PRAVO-Vorsitzender Dr.Ulrich Kohler. Er hieß auch
Oberbürgermeister Hansjörg Eger willkommen, der in seinem Grußwort
betonte, dass auch die Stadt Speyer an integrierten Lösungen im
Verbund arbeite, etwa bei der Stadtentwicklung.
Welche Anforderungen an eine erfolgreiche Umsetzung integrierter
Versorgung von chronisch kranken Patienten gestellt werden, zeigte
Frank Möller für die Vertragsarbeitsgemeinschaft der Betriebs- und
landwirtschaftlichen Krankenkassen Rheinland-Pfalz, Saarland und
Hessen aus Sicht der Krankenkassen auf. Von „koordinierten
Versorgungsketten“ verspricht er sich eine Steigerung der Qualität,
etwa durch eine Verbesserung der Arzneimitteltherapie und eine
Vereinfachung der Verwaltungsprozesse. Möller denkt bei der
Veränderung des Prozessmanagements keineswegs an „den gläsernen
Patienten“. Aus Sicht der Patienten und Versicherten erwartet Maria
Nadj-Kittler, Geschäftsführerin des Picker Instituts Hamburg, eine
Verbesserung der Behandlungsqualität. Sie verwies auf signifikante
Unterschiede zwischen ambulanter und stationärer Behandlung, etwa
bei Diabetikern. Anhand von drei Episoden aus seinem Berufsalltag
zeigte Dr.Karl-Heinz Werner, einer der PRAVO-Gründerväter, aus der
Sicht der Ärzte Problemfälle auf, die mit einem gut abgestimmten
Versorgungskonzept einer einfacheren und damit für alle Beteiligten
besseren Lösung hätten zugeführt werden können. Viel zu häufig
bekämen Patienten von verschiedenen Ärzten irgendwelche Medikamente
verschrieben, die oft in der Summe eher schaden als helfen würden,
hält Werner hier eine digital gestützte Abstimmung auch wegen der
möglichen Kosteneinsparung für dringend erforderlich.
Es sei ein „steiniger Weg“ bis zum Abbau der Defizite im
Behandlungsbild chronisch Kranker, sprach Dr. Jürgen Beckmann,
Vorstandsmitglied der Agentur Deutscher Arztnetze, kostenintensive
Unter- und Fehlversorgung an. Beckmann meinte zur dargestellten
IT-Hilfe: „Wir brauchen eine gemeinsame Kommunikationsplattform.“
Nur so ließe sich eine „Erfolgsmessung auf Knopfdruck steuern“.
Wie Lösungsansätze für IT-Konzepte in der
integrierten Versorgung aussehen könnten, zeigten Mitarbeiter und
Partner der SAP auf, deren Programm „Business ByDesign“ mit
Vertragskonditionen und detailliertem Leistungsspektrum für PRAVO
und GO-LU als richtungsweisend gilt. Welche Hilfen mit der
„sd health“ (software und dienstleistungen), der mit SAP PlanOrg
erarbeiteten Beratungslösung für Ärztenetze, gesteuert werden
können, erläuterte für den PRAVO-Lenkungskreis Jörg Trinemeier. Für
das ausgeklügelte Programm, das als Branchenlösung auch von anderen
Ärztenetzen genutzt werden soll, fungieren PRAVO und GO-LU als
„Entwicklungspartner“. Über laufende Projekte dieser beiden
Ärztenetze wurden die Tagungsteilnehmer auch informiert, so über
den Einsatz von Herzinsuffizienz-Pflegekräften, das
Fortbildungskonzept IV-MFA und die Kommunikationsplattform
Intranet.
Vom Sachverständigen Dr.Thomas Lenhard wurde ausführlich
dargelegt, dass bei allem Bestreben um Vereinfachung und eine
Verkürzung der Therapie-Reaktionszeiten durch IT-gestütztes
Management Vorgaben des Datenschutzes, der ärztlichen
Schweigepflicht und des Sozialgesetzbuches zu beherzigen sind.
Kohler hält das kombinierte IT- und
Beratungskonzept insgesamt schon für sehr ausgereift und es für
wünschenswert, dass auch andere Kassen mit ins Boot gehen.
Vorstandsmitglied Dr.Clemens Spiekermann, 1999 auch Pravoianer der
ersten Stunde, ist guten Mutes, dass das angestrebte Ziel mit
vereinten Kräften und dem Engagement aller erreicht wird, weiß
aber: „Wir haben noch eine gewaltige Aufgabe vor uns.“
ws
Bild: Dr. Karl-Heinz Werner / sb
03.04.2012
90 neue Fernseher für das St.-Vincentius-Krankenhaus
Friedel Störtz (rechts) und seine Mitarbeiter machen die TV-Anlage zukunftsfähig
Am 30. April 2012 ist es soweit: das analoge Fernsehen via
Satellit wird deutschlandweit abgeschaltet. Ab diesem Zeitpunkt
bleiben alle analogen Empfänger schwarz.
Seit über 20 Jahren wird im St.-Vincentius-Krankenhaus das
Fernsehprogramm kostenlos angeboten. Auch sind die in den letzten
Jahren neu eingerichteten Räume bereits mit modernen
Flachbildfernsehern ausgestattet. Damit jedoch alle Patientinnen
und Patienten nahtlos im digitalen Zeitalter ankommen, läuft
derzeit eine große Umstellungsaktion mit über 90 Neu-Geräten.
„Zuerst werden alle analogen Röhren-Fernseher in den Zimmern
gegen neue Flachbildgeräte ausgetauscht“, erklärt Friedel Störtz
vom Störtz-Electronic-Service-Center, der die Umstellung im
St.-Vincentius-Krankenhaus koordiniert. „Das dauert zirka 10 Tage.
Alle Geräte werden zunächst wie ihre Vorgänger programmiert. Denn
erst wenn alle Zimmer umgerüstet sind, können die analoge Leitung
abgeschaltet und die Fernseher neu programmiert werden.“ Geplant
ist das bis Anfang April, sodass keiner etwas von der „Abschaltung“
bemerkt. Den Patienten werden künftig, natürlich weiterhin
kostenlos, 18 Programme zur Verfügung stehen, das sind 7 mehr als
bisher.
27.03.2012
"ARD-Buffet" lädt zum Wandertag in Schliersee ein
Wandern, schauen und schlemmen in
idyllischer Landschaft mit anschließender "ARD-Buffet"
Live-Sondersendung am 17. Juni 2012
Baden-Baden (ots) - In traumhafter Bergkulisse
durchs malerische Schliersee wandern, regionale Köstlichkeiten
genießen und die SWR-Ratgebersendung "ARD-Buffet" live unter freiem
Himmel erleben - das alles erwartet die Teilnehmer beim
diesjährigen "ARD-Buffet"-Wandertag. Am 17. Juni ab 8 Uhr wird die
Seepromenade am Schliersee zum Treffpunkt für
Wanderbegeisterte.
Auch einige Stars des "ARD-Buffet" sind mit dabei: Die
Moderatoren Fatma Mittler-Solak, Evelin König, Holger Wienpahl und
Florian Weber sowie die Sterneköche Vincent Klink und Otto Koch,
die mit Produkten aus der Region leckere Gerichte zaubern werden.
Sommerliche Dekorationsideen liefern die
"ARD-Buffet"-Bastelexpertin Bine Brändle sowie die Floristmeister
Nadine Weckardt und Holger Schweizer. Natürlich darf auch Peter
Schlickenrieder in Schliersee nicht fehlen. Der Fitness-Experte ist
hier zuhause und freut sich besonders darauf, die Teilnehmer in
seiner Heimat sportlich in Schwung zu bringen. Für musikalische
Höhepunkte sorgt der Schlagerstar Bernhard Brink.
Das "ARD-Buffet" bietet den Teilnehmern gemeinsam mit dem
"Alpenregion Tegernsee Schliersee e.V." und "Tegernsee Tal
Tourismus GmbH" drei Rundwanderungen in unterschiedlicher Länge und
Schwierigkeit an - von der sanften Wanderung mit Blick auf ein
einzigartiges Panorama von Berg und See, über eine genussvolle
Wanderung rund um den Schliersee, bis zur sportlichen 14 Kilometer
langen Tour. Im Anschluss an die Wanderung können die Teilnehmer
ihren aktiven Tag um 15.30 Uhr auf der Seewiese bei einer
einstündigen "ARD-Buffet"-Sondersendung unter freiem Himmel mit
Ausblick auf die Seepromenade ausklingen lassen. Die Sendung wird
live im SWR Fernsehen übertragen und von Evelin König und Florian
Weber moderiert. Weitere Informationen zur Veranstaltung und zur
Anmeldung gibt es unter www.tegernsee-schliersee.de
und www.ard-buffet.de oder
per Telefon unter der Nummer der Alpenregion Tegernsee Schliersee
08022/9273890
"ARD-Buffet - leben und genießen" Die Ratgebersendung des SWR im
Ersten, montags bis freitags, 12.15 - 13.00 Uhr Weitere
Informationen zum "ARD-Buffet" auch im Internet unter www.swr.de/buffet
27.03.2012
AOK begrüßt klare Positionierung der CSU pro solide Kassenfinanzen
Berlin (ots) - "Es ist ganz im Sinne der
Versicherten und Beitragszahler, wenn die CSU sich jetzt stark macht für
Nachhaltigkeit, Verlässlichkeit und Solidität der
Krankenkassenfinanzen. Daran orientiert sich auch die AOK." Dies
erklärte Jürgen Graalmann, Vorstandsvorsitzender des
AOK-Bundesverbandes zu den Beschlüssen des CSU-Vorstandes heute in
München. Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer hatte in
München nach einer Sitzung des CSU-Vorstandes erklärt, trotz des
Milliardenüberschusses bei den gesetzlichen Krankenkassen lehne die
CSU eine Abschaffung der Praxisgebühr oder eine Senkung der
Kassenbeiträge strikt ab. Das sei die einhellige Meinung der
CSU-Spitze.
Graalmann erinnerte daran, dass die Sparpakete aus der
Gesundheitsreform 2013 auslaufen. Die Folge seien dann wieder stark
steigende Ausgaben der Kassen. Graalmann sagte: "Die Reserven im
Gesundheitsfonds werden gebraucht, um das aufzufangen. Es ist gut,
dass die CSU die Bundesregierung auch daran erinnert, dass es
widersinnige Politik wäre, jetzt auf Rücklagen für die
Pflegeversicherung hinzuarbeiten, gleichzeitig aber Vorschläge zu
verbreiten, wie man schnellstmöglich die Rücklagen der gesetzlichen
Krankenkassen abschmilzt."
13.03.2012
Wie die Lebensmittelindustrie aus Kindern Junkfood-Junkies macht und Fehlernährung verursacht
foodwatch-Report und Marktcheck mit
1.500 Kinderprodukten vorgestellt
Berlin (ots) - Unausgewogene Produkte, perfides
Marketing und überbordende Lobbyarbeit: Die Lebensmittelindustrie
leistet keinen Beitrag zur ausgewogenen Ernährung von Kindern,
sondern trägt massiv zur grassierenden Fehlernährung bei. Das
belegt der Report "Kinder kaufen", den die Verbraucherorganisation
foodwatch heute in Berlin vorstellte.
In einem aktuellen Marktcheck hat foodwatch 1.514
Kinderlebensmittel unter die Lupe genommen und mit den Kategorien
der aid-Ernährungspyramide bewertet. Das Ergebnis: Fast drei
Viertel der Produkte (73,3 Prozent) fallen in die "rote" Kategorie
an der Spitze der Pyramide. Es handelt sich um süße und fette
Snacks, die nach den Empfehlungen des vom
Bundesernährungsministerium geförderten "aid infodienst Ernährung,
Landwirtschaft, Verbraucherschutz" nur "sparsam" verzehrt werden
sollten. Gerade einmal 12,4 Prozent der Produkte können der grünen
Kategorie an der Basis der Pyramide zugeordnet werden - solche
Lebensmittel sollten Kinder eigentlich "reichlich" verzehren.
Fazit: Mit dem industriellen Angebot an Kinderlebensmitteln ist
eine ausgewogene Ernährung praktisch unmöglich, denn es besteht
fast ausschließlich aus Süßigkeiten und ungesunden Snacks. Die
Hersteller stellen die Ernährungspyramide auf den Kopf: Ihre
Produktpalette im Kinder-Segment entspricht ziemlich genau dem
Gegenteil der ernährungsphysiologischen Empfehlungen.
"Die Industrie will Kinder so früh wie möglich auf ungesundes
Junkfood programmieren", sagt Anne Markwardt von foodwatch. "Dafür
gibt es einen logischen Grund: Mit Obst und Gemüse lässt sich nur
wenig Profit machen - mit Junkfood und Soft Drinks schon mehr. Es
lohnt sich ganz einfach nicht, gesunde Produkte ans Kind zu
bringen." Während die Hersteller mit Obst und Gemüse Margen von
weniger als 5 Prozent erzielen, erreichen sie bei Süßwaren, Soft
Drinks und Snacks Umsatzrenditen von 15 Prozent und mehr. Entgegen
dem von vielen Unternehmen formulierten Anspruch, einen Beitrag zur
ausgewogenen Ernährung von Kindern zu leisten, haben sie
betriebswirtschaftlich größtes Interesse daran, möglichst viele
unausgewogene Produkte zu verkaufen.
"Die Unternehmen tragen eine erhebliche Mitverantwortung für die
grassierende Fehlernährung von Kindern", sagt Anne Markwardt von
foodwatch. "Die Lebensmittelindustrie ist nicht Teil der Lösung,
sondern Kern des Problems, weil sie Kindern massenhaft Junkfood
aufdrängt und sie zur falschen Ernährung verführt."
Dass sich Kinder in Deutschland nicht gesund und ausgewogen
ernähren, ist wissenschaftlich belegt:
- Kinder essen nur die Hälfte der empfohlenen Menge an Obst und
Gemüse, aber weit mehr als 200 Prozent der empfohlenen Menge an
Süßwaren, Snacks und Soft Drinks.
- Der Anteil übergewichtiger Kinder ist im Vergleich zu den 80er-
und 90er-Jahren um 50 Prozent gestiegen. Heute gelten 15 Prozent
der Kinder als zu dick, 6 Prozent sogar als fettleibig (adipös).
- Folgen sind erhöhte Risiken für Diabetes, Herzkreislauf- und
andere schwerwiegende Krankheiten. Ein Prozent der Kinder leidet
heute bereits an Altersdiabetes.
Mit perfiden Strategien versuchen die Unternehmen, Kinder so
früh wie möglich an die eigene Marke zu binden und in jungen Jahren
Geschmacksprägung möglichst für ein ganzes Leben zu erreichen.
Gleichzeitig treten Vertreter der Süßwaren-Konzerne auf Kongressen
als Experten für gesunde Kinderernährung auf und dienen sich dem
Staat, Sportverbänden, Schulen und sogar Kindergärten als Partner
für Anti-Übergewichtsprogramme und Bewegungsinitiativen an (siehe
Hintergrundpapier zu den "Marketing- und Lobbystrategien für
Kinderlebensmittel" unter http://www.foodwatch.de/presse-kinderreport
). "Der Bock macht sich selbst zum Kindergärtner", so Anne
Markwardt von foodwatch. "Wir dürfen nicht mehr darauf
hereinfallen, wenn sich Unternehmen, deren Ziel gar nicht anders
lauten kann als immer mehr Süßwaren und Junkfood zu verkaufen, zum
Ratgeber in Sachen gesunder Ernährung aufschwingen: Das sind
scheinheilige Alibi- und Ablenkungsmaßnahmen, die nicht viel
kosten. Jedenfalls weniger, als die omnipräsenten Junkfood-Produkte
derselben Hersteller einspielen, die selbst in Schulen 'Kauf mich'
schreien. Es ist doch kein Zufall, dass die ganzen Comicfiguren und
Gimmicks nicht zum Verzehr von ungezuckerten Haferflocken, sondern
von pappsüßen Crispy-Pops verführen sollen."
Auch der Staat versagt beim Thema gesunde Kinderernährung.
Anstelle klarer Vorgaben für die Hersteller bindet die
Bundesregierung die Junkfood-Industrie in ihre Initiativen und
Aktionspläne gegen Übergewicht ein. So hat das
Bundesernährungsministerium die "Plattform Ernährung und Bewegung"
(peb) initiiert, die sich dadurch auszeichnet, vor allem den
angeblichen Bewegungsmangel und nicht die schlechte Ernährung von
Kindern als Ursache für Übergewicht zu benennen. Prominente
Mitglieder von peb: Coca-Cola, Ferrero, der Bundesverband der
Deutschen Süßwarenindustrie, McDonald's, die Wirtschaftliche
Vereinigung Zucker, PepsiCo, Mars - Firmen, die kein Interesse an
gesunder Ernährung, sondern am Verkauf von Snacks, Junkfood und
Soft Drinks haben.
foodwatch fordert:
- Die Lebensmittelindustrie muss dort Verantwortung übernehmen, wo
ihre Verantwortung tatsächlich liegt: Nicht in PR-trächtigen
Alibi-Maßnahmen wie Bewegungsinitiativen und Ernährungstipps für
den Schulunterricht, sondern in der Produktion ausgewogener
Kinderlebensmittel. Die Verantwortung für die Fehlernährung von
Kindern kann nicht allein auf Eltern abgewälzt werden.
- Produkte, die nicht ausgewogen sein können (wie Süßigkeiten),
dürfen nicht länger als Kinderprodukte beworben und mit
Comicfiguren, Spielzeugbeigaben, Gewinnspielen oder Idolen
direkt an Kinder vermarktet werden.
- Schulen und Kindergärten müssen werbe- und PR-freie Räume
werden.
- Die Junkfood-Industrie ist kein geeigneter Partner für den
Staat, für Schulen und für Sportverbände wie den Deutschen
Fußball-Bund (DFB). Sponsoring-Partnerschaften und gemeinsame
Programme zur Bewegungsförderung oder Übergewichts-Bekämpfung
dienen den Unternehmen als Ablasshandel und müssen beendet
werden.
25.06.2012
Holunder – Heilpflanze mit märchenhaftem Hintergrund
Schon allein die
botanische Bezeichnung des schwarzen Holunders – Sambucus nigra –
hört sich geheimnisvoll, sagenumwoben und fast schon ein bisschen
poetisch an. Und tatsächlich ranken sich allerlei Bräuche und
Mythen um den Baum, der bereits den Kelten und Germanen als heilig
galt. In unmittelbarer Umgebung ihrer Wohnstätten angepflanzt,
vertrauten beispielsweise die Germanen darauf, dass die
Schutzgöttin Holda, die nach ihren Vorstellungen dem Holunder
innewohnte, alles Böse von ihnen fernhalten würde. In der
Märchenwelt der Gebrüder Grimm, so die Behauptungen vieler
Märchenforscher, begegnet uns der wundersame Baum gar als „Frau
Holle“, und in vielen ländlichen Gegenden sah man es für lange Zeit
als Unheil bringend an, wenn ein Holunder gefällt wurde.
Waren es damals wohl vor allem die Heilkräfte seiner Blüten und
Beeren, die unsere Vorfahren so sehr zu schätzen wussten, geriet
dieses Wissen mit den Jahren immer mehr in Vergessenheit. Doch das
Thema Naturheilmittel erfreut sich wieder stärkerer Nachfrage, denn
nicht immer muss, vor allem wenn es sich dabei um leichtere
Beschwerden wie beispielsweise Erkältungskrankheiten handelt, zu
chemischen Mitteln gegriffen werden.
Zur Familie der Geißblattgewächse zählend, kommt der robuste und
relativ anspruchslose Holunderstrauch, der je nach Verzweigung und
Wuchshöhe auch als kleiner Baum bezeichnet werden kann, in Europa,
Nordamerika und Asien vor. Während er im Winter recht grau und
unscheinbar wirkt, beginnt ab Anfang Mai ein wahres Schauspiel.
Zwischen den leicht gebogenen, dunkelgrünen Blättern erscheinen an
Handteller großen Scheindolden, unzählige von kleinen, cremeweißen
Blüten, die einen süßlich-herben Duft verströmen und hauptsächlich
für Tee und Sirup verwendet werden. Bei fiebrigen Erkrankungen
wirkt ein Aufguss der Blütenblätter schweißtreibend und verschafft
Linderung bei beginnenden Erkältungen. Ein Sirup aus Honig und
Holunderblütentee soll außerdem wohltuend bei Halsschmerzen
wirken. Weitere Verwendungen finden die Blüten zur Inhalation bei
Husten und als Badezusatz bei Hautproblemen.
Die Fruchtreife erlangt der auch unter einigen anderen Namen,
wie z. B. Eller, Holler und Fliederbeere bekannte Baum, in
der Zeit zwischen August und September. Dann zeigen sich dicht an
dicht gedrängt, glänzend pechschwarze Beeren, deren Inhaltsstoffe
ein echtes Powerpaket gegen Erkältungen und grippale Infekte sind.
Vor allem die Kombination des Spurenelementes Zink und Vitamin C
können die die Dauer eines Infektes erheblich verkürzen.
Anwendung finden hierbei Holunderbeerensaft und Holunderbeerentee.
Die darin enthaltenen Flavonoide wirken antioxidativ,
blutdrucksenkend, entzündungshemmend und bringen das Immunsystem so
richtig in Schwung.
Johanna Löffler, seit 2009 die Inhaberin des „Tee- und
Heilkräuterstüble“ in Löffingen im Schwarzwald, ist vertraut im
Umgang mit Heilpflanzen, und kennt natürlich die Geschichten und
Bräuche, die sich um den Holunder ranken. „Für die sogenannten
Einödbauern auf ihren abgelegenen Schwarzwaldhöfen war das die
Hausapotheke, die von Mai bis September alles zuverlässig und
sozusagen „frei Haus“ lieferte und obendrein als Glücksbringer für
Haus und Hof galt“, erzählt sie. Viele ihrer Kunden sammeln auch
heute noch die Blüten und Beeren selbst. Deshalb mahnt sie gleich
ausdrücklich vor dem Verzehr der rohen Beeren, die giftig sind.
Der Inhaltsstoff Sambunigrin wird erst durch sorgfältiges
Erhitzen unschädlich gemacht, doch die Mühe lohnt sich. Denn selbst
als reines Genussmittel erfreut sich der Holunder außerordentlicher
Beliebtheit. So ist beispielsweise ein Gelee aus den Beeren, als
herb aromatischer Brotaufstrich, etwas ganz Besonderes, und ein
Schuss Blütensirup zu einem Glas Sekt oder Mineralwasser schmeckt
gerade im Sommer einfach herrlich erfrischend. Für all diejenigen,
die ohne großen Aufwand einfach einmal probieren und genießen
möchten, finden sich in Bio-, Hof- und Kräuterläden die
entsprechenden Produkte. Jana Volk; Foto: Wikipedia
29.02.2012
DiabetesPlus - die "App" jetzt auch für Typ-2-Diabetiker
Einfach und modern: Diabetes-Dokumentation mit iPhone &
Co
Haar (ots)
- Immer dabei, einfach und schnell zu bedienen -
"DiabetesPlus", die beliebte Applikation für iPhone und iPod touch
gibt es jetzt auch in einer Version speziell für Typ-2-Diabetiker.
Die neue "App" vereinfacht die Diabetes-Dokumentation und macht die
Verwaltung von Blutzuckerwerten, Mahlzeiten, Sport, Medikamenten
und eigenen Notizen zum Kinderspiel. Nur ein Klick und schon steht
das komplette Blutzuckertagebuch zum Ausdrucken oder E-Mail-Versand
an den behandelnden Arzt bereit.
Die Menüführung ist selbsterklärend. Im "Blutzuckertagebuch"
findet der Nutzer die Werte chronologisch geordnet und nach Tagen
gruppiert. Eindeutige Symbole lassen auf einen Blick erkennen,
welche Werte hinterlegt sind und ob sie im persönlichen Zielbereich
liegen. Eine Grafik zeichnet den Tagesverlauf der Blutzuckerwerte
auf. In der monatlichen Darstellung werden "Ausreißer" so rasch
erkannt.
Auch bei der blutzuckersenkenden Therapie sorgt "DiabetesPlus
für Typ2-Diabetiker" für mehr Übersicht: Auf einer Liste einfach
das "eigene" Medikament anklicken und dem Tagebuch hinzufügen. Wer
mit Insulin behandelt wird, findet sein Präparat in einem
besonderen Bereich. Im Menüpunkt "Einstellungen" können die
Blutzuckereinheit (mg/dl oder mmol/l) gewählt und der persönliche
Zielbereich festgelegt werden. Beliebig viele weitere Arzneimittel
lassen sich ganz einfach im Bereich "Medikamente" verwalten.
Konzipiert und entwickelt wurde diese Applikation von Daniel
Wischer, der selbst Diabetiker ist: "Mit dieser App möchte ich
Typ-2-Diabetikern das tägliche Diabetes-Management erleichtern, um
den Alltag trotz Erkrankung so unbeschwert wie möglich zu
gestalten." Rückmeldungen von Nutzern können in zukünftigen
Aktualisierungen berücksichtigt werden.
Unterstützt von MSD, steht "DiabetesPlus für Typ2-Diabetiker" im
iTunes Store zum kostenlosen Download zur Verfügung. Die
Applikation erfordert iOS 4.0 oder neuer und ist kompatibel mit
iPhone, iPod touch und iPad. Weitere Informationen finden Sie unter
www.diabetesplustyp2.de oder
www.diabetes-behandeln.de
Foto: "obs/MSD SHARP & DOHME GmbH"
Über MSD:
MSD gehört zu Merck & Co., Inc., mit Sitz in Whitehouse
Station, N.J. (USA), einem global führenden Gesundheitsunternehmen.
Mit seinen verschreibungspflichtigen Arzneimitteln, Impfstoffen,
Biologika, Präparaten zur Selbstmedikation und für die
Tiergesundheit in verschiedenen Therapiebereichen, bietet MSD in
mehr als 140 Ländern umfassende und innovative Lösungen für
Gesundheit. Ein besonderes Anliegen von MSD ist darüber hinaus die
Verbesserung der weltweiten Gesundheitsversorgung und der
verbesserte Zugang zu Medikamenten. Dafür engagiert sich MSD in
weitreichenden Gesundheitsprogrammen und Partnerschaften.
In Deutschland hat die Unternehmensgruppe ihren Sitz in Haar bei
München. MSD ist erreichbar unter Tel: 0800 673 673 673
begin_of_the_skype_highlighting 0800 673 673 673
end_of_the_skype_highlighting; Fax: 0800 673 673 329; E-Mail:
infocenter@msd.de; Internet:
www.msd.de,
27.02.2012
“Weg mit dem Speck” in Speyerer Betrieben und Behörden
3. Aktion “Lust auf Bewegung” startet am Tag
nach Aschermittwoch
cr.
Speyer. “Am Aschermittwoch ist alles vorbei” - so heißt es in
genau einer Woche nicht nur bei den Karnevalisten, sondern -
bereits zum dritten Mal - auch für alle Schlemmermäuler und
Genießer, die - zeitgleich mit der kirchlichen Fastenzeit - im
Rahmen der Aktion “Lust auf Bewegung” des “Betrieblichen Netzwerks
Gesundheit Speyer” zur gemeinsamen “Bewegung” “Weg mit dem Speck”
aufrufen. Im neuen “JudoMaxx”, dem Landesleistungszentrum der
Judoka, stellten jetzt “Fitness-Bürgermeisterin” Monika Kabs - so
titulierte sie Sparkassenvorstand Uwe Wöhlert - gemeinsam mit dem
Sparkassen-Chef selbst und zahlreichen Aktivisten der
Gesundheitsaktion die Höhepunkte der diesjährigen Aktion vor.
Zumba,
europäisierte Variante eines von südamerikanischen Tanzrhythmen
inspirierten Fitnessprogramms, aufgeladen mit Elementen aus
Hip-Hop, Samba, Salsa, Mambo und “Bollywood-Bewegungen, bestimmt
2012 die “neue Welle”, die derzeit auch durch die Speyerer Betriebe
und Verwaltungen schwappt - allein gut 130 Mitarbeiterinnen, aber
auch einige Mitarbeiter der Kreis- und Stadtsparkasse Speyer geben
sich dieser überaus fordernden, zugleich aber auch
fröhlich-begeisternden Form des Tanzens hin. Unter der kompetenten
Anleitung durch Simone Kinscherff zeigte eine “Abordnung” der
“Zumba-Jüngerinnen” einige Kostproben dieser “Bewegungstherapie”,
die die zahlreichen Fitness-Fans im “JudoMaxx” zu begeisterten
Ovationen hinrissen. Ab März wird dann auch noch “Aqua-Zumba”, also
Bewegungstanz im Wasser - angeboten im Therapiebecken des
Stiftungskrankenhauses Speyer - hinzukommen.
Danach erklärte Physiotherapeut Matthias Richter
gemeinsam mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die
Fitnessübungen, die sie für die Teilnehmer an der diesjährigen
Aktion “Lust auf Bewegung” zusammengestellt haben. Da werden
Fitness- und Entspannungskurse angeboten - Pilates zum Beispiel,
aber auch eine Laufgruppe.
Ab dem 23. Februar und bis zum 28. März können die
Teilnehmer dann unter sportfachlicher Anleitung einen Monat lang
diese Übungen täglich ab 17.00 Uhr im “Judomaxx” absolvieren - für
Schichtarbeiter werden auch Kurse am Vormittag angeboten. Dazu gibt
es auch qualifizierte Beratungen für gesunde und zugleich
gewichtsreduzierende Ernährung. Auch hierzu stehen qualifizierte
Fachleute zur Verfügung. Außerdem bieten verschiedene
Betriebskantinen sowie zwei Speyerer Restaurants während der
Aktionswochen ein spezielles Menue an.
Nach Abschluss der einmonatigen Aktion wird dann
das erreichte Zielgewicht mit dem am 23. Februar beim “Anwiegen”
ermittelten Ausgangsgewicht verglichen.
Im vergangen
Jahr - so berichtete der Koordinator des “Betrieblichen Netzwerks
Gesundheit” und Personalratsvorsitzende der Kreis- und
Stadtsparkasse Speyer, Kurt Scherer - kamen so bei dieser Aktion
insgesamt 1.000 Kilogramm Körpergewicht zusammen - “abgesportelt”
von 300 zum Wiegen “angetretenen” Speyerer, das diese innerhalb der
Aktion “gelassen” hatten. “Abnehmen ist gar nicht so schwer”,
versicherte sein Chef Uwe Wöhlert aus eigener Erfahrung, “viel
schwieriger ist es dagegen, das erzielte Gewicht dauerhaft zu
halten”. Wöhlert wird deshalb ebenso wie Bürgermeisterin Monika
Kabs auch in diesem Jahr wieder mit von der Partie sein und - als
Krönung ihrer Bemühungen - am 2. Juni versuchen, erneut das
Sportabzeichen zu erringen. “Zuvor aber wollen wir alles daran
setzen, den Menschen in unserer Stadt “Lust an Bewegung” zu
vermitteln und so helfen, das “Abspecken” nachhaltig zu machen”,
versicherten beide übereinstimmend.
Zuvor schon
hatte Bürgermeisterin Monika Kabs auf die große Bedeutung der
Aktion für die Gesundheit der Menschen in Speyer hingewiesen und
sie ermuntert, im Interesse ihrer eigenen Gesundheit die Angebote
in großer Zahl wahrzunehmen. Wie wichtig das für den einzelnen sein
könne, habe sich auch im letzten Jahr gezeigt, als einige
Teilnehmer aufgrund von entsprechenden Befunden bei der gleichfalls
angebotenen Herzinfarktvorsorge an den Hausarzt verwiesen werden
mußten. Der Dank der Bürgermeisterin galt deshalb allen, die sich
mit großem Engagement in den nächsten Wochen und darüber hinaus für
das Gelingen der Aktion einsetzten.
Weitere Informationen gibt es über www.info@bgf-speyer.de oder
direkt bei Kurt Scherer und der Personalreferentin der Sparkasse
Speyer, Melanie Weber, über 06232-103-246 oder über www.Kurt.Scherer@sparkasse.de
Foto: Kienipress
14.02.2012
Demenz – Gegen das Vergessen
jvd- Vor ein paar Tagen flimmerte abends zur
besten Sendezeit folgender Werbespot der
Deutschen-Alzheimer-Gesellschaft über die Bildschirme: Ein etwas
verwirrt aussehender Roberto Blanco verwechselt Zeit und Ort seines
Auftritts und platzt mit seinem unverwechselbaren „Ein bisschen
Spaß muss sein,“ mitten in die umjubelte Veranstaltung einer Heavy
Metal Band. Entsetztes Schweigen auf beiden Seiten. Der
Schlagerbarde sieht sich einem ihm fremdartigem Publikum gegenüber,
das ihn zunächst recht feindselig mustert - die Stimmung droht zu
kippen. Sekunden später dann die Wende: Die Musiker auf der Bühne
nehmen den Sänger kurzerhand in ihre Mitte, lassen die E-Gitarren
kreischen - Roberto trällert sein Liedchen und rockt die harten
Jungs, die jetzt eifrig ihre langen Mähnen im Takt dazu schütteln.
Integration statt Isolation lautet die unmissverständliche
Botschaft. Pfiffig gemacht ist er, dieser Kurzfilm, doch er hat
einen bitter ernsten Hintergrund. In Deutschland sind momentan ca.
1,2 Millionen Menschen an Demenz erkrankt, Tendenz steigend. Meist
beginnt alles ganz harmlos: Der Autoschlüssel ist plötzlich
unauffindbar, wichtige Rechnungen werden verlegt, die Geburtstage
der Kinder oder der Enkel wiederholt vergessen. Doch mit der Zeit
werden die entstehenden Gedächtnislücken immer größer. Oftmals
verändert sich damit die Persönlichkeit und das Verhalten der
betroffenen Personen. Die einst so liebevolle Großmutter wird
plötzlich launenhaft und aggressiv und zieht sich immer mehr von
ihrer Umwelt, ihrer Familie zurück.
Mit der Diagnose Demenz beginnt auch für die nächsten
Angehörigen eine schwere Zeit. Konfrontiert mit einer für sie
völlig fremden Situation und meist zusätzlich durch die eigene
Berufstätigkeit belastet, werden Freizeitaktivitäten eingestellt,
wichtige soziale Kontakte abgebrochen. Das Thema Betreuung und
gegebenenfalls auch Pflege steht jetzt für sie im Vordergrund. Vor
Freunden und Bekannten wird, gerade zu Beginn, die Krankheit oft
immer noch schamhaft verschwiegen. Dagegen setzen
Aufklärungskampagnen und Aktionen, die helfen sollen, das
Verständnis und die Unterstützung für die Betroffenen zu stärken.
Bundesweit gibt es bereits zahlreiche „Demenzfreundliche Kommunen“,
die sich ein gelingendes Miteinander von Erkrankten und
Nichterkrankten zum Ziel gesetzt haben. So werden beispielsweise in
verschiedenen Schulungen und Vorträgen die Mitarbeiter von
Verwaltungen und Arztpraxen aber auch von Einzelhandel und
Handwerksbetrieben auf den Umgang mit demenzkranken Mitbürgern
vorbereitet. Zusätzlich werden komplexe Netzwerke geknüpft um bei
Bedarf schnell und unkompliziert helfen zu können. Im Vordergrund
steht dabei die Teilhabe der Erkrankten an unserer Gesellschaft,
denn vergessen wir eines nicht: Demenz ist ein Thema, das uns alle
etwas angeht.
19.01.2012
Techniker Krankenkasse 2011 mit Rekordwachstum
Hamburg (ots) - Ein Rekordwachstum verbucht die
Techniker Krankenkasse für das abgelaufene Jahr: Der Reinzugang
2011 beläuft sich auf 350.000 Mitglieder und insgesamt 380.000
Versicherte - davon 70.000 von der zur Jahresmitte geschlossenen
City BKK. Damit sind heute knapp acht Millionen Menschen bei der TK
versichert, davon 5,7 Millionen zahlende Mitglieder.
Das Haushaltsvolumen der Kasse beträgt im laufenden Jahr rund
21,3 Milliarden Euro. Einen Zusatzbeitrag schließt die TK auch für
2012 aus.
18.01.2012
Gleitsichtkontaktlinsen - die optimale Alternative für alle Brillenträger, die eine Lesebrille benötigen
spk.
Speyer. Brillenträger kennen das Problem: Im Winter geht nichts
ohne “Scheibenwischen”. Denn kommt man vom Kalten ins Warme,
beschlägt die Brille - so wie die Scheiben beim Auto “anlaufen”
oder eine Getränkeflasche, die man aus dem Kühlschrank nimmt.
Zur Brille gibt es schon seit langem eine
Alternative für alle, die das “Nasenfahrrad” im Alltag als lästig
empfinden: Die Kontaktlinsen. Und sie gibt es mittlerweile schon in
den verschiedensten Ausführungen - inzwischen auch als Ersatz für
eine Gleitsichtbrille.
“Altersweitsichtigkeit” - ab Anfang vierzig
“normal”
Spätestens mit Anfang 40 merken die meisten von
uns: Die Sehstärke der Augen nimmt ab. Die Arme werden zu kurz fürs
Lesen - der Wechsel zwischen nah und fern fällt zunehmend schwerer.
Der Fachmann nennt dieses Phänomen “Presbyopie” - zu Deutsch “altes
Auge”, allgemein bekannt als “Altersweitsichtigkeit”. Denn so wie
auch unsere Haut mit zunehmendem Alter weniger elastisch wird und
deshalb kleine Fältchen bekommt, so verlieren auch die Linsen im
Inneren des Auges an Flexibilität und Krümmungsfähigkeit. “Diese
Fähigkeit zur Akkommodation aber braucht das Auge, um auch in
verschiedenen Entfernungen scharf sehen zu können”, erklärt der
studierte Augenoptiker Alexander Kern von Brillen Hammer im
Speyerer Cura Center. “Und wer von Altersweitsichtigkeit betroffen
ist - und das ist heute schon mehr als die Hälfte aller Deutschen -
der benötigt eine Korrekturhilfe in Form einer Lese- oder
Gleitsichtbrille - oder eben auch durch
Gleitsichtkontaktlinsen.
Fließende Übergänge für
die Augen
Als einer der führenden Optiker in der Region
arbeitet Brillen Hammer mit allen Herstellern qualitativ
hochwertiger Kontaktlinsen zusammen. Deshalb steht in den sechs
Filialen ein breites Angebot solcher Sehhilfen bereit - u.a. auch
die neuartigen Gleitsichtkontaktlinsen für Altersweitsichtige. Die
Linsen “AIR OPTIX AQUA Multifocal” aus Silikon Hydrogel zum
Beispiel ermöglichen es nicht nur, nahe Objekte wieder bis ins
Detail scharf zu erkennen, sondern auch rasche Fokusverlagerungen
zwischen Nähe und Ferne - zum Beispiel beim Autofahren von der
Straße auf das Armaturenbrett und zurück - ohne jede Schwierigkeit
zu bewältigen.
Die Gleitsichtkontaktlinse schafft das, indem sich
ihre Stärke - ausgehend vom Rand - nach innen hin allmählich
steigert und so einen fließenden Übergang erreicht. Das Auge kann
dadurch - quasi automatisch - den entsprechenden Bereich fixieren,
um Gegenstände in der Nähe oder in der Ferne zu fokussieren.
“Besonders der Tragekomfort dieser Linsen wird von ihren Benutzern
immer wieder gelobt”, ergänzt Alexander Kern, “Dies führen wir auf
die extrem hohe Sauerstoffdurchlässigkeit und die exzellente
Benetzungstechnologie zurück”.
Höchst individuelle Anpassung für optimale
Funktionalität
Die optimale
Funktion der Gleitsichtkontaktlinsen setzt ihre höchst individuelle
Anpassung an das jeweilige Auge voraus. Denn Auge ist nicht gleich
Auge. Deshalb steht am Anfang einer erfolgreichen
Kontaktlinsenanpassung die sorgfältige Vermessung der ganz
individuellen Geometrie eines jeden Auges. Dafür nimmt man sich bei
Brillen Hammer viel Zeit und setzt neueste Technologien ein. Nach
der sorgfältigen Bestimmung der Sehstärke wird die
Hornhautgeometrie mit Hilfe des sogenannten Keratographen - einer
Entwicklung des Wetzlarer Spezialisten für Optikgeräte “Oculus” -
ermittelt. Auch diese Messgeräte stehen inzwischen in allen
Filialen von Brillen Hammer zur Verfügung . Dabei macht die
Kombination aus einem Topographie-System und dem Keratographen
dieses Instrument so besonders: Mit ihm wird die
Oberflächenkrümmung der Hornhaut berührungsfrei an 22.000 Punkten
vermessen und in 3D abgebildet. Auf der Grundlage dieser Messung
kann dann der erfahrene Augenoptiker die Anpassung der
Kontaktlinsen vornehmen - individuell und problemlos - für eine
scharfe und klare Sicht in jeder Entfernung.
Von den besonderen Vorzügen der “AIR OPTIX AQUA
Multifocal” Linsen können sich die Leser des
SPEYER-KURIER noch bis zum 29. Februar 2012 selbst
überzeugen. Bis dahin bietet Ihnen Brillen Hammer in allen sechs
Filialen die vierwöchige, kostenlose Erprobung dieser Linsen an -
Anpassung inklusive. www.cura-center@brillenhammer.com
16.01.2012
Neu in der Apotheke: Mit Lacteol® Kapseln Durchfall schnell und effektiv bekämpfen
Hohenlockstedt (ots) - In allen Apotheken gibt
es das Anti-Durchfallmittel Lacteol® der Firma Pohl-Boskamp nicht
nur als Pulver, sondern auch neu in Kapsel-Form. Das Geheimnis der
neuen Lacteol® Kapseln sind hochkonzentrierte Milchsäurebakterien,
so genannte Lactobazillen.
Mit bis zu 1.000 Bakterienarten ist der Darm das am dichtesten
von Mikroorganismen besiedelte Ökosystem der Welt. Die
Lactobazillen produzieren aus der Glukose der Nahrung Milchsäure.
Dadurch schafft das Bakterium eine leicht saure Umgebung, die
Eindringlinge abwehrt. Wird die Darmschleimhaut jedoch von
Bakterien oder Viren angegriffen, sind die natürlich vorhandenen
Milchsäurebakterien oft überfordert. Die Folge: Es kommt zu
Durchfall. Dann benötigen sie dringend Verstärkung. Bei ersten
Anzeichen einer Durchfallerkrankung empfehlen sich daher die neuen
Lacteol® Kapseln. Denn allein eine Kapsel enthält 10 Milliarden
Lactobazillen - mehr, als in jedem anderen Anti-Durchfall-Produkt.
Dank ihrer natürlichen Herkunft wirken sie besonders effektiv und
zuverlässig gegen akuten Durchfall. Lactobazillen kleiden die
Schleimhaut im Darm mit einem schützenden Biofilm aus.
Krankheitserreger haben dadurch keine Chance mehr, sich an die
Schleimhaut anzuheften und die Darmflora zu schwächen.
Im Gegenteil: Die Lactobazillen stimulieren die
Immunabwehr der Darmschleimhaut und machen sie so weniger anfällig
für Krankheitserreger. Außerdem fördern sie das Wachstum der
gesunden Darmflora und helfen der gestörten Darmflora, sich schnell
wieder aufzubauen. Schon nach wenigen Einnahmen der neuen Kapseln
erholt sich die Darmschleimhaut.
Das Besondere an Lacteol® Kapseln: Sie helfen gegen Durchfall -
egal, ob er von Viren oder Bakterien verursacht ist. Dank dieser
vielseitigen und natürlichen Wirkweise wird die Durchfalldauer
nachweislich reduziert und die Gefahr eines größeren Wasser- und
Elektolytverlustes minimiert. Lacteol® Kapseln 10 Stück PZN:
2064033 ca. 10 Euro Mitvertrieb: Pohl Boskamp (www.pohl-boskamp.de)
11.01.2012
"Legen Sie der Leiche ein Blankoformular bei" / Gesundheitsbürokratie in Deutschland
Hamburg (ots) - Absurde
Gesundheits-Bürokratie in Deutschland: Mitglieder des
Ärztenetzwerkes Hippokranet schildern Beispiele aus ihrer
Praxis.
"Einem Patienten waren innerhalb von 2 Jahren alle vier
Extremitäten amputiert worden. Dieses stand in Klartext auf dem
Krankenschein", erinnert sich ein Hausarzt: "Jedes Quartal bekam
ich eine Anfrage von der Krankenkasse, ob noch weiter eine
häusliche Pflege erforderlich sei. Ich habe dann ein Foto von dem
Patienten gemacht, wie er alle Stümpfe von sich streckt. Dieses
habe der kranken Kasse geschickt mit dem Kommentar, mir ist nicht
bekannt, dass beim Menschen Extremitäten nachwachsen. Ab dann kamen
keine Anfragen mehr zu diesem Patienten.
" Genauso unglaublich: Um einen Patienten in die Reha-Klinik zu
schicken, müssen Ärzte einen Antrag ausfüllen - aber nur, um
überhaupt das eigentliche Antragsformular zu erhalten, auf dem Sie
dann den Antrag stellen können. Das darf aber nicht jeder
ausfüllen, sondern die Ärzte müssen erst einen 20stündigen
Weiterbildungskurs absolvieren, bevor sie das Formular ausfüllen
dürfen. Ein anderer Arzt schreibt: "Wenn ein HNO-Arzt Stimm-,
Sprech- und Sprachtherapie verschreiben will, muss er die 84seitige
Heilmittel-Richtlinien vom 1.7.2004 mit allen Ergänzungslieferungen
im besten Behördendeutsch kennen, verstehen und berücksichtigen.
"Für dieses Meisterwerk hat der Verantwortliche eine Belohnung
verdient. Ich schlage vor, dass er zum 'König der Bürokraten'
ernannt wird", schreibt ein HNO-Arzt im Hippokranet
sarkastisch."
Oder: "In Bayern müssen Ärzte nach der Leichenschau einen
Formularsatz in einem verschlossenen Umschlag in den Sarg einlegen.
Das klingt soweit vernünftig - aber: Das Formular muss nicht
ausgefüllt werden, sondern wird in jeden Sarg blanko ohne den Namen
des Verstorbenen eingelegt für den Fall, dass eine Obduktion
erfolgt.
"Es ist nicht möglich, bei der häuslichen Krankenpflege eines
schwerstbetroffenen Patienten auf dem üblichen Formular den
Schwestern zu erlauben, bei Bedarf ein Abführ-Klistier zu
verabreichen", klagt ein Hausarzt im Hippokranet. Zunächst muss die
Krankenkassen-Anfrage beantwortet werden: "Welche Maßnahmen haben
sie bisher ergriffen, um den Klistier Einsatz zu vermeiden? ".
Ein anderes Beispiel: Kinder, die mit Ihren Müttern zur Kur
sollen, brauchen immer eine Bescheinigung, damit diese mitfahren
können: "Kevin muss die Mutter begleiten, da er sich als Säugling
zuhause nicht alleine versorgen kann", müsse er schreiben, sagt ein
Arzt genervt: "Wenn es der Arzt schreibt, wird es vielleicht auch
dem Sachbearbeiter klar!"
Wenn nach einer bestimmten schweren Schulterverletzung eine
spezielle Schiene sofort nach der Behandlung erforderlich wäre, so
stellt sich die Kassenbürokratie auch gern quer: Regelhaft frage
dann der Medizinische Dienst der Kassen an und fordert umfangreiche
Unterlagen, schreibt ein Arzt. Nach 4-6 Wochen erfolgt eine weitere
Anfrage, so dass die eigentliche Behandlung nach 8-10 Wochen
beginnen könnte - so spät ist sie dann aber absolut sinnlos. "Ich
empfehle diesen Patienten dann den Wechsel der Krankenkasse"
schreibt er.
Gleichzeitig werden Ärzte permanent mit Rundschreiben ihrer
kassenärztlichen Vereinigung eingedeckt. Ein Beispiel gefällig?
"Das An- und Ausziehen der Kompressionstrümpfe im Rahmen der
häuslichen Krankenpflege, darf ab 01.07.2011 in der Verordnung
nicht mehr mit Bindestrich, sondern muß mit einem Spiegelstrich
getrennt verordnet werden". Steht also im Rezept ein Bindestrich
statt eines Spiegelstrichs, so ist es nicht mehr gültig.
Für einen dringend benötigten Blasenkatheter bei einem
91jährigen Mann, der nicht mehr richtig Wasser lassen konnte,
musste ein Urologe erst einen Kostenvoranschlag einreichen und auf
eine schriftliche Genehmigung warten: "Auch nach meiner
telefonischen Rücksprache mit dem zuständigen Sachbearbeiter der
BKK XYZ wurde nicht von diesem Vorgehen abgewichen, obwohl ich
drauf hingewiesen hatte, dass der Patient sich bereits in der
Praxis befand", schildert der Arzt den Vorgang.
"Also: Hilfsmittelverordnung ausgestellt, Kostenvoranschlag der
Apotheke beigelegt und den Sanitätern mitgegeben, Patient
unverrichteter Dinge zurück ins Altenheim (der Krankentransport
kostet ja nichts), das Altenheim schickte die Verordnung und den
Kostenvoranschlag an die BKK XYZ, dort wurde genehmigt, die BKK
schickte die Verordnung zurück ans Altenheim, dieses schickte die
Verordnung an die Apotheke, diese lieferte den Verweilkatheter an
das Altenheim, das Altenheim vereinbarte einen neuen Termin in der
Praxis, und der Patient wurde wieder liegend mit erneutem
Krankentransport in die Praxis gebracht", schreibt er weiter:
"Gesamtdauer der Aktion: zehn Tage. Kosten des Verweilkatheters ca.
20 Euro". Die Angehörigen des Patienten hätten ihn danach bei einer
anderen Kasse versichert und die ursprünglich zuständige Kasse
hatte einen teuren Patienten weniger: "Ein Schelm, der Böses dabei
denkt".
03.01.2012
Sparkasse Speyer: Gesunde Mitarbeiter sind die beste Investition in die Zukunft
Uwe Wöhlert (r.) (Vorstandsmitglied der Sparkasse) und der Personalratsvorsitzende der Sparkasse Kurt Scherer (l.) begrüßen die neuen Mitglieder im Netzwerk Betriebliche Gesundheitsförderung Speyer (v.l.n.r.): Susanne Karsch (Firma Elopak), Petra Hansen (Polizeipräsidium Speyer-Ludwigshafen), Roland Brugger (Salierstift der WBG Wohnstift Betriebsgesellschaft Speyer mbH), Vinzenz du Bellier (Caritasverband Speyer), und Raphael Herbig (Firma von der Heydt).
Herzinfarkt: "Netzwerk mit Herz" kann Schlimmeres
verhindern
Wer möchte nicht einmal einen Blick in die Zukunft riskieren? Für
Mitarbeiter der Kreis- und Stadtsparkasse Speyer war das möglich.
Voraussetzung: Das Herz-Kreislauf-Vorsorgeprogramm „Netzwerk mit
Herz“. Über die Hälfte der 300 Sparkassenmitarbeiter haben sich
freiwillig zur Untersuchung angemeldet. Das Untersuchungsprogramm
wurde in Kooperation mit der AOK durch das
Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer im Augustinersaal der
Sparkasse durchgeführt. Jeder Sparkassenmitarbeiter erhielt danach
eine persönliche Auswertung darüber, wie hoch sein gesundheitliches
Risiko ist, innerhalb der nächsten zehn Jahre einen Herzinfarkt zu
erleiden.
„Erstmals führten wir ein kardiovaskuläres Screening dieser
Größenordnung mit einer mobilen Ausstattung vor Ort durch“,
erläutert Dr. Harald Schwacke, Chefarzt der Klinik für Innere
Medizin und Kardiologie am Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus
Speyer. Bei einer 15-minütigen Untersuchung wurden mit einem
Fragebogen Vorerkrankungen und familiäre Belastungen erfragt, die
Cholesterin-, Blutzucker- und Blutdruckwerte bestimmt, eine
EKG-Beurteilung und eine Blutuntersuchung erhoben. „Mit diesem
Untersuchungsprogramm lassen sich Herz-Kreislauf-Risiken für jede
Altersstufe frühzeitig erkennen. Das ist wichtig für eine
rechtzeitige erfolgreiche Behandlung“, betont Dr. Harald Schwacke.
Der Kardiologe hofft, dass das gute Beispiel der Sparkasse Schule
macht: „Angesichts der steigenden Lebenserwartung und deutlichen
Zunahme chronischer Herzerkrankungen ist zunehmend auch das
betriebliche Gesundheitsmanagement von Unternehmen angesprochen,
dieser Entwicklung zu begegnen.“ Das sei auch ganz im Sinne der
Unternehmen und Einrichtungen, die mit der Gesundheitsvorsorge
Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitern zeigen.
„Die
Resonanz in der Sparkasse auf das Herz-Kreislauf-Vorsorgeprogramm
„Netzwerk mit Herz“ war enorm“, so Uwe Wöhlert, Vorstandsmitglied
der Sparkasse. Offensichtlich habe sich herumgesprochen, dass
Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Deutschland nach wie vor
Todesursache Nr. 1 sind. Wöhlert: „Dagegen müssen wir alle
gemeinsam etwas tun, denn gesunde Mitarbeiter sind die beste
Investition in die Zukunft. Hier sind Unternehmen, Mitarbeiter und
Mediziner gleichermaßen gefordert. Am Ende ergibt sich eine
Situation, von der jeder nur profitieren kann: Der Mitarbeiter
erhält persönliche Ratschläge, wie er sein gesundheitliches Risiko
senken kann und sichert seine Lebensqualität. Der Unternehmer kann
erkrankungsbedingte Ausfallkosten vermeiden. Und die
Krankenversicherungen haben längst erkannt, dass sich Investitionen
in präventive Maßnahmen lohnen“, betont Wöhlert.
Kontakt: "Netzwerk Betriebliche Gesundheitsförderung
Speyer"
Kurt Scherer, Personalratsvorsitzender der Kreis- und
Stadtsparkasse Speyer
Tel. 06232 103-246
E-Mail: Kurt.Scherer@Sparkasse-Speyer.de
Hintergrund: "Netzwerk mit Herz"
Ziel ist es, durch rechtzeitige Prävention der steigenden Zahl der
Herz-Kreislauf-Erkrankungen entgegen zu wirken und damit die Kosten
des Unternehmens für krankheitsbedingte Ausfälle der Mitarbeiter
sowie langfristig die Belastungen des Gesundheitssystems zu
verringern. In Kooperation mit allen beteiligten Partnern - von der
Geschäftsleitung über den Betriebsrat und den betriebsärztlichen
Dienst – führen Ärzte und weitere Mitarbeitende des
Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses vor Ort in den beteiligten
Firmen eine ärztliche Untersuchung derjenigen Mitarbeiter durch,
die sich zum Screening angemeldet haben.
Das Herz-Kreislauf-Vorsorgeprogramm „Netzwerk mit Herz“ wendet sich
vorrangig an die 20 Netzwerkpartner "Betriebliche
Gesundheitsförderung Speyer". Dies sind: Kreis- und Stadtsparkasse
Speyer, Deutsche Rentenversicherung Rheinland-Pfalz,
Stadtverwaltung Speyer, Stadtwerke Speyer, Diakonissen
Speyer-Mannheim, Finanzamt Speyer-Germersheim, Gewo Speyer,
Evangelische Kirche der Pfalz, Bistum Speyer, Deutsche Hochschule
für Verwaltungswissenschaften, Landesbetrieb Mobilität, Mann +
Hummel, St. Vincentiuskrankenhaus Speyer. Verstärkt wird das
Netzwerk seit kurzem durch neue Partner: Polizeipräsidium
Speyer-Ludwigshafen, Firma Elopak, Salierstift der WBG Wohnstift
Betriebsgesellschaft Speyer mbH, Firma von der Heydt GmbH,
Caritasverband Speyer, Rechnungshof Rheinland-Pfalz und der Firma
First-Group.
Hintergrund: Betriebliches Gesundheitsmanagement / Netzwerk
Betriebliche Gesundheitsförderung Speyer
"Gesundheit ist ein hohes Gut, sowohl für jeden Einzelnen, als auch
für Gesellschaft und Wirtschaftsunternehmen. Modernes betriebliches
Gesundheitsmanagement setzt nicht mehr nur auf Rückentraining und
Arbeitsschutz, sondern baut auf eine insgesamt gesundheitsfördernde
Unternehmenskultur", betont Uwe Wöhlert, Vorstandsmitglied der
Kreis- und Stadtsparkasse Speyer. Das Netzwerk Betriebliche
Gesundheitsförderung Speyer bildet eine Plattform für Unternehmen
und Institutionen, die in der betrieblichen Gesundheitsförderung
aktiv sind oder es werden wollen. Die Bedürfnisse der Mitarbeiter
und der Betriebe stehen im Mittelpunkt. Gleichzeitig beugt man
Krankheiten am Arbeitsplatz vor, stärkt die Gesundheitsreserven und
verbessert das Wohlbefinden am Arbeitsplatz. Dazu gehören
verbesserte betriebliche Rahmenbedingungen und das Fördern eines
gesunden Lebensstils. Ausreichende Bewegung, gesunde Ernährung,
Stressabbau und Rauchentwöhnung können die Gesundheit der
Beschäftigten entscheidend verbessern. Die Vorteile des Netzwerks
stehen für die Leiter der beteiligten Behörden und Betriebe fest:
Durch die kooperative Zusammenarbeit kann man den Mitarbeitern ein
breit gefächertes Angebot gesundheitsfördernder Maßnahmen zudem
auch kostengünstig anbieten. KREIS- UND STADTSPARKASSE SPEYER,
Presse
Foto 2- Bildunterschrift:
Uwe Wöhlert (51) will sein Herzinfarkt-Risiko kennen. Dr. Harald
Schwacke (r.), Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und
Kardiologie am Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer und seine
Assistentin Michaela Joos (l.) bereiten ein EKG vor.
09.12.2011
Kampf gegen Multiresistente Erreger
Kliniken der Metropolregion trafen sich im Heidelberger
Landratsamt
Die Zunahme multiresistenter Erreger (MRE) ist ein Phänomen, das
nicht auf einzelne Einrichtungen des Gesundheitswesens beschränkt
ist. MRE sind Erreger, die in vielen Krankenhäusern aus den
unterschiedlichsten Gründen auf Patienten übertragen werden. Dazu
zählen MRSA (methicillinresistener Staphylococcus aureus), VRE
(Vancomycinresistente Enterokokken) und Multiresistente
Gram-negative Stäbchen (MRGN). Als eine wirksame Strategie hat sich
das Suchen nach MRE-Trägern mit anschließender Durchführung von
Hygiene-Maßnahmen auf der Grundlage von Empfehlungen des
Robert-Koch-Instituts (RKI) erwiesen. „Durch eine gute Hygiene wird
so eine Weiterverbreitung auf andere Personen verhindert“,
erläutert Prof. Constanze Wendt, Ärztin für Hygiene und
Mikrobiologie (Labor-Limbach), die sich seit vielen Jahren mit dem
Thema MRE beschäftigt. Auf Einladung der zuständigen
Verantwortlichen von vier Gesundheitsämtern in der Region (Dr.
Oswinde Bock-Hensley, Gesundheitsamt Rhein-Neckar-Kreis, Dr.
Sebastian Kevekordes, Gesundheitsamt Rhein-Pfalz-Kreis mit
Ludwigshafen, Frankenthal und Speyer, Dr. Camillo Wentz,
Fachbereich Gesundheit der Stadt Mannheim, und Dr. Zolg,
Gesundheitsamt Kreis Bergstraße) haben sich 40 Kliniken in der
Metropolregion Rhein-Neckar zusammengeschlossen, um MRE den Kampf
anzusagen.
Bereits seit 2008 gibt es ein Netzwerk MRE in Heidelberg und dem
Rhein-Neckar-Kreis, dem sich alle 20 Krankenhäuser der Region auf
Initiative des Gesundheitsamtes Rhein-Neckar-Kreis angeschlossen
haben und sich regelmäßig treffen, erläutert Dr. Bock-Hensley. Im
Jahr 2011 sei das Netzwerk entsprechend den Verlegungswegen der
Patienten auf die genannten Landkreise und Städte erweitert
worden.
„Ziel des Netzwerkes MRE der Metropolregion ist es, durch die
Zusammenarbeit aller Kliniken und Gesundheitsämter der weiteren
Zunahme von MRE vorzubeugen und das Auftreten von MRE soweit wie
möglich zu reduzieren“, betont Dr. Kevekordes. Inhaltlich
beschäftigt sich das Netz mit Screeningmethoden, den MRE-Daten der
Region, einem Übergabebogen zwischen stationärer und ambulanter
Versorgung, Fortbildungen für das Personal der Kliniken und
Informationen für die Bevölkerung. „MRE ist nur in den Griff zu
bekommen, wenn alle beteiligten Institutionen gut zusammenarbeiten
und offen über die Probleme diskutieren“, pflichten die
verantwortlichen Ärzte der übrigen drei beteiligten
Gesundheitsämter bei. „MRE bedeute viel Leid und Probleme für den
Patienten. Dies gilt es zu verhindern“, so Dr. Camillo Wentz vom
Fachbereich Gesundheit der Stadt Mannheim.
Die über 70 beteiligten Mitarbeiter der 40 Kliniken, die für
Hygiene auf den unterschiedlichsten Ebenen verantwortlich sind,
sind bereit, sich mit dem Thema kritisch auseinanderzusetzen und
Lösungsmöglichkeiten zu finden. Der Zusammenschluss der 40 Kliniken
der Metropolregion ist ein erster Erfolg in der Bekämpfung von MRE,
so das Fazit der ersten Veranstaltungen. Rhein-Pfalz-Kreis,
Presse, http://www.rhein-pfalz-kreis.de
07.12.2011
Stiftung LebensBlicke rät zu Vorsorgeuntersuchungen
Ludwigshafen – Die Angst an Krebs zu erkranken, hat
in Rheinland-Pfalz zugenommen. 74 Prozent der befragten Männer und
Frauen fürchten sich vor bösartigen Tumoren. Die meisten begründen
dies damit, dass Krebs jeden treffen könne und meist einen schweren
Verlauf nehme. Dies ist u.a. das Ergebnis einer bundesweiten
Forsa-Umfrage, die im Auftrag der DAK im Oktober 2011 durchgeführt
wurde.
"Krebs ist eine tückische Krankheit. Ein Grund mehr, der
Erkrankung - wo immer möglich - rechtzeitig entgegen zu treten",
erklärt Professor Dr. Jürgen F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der
Stiftung Lebensblicke, Früherkennung Darmkrebs. Professor Riemann
weiter: "Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebsleiden in
Deutschland. Jedes Jahr trifft die Diagnose über 73.000 Menschen.
Derzeit sterben etwa 26.000 daran. Diese Zahlen sind sehr tragisch,
vor allem, weil keine andere Krebserkrankung durch Früherkennung so
gut erkennbar, behandelbar und sogar vermeidbar ist", erklärt er
und rät dazu, die derzeit angebotenen Vorsorgeuntersuchungen
wahrzunehmen.
Die Stiftung Lebensblicke mit Sitz in Ludwigshafen ist
gemeinnützig, arbeitet bundesweit und finanziert sich
ausschließlich über Spenden und Zustiftungen, auf die sie
angewiesen ist, um ihre Aufgaben wahrnehmen zu können. Neben
aufklärender Öffentlichkeitsarbeit in Form von Publikationen,
Broschüren und bundesweiten Aktionen initiiert die Stiftung
wissenschaftliche Studien, übernimmt Schirmherrschaften, führt
Seminare und Symposien durch und motiviert Ärzte zur Fortbildung.
Ein weiteres Ziel der Stiftung ist die Unterstützung der
betrieblichen Gesundheitsvorsorge.
Spendenkonto: BW Bank Mannheim, BLZ 600 501 01, Kto.-Nr. 496
1530.
Stiftung LebensBlicke, Früherkennung Darmkrebs
- Presseinfo
07.12.2011
Auszeichnung für langjährige Betriebszugehörigkeit
Für 25-, 30-, 35- und 40jährige Mitarbeit geehrt: Die Jubilare 2011 mit Vorsteher Pfarrer Dr. Werner Schwartz (rechts), Oberin S. Isabelle Wien (3. Von rechts) und Kaufmännischem Vorstand Friedhelm Reith (links).
95 Mitarbeitende der Diakonissen Speyer-Mannheim
feierten am 30. November ihre mindestens 25jährige
Unternehmenszugehörigkeit. Acht Mitarbeitende aus
Speyer, Landau und Mannheim arbeiten sogar schon seit 40 Jahren in
Einrichtungen für kranke und alte Menschen.
Fast 50 der Jubilare kamen in diesem Jahr aus den Krankenhäusern
in Speyer und Mannheim, aus Mutterhaus und Hauptverwaltung, aus den
Seniorenzentren in Landau, Homburg und Speyer, aus dem Bereich
Kinder- und Jugendhilfe, dem Bildungszentrum und aus der Maudacher
Werkstatt ins Speyerer Mutterhaus, um mit Kollegen, Familie und
Freunden zu feiern.
In einer Andacht dankte Vorsteher Pfarrer Dr. Werner Schwartz
„für Ihren Einsatz für andere, unmittelbar am Krankenbett oder in
Bereichen, die im Hintergrund die Voraussetzungen schaffen, dass
die Arbeit mit den Menschen getan werden kann.“ Im Anschluss
stellte er bei der Feier im Festsaal alle Jubilare vor, die es
gemeinsam immerhin auf 2.774 Jahre Mitarbeit bei den Diakonissen
Speyer-Mannheim oder ihren Vorgängereinrichtungen brächten.
Landesdiakoniepfarrer Albrecht Bähr überbrachte Dank und
Glückwünsche des Diakonischen Werks Pfalz und verlieh den
Jubilaren die Kronenkreuze in Gold für ihre mindestens 25jährige
Betriebszugehörigkeit. Damit würde die Bedeutung jedes Einzelnen
für das Werk gewürdigt, so Bähr: Die Mitarbeitenden seien „wie ein
Fuß in der Tür, durch die die Menschfreundlichkeit in die Welt
hineinkommt.“
Dem Lob und Dank für das langjährige Engagement der Jubilare
schloss sich der Vorsitzende der Mitarbeitervertretung der
Diakonissen Speyer-Mannheim Michael Hemmerich an, der die
Glückwünsche aller Mitarbeitervertretungen überbrachte, bevor der
Abend unter musikalischer Begleitung des Saxofonquartetts Sax4Fun
in geselliger Runde ausklang. Diakonissen Speyer-Mannheim,
Presse
01.12.2011
Hygiene - Querschnittsaufgabe für alle im Gesundheitswesen Tätigen
Workshop mit Roger Munding (Bildmitte)
2. Speyerer Hygienetag im St.
Vincentius-Krankenhaus mit über 150 Teilnehmern
Von Gerhard Cantzler
“Hygienefalle Alltag?” Um Antworten auf diese
aktuelle Frage zu geben, hatte jetzt das St. Vincentius-Krankenhaus
Speyer gut 150 Ärzte, Mitarbeiter aus Krankenhäusern und Praxen,
aus Altenpflegeheimen und ambulanten Pflegediensten sowie aus dem
Rettungsdienst zum 2. Speyerer Hygienetag eingeladen. Denn durch
Aufsehen erregende Veröffentlichungen über vermeintliche
“Hygiene-Skandale” hat sich dieses Thema längst im öffentlichen
Bewusstsein manifestiert - Infektionsausbrüche wie EHEC
beschäftigen Fachwelt wie Medien gleichermaßen. Infolge des
breitflächigen, vielfach auch unkritischen Einsatzes von
Antibiotika entwickeln sich immer mehr Bakterienstämme, die gegen
die meisten bekannten Antibiotika resistent sind. Diese Präparate
haben deshalb ihre therapeutische Wirksamkeit weitgehend verloren.
Hinzu kommen dann auch noch Hygienemängel, die zusätzlich zur
Ausbreitung von Keimen beitragen.
Um dieser Besorgnis erregenden Entwicklung
entgegenzuwirken, wurde im Juli 2011 die Novelle zum
Bundes-Infektionsschutzgesetz aus den 90er Jahren verabschiedet,
durch die die Richtlinien des Robert-Koch-Instituts als oberster
Hygiene-Instanz in Deutschland in Gesetzesrang erhoben wurden.
Das St. Vincentius-Krankenhaus habe die Umsetzung
dieser Richtlinien aber schon deutlich früher in Angriff genommen
und deshalb bereits vor Jahren eine Hygiene-Kommission mit
weitreichenden Vollmachten eingerichtet. Darauf wies
Verwaltungsdirektor Klaus Diebold hin und
erinnerte daran, dass die Krankenhaushygiene auch Gegenstand von
intensiven Aus- und Fortbildungsmassnahmen an der Klinik sei. “Wir
müssen allerdings daran denken, dass auch Hygiene ihren Preis hat
und dass ihre Verbesserung zur weiteren Erhöhung der
Gesundheitskosten beiträgt”, betonte Diebold.
Dem schloss sich auch Pflegedirektorin
Monika Lenz an, die auf die immer deutlicher werdende
Schwierigkeit hinwies, “in Zeiten von Personalmangel und knappen
Ressourcen die Umsetzung von Hygiene zu gewährleisten”.
“Zwischen Hygiene-Richtlinien und der Realität im
Alltag von Krankenhäusern, Arztpraxen und Altenheimen besteht
häufig eine erhebliche Diskrepanz”, erklärte dazu auch Dr.
Klaus-Peter Wresch, Chefarzt für Anästhesie und Intensivmedizin und
als Ärztlicher Direktor auch für die Hygiene im St.
Vincentius-Krankenhaus verantwortlich.
Die Klinik setze deshalb alles daran, um
diesbezüglich die Sicherheit der Patienten zu gewährleisten. Dazu
müsse allerdings festgestellt werden, dass bei den Nosokomialen
Infektionen - den so genannten Krankenhauskeimen, die mit 500.000
Erkrankungsfällen pro Jahr die Mehrzahl der Infektionen darstellen
- 85 % bereits von den Patienten in die Kliniken “mitgebracht”
würden.
Als Chefarzt trage er nicht nur die Verantwortung
für die Durchsetzung aller notwendigen Hygiene-Maßnahmen in der
Klinik, er müsse vielmehr auch selbst stets mit gutem Beispiel
vorangehen. “Der Patient muss durch unser aller Verhalten spüren,
dass wir es ernst meinen mit der Hygiene”, betonte der
Chefarzt.
Das
unterstrich auch die Hygienebeauftragte des Krankenhauses,
Oberärztin Dr. Cornelia Leszinski, die unter
anderem darauf hinwies, dass die Desinfizierung der Hände zum
selbstverständlichen Handlungsablauf eines jeden in der Klinik
Tätigen gehören müsse. “Deshalb müssen die
Desinfektionsmittel-Spender stets zum Mitarbeiter kommen und nicht
umgekehrt”, forderte die Hygiene-Beauftragte. Nur so sei ihre
kontinuierliche Nutzung sicherzustellen. Da die in Frage stehenden
Keime nur durch direkten Körperkontakt übertragen werden können -
in unserer Gesellschaft aber solche Kontakte durch natürliche
soziale Sicherheitsabstände unterbunden würden - seien es in der
Klinik nur Ärzte und Pflegepersonal, die diese Grenze durchbrechen
müssten. “Bei Ihnen müssen die Patienten aber sicher sein, dass sie
zuvor stets ihre Hände desinfizieren, um Krankheitsübertragungen zu
vermeiden”.
Auf die
Notwendigkeit, insbesondere im Zusammenhang mit der Verlegung von
Patienten Hygiene-Netzwerke aufzubauen, wies Dr. Sebastian
Kevekordes vom Gesundheitsamt Rhein-Pfalz-Kreis hin. Ein
solches Netzwerk, dem vierzig Krankenhäuser aus der Metropolregion
Rhein-Neckar angehören sollen, sei derzeit im Aufbau, berichtete
er. Es soll durch den Einsatz von eigens entwickelten
Verlegungsbögen die Weiterverbreitung von Keimen durch mit
Resistenzen vorbelastete Patienten bei ihrer Verlegung von einer
Klinik in die andere vermeiden. Dr. Kevekordes kam auch auf die
zunehmend in der Öffentlichkeit diskutierten Haftungsansprüche von
Patienten zu sprechen, die nach einer Infektion im Krankenhaus
rechtlich gegen die Klinik vorgehen würden. Auch hier würden die
Gesundheitsämter mit Rat und Tat bereit stehen.
Schon vor dem eigentlichen Symposium hatten die
Teilnehmer des Hygienetages Gelegenheit, unter Anleitung von Roger
Munding, Hygienefachkraft am “Vincenz”, am Beispiel von
Blutabnahmen und Verbandswechseln, Hygienemaßnahmen am Patienten
praktisch umzusetzen.
Über komplexe Hygienefallen im Alltag berichteten
in dem anschließenden Symposium auch kompetente Referenten aus
führenden Hygiene-Instituten in Freiburg, Stuttgart und Heidelberg.
Dabei wurden auch die Möglichkeiten erörtert, einen die
Ländergrenzen überschreitenden Ausbruch von Lebensmittelinfektionen
durch Legionellen einzudämmen.
Breiten
Raum nahm schließlich auch die Diskussion über die falsche bzw. zu
hoch dosierte Verabreichung von Antibiotika ein. “Unser Haus geht
mit dem Einsatz dieser Präparate deutlich kritischer um als andere,
vergleichbare Einrichtungen”, stellte Chefarzt Dr.
Wresch fest, der es begrüßte, dass der Einsatz solcher
Medikamente künftig dokumentiert werden müsse. “Dennoch werden wir
künftig damit leben müssen, dass Resistenzen gegen Antibiotika
vermehrt weitergegeben werden”, konstatierte der Chefarzt.
Zum Abschluss des 2. Hygientages am St.
Vincentius-Krankenhaus in Speyer bedankte sich Verwaltungsdirektor
Klaus Diebold bei allen Referenten für ihre engagierte
Mitarbeit.
“Wir freuen uns, dass es uns auch in diesem Jahr
wieder gelungen ist, ganz unterschiedliche Facetten des Themas
Hygiene aufzuzeigen”, bedankte sich Diebold und gab seiner Hoffnung
Ausdruck, allen Teilnehmern ein Stück weit aus der “Hygienefalle
Alltag” geholfen zu haben. Foto: Kienipress
24.11.2011
Stiftung Lebensblicke trauert um Professor Dr. Jörg-Dietrich Hoppe
Ludwigshafen- Vorstand, Stiftungsrat und
Kuratorium der Stiftung Lebensblicke haben mit großer Bestürzung
die Nachricht vom Tode des langjährigen Präsidenten des Marburger
Bundes und später der Bundesärztekammer erhalten. Hoppe war nicht
nur ein engagierter Arzt, Sachverständiger und Berufspolitiker,
sondern auch ein besonderer Befürworter der ersten Stunde des
Anliegens der Stiftung. Professor Hoppe hatte stets ein offenes Ohr
für alle Belange der Darmkrebsprävention.
Die Stiftung trauert mit seinen Angehörigen um einen
außergewöhnlichen Arzt und Menschen. Sie wird ihm ein ehrendes
Andenken bewahren.
Die Stiftung Lebensblicke ist die erste Stiftung in Deutschland,
die sich seit 1998 für die Aufklärung der Bevölkerung über die
Darmkrebsvorsorge einsetzt. Sie ist gemeinnützig und finanziert
sich ausschließlich über Privatspenden und Zustiftungen von Firmen.
Weitere Informationen unter www.lebensblicke.de. Spendenkonto:
BW Bank Mannheim, BLZ 600 501 01, Kto.-Nr. 4961530. Stiftung
LebensBlicke, Presse
11.11.2011
Diakonissen-Stiftungskrankenhaus auf Medaillenkurs
Architekt erklärt Bauprogramm für neues Speyerer
Klinikum
cr. Speyer. Mit dem Um- und Erweiterungsbau
des Diakonissen-Stiftungskrankenhauses wird die Klinik ihre
Nutzfläche in den nächsten drei Jahren um rund 19.000 qm erweitern
und die Funktionsabläufe in der Klinik gründlich verändern. Das
erläuterte jetzt Architekt Linus Hofrichter im Rahmen der Feier zum
ersten Spatenstich für den Neubau. So wird der Haupteingang von der
Hilgardstraße in die Paul-Egell-Straße verlegt und damit eine
bessere Anbindung an die Haupteinfallstraßen in die Stadt erreicht.
Die Liegendkrankenanfahrt wird mit unmittelbarer Anbindung an die
Notaufnahme an die Hilgardstraße verlegt.
An das bestehende
Hauptgebäude des Krankenhauses wird in Richtung Paul-Egell-Straße
ein zweigeschossiger Funktionsbereich mit einer Grundfläche von
8.400 qm angebaut, in dem die gesamte medizinische Grundversorgung
ihren Platz findet. Dadurch wird die Funktionsfläche mit
Ambulanzen, Untersuchungsbereichen, Zentraler Aufnahme und
Notdienstzentralen mehr als verdoppelt. Kurze Wege für Patienten
und Mitarbeiter sollen einen optimierten Betriebsablauf und damit
eine noch bessere Patientenversorgung auf höchstem medizinischen
Niveau gewährleisten. Lichthöfe gestalten den Funktionsbereich
freundlich und übersichtlich und lassen viel Tageslicht zu den
Patienten, Mitarbeitern und Besuchern einfallen. Die begrünten
Dachflächen sorgen für einen schönen Ausblick aus den
Patientenzimmern und verbessern zugleich das Kleinklima in der
Klinik.
Des weiteren wird an das so genannte
Kinderkrankenhaus ein fünfgeschossiger Bettentrakt mit einer
Grundfläche von ca. 8.200 qm angebaut. Auf dessen Dach wird ein
Hubschrauberlandeplatz nach neuestem europäischen,
luftfahrtrechtlichen Standard entstehen und auch damit die
Notfallversorgung der Patienten weiter verbessert.
In den neuen Räumlichkeiten am Standort
Hilgardstraße werden nach Fertigstellung des Neubaus auch die
derzeit noch in der Spitalgasse untergebrachten Bereiche - die
Palliativstation, die Geriatrische Tagesklinik, das Schlaflabor
sowie das Schmerzzentrum - ihre Heimstatt finden.
Auch eine neue
Großküche zur Versorgung von Patienten und Mitarbeitern wird im
Rahmen des Neubaus errichtet. “So ein Küchenneubau ist noch einmal
eine eigene Wissenschaft für sich”, erklärte Linus Hofrichter, der
auf die gleichzeit damit einhergehende Erweiterung des
Wirtschaftshofes hinwies. Diese Großküche wird im Untergeschoss des
Erweiterungsbaus am Kinderkrankenhaus entstehen - auch die
vorhandene Cafeteria wird erweitert und modernisiert.
Bauherr und Architekt wollen das neue Klinikum
entsprechend den derzeit höchsten europäischen Standards errichten,
und u.a. die Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit durch eine
Zertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges
Bauen bestätigen lassen. Im Rahmen dieses
Zertifizierungsverfahrens, so Linus Hofrichter, habe das Vorhaben
bereits den selten vergebenen Bronze-Rang erreicht “und wir sind
zuversichtlich, zumindest auf Silber aufzusteigen”, so der
Architekt. Allerdings wäre es sein Traum, wenn das
Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus in Speyer als erste derartige
Baumaßnahme mit der Goldmedaille ausgezeichnet werden würde.
29.10.2011
“Diakonie” und “Stift” an einem Ort
Spatenstich für “Ein-Standort-Lösung” am
Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer

cr. Speyer. Großer Tag für das
Diakonissen-Stiftungskrankenhaus in Speyer: Mit dem ersten
Spatenstich - gemeinsam von Sozialministerin Malu Dreyer,
Oberbürgermeister Hansjörg Eger und den Verantwortlichen der Klinik
ausgeführt - wurde jetzt der Startschuss gegeben zu einer fasr 50
Millionen Euro teuren Baumaßnahme, mit der die 2004 vereinbarte
Zusammenführung des ehemaligen Städtischen Stiftungskrankenhauses
mit der evangelsichen Diakonissenanstalt in seine Endphase tritt,
der Umsetzung der “Ein-Standort-Lösung” am
Diakonissen-Stiftungskrankenhaus in Speyer.
Dr. Werner
Schwartz, Vorsteher der “Diakonissen Speyer-Mannheim” konnte zu
diesem festlichen Anlass zahlreiche hochrangige Gäste auf der
Baustelle begrüßen, unter ihnen die Landtagsabgeordneten Anne
Spiegel (Die Grünen) und Dr. Axel Wilke (CDU), Oberbürgermeister
Hansjörg Eger und seinen Vorgänger Werner Schineller, die früheren
Dezernenten für das “Stift”, Rolf Wunder und Hans-Peter Brohm sowie
zahlreiche aktive und pensionierte Funktionsträger und Mitarbeiter
der beiden Einrichtungen. “Das Krankenhaus”, so Werner Schwartz,
“das aus der Fusion hervorgegangen ist, hat sich so gut entwickelt,
dass wir es jetzt wagen konnten, den Schritt auf die von Anfang an
gewollte Zusammenführung an einem Standort zu gehen”. Schwartz
erinnerte daran, dass die Diakonissenanstalt schon1859 gegründet
worden sei. Seitdem hätten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
ihren Dienst stets im Sinne christlicher Nächstenliebe verrichtet.
“Das wollen wir auch in der Zukunft so halten”, betonte der
Vorsteher, “weil Liebe zu Gott ohne die Liebe zu den Menschen nicht
möglich ist”.
Die
rheinland-pfälzische Staatsministerin für Soziales, Arbeit,
Gesundheit und Demografie, Malu Dreyer, zeigte sich hoch erfreut,
dass es zu diesem Fusionsmodell gekommen sei. “Es ist nie leicht,
ein kommunales Krankenhaus zu einer solchen Kooperation und
schließlich zu einer Fusion zu bewegen”, so die Ministerin. Dass es
hier zu so einvernehmlichen Lösungen gekommen sei, bedeute in einer
Zeit, in der sich anderenorts vergleichbare Einrichtungen “bis aufs
Blut” bekämpften - wo Chefärzte mit Kopfgeldern beim Konkurrenten
abgeworben würden - schon eine Besonderheit, für die sie sich bei
in den gut sieben Jahren der Suche zueinander verantwortlichen
Menschen herzlich bedankte. “Es geht hier nicht allein um den Bau
neuer Betten”, stellte sie heraus - auch alle Funktionsabteilungen
und viele Details - vom Eingangsbereich bis zum
Hubschrauberlandeplatz - bekämen ein neues Gesicht. 48,5 Millionen
Euro koste die Gesamtmaßnahme, von denen das Land 30,4 Millionen
zuschieße. Mit gut 12 Millionen Euro habe der Träger einen Anteil
geschultert, der respektabel sei. “In gut drei Jahren sehen wir uns
hier hoffentlich alle wieder zur Einweihung”, schloss Malu Dreyer,
die dem Bau beste Wünsche für eine unfallfreie Bauzeit mitgab.
Mit einem Appell an die Anwesenden, sich für eine
Organspende zu entscheiden und sich einen entsprechenden Ausweis
ausstellen zu lassen, beschloss die Ministerin ihre Ausführungen.
“Das ist ein Appell, den ich seit kurzem überall ausspreche, wo ich
viele Menschen erreiche”.
Dieser
Aufforderung konnte sich auch OB Eger anschließen, der darauf
verwies, dass er selbst schon seit Jahren einen solchen Ausweis mit
sich trägt. Zum Anlass des Tages bekannte der Oberbürgermeister,
dass ihn schon ein wenig Wehmut überkomme, wenn er bedenke, dass
damit ein weiterer Schritt hin auf das Ende einer seit 752 Jahren
währenden Tradition gemacht werde. “Nachdem aber die Fusion -
ausweislich der Leistungszahlen - ein großer Erfolg ist, war die
Entscheidung dazu nur ein konsequenter letzter Schritt”. Eger
dankte deshalb der Ministerin für ihre Unterstützung des
Vorhabens:
“Ohne Ihre Hilfe wäre ein solches Projekt nicht
möglich gewesen”.
Werner
Vogelsang, Geschäftsführer des Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses
schilderte dann in teils humorigen Worten noch einmal die
Geschichte der Zusammenführung der beiden Einrichtungen am Standort
in der Hilgardstraße, Auch er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass
die Maßnahme innerhalb der nächsten dreieinhalb Jahre abgeschlossen
werden könne. “Immerhin möchte ich die Einweihung noch vor meiner
Pensionierung erleben”, scherzte Vogelsang. Sein Kollege Wolfgang
Walter, Sprecher der Geschäftsführung des
Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses wies sodann darauf hin, dass
die Erschließung des Krankenhauses künftig nicht mehr über die
Hilgardstraße, sondern über die Paul-Egell-Straße erfolgen werde.
Dadurch würden auch Patienten aus dem badischen Umland, die heute
schon gut 30 Prozent der Patienten ausmachten, rascher zu der
Klinik kommen. Walter kündigte auch an, dass im Zuge der
Baumaßnahme zur Entlastung des ruhenden Verkehrs ein Parkhaus
errichtet werde. Mit einer eindrucksvollen Animation gewährte er
dann den Anwesenden einen instruktiven Rundgang durch das neue
Haus, das danach Linus Hofrichter von dem verantwortlichen
Architekturbüro Sander/Hofrichter in Ludwigshafen im Detail
erläuterte, ehe die o.g. Persönlichkeiten im Schatten eines großen
Baggers zum Spaten griffen und damit die Baumaßnahme offiziell in
Gang setzten.
Über das Raumprogramm wird der SPEYER-KURIER
gesondert berichten. Foto: Kienipress
28.10.2011
Darm-OPs im St.-Vincentius-Krankenhaus: Auch im Notfall alle Vorteile
Beeindruckt
zeigte sich das Fachpublikum aus niedergelassenen Ärztinnen und
Ärzten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei der Vorstellung
der hauseigenen Studienergebnisse zum Thema „Fast track“ in der
Darmchirurgie am Mittwoch Abend im St.-Vincentius-Krankenhaus.
Bereits seit 2004 wird das moderne Behandlungskonzept hier
erfolgreich umgesetzt.
Wörtlich übersetzt heißt Fast track „schnelle Schiene“. Das
Konzept hat zum Ziel, die Gefahr von Komplikationen um eine
Operation herum so gering wie möglich zu halten. Außerdem erfolgt
die Erholungsphase nach einem Eingriff nachweislich schneller und
läuft für die Patienten in Bezug auf Schmerzen, Verdauungsprobleme
und allgemeine Komplikationen deutlich komfortabler ab.
Verschiedene Module, wie der Einsatz spezieller Schmerzkatheter,
eine gezielt schonende Operationstechnik sowie frühe Mobilisation
wirken zusammen und werden in Teamarbeit zwischen Ärzten
verschiedener Fachabteilungen, Pflegenden und Physiotherapeuten
umgesetzt.
Noch vor wenigen Jahren erlebten Patienten vor- und nach einer
Darmoperation lange Phasen ohne Nahrung. Heute weiß man, dass die
Genesung durch die schnelle Wiederaufnahme der normalen Ernährung
nicht nur Vorteile für die Heilung der Operationsnähte oder die
Verdauungsfunktion bringt. Auch die allgemeine Kraft und
Leistungsfähigkeit wird nicht so stark beeinträchtigt, wie das ohne
„Fast track“ der Fall war. Der „lähmenden Müdigkeit“ nach
Operationen (= postoperative Fatigue), die Patienten noch bis zu
drei Monate nach dem Krankenhausaufenthalt beschreiben, kann durch
das Zusammenspiel aller Mechanismen von Fast track entgegengewirkt
werden.
Anlass für den Vortragsabend waren neue Ergebnisse der im
St.-Vincentius-Krankenhaus durchgeführten Studien. Alle bisherigen
Forschungsarbeiten zu Fast track hatten sich ausschließlich mit
geplanten Operationen befasst, denn nur unter geplanten und
entsprechend „sicheren“ Bedingungen werden in der Regel die Module
von Fast track umgesetzt. Das Team im St.-Vincentius-Krankenhaus um
Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie Dr. Johannes Winter
und Chefarzt der Anästhesie Dr. Klaus-Peter Wresch erfasst bereits
seit Beginn der Umstellung auf Fast track alle Operationsergebnisse
– auch die von Notfällen – in einer prospektiven Beobachtungsstudie
(mittlerweile über 800 Patienten). Von Beginn an waren sich die
Ärzte einig, dass alle Patienten von möglichst vielen Vorteilen der
neuen Erkenntnisse (z.B. eine statistisch deutliche Senkung des
Sterberisikos) profitieren sollen. So wird in jedem Einzelfall und
eben auch bei Notfällen abgewogen, welche Module des Konzeptes ohne
Risiko eingesetzt werden können. Mittlerweile ist die Datenlage
eindeutig und beweist, dass das Fast track-Konzept auch für die
Notfallchirurgie geeignet ist.
Nicht im Vordergrund steht im St.-Vincentius-Krankenhaus dabei
die Verkürzung des Krankenhausaufenthaltes. Alle operierten
Patienten sollen ihre Selbstständigkeit und Selbstbestimmung so
schnell wie möglich wieder erlangen. Mit ihnen gemeinsam wird in
jedem Einzelfall entschieden, wie lange sie stationär behandelt
werden (in der Regel sind das zwischen 5 und 15 Tage nach der
Operation). Die Vorstellung der Studienergebnisse für die Speyerer
Bevölkerung ist für 2012 geplant. Falls Sie Fragen zum Thema Fast
track haben, wenden Sie sich gerne an die Abteilung für Allgemein-
und Viszeralchirurgie unter der Telefonnummer 06232-133-370.
St.-Vincentius-Krankenhaus, Presse www.vincentius-speyer.de
07.10.2011
Kostenlose Grippeschutzimpfung
Gemeinsame
Präventions-Aktion der Betriebskrankenkassen und des Ärztenetzes
PRAVO
Die Virusgrippe (Influenza) ist eine schwere
Infektionskrankheit, die lebensbedrohlich und damit wesentlich
gefährlicher sein kann als eine banale Erkältung oder ein
Schnupfen.
Die Betriebskrankenkassen der Region und das Ärztenetz PRAVO in
Speyer bieten den BKK-Versicherten in einer gemeinsamen Initiative
die Übernahme der Kosten für die saisonale Influenza – Impfung
(Grippeimpfung) außerhalb der Schutzimpfungs-Richtlinie an.
BKK-Versicherte können von ihrem Hausarzt erfahren, ob ihre
Betriebsrankenkasse an der kostenfreien Aktion teilnimmt.
Ab Mitte Oktober ist laut PRAVO die richtige Zeit für die
Impfung von gefährdeten Personen. Besonders gefährdet sind Menschen
mit chronischen Erkrankungen. Darüber hinaus wird die
Grippeschutzimpfung für Personen empfohlen, die im Beruf einer
erhöhten Infektionsgefahr ausgesetzt sind oder diese Infektion auf
andere übertragen können, z.B. medizinisches Personal, Feuerwehr,
Polizei, Lehrkräfte. Auch wer häufig Kontakt zu größeren Gruppen
von Menschen hat (etwa Personen in Einrichtungen mit viel
Publikumsverkehr), sollte zur Impfung gehen.
05.10.2011
„Dort, wo früher Marienkapellen standen, stehen heute Fitnessstudios“
Von unserem
Mitarbeiter Werner Schilling
Speyer. „Ob jemand gesund ist, hängt davon ab,
wie oft er untersucht wurde.“ Oder: „Gesund ist nur ein Mensch, der
mit seinen Krankheiten einigermaßen gut umgehen kann.“ Zwei der
vielen mit Satire und humorvollen Beispielen aus seinem
Berufsleben verpackten Thesen von Dr. med. Dipl.-Theol. Manfred
Lütz. Der Neurologe und Psychiater, seit 1997 Chefarzt des
Alexianer-Krankenhauses in Köln-Porz, hat sich als Buchautor einen
Namen gemacht. „Lebenslust – Über Risiken und Nebenwirkungen der
Gesundheit“ überschreibt Lütz seinen Vortrag, mit dem er die rund
500 Gäste des 27. Forums der Kreis- und Stadtsparkasse Speyer in
der Stadthalle auf überaus amüsante Weise unterhält und sie auch an
ernstere Themenbereiche heranführt.
„Alle humorlosen Fitnessbesucher sollten jetzt besser gehen und
sich das, was jetzt kommt, nicht antun“, rät der Facharzt für
Psychiatrie und „katholische Rheinländer“ allen Zuhörern, an deren
Spitze der Vorstandsvorsitzende Uwe Geske eingangs
Oberbürgermeister Hansjörg Eger, Bürgermeisterin Monika Kabs und
Beigeordneten Dr.Wolf Böhm begrüßte. In den ersten zehn Minuten
zieht Lütz über den immer mehr um sich greifenden „Gesundheitswahn“
vom Leder und verteufelt alle, die sich nur von Körnern ernähren,
sich nur von Diät zu Diät hangeln und „mit schmerzverzerrtem
Gesicht durch den Wald rennen“ und auf Anfrage keuchen: „Ja, es
macht Spaß!“
„Dort, wo
früher Marienkapellen standen, stehen heute Fitnessstudios“, sieht
der Diplom-Theologe die Gefahren der Gesundheitsreligion, die dazu
führte, das im Jahr 2000 erstmals die Zahl der
Fitnesstudiomitglieder (4,59 Millionen) die Zahl der Besucher
katholischer Sonntagsgottesdienste (4,42 Millionen) übertroffen
hat.
Bei Gratulationen werde oft zu den guten Wünschen hinzugefügt.
„Die Gesundheit ist das höchste Gut“. Wenn dem so wäre, so müsste
hierfür der Staat in die Pflicht genommen werden. Gesundheit
ist seiner Auffassung nach ein hohes Gut, das es zu pflegen gilt.
Lütz lässt seine medizinischen Erkenntnisse tröpfchenweise in seine
„Lebenslust“-Philosophie einfließen und erkennen, dass die Lösung
im goldenen Mittelweg zu suchen ist. Wer’s im Allgemeinen bei
der Ernährung nicht übertreibt, der darf sich seiner Meinung nach
„mal einen Schweinshaxen und ein Doppelbock“ oder ein schönes
Stückchen Sahnetorte gönnen. Der Mediziner gibt auch seinem
Berufsstand gerne etwas Fett ab und vergleicht das Frage- und
Antwortspiel bei der Chefarztvisite im Krankenhaus mit einer
kirchlichen Prozession. Lütz zeichnet seinen Spannungsbogen
von einer medizinischen Überversorgung über „Kampagnen gegen
den Krebs“ bis hin zu seiner Definition vom „Sinn des Lebens“, dem
Genießen des Moments, der „Unwiederholbarkeit des Tuns“, und seiner
Schlussfolgerung: „Um gesund zu sein, muss man der Welt im Ganzen
zustimmen.“
Dass Lütz eine hohe Meinung von Behinderten hat und ihnen
besondere Fähigkeiten beimisst, kommt nicht von ungefähr: Der in
Bornheim bei Bonn lebende Arzt und Theologe gründete 1981 in Bonn
die integrative Behindertengruppe „Brücke-Krücke“. Er
bereitet ihre Jahresfahrten vor und nimmt rege an den
Veranstaltungen teil. Die Gruppe umfasst derzeit ca. 200 Behinderte
und Nichtbehinderte und unterhält zudem eine integrative
Wohngemeinschaft. Foto: SPK
30.09.2011
Warum sich Schmerzen ausbreiten
Millionen-Förderung für die Erforschung neuer
diagnostischer und therapeutischer Ansätze bei chronischen Muskel-
und Gelenkschmerzen / Forschungsverbund unter Federführung der
Heidelberger Universitätsklinik für Psychosomatik
Was tut sich in Muskeln, Gelenken, Nerven und Haut, wenn
Schmerzen nicht mehr abklingen, sondern sich im Gegenteil
ausbreiten? Wie kommt es, dass einige Patienten eine Ausbreitung
ihrer Schmerzen erfahren, während bei anderen Menschen die
Beschwerden z.B. auf den Rücken beschränkt bleiben?
Diesen Fragen gehen Wissenschaftler aus Heidelberg, Mannheim,
Mainz und Marburg nun gemeinsam im Rahmen eines neuen
Forschungsverbundes (LOGIN) auf den Grund. Ihr Ziel ist es, die
Ausbreitung chronischer Schmerzen aufzuklären und so neue
Ansatzpunkte für Diagnostik und Therapie zu identifizieren.
Koordinator des Gemeinschaftsprojektes, das vom Bundesministerium
für Bildung und Forschung mit 3,5 Millionen Euro gefördert wird,
ist Professor Dr. Wolfgang Eich, Spezialist für chronische
Schmerzen am Universitätsklinikum Heidelberg.
Etwa jeder Vierte in Deutschland leidet unter anhaltenden
Schmerzen der Muskeln und Gelenke in Rücken, Nacken, Schultern oder
Beinen, sogenannten chronischen muskuloskelettalen Schmerzen.
Chronisch sind diese Schmerzen dann, wenn sie trotz Einnahme von
Medikamenten oder Krankengymnastik nach drei Monaten noch
unverändert andauern. Teils fangen sie in einer umschriebenen
Stelle des Körpers an und breiten sich im Laufe der Zeit aus, so
dass Schmerzen im Knie, der Hüfte, den Schultern oder Armen
hinzukommen. Betroffene sind in ihren alltäglichen Bewegungen - z.
B. bei der Arbeit - erheblich eingeschränkt.
Ungeklärt ist bisher die Frage, warum zum Beispiel
Kreuzschmerzen ohne erkennbaren Grund andauern und warum plötzlich
auch an anderen Stellen des Körpers Schmerzen hinzukommen.
Ausbreitung kann dabei auf zweierlei Art und Weise verstanden
werden, nämlich zeitlich und örtlich. Wenn sich Schmerzen zeitlich
ausdehnen, wenn sie also über Monate andauern, spricht man von
chronischen Schmerzen. Wenn sie sich örtlich und von einem
Körperteil zum nächsten ausbreiten spricht man von Generalisierung.
Chronifizierung und Generalisierung sind die beiden bislang nicht
verstandenen Mechanismen, die eine Therapie erschweren.
"In unseren Projekten untersuchen wir mit einer breiten Palette
an Methoden, wie es dazu kommt, dass Schmerzen nicht abklingen,
sondern sich sogar ausbreiten", erklärt Professor Eich, Leiter der
Sektion für Integrierte Psychosomatik an der Klinik für Allgemeine
Innere Medizin und Psychosomatik des Universitätsklinikums
Heidelberg. Der Forschungsverbund umfasst sieben eng vernetze
Projektgruppen mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
Genaue Einteilung chronischer Schmerzen erlaubt gezielte
Therapie
Ein wichtiges Ziel der Verbundprojekte ist es, die Schmerzen
bestimmten Auslösern und Entstehungsmechanismen zuzuordnen, um für
jede Gruppe geeignete Behandlungsansätze zu entwickeln. Zudem
wollen die Wissenschaftler erforschen, wer besonders gefährdet ist,
Schmerzen an vielen Stellen des Körpers zu entwickeln, und warum.
"Solange wir die Mechanismen und Auslöser chronischer Schmerzen
nicht ausreichend verstehen, bleiben Therapien unspezifisch und nur
bedingt erfolgreich", so Eich.
Professor Dr. Siegfried Mense, Centrum für Biomedizin und
Medizintechnik Mannheim (CBTM), und sein Team untersuchen mit
anatomischen und physiologischen Methoden die Mechanismen die dazu
führen, dass sich chronische Rückenschmerzen in andere
Körperregionen ausbreiten. Den Zusammenhang von chronischen
Schmerzen und Depression sowie die Rolle körpereigener Signalstoffe
der Schmerzverarbeitung (Endocannabinoide), untersucht Professor
Dr. Beat Lutz, Universitätsklinikum Mainz.
Wie beeinflussen Depressionen oder soziales Umfeld das
Schmerzempfinden?
Für ein genaueres Verständnis der normalen Abläufe der
Schmerzentstehung und -verarbeitung sind Studien mit gesunden
Probanden unerlässlich: So untersucht Professor Dr. Martin Schmelz,
Universitätsklinikum Mannheim, den Einfluss bestimmter Proteine in
Nerven (Nervenwachstumsfaktoren) auf die Empfindlichkeit gegenüber
Schmerzen. Das Team um Professor Dr. Rolf-Detlef Treede, CBTM,
prüft mit Hilfe spezieller Reizverfahren, wie sich die
Tiefenschmerzwahrnehmung bei gesunden Probanden und
Schmerzpatienten mit und ohne generalisiertem Schmerz
unterscheidet.
Ziel der Studie von Professor Dr. Herta Flor, Zentralinstitut
für Seelische Gesundheit Mannheim, ist es u.a., die vom Gehirn
ausgehende Schmerzhemmung bei Patienten mit chronischem
Rückenschmerz und generalisiertem Schmerz (Fibromyalgie) zu
erfassen. Auch der Einfluss von Endocannabinoiden,
Wachstumsfaktoren und Psychotherapie wird dabei berücksichtigt. Das
Team um Professor Eich beschäftigt sich mit der Rolle psychischer
Erkrankungen wie Ängsten oder Depressionen bei der Wahrnehmung und
Verarbeitung von Schmerz und welche Auswirkungen dies auf
Schmerz-Biomarker hat. Wie sich der individuelle Umgang mit
Rückenschmerzen oder das soziale Umfeld der Patienten auf die
Ausweitung der Schmerzen auswirken und was einzelne Patienten davor
bewahrt eine Ausbreitung ihrer Schmerzen zu erfahren, ist
Forschungsgegenstand von Professor Dr. Annette Becker, Universität
Marburg.
Weitere Informationen im Internet: www.login-verbund.de/
www.klinikum.uni-heidelberg.de/Psychosomatik-des-Bewegungssystems.5547.0.htm
l
Kontaktinformation für Patienten:
Wenn Sie Interesse haben unsere Forschung zu unterstützen und
unter Rückenschmerzen leiden, können Sie sich per Telefon
(Projekttelefon mit Anrufbeantworter: 0621-1703-6321) unter Angabe
des Stichwortes "Chronische Schmerzen" mit uns in Verbindung
setzen. Ein Mitarbeiter des Forschungsverbundes wird Sie
kontaktieren und Ihnen nähere Auskünfte zur Studienteilnahme geben.
Wegen der erfahrungsgemäß großen Anzahl von Anrufen bitten wir Sie
um etwas Geduld.
Kontakt für Journalisten: Prof. Dr. med. Wolfgang Eich
Dipl.-Psych. Andreas Gerhardt Sektion Integrierte Psychosomatik
Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik Medizinische
Universitätsklinik Heidelberg Tel.: 06221 / 56 86 68 E-Mail:
andreas.gerhardt(at)med.uni-heidelberg.de Foto als Download:
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/fileadmin/pressestelle/images/20110926
_PM137_Forschungsverbund_LOGIN_Projektleiter.jpg Bildzeile: Von
links: Prof. Dr. S. Mense (Medizinische Fakultät Mannheim), Prof.
Dr. W. Eich (Verbundsprecher, Universitätsklinikum Heidelberg),
Prof. Dr. M. Schmelz (Universitätsmedizin Mannheim), Prof. Dr. A.
Becker (Philipps-Universität Marburg), Prof. Dr. B. Lutz
(Universitätsmedizin Mainz), dahinter Prof. Dr. R-D. Treede
(Medizinische Fakultät Mannheim), Prof. Dr. H. Flor (ZI-Mannheim).
Foto: Universitätsklinikum Heidelberg Universitätsklinikum und
Medizinische Fakultät Heidelberg Krankenversorgung, Forschung und
Lehre von internationalem Rang Das Universitätsklinikum Heidelberg
ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in
Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg
zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen
Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die
Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den
Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 10.000
Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In
mehr als 50 Departments, Kliniken und Fachabteilungen mit ca. 2.000
Betten werden jährlich rund 550.000 Patienten ambulant und
stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.600 angehende Ärzte in
Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht
an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in
Deutschland.
www.klinikum.uni-heidelberg.de Presse-
und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg und
der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
27.09.2011
Neuer Früherkennungstest für Herzinfarkt und Schlaganfall
cr. Speyer. “Vorbeugen
ist besser als Heilen” - eingedenk dieser Volksweisheit, die
wechselweise dem Vater aller medizinischen Wissenschaft,
Hippokrates und der Heiligen Hildegard von Bingen zugeschrieben
wird, hat jetzt PRAVO, das Praxisnetz Vorderpfalz - ein
Zusammenschluss engagierter niedergelassener Ärzte verschiedener
Fachrichtungen mit dem Ziel, “Medizin mit Qualität” sicherzustellen
- gemeinsam mit ausgewählten Betriebskrankenkassen (BKKen) und den
Landwirtschaftlichen Krankenkassen (LKKen) in Hessen,
Rheinland-Pfalz und dem Saarland eine neue, wegweisende Initiative
zur Früherkennung der Gefahr von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie
Herzinfarkt und Schlaganfall vorgestellt.
Bei einer Fortbildungsveranstaltung in Speyer konnten sich jetzt
Ärzte - Mitglieder von PRAVO - aus erster Hand über HRV (Herz Raten
Variabilität) und SRA (Schlaganfall Risiko Analyse), neuartige
Formen der Früherkennung informieren, die deutlich früher ansetzen
als die bisher bekannten Präventionsmaßnahmen es zu leisten
vermögen. Als Referenten dazu hatte PRAVO einen ausgewiesenen
Experten, Universitätsprofessor Dr. Werner Wittling vom Zentrum für
Neuropsychologische Forschung an der Universität in Trier gewinnen
können.
In seinen Ausführungen stellte Prof. Dr. Wittling zunächst die
Untersuchungsmöglichkeiten vor, anhand derer Ärzte schon bisher die
verschiedenen Risikofaktoren eines Patienten ermitteln konnten.
Doch dann, so Prof. Wittling, sei die Krankheit oft schon weit
fortgeschritten. “Was wir deshalb brauchen,” so der Experte,” sind
‘echte’ Frühindikatoren”.
Notwendig seien Möglichkeiten, zu erkennen, ob der Patient
aufgrund seines organischen Zustandes in Verbindung mit den von
außen auf ihn einwirkenden Stressfaktoren für eine
Herz-Kreislauf-Erkrankung prädisponiert sei. Dazu sei ein
entscheidender Fortschritt die Erkenntnis, dass die meisten
Erkrankungen im Herz-Kreislauf-System ihre Ursache in
Funktionsstörungen der übergeordneten neuralen Kontrollsysteme
haben. Eine zentrale Funktion komme dabei HRV, der
Herz-Raten-Variabilität zu, die wie ein hochempfindlicher
Seismograph auf sämtliche Signale aus dem Körperinneren und von
außen reagiert: Auf Funktionsinformationen der verschiedenen Organe
ebenso wie auf Gedanken und Gefühle - kurz: Auf alle Einwirkungen
von außen, die Stress in der unterschiedlichsten Form
erzeugten.
Die Herz-Raten-Variabilität messen zu können ermögliche es jetzt
deshalb, sowohl organische Fehlfunktionen im Herz-Kreislauf-System
wie auch den Körper von außen beeinflussendes Fehlverhalten in der
Lebensführung - zum Beispiel Rauchen oder übermäßigen Alkoholkonsum
- zu erkennen, noch ehe sie sich in einer feststellbaren Erkrankung
niederschlagen können. Eines der dann möglichen Krankheitssymptome
ist das gefürchtete Vorhofflimmern, bei dem die Pumpfunktion des
Herzens eingeschränkt wird. Dadurch können sich Blutgerinnsel
bilden, die - lösen sie sich ab und setzen sie sich dann in Gefäßen
des Gehirns oder des Herzens wieder fest - zu Hirnschlag oder
Herzinfarkt führen. Die Folgen sind dann oft dramatisch - bis hin
zum “Sekundentod”.
Mit Hilfe des PROCAM Scores, eines wissenschaftlich erprobten
und inzwischen in vollem Umfang anerkannten Testverfahrens kann das
individuelle Risiko eines Menschen ermittelt werden, innerhalb der
nächsten zehn Jahre einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu
erleiden.
Dazu werden “harte”, d.h. objektiv messbare Daten wie
Körpergewicht und Alter, aber auch die individuellen Risikofaktoren
wie Blutdruck, Diabetes und Cholesterin anhand einer Punkteskala in
die Risikobewertung mit einbezogen.
Legen dann die Ergebnisse des PROCAM-Testes ein erhöhtes Risiko
für den Patienten nahe, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall
zu erleiden, wird die Funktion seines Herzens einer gründlichen
kardiologischen Untersuchung unterzogen. Hierbei kommen die
HRV-Messung und - wenn erforderlich - die
Schlaganfall-Risiko-Analyse zum Einsatz.
Bei der HRV-Messung gewinnt der untersuchende Arzt untrügliche
Indizien dafür, ob das Herz des Untersuchten in der Lage ist,
unterschiedliche körperliche und seelische Belastungen gut
ausgleichen zu können.
Bei der Schlaganfall-Risiko-Analyse werden die im EKG
(Elektrokardiogramm) aufgezeichneten Herzströme mathematisch neu
bewertet, so dass der Arzt aussagekräftige Ansatzpunkte dafür
erhält, ob der Patient bereits in der Vergangenheit unter
Vorhofflimmern litt - auch wenn das Herz während der Messung normal
und im Takt schlug. Ist dies der Fall, wird der Patient ebenfalls
direkt einem Kardiologen zur weiteren Behandlung vorgestellt.
HRV und SRA sind also Methoden, durch die Menschen schon
lange vor dem Auftreten des Herzinfarkts oder des Schlaganfalls von
ihrer entsprechenden Gefährdung erfahren und eine entsprechende
medizinische Intervention möglich wird. Dazu werden modernste,
innovative Diagnoseverfahren eingesetzt, bei denen keine operativen
Eingriffe oder - wie der Mediziner sagt - allein nicht-invasive,
schmerz- und risikofreie Untersuchungen zum Einsatz kommen.
An der Risikofrüherkennung von Schlaganfall und Herzinfarkt
können alle Versicherten der per Vertrag mit PRAVO verbundenen
BKKen und LKKen kostenlos teilnehmen. Voraussetzung ist, dass bei
dem Versicherten nach dem Ergebnis des PROCAM-Testes ein erhöhtes
Risiko für einen Schlaganfall oder Herzinfarkt innerhalb der
nächsten zehn Jahre besteht oder dass sie bereits einen Herzinfarkt
erlitten haben.
Zuvor schon hatte Dr. Harald Schwacke, Chefarzt für Kardiologie
am Diakonissenkrankenhaus Speyer-Mannheim aus seinem Alltag
berichtet und darauf verwiesen, dass zum Beispiel beim Schlaganfall
noch immer ein Drittel der betroffenen Patienten unmittelbar nach
dem Vorfall versterben, ein weiteres Drittel mit zum Teil schweren
Einschränkungen dauerhaft pflegebedürftig bleibt und nur ein
Drittel in ein normales Leben - wenn auch mit lebenslanger weiterer
medizinischer Betreuung - zurückfindet. “Natürlich können wir
Risikogruppen wie zum Beispiel Diabetiker sehr gut beschreiben”,
betonte der Chefarzt, “und auch lifestyle-bedingte Risiken wie
Rauchen, Bewegungsmangel oder falsche Ernährung können durch
entsprechende Beratung wirksam behandelt werden”. Das Problem sei
allerdings, dass zu diesem Zeitpunkt die Erkrankung und damit die
Schädigung der Gefäße schon mehr oder weniger weit vorangeschritten
sei. Von daher käme den neuen Untersuchungsmethoden eine
außergewöhnliche Bedeutung zu.
Das unterstrich auch PRAVO-Vorsitzender Dr. Clemens Spiekermann,
der den Referenten für ihre wegweisenden Ausführungen dankte. “Ich
könnte Ihnen noch Stunden lang zuhören”, begeisterte sich der
niedergelassene Mediziner, der seinen Kollegen anbot, je eine
Mitarbeiterin bei PRAVO in die “Geheimnisse” von SRA und HRV
einführen zu lassen, um auch die organisatorischen Voraussetzungen
für die reibungslose Durchführung des Tests für die Patienten so
einfach wie möglich zu gestalten.
Angesichts der außergewöhnlichen Vorteile, die die neuen
Untersuchungsmethoden haben, lohnt es sich sicher auch für
Versicherte, die bei keiner der vorgenannten BKKen oder LKKen
versichert sind, mit ihrem Versicherer in Kontakt zu treten und
über die Kostenübernahme für den Test zu verhandeln - oder sich,
wenn der Versicherer die Kostenübernahme verweigert, dem Test, der
nur etwa 100,– bis 150,– EURO kostet, auf eigene Rechnung zu
unterziehen.
Das Leid, das dem Menschen durch die Teilnahme an dem Test
erspart werden kann und das oft genug auch die ganze Familie in
einen unbeschreiblichen Abwärtsstrudel zieht, ist sicher mit keinem
Geld der Welt aufzuwiegen.
Auskunft darüber, wo Sie sich diesem Test unterziehen können,
erhalten Sie über www.pravo.de, Anmeldungen für den
HRV/SRA-Test sind möglich über leitstelle@pravo.deoder per
Telefon über 06232-10 01 265 bzw. per Fax über 06232-10 01
26-9.
20.09.2011
Mehr als nur Geburtshilfe: Hebammen feiern Examen
Die Absolventinnen und Absolventen der Hebammenschule mit Schulleiterin Ute Bauer (rechts) und Lehrerinnen.
20 frisch examinierte Hebammen feierten am 14. September
ihren Abschluss an der Hebammenschule des
Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses Speyer.
Zunächst wurden die Absolventinnen in einem Gottesdienst in der
Mutterhauskapelle verabschiedet. Pfarrer Dr. Werner Schwartz,
Vorsteher der Diakonissen Speyer-Mannheim, wünschte ihnen für die
Zukunft Stärke und Zuversicht und „ein offenes Ohr für andere zu
haben und ihnen unterstützend zu begegnen“ - ganz im Sinne der über
150jährigen Diakonissen-Tradition.
Das offene Ohr und die Unterstützung anderer spielten auch in
der anschließenden Feierstunde mit Zeugnisübergabe eine wichtige
Rolle. So dankte Schulleiterin Ute Bauer eingangs Eltern, Freunden
und Verwandten sowie Lehrern und Praxisanleitern, dass sie die
Schülerinnen über drei Jahre ihrer Ausbildung begleitet und zum
Ziel geführt haben. Bauer ging außerdem auf die vielfältigen Rollen
von Hebammen ein, die weit über die Hilfe bei der Geburt
hinausgingen: „Hebammen begleiten und unterstützen Frauen heute
lange vor der Geburt und über die Geburt hinaus“, sagte sie.
Nachdem die Hebammen gemeinsam mit Schulleiterin Ute Bauer und
Kursleiterin Annette Weber den Hebammeneid abgelegt und ihre
Zeugnisse in Empfang genommen hatten, klang der Abend mit einem
bunten Programm aus: Die frisch Examinierten blickten auf ihre
Schulzeit zurück und Schülerinnen des nachfolgenden Kurses, die die
Feier organisiert hatten, gaben ihnen auf unterhaltsame Weise gute
Wünsche mit auf den Weg.
Ihren Hebammen-Abschluss feierten: Sabrina Fiener, Julia
Hagedorn, Anouk Harten, Samira Jacoby, Mirjam Jocham, Stefanie
Koch, Emma Kölsch, Alexandra Korschan, Stefanie Krah, Anne Krämer,
Amrei-Katharina Laukel, Julia Magsig, Elena Margherita Nauert,
Justine Nikolaitschik, Lisa Pabst, Anne Ritter, Ines Rodriguez
Martel, Martina Schmidt, Ida Teuchner, Antonia von Mirbach-Harff.
Diakonissen Speyer-Mannheim, Referat für Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit, Foto: sim
16.09.2011
„Lebenslang durch Alkohol“
Präventionsveranstaltung der Johann-Heinrich-Becher Schule
mit der Nidro
Von Franz Gabath
Speyer-
Schon seit einigen Jahren arbeiten die Jugend und
Suchtberatungsstelle Nidro aus Speyer und die Sozialpädagogische
Abteilung der Johann-Heinrich-Becher Schule in Sachen
Suchtberatung, Aufklärung und Prävention sehr eng zusammen. Das oft
unterschätzte Thema, Alkohol in der Schwangerschaft, war Anlass für
eine gemeinsame Veranstaltung von Berufsschule, Nidro so wie
FASworld e.V. Deutschland. FAS, das Fatale Alkohol Syndrom, ist
eine Behinderung bei Kindern, die durch Alkoholkonsum der Mutter
während der Schwangerschaft hervorgerufen wird und deren
Schädigungen nicht heilbar sind.
Angeboten wurde die Veranstaltung Schülerinnen und Schülern des
Berufsvorbereitungsjahres (BFJ), so wie der Berufsfachschule
Gesundheitspflege und Hauswirtschaft (BF 1). Katrin Lepke, die
stellvertretende Vorsitzende von FASworld war die richtige und
kompetente Ansprechpartnerin für die fast 100 Schülerinnen und
Schüler im großen Saal der Johann-Heinrich-Becher Schule.
Katrin Lepke und ihr
Mann haben ein Adoptivkind und zwei Pflegekinder im Alter von
einem, vier, so wie 10 Jahren die an FASD erkrankt sind. An Hand
einer Power-Point-Präsentation, mit Bilder,
von behinderten Kindern, die unter die Haut gingen,
schilderte Katrin Lepke die Auswirkungen der auftretenden
Behinderungen wie Minderwuchs, Untergewicht, Kleinköpfigkeit,
geistige und motorische Entwicklungsverzögerungen,
Verhaltensstörungen, geistige Behinderung, Herzfehlern oder
Gesichtsanomalien. Menschen mit FASD sind oft ihr ganzes Leben lang
auf Hilfe und Unterstützung von anderen Menschen angewiesen. Ein
Großteil ist nicht in der Lage ein eigenständiges, selbstbestimmtes
Leben zu führen. Jährlich werden in Deutschland ca. 4000 Kinder mit
FASD geboren. Die Dunkelziffer liegt hier bei 10 000 bis 15 000
Erkrankungen, da es in Deutschland keine Meldepflicht für diese
Erkrankung gibt. Die bisherigen Zahlen beruhen immer noch auf denen
von Prof. Löser aus den Jahre 1995. FASD ist keine Problematik die
ausschließlich in sogenannten Suchtfamilien auftritt. Es
betrifft Kinder aus allen Schichten der Gesellschaft.
Viele der jungen
Zuhörerinnen und Zuhörern im Alter von 16 bis 19 Jahren zeigten
sich tief betroffen, was aus den Zwischenfragen immer wieder
ersichtlich war. Dass nicht Drogen, Medikamente, oder Nikotin,
sondern Alkoholgenuss während der Schwangerschaft am
ausschlaggebendsten für etwaige Missbildungen oder Behinderungen
sind erstaunten die meisten der Jugendlichen. Alkohol ist, im
Gegensatz zu den meisten Drogen, die Nervengifte darstellen, ein
Zellgift. Die Schädigungen am Fötus können schon durch geringste
Mengen Alkohol ausgelöst werden. „Die Kinder werden im Mutterleib,
gerade in den ersten Wochen und Monaten von ihrer Größe aus
gesehen, regelrecht umspült vom Alkohol“ wie es eine erfahrene
Kinderkrankenschwester ausdrückte. Und die Fähigkeit den Alkohol
abzubauen ist bei der Mutter 10 mal stärker ausgeprägt als bei den
noch ungeborenen Kindern. Daher bleiben diese auch viel länger
alkoholisiert und der Alkoholspiegel sinkt viel langsamer.
Am eindrucksvollsten waren die persönlichen Schilderungen von
Katrin Lepke aus ihrem täglichen Leben. Wenn sie von den Problemen
in Kindergarten und Schule berichtete, dass die Entwicklung von
ihren Kindern derer gesunder Kinder hinterherhinkt, wurden die
jungen Zuhörer ganz still und aufmerksam. Und aus den Worten von
Lepke sprach zum einen die große Liebe die sie zu ihrem Adoptivkind
und den beiden Pflegekindern empfindet. Aber man merkte auch eine
große Traurigkeit. Eine Traurigkeit darüber, dass “ihren Kindern“
dieses Schicksal hätte erspart bleiben können ebenso wie den
tausenden anderen. „Kindern diese Behinderung zu 100 Prozent zu
ersparen ist ganz einfach“ betonte Katrin Lepke. Ihr
eindringliches Fazit das sie den Jugendlichen mitgab, und da sparte
sie die Männer nicht aus, war: „Denken sie um der ungeborenen
Kinder willen immer daran, kein Alkohol in der
Schwangerschaft“. „Schwanger? Dann null Promille“ ergänzte
Katrin Lepke mit Nachdruck.
Da es immer wieder
schwangere junge Mädchen unter den Schülerinnen der
Johann-Heinrich-Becher Schule gibt, war dieses
Veranstaltungsangebot nach den Worten von Jutta Weickenmeier, einer
der Sozialpädagoginnen an der Schule ein weiterer wichtiger
Meilenstein in der Präventionsarbeit für die jungen Menschen. „Dies
war ein weiterer Schritt die Zusammenarbeit mit der Berufsschule zu
intensivieren und auszubauen“ betonte Iris Löhr von der Nidro.
„Dass Alkohol neben den illegalen Drogen eine Bedrohung der
Gesundheit darstellt, versuchen wir sowieso zu vermitteln. Umso
wichtiger war es mit der Veranstaltung heute darauf hinzuweisen
welche verheerenden Folgen der Alkoholkonsum besonders in der
Schwangerschaft für die Ungeborenen haben kann. Bild fg
14.09.2011
Präzise, schonend und sicher dank neuster 3D-Technologie
Endoskopie-Zentrum am Universitätsklinikum Heidelberg
mit neuer 3D-Röntgenanlage / Präzisere Darstellung der Gallengänge
und der Bauchspeicheldrüse möglich.
Das Interdisziplinäre Endoskopie-Zentrum (IEZ) am
Universitätsklinikum Heidelberg ist seit September im Besitz einer
neuen 3D-Röntgenanlage. Damit können endoskopische Untersuchungen
an Gallengangsystem und am Gang der Bauchspeicheldrüse unter
gleichzeitiger Röntgenkontrolle präziser als bisher durchgeführt
werden. Besonders Patienten mit komplexen Erkrankungen dieser
Organe kommt die neue Methode, mit der selbst kleinste
Gangstrukturen sichtbar gemacht und mögliche Veränderungen
behandelt werden können, zugute. Ein Gerät mit vergleichbaren
Eigenschaften, das im Bereich der Endoskopie zum Einsatz kommt, gab
es bisher in Baden-Württemberg noch nicht.
Das neue Röntgengerät ermöglicht eine 180 Grad-Rotation um den
Patienten und dank einer 3D-Rekonstruktion der gewonnenen
Bilddokumente eine präzisere und höher auflösende Darstellung als
bisher. Die neue Technologie kommt vor allem bei schwerkranken
Patienten mit bösartigen Tumoren oder Metastasen im Bereich von
Leber, Gallengängen und der Bauchspeicheldrüse, die mit einer
Abflussstörung der Verdauungssäfte einhergehen, zum Einsatz sowie
vor oder nach Operationen. Auch chronisch-entzündliche
Lebererkrankungen, die zu einer narbigen Verhärtung und Verengung
der Gallenwege führen, können besser entdeckt und sicherer
therapiert werden.
Schneller und schonender Eingriff für den
Patient
"Mit Hilfe des neuen Geräts lässt sich der Eingriff für den
Patienten schneller, schonender und präziser als bisher
durchführen", erklärt Privatdozent Dr. Peter Sauer,
gastroenterologischer Leiter des IEZ. Patienten profitieren
weiterhin von einer geringeren Strahlenbelastung, Mitarbeiter
zusätzlich von einer besseren Bedienbarkeit. "Insgesamt erhöhen
sich die diagnostische Qualität und therapeutische Sicherheit
deutlich", weiß Viszeralchirurgin Dr. Anja Schaible, die das
Zentrum zusammen mit PD Dr. Peter Sauer leitet.
Die 3D-Anlage kommt u.a. bei der ERCP ("endokopisch retrograde
cholangio-pancreaticographie") zum Einsatz. Bei dieser Untersuchung
führt der Mediziner dem Patienten über Mund, Speiseröhre und Magen
das Endoskop - ein biegsamer Schlauch, mit dem man in Hohlräume des
menschlichen Körpers blicken kann - bis in den Zwölffingerdarm. In
ihn münden über eine kleine Öffnung der Hauptgallengang und der
Gang der Bauchspeicheldrüse. Über einen winzigen Katheter injiziert
der Arzt Kontrastmittel, wodurch die Gänge auf einer
Röntgenaufnahme sichtbar werden. Diese lassen sich dann wiederum
dreidimensional darstellen.
Endoskopie-Zentrum wegweisend für
Deutschland
Im Interdisziplinären Endoskopie-Zentrum, das im August 2011
sein 5-jähriges Bestehen feierte, werden im Jahr etwa 10.700
endoskopische Eingriffe durchgeführt. Dazu gehören neben den
Untersuchungen an Galle und Bauchspeicheldrüse auch Spiegelungen
von Speiseröhre, Magen, Dünn- und Dickdarm. Der interdisziplinäre
Charakter des IEZ -neben einem hochqualifizierten Pflegeteam
arbeiten hier vier Mediziner aus Gastroenterologie und Chirurgie in
einem "Kernteam", weitere Ober- und Assistenzärzte sowie ein
eigener Anästhesist Hand in Hand - ist wegweisend für Deutschland.
Pressemitteilung des Universitätsklinikums Heidelberg
09.09.2011
Nach nur 25 Minuten war das Hirngefäß wieder durchblutet
Neurologen
und Neuroradiologen des Universitätsklinikums Heidelberg behandeln
Schlaganfall mit einem neuen technischen Gerät /
Ergebnisse in "Stroke" und "American Journal of Neuroradiology"
veröffentlicht
Brunhilde Wecker hatte noch einmal Glück. Die 64-Jährige wurde
Ende August mit einem akuten Schlaganfall in das
Universitätsklinikum Heidelberg eingeliefert. Mediziner der
Abteilungen für Neurologie und Neuroradiologie entfernten ihr mit
einem neuartigen Gerät einen Thrombus - ein Blutgerinnsel, das die
linke Hals- und Hirnschlagader verstopfte - aus dem Gefäß. Der
Eingriff mit dem sogenannten Stent-Retriever-System, der in diesem
Fall nur 25 Minuten dauerte, wird bei Patienten durchgeführt, die
einen akuten Schlaganfall mit einem Gefäßverschluss haben. Die
ersten Ergebnisse dieses mechanischen Verfahrens, das in der
Neurologischen Klinik zum Einsatz kommt, wurden jetzt durch die
Heidelberger Mediziner in den renommierten Fachzeitschriften
"Stroke" und "American Journal of Neuroradiology"
veröffentlicht.
Patientin war in Lebensgefahr
"Die Patientin hatte einen kompletten, etwa einen Zentimeter
langen Verschluss der linken Halsschlagader am Übergang zur
mittleren Gehirnarterie", berichtet Professor Dr. Martin Bendszus,
Ärztlicher Direktor der Abteilung für Neuroradiologie. Durch den
Gefäßverschluss, der mit einer kompletten Lähmung der rechten
Körperhälfte sowie einer Sprachstörung einhergegangen war, hätte
die Patientin schwerste bleibende Schäden davon getragen oder wäre
im schlimmsten Fall sogar gestorben. "Nach dem Eingriff kann die
Patientin wieder selbständig gehen und sprechen", freut sich
Professor Bendszus über das Ergebnis der neuen Methode.
Bei der Behandlung, die in der akuten Notfallsituation kurz nach
Eintreffen der Patientin in der Klinik durchgeführt wurde, handelt
es sich um ein sog. endovaskuläres Verfahren: Hierbei wird ein
Katheter über die Leistenschlagader unter Röntgenkontrolle bis in
das hirnversorgende Gefäß geführt. "Über diesen Katheter haben wir
das winzige Instrument bis in den Bereich des Verschlusses
geschoben und das für den Schlaganfall verantwortliche
Blutgerinnsel entfernt", erzählt Dr. Stefan Rohde, Oberarzt der
Abteilung für Neuroradiologie. Die Methode kommt nur zum Einsatz,
wenn die Patienten innerhalb der ersten fünf Stunden nach dem
Schlaganfall in eine spezialisierte Klinik kommen.
Durchblutung umgehend wieder hergestellt
Und wie funktioniert die Entfernung? "Im Bereich des
Verschlusses dehnt sich das Gerät zu einem gitternetzartigen
Körbchen aus, drückt den Thrombus an die Gefäßwand und stellt
wieder eine sofortige Durchblutung her. Beim Entfernen des Geräts
bleibt das Gerinnsel in der Gitterstruktur hängen und wird mit
hinaus gezogen, das Gefäß ist wieder frei", erklärt Dr. Rohde, der
die Sektion für Interventionelle Neuroradiologie leitet.
Professor Dr. Werner Hacke, Ärztlicher Direktor der
Neurologischen Klinik, sieht in der Methode eine neue
Behandlungsoption für Patienten mit akutem Schlaganfall:
"Möglicherweise ist die zusätzliche mechanische Entfernung der
alleinigen Lysetherapie überlegen." Bei der Lysetherapie wird den
Patienten ein Medikament in die Blutbahn verabreicht, welches das
Blutgerinnsel chemisch auflösen soll. Ob das neue Vorgehen die
besseren Ergebnisse bringt, zeigen in der Zukunft wissenschaftliche
Studien. Diese befinden sich bereits - unter Federführung der
Heidelberger Mediziner - in konkreter Planung.
Brunhilde Wecker ist mittlerweile wieder aus dem Krankenhaus
entlassen. An den Tag des Schlaganfalls hat sie nur noch wenig
Erinnerung: "Nach dem Aufstehen konnte ich plötzlich mein rechtes
Bein sowie meinen rechten Arm nicht mehr bewegen und nicht mehr
sprechen", so die vereidigte Buchprüferin und Steuerberaterin aus
Neckargemünd. "Da hat mein Mann direkt die 112 gewählt und ich
wurde umgehend nach Heidelberg in die Klinik gebracht. Dann weiß
ich nichts mehr." Die schnelle Reaktion des Ehemanns, der sofortige
Transport nach Heidelberg und die umgehende Thrombusentfernung
retteten der 64-Jährigen vermutlich das Leben. Denn Zeit ist bei
einem Schlaganfall der entscheidende Faktor: Je länger das Gehirn
nicht mit Blut versorgt wird, desto gravierender sind die Schäden,
die der Patient davonträgt.
Jeder Schlaganfall ist ein Notfall
Aus diesem Grund ist jeder Schlaganfall ein Notfall und muss
umgehend in einer spezialisierten Klinik, die über eine
Schlaganfall-Station verfügt, behandelt werden. Typische Symptome
sind plötzlich auftretende Lähmungen sowie Schluck-, Sprach- und
Sehstörungen. Ursache für die meisten Schlaganfälle sind Gerinnsel,
die in die Blutbahn gelangen und zum Verschluss der Gefäße im
Gehirn führen. Dadurch wird das dahinter liegende Gewebe nicht mehr
versorgt und stirbt ab. Der Schlaganfall, an dem jährlich etwa
200.000 Menschen erkranken, ist mittlerweile die dritthäufigste
Todesursache in Deutschland.
Pressemitteilung Universitätsklinikum Heidelberg
08.09.2011
In Schweden bald Cannabis auf Rezept

In Schweden gibt es
medizinisches Cannabis bald auf Rezept. Das berichtet der
schwedische TV-Sender svt auf seiner Webseite. Die schwedische
Arzneimittelzulassungsstelle „Läkemedelsverket“ ist kurz davor, ein
Mundspray, das eine Marijuana-Substanz enthält, für MS-Kranke
zuzulassen.
In den USA ist es gang und gebe, Patienten mit Schmerzen und
Depressionen Cannabis zu verschreiben. In Schweden soll Cannabis
jetzt als Mittel für Patienten mit Mulitipler Sklerose zugänglich
sein. „Um von Cannabis high zu werden, braucht man schon eine hohe
Dosis“, erklärt Hans Sjögren vom Läkemedelsverket, „bei
medizinischem Cannabis handelt es sich um relativ kleine Dosen, das
dann ins Blut gelangen. Einen Kick bekommt man dabei sicherlich
nicht“, urteilt Sjögren.
MS bewirkt Schäden im Gehirn und im Rückenmark, die Betroffenen
bekommen oft Probleme wie Muskelkrämpfen und werden oft ganz steif.
Cannabis kann die Symptome lindern indem es als Mundspray unter die
Zunge gesprüht wird, wie verschiedene Untersuchungen laut Hans
Sjögren beweisen. Cannabis auf Rezept ist auch heute schon legal in
Schweden, aber der Weg, es zu bekommen, ziemlich weit.
Um das Cannabis-Medikament zu verschreiben, muss der Arzt muß eine
Sondergenehmigung vom Läkemedlesverket erwirken. Die wiederum, wenn
erteilt, besagt, dass die am nächsten liegende Apotheke per
Spezialtransport das Medikament liefern lassen kann. Ungefähr
13.000 MS-Patienten gibt es heute in Schweden, lediglich an die 50
Patienten erhalten Cannabis. Hans Sjögren glaubt nicht, dass die
Zulassung des Medikaments für Schweden ein Problem darstellt. Die
Herstellerfirma rechnet bereits damit, das Medikament zum
Jahresende auf den Markt zu bringen.
jüs
19.08.2011
Erweiterung der Geburtshilfe am Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer, Hilgardstr. 26, Speyer
Anlieferung der Module am 25. und 26. August 2011
Im Rahmen der Erweiterung und Modernisierung der
geburtshilflichen Abteilung am Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus
Speyer werden in der Woche vom 22. bis 25. August 2011 die
Raummodule angeliefert, in denen drei Kreißsäle sowie Patienten-,
Schwestern- und Arztzimmer entstehen:
- Nach
umfangreichen Vorarbeiten wird am Mittwoch, dem 24. August, ab 11
Uhr der knapp 50 Meter hohe Kran mit einer Hubleistung von 450
Tonnen und einer Reichweite von 46 Metern geliefert und
bis ca. 17 Uhr aufgebaut.
- Am 25.
und 26. August werden insgesamt 19 Raummodule in der Hilgardstraße
angeliefert und per Kran auf das Erdgeschoss gehoben.
- Die
Anlieferung der Module erfolgt an beiden Tagen von 7.00 Uhr bis ca.
17.00 Uhr im Stundentakt.
- Die
Größen der Module reichen von 6,40m x 4,60m x 3,97m bis 17,50m x
4,30m x 3, 97m, ihr Gewicht von 10,5 bis 26,5 Tonnen.
- Das
größte Modul mit einer Fläche von 75,30 m² und einem Gewicht von
26,5 Tonnen wird am Freitag, dem 26. August, ab 7.00 Uhr an der
Krankenhauskapelle vorbei an seinen Platz auf dem Erdgeschoss des
Krankenhauses geschwenkt.
Die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am
Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer ist mit über 2.000
Geburten im Jahr die geburtenstärkste Klinik in
Rheinland-Pfalz.
Durch die Baumaßnahme wird die geburtshilfliche Abteilung des
Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses um einen Kreißsaal erweitert,
die Geburtshilfe in einer Etage zusammengelegt und der Komfort für
werdende Mütter und junge Familien vergrößert. Voraussichtliche
Eröffnung im Februar 2012. Dr. Katja Jewski, Referat für
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Diakonissen
Speyer-Mannheim
12.08.2011
Abschlussfeier der Pflegerischen Schulen am Diakonissen-Stiftungskrankenhaus
Speyer: „Kleines Senfkorn Hoffnung“
Von Franz Gabath
In einer
eindrucksvollen Abschiedsfeier wurden 29 Absolventen, darunter ein
Mann, nach ihrer Ausbildung in den Fachrichtungen
Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und
Kinderkrankenpflege, so wie Altenpflege an den Pflegerischen
Schulen des Diakonissen-Stiftungskrankenhauses Speyer, ins
Berufsleben entlassen.
Die jungen Damen und der Herr versammelten sich in der Kapelle
des Diakonissenmutterhause zu einem Gottesdienst, den die frisch
Examinierten mitgestalteten. Geschmückt war der Altar mit Kerzen
und einem stilisierten Baum. Ausgehend von diesem Symbol, dem Baum,
spannte Schwester Oberin, Isabelle Wien, die den Gottesdienst
leitete, einen Bogen zum Leben der jungen Damen und Herren, wie
eigentlich zum Leben eines jedes Menschen. Bezugnehmend auf Psalm
1, der vom Baum und den Wurzeln zu Gott spricht, mahnte Schwester
die Jungen Menschen ihre Kraft aus dem Glauben zu schöpfen. „Im
Moment glauben sie, sie könnten Bäume ausreißen, so wie sie auf der
anderen Seite während der Ausbildung manchmal den Wald vor lauter
Bäumen nicht sahen“ scherzte eine sichtlich gelöste Schwester
Oberin.
Dann mahnte
sie aber auch Dieses an. „In ihrem Beruf, in dem sie für
Andere, da sind, sind tiefe Wurzeln mit das Entscheidende.
Der Akku ist oft sehr schnell leer“ führte die Diakonissin
eindringlich aus.“ Und da brauchen sie immer wieder einen
Ausgleich, der auch in Gottes Wort liegen kann“ fügte Schwester
Jsabelle hinzu. „Und ich wünsche ihnen, dass das kleine Senfkorn
Hoffnung, das wir eben im Lied besungen haben, auch in ihnen zu
einem starken Baum heranwächst, mit tiefgründenden Wurzeln, einer
mächtigen Krone die vielen Bewohnern Platz bietet, so wie viel
Blätterwerk, dass die Sonne einfangen kann und ihnen den nötigen
Sauerstoff zum Leben spendet“ schloss Schwester Isabelle ihre
Predigt.
Zum Andenke an die zurückliegende Ausbildungszeit überreichte
die Leiterin der Pflegerischen Schulen, Tanja Schaller, den
Absolventinnen und Absolventen einen Schlüsselanhänger an dem eine
kleine Holzscheibe befestigt war. Eine Holzscheibe die nur auf eine
Seite bearbeitet war. Die andere Seite ist noch sägerau. Ein Symbol
für das Leben der jungen Damen und Herren, das sich auch noch
abschleifen muss, aufbauend auf einer fundierten Ausbildung, die
vollen Zukunft steckt, wie Tanja Schaller betonte.
Wie gelöst die
jungen Damen und Herren waren, nachdem der ganze Prüfungsdruck von
ihnen genommen war, merkte man als sich die 29 festlich gekleideten
Absolventinnen der Absolvent im Chorraum versammelten und gemeinsam
„o happy Days“ anstimmten und mit ihren frischen Gesang die
Besucherinnen und Besucher mitrissen.
Nach dem Gottesdienst gab es aus den Händen von Tatjana Schaller
und Michael Wendelken, dem Leiter des Bildungszentrums, in der Aula
des Mutterhauses die heiß ersehnten Examenszeugnisse gemeinsam mit
einer Rose.
Mit einem Umtrunk endete eine Abschlussveranstaltung der
Pflegerischen Schulen am Diakonissen-Stiftungskrankenhaus Speyer,
der den 29 Absolventen sicher in bleibender Erinnerung bleiben wird
Die Absolventinnen und der Absolvent der Fachrichtung
Gesundheits- und Krankenpflege: Alena Barkov,
Tara-Michelle Bauer, Lucie Horakova, Sandra Hornig, Lisa Jabs,
Funda Kilic, Andrea Kosche, Viktoria Kwiring, Jessica Link, Gladys
Cherop Most, Carolin Münster, Irina Nedilko, Denise Platz, Nadja
Rückert, Bettina Schlechmair, Anna Stadler, Jens Westerweller,
Nataliya Zosymchuk
Die Ausbildung Gesundheits- und Kinderkrankenpflege
beendeten: Lisa Anken, Maike Beenen, Bettina Degelow,
Katharina Hirth, Melanie Meister, Nadine Schlieter, Gwendolyn
Schmitt, Franziska Schott, Julia Stephan, Franziska Weiß.
Zur Altenpflegerin ausgebildet wurde Janine
Tröbs
Fotos: sim und fg
11.08.2011
„Pflegenotstand? Nicht mit uns!“
Über das bestandene Examen können sich in diesem Jahr freuen: Marc Andreas, Beste Aydogmus, Laura Beiner, Tobias Brandenburger, Kelly Feuerbach, Neslihan Gökcen, Anne-Kathrin Halter, Kristine Hery, Anne Hilzendegen, Nicole Jemba, Darja Jurgenson, Lisa Löchel, Madeleine Mappes, Patricia Mayer, Jessica Müller, Tanja Netter, Corina Petrantonakis, Franziska Rech, Samina Ruhig, Nadja Schmunk, Kursleitung: Mathias Adam
Schule für Gesundheits- und Krankenpflege am
St.-Vincentius-Krankenhaus verabschiedet 20 motivierte
Absolventen
Unermessliche Hochrechnungen beschäftigen Deutschland derzeit
bezogen auf den steigenden Bedarf an Pflegefachkräften für die
kommenden Jahre und Jahrzehnte. Von über 60 000 offenen Stellen bis
2020 ist teilweise zu lesen. Wachsenden Zahlen von
pflegebedürftigen Menschen stehen immer weniger Nachwuchspflegende
gegenüber. Und während politisch noch heiß diskutiert wird, ist die
Realität in den Bereichen der Gesundheitsversorgung, vom
Akutkrankenhaus über die ambulante bis zur stationären Altenpflege,
bereits angekommen. Das Ringen um qualifizierte Gesundheits- und
Krankenpfleger/ -innen sowie Altenpfleger/ -innen hat längst
begonnen. Vorbei die Zeiten, in denen Absolventen aus Pflegeberufen
um einen Arbeitsplatz bangen mussten.
So konnten die frisch examinierten Gesundheits- und
Krankenpfleger/ -innen bei der Übergabe ihrer Abschlusszeugnisse
durch den Prüfungsvorsitzenden Karl-Heinz Knoche am 9. August auch
überglücklich strahlen. Die drei Jahre langes Lernen und Üben haben
sich für alle bezahlt gemacht - alle Kursteilnehmerinnen und
-teilnehmer haben die Prüfung bestanden.
Seit 1952 werden im St.-Vincentius-Krankenhaus Speyer
Pflegefachkräfte ausgebildet. Über 1000 Absolventen sind aus der
hauseigenen Schule für Gesundheits- und Krankenpflege
hervorgegangen. Und viel hat sich in der Zeit getan. Z.B. wurden
die Möglichkeiten für eine Spezialisierung nach der Grundausbildung
immer Vielseitiger. Alleine die sechs Schülerinnen, die 2011 im
Vincenz bzw. dem Krankenhaus Zum Guten Hirten, Oggersheim (in
gleicher Trägerschaft) bleiben, haben sich für ganz
unterschiedliche Bereiche entschieden. Tanja Netter und Samina
Ruhig wollen sich in das Intensivfach einarbeiten, Kristine Hery
und Corina Petrantonakis dagegen interessieren sich für die
psychiatrische Pflege. Aber auch die Arbeit auf allgemeinen
Pflegestationen des Krankenhauses bietet spannende Möglichkeiten.
So wird Darja Jurgenson künftig das Team einer
unfallchirurgisch-orthopädischen Station verstärken während
Neslihan Gökcen sich derzeit in der Inneren Medizin am wohlsten
fühlt. „Und wenn ich dann genug Berufserfahrung gesammelt habe,
kann ich ja immer noch studieren…“ lacht eine der Schülerinnen
fröhlich.
Doch vor dem Ernst des Lebens wurde heute nach einer praktischen
sowie jeweils drei schriftlichen und mündlichen Prüfungen erst
einmal gefeiert: Zunächst lud die Krankenhausleitung am späten
Nachmittag zu einem festlichen Buffet in die Aula ein. Der Abend
klang dann gemütlich auf der von den Absolventen selbst
organisierten Examensparty in einer Gaststätte in Speyer aus.
Mit 26 Teilnehmern startet ab dem 1. September ein neuer Kurs in
das 60. Jubiläumsjahr der Schule für Gesundheits- und
Krankenpflege.
Bei Interesse an einer Ausbildung ab September 2012 richten Sie
bitte Ihre schriftliche Bewerbung an: Schule für Gesundheits- und
Krankenpflege am St.-Vincentius-Krankenhaus, Holzstraße 4a, 67346
Speyer. Über Aufnahmevoraussetzungen können Sie sich im Internet
unter www.vincentius-speyer.de
informieren.
Stefanie Weiß, Qualitätsmanagerin im Gesundheits- und
Sozialwesen (DGQ) St.-Vincentius-Krankenhaus Speyer
10.08.2011
Neues Weaning-Zentrum Speyer am St.-Vincentius-Krankenhaus Speyer
Als ich das Vincenz verließ hatte ich 17 neue Freundinnen und Freunde. Fr. Dr. Schlegl vorne links und das Intenisv-Pflegeteam, Hr. Hessel in der Mitte.
Speyer (Weiß). Der 65jährige Harlad Hessel musste nach einer
Not-Operation für längere Zeit künstlich beatmet werden.
Verkompliziert wurde seine Situation zusätzlich durch eine bereits
vorher bestehende chronisch obstruktive Lungenerkrankung
(COPD). Durch die Entwöhnung von der künstlichen Beatmung
("Weaning") im neu eingerichtete Weaning-Zentrum Speyer am
St.-Vincentius-Krankenhaus kann er heute ohne Beatmungsgerät
leben,welches ihn für immer ans Bett gefesselt hätte.
Feldwebel a. D. Harald Hessel, heute 65, hatte im
Sicherheitsdienst seiner Kaserne 48 Mann unter sich und war es
gewohnt, den Ton an zu geben. Umso schwerer fiel es ihm schon mit
57 Jahren in den Frühruhestand zu müssen, weil Herz und Lunge nicht
mehr mitspielten. Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
lautete die Diagnose, die ihm nach und nach den Atem raubte. Trotz
der Schwere seiner Erkrankung konnte er jedoch seinen Alltag
gut meistern. Er war in seiner Wohnung in der Nähe von Darmstadt
mobil, konnte Treppen steigen und seinem Hobby nachgehen – Computer
zusammen bauen und programmieren.
Erst eine Blinddarmentzündung wurde ihm zum Verhängnis. Er hatte
die Bauchschmerzen zu lange nicht ernst genommen und wollte auch
partout nicht in ein Krankenhaus. Eine Not-Operation rettete ihn
schließlich nach einem Blinddarmdurchbruch. Die OP gut
überstanden verlief zunächst alles normal, bis eines Nachts dann
Magensäure in seine Atemwege und in seine Lunge geriet und das
Gewebe dort verätzte. Seine ohnehin stark eingeschränkte
Lungenfunktion verschlechterte sich so, dass er an ein
Beatmungsgerät musste. Zwei mal wurde der 65jährige auf der
Intensivstation wieder belebt. Durch seine Vorerkrankung schien es
unmöglich, ihn je wieder von der künstlichen Beatmung entwöhnen zu
können. Er wurde immer schwächer und hatte innerlich bereits
resigniert, wie Harald Hessel rückblickend zugibt.
Der Fachbegriff für die Entwöhnung von der künstlichen
Beatmung durch Geräte lautet „Weaning“. Problemlos läuft dieser
Prozess in der Regel, wenn die Phase der künstlichen Beatmung nur
kurz ist, z.B. während oder nach einer Operation oder wenn die
Haupterkrankung nicht die Lunge betrifft. Eine große
Herausforderung stellt die Beatmungsentwöhnung dagegen bei
Patienten dar, die entweder sehr lange künstlich beatmet waren oder
bereits vor der Beatmung eine gestörte Lungenfunktion hatten.
Spezielle Geräte müssen dann eingesetzt werden, die durch oft
tägliche Veränderung der Einstellungen die Spontanatmung der
Patienten nach und nach immer weniger unterstützen. Der eigene
Atemantrieb muss Schritt für Schritt wieder normalisiert werden und
das oft über mehrere Wochen hinweg.
Neben der Atmung sind durch langwierige, schwere
Krankheitsphasen meist auch andere Körpersysteme betroffen. Muskeln
bauen sich ab, Gelenke versteifen, das Schlucken und damit auch die
Nahrungsaufnahme fällt durch die Kanüle in der Luftröhre schwer,
häufig arbeiten die Nieren nicht mehr normal. Die Patienten sind
allgemein sehr geschwächt. Hinzu kommt die psychische Belastung,
wie auch Harald Hessel eindrücklich berichtet. Irgendwann sei ihm
jede Bewegung zu viel gewesen, er fühlte sich ausgeliefert. Am
liebsten hätte er einfach aufgegeben und wäre in Ruhe gestorben.
Doch dagegen hatte seine Frau etwas, die trotz des harten Winters
jeden zweiten Tag die lange Fahrt nach Speyer auf sich nahm, um
ihren Mann zu besuchen. In das neu eingerichtete Weaning-Zentrum
Speyer am St.-Vincentius-Krankenhaus hatten seine behandelnden
Klinik-Ärzte ihn verlegt, nachdem auf seiner Heimatintensivstation
alle Versuche der Beatmungsentwöhnung fehlgeschlagen waren. Die
Alternative wäre eine Entlassung mit Beatmungsgerät gewesen, eine
so genannte Heimbeatmung. Er wäre fortan ans Bett gefesselt gewesen
- seine Prognose war schlecht.
Weaning als Spezialgebiet etabliert sich in der Medizin erst
seit zirka 15-20 Jahren. Interdisziplinäre Zusammenarbeit ist bei
der Beatmungsentwöhnung gefragt. Die Patienten brauchen
insbesondere spezielle Betreuung durch Lungenfachärzte
(Pneumologen), Intensivmediziner und -Pflegepersonal sowie
Physiotherapeuten. Eine Vielzahl an modernen Geräten ist nötig, um
den Patienten das eigenständige Atmen wieder „anzutrainieren“ und
die regelmäßigen, begleitenden Kontrollen der Lungenfunktion
durchzuführen. „Auf Intensivstationen eines Akutkrankenhauses ohne
Weaning-Schwerpunkt ist man nicht darauf eingestellt, Patienten
über Wochen hinweg nur wegen der Atemproblematik zu betreuen. Die
vorhandenen Kapazitäten und geregelten Abläufe sehen vor, dass sie
auf eine normale Station verlegt werden, sobald die Grunderkrankung
beherrscht werden kann“ erklärt Dr. Oliver Jung, Pneumologe am
Weaning-Zentrum Speyer. Vier Weaning-Plätze gibt es auf der
Intensivstation im St.-Vincentius-Krankenhaus seit Oktober 2010.
„Die meisten Weaning-Spezialabteilungen sind bisher an
Lungenfachkliniken, wie z.B. an der Thoraxklinik in Heidelberg,
angesiedelt. Unser Modell, integriert in ein Krankenhaus der Grund-
und Regelversorgung, ist in der Umgebung ein Novum“, so Jung. Die
Patienten profitieren dabei von den Möglichkeiten aller
Fachabteilungen des Krankenhauses gemeinsam. Es besteht eine enge
Zusammenarbeit mit Internisten, Nierenfachärzten, Chirurgen und
Urologen. So stellt die Mitbehandlung von Grund- und
Nebenerkrankungen direkt vor Ort kein Problem dar. Es besteht die
Möglichkeit zur Nierenersatztherapie (Dialyse) und zur
chirurgischen Versorgung eventueller Druckgeschwüre (Dekubitus).
Eine Verlegung von einer anderen Intensivstation zur
Beatmungsentwöhnung nach Speyer kann so relativ früh im
Behandlungsprozess erfolgen.
„Die Patienten brauchen besonderen Zuspruch und intensive
Betreuung entlang eines strukturierten Konzeptes für alle
beteiligten Berufsgruppen. Obwohl die Behandlung sehr zeitaufwendig
ist, sind unsere Mitarbeiter äußerst motiviert bei der Sache“
berichtet Dr. Klaus-Peter Wresch, Chefarzt der Anästhesie und
Intensivmedizin und Leiter des Weaning-Zentrums am
St.-Vincentius-Krankenhaus. „Denn gerade weil Weaning-Patienten so
lange auf der Station leben, bleibt Zeit eine persönliche Beziehung
zu ihnen aufzubauen und sich an jedem noch so kleinen Fortschritt
zu freuen.“ Die persönliche Betreuung im St.-Vincentius-Krankenhaus
ist auch das, was Harald Hessel besonders beeindruckt hat. „In
einigen Situationen wurde durch Ärzte und Schwestern auch einmal
Tacheles mit mir geredet. Wenn es zum Beispiel um meine fehlende
Motivation zum Essen oder zum Sitzen außerhalb des Bettes ging.
Doch gerade die klaren Worte in Verbindung mit der fürsorglichen
Betreuung haben mich zum Nachdenken gebracht und mir gezeigt, dass
es ohne meine Mithilfe nicht geht. Vor allem diese moralische
Unterstützung hat mich wieder auf Vordermann gebracht.“ Nach vier
Monaten in Speyer konnte Harald Hessel nach Hause entlassen werden.
Eine Verschlechterung seiner Lungenfunktion zwingt ihn zwar nun
dazu, in der Nacht eine Atemhilfe zu benutzen aber auch diese
Weiterbetreuung und Nachsorge kann in Speyer problemlos geleistet
werden – und er kommt gerne wieder.
Im Park sitzen und die Natur
genießen - noch vor wenigen Wochen wäre das undenkbar
gewesen
24.03.2011