Speyer-Kurier
Böhl-Iggelheim
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In der Iggelheimer Sandgasse wird wieder gesungen

Sängervereinigung Iggelheim

Böhl-Iggelheim- Die Sommerferien sind bald vorbei und bei den Igglemer Sängern wird wieder gesungen.

Die Chorproben für die Erwachsenenchöre im Sängerheim in der Iggelheimer Sandgasse beginnen nach der Sommerpause wie folgt:

Frauenchor:

Mittwoch, 24. August 2016 um 18:30 Uhr

Männerchor:

Mittwoch, 24. August 2016 um 20:15 Uhr

SandyLane:

Donnerstag, 25. August 2016 um 19:00 Uhr

Hier sind neue Sängerinnen und Sänger herzlich willkommen!

Unser geselliges Vereinsleben finden Sie auch unter www.saenger-iggelheim.de

Termin zum Vormerken:

Freitag, 09.09.2016 bis Sonntag, 11.09.2016 Sommerfest!!

Die Sängerinnen, Sänger und Vorstandschaft freuen sich schon heute auf Ihren Besuch!

Die erste Chorprobe nach den Ferien für die Igglemer Spatzen ist Mittwoch, 31. August 2016 um 16:15 Uhr.

Der Jugendchor „SongBirds“ hat seine erste Chorprobe nach den Ferien am Freitag, 02. September 2016 von 18:00 Uhr bis 19:00 Uhr.

Es freuen sich Sylvia Archinger und Jessica Simon schon sehr auf Euch!

Sängervereinigung Iggelheim, Presse

22.08.2016


Abschlussfeier bei der KÖB Iggelheim

Böhl-Iggelheim- Am 04. Sept. 2016 endet der Lesesommer in der Kath. Öffentlichen Bücherei Iggelheim. Viele Kinder und Jugendliche im Alter von 6 – 16 Jahre (ab der 1. Klasse) können noch in die Bücherei kommen und über ihre gelesene Bücher erzählen.

Das Team der KÖB Iggelheim lädt herzlich zum Abschlussfest ein. Es findet am Donnerstag, 15. Sept. 2016 um 17:00 Uhr im Katholischen Pfarrzentrum Iggelheim, Rottstr. 33 statt.

Hier freut sich das Team auf die zahlreichen Lesesommerteilnehmer/innen und auf den Zauberkünstler Thomas Jarzombek mit seinen Tricks und Zaubereien.

Ebenso erhalten die erfolgreichen Teilnehmer ihre Urkunde. Text und Foto: KÖB Iggelheim

22.08.2016


Böhler Kerwe 2016 - Unterhaltung – Aktion - Spannung

In der Zeit vom 27.08. bis 30.08.2016 ist es wieder soweit: Wir feiern die Böhler Kerwe.

Böhl-Iggelheim- Die Organisatoren, die teilnehmenden ortsansässigen Vereine und die Betreiber der Fahrgeschäfte haben sich wieder um ein abwechslungsreiches und kurzweiliges Programm für Groß und Klein bemüht.

Auch in diesem Jahr wird die Kerwe am Samstag, den 27.08.2016, ab 14 Uhr, zunächst feierlich ausgegraben. Die „Auferstehung“ findet diesmal bei der Ausschankstelle der kath. Pfarrgemeinde und des Musikverein „Musketiere“ Böhl statt.

Im Anschluss startet dann um 15 Uhr der traditionelle Kerweumzug durch die Straßen von Böhl. Dieser verläuft über die obere Hauptstraße, Kirchenstraße vorbei am Kerweplatz, Ludwigstraße, Bismarckstraße und Hauptstraße, wo er sich im Bereich der Kirchenstraße dann auflösen wird.

Aufgrund von Straßenbaumaßnahmen kann der Umzug nicht wie gewohnt durch die Konrad-Adenauer-Straße geführt werden.

Im vorderen Bereich des Umzugs wird sich das Kerwelogo „Die 3 Böhler Türme“ befinden, gezogen vom „Hanomag R12“ der Familie Scholz. Neben den ortsansässigen Musikvereinen und den beiden Karnevalvereinen, sind auch die Böhler Bürgerwehr, die Schlüterfreunde, der gemischte Chor vom Männergesangverein Böhl, die quirligen Kunstradfahrer/innen des RC „Vorwärts“ Böhl und der FC „Palatia“ Böhl mit von der Partie. Weitere Zugteilnehmer sind die Firma Südwestlacke, der Ortsverein der SPD, die Whisky-Freunde Pfalz und das Team von „events 4 friends“ - Hof 26 sowie erstmals auch das Reisebüro Eisele.

Die VT Böhl, die in diesem Jahr ihr 125 jähriges Bestehen feiert, wird nach längerer Abstinenz nun auch wieder mit einer Fußgruppe aus dem Kinderturnbereich am Umzugsgeschehen teilnehmen.

Bürgermeister Peter Christ mit Gattin und den beiden Beigeordneten Karl Heinz Hasenstab und Bernd Johann, in der Kutsche der Familie Stegili aus Mutterstadt, sind ebenfalls mit dabei.

Gegen 16.30 Uhr wird die Kerwe dann durch die Grußworte von Bürgermeister Peter Christ offiziell eröffnet. Die musikalischen Darbietungen der „Musketiere“ Böhl und die akrobatischen Kunststücke der Mitglieder des RC „Vorwärts“ Böhl-Iggelheim werden ein buntes Rahmenprogramm um die Eröffnung bilden. Wenn die traditionellen Böllerschüsse der Bürgerwehr erfolgt sind und der Kerwebaum durch die Freiwillige Feuerwehr Böhl-Iggelheim aufgestellt wurde, ist das Kerwegeschehen dann offiziell freigegeben.

Sowohl das musikalische Programm mit zahlreichen Livedarbietungen während der gesamten Kerwe als auch die große kulturellen und kulinarischen Angebote dürften die unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen bedienen.

Ein absoluter Höhepunkt der Böhler Kerwe, wird - wie in jedem Jahr - das traditionelle Traktorziehen am Kerwemontag um 18 Uhr vor der katholischen Kirche sein.

Traditionsgemäß eröffnen die Mannschaften der KiTa Vogelnest und die Bambini Mannschaft des FC „Palatia“ Böhl das spannende Kräftemessen. Danach treten mehrere Mannschaften in der Kategorie „Jugendzentrum“ gegeneinander an. Und auch für die Teilnahme des „starken“ Geschlechts sind die Organisatoren bestens vorbereitet.

Besonders spannend wird es jedoch in der „offenen Klasse“, denn in diesem Jahr könnte der Adolf-König-Wanderpokal, nach den Siegen 2014 und 2015, endgültig in den Besitz der Mannschaft „Big four“ übergehen. Gemäß dem gültigen Regelwerk, gehört der Pokal der Siegermannschaft, die das Kräftemessen 3 Mal in Folge für sich entschieden hat.

Die Teilnahme beim Traktorziehen lohnt in jedem Fall. Attraktive Sachpreise, Gutscheine im Wert von mehreren Hundert Euro und die begehrten Pokale für die teilnehmenden Mannschaften wurden von der Böhler Kerwegemeinschaft organisiert.

An dieser Stelle möchten sich die Organisatoren der Kerwe sehr herzlich bei den Gewerbetreibenden in Böhl-Iggelheim und Umgebung bedanken, die durch ihre Spenden zum Gelingen dieser sportlichen Auseinandersetzung einen wesentlichen Beitrag leisten.

Anmeldungen zum Traktorziehen sind bis Montag, den 29.08.16, 16 Uhr möglich. Nutzen Sie die bei den Ausschankstellen vorgehaltenen Anmeldeformulare oder kontaktieren Sie jetzt schon den Vorsitzenden der Kerwegemeinschaft, Harald Reichel, Tel. 06324/929724 (AB).

Nachdem das spektakuläre Kerwefeuerwerk in den letzten beiden Jahren für viele „Oh’s“ und „Ah’s“  und für leuchtende Kinderaugen gesorgt haben, wird auch in diesem Jahr, am Montag, den 29.08.2016, ca. 21.30 Uhr ein Feuerwerk vor der protestantischen Kirche gezündet.

Am Kerwedienstag findet das ebenfalls schon traditionelle Kerwe-Radrennen statt. „Rund um den Wasserturm“ rast das Fahrerfeld im Minutentakt an den Zuschauern vorbei. Spannende Duelle sind zu erwarten.

Die Kerwebeerdigung findet dann am Dienstag, den 30.08.2016, ab 20.45 Uhr, bei der Ausschankstelle des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Böhl-Iggelheim statt. Auch hierzu sind natürlich alle Gäste aus nah und fern herzlichst eingeladen.

Bürgermeister Peter Christ wünscht den Veranstaltungen einen reibungslosen Verlauf und regen Zuspruch, sowie den Gästen einen unterhaltsamen und kurzweiligen Besuch der Böhler Kerwe.

Ausschankstellen:

MGV Böhl, Landfrauen Böhl-Iggelheim, KV „Böhler Hängsching“, FCK-Fanclub „Red Fanatics“, MV „Musketiere“ Böhl / kath. Pfarrgemeinde, Förderverein der Johannes-Fink-Grundschule, Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr, „events 4 friends“ – Hof 26, Whiskyfreunde Pfalz, Alte Weinstube „Zur Sonne“ Gemeindeverwaltung Böhl-Iggelheim, Presse

Alle Infos zur Böhler Kerwe:

19.08.2016


DorfArt - Stammtsich

Böhl-Iggelheim- Der nächste DorfArt-Stammtisch findet am Mittwoch, den 24. August 2016 um 19.00 Uhr im Naturfreundehaus, Hanhofer Straße 222 in Iggelheim statt.

Schauen Sie doch bei uns vorbei, wir freuen uns!

15.08.2016


Der Theatervirus grassiert schon wieder!

Proben bei der Theatergruppe der Palatia in Böhl-Iggelheim

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Laute Töne, helles Lachen sind an manchen Tagen aus dem Nebenzimmer der Gaststätte „Speisehaus“, dem Vereinslokal der Palatia, in der Lindenstraße zu vernehmen.Die Theatergruppe des FC-Palatia Böhl steckt schon seit einiger Zeit mitten in der Probenarbeit für ihr neues Stück. Mit Feuereifer, jeder Menge Begeisterung und vor allem sehr viel Spaß  sind  die weiblichen und männlichen Akteure bei der Sache. Dieses Jahr hat die Gruppe ein Stück des Autors Bernd Spehling ausgewählt. „Der Teufel liest auch Kleinanzeigen“ oder „Vorsicht frisch gebohnert“ ist der inhaltsschwere Titel, der so Einiges erahnen lässt!

„Schon beim Studium des Textes haben wir uns vor lachen kaum halten können“ berichtet Silvia Calles, welche in diesem Jahr zum ersten Mal die Fäden als Regisseurin in ihren zarten Händen hält.

Es wird natürlich ein Wiedersehen mit den bekannten und über Jahre bewährten Akteurinnen und Akteuren geben, aber auch junge, bisher unentdeckte  Talente, stehen diese Jahr zum ersten Mal auf der Palatia-Bühne „die für uns die Welt bedeutet“, wie Silvia Calles betont.

So viel zum Inhalt  der Komödie sei vorab verraten.

Ein Fluglotsenstreik beschert dem Lufthansa-Piloten Rüdiger Freiherr von Hohenstein einen unverhofften freien Tag. Da seine Gattin Gracia ohnehin gerade mit ihren Kanaster-Damen auf Sylt weilt, könnte dieser Tag seine ganz persönliche „Streik-Versüßung“ in Gestalt der reizenden Stewardess Natalie finden. So jedenfalls  der Plan von Rüdiger. Aber da gibt es den  Nachbar Alfons Weidenhelfer. Durch die Folgen seiner stets missverständlich formulierten Zeitungsanzeigen zieht er alles und jeden um sich herum in Mitleidenschaft. Weshalb ihm von Ehefrau Charlotte unter Androhung der Scheidung jegliches weitere Annoncieren verboten wurde. Doch ein letztes Mal noch möchte sich Alfons fachkundigen Rat als „vielseitig interessierter Hobbyforscher“ einholen und bestellt Gleichgesinnte zu einem, wie sich herausstellen sollte, verhängnisvollen Treffpunkt. Dieser ist ausgerechnet die Eingangstür des vermeintlich leer stehenden Hauses der von Hohensteins. Unzählige illustre Gäste nehmen  die eigentlich gut gemeinte Anzeige von Alfons an, fühlen sich dort wie zu Hause, auch Freiherr Rüdiger mit seinen Stewardessen. Und wie dieses herrliche Durcheinander endet, Rüdiger seiner vorzeitig heimkehrenden Gattin Gracia seine Flugbegleiterinnen erklärt, ja das sollte sich das Publikum nicht entgehen lassen.

Die Theatergruppe der Palatia geniest seit Jahrzehnten einen exzellenten Ruf, weit über die Grenzen von Böhl-Iggelheim hinaus. Sie gilt auch in diesem Jahr als Garant für beste Unterhaltung.

Die Aufführungen finden jeweils in der VT-Halle in der Lindenstraße in Böhl statt. Premiere ist am Samstag, 15.10. 2916 um 19:30 Uhr , weitere Spieltermine sind der Samstag, 22.10.2016 um 19:30 Uhr, Freitag, 28.10.2016 um 19:30 Uhr, Sonntag, 30.10.2016 um 16:00 Uhr, Freitag, 04.11.2016 um  19:30 Uhr Samstag 05.11.2016 um 19:30 Uhr

Der Kartenvorverkauf beginnt ab 01.09.2016  unter Telefon 06324/9714245 von 17.00 - 21.00 Uhr oder per Mail an:  theater-boehl@gmx.de Bild: fg

26.07.2016


Grillfest mit Ehrungen beim SC Böhl

Böhl-Iggelheim- Am Samstag, den 16.Juli 2016 nahm der Vorstand des SC Böhl das Grillfest zum Anlass, um langjährige Mitglieder zu ehren.

Für 30 Jahre Mitgliedschaft wurden geehrt: Elisabeth Braun, Gerd Hebling und Clemens Hellmann. Für 25 Jahre Mitgliedschaft  Peter Lind . Die Geehrten erhielten die Vereinsnadel mit Jahreszahl und ein Präsent. Dieter Ohme wurde für den 2. Platz bei der Kreismeisterschaft im Kleinkaliberschießen 50 Meter und 100 Meter ausgezeichnet und erhielt Urkunden und die Nadel vom Schützenkreis Neustadt.

Der Schützenclub verabschiedet sich bis zum 8.August in die Ferien und  wünscht allen Mitgliedern erholsame Ferientage. SC Böhl, Presse

22.07.2016


Von Ugelo bis zur Neuzeit – 1025 Jahre Iggelheim

Dreitägiges Volksfest zum Jubiläumsgeburtstag

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- „1025 Jahre Iggelheim – wahrhaft ein Anlass diesen Geburtstag würdig und groß zu feiern „ betonte Bürgermeister Peter Christ (CDU) bei der offiziellen Eröffnung des dreitägigen Festes auf dem Dorfplatz in Iggelheim. Die Eröffnungsfeier umrahmte die in Iggelheim ansässige Musikschule „Sascha Leicht“ mit verschiedenen Ensembles. Ein besonderes Schmankerl bot dabei auch die Schuhplattlergruppe aus der Partnergemeinde aus Schlanders in Südtirol. Die Gemeinde Schlanders aus Südtirol, wie auch Wahagnies aus Frankreich, war mit großer Abordnung vertreten und beide Gemeinden aus dem Norden und Südboten Europas boten Köstlichkeiten aus Küche und Keller ihrer Regionen den begeisterten Besuchern an. Ja – begeisterte Besuche fanden sich viele in Iggelheim aus nah und fern ein. Das am Wochenende herrschende hochsommerliche Wetter trug natürlich nicht unwesentlich zum Gelingen des Jubelfestes bei. „De liewe Gott muss doch en Igglemer seu“ war ein oft gehörter Ausspruch an diesen Tagen.

Und die Organisatoren vom Festausschuss hatten auch ein  Festprogramm entwickelt, das für junge und ältere Gäste keine Wünsche offen lies.

Schon traditionell begeisterte der Musikverein Iggelheim, unter seinem Dirigenten Jens Böhler, beim  Festauftakt am Freitag mit seinem OpenAir Konzert auf dem Festplatz. Auch das traditionelle Feuerwerk am Ende des Konzertes fehlte nicht. An gleicher Stelle präsentierte sich am nächsten Tag „Curly“ und lud zu einer rauschenden Partynacht. Nicht nur junge Gäste fanden sich hierzu ein- auch eine Veranstaltung für Jung und Alt. Bei beiden Konzerten reichten die Plätze nicht aus, so dass noch eiligst Tische und Bänke herbeigeschafft werden mussten. Bei dieser Gelegenheit ein dickes Lob an die Organisatoren, hier sei stellvertretend Horst Wittmann, genannt, die umsichtig und situationsbedingt jedes Problem meisterten. Ein weiter musikalischer Höhepunkt war dann zum Festausklang am Sonntag der Auftritt der „Frühschoppler“ Eine Band um den Präsidenten der „Igg´lemer Bessem“ Kurt Hauck, den alle Welt nur „Kutte“ nennt, die mit einem Repertoire aus alten und modernen Schlagern, Eigenkompositionen und einer schier unerschöpflicher  Vielzahl pfälzischen Liedguts nicht nur jeden Saal zum „kochen“ bringt - nein auch bei unzähligen Freiluftveranstaltungen ihr Publikum mehr als begeistert.

Am Sonntag riefen die Glocken beider Kirchen  die Gläubigen beider Konfessionen zu einem Ökumenischen  Festgottesdienst, den der Musikverein musikalisch mitgestaltete. Anschließend, zum Frühschoppen und Mittagessen bereichert die Band „Glanzpunkte“ den Vormittag.

Auch an die kleinsten Mitbürgerinnen und Mitbürger war natürlich gedacht. Ein Kindermitmachtheater  war angeboten und auf dem Kerweplatz konnte an überdimensionalen Holzspielsachen besonders Geschicklichkeit getestet werden.

Der Kerweplatz war zu einem Bauern und Handwerkermarkt umgestaltet. Künstler und Kunsthandwerker, besonders auch aus Böhl-Iggelheim, aber auch aus der näheren und weiteren Umgebung zeigten hier ihre künstlerischen Arbeiten, demonstrierten aber auch altes Handwerk. Von „A „ wie Airbrush über „H“ wie Handweben, „P“ wie Perlenschmuck bis zu „Z“ wie Zigarren machen, waren fast 40 Aussteller nach Iggelheim gekommen. Ein Besonderheit, die wohl sehr sehr selten auf solchen Märkten gezeigt wird, war die Papiermanufaktur von David Gabath. Der gelernte Papiermachermeister demonstrierte nicht nur sein altes Handwerk des Papieschöpfens. Kinder und auch Erwachsene wurden angeleitet selbst einen Bogen Papier zu schöpfen und hatten dann auch ein Andenken an das Dorffest in Iggelheim. Dieser Stand war, wie auch die anderen, immer dicht umlagert.

Auch kulinarische Genüsse wurden geboten. Die Ergebnisse einer  Forellenräucherei konnten ebenso verkostet werden, wie hausgemachte Dampfnudeln, Brot aus dem Holzofen oder köstliche Kaffeespezialitäten. Tabakanbau hatte in Iggelheim eine Jahrhunderte alte Tradition. Roselinde Hery pflanzt extra für Vorführungen noch Tabak im Garten und in Kübeln an um das „Tabak einfassen“ und „Bobben“ zu demonstrieren und so an eine, hauptsächlich in Iggelheim im Nebenerwerb betriebene, landwirtschaftliche Einnahmequelle lebendig zu erhalten. Und die Damen und Herren vom Zigarrenmuseum Rödersheim-Gronau zeigten dann die alte Kunst des Zigarrendrehens. Ein Handwerk das auch in Iggelheim bis Mitte der  1950-iger Jahre noch in einer Zigarrenfabrik ausgeübt wurde.

Der aus Böhl-Iggelheim stammende Patrik Kästner,  welcher hier auch einige beeindruckende Werke für die Gemeinde errichtet hat, zeigte seine Steinmetzkunst.

Um die beiden Stände der Partnergemeinden herrschte immer großer Andrang. Ein Zeichen wie wichtig den Böhl-Iggelheimern Schlanders und Wahagnies ist. Mitinitiator diese Partnerschaften war Altbürgermeister Reinhard Roos, ein immer gern gesehener Gast, was auch dadurch belegt ist, dass er manchmal nicht wusste, muss ich jetzt gleich wieder nach Frankreich oder Südtirol? Natürlich nur bezogen auf die stilvollen Stände der Partnergemeinden welche direkt nebeneinander aufgebaut waren und Reinhard Roos sehr schätzen.

Höhepunkt des ganzen Festwochenende war natürlich der große Festumzug am Sonntag Nachmittag. Dicht gedrängt standen die Gäste aus nah und fern am Zugweg. Die Anrainer hatten ihre Häuser mit der Iggelheimer Fahne geschmückt und vor unzähligen Häusern waren Tische und Bänke aufgestellt von denen aus den Zugteilnehmern bei der brütenden Hitze Erfrischungen gereicht wurden. Die Umzüge an Sonntag Lätare in Iggelheim sind bekannt und über die Ortsgrenzen hinaus beliebt. Die Vereine und Gruppierungen hatten sich bei diesem Jubiläumsumzug noch einmal selbst übertroffen. Was hier in akribischer Detailtreue dargestellt und umgesetzt wurde, verdient ein großes Kompliment und es darf ohne Übertreibung gesagt werden „man muss schon weit gehen um Seinesgleichen zu finden“.

Über 40 Zugnummern weist das Programm aus.  Wobei betont werden muss, dass manche Zugnummer aus mehreren Teilen bestanden. Zugnummern in denen 1025 Jahre Iggelheim von den Ursprüngen bis in die Neuzeit liebevoll dargestellt wurden.

So gaben sich auch Hoheiten, wie Kurfürst Karl mit seiner Gemahlin Wilhelmine Ernestine, Bürgermeister Peter Christ mit seiner Gattin, die Ehre. Der Landrat des Rhein-Pfalz Kreis, Klemens Körner lies es sich nicht nehmen, gemeinsam mit sein Gemahlin, in der Rolle König Max I. und Karoline Friederike Wilhelmine an die Zeit zu erinnern,  wie es in den Geschichtsbüchern steht, dass die Pfalz zu Bayern kam. Bayerische Beamte hatte er mit seinen Kreisbeigeordneten gleich mitgebracht. Besonders wurde natürlich positiv vermerkt, dass das ausgeschenkte Freibier auf die Initiative vom Landrat zurück ging.

Ugelo, der erste Einwohner von Iggelheim führte mit Mammut, dieses konnte dem bekannten Zeichentrickfilm   entsprungen sein, mit Ureinwohner vom Kulturverein DorfArt an. Die Römer kamen danach (FC Palatia Böhl).  Die beiden Kirchengemeinden hatten sehr schöne, naturgetreue Modelle ihrer Gotteshäuser erstellt. Der Bau des alten Rathauses, Weckvermächtnis, der legendäre Schweineritt des Ludwig Zickgraf im Jahre 1603 wurde dargestellt. Das Pestjahr 1666 war eine schlimme Zeit. (Waldsiedlung Iggelheim). Eine Mäuseplage, liebevoll durch die Kita Windrose dargestellt, suchte Iggelheim 1737 heim. Fröhlich ging es bei der Hochzeit des Evangelischen Singkreise zu. Eine kleine Gemeinschaft, die bei jedem Lätareumzug mit ihren Darstellungen begeistert. Der 1. Beigeordnete, Karlheinz Hasenstab hatte als Jakob Heinrich Lützel eine Schülerrasselbande zu bändigen.

Der bekannte Pädagoge Peter Gärtner lebte beim Seniorenzentrum auf. Hier ging auch Pfarrer Johann Schiller in Gestalt des 2. Beigeordneten Bernd Johann zur Schule. Korbmacher ( Bündnis 90 Die Grünen, Waschfrauen von den Landfrauen, Rechenherstellung, Geflügelzuchtverein) demonstrierten altes Handwerk. Der Heimat und Museumsverein zeigte die Technik des alten Schön- uns Blaufärberei. Nicht nur beim Umzug. Dieses alte Handwerk wurde auch auf dem Kerweplatz währen der Festtage vorgeführt. Die Oldtimer- Traktorfreunde hatten eine Vielzahl von museumsreifen landwirtschaftliche Gerätschaften dabei. Erntedank feierte die Waldsiedlung. Und dazu passend präsentierte der CDU-Ortsverband die neueste Ernte der „Pälzer Grumbeere“ vom landwirtschaftlichen Betrieb des Landtagsabgeordneten der CDU, Johannes Zehfuß, der aus Böhl-Iggelheim stammt. Großzügig wurden Kartoffelsäckchen an die Gäste am Zugrand verteilt.

Die Handballer des TSV, mit ihren Freunden aus Wahagnies, bekräftigten mit einer riesigen Fußgruppe ihre in diesem Jahr 50-igjährige Partnerschaft. Sekt, Säfte und Cocktails wurde von den netten Damen und Herren des Tennisclub Böhl-Iggelheim auch während der Partynacht am Samstag durchgehend kredenzt.

Sängervereinigung Iggelheim – ein Garant für große Zugnummer. Der Aufbau des „Bruchhaisels“ eine Aufgabe der sich die Sängervereinigung vor Jahren stellt, wurde wieder in gekonnt aufwändiger Präsentation umgesetzt.Der VfB erinnerte an seine Gründung. Kleine und große Störche flatterten bei der Kommunalen Kita. Igg´lemer Bessem – ein Garant für beste Fastnachtsveranstaltungen in Iggelheim – was auch auf deren Bruderverein „Böhler Hängsching“ zutrifft. Die Bessem hatten Prinzessin Annika I. im Gefolge, die Hängsching Prinzessin Nicole II.  Beide mit großem Gefolge im offenen Cabrio. Ihrem Namen gerecht wurden die Bessem. Sie liesen das in Iggelheim einst betriebene Handwerk der Besenbinder in ihrer Truppe wieder lebendig werden.

Die Radfahrer des RCV Böhl-Iggelheim sind hochdekoriert mit nationalen und internationalen Titel. Ihre Auftritte, auch diesen Mal wieder beim Jubiläumsumzug, sind eine Augenweide schlecht hin. Immer gerne gesehen und mit großem Applaus bedacht! Die Nachbargemeinde Haßloch hatte  Sommertagsprinzessin Nina, die Andechser Bierkönigin Cathrin und deren Prinzessinnen Hanna und Jessica sowie die Trachtengruppe der Sudetendeutschen Landsmannschaft entsandt.

Der Gewerbeverein Böhl-Iggelheim demonstrierte auf einem aufwändig gestalteten Wagen mit dem Alten Radhaus von Iggelheim und dem Wasserturm aus Böhl die Zusammenlegung beider Gemeinden im Jahr 1969. Die Truppe aus Schlanders zeigte sich auch währen des gesamten Umzuges als musikalisch-sportlich. Schuhplattlern ist auch bei den Pfälzern beliebt. Und so mussten die Herrn aus Südtirol sehr oft ihre sportliche Seite zeigen.

Scharmant und sachkundig kommentierte Hans Simon, assistiert von Ursula Ohmer, das Zuggeschehen. Bild:fg

12.07.2016


1025 Jahre Iggelheim- Bilderalbum

   

Herzlich willkommen zum Lesesommer Rheinland-Pfalz

Böhl-Iggelheim- Mach mit – und erlebe spannende Leseabenteuer!

Wann?

Vom 04. Juli 2016 bis 04. September 2016, in und rund um die Sommerferien.

Wer?

Alle zwischen 6 und 16 Jahren.

Was?

Du erhältst eine Lesesommer-Clubkarte und kannst die neuen LESESOMMER-Bücher kostenlos und exklusiv ausleihen. Natürlich auch alle anderen Bücher in der KÖB Iggelheim.

Wo und Wie?

Melde dich mit einer Anmeldekarte direkt in deiner Bibliothek an.

Katholische Öffentliche Bücherei Iggelheim; Rottstr. 33

Lesesommer Öffnungszeiten: Mittwoch von 15.30 bis 18.00 Uhr

Sonntag von 9.30 bis 11.30 Uhr

Warum?

Wenn du mindestens 3 Bücher gelesen hast, bekommst du nach den Ferien eine Urkunde. Jeder abgegebene Buchtipp und jede ausgefüllte Bewertungskarte zählen als Lose bei der landesweiten Verlosung. Je mehr du liest, desto höher sind also deine Gewinnchancen. Viele Schulen vermerken die erfolgreiche Teilnahme außerdem mit einem Eintrag im nächsten Zeugnis.

Text: KÖB Iggelheim, Presse 

14.06.2016


KiTZ-Theaterkumpanei aus Ludwigshafen zu Gast an der PGRSplus

Baha Adnar vor preisgekrönten Fotografien des Ludwigshafener Künstlers Dominic Jan Geis

Böhl-Iggelheim- Die zehnten Klassen der Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim erlebten eine Theatervorstellung der besonderen Art. Am Ende ihres Stückes bat die Darstellerin Bahar Adnar nämlich nicht nur zu sich auf die Bühne, sie servierte darüber hinaus eine Spezialität ihrer iranischen Heimat und reichte Tee.

Zuvor hatte die Schauspielerin ihre Lebensgeschichte erzählt. Ihre Jugend verbrachte sie in einem liberalen Elternhaus in Teheran, fand früh Anerkennung als Sängerin, ging einem Beruf nach, hatte ihr eigenes Einkommen. Alles keine Selbstverständlichkeiten für eine Frau im Iran. Die Hoffnung auf ein selbstbestimmtes Leben allerdings erfüllte sich nicht. Zu gering der Verdienst, zu eng das Korsett, das Religion und Tradition ihrer Generation auferlegen. Bereits alleine auf die Straße zu gehen, stellte für sie ein Abenteuer dar. Würde sie die Sittenpolizei wegen eines zu lockeren Kopftuches wieder festnehmen? Würden die Eltern sie ein weiteres Mal aus einer Polizeistation auslösen müssen?

Bei Tee und Omlett fällt das Gespräch mit den Theatermachern wesentlich leichterAllein und unzufrieden entsteht der Entschluss, in Deutschland zu studieren. Hier heiratet sie einen Deutschen, lebt freier, erfährt aber auch neue Abhängigkeiten, Ablehnung und wieder Einsamkeit. Kolleginnen sprechen nicht mit ihr, oft fühlt sie sich auf ihre Religion reduziert. Obwohl der deutschen Sprache mächtig, verstummt sie, verliert mit dem Gesang auch die Lieder ihres Großvaters und damit ein Stück ihrer Identität. Immer wieder vermisst sie nun sogar das laute und schmutzige Teheran.

Als Regisseur Peer Damminger auf sie aufmerksam wird, entsteht das Stück „ZAADGAH – Heimat im Kopf“. Dieser Monolog vor Bildern ihrer Heimat ermöglicht den Jugendlichen einen spannenden Perspektivwechsel. Wie fühlt sich das an, fremd zu sein, eine neue Sprache lernen zu müssen, zu verstummen und immer wieder mit Vorurteilen und Ablehnung umgehen zu müssen? Wie begegnen einem die Deutschen, wie wird jemand bei uns aufgenommen, der anders aussieht und nicht fehlerfrei spricht? Ein interessanter Austausch, an den sich die Schülerinnen und Schüler im günstigsten Fall nicht nur wegen der leckeren Eierspeise erinnern werden. Text und Foto: PGRSplus, Presse

06.06.2016


Theater am Ehrenbreitstein zu Gast an der PGRS

Das Bühnenbild hob die Grenzen zwischen Versteck und KZ auf

Böhl-Iggelheim- Einige der Schülerinnen und Schüler der Peter-Gärtner-Realschule Böhl-Iggelheim (PGRS+) kämpften beim Schlussapplaus mit den Tränen. Eine Gänsehaut hätten sie gehabt, berichteten sie später. Sie hätten Anne durch die Zitate aus ihrem Tagebuch richtig kennengelernt.

Die tolle schauspielerische Leistung von Annika Woyda als Anne Frank und Matthias Krause, der ihren Freund Peter darstellte, habe eindrucksvoll die emotionale Achterbahnfahrt und die furchtbaren Ängste der Figuren vermittelt. In der Eigeninszenierung “Anne Frank. Ich habe sie geliebt!“ des Theaters am Ehrenbreitstein bringt Regisseur Gabriel Diaz das jüdische Mädchen 71 Jahre nach ihrem Tod auf die Bühne, das sich mit seiner Familie in Amsterdam vor den Nazis versteckt hielt. Anne Frank starb wenige Wochen vor der Befreiung des Lagers Bergen-Belzen an Typhus

Die neunten und zehnten Klassen der PGRS+ zeigten sich stark beeindruckt von der Emotionalität der Darsteller, die lachten, weinten, sich stritten, Hoffnung schöpften, vom ersten Kuss berichteten und für einander schwärmten und immer wieder unglaublich große Angst hatten. Angst vor den Schüssen, den Bomben, vor Denunziation, aber auch Angst um ihre Helfer, die sie unter Lebensgefahr versteckten und mit Nahrung versorgten.

Die Inszenierung stellt den Schülern mit Anne und ihrem Leidensgenossen Peter van Daan zwei Jugendliche vor, die ganz ähnliche Bedürfnisse haben wie sie selbst und ganz ähnliche Erfahrungen machen, aber doch zu einem völlig anderen Leben und einem sehr frühen Tod verurteilt sind. Ein berührendes Erlebnis, das die trostlosen Schicksale der beiden sichtbar macht und zeigt, welche Folgen Verfolgung und Rassenwahn haben. Ein Thema, da waren sich die Theatermacher mit ihrem jugendlichen Publikum einig, das heute wieder hochaktuell ist. Text und Bild: PGRS

30.05.2016


Forschungsexpedition nach Island - Die Insel meiner Träume

Von Lisa-Marie Valceschini, Klasse 8f des Friedrich-Magnus-Schwerd-Gymnasium

Böhl-Iggelheim / Speyer- Zunächst einmal: Was ist Island? Island ist das Land aus Feuer und Eis, die Insel der Gegensätze, der Ort an dem man manchmal tagelang fast keinen Menschen begegnet. Die Insel, von der eine große Gefahr für die dort lebenden Menschen ausgeht und der Ort, wo die Natur so wunderschön beschaffen ist wie sonst nirgends.  Kurzum: Die Insel meiner Träume.

Meine Klassenlehrerin Frau Kanthak, sprach meine gesamte Klasse auf die Forschungsexpeditionen von Master-Mint (http://www.master-mint.de) an.Veranstalter war das Institut für Jugendmanagement Stiftung, Heidelberg.  (www.ijm-stiftung.de) Island als Ziel weckte in mir das Gefühl einen Traum vom 16.-24. April 2016 verwirklichen zu können. Der Unterstützung meiner Eltern war ich gewiss.  Ich bewarb mich.

Nach der Zusage Zusage  geriet alles Andere in den Hintergrund.  Island war mein einziger Gedanke. Der Treffpunkt der Expeditionsteilnehmer war Heidelberg. Obwohl die Teilnehmer aus den unterschiedlichsten Orten Deutschlands, ja sogar aus der Schweiz, stammten herrschte von Anfang an eine freundschaftliche, kameradschaftliche Atmosphäre. Am Ende waren wir eine verschworene Gemeinschaft.

Nach einer kurzen Kennenlernphase, begannen sechs Stunden harte Arbeit zur Planung der Reise. Wir mussten alle  Forschungsziele grob erarbeiteten und für die vier Themenfelder Flora & Fauna, Mensch,  Kultur & Sprache, Vulkanismus & Klima und Wirtschaft & Verkehr, die dazugehörigen Fragen erarbeiten.  Außerdem legten wir die Methoden fest, wie wir zu den Ergebnissen kommen wollten. Die Nacht war kurz.  Um vier Uhr morgens brachte und der Bus  Bus zum Düsseldorfer Flughafen.

Nach dem langen Flug über Berlin, betraten wir in Kevlavík zum ersten Mal isländisches Gebiet. Wir alle waren überwältigt von der Mächtigkeit der Landschaft, dem Meer und der Weite. Es wurde uns schnell klar, dass wir nicht viel Zeit für Entspannung und Schlaf bekommen würden, aber wir waren für unser Abenteuer bereit.

Wir umrundeten die Insel neun Tage lang auf der Ringstraße und übernachteten in sechs Hotels, die weit über Island verteilt waren.

Wir erforschten die vier Themenfelder, welche wir noch in Heidelberg festgelegt hatten.  Unsere Ergebnisse hielten wir als Präsentation, Dokumentation und als Film fest. Nach jedem Abendessen hieß es präsentieren; in den jeweiligen Zweierteams erstellten wir über den Tag bis zum Abendessen eine Präsentation mit den Ergebnissen des Tages und stellten sie den anderen vor. Wir gaben uns gegenseitig Feedback und erstellten nach der Besprechung  die Dokumentation über das Tagesthema. Die Gruppe die das Themenfeld am nächsten Tag hatte, überarbeitete die Doku. So wuchsen die Dokumentationen über unsere Expedition immer mehr.

Wir erkannten sehr schnell  die Notwendigkeit von Teamarbeit.  Dadurch kamen wir zu mehr Schlaf, da sich  unser Auto, mit dem wir unterwegs waren,  auch sehr gut zum Schlafen eignete.

Die Isländer waren sehr hilfsbereit und freundlich. Sie beantworteten bereitwillig unsere Fragen und gaben uns ausführliche Antworten, die alle unsere Fragen abdeckten. Es gab zwar manchmal Übersetzungsschwierigkeiten, aber wir lernten die vielseitigen Möglichkeiten der Verständigung sehr schnell.

Das Schönste Erlebnis für mich war der Besuch am Skógafoss; einer der schönsten Wasserfälle Islands. Er fällt circa 62m in die Tiefe. Die Vegetation um den Wasserfall herum ist sehr grün und ausgeprägt. Wenn die Sonne scheint, bilden sich ein kleiner und ein größerer Regenbogen.

Die Erfahrungen, die ich sammeln konnte, werde ich behalten und auf meinen weiteren Lebensweg mitnehmen. Mein besonderer Dank gilt natürlich meiner Familie, welche großartig unterstützt hat sowie  meiner Schule, für die Freistellung und Unterstützung.

Rückblickend kann ich sagen, dass ich jederzeit noch einmal so eine Reise antreten würde, jedoch vielleicht mit ein bisschen mehr Schlaf. Mit dieser Reise ging für mich ein Traum in Erfüllung. Foto: Privat

29.05.2016


Die Insel meiner Träume - Bilderalbum

 

Erster Spatenstich für Kita-Neubau

Vertreter der Firma Lang Bau GmbH, Barbara Hort, Peter Christ, Peter Julier, Thomas Bingeser, Karl-Heinz Hasenstab beim Spatenstich(v. l.) Vertreter der Firma Lang Bau GmbH, Barbara Hort, Peter Christ, Peter Julier, Thomas Bingeser, Karl-Heinz Hasenstab beim Spatenstich(v. l.)

Böhl-Iggelheim- Mit dem ersten Spatenstich gab Bürgermeister Peter Christ zusammen mit Architektin Barbara Hort, Architekt Thomas Bingeser, Fachbereichsleiter Bürgerdienste Peter Julier, Vertreter der Firma Lang Bau GmbH und dem 1. Beigeordneten Karl-Heinz Hasenstab, in der vergangenen Woche den Startschuss für den Neubau der Kindertagesstätte „An der Römerstraße“ in Böhl-Iggelheim.

Innerhalb einer Bauzeit von 13 Monaten soll an der Stelle eine lichtdurchflutete Kindertagesstätte in Passivbauweise mit niedrigen Betriebskosten, kontrollierter Be- und Entlüftung, Themen- und Rückzugsräumen entstehen. In den vier Gruppen der Kindertagesstätte können bis zu 100 Kinder im Alter von 1 bis 6 Jahren aufgenommen werden.

„Wir bauen für die Zukunft Böhl-Iggelheims“, führte Bürgermeister Peter Christ in seiner Ansprache aus. Im vergangenen Jahr habe sich gezeigt, dass durch den Zuzug junger Familien die Kindergartenplätze der fünf bestehenden Kindertageseinrichtungen nicht mehr ausreichen. Auch sieht die Lebenssituation vieler Familien ein Bedarf an Ganztagesbetreuung vor, der nur mit einer entsprechenden Anzahl an Kindergartenplätzen Rechnung getragen werden kann.

Die Entscheidung für den Neubau hat der Gemeinderat im Oktober letzten Jahres getroffen. Für die Architekten– und Ingenieurleistungen hat ein großes Auswahlverfahren stattgefunden. Das Büro Hort + Hensel aus Kaiserslautern hat aus Sicht der Ratsmitglieder das beste und kompletteste Konzept vorgeschlagen.

Für den Bau entstehen Kosten in Höhe von insgesamt 2.640.000 Euro, einschließlich der Architekten- und Ingenieurleistungen. Die Kreisverwaltung hat einen Zuschuss zu den Baukosten in Höhe von 288.000 Euro zugesagt. Beim Landesjugendamt wurde eine Beteiligung von 406.700 € beantragt, eine Bewilligung steht allerdings noch aus.

Direkt gegenüber der Kindertagesstätte wird demnächst mit der Erschließung des Neubaugebietes „Oberfeld“ mit rund 80 Bauplätzen begonnen. Text und Foto: EiMa

24.05.2016


“Der fliegende Holländer“ geht an der Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim vor Anker

… und das gesamte Ensemble beim verdienten SchlussapplausBöhl-Iggelheim- Das ein oder andere Kindergesicht drückte durchaus Überraschung aus, als die Vorstellung so richtig losging. So nahe waren die Schülerinnen und Schüler der Orientierungsstufe echten Opernsängern wohl noch nie gekommen. Und sie waren von der Kraft und der Lautstärke der Stimmen sichtlich beeindruckt.

Klassische Musik wird in dieser Altersgruppe selten gehört und Opernarien außerhalb der Schule vielleicht nie. Umso wichtiger, dass die „Kinderoper Papageno“ aus Wien dieses Werk von Richard Wagner kindgerecht aufbereitet hatte.

Dazu fungierten die Figuren auch als Erzähler, erklärten zunächst die Kunstform Oper und machten die recht komplexe Handlung dann regelrecht zum Kinderspiel.

Die jugendlichen Darsteller während der Aufführung …Dabei durfte es auch gerne lustig werden, als sich zum Beispiel die Figuren lauthals stritten, welche denn nun die wichtigste des Stückes sei. Besonders fesselnd auf die Zuschauer wirkte auch, dass das Ensemble kurzerhand um 12 Kinder der PGRS+ erweitert worden war und die Mitschülerinnen und Mitschüler in Kostümen und sogar Sprechrollen auf der Bühne mitwirkten. Diese mutigen Schauspieldebütanten erhielten denn auch einen begeisterten Applaus.

Ihre professionellen Kollegen kamen im Anschluss gar nicht hinterher, die zahlreichen Fragen ihres Publikums zu beantworten. So wurde der Einstieg in die Welt der Oper ein Erlebnis und zur sinnvollen Ergänzung des Musikunterrichtes.

Text und Foto: PGRSplus Böhl-Iggelheim, Presse

13.05.2016


Die Böhler Bürgerwehr – der Tradition verbunden

Eintrag ins Vereinsregister

Von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Seit nunmehr 36 Jahren ist die Böhler Bürgerwehr ein fester  Bestandteil des dörflichen Vereinslebens und bei den verschiedensten Anlässen nicht mehr wegzudenken.

Entstanden ist die Böhler Bürgerwehr e.V. im Vorfeld zur 1200-Jahresfeier Böhl im Jahr 1980.

Am  Stammtisch der ehemaligen Gastwirtschaft „Zum Schwanen“ ,eine bis in den 80er Jahre typische Dorfwirtschaft, reifte bei einigen Wagemutigen der Gedanke, am historischen Umzug, der zu diesem Großereignis geplant war, teilzunehmen. Nach reiflicher Überlegung wählte die Gruppe als Motiv  den 30jährigen Krieg.

Mit viel Liebe zum Detail erfolgte in Eigenregie der Originalnachbau einer napoleonischen Kanone. Ein Prachtstück das immer wieder bewundert wird. Am Beispiel der kunstvoll handgeschmiedeten Beschläge und Kettenglieder zeigt sich, mit wieviel Herzblut und Können dieses Projekt angegangen wurde. Wer die  die Kanone näher in Augenschein nimmt, weiß warum die Truppe ihr Prunkstück gerne und mit Stolz präsentiert.  Der große Erfolg und der positive Zuspruch den die Bürgerwehr beim Festumzug erfuhr ermunterte die Aktiven weiterzumachen.

Eine eigene Uniform anzuschaffen, welche die Darstellung der Truppe symbolisierte war die logische Konsequenz. Als Vorlage dienten die Uniformen der Truppen des Feldherren Wallenstein, natürlich den örtlichen Gegebenheiten angepasst. Das Brustbild ziert das Wappen von Böhl. Was als Stammtischidee begann und über die Jahre Bestand hatte wurde im März 2016 ein eigenständiger Verein.

Der größten Höhepunkte der Bürgerwehr war sicherlich die Teilnahme am Rheinland-Pfalz-Tag in Speyer im Jahre 2006. Der Brezelfestumzug in Speyer gehört seit Jahren zum festen Bestandteil. Zu historischen Umzüge von Jahrhundertfeiern pfälzischer Gemeinden,Haßloch, Neuhofen, Niederkirchen, seien hier nur als Beispiele genannt, wird die Böhler Bürgerwehr immer wieder eingeladen. Kerweumzüge, besonders natürlich im Heimatort Böhl, aber auch in Assenheim, Mußbach, sowie in näherer und weiterer Umgebung werden, wie diverse Faschingsumzüge, mit der Anwesenheit der Böhler bereichert. In den 1980- iger Jahren konnte ein Fußballspiel des 1.FC Kaiserlautern im Fritz-Walter-Stadion  „angeschossen“ werdfen. Salutschießen bei Festeröffnungen, bei privaten Anlässen & Jubiläen von Vereinen / Firmen, etc gehört zum Programm und kann gebucht werden. Die 11 Böllerschüsse am 11.11. eines jeden Jahres bei der Fastnachtseröffnung der „Böhler Hängsching“ am Hängschingbrunnen auf dem Dorfplatz in Böhl sind schon Tradition.

Natürlich sind neue Mitglieder willkommen. Kontakt: Ralph Steinbacher, mobil: 0152-38984882, E-mail: ralph.steinbacher@gmx.de

Bild: Bürgerwehr

04.05.2016


1. Spatenstich für neues Betriebsgebäude bei der Kläranlage

Gemeinde investiert über 400 000 Euro

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Seit Jahren ist die Sanierung und Ertüchtigung der Kläranlage eines der wichtigen gemeindlichen Projekte. „Vorschriften entwickeln sich weiter, werden immer strenger“, wie der 2. Beigeordnete Bernd Johann (FWG), zu dessen Geschäftsbereich die Kläranlage gehört, erläuterte. „Eine moderne Ausstattung erhöht die Betriebssicherheit und eine effektive Arbeit der Anlage und spart dadurch auch Kosten“ fügt Johann an. All diese Aufgaben kommen auf die Gemeinde alleine zu, da die angedachte Fusion mit Haßloch aus Kostengründen gescheitert ist. Die Fusion hätte über 7 Millionen Euro betragen und auf die Bürger seien höhere Gebühren zugekommen, so dass ein Zusammenschluss nicht in Frage kam, wie Bürgermeister Peter Christ (CDU) ergänzte.

Schlammbehandlung, Pumpanlagen, Ertüchtigung der Rechen und Sandfang sind bereits modernisiert. Die nächste große Maßnahme ist nun die Errichtung eines neuen Betriebsgebäudes. Dieser einstöckige Bau wird Magazin, Werkstatt, Aufenthaltsraum und Sanitäranlagen beinhalten. Labor und Schaltwarte verbleiben im alten Gebäude, wie Fachbereichsleiter Kommunale Betriebe bei der Gemeindeverwaltung, Markus Hendel, erläuterte. Noch in diesem Jahr soll auch die, aus den 1970-igern Jahren stammende, Elektrotechnik der gesamten Anlage dem heutigen Standard angepasst werden, wie Hendel ergänzte.

Der ursprüngliche Plan sah vor, die neuen Räumlichkeiten auf das Dach des alten Betriebsgebäude zu bauen. Statische Gründe sprachen dagegen, der Neubau war die Alternative.

Geographisch wird dieses neue Betriebsgebäude zwischen den alten  Anlagen mit Filtern und Rechen und der Regenaufbereitung entstehen.

Am 26. April erfolgte nun der symbolische Spatenstich. Begonnen hatte die Firma Egilmez aus Harthausen schon mit dem Erdaushub. Ca. 35 Kubikmeter Erde werden abgetragen, danach erfolgt der Einbau der Versorgungsleitungen und dann wird auf eine 40 Zentimeter starke Isolierschicht die Bodenplatte aus Beton aufgebracht, wie Rudolf Lüke von Ingenieurbüro Kuhn aus Mannheim erklärte .Diese Arbeiten sollen bis Juli 2016 abgeschlossen sein. Die Kosten hierfür sind mit 134 000 Euro veranschlagt. Die Grundfläche des Gebäudes wird 9 mal 15 Meter betragen und wird als Stahlhalle mit Innenausmauerung ausgeführt. 11. Gewerke sind beteiligt, wie Lüke betonte. „Die müssen alle miteinander koordiniert werden, aber das werden wir schon schaffen“ erklärte der Bauleiter zuversichtlich. 280 00 Euro wird der 2. Bauabschnitt verschlingen, so dass das Gesamtprojekt mit 414 000 Euro zu Buche schlägt. „Eine hohe, aber notwendige Investition in die Zukunft zum Wohl unserer Bürger“, wie Peter Christ und Bernd Johann unisono betonen. Bild: fg

27.04.2016


Schulgarten- AG der Peter-Gärtner-Realschule plus sehr aktiv

Kartoffelpflanzung und Pflanzendoktor

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Kalt und windig war es, als sich 10 Schülerinnen und Schüler mit ihrer Lehrerin, Carmen Haag von der Schulgarten-AG der Peter-Gärtner-Realschule plus (PGS) auf dem Acker auf dem ihr Kartoffelprojekt stattfindet, unweit der Schule einfanden. Vor einigen Wochen hatten die Schüler und Schülerinnen schon Frühkartoffeln gepflanzt. Nun sollten spätere Sorten in die Erde gebracht werden.

Der Werdegang der Kartoffeln von der Feldvorbereitung, der Feldbearbeitung, das Setzten der Kartoffeln bis zur Ernte und Verarbeitung ist das Ziel ihrer Aktivitäten, welche von der Schulleitung mehr als positiv bewertet wird, wie von Schulleiterin, Elisabeth Kasprowiak zu erfahren war .  Als kompetenten Ansprechpartner und Schirmherr konnten sie wieder den Landtagsabgeordneten der CDU, Johannes Zehfuß, gewinnen.

Johannes Zehfuß, der im Ortsteil Böhl einen landwirtschaftlichen Betrieb, gemeinsam mit seinen Kinder führt, hat sich besonders dem Kartoffelanbau und dem Gemüseanbau, auch in Bio-Qualität, verschrieben. Seit Jahren engagiert sich Johannes Zehfuß, Dipl. Ing. für Gartenbau, bei der landesweiten Aktion „Kids an die Knolle“, bei der weitreichenden Aktion „Miniköche“, so wie bei den verschiedensten Aktionen in den Böhl-Iggelheimer Schulen.

„Wir wollen den Kindern auch nahebringen, wo die Lebensmittel herkommen – nicht  aus dem Supermarkt und dem Tiefkühlregal. Bis sie dort hin gelangen steht ein langer Weg davor, der mit viel Arbeit des Landwirts verbunden ist.  Auch bei uns auf dem Land ist dies nicht mehr allen Kindern bewusst, weil in den Gärten kaum noch Lebensmittel angepflanzt werde“ erklärte Johannes Zehfuß die Intension seines Engagements bei der stattfindenden Pflanzaktion.

Dieses Mal wollten die Jugendlichen ihr Wissensspektrum dadurch erweitern, dass sie neben Johannes Zehfuß noch einen „Pflanzendoktor“ gewinnen konnten.

Carmen Haag teilte die Schüler in zwei Gruppen auf. Unter der fachkundigen Anleitung von Johannes Zehfuß wurden zwei spätere Sorten, eine festkochende und eine mehlige Sorten in die Erde gebracht. Unter den kritischen, aber wohlwollenden  Augen von Johannes Zehfuß wurden die Abstände ausgemessen, die Löcher gegraben, die Kartoffeln eingesetzt und zugehäufelt. Zehfuß zeigte dannn den fleißigen Helfern auch den Wachstumszustand der vor Wochen ausgebrachten Frühkartoffeln.

Die zweite Gruppe hatte sich um den „Pflanzendoktor“, Reinhold Saur, einen pensionierten Agrarwissenschaftler der BASF geschart. Anschaulich erklärte Reinhold Sauer den Unterschied zwischen Acker und Wiese, zwischen Nutzpflanzen und sogenannten Unkräutern.  Saur lies die Schülerinnen und Schüler selbst bestimmen, fragte einerseits und erklärte geduldig und fachkundig alle Fragen.

Eine Aktion die sehr gut ankam und die bestimmt in irgend einer Form ihre Fortsetzung findet, wie Johannes Zehfuß und Reinhold Saur betonten. Bild: fg

27.04.2016


Studien- und Berufsorientierungstag an der PGRS+

Die pädagogische Koordinatorin Magdalena Hellstern bedankt sich bei den Vertretern der Betriebe, Schulen und Kammern Die pädagogische Koordinatorin Magdalena Hellstern bedankt sich bei den Vertretern der Betriebe, Schulen und Kammern

Böhl-Iggelheim- Bereits zum siebten Mal lud die Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim (PGRS+) zu ihrem Studien- und Berufsorientierungstag ein. Dabei treffen Schülerinnen und Schüler auf Unternehmen und weiterführende Schulen der Region, um den nächsten Schritt in der Berufsorientierung der Jugendlichen anzubahnen: die Entscheidung zwischen einer Berufsausbildung oder einem weiteren Schulbesuch nach ihrem Abschluss an der PGRS+. Da dieser sowohl in der Berufsreife als auch dem Qualifizierten Sekundarabschluss I bestehen kann, sind die Interessen der Absolventen recht unterschiedlich. Um dem gerecht zu werden, umfasst die Auswahl der Gäste ein breites Spektrum.

Zur Schullaufbahnberatung waren mehrere weiterbildende Schulen vor Ort. Die Berufsbildenden Schulen aus Ludwigshafen, Neustadt und Speyer informierten über die Bildungsgänge ihrer Beruflichen Gymnasien, die mit verschiedenen Schwerpunkten zur Allgemeinen Hochschulreife führen. Die Fachoberschulen aus Haßloch und Schifferstadt stellten ihr Modell vor, in nur zwei Jahren eine Allgemeine Fachhochschulreife zu erwerben.

Im Bereich der Berufsorientierung lieferten die Bundesagentur für Arbeit, die Industrie- und Handelskammer Pfalz und die Handwerkskammer der Pfalz allgemeine Informationen und stellten ihre Unterstützungsangebote vor. Konkreter wurde es bei den Unternehmen selbst. Thüga, BASF, Pfalzwerke, Zimmerei Dörr, Aldi Süd und Heberger Bau stellten eine Vielzahl unterschiedlicher Ausbildungsberufe vor.

Sehr informativ waren die Angebote der PGRS+ selbst, die einen Berufsinteressenstest für jüngere Schülerinnen und Schüler durchführte. Völlig Unentschlossene hatten hier die Gelegenheit, sich beim Berufeparcours erst einmal eine Übersicht über die Ausbildungsberufe zu verschaffen.

Bestens informiert verließen die jungen Erwachsenen für diesen Tag ihre Schule und sind nun gefordert, ihre weitere Schul- oder Berufslaufbahn mit ihren Eltern voranzutreiben. Text: Markus Jung; Foto: Axel Kirchhardt

26.04.2016


Kindermusical „Das geheime Leben der Piraten“

Sängervereinigung Iggelheim

Böhl-Iggelheim- Der Kinder- und Jugendchor „Songbirds“ von der Sängervereinigung Iggelheim führte am Sonntag, 17.04.2016 zweimal das Kindermusical „Das geheime Leben der Piraten“ im VfB-Clubhaus, Iggelheim, Am Neugraben 14 auf. Zahlreiche Zuschauer warteten gespannt, dass sich um 14 Uhr und später bei der zweiten Aufführung um 17 Uhr der Vorhang öffnete.

Für Käpt´n Danton, gespielt von Annika Wind und seine Piraten gab es seit einiger Zeit nichts zu tun. Die Piraten sind unzufrieden und denken an Meuterei. Doch da fischt der Kapitän mit seiner Hakenhand eine Flaschenpost mit einer Schatzkarte aus dem Meer.

Die seit Monaten gefangene Prinzessin Filomena, gespielt von Klara Janz und ihre Gouvernante Donna Dolores, gespielt von Anna Herrmann müssen den Piraten helfen, den die können nicht lesen. Aber Prinzessin Filomena kann es und so begleiten die beiden Damen die Crew der „Esmeralda“ zur Schatzinsel Dreizweieins.

Haihappen-Joe, gespielt von Fabienne Stenger-Klein übernimmt die Nachtwache und verrät in einem Gesangssolo die einzelnen Geheimnisse der Piraten. So fürchtet sich der Kapitän in der Dunkelheit und er selbst tanzt für sein Leben gern. Nur das Geheimnis von dem einäugigen Spanier, gespielt von Yara Appler, hat er noch nicht herausgefunden.

Als sie an der Insel angekommen sind und sich auf den Weg zum Schatz machen, müssen die Piraten erst am schlafenden Krokodil, gespielt von Meret Axnik, vorbei. Dann finden sie die Stelle, an denen der Schatz vergraben sein soll. Doch keine Schätze, Gold und Juwelen sind in der Truhe, sondern ein altes Stück Papier mit Musiknoten drauf. Sie zücken ihre Flöten und es öffnet sich eine Tür zu einer Höhle. Wieder finden sie eine Schatzkiste, aber wieder ist kein Schatz darin. Aus der Kiste springen Bruce Bolemann, gespielt von Sophie Ulmer mit Nelli Schneider als Moderatorin und die beiden haben einen Plattenvertrag für die Piraten. Auch so bekommen sie Ruhm und Reichtum.

Weitere Rollen spielten Alina Becker, Selina Reiser, Tom Diener, Luise Janz als Piraten, Smilla Schneider als der alte Ire, führte die Piraten auf die richtige Insel, Marie Ulmer und Theresa Janz verkörperten den kleinen und den großen Knut. Vanessa und Jessica Strobl sowie Michelle Mitländer waren als Flöhe und Ratte verkleidet. Pascal Strobl schwamm während der Umbaupause durch die Zuschauer und erschreckte als Hai den einen oder anderen Gast.

Chorleiterin Jessica Simon bedankte sich nach den Aufführungen bei den zahlreichen Helferinnen und Helfern sowie den Sponsoren, ohne deren Unterstützung die Aufführungen gar nicht möglich gewesen wären.

Die Songbirds freuten sich auch über eine schwere Spendenkiste, die von den Zuschauern vor deren Heimweg gefüllt wurde. Hier nochmal herzlichen Dank an Alle!

Kinder- und Jugendliche ab 6 Jahre sind herzlich eingeladen, freitags um 18 Uhr in die Iggelheimer Sandgasse zu den Proben der Songbirds zu kommen, gerne auch erstmal zum Schnuppern. Die Songbirds freuen sich auf Euch!

Text und Foto: Sängervereinigung Iggelheim

25.04.2016


Erfolgreicher Start in die Tennissaison

v.l.: Udo Neudecker, Silvia Reimschüssel , Sebastian Schnetzer , Alexander Antrett , Steffen Held , Gunnar Henrich , Stefan Kolb , Puprecht Baumheier  und Benjamin Heider v.l.: Udo Neudecker, Silvia Reimschüssel , Sebastian Schnetzer , Alexander Antrett , Steffen Held , Gunnar Henrich , Stefan Kolb , Puprecht Baumheier und Benjamin Heider

Tennis Luxor-Cup vom 14.4 bis 17.4 beim TC-Böhl-Iggelheim

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Schon zum 5. Mal wurde in diesem Jahr beim TC Böhl-Iggelheim auf der Tennisanlage in der Wehlachstraße vom der Luxor-Cup ausgespielt. Eine sportliche Veranstaltung, die mittlerweile weit über die Grenzen Böhl-Iggelheims bekannt ist und bei der auch in diesem Jahr Jahr hochklassiger Sport geboten wurde.  81 Teilnehmer waren am Start.  Das Leistungsklassenturnier wurde in vier Altersklassen, Herren, Herren 30, Herren 40 und Herren 50 durchgeführt. Bei den Herren 50 und Herren 40 gab es je ein 28-iger Feld, bei den Herren 30 ein 14-ener Feld und bei den Herren ein 11-er Feld. Von den Teilnehmern der Leistungsklassen 6 bis LK 23 kamen die meisten aus der Vorderpfalz.

Die Spiele wurden auf der Anlage des TC Böhl-Iggelheim auf 8 Sandplätzen durchgeführt. Die Turnierleitung lag in den bewährten Händen von Sylvia Reimschüssel. Das Turnier ist  der Auftakt in die Tennisfreiluft-Saison, das erstes Tennis-LK-Turnier in der Region in der Saison 2016. Die Zuschauer bekamen durchweg hochklassigen Tennissport, auf den bestens präparierten Plätzen geboten. Wenn es auch in diesem Jahr der Wettergott nicht gerade überschwänglich gut mit dem TC meinte, konnte das Turnier gut abgewickelt werden und auch die Endspiele begannen pünktlich.

Trotz der Größe des Turniers hat es sich doch seinen familiären Charakter erhalten. Dies ist das Verdienst der vielen ehrenamtlichen Helfer beim TC Böhl-Iggelheim. An all den Tagen bot der Tennisclub eine umfangreiche Bewirtung mit Speisen, Getränken und Kuchen im gemütlichen Clubhaus und auf der Terrasse an Die Beliebtheit, welche das Turnier bei den Aktiven besitzt,zeigt auch die Tatsache, dass viele Spieler schon seit dem 1. Turnier jedes Jahr dabei sind.

Hauptsponsor waren die. Filmbetriebe Christa und Jochen Englert GbR, Preise wurden von Herrn Neudecker, Geschäftsführer Luxor-Filmpalast Bensheim, überreicht.

In die Siegerlisten konnten sich folgende Spieler eintragen:

Herren:Benjamin Heider (LK 17, TC Grün Weiss Neustadt), Herren 30: Alexander Antrett (LK 6 TC Kirrweiler), Herren 40: Ruprecht Baumheier (LK 9, TC Grün Weiss Neustadt), Herren 50:  Gunnar Henrich (LK 7, TSV Hassloch

Bild: TC

20.04.2016


Sänger tanzen in den Frühling

Glanzvoller Ball mit Überraschungen

Böhl-Iggelheim- Was 2012 nach langen Jahren Abstinenz wieder ins Leben gerufen wurde, ist mittlerweile wieder eine feste und allseits beliebte Veranstaltung im Iggelheimer Vereinsleben: Der "Tanz in den Frühling" der Sängervereinigung - in Ballformation ausgerichtet.

Die Halle des TSV, zu dem die Sängervereinigung ein freundschaftliches Verhältnis pflegt, war festlich illuminiert und in zartem Grün frühlingshaft geschmückt. Zum Empfang erhielten die durchweg in festlicher Gala erschienenen Besucherinnen eine gelbe Rose, welche dann auch zur feierlichen Ausstrahlung der Tisch-Dekoration beitrug.

Ein besonderer Gag - jedes Jahr was Neues - war wieder die Polonaise, welche bereits zum Auftakt die Tanzfläche füllte. Voran zwei Paare, die Eheleute Suchoroschenko und Dietz, in stilechter aufwendig gestalteter Garderobe "Venezianischer Carneval" führten gekonnt und variantenreich im Wiegeschritt ihre Figuren aus, um dann mit dem traditionellen Walzer den Tanzreigen zu beenden.

Zum Gelingen des Abends trug wesentlich die Kapelle "Rassler & Friends" bei. Diese Formation ist aus der Sängervereinigung hervorgegangen und kann schon als "Kultkapelle" bezeichnet werden, die bei mehreren Veranstaltungen bereits ihre Meriten verdient hat. Die variantenreiche Auswahl der Musikstücke, immer dem Geschmack des Publikums angepasst, war der Grund, dass die Tanzfläche noch zu später Stunde immer dicht von dem tanzfreudigen Publikum bevölkert war.

Eine viel beklatschte Bereicherung des Abends war der Auftritt der Jugend-Schautanzgruppe der Karnevalabteilung „Igg´lemer Bessem“ im TSV. Ihr Präsident, Kurt Hauck, war mit seiner Gattin ein tanzbegeisterter Gast des Abends. Ein weiterer Höhepunkt stand dann gegen Mitternacht an als der Tisch der "Igglemer Bessem" spontan einen eigenen Auftritt ankündigte. Ein Sternenhimmel wurde dazu illuminiert und in geistlicher Tracht, in würdevollem Schritt mit Kerzenlicht marschierte die Gruppe ein zur weihevollen Melodie "I will  follow him" aus Sister-Act. Dann aber, als nach der Demaskierung der Rhythmus umgestellt wurde über Heavymetal zum bayerischen Ländler im Schnelltempo, brandete frenetischer Beifall auf, so dass sie ohne Zugabe nicht abtreten durfte.

Mitternacht war dann längst vorüber als die Kapelle den letzten Tanz ankündigte - und immer noch war die Tanzfläche voll belegt - und erst nach einer erzwungenen Zugabe machten sich die immer noch zahlreichen Gäste, zufrieden über den gelungenen Abend, auf den Heimweg - in Erwartung auf den nächsten Frühlingsball. Text: gs, Bild: hb

14.04.2016


Förderverein der katholischen Kita in Iggelheim sponsert neues Klettergerüst

Böhl-Iggelheim- Seit Anfang März 2016 können die Kinder der katholischen Kindertagesstätte St. Simon und Judas Thaddäus in Iggelheim ihr neues Spielgerät nutzen. Nachdem das alte Gerät aus sicherheitstechnischen Gründen im letzten Herbst endgültig seine Dienste aufgegeben hat und abgebaut werden musste, haben die Kinder nun ein neues Gerät erhalten.

Eine Zeit lang war fraglich, welches Gerät man anschaffen kann und wie man die Kosten für ein neues Gerät deckt.

Die Ansprüche an das Gerät waren hoch. Es sollten möglichst viele Kinder gleichzeitig damit spielen, klettern, toben können und es sollte auch für die 2-jährigen passend sein. 

Zu guter Letzt hat uns die Fa. Seibel Spielgeräte ein individuelles Gerät angeboten, welches durch den Förderverein finanziert wurde (Preis des Gerätes: 12534,10€). Der Aufbau, der Fallschutz und die Fundamente wurden von der Kirchengemeinde mitfinanziert.

Dies war die letzte Aktion des derzeitigen Vorstands des Fördervereins, der auf Grund des Ausscheidens einiger Vorstandsmitglieder so nicht weiter bestehen wird. Daher brauchen wir dringend Verstärkung durch neue und alte Freunde und Interessierte des Katholischen Kindergartens in Iggelheim. Text und Foto: Förderverein der katholischen Kita in Iggelheim 

13.04.2016


Schützenclub Böhl unter neuer Führung

Böhl-Iggelheim- Zur Mitgliederversammlung des Schützenclub 1952 Böhl, konnte der 1. Vorsitzende Frank Konrad 23 stimmberechtigte Mitglieder des 55 Mitglieder zählenden Vereins, im gemütlichen Vereinsheim an der Lindenstraße begrüßen.

Frank Konrad, der  nach 6 jähriger Vorstandstätigkeit, sein Amt aufgab ließ noch einmal das vergangene Jahr 2015 Revue passieren. Er erwähnte das erfolgreiche Ostereierschießen und das beliebte Mohrenkopfschießen. Das Grillfest und das fröhliche Nikolausschießen, das innerhalb eine kleinen Weihnachtsfeier für die Schützen stattfindet,stellt einen weiteren Höhepunkt bei der Schützenfamilie dar, wie Konrad erwähnte.

Der Schießleiter, der immer einen humorigen Bericht abgibt, sprach von einem erfolgreichen Jahr des Vereins. Etlichen Schützen waren bei Meisterschaften im Verein und auf Kreisebene erfolgreich.

Der Schatzmeister bescheinigte dem Verein eine gesunde finanzielle Grundlage.

Frank Konrad dankte danach  den Mitgliedern für ihren Einsatz bei allen Veranstaltungen.

Die Versammlung diente auch zur Neuwahl der Vorstandschaft, die vom Wahlleiter Clemens Hellmann durchgeführt wurde.

Der neue Vorstand besteht aus: 1.Vorsitzender Heiko Wittje, 2.Vorsitzender Peter Lind, Schriftführer Oliver Fahnenbrock, Schatzmeister Dagmar Winkler, 1.Beisitzer Gerhard Schmaus, 2.Beisitzer Clemens Hellmann, Schießleiter Rüdiger Schott, Pressewart Dieter Ohme

Zu Kassenprüfern wurden  Bastian Syring und  Martin Christ bestimmt.

11.04.2016


30 Jahre Reaktorunfall in Tschernobyl

Verein „Kinder von Shitkowitschi – Leben nach Tschernobyl hilft seit 24 Jahren

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Am 26. April 1986, vor 30 Jahren, passierte das Unvorstellbare, der Supergau seit der zivilen Nutzung der Atomenergie. Im ukrainischen Atomkraftwerk Tschernobyl  explodierte Block 4. Mindestens zehn Tage wurden radioaktive Substanzen nahezu unkontrolliert in die Luft geschleudert. Die Katastrophe traf die Menschen völlig unvorbereitet. Keine technischen Mängel waren ursächlich für das Unglück, sondern die falsche Einschätzung bei der Bedienung des Reaktors - also menschliches Versagen.

Zwar wurde der atomare Fallout über ganz Europa verteilt, aber  70 % der austretenden Radionuklide fielen auf weißrussischen Boden. Ein Viertel der Fläche der Republik wurde verseucht. 135 000 Menschen wurden wenige Tage nach der Katastrophe aus dem am stärksten kontaminierten Gebiet evakuiert, insgesamt wurden ca. 250 000 Menschen umgesiedelt, mussten ihre angestammte Heimat verlassen.

Mehr als 1.3 Mio. Menschen, darunter fast 500 000 Kinder und Jugendliche, wohnen nach wie vor in verseuchten Gebieten. Offiziellen Angaben zufolge sind die medizinischen Folgen des Super-Gaus durch eine deutliche Zunahme von Krebserkrankungen gekennzeichnet. So ist die Zunahme von Schilddrüsenkrebs bei Kindern um das 40-fache und bei Erwachsenen um das 7-fache gestiegen.

Unermesslich die Schäden die in der Landwirtschaft Weißrusslands entstanden, da ein Fünftel der Nutzfläche verloren ging. Die internationale Solidarität  Weißrussland zu helfen war überwältigend. Regierungen, Ärzte, Wissenschaftler und unzählige einfache Menschen beteiligten sich an der Hilfe. Eine große Bedeutung galt von Anfang an der Gesundung der Kinder in den betroffenen Regionen.

Schon1990 suchte die Evangelische Kirche der Pfalz Gasteltern, um Kindern aus dem weißrussischen Gebiet um Gomel, einen Erholungsaufenthalt in der Pfalz zu ermöglichen. Diese Initiative wurde auch in Böhl-Iggelheim im Jahr 1992 aufgegriffen und es konstituierte sich ein Verein, der es sich zur Aufgabe machte Kindern aus der weißrussischen Region um die Stadt Shitkowitschi, nahe der Todeszone um den explodierten Atomreaktor von Tschernobyl, zu helfen.  Der Verein „Kinder von Shitkowitschi – Leben nach Tschernobyl“ hat seinen Hauptsitz in Böhl-Iggelheim und Dependancen in Landau/ Edenkoben in der Südpfalz und Gries in der Westpfalz. Mittlerweile zählt der Verein ca. 400 Mitglieder.

Das Hauptaugenmerk der Hilfsmaßnahmen lag auf der Kindererholung. Kinder im Alter von neun bis dreizehn Jahren sollten einen mehrwöchigen Erholungsaufenthalt in gesunder Luft und bei gesunden vitaminreichem Essen in der Pfalz genießen können. Eine Maßnahme die nachweislich zur Gesundung und besonders zur Stärkung des Immunsystem der Kinder beiträgt. Über 3 000 Kinder kamen bisher in den Genuss dieser Erholungsmaßnahme. Nach nunmehr 24 Jahren ist die Kindererholung immer noch ein Hauptzweck des Vereins, wenn sich auch die Aufgabenstellung enorm erweitert hat. Hilfskonvois mit Lebensmittel, Kleidung und Dingen des täglichen Bedarf werden schon ab 1992 durchgeführt. Jedes Mal kommen hier um die 40 Tonnen Hilfsgüter zusammen. Seit Jahren werden Lebensmittel direkt in Weißrussland eingekauft und an besonders bedürftige Personen verteilt.  Ein Partnerverein in Shitkowitschi gewährleistet, dass die Hilfe auch wirklich die Menschen erreicht, die diese auch benötigen. Zudem werden die Konvois von Vereinsmitgliedern geleitet und begleitet und die Verteilung der Hilfsgüter wird überwacht. Dadurch wird die Ungerechtigkeit gemindert, die dadurch entstehen könnte, dass meistens nur diese Familien Hilfe erhalten, die Kontakt nach Deutschland haben. So werden ganze Dörfer mit Kleidung und Lebensmittel versorgt, unabhängig bestehender Kontakte nach Deutschland.

Bei jährlich durchgeführte Studienreisen, ob mit Bus, Bahn oder Flugzeug können sich Vereinsmitglieder und interessierte Bürger selbst einen Eindruck über das Leben in Weißrussland und die Notwendigkeit der Hilfe verschaffen. Wobei der Kulturaustausch dem Verein sehr am Herzen liegt. Immer wieder wurden Kinder- und Erwachsenenchöre, so wie Musikgruppen zu Gastspielen hier in die Pfalz eingeladen.

Seit 1997 besteht eine Partnerschaft zu einem Krankenhaus in Lenin, unweit von Shitkowitschi, das in unzähligen Arbeitseinsätzen von „Fundament bis Dach“ saniert wurde. Auch ein Kindergarten erfreute sich einer Renovierung.

Seit 2005 führt der Verein, in Zusammenarbeit mit der Berufsbildenden Schule Technik 2 in Ludwigshafen, verschiedene Schulprojekte in der Region Shitkowitschi durch. Ziel ist es dabei, den Jugendlichen in Deutschland ein weitgehend unbekanntes europäisches Land näher zu bringen und sie für Probleme von Menschen zu sensibilisieren, die nicht so mit Wohlstand gesegnet sind wie sie. Seit 2001 gibt es eine Schulpartnerschaft zwischen der Horstring -Schule in Landau und der Schule in Chwojenski. Seit vielen Jahren sammelt der Verein gebrauchte Schulranzen, die in Kindergärten den Schulanfängern ausgeteilt werden. Dabei wird darauf geachtet, dass immer die komplette Einschulungsklasse einer Schule ausgestattet wird.

Im Jahr 2010 wurden die Erholungsmaßnahmen für Kinder über die Region Shitkowitschi hinaus erweitert. Nadeshda ist eine Rehabilitationseinrichtung für Kinder, ca. 80 Kilometer nördlich von Minsk. Nadeshda heißt "Hoffnung". Hoffnung für die strahlengeschädigten Kinder in der Republik Belarus.
Es werden dort ständig etwa 280 Kinder pädagogisch, psychologisch und medizinisch betreut. Diese Kinder haben keine Möglichkeit nach Deutschland zu kommen. Das Besondere an dieser Einrichtung ist, dass Gruppen, bestehend aus gesunden und behinderten Kindern zusammen mit  Müttern und einer Lehrerin, gebildet werden. Eine solche Gruppe ist in Weißrussland noch immer ein Novum und sicherlich in Bezug auf Zusammenleben und Integration richtungsweisend. Behinderte Kinder werden in Weißrussland noch immer eher versteckt und ein Zusammenleben mit Nichtbehinderten ist praktisch noch ausgeschlossen. Auch dass sich Mütter hier nicht nur um die eigenen Kinder kümmern, ist nicht gerade selbstverständlich. So hat das Rehazentrum Nadeshda Vorbildfunktion und wird auch deshalb vom Verein „Kinder von Shitkowitschi-Leben nach Tschernobyl e. V. unterstützt.

Zur Verbesserung der Ernährungssituation für die Bevölkerung im Raum Shitkowitschi führt der Verein schon seit 1994 ein Projekt „Apfelbäume“ und seit  2001 ein Projekte zur „Saatgutvermehrung“ von Speisekartoffeln durch. Mittlerweile werden die Apfelbäume in Weißrussland gekauft und auch für die Saatkartoffeln hat sich im Land ein zuverlässiger Lieferpartner gefunden, so dass durch den Ankauf im Land sehr viele Transportkosten eingespart werden können. „Hilfe zur Selbsthilfe“ - ein Motto das den Verein bei allen seinen Aktivitäten begleitet.

Wenn sich die Aufgabestellung in den 24 Jahren seit dem Besten des Vereins in vielfältiger Art und Weise vergrößert hat, so ist die Kindererholung immer noch fester, ja Hauptbestandteil der humanitären Hilfe. Leider ging in den letzten Jahren die Zahl der Kindern, die zu Erholungsaufenthalten eingeladen werden konnten, pro Jahr  immer  mehr zurück. Dies ist in erster Linie nicht auf mangelndes Interesse zurück zu führen. Die Menschen die sich vor 24 Jahren uns später bereit erklärten, Kinder aufzunehmen, sind älter geworden und können daher diese Aufgabe vielfach nicht mehr stemmen. Und in den jungen Familien sind Beide berufstätig, so dass es schwierig ist Kinder über einen längeren Zeitraum aufzunehmen. Aber dennoch finden sich immer noch Gasteltern, so dass die Erholungsaufenthalte durchgeführt werden können. Zwischen 30 und 50 Kinder pro Jahr hat sich die Zahl eingependelt.

Die diesjährige Kindererholung findet vom 15. Juli bis 16. August statt, für Kinder im Alter von neun bis dreizehn Jahren. Ein Infoabend findet am 11. April um 19:30 Uhr beim Vogelschutzverein in Hahnhofen statt.

Nähere Informationen sind unter Telefon 06324 6821, 06344 3358, so wie im Netz unter www.kinder-von-shitkowitschi.de zu erfahren  Foto: Kinder von Shitkowitschi - Leben nach Tschernobyl e. V.

06.04.2016


Klappern, feierliche Osternacht, Osterfeuer

Osternachtfeier am Osterfeuer

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Lautes Geklapper erfüllte am Ostersamstag ab 9:30 Uhr die Straßen des Ortsteil Böhl.  Messdienerinnen und Messdiener der katholischen Pfarrei „Allerheiligen“ zogen in mehreren Gruppen durch die Straßen, um mit ihren „Holzinstrumenten“, den „Klappern“ eben, die Bewohner auf den Ostersonntag einzustimmen und an die nahe Auferstehung Christi zu erinnern. Ein alter Brauch, der in Böhl seit Jahrzehnten unterbrochen gepflegt wird und an dem sich in diesem Jahr Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene von 8 bis über 20 Jahre beteiligten. Den meisten Bewohnern Böhl´s ist das ein gewohntes Bild und ein bekannter Klang in den Ohren. Die jungen Leute werden mit Geld, Süßigkeiten und dem Anlass angemessen mit bunten Eiern beschenkt. Die „Klapper“ ist auch ein Ersatz für die Glocken und Schellen in den Gottesdiensten ab Gründonnertag und Karfreitag. Nach alter Überlieferung fliegen die Glocken im Gründonnerstagsgottesdienst nach Rom um dann erst zum Gloria in der Osternacht wieder zurückzukehren und stimmgewaltig die Auferstehung Jesu Christi zu verkünden.

Zur gemeinsamen Feier der hl. Osternacht trafen sich die katholischen Christen der Pfarreien „Allerheiligen“ Böhl und „St. Simon und Judas Thaddäus“ Iggelheim in der Pfarrkirche in Iggelheim. Für die Christen auf der ganzen Welt ist Ostern das „Fest der Feste“, das höchste Fest im Kirchenjahr. Die Wertschätzung gerade dieses Festes steigt in den letzten Jahren, in denen immer mehr Menschen wieder die Frage nach dem Sinn des Lebens fragen, permanent. Papst Franziskus hat mit seiner schlichten, aber überzeugenden Umsetzung seines Pontifikates, hier einen nicht beringen Anteil, dass  die katholische Kirche bei vielen Menschen wieder an Glaubwürdigkeit gewonnen hat. So hatten sich nach Anbruch der Dunkelheit auch in Iggelheim vor der Pfarrkirche zahlreiche Gläubige versammelt.

Landtagsabgeordneter Johannes Zehfuß (CDU) hatte, wie in den letzten Jahren auch, auf dem Kirchenvorplatz das Osterfeuer entzündet. In ihm wurden die alten Palmsträuße, die in den Häusern an den Kreuzen steckten, verbrannt. Sie waren am Palmsonntag durch neue ersetzt worden. Der Volksmund spricht auch „vom Judas- Verbrennen“ in Anspielung an den Apostel, der Jesus an seine Feinde verraten und ausgeliefert hatte.

Am Osterfeuer wurde dann die Osterkerze entzündet. Sie ist das Sinnbild für den vom Tod auferstandenen Christus und brennt das ganze Jahr bei jedem Sonntagsgottesdienst, an Feiertagen und besonderen Festen während den Gottesdiensten. Danach zogen die Gläubigen in die dunkle Kirche ein. Hier entzündeten die Besucher an der Osterkerze ihre eigenen Kerzen. Kerzen die von den Erstkommunionkinder gestaltet worden waren und vor dem Gottesdienst zum Kauf angeboten wurden. Der Erlös kommt dem Kinderkrankenhaus St. Annastift zu gute. Es war ein eindrucksvolles Erlebnis, als sich nach und nach die Kirche durch den immer größer werdenden Kerzenschein erhellte und erstrahlte. Viele Gläubige hatten auch Laternen mitgebracht um das Osterlicht nach dem Gottesdienst mit nach Hause zu nehmen. Einer alten Tradition folgend hatten auch Gläubige Speisen, wie Schinken Eier, Brot und Osterhasen vor den Altar gebracht, die im Ostergottesdienst gesegnet  wurden. Und auch das Taufwasser wurde im Gottesdienst geweiht.

Lesungen aus dem Alten und Neuen Testament, vom Zug der Israeliten durch das Rote Meer folgten und leiteten zum Evangelium von der Auferstehung über. “Er ist auferstanden, er ist wahrhaft auferstanden“ ist der Grundtenor von Ostern. An Hand der Symbolik der Gestaltung der Osterkerze, die ebenfalls von den Erstkommunionkindern beider Pfarreien gestaltet worden war, leitet Pfarrer Macziol in seiner Predigt zu dieser Grundaussage von Ostern über. In der Urkirche  wurden in der Osternacht die neuen Gemeindemitglieder getauft, was auch in den vergangenen Jahren auch in Böhl-Iggelheim immer wieder mal der Fall war.

Nach dem Festgottesdienst gingen die meisten der Besucher, trotz des kalten Wetters, nicht gleich nach Hause. Es ist in den Böhl-Iggelheimer Pfarrgemeinden ein seit Jahren gepflegter, lobenswerter Brauch, sich nach der Auferstehungsfeier noch  zu versammeln. Hier wurde auch dieses Jahr bei einem Glas Wein, das kostenlos verteilt wurde, noch längere Zeit verweilt. Und der Wetterlage angemessen, hatte Johannes Zehfuß alles für eine gemütliche Glühweinrunde vorbereitet, was sehr gerne angenommen wurde. Diese österliche Runde trägt viel zur Verständigung in den beiden Pfarreien bei. Das gemeinsame Feiern ist auch ein wichtiger Punkt bei den katholischen Christen, die einen Glauben der Freude, der Fröhlichkeit und der Hoffnung ihr Eigen nennen.

Die Erstkommunionkinder der beiden Pfarreien boten hier noch ihre  kleinen Osterkerzen an. Die Messdiener beider Pfarreien hatten Osterlämmer, Osterhasen und Osterkuchen gebacken, die sie zum Verkauf anboten um mit dem Erlös ihre Jugendkasse aufzubessern. Bild: fg

29.03.2016


Laden, spannen, zielen Schuss.

7 200 Eier an treffsichere Schützen

Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Laden, Sannen, zielen, Schuss - hieß es an zwei Wochenenden viele hundert Mal auf der Schießanlage des Schützenclubs Böhl in der Lindenstraße im Ortsteil Böhl. 7 200 bunte Ostereier wechselten hierbei den Besitzer. Eine Veranstaltung die seit Jahren zum festen Bestandteil des Veranstaltungskalender des Schützenclub Böhl zählt und nichts von ihrer Attraktivität verloren hat. Ein Angebot der Schützen, ausgestattet  mit großem Spaßfaktor, zu dem die gesamte Bevölkerung eingeladen ist.  Ganze Gruppen und Freundeskreise treffen sich zum sportlichen Wettstreit um die benötigten Ostereier für das Fest zu erschießen. Die am entferntesten wohnenden Gäste kam dieses Jahr aus England.

Über 1 500  „Profi“ - und Hobbyschützen testeten ihre Treffsicherheit. Geschossen wurde mir Luftgewehr, auf eine Distanz von 10 m. Natürlich wurde nicht direkt auf die bunten  Produkte der Hühner angelegt. Diese sollten ja nicht zerstört, sondern verzehrt werden. Wie bei den Sportschützen üblich waren Scheiben aus Pappe das Ziel. Die Trefferfläche beträgt hier vier Zentimeter im Durchmesser, wobei die Zentrumsfläche drei Zentimeter im Durchmesser beträgt. Es konnte jeweils eine Scheibe mit fünf Patronen erworben werden. Für jeden Zentrumstreffer gab es ein buntgefärbtes Osterei.

Für die Sicherheit auf der Anlage waren die Schießwarte des Vereins  verantwortlich. Alle besitzen die erforderliche Bescheinigung der Waffenkunde. Sie achteten penibel auf die Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen. So konnten auch ungeübte Schützen und Laien gefahrlos ihre Schüsse abgeben. Das Mindestalter der Teilnehmer betrug zwölf Jahre an den großen Schießständen. Nach oben waren altersmäßig keine Grenzen gesetzt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durften, um die Treffsicherheit zu erhöhen, die Waffe auflegen.

Die moderne Böhler Schießanlage ist zusätzlich mit einem modernen Schießstand für kleine Gäste ausgestattet. Die Distanz beträgt hier 5 Meter, so dass Kinder einen besonderen Spaß am Ostereierschießen geboten werden konnte. Auf Grund dieser Tatsache sollen auch wieder verstärkt Kinder für den Schießsport begeistert werden. Nach Aussagen von Verantwortlichen trägt dies auch schon wieder Früchte in  einem Verein, in dem die Jugendarbeit immer ein großes Anliegen der Vereinsführung war. Zwei Jugendliche besuchen z. Z. das wöchentliche Training. Der erste Vorsitzende Frank Konrad zeigte sich mit dem Verlauf der Veranstaltung sehr zufrieden. „Wenn wir auch nicht mit den Mammutveranstaltung in der Region konkurrieren können und auch nicht möchten, so zeigt sich doch, dass unsere, eher familiäre Veranstaltung im Ort gut ankommt“ betont Konrad. Das kam auch darin zum Ausdruck, dass viele der Gäste noch im gemütlichen Clubraum lange zusammen saßen. Konrad legt auch Wert auf die Feststellung, dass die Preise für eine Scheibe, mit der fünf bunte Eier erreicht werden konnten, seit Jahren gleich geblieben ist, was nicht bei allen Schützenvereinen der Umgebung der Fall ist.

Wie jeder Verein würden sich auch die Böhler Schützen über Nachwuchs und neue Mitglieder im Damen und Herrenbereich freuen. Die Trainingszeiten beim Schützenclub Böhl sind an jedem Freitag ab 18:00 Uhr auf der Schießanlage in der Lindenstraße. Bild: fg

28.03.2016


Die Tasmanien-Connection

Schmuck, Lichtdesign und Bilder aus Australien im Kreativhaus

(tk/fg) Böhl-Iggelheim-  Ich habe Tasmanien lieb gewonnen und ins Herz geschlossen“ betonte  Tina Krauß bei der Begrüßung ihrer zahlreichen Freunde und Besucher, die zur Vernissage in die Haßlocherstraße gekommen waren. Neben vielen einheimischen Besucher, so weilte auch Bürgermeister Peter Christ (CDU) mit Gattin unter den Gästen, waren auch viele auswärtige Gäste, wie die Bürgermeisterin von Speyer, Monika Kabs (CDU) zur Vernissage gekommen. „Tasmanien ist ungefähr so groß wie Irland und liegt von Deutschland so weit weg wie sonst nur noch Neuseeland. Wenn man nicht gerade zum Südpol reist, dann kann man aus Europa nicht viel weiter weg fahren als nach Tasmanien. Allein der Flug dorthin dauert 26 Stunden“ erläuterte Tina Krauß. Ihre besondere Beziehung zu dieser Insel vor der Südküste Australiens, politisch zu Australien gehörend, ergibt sich aus familiären Bindungen. Ihr Sohn ist zum Studium nach Tasmanien gezogen und der Liebe wegen dort heimisch geworden. Seine Frau Magdalena Smee ist ist eine der ausstellenden Künstler. 

Und genau vom anderen Ende der Welt waren zwei Künstler angereist, um ihre Werke im Kreativhaus in Böhl-Iggelheim zu zeigen. Die beiden Künstler sind die Silberschmiedin Magdalena Smee, die Schwiegertochter von Tina Krauß und der Licht-Künstler Duncan Meerding. Dieser schafft Lampen und Leuchten aus Holz, in denen die Gegensätze von Natur und Technik neue und interessante Verbindungen eingehen.

Duncan Meerding nimmt tropische Hölzer wie Eukalyptus oder die Neuguinea-Araukarie und fertigt dann aus vielfach verleimten Furnieren Lampenschirme und sogar Tischplatten, die sich wie Blütenblätter auffächern und auch hier wieder die Synthese von Natur und Kultur in den Vordergrund stellen. Einzigartig sind die Effekte, die der sympathische Australier dadurch erzieht, dass er Lichtquellen in gespaltenen Holzstöcken verbirgt, die dann in der Dunkelheit ebenso geheimnisvoll wie warm und gemütlich leuchten. Großen Wert legt Duncan Meerding darauf, dass er ökologisch verträglich arbeitet. "Hölzer aus China zu importieren", sagt der Australier, käme für mich nie in Frage. „Ich will mit den Materialien arbeiten, die ich direkt an der Hand habe." Dazu zählen auch Treibholz und ganz allgemein Dinge, die andere Leute wegwerfen. Überhaupt ist die Kultur der Australier, die auf Tasmanien leben, durch eine große Nähe zur Natur und einen achtsamen Umgang mit Wäldern, Wasser und Luft geprägt. 45 Prozent der Landfläche der Insel stehen unter Naturschutz, sind Nationalparks oder gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Das kreative Schaffen von Duncan Meerding ist um so erstaunlicher, da der Künstler fast blind ist. Erblich bedingt verlor er mit 18 Jahren innerhalb eines halben Jahres 96 Prozent seiner Sehfähigkeit. Einen großen Erfolg feierte der Künstler erst vor einigen Tagen bei der Messe „Light & Building“ in Frankfurt.

Magdalena Smee schafft  mit Silber, Perlen und Holz filigrane Geschmeide. Sie lässt sich dabei von der gleichermaßen subtropischen wie wilden Natur rund um die tasmanische Hauptstadt Hobart inspirieren. . Angeregt von großen Vorbildern des Jugendstils, verbindet sie diese mit den Traditionen der australischen Aborigines und schafft so eine Synthese aus alter und neuer Kunst, die ganz einzigartig dasteht. Vor sieben Jahren begann die künstlerische Tätigkeit der sympathischen Künstlerin, auch als Ausgleich zu ihren Studium, wie Magdalena Smee betont. Ringe mit Steinen, Halsketten, kombiniert mit Perlmutt, Ohrringe aus Silber sind in der Ausstellung zu bewundern und wie alle Objekte, natürlich auch käuflich zu erwerben.

Schier unerschöpflich erscheint das Fotoarchiv von Tina Krauß zu sein. Die Leiterin des Kreativhauses, ohne Übertreibung als Fotokünstlerin zu bezeichnen, umrahmt die Ausstellung mit großformatigen Kunstfotografien. „Ich möchte mit meinen Bildern kleine Dinge, besonders aus der Natur, dem Betrachter nahe bringen“ erklärt Tina Krauß. Von ihren Reisen nach Tasmanien hat sie „Speicherkarten voll Aufnahmen“ mit gebracht. Diese ebenso einsame wie wilde und pittoreske Schönheit Tasmaniens ist nirgendwo besser eingefangen und dargestellt, als in den großformatigen Bildern von Tina Krauß, die diese großartigen Landschaften für den Betrachter auf unvergleichliche Art erlebbar machen.

Schon seit Jahren gelingt es Tina Krauß immer wieder Künstler von überregionaler Bedeutung in die Pfalz in ihr wunderschönes Anwesen in Böhl-Iggelheim  zu holen. Aber auch einheimischen Künstlern und solchen aus der Region, bietet das Kreativhaus zu den verschiedensten Anlässen eine Plattform sich zu präsentieren.

In der gut besuchten Vernissage gab es ausreichend Gelegenheit zu interessanten Gesprächen, so wie anregenden Diskussionen mit den Künstlern - und ein guter Tropfen Wein oder Sekt durfte natürlich auch nicht fehlen.

Die Ausstellung im Kreativhaus Iggelheim, Haßlocher Str. 7, in 67459 Böhl-Iggelheim ist noch am 26.03. von 15 bis 18. Uhr und am 29. und 30. 03. von 17 bis 20 Uhr zu bewundern. Bild:fg

24.03.2016


8. Babyempfang der Gemeinde

Kennenlernen, Austauschen und ganz viel Informationen

Böhl-Iggelheim- - das gab es alles beim mittlerweile 8. Babyempfang in Böhl-Iggelheim. Um junge Familien und deren Nachwuchs willkommen zu heißen, veranstaltet die Gemeinde Böhl-Iggelheim regelmäßig einen Babybegrüßungsempfang. 28 Babys waren für den Empfang am vergangenen Dienstag, dem 22. März 2016, gemeinsam mit ihren Eltern und Geschwistern eingeladen. Alle Familien deren Nachwuchs in der Zeit von Mitte März bis Ende August auf die Welt gekommen ist. Insgesamt 9 Familien sind der Einladung von Bürgermeister Peter Christ gefolgt.

Nach den Worten von Peter Christ will die Gemeinde frühzeitig über Hilfen informieren, welche die Gemeinde, Institutionen und Vereine Familien mit kleinen Kindern und auch den größeren Kindern bieten könne. Auch soll das Treffen dazu genutzt werden, die jungen Familien untereinander zu vernetzen. Von der Gemeinde gibt es bereits kurz nach der Geburt ein Glückwunschschreiben mit einem kleinen Willkommensbetrag und einem Babylätzchen.

Vielfältig war das Angebot an dem Nachmittag, das für die Familien mit ihrem kleinen Nachwuchs angeboten wurde. Bettina Bohn zuständig für Frühe Hilfen vom Rhein-Pfalz-Kreis informierte über die Unterstützungs-angebote, die der Rhein-Pfalz-Kreis für Familien mit kleinen Kindern bereithält. Für jedes Neugeborene gab es als kleine Aufmerksamkeit eine Breischüssel, mit dem Aufdruck „Junges Gemüse aus dem Rhein-Pfalz-Kreis“. Gleichzeitig informierte sie über das Angebot des Schwangeren-Eltern-Baby-Treff an jedem 1. und 3. Mittwoch im Monat, der im Kreativhaus in der Haßlocher Straße 6 im Zeitraum von 15 bis 16.30 Uhr stattfindet.

Über eine weitere Hilfestellung für junge Familie berichtete Constanze Eichhorn. Sie koordiniert die Familienpaten für Böhl-Iggelheim. Ehrenamtliche Familienpaten unterstützen die jungen Familien z. B. mit Zeit zum Zuhören oder für die Kinderbetreuung, wenn mal eine kleine Auszeit notwendig ist oder ein Arzttermin ansteht. Wer als Familie oder als Pate Interesse an dem Projekt hat, kann sich mit Frau Eichhorn unter Tel. 0175/4955627 oder per E-Mail familienpaten.rpk.ost@gmx.de in Verbindung setzen.

Neben den Informationen zu den kostenlosen und interessanten Angeboten der örtlichen Büchereien, verteilten Monika Guschwa und Brigitte Klein an jede Familie ein kleines Starterpaket der Stiftung Lesen. Anna Holz von den Landfrauen informierte über das Angebot des Landfrauenvereines bezüglich Ernährungskurse, speziell auch für Baby- und Kleinkinder-Nahrung, aber auch über die Entspannungskurse für die gestressten Mamas. Anschließend stellte Andrea Frieß vom Diakonissen-Stiftschrankenhaus die Spezialambulanz vor, bei der unter anderem Eltern von „Schreikindern“ Hilfe angeboten wird.

Für die Eltern und die Geschwisterkinder lagen Bastelmaterialien bereit. So konnten die Eltern für ihre Kleinsten Schnullerketten mit den jeweiligen Name basteln. Bei anschließendem Kaffee und Kuchen kamen viele der Eltern miteinander ins Gespräch.

Die Bewirtung der Gäste wurde wie immer sehr liebevoll vom Seniorenclub „Schwarzweiherhof“ übernommen. Bild und Text: me

24.03.2016


1025 Jahre Iggelheim

Beeindruckende Chronik liegt vor

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Iggelheim feiert in diesem Jahr einen großen Geburtstag. 1025 Jahre sind seit der ersten datierbaren Eintragung im Liber possessionum des Klosters Weißenburg vergangen. Wahrlich ein Grund dies gebührend zu feiern. Neben dem großen Festwochenende mit großem Festumzug, vom 08. bis 10. Juli 2016, werden auch diverse andere Veranstaltungen das Festjahr begleiten und Iggelheim ins rechte Licht rücken.

Eine beeindruckende Chronik ist fertiggestellt und liegt jetzt vor. Zur Erstellung dieser Chronik wurde ein spezieller Arbeitskreis gebildet. Sieben Autorinnen und Autoren, Buch- und Drucksachverständige nahmen sich dieser, sicher nicht leichten, Aufgabe, an. Seit dem 20.11.2013, an diesem Tag konstituierte sich der Arbeitskreis unter der Leitung von Willi Zimmermann von der Gemeindeverwaltung, entstand in unzähligen Sitzungen ein Werk, das höchstes Lob verdient.

Neben einem historischen Abriss wurde besonderer Wert auf die Darstellung von Vereinen und Institutionen gelegt, die das dörfliche Leben in den verschiedensten Belangen beleben und bereichern. Den Partnerschaften mit Wahagnies in Frankreich, Schlanders in Südtirol, Zscherben westlich von Halle-Neustadt, so wie Wünschendorf bei Dresden werden eigene aussagekräftige Kapitel gewidmet. Auf die archäologischen Ausgrabungen, die anlässlich der Friedhofserweiterung in den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts, vorgenommen wurden, wird umfangreich eingegangen. Die Lage nach dem 2. Weltkrieg wird ausgiebig beleuchtet. Dies sind einige aus dem umfangreichen Themenkatalog der Chronik. Alle Beiträge sind reich bebildert.

Auf 23 Seiten, des insgesamt 268 Seiten umfassenden Werkes, ist eine aufwändig gestaltete Fotodokumentation zu sehen, in der „früher“ und „heute“ gegenübergestellt wurde.

Die Chronik wurde zum 1. Mal, spiralgebunden zur Ansicht, beim Neujahrsempfang der Gemeinde am 10.Januar 2016, neben den anderen  Jubiläumspräsenten wie Sekt, Wein, Gläser präsentiert.

Die fertige Ausgabe weist ein Handliches Format von 24,5 x 23 Zentimeter auf und ist in Hochglanzdruck ausgeführt. Die Vorderseite ziert, das von der Iggelheimer Künstlerin Birgit Weiner  entworfene Logo zum Jubiläum, welches alle andern Artikel ebenso hervorhebt.

Die Chronik stellt sicher ein Werk dar, dass bei älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern viele Erinnerungen weckt aber auch für die jüngere Bevölkerung ein Werk von bleibender Bedeutung darstellt.

Der Preis von 19,50 Euro für dies aufwändig gestaltete Werk ist mehr als moderat, so dass die Chronik für Jedermann erschwinglich ist. Ab sofort ist die Chronik bei der Gemeindeverwaltung zu erwerben und wird im Laufe des Jahres bei diversen Veranstaltungen und in Geschäften zusätzlich angeboten werden. Bild: fg

22.03.2016


Dreck-Weg-Tag 2016 in Böhl-Iggelheim

Großer Dank an alle Helfer und Sponsoren  

Böhl-Iggelheim- Am vergangenen Samstag begrüßte Bürgermeister Peter Christ im Bauhof der Gemeinde Böhl-Iggelheim 40 Helfer, die alles Sammeln wollen was nicht in die Natur gehört.

Beim diesjährigen Dreck-Weg-Tag haben bereits am Donnerstag (Klasse 6 b) und Freitag  (Klasse 9 d) 35 Schüler der Peter-Gärtner-Realschule plus begonnen auf ihrem Schulweg zwischen Schulgebäude und Bahnhof den Müll sammeln. Hierfür einen herzlichen Dank auch an die Schulleiterin Frau Kasprowiak, die die Teilnahme an der Säuberungsaktion ermög­lichte und unterstützte.

Am Samstag, 12.03.2016 trafen sich um 10.00 Uhr im Bauhof weitere 45 fleißige Helfer­innen und Helfer zum Groß-Reinemachen. Neben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwal­tung beteiligten sich auch die beiden Beigeordneten der Gemeinde, Karl-Heinz Hasenstab und Bernd Johann. Von den Vereinen unterstützten uns die Mitglieder des Schäferhundever­eins, der Sängervereinigung, des Seniorenbeirats, des Musikvereins, des Fußballvereins VFB Iggelheim sowie des Angelsportvereins Kellmetsch­weiher, der auch in diesem Jahr das Bach­bett säuberte. Sehr erfreut waren die Organisatoren darüber, dass in diesem Jahr vermehrt Familien mit ihren Kindern am Dreck-Weg-Tag teilgenommen haben.

In Kleingruppen wurden ausgewählte Ortsgebiete von Unrat befreit. Als Ergebnis der 3-stündigen Aktion wurden ca. 12 m³ Schrott, Unrat und Sperrmüll eingesammelt.

Einen gemeinsamen Abschluss gab es bei einem zünftigen Mittagessen im Bauhof der Gemeinde.

Die Gemeinde bedankt sich ganz herzlich bei allen aktiven Helferinnen und Helfern für ihren unermüdlichen Einsatz. Besonderer Dank auch der Metzgerei Friedrich für die Sachspende.

Neben dem sauberen Erscheinungsbild unserer Gemeinde bewirkt diese Mitarbeit von jun­gen und nicht mehr ganz so jungen Mitbürgern häufig noch ein Weiteres, nämlich dass künf­tig der eine oder andere Müll-Sünder nicht mehr so locker seinen Dreck auf den Bürgersteig oder in die Grünanlage wirft, sondern dafür öffentliche Papierkörbe oder den Sperrmüll-Dienst des Eigenbetriebes Abfallwirtschaft nutzt. Gemeindeverwaltung Böhl-Iggelheim, Presse

21.03.2016


Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim beteiligte sich an Juniorwahl

Alina Schalk mit Wahlvorstand Max Beisel an der Wahlurne Alina Schalk mit Wahlvorstand Max Beisel an der Wahlurne

Böhl-Iggelheim- Am 11.03.2016 konnten 20 Schülerinnen und Schüler der Klasse 9c der Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim etwas tun, was den übrigen Rheinland-Pfälzern noch zwei Tage verwehrt bleiben sollte. Sie durften den Landtag wählen – im Rahmen der Juniorwahl.

Dieses landesweite Rollenspiel ermöglicht den Jugendlichen das Einüben und Erleben von Demokratie: parallel zum Landtagswahlkampf wird die Wahl im Unterricht inhaltlich vorbereitet und realitätsnah durchgeführt: inklusive Wahllokal, Wahlzettel und Wahlurne. Im Vorfeld hatten Schülerinnen als Wahlhelferinnen Wahlbenachrichtigungen verteilt, ein Wählerverzeichnis angelegt, einen Wahlvorstand gebildet und im Anschluss selbstständig die Stimmen ausgezählt.

Naira Orkic in der WahlkabineDer Schwerpunkt des Projektes liegt dabei in der politischen Bildung der zukünftigen Wählerinnen und Wähler. Der teilnehmenden Klasse werden spezielle Unterrichtsstunden zum Thema "Wahlen und Rheinland-Pfalz" als Ergänzung des normalen Sozialkundeunterrichts angeboten. Die Juniorwahl stellt ein praxisorientiertes Konzept zur politischen Bildung dar: am Ende der Unterrichtseinheit steht keine Klassenarbeit auf dem Stundenplan, sondern der Wahlakt.

Dieses aktive Wählen wenige Tage vor dem eigentlichen Wahlsonntag bildet natürlich den Höhepunkt des gesamten Projektes. Eine Wahlbeteiligung von 85 % zeugt von dem großen Interesse der “Juniorwähler“. Und dann sind zwei Tage Hochspannung garantiert, bis nämlich das eigene Ergebnis mit dem Resultat der echten Wahl verglichen werden kann.

Text und Foto: PGRS

16.03.2016


Info-Mobil der Metall- und Elektroindustrie zu Gast in der PGRS

Schülerinnen und Schüler der Praxisklasse 9c bei der Arbeit… Schülerinnen und Schüler der Praxisklasse 9c bei der Arbeit…

Böhl-Iggelheim- Das Info-Mobil will Jugendliche bei der Berufswahl unterstützen und besucht dafür Schulen und Unternehmen. Am 10. und 11.03.2016 machte es Station an der Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim (PGRS+). Im Rahmen der Berufsorientierung, einem Schwerpunkt der PGRS+, wurde es von den Schülerinnen und Schülern der neunten und zehnten Klassen besucht. Die technische Ausstattung des Info-Mobils vermittelt den Jugendlichen nicht nur die Faszination von Technik durch anschauliches Erleben, sondern es stehen auch allgemeine Informationen aus der Berufs- und Arbeitswelt auf dem Programm.

... und im GesprächDas Info-Mobil verschafft vielen Schülerinnen und Schülern den ersten Kontakt mit dem größten Industriezweig in Deutschland. Es ist gedacht als Bindeglied zwischen Schule und Wirtschaft und soll den Klassen die Metall- und Elektroindustrie anschaulich näher bringen, indem es den Industriezweig in seiner ganzen Breite vorstellt. So erfahren die Jugendlichen etwas über den Wandel der Berufsbilder und die Entwicklung gänzlich neuer Berufe, sowie die aktuellen Ausbildungsmöglichkeiten. Das Angebot richtet sich ganz besonders an Mädchen, die aufgrund traditioneller Berührungsängste in diesen Ausbildungsberufen zum großen Bedauern der Ausbildungsbetriebe weiterhin unterrepräsentiert sind.

Für die meisten Schülerinnen und Schüler stellte vor allem das praktische Ausprobieren eine interessante Erfahrung dar und einige werden sich nun um ein Betriebspraktikum oder sogar einen Ausbildungsplatz in diesem Berufsfeld bemühen. Text und Foto: PGRS

15.03.2016


Lätaresonntag dieses Jahr in anderem Gewand

Lätaremarkt- Weckverteilung Lätarespiel

Von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Einen farbenprächtigen Umzug, wie am Sonntag Lätare in Iggelheim üblich, gab es in diesem Jahr nicht. Da Iggelheim im diesem Jahr 1025-jähriges Jubiläum feiert wird es einen großen Umzug im Rahmen des Festwochenende (08. bis 10 Juli) am Sonntag, den 10.Juli 2016 um 15:00 beginnend, geben. So wurde der Lätaresonntag in diesem Jahr anders gestaltet. Um 15 Uhr eröffnete Bürgermeister Peter Christ (CDU) auf dem Schulhof der Jakob-Heinrich-Lützel Grundschule den zweiten Festtag. Der Musikverein Iggelheim, unter der Leitung von Jens Böhler begeisterte hier wiederum mit flotten Weisen.

Und ein weiterer, besonders für die vielen anwesenden Kindern, wichtiger Programmpunkt fehlte auch in diesem Jahr nicht. Der Winter, dieser frostige Gesell, wurde auf dem Dorfplatz in Form eines übergroßen Schneemannes, den die Hundefreunde wie in jedem Jahr mit viel Aufwand  gefertigt hatten, unter den Klängen von: „Winter ade, scheiden tut weh„ verbrannt und ist damit hoffentlich endgültig vertrieben. Ob das an diesem Tag herrschende schlechte Wetter, die Rache des Schneemannes war konnte nicht zweifelsfrei geklärt werden.

Dann wurde ein Theaterstück aufgeführt, eigens zu diesem Anlass von Bruno Hain verfasst, aufgeführt. Die Kinder vom Jugendzentrum Böhl-Iggelheim um ihre Leiterin Birgit Kerler, hatten diese Stück in akribischer Probenarbeit eingeübt. Winter und Sommer im Wettstreit – erst verbal und dann auch im, zwar harmlosen Kampf, wurde hier dargestellt. Aber wíe die meisten Dinge im Leben fand auch dieser Wettstreit ein friedliches Ende – der Winter gab sich einfach geschlagen. Viel verdienter Applaus war der Dank des Publikums an die jungen Akteure, denen ihr Spiel sichtbar viel Spaß bereitet hatte. Als äußeres Zeichen wurde allen Akteuren eine überdimensionierte Brezel um den Hals gehängt.

Danach erfolgte die Verteilung der Weck an die ledige Bevölkerung. Die Verteilung der Weck hat Ihren   Ursprung  im Vermächtnis einer ledigen Dame, weiche 1678 der  Gemeinde einen Acker, noch heute der Weckacker genannt, vermachte. Die testamentarische Bedingung war, jedem ledigen Einwohner am Sonntag Lätare aus dem Pachtzins des Ackers „einen Wecken“ zu kommen zu lassen. Ein „Wecken“ war zu dieser Zeit schon eine besondere Gabe, wog zu dieser Zeit immerhin ca. 800 Gramm. Diese Tradition hat sich bis in unsere Tage erhalten. Nur heute bekommen auch ledige auswärtige Gäste einen Wecken. Und da der Pachtertrag des „Weckackers natürlich nicht mehr ausreicht um die gesamten „Wecken“ zu finanzieren, muss hier natürlich die Gemeinde den Geldsäckel öffnen, was diese auch bereitwillig tut. Und so bekommen auch nicht ledige – zwar streng genommen“Unberechtigte“ einen Weck. Die Iggelheimer sind da großzügig! Bild: fg

07.03.2016


Lätarefest in Iggelheim

Kinder schmückten den Osterbaum. Fahrradmarkt, Hobbyausstellung, Lätaremarkt.

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Im „Weckvermächtnis“ aus dem Jahr 1687 steht, dass  eine Dame, Überlieferungen sprechen auch von 2 ledigen Fräuleins, testamentarisch festgelegt hatte, dass jedem ledigen Einwohner von Iggelheim aus der Pacht ihres Ackers, der bis heute „Weckacker“ heißt, den sie der Gemeinde vermacht hat, ein Wecken geschenkt werden musste.  In einer Urkunde aus dem Jahre 1687, das vor 11 Jahren in einem Archiv in Speyer gefunden wurde, steht von „einer ledig verstorbenen Weibsperson“. Seit dem Auffinden dieses Dokumentes fährt beim Lätareumzug nur noch eine „Weibsperson“ auf dem „Vermächtnis wagen des Heimat und Museumsverein mit. Aus diesem Vermächtnis  ist  im laufe der Jahre ein zweitägiges Fest entstanden. Es beginnt am Samstag vor Sonntag Lätare mit dem Lätaremarkt und endet normalerweise am Sonntag nach einem farbenprächtigen Umzug und dem Verbrennen des Winters auf den Schulhof der Jakob-Heinrich-Lützel Grundschule Iggelheim. In diesem Jahr wird es am Lätaresonntag keinen Umzug geben, da sich, anlässlich des 1025-jährigen Jubiläums von Iggelheim, am 10. Juli ab 15:00 Uhr ein großer Umzug durch Iggelheim schlängeln wird.

Das in den letzten Tagen herrschende schlechte Wetter hatte sich gebessert, so dass sich eine große Anzahl Bürgerinnen und Bürger  am Samstag auf dem Schulhof der Jakob-Heinrich-Lützel-Grundschule in Iggelheim eingefunden hatte um der Eröffnung „Ihres Festes“ beizuwohnen. Lätare ist immer noch „das“ Fest der Iggelheimer die hier sehr traditionsbewusst sind. Mit launigen Worten „Lätare- freuet euch, freuet euch auf euer Fest“ eröffnete Bürgermeister Peter Christ (CDU) den Markt. „Es ist eigentlich Frühling, wenn die Blumen sprießen, und der lieben Wettergott meist ein Eisehen hat - dann ist Lätare in Iggelheim“ betonte der Ortschef. Für das dieses Jahr mehr als bescheidene Wetter fühlte sich Bürgermeister Christ, mit seinem Beigeordneten, Karl-Heinz Hasenstab (CDU)  nicht zuständig.

Die Jugendkapelle des Musikvereins Iggelheim, unter der Leitung von Annika Barth, umrahmte die Eröffnungsfeier musikalisch. Die Musikschule Sascha Leicht, seit Jahren eine Bereicherung des Lätarefestes, bot mit mehreren Bands  moderne Rhythmen.

Nach der offiziellen Eröffnung schmückten Kinder der betreuenden Jakob-Heinrich-Lützel-Grundschule den Osterbaum mit bunten Eiern. Ein alter Brauch der seit einigen Jahren wiederbelebt wurde und bei den Kindern großen Anklang findet. Die Kinder hatten mit ihren Betreuerinnen der betreuenden Grundschule große Kreativität beim Bemalen und Verzieren der Eier bewiesen und sich alle erdenkliche Mühe gegeben den Baum österlich zu schmücken. Der Baum steht vor der Schulturnhalle und symbolisiert die Vorfreude auf das nahe Osterfest und auf den nahenden Frühling.

Danach lud Christ die Besucherinnen und Besuche zur Verkostung des Jubiläumsweine und Jubiläumssektes. Beide, wie auch ein Prosecco,  wurden extra für das Dorfjubiläum kreiert.  Gespendet wurden die Getränke vom herstellenden Winzerverein aus Ruppertsberg.

Wie jedes Jahr waren bei der Anwesenheitsverlosung geschmackvolle Geschenke, gestiftet von den Ausstellern der Hobbykünstler, zu gewinnen.

Schon am frühen Nachmittag konnten Fahrrad- und Inlinerfreunde das Angebot des Flohmarktes von „Bündnis 90/die Grünen“ begutachten. So manches „gute Stück“ wechselte hier den Besitzer und der Osterhase wird so manches Kind mit neuem Gerät erfreuen. Hier sei angemerkt, dass am Sonntag Lätare in Iggelheim traditionsgemäß der „Summerhas“ (Sommerhase) kommt und für die Kinder kleine Osterhäschen, kleine Eier und Süßigkeiten in ein Nestchen „legt“! In Iggelheim bringt der Osterhase keine Geschenke, der „legt“ diese, einem Huhn vergleichbar.

In der Turnhalle der Grundschule  ist eine Verkaufsausstellung einheimischer Künstler und Kunsthandwerker zu bestaunen. Oster- und Frühlingsfloristik,  ist ebenso zu bewundern wie selbstgefertigter Schmuck.  Über dekoratives aus Filz, sowie jede Menge Teddybären bekommen die Besucher ebenso einen Eindruck, wie über die kunstvolle Stick und Häkelarbeiten. Ein  reichhaltiges Kaffee- und Kuchenangebot hielt die SPD bereit. So konnte beim Rundgang eine Pause eingelegt werden um sich an den kulinarischen Köstlichkeiten zu laben.

Auch die Gemeindeverwaltung ist mit einem Stand vertreten vertreten. Jubiläumswein und -sekt, Schoppengläser, Jubiläumsfahne, so wie die aufwändig gestaltete Jubiläumschronik sind hier käuflich zu erwerben.

Die katholische öffentliche Bücherei St. Simon und Judas Thaddäus, die einzige Bücherei am Ort, hält für große und kleine Leseratten einen Bücherflohmarkt bereit.

Die Lätare- Cafeteria im Evangelischen Gemeindezentrum ist am Sonntag wieder geöffnet. Wie schon seit vielen Jahren bieten  die Frauen der Evangelischen Kirchengemeinde ihre vielen selbstgebackenen Kuchen an und laden zum Verweilen ein. Der Erlös ist für den Erhalt des evangelischen Gemeindezentrums, so wie für die KiTa „Windrose bestimmt.

An beiden Tagen sind auch die beiden Heimatmuseen geöffnet. In ihnen bieten sich interessante Einblicke in das Leben unserer Vorfahren. Besonders die mechanische Uhr im alten Radhaus und die Models der Blau- und Schönfärberei werden immer wieder bewundert. Und das alte Klassenzimmer im „Alten Schulhaus“ in der Haßlocherstraße ruft  besonders bei den älteren Besuchern Erinnerungen an die eigene Schulzeit hervor. Hier ist auch eine Fotoausstellung zum Thema“Fotografie von den Anfängen bis heute“ zu bewundern.

Auf dem Festplatz nahe der Grundschule hatten Schausteller ihre Fahrgeschäfte und Stände aufgebaut. So bietet sich auch hier die Gelegenheit zu allerlei Vergnügungen. Bilder: fg

06.03.2016


Miniköche bei Johannes Zehfuß

Landwirtschaft hautnah erlebt

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- „Gesundheit durch richtige Ernährung, in einer intakten Umwelt“, so das Leitbild von Jürgen Mädger, „Vater der Europa-Miniköche“ für dieses Projekt, welches schon seit 25 Jahren besteht. Kinder, die mit viel Spaß Kochen lernen, sind auch aufgeschlossen für Ernährungslehre, Produktkunde, Anrichten, Servieren und Tischdekoration, so der Hintergrund. Aber auch Hygiene und ein kleiner „Kinderknigge“ stehen auf dem „Lehrplan“. Vor allem aber verstehen die Kinder sehr schnell den Zusammenhang zwischen Essen und Gesundheit, wie Frank Darstein ausführt. Für sein Hotel Darstein und dem Gewölbekeller „Kochstudio und Events in Speyer“ ist die Förderung der Gesundheit der Anlass, die Kurse der Europa-Miniköche auch im Raum Vorderpfalz zu unterstützen. Eine neue Miniköche-Gruppe unter der Dachmarke „Europa Miniköche“ entstand als gemeinnützige GmbH Altrip/Speyer, als erste Gruppe in der Vorderpfalz – ins Leben gerufen von Deutschen  Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga).

Die BARMER-GEK -Geschäftsstelle Ludwigshafen,Geschäftsstellenleiterin Frau Heike Knopp. unterstützt, wie  als Schirmherr Clemens Körner, Landrat des Rhein-Pfalz Kreis ,die Ausbildung der Europa-Miniköche, damit diese auch schon bekannt werden, bevor sie für Paul Bocuse eine ernstzunehmende Konkurrenz sind. Nach der zweijährigen Ausbildung werden die Kinder in einer Prüfung beweisen müssen, dass es nicht nur Spielerei war, sondern dass sie handfestes Wissen vermittelt bekommen haben. Die IHK für die Pfalz bestätigt das dann mit einem Zertifikat über ein zweijähriges Berufsvorbereitungsseminar.

Nicht nur Theorie und das handwerkliche Können des Kochens soll den 17 Kindern, welche sich in der Zur Zeit laufenden Gruppe befinden, vermittelt werden, wie Frank Darstein erläuterte. Die Kinder im Alter von 10 bis 13 Jahren sollen auch erfahren, dass Grundnahrungsmittel nicht aus der Tiefkühltruhe kommen, sondern bevor sie dahin gelangen, ein langer Prozess des Pflanzens, Pflege und Ernten voran geht. Vor allem aber wird den jungen Köchen beigebracht, dass nur aus natürlichen und frischen Zutaten ein gesundes, schmackhaftes Gericht entsteht.

Um diese Praxis auf dem Feld hautnah zu erleben,  hatte der Landtagsabgeordnete der CDU, Johannes Zehfuß, die Gruppe der Miniköche in seinen landwirtschaftlichen Betrieb in Böhl eingeladen. 13 erwartungsvolle Mädchen und Jungen mit vielen Eltern, trafen sich dann im Hof des Betriebs von Johannes Zehfuß. Nach einer kurzen Begrüßung, bei der Johannes Zehfuß seinen Betrieb, der sich schwerpunktmäßig mit Kartoffel- und Gemüseanbau, auch in Bio-Qualität, beschäftigt, vorstellte, fuhr die Gruppe dann ins Feld. Genauer in  eine Haßlocher Gemarkung mit dem Namen der Gewanne „Langlacher See“. Hier erklärte der engagierte Landwirt die Unterschiede zwischen Gemarkung und Gewanne, erklärte an Beispielen wie die Flurnamen zustande kamen und warum mache Böden als „leicht“ und manche als „schwer“ bezeichnet werden.

„So – jetzt geht es zur Praxis – wir werden pflanzen – jeder hat ja seine eigene Schaufel  – nein  sogar zwei - dabei um ein Loch zu graben“ erklärte Zehfuß und drehte dabei vielsagend seine großen Hände. Kisten mit Setzlingen von Rucola, Schnittlauch, Kohlrabi, Chinakohl und Eichblattsalat stellte Zehfuß an den, für die Pflanzung der Miniköche  vorbereiteten Teil, des über 25 000 Quadratmeter umfassenden Acker.. „Die Setzlinge kaufen wir aus einem darauf spezialisierten Zuchtbetrieb zu. Diese selbst zu ziehen geht bei der heutigen Landwirtschaft nicht mehr“ erklärt Johannes Zehfuß.

Nachdem der Landwirt mit seinen zwei „Schaufeln“ die ersten Löcher gegraben und die ersten Pflanzen in den Boden eingebracht, fest angedrückt und etwas angehäufelt hatte, waren die Kinder an der Reihe. Mit viel Begeisterung waren diese bei der Sache. Die niederen Temperaturen und der eisige Wind störte die kleinen Pflanzer nicht, waren sie doch mit Winterkleidung warm eingepackt. „Auf gleiche Abstände achten, ruhig fester drücken, das Loch kann ruhig noch etwas tiefer sein“ so gab Zehfuß den Kinder immer wieder kleine Tipps und Hilfestellung und packte helfend auch praktisch an. Nach ca. einer Stunde waren die Kisten annähernd geleert und das Pflanzfeld mit Setzlingen bestückt.

Johannes Zehfuß zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis „Man hat gesehen, dass einige Kinder wohl Vorbildung aus dem heimischen Garten mitbringen“ äußerte sich Johannes Zehfuß, der sich in verschiedenen Projekten mit Kindern engagiert. So gibt es vom Kartoffelanbauverband die landesweite Aktion „Kids an die Knolle“, der sich der Böhler Landwirt sehr verbunden fühlt. Und an Böhl-Iggelheimer Grundschulen und der Peter-Gärtner-Realschule plus gibt er immer wieder Hilfestellung bei Pflanzprojekten in deren Schulgärten, oder auf eigenem  Ackergelände.

Jetzt hoffen die Miniköche natürlich auf gute Wetter, dass „ihr Gemüse“ wächst und gedeiht und sie in einigen Wochen eine reiche Ernte einbringen können um daraus leckere Gerichte zaubern. „Und ich hoffe, dann zum Essen eingeladen zu werden“ verabschiedete Johannes Zehfuß seine Gäste. Bild: fg

03.03.2016


Politik hautnah erlebt - Mitarbeiter des Seniorenzentrum beim Mainzer Landtag

Johannes Zehfuß im Kreise der Damen und Herren des Seniorenzentrum

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Auf Einladung der Landtagsabgeordneten, Johannes Zehfuß (CDU), der aus Böhl-Iggelheim stammt, besuchten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Seniorenzentrum Iggelheim, mit ihrem Leiter Joachim Grabe, Mainz und den Rheinland-Pfälzischen Landtag .

Als ersten Programmpunkt stand ein Führung durch den gewaltigen mittelalterlichen Dom, der dem Hl. Martin geweiht ist, auf den Programm. Alle zeigten sich tief beeindruckt von diesem imposanten Bauwerk. Wichtige Teile des Domes, so wie beachtenswerte Kunstschätze am Dom wurden durch die kompetente Führerin verständlich erklärte. Der kulturelle Höhepunkt des Tages.

Das gemeinsame Mittagessen wurde in der urigen Gaststätte einer Hausbrauerei eingenommen. Hier traf die Gruppe auch den Landtagsabgeordneten Johannes Zehfuß, welcher sich um 14:00 Uhr verabschieden musste, da eine wichtige Abstimmung im Landtag anstand. Zu Fuß ging es dann zum Rathaus, in dem z.Z. der Landtag seine Sitzungen abhält, da das eigentliche Landtagsgebäude renoviert wird. Ab 15:00 Uhr  konnten  die Damen und Herren des Seniorenzentrums an einer Plenarsitzung,  von der Zuschauertribüne aus, teilnehmen. Ein Erlebnis, das die Meisten zum ersten Mal erlebten und doch überrascht und beeindruckt waren, wie Politik in der Realität, im Rahmen einer Plenarsitzung, abläuft. Wie üblich wurde auch die Gruppe aus Böhl-Iggelheim persönlich vom Landtagspräsidenten während der Sitzung begrüßt

Um 16:00 Uhr nahm sich Johannes Zehfuß dann eine Stunde Zeit um mit der Gruppe des Seniorenzentrums zu diskutieren. Er schilderte anschaulich die Arbeit eines Landtagsabgeordneten und besonders seine eigen, die sich hauptsächlich mit Themen befasst, die sich um Landwirtschaft, Ökologie und Ökonomie und Energiefragen drehen. Es entwickelte sich eine rege Diskussion von Punkten wie Abfallentsorgung bis natürlich zur Flüchtlingsproblematik. Ein Thema, dass in diesen Tagen Allen auf den Nägeln brennt. Auch Johannes Zehfuß stellte am Ende fest, dass diese Diskussion auch für ihn sehr aufschlussreich gewesen sei, da es sein Bestreben ist „immer sein Ohr am Puls de Zeit, da heist bei den Menschen zu haben“ wie sich der Landtagsabgeordnete ausdrückte. Foto:fg

26.02.2016


Großes soziales Engagement der Palatia Böhl gewürdigt!

v. l.: Klaus Karl,Peter Baumann, Karlheinz Hasenstab, Michael Knebel

500 Euro aus der DFB-Stiftung Egidius Braun erhalten.

Von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Die nach DFB-Ehrenpräsident Braun benannte Stiftung fördert mit ihrer neuen Initiative  unter dem Motto "1:0 für ein Willkommen" , Fußballvereine, welche sich speziell für Flüchtlinge engagieren, Ideen zur Integration von Flüchtlingskindern entwickelt und konkrete Hilfsmaßnahmen ergriffen haben betonte Klaus Karl , Vorsitzender des Kreises Rhein-Mittelhaardt im Südwestdeutschen Fußballverband.

Die Stiftung, die Nationalmannschaft und die Bundesregierung stellen hierfür einen Betrag von insgesamt 600.000 Euro zur Verfügung.

Klaus Karl zeigte sich erfreut, dass er mit der Palatia aus Böhl einen Verein aus seinem Kreisverband  aus der Fülle der Antragsteller auszeichnen konnte. Für die Palatia hatte Peter Baumann, der im Verein für die Pressearbeit zuständig zeichnet, den Antrag gestellt, der dann auch schnell und unbürokratisch bearbeitet wurde, wie Klaus Karl weiter ausführte. Karl überreichte dann den Scheck über 500 Euro in einer kleinen Feierstunde an Peter Baumann, im Beisein der Vorstandschaft und der Ausschussmitlieder, zu der der 2. Vorsitzende, Michel Knebel geladen hatte.

Michael Knebel bedankte sich bei Karl Klaus für den inhaltsschweren Scheck, wie auch beim Vertreter der Gemeinde, dem 1. Beigeordneten Karlheinz Hasenstab (CDU), für die Unterstützung die die Palatia für ihr Projekt erfährt. So hat die Gemeinde , nachdem ein Trainingsbetrieb in Freien nicht mehr möglich war, sehr schnell und unbürokratisch Hallenzeit in der Wahagnies-Halle zur Verfügung gestellt, so dass der Trainingsbetrieb nahtlos weiter gehen konnte. Michael Knebel würdigte auch das Engagement aus der Bevölkerung, das die Palatia nach einem Aufruf für ihr Projekt für Flüchtlinge erfahren hat. „Neben Sachspenden wie Fußballschuhe, Trikot, oder Trainingsanzüge erhielten wir auch eine Spende von 300 Euro die wir für dringend benötigte Ausrüstungsmaterialien verwendet haben. Wir waren überwältigt von der Hilfsbereitschaft“ erklärte Michael Knebel.

„140 Flüchtlinge und Asylbewerber leben derzeit in Böhl-Iggelheim, die von 40 bis 45 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern betreut und bei der Integration in Gemeinde und Kreis unterstützt werden“ erklärte Karlheinz Hasenstab. Neben Sprachkursen, Mithilfe im gemeindlichen Bauhof, und handwerklichen Tätigkeiten, wie die Reparatur von Fahrrädern, erschien sportliche Betätigung als ein probates Mittel gegen Langeweile. Bei Peter Baumann wurde angefragt, ob man nicht aus dem Fundus der Palatia zwei Fußbälle erhalten könne. „Aus dieser bescheidenen Anfrage ist ein Projekt entstanden, dass aller Ehren wert ist und höchste Anerkennung verdient“ wie der 1. Beigeordnete betonte. Bei Peter Baumann, einem ehemaligen Aktiven bei der Palatia, war es bei zwei Bällen nicht getan. Er hatte weitergehende Pläne, welche er dann auch begann sofort in die Tat umzusetzen. Die Vorstandschaft stimmte zu, der  Verein stelle sofort sein Sportgelände zur Verfügung und Peter Baumann organisierte eine Trainingsgruppe, die von ca. 15 Teilnehmern regelmäßig besucht wird. „Mittlerweile klappt die Verständigung schon ganz gut. Die Deutschkenntnisse werden immer besser, ein Teil der Verständigung geht in englisch und dann hat uns der liebe Gott ja noch Hände und Füße gegeben um fußballspezifische Begriffe zu erklären“ meinte der engagierte „Trainer“ mit einem Schmunzeln.

Der Verwendungszweck der Spende muss beim DFB nachgewiesen werden. Die geplante Anschaffung von Schuhen und Trainingsanzügen entspricht diesem.

Bild. fg

13.02.2016


Narren im Rathaus

Rathausschlüssel und Gemeindekasse zurückgebracht

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Die Böhl-Iggelheimer Narren brauchen an Fastnacht, oder schon vorher, nicht das Rathaus zu stürmen. Hier werden sie an Fastnachtsdienstag von Bürgermeister Peter Christ (CDU) zum Empfang gebeten. Denn die Abordnungen der beiden Karnevalsvereine, „Böhler Hängsching“ und „Igg`lemer Bessem“ bringen hier traditionsgemäß Rathausschlüssel und Gemeindekasse wieder freiwillig ins Rathaus zurück.

Beide wichtige gemeindliche Insignien überreicht der Bürgermeister den Karnevalisten am Neujahrsempfang der Gemeinde - ganz ohne Gegenwehr. Die Zeremonie ist immer mit einem Event mit Bürgermeister Christ verbunden, den der Rathauschef gerne über sich ergehen lässt. In diesem Jahr hatten die „„Böhler Hängsching“ die Ehre in der kurzen Kampagne - Schlüssel und Schatulle zu verwahren.

Beide Karnevalsvereine waren mit ihren Prinzessinnen und Abordnungen der Einladung von Christ in den Ratssaal der Gemeindeverwaltung gefolgt. Die „Böhler Hängsching“ führte Prinzessin Nicole II. mit dem 1. Vorsitzenden, Clemens Kreitner, an. Die Abordnung der „Bessem“ war mit  ihrem Präsident, Kurt Hauch, so wie ihrer Lieblichkeit Annika I. repräsentiert.

„Wir sind sorgsam mit dem Kapital der Gemeinde umgegangen, haben den uns übergebenen  Kassenstand, so wie er  uns beim Neujahrsempfang übergeben wurde nur etwas umgewandelt.“ betonte Clemens Kreitner ausdrücklich als er Bürgermeister Christ Schlüssel und Kasse übergab.

Der Bürgermeister  hatte die Gemeindekasse am Neujahrsempfang der Gemeinde „prall gefüllt“ mit, von Gold umhüllten, Schokoladen-Eurostücken übergeben. Mindestens 11.11 Euro, wie Christ seinerzeit betonte.

„Wir haben das Geld sorgsam verwaltet, es ist nur etwas mutiert“ erklärte Clemens Kreitner. So war die Kasse mit Bleiplatten und Zweicentstücken gefüllt, die Vizepräsidentin Annette Melzer auf dem Tisch ausschüttete und Peter Christ aufforderte die Summe nachzuzählen. Diesem war die Mathematik nicht ganz einsichtig, wie man 11.11 Euro in Zweicentstücke umwandeln konnte. Er wird das Nachzählen und Überprüfen seinem „Finanzminister“ überlassen, erklärte der Ortschef unter dem Gelächter der Anwesenden.

Bürgermeister Christ hatte nicht nur die Karnevalisten zum Empfang gebeten. Wie die anderen Jahre auch, waren die an diesem Tag ihren Dienst versehenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung eingeladen mitzufeiern. „Da das Gemeindesäckel ja nicht zur Verfügung stand, mussten wir einen Sonderetat anzapfen um die Getränke und das Essen zu bezahlen“ meinte Peter Christ. „Und da dieser einen größeren Betrag, als die an Fastnacht üblichen 11,11 Euro der Gemeindekasse,  aufwies, konnten wir auch genügend Fleisch und Getränke einkaufen, dass es für Alle reicht“ fügte der Ortschef vergnügt hinzu.

So wurde, wie Jedes Jahr, der Empfang beim Bürgermeister im wahrsten Sinn des Wortes, eine vergnügte Kappensitzung. Bild: fg 

10.02.2016


Strahlende Gesichter, frohes Lachen

Lebenshilfe Speyer-Schifferstad feiert mit den „Böhler Hängsching“ Fassenacht

von Franz Gabath

Speyer/Böhl-Iggelheim/Vorderpfalz/Schifferstadt- Wie schon seit vielen Jahren besuchen die „Böhler Hängsching“ mit ihrer liebreizenden Prinzessin. die Lebenshilfe Speyer-Schifferstadt im Wohnheim in Speyer. Dieses Jahr führte die charmante Nicole II. die starke Abordnung der „Hängsching“ an.

Der Besuch wurde eine Fastnachtsveranstaltung die fast 2 Stunden dauerte. Über Sechzig erwartungsvolle Bewohnerinnen und Bewohner, alle fastnachtlich kostümiert, hatten sich mit ihren Betreuerinnen und Betreuern im liebevoll geschmückten Speisesaal versammelt. Herzlich und lautstark wurde die große Abordnung der „Böhler Hängsching“, angeführt von Prinzessin Nicole II. und ihrem 1. Vorsitzenden, Clemens Kreitner, begrüßt. Der Besuch der Lebenshilfe in Speyer –Schifferstadt entstammte vor Jahren einer Idee von der damaligen Prinzessin Anna-Katharina I. Tochter des Vorsitzenden der „Hängsching, Clemens Kreitner.  Aus Böhl leben Menschen, die mit Familien aus dem Kreise der „Hängsching“ verbunden sind, im Wohnheim in Speyer. „Und denen wollen wir ein wenig „Spaß an der Freude vermitteln“ erklärte eine gut gelaunte Prinzessin. Diese Tradition möchte ich einfach fortsetzen und mit meinem Besuch zu einer festen Veranstaltung im Terminkalender der „Hängsching“ etablieren, erklärte Nicole II. ihre Intension auch in ihrer Regentschaft den engen Kontakt zur Lebenshilfe Speyer-Schifferstadt zu pflegen.

Der Frohsinn stand beim Besuch im Mittelpunkt. Es war eine Freude die Begeisterung der gehandikapten Frauen und Männer zu sehen, als Nicole II. den Schlachtruf der  Böhler - „Hängsching ahoi“, übte.  Die Hängsching-Prinzessin. hatte Orden zu verteilen und jeder der Anwesenden erhielt von der Prinzessin einen Button mit ihrem Konterfei, so wie eine Autogrammkarte. Eine Geste die begeistert aufgenommen wurde. Stolz zeigten Viele auf ihre Auszeichnung auf der Brust.

Die „Hängsching“ hatten  ihrer Tanzmariechen , mitgebracht. Begeistert wurde der akrobatische Tanz der jungen Dame bewundert und beklatscht. Die Freude und Begeisterung der Närrinnen und Narhallesen drückte sich auch darin aus, dass mehrmals eine Polonaise durch den Saal gelaufen wurde und auch bei den bekannten Karnevalsschlager Arme und Beine kräftigt durchgeschüttelt wurden. Und es wurde auch schwungvoll getanzt. Die Fastnachter wurden noch zum Nachtessen eingeladen und danach wurde noch in froher Runde gefeiert. Ein Abend der größte Zufriedenheit bei den Heimbewohnern hinterließ, aber auch den Karnevalisten, wie zu hören war, Viel gegeben hat.

„Kommt wieder“ war immer wieder beim Abschied zu hören, und die „Hängsching“ versprachen dies für nächstes Jahr. Bild:fg

09.02.2016


59.000 Euro für eine Nähschule in Uganda

Scheckübergabe des Erlöses des 40. Hungermarsches Böhl-Iggelheim

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- In diesem Jahr hatte der Verein „Ökumenischer Hungermarsch Böhl-Iggelheim e.V.“ zur Scheckübergabe in das Evangelischen Gemeindezentrum im Ortsteil Iggelheim eingeladen. Neben vielen Helferinnen, Helfern und Unterstützern des Hungermarschprojektes aus Politik, Vereinen und den Kirchen konnte der 1. Vorsitzende, Bernd Kiefer, besonders Bürgermeister  Peter Christ, so wie  den Hausherrn Pfarrer Dr. Boris Wagner-Peterson  willkommen heißen. Bürgermeister Peter Christ ist nicht nur Tatkräftiger Unterstützer des Hungermarschprojektes, er ist  auch immer aktiv als Marschierer dabei und zeigt so seine Verbundenheit zum Hungermarsch, den der Bürgermeister in seinem Grußwort als humanitäre Aktion, die fest in der Gemeinde verwurzelt und als nicht mehr wegzudenken, bezeichnete. „Sie zeigen mit ihren Aktionen schon über Jahrzehnte, dass Ökumene in christlichem und humanitären Sinne gelebt und in konkreten Hilfsprojekten in der ganzen Welt umgesetzt wird“ betonte der Bürgermeister. Peter Christ, wie auch Pfarrer Dr. Boris Wagner-Peterson, wünschen sich eine weiterhin erfolgreiche Fortsetzung und ökumenischen Zusammenarbeit dieser humanitären Hilfe.

Unter dem Motto „Nähschule sichert Zukunft“ stand der am 11. Oktober 2015 durchgeführte Hungermarsch in Böhl-Iggelheim. Die meisten Menschen unter 24 Jahre in Uganda haben keine Schulausbildung. Viele Frauen leben mit vielen Kindern ohne Ehemänner, somit ohne Versorgung. Irgendwie versuchen sie durch Betteln, Prostitution oder niedrigste Frondienste zu überleben, ohne jegliche Hoffnung auf ein menschenwürdiges Leben mit Zukunft.  Es ist viel geschehen in den letzten Jahren an Wiederaufbau, aber es gibt auch noch viel Leid im Verborgenen, meist in den Dörfern. Gerade dort kämpfen Witwen und alleinstehende Frauen mit ihren Kindern ums Überleben, die meisten sind Analphabeten. Durch die Möglichkeit einer kostenlosen praktischen Ausbildung zur Näherin verhilft der letztjährige Gewährsträger „Chosen Generation Ministry e.V. Deutschland“ (CMG) den Frauen zu einem Weg in die Selbständigkeit um sich und ihre Kinder selbst zu versorgen.

Mit einfachsten Mitteln führte CGM schon zwei Nähkurse mit großem Erfolg auf der Veranda eines Hauses durch. Die Anlage muss dringend erweitert und wetterfest ausgebaut werden. Ein angestellter Lehrer unterrichtet die Frauen 9 Monate lang, 5 Tage die Woche und nach 3 Monaten nimmt er die erste Prüfung ab. Die Ausbildung beinhaltet: Schnitte entwerfen, Umgang mit und Reparatur der Nähmaschine, Röcke und Blusen sowie traditionelle Kleider anfertigen. Nach bestandener Abschlussprüfung bekommen die Frauen die Nähmaschine mit in ihr Dorf und können so ihren eigenen Lebensunterhalt erwirtschaften.

Regina Schweizer, eine Missionarin bei CMG, betreut das Projekt in Uganda. Dadurch und dass auch immer Vertreter der Hungermarschorganisatoren das Projekt besuchen, ist gewährleistet, dass auch jeder gespendete Euro dem angegebenen Zweck zu Gute kommt.

Burkhard Grüninger vom Hungermarschteam überreichte dann den inhaltsschweren Scheck an Regina Schweizer. Der Scheck weist den Betrag von 58. 300 Euro aus. Bürgermeister Peter Christ stockte spontan aus gemeinnützigen Spendengeldern der Gemeinde den Betrag auf 59.000 Euro auf. Insgesamt haben die 40 bisher durchgeführten Hungermärsche eine Gesamtspendensumme von mehr als 2.1 Millionen Euro erbracht.

Mit Urkunden sowie kleinen Erinnerungen an Uganda wurden besonders eifrige Einzel- und Familiensammler sowie  Gruppen ausgezeichnet. Stellvertretend seien hier Dr. Reinhold Saur, die Familie Magin mit Beträgen von weit  über 6000 Euro genannt. Die Schulen am Ort beteiligen sich regelmäßig am Hungermarsch. So konnte die Johannes-Fink-Grundschule Böhl über 3 800 Euro, die Jakob-Heinrich-Lützel-Grundschule Iggelheim über 1 200 Euro, so wie die Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim über 2 400 Euro zum großen Erfolg beteuern, zu dem  auch die Klasse 1c der Grundschule Schauernheim mit über 700 Euro ihren Beitrag leistete.

Im Rückblick stellten Magdalena Kraut, die ein halbes Jahr in Peru als Praktikantin weilte, das vollendete Hungermarschprojekt 2013 „Bau eines Hauses zur Wiedereingliederung von drogenabhängigen Jugendlichen“ vor.  Steve Kühny und Guido Golba vom Partnerschaftsverein Ladenburg Garango e.V. berichteten über das abgeschlossene Hungermarschprojekt 2014 „Wasser ist Leben“ in Burkina Faso.  11 errichteten Brunnen konnten errichtet werden.  Magdalena Kraut, so wie Steve Kühny  berichteten in bewegenden Worten über die große Freunde der Menschen, die durch die Hungermarschprojekte für ihre Situation eine unbeschreibliche Hilfe erfahren haben.

Bernd Kiefer gab einen Ausblick auf das Hungermarschprojekt 2016 vor. Es soll dem Aufbau einer Lebensmittelbank nach dem Vorbild der deutschen Tafeln in einem Armenviertel von Villavicencio in Kolumbien dienen. Die dort tätige Stiftung „Weg der Hoffnung“ aus Mainaschaff bei Aschaffenburg wird dieses Projekt als Gewährsträger durchführen. Die Stiftung hatte bereits den Hungermarsch 2009 sehr erfolgreich begleitet und beendet. Der Hungermarsch wir am 09. Oktober 2016 durchgeführt und die Verantwortlichen hoffen natürlich auf einen Erfolg wie in den letzten Jahren auch.

Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde durch das Ehepaar Müller aus Böhl-Iggelheim sowie von zwei ugandischen Gästen.

Weitere Informationen zum diesjährigen Hungermarsch sowie der bisherigen Hungermarscharbeit erhalten Sie auch im Internet unter www.hungermarsch-boehl-iggelheim.de  Bild: rs

07.02.2016


“Hilfe für Sri-Lanka West e.V.“

Die Schülersprecherinnen freuen sich mit Schulleiterin Elisabeth Kasprowiak (l.) über so viel Unterstützung für Juliane Rieder und ihren Verein Die Schülersprecherinnen freuen sich mit Schulleiterin Elisabeth Kasprowiak (l.) über so viel Unterstützung für Juliane Rieder und ihren Verein

Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim überreicht Spendenscheck

Böhl-Iggelheim- Bereits zum elften Mal spendete die Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim (PGRS+) gemeinsam mit ihrem Förderverein Einnahmen ihres Adventsbasars an den Verein "Hilfe für Sri Lanka West e.V." aus Neustadt.

Dazu steuerten alle Klassen 10% ihrer Gewinne bei, Schülerschaft und Kollegium führten eine Sammlung durch und der Förderverein rundete den Betrag schließlich großzügig auf. So konnte sich die Kassenwartin des Vereins Juliane Rieder in diesem Jahr über eine Spende von 3000.- Euro freuen.

Überreicht wurde die stolze Summe von den Schülersprecherinnen Kelly Hammer und Rosa Forster und Schulleiterin Elisabeth Kasprowiak. Juliane Rieder konnte bei dieser Gelegenheit von der Verwendung der letztjährigen Spende der PGRS+ berichten. Mit dem Geld wurde unter anderem der regelmäßige Einsatz eines Physiotherapeuten an einer Behindertenschule finanziert, ein Spielplatz für einen Kindergarten gebaut, Spielgeräte einer Schule repariert, Schuluniformen gekauft und Förderunterricht für mittellose Kinder finanziert.

Allesamt Projekte, die nun dank der Großzügigkeit der Schulgemeinschaft der PGRS+ weitergeführt und sogar deutlich intensiviert werden können. Text und Foto: Markus Jung

02.02.2016


Damit auch Ihre Kinder ihre Leistungsfähigkeit voll ausschöpfen können

Böhl-Iggelheim- Der Start nach den Weihnachtsferien sorgt nicht bei allen Schülern für Freude. Vor allem bei denen nicht, die mit Bammel den Halbjahresinformationen Ende Januar entgegenblicken. Denn für viele Schüler und deren Eltern fallen die Noten weniger gut aus als erhofft. Im Interview erzählt Christine Eisenhofer, Pädagogin, Lerntherapeutin und Leiterin des LOS Speyer, wie man mit Zweifeln umgehen und was man nun tun sollte.

Laut einer aktuellen forsa-Umfrage nehmen bis zu einem Viertel aller Schüler in Deutschland kommerzielle Nachhilfe. Ist das immer das richtige Unterstützungsangebot?

Christine Eisenhofer: Nein, weil es unter den Kindern mit Lernproblemen immer wieder welche geben wird, für die diese Unterstützung nicht passt.

Warum schlägt Nachhilfe nicht bei allen Kindern an?

Wichtig ist zu wissen, dass nicht alle Schüler, die schlechte Noten bekommen, die gleichen Probleme haben. Manche brauchen „nur“ Nachhilfe, andere brauchen eine Art Lernbegleitung. Wichtig hierbei ist die Tatsache, dass Nachhilfe nicht über das Aufholen von Wissenslücken des aktuellen Lernstoffes hinausgeht.

Wann ist dann Nachhilfe notwendig?

Wenn Unterrichtsstoff versäumt wurde, wenn Vertiefungen notwendig sind oder wenn eine andere Art von Erklärung als die des Lehrers gebraucht wird.

Wann aber ist Nachhilfe das falsche Hilfsmittel?

Wenn es darum geht, ein Handicap in Form einer Lernschwäche in einem bestimmten Bereich auszugleichen. Eine nicht passende Unterstützung kann dazu führen, dass sich keine besseren Resultate einstellen. Schüler verlieren dann schnell die Lust, Eltern zweifeln an der Lernkompetenz ihrer Kinder.

Wie kann man mit diesen Zweifeln umgehen?

Kinder dürfen ihre Lernschwäche nicht als Bestrafung empfinden. Eltern müssen die erfolglosen Anstrengungen ihrer Kinder als eine Art Hilfeschrei verstehen und ihnen gezielt helfen lassen.

Und wie kann man bei einer Lernschwäche helfen?

Ohne eine genaue Diagnose des Problems sollte nie eine Lernunterstützung starten – egal ob es sich um Probleme im Schreiben, im Rechnen oder bei Fremdsprachen handelt. Glücklicherweise gibt es im Bereich der Förderung genug erfolgreiche Methoden und Materialien.

Was unterscheidet eine Förderung in Form einer Lerntherapie von der Nachhilfe?

Im Vordergrund steht das systematische Hinführen zum richtigen Schreiben, zum Erlernen der Lesebausteine oder zum Finden des Rechenweges. Dies erfolgt auf Basis der erstellten Diagnose. Im Laufe der Förderung muss es den Schülern zunehmend gelingen, erlerntes Regelwissen anzuwenden und Schreibweisen zu automatisieren. Das verlangt natürlich sehr viel Übung, was in kleineren Lerngruppen leichter fällt.

Was muss Förderung noch leisten?

Die Schüler müssen lernen, strukturiert zu arbeiten. Bei den Kindern kehrt die durch Misserfolge oftmals verlorene Lernlust zurück. Das führt dann fast automatisch zu einer besseren Note.

Christine Eisenhofer ist Leiterin des LOS Speyer, Bahnhofstraße 62-64, Telefon: 06232/291603

Die ersten drei Eltern aus Böhl-Iggelheim, die sich für eine Förderung ihres Kindes entscheiden, erhalten einen Gutschein für das Rofu Kinderland in Speyer. Text und Foto: LOS Speyer

01.02.2016


„ Hängsching feiern schwungvoll Fasenacht“

Stimmungsvolle Bütten, mitreißender Tanz

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Wie in all den vergangenen Jahren sind die Prunksitzungen der „Böhler Hängsching“ ein kompromissloser Angriff auf die Lachmuskeln. Über fünf Stunden attackierten die Böhler das Zwerchfell ihrer Gäste in der zur Narhalla dekorierten VT-Halle in der Lindenstraße. Und die kostümierten Narren dankten es ihnen mit donnerndem Applaus,  unzähligen Raketen und Wünschen nach immer mehr Zugaben.  Der Fanfarenzug der „Hängsching“, hatte die Sitzung schwungvoll und lautstark eröffnet.Diese Musikgruppe wird sich neu formieren und sucht junge begeisterungsfähige Instrumentalisten. Clemens Kreitner stellte in sehr persönlichen Worten die diesjährige Prinzessin, Nicole II. vor  „Das Beste und Liebreizendste was die Hängsching in dieser Kampagne zu bieten haben“ wie Kreitner betonte. Mit sichtlichem Bedauern wurde die Ankündigung von Clemens Kreitner zu Kenntnis genommen, das letzte Mal in dieser Kampagne als 1. Vorsitzender zu wirken. Er wird das Amt in andere, wie er sagte sehr gute Hände legen. Den bevorstehenden Abschied von ihren 1. Vorsitzenden hatten die Elferräte zum Anlass genommen „ihrem Clemens“ eine besondere Überraschung zu bieten. Das „Duo Inflagranti“ vom befreundeten Karnevalverein „Herxemer Wind“ trat nur ihm zu Ehren zu Beginn der Sitzung auf.

Bütten, Gesang, Tänze wechselten sich in bunter Reihenfolge ab. Traudel und Elisabeth, alias Jasmin Baumert und Andrea Bizik, begaben sich auf eine Wandertour. Der ach so gesunde Tee aus der Thermoskanne entpuppte sich dann schließlich als Tequila, was aber damit erklärt wurde, dass der Alkohol zwar der Feind des Menschen sei,  aber, wie schon in der Bibel steht geschrieben, man soll auch seine Feinde lieben.

Mit der neunjährigen Jana Scheurer und dem elfjährigen Jannik Melzer wachsen zwei hoffnungsvolle Büttentalente heran. Mit ihrem Auftritt als „Altes Ehepaar“  wurden Beide 2015 schon als „Superfastnachter 2015“ ausgezeichnet. In diesem Jahr machten sie ein Rückentwicklung zu Babys und strapazierten aus dem Kinderwagen heraus die Lachmuskeln der Närrinnen und Narren.

Jürgen Baumert, ein  Urfastnachter in der ganzen Region bekannt und geschätzt, verkörperte einen Hausmeister, der mit Wenigen zufrieden, dafür mit Vielem, besonders auch mit seiner Gattin, manchmal unzufrieden ist. Besonders dann, wenn er sich mit seiner besseren Hälfte, wie in diesem Jahr, auf   eine Shopping- Tour durch diverse Fachgeschäfte begeben muss.

 Andreas  Schäffer und Christopher Tritschler waren in dieser Kampagne als Müllmänner im Einsatz. Smartphone, dazugehörige, Apps, gaben ihnen zu denken. Und über  das Verhalten von Saarländern und auch Iggelheimern lässt sich trefflich lästern. 

Horst Leipner und Ralf Steinbacher gaben in diesem Jahr Als Eier-Schorsch und Butter-Bärbel ein umwerfendes Marktschreierduo, das sich unentwegt bekriegte und zum guten Schluss die Bärbel den Schorsch mit Eiern bewarf wobei das letzte, das sie ihrem Wiederpart auf dem Kopf zerdrückte, ein Echtes war.

Ohne die Leistung der anderen Büttenasse schmälern zu wollen, muss doch Silvia Calles besonders erwähnt werden. Sie gab die Dompteuse  für die Goldenen Löwen. Ihre Ausbildung führte sie über berühmte Zirkusse bis zu den weißen Tigern von Siegfried unn Roy nach Las Vegas. Und sie gedachte schon daran hinter der Flackhalle beim Hängsching Narreneck einen eigenen Safaripark zu eröffnen.. Aber dann merkte sie doch noch, dass die Goldenen Löwen bei den Karnevalisten nicht aus dem Tierreich stammen. Eine Bütt die gänzlich ohne Anspielungen auf Körperteile unterhalb des Solar Plexus auskommt – erfrischender Humor mit Kopf und Verstand.

Lara Schäffer, das „Hängsching Schlagersternchen“ aus Böhl, hatte schnell das Publikum auf seiner Seite, animierte zur Wahl des Hängschinfg– Fastnachts- Hit. Hierbei standen Viele schon vor Begeisterung auf den Stühlen.

Zu den besonderen Höhepunkten gehören in Böhl die Auftritte der einzelnen Garden, Tanzmariechen und Tanzgruppen. Die Vielzahl der Garden, angefangen bei den Vierjährigen bis zu den Erwachsenen würde ausreichen um alleine mit den Tanzgruppen und den hochdekorierten Solotänzerinnen und Tänzern eine eigene, mehrstündige Sitzung zu gestalten.

Die Jüngsten,  „Die Däumlinge“ tanzten sich als Pinguine in die Herzen der Narren. Jugend-,  Juniorengarde und die Damen der Aktiven Garde  wirbelten über die Bühne. Bei der Juniorenschautanzgruppe waren im Dschungel die Tiere los. Fast nicht zu zählen zählen waren die Dschungelbewohner  die da  fulminant über die Hängschingbühne tobten.

Eine Augenweide ist die Schautanzgruppe die als Bienen und Wespen aufwändig kostümiert und geschminkt  eine grandiose Show bot. Die Bühne reichte nicht. Durch den ganzen Saal tobten die Akteure und boten den Närrinnen und Narren ein unvergleichliches Spektakulum.  Hier bot Jung und Alt der Hängsching eine generationenübergreifende Superleistung. Natürlich gab es auch hier Rufe nach Zugabe, die gerne gewährt wurde.

Ein besonders Schmankerl sind natürlich die Tanzmariechen bei den „Hängsching“.  Alle bieten höchstes tänzerisches Niveau. Unzählige Pfalz-, Süddeutsche- wie auch deutsche Meister sind in den Reihen der Böhler Hängsching zu finden. Tanzmariechen Melina Kasper, so wie das Tanzpaar Kim Noele Mollenhauer und Samuel Natus, schon mit regionalen Meisterschaften gekürt, werden die große erfolgreiche Tradition der Hängsching  sicherlich weiterführen.

Den „tänzerischen närrischen Höhepunkt“ bildete das Männerballett „Die Chantre´-Spatzen“. „Zeus auf Freiersfüßen“ hatten die grazilen Herren ihren, mit akrobatischen Höchstleistungen, aber auch filigranen Bewegungsabläufen, gespickten Tanz überschrieben. Die Chantre´-Spatzen rissen  das Publikum zu Beifallstürmen hin. Ohne Zugabe kamen auch diese agilen Herren nicht von der Bühne.

Die Böhler Hängsching sind besonders stolz auch in dieser, wie in all ihren Sitzungen in den 35 Jahren ihres Bestehens, ausverkaufte Sitzungen mit eigenen Akteuren bestreiten zu können. „Wir brauchen keine hochbezahlten Stars von auswärts einzukaufen um Frohsinn zu verbreiten, des hän mir alles hier in Behl“ ist immer wieder von ihren 1. Vorsitzenden, Clemens Kreitner, so wie  den Verantwortlichen der Hängsching und den Besuchern zu hören.

Den Schlusspunkt setzten traditionsgemäß die „Hoi Doi´s „. Eine Musikformation die in der Fastnacht weit über die Grenzen von Böhl bekannt ist und auf vielen Sitzungen das Publikum zum rasen bringt. Bis weit in den nächsten Tag tanzten die Narren auf Tisch und Stühlen und machten eine ereignisreiche Nacht zum Tag.

Nicht  unerwähnt bleiben dürfen Sitzungspräsident Heiko Tanski, so wie Vizesitzungspräsident Joachim Bullinger, die charmant, witzig, souverän, nie den Überblick verlierend, durch die über fünfstündige Prunksitzung führten. Haus- und Hofmusiker „Udo“ umrahmte das Spektakel musikalisch und seine Schunkelrunden hielt Niemand auf den Sitzen.

Bilder: fg

30.01.2016


„Feiern dass es mächtig kracht – eben Bessem Fasenacht“

Schwungvolle Mädchenbeine und Pointenregen aus der Bütt bei den Igg´lemer Bessem

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim-  Mit viel Schwung gestalteten die Akteure die erste der drei Prunksitzungen in der 59. Kampagne seit dem Bestehen der Karnevalsabteilung „Igg´lemer Bessem“ im TSV Iggelheim. Und die Bessem hatten die Närrinnen und Narren von Anbeginn an auf ihrer Seite. Denn mit, auf die rheinische Fastnachtsweise „Ja wenn das Trommelche erklingt“ den Bessem angepassten Text, stimmten Kurt Hauck und Andre Daub das närrische Auditorium auf über eine fünfstündige Fahrt durch Gott Jokus Reich ein. Das im Refrain „Bessem ahoi“ war an diesem Abend vielhundertmal zu hören. Und immer wieder begleitete der Hofmusiker der Bessem, Roland Richter, die Narrenschau musikalisch auf der langen Reise und animierte zwischen den Vorträgen mit schmissigen Weisen zum Schunkeln und mitsingen, so dass es die Besucher oft nicht auf den Sitzen hielt. Auch auf den Stühlen wurde geschunkelt und getanzt.

Besonders stolz zeigte sich Präsident Kurt Hauck, bei seinen Begrüßungsworten, dass nur „Eigengewächse“ die über fünfstündige Narrenschau, gestalteten. „Wir brauchen keine teuren Akteure von außerhalb verpflichten, wir haben genügend närrisches Potential in den eigenen Reihen“, betonte der Urfastnachter. „Wir sind unsere eigenen Büttenstars und haben hervorragende Garden und Tanzmariechen“ unterstrich Kurt Hauck, der dieses Jahr zum 5. Mal das Bessemzepter als Präsident schwingt. Viele der Bessemakteure sind während der Kampagne bei befreundeten Vereinen gern gesehene Gastredner und Gastgruppen

Die Bessem werden in der Kampagne 2015/2016 von Prinzessin Annika I. regiert und repräsentiert. Nach den Begrüßungsworten ihrer Lieblichkeit entführten die Minibessem mit ihrer schwungvollen Reise durch die Musikgeschichte unter dem Motto „Fun and Rock´n Roll“  die begeisterten Narren und Närrinnen und tanzten sich damit fulminant in die Herzen der farbenfroh kostümierten Gäste, in der prächtig geschmückten Narhalla des TSV Iggelheim in der Jahnstraße, die bis auf den letzten Platz gefüllt war. Die Mini-Bessem waren sofort „Die“ Lieblinge des applausfreudigen Publikums. Hier wird der Grundstock für die anderen Garden gelegt. Ein Beweis für die gute, zukunftsweisende Jugendarbeit bei den Bessem, wie ,Präsident Kurt Hauck mit Nachdruck betont.

Überhaupt sind die Garden die Glanzpunkte in der Igglemer Fastnacht. Ob Mini-, Midi-Bessem, Juniorengarde, Rehbachnixen, Jugendschautanzgruppe und nicht zuletzt die Schautanzgruppe bietet ein sehr hohes anspruchsvolles tänzerisches Niveau. Dies trifft auch auf die Tanzmariechen Lea Straub und Emily Speckmann-Daub  zu. Deren akrobatische Darbietungen wurden immer wieder spontan mit Beifallsstürmen bedacht.

Die jungen Akteure der Jugend- und Juniorenschautanzgruppe entführten das Publikum in  magische, mystische Sphären. Auch Zaubertricks fehlten nicht. Und mit Leuchtstäben in den Händen verabschiedete sich die junge vielbeklatschte Truppe.  

Die Schautanzgruppe, eine bunte und gelungene Mischung aus jungen und älteren Mitgliedern der Bessem, wagte sich auf den fremden Kontinent Afrika.  Eine Vorführung mit viel Schwung, Rhythmus mit der die flotte Musik auf der Bühne umgesetzt wurde. Viel schauspielerisches Talent offenbarten hier die Akteure. Die Akteure waren in einer fetzigen Geschwindigkeit zu Gange und die Abfolge der Szenen fast schon atemberaubend zu nennen. Rauschender Szenenapplaus und die Forderung nach Zugaben waren nicht zu überhören und die Zugabe wurde gerne gewährt.Wie bei all den Schautanzvorführungen sind die ausgefeilte Choreografie und die aufwendigen Kostüme besonders zu erwähnen.

Nur gut, dass Sitzungspräsidentin Christina Schön-Konstantinidis, zwischenzeitlich unterstützt von Vize-Sitzungspräsident Sven Jandura, während der gesamten Veranstaltung, den Überblick. behielt. Souverän führte Christina witzig und schlagfertig durch den mehr als vergnüglichen Abend.

Wie in den letzten Jahren auch fanden sich die Büttenasse der Bessem zu einer Formation zusammen. In diesem Jahr vergaben sie die  „1. Pälzer GRAMMXs“ an nationale und internationale Gesangsstars aus Vergangenheit und Gegenwart – eine internationale Hitparade  auf der Igg´lemer  Bessembühne. Helga Feddersen und Dieter Hallervorden wurden mit der „vollen Wanne“ auf die Bühne geschoben, Dieter Bohlen und Thomas Anders fanden sich noch einmal zu Modern Talking zusammen. „Der King“  Elvis Presley rockte über die Bühne. Stilecht hatten die Geschwister Helwig einen Alpengipfel mitgebracht. Margot Werner war fast der Star des Abends, neben Dieter  Thomas Kuhn, der mit seinem „sag mir quando“ über Bühne und davor wirbelte. Allerdings war auch in diesem Jahr Trude Herr, der absolute Star und Höhepunkt dieser GRAMMY – Verleihung.

Pfälzer Lieder, Eigenkompositionen, originelle Texte und vor allem jede Menge Schwung verbreiteten die „Frühschoppler“. Diese Musikformation verkörpert echten Igglemer Fastnachtsgeist.  Und auf ihre Prinzessin  hatten sie eigens ein Lied geschrieben zu deren Vortrag sie Annika I. in ihre Mitte holten. Begeistert begleitete Annika den Auftritt „ihrer Frühschoppler“ wie sie die fidele Truppe um Kurt Hauck, den alle Welt nur Kutte nennt, bezeichnet. Gleich zu Beginn inszenierten die Musiker einen Kanon mit dem ganzen Saal. Und dem „Uns geht’s gut“ pflichteten Alle im Saal begeistert zu. Nach einer „Autofahrt“ war die Stimmung bereit um Party zu machen, was einem „Pälzer mit Leib und Seel“ ja auch nicht schwer fällt.

„Ich bin ein Dorfkind“ eine Hommage der Frühschöppler an ihre Heimatgemeinde, ist ebenso ein Fastnachtsschlager der Frühschoppler, wie ihr eigener komponierter und getexteter Song vom Pälzer mit Leib und Seel. Es wird immer lauthals mit gesungen und bei den Frühschopplern hält es Niemanden im Saal auf den Sitzen.

Wenn sie auch mit ihrem Helikopter diese Jahr nicht zum lieben Gott flogen, so landen sie doch punktgenau in den Herzen ihres Publikums, aus Iggelheim oder der Umgebung. Denn bei dem Ruf der den Prunksitzungen der Bessem vorauseilt sind nicht nur einheimische Narren und Närrinnen zu gegen.

Und dann gibt es da noch das Herrenballett. Grazile Herren, die gemeinsam aber doch rund 1 Tonnen Lebendgewicht auf die Waage bringen, erzählten tänzerisch Geschichten rund um die  Welt. Da gab es Kapitäne, Bauarbeiter, Indianer, Cowboys, usw. Der absolute Höhepunkt wenn einer dieser nicht ganz leichten Herren, Münchhausen gleich, auf eine Kugel über die Bühne schwebt.  Eine Formation die schwergewichtige Grazie ausstrahlt.

Groß ist der Fundus von Büttenrednern, solo oder im Duett auftretend, bei den Bessem. Die „Alten Damen“, diese ungleiche Paar bestehend aus Lisa Theobald, in den verschiedensten Rollen bei den Bessem aktiv und Kelly Hammer lästerten über Gott und die Welt, nahmen aber sich selbst gehörig aufs Korn und Schippe.

Marlene Mildenberger, noch jung an Jahren, feiert in dieser Kampagne schon ihr 11. Bühnenjubiläum auf der närrischen Bessem-Rostra. „Es gibt kä Frau uf dere Welt, der Alles an sich selbst gefällt“ war das Fazit ihrer zahlreichen Abnehmversuche bei der „der Spiegel der größte Feind der Frauen ist“ wie Marlene  resignierend Fazit zieht.   

Die Toilettenfrauen Anette Jandura und Kerstin Hammer erzählten aus ihrem bewegten Leben mit ihrem Ehegatten und aus ihrem Berufsleben mit Waschlappen und Toilettenbürste.

Heike Reichert und Sven Jandura, alias Gisbert und Claudine träumten als gestresste Beamte von der Gemeindeverwaltung vom besseren Leben. Sie erzählten aus dem bewegten Leben als Kurschatten. Beide Damen hatten ebenso die Lacher auf ihrer Seite wie „Das alte Igglemer Ehepaar“, verkörpert von Susi und Alex Holtkamp, die wie gewohnt mit vielen Lebensweisheiten aufwarteten.

 „Nibbel“, André Daub, ein Garant für beste fastnachtliche Unterhaltung lud als Bessem- Sommelier zu einer Weinprobe besonderen Art ein. Ob er einen lieblichen aus der Pfalz, ein Weingetränk aus Bayern oder sogar eines aus Dresden servierte, immer zeigte er sein musikalisch sprachliches Talent in dem er die Weine in den jeweiligen Landesdialekten „besprach“ und Gästen im Saal kredenzte.

Jürgen Eschenbacher toppte als „Armer Deiwel“ sein gelungenes Büttendebut aus den letztjährigen Prunksitzungen auf der närrischen „Bessem-Bühne“ noch in diesem Jahr. Er gab aufschlussreiche Einblicke in das Familienleben eines „armen Deiwel“. Und Luigi aus Italien, alias Akis Konstantinidis, ist seit Jahren ein Garant für Gags und Lacher. Schon berühmt sein „kleiner Applaus“ zu dem er das Publikum nach jeder Pointe auffordert.

Weit nach Mitternacht setzte die Band „no milk“ wie in den vergangenen Jahren auch, den musikalischen Schlusspunkt. Erst nach vielen Zugaben  fiel der Vorhang und ein großer Teil der zufriedenen und froh gestimmten Besucher blieben noch in froher Runde sitzen mit dem festen Vorsatz nächstes Jahr wieder zu kommen.

Zwei Prunksitzungen, am 30. Januar und 06. Februar werden noch folgen! Bilder fg

24.01.2016


Annika I. regiert die Igg´lemer Bessem!

Böhl-Iggelheim- Annika I. aus dem Hause  Gurski ist die korrekte Bezeichnung der Regentin der Igg´lemer Bessem in der Kampagne 2015/2016

Geboren am 30.07.1995 im schönen Speyer verbrachte sie die ersten 10 Kindheitsjahre in der herrlichen Domstadt. 2005 erfolgte dann der Umzug nach Iggelheim in den Steigert. Eine schicksalhafte Begebenheit, wie sich herausstellen sollte. Annika wuchs mit einem  älteren Bruder und einer jüngeren Halbschwester auf. Nach dem Besuch des katholischen Kindergartens und Beendigung der ersten Klassen der  Grundschule, erfolgte der Wechsel auf das  Kaiserdomgymnasium in Speyer, das Annika mit erfolgreichen Abschluss des Fachabiturs beendete.

Aktuell absolviert die charmante Dame eine Ausbildung zur Physiotherapeutin am Diakonissen-Krankenhaus in Mannheim. Die Ausbildungszeit ist gerade halbiert, der Abschluss erfolgt im Jahre 2017.

Mit der Fasnacht hatte Annika zunächst nur wenig zu tun. Die einzige närrische Person in ihrer Familie ist eigentlich ihr Opa, wie Annika meint. Und dieser Opa hat  dann doch die Freude an der Narretei in ihr geweckt. Und der Umzug nach Iggelheim hat wohl hierbei auch karnevalistisches Schicksal gespielt. Gemäß dem Motto: Leben ist Das was passiert, während man andere Pläne macht. Annika zog in die Nachbarschaft von keiner geringeren als Lisa! Und diese infizierte Annika endgültig mit dem Virus der Fastnacht und brachte sie in Kontakt mit den Bessem. Annika  begleitete zusammen mit Lisa und Dominik, beide noch jung an Jahren, aber in den verschiedensten Funktionen bei den Bessem tätig und nach den Worten von Präsident Kurt Hauck, schon jetzt „Stützen des Vereins“, die letztjährige Prinzessin Lena bei deren Auswärtsterminen und fand so immer mehr Gefallen an der Fasnacht und ihrem Zeremoniell.  Wie schon die eine oder andere Prinzessin vor ihr im Amt, wollte Annika  eigentlich nur beim Schautanz tanzen. „Aber die Leidenschaft zur Fasnacht brennt heiß und unwiderstehlich, wenn man mal Feuer gefangen hat“ wie „Kutte“ Hauck es ausdrückt. Und so konnte auch Annika dem Charme der Bessem nicht widerstehen als man ihr die EINE, entscheidende, Frage stellte. „Wie immer Kuttes Aufgabe, den schicken wir immer vor, der bekommt bei Frauen nur selten einen Korb“ heist es in Kreisen der Bessem, wenn es gilt eine neue und geeignete Prinzessin für diese hohe Amt bei den Bessem zu gewinnen.

Freunde und Bekannte charakterisieren Annika als natürlich, aufgeschlossen und eigentlich immer fröhlich, immer für einen Spaß zu haben. Zur Zeit gilt ihre ganze Liebe, neben der Fastnacht, ihrem  Rauhaardackel  Sammy-Boy. Prinzen haben also noch eine Chance ihr Herz zu gewinnen. Feiern mit Freunden, mit Schorle und Bratwurst  können nicht oft genug stattfinden .Annika hört gerne deutsche Schlager aus der „Hitparadezeit“. Sie ist ein großer Fan von den „Frühschöpplern“, der Paradeband der Bessem unter der Leitung von Kurt Hauck.

Sie hat extra auf dem Handy eine Musik "eingerichtet". Wenn sie mit dem Auto unterwegs ist, wird das Handy angeschlossen und "Kutte Jodler" abgespielt.

Die Bessem freuen uns auf diese gemeinsame, wenn auch kurze dafür sicherlich umso intensivere Kampagne mit ihrer liebreizenden Regentin!!! Text und Bild:fg

12.01.2016


Ordensregen bei den „Igg´lemer Bessem“

Bunter Mix der Narretei

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Stolz blickte der erste Vorsitzende der „Igg´lemer Bessem“, Kurt Hauck, auf eine Narhalla voller Prinzessinnen, Prinzenpaare, Lieblichkeiten, Tollitäten,  Vereinsvorstände sowie jede Menge Komiteeter von  befreundeten Karnevalsvereinen, „vun hiwwe und driwwe vum Rhoi un hiwwe un driwwe vun de Brick“ die er mit drei kräftigen „Bessem ahoi“ begrüßte.

Die „Igglemer Bessem“ hatten zum Ordensfest in die TSV-Halle in der Jahnstraße geladen. Und die Gäste von 53 befreundeten Karnevalsvereinen aus der Pfalz und von über dem Rhein brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen. Von 19:33 Uhr bis weit nach Mitternacht wurde ein bunter Mix der Narretei geboten. So konnte sich so manche Dame oder Herr im bunten Rock und „Kapp uff em Kopp“ von den Strapazen der vergangenen Nacht, die Etliche der Gäste schon am vergangenen Abend bei diversen fastnachtlichen Veranstaltungen verbracht hatten, etwas entspannen.

Die in diversen Runden durchgeführten Ordensverleihungen setzten schon einiges an Stehvermögen voraus. Galt es doch in erster Linie, dass sich die anwesenden Hoheiten gegenseitig mit den jeweiligen Jahresorden ihrer Vereine beehrten. Darüber hinaus musste Annika I. den Jahresorden der „Bessem“ den jeweiligen Präsidenten, Vorstände oder Vereinsvertreter umhängen und sie selbst hatte eine stattliche  Last der ihr verliehenen metallenen Auszeichnungen zu tragen. Aber dies Alles meisterte die charmante  Annika mit Bravur.

Jeder  Vertreter der Abordnungen der befreundeten Vereine, ob Prinzessin, oder Vorstand und Präsident hatte für die liebreizende Bessemregentin, neben dem jeweiligen Jahresorden noch ein besonderes Präsent mitgebracht. Da dies meist in Süßem bestand wird Annika wohl auch zum Verzehr, auf ihre schlanke Linie achtend, Hilfe in Anspruch nehmen. Und Bessemchef Kurt Hauck wird zur Vernichtung aller ihm überreichten diversen Getränke sicher die Hilfe seiner Komiteeter benötigen, die sich dieser schwierigen Aufgabe aber sicherlich nicht entziehen, sondern mit Bravour meistern werden. „Wir lassen doch unseren Kutte nicht im Stich- auch wenn uns das schwer fällt“ bemerkte einer der leidensfähigen Elferräte.

Sicher, gekonnt  und charmant führte die Vize-Sitzungspräsidentin Christina Schön-Konstantinidis , gemeinsam mit Kurt Hauck, den alle Welt nur Kutte nennt,durch den Abend.

Die einzelnen Ordensverleihungsrunden wurden durch tänzerische Leckerbissen aufgelockert. So kam die Schautanzgruppe der Bessem direkt aus Afrika. Gekonnt und sicher wirbelten die 22 Beine der Rehbachnixen über die Bühne. Die Tanzmariechen Emily Keller, so wie Emily Speckmann-Daub fegten akrobatisch gekonnt über das Parkett. Das Männerballett hat sich zu einem wahren Kracher entwickelt. Stürmisch gefeiert und zur Zugabe gezwungen zeigten die grazilen Herren ihr Talent und ihr Können.

Und auch die Gäste trugen zur gelungenen Narretei und optischen Leckerbissen bei. Das Prinzenpaar aus Ruchheim entpuppte sich als Meister des modernen Tanzes. Der Rock ´n´Roll den Beide auf die Bühne zauberten begeisterte den ganzen Saal.

Ein Ordensfest, dass bestätigte „Wir Bessem machen eine volksnahe, traditionelle Fastnacht“ wie Kutte Hauck stolz Bilanz zog. Bild: fg

10.01.2016


„Segen bringen – Segen sein“

Sternsingeraktion für Straßenkinder in Bolivien

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- C+M+B „Christus mansionem benediktat“, „Gott segne dieses Haus“. Diesen Segensspruch schrieben die Sternsinger nach altem Brauch mit geweihter Kreide an die Türen der Häuser in Böhl-Iggelheim, oder brachten einen Aufkleber mit den Segensinitialen an. Aus diesen Anfangsbuchstaben des lateinischen Segensspruches leiten sich im Volksmund die Namen der heiligen Dreikönige ab – Caspar, Melchior, Balthasar. Über 20 Kinder und Jugendliche aus der katholischen Pfarrei „Allerheiligen „ in Böhl und über 30 Jungen und Mädchen aus der katholischen Pfarrei St. Simon + Judas Taddäus in Iggelheim waren am Samstag mit ihren erwachsenen Begleiterinnen und Begleitern in beiden Ortsteilen unterwegs.

Die Aktion der Sternsinger steht seit 1958 unter der Trägerschaft des Kindermissionswerkes der deutschen katholischen Diözesen und wird bundesweit durchgeführt. Sie ist die größte Hilfsaktion in Deutschland überhaupt und weltweit die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder. Rund 500 000 Kinder mit über 80 000 ehrenamtlicher Helferinnen und Helfern beteiligten sich auch dieses Jahr wieder bundesweit an der Aktion. Seit ihrem Bestehen sammelten die Sternsinger ca. 800 Millionen Euro für über 58 000 Projekte in mehr als 100 Ländern für benachteiligte Kinder weltweit. Alleine im Jahr 2015 konnte durch die Sternsingeraktion der stolze Betrag von fast 43 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden.

Die diesjährige bundesweite Sternsingeraktion dient der Unterstützung von Projekten die sich um Straßenkindern in Bolivien zu kümmern.

Wie schon über viele Jahre waren auch in Böhl-Iggelheim die als die Hl. Drei Könige, Caspar, Melchior und Balthasar verkleideten Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 18 Jahren, unterwegs um den Segen in die Häuser zu tragen und um Spenden für ihr Anliegen zu bitten. Mit Liedern und Gedichten erfreuten sie die Besuchten und wurden durchaus freundlich aufgenommen. Nicht nur die Spendenkasse füllte sich. Viele der besuchten Menschen hielten für die Kinder auch Süßigkeiten bereit, die am Abend  gemeinsam  in den Pfarrzentren  gerecht unter Allen verteilt wurden. Und in manche Häuser wurden sie auch hereingebeten um sich bei heißem Tee und Kinderpunsch aufwärmen zu können. So dankte die Bevölkerung den tapferen Sternsingern neben den Spenden für ihr Engagement. Denn gerade bei dem am Samstag herrschenden tiefen Temperaturen ist der Einsatz der Jungen und Mädchen besonders lobend zu erwähnen.

In einer kleinen Feier in der jeweiligen Pfarrkirche wurden die Kinder von Pfarrer Macziol  ausgesandt. Dabei wurden die Kreide, die Aufkleber, die Sterne, aber auch die Kinder selbst gesegnet. Denn nach christlichem Verständnis sollen die Sternsinger nicht nur Geld sammeln, sondern den Segen Christi in die Häuser und zu den Menschen tragen. Das Motto „Segen bringen – Segen sein“ gibt auch darüber Auskunft.  Die Aktion der Böhl-Iggelheimer Sternsinger kommt  einem Projekt in der Partnergemeinde der beiden Böhl-Iggelheimer Pfarrgemeinden in Khadua in Ruanda zu Gute. Auch hier handelt es sich um ein Projekt für Straßenkinder. Es soll ein Kindergarten gebaut werden in dem Kinder, die ohne Familie auf der Straße leben, Zuflucht finden und ihnen die Möglichkeit, nicht nur satt zu werden, sondern auch Bildung zu erfahren, geboten werden kann.

Und der Einsatz der Böhl-Iggelheimer Sternsinger hat wieder ein großartiges Ergebnis erzielt. Nach erster überschlägiger Zählung wird wohl ein Betrag wohl  10 000 Euro übersteigen.

Den Gottesdienst am Samstagabend in der Pfarrkirche in Böhl gestalteten die Sternsinger eindrucksvoll mit. Der Gospelchor „The Chariots“ übernahm die musikalische Ausgestaltung. Die „Chariots“ hatten für diesen Gottesdienst die Kinder und Sternsinger integriert. Bild.: fg

10.01.2016


Stimmungsvoller Abschluss des Jubiläumsjahres

Adventskonzert der Musketiere

Von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Den Abschluss und Höhepunkt des Jubiläumsjahres zum 60-jährigen Vereinsjubiläum der Musketiere bildete das schon traditionelle Konzert in der Vorweihnachtszeit in der Katholischen Pfarrkirche Allerheiligen in Böhl.

Vor nunmehr 60 Jahren haben sich Musikbegeisterte zum Böhler Fanfaren- und Spielmannszug  zusammen geschlossen.  Initiator war der damalige Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Böhl, Richard Kiefer.  “Und in diesem Jahr blicken wir auf 60 Jahre erfolgreiche Vereinsjahre zurück“ betonte ein sichtlich stolzer 1. Vorsitzender Matthias Winkler.  Zuerst wurden Querflöten und Trommeln angeschafft. Im Saal des Gasthauses „Zur Sonne fanden die ersten Übungsstunden statt. Schon 1965, beim großen Sängerfest des MGV Böhl, trat der Spielmannszug zur großen Überraschung der Bevölkerung nach so kurzer Übungszeit, unter der Stabführung von Gerhard Herrmann erstmals öffentlich auf. Auftritte bei den verschiedensten Anlässe folgten. Die Instrumentierung wurde im Laufe der Zeit durch Fanfaren und Landsknechtstrommeln erweitert, auf die Querflöten wurde verzichtet. Qualitativ stieg der Musikzug von der Klasse 3 bis zur Sonderklasse S und Sonderklasse „modern“ auf.

Im Jahr 1962 erfolgte die Trennung von der Freiwilligen Feuerwehr und Musiker etablierten sich als eigenständiger Verein. Schon 1 Jahr später, unter der Leitung des Landkreises, begannen freundschaftliche Beziehungen zur Knappenkapelle aus Prettau in Südtirol, so wie Kapellen aus Steinhaus im Ahrntal und St Martin im Salzburgerland.

Die Erweiterung mit einer  Blasmusikgruppe erfolgte 1968. Der neue Name war nun „Fanfaren- und Musikzug“. Der Beschluss den Fanfarenzug aufzulösen und in die Blakapelle zu integrieren wurde 1983 gefasst. Die Landsknechtuniformen wurden abgelegt und die Fanfaren wurden „eingemottet“. Es erfolgte dann die Umbenennung in den heutigen Namen „Musketiere Böhl“.

„Es gab immer wieder einige Tiefen, aber viel mehr Höhen und Höhepunkte – wir bestehen immer noch, sind gut aufgestellt und hoffen auf weitere erfolgreiche Jahre. Der  Altersdurchschnitt ist niedrig und wir haben viele junge Musikerinnen und Musiker in unseren Reihen, die Anlass zu Hoffnungen geben“ betonte Ralf Claaßen, der viele Jahre die musikalische Leitung der Musketiere inne hatte und viele Jahre das Amt des 1. Vorsitzenden ausübte..

Neben dem Stammorchester existiert heute  auch eine Jugendkapelle, die sich wie auch das „große Orchester“ über Zuwachs freuen würde. Eine intensive Jugendarbeit zeichnet den Verein aus. Ausbildung an den verschiedenen Instrumenten übernehmen vereinseigene Ausbilder. Die Musketiere sind mit anderen Musikkapellen befreundet, nehmen an den verschiedensten auswärtigen Festen Teil und sind natürlich ein fester Bestandteil in dörflichen Kulturleben und aus diesem nicht mehr weg zu denken. Konzerte, musikalische Gestaltung bei Jubiläumsfeiern bei Vereinen, Gottesdienstgestaltungen sind nur einige Stationen im Jahreskalender der Musketiere. Das seit einigen Jahren stattfindende Oktoberfest erfreut sich jedes Jahr größerer Beliebtheit.

So war es nur folgerichtig, dass die Musketiere ihren 60-igsten Geburtstag in großem Rahmen feierten. Höhepunkte im Jubiläumsjahr waren zum einen das über zwei Tage dauernde Platzkonzert.  Absoluter Höhepunkt war hierbei der Große Zapfenstreich, der zusammen mit dem Musikverein Iggelheim unter großer Anteilnahme der Bevölkerung, auf dem Dorfmittelpunkt in Böhl dargeboten wurde. Dieses Ereignis präsentierten die Musketiere schon 1995 zum 40-jährigen Vereinsjubiläum zusammen mit der bis heute befreundeten Kapelle aus Büchelberg in der Röhn.

Ein Jubiläumskonzert in der Wahagnies-Halle schloss sich an und zum Jahresabschluss konzertierten die Musketiere in der Katholischen Pfarrkirche Allerheiligen in Böhl.

In der sehr gut besetzten Kirche, die in anheimelnder Atmosphäre illuminiert war, wurde den Besucherinnen und Besuchern ein Konzert mit alten und neuen Weisen, passend zur Vorweihnachtszeit geboten. Entführte die Jugendkapelle ins „Winter Wonderland“, wünschte sie nach „Deck the hall“ „Frohe Weihnacht“.

„Präludium!, Christmas Herald“ Veni Immanuel“ passten vortrefflich in die jetzige Zeit. Beschwingt ging es mit einer Schlittenfahrt, der „Russian Christmas Musik“ gen Weihnachten.

Eine der ältesten, eingängigsten Lieder, das die Hoffnung auf Weihnachten beschreibt ist sicherlich „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit. Textblätter erleichterten den Gästen das Mitsingen.

Die Hirten, welche den neugeborenen Gottessohn als Erste zu Gesicht bekamen, wurden mit „Carol of the Shepards " besungen und mit dem „The Polar express“ fuhren die Musketiere beschwingt aus ihrem Konzert. Und die Zugabe, Feliz Navidad“ beendete ein Konzert, in dem die Musikerinnen und Musiker taktgenau ihrem neuen Dirigenten, Matthias Mayer, folgten und dass die Musketiere als würdigen Abschluss ihres Jubiläumsjahres und Erfolg verbuchen dürfen.

Bleibt noch zu erwähnen, dass die Musketiere nach dem Konzert ihre Gäste noch mit Glühwein bewirteten. Trotz der, schon fast frühlingshaft zu nennenden milden Temperaturen wurde das Angebot gerne angenommen und man verweilte noch einige Zeit in froher Runde. Bild: fg

22.12.2015


Verdiente Mitglieder ausgezeichnet

Stimmungsvoller Jahresabschluss beim Männergesangverein Liederkranz

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Der Gesangverein Liederkranz hatte seine Sängerinnen und Sänger in die Sängerhalle  in der Mühlwiesenstraße eingeladen. „In vorweihnachtlicher Atmosphäre wollen wir das Jahr ausklingen lassen und verdiente Mitglieder ehren“ betonte der 1. Vorsitzende  Jürgen Hain. Dieser nahm dann auch die Ehrungen für den Gesangverein vor

Für 35 Jahre im Verein wurden Gerd Spieß und Paul Veigl mit Urkunde und der Ehrennadel in Silber bedacht. Rüdiger Stöck ist seit 40 Jahren Mitglied beim Liederkranz. Gar 60 Jahre hält Manfred Sommer dem Liederkranz die Treue.

Der Vorsitzende des Sängerkreises Speyer, Erich Armbrüster, betonte die Wichtigkeit der Gesangvereine auch in der heutigen Zeit. Dass sich dem Chorgesang immer noch Menschen über Jahre und Jahrzehnte verschreiben ist nach den Worten Armbrüsters mehr als anerkennenswert und kann als Vorbild für die Jugend dienen. Für 40 Jahre aktives singen erhielt  Rüdiger Stöck die Ehrennadel in Gold nebst Urkunde vom Pfälzer Sängerbund.

Achtzehn Jahre Vorstandsarbeit, Jahrzehnte im Vorstand, „Mädchen für Alles beim Liederkranz“ zeichnete Erich Armbrüster das Sängerleben von Reinmund Sommer nach. Für seine Tätigkeit als Sänger, die mittlerweile 60 Jahre andauert, erhielt Reimund Sommer die Ehrennadel mit Schleife vom Deutschen Sängerbund.

Die Auszeichnungen waren eingebunden in weihnachtliche Liedvorträge des gemischten Chors geleitet von Jürgen Hain, der schon jetzt die gute Zusammenarbeit mit den Sängerinnen und Sängern ausdrücklich lobte. Foto: fg

21.12.2015


Jahresabschlussveranstaltung mit Jubilarehrung bei der Böhl-Iggelheimer SPD

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Im SPD-Ortsverein Böhl-Iggelheim ist es eine lange, gute Tradition,  langjährige Mitglieder in der SPD in einer besonderen Veranstaltung zu ehren. Der geeignete Rahmen bot auch in diesem Jahr die  Jahresabschlussveranstaltung im Foyer der Wahagnies-Halle, der „Guten Stube“ Böhl-Iggelheims.

45 SPD-Mitglieder und Gäste konnte der Ortsvereinsvorsitzende Reinhard Reibsch  zu dieser traditionellen Veranstaltung des Ortsvereins begrüßen. Besonders begrüßte Reibsch Altbürgermeister Reinhard Roos mit seiner Gattin. Für die Laudatio hatte bereits vor Monaten die Sozialministerin des Landes Rheinland-Pfalz, Sabine Bätzing-Tiefenthaler, zugesagt. Aufgrund der bis in den Abend dauernden Landtagsdebatte in Mainz über den Haushalt musste sie kurzfristig ebenso absagen, wie der Landtagsabgeordnete Bernhard Kukatzki. Sabine Bätzing-Tiefenthaler hat aber zugesagt im nächsten Jahr nach Böhl-Iggelheim zu kommen. Und auch  Bernhard Kukatzki wird sicherlich während des Wahlkampfes für die im nächsten Jahr stattfindenden Landtagswahlen nach Böhl-Iggelheim kommen. Liegt der Ort doch in seinem Wahlkreis.

An  Stelle von Bätzing-Tiefenthaler übernahm Martin Wegner, der Unterbezirksvorsitzende der SPD, die Laudatio. Er ging besonders auf die Verbesserungen der sozialen und politischen Verhältnisse in den letzten Jahrzehnten ein. Dazu haben die Jubilare mit ihrem Engagement einen wichtigen Beitrag geleistet. Heute erweist sich dies angesichts großer Unsicherheiten in vielen Lebensbereichen durch  internationale Geschehnisse als ausgesprochen wichtig. Eine sozialdemokratische Denkweise, die den Menschen in den Mittelpunkt allen Handelns stellt, ist heute genau so wichtig wie vor 150 Jahren, als die SPD gegründet wurde, betonte Wegner.

Martin Wegner nahm dann, attestiert von Reinhard Reibsch, die Ehrungen vor.

Für zehnjährige Mitgliedschaft wurden  Christa Bug und Elisabeth Schlindwein mit Urkunde und Ehrennadel ausgezeichnet. Für 25 Jahre Mitgliedschaft konnte   Waltraut Roos  ausgezeichnet werden.

Gar 40 Jahre hielt  Rolf Ungerechts  der sozialdemokratischen Partei Deutschlands die Treue.

Auf  ein halbes Jahrhundert bei der SPD können  Klaus Becker, Reinhold Beckmann, Karola Groß, Irmgard Hauck, Emil Meister und Friedrich Wingerter zurückblicken.

Eine seltene Ehrung, wie er betonte,  konnte Martin Wegner dann vornehmen. Wegner freute sich Erhard Hauck und Anneliese Scheurer  für 60 jährige Treue zur SPD Urkunde und Ehrennadel zu überreichen.  

Wegner überreichte den Jubilaren mit den Urkunden das Buch zur Geschichte der SPD im Unterbezirk. Darüber hinaus überreichte der Ortsverband allen Geehrten ein Weinpräsent

Für das leibliche Wohl sorgten wie immer die SPD Frauen des ASF, die die Tische festlich dekoriert hatten. Musikalisch untermalt und umrahmt wurde die Veranstaltung von den drei Bläsern der „Böhler  Euphoniker“, ein Trio, bestehend aus Musikern der Musketiere aus Böhl. Bild:fg

19.12.2015


Bäume – als Dank und Mahnung wieder das Vergessen

v.l.: V Elisabeth Kasprowiak, Britta Gronbach, Christa Bug Ulrike Lösch-Schölles, Werner Scarbata, Vera Tanski v.l.: V Elisabeth Kasprowiak, Britta Gronbach, Christa Bug Ulrike Lösch-Schölles, Werner Scarbata, Vera Tanski

Dank an Schüler der Peter-Gärtner-Realschule plus aus Israel

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Israelische Familien bedanken sich für den Einsatz  von Schülerinnen und Schülern der Peter-Gärtner-Realschule plus gegen das Vergessen und für Völkerverständigung. Überreichung einer Dankesurkunde an die Schule.

In akribischer Kleinarbeit hatte Vera Tanski, über Jahre hinweg, vom Arbeitskreis für Vielfalt und gegen Extremismus, Lebensgeschichten von Familien aus Böhl-Iggelheim, die während der Nazidiktatur verfolgt, ins südfranzösischen Gurs verschleppt, ermordet wurden, oder an den Folgen unsäglichen Leids zu Tode kamen, recherchiert. Auf  Anregung dieses Arbeitskreises konnte im Jahr 2013 auf dem Iggelheimer Friedhof unter großer Beachtung, auch von der Politik,  ein Gedenkstein eingeweiht werden. (Speyer-Kurier berichtete) Auf dieser Stehle sind die Namen  ehemaliger jüdischen Mitbürger und andere Verfolgter eingemeißelt. Schon zur Einweihung dieses Gedenksteines waren Hanna Wertheim und Meir Blum, die Kinder von Kurt Blum, der als einziger dieser Familie die Naziherrschaft überlebte, nach Böhl-Iggelheim  gekommen.

Die nächste groß Aktion, welche vom Arbeitskreis angestoßen wurde war die Verlegung sogenannter „Stolpersteine“. Ein Kunstobjekt, das der aus Köln stammende Künstler, Gunter Demnig, 1966 ins Leben gerufen hatte. Zehn Zentimeter im Quadrat große Pflasterstein  tragen auf der Oberseite  eine Messingplatte in der die Daten der Opfer eingraviert sind. Die Idee der Stolpersteine fiel im Gemeinderat auf fruchtbaren Boden und es fanden sich auch sehr schnell Sponsoren, welche die Finanzierung der Stolpersteine sicher stellten, wie Vera Tanski anerkennend bemerkte. Und nicht nur im materiellen Bereich wurde die Idee der Stolpersteine aufgegriffen. An der Peter-Gärtner-Realschule plus bildete sich eine Projektgruppe um die Religionslehrerin Ulrike Lösch-Schölles und die Schulsozialpädagogin Britta Gronbach. Nach Kräften unterstützte die Schulleiterin, Elisabeth Kasprowiak diese Projekt, das sie seinerzeit als richtungsweisend für soziale und geschichtliches Engagement an ihrer Schule, nannte. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich mit den Lebensschicksalen der unter den Nazis Verfolgten und verschleppten aus Böhl-Iggelheim sehr intensiv auseinander.

Als im Juli diesen Jahres dann 12 Stolpersteine an 3 Stellen in Iggelheim verlegt wurden, trugen die Jugendlichen mit Rede und Liedbeiträgen, die in Zusammenhang mit den zu Gedenkenden standen würdevoll zur Zeremonie bei. Auch hatten  die Schüler im Foyer der Wahagnies-Halle eine beeindruckende Präsentation mit Stellwänden erstellt. (Speyer-Kurier berichtete)

Ihre Verbundenheit mit Böhl-Iggelheim in Allgemeinen und zu den Aktionen des Arbeitskieses im Besonderen, zeigte sich darin, dass zur Stolpersteinverlegung  insgesamt 16 Familienangehörige, Hanna Wertheim und Meir Blum, Ehepartner, Kinder, Schwiegerkinder und Enkel, nach Böhl-Iggelheim angereist waren. Sie zeigten sich tief beeindruckt von der Aktion der Stolpersteinverlegung, über das große Interesse der Bevölkerung, so wie der Gastfreundschaft die ihnen hier entgegengebracht wurde. Ganz besonderen Eindruck hat das große Engagement der Projektgruppe der  Peter-Gärtner-Realschule plus bei den israelischen Gästen hinterlassen.

Der Kontakt zwischen dem Arbeitskreis und den Israelis ist nicht nur nicht abgerissen, sondern hat sich mittlerweile noch intensiviert. So reisten im Oktober, Christa Bug und Vera Tanski auf Einladung der Familien Blum und Wertheim nach Israel. „Wir  würden sofort wieder hin fahren“ betonten die beiden Damen unisono. Ist das Land an sich schon faszinierend, so beeindruckte vor allem auch die Freundlichkeit und die Gastfreundschaft der Menschen. „Spontan wurden wir am Vorabend vom Schabbat, dem Ruhetag der Juden, von einem uns fremden Menschen auf der Straße mit Kuchen beschenkt“ erzählte Vera Tanski. Der Besuch in der Holocaust-Gedenkstätte für die Opfer der Naziherrschaft, Yad Vashem, gehörte zu den beeindruckendsten, aber auch beklemmensten, Eindrücken, wie Christa Bug erzählte.

Bäume haben gerade in Israel eine tiefe Bedeutung. Sie bedeuten Leben, Zukunft, aber auch Versöhnung. So wurde und wird heute noch in Yad Vashem, für jeden „Gerechten“ ein Baum gepflanzt. Als „Gerechter“  wird in Israel Jeder bezeichnet, der während des Naziregimes mindesten einem Juden das Leben gerettet hat. So wurden für Oskar Schindler, dem deutschen Industriellen und seine Frau, zwei Bäume gepflanzt. Das  einzige „Baumduo“ in der „Straße der Gerechten“.

Wohl auch in Anlehnung an diesen Brauch haben die Familien Blum und Wertheim als Dank für die große Unterstützung der Peter-Gärtner-Realschule plus, der Schule in Israel zehn Bäume geschenkt. Die Bäume werden von der israelischen Umwelt-Organisation Keren Kayemeth Leisrael gepflanzt. Der genaue Standort der Bäume ist nicht bekannt. Irgendwo in Israel stehen diese Bäume  für die Verbundenheit der Israelischen Familien mit der Peter-Gärtner-Realschule plus in Böhl-Iggelheim, wie Hanna Wertheim, Christa Bug und Vera Tanski bei ihren Besuch versicherte. Als äußeres Zeichen dieser Baumspende und der Verbundenheit mit der PGS, wurde den beiden Böhl-Iggelheimerinnen bei ihrem Israelbesuch eine Urkunde übergeben, die die Baumspende dokumentiert.

Im Rahmen eine kleinen Feierstunde übergaben jetzt Mitglieder des  Arbeitskreis für Vielfalt und gegen Extremismus, mit ihrem 1. Vorsitzenden Werner Scarbata, diese Urkunde an die Schulleiterin Elisabeth Kasprowiak. „Wir werden bestimmt den geeigneten Platz für diese Urkunde, die eine große Ehre für unsere Schule darstellt, finden“ betonte Elisabeth Kasprowiak. Die Verbindung der PGS zu den Israelis wird bestimmt nicht abreißen und noch vertieft werden, betonten auch Ulrike Lösch-Schölles  Britta Gronbach.

Schüler der 5. Jahrgangsstufe haben als weiteres Zeichen, dass ihnen das Projekt „Stolpersteine“ auch weiterhin am Herzen liegt, am Tag der Menschenrechte, die bereits verlegten Stolpersteine in der Luitpoldstraße, Buschgasse und Langasse, blank geputzt und daneben Blumengestecke gestellt. „Diese Schülerinnen und Schüler sind die Nachfolger der Vorgänger aus den 10. Klassen. Und wir werden uns weiterhin um die Stolpersteine kümmern und gerade am Tag der Menschenrechte aufmerksam machen“ betonte Ulrike Lösch-Schölles. Bild:fg 

18.12.2015


Stimmungsvolle weihnachtliche Feier bei der Freiwilligen Feuerwehr

Verpflichtungen, Ehrungen, Auszeichnungen

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Wie jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit lädt die Freiwillige Feuerwehr Böhl-Iggelheim zu einer Feier ein, bei der auch Neuverpflichtungen, Beförderungen, so wie Ehrungen vorgenommen werden. Begrüßt wurden die Gäste traditionsgemäß mit einem Glas Sekt in der Fahrzeughalle.

In ein stimmungsvolles, vorweihnachtliches Ambiente hatte Christel Remle, auch in diesem Jahr wieder, den Schulungsraum im Obergeschoß des Feuerwehrgerätehauses verwandelt. Die geschmackvolle Tischdekoration mit Tischläufern und brennenden Kerzen, ein liebevoll geschmückter Tannenbaum, schaffte eine anheimelnde Atmosphäre, in der sich die Feuerwehrleute mit ihren Familienangehörigen und Gästen sichtlich wohl fühlten.

Wehrleiter Thomas Remle konnte neben Bürgermeister Peter Christ (CDU), Kraft Amtes auch Chef der Freiwilligen Feuerwehr, den1. Beigeordneten Karl-Heinz Hasenstab (CDU), den 2. Beigeordneten Bernd Johann (FWG) und Fachbereichsleiter Peter Julier, auch den Landtagsabgeordneten der CDU, Johannes Zehfuß, willkommen heißen. Johannes Zehfuß ist aktives Mitglied der freiwilligen Feuerwehr Böhl-Iggelheim. Die Herren waren alle mit ihren charmanten Damen erschienen. Ein besonderer Willkommensgruß galt Altbürgermeister Reinhard Roos.

Bürgermeister Peter Christ dankte in seinen Begrüßungsworten allen Angehörigen der Feuerwehr Böhl-Iggelheim für ihre Bereitschaft, Zeit und Mühen für das Wohl der Bürgerinnen und Bürgern einzusetzen. “Sie leisten eine unverzichtbaren Dienst für die Gemeinschaft und damit auch für unsere Demokratie. Dafür gebührt ihnen Dank und Anerkennung“ betonte Peter Christ. Deshalb nannte Christ es auch die Aufgabe der Gemeinde, die Feuerwehr mit den optimalen Gerätschaften auszustatten.

Ein Grundsatz, der bei den Mitgliedern im Gemeinderat auch so gesehen wird. Diese gute Ausrüstung hat sich bei manchen Großeinsätzen, z. B. Bei dem großen Brandfall in Hahnhofen, oder beim gefährlichen Waldbrand bei Schifferstadt, bestens bewährt und manchen Feuerwehrmann vor Schaden bewahrt. Und mit den Fahrzeugen, deren Anschaffung oft kritisiert wird, gilt einfach der Grundsatz: „Es ist gut wenn wir diese Fahrzeuge haben und umso besser, wenn wir diese nie brauchen“. Das gilt gerade auch für das neue Dekontaminationsfahrzeug des Kreises, das im Einsatzbereich des Gefahrstoffzuges des Rhein-Pfalz-Kreises bei der Böhl-Iggelheimer Wehr stationiert ist, ist vor kurzem durch Landrat Clemens Körner (CDU) übergeben wurde.

Wehrleiter Thomas Remle und Peter Christ, assistiert von Peter Julier, nahmen dann die Verpflichtungen und die Beförderungen vor. In den aktiven Feuerwehrdienst wurden Timo Brendel, so wie Dominic von Tiedemann, aufgenommen und per Handschlag verpflichtet. Entpflichtet wurde Martin Hartig, der Böhl-Iggelheim verlässt.

Für 10jährige aktive Tätigkeit bei der FFW Böhl-Iggelheim wurden geehrt und ausgezeichnet: Kai.Uwe Babatz , Christel Remle, Tobias Remle, Matthias Veigl.

Für 20 jährige Tätigkeit wurden Holger Mericantante,  Markus Noe , Markus Otto ausgezeichnet.

Gar 35 Jahre treuen Dienst versieht Frank Stahl  bei der Freiwilligen Feuerwehr.

Für 40 Jahre Dienst erhielt Thomas Remle Urkunde und Präsent.

Zu Feuerwehrmännern konnten Christopher Konrad, Hagen Ruf, Peter Gutowski, Patrik  Sandner , Lukas Remle  und Torsten Müller  befördert werden.

In den Dienstgrad, Hauptfeuerwehrmann konnten Christoph Zehfuß,  Fabian Ziegler, so wie Christian Kratz  bestellt werden.

Die Ernennungsurkunde zum Oberfeuerwehrmann erhielten Michael Mayer, Christian Schilling  und Tobias Klein .

Die erforderlichen Qualifikationen hatte Stefan Jerg erworben und wurde zum Oberlöschmeister befördert, und Markus Noe konnte zum Brandmeister befördert werden.                                   

Thomas Remle hofft, dass die gute Jugendarbeit, die bei der Freiwilligen Feuerwehr Böhl-Iggelheim geleistet wird, bald wieder gute Früchte trägt und bald wieder Wehrleute in den aktiven Dienst übernommen werden können. „Wir fördern eine Jugendarbeit um die uns so manche Wehr im Landkreis beneidet“ betonte Remle nicht ohne sichtbaren Stolz.

Für den besinnlichen Teil des Abends zeichnete, wie in jedem Jahr,  Johannes Zehfuß verantwortlich. Seine nachdenkliche Betrachtung, basierend auf der Geschichte vergangener Jahrhunderte über Krieg, Flucht und Vertreibung in Bezug zur heutigen Zeit, hinterließen viele nachdenkliche Gesichter. Um so optimistischer klangen aber seine Wünsche für ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein friedliches Neues Jahr.

Natürlich wurde bei all den Ehrungen auch das, bei allen Veranstaltungen unermüdlich für das Wohl der Wehrleute sorgende Küchenteam, Frau Mattern, Frau Remle  und Herr Achim Remle und die Familie Scharfenberger nicht vergessen.

Alle erhielten ein Präsent für ihren unermüdlichen Einsatz, sowohl aktive oder kulinarisch Tätige.

Markus Jonas lies in einem Power Point Rückblick heitere Festeindrücke und ernsthafte, harte Einsätze des Jahres 2015 Revue passieren.

So endete eine vorweihnachtliche Feier, besinnlich, heiter und macht Vorfreude auf 2016 mit hoffentlich nicht zu vielen Großeinsätzen.

Wie meinte Peter Christ mit großem Kompliment an „Seine Feuerwehrkameraden: „Wir in Böhl-Iggelheim  sind stolz auf unsere Freiwillige Feuerwehr. Sie ist bei allen Einsätzen im Ort um den Ort, im ganzen Landkreis mit hoher Kompetenz und Schlagkraft  vertreten. Wir können uns auf die Böhl-Iggelheimer Wehr immer hundertprozentig verlassen“.  Bild: fg

17.12.2015


Senioren- und Ehrennachmittag bei der Palatia

Fußballverein ehrt verdiente Mitglieder

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Schon seit Jahren ist es beim Fußballverein FC „Palatia“ Böhl 1908 e. V. gut geübter Brauch in der Vorweihnachtszeit die älteren Mitglieder zu einem Senioren- und Ehrungsnachmittag einzuladen. Über 60 Mitglieder konnte der 1. Vorsitzende Mario Joder im Vereinslokal der „Palatiaklause“ in der Lindenstraße begrüßen.

Mario Joder lies noch einmal das Jahr 2015 Revue passieren. Die Umstrukturierungen haben sich bewährt, alle Abteilungen arbeiten selbständig, mit dem Trainergespann ist der Verein sehr zufrieden. Die Platzierungen der 1. und der 2. Mannschaft sind zufriedenstellend und geben Hoffnung auf Plätze noch weiter oben in der Tabelle.

Die Jugendarbeit bezeichnete der 1. Vorsitzende als sehr gut und zollte den engagierten Jugendleitern ein ausdrückliches Lob. Ca. 100 Kinder besuchen wöchentlichen Trainingsstunden der sehr engagiert arbeitenden Betreuer. Die AH würde sich über mehr Beteiligung beim Training freuen.

Besonders lobte Joder die Gruppierung der „Rentnerband“ die sich nicht nur um die Instandhaltung der Außenanlage kümmert.  Aber auch die Rentnerband plagen „Nachwuchssorgen“, da einige Todesfälle zu beklagen waren und manche der Senioren zunehmend gesundheitliche Probleme plagen.

Die Theatergruppe gehört schon seit Jahren zu den Aushängeschildern des Vereins und ihre Qualität und Können kommt dadurch zum Ausdruck, dass in der diesjährigen Spielzeit sechs ausverkaufte Vorstellungen geboten wurden. Das diesjährige Stück lockte auch wieder viele Besucher aus nah und fern nach Böhl. „Dass die Palatia nicht nur ein Fußballverein ist zeigt auch die Arbeit des Kulturausschusses“ betonte Joder. Neben den Theaterveranstaltungen beteiligt sich die Palatia mit Rosenmontagsball, Kerweumzug so wie am Weihnachtsmarkt aktiv am gemeindlichen Leben.

Die Veranstaltung diente auch der Ehrung verdienter Vereinsmitglieder. Die Ehrungen nahm Ehrenvorsitzender Heinz Gräber, assistiert von Mario Joder und Michael Knebel vor. Heinz Gräber konnte von jeden der Geehrten seinen sportlichen Werdegang nachzeichnen. Für 25 Jahre Vereinszugehörigkeit wurden geehrt:  Andreas Merkler, Lennart Anton,  Michael Löbs,  Pascal Klemens, Sebastian Welsch

40 Jahre gehören dem Verein an und erhielten hierfür Urkunde und goldene Ehrennadel:  Axel Blöhs, Michael Pfeiffer, Thomas Wilhelm, Uwe Kuhn, Werner Hery

Für 50 Jahre Treue zur Palatia wurden ausgezeichnet : Albert Mayer, Günter Kolbenschlag, Dieter Gummer, Robert Christ

Für gar 60 Jahre Treue zur Palatia konnten  Alfred Jörns und Gerhard Kaltz die verdiente Ehrung entgegennehmen.

Dass Jemand gar 70 Jahre einem Verein angehört, bezeichnete Hainz Gräber als absolute Ausnahme. Rudi Müller  war sichtlich stolz und gerührt ob der Ehrung für diese Vereinstreue.

Mario Joder dankte Allen, welche die Palatia unterstützen und die Treue halten. Bild: fg

15.12.2015


Langjährige Treue zum Chorgesang

v.l. Herbert Bohrer, Werner Hauck, Willy Kerwien, Erich Armbrüster v.l. Herbert Bohrer, Werner Hauck, Willy Kerwien, Erich Armbrüster

Chor-Weihnachtsfeier der Sängervereinigung

Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- In einer anheimelnden Feier stimmten sich die  Mitglieder der Sängervereinigung Iggelheim auf das bevorstehende Weihnachtsfest ein. Das festlich dekorierte Sängerheim bot hierfür auch den angemessenen Rahmen. Herbert Bohrer, der 1. Vorsitzende, freute sich in seinen Begrüßungsworten über ein vollbesetztes Sängerheim.  Herbert Bohrer dankte den vielen Damen und Herren, die sich bei den unterschiedlichsten Veranstaltungen das Jahr über, uneigennützig in den Dienst der Sängervereinigung stellten. Der 1. Vorsitzende appellierte aber auch an die Mitglieder das Engagement auf mehr Schultern zu verteilen. „Die Sängervereinigung ist auf jede helfende Hand angewiesen“ drückte er zum Schluss seine Bitte und seinen Appell aus.

Die Weihnachtsfeier diente auch dem Zweck, verdiente Mitglieder sowohl vom Verein, als auch vom Kreischorverband Speyer und dem Chorverband der Pfalz zu Ehren. Der Vorsitzenden des Kreischorverbands Speyer,  Erich Armbrüster, assistiert von Herbert Bohrer und Gerhard Saur nahm die Ehrungen vor.

„Ihr habt in den vergangenen Jahren wertvolle Kulturarbeit geleistet und den Verein leben lassen, indem ihr eure Freizeit eingesetzt habt, das ist beispielhaftes Wirken für das Gemeinwohl“ betonte Erich Armbrüster. Das singen im Chor vermittelt, gerade auch jungen Menschen positive Erfahrungen , die in vielerlei Hinsicht auch prägend für das Leben sein können. Armbrüster erwähnte in diesem Zusammenhang die hervorragende Kinder und Jugendarbeit die bei der Sängervereinigung betrieben wird. Hier wird nach Meinung des Vorsitzenden des Kreischorverbandes nicht nur die Grundlage für das singen in Modern-, Frauen-, oder Männerchor gelegt, hier wird den Jugendlichen auch ein Stück Kulturgut vermittelt. In den Chorgruppen wird außer singen noch viel für das soziale Miteinander und den sozialen Frieden geleistet, unterstrich Armbrüster den sozialen Aspekt der Chöre. Dies ist ein hoher Stellenwert.

„Aber auch die passiven Mitglieder sind für ein funktionierendes Vereinsleben von großer Wichtigkeit“ unterstrich Armbrüster die Bedeutung fördernder Mitglieder.

Die Sängervereinigung Iggelheim ehrte und ernannte für 35 Jahre Treue, zu Ehrenmitgliedern: Edgar Armbrust, Walter Herrmann und Roland Kraus.

Vom Chorverband der Pfalz erhielt Werner Hauck die Goldene Ehrennadel für 40 Jahre als aktiver Sänger.Der Deutschen Chorverband verlieh Willy Kerwien die Goldene Ehrennadel für 50 Aktive Sängerjahre.

Sehr sehr lang ist die Liste der Verdienste des langjährigen Dirigenten und Ehrendirigenten der Sängervereinigung, Werner Funk. Organisator vieler Veranstaltungen des Kreischorverbandes Speyer in Speyer und im Dom zu Speyer, beim Kultursommer Rheinland-Pfalz, bei Wertungssingen, Gutachtersingen, Kreiskonzerten, Familienfeiern – um nur einige Verdienste zu nennen, wie Erich Armbrüster ausführte. Für seine Tätigkeit als Kreischorleiter, seit 20 Jahren, wurde Werner Funk die Urkunde überreicht.

 Herbert Bohrer überreichte Weihnachtspräsente an die Funktionsträger des Vereins,  an die Chorleiter, die Notenwarte, den Küchenchef Klaus Schlieger und den Polier der „Rentnerband“ Willi Ulmer.  

Die Chöre der Sängervereinigung, der Frauenchor und Männerchor, jeweils unter der Leitung von Thomas Herberich, Sandy lane, unter der Leitung von Jessica Simon,  umrahmten die stimmungsvolle Feier musikalisch. Ob in eigener Formation, oder als Gemeinschaftschor stimmte die Sängerinnen und Sänger mit passenden Liedern auf das bevorstehende Weihnachtsfest ein.

Vorher hofft die Sängervereinigung natürlich noch auf großen Zuspruch bei „Weihnachten im Hof“. Noch an diesem Wochenende will die Sängervereinigung ihre hoffentlich vielen Gäste aus Nah und Fern in ihrer Winterlandschaft in der Sandgasse 3 verzaubern

Zum Dank für die im abgelaufenen Jahr vorbildlich geleistete Chorarbeit konnten sich  alle Gäste an einem von den Sängerfrauen vorbereiteten reichhaltigen Salatbuffet stärken, das am Ende der Tafel vom Küchenchef Klaus Schlieger mit einem saftigen Rollbraten garniert wurde.

Zum Abschluss dieses festlichen Abends wünschte Herbert Bohrer eine besinnliche Adventszeit, frohe Weihnachtstage und alles erdenklich Gute im Neuen Jahr. Bild: fg

11.12.2015


Jahrzehnte dem geistliche Chorgesang verbunden!

Große Jubiläen beim Protestantischen Kirchenchor Böhl

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Große Jubiläen gab es beim Protestantischen Kirchenchor Böhl zu feiern. Der geeignete Rahmen hierfür bot das vielbeachtete Jubiläumskonzert des Kirchenchors mit adventlicher und weihnachtlicher Musik in der Protestantischen Kirche in Böhl.

Sein 40-jähriges Dirigat konnte Chorleiter Friedhelm Kunz feiern. Der Lohn hierfür war  die Verleihung der Goldenen Nadel des Landesverband für Evangelischen Kirchenmusik. Dekan Markus Jäckle und Kirchenmusikdirektor Robert Sattelberger lobten das über die Jahrzehnte andauernden Engagement des, sich jetzt im Ruhestand befindenden, ehemaligen Gymnasiallehrers.  Der 1. Vorsitzende des Kirchenchors, Rolf Monath, überreichte ein Präsent und betonte ausdrücklich, dass sich der Ruhestand ausschließlich auf die berufliche Tätigkeit bezieht. „Wir hoffen, dass sie uns weitere 40 Jahre erhalten bleiben“ wagte Ralf Monath einen schon gewagten Ausblick. Auch Pfarrer Tim Kaufmann überreichte im Namen der Kirchengemeinde ein Präsent.

Urkunde und Ehrennadel wurden dann auch dem 1. Vorsitzenden, Rolf Monath überreicht. Seit 40 Jahren singt der Vorsitzende im Böhler Kirchenchor.

Das 3. Jubiläum ist ein ganz besonderes. Dass Jemand in einem Chor für 70 Jahre aktives Singen ausgezeichnet werden kann ist eine ganz ganz große Seltenheit. „Emilie Merz gebührt Dank und Anerkennung – sie haben Großartiges geleistet“ betonte Dekan Markus Jäckle  bei der Überreichung der Urkunde und der Ehrennadel. Jäckle betonte  auch noch ausdrücklich, dass Emilie Merz seit 40 Jahren den Beerdigungschor leitet. Eine Einrichtung, die auch noch sehr selten in einer Gemeinde zu finden ist. Bild:fg

10.12.2015


Lichterglanz und Glühweinduft

„Jubiläums-Weihnachten im Hof“ bei der Sängervereinigung

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim-  Nach wochenlangen Vorbereitungen luden die Sängerinnen und Sänger der Sängervereinigung Iggelheim in ihre überdachte Anlage am Sängerheim in der Sandgasse 3 zur Vorweihnachtszeit ein. In akribischer Kleinarbeit hatten sie ihre Anlage unter dem Motto „Weihnachten im Hof“, in ein anheimelndes Wintermärchen verwandelt. Vor zehn Jahren hatte Willi Ulmer, der Ehrenvorsitzende der Sängervereinigung, die Idee zu diesem vorweihnachtlichen Fest und bisher gab es fast in jedem Jahr eine Steigerung der Dekoration und des Programms. Mit Begeisterung ist die „Rentnerband“ um Willi Ulmer, schon seit einem Jahrzehnt dabei, ein Wintermärchen zu zaubern, das so in der nähern und auch weiteren Region Seinesgleichen sucht. Und nicht nur Böhl-Iggelheimer besuchen die Sängervereinigung. Bei vielen „Weihnachtsmarktgehern“ aus der näheren und mittlerweile auch weiteren Umgebung, ist „Weihnachten in Hof“ am 2. und 3. Adventswochenende fest terminiert und schon ein „Muss“.

Und es gelang den Sängerinnen und Sängern auch in diesem Jahr wieder  eine grandiose stimmungsvolle  vorweihnachtliche Atmosphäre zu zaubern.

Die mächtige, mit großen roten Kugeln und Lichterketten geschmückte, Tanne steht wie jedes Jahr vor dem Eingang zum Hof. Dort empfängt die zahlreichen Gäste eine winterliche Märchenlandschaft. Die voll verkleideten Wände zieren Dekorationen von alten Iggelheimer Fachwerkhäusern. Das alte Rathaus, die alte Schule, die heute einen Teil des Heimatmuseums beherbergt, oder das „Gasthaus zum Bären“ sind zu sehen. Tausende von Lichtern funkeln an unzähligen Tannenbäumen. Die Wände und die Tragekonstruktion des Daches sind komplett mit Tannenzweigen verkleidet und mit Lichterketten illuminiert. Duft von Glühwein, Waffel und Tannen durchzieht den Raum und lädt an den Stehtischen zum Verweilen, Reden und zum Staunen ein.

Der Glühwein schmeckte hervorragend und auch sonst war für das leibliche Wohl mit Waffeln, Wurst und Flammkuchen bestens gesorgt. Niemand musste also hungern und dürsten. Und besonders die volkstümlichen Preise wurden auch in diesem Jahr anerkennend wahrgenommen.

Auf der Bühne, mit Kirche, Sternenhimmel und liebevoll geschmückten Tannenbäumen, auf  welcher der „vorweihnachtliche Zauber“ aufgetischt wird,  bietet die Sängerfamilie ein reichhaltiges Programm

Der Gastchor vom MGV Eintracht Schifferstadt gab sich am Samstag die Ehre die Gäste mit weihnachtlichen Weisen einzustimmen. Die  aus der Sängervereinigung hervorgegangene Band„ Rassler & Friends“ mit ihrem „Christmas Rock“ begeisterte dann den weiteren Abend über.

Den musikalischen Part am Sonntag übernahmen der Jugendchor der Sängervereinigung, die „SongBirds“  so wie der Modern Chor „Sandy Lane“, jeweils unter der Leitung von Jessica Simon.

Jedes Jahr wird der Weihnachtszauber um eine andere Ausstellung im Sängerheim bereichert. Waren in den letzten Jahren ein Weihnachtszimmer aus den 1950er-Jahren, oder die große Krippenlandschaft der Katholischen Pfarrgemeinde Iggelheim, St. Simon und Judas Thaddäus zu bestaunen, oder buken auch schon lebensgroße Engel Gebäck und Lebkuchen in der Weihnachtsbäckerei, ist in diesem Jahr das Märchen vom Sterntaler lebensecht, stilvoll dargestellt..

In ihr Weihnachtwunderland lädt die Sängervereinigung noch am nächsten Wochenende ein. Dann werden der Frauen- so wie der Männerchor der Sängervereinigung und der Frauenchor von der Concordia aus Schifferstadt, die hoffentlich wieder sehr zahlreich erschienen Besucherinnen und Besuchern mit Kindern, auf das bevorstehende Weihnachtsfest einstimmen lassen.  Bild: fg

08.12.2015


Treue Mitgliedschaft geehrt

v.l.: Harald Reichel, Inge Bach, Erhard Hauck v.l.: Harald Reichel, Inge Bach, Erhard Hauck

Adventskaffee bei den Naturfreunden Böhl

Böhl-Iggelheim- Schon seit Jahren ist es bei den Naturfreunden Böhl guter Brauch, im Rahmen eines Adventskaffees langjährige Mitglieder zu ehren. Das Nebenzimmer im Böhler Naturfreundehaus in den Stümpen bot hierfür den geeigneten Rahmen. Adventlich waren die Tische geschmückt. Der 1. Vorsitzende, Harald Reichel, betonte die Vorbildfunktion die die zu Ehrenden für den Verein haben. Er blickte zurück auf das Jahr 1950, das Jahr in in welchem Jubilare dem Verein beigetreten sind. Ein Jahr, in dem zum 01. Januar die Lebensmittelmarken in der Bundesrepublik abgeschafft wurden, der Schriftsteller Heinrich Mann verstarb, der Koreakrieg begann und der VT Böhl gegründet wurde. Erhard Hauck wusste viele interessante Details aus diesem Jahr zu erzählen, die sich allesamt auf Böhl und dessen Einwohner bezogen.

Harald Reichel nahm dann die Ehrungen vor. So können Inge Bach und Erhard Hauck auf 65 Jahre Vereinszugehörigkeit blicken. Sie erhielten Urkunde, Ehrennadel und einen Präsentkorb.

Verhindert waren Eugen Braun, der auf 66 Jahre, Ilse Koppenhöfer, die auf 62 Jahre und Wolfgang Hauck, der auf 40 Jahre Mitgliedschaft bei den Naturfreunden Böhl zurück blicken können. Text und Bild: kajef

05.12.2015


Frederic Hormuth: WIE WAR´S FÜR DICH?

Kabarettistischer Jahresrückblick

Böhl-Iggelheim- Am Sonntag, 13. Dezember 2015 um 19.00 Uhr ist der Kabarettist Frederic Hormuth mit seinem Jahresrückblick „Wie war´s für Dich“ zu Gast beim Kulturverein DorfArt in der VfB-Halle Iggelheim.

Hormuths jährliches Sonderprogramm ist mittlerweile in der Region Tradition und Kult zugleich. Dieses Jahr geht es um Fragen wie, ob jetzt eigentlich Griechenland oder VW schneller zu retten sein wird. Warum in München ein Zeltlager mit 1191 Straftaten in 14 Tagen kein Problem ist, wenn es nur „Oktoberfest“ heißt.

Wie verzweifelt Flüchtlinge eigentlich sein müssen, wenn sie Fotos von Angela Merkel mit sich herumtragen. Und warum Lachen noch immer die beste Antiterrormaßnahme der Welt ist.

In seinem satirischen Jahresrückblick auf das Jahr 2015 destilliert Frederic Hormuth die kabarettistische Essenz des Jahres und brennt daraus einen hochprozentig satirischen Edelbrand, der für wohlige Wärme in allen Hirnwindungen und die hemmungslose Lockerung der Lachmuskulatur sorgt.

Wollen Sie mit einem Lachen auf das Jahr 2015 zurückschauen, dann kommen Sie zu Frederic Hormuths Jahresrückblick in die VfB-Halle nach Böhl-Iggelheim.  Mit dabei sind eine Handvoll Songs, zwei Wagenladungen Gags und drei Paletten Unsinn.

Der Eintritt kostet 16 €. Ihre Kartenreservierung nehmen wir unter der Rufnummer 06324/ 81 81 76 (Anrufbeantworter) und unter der E-Mailadresse "info@dorfart.net" gerne entgegen. Einlass ist ab 18:15 Uhr.

DorfArt – immer ein gutes Programm

Text und Foto: Kulturverein DorfArt e.V.

03.12.2015


„Leben wie Gott in Frankreich“

Frankreichreise“ beim Partnerschaftsverein

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Unter dem Motto, „Eine kulinarische Reise durch Frankreich“ hatte der Partnerschaftsverein Böhl-Iggelheim zu  einer besonderen Reise  eingeladen. Der 1. Vorsitzende Norbert Stuhlfauth konnte 120 erwartungsvolle Besucherinnen und Besucher im vollbesetzten Foyer der Wahagnies-Halle, der guten Stube von Böhl-Iggelheim, begrüßen. Zur großen Freude Aller konnte Norbert Stuhlfauth 15 Gäste aus der Partnergemeinde Wahagnies willkommen heisen. Sein besonderer Gruß galt  Alain Bos dem Bürgermeister aus Wahagnies der mit seiner Gattin gekommen war. Caroline Gallet , die 1. Beigeordnete mit ihrem Gatten, sowie Marie-Lise Matuszak, die 1. Vorsitzende des neugegründeten Partnerschaftsverein in Wahagnies mit ihrem Gemahl, weiten ebenfalls unter den französischen Gästen.

Eine kulinarische Reise war angekündigt. Als Reiseleiter durch den Abend, der mit einer Weinprobe begann, fungierte der  1. Vorsitzende Norbert Stuhlfauth. Die diesjährige Reise für Geschmack und Gaumen führte in diesem Jahr  durch die Bourgogne, das nördliche Burgund und durch die Cote du Rhone“.

Zur Einstimmung wurde als Aperitif, ein Cremant   aus der Bourgogne serviert. Cremant, von dem  ein französischer Weinkritiker einmal frei übersetzt gesagt hat:“Ein Cremant ist das beste was man zu allen außergewöhnlichen Gelegenheiten einschenken kann“.  Genau die richtige Einstimmung für diesen kulinarischen Abend. Dann  ging es mit dem ersten, der 6 zur Verkostung anstehenden Weine, weiter nach Chablis mit einem Weiswein. Der Pinot Noir Wein aus dem nördlichen Burgund war unser die Fortsetzung der Weinreise. Nachdem wir das Chateau de Santenay in Mercurey besucht hatten gelangten wir nach Macon mit unserem Rouge der Domaine Jonchet. Von dort fuhren wir ganz in den Süden an die Cotes du Rhone.Mit 2 ausgesuchten Cotes du Rhone Villages liesen wir unsere kleine Weinprobe ausklingen.

Norbert Stuhlfauth überzeugte nicht nur mit seinem Fachwissen, auch mit seinem Charme und seiner Lockerheit fesselte der 1. Vorsitzende seine froh gestimmten Gäste. Immer wieder hatte er die passenden Zitate über den Wein, diese Gottesgabe, parat- z.B. wenn er behauptet, dass eine neue Studie ergeben habe, dass der Wein die Merkfähigkeit beträchtlich stärke – aber auf die Frage „wer diese Studie erstellt habe“ antworten muss. „O – das habe ich schon vergessen“!

Auch William Shakespeare stimmten Alle zu, der behauptet hatte.“Wer Wein trinkt, schläft gut. Wer gut schläft, sündigt nicht. Wer nicht sündigt, wird selig, Wer also gut Wein trinkt, wird selig.
Und von Johann Wolfgang von Goethe stammt die Lebensphilosophie „:Das Leben ist viel zu kurz um schlechten Wein zu Trinken“. Dem wurde begeistert beigestimmt. Ebenso dem Spruch:“Wer Wein trinkt wird dumm – aber wer keinen trinkt der ist es schon“ denn keiner der Besucherinnen und Besucher wollte geistig minderbemittelt erscheinen. Denn wer wollte schon dumm sein, wenn der Wein, wie schon Martin Luther sagt, ein Geschenk Gottes ist.

Die Mundschenke geizten auch nicht beim Einschenken, so dass allenthalben vollste Zufriedenheit herrschte zumal die Weine auch dann nach der Probe bei humanen Preisen noch genossen werden konnten. So ergänzte mancher Besucher die Aussage von Norbert Stuhlfauth, dass Wein in geringen Mengen genossen der Gesundheit zuträglich sei damit, dass er dann nach Pfälzer Art in Mengen genossen, auch nicht schädlich sein kann.

Nach der informativen und humorvollen  Weinprobe folgte als zweiter Höhepunkt  ein Spezialitätenbuffet, dass aber auch wirklich keine Wünsche offen lies. Die Helferinnen und Helfer des Partnerschaftsvereins, die schon das Foyer und die Tische dem Anlass und der Jahreszeit gemäß liebevoll geschmückt hatten, war ein Buffet der Extraklasse gelungen. Alles was man mit Frankreichs Esskultur bezüglich Wurst Pasteten Käse sowie Obst verbindet war schon als Genuss für das Auge präsentiert. Und der optische Eindruck trog nicht. Und da auch die Menge so war, dass noch lange zugegriffen werden konnte endete das Fest erst weit nach Mitternacht und entließ nur hochzufriedene Gäste die beim „au revoir“ schon nach dem Termin für 2016 fragten. Bild:  fg

01.12.2015


Lena und Lisa Bringsken WM-Silber im Hallenradsport

Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde

Von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Eine weitere überragende Leistung gelang dem Geschwisterpaar, Lena und Lisa Bringsken, bei den Hallenrad-Weltmeisterschaften in Malaysia. Sie fügten ihrer langen Erfolgsgeschichte einen weiteren Meilenstein hinzu. Die jungen Damen vom Radsportverein, RCV Böhl-Iggelheim errangen bei den Hallenrad-Weltmeisterschaften in Johor Bahru in Malaysia in ihrer Paradedisziplin, 2er Kunstrad, den Vizeweltmeistertitel. Ist dieser Gewinn der Silbermedaille doch um so erstaunlicher, da Lena und Lisa das erste Mal in einem WM-Final standen. Auch ihrem Verein, aus dem schon viele national und international erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler, vom Jugend- bis in den Erwachsenenbereich, hervorgegangen sind, bescherten sie mit ihrer Silbermedaille einen weiteren  überragenden Erfolg. Dies ist natürlich auch ein Lohn und Verdienst  der hervorragenden Kinder- und Jugendarbeit welche im RCV Böhl-Iggelheim schon seit Jahren betrieben wird. Ob im Einer, Zweier, Vierer, in den Ergebnislisten regionaler, nationaler oder internationale Turniere finden sich seit Jahren Sportlerinnen und Sportler aus Böhl-Iggelheim an vorderer Stelle. Ein Verdienst auch des engagierten Trainerteams um die 2. Vorsitzende, Katja Elmer, in Personalunion Mutter und Trainerin des Erfolgsduos, Lena und Lisa. Unermüdlicher Trainingsfleiß, eiserne Disziplin machten diesen Erfolg möglich.

Natürlich war der Gewinn dieser  Silbermedaille ein mehr als gegebener Anlass zu einer Feier im Foyer der Wahagnies-Halle, zu der der RCV mit seinem 1. Vorsitzenden, Heinz Engel,eingeladen hatte. Viel Prominenz aus Politik und Sport gab den beiden jungen erfolgreichen Sportlerinnen die Ehre. Marcus Klein, Landestrainer RLP und Bundestrainer der Jugend ,Monika Blümmel, Fachwartin Kunstrad Pfalz,  Gerhard Wagner, ehemaliger 1. Vorsitzender vom PRB und Vorstandsmitglied im Radsportzentrum, Herr Andreas Märkl, 1. Vorsitzender PRB mit Gattin, Jugendleiterin PRB stammen, alle aus dem Bereich Radsport.

Über den Besuch von Gerd Blümmel, Fachwart Kunstrad Bezirk Vorderpfalz freuten sich Lena und Lisa besonders. War er doch ihr erster Trainer  und hatte den Beiden die Grundlagen im 2er beigebracht. Dr. Dr. Rudolf Seifert, kennt die beiden jungen Damen seit ihrer ersten Stunde auf dem Kunstrad und begleitete sie über ihre ganze bisherige Laufbahn als Commissair.

Werner Schröter, ehemaliger Weltklasseringer und heute Vizepräsident Leistungssport Landessportbund Rheinland-Pfalz weilte ebenfalls unter den Gratulanten.

Aus dem Bereich der Politik konnte Katja Elmer Karl Arnold, Bürgermeister aus Rödersheim-Gronau, so wie Herrn Oberbeck in Vertretung für Verbandsbürgermeister Stefan Veth und natürlich den Ortsbürgermeister, Peter Christ willkommen heisen.

Eine besondere Ehre wurde Lena und Lisa seitens ihrer Heimatgemeinde zuteil. Sie durften sich in das Goldene Buch der Gemeinde Böhl-Iggelheim eintragen. „Ihr Name steht nun neben manchen Welt- und Europameistern, welche in diesem Goldenen Buch schon verewigt sind. Sie haben mit ihrer großartigen Leistung den Eintrag verdient“ betonte Bürgermeister Peter Christ (CDU) bei seiner Laudatio.

Der Ortschef verband in seinen Worten auch die Hoffnung, dass die Silbermedaille nicht das Ende der Erfolgsgeschichte Bringsken ist. „Es gibt noch ein Steigerung und die kommt bestimmt“ meinte der Ortschef schmunzelnd.  „Schade, dass wir, wenn überhaupt sporadisch, aus den gedruckten Medien oder dem Fernsehen von ihren großen Erfolgen in ihrer faszinierenden Sportart erfahren“ bedauerte Peter Christ. Der Eintrag in das Goldene Buch ist äußeres Zeichen der Wertschätzung, für Jemand, der Böhl-Iggelheim weit über die Grenzen Deutschlands bekannt gemacht hat. Und sie haben unsere Gemeinde national und international bekannt gemacht“ hob Peter Christ hervor. Mit Blumen, Präsenten und unzähligen guten Wünschen für den sportlichen, wie den privaten Bereich wurden die sympathischen Sportlerinnen geradezu überhäuft. Bild: fg

29.11.2015


Buschgasse ist wieder freigegeben

Bürgermeister Peter Christ, Ministerialdirektor Thomas Linnertz, Lars Piske, Christian Hambsch (v. l.) beim Zerschneiden des roten Bandes

Böhl-Iggelheim- Die Gemeinde Böhl-Iggelheim eröffnete am Freitag, 20. November 2015 die sanierte und neugestaltete Buschgasse. Nachdem die Bauarbeiten bereits Anfang November fertig waren, zerschnitten an dem sehr verregneten Tag Bürgermeister Peter Christ, Ministerialdirektor Thomas Linnertz, Lars Piske, und Christian Hambsch symbolisch das rot-weiße Band. Damit ist auch die sechste Straßensanierungsmaßnahme in Böhl-Iggelheim erfolgreich abgeschlossen. Die Maßnahme hat im April 2015 mit den Kanalbauarbeiten begonnen. Am 05. November 2015 wurde die Sanierung der Straße beendet. In den letzten Tagen vor der Eröffnung wurden noch die Rankgerüste gestellt und die Begrünung abgeschlossen.

Bürgermeister Peter Christ freute sich, dass die Maßnahme wieder ohne größere Probleme, umgesetzt werden konnte. Mit Gesamtkosten in Höhe von rund 500.000 € zählt die Sanierung der Buschgasse zu den kleineren Straßensanierungsmaßnahmen in Böhl-Iggelheim. Peter Christ dankte vor allem dem Landbetrieb Mobilität und dem Ministerium für den Kompromiss beim Ausbau der Buschgasse. Ministerialdirektor Thomas Linnertz vom Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur konnte die erfreuliche Mitteilung überbringen, dass die Maßnahme mit 86.000 € vom Land gefördert wird und der Bewilligungsbescheid in den nächsten Tagen zugehen müsste. Insgesamt wurden vom Land in den vergangenen Jahren rund 750.000 € der Gemeinde Böhl-Iggelheim für den Ausbau der Straßen zur Verfügung gestellt.

Aufgrund des miserablen Wetters hielt sich Lars Piske vom Planungsbüro Piske in seiner Ansprache sehr kurz. Das wichtigste aus seiner Sicht war die unfallfreie und gute Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Gerhard Kuhn erläuterte, dass im Rahmen der Kanalbauarbeiten 250 Meter Kanal saniert und 45 Hausanschlüsse erneuert wurden.

Auf einer Ausbaulänge von 250 m wurde der Asphaltbelag der Buschgasse zurückgebaut und der gesamte Straßen- und Gehwegbereich mit Verbundpflastern versehen. Durch den barrierefreien Ausbau der Straße und der Gehwege ist das Befahren mit Kinderwagen, Rollstühlen und Rollatoren nun problemlos möglich. Die Straße hat eine Fahrbahnbreite von 5,30 m.

Bürgermeister Peter Christ bedankte sich nochmal bei allen beteiligten Firmen für die gute Arbeit. Dies waren im Einzelnen: Planungsbüro Piske für den Straßenbau, Planungsbüro Gerhard Kuhn für den Kanalbau, IBES Baugrundinstitut GmbH, Ingenieurbüro Meier, Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator Fritz Jahraus, Firma Hambsch für die Kanal- und Straßenbauarbeiten, sowie die Versorgungsträger Thüga Energienetze GmbH, Gemeindewerke Haßloch, Pfalzwerke Maxdorf, Kabel Deutschland Vertrieb + Service GmbH. Text und Foto: Gemeinde Böhl-Iggelheim

27.11.2015


Königsfeier beim Schützenclub Böhl

v.l.: Frank Konrad, Dagmar Winkler,  Rüdiger Schott,  Peter Lind, Kevin Hellmann Bastian Syring, v.l.: Frank Konrad, Dagmar Winkler, Rüdiger Schott, Peter Lind, Kevin Hellmann Bastian Syring,

Peter Lind ist Schützenkönig

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Im Rahmen einer stimmungsvollen Königsfeier kürte der Schützenclub Böhl 1952 e. V  seinen  diesjährigen Schützenkönig, die Ritter, den Jugendschützenkönig, den Sieger des Königspokal, so wie die Vereinsmeister in den verschiedensten Schützenklassen. Erfreut zeigte sich der erste Vorsitzende, Frank Konrad, dass so viele Mitglieder der Einladung ins „Böhler Speisehaus“, der Vereinsgaststätte der Palatia Böhl, in die Lindenstraße gefolgt waren. Dies zeigt, dass der Vereinsschiff in ruhigem Fahrwasser fährt und wir die immer angesprochene Schützenfamilie sind, betonte Konrad.

Der 1. Vorsitzende, assistiert von Rüdiger Schott, nahm dann die Ehrungen vor. Die Würde als Schützenkönig 2015 wurde Peter Lind zuteil. Der letztjährige Schützenkönig, Gerhard Schmaus  überreichte die Schützenkette als Zeichen der hervorragenden Leistung. Als 1. Ritter steht dem neuen König Bastian Syring zur Seite. Die Ehre des 2. Ritters – „Ritterdame“ gebührt Dagmar Winkler.

Besonders hob Frank Konrad hervor, dass auch 2015 wieder ein Jugendschützenkönig geehrt werden konnte. Den Verein, der immer sehr stolz auf seine gute Jugendarbeit war, plagen auch Nachwuchssorgen. Um der Jugend Rechnung zu tragen, wurde im neugestalteten Clubhaus in der Lindenstraße extra ein eigener Jugendschießstand angelegt. Kevin Hellmann wurde die Ehre des Jugendschützenkönigs zu teil.

Den begehrten Königspokal erkämpfte 2015 Rüdiger Schott. Manfred Weiskopf, so wie Dagmar Winkler folgten auf den Plätzen.

Den Jugendschützenpokal erkämpfte sich der Jugendschützenkönig, Kevin Hellmann.

Frank Konrad konnte dann auch für hervorragende Leistungen auszeichnen folgende Mitglieder auszeichnen: Rüdiger Schott Schützenklasse Luftgewehr und Luftpistole, Peter Lind Schützenklasse Luftpistole,Heiko Wittje Schützenklasse Luftpistole, Clemens Hellmann Altersklasse Luftgewehr Auflage, Dagmar Winkler Altersklasse Luftgewehr Auflage, Ulla Ohme Seniorenklasse Luftgewehr Auflage, Ferdinand Slupina Seniorenklasse Luftgewehr Auflage, Manfred Weiskopf, Dieter Ohme, Gerhard Schmaus Seniorenklasse Luftgewehr Auflage Dieter Ohme Seniorenklasse Luftpistole Auflage / Kleinkaliber 50 m Auflage und Kleinkaliber 100 m Auflage.

Wie jeder Verein würden sich auch die Böhler Schützen über Nachwuchs und neue Mitglieder freuen. Die Trainingszeiten beim Schützenclub Böhl sind an jedem Freitag ab 18:00 Uhr auf der Schießanlage in der Lindenstraße. Bild: fg

25.11.2015


Reger Zuspruch beim Tag der Offenen Tür der Peter-Gärtner-Realschule plus

Das Schulleitungsteam mit einigen der jungen Besucherinnen und BesucherBöhl-Iggelheim- Viele Eltern nutzten mit ihren Kindern die Gelegenheit, die einzige integrative Realschule plus mit klasseninternen Lerngruppen im Umkreis zu besuchen. Die angehenden 5.-Klässler erkundeten zunächst das unbekannte Schulgebäude und wurden dabei von einem Programm gefesselt, das ihnen Schulklassen aller Jahrgänge boten. Sie konnten sich an physikalischen oder chemischen Experimenten versuchen, Tee aus Heilpflanzen zubereiten, die Computersäle besuchen oder sich ein Konzert der Schulband anschauen. Währenddessen ließen sich die Eltern das Konzept der Schule erläutern. Schulleiterin Elisabeth Kasprowiak, Konrektor Thomas Hasenöhrl und die pädagogische Koordinatorin Magdalena Hellstern stellten die PGRS+ als Ganztagsschule vor. Sie erklärten, dass es in jedem Jahrgang die klassischen Halbtagsklassen gibt, für die eine freiwillige Hausaufgabenbetreuung durch Lehrkräfte angeboten wird, aber auch bis zum 10. Schuljahr stets “echte Ganztagsklassen“ eingerichtet sind, die am Nachmittag sieben Wochenstunden zusätzlichen Unterricht haben. Somit erfahren diese Klassen eine sehr intensive Betreuung durch ihre Fachlehrkräfte und müssen in der Regel keine Hausaufgaben erledigen. In den Mittagspausen gibt es ein Essensangebot und zahlreiche Arbeitsgemeinschaften. Diese bieten jedem Kind ein offenes Angebot, das von Angeln über Spazierengehen bis zu Entspannungsübungen für jede und jeden etwas bereithält.  

Das Wahlpflichtfach Französisch stellte sich mit einem französischen Frühstück vorDanach schilderte das Schulleitungsteam die Vorteile einer integrativen Realschule plus. Diese liegen vor allem darin, dass alle Kinder bis zur 8. Klasse im vertrauten Klassenverband unterrichtet werden. In den Jahrgangsstufen 7 und 8 wird dabei dem individuellen Lern- und Arbeitstempo jedes Einzelnen durch Angebote mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden Rechnung getragen.

Erst ab Klasse 9 werden dann abschlussbezogene Klassen gebildet, wobei im Berufsreifezweig eine Praxisklasse angeboten wird. In dieser besuchen die Jugendlichen die Schule lediglich an vier Tagen in der Woche und absolvieren am fünften ganzjährig ein Betriebspraktikum. Schülerinnen und Schüler des Realschulzweiges besuchen die Schule fünftägig und bereiten sich so auf eine Berufsausbildung oder auch immer häufiger auf den Besuch eines Gymnasiums vor.

Die neuen 5.-Klässler können ab Freitag, 12.02.2016 bis Ende Februar im Sekretariat der PGRS plus angemeldet werden. Ein Anmeldetag, an dem in Ruhe alles Notwendige besprochen werden kann, ist Samstag, 13.02.2016 von 10.00 bis 13.00 Uhr. Alle wichtigen Informationen sind auf der Homepage zu finden: www.peter-gaertner-realschuleplus.de.

Text und Foto: PGRS

17.11.2015


Die Kampagne 2015 / 2016 ist eröffnet

11:11 Uhr. 11 Böllerschüsse, 3 Donnernde „Hängsching“ Ahoi

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Mit elf krachenden Schüssen aus der Kanone der „Böhler Bürgerwehr“ wurde im Ortsteil Böhl am „Hängsching Brunnen“ auf dem Dorfmittelpunkt die fünfte Jahreszeit eröffnet. Nach den  Begrüßungsworten des Sitzungspräsidenten, Heiko Tanski, und den  Eröffnungsböllern hieß es dann „Kappe uff“ und die Kampagne  2015 / 2016 der Böhler Hängsching war eröffnet.

Heiko Tanski konnte neben dem 1. Vorsitzenden, Clemens Kreitner,  Elferräten, Senatoren und Kommitetern,  eine stattliche Anzahl Bürgerinnen und Bürger auf dem Dorfplatz in Böhl begrüßen.   „Wir werden auch in dieser Kampagne unser Bestes geben, um unseren Freunden aus Nah und Fern Spaß und Freude zu bereiten“ betonte Heiko Tanski. Mit drei donnernden „Hängsching „ Ahoi, in das die Anwesenden begeistert einstimmten,  wurde die Fastnacht dann auch stimmlich eröffnet.

Freigiebig zeigten sich die Karnevalisten, die ihre Gäste mit Sekt bewirteten. Wie schon seit Jahren guter Brauch, beobachteten auch dieses Jahr viele Kinder der angrenzenden Johannes-Fink-Grundschule das Geschehen. Unter den Kindern wurden   „Mohrenköpfe“, nein „Schaumköpfe“, „Schaumküsse“ oder wie man heute die, auf einer Waffel  aufgeschäumte, mit Schokoladenguss überzogene Süßigkeit nennen darf – den Kindern war´s egal -, verteilt. Diese wurde natürlich von den Kindern begeistert angenommen. Viele der Kinder wünschten sich öfter solch willkommene Abwechslung während einer Schulstunde.

Clemens Kreitner wies auf die kommenden Veranstaltungen hin.

Der Ball der Prinzessin findet am 14.11.2015 in der VT Halle um 19:11 Uhr statt, der Gardeball wird am 21.11.2015 in der VT-Halle sein.

Die Prunksitzungen in der VT-Halle in Böhl werden am 20.01.und  30.01. 2016, jeweils um 19:11 Uhr beginnen. Der Kindermaskenball folgt am 09.02.2016. um 14:11 Uhr. Die Kampagne endet dann mit den traditionellen Heringsessen am 10.02.2015 um 19:11 Uhr ebenfalls in der VT-Halle. Bild: fg

12.11.2015


Liebe für Alle – Hass für Keinen!

Baumpflanzaktion der Ahmadiyya Muslim Gemeinde

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Einen Baum, als Zeichen der Freundschaft und des friedliche  Zusammenlebens von Deutschen und Menschen anderer Kulturen, hat die Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde des Rheinpfalz-Kreises  auf dem Gelände der Johannes-Fink-Grundschule im Ortsteil Böhl gepflanzt.

Die Anregung zu dieser Aktion ging von Dr. Muhammad Shahid Siddique, dem Vorsitzenden dieser muslimischen Gemeinde aus, der schon zu Beginn dieses Jahres an Bürgermeister Peter Christ (CDU) herangetreten war, wie Peter Christ in seinen Begrüßungsworten erklärte. „Der Standort für diesen Baum wurde von mir sehr bewusst gewählt. Zum einen steht er im Schatten einer christlichen Kirche, zum zweiten auf dem Boden, auf dem  ehemals eine jüdischen Synagoge stand und zum dritten in unmittelbarer Nähe einer Grundschule“ betonte der Ortschef. Christ wünschte, dass die Kinder, die diesen Baum wachsen sehen, ihn als Symbol der Völkerverständigung, der Toleranz und des friedlichen Zusammenlebens begreifen, dass alle Menschen, gleich welcher Herkunft und religiösen Überzeugung, friedlich und respektvoll miteinander zusammen leben können. „Denn das ist die Basis für ein geeintes Europa und eine bessere Welt“ schlug Peter Christ einen großen, fast visionären Bogen.

Auch Rafique A. Khawaja, der Vertreter der  Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde in Deutschland, betonte die Symbolkraft dieser Baumpflanzaktion, die schon in über 500 Städten und Gemeinden in Deutschland durchgeführt wurde - ob in Berlin, zwischen Reichstag und Brandenburger Tor, ob in München oder Hamburg, oder in kleineren Orten, wie Böhl-Iggelheim und überall große Beachtung fand. Rafique A. Khawaja dankte der Gemeinde Böhl-Iggelheim für die Bereitschaft sich an dieser völkerverbindenden Aktion zu beteiligen und dankte besonders auch der Johannes-Fink-Grundschule mit ihrer Schulleiterin, Jutta Ziegler, die sich mit ihren Lehrkräften und Schülern für diese bemerkenswerte Aktion engagierten.

„Wir sind füreinander da“ hieß das Lied welches die Schulkinder extra für diesen Anlass einstudiert hatten, das im Text vom Zusammenhalt der Menschen „hier und auf der ganzen Welt“ kündete.

Ein Zeichen mit hoher Symbolkraft als Zeichen der Freundschaft, nannte Landrat Clemens Körner (CDU), der extra wegen dieser Aktion aus Ludwigshafen angereist war, die Baumpflanzaktion. Gerade jetzt sei es wichtig ein Zeichen zu setzten, dass wir humanitär und weltoffen, sind betonte der Landrat. “Gerade jetzt, wo die Stimmung in der Bevölkerung zu kippen droht und die Bereitschaft zu helfen weniger wird, ist solche ein Zeichen sehr sehr wichtig um zu zeigen, dass wir uns humanitär und offen für Flüchtlinge zeigen“ unterstrich der Landrat.“

Gemeinsam pflanzten dann Bürgermeister Peter Christ, Landrat Clemens Körner, so wie Dr. Muhammad Shahid Siddique die gestiftete Rotbuche.  An ihr wird eine kleine Tafel, die Rafique A. Khawaja an Bürgermeister Christ überreichte,  mit dem Motto der Aktion „Liebe für Alle – Hass für Keinen“ angebracht werden. Kinder der Grundschule halfen begeistert mit die letzte Erde um den Baum aufzuschütten, zu verdichten und die erste Bewässerung vorzunehmen.

Masood Ahmed übersetzte die gesungen arabischen Verse aus dem Koran, die von den guten Worten Allahs kündeten, die wie ein Baum Wurzeln schlagen und Frucht bringen sollen.

Rafique A. Khawaja stellte die Ahmadiyya Glaubensgemeinschaft vor. Diese wurde von Mirza Ghulam Ahmad, der im damilgen Indien, heute Pakistan, von 1835 bis 1908 lebte, gegründet. Dieser bezeichnete sich selbst als der „Messias“, was die heutige Glaubensgemeinschaft als Ursprung und Wahrheit ansieht. Dies unterscheidet die  Ahmadiyya Glaubensgemeinschaft von anderen Muslimen, obwohl auch bei ihnen der Koran ihre Heilige Schrift darstellt und Mohammed als wichtigster Prophet gilt. Schon früh erfuhr diese Religionsgemeinschaft sehr viel Gewalt und Verfolgung, „ man versuchte uns auszulöschen“, wie  Khawaja betonte. In Pakistan gäbe es heute Gesetze, welche der Gemeinde die Ausübung ihrer Religion verbiete. Auch in anderen muslimischen Staaten droht nach  Khawaja Worten Verfolgung, sogar Tod.

Die Gläubigen sind in alle Welt zerstreut. Seit 1920 gibt es eine Gemeinde in Deutschland, die mittlerweile 40.000 Mitglieder zählt. Etwas 200 Mitglieder sind im Rhein-Pfalz-Kreis ansässig. Eine Familie wohnt in Böhl-Iggelheim.1957 wurde die erste Moschee auf deutschem Boden errichtet. 50 Moscheen gibt es mittlerweile in Deutschland. Besonders schätzen die Mitglieder der Ahmadiyya Glaubensgemeinschaft die Religionsfreiheit und die Sicherheit die in Deutschland herrscht. „Wir fühlen uns als Teil dieses Volkes und wollen unsere Mithilfe am Aufbau dieses Landes leisten und bringen uns mit den verschiedensten Aktionen in das öffentliche Leben ein. Wir reinigen Innenstädte, z. B. nach Silvesternächten, organisieren Baumpflanzaktionen, veranstalten Wohltätigkeitsläufe, um nur einige Aktionen zu nennen“ erklärte Rafique A. Khawaja. Der Koran wurde nach Aussage in über 70 Sprachen übersetzt.. Nach  Khawajas Worten kommt die  Ahmadiyya Glaubensgemeinschaft ohne Zwänge aus. Jedem Einzelnen sei es überlassen wie eng oder wie weit er seine religiösen Grenzen ziehe

Im Anschluss an den offiziellen Teil der Baumpflanzaktion waren die Gäste, unter denen sich neben dem 1. Beigeordneten, Karl-Heinz Hasenstab (CDU), auch viele Gemeinderatsmitglieder befanden, zu einem kleinen Imbiss mit arabischen Spezialitäten geladen. Die Kinder der Grundschule erhielten als Dank für ihre Mitgestaltung Süßigkeiten. Bilder:fg

08.11.2015


10 500 Euro an Schulen, Vereine, soziale Einrichtungen! - Spendenübergabe der Kleiderstube

Von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Bürgermeister Peter Christ (CDU) konnte im Ratssaal der Gemeindeverwaltung am Schwarzweiherhof eine stattliche Anzahl ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen der kommunalen Kleiderstube mit ihrer Leiterin Rösel Kopansky, sowie Vertreter und Vertreterinnen von Schulen, Vereinen und sozialen Einrichtungen begrüßen.

Peter Christ dankte den Damen der Kleiderstube für ihr überaus großes Engagement und das schon seit  nunmehr 26 Jahren. „Den Damen, welche die Kleiderstube betreuen, an der Spitze Rösel Kopanski, gilt mein Dank und Anerkennung“ fuhr Christ fort. „ Und ich bin mir sicher, dass diese großartige Engagement weiterhin anhält“. „Sie sind ein Segen für unsere Gemeinde“ betonte Christ. Rösel Kopanski hatte die Kleiderstube in ihrer Zeit als Beigeordnete der Gemeinde ins Leben gerufen. Rösel Kopanskay hob noch hervor, dass nur gut erhaltene, saubere und gepflegte Kleidungsstücke angenommen und auch ausgegeben werden. „Viele Spender, auch von anderen Gemeinden, unterstützen unsere Arbeit“ betonte Kopanskay. „Wir wünschen uns eigentlich nur noch mehr Akzeptanz in der Gemeinde selbst“ fuhr die agile Dame fort. „In der Anonymität einer Stadt haben die sozial benachteiligten Menschen weniger Berührungsängste, als hier auf dem Lande, wo die Scham eine solche Einrichtung, wie der unseren, zu nutzen größer ist“. Rösel Kopanskay betonte auch ausdrücklich, dass Jedermann als Kunde in der Kleiderstube willkommen ist.

Die Kleiderstube hilft nicht nur Menschen zu gut erhaltener Kleidung zu niedrigen Preisen zu kommen, sondern unterstützt regelmäßig mit den erwirtschafteten Beträgen verschiedene ortsansässige Vereine und im sozialen Bereich tätige Institutionen auch über die Ortsgrenzen hinaus.

Die ehrenamtlichen Helferinnen der Kleiderstube haben auch in diesem Jahr wieder eine enorme Summe in Höhe von 10.500,00 € erwirtschaftet. „Wir sind stolz, wieder einen so hohen Betrag  zur Verfügung stellen zu können“ betonte  Rösel Kopansky, in ihren Begrüßungsworten.  Rösel Kopansky spannte einen Bogen von den Anfängen der Kleiderstube vor 26 Jahren bis in die heutige Zeit. „Wir wurden und werden bis heute von der Gemeinde immer großzügig gefördert und in unserer Arbeit unterstützt und dafür möchte ich mich ganz herzlich bei Bürgermeister Christ bedanken. Aber mein Dank gilt natürlich auch ganz besonders den Damen der Kleiderstube für ihren unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz“ betonte Kopansky. Neben der Förderung der Vereine und Institutionen mit dem erwirtschafteten Geld ist die Kleiderstube auch zu anderen Anlässen sozial präsent. So werden jedes Jahr die Kinder aus Weißrussland, die vom Verein „Kinder von Shitkowitschi“ zu Erholungsaufenthalten eingeladen werden, von der Kleiderstube komplett neu eingekleidet. „Wenn ich das einmal überschlage, konnten wir in all den Jahren weit über 100 000 Euro sinnvoll zur Verfügung stellen“ zog Rösel Kopansky eine mehr als stolze Bilanz.

Gemeinsam mit Bürgermeister Peter Christ sucht Rösel Kopanski aus, wer an dem Geldsegen partizipieren soll. Auch in diesem Jahr lag der Fokus hauptsächlich auf Kindern und Jugendlichen.

Alle fünf Kindertageseinrichtungen in Böhl-Iggelheim freuen sich über einen „Bastelzuschuss“ von 250 €. Die Betreuenden Grundschulen beider Ortsteile erhielten je 250 €. Die Ganztagsschule Böhl kann 500 € für Neuanschaffungen gut gebrauchen. Die Hortgruppe „Windrose“, so wie die Hortgruppe „Storchennest“ wurden ebenfalls mit je 250 € bedacht.

Die aufwendige Kinder- und Jugendarbeit der beiden Fußballvereine, VfB Iggelheim und Palatia Böhl wurde mit je 1.000 € gewürdigt.

Traditionell erhält das Kinder- und Jugendzentrum für das sechswöchige Kinderferienprogramm schon seit Jahren einen Zuschuss. In diesem Jahr wird auch ein Ferienprogramm in den Herbstferien angeboten. Hierfür kommen die 1.000 € gerade recht.

Der Kinderschutzbund Schifferstadt wurde ebenso mit dem namhaften  Betrag von 500 € bedacht. Die die Lebenshilfe Ludwigshafen kann die 1.000 € für ihr geplantes Wohnprojekt in Böhl-Iggelheim gut gebrauchen. Der Seniorenclub „Schwarzweiherhof“ freut sich über 500 € als Würdigung seiner Arbeit, wie auch der Seniorenbeirat der Gemeinde über den gleichen Betrag.

Der Kunstkreis, angesiedelt im Kreativhaus in der Haßlocherstraße 6, gestaltet zur Zeit einen Platz in der Jahnstraße und wird die 500 € dort investieren.

Die Initiative Hungermarsch Böhl-Iggelheim wurde in diesem Jahr in einen eingetragenen Verein überführt. Die 1.000 € sind als Starthilfe für den Verein gedacht.

Die Kleiderstube ist im Neubau der Jakob-Heinrich-Lützel-Grundschule in der Langgasse 12 untergebracht und hat jeden Dienstag (auch in den Ferien) von 14:00 – 18:00 Uhr geöffnet.

Bild: fg

26.10.2015


Seniorenclub ist 40!

Heinz Staffen ehrt Rita Nagelvon Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Der Seniorenclub Böhl-Iggelheim ist 40.

Eine Erfolgsgeschichte nannte der 1. Vorsitzende, Heinz Staffen, die 40 Jahre seit Bestehens des Seniorenclubs Böhl-Iggelheim. In einer kleinen Feierstunde, in den vollbesetzten Räumen im Clubhaus am Schwarzweiher, lies Staffen die Geschichte des Vereins Revue passieren. „wenn wir auch alle älter und natürlich reifer geworden sind, so denken wir doch alle gerne an die vergangenen Jahre zurück in denen uns der Seniorenclub ans Herz gewachsen ist“ erklärte ein vergnügter Vorsitzender.

Er erinnerte an die jährlich immer noch stattfindenden Bustouren, an Fastnachtsveranstaltungen, besonders an die sonntäglichen Treffen, bei denen die Seniorinnen und Senioren mit Kaffee und selbstgebackenem Kuchen bewirtet werden. Besonders erwähnte Heinz Staffen die jährlich zwei mal stattfindenden Babyempfänge der Gemeinde in den Räumen des Seniorenclubs. “Da ist immer etwas los und es tut gut hier in den Räumen Kinderlachen und Babygeschrei zu hören“ betonte der 1. Vorsitzende.

„Natürlich werden wir alle älter und Manche können sich nicht mehr in der Form einbringen wie noch vor Jahren, aber ich hoffe, dass sich immer wieder genügend helfende Hände finden um unsere Gemeinschaft am Leben zu erhalten.“ gab Staffen seiner Hoffnung für die Zukunft Ausdruck..

Bürgermeister Peter Christ (CDU) unterstrich in seinen Grußworten die Bedeutung des Seniorenclub, die dieser für die älteren Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde darstellt. Es sichtete auch weiterhin die Unterstützung der Gemeinde im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu.

Heinz Staffen und Rita Nagel zeichnet langjährige Mitglieder Des Seniorenclubs mit einem Weinpräsent aus.

Hein Spitzfaden ist seit 32 Jahren beim Club. Auf 24 Jahre Mitgliedschaft kann Rösel Kopanski zurück blicken. Für 22 Jahre Mitgliedschaft wurden Elisabeth König, Katharina Lützel, Elfriede Bender, Elli Woll, Gerda Reichling, Dorothea Muscholik, Marianne Kubitz, so wie die 2. Vorsitzende Rita Nagel geehrt.

Auf 21 Jahre Mitgliedschaft bringen es Emil Lützel, Inge Störitz und Theodor Störitz. Margarete Klamm und Kuni Ohler sind 20 Jahre Mitglied im Seniorenclub.

Bild: fg

22.10.2015


Mitgliederversammlung mit Neuwahlen des Vorstands

Böhl-Iggelheim- Ein erkärtes Ziel der SPD Böhl- Iggelheim ist es, junge Menschen für die politische Arbeit zu interessieren und sie auch in Verantwortung zu wählen. Neuer stellvertretender Vorsitzender Jerome Merkel.- Neu im Vorstand: Ali Khadr und Dr. Khader Awwad.

Alle Gewählten:
Vorsitzender : Reinhard Reibsch
Stellvertreter: Jerome Merkel und Ulrich Störzner
Kasse: Katja Friedrich
Schriftführung: Renate Lenz
Presse: Pia Möller- Reibsch
Beisitzer im Vorstand: Christa Bug, Dr. Michaela Jung- Dittmer, Ali Khadr, Harald Reichel und Dr. Khader Awwad.

Der Vorsitzende Reinhard Reibsch informierte in seinem Rechenschaftsbericht die Mitglieder über die Aktivitäten der letzten zwei Jahre.

Sowohl 2014, als auch 2015 fanden öffentliche Mitgliederversammlungen zu wichtigen gesellschaftlichen Debatten statt. So wurde gemeinsam mit dem Unterbezirk Anfang Dezember 2014 eine Diskussionsveranstaltung mit dem stellvertretenden SPD-Vorsitzenden Ralf Stegner zur Koalitionsvereinbarung zwischen SPD und CDU durchgeführt. Rund 60 Teilnehmer zählte diese Veranstaltung.

Im Jahr 2015 fanden 2 Mitgliederversammlungen dieser Art statt.

Am 29. April 2015 fand eine solche Veranstaltung mit dem Berichterstatter des Europäischen Parlaments Bernd Lange (MdEP) zu den Verhandlungen zum TTIP-Abkommen(Transatlantisches Handels- und Investitionspartnerschafstabkommen) zwischen den USA und der EU statt.

Ziel der Veranstaltung war es, eine substantielle Diskussion mit einem kompetenten und an den Verhandlungen beteiligten Referenten anzubieten. Dies ist bei der Versammlung, zu der rund 70 Teilnehmer kamen und einer interessanten Darstellung mit anschließender Diskussion teilnahmen, gut gelungen.

Mit Manfred Reimann, dem früheren Bundestagsabgeordneten des Wahlkreises Ludwigshafen Frankenthal fand am 24. Juni 2015 eine nachmittägliche öffentliche Mitgliederversammlung statt, mit der vor allem Ältere und Weggefährten aus dessen aktiven Zeit angesprochen wurden. Manfred Reimann, inzwischen 88 Jahr bewies eine lebhafte und durchaus kritische Sichtweise auf die aktuelle Politik und leitete in eine interessante Diskussion ein, an der rund 30 Teilnehmer anwesend waren. Bei dieser Mitgliederversammlung stellte sich auch der Nachfolger von Hannelore Klamm als Landtagsabgeordneter im Wahlkreis 37, Bernhard Kukatzki vor. Er wird bis zu den Landtagswahlen im März 2016 weitere Termine in Böhl-Iggelheim absolvieren.

Eine weitere Veranstaltung unter dem Titel „Auf dem Weg in ein Einwanderungsland Deutschland“ fand auf Einladung der SPD-Bundestagsfraktion in Böhl Iggelheim am 15. Juni 2015 statt. Josip Juratovic, Mitglied des Bundestags und Integrationsbeauftragter der SPD-Bundestagsfraktion, Doris Barnett als Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Ludwigshafen/Frankenthal, Bernhard  Kukatzki (MdL und Mitglied im Wirtschaftsausschuss des Landtages von RLP) und Katja Friedrich aus unserem Ortsverein berichteten  und diskutierten mit den Teilnehmern ihre Sichtweise und Erfahrungen mit der aktuellen Flüchtlingssituation. Rückblicke auf die historische Entwicklung in Europa seit 1945 spielten dabei eine wichtige Rolle. An der Veranstaltung nahmen rund 40 Personen teil.

Alexander Schweitzer, der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion im Landtag von Rheinland-Pfalz  hatte angesichts der lebhaften Diskussion in der Jubilarehrung im Dezember 2014 versprochen, zu einer weiteren Veranstaltung zur Diskussion der Landespolitik nach Böhl-Iggelheim zu kommen. Am 22. September 2015 fand diese Mitgliederversammlung statt, in deren Mittelpunkt aufgrund der aktuellen Entwicklung die Flüchtlingsfrage stand.

Auf weitere gelungene politische Diskussionen und Veranstaltungen mit guten Ideen für die Zukunft.

Text und Foto: SPD Böhl-Iggelheim

19.10.2015


Do werd die Wutz geschlacht!

Von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim: Zu den vielen Aktivitäten die das Seniorenzentrum Böhl-Iggelheim seinen Bewohnern und den Bewohnern des Betreuten Wohnens bietet, zählt auch ein jährliches Schlachtfest. Auch in diesem Jahr war die Cafeteria im Erdgeschoß des Betreuten Wohnens bis auf den letzten Platz gefüllt. Liebevoll waren die Tische herbstlich geschmückt – eine Atmosphäre zum wohlfühlen eben.

Und an kulinarischen Genüssen eines Schlachtfestes fehlte es nicht. Kesselfleisch mit Kartoffelbrei und Sauerkraut mundeten köstlich. Und eine leckere Süßspeise rundete das deftige Essen ab.

 Viele der Seniorinnen und Senioren erinnerten sich an ihre Kindheit und Jugend, als noch in vielen Böhl-Iggelheimer Häusern im Herbst Hausschlachtungen durchgeführt wurden. Da kam der „Adventsmetzger“ mit seinem Handkarren, mit Zinkwanne und Wurstmaschine ins Haus. Das Fleisch und dann die Dosen, wurde in einem Kupferkessel gekocht der vorher gegen den Kessel ausgetauscht wurde, in dem sonst die Wäsche, meist am Montag vor der „Goßen Wesch“, gekocht wurde. Da war man eigen- zum Schlachten gab es einen eigenen Kessel. Und den Kindern wurde dann vom Metzger „das Sauschwänzel angemeßt“- heist – den Kindern wurde mit Blut die Nasenspitze eingerieben.

In der Worschdsupp musste immer mindestens eine Leberwurst platzen – meist natürlich ungewollt! Dann gabs auch Kaffee und Kuchen und das erste Schnäpschen für den Metzger – aber erst nachdem die Leberwurst abgeschmeckt war. Ja viele solcher Geschichten waren an diesem Mittag im Seniorenzentrum zu hören.

Das Rahmenprogramm gestaltete Knut Baiersdörfer mir Gedichten, die sich alle um ein echtes Pfälzer Schlachtfest drehten. Das Duo Norbert Schäfer und Andreas Hoffmann brachten mit Pfälzer Liedern die Senioren in Stimmung, animierten zum schunkeln und mitsingen. Bild: fg

16.10.2015


6.Babyempfang der Gemeinde

Von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Zum 6. „Babyempfang“ hatte Bürgermeister Peter Christ (CDU) alle Kinder, die zwischen März 2015 und August  2015 in Böhl-Iggelheim das Licht der Welt erblickt hatten, mit deren Eltern und Geschwister ins Clubhaus des Seniorenclub „Am Schwarzweiher“ eingeladen. Peter Christ zeigte sich erfreut, dass 11 Eltern seiner Einladung gefolgt waren. Nach den Worten des Bürgermeisters wolle die Gemeinde frühzeitig über Hilfen informieren, welche die Gemeinde und Institutionen Familien mit kleinen Kindern und auch den größeren Kindern bieten könne. So haben die Sportvereine, TSV Iggelheim und VT Böhl schon Angebote für Babys in ihrem Programm. Die Gemeinde Böhl-Iggelheim hat einen eigenen Flyer „Wegweiser früher Hilfen“ aufgelegt, in dem alle Angebote aufgeführt sind. Auch könne ein Treffen dieser Art, nach Meinung von Christ, für das Kennenlernen junger Familien untereinander ganz nützlich sein. „Wir haben nicht nur Lätzchen zu verteilen, wie man uns unterstellt hat, die gibt es übrigens mit einem Begrüßungsgeschenk gleich nach der Geburt auch – wir bieten vielfältige Hilfen, ohne dass ich an meine politische Zukunft denken muss“ betonte der Ortschef. „Diese kleinen Erdenbürger werden mich so wie so nicht mehr wählen können“ erklärte ein vergnügter Bürgermeister. Peter Christ betonte die guten Voraussetzungen, die jungen Eltern mit Kindern in Böhl-Iggelheim geboten werden. Über 600 Neubürger sind bisher 2015 nach Böhl-Iggelheim zugezogen, wie Christ stolz bemerkte – kein Flüchtlinge oder Asylanten. Deshalb ist ein 6. Kindergarten in Planung, wie der Ortschef erklärte.

Liebevoll waren die Tische von Mitgliedern des Seniorenclubs gedeckt, so dass sich die Besucherinnen und Besucher mit ihrem jungen Nachwuchs und deren Geschwister wohlfühlten. Martina Eisel von der Gemeindeverwaltung hatte  den Nachmittag perfekt organisiert. „Kaffee Kuchen, Brezeln und Getränke stehen nicht als Attrappen da. Alles ist zum Verzehr bestimmt“ betonte der Bürgermeister.

Vielfältig ist das Angebot, das für die Familien mit ihrem kleinen Nachwuchs angeboten in Böhl-Iggelheim geboten wird.   Über das umfassende Angebot an Hilfen, die der Rhein-Pfalz-Kreis für Familien mit kleinen Kindern bereithält, informierte Bettina Bohn.  Als kleine Aufmerksamkeit erhielten die Jüngsten eine Breischüssel, mit dem Aufdruck „Junges Gemüse aus dem Rhein-Pfalz-Kreis“gestiftet von der Kreisverwaltung. Annika Herrmann, ortsansässige Hebamme, organisiert einen Eltern-Baby-Treff  im Kreativhaus an jedem 1. und 3. im Monat in der Haßlocher Straße 6 von 15:00 bis 16:00 Uhr.

Einen Überblick über die „Familienpaten für junge Familien“ im Rhein-Pfalz-Kreis  gab Constanze Eichhorn.

Monika Guschwa von der katholischen Bücherei in Böhl  überreichte jeder Familie ein kleines Starterpaket der Stiftung Lesen, dass unter anderem mit einem ersten Buch für die Kleinen gefüllt war.

Auch die Landfrauen waren in diesem Jahr zum 2. Mal durch Anna Holz vertreten. Diese informierte die jungen Eltern über ihr Angebot bezüglich Ernährungskurse, auch schon für Babys und Kleinkinder.

Für die Eltern und die Geschwisterkinder lagen Bastelmaterialien bereit. So konnten die Eltern für ihre Kleinsten Schnullerketten mit den jeweiligen Name basteln. Hier waren natürlich die größeren Geschwister eifrig bei der Sache, um ihren kleinen Brüdern und Schwestern ein Kettchen herzustellen. Bei anschließendem Kaffee und Kuchen kamen viele der Eltern miteinander  ins Gespräch.

Der rege Zuspruch zum 6. Babyempfang der Gemeinde und der von allen gelobte gute Verlauf, sind der Beweis, „dass wir auf dem richtigen Weg sind“ wie sich Bürgermeister Christ ausdrückte. So werden wohl im Herbst die Neugeborenen des 2. Halbjahres 2015 eingeladen werden – wieder in das Gebäude des Seniorenclub.“Das diese Räume bei den Babyempfängen mit so viel jungem Leben erfüllt werden, macht mich froh und stolz“ erklärte ein sichtlich vergnügter 1. Vorsitzender des Seniorenclubs, Heinz Staffen. Bild: fg

14.10.2015


„Nähschule sichert Zukunft“

Ein Ausbildungszentrum für Traumatisierte Frauen in Nord-Uganda!

Von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Bei herrlichem Herbstwetter waren beim 40-igsten Hungermarsch im Böhl-Iggelheimer Wald über 350 Menschen unterwegs um den Bau eines Ausbildungszentrums für Frauen in Lira in Nord-Uganda möglich zu machen. Mit dem Erlös des Hungermarsches soll vor allem Frauen, die schon seit über 20 Jahren im dort tobenden Bürgerkrieg lebten und teilweise schwer traumatisiert sind, eine Perspektive geboten werden.

Daher das Motto des diesjährigen Hungermarsches „„Nähschule sichert Zukunft“. Die meisten Menschen unter 24 Jahre in Uganda haben keine Schulausbildung. Viele Frauen leben mit vielen Kindern ohne Ehemänner, somit ohne Versorgung. Sie sind traumatisiert und oft HIV-infiziert. Irgendwie versuchen sie durch Betteln, Prostitution oder niedrigste Frondienste zu überleben, ohne jegliche Hoffnung auf ein menschenwürdiges Leben mit Zukunft. Männer betäuben ihren Schmerz mit Alkohol. Es ist viel geschehen in den letzten Jahren an Wiederaufbau, aber es gibt auch noch viel Leid im Verborgenen, meist in den Dörfern. Gerade dort kämpfen Witwen und alleinstehende Frauen mit ihren Kindern ums Überleben, die meisten sind Analphabeten. Durch die Möglichkeit einer kostenlosen praktischen Ausbildung zur Näherin verhilft ihnen unser diesjähriger Gewährsträger „Chosen Generation Ministry“ (CMG) in die Selbständigkeit um sich und ihre Kinder zu versorgen.

Mit einfachsten Mitteln führte CGM schon zwei Nähkurse mit großem Erfolg auf der Veranda eines Hauses durch. Ein angestellter Lehrer unterrichtet die Frauen 9 Monate lang, 5 Tage die Woche und nach 3 Monaten nimmt er die erste Prüfung ab. Die Ausbildung beinhaltet: Schnitte entwerfen, Umgang mit und Reparatur der Nähmaschine, Röcke und Blusen sowie traditionelle Kleider anfertigen. Nach bestandener Abschlussprüfung bekommen die Frauen die Nähmaschine mit in ihr Dorf und können so ihren eigenen Lebensunterhalt erwirtschaften.

Als Gewährsträger für dieses Projekt fungiert „Chosen Generation Ministry“ (CMG). Regina Schweizer, eine Missionarin bei CMG betreut das Projekt in Uganda. Dadurch und dass auch immer Vertreter der Hungermarschorganisatoren das Projekt besuchen, ist gewährleistet, dass auch jeder gespendete Euro dem angegebenen Zweck zu Gute kommt.

Der diesjährige  Hungermarsch, der 40., hatte eine Strecke von zweimal 10 Kilometer, die als Rundkurs durch den Bühl-Iggelheimer Wald zu laufen waren. Start und Ziel lagen beim Iggelheimer Naturfreundhaus. Nach einer kleinen Andacht mit Pfarrer Wagner-Peterson, mitgestaltet vom Posaunenchor Iggelheim, und einem Grußwort von Schwester Regina Schweizer, nahmen ca. 350 Marschierer die Strecke in Angriff. Unter ihnen auch die Gemeindespitze mit Bürgermeister Peter Christ (CDU), sowie dem 1. Beigeordneten Karl-Heinz Hasenstab (CDU).

Nach ersten Schätzungen wird auch in diesem Jahr die „magische Zahl“, wie die Summe von den Organisatoren genannt wird, von 50 000 Euro zumindest erreicht werden.

Erfreulich ist auch über die Jahre hinweg der gute Zuspruch an Teilnehmern und Spendern aus den Nachbargemeinden. Auf das Spendenkonto „Hungermarsch 2015, IBAN: DE80 5479 0000 0001 3515 16, BIC: GENO-DE61SPE bei der Volksbank Kur- und Rheinpfalz eG kann noch bis Ende dieses Jahres eingezahlt werden. Jede weitere Spende ist sehr willkommen.

Die Organisatoren des Hungermarsches hatten mit der Auswahl der zweimal 10 Kilometer langen Strecke wieder gute Arbeit geleistet. Die örtlichen Einzelhändler geizten nicht mit Sachspenden, um die Verpflegung und notwendigen Transporte der Marschierer zu sichern.  Die Naturfreunde Iggelheim stellten ihr Gelände kostenlos zur Verfügung und der Iggelheimer Posaunenchor umrahmte die Eröffnungsfeier mit Chorälen vor dem Start des Hungermarsches. Bild: fg

12.10.2015


CDU Böhl-Iggelheim feiert Herbstfest

Langjährige Mitglieder geehrt

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Am 26.09.2015 fand das traditionelle Herbstfest des Ortsverbandes der CDU Böhl-Iggelheim im Foyer der Wahagnieshalle statt. Der Ortvorsitzende Hansjoachim Behr  konnte fast 100 Mitglieder und Freunde  begrüßen. Unter den Gästen weilte natürlich der Landtagsabgeordnete Johannes Zehfuß (CDU), der ja dem Ortsverband Böhl-Iggelheim angehört. Abordnungen befreundeter Ortsverbände waren auch in diesem Jahr wieder zahlreich erschienen. Das Herbstfest der CDU Böhl-Iggelheim ist bei Vielen im Jahreskalender fest terminiert.

Die Böhl-Iggelheimer Verwaltungsspitze war mit Bürgermeister Peter Christ (CDU) und dem 2. Beigeordneten Bernd Johann (FWG), vertreten.

Über ein fast volles Haus freute sich ein sichtlich zufriedener Ortsvorsitzender. Die Politik sollte nach Behrs Worten an diesem Abend keine Rolle Spielen. „Das Herbstfest dient in erster Linie dem Feiern“ ergänzte auch Helmut Pfaff, der Kreisvorsitzender der CDU, auch ein Böhl-Iggelheimer.

„Wir ich möchten heute in erster Linie gesellig beisammen sein, wir sind hier eine echte CDU-Familie“ betonte Hansjoachim Behr, unter dem Beifall der Gäste.

Fleißige Helferinnen und Helfer ins Foyer der Wahagnieshalle ein herbstliches Ambiente gezaubert. Der richtige Rahmen um verdiente, langjährige Mitglieder des Ortverbandes Böhl-Iggelheim zu ehren. „Einige stehen, auf Grund der Ämter die sie bekleiden, mehr im Blickpunkt der Öffentlichkeit“ bemerkte Hansjoachim Behr zu Beginn. „Aber jedes Parteimitglied ist wichtig und ohne deren unermüdlichen Einsatz im sind große Erfolge nicht denkbar und zu erreichen.

Helmut Pfaff, so wie der Ortsvorsitzende Hansjoachim Behr  führten gemeinsam die Ehrungen durch.

Für 10 Jahre wurden gegehrt Barbara Hasenstab, Christian Ronge, Michael Knebel Rita Serr, Klaus Gillessen.

Für 15 Jahre erhielten Ruben Schölles, Karim Rückert, Michael Löbs, so wie Hermann Schönherr Urkunde und Präsent.

Karl-Heinz Hasenstab, Jochen Hauptmann, Elfi Batzle rund Rosel König

Für 30 Jahre Mitgliedschaft wurde Peter Claassen geehrt. Auf 35 Jahre bei der CDU blicken Heribert Bauch, Maria Schmitt, Renate Kreitner, Peter Kreitner zurück. Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden Ursula Maul, Gerlinde Bosl, Helga Diehl, Friedel Schmitt, Reinhard Gräber, Elisabeth Frahs, Marianne Schleicher geehrt.

Für 50-jährige Mitgliedschaft erhielten Norbert Feinauer und  Karl Naumer Urkunde und Ehrennadel.

Viel  Anerkennung und Lob wurde Gerhard Schmaus und seinem Schlachtfest- Team mit Christian Ronge und Bürgermeister Peter Christ zuteil, der  ein Büffet mit allen nur erdenklichen Pfälzer Spezialitäten gezaubert hatte. So verweilten die Gäste noch sehr lange in froher Runde. Bild fg

29.09.2015


Abschluss vom Lesesommer in der Katholischen Öffentlichen Bücherei Iggelheim

Die vier Lesesommerteilnehmer, die von ihren Büchern erzählten, zu sehen, wie sie sich die Rücksäcke aussuchten, zusammen mit Brigitte Klein.Böhl-Iggelheim - In der Zeit vom 13. Juli bis 13. September 2015 fand der 8. Lesesommer Rheinland-Pfalz statt. Zum Abschlussfest am Samstag, 19.09.2015, konnte die Katholische Öffentliche Bücherei Iggelheim folgendes Ergebnis präsentieren:

93 Kinder (50 Mädchen, 43 Jungen) beteiligten sich 2015 am Lesesommer in Iggelheim, die meisten kamen wieder von der Grundschule Iggelheim. Insgesamt wurden an den 18 Ausleihterminen 780 Bücher ausgeliehen, 550 Bücher wurden schließlich gelesen.

Woher wir das wissen? Wir wollen sicherstellen, dass es gerecht zugeht, und deshalb lassen wir uns von den Kindern ein wenig aus dem Inhalt der gelesenen Büchern erzählen. Dies war auch das Motto beim Abschlussfest, so forderte das Team der KÖB Iggelheim unter „Erzähl aus Deinem Buch!“ die Teilnehmer auf und Henriette Schmitz, Ilan und Sherin Ali sowie Yannick Malz erzählten den Besuchern aus ihren gelesenen Büchern. Dies wurde mit großem Applaus belohnt und die Vier durften sich noch jeweils über einen schicken Rucksack freuen.

Die Teilnahme am Lesesommer gilt als erfolgreich, wenn ein Kind in diesem Zeitraum von neun Wochen mindestens drei Bücher gelesen hat; dies bestätigen wir in einer Urkunde, die teilweise beim Abschlussfest persönlich überreicht wurden. Die siebenjährige Selina Reiser, die das erste Mal am Lesesommer teilgenommen hatte, freute sich mit ihrer Freundin und ihrem Freund über die Urkunde und den Erfolg, ebenso waren sie sich einig: „Im nächsten Jahr machen wir wieder mit!“ Insgesamt konnte Michaela Bott vom Team der KÖB Iggelheim 66 Urkunden ausstellen.

Über die Bewertungskarten, die jedes Kind zu den gelesenen Büchern ausgefüllt hat, nehmen sie jetzt anschließend an einer landesweiten Verlosung teil. Dort können interessante und wertvolle Preise gewonnen werden. 51 Kinder lasen zwischen 3 und 10 Bücher und weitere 15 Kinder lasen deutlich mehr als 10 Bücher, die Spitzenreiterin sogar 30 Bücher.

Am Abschlussfest gab es auch noch eine Überraschung für das Team der KÖB Iggelheim mit ihrer Leitung Brigitte Klein. Uschi Englert und ihre Frauen vom Ökumenischen Frauenkreis Iggelheim übergaben den Erlös des beliebten Lesecafes an die KÖB Iggelheim. Während des Lesesommers hatte jeden Mittwoch das Lesecafé stattgefunden, organisiert von Uschi Englert mit ihren Frauen. Brigitte Klein und ihr Team konnten es kaum glauben. Sie freuen sich über den Erlös und werden damit viele Planungen und Wünsche in die Tat umsetzen können.

Denn die nächste Aktion steht schon in den Startlöchern:

Die diesjährige Verkaufsausstellung mit vielfältigen Rahmenprogramm vom Samstag, 31. Okt. 2015 bis Sonntag 01. Nov. 2015 bildet den Abschluss des Jubiläumsjahres der Kath. Öffentlichen Bücherei Iggelheim, Rottstr. 33.

Das Team der KÖB Iggelheim freut sich die Autorin Nicole Steyer wieder begrüßen zu dürfen, sie liest am Samstag, 31. Oktober 2015 um 18 Uhr aus ihrem neuen Roman „Der Fluch der Sommervögel“.

Kommen Sie und lassen Sie sich ins 17. Jahrhundert entführen. „Ein historischer Roman, so spannend wie ein Krimi“ empfiehlt sogar N. Abraham vom HR1-Fernsehen auf dem Buchrücken. Seien Sie mit uns gespannt!

Die KÖB Iggelheim feiert in diesem Jahr noch ein weiteres Jubiläum, das Team gratuliert Frau Brigitte Klein zu 20 Jahre als Büchereileitung.

Text und Foto: Katholische Öffentliche Bücherei Iggelheim, Presse

25.09.2015


Alexander Schweitzer (SPD) zum Thema Landespolitik

Böhl-Iggelheim- Eingeladen hatte der SPD Ortsverein den Fraktionsvorsitzenden der SPD im Landtag Alexander Schweitzer zur Landespolitik. Er hatte angesichts einer sehr lebhaften Debatte am Rande der letztjährigen Jubilarehrung des Ortsvereins im Dezember 2014 zugesagt, bei einer Veranstaltung über aktuelle Fragen der Landespolitik zu informieren.

Gleich zu Beginn seiner Ausführungen machte Schweitzer klar, das aktuell die Bewältigung des Flüchtlingsstroms das Hauptthema der deutschen Politik in Bund, Land und Kommunen geworden ist.

Dies gilt nicht nur für die Städte, sondern auch für ländliche Gebiete. Bisher war davon ausgegangen worden, dass rund 800.000 Flüchtlinge nach Deutschland kommen werden. Alexander Schweitzer bezweifelte nach den neuesten vorliegenden Daten, dass es bei dieser Zahl bleiben wird. Eine langfristige Politik, sei daher notwendig.

Dabei sollte das vom früheren Bundespräsidenten Richard von Weizäcker formulierte Prinzip gelten: politisches Asyl sollte weiter all denen offen stehen, die uns aufgrund von Verfolgung und Krieg brauchen, ein Einwanderungsgesetz sollte die Zuwanderung derjenigen ermöglichen, die wir aufgrund des demografischen Wandels für unsere Zukunft brauchen.

In der lebhaften Diskussion wurde auch über die Lage in Böhl-Iggelheim gesprochen. Aktuell leben 126 Flüchtlingen in Böhl-Iggelheim, davon sind zur Zeit 26 Familien in Wohnungen untergebracht. Möglich ist dies dadurch dass im Ort durch die zurückliegende Politk der SPD Bürgermeister, voran Reinhard Roos, Wohnungen des Kreiswohnungsverbandes vorhanden sind und für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden können. Schweitzer sah darin eine weitere Begründung für die Stärkung des sozialen Wohnungsbaus, wie er von der SPD gefordert wird.

Die Bewältigung der Unterbringung von Flüchtlingen durch die Behörden, allen voran des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge hält Schweitzer bisher für nicht ausreichend, vor allem wegen der langen Bearbeitungsdauer der Asylanträge. Das Land Rheinland-Pfalz hat dazu die Initiative ergriffen und pensionierte Beamte reaktiviert mit gutem Erfolg. Diese wäre allerdings ohne die Hilfe vor Ort kaum möglich. Inzwischen haben sich vor Ort parteienübergreifend viele Helfer zusammengefunden, Paten für die Flüchtlinge, von Sprachunterricht bis Fahrradreparatur ist alles vertreten.

 „Es ist äußerst beeindruckend zu sehen, welche Aktionen und Hilfsangebote von haupt- und ehrenamtlichen Paten und Helfern auf die Beine gestellt werden, um die Flüchtlinge hier willkommen zu heißen“, so Schweitzer.

Auf der Welt sind Millionen Menschen auf der Flucht. Die meisten Menschen flüchten in die unmittelbaren Nachbarländer.

Zahlen aus der UN Flüchtlingshilfe:

Die sieben größten Herkunftsländer von Flüchtlingen

Syrien - 3,88 Millionen
Afghanistan - 2,59 Millionen
Somalia - 1,11 Millionen
Sudan - 648.900
Südsudan - 616.200
Demokratische Republik Kongo - 516.800
Myanmar - 479.000

Die sechs größten Aufnahmeländer von Flüchtlingen

Türkei - 1,59 Millionen
Pakistan - 1,51 Millionen
Libanon - 1,15 Millionen
Iran - 982.400
Äthiopien - 659.500
Jordanien -  654.100

800.000 Flüchtlinge sollen in diesem Jahr nach Deutschland kommen.

Das ist für Bund, Länder und vor allem die Kommunen eine große Aufgabe.

Wie steht es mit den Asylverfahren, was sind sichere Herkunftsländer, wer wird abgelehnt und ggf. abgeschoben, wie kann man so viele Menschen integrieren?

Wie vermitteln wir unsere Werte des Grundgesetzes?

All dies wurde in einer spannenden Diskussion beleuchtet.

Schweitzer sagte zu bald wieder zu einer Veranstaltung nach Böhl-Iggelheim zu kommen.

Text und Foto: SPD Böhl-Iggelheim, Presse

25.09.2015


Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim schließt Sanierung der Außentoiletten ab

Böhl-Iggelheim- Manfred Gräf, der ehrenamtliche Kreisbeigeordnete des Rhein-Pfalz-Kreises, begann seine Ansprache mit einer doppelt beeindruckenden Zahl.

Fast 200 000 Euro sind in den Umbau der Außentoiletten der Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim (PGRS+) geflossen – beeindruckend nicht nur wegen der beachtlichen Höhe der Summe, sondern auch weil die Kosten damit unter der vorab veranschlagten Bausumme lagen.

Eine Leistung, die nicht nur bei Aufträgen der öffentlichen Hand eher selten gelingt.

Dafür bedankte er sich in erster Linie bei dem Architekturbüro Diehl aus Hochdorf-Assenheim, das bei der Planung ausgesprochen umsichtig und kostenbewusst gearbeitet habe.

In fast sechs Monaten Umbauzeit haben die Schülerinnen und Schüler der PGRS+ eine moderne und schmucke Toilettenanlage erhalten, die dem Standard der vor wenigen Jahren bereits renovierten Innentoiletten entspricht.

Text und Foto: Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim, Presse

22.09.2015


Deutsch-französische Begegnung - vielseitig und abwechslungsreich

Böhl-Iggelheim / Wahagnies (FR) - In den Sommerferien haben sich wieder Schüler aus Wahagnies und aus Böhl-Iggelheim zu einem gemeinsamen deutsch-französischen Jugendaustausch zusammengefunden. Stattgefunden hat das mittlerweile fünfte Treffen dieser Art in der Jugendherberge in Wolfstein. Der von den Jugendzentren der beiden Gemeinden organisierte Austausch findet seit 2011 immer im Wechsel einmal in Deutschland und einmal in Frankreich statt. Finanziell gefördert wird die Ferienwoche vom Deutsch-Französischen Jugendwerk.

In diesem Jahr haben 9 Kinder aus Böhl-Iggelheim und 5 Kinder aus Wahagnies die Ferienwoche von 17. bis 22. August 2015 miteinander verbracht. Bei der Ankunft wurde die Französische Gruppe nicht nur von den Böhl-Iggelheimer Teilnehmern und Betreuern begrüßt. Auch der 1. Beigeordneten Karl-Heinz Hasenstab und eine Delegation des Partnerschaftsvereins sind nach Wolfstein gefahren, um die Teilnehmer aus Wahagnies zu begrüßen. So war auch Altbürgermeister Reinhard Roos, der die Partnerschaft 1996 mit Altbürgermeister Jean-Marie Ruant gegründet hat, bei der Begrüßung unserer französischen Freunde dabei.

Birgit Kerler, die Leiterin des Jugendzentrums in Böhl-Iggelheim, hatte mit ihrem Helferteam ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Die Sprachbarriere war fast nicht vorhanden, wie die französischen und deutschen Betreuerinnen und Betreuer glaubhaft versicherten. Kinder gehen damit ganz zwanglos um, und das eine oder andere Kind hatte deutsche oder französische Grundkenntnisse in der jeweilig anderen Sprache. Darüber hinaus wurden den Kindern Übersetzungshilfen in schriftlicher Form an die Hand gegeben. „Und wenn einmal die Worte nicht sofort parat waren, gab es ja immer noch die Hände“ wie Sybille Hubl-Meslati, die als eine der deutschen Betreuerinnen auch als Dolmetscherin fungierte, betonte.

Von der Ferienwoche berichtet Jannik Melzer:

Nach Ankunft in der Jugendherberge in Wolfstein haben wir nach einer Kennlernrunde unsere Zimmer bezogen. Es war ein bisschen komisch, eine neue Sprache kennenzulernen. Am 2. Tag waren wir morgens in einem Kalkbergwerk und danach gingen wir ins Schwimmbad. Dort kam uns die Idee, täglich einen kleinen Film zu drehen. Dies haben wir dann auch gemacht und wir werden die einzelnen Filme noch zusammen schneiden. Am 3. Tag haben wir auf der Glan eine Kanufahrt  gemacht. Am 4. Tag Geocaching mit dem Fahrrad. Am 5. Tag sind wir nach einem gemeinsamen Spiel nochmal ins Freibad  bei herrlichem Wetter gegangen. Den letzten Abend haben wir bei einem Lagerfeuer und mit dem Anschauen unserer Filme ausklingen lassen. Die Deutsch-Französische Begegnung war eine tolle Sache und wir freuen uns auf unsere“ neuen Freunde“ 2016 in Frankreich. Text und Foto: Jugendzentrum Böhl-Iggelheim, Presse

20.09.2015


Kartoffelernte mit Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken an der PGRSplus

Ulrike Höfken und Johannes Zehfuß machen’s vor.Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim - Kartoffelernte mit Ministerin

Böhl-Iggelheim- 171 Tage lang hatten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5b der Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim (PGRS+) ihren Kartoffelacker gehegt und gepflegt. Viele fleißige Helfer hatten sie dabei unterstützt, schließlich musste der Acker eigens angelegt, die Kartoffelsaat ausgebracht und die Pflanzen dann über den sehr heißen Sommer regelmäßig gegossen werden – auch in den Sommerferien!

Aber am Freitag, dem 11.09.2015, hatte sich all die Arbeit gelohnt! Niemand Geringeres als die rheinland-pfälzische Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken reiste aus Mainz an, um den Kindern bei der Ernte zu assistieren, schließlich unterstützt ihr Ministerium das landesweite Schulgartenprojekt „Kids an die Knolle“ bereits seit einigen Jahren.

Die Schülerinnen und Schüler der PGRS+ haben ihren Auftrag verstanden.„Landwirtschaft kann man praktisch nicht anschaulicher vermitteln! Da im Schulgarten die gleichen Schritte wie bei den Profis auf dem Acker erfolgen, lernen Kinder und Jugendliche bei “Kids an die Knolle“ beispielhaft, was die Qualität und Saisonalität von gesunden und regional erzeugten Lebensmitteln ausmacht!“

Zustimmung erfuhr sie von Johannes Zehfuß, dem Seniorchef eines Böhl-Iggelheimer Kartoffel- und Gemüsebaubetriebes, der den Kindern nach der Aussaat im April nun auch die Kartoffelernte erläuterte und tatkräftig demonstrierte. In Viererteams schickte er die Kinder über ihren Acker, um die Früchte ihrer Arbeit zu ernten.

Schulleiterin Elisabeth Kasprowiak dankte ausdrücklich allen am Projekt beteiligten und lud auch Landrat Clemens Körner und den 2. Beigeordneten der Gemeinde Bernd Johann zur aktiven Erntearbeit und zu einem Kartoffelsnack ein, den Schülerinnen und Schüler der Klasse 9a bereits am Morgen zubereitet hatten.

Alle Beteiligten sind stolz auf 135 Kilogramm “Pälzer Grumbeere“Sie zog eine positive Zwischenbilanz: „Die Premiere von “Kids an die Knolle“ war ein toller Erfolg. Den beteiligten Schülern und Lehrern hat es viel Praxiswissen und Spaß gebracht. Dank vielfältiger aktiver Unterstützung werden wir das Schulgarten-Projekt als fächerübergreifenden Unterrichtsbestandteil weiter fortsetzen und nutzen.“

Damit die PGRS+ für einen zukünftig erweiterten Schulgarten Gartengeräte anschaffen kann, soll ein Teil der Kartoffelernte verkauft werden. Am Schluss waren alle sichtbar stolz auf die gemeinsam eingefahrene Ernte.

Text: PGRSplus Böhl-Iggelheim, Presse Foto: privat

16.09.2015


Die Böhler Kerwe war der Hit - auch das Wetter machte mit!

Spaß, Kultur und Sport bei der Böhler Kerwe. Traktorziehen ein Besuchermagnet

Von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Traditionsgemäß wird die Böhler Kerwe am Samstagnachmittag mit einem farbenprächtigen Umzug eröffnet. Auch in diesem Jahr schlängelte sich ein farbenprächtiger Lindwurm mit  19 Zugnummern durch festlich mit Fahnen geschmückte Ortsstraßen.  Petrus erwies sich als besonders guter  Freund der Böhler. Viele Zuschauer säumten den Zugweg und sparten nicht mit reichlich Applaus für die Akteure, die viel Mühe und Herzblut in die  Gestaltung der einzelnen Zugnummern aufgewandt hatten. Eine Besonderheit hatten die „Böhler Hängsching“ zu bieten. 14 ehemalige Prinzessinnen des Karnevalverein hatte ihr Vorsitzender, Clemens Kreitner, eingeladen und in festlichen Roben gekleidet     präsentierten sich die ehemaligen Tollitäten in Cabrios.

Zur offiziellen Kerweeröffnung hatten sich viel Bürgerinnen und Bürger am Dorfmittelpunkt vor den beiden  Kirchen eingefunden.  Die  Musikerinnen und Musiker der Musketiere aus Böhl sorgten mit flotten Weisen für den richtigen Ton bei der Kerweeröffnung, die der 1. Beigeordnete Karlheinz Hasenstab (CDU) nach einem kräftigen Schluck guten Pfälzer Weines für eröffnet erklärte. Kreitner,

Wie schon bei vielen Kerweeröffnungen war auch in diesem Jahr der RCV Böhl-Iggelheim mit seinen Radartisten vertreten. Die gute Jugendarbeit, die den RCV auszeichnet, führt die jungen Aktiven zu Höchstleistungen, was sich in vielen nationalen und internationalen Erfolgen und Meisterschaften niederschlägt. Ein Hingucker bei allen Veranstaltungen bei denen die Radvirtuosen auftreten. Nach der Aufstellung des Kerwebaums gehörte der restliche Tag und der Abend dann den einzelnen Vereinen und Gruppierungen in ihren Ausschankstellen, in denen  reger Betrieb herrschte.

Der Kerwesonntagmorgen stand dann mehr im Zeichen der Kultur. Zum 1. Mal wurde ein sehr gut besuchter ökumenischer Gottesdienst im Hof der Johannes-Fink-Grundschule gefeiert. Die Musketiere umrahmten den Gottesdienst musikalisch. Danach  bewirtete der v Förderverein der Grundschule r die Gäste mit bayerischen Spezialitäten, wie Weißwurst mit Brezel.

Ins protestantische Gemeindehaus hatte der protestantische Kirchenchor und der Gospelchor „TonArt" eingeladen.  Silvia Calles, bekannte Akteurin der „Böhler Hängsching“ und Kabarettistin gastierte mit ihrem Programm „Mach kä Sprich“ in Beehler Mundart.

Die Landfrauen hatten ihr Kerweprogramm schon am Samstag mit einem gut besuchten Flohmarkt eröffnet. Und Am Sonntag und Montag verwöhnten die fleißigen Damen ihre Gäste mit Kaffee und jeder Menge köstlichen Kuchen im geschmackvoll gestalteten Landfrauensaal  Und einen Großteil des Erlöses ihrer Kerweaktionen werden die Landfrauen, wie schon in all den Jahren, sozialen Einrichtungen in der Gemeinde zu gute kommen lassen.

Kraft, Ausdauer und Stehvermögen waren dann am Montagabend beim Traktorziehen der Interessengemeinschaft „Böhler Kerwe“ gefragt. Mannschaften aus den Kitas, vom Fußballverein „Palatia Böhl“,dem Jugendzentrum wagten sich daran den 1200 kg „Hanomag R12“, auch „Ackermoped genannt, über die Distanz von 30 Meter zu ziehen. Besonders freuten sich die Veranstalter mit ihrem Vorsitzenden Harald Reichel und die vielen Zuschauer über die Teams der Kitas. Kinder im Alter zwischen vier und sechs Jahren gehörten zu einer Mannschaft. Alle Kinder hatten offensichtlich einen riesigen Spaß. Das Ergebnis war zweitrangig. Als Preise durften die Kinder Brezeln und  jede Menge Süßigkeiten so wie Obst und Gutscheine mit nach Hause nehmen. Wie bei der ganzen Veranstaltung stand hier der Spaßfaktor im Vordergrund. Besonders freuten sich die Initiatoren der Böhler Kerwegemeinschaft,  dass  in diesem Jahr auch wieder zwei Frauenmannschaften aus der Kita Vogelnest, so wie „die Böhler Mädels“ am Start waren.

Bei den Erwachsenenmannschaften war die Aufgabenstellung naturgemäß größer. Ein Fünftonner „Massey Ferguson 390 „ musste von jeweils vier starken Männer über die 30 Meterdistanz gezogen werden. Der Mannschaft „Big Four“  gelang eine erfolgreiche Titelverteidigung. Besonders erfreut zeigte sich das Publikum, dass sich eine Mannschaft, zusammengesetzt aus Flüchtlingen aus Syrien und eine Mannschaft aus afghanischen Flüchtlingen am Traktorziehen beteiligte.

Harald Reichel hatte die Veranstaltung sachkundig, unterhaltsam und mit sichtlichem Spaß moderiert.

Nach dem Traktorziehen wurde in Böhl, wie schon an den vergangenen Tagen, bis in die späten Abendstunden in den Lokalen und den Ausschankstellen der einzelnen Vereine kräftig gefeiert. Hier war, wie seit Samstag schon, von Vereinen, den Kirchen, den Landfrauen, der Freiwilligen Feuerwehr, den „Böhler Hängsching“,  dem MGV 1856 Böhl gemischter Chor, „events 4 friendes“, vom Protestantischer Kirchenchor Böhl, so wie dem Musikverein „Musketiere“ Böhl in Zusammenarbeit mit der katholischen Kirchengemeinde Allerheiligen, ein kulinarisches Angebot präsentiert, so dass für jeden Gaumen das Geeignete dabei war. Die Whiskyfreunde Pfalz offerierten Hochprozentiges. Niemand musste hungrig und durstig nach Hause gehen.

Und auch für musikalische Unterhaltung war bestens gesorgt. Bei der Freiwilligen Feuerwehr gab es Livemusik mit „Rassler & Friends und bei den „Böhler Hängsching“ spielten die „Friischoppler, so wie Steff Magosch. Im Hof des katholischen Pfarrheims spielten die Musketiere zum Pfälzer Abend auf. Alle Vereine waren mit dem Verlauf der Kerwe mehr als zufrieden. Auch Harald Reichel zog eine überaus positive Bilanz aus Sicht der Böhler Kerwegemeinschaft.

Eine besondere Attraktion war am Kerwemontag zu bewundern. Die Pyrotechnik Haßloch brannte auf dem Dorfplatz ein grandioses Feuerwerk ab. Des war doll- des gibt´s  wu annerschd net“ war ein immer wieder gehörte Kommentar. Ein Punkt der ins  Kerweprogramm bestimmt seinen festen Platz finden wird.

Die Kerwe endete sportlich  am Dienstagabend mit dem legendären Böhler Radrennen „Rund um den Wasserturm“ das auch in diesem Jahr mit einem illustren Fahrerfeld aufwartete und bei dem es wie immer lukrative Prämien zu erspurten gab.

Nach alter Böhler Tradition wurde dann die Kerwe im Hof des katholischen Pfarrheims bei der Pfarrgemeinde und den Musketieren beerdigt. Bilder, fg

03.09.2015


Kunst im Bürgerbüro

Ausstellung der Künstlerin Birgit Weinerth

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Schon des Öfteren waren im Bürgerbüro im Rathaus am Schwarzweiher  die Wände mit Kunstwerken geschmückt. Sehr zur Freude der Mitarbeiterinnen, so wie der vielen Bürgerinnen und Bürger die täglich das Bürgerbüro besuchen um doch meist „trockene“ Dinge zu verrichten. Seit einigen Tagen zieren die Wände Werke der Böhl-Iggelheimer Künstlerin, Birgit Weinerth.

Viele Verwandte, Freunde, Bekannte von Birgit Weinerth, aber auch viele Bürgerinnen und Bürger konnte Bürgermeister Peter Christ (CDU), neben den beiden Beigeordneten, Karl-Heinz Hasenstab (CDU) und Bernd Johann (FWG) zur Vernissage willkommen heißen. „Dass wieder ein Böhl-Iggelheimer Kind, wie sich Peter Christ ausdrückte, ihre Werke im Bürgerbüro der Öffentlichkeit präsentiert, freut mich besonders“ betonte der Ortschef.

Peter Christ zeichnete in launigen Worten die Vita von Birgit Weinerth nach. Zwar in Speyer geboren, wuchs die Künstlerin in ihrem Heimatort auf. Ihr Großvater, der gerne und gut zeichnete, legte „am Küchentisch“ die ersten künstlerischen Grundlagen. Birgit besuchte  die Jakob-Heinrich-Lützel Grundschule in Iggelheim. Ihr Klassenlehrer, Wilfried Frass, selbst ein begabter Zeichner und Aquarellist, förderte hier schon das künstlerische Talent seiner Schülerin.  Bei einen schulischen Malwettbewerb gewann Birgit Weinert den ersten Preis mit dem Bild, dem sie den Namen „Kettenkarussell“ gegeben hatte.

Das erste große Vorbild in der Kunst war ihr damaliger Kunstlehrer am Gymnasium am Kaiserdom in Speyer, Aribert Frosch aus Maikammer. Frosch, heute 83 Jahre alt, begleitete die talentierte Schülerin von der 5. Klasse bis zum Abitur. Beruflich schlug Birgit Weinert mit ihrer Ausbildung zur mathematisch-technischen Assistentin bei der BASF eine ganz andere Richtung, als die Kunst, ein. Heirat 1983, Umzug nach Haßloch, Wiederkehr nach Böhl-Iggelheim 1996 waren weiter Stationen auf Birgits Lebensweg. 1990 wurde Sohn Daniel und 1993 Sohn Tobias geboren. Da die Kinder absoluten Vorrang genossen, waren die Freiräume für die Kunst sehr knapp bemessen. Aber ganz aufgegeben hatte Birgit  ihre Passion nie.

Ihr beruflicher Werdegang bei der BASF führte Birgit Weinerth in den IT-Bereich, was mit vielen Dienstreisen  verbunden war. Zu dieser Zeit ganz der Aquarellmalerei verbunden, war in ihrem Koffer immer ein Platz für Malblock und Malkasten reserviert.

So war und ist die Kunst ein ständiger, wichtiger Begleiter im Leben der charmanten Künstlerin. Einen Wettbewerb zur Gestaltung der Außenwand der Kita „Windrose“ im Ortsteil Iggelheim gewann Birgit Weinert und ihr Motiv ziert heute noch als Logo der Kita deren Außenwand. Die Verbundenheit zu dieser Kita dokumentiert auch die Tatsache, dass die Künstlerin ein Bild zur Verfügung stelle, das zu Gunsten der „Windrose“ versteigert werden konnte.

Die künstlerische Entwicklung ging dann von der Aquarellmalerei zur farbintensiven Acrylmalerei. Der Kontakt mit dem offenen Atelier des Künstlers Martin Eckrich war der Anstoß ihre künstlerische Tätigkeit weiter zu forcieren und „ihren Horizont“ wie sich die Künstlerin ausdrückte, zu erweitern.In Wochenseminaren in den Jahren 2013 und 2014  bei Evi Beiner erweiterte Birgit Weinerth ihr Spektrum an Maltechniken. Viele nützliche Tips und Anregungen vermittelte ihr Bernd Klimmer,  in seinem Atelier in Kaiserslautern-Morlautern, das Birgit in den Jahren 2014 und 2015 sehr oft besuchte.

Bekannt wurde Birgit Weinerth durch Ausstellungen in Böhl-Iggelheim und Umgebung. Eine Vernissage 2014, als sie ein Spektrum ihrer Werke im heimatlichen Garten präsentierte, steigert ihren Bekanntheitsgrad. Alfred Bradler, bekannt für seine SAPRI-Skulpturen, so wie der Airbruskünstler, Lars Oschatz aus Berlin, waren zu dieser Ausstellung eingeladen.

Ein breiter Querschnitt des Schaffens von Birgit Weinerth ist im Bürgerbüro zu bewundern. Die Anlehnung und Inspiration an die Impressionisten ist unverkennbar und wird von der Künstlerin auch betont. So gibt es fast gegenständlich zu nennende Bilder, etwa wenn der Böhler Bahnhof als Vorlage gedient haben könnte. Beeindruckende Landschaftsbilder sind vorhanden. Beim betrachten des Meeres auf einem der Bilder, glaubt man fast die Brandung donnern zu hören. Beeindruckende, durch die Farbkomposition wirkende, fast  „gegenstandslos“ zu nennende Malereien  begeistern. Aber auch der Bezug zur Technik, zur Industrie ist unverkennbar, wenn ein Bild an eine metaphysische Industriesiluette erinnert. Der Bezug zur BASF, dem Arbeitgeber der Künstlerin, drängt sich hier geradezu auf.

Birgit Weinert nahm sich viel Zeit bei einem Rundgang den Gästen ihre Bilder, deren Bedeutung und ihre Empfindungen beim gestalten der einzelnen Kunstwerke, zu erklären.

Das Duo Marc Leicht, Gitarre, so wie Gabriele Schleins, Gesang, gaben den gekonnt würdigen musikalischen Rahmen für die Vernissage.

Die Bilder von Birgit Weinerth sind noch bis Herbst diesen Jahres im Bürgerbüro währen der Öffnungszeiten zu bewundern. Bild fg

05.08.2015


„Wir machen Kunst“

Schulfest der Jakob-Heinrich-Lützel-Grundschule

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Unter dem Motto „Wir machen Kunst“ standen sowohl Projekttage, als auch das Schulfest der Jakob-Heinrich-Lützel-Grundschule im Ortsteil Iggelheim. „Meine Vision, als ich die Schulleiterstelle antrat, war, die Schule bunter zu gestalten Und dies ist Schritt für Schritt gelungen“ erklärte die Schulleiterin, Mirjam Ebli. Und nicht nur das – die ganze Schule hat sich, man könnte sagen, fast  zu einer Galerie gemausert. Und all die Kunstwerke von den jungen Künstlerinnen  und Künstler konnten beim Schulfest bewundert werden. Und es gab darüber hinaus viele Aktionen an den sich die Besucher bei den verschiedensten Stellen in den beiden Schulhäusern beteiligen konnten.

Die Idee zu dieser Kunstaktion entstand, nachdem die Kreissparkasse Vorderpfalz für Kunstprojekten an Schulen einen nicht unansehnlichen Betrag zur Verfügung gestellt hatte. Das „kleine Konzept“, wie Mirjam Ebli, bescheiden betonte, wurde mit 300 Euro bedacht. Gemeinsam mit dem Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen wurde dann die Gesamtkonzeption erarbeitet. Es war wichtig, dass alle Schüler und alle Klassen an den Projekt beteiligt waren, wie die engagierte Schulleiterin betonte. Alle Klassen besuchten das Museum, bestaunten die Miró- Wand un entdeckten an dieser verschiedene Tierformen, welche die Kinder sehr beeindruckten. Miró wurde zum großen Vorbild für die kleinen Kunstschaffenden. Eine Mitarbeiterin des Wilhelm-Hack-Museums besuchte die Schule und schuf zusammen mit den Kindern ein Gesamtkunstwerk nach  Miró, das neben andern großen Werken die Schule ziert.  Miró- Kekse wurden zum Schulfest gebacken und fein verziert. So wurde auch schon hier der Gaumen verwöhnt.

Aber nicht nur Joan   Miró diente den Schülern als Vorbild. Wassily Kandinsky, inspirierte zu konzentrischen Lebenskreisen, welche aus Baumscheiben geschaffen wurden. Die zweiten Klassen beschäftigten sich mit dem Außenbereich der Schule. Mit selbstgefertigten Schablonen wurden die grauen  Säulen farblich herausgeputzt. Nach Vorbild von Niki de Saint  Phalles gestalteten die Viertklässler sehr mächtige Frauenfiguren – Nanas. 3D-Bilder entstanden nach Keith Hering. Vincent van Gogh war der Ideengeber für einen Sternenhimmel

Liebevoll waren die Kunstwerke in den Klassenräumen der beiden Schulhäuser aufgebaut. Überall war Material vorhanden und die Kinder luden ihre Gäste zum mittun ein.  Es gab „Helferkinder“, die erklärten und beim Selbstgestalten mithalfen.

Im Eingangsbereich des „Alten Schulhauses“ konnten kleine Platten aus Holz nach eigenen Ideen bemalt werden. Hier herrschte wären des gesamten Tages großer Andrang. Die Täfelchen werden zu einem Gesamtmosaik zusammen geführt und dieses „Schulfestgesamtkunstwerk“ wird einen exponierten Platz in oder an der Schule finden.

Begonnen hatte das Schulfest mit einem bunten Reigen aus Tanz und Gesang auf der Bühne unterhalb des Schulhofes. Es gab auch ein Jubiläen zu feiern.  Der Förderverein der Jakob-Heinrich-Lützel-Grundschule kann auf 20 Jahre erfolgreiche Arbeit zum Wohle der Schule zurückblicken. Waren die Miró- Kekse schon ein Genuss, lies das Angebot des Schulelternbeirates und des Fördervereins keine Wünsche offen. Bratwürste und diverse Getränke gab es natürlich auch.. Und das reichhaltige Kuchenbuffet lies so manchen guten Vorsatz schwinden.

Aber der Schulelternbeirat hielt ein besonderes Angebot bereit. Schon seit 3 Jahren bietet diese Gremium, unterstützt vom Förderverein, ein variantenreiches „Energiefrühstück“ bestehend aus verschiedensten Obst- und Gemüsesorten für die Kinder an. Und dieses Vitaminreiche Frühstück wurde beim Schulfest angeboten und fand reisenden Absatz.

Einen „kleinen Wermutstropfen“, wie sich Mirjam Ebli ausdrückte, musste sie schon zu Beginn des Festes verkünden. Udo Linden, der Vorsitzende des Schulelternbeirates und Manuel Budich, der Vorsitzende des Förderverein, scheiden aus ihren Ämtern aus. Die große Wertschätzung, welche die beiden Herren genossen, drückte sich, neben den Präsenten, auch darin aus, dass das Lehrerkollegium eigens ein Lied getextet und diese unter dem großen Applaus der vielen Zuschauer, die schon zur Eröffnung gekommen waren, zum Besten  gaben.  Bild: fg

23.07.2015


Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim verabschiedet den Abschlussjahrgang 2015

106 Schülerinnen und Schüler singen stilvoll gekleidet das gemeinsame AbschlussliedBöhl-Iggelheim- Mit einem lachenden und einem weinenden Auge, mit ausgelassener Freude über den erreichten Abschluss, aber auch mit viel Wehmut ging die diesjährige Abschlussfeier der Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim (PGRS+) nach unterhaltsamen drei Stunden zu Ende.

In Anlehnung an ihren Entlassmonat Juli/2015 hatten die Schülerinnen und Schüler das diesjährige Motto gewählt: „Wir sind nicht 08/15, wir sind 07/15! Wir sind kein Standard!“ Die 106 Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen zeigten deutlich, dass das Motto auf sie zutraf: Niveauvoll wurde durch ein anspruchsvolles Programm bis zur Vergabe der Zeugnisse geführt. Für alle ging ein wesentlicher Lebensabschnitt erfolgreich zu Ende, ob mit dem qualifizierten Sekundarabschluss I oder dem Abschluss der Berufsreife - beide ermöglichen den Einstieg in das Berufsleben oder den Besuch einer weiterführenden Schule. Sieben der Schülerinnen und Schüler haben sich nachträglich für das 10. Schuljahr an der PGRS+ qualifiziert und werden der Schule trotz ihres diesjährigen Abschlusses erhalten bleiben.

Der Beitrag der 9 d wird (v. links) von Janina Kuzmirz, Marvin Geier und Saskia Rohe unterstütztSchulleiterin Elisabeth Kasprowiak begrüßte die Gäste der sehr gut besuchten Abschlussfeier, die von den Schülerinnen und Schülern der 9. und 10. Klassen mit Unterstützung ihrer Klassenlehrer perfekt organisiert worden war. Der ausdrückliche Dank der Schulleiterin galt nicht nur dem Kollegium und ihrem Schulleitungsteam, dem Konrektor Thomas Hasenöhrl und der pädagogischen Koordinatorin Magda Hellstern, sondern auch der Sekretärin Sylvia Albrecht, dem Hausmeister Dietmar Fink, dem sehr engagierten Schulelternbeirat mit Anja Köglmeier und Anett Scheibe als Vorsitzende und dem Förderverein der PGRS+ mit ihren Vorsitzenden Nicole Dörr und Sabine Scanu. Anett Scheibe und Sabine Scanu mussten leider als Vorsitzende von der Rektorin mit viel Dank, Blumen und einem kleinen Geschenk verabschiedet werden, da ihre Kinder zu den entlassenen Schülerinnen gehörten.

Der u.a. für die Schulen des Rhein-Pfalz-Kreises zuständige Kreisbeigeordnete Manfred Gräf betonte den beeindruckenden Erfolg der PGRS+, einer integrativen Realschule plus mit offener Ganztagsschule, der an den hohen Anmeldezahlen deutlich abzulesen sei. Er wünschte den Jugendlichen ebenso wie Bürgermeister Peter Christ viel Erfolg auf ihrem Weg.

Mia Berg, 10 b, trägt gekonnt ein Klavierstück vorJana Birzer, Ronja Fuchs und Diana Almagedi führten charmant und humorvoll durch ein kurzweiliges Programm. Es wurde parodiert und gesungen, die hauseigene Schulband trat auf, ein stimmungsvolles Klavierstück wurde von Mia Berg vorgetragen und die Klassenleiterinnen der 10. Klassen ließen die vergangenen Jahre noch einmal gekonnt Revue passieren. Einen besonderen Beitrag gab es von Osman Citir (Comedian), der als Pate der Aktion „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ seit einem Jahr die Schule begleitet: er gab den Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg, sich nicht von Vorurteilen leiten zu lassen.

Zum guten Schluss erhielten Christian Wolf und Saskia Rohe den Buchpreis des Landes Rheinland-Pfalz für vorbildliche Haltung und beispielhaften Einsatz in der Schule. Kathrin Linzner, Emeli Constanzino, Kevin Deppert und Janina Kuzmirz erhielten den Schulpreis der Peter-Gärtner-Realschule plus für hervorragende Leistungen; den Buchpreis der Stiftung Pfalz-Metall erhielt als bester Schüler im Fach Physik Pascal Stahl. Anja Köglmeier verlieh als Schulelternbeiratsvorsitzende die zwei Schulsozialpreise an Diana Almagedi und Alessio Mauramati für herausragendes Engagement in der Schule und für die Schule.

Zahlreiche Erinnerungsfotos wurden abschließend gemacht - die Feier endete mit einem kleinen Imbiss und kühlen Getränken im Hof der PGRS+. Der Tag war für die Abschlussschülerinnen und Abschlussschüler allerdings noch nicht vorüber, sie feierten ihren Schulabschluss anschließend ausgiebig mit Freundinnen, Freunden und Familie.

Text und Foto: Markus Jung

22.07.2015


Projektgruppe der Peter-Gärtner-Realschule plus gestaltete Gedenken an NS-Opfer

Die Projektgruppe Stolpersteine der PGRS plus bereitet mit ihrer Lehrerin Ulrike Lösch-Schölles die Ausstellung vorBöhl-Iggelheim- „Ich bin Shmuel Meir Blum“. Stolz erklingt dieser Namen vor dem Haus Buschgasse 32 in Iggelheim und fünfzehn weitere folgen. Ihre Träger stehen heute hier als lebender Beweis, dass die Nationalsozialisten mit ihrem Vorhaben der Ausrottung des jüdischen Volkes gescheitert sind. Es ist der ergreifendste Moment eines Rundganges durch Iggelheim, der der Erinnerung an die Opfer des NS-Terrors gewidmet ist und bei dem Einige wiederholt mit den Tränen kämpfen. Mit der Nennung ihrer Namen vor dem elterlichen Wohnhaus von Max Blum gedenken die Angehörigen ihres Vorfahren, den der Rassenwahn der Nazis zur Flucht zwang. Anders als sein Vater Max Blum überlebte er die Shoah und gründete in Israel eine Familie, die nun mit drei Generationen der feierlichen Verlegung eines ihm gewidmeten Stolpersteins beiwohnt.

Auch zwei Urenkel Kurt Blums legen Rosen niederDer Weg durch das Dorf führt auch zu Rosa und Moritz Wälder, Luitpoldstraße 40 und den Familien Mayer und Süssel, Langgasse 1. Drei Adressen und zwölf Stolpersteine stehen somit an diesem Nachmittag für zwölf Schicksale von Ermordeten oder Vertriebenen, die den zahlreichen Gästen von der Projektgruppe Stolpersteine der PGRS plus in kurzen Vorträgen nahegebracht werden. Die Jugendlichen unterstützen damit die Arbeit des Aktionskreises Bündnis für Vielfalt und gegen Extremismus, auf dessen Initiative der Künstler Gunter Demnig die Steine verlegt. Vorab haben sie bereits eine Ausstellung für die Gedenkfeier im Foyer der Wahagnies-Halle gestaltet, die den Abschluss der Stolpersteinverlegung bildet. Vera Tanski, Vertreterin des Aktionskreises, dankt den Jugendlichen ebenso für ihre Hilfe wie Hanna Blum, die sich gemeinsam mit ihrer Familie freut, dass die Gemeinde Böhl-Iggelheim diesen Weg des Erinnerns gewählt hat. Sie ist sich sicher, dass dieser Tag für ihren Vater ein glücklicher gewesen wäre und sie appelliert an die junge Leute – seien sie aus Böhl-Iggelheim oder Haifa – Verantwortung zu übernehmen und eine Wiederholung solcher Verbrechen unmöglich zu machen.

Text: Markus Jung; Foto: Svitlana Weisenburger, Markus Jung

16.07.2015


„Aus Nachbarn wurden Juden“

Stolpersteine – Gedenkfeier – PGS – Projekt

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Den ehemaligen jüdischen Mitbürgern von Iggelheim wieder ein Gesicht zu geben und deren Geschichte lebendig werden zu lassen und dauerhaft im Bewusstsein der Gemeinde zu verankern, war das Ziel des gemeindlichen Arbeitskreises „Bündnis für Vielfalt und gegen Extremismus“. Vera Tanski war hierbei nicht nur die Hauptinitiatorin, sie stellte auch in akribischer Kleinarbeit die Lebensläufe der  jüdischen Familien, die von den Nationalsozialisten verschleppt und ermordet wurden, oder auf Grund der Verschleppung starben, zusammen. Als erstes großes Projekt konnte 2013 auf den Friedhof in Iggelheim eine Stehle mit den Namen dieser ehemals jüdischen Mitbürgern eingeweiht werden. (Speyer-Kurier berichtete)

Als nächste Aufgabe stellte sich der Arbeitskreis die Verlegung so genannter Stolpersteine.  Der Künstler Gunter Demnig aus Köln hatte dieses Kunstobjekt im Jahre 1996 ins Leben gerufen. Diese Steine in der Größe zehn Zentimeter im Quadrat tragen auf der Oberseite eine polierte Messingplatte in der die Daten der Opfer eingraviert sind. Sie werden wie ein Pflasterstein in die Bürgersteige, möglichst bei den alten Wohnhäusern der Opfer, vom Künstler selbst verlegt. Stolperstein finden sich mittlerweile in vielen Städten in Deutschland, so wie in etlichen Ländern Europas. Ca. 50 000 verlegte Steine in 1 300 Orten Europas erinnern an das Leid der von den Nationalsozialisten Verfolgten.

„Die Idee der Stolpersteine fiel in Böhl-Iggelheim erfreulicherweise auf fruchtbaren Boden“ erklärte Vera Tanski . Nachdem der Gemeinderat einstimmig der Idee zugestimmt hatte, fanden sich spontan Sponsoren, die die Kosten übernahmen. „Wir konnten den Iggelheimer Verfolgten wieder ein Gesicht geben“ betonte Vera Tanski sichtlich zufrieden. Bei der Aktion handelt sich nur um das Gedenken ehemaliger Iggelheimer Mitbürger. In Böhl lebten seit 1910 keine jüdischen Mitbürger mehr. Besonders erfreut zeigten sich die Mitglieder des Arbeitskreises, dass sich an der Peter-Gärtner-Realschule plus (PGS) eine Projektgruppe „Stolpersteine“ von Schülerinnen und Schülern der 10. Klasse, unter der Leitung von Ulrike Lösch-Schölles gründete, die sich dieser Thematik intensiv angenommen hat. Die Schulleiterin Elisabeth Kasprowiak unterstützte das Projekt nach Kräften. Die Projektgruppe hatte eine Präsentation mit beeindruckenden Stellwänden erstellt, die im Foyer der Wahagnieshalle ausgestellt war und den würdigen Rahmen für eine Gedenkfeier lieferte.

An 3 Stellen wurde in Iggelheim Stolpersteine vom Künstler, Gunter Demnig, selbst verlegt. In der Luitpoldstraße 40 erinnern zwei Steine an Moritz und Rosa Wälder. Während Moritz Wälder, nach der Deportation ins Lager Gurs nach Südfrankreich und der Befreiung des Lagers in Frankreich blieb und dort 1951 verstarb, kehrte seine Frau Rosa 1957 wieder nach Iggelheim zurück. Sie verstarb 1972 und ist auf dem jüdischen Teil des Zentralfriedhofes in Ludwigshafen beerdigt. Schüler der PGS Projektgruppe verlassen, wie bei den anderen Verlegestellen auch,  die  Lebensgeschichten der Menschen, an die mit den Stolpersteinen gedacht werden soll. Spontan erzählte eine Dame aus der großen Besucherzahl, die zur Verlegung der Stolpersteine gekommen war, persönliche Erlebnisse mit Rosa Wälder. Sie trug ein Gedicht vor, welche sie von der liebenswerten Dame erlernt und noch im Gedächtnis behalten hatte. „Die Frau Wälder gedenkt mir noch gut. Immer hat sie eine weiße Schürze an gehabt“ bemerkte ein andere Zuschauerin. „Und es waren nicht nur von außen nach Iggelheim gekarrte SS-Männer die den jüdischen Mitbürgern Schlimmes angetan haben. Man würde sich wundern wie viele und welche Iggelheimer sich an den schlimmen Dingen beteiligt haben“ ergänzte eine betagte Zuschauerin.

In der Buschgasse 32 sitzen die Gedenksteine für Angehörige der Familie Blum. Fünf Steine tragen die Namen und die Schicksale von Kurt, Max, Johanna, Franziska  und Edmund Blum. Schon seit 1777 ist die Familie Blum in Iggelheim belegt, wie Vera Tanski bei ihren Recherchen herausgefunden hat. Der Idee der Stolperstein liegt auch der Gedanke des „Zusammenführens“ zu Grunde. Schon 2013, zur Einweihung des Gedenksteines, waren Hanna und Meir, die Kinder von Kurt Blum, der als einziger der Familie Blum die Naziherrschaft überlebte nach Iggelheim gekommen. Kurt Blum war der einige Überlebende der Familie Blum, der dem Naziterror durch Flucht nach Israel entgehen konnte. Jetzt – zur Stolpersteinverlegung – kamen 16 Familienmitglieder, Hanna und Meir, ihre Ehepartner, Kinder, Schwiegerkinder und Enkel nach Böhl-Iggelheim. In einer eindrucksvollen Begrüßungszeremonie wurden die israelischen Gäste von Bürgermeister Peter Christ (CDU) zwei Tage zuvor im Rathaus willkommen geheißen. (Speyer-Kurier berichtete)

Hier in der Buschgasse fand ohne Zweifel die beeindruckendste Zeremonie statt. Alle Familienmitglieder stellten sich mit ihren Namen vor. Hanna Wertheim verhehlte ihre Anspannung nicht „wir sind Alle sehr aufgeregt“. Ein besonderer Dank galt den Mitgliedern des Arbeitskreises, aber auch allen Böhl-Iggelheimer Bürgern, dass die Geschichte ihrer Familie mit den Stolpersteinen lebendig bleibt. Hanna Wertheim bezeichnete die Steine als Symbole für ein friedliches Miteinander in der Zukunft. Hanna bedauerte, dass ihr Vater diese Zeremonie nicht miterleben konnte. Ihr Vater habe immer großes Heimweh gehabt. Über seine Erlebnisse in der Nazizeit habe ihr Vater nie viel gesprochen – aber über die vielen guten Erinnerungen an Deutschland schon- wie Hanna Wertheim betonte. „Es hätte unserm Vater sehr viel bedeutet dies hier miterleben zu können“ betonte Meir Blum.

Nach der Verlegung der Steine legten alle Familienmitglieder der Familie Blum Rosen in einen Kranz um die Stolpersteine.

Rosen wurden auch um die andern Stolperstein gelegt. Diese Aufgabe übernahmen die Schüler der Projektgruppe der PGS.

Fünf Stolpersteine in der Langgasse 1 erinnern an Michael und Susanne Mayer, Hannelore, Mathilde und Helga Süssel. Die Schülerinnen und Schüler der PGS zeigten auch hier beim Verlesen der Lebensgeschichten ihre Betroffenheit.

In einer Feierstunde im Foyer der Wahagnieshalle, unter dem Thema „Als aus Nachbarn Juden wurden“, wurde dann noch einmal der in den Stolpersteinen Verewigten gedacht. Bürgermeister Peter Christ verdeutlichte eindringlich die Bedeutung der Stolpersteine die er als Mahnung zur Aussöhnung und als Symbole auch gegen das Vergessen sieht. Werner Scarbata, der Vorsitzende des „Bündnis für Vielfalt und Extremismus“ erinnerte in seinen Grußworten an die Entstehung diese Arbeitskreise, nannte die Beweggründe hierfür  und die Ziele für die Zukunft, die vornehmlich in der Versöhnung und dem Kampf gegen rechte und linke Umtriebe liegen.

Vera Tanski berichtete von ihren umfangreichen Recherchen, die schlussendlich zu dieser Aktion - der Verlegung der Stolperstein - führten. Die Bedeutung der gesamten Aktion verdeutlichten die Böhl-Iggelheimer durch ihre große Anzahl, die bei der Verlegung an den drei Plätzen, so wie bei der Feierstunde in der Wahagnieshalle, zu gegen war. Das Foyer war bis auf den letzten Platz besetzt. Vertreter der Kirchen waren ebenso zugegen wie ein Großteil der Mitglieder des Gemeinderates.

Die weit über Böhl-Iggelheim hinausgehende Bedeutung der Verlegung der Stolperstein unterstrichen die Bürgermeisterin aus Schifferstadt, Ilona Volk (Bündnis 90/Grüne), so wie der Kreisbeigeordnete Konrad Heller (CDU), mit ihrer Anwesenheit.

Die PGS hatte sich nicht nur in der Projektgruppe engagiert. Schülerinnen und Schüler der Koch-AG hatten im Foyer der PGS Tische liebevoll festlich geschmückt und bewirteten vor der Verlegung der Stolpersteine die Gäste aus Israel mit Pfälzer Spezialitäten.

Der Arbeitskreis hat ein sehr informatives, umfangreiches Heft im Format DIN A 6 verfasst, das bei der Gemeindeverwaltung ausliegt. Darin sind die Lebensläufe der ehemals jüdischen Mitbürger umfassend dargestellt. Bild:fg

15.07.2015


„Gegen das Vergessen - für Versöhnung und Partnerschaft“

Besuch von Israelis in Böhl-Iggelheim

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Seit Jahren gibt es in Böhl-Iggelheim das „Bündnis für Vielfalt und gegen Extremismus“. Ziel dieses Arbeitskreises der Gemeinde ist nicht nur, gegen rechte und linke Umtriebe in unserem Land und speziell in Böhl-Iggelheim, zu kämpfen, sondern auch die Aussöhnung mit Israel zu stärken und zu vertiefen.

Auch in Böhl-Iggelheim hatten jüdische Mitbürger unter dem Naziterror zu leiden - wurden vertrieben – deportiert und kamen dadurch zu Tode. Vera Tanski, vom Arbeitskreis hat in jahrelangen, akribischen Recherchen die Geschichte der Familien Wälder, Blum, und Mayer erforscht. Schon 2013 konnte auf Initiative des Arbeitskreises ein Gedenkstein, in den sämtliche Namen der Familien eingemeißelt sind, auf dem Friedhof in Iggelheim enthüllt werden. Zu diesem Anlass waren 2013 extra aus Israel Hanna Wertheim und Meir Blum aus Israel angereist, deren Vater Max Blum von den Nazis deportiert worden war.

Ist der Gedenkstein ein sichtbares Zeichen gegen das Vergessen, so wollten es die Initiatoren nicht dabei belassen. Der Wille und Plan war, so genannte „Stolpersteine“ des Künstlers Gunter Demnig in Iggelheim vor den Häusern verlegen zu lassen, in denen die jüdischen Familien wohnten. Die Idee kann in die Tat umgesetzt werden. „Stolpersteine“ werden in 3 Straßen verlegt werden. ( Speyer-Kurier wird darüber berichten)

Waren im Jahr 2013 zur Gedenksteinenthüllung nur Hanna Wertheim und Meir Blum nach Böhl-Iggelheim gekommen, traf heute eine große Delegation der Familien aus Israel in Böhl-Iggelheim ein. 16 Familienmitglieder – von Erwachsenen, Kinder, Jugendlichen - bis zur kleinen Enkeltochter von Hanna Wertheim, konnte Bürgermeister Peter Christ (CDU) im Ratssaal der Gemeinde willkommen heißen. Peter Christ betonte besonders den Einsatz, den die Mitglieder des Arbeitskreises bez. der „Stolpersteine“ und zu Gelingen des Besuches der israelischen Gäste geleistet haben. „Auch 70 Jahre nach Beendigung des 2. Weltkrieges ist es wichtig sich an das Leid, das jüdischen Mitbürgern angetan wurde, zu erinnern“ betonte Peter Christ. Und Christ gab seiner Freude Ausdruck,  so viele Gäste aus Israel begrüßen könne. Auch ein Ausdruck dafür, dass die Geschichte in diesen Familien lebt und der Besuch auch als Geste der Aussöhnung gesehen wird.

In diesem Sinne sprach auch Hanna Wertheim in ihren Begrüßungsworten. „Versöhnung – Aussöhnung – friedliches Zusammenleben-so muss Zukunft gestaltet werden“!Sie dankte besonders den Initiatoren für die Vorbereitung der Reise nach Böhl-Iggelheim. Neben Bürgermeister Peter Christ wurden Vera Tanski, Christa Bug und der Vorsitzende des AK, Werner Scarbata mit Präsenten bedacht.

Nach dem Empfang im Rathaus in Böhl-Iggelheim besuchte die israelischen Gäste den jüdischen Friedhof in Haßloch, auf dem einige Familienmitglieder der Familie Blum ihre letzte Ruhestätte gefunden haben! Bild:fg

10.07.2015


“Sophie Scholl – Freiheit“

Sophie und Hans Scholl während eines Verhörs durch die Gestapo Sophie und Hans Scholl während eines Verhörs durch die Gestapo

Theaterstück an der Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim

Böhl-Iggelheim- „In unserem Foyer hängt eine Tafel zur Erinnerung an eine ganz besondere Auszeichnung, die wir vor einem Jahr erhalten haben“, erinnerte Schulleiterin Elisabeth Kasprowiak die 9. und 10. Klassen der PGRS plus Böhl-Iggelheim bei ihrer Begrüßung des Theaters am Ehrenbreitstein. „Wir sind Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Diesen Status gelte es nun stetig weiterzuentwickeln.

Wie könnte das besser gelingen, als durch die Auseinandersetzung mit jener Zeit, die in Deutschland menschenverachtenden Rassismus zur Staatsräson erhoben hatte und jede Form der Courage mit brutalster Härte unterband? Oder noch besser, durch eine Begegnung mit dem Widerstand gegen diese Tyrannei? Zu den bekanntesten Menschen, die sich dem Nationalsozialismus entgegenstellten, gehören die Geschwister Sophie und Hans Scholl. Sie waren Mitglieder der Weißen Rose, jener Gruppe, die durch die Verbreitung von Flugblättern gegen den Krieg und die Diktatur Adolf Hitlers kämpfte.

An ihrem Beispiel zeigten die Schauspieler Annika Woyda und Matthias Krause in einer Inszenierung von Gabriel Diaz zu welchem Einsatz Menschen fähig waren, die sich Menschlichkeit und persönliche Freiheit gegen übermächtige Widerstände erkämpfen mussten. Das Stück, gefördert durch laprofth, den Landesverband professioneller freier Theater in Rheinland-Pfalz, arbeitet dabei mit einer bewegenden Collage von Originaltexten, darunter Verhörprotokolle, aber auch private Zeugnisse wie Briefe und andere persönliche Aufzeichnungen. Im Gespräch nach der Aufführung übertrugen die Theatermacher die Anliegen der Geschwister Scholl auf ihr jugendliches Publikum und die Gegenwart.

Sie diskutierten darüber, wie Rassismus heute als Fremdenfeindlichkeit wieder hoffähig wird und dass der Umgang mit Flüchtlingen Anlass genug für alle sein sollte, mit Nachdruck für die Interessen von Ausgegrenzten und Schwächeren zu kämpfen. Auch 72 Jahre nach der Hinrichtung der Geschwister Scholl scheinen diese Themen brandaktuell zu sein und ihr Mut und ihre Opferbereitschaft beeindrucken heute noch die jungen Zuschauer in Böhl-Iggelheim im Foyer der Wahagnies-Halle. Text und Foto: Markus Jung

08.07.2015


Sonne, Gesang und Fröhlichkeit

Sängervereinigung Iggelheim feiert Sommerfest.

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Drei Tage lang feierte die Sängervereinigung Iggelheim ihr traditionelles Sommerfest auf ihrem Gelände in der Sandgasse. In ihrem, mit viel Mühe und Liebe, geschmückten überdachten Anbau an das Sängerheim angrenzend, fühlten sich die zahlreichen Gäste an allen Tagen sichtlich wohl. Mit viel Blumenschmuck war die Halle dekoriert.

Ein besonderer Renner im kulinarischen Angebot der Sängervereinigung war wie immer der schon traditionelle Spießbraten vom überdimensionierten Grill. Wurde dieser noch vor Jahren in schweißtreibender Beinarbeit per Muskelkraft auf fahrradähnlicher Konstruktion angetrieben, hat hier mittlerweile auch die Technik Einzug gehalten und der Grill dreht sich nun motorgetrieben. Bedient werden die Gäste bei den Sängerinnen und Sängern noch an den Tischen. Die Mitglieder der einzelnen Chöre, Männerchor, Frauenchor, gemischter Chor, oder Modern-Chor kümmerten sich mehr als aufmerksam um ihre Gäste. Kein Durst blieb ungestillt und Hunger konnte erst gar nicht erst aufkommen. An der „Südseebar“ wurden von netten Damen köstliche Cocktails serviert.

Die Damen des Vereins hatten im Sängerheim ein überwältigendes Kuchenbuffet mit Selbstgebackenem aufgebaut. So mancher Gast vergaß dabei seine guten Vorsätze bez. der Linie und des Gewichts.

Für die musikalische Unterhaltung sorgten zum einen die Chöre befreundeter Gesangsvereine. So zeigten der Chor des MGV Klein-Schifferstadt am Samstagabend sein Können. Der Chor des MGV  Concordia Schifferstadt, so wie der gemischte Chor „bel canto 1982“ aus Neuhofen gastierten beim Frühschoppen am Sonntag.

Die „Brudervereine“ der Sängervereinigung, die Sängerinnen und Sänger vom Gesangverein Liederkranz aus Iggelheim, so wie der gemischten Chor des MGV Böhl zeigten am Montag Abend zum Festausklang ihre gesangliches Fertigkeiten, die mit viel Beifall bedacht wurden. Der Montag, nur die Sängervereinigung verlängert ihr Fest über das Wochenende hinaus, darf getrost als ein Abend der Vereine bezeichnet werden. Viele Abordnungen, von DorfArt, bis zum Musikverein Iggelheim gaben der Sängervereinigung die Ehre. Auch die Freiwillige Feuerwehr Böhl-Iggelheim  war, wie schon in all den vorausgegangenen Jahren, Gast bei den Sängern.

Zur allgemeinen musikalischer Unterhaltung trug die Band „Rassler & Friends“, eine Formation die aus den Reihen der Sängervereinigung hervorging, bei. Die Oldis aus den 60iger Jahren bis hin zu modernsten Schlagern animierten zum mitsingen, schunkeln und zum tanzen. Dies gilt ebenso für „De Steff un´s Fritzl“ die zum Ausklang kräftig in Saiten und Tasten griffen. .

„Wir sind mit dem diesjährigen Sommerfest wieder mehr als zufrieden“ betonte der erste Vorsitzende Herbert Bohrer. „Das herrliche Sommerwetter hat natürlich auch zum Gelingen beigetragen. Ein ganz besonderer Dank gilt unseren vielen Gästen, die beweisen, dass wir als der zweitgrößte Verein in Böhl-Iggelheim, eine feste Größe im örtlichen Vereinsleben sind“ ergänzte Herbert Bohrer. Ein besonderes Lob zollte Geschäftsführer Gerhard Saur auch den vielen Helfern im Verein, die in der Vorbereitung und bei der Durchführung des Sommerfestes wieder hervorragende Arbeit geleistet haben.  „Ohne deren selbstlosen Einsatz wäre ein solche Veranstaltung über drei Tage nicht durchzuführen“, betonte Gerhard Saur anerkennend. Bild: fg 

30.06.2015


Manfred Reimann bei der SPD Böhl-Iggelheim

Böhl-Iggelheim- Zu einer öffentlichen Mitgliederversammlung hatte der SPD-Ortsverein Böhl-Iggelheim für den 24. Juni 2015 nachmittags eingeladen.

Manfred Reimann, früherer Bundestagsabgeordneter aus Ludwigshafen, inzwischen im 88. Lebensjahr,  war dazu nach Iggelheim gekommen, um mit den ca.30 Parteimitgliedern und Interessierten über die politische und gesellschaftliche Entwicklung zu diskutieren.

In einer ausgesprochen interssanten, fast einstündigen Bewertung dieser Entwicklungen griff Reimann sowohl internationale wie  auch nationale Probleme auf. Die Flüchtlingswelle über das Mittelmeer Richtung Europa, die ungelösten Probleme im Nahen Osten einschließlich des IS-Terrors, die politische Entwicklung in anderen EU-Mitgliedesländern, die hohe Arbeitslosigkeit vor allem unter Jugendlichen in vielen Ländern Europas, die Zukunft Griechenlands in der Eurozone, oder die PKW-Maut und die Vorratsdatenspeicherung waren Themen, die er ansprach. Bei all diesen Themen sieht er die Notwendigkeit die sozialen Aspekte nicht aus dem Auge zu verlieren. Und für die SPD die Notwendigkeit, sich weiter mit eigenen Lösungsvorschlägen in die Debatte einzubringen. Solidarität untereinander ist dafür weiter die einzige mögliche Orientierung, um zu einer gerechten Gesellschaft zu gelangen, die angesichts der Umverteilung von unten nach oben in den letzten Jahren leider zu wenig durchsetzbar war.

Bei aller Kritik legte Manfred Reimann großen Wert darauf, auch die Erfolge politischer Entscheidungen nicht zu übersehen. Mehr als 70 Jahre Frieden zwischen ehemaligen Kriegsgegnern und die Einigung Europas bewertete er als wichtigste Erfolge. Allerdings stehen diese Erfolge vor großen Herausforderungen und werden von egoistischen und rechtspopulistischen Gruppierungen in vielen EU-Ländern in Frage gestellt. Deshalb ist auch hierzu Engagement im Sinne solidarischer und gerechter Lösungen notwendig, das massgeblich von der Sozialdemokratie erfolgen muss.

An der Versammlung nahm auch der seit dem 19. Dezember 2014 für den Wahlkreis 37 nachgerückte Landtagsabgeordnete Bernhard Kukatzki teil. Er berichtete über seine bisherige Tätigkeit im Landtag in Mainz und versprach in den nächsten Monaten zu einer weiteren Veranstaltung nach Böhl-Iggelheim zu kommen.

Für das leibliche Wohl sorgten die SPD Frauen mit Kaffee und Kuchen.  Text und Foto: SPD Böhl-Iggelheim

26.06.2015


Schulhund Paul tritt an der Peter-Gärtner-Realschule plus seinen Dienst an

Jasmin Cantoni und Julienne Sempert versorgen Paul während der PausenBöhl-Iggelheim- Auf den Freitag freut sich die 6c der Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim (PGRS+) ganz besonders: „Paul kommt!“ Der 5-jährige Labradorrüde ist seit kurzem Schulhund und wird hauptsächlich als Lesehund eingesetzt. Die Kinder dürfen ihm also vorlesen, besonders gerne Texte aus dem Englischunterricht und natürlich ausschließlich freiwillig. „Das macht mir Spaß, weil er mir immer zuhört und so süß ist“, heißt es zur Erklärung. „Er verbessert oder unterbricht uns nicht und ist total cool“, wird der Gast gelobt, der regelmäßig für drei Stunden zu Besuch kommt. Wer nicht vorlesen mag, muss natürlich nicht, das wird von allen akzeptiert.

Sobald sein Herrchen Thomas Heber, selbst Lehrer an der PGRS+, ihn in die Klasse bringt, holt sich Paul zuerst seine übliche Belohnung am Lehrerpult ab, bevor er bei einem Rundgang alle Kinder begrüßt. Die haben sich bereits auf ihn vorbereitet. Der Saal ist besonders gründlich aufgeräumt und die Schultaschen mit den Pausenbroten sind gut verschlossen. Der Vierbeiner soll Schulhund Paul wird von Nico Netter für aufmerksames Zuhören belohntnicht irgendwelchen unnötigen Gefahren oder süßen Versuchungen ausgesetzt werden. „Dadurch lernen die Kinder ganz nebenbei Rücksicht zu üben und Verantwortung zu übernehmen.“ Das seien besonders positive Beiträge des Schulhundes zum Klassenklima, sagt die Klassenleiterin Martina Heil, selbst eine passionierte Hundehalterin. Alle seien durchweg begeistert und viele der ansonsten eher zurückhaltenden Kinder blühten durch den neugewonnenen Freund geradezu auf. Wer vor einer ganzen Klasse nicht gerne vorlese, überwinde vor dem freundlichen Tier seine Scheu im Handumdrehen und freue sich dann geradezu auf das Lesen. Dank solcher Beobachtungen sei das Projekt überhaupt erst entstanden, stimmt Thomas Heber der Kollegin zu. Beim sporadischen Mitbringen seines Hundes in eine neunte Klasse sei ihm aufgefallen, wie positiv die Jugendlichen auf den kinderlieben Vierbeiner reagierten. Er habe sich deshalb überlegt, die angenehme Grundstimmung und gute Atmosphäre systematisch zu nutzen. Begleithundeprüfung, gründliche tierärztliche Untersuchungen und eine entsprechende Versicherung mussten Tier und Herrchen zuvor allerdings erwerben, um den Bestimmungen des rheinland-pfälzischen Schulhundeprojektes gerecht zu werden. Die 6c dankt den beiden diese Mühe durch ihr enormes Engagement, aber auch Paul hat offensichtlich Spaß an der ganzen Sache und nimmt die zahlreich dargebotenen Leckerlis nur allzu gerne entgegen.

Text und Foto: Markus Jung

16.06.2015


„Wir lieben unsere Schule“!

Infotag der Johannes-Fink-Grundschule in Böhl-Iggelheim

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Fröhliches Lachen und lautes Kindergeschrei herrschte auf dem Schulhof der Johannes-Fink-Grundschule in Böhl beim Infotag. Schulleitung, Lehrerkollegium, Schulelternbeirat , so wie die vielen Betreuer, Betreuerinnen der nachmittags angebotenen Arbeitsgemeinschaften und natürlich besonders die Kinder, hatten unter dem Motto „Was wir sind, was wir treiben, das wollen wir euch zeigen“ zu einem Infotag eingeladen.

Schon am Eingang zum Schulhof wurden die Gäste von Schülerinnen begrüßt,  nach ihren Wünschen gefragt und zu den einzelnen Schauplätzen geleitet.

Der Nachmittag begann heiter beschwingt in der Turnhalle. Schulleiterin Jutta Ziegler freute sich, dass so viele Eltern und auch Großeltern der Einladung gefolgt waren. Dass die Johannes-Fink-Grundschule ein großes musikalisches Angebot bereit hält zeigten die einzelnen Flötengruppen, die die Besucher zum mitsingen brachten. Das gleiche gilt für den Chor, der schon recht flotte und moderne Stücke im Repertoire hat. Sascha Leicht, von der gleichnamigen Musikschule aus Böhl-Iggelheim, leitet eine Gruppe, die sich dem Cajon verschrieben hat. Zum Einen begleitet die Gruppe den Chor rhythmisch. Ein besondere Hingucker war aber dann der Auftritt als Piraten. Und als diese aus ihren Boten Wasserpistolen holten und ins Publikum spritzten, war die Überraschung groß und donnernder Applaus war war der Lohn für diesen gelungenen Auftritt.

Bewegung, Sport ist nach Jutta Zieglers Worten ein wichtiger Bestandteil des Angebotes im Ganztagsprogramm ihrer Schule. Die Judo-AG zeigte Fallübungen, Grifftechniken aus ihrer Sportart. Junge Damen und Herren der 2. bis 4. Klassen haben sich in der Hip-Hop-AG zusammen geschlossen und wirbelten durch die Halle.

Im Außenbereich des Schulhofes präsentierten sich alle Arbeitsgemeinschaften, die an den Wochentagen von Montag bis Donnerstag angeboten werden. Liebevoll hatten die Schülerinnen und Schüler zusammen mit den jeweiligen AG- Betreuern oder Betreuerinnen Stellwände über ihren Tätigkeitsbereich gestaltet. Technik wir in der Computer-AG für die Klassenstufen 3-4 angeboten. Die Theater-AG probt am Montag. Getöpfert werden kann am Donnerstag. Die „Leckerland-AG“ und die Back-AG zauberten leckere Köstlichkeiten für die dankbaren Gäste beim Infotag. Natürlich dürfen Fußball, Ballspiele und eine Sport-AG nicht fehlen. Ein Schulgarten wird liebevoll von den Kindern um Fr. Hombach gepflegt. Hier wurden auch schon im Rahmen der Aktion „Kids an die Knolle“ Kartoffeln gepflanzt und erfolgreich aufgezogen und geerntet. Frau Henrich leitet eine Bibel-AG, die gut besucht ist. Die Kunst-AG fördert kreative Talente und besonders freuen sich Frau  Berndroth und Frau Vanselow über das große Interesse der Kinder an ihren offenen Angeboten. „Die Begeisterung für die Bücherei ist erstaunlich groß“ betont Frau Vanselow.

Weiterhin wurden im Außenbereich nicht nur  Informationen über die einzelnen Angebote dargeboten – nein – es konnte auch ausgiebig gebastelt, gemalt oder geknetet werden. Möglichkeit zur Bewegung wurde beim Spiel mit überdimensionierten Bällen reichlich geboten.

Der Förderverein bewirtete seine Gäste mit Waffeln, Kaffee und Getränken.

Eine besondere Überraschung hatte der Förderverein der Johannes-Fink-Grundschule parat. Uta Körner, die Vorsitzende des Fördervereins überreichte einer sichtlich überraschten Jutta Ziegler einen Scheck über die beachtliche Summe von 500 Euro, für die Erweiterung des Buchbestandes der Schulbibliothek.

So präsentierte die Johannes-Fink-Grundschule im Ortsteil Böhl ihr Ganztagsangebot in mehr als ansprechender Art und Weise. Die Eltern zukünftiger Schüler konnten sich informieren und können diese Erkenntnisse bei der Schulwahl berücksichtigen.

„Wir lieben unsere Schule“ brachte es die 9-jährige Laura auf den Punkt. Bild:fg

16.06.2015


Mitgliederversammlung des Heimat- und Museumsvereins Böhl-Iggelheim

Vorstandschaft wurde Entlastung erteilt

Böhl-Iggelheim- Nach der Begrüßung durch die 1. Vorsitzende Irma Nonnenmacher gedachte die Versammlung ihrer 5 verstorbenen Vereinsmitglieder. Zu Beginn ihres Berichtes dankte sie allen Aktiven für Ihren Einsatz im Jahres­verlauf,  namentlich denen, die montags Arbeitseinsatz leisten.

Die Vorsitzende Irma Nonnenmacher blickte in Ihrem Bericht auf das Jahr 2014 zurück.

Mit der Beteiligung an der Wander-Ausstellung „Spurensuche: Burgen, Klöster und Schlösser im Rhein-Pfalz-Kreis, die das Netzwerk des Museumsverbandes organisierte, begannen die Aktivitäten des Vereins. Die Ausstellung wurde im Rathaus Böhl-Iggelheim präsentiert und von der mittelalterlichen Band „Halitus Exprementes“ begleitet. Vor Eröffnung der Ausstellung folgte Theo Brendel bei einer Führung den Spuren historischer Gebäude vom „Alten Schulhaus“ bis zur Trauerhalle nach.

Am  Sonntag Lätare, bei dem der Museumsverein wie immer mit einer Kutsche und dem  „Kurfürstlichen Paar“ am Lätareumzug teilgenommen hat, waren beide Museen geöffnet, wobei das Interesse am „Alten Rathaus“ größer war als am „Alten Schulhaus“. Nachfahren des bedeutenden Pädagogen Peter Gärtner, der in Iggelheim wirkte, insgesamt 4 Generationen, interessierten sich für die Wirkungsstätte ihres berühmten Ahnens und besuchten das „Alte Schulhaus“. Im Laufe des Jahres besuchten die Heimatfreunde aus Dudenhofen sowie Herr Birk vom Museumsverband Rheinland Pfalz die Museen in Iggelheim.

Der Jahresausflug im August führte nach Lindenfels im Odenwald zu einem historischen Stadtrundgang und Besuch des dortigen Heimatmuseums, welches die Lebensumstände und Arbeit der Menschen im 19. Jh. eindrucksvoll veranschaulicht.  Das Museum beheimatet auch eine „Blaufärberei“, die die Teilnehmer besonders interessierte. Weiter stand der Besuch des Elfenbeinmuseums in Erbach mit Führung auf dem Programm. Dabei konnte auch Einblick in die Werkstatt der Elfenbeinschnitzkunst genommen werden.

Der Museumshof öffnete an Kerwe mit Kaffee und Kuchen seine Tore. Im „Schulsaal“ erwartete der Lehrer Hans Steidel die Kinder zur „Schulstunde früher“. Sie konnten lernen, wie ihre Urgroßeltern mit Federkiel und Tinte schrieben. 75 Kinder mit ihren Eltern und Großeltern zeigten großes Interesse.

Für 2015 hat sich der Verein neue Aufgaben gestellt. Herr Dieter Korn berichtet, dass der Museums-garten auf dem Anwesen „Alte Schule“ neu und ansprechend gestaltet werden soll. Bei Ausgrabungen vor Errichtung des neuen Friedhofes in Iggelheim wurden Teile einer hölzernen Brunnenanlage gefunden, die soweit verwendbar wie ursprünglich zusammengefügt, gezeigt werden soll. Den Zugang zum Garten soll eine sich im Besitz des Vereins befindliche schmiedeeiserne Tür zieren. Die Tür war Teil einer repräsentativen Toranlage, die der Iggelheimer Schmiedemeister Ludwig Christ fertigte. Damit soll auch das Iggelheimer  Kunstschmiedehandwerk gewürdigt werden. Herr Korn hat eine Konstruktion erstellt, die es ermöglicht die Tür zwischen Schulhaus und Scheune sicher anzubringen. Zusammen mit der Gemeinde soll das Vorhaben realisiert werden.

Der Tagesausflug 2015 ist auf den 09. August terminiert und führt nach Bruchsal zur Schlossbesichtigung mit Musik-Automatenmuseum. In 2015 ist auch ein Kinderprogramm in Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum Böhl-Iggelheim mit dem Thema „Stoffdruck“ geplant. Im Jubiläumsjahr 2016, 1025 Jahre Iggelheim, beabsichtigt der Verein sich aktiv zu beteiligen.

Die bei der Versammlung vorgesehenen Ehrungen konnten nicht stattfinden, da alle zu ehrenden Mitglieder verhindert waren. Es sind dies: Für 50-jährige Mitgliedschaft Elisabeth Henrich, für 25-jährige Zugehörigkeit Brigitte Demski und Dr. Friedrich Palm.

Der  Kassenbericht, hat eine gesunde Finanzlage des Vereins wiedergegeben. Die Kassenprüfer Helmut Wüst und Hannelore Ohler würdigten die vorbildliche Kassenführung von Rheinhold Schneider. Der Vorstandschaft wurde für die im Berichtsjahr geleistete Arbeit gedankt und einstimmig Entlastung erteilt. Manuela Dudenhöffer

08.06.2015


Neue Chorleiterin für „Igglemer Spatzen“

Hallo Kinder,

es ist Frühling - man sieht und hört es auch:

Auf allen Dächern und in allen Bäumen und Büschen zwitschern die Vögel.

Auch die "Igglemer Spatzen", der Kinderchor für die Kleinen (auch mit Unterstützung von Mama, Papa, Oma oder Opa), wollen singen.

Der Verein hat nun wieder eine junge engagierte Chorleiterin gefunden, die gerne den Kleinsten eine musikalische Früherziehung näher bringen will.

Die Kinder sollen pädagogisch, mit viel Freude und recht unterhaltsam zum Singen animiert werden und mit viel Spaß gesellige Stunden erleben.

Die Chorprobe findet Mittwochs um 16:15 Uhr im Sängerheim in der Sandgasse, Iggelheim statt.

Alle sind herzlich willkommen – gerne auch zu einer Schnupperstunde; der Verein freut sich auf Euren Besuch.

Sängervereinigung Iggelheim

28.05.2015


Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim gründet Schülerfirma

Buttons als Marketinginstrument: Wir STIFTen euch an!Böhl-Iggelheim- “Block-Shop & more“ - die neugegründete Schülerfirma der Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim (PGRS+) wirbt seit dem 11. Mai mit dem Slogan „Wir STIFTen euch an!“ um Kunden. „Wir wollten das, was wir in den letzten Jahren in unserem Wahlpflichtfach Wirtschaft und Verwaltung gelernt haben, endlich auch einmal praktisch anwenden“, sagen die geschäftsführenden Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen. Also haben sie bereits im letzten Schuljahr während eines Projektes zum Thema Schülerfirmen überlegt, was Jugendliche während der Schulzeit wohl am dringendsten brauchen.

Und aus eigener Erfahrung heraus wurde die Idee des Block-Shops geboren. Hefte, Stifte, Zirkel, Radiergummis und vieles mehr hatten sie selbst schon oft vergessen – oder das Mäppchen war unvollständig und die Mathematikarbeit mit Aufgaben mit dem Geodreieck stand unmittelbar bevor. Also schien ein Handel mit Schreibwaren vielversprechend – alles natürlich zu fairen Preisen mit etwas Gewinn für die jungen Händler. Statt nun also am Nachmittag zuhause losziehen zu müssen, wird der Weg vieler Schülerinnen und Schüler während der Pausen in den Pavillon der PGRS+ zum Block-Shop führen. Das Material für ihren Handel beziehen die Jungunternehmer von einem Internetversand. Planung, Bestellung, Gewinn- und Verlustrechnung, Buchhaltung und ein Materialbestandssystem, all das Der Block-Shop hat seine Öffnungszeiten während der Pausenwird jetzt im Unterricht nicht nur aus dem Lehrbuch und für die nächste Klassenarbeit, sondern am und für den eigenen Betrieb erlernt. „So hat unser Unterricht einen großen praktischen Bezug, die Schülerinnen und Schüler wenden ihr Wissen in der Realität an und machen so Erfahrungen, die sie gut für Bewerbungen und ihre spätere berufliche Tätigkeit brauchen können“, formuliert die betreuende Lehrerin Petra Graef ihre Motivation zu dem Projekt, das sie in den nächsten Jahren mit interessierten Jugendlichen ihres Wahlpflichtfachbereichs fortsetzen möchte.

Sie meldete ihren Kurs beim Institut der deutschen Wirtschaft an und nimmt nun an dem Programm „junior-advanced“ teil. Zuvor allerdings musste noch eine Anschubfinanzierung gewährleistet werden. Hier sprang der Förderverein der PGRS+ ein und ermöglichte erst die erfolgreiche Unternehmensgründung – natürlich wurde lediglich ein Kredit gezahlt, dafür gab es für den Förderverein einen  Schuldschein (auch hier ist der Ablauf möglichst dicht an der Realität). Ein eigenes Konto für den Geldtransfer musste bei einer Bank eingerichtet werden. Nun gilt es für die jungen Unternehmer, den Kreditbetrag zurückzuzahlen, bevor sie dann einen prozentualen Anteil ihres Gewinnes spenden wollen. Die ersten Wochen des neuen Unternehmens laufen vielversprechend und zum Glück haben auch die Lehrerinnen und Lehrer der PGRS+ nicht immer alle ihre sieben Sachen dabei. Markus Jung

26.05.2015


Spende des Musikverein Iggelheim

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Der Musikverein Iggelheim hatte, in diesem Jahr erstmalig, den Eintrittspreis für das Frühjahrskonzert mit einer Spende an einen wohltätigen Verein verknüpft. Die Wahl fiel an den in Böhl-Iggelheim ansässigen Verein „Kinder von Shitkowitschi-Leben nach Tschernobyl“.

Im Rahmen einer Ehrungsstunde des Musikverein konnte der 1. Vorsitzende des Musikverein Iggelheim, Peter Christ, an den 1. Vorsitzenden des Vereins „Kinder von Shitkowitschi-Leben nach Tschernobyl“, Stefan Hanisch, einen Scheck von 300 Euro übergeben.

„Wir zeigen damit unser soziales Engagement als Musikverein – wir machen nicht nur Musik und pflegen die Geselligkeit – die Not anderer Menschen liegt uns sehr am Herzen“ betonte Peter Christ. „Wir beobachten die Aktivitäten dieses Vereins schon seit Jahren mit großem Interesse und glauben eine gute und richtige Wahl getroffen zu haben“ ergänzte Peter Christ. „Wir sind, auch 20 Jahre nach Gründung unseres Vereins, immer noch überrascht über die vielfältige Unterstützung die uns zu Teil wird“ erklärte ein sichtlich erfreuter Stefan Hanisch. „Die Reaktorkatastrophe in Weißrussland zeigt auch nach so langer Zeit noch ihre Auswirkungen und unsere Arbeit ist noch immer sehr von Nöten. Dass gerade der Musikverein Iggelheim, bei dem viele junge Menschen engagiert mittun uns unterstützt, freut uns besonders“ fügte Hanisch hinzu.

Beide Vorsitzende sprachen sich für eine weitere Zusammenarbeit aus. Zum Empfang der weißrussischen Kinder, die wieder zum Erholungsaufenthalt in der Pfalz aufgenommen werden, am 26. Juli 2015,wird der Musikverein als Erstes ein Willkommenständchen spielen. Und weitere Kooperationspunkte sind darüber hinaus geplant.

Die Idee, einen Teil des Eintrittspreises des Konzertes an soziale Vereine weiterzugeben, soll in den nächsten Jahren weiter verfolgt werden. Bild: hw

18.05.2015


Ehrungsstunde des Musikvereins Iggelheim 1984 e.V.

Böhl-Iggelheim- Am Sonntag den 10. Mai 2015 lud der Musikverein Iggelheim zur alljährlichen Ehrungsstunde.

Der 1. Vorsitzende Peter Christ bedankte sich für 25 Jahre treue Mitgliedschaft bei Gerlinde Bosl, Gabriele Christ, Heike und Hermann Lämmler sowie Ingeborg und Hermann Schröder. Im Rahmen der Veranstaltung wurden auch Musikerinnen und Musiker vom Vorsitzenden des Kreismusikverbandes, Theo Hery, ausgezeichnet.

So wurden Philipp und Katja Christ, Daniel Ronge und Horst Wittmann für 10-jähriges aktive Tätigkeit das bronzene Ehrenzeichen und Anne Neumann für 5 Jahre aktives Musizieren die Jugendehrennadel mit Silberkranz verliehen.

Außerdem erhielten Julia Bohrmann, Viktoria Schäfer und Annika Wind für das erfolgreiche Bestehen der ersten Musikerprüfung die D1-Ehrennadel. 

 

16.05.2015


DRK Böhl-Iggelheim dankt Blutspendern

Böhl-Iggelheim- Der DRK Ortsverein Böhl-Iggelheim möchte sich bei den 112 Spendern, die am 12.Mai 2015 in der Peter Gärtner Realschule plus Blut gespendet haben bedanken.

Der Dank gilt auch den fünf Spendern, die sich bei der Stefan Morsch Stiftung als Stammzellenspender zur Verfügung stellten. Der Vorsitzende Reinhard Roos bedankt sich auch bei seinen Aktiven für die Organisation des Termines, bei der Schulleitung sowie dem Hausmeister für die Überlassung der Räume sowie dem Küchenteam des Seniorenzentrums Böhl-Iggelheim für die Zubereitung des Essens, das den Spendern zur Stärkung gereicht wurde.

Der nächste Blutspendetermin findet am Dienstag, den 4.August 2015 von 17.00 bis 20.30 Uhr in der Peter Gärtner Realschule plus statt.  DRK Böhl-Iggelheim, Presse

15.05.2015


Babyempfang der Gemeinde

Von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Zum 5. „Babyempfang“ hatte Bürgermeister Peter Christ (CDU) alle Kinder, die zwischen November 2014 und März  2015 in Böhl-Iggelheim das Licht der Welt erblickt hatten, mit deren Eltern und Geschwister ins Clubhaus des Seniorenclub „Am Schwarzweiher“ eingeladen. Peter Christ zeigte sich erfreut, dass 13 Eltern seiner Einladung gefolgt waren. Nach den Worten des Bürgermeisters wolle die Gemeinde frühzeitig über Hilfen informieren, welche die Gemeinde und Institutionen Familien mit kleinen Kindern und auch den größeren Kindern bieten könne. So haben die Sportvereine, TSV Iggelheim und VT Böhl schon Angebote für Babys in ihrem Programm. Die Gemeinde Böhl-Iggelheim hat einen eigenen Flyer „Wegweiser früher Hilfen“ aufgelegt, in dem alle Angebote aufgeführt sind. Auch könne ein Treffen dieser Art, nach Meinung von Christ, für das Kennenlernen junger Familien untereinander ganz nützlich sein. „Wir haben nicht nur Lätzchen zu verteilen, wie man uns unterstellt hat, die gibt es übrigens mit einem Begrüßungsgeschenk gleich nach der Geburt auch – wir bieten vielfältige Hilfen, ohne dass ich an meine politische Zukunft denken muss“ betonte der Ortschef. „Diese kleinen Erdenbürger werden mich so wie so nicht mehr wählen können“ erklärte ein vergnügter Bürgermeister.

Liebevoll waren die Tische von Mitgliedern des Seniorenclubs gedeckt, so dass sich die Besucherinnen und Besucher mit ihrem jungen Nachwuchs und deren Geschwister wohlfühlten. Martina Eisel von der Gemeindeverwaltung hatte  den Nachmittag perfekt organisiert. „Kaffee Kuchen, Brezeln und Getränke stehen nicht als Attrappen da. Alles ist zum Verzehr bestimmt“ betonte der Bürgermeister.

Vielfältig war das Angebot, das für die Familien mit ihrem kleinen Nachwuchs angeboten wurde.   Über das vielfältige Angebot an Hilfen, die der Rhein-Pfalz-Kreis für Familien mit kleinen Kindern bereithält, informierte Bettina Bohn.  Als kleine Aufmerksamkeit erhielten die Jüngsten eine Breischüssel, mit dem Aufdruck „Junges Gemüse aus dem Rhein-Pfalz-Kreis“gestiftet von der Kreisverwaltung. Martina Eisel  wie darauf hin, dass Annika Herrmann, ortsansässige Hebamme, einen Eltern-Baby-Treff  im Kreativhaus an jedem 1. und 3. im Monat in der Haßlocher Straße 6 von 15:00 bis 16:00 Uhr anbietet.

Einen Überblick über die „Familienpaten für junge Familien“ im Rhein-Pfalz-Kreis  gab Constanze Eichhorn.

Eine  kleine Buchausstellung hatten Barbara Hasenstab von der katholischen öffentlichen Bücherei aus Iggelheim, so wie Ulrike Klemens von der katholischen Bücherei in Böhl mitgebracht. Die beiden Damen überreichten jeder Familie ein kleines Starterpaket der Stiftung Lesen, dass unter anderem mit einem ersten Buch für die Kleinen gefüllt war.

Auch die Landfrauen waren in diesem Jahr zum 2. Mal durch Anna Holz vertreten. Diese informierte die jungen Eltern über ihr Angebot bezüglich Ernährungskurse, auch schon für Babys und Kleinkinder.

Für die Eltern und die Geschwisterkinder lagen Bastelmaterialien bereit. So konnten die Eltern für ihre Kleinsten Schnullerketten mit den jeweiligen Name basteln. Hier waren natürlich die größeren Geschwister eifrig bei der Sache, um ihren kleinen Brüdern und Schwestern ein Kettchen herzustellen. Bei anschließendem Kaffee und Kuchen kamen viele der Eltern miteinander  ins Gespräch.

Der rege Zuspruch zum 5. Babyempfang der Gemeinde und der von allen gelobte gute Verlauf, sind der Beweis, „dass wir auf dem richtigen Weg sind“ wie sich Bürgermeister Christ ausdrückte. So werden wohl im Herbst die Neugeborenen des 2. Halbjahres 2015 eingeladen werden – wieder in das Gebäude des Seniorenclub. Bild: fg

14.05.2015


TTIP: Das Abkommen muss den Menschen dienen und nicht einzelnen Konzernen

Böhl-Iggelheim- Bernd Lange, Mitglied des Europaparlaments war bei der SPD Böhl-Iggelheim zum Thema TTIP (Transatlantisches Handels- und Investitionsabkommen) zu Gast; er ist TTIP-Berichterstatter im Europaparlament und Vorsitzender des Handelsausschusses.

Diesen hochkarätigen und kompetenten Gast und über 70 interessierte Bürgerinnen und Bürger konnte der SPD Vorsitzende Reinhard Reibsch begrüßen. Auch der neue Landtagsabgeordnete Berhard Kukatzki und der Unterbezirksvorsitzende Martin Wegner waren zur Diskussion gekommen.

„Wir wollen versuchen, das Beste rauszuholen und wenn die Amerikaner sich nicht bewegen, dann geht es halt nicht", sagte der SPD-Europapolitiker Bernd Lange über die TTIP-Verhandlungen. Solange die USA auf Schiedsgerichten und sinkenden Lebensmittelstandards beharrten, werde er dagegen stimmen.

Internationale Abkommen sind für ihn ein Weg zur Vereinbarung von Regeln für den Handel. Deshalb muss es eine kritische Diskussion vor ihrem Abschluss geben, um Nachteile für die Gesellschaft in den beteiligten Ländern zu verhindern. Bei TTIP findet diese Diskussion zwischen Vertretern des Europäischen Parlaments und der EU-Kommission statt. Dabei ist es wichtig zu wissen: es gibt noch keinen ausgehandelten Text, aber sehr wohl Themen, für die eine Regelung aufgrund der großen Unterschiede kaum Gegenstand eines Abkommens werden können. Dazu zählen etwa die öffentliche Versorgung, Daseinsvorsorge oder auch Kultur im umfassenden Sinn.

Anhand von Beispielen stellt Lange dar, dass ohne Kenntnis dieser Unterschiede im Detail und aktzeptable und vernünftige Regelungen ein Abkommen keine Mehrheit im Europäischen Parlament finden könnte. Dies gilt auch für Unterschiede bei technischen, ökologischen oder sozialen Standards. Hier geht es nicht um die Entscheidung für die Regelung in einem Land sondern erst einmal um die gegenseitige Anerkennung des Bestehenden. Änderungen solcher Regelungen müssen weiter Gegenstand der demokratischen Entscheidungen in den Ländern bleiben – kein Abkommen kann diese Beteiligung und Kontrolle ausschliessen.

Eine große Hoffnung ist, das mit dem Abkommen eine Reduzierung von Exportbehinderungen bewirkt werden kann. Lange lieferte dazu mehrere anschauliche Beispiele. So wird zum Beispiel ein VW-Bus in den USA seit einigen Jahren als landwirtschaftliches Fahrzeug eingestuft und mit 25 Prozent Zoll, anstelle der für KFZ üblichen 2% belegt, was einen faktischen Importstop zur Folge hatte.  Behinderungen gibt auch für Ingenieurdienstleistungen für die Qualifikationsnachweise oder andere Nachweise gefordert werden – hier könnte ein Abkommen zu Verbesserungen beitragen.

So sehr dies positive Wirkungen für die wirtschaftliche Entwicklung haben könnte und ein Schritt wäre, globale Standards zu setzen, darf es nach Darstellung von Lange keine Absenkung von Arbeitnehmerrechten und Umweltstandards geben. Das Abkommem muss einen Beitrag zur Verbesserung der Arbeits- und Lebenssituation der Menschen in den beteiligten Ländern leisten. Dazu gehört vor allem die Anerkennung internationaler Normen, die von UN-Organisationen verabschidet worden sind.

Hier haben die USA einen großen Nachholbedarf: von den 8 Kernarbeitsnormen der ILO (Internationale Arbeitsorganisation) haben die USA nur 2 ratifiziert, nämlich das Verbot von Kinderarbeit und Sklaverei. Bei anderen Arbeitnehmerrechten, wie kollektiver Interessenvertretung, Tarifverhandlungen oder der freien Entscheidung über Mitgliedschaft in Gewerkschaften gibt es bisher keine Zustimmung.

Investitionen zu sichern ist richtig, dass es keine Besser- oder Schlechterstellung von ausländischen Investoren gibt. Sichergestellt kann dies auch duch nationale Gerichte werden. Kein souveräner Staat braucht außergerichtliche Schiedsgerichte.

Die Vereinigten Staaten haben jüngst ein Abkommen mit Australien abgeschlossen ohne diese außergerichtlichen Schiedsstellen. Die EU muss konsequent bleiben.

In der Diskussion wurde auch das berühmte Chlorhühnchen angesprochen.

Lange sagt: Das kommt nicht, weil wir ganz klare Lebensmittelsicherheitsstandards haben. Es kommt auch kein Hormonfleisch, kein Klonfleisch und kein gentechnisch verändertes Fleisch – 100-prozentig.

Die Fraktion der Sozialisten im EU Parlament werden am Ende bei der Abstimmung das Zünglein an der Waage sein, wenn es um Zustimmung oder Ablehnung des Abkommens geht. Text und Foto: SPD Böhl-Iggelheim

05.05.2015


Gegen die Ansiedlung von Fachmärkten!

Gewerbeverein übergibt 1 908 Unterschriften

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Ein Investor hat an die Gemeinde den Antrag gestellt zwischen den beiden Ortsteilen Fachmärkte anzusiedeln. Dieses Vorhaben stößt bei den Einzelhandelsgeschäften in Böhl und Iggelheim, so wie beim Gewerbeverein Böhl-Iggelheim auf Ablehnung.

In einer großangelegten Unterschriftenaktion sollten die Bürgerinnen und Bürger ihre Solidarität mit den Geschäften und dem Gewerbeverein bekunden. Unterschriftenlisten lagen überall in beiden Ortsteilen aus.

Am 27.04 2015 beendete der Gewerbeverein seine Unterschriftenaktion gegen die geplanten Fachmärkte und übergab das eindrucksvolle Listenpaket an Bürgermeister Peter Christ (CDU).

„ Die Aktion war ein großer Erfolg“ betonte die 1.Vorsitzende des Gewerbevereins, Ria Vogt.  1.908 Einwohner haben in 6 Wochen ihre Unterschrift gegen die Ansiedlung der geplanten Fachmärkte abgegeben. „Die Mehrheit der unterschreibenden Personen waren Personen, altersmäßig "Mittelalter" und ältere Personen. Also Alle, die sich um Ihren täglichen Bedarf selbst kümmern müssen“Fügte Ria Vogt weiter aus.

„Den Unterzeichneten war es wichtig die Aussage des Gewerbeverein zu unterstützen, dass der Handel im Ort erhalten bleiben muss. Die Angst, dass die Geschäfte in den Ortsteilen  immer weniger werden wenn die Märkte gebaut würden, ist sehr groß. Viele haben keine Möglichkeit, den teilweise sehr weiten Weg, zu dem geplanten Märkten auf sich zu nehmen um bis vor die Orte zum Einkaufe zu gelangen“ erläuterte der 2. Vorsitzende des Gewerbevereins, Claus Barthel weiter.

Im 2011 entwickelten Einzelhandelskonzept  ist die Wichtigkeit festgeschrieben,  dass so viele Geschäfte wie möglich im Ort zu Fuß zu erreichen sind. Durch die neue Planung, mit den Fachmärkten am Ortsrand, wird dieses Konzept ausgehebelt, wie die zahlreich erschienenen Mitglieder des Gewerbevereins befürchten.  Gerade in unserer Zeit, in der die Alterserwartung steigt, ist und wird eine Nahversorgung mit kurzen Wegen, nach Meinung des Gewerbevereins, notwendiger denn je.

„Die 1.908 Unterschriften bestätigen uns, dass diese zusätzlichen, unserer Meinung nach viel zu großen Verkaufsflächen, von den Personen, die für die Einkäufe zuständig sind nicht gewollt sind“ war das Fazit von Ria Vogt.

Bürgermeister Peter Christ nahm die Unterschriften, wie er sagte, sehr gerne entgegen. Er erläutere noch einmal die Position der Gemeinde. Diese bezieht sich ausdrücklich auf geltendes Baurecht. Sollte die Ansiedlung der Fachmärkte realisiert werden können, müsste die Gemeinde einen Bebauungsplan erstellen und das Einzelhandelskonzept der Gemeinde müsste fortgeschrieben und geändert werden.

Eine Genehmigung zur Ansiedlung geplanter Fachmärkte liegt noch nicht vor. Zuerst müssen die Träger öffentlicher Belange , wie Kommunen im Umkreis von Böhl-Iggelheim gehört werden. Die Kreisverwaltung muss eine Stellungnahme abgeben und Struktur- und Genehmigungsbehörde (SGD) trifft mit eine Entscheidung, ob eine Ansiedlung geplanter Märkte überhaupt sinnvoll ist und eine Ansiedlung befürwortet werden kann. Sollte hier ein positiver Bescheid ergehen, was nach Peter Christ´s Worten noch nicht entschieden und keinesfalls sicher ist, erst dann müsste die Gemeinde mit Bebauungsplan und Einzelhandelskonzept reagieren. Bild. fg

30.04.2015


Erste Ausstellung mit großem Erfolg gemeistert

Böhl-Iggelheim- Am Samstag, den 18.04.2015 präsentierte „so lovely by Nadja & Sanne“ Ihre handgemachten Produkte in der TSV Halle in Iggelheim. Die vielfältige Produktpalette reicht vom Kornkissen über kleine Kosmetiktäschchen bis hin zu Kopfbedeckungen für große und kleine Leute, für die restlichen Frühlingstage oder schattigen Sommerabende.

„so lovely by Nadja und Sanne“ ist ein junges Pfälzisches Unternehmen welches von Nadja Schäfer und Susanne Holtkamp, beides „Ur-Igglemer“ in diesem Jahr gegründet wurde. Die beiden nähen für große und kleine Leute mit viel Liebe zum Detail das individuelle Lieblingsstück. Echte Unikate eben.

Kontakt:

so lovely by Nadja & Sanne GbR

Nadja: 0176/ 21520921

Sanne: 0176/ 56879836

E-Mail: so-lovely@gmx.de

Webshop: http://so-lovely.dawanda.com/

30.04.2015


Die Katholische öffentliche Bücherei in Iggelheim feierte ihren 90. Geburtstag

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Zu einer kleinen Geburtstagsfeier hatte  das Büchereiteam in das Katholische Pfarrzentrum in der Rottstraße 33 eingeladen. Neben Leserinnen und Lesern konnte die Leiterin der Bücherei, Brigitte Klein, einige Gemeinderatsmitglieder, so wie für die Katholische Pfarrei St. Simon und Judas Thaddäus, Diakon Hartmut von Ehr und einige Mitglieder des Pfarrgemeinderates begrüßen Ein besonderer Willkommensgruß galt Bürgermeister Peter Christ (CDU), so wie dem Landtagsabgeordneten, Johannes Zehfuß (CDU).

Brigitte Klein gab einen eindrucksvollen Einblick in die Geschichte der KÖB, die im Jahre 1925 in kirchlicher Trägerschaft begann. Katholische Schwestern waren die ersten Leiterinnen. Mit Beginn des 2. Weltkrieges wurde die Bücherei geschlossen und öffnete 1950 wieder unter der Leitung von Schwester Myrona, welche bei den älteren Iggelheimern noch gut bekannt ist. Heinz Schlindwein, der von Brigitte Klein sehr herzlich begrüßt wurde, übernahm im September 1962 die Leitung. Nach einigen Jahren der Schließung konnte die Bücherei 1979 unter der Leitung von Günter Herrmann, wieder eröffnet werden. 1993 übernahm Heinz Schlindwein erneut die Leitung, die er 1995 an Brigitte Klein übergeben konnte.

„Damals wie heute stand und steht  das gute Buch immer im Mittelpunkt der Büchereiarbeit“ betonte Brigitte Klein. „Heute verstehen wir unter dem Begriff „Buch“ selbstverständlich auch die sog. Nicht-Buch-Medien, wie Hörspiele, DVDs, Spiele demnächst auch ein e-Book-Angebot . Denn in erster Linie wollen wir unsere Leser mit allen Medien gut versorgen können“ ergänzte eine sehr entspannt wirkende Büchereileiterin.

Die Zusammenarbeit mit der Grundschule zur Förderung der Lese- und Sprachförderung, die Teilnahme an  Bib-Fit-Programmen, die Beteiligung, schon seit Jahren, am „Lesesommer Rheinland-Pfalz“ oder das Programm für Buben, „Lesepirat“, der Büchereiflohmarkt an Lätare und besonders die jährlich stattfindende Buchausstellung  nannte Brigitte Klein als Beispiele für die mannigfachen Aktivitäten ihres engagierten Teams. Auch bei den Erwachsenen wurde das regelmäßig stattfindende“Lesecafé“ sehr gut angenommen. Hier werden in lockerer Runde Neuerscheinungen vorgestellt und die Teilnehmer berichten über die Bücher welche sie gerade lesen und schildern ihre ganz persönlichen Eindrücke zum jeweiligen Lesestoff.

Brigitte Klein hat mittlerweile ein Team aus 10 Damen und 2 jungen Herren um sich geschart, die sich nach ihren Worten, mehr als erwartet in die Büchereiarbeit einbringen. Michaela Bott, Birgit Schmitt, Simon Schmitt, Petra Valceschini, Annette Wind, Beate Zwingmann, so wie Maike Zwingmann erhielten als  Anerkennung für ihr vielfältiges Engagement Ehrenurkunden. Barbara Hasenstab musste am Sonntag eine andere, familiäre Einladung wahrnehmen

„Das alles würde jedoch nicht funktionieren, wenn nicht die Büchereistelle für Katholische Öffentliche Büchereien beim Bistum Speyer und die Landesfachstelle im Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz nicht gäbe. Nicht nur wir vor Ort haben gute Ideen – und können diese mit unseren Mitteln und örtlichen Gegebenheiten ausführen. Vieles kommt auch aus den Fachstellen und dem Borromäusverein in Bonn“ wie Brigitte Klein erklärte und sich bei den Institutionen für die Unterstützung bedankte. Und die Büchereileiterin vergaß auch nicht sich bei der Pfarrei und der politischen Gemeinde zu bedanken, die jedes Jahr einen größeren finanziellen Zuschuss gewährt.

„Aber der größte Dank gilt  eigentlich  unserer aktiven Leserschaft. Würden sie das Angebot der Bücherei nicht rege nutzen und somit auch die verschiedenen Interessen signalisieren, könnten wir als Büchereiteam nicht reagieren“ erklärte Brigitte Klein.

„Wenn ich von Amts wegen zu einem 90. Geburtstag komme habe ich immer ein Geschenk dabei. Aber heute bin ich mit leeren Händen gekommen, weil unsere Gemeindesatzung zu diesem Anlass kein Geschenk vorsieht“ erklärte Bürgermeister Peter Christ. Er versprach aber in den nächsten Tagen einen Obstkorb vorbeizuschicken und dadurch etwas für die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu tun. Die beiden Katholischen  Öffentlichen Büchereien in Böhl und in Iggelheim sind nach Christ´s Worten Bildungseinrichtungen und für die Gemeinde unverzichtbar.

„Ich habe es einfacher“ erklärte MDL Johannes Zehfuß „Ich unterliege da keinen Zwängen und keinen Satzungen“ erklärte Zehfuß unter dem Applaus der Gäste als er sein inhaltsschweres Kuvert einer überraschten Brigitte Klein überreichte.

Der ehemalige Büchereileiter Heinz Schlindwein wusste so manche Anekdote aus vergangenen Tagen der Bücherei zu erzählen. Diakon Hartmut von Ehr wünschte für die Zukunft alles Gute und Gottes Segen für die weitere Arbeit der Katholischen öffentlichen Bücherei.

Die Bücherei in der Rottstraße  33 ist geöffnet jeden Sonntag von 9:30 bis 12:00 Uhr, jeden Mittwoch von 15:30 bis 18:00 Uhr und jeden 1. und 3. Dienstag im Monat von 18:00 bis 19:00 Uhr Bild:fg

23.04.2015


Offizielle Ehrungen vom DRK Kreisverband

Auszeichnung für langjährige Mitgliedschaft

Von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- „Ein sehr arbeitsreiches Jahr liegt hinter uns, ein ereignisreiches Jahr 2015 liegt vor uns“ betonte der 1.Vorsitzende des Ortsverbandes des DRK Böhl-Iggelheim Reinhard Roos. Zur offizielle Ehrung durch den Kreisverband hatte Reinhard Roos langjährige Mitglieder ins Vereinsheim am Schwarzweiher 14 a eingeladen. Roos dankte allen Mitgliedern für ihr vielfältiges Engagement im Jahr 2014.

In einem kurzen Rückblick beleuchtete der 1. Vorsitzende noch einmal die Höhepunkte im Berichtsjahr. Alle Fragen die mit der nicht zustand gekommenen Fusion mit dem Ortsverband Römerberg zusammen hingen sind geklärt. Die Gemeinnützigkeit des Ortsverbandes seitens des Finanzamt ist erfolgt. Reinhard Roos dankte hier besonders Schatzmeister Berns Kiefer für sein Engagement, um alle schwierigen Fragen zu klären und die Angelegenheit zu einem sehr guten Ende zu führen.

Reinhard Roos zeigte sich erfreut, dass der Ortsverband Böhl-Iggelheim mit derzeit 473 Mitgliedern zu den großen Vereinen in der Gemeinde zählt. Natürlich sind neue Mitglieder jederzeit willkommen. Dieser Punkt, neue Mitglieder, liegt dem 1. Vorsitzenden nach seinen Worten besonders am Herzen. Besonders im Jugendbereich soll die Werbung intensiviert werden.

Auch das Vereinsheim wurde zu einem gemütliches Heim umgestaltet, das auch für private Feste gemietet werden kann. Die hierfür nötigen rund 10 000 Euro bezeichnete Roos als gute Zukunftsinvestition.

Die vier Blutspendetermine 2014 waren mit jeweils über 100 Personen gut besucht, aber auch hier sieht Roos noch Erweiterungspotential. Besonders betonte der 1. Vorsitzende, dass  auch viel Spender von außerhalb kommen. „Vielleicht auch wegen des guten Essens, dass bei uns den Spendern angeboten wird“ betonte Roos mit einem verschmitztem Lächeln. Er dankte dem Seniorenzentrum Böhl-Iggelheim, aus dessen Küche diese Essen geliefert wird.

Ein Dank ging auch an den Rhein-Pfalz-Kreis für die Überlassung der Räume in der Peter-Gärtner-Realschule plus.  „Der Ablauf bei uns ist vorbildlich! Gesundheitsamt und Spendeteam bestätigen dies stets ,Schulleiterin Frau Kasprowiak und Hausmeister Fink unterstützen uns hervorragend“ betonte Roos ausdrücklich.

Im Jahr 2015 wird es wieder 5 Spendentermine geben. Der 1. war am 10. Februar. Der 12. Mai, der 4. August, der 6. Oktober und der 22. Dezember werden die weiteren Termine sein.

Schatzmeister Bernd Kiefer legte einen detaillierten Kassenbericht vor und konnte von einer positiven Kassenlage berichten. Kassenprüfer  Karlheinz Bippus erteilte ausdrücklich ein Lob und auf seien Antrag erfolgte die einstimmige Entlastung der Vorstandschaft.

Auch der Haushaltsplan für 2015 wurde einstimmig angenommen.

An diesem  Abend konnte die offizielle Ehrung langjähriger aktiver Mitglieder des DRK Ortsverbandes durch den Vorsitzende des DRK Kreisverbandes, Gerhard Frey,  vorgenommen werden.

Seit 15 Jahren ist Schatzmeister Bernd Kiefer Mitglied im DRK. 25 Jahre engagiert sich der 1. Vorsitzende Reinhard Roos, dem wegen seiner großen Verdienste um DRK, Seniorenzentrum und in vielen sozialen Bereichen 2009 das Bundesverdienstkreuz verliehen wurde, beim DRK.

 Auch Andreas Feinauer blickt auf 25 Jahre aktives Engagement als Leiter des Jugendrotkreuz Römerberg und als stellvertretender Vorsitzender des Ortsverbandes Böhl-Iggelheim  zurück.

 Auf 35 Jahre Mitgliedschaft kann der 2. Vorsitzende Ralf Groß zurückblicken. Mitglied des Aktiven Dienstes, Stellvertretender Vorsitzender des Ortsvereines, Bereitschaftsleiter des DRK Böhl-Iggelheim und Mitglied der Schnellen Einsatzgruppe Sanitäter des Rhein-Pfalz Kreises prägen sein Engagement beim DRK.

Und gar seit 50 Jahren ist Margit Isensee beim DRK aktives Mitglied. Die aus Dessau-Roßlau stammende Dame lebt seit dem Jahr 2000 in Böhl-Iggelheim und setzt hier ihr Engagement beim DRK mit großer Leidenschaft fort. Bild: fg

18.04.2015


“Kids an die Knolle“

Die Klasse 5b pflanzte fachmännisch die ersten Knollen in den Schulgarten Die Klasse 5b pflanzte fachmännisch die ersten Knollen in den Schulgarten

Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim gibt Startsignal

Böhl-Iggelheim- Zum fünften Mal führt die „Pfälzische Früh-, Speise- und Veredlungskartoffel-Erzeugergemeinschaft“ ihr landesweites Schulgartenprojekt durch. Geschäftsführer Peter Schmitt freut sich über die Rekordbeteiligung von 264 Grund- und Sekundarschulen aus ganz Rheinland-Pfalz, die in diesem Jahr ihre eigenen Kartoffeln im Schulgarten anbauen werden. Unterstützung erfährt seine Organisation dabei durch die Erzeugergemeinschaft „Pfälzer Grumbeere“ um deren Vorsitzenden Georg Riede. Sie stellt ein Mitmachheft zur Verfügung, das jeder Teilnehmerin als Arbeitsgrundlage für den Schulunterricht rund um die Kartoffel dienen soll.

Die Schulküche blieb ausnahmsweise kalt: das Wahlpflichtfach “Hauswirtschaft und Sozialwesen“ fand im Kochbus stattFür die Klasse 5b der Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim (PGRS+) bedeutet das zuerst einmal eine ganze Menge Arbeit. Nicht nur pflanzen die Schülerinnen und Schüler die Pflanzkartoffeln eigenhändig ein, sie werden auch bis zur Ernte alle anfallenden Aufgaben rund um den Kartoffelacker übernehmen. Angeleitet werden sie dabei von Johannes Zehfuß, dem Seniorchef eines Böhl-Iggelheimer Kartoffel- und Gemüsebaubetriebes, der ihnen bei der Auspflanzaktion zunächst verrät, in welchem Abstand und wie tief die Saatkartoffeln gesetzt werden müssen. Natürlich werden sie im Laufe ihres ersten Kartoffeljahres Hilfe durch ihre beiden Klassenleiter Charlotte Jörns und Sascha Liebhauser, ihre Klassenpaten aus der neunten Jahrgangsstufe und die gesamte Schulgemeinschaft erfahren. „Da wir mit unserer Schule sozusagen mitten im Grumbeeranbaugebiet liegen, ist „Kids an die Knolle“ ein doppelt interessanter Unterrichtsbestandteil. Der Praxisbezug führt dazu, dass unsere Schülerinnen und Schüler vom Anbau über die Pflege bis hin zu Ernte und Verarbeitung, Wissen mit Geschmack vermittelt bekommen“, sagt Schulleiterin Elisabeth Kasprowiak. Dass sich die Arbeit darüber hinaus kulinarisch lohnen wird, konnten die Kinder bereits im Kochbus erfahren, in dem sie drei Tage lang Rezepte rund um die Kartoffel ausprobieren konnten. Text und Foto: Makus Jung

09.04.2015


Klappern, feierliche Osternacht, Osterfeuer

Osternachtfeier am Osterfeuer

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim-  Lautes Geklapper erfüllte am Ostersamstag ab 9:30 Uhr die Straßen des Ortsteil Böhl.  Messdienerinnen und Messdiener der katholischen Pfarrei „Allerheiligen“ zogen in mehreren Gruppen durch die Straßen, um mit ihren „Holzinstrumenten“, den „Klappern“ eben, die Bewohner auf den Ostersonntag einzustimmen und an die nahe Auferstehung Christi zu erinnern. Ein alter Brauch, der in Böhl seit Jahrzehnten unterbrochen gepflegt wird und an dem sich in diesem Jahr Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene von 8 bis über 20 Jahre beteiligten. Den meisten Bewohnern Böhl´s ist das ein gewohntes Bild und ein bekannter Klang in den Ohren. Die jungen Leute werden mit Geld, Süßigkeiten und dem Anlass angemessen mit bunten Eiern beschenkt. Die „Klapper“ ist auch ein Ersatz für die Glocken und Schellen in den Gottesdiensten ab Gründonnertag und Karfreitag. Nach alter Überlieferung fliegen die Glocken im Gründonnerstagsgottesdienst nach Rom um dann erst zum Gloria in der Osternacht wieder zurückzukehren und stimmgewaltig die Auferstehung Jesu Christi zu verkünden.

Zur gemeinsamen Feier der hl. Osternacht trafen sich die katholischen Christen der Pfarreien „Allerheiligen“ Böhl und „St. Simon und Judas Thaddäus“ Iggelheim in der Pfarrkirche in Böhl. Für die Christen auf der ganzen Welt ist Ostern das „Fest der Feste“, das höchste Fest im Kirchenjahr. Die Wertschätzung gerade dieses Festes steigt in den letzten Jahren, in denen immer mehr Menschen wieder die Frage nach dem Sinn des Lebens fragen, permanent. Papst Franziskus hat mit seiner schlichten, aber überzeugenden Umsetzung seines Pontifikates, hier einen nicht beringen Anteil, dass  die katholische Kirche bei vielen Menschen wieder an Glaubwürdigkeit gewonnen hat. So hatten sich nach Anbruch der Dunkelheit auch in Böhl vor der Pfarrkirche zahlreiche Gläubige versammelt.

Landtagsabgeordneter Johannes Zehfuß (CDU) hatte, wie in den letzten Jahren auch, auf dem Kirchenvorplatz das Osterfeuer entzündet. In ihm wurden die alten Palmsträuße, die in den Häusern an den Kreuzen steckten, verbrannt. Sie waren am Palmsonntag durch neue ersetzt worden. Der Volksmund spricht auch „vom Judas- Verbrennen“ in Anspielung an den Apostel, der Jesus an seine Feinde verraten und ausgeliefert hatte.

Am Osterfeuer wurde dann die Osterkerze entzündet. Sie ist das Sinnbild für den vom Tod auferstandenen Christus und brennt das ganze Jahr bei jedem Sonntagsgottesdienst, an Feiertagen und besonderen Festen während den Gottesdiensten. Danach zogen die Gläubigen in die dunkle Kirche ein. Hier entzündeten die Besucher an der Osterkerze ihre eigenen Kerzen. Kerzen die von den Erstkommunionkinder gestaltet worden waren und vor dem Gottesdienst zum Kauf angeboten wurden. Der Erlös kommt dem Kinderkrankenhaus St. Annastift zu gute. Es war ein eindrucksvolles Erlebnis, als sich nach und nach die Kirche durch den immer größer werdenden Kerzenschein erhellte und erstrahlte. Viele Gläubige hatten auch Laternen mitgebracht um das Osterlicht nach dem Gottesdienst mit nach Hause zu nehmen. Einer alten Tradition folgend hatten auch Gläubige Speisen, wie Schinken Eier, Brot und Osterhasen vor den Altar gebracht, die im Ostergottesdienst gesegnet  wurden. Und auch das Taufwasser wurde im Gottesdienst geweiht.

Lesungen aus dem Alten und Neuen Testament, vom Zug der Israeliten durch das Rote Meer folgten und leiteten zum Evangelium von der Auferstehung über. “Er ist auferstanden, er ist wahrhaft auferstanden“ ist der Grundtenor von Ostern. An Hand der Symbolik der Gestaltung der Osterkerze, die ebenfalls von den Erstkommunionkindern beider Pfarreien gestaltet worden war, leitet Pfarrer Macziol in seiner Predigt zu dieser Grundaussage von Ostern über. In der Urkirche  wurden in der Osternacht die neuen Gemeindemitglieder getauft, was auch in den vergangenen Jahren auch in Böhl-Iggelheim immer wieder mal der Fall war.

Nach dem Festgottesdienst gingen die meisten der Besucher, trotz des kalten und regnerischen Wetters, nicht gleich nach Hause. Es ist in den Böhl-Iggelheimer Pfarrgemeinden ein seit Jahren gepflegter, lobenswerter Brauch, sich nach der Auferstehungsfeier noch  zu versammeln. Hier wurde auch dieses Jahr bei einem Glas Wein das kostenlos verteilt wurde, im Pfarrheim,  noch längere Zeit verweilt. Diese österliche Runde trägt viel zur Verständigung in den beiden Pfarreien bei. Das gemeinsame Feiern ist auch ein wichtiger Punkt bei den katholischen Christen, die einen Glauben der Freude, der Fröhlichkeit und der Hoffnung ihr Eigen nennen.

Die Erstkommunionkinder der beiden Pfarreien boten hier noch ihre  kleinen Osterkerzen an. Die Messdiener beider Pfarreien hatten Osterlämmer, Osterhasen und Osterkuchen gebacken, die sie zum Verkauf anboten um mit dem Erlös ihre Jugendkasse aufzubessern.

Der feierliche Festgottesdienst wurde umrahmt vom katholischen Kirchenchor aus Iggelheim unter der Leitung von Bettina Oster. Bild: fg

06.04.2015


Kreatives, farbenfrohes Angebot

Frühjahrsmarkt im Kreativhaus

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- „Wenn auch das Wetter nicht ganz nach unserem Geschmack war, so sind wir doch mit unserem Frühjahrsmarkt zufrieden“ betonte Tina Krauß die Initiatorin und Hausherrin im Kreativhaus in der Haßlocherstraße im Ortsteil Iggelheim. So lies der Besucherstrom nicht ab. Und gegen Abend hatte auch Petrus ein Einsehen und das Wetter besserte sich zunehmend.

Die Besucher brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen. Ihnen wurde ein reichhaltiges Angebot von Kräutern, Gewürzen und Tee über Schmuck aus Silber und Keramik, für Groß und Klein, bis zu geschmackvollen Essig und Ölvarianten geboten. Accessoires aus Leder, Duftkerzen, so wie Bilder waren im Angebot. Tina Krauß, eine Fotokünstlerin zeigte Werke aus ihrem Schaffen.

Mit kleinen, mittleren, bis über mannshohen Dekorationsartikel für Haus und Garten, war der Hof des Anwesens eindrucksvoll dekoriert.

Infos über Malkurse, und diverse Workshops, die im Kreativhaus angeboten werden, über Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten der Wirtschaftsakademie Pfalz vervollständigten das reichhaltige Angebot. Und zu guter Letzt fehlten natürlich geschmackvolle Osterdekoartikel nicht.

Ein Frühjahrsmarkt, der bei den Gästen sehr gut ankam, die bei einem, oder auch mehreren Gläsern köstlichen Pfälzer Weines einen vergnüglichen und unterhaltsamen Nachmittag verleben konnten. Bild:fg

05.04.2015


Harmonische Mitgliederversammlung des MGV 1856 Böhl e. V.

Weibliches Duo führt den Verein

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Zur Jahreshauptversammlung konnte die erste Vorsitzende, Horst Kilian, 31 stimmberechtigte Mitglieder, des ca. 163 Mitglieder zählenden Vereins, im Sängerheim im Schulgäßchen begrüßen. Er dankte ausdrücklich bei allen Helferinnen und Helfern auf die sich der MGV immer verlassen kann – sei es bei der Vorbereitung oder der Durchführungen von Veranstaltungen. Und sein besonderes Lob galt der rührigen Mannschaft, die sich um das Sängerheim kümmert. „Ohne das vielfältige Engagement der Mitglieder wäre ein erfolgreiches Vereinsleben nicht möglich“ betonte Horst Kilian.

Vielfältige Aktivitäten waren im abgelaufenen Jahr 2014 zu verzeichnen. Das sehr gut besuchte Sommerfest, so wie das  schon traditionell zu nennende  Spießbratenessen zur Kerwe waren Höhepunkte im Vereinsleben. Das Herbstfest mit Wellfleischessen und vor allem die stimmungsvolle Weihnachtsfeier waren gut gesuchte Veranstaltungen, auch im gemeindlichen Leben. Der gemischte Chor wirkte bei befreundeten Chören, wie beim Sommerfest des Liederkranzes, der Sängervereinigung in Iggelheim, so wie des MGV Klein-Schifferstadt mit. Weiter wurde der Weihnachtsmarkt im Ortsteil Böhl musikalisch mitgestaltet. Den Verstorbenen des Vereins gedachte der Chor musikalisch bei einer Feier in der Trauerhalle auf dem Friedhof am Totensonntag.    

Schatzmeister  Gerhard Weißenmayer konnte trotz galoppierender  Energiekosten von einer positiven Kassenlage berichten. Die Kassenprüfer Hubert Schlosser und Karl Netter erteilten ein ausdrückliches Lob und so erfolgte die Entlastung der gesamten Vorstandschaft einstimmig.                                                                                                                   Die Mitgliederversammlung diente auch zur Wahl einer neuen Vorstandschaft. Hubert Schlosser entledigte sich der Aufgabe des Wahlleiters umsichtig und routiniert. Ein weibliche Führungsduo steht nun an der Spitze des MGV. Die Wahlen erfolgten jeweils einstimmig.

Die neue Vorstandschaft setzt sich wie folgt zusammen: 1. Vorsitzende Dora Bauer, 2. Vorsitzende Stefanie May, Schatzmeister: Gerhard Weißenmayer, Schriftführer Dr. Klaus Magin und  Karl Netter. „. Kassierer und Wirtschaftsleiter: Hans Martin Müller

Als Kassenprüfer fungieren weiterhin Hubert Schlosser und Karl Netter. Bild: fg

31.03.2015


Wo sich Seniorinnen und Senioren wie zu Hause fühlen

Der „Grüne Haken“ als Auszeichnung aus Verbrauchersicht für das Seniorenzentrum Böhl-Iggelheim

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Im Eingang des Seniorenzentrums Böhl-Iggelheim in der Wehlachstraße 3 hängt schon seit über zwei Jahren  eine Urkunde mit dem Grünen Haken, dem eingetragenen Markenzeichen für Lebensqualität im Alter und Verbraucherfreundlichkeit. Vor einigen Tagen kam eine neuerliche Urkunde dazu.

Verliehen wurde der Grüne Haken nach eingehender Prüfung durch die gemeinnützige Heimverzeichnis GmbH - Gesellschaft zur Förderung der Lebensqualität im Alter und bei Behinderung In einer kleinen Feierstunde im Foyer des Seniorenzentrums überreichte Carl-Heinz Wawrzik, die Urkunde an den Leiter des Seniorenheims, Joachim Gabe. Carl-Heinz Wawrzik betonte, dass neben der Prüfung der Lebensqualität und Verbraucherfreundlichkeit besonders der Umgang der Pflegekräfte mit den Patienten im Fokus der Prüfung stand.  Carl-Heinz Wawrzik einer der mehr als hundert geschulten ehrenamtlichen Gutachterinnen und Gutachter des Heimverzeichnisses hat die Einrichtung einen Tag lang „auf Herz und Nieren“ geprüft. Und das Ergebnis war das Gütesiegel, der „Grüne Haken“.

Alexander Thoma, der Geschäftsführer des Seniorenzentrums war extra aus dem Schwarzwald angereist. Er gab seiner Freude Ausdruck, dass die Böhl-Iggelheimer Einrichtung nun schon zum zweiten Mal diese Auszeichnung erhalten habe. „Es zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind und auch die neue Leitung in Böhl-Iggelheim,  gemeinsam mit dem engagierten Mitarbeiterteam, dem mein besonderer Dank gilt,  hervorragende Arbeit zum Wohl der ihnen anvertrauten Menschen leistet“ betonte Thoma.

Bürgermeister Peter Christ (CDU) wertete die neuerliche Auszeichnung mit dem  Gütesiegel „Grüner Hacken“ als Beweis für die kontinuierlich gute Arbeit in allen Teilen der Einrichtung, ob Pflegestationen, Kurzzeitpflege oder Tagespflege. „Ich gratuliere ihnen Allen und freue mich für Sie. Wir sind froh das Seniorenzentrum hier in unserer Gemeinde zu haben“ war das Resümee des Ortschef´s. Bild: fg

26.03.2015


T-Shirt´s für die Feuerwehr

Spende des Gewerbeverein Böhl-Iggelheim

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- „Ich war schon überrascht, als mich vor einiger Zeit die Vorsitzende des Gewerbeverein  in Böhl-Iggelheim, Eva-Maria Vogt, anrief und mich fragte, ob die Feuerwehr Böhl-Iggelheim einen Wunsch hätte“ erklärte der Wehrleiter Thomas Remle bei einer kleinen Feierstunde im Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Böhl-Iggelheim. „Natürlich hat die Feuerwehr immer Wünsche – jede Menge - aber es sollte ein erfüllbarer Wunsch sein“  fügte Remle erklärend hinzu. Die Feuerwehr bekommt, nach Remles Worten, alle ihre Schutz- und Dienstkleidung von ihrem Dienstherren, der sich hier nicht kleinlich zeigt, gestellt. „Aber bei verschiedenen Anlässen treten wir doch oft leger gekleidet auf.  Aber wiederum so, dass wir als Feuerwehrleute  zu erkennen sind“ erklärte Thomas Remle weiter. So gab er als Wunsch, T-Shirts mit dem Logo der Feuerwehr und der Aufschrift des Heimatortes, an Eva-Maria Vogt und Claus Barthel, die Vorsitzenden der Gewerbeverein Böhl-Iggelheim weiter.

Der Gewerbeverein Böhl-Iggelheim veranstaltet schon seit vielen Jahren auf dem Weihnachtmarkt im Ortsteil Böhl eine, mit wertvollen Preisen bestückte, Tombola. Der Erlös hieraus fließt immer einer Einrichtung am Ort, sei es z.B. Schulen oder Kitas zu. Vor einigen Jahren wurde schon speziell die Jugendfeuerwehr bedacht. Dieses Mal galt die Spende den aktiven Wehrmännern.

„Gerne haben wir dem Wunsche von Thomas Remle entsprochen“ erklärte Eva-Maria Vogt. Die Freiwillige Feuerwehr ist eine Institution, mit freiwilligen Mitliedern, zu Wohle aller Bürger, die wir gerne unterstützen ergänzte Claus Barthel.

40 T-Shirts, gestaltet wie es sich die Wehrleute gewünscht hatten, konnte der Gewerbeverein an diese übergeben. „Für jeden ist die richtige Größe dabei – von L bis XXXL – betonte Claus Barthel unter dem Gelächter der Anwesenden.

Viele Mitglieder des Gewerbeverein, so wie der aktiven Feuerwehr wohnten der kleinen Feierstunde bei und bedankten sich mit langanhaltendem Applaus. Bild: fg

25.03.2015


Ehrungsabend der Gemeinde Böhl-Iggelheim

Herausragende sportliche Leistungen und solche in der Tierzucht  ausgezeichnet

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Beim Ehrenabend der Gemeinde Böhl-Iggelheim konnte Bürgermeister Peter Christ (CDU), in Anwesenheit des zweiten Beigeordneten,Bernd Johann (FWG), 45  Aktive  Bürgerinnen und Bürger und zwei Tanzgruppen für ihre herausragenden Leistungen im Jahr 2014 in sportlicher Hinsicht, so wie bei der Tierzucht mit Urkunden und Präsenten auszeichnen. Die Geehrten haben bei Europa-, Deutschen –, Süddeutschen-, Südwestdeutschen-, Rheinland-Pfalz-, so wie Pfalzmeisterschaften in den verschiedensten Disziplinen jeweils Meistertitel oder Spitzenplätze belegt. Erfreut zeigte sich Bürgermeister Peter Christ in seinen Begrüßungsworten über die große Resonanz, die der Ehrenabend in der Bevölkerung hervorruft. Sein besonderer Dank galt auch den Trainern und „stillen Helfern“, nicht zu vergessen die Eltern, im Hintergrund, die in über 80 Vereinen in der Gemeinde wertvolle Arbeit, gerade auch zum Wohl der Kinder und Jugendlichen leisten. „Eine Arbeit die nicht hoch genug einzuschätzen ist“ wie ein gutgelaunter Ortschef mit Nachdruck betonte. Und Christ versicherte, dass die Gemeinde im Rahmen ihrer Möglichkeiten, auch weiter hin besonders die Jugendarbeit in den Vereinen fördern werde. „Sie Alle haben Böhl-Iggelheim national und auch international bekannt gemacht und würdig vertreten. Dafür gebührt ihnen unser aller Dank“ war das Kompliment von Christ an die Geehrten.

Im Judosport, nicht nur in Deutschland, ist Jasmin Külbs eine feste Größe. Der 2. Platz bei den Deutschen Meisterschaften der 3. Platz bei der Europameisterschaft, der 2. Platz bei der Europameisterschaft mit der Frauenmannschaft, der 5. Platz bei der Weltmeisterschaft,  so wie hervorragende Platzierungen bei World Cup-Tournieren sind  Ergebnisse ihres großen Könnens. Der Weltranglistenplatz 9 ist der Lohn all ihrer Mühe. Ohne die Leistungen der übrigen Geehrten schmälern zu wollen ist Jasmin Külbs „Die Sportlerin“ zurzeit  in Böhl-Iggelheim.

Mit 13 Akteuren, meist Kinder und Jugendliche, stellte der „RV Vorwärts Böhl die größte Gruppe der Ausgezeichneten. Ihr großes Können beweisen die Kunstradfahrer in  ihrer anspruchsvollen Sportart bei allen Turnieren an denen sie teilnehmen. Pfalzmeister, Rheinland-Pfalz-Meister Deutsche Meister sind in den Reihen der Böhler Kunstradfahrer zu finden. Was hier Kinder im zarten Alter von 9 Jahren leisten ist manchmal kaum zu glauben.  Julia Schmidt, Silvan Schlag, Kim Merkler, Noah Lind,  Annika Schlag, Tobias Hey, Lisa Bringsken, Lena Bringsken, Robert Duroska, Mike Lauterbach, David Heck, Sascha Heck und Tim Weber heißen die Radartisten. Böhl-Iggelheim ist im Kunstradsport eine auf nationaler wie internationaler Bühne  bekannte und feste Größe.

Die Behindertensportgruppe des TSV Iggelheim ist beim „Bosseln“ neben der Spitze in Rheinland-Pfalz auch im vorderen Bereich auf nationaler Ebene anzusiedeln. Brigitta Deck,  Roswitha Scharfenberger, Helga Schropp, Hlawitschka Waltraud. Auch die Männermannschaft mit Karl-Heinz Erdmann, Dieter Erdmann, Christian Scharfenberger und dem leider verstorbenen Ernst Herrmann ist hier im Spitzenbereich vertreten.

Die jungen Leichtathleten des TSV Iggelheim glänzen schon seit Jahren mit Höchstleistungen. Die Liste der Spitzenleistungen ist schier unermesslich. Ein Beweis für die hervorragende Jugendarbeit beim TSV Iggelheim. Julian Melder, Daniel Gaab, Elena Löchner, Stefan Feick,   Lisa Frugah, Claudia Wagner, so wie Yanik Braun bildeten die Riege der Geehrten und erhielten aus der Hand vom Bürgermeister die Urkunde und das eigens für diesen Anlass gefertigte Präsent.

Alexandra Urich-Klehr, Kim Laubscher, so wie Janoah Müller verdienten ihre Meriten bei Geräte- und Kunstturnen.

In den verschiedensten Disziplinen des Schießsportes, mit z. T. außergewöhnlichen Waffen,  zeigten sich Robert Ritter, Alexander Stoll und Daniela Leipner, auf Landesmeisterschaften und den Deutschen Meisterschaften immer sehr treffsicher.

Auch weniger populäre Sportarten, wie Gewichtheben, waren  mit Nele Sibel Frank, Marius Müller, so wie Noah Faith Frank an diesem Abend vertreten. Alles Sportler die noch im Jugendbereich ihre Erfolge bei nationalen Meisterschaften erringen.

Der Karatesport wird beim VT Böhl sehr erfolgreich betrieben. Vordere Platzierungen bei Landes- und deutschen Meisterschaften zeugen von der guten Arbeit beim VT Böhl mit den Talenten der jungen Karatekas aber auch von denen im reiferen Alter.  Axel Sonnier, Markus Klöditz, Daniel Guimaraes Silvia Schäffner und Celine Rheinfrank waren die erfolgreichen Kämpfer.

Dass auch Pferdesport in Böhl-Iggelheim leistungsmäßig betrieben wird verwunderte, viele Besucher.  Der jungen Daniel Fiechter feiert  mit seinem Pony  große Erfolge.

Günther Ripke, Jürgen Haß, Nikolaus Mayer, Stefan Stahl, Richard Knopf, so wie die Zuchtgemeinschaft Kochenburger  sind mit ihren Kaninchen ob ihres großen Zuchterfolges immer für Spitzenplätze bei Leistungsschauen gut.

Im Tanzsport sind die „Stage Devils“ eine Spitzengruppe. Sie kommen. wie die junge Truppe  „Böhler Bandits“ von der VT Böhl. „Stage Devils“ belegten beim Wettbewerb „It´s Showtime“ des deutschen Turnerbundes den 1. Platz und die „Bandits“ holten hier den Vizetitel.

Die Musikformation „Glanzblick“ von der Musikschule Sascha Leicht umrahmte die Ehrenstunde musikalisch. Bilder: fg

20.03.2015


Sängervereinigung Iggelheim wählt ihre Vorstandsschaft

v.l.: Jessica Simon, Thomas Herberich, Roselinde Hery, Gerhard Saur, Brigitte Isselhard, Monika Lang, Thomas Hasert, Paul Mair, Herbert Bohrer, Annette Wind, Klaus Buchert, Richard Croissant, Willi Ulmer und Klaus Schäfer v.l.: Jessica Simon, Thomas Herberich, Roselinde Hery, Gerhard Saur, Brigitte Isselhard, Monika Lang, Thomas Hasert, Paul Mair, Herbert Bohrer, Annette Wind, Klaus Buchert, Richard Croissant, Willi Ulmer und Klaus Schäfer

Böhl-Iggelheim- Die Mitgliederversammlung am Sonntag, 08.03.2015 war gut besucht. Zur Eröffnung gab es einen musikalischen Einklang des modernen Chors „Sandy Lane“ unter der Leitung von Jessica Simon, die im Sommer vergangenen Jahres den Chor übernommen hatte.

Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Herbert Bohrer wurden der verstorbenen Mitglieder durch den Männerchor unter der neuen Leitung (seit Januar 2015) von Thomas Herberich gedacht. Es folgten die  Berichte des Vorsitzenden, Geschäftsführers, Schriftführers, der beiden Chorleiter sowie der Kassenprüfer. Einwendungen dazu wurden nicht vorgetragen.

Nach der einstimmigen Entlastung stand auf der Tagesordnung die Neuwahl der Vorstandschaft, die von dem Wahlausschuss mit Hans Simon und Willi Ulmer souverän geleitet wurde.  So wählten die Mitglieder wieder einstimmig ihr Vorstandsgremium: 1. Vorsitzen-der Herbert Bohrer, stellvertretender. Vorsitzender Thomas Hasert, Geschäftsführer Gerhard Saur und Schriftführer Richard Croissant.

Als Ausschussmitglieder bestätigt und wieder gewählt wurden: Klaus Buchert, Roselinde Hery, Christiane Hook, Monika Lang, Ansgar Ohmer, Klaus Schäfer. Neu in den Ausschuss wurden John Baumann, Brigitte Isselhard, Paul Mair, Rainer Schulz und Annette Wind gewählt. Der Ehrenvorsitzende Willi Ulmer gehört ohne Wahl dem Ausschuss an. Als Revisoren fungieren Gerd Best und Claus Lang.

Ein wichtiger Punkt auf der Tagesordnung war die Beitragsneufestsetzung. Herbert Bohrer und Gerhard Saur erläuterten die Gründe, warum die Mitglieder einen höheren Beitrag zahlen sollen. Da sind zum einen die immer weiter steigenden Energiekosten für Strom und Gas und weiteren Abgaben, andererseits rückläufige Einnahmen bei den Vereinsveranstaltungen und sinkende Beitragseinnahmen. Aus diesen einleuchtenden und von Allen  akzeptierten Gründen wurde die Beitragserhöhung von den anwesenden Mitgliedern ohne Gegenstimme gebilligt.

Zum Abschluss der harmonisch verlaufenen Versammlung brachte der Frauenchor „Die Schöne und das Biest“, ebenfalls unter der Leitung von Thomas Herberich.

Wenn auch Sie Interesse an der Sängervereinigung Iggelheim haben, kommen Sie einfach unverbindlich bei einer Chorprobe oder Veranstaltungen vorbei. 150 Chorsänger und Sängerinnen freuen sich auf ihren Besuch.

Die Probenzeiten und Veranstaltungstermine finden Sie auf der neugestalteten Homepage www.saenger-iggelheim.de

18.03.2015


„Das Kinderbuch lebt weiter“

Iggelheim feierte Lätare. Farbenprächtiger Umzug Weckverteilung und Winterverbrennung

Von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Über zwei Stunden schlängelte sich der diesjährige Lätareumzug durch Iggelheim. Viele Bürger hatten ihre Häuser mit Blumen und Fahnen festlich geschmückt. Aus bescheidenen Anfängen, als 1958 zum ersten Mal, der allen ledigen Iggelheimer am Sonntag Lätare auszuhändigende Weck, auf einem Wagen durch die Straßen von Iggelheim gefahren wurde, hat sich mittlerweile ein farbenprächtiger Umzug entwickelt. Dieser ist seit Jahren weit über die Grenzen der Gemeinde bekannt. So konnten die Iggelheimer auch dieses Jahr wieder viele auswärtige Gäste in ihrem Ort willkommen heißen. Das vorfrühlingshafte Wetter, es war angenehm kühl, hielt die Besucher nicht ab.  So herrschte entlang dem Zugweg eine sehr gute Stimmung.

Die Verteilung der Weck an Lätare hat ihren Ursprung im Vermächtnis einer ledigen Dame, die 1678 der Gemeinde einen Acker vermachte. Die testamentarische Bedingung war, jedem ledigen Einwohner am Sonntag Lätare aus dem Pachtzins des Ackers „einen Wecken“ zu kommen zu lassen. Diese Tradition hat sich bis in unsere Tage erhalten. Nur heute bekommen auch ledige auswärtige Gäste einen Wecken. Und da der Pachtertrag des „Weckackers natürlich nicht mehr ausreicht um die gesamten „Wecken“ zu finanzieren, muss hier natürlich die Gemeinde den Geldsäckel öffnen, was diese auch bereitwillig tut.

Fast pünktlich um 14:00 setzte sich der Zug, angekündigt durch drei laute Schüsse der "Original Haßlocher Böllerschützen", in Bewegung. Er umfasste dieses Jahr wieder 41 Zugnummern. Heinz Staffen moderierte im Ankündigungswagen witzig, spritzig und gekonnt wie in jedem Jahr. Der Musikverein Iggelheim sorgte mit heißen Rhythmen für die richtige Stimmung am Zugweg. Der Ortsbüttel kündigte lautstark die Prominenz an. Eine Zugnummer die mittlerweile von anderen Sommertagsumzügen ausgeliehen wird. Auch eine Art der Kulturweitergabe. Bürgermeister Peter Christ (CDU) mit seiner Gattin, fuhren im offenen Cabrio, das mit Ri Ra Ro Stecken geschmückt war. Aber es fehlten die Sommertagsbrezeln wie von den aufmerksamen Latareumzugsbesucher sofort erkannt wurde. Es wurde aber nur als kleiner Mangel bewertet. Auch die Beigeordneten Karl-Heinz Hasenstab (CDU) und Bernd Johann (FWG) bevorzugten dieses Jahr  wieder ein Oldtimercabrio. Bürgermeister Lothar Loch (CDU) aus Haßloch folgte mit einer Abordnung aus der Nachbargemeinde.

Schüler der Jakob-Heinrich Lützel-Grundschule radelten mit bunten Bändern verzierten Fahrrädern.  Die  Kindern der Katholischen Kindertagesstätte St. Simon und Judas  hatten ihre farbenprächtigen „Ri-RaRo-Stecken“ selbst gebastelt und diese im Vorfeld in Iggelheimer Geschäften zum Kauf angeboten.

Ihre Lieblichkeit Lena I. des Karnevalsvereins „Igg`lemer Bessem“, mit ihrem Gefolge strahlte in ihrem offenen Wagen mit der sich ab und zu blicken lassenden Sonne um die Wette. Eine große Abordnung mächtiger Tiere begleitete ihre Lieblichkeit. Die Herren vom Ballett aus dem Dschungelbuch waren mit Balu dem Bären und den anderen Urwaldtieren zum Schutz ihrer Prinzessin dabei.

Der Gewerbeverein machte auf seine Befürchtungen, anlässlich geplanter weiterer Geschäftsansiedlungen „auf der grünen Wiese“ aufmerksam. Der Hai auf dem Wagen sprach berede Bände.

Den Historischen Teil eröffnete die Familie Petronia , eine römische Familie besucht die Pfalz. Feuerschlucker waren hier dabei und zeigten ihre Künste.  Das Modell des historischen Rathauses von 1569 mit der Uhr aus dem Jahre 1775 folgten.  Im Mittelpunkt dieses Zugteiles steht hier natürlich der Wagen mit der Vermächtnisdame, welcher dieser ganze Festzug ja zu verdanken ist. Hier ist die Beurkundung durch den Notar dargestellt. Freigiebig verteilten die Herren vom Gesangverein „Liederkranz“ die Wecken. Dreitausend  wurden in diesem Jahr wieder verteilt. Der “Reiterlud“, eine Iggelheimer historische Gestalt, ritt auf seinem Schwein dieses Jahr hinter  der Kutsche des Kurfürstlichen Paares.  Ihre wertvolle Kirche führte die Protestantische Kirchengemeinde mit. Die Donaudeutsche Landsmannschaft aus Haßloch begeisterte durch ihre farbenprächtigen alten Trachten.

Die „Musketiere“ vom gleichnamigen Musikverein aus dem Ortsteil Böhl leitete zum sogenannten freien Zugteil über. Dieser stand in diesem Jahr unter dem Motto „Das Kinderbuch lebt weiter“.

„Sieben Messer und ein Gewehr, hat der Räuber Hotzenplotz“. Die NaturFreunde Iggelheim hatten sich dieses Märchens – immer noch ein Renner bei den Kindern, angenommen.

„Die kleine Raupe nimmersatt“ ging beim CDU Ortsverband auf gefräßige Reise. Freigiebig verteilten die Damen und Herren, welche die Raupe begleiteten aber Süßigkeiten und Essbares.

Ganz anders präsentierte sich der Evangelische Singkreis Iggelheim. Wie in all den Jahren war die Präsentation von Heidi eine Augenweide. Und immer wieder sangen sie auch das Lied von dem Mädchen von der Alm.

Den Kinder der kommunalen Kita „Storchennest hatte es Pippi Langstrumpf angetan. Ein Auftritt – mit viel Liebe zum Detail, was hier die Erzieherinnen mit Hilfe der engagierten Elten auf die Straße gezaubert haben- bewundernswert. Modern, wie in all den Jahren, präsentierte sich der Tennisclub Böhl-Iggelheim. Harry Potter zauberte hier. Mit dem „Zauberer von OZ“ zeigte das Jugendzentrum Böhl-Iggelheim in die gleiche Richtung.

Die Jakob-Heinrich-Lützel Grundschule Iggelheim und deren Förderverein begaben sich mit dem Raubritter Ratzfatz in historische Märchenwelt.

Die „Schatzinsel“ bot der Kreativität der Sängervereinigung Iggelheim ein unerschöpfliches  Repertoire an Ideen. Was die Choreografen der Sängervereinigung sich jedes Jahr einfallen lassen, glaubt man jedes Jahr, dass dies nicht mehr zu toppen sei. Aber es geht noch immer. Piraten- Korsaren-Gold und Silber in Schatzkisten – ein versunkenes Schiff - die Zuschauer staunten und applaudierten.

Ähnliche gilt für den Kulturverein DorfArt. Mit welcher Leidenschaft und Liebe zum Detail hier gearbeitet und gestaltet wird war beim „Struwwelpeter“ zu sehen. Das ganze Kinderbuch, Gott sei Dank heute immer noch aktuell und nicht irgendwelchen Ideologen zum Opfer gefallen, lebte dem Motto des Umzugs gemäß, hier bei DorfArt in einer grandiosen Darstellung weiter.

Wobei - ein Vergleich der einzelnen Zugnummern verbietet sich – schon deshalb - weil die einzelnen Gruppierungen und Vereine unterschiedlich viele Akteure in ihren Reihen hatten. Jede Zugnummer glänzte durch ihre Kreativität die die Mitwirkenden, ob Kinder oder Erwachsene an den Tag legten –ob bei der Gestaltung der Wagen, der Kostüme, oder der Ausführung beim Umzug. Alle Beteiligten können mit Recht stolz sein auf ihre Leistung und den Beitrag, den sie zum Lätarefest geleistet haben.

Die Akteure von VfB Iggelheim kamen ihrer Sportart gemäß als „Teufelskicker“ daher. Jim Knopf und die Wilde 13 verkörperten die Handballern des TSV. Aus Haßloch kamen die Pfälzischen Bullterrierfreunde mit dem „Rattenfänger von Hameln“

Wer kennt nicht das Tärräääää vom lustigen Elefanten Benjamin Blümchen und das Hex- Hex von Bibi Blocksberg. Liebevoll waren diese Märchen von der Protestantischen Kita „Windrose“ in Szene und auf den Zugweg gesetzt.

Nils Holgerson flog flog beim Geflügelzuchtverein Iggelheim. Die kleine Meerjungfrau Arielle verkörperten die Abteilung Turnen beim TSV. Den Abschluss bildet die Schneekönigin von der Waldsiedlung Iggelheim.

Traditionsgemäß endete der Zug mit den vier Jahreszeiten. Der von den Hundefreunden riesige Winter, eine Dimension die der eisige Iggelheimer Geselle bei keinem Sommertagszug in der Umgegend erreicht, bildete den Abschuss des Zuges. Frühling, (SPD-Ortsverein), Sommer, (Bündnis 90/ Die Grünen)), so wie Herbst (Seniorenzentrum Böhl-Iggelheim) ergänzten diesen Zugteil.

Die Zugüberwachung lag in den bewährten Händen der Schutzpolizeiinspektion Schifferstadt und der Freiwilligen Feuerwehr Böhl-Iggelheim die ihre Aufgabe umsichtig erledigten. Nachdem der Winter, dieser frostige Gesell, noch einmal durch den Ort fahren durfte, wurde er auf dem Dorfplatz unter den Klängen von: „Winter ade, scheiden tut weh„ verbrannt und ist damit hoffentlich endgültig vertrieben.

Hans Simon, assistiert von Ursula Ohmer, kommentierte den Zug von der Tribüne an der Jakob-Heinrich-Lützel Grundschule aus.  Bilder: fg

16.03.2015


Lätarefest in Iggelheim

Kinder schmückten den Osterbaum. Fahrradmarkt, Hobbyausstellung, Lätaremarkt

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Aus dem „Weckvermächtnis“ aus dem Jahr 1687, in dem eine Dame, Überlieferungen sprechen von 2 ledigen Fräuleins, testamentarisch festgelegt hatte, dass jedem ledigen Einwohner von Iggelheim aus der Pacht ihres Ackers, der bis heute „Weckacker“ heißt, den sie der Gemeinde vermacht hat, ein Wecken geschenkt werden musste.  In einer Urkunde aus dem Jahre 1687, das vor 10 Jahren in einem Archiv in Speyer gefunden wurde, steht von „einer ledig verstorbenen Weibsperson“. Seit dem Auffinden dieses Dokumentes fährt beim Lätareumzug nur noch eine „Weibsperson“ auf dem „Vermächtnis wagen des Heimat und Museumsverein mit.Aus diesem Vermächtnis  ist  im laufe der Jahre ein zweitägiges Fest entstanden. Es beginnt am Samstag vor Sonntag Lätare mit dem Lätaremarkt und endet am Sonntag nach dem farbenprächtigen Umzug und dem Verbrennen des Winters auf den Schulhof der Jakob-Heinrich-Lützel Grundschule Iggelheim.

Eine große Anzahl Bürgerinnen und Bürger hatte sich am Samstag auf dem Schulhof der Jakob-Heinrich-Lützel-Grundschule in Iggelheim eingefunden um der Eröffnung Ihres Festes beizuwohnen.

 Mit launigen Worten „Lätare- freuet euch, freuet euch auf euer Fest“ eröffnete Bürgermeister Peter Christ (CDU) den Markt. „Es ist Frühling, die Blumen sprießen, dann ist Lätare in Iggelheim“ betonte der Ortschef. Und über das herrschende hochsommerliche Wetter gab es von allen Besuchern nur Lob. Obwohl Bürgermeister Christ, mit seine beiden Beigeordneten, Karl-Heinz Hasenstab (CDU) und Bernd Johann (FWG), sich nur bedingt dafür zuständig erklärte.

Die Jugendkapelle des Musikvereins Iggelheim, unter der Leitung von Annika Serr, umrahmte die Eröffnungsfeier musikalisch. Die Musikschule Sascha Leicht bot mit mehreren Bands intonierte moderne Rhythmen.

Nach der offiziellen Eröffnung schmückten Kinder der betreuenden Jakob-Heinrich-Lützel-Grundschule den Osterbaum mit bunten Eiern. Ein alter Brauch der seit einigen Jahren wiederbelebt wurde und bei den Kindern großen Anklang findet. Die Kinder hatten mit ihren Betreuerinnen der betreuenden Grundschule große Kreativität beim Bemalen und Verzieren der Eier bewiesen und sich alle erdenkliche Mühe gegeben den Baum österlich zu schmücken. Der Baum steht vor der Schulturnhalle und symbolisiert die Vorfreude auf das nahe Osterfest und auf den nahenden Frühling. Gemeinsam mit dem Winzerverein Meckenheim  lud der Ortschef die Gäste dann zu einem Glas Sekt ein.

Wie jedes Jahr waren bei der Anwesenheitsverlosung geschmackvolle Geschenke, gestiftet von den Ausstellern der Hobbykünstler, zu gewinnen.

Schon am frühen Nachmittag konnten Fahrrad- und Inlinerfreunde das Angebot des Flohmarktes von „Bündnis 90/die Grünen“ begutachten. So manches „gute Stück“ wechselte hier den Besitzer und der Osterhase wird so manches Kind mit neuem Gerät erfreuen. Hier sei angemerkt, dass am Sonntag Lätare in Iggelheim traditionsgemäß der „Summerhas“ (Sommerhase) kommt und für die Kinder kleine Eier und Süßigkeiten in ein Nestchen „legt“! In Iggelheim bringt der Osterhase keine Geschenke, der „legt“ diese, einem Huhn vergleichbar.

Auf dem Gelände des Schulhofes offerierte  „Der Angelsportverein Kellmetschweiher“ seine bekannten Fischspezialitäten. Der Verein der Hundefreunde bietet am Sonntag Steaks, Brat- und Currywurst.  Die katholische öffentliche Bücherei St. Simon und Judas Thaddäus, die einzige Bücherei am Ort, hält für große und kleine Leseratten einen Bücherflohmarkt bereit.

In der Turnhalle der Grundschule  ist eine Verkaufsausstellung einheimischer Künstler und Kunsthandwerker zu bestaunen. Oster- und Frühlingsfloristik,  ist ebenso zu bewundern wie selbstgefertigter Schmuck.  Über dekoratives aus Filz, sowie jede Menge Teddybären bekommen die Besucher ebenso einen Eindruck, wie über die kunstvolle Stick und Häkelarbeiten. Ein  reichhaltiges Kaffee- und Kuchenangebot hielt die SPD bereit. So konnte beim Rundgang eine Pause eingelegt werden um sich an den kulinarischen Köstlichkeiten zu laben.

Der Musikverein Iggelheim war nicht nur ein musikalischer Leckerbissen bei der Eröffnung. Er nutzte auch die Gelegenheit dadurch Werbung in eigener Sache zu betreiben. Er bot zum Einen die Gelegenheit für Interessierte Instrumente ausprobieren zu können. Zum Zweiten machte er Werbung für sein am 28. März in der Wahagnies-Halle stattfindendes Frühlingskonzert. Karten hierfür konnten direkt erworben werden.

Die Lätare- Cafeteria im Evangelischen Gemeindezentrum ist am Sonntag wieder geöffnet. Wie schon seit vielen Jahren bieten  die Frauen der Evangelischen Kirchengemeinde ihre vielen selbstgebackenen Kuchen an und laden zum Verweilen ein.

An beiden Tagen sind auch die beiden Heimatmuseen geöffnet. In ihnen bieten sich interessante Einblicke in das Leben unserer Vorfahren. Besonders die mechanische Uhr im alten Radhaus und die Models der Blau- und Schönfärberei werden immer wieder bewundert. Und das alte Klassenzimmer im „Alten Schulhaus“ ruft  besonders bei den älteren Besuchern Erinnerungen an die eigene Schulzeit hervor. Auf dem Festplatz nahe der Grundschule hatten Schausteller ihre Fahrgeschäfte und Stände aufgebaut. So bietet sich auch hier die Gelegenheit zu allerlei Vergnügungen. Bilder: fg

15.03.2015


Großzügige Spende der Sparkasse Vorderpfalz

Büchereien mit namhaften Geldbetrag bedacht

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- „Ich war wieder sehr angenehm überrascht, vor einigen Tagen, wie schon in den letzten  Jahren auch, eine großzügige Spende, den beachtlichen Betrag von 2 000 Euro, von der Sparkasse Vorderpfalz zu erhalten“  betonte Bürgermeister Peter Christ bei einem kleinen Empfang im Trausaal des Rathauses. Herr Jochen Best, der Zweigstellenleiter der Sparkasse Vorderpfalz Iggelheim, war zur Spendenübergabe an die Vertreter von Büchereien und Schulen anwesend.

„Da der Betrag für gemeinnützige Zwecke zu verwenden war habe ich Institutionen ausgewählt, die sich für die Bildung einsetzen“ erklärte der Ortschef. In diesem Jahr hatte ich den Bereich „Buch“ besonders im Fokus meiner Entscheidung“ fügte Peter Christ hinzu. Lesen fördert, nach Christ´s Worten die Bildung, trägt nicht unwesentlich zur Entwicklung von Kindern, aber auch Erwachsenen bei. „Von Eltern lernt man lieben, lachen und Laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man , dass man Flügel hat“ zitierte Christ, Helen Hayes. „Ein Leben ohne Bücher ist wie meine Kindheit ohne Märchen und eine Jugend ohne Liebe, ist wie ein Alter ohne Frieden“ zitierte Christ, Carl Peter Flöhling.

 „Ich glaube daher eine gute Entscheidung, schon dadurch getroffen zu haben, dass ich den Betrag an insgesamt fünf Büchereien verteilt habe und damit eine Vielzahl der Bürgerinnen und Bürger, besonders auch Kinder, erreiche“ zeigte sich der Bürgermeister zufrieden. „Und es trifft sich gut, dass gerade heute die Leipziger Buchmesse eröffnet wird – die Gelder kommen also gerade zum richtigen Zeitpunkt“ fügte Peter Christ erklärend hinzu. Und die Gelder wurden dem Gleichheitsgrundsatz gemäß auf beide Ortsteile gerecht verteilt, wie Christ ausdrücklich betonte.

Jochen Best von der Sparkasse Vorderpfalz betonte, dass er sich freue, dass die Spende für Bildungseinrichtungen verwendet wird. Best betonte, dass die seit Jahren ausgeschüttete Spende der Sparkasse Vorderpfalz auch in den kommenden Jahren den Gemeinden und ihren von den Bürgermeistern vorgeschlagenen Institutionen und Vereinen zu Gute kommen wird.

So freute sich die Leiterin der Katholischen öffentlichen Bücherei der Pfarrei St. Simon und Judas Thaddäus aus Iggelheim, Brigitte Klein, über ihren Scheck, wie auch die Leiterin der katholischen Bücherei aus der Pfarrgemeinde Allerheiligen in Böhl, Ulrike Klemens.

Die Jakob-Heinrich Lützel-Grundschule aus Iggelheim war durch Frau Kinscherf, die Johannes-Fink-Grundschule in Böhl, durch die Schulleiterin Jutta Ziegler, zur Spendenübergabe vertreten. Von der  Peter-Gärtner-Realschule plus war die Schulleiterin Elisabeth Kasprowiak gekommen.

Alle, mit der Spende bedachten, dankten in erster Linie Peter Christ, dass sie ausgewählt wurden, aber natürlich auch der Sparkasse Vorderpfalz,  die diese Spende ermöglicht hatte. 

Wenn, nach den Worten von Bürgermeister Chris,t die Trägerschaft in die Verantwortung des Kreises übergegangen ist, so ist die PGS doch ein Teil von Böhl-Iggelheim. Immerhin sind ein Drittel der Schülerinnen und Schüler in Böhl-Iggelheim beheimatet. Und Geld für Kinder ist immer gut angelegtes Geld, wie Peter Christ betonte. Die Wichtigkeit der Spende an die PGS betonte Landrat, Clemens Körner (CDU) mit seiner Anwesenheit. Die beiden Katholischen Pfarreien aus Böhl und Iggelheim vertrat Diakon Hartmut von Ehr.

Die kleine Feier im Trausaal endete in angenehmer Atmosphäre bei einem Glas Sekt. Bild: fg

13.03.2015


Peter-Gärtner-Realschule plus beim Regionalentscheid des Vorlesewettbewerbs

Kim Lacha aus der Klasse 6a der PGRS+ mit Urkunde und Buchpreis

Nur wer liest, kann verstehen, denn Lesen ist die Grundlage aller Bildung

Böhl-Iggelheim- Der Regionalentscheid des Vorlesewettbewerbs des Börsenvereins des deutschen Buchhandels fand am Montag, den 23.02.2015 in der Bibliothek der Integrierten Gesamtschule Mutterstadt (IGS) statt. Um 11.30 Uhr eröffnete Herr Klees, Stufenleiter der fünften und sechsten Klasse an der IGS den diesjährigen Lesewettbewerb; alle Schulsiegerinnen, die sich beim den Entscheiden in den Schulen des Rhein-Pfalz-Kreises durchsetzen konnten, gingen an den Start. Acht Mädchen aus Gymnasien, Realschulen plus und Gesamtschulen machten beim öffentlichen Lesewettstreit mit.

In diesem Jahr wurde die Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim von Kim Lacha aus der Klasse 6a vertreten. Unterstützung bekam sie von ihrer Freundin Melissa Herrmann und ihrem Deutschlehrer Tobias Böhn.

Kim las drei Minuten eine Textstelle aus ihrem Lieblingsbuch "Herr der Masken" von Jane Johnson vor. Im Anschluss an ihr selbstgewähltes Buch musste sie zwei Minuten aus einem vorgegebenen Buch "Die Zauberschule" von Michael Ende vorlesen.

Am Ende hieß die verdiente Siegerin Lisa Lützel, die ihren "Heimvorteil" optimal nutzte und jetzt beim Bezirksentscheid antreten darf.

Alle teilnehmenden Kinder erhielten eine Urkunde und einen Buchpreis.

Im Mittelpunkt des Vorlesewettbewerbs stehen Lesefreude und -motivation. Er bietet Schülerinnen und Schülern der 6. Klasse Gelegenheit, die eigene Lieblingsgeschichte vorzustellen und neue Bücher zu entdecken. Textverständnis, Eigenständigkeit und Medienkompetenz sollen durch die selbstständige Buchauswahl und die intensive Vorbereitung erweitert werden. Dazu kommt, dass das Sprechen vor Publikum das Selbstbewusstsein fördert. Eine Jury bewertet Lesetechnik, Textgestaltung und Textverständnis. Text und Foto: Markus Jung

12.03.2015


SWR berichtet über Ehrenamt

als Lehrerin bei den Dreharbeiten des SWRSchülerin der Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim gibt Sprachkurs für Flüchtlingskinder der Gemeinde

Böhl-Iggelheim- Viel Aufmerksamkeit und Anerkennung erhält Diana Almagedi derzeit für ein ehrenamtliches Engagement der besonderen Art. Selbst noch Schülerin der Klasse 10b der Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim (PGRS+), schlüpft die Ganztagesschülerin dreimal wöchentlich in ihrer Mittagspause in eine gänzlich andere Rolle und wird kurzerhand selbst zur Lehrerin.

Souverän steht die junge Frau dann vor ihrer Klasse aus sechs Flüchtlingskindern, die hier - zum Teil gemeinsam mit ihren Eltern - Deutsch lernen wollen. Begleitet und unterstützt von ebenfalls ehrenamtlich tätigen Lehrkräften und Meriam Khadr, einer ehemaligen Schülerin der PGRS+, unterrichtet sie, die selbst als 2-Jährige mit ihrer Familie aus dem Irak nach Deutschland kam, die ersten Vokabeln der schwierigen neuen Sprache. Sie begann damit bereits im Dezember 2014, als sie feststellte, dass sie durch ihre Kenntnis der arabischen Sprache für zwei syrische Mädchen und deren Familie die einzige Ansprechpartnerin in der Schule sein konnte. Bald gesellten sich albanisch sprechende Jugendliche aus dem Kosovo dazu, die nun mit Englisch als Verständigungssprache in den Unterricht einbezogen wurden.

Diana Almagedi (Mitte) als Schülerin während einer GruppenarbeitDiana möchte ihren Sprachunterricht gerne bis zum Ende ihrer eigenen Schulzeit an der PGRS+ im Sommer 2015 fortsetzen und vielleicht sogar darüber hinaus. Derzeit bemüht sich die Schule aber auch in Zusammenarbeit mit der Grundschule Iggelheim und mit Genehmigung der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion als Schulaufsichtsbehörde darum, einen gemeinsamen Sprachvorkurs für Kinder der beiden Schulen einzurichten.

Dass nach einem Artikel in der Rheinpfalz der SWR auf die jugendliche Lehrerin aufmerksam wurde und sie in der Landesschau und in seinen Rundfunkprogrammen vorstellte, empfindet Diana als große Wertschätzung ihrer Arbeit.

Auch über eine Einladung von Bernhard Kukatzki, MdL, zum Girls‘ Day am 23.04.2015 in den Mainzer Landtag und eine mögliche Begegnung mit Kultusministerin Vera Reiß freut sie sich außerordentlich.

Text und Foto: Markus Jung

12.03.2015


Vorlesewettbewerb an der Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim

Die stolzen Schulsieger Sara Schollenberger, Kim Lacha und Felix Klose (v.l.)

Böhl-Iggelheim- Am 09.12.2014 wurde für die 6. Klassen der Peter-Gärtner-Realschule plus (PGRS+) der schulinterne Vorlesewettbewerb des Deutschen Börsenvereins durchgeführt. In den vorausgegangenen Klassenwettbewerben der Stufe 6 hatten sich insgesamt sieben Schülerinnen und Schüler für den Schulwettbewerb qualifiziert.

Die Jugendlichen lasen jeweils einen bekannten Wahltext und einen Fremdtext vor. Bewertet wurden von der Jury neben der Textauswahl des Wahltextes die Lesetechnik und die Interpretation. Alle Teilnehmenden bekamen eine Urkunde, die drei besten erhielten einen Buchpreis.

Platz 3 beim Schulwettbewerb belegte Felix Klose aus der Klasse 6c, den 2. Platz sicherte sich Sara Schollenberger aus der 6b.

Schulsiegerin und damit beste Leserin der diesjährigen 6. Klassen wurde Kim Lacha aus der 6a. Sie vertritt die PGRS+ damit beim diesjährigen Kreiswettbewerb. Begleitet wird sie dabei von ihrem Deutschlehrer Tobias Böhn.

Text und Foto: Markus Jung

11.03.2015


"Wir wollen den Handel im Ort erhalten" - Unterschriftenaktion gestartet

Böhl-Iggelheim- Seit einigen Tagen liegen in allen Geschäften in Böhl-Iggelheim Unterschriftenlisten aus. Der Gewerbeverein bittet alle Bürgerinnen und Bürger sich in die Listen einzutragen um so die Aktion "Wir wollen den Handel im Ort erhalten" zu unterstützen.

Mit Ihrer Unterschrift können Sie, im eigenen Interesse, ein "Ausbluten&Gewerbeverein; der Innenbereiche unserer Gemeinde verhindern. Leerstand von Geschäften machen unsere Ortskerne unansehnlich und wenig attraktiv. 

Die Unterschriftenlisten werden der Gemeindeverwaltung übergeben um so ein Umdenken zum Wohle der Bewohner von Böhl-Iggelheim zu erreichen. 

Begleitend zur Unterschriftenaktion hat der der Gewerbeverein die nachfolgende Stellungnahme zur Fortschreibung des Einzelhandelskonzeptes bei der Gemeinde abgegeben.

 

An die

Gemeindeverwaltung

Am Schwarzweiher7

67459 Böhl-Iggelheim

                                                                                                   Böhl-Iggelheim, 19.02.2015

Stellungnahme zur Fortschreibung des Einzelhandelskonzept

  • Einzelhandelskonzept 2011

2011 wurde durch das Planungsbüro PISKE ein Einzelhandelskonzept entwickelt und von der Gemeinde beschlossen. Bedauerlicherweise war an der Entwicklung der örtliche Gewerbeverein nicht beteiligt.

In diesem Konzept sprach man von: -Stabilisierung und Ausbau der Kraufkraft vor Ort - Sicherung und Entwicklung einer Nahversorgung an fußläufig gut erreichbaren Standorten.

Ein über diese Maßnahmen vorgesehener deutlicher Ausbau "Am Schwarzweiher" war nicht vorgesehen und empfohlen.

Mit der nunmehr vorliegenden Planung werden einige Festlegungen und Empfehlungen über Bord geworfen dem der Gewerbeverein entgegentritt.

  • Wirkung auf den Einzelhandel im Ort

Facheinzelhandel auf der =grünen Wiese= anzusiedeln sieht der Gewerbeverein als äußerst Kritisch an. In den Orten Böhl-Iggelheim ist die Versorgung momentan noch gewährleistet.

Außerdem gibt es Facheinzelhandel in den Orten, die teilweise seit über 50Jahren bestehen. Durch die Erweiterung hinter Lidl und Wasgau mit Facheinzelhandel wird unser Ort in wenigen Jahren nur noch leere Ladengeschäfte vorweisen können.

Eine Wiederbelebung im Ort von Leerständen ist dann nicht mehr möglich, da die Kunden den Weg nicht mehr zurückfinden. ( siehe Mutterstadt).

  • Ältere Bürger

Im Ortsteil Iggelheim gibt es ein Seniorenzentrum und 2 Objekte betreutes Wohnen.

Die Nachfrage für betreutes Wohnen ist zur Zeit sehr groß. Diese Menschen sind großteils Selbstversorger und müssen sich um Ihren täglichen Bedarf selbst kümmern und selbst einkaufen. Viele dieser Bewohner benötigen Gehhilfen. Mit diesen können sie die Geschäfte im Ort gut erreichen und sich Ihren Bedarf selbst einkaufen.

Wird der Plan, wie ihn das Einzelhandelskonzept vorsieht umgesetzt, wir es zur Schließung von Einzelhandel in den Orten kommen, und die Selbstversorgung von älteren Bürger ist gefährdet.

Dies kann zur Folge haben, dass die Objekte vom betreute Wohnen nicht mehr ausgelastet sind, da der Einkauf dieser Menschen nicht mehr gesichert ist.

  • Junge Familien

In Böhl-Iggelheim sind Neubaugebiete entstanden, in denen viele Junge Familien gebaut haben. Durch Neubau, Kinder, ein Einkommen sind in einigen Familien nur ein Auto. Dies hat zur Folge, dass die jungen Frauen mit Kind bzw. Kinderwagen zu Fuß unterwegs sind.

Der Fußweg zum Einkaufen auf die =grüne Wiese= ist oftmals zu weit.

Diese Frauen nehmen das noch gute Angebot gerne an und kaufen im Ort.(z. B. auf dem Weg zum Kindergarten.) Kurze Wege.

Gibt es den Einzelhandel im Ort nicht mehr, wir es für diese Familien schwer sein, Ihren täglichen Bedarf zu decken.

Folge: Junge Familien siedeln sich in einem Ort wie Böhl-Iggelheim nicht mehr an.

  • Bedarfsanalyse

Böhl-Iggelheim verfügt unserer Meinung nach über genügend Angebote, die einem Ort dieser Größe entsprechen und ausreichen.

Lidl, Wasgau und Penny sind alle am Ortsrand angesiedelt. Allein die Märkte Lidl und Wasgau verfügen an einem Standort über eine Verkaufsfläche von 1.650qm.

Laut Einzelhandelskonzept sind weitere 1.870qm Verkaufsfläche geplant.

Wird dies alles so Umgesetzt, plant unsere Gemeinde eine Gesamtverkaufsfläche von insgesamt 4.520qm  an nur einem Ortsrand. Hinzu kommt noch der bereits bestehende Penny Markt.

Im Gespräch ist noch ein Netto Markt, der ebenfalls die Möglichkeit bekommen soll sich am Ortsrand anzusiedeln.

Für eine Gemeinde mit rund 12.000 Einwohner sind unserer Meinung nach diese Verkaufsfläche am Ortsrand zu viel.

  • Parken

Die bereits bestehende Märkte verfügen über ausreichende Parkplätze. Nach einer eventuellen Ansiedlung von neuen Geschäften wird die Parkmöglichkeit dementsprechend vergrößert.

Natürlich legt der Kunde wert darauf, für seinen Einkauf möglichst nahe vor dem Geschäft zu parken.

Die bestehenden Geschäfte wurden und werden von der Gemeinde nicht ausreichend mit Parkmöglichkeiten berücksichtigt. Denn gerade für den Handel im Ort ist es genauso wichtig gute Parkmöglichkeiten für die Kunden zu haben.

  • Bestandsanalyse

In den Orten Böhl-Iggelheim ist die Versorgung gewährleistet. Ohne die Orte zu Verlassen können unsere Kunden folgenden Geschäfte/Branchen erreichen:

Immobilienmakler, KFZ-Werkstätten, Schreibwaren, Reinigungen, LOTTO-Annahmen, Hermes Paketshops,Post-Filialen, Metzgereien, Bäckereien, Wollgeschäft, Schuhe, Apotheken, Textilgeschäfte, Reisebüros, Eisdielen, Optiker, Uhren und Schmuck, Gärtnereien, Floristik, Getränkehandel, Elektrogeschäft, Banken, Friseure,Gaststätten, Pflegestelle, Versicherungen, Schneidereien...

  • Trendwende im Einzelhandel

Bei nahezu allen großen Einzelhandelsketten laufen derzeit Überlegungen, zu vertretbaren Kosten in die Ortskerne zurückzukehren, da sich die "grüne Wiese" nicht mehr als die Beste Möglichkeit zeigt.

  • Fazit

Der Gewerbeverein spricht sich grundsätzlich gegen die Erweiterung auf der "grünen Wiese " aus!

Mit freundlichem Gruß

Gewerbeverein Böhl-Iggelheim

Ria Vogt                                                       Claus Barthel

1. Vorsitzende                                              2. Vorsitzender

25.02.2015


Narren im Rathaus

Rathausschlüssel und Gemeindekasse zurückgebracht

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Die Böhl-Iggelheimer Narren brauchen an Fastnacht, oder schon vorher, nicht das Rathaus zu stürmen. Hier werden sie an Fastnachtsdienstag von Bürgermeister Peter Christ (CDU) zum Empfang gebeten. Denn die Abordnungen der beiden Karnevalsvereine, „Böhler Hängsching“ und „Igg`lemer Bessem“ bringen hier traditionsgemäß Rathausschlüssel und Gemeindekasse wieder freiwillig ins Rathaus zurück.

Beide wichtige gemeindliche Insignien überreicht der Bürgermeister den Karnevalisten am Neujahrsempfang der Gemeinde - ganz ohne Gegenwehr. Die Zeremonie ist immer mit einem Event mit Bürgermeister Christ verbunden, den der Rathauschef gerne über sich ergehen lässt. In diesem Jahr hatten die „„Igg`lemer Bessem“ die Ehre in der, kurzen Kampagne - Schlüssel und Schatulle zu verwahren.

Beide Karnevalsvereine waren mit ihren Prinzessinnen und Abordnungen der Einladung von Christ in den Ratssaal der Gemeindeverwaltung gefolgt. Die „Böhler Hängsching“ führte Prinzessin Michela I. mit dem 1. Vorsitzenden, Clemens Kreitner, an. Die Abordnung der „Bessem“ war mit  ihrem Präsident, Kurt Hauch, so wie ihrer Lieblichkeit Juli I. repräsentiert.

„Wir sind sorgsam mit dem Kapital der Gemeinde umgegangen, haben den uns übergebenen  Kassenstand, so wie er  uns beim Neujahrsempfang übergeben wurde nur etwas umgewandelt.“ betonte der Präsident der „Bessem“, Kurt Hauck, ausdrücklich als er Bürgermeister Christ Schlüssel und Kasse übergab.

Der Bürgermeister  hatte die Gemeindekasse am Neujahrsempfang der Gemeinde prall gefüllt mit Steinen vom undichten Dach der Gemeindeverwaltung  übergeben. „Wir haben aus den Steinen ordentlich Kohle gemacht“ betonte Kurt Hauck und gab die mit echten Kohlestücken gefüllte Schatulle zurück.

Die Heiterkeit unter den kostümierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Rathauses, so wie bei den Karnevalisten kannte schier keine Grenzen. Wurde die närrische Schar doch von Bürgermeister Peter Christ persönlich aus einem Bauchladen heraus mit Brezeln und Getränken bewirtet.

Einen besonderen Gag hatten die „Hängsching“ parat. Nach der Begrüßung hieß es dann „Kappen ab“. Jeder „Blookittel“, so nennen sich die Komiteeter beider Vereine ob ihrer blauen Jacken selbst, erhielt einen Regenschirm, der auf dem Kopf zu tragen war. „Damit wir nicht nass werden, wenn es durch das undichte Dach regnet“ erklärte Clemens Kreitner unter dem Gelächter der Anwesenden.

Bürgermeister Christ hatte nicht nur die Karnevalisten zum Empfang gebeten. Wie die anderen Jahre auch, waren die an diesem Tag ihren Dienst versehenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung eingeladen mitzufeiern. „Da das Gemeindesäckel ja nicht zur Verfügung stand, mussten wir einen Sonderetat anzapfen um die Getränke und das Essen zu bezahlen“ meinte Peter Christ. „Und da dieser einen größeren Betrag, als die an Fastnacht üblichen 11,11 Euro der Gemeindekasse,  aufwies, konnten wir auch genügend Fleisch und Getränke einkaufen, dass es für Alle reicht“ fügte der Ortschef vergnügt hinzu.

So wurde, wie Jedes Jahr, der Empfang beim Bürgermeister eine vergnügte Kappensitzung. Bild: fg 

18.02.2015


„Hängsching feiern schwungvoll Fasenacht“

Stimmungsvolle Bütten, mitreißender Tanz

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Wie in allen Jahren sind die Prunksitzungen der „Böhler Hängsching“ ein kompromissloser Angriff auf die Lachmuskeln. Über fünf Stunden attackierten die Böhler das Zwerchfell ihrer Gäste in der zur Narhalla dekorierten VT-Halle in der Lindenstraße. Und die kostümierten Narren dankten es ihnen mit donnerndem Applaus und unzähligen Raketen und Wünschen nach unzähligen Zugaben.  Der Fanfarenzug der „Hängsching“, hatte die Sitzung schwungvoll und lautstark eröffnet. Clemens Kreitner stellte die liebreizende Prinzessin, Michela I. „Das Beste und Liebreizendste was die Hängsching in der Kampagne zu bieten haben“ wie Kreitner betonte.

Bütten, Gesang, Tänze wechselten sich in bunter Reihenfolge ab. Traudel und Elisabeth, alias Jasmin Baumert und Andrea Bizik, gaben viele und tiefgründige Einblicke wie es denn als Gardemädchen in einer Ü- 30- Garde zugeht. „Uns werden schon Stützstrumpfhosen  verordnet“ war eine der folgenschweren Klagen. Lara Schäffer, der Musikteenager aus Böhl, hatte schnell das Publikum auf seiner Seite, animierte zur ersten Schunkelrunde mit Hits zu fastnachtlichen Texten.

Mit der achtjährigen Jana Scheurer und dem zehnjährigen Jannik Melzer wachsen zwei hoffnungsvolle Büttentalente heran. Ihr Auftritt als „Altes Ehepaar“ forderte die verdiente Rakete. Jana und Jannik wurden dieses Jahr schon als „Superfastnachter 2015“ ausgezeichnet. Und Beide haben innerhalb der Hängsching schon ihren eigenen Fanclub.

Jürgen Baumert, ein  Urfastnachter in der ganzen Region bekannt und geschätzt, verkörperte einen Hausmeister, der mit Wenigen zufrieden, dafür mit Vielem, besonders auch mit seiner Gattin, unzufrieden war. Dieses Jahr sinnierte und philosophierte er über die letztjährige Fußball WM. „Der Bierkonsum wurde zwar gesteigert, aber weniger durch die WM, sondern durch die BVB-Fans, die sich die Tabelle in der Bundesliga  schönsaufen müssen“ war einer der Pointen von Jürgen Baumert.

Andreas  Schäffer und Christopher Tritschler waren in dieser Kampagne als Karnevalskontrolleure im Einsatz. Sowohl die Elferräte wurden bezüglich Kleiderordnung und Kappengröße inspiziert, als auch im Publikum wurde nach Verstößen gegen das närrische Brauchtum gefahndet. Selbst der Präsident der „Igg´ lemer Bessem“, Kurt Hauck, musste sich der närrischen Revision auf der Hängschingbühne stellen. Horst Leipner und Ralf Steinbacher erörterten in ihrer Bütt das ewig junge Thema der Konflikte der Geschlechter.

Zu den besonderen Höhepunkten gehören in Böhl die Auftritte der einzelnen Garden, Tanzmariechen und Tanzgruppen. Die Vielzahl der Garden, angefangen bei den Vierjährigen bis zu den Erwachsenen würde ausreichen um alleine mit den Tanzgruppen und den hochdekorierten Solotänzerinnen und Tänzern eine eigene, mehrstündige Sitzung zu gestalten.

Die Jüngsten,  „Die Däumlinge“ tanzten sich als Schlümpfe in die Herzen der Narren. Jugend- und Juniorengarde wirbelten über die Bühne. Fast nicht zu zählen waren die Mäuse der Jugend-Show-Tanzgruppe als diese fulminant die Bühne stürmten und über diese tobten.

Eine Augenweide ist die Schautanzgruppe die als Puppen verkleidet eine grandiose Show bot. Die Bühne reichte nicht. Durch den ganzen Saal tobten und Akteure und boten den Närrinnen und Barren ein unvergleichliches Spektakulum.  Hier bot jung und alt der Hängsching eine generationenübergreifende Leistung. Natürlich gab es auch hier Rufe nach Zugabe, die gerne gewährt wurde.

Ein besonders Schmankerl sind natürlich die Tanzmariechen bei den „Hängsching“ Alle bieten höchstes tänzerisches Niveau. Unzählige Pfalz-, Süddeutsche- wie auch deutsche Meister sind in den Reihen der Böhler Hängsching zu finden.  Leonie Schoner, Melina Kaspar, so wie Jasmin Gabriel werden die große erfolgreiche Tradition der Hängsching Tanzmariechen sicherlich weiterführen. Und auch bei den Tanzpaaren haben die Hängsching im Jugendbereich mit Kim Mollenhauer und Samuel Natus ein Paar in ihren Reihen, das zu großer Hoffnung Anlass gibt.

Den „tänzerischen Höhepunkt“ bildete das Männerballett „Die Chantre´-Spatzen“. In ihren Cheerleader-Kostümen gekleidet wirkten die Herren fast – unheimlich -grazile. Aber auch mit akrobatischen Hebefiguren wussten die Herren zu begeistern. Die Chantre´-Spatzen rissen  das Publikum zu Beifallstürmen hin. Ohne Zugabe kamen die grazilen Herren nicht von der Bühne.

Die Böhler Hängsching sind besonders stolz auch in dieser, wie in all ihren Sitzungen in den 34 Jahren ihres Bestehens, ausverkaufte Sitzungen mit eigenen Akteuren bestreiten zu können. „Wir brauchen keine hochbezahlten Stars von auswärts einzukaufen um Frohsinn zu verbreiten, des hän mir alles hier in Behl“ ist immer wieder von ihren 1. Vorsitzenden, Clemens Kreitner, so wie  den Verantwortlichen der Hängsching und den Besuchern zu hören.

Den Schlusspunkt setzten die „Hoi Doi´s „. Eine Musikformation die in der Fastnacht weit über die Grenzen von Böhl bekannt ist und auf vielen Sitzungen das Publikum zum rasen bringt. Bis weit in den nächsten Tag tanzten die Narren auf Tisch und Stühlen und machten eine ereignisreiche Nacht zum Tag.

Nicht  unerwähnt bleiben darf Heiko Tanski der als Sitzungspräsident, charmant, witzig, souverän, nie den Überblick verlierend, durch die über fünfstündige Prunksitzung führte. Bilder: fg

08.02.2015


„Feiern dass es kracht – Bessem Fasenacht“

Schwungvolle Mädchenbeine und Pointenregen aus der Bütt bei den Igg´lemer Bessem

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim-  Mit viel Schwung gestalteten die Akteure die erste der drei Prunksitzungen in der 58. Kampagne seit dem Bestehen der Karnevalsabteilung im TSV Iggelheim. Und die Bessem hatten damit die Närrinnen und Narren von Anbeginn an auf ihrer Seite. Denn schon mit einer Stimmungsrunde, unter dem Motto „Jetzt geht’s los“,  stimmten Kurt Hauck und Andre Daub das närrische Auditorium auf über eine fünfstündige Fahrt durch Gott Jokus Reich ein. Und immer wieder begleitete der Hofmusiker der Bessem, Roland Richter, die Narrenschau musikalisch auf der langen Reise und animierte zwischen den Vorträgen mit schmissigen Weisen zum Schunkeln und mitsingen, so dass es die Besucher oft nicht auf den Sitzen hielt. Auch auf den Stühlen wurde geschunkelt und getanzt.

Besonders stolz zeigte sich Präsident Kurt Hauck, bei seinen Begrüßungsworten, dass nur „Eigengewächse“ die über fünfstündige Narrenschau, gestalteten. „Wir brauchen keine teuren Akteure von außerhalb verpflichten, wir haben genügend närrisches Potential in den eigenen Reihen“, betonte der Urfastnachter. „Wir sind unsere eigenen Büttenstars und haben hervorragende Garden und Tanzmariechen“ unterstrich Kurt Hauck, der dieses Jahr zum 4. Mal das Bessemzepter als Präsident schwingt.

Die Bessem werden in der Kampagne 2014/2015 von Prinzessin Lena I. repräsentiert. Nach den Begrüßungsworten ihrer Lieblichkeit entführten sich die Minibessem mit ihrem schwungvollen Vortrag auf eine Flugreise mit der Bessem-Airlines und tanzten sich damit in die Herzen der farbenfroh kostümierten Narren und Närrinnen in der prächtig geschmückten Narhalla des TSV Iggelheim in der Jahnstraße, die bis auf den letzten Platz gefüllt war. Die Mini-Bessem waren „Die“  Lieblinge des applausfreudigen Publikums. Hier wird der Grundstock für die anderen Garden gelegt. Ein Beweis für die gute Jugendarbeit bei den Bessem, wie ,Präsident Kurt Hauck mit Nachdruck betont.

Überhaupt sind die Garden die Glanzpunkte in der Igglemer Fastnacht. Ob Mini-, Midi-Bessem, Juniorengarde, Rehbachnixen, Jugendschautanzgruppe und nicht zuletzt die Schautanzgruppe bietet ein sehr hohes tänzerisches Niveau. Dies trifft auch auf die Tanzmariechen Lea Straub und Emily Speckmann-Daub  zu. Deren Darbietungen wurden immer wieder spontan mit Beifallsstürmen bedacht.

Die jungen Akteure der Jugendschautanzgruppe entführten das Publikum in mit ihren Engeln in sphärische Höhen. 

Die Schautanzgruppe, eine bunte und gelungene Mischung aus jungen und älteren Mitgliedern der Bessem, bot ein vielfach buntes Narrenspiel um ein besonders „Bessem TV- Duell“.  Eine Vorführung die viele akrobatische Elemente erhält. Wie bei all den Schautanzvorführungen sind Choreografie und die aufwendigen Kostüme besonders zu erwähnen.

Die Akteure waren in einer fetzigen Geschwindigkeit zu Gange und die Abfolge der Szenen fast schon atemberaubend zu nennen. Rauschender Szenenapplaus und die Forderung nach Zugaben waren nicht zu überhören und die Zugabe wurde gerne gewährt.

Nur gut, dass Sitzungspräsident Sven Jandura, während der gesamten Veranstaltung, den Überblick. Behielt. Souverän führte er witzig und schlagfertig durch den Abend.

Wie in den letzten Jahren schon fanden sich die Büttenasse der Bessem zu einer Formation zusammen. Wie schon die Minnebessem gestalteten diese Urfastnachter eine musikalischen Weltreise. Internationalen Gesangsstars aus Vergangenheit und Gegenwart zauberten die Konferenzies Jule Holtkamp und Akos Konstantinidis mit der Igg´lemer Hitparade auf die Bessembühne. Trude Herr, Roberto Blanco, Peter Maffay  waren hier vertreten.

Pfälzer Lieder, Eigenkompositionen, originelle Texte und vor allem jede Menge Schwung verbreiteten die „Frühschoppler“. Diese Musikformation verkörpert echten Igglemer Fastnachtsgeist.  Und auf ihre Prinzessin  hatten sie eigens ein Lied geschrieben zu deren Vortrag sie Lena I. in ihre Mitte holten. „Ich bin ein Dorfkind“ eine Hommage der Frühschöppler an ihre Heimatgemeinde wird wohl ebenso ein Fastnachtsschlager der Frühschoppler werden, wie ihr eigens kreierter Song vom „Wir lieben das Leben“ mit dem „des Lewe Spaß“ mache soll. Wenn sie auch mit ihrem Helikopter nicht gerade zum lieben Gott fliegen, so doch zum Wettbewerb „Närrischer Ohrwurm“ des SWR, der am 15. 02. in Singen am Bodensee ausgetragen wird und zu dem alle Igglemer Narren feste die Daumen drücken und mit ihrer Telefonstimme zum Sieg beitragen können. Bei den Frühschöpplern hält es Niemanden im Saal auf den Sitzen. Schon am 13. Februar wird die Truppe im SWR Fernsehen bei der Sendung „Kaffee oder Tee“ zu hören und zu sehen sein.

Und dann gibt es da noch das Herrenballett. Grazile Herren, die gemeinsam aber doch rund 1 Tonnen Lebendgewicht auf die Waage bringen, erzählten tänzerisch die Geschichte rund um das Dschungelbuch. Eine Formation die schwergewichtige Grazie ausstrahlt.

Groß ist der Fundus von Büttenrednern, meist im Duett auftretend, bei den Bessem. Die „Alten Damen“, Lisa Theobald und Kelly Hammer lästerten über Gott und die Welt, nahmen aber sich selbst gehörig aufs Korn. Marlene Mildenberger lies 10 Jahre Büttenerfahrung Revue passieren. Die Toilettenfrauen Anette Jandura und Kerstin Hammer erzählten aus ihrem bewegten Leben mit ihrem Ehegatten.

Heike Reichert und Sven Jandura, alias Gisbert und Claudine träumten als gestresste Beamte von der Gemeindeverwaltung vom besseren Leben. Sie hatten ebenso die Lacher auf ihrer Seite wie „Das alte Igglemer Ehepaar“, verkörpert von Susi und Alex Holtkamp, die wie gewohnt mit vielen Lebensweisheiten aufwarteten...

 „Nibbel“, André Daub, ein Garant für beste fastnachtliche Unterhaltung,berichtete von den Erlebnissen eines „Wellness-Urlaubers. Jürgen Eschenbacher feiert als „Armer Deiwel“ ein gelungenes Büttendebut auf der närrischen „Bessem-Rostra“.

Weit nach Mitternacht setzte die Band „no milk“ wie in den vergangenen Jahren auch, den musikalischen Schlusspunkt. Erst nach vielen Zugaben  fiel der Vorhang und ein großer Teil der zufriedenen und froh gestimmten Besucher blieben noch in froher Runde sitzen mit dem festen Vorsatz nächstes Jahr wieder zu kommen.

2 Prunksitzungen, am 07. und 14. Februar werden noch folgen! Bilder fg

02.02.2015


Verein "Hilfe für Sri Lanka West e.V." erhält 2.410 Euro

Die Vorsitzende des Fördervereins Nicole Dörr (l.) und die Schulleiterin Elisabeth Kasprowiak (r.) überreichen den Scheck an Susanne Weber und Juliane Rieder Die Vorsitzende des Fördervereins Nicole Dörr (l.) und die Schulleiterin Elisabeth Kasprowiak (r.) überreichen den Scheck an Susanne Weber und Juliane Rieder

Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim überreicht Scheck an den Verein "Hilfe für Sri Lanka West e.V."

Böhl-Iggelheim- Bereits zum zehnten Mal spendete die Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim (PGRS+) gemeinsam mit ihrem Förderverein einen Teil der Einnahmen des Adventsbasars an den Verein "Hilfe für Sri Lanka West e.V." aus Neustadt. Dazu steuerten alle Klassen 10% ihrer Gewinne bei, Schülerschaft und Kollegium führten eine Sammlung durch und der Förderverein rundete den Betrag schließlich gewohnt großzügig auf. So konnte sich die Kassenwartin des Vereins Juliane Rieder in diesem Jahr über eine Spende von 2410.- Euro freuen.

Überreicht wurde die stolze Summe gemeinsam von der Schulleiterin Elisabeth Kasprowiak und der Vorsitzenden des Fördervereins Nicole Dörr. Susanne Weber konnte bei dieser Gelegenheit von der Verwendung der letztjährigen Spende der PGRS+ berichten. Mit dem Geld wurde unter anderem der regelmäßige Einsatz eines Physiotherapeuten an einer Behindertenschule für ein ganzes Jahr finanziert und für eine weitere Schule wurde ein Brunnen gebaut, so dass die 300 Schülerinnen und Schüler nun erstmals Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Projekte, die nun dank der Großzügigkeit der Schulgemeinschaft der PGRS+ weitergeführt und sogar deutlich intensiviert werden können. Text und Foto: Markus Jung

29.01.2015


„Petri Heil“ beim Angelsportverein „Kellmetschweiher“

Herbert Renz leitet weiterhin die Geschicke des Vereins

Von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- 56 stimmberechtigte Mitglieder konnte der erste Vorsitzende, des Angelsportvereins „Kellmetschweiher Böhl-Iggelheim e.V, Herbert Renz ,  zur Mitgliederversammlung im Clubhaus des VfB Iggelheim an der Wehlachstraße begrüßen. Er zeigte sich erfreut über die große Resonanz, die nicht bei allen Vereinen selbstverständlich ist. Es bezeugt nach den Worten von Renz die große Verbundenheit der Mitglieder zum Verein, der z. Z. 242 Mitglieder, darunter 134 Mitglieder aus Böhl-Iggelheim und 108 auswärtige Mitglieder; 11 weibliche Mitglieder zählt.

Leider hat sich der Trend der letzten 4 Jahre – eine kontinuierliche Abnahme der Mitgliederzahl- auch im Jahr 2014 fortgesetzt . Trotz verschiedener Maßnahmen zur Mitgliedersicherung, wie  z.B. Einsparung der Aufnahmegebühr für ehemalige Vereinsmitglieder, die nach einer „Vereinspause wieder einsteigen wollen“  sowie für Beitrittswillige für einen begrenzten Zeitraum, konnte dieser Trend, nach den Worten von Renz, nicht gestoppt werden..

Weiterhin wurde die Jugendarbeit „nach Außen“ verstärkt, z.B. ein Schnupperangeln für Kinder in Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum sowie eine „Angel-AG“ in der Peter-Gärtner-Realschule plus wurden angeboten.

In seinem Rückblick auf das Jahr 2014 erwähnte der erste Vorsitzende besonders die Beteiligung am Lätaremarkt, dem Lätareumzug „ hier stellten wir mit dem Reiterlud eine herausragende Person aus der Dorfgeschichte“, das Spießbratenessen sowie die Weihnachtsfeier. Das an zwei Tagen durchgeführte, gut besuchte Fischerfest in der Liederkranzhalle stelle den Höhepunkt der Festivitäten dar.

Sehr gut angenommen wurden auch die sportlichen Aktivitäten bei den verschiedensten sportlichen Fischereiaktivitäten. Besonders betonte Renz die insgesamt 2488 Arbeitsstunden die von den Mitgliedern für die Mithilfe bei den Festen sowie bei der Pflege der Gewässer, Niederwiesenweiher, Kellmetschweiher und dem Gewässer am Schwarzweiherhof geleistet wurden. Immerhin wurden fast 300 Arbeitsstunden mehr als in Vorjahr geleistet, trotz des Rückganges der Mitgliederzahlen.

Die Finanzen des Vereins sind in Ordnung, die Kasse weist einen positiven Betrag aus. Die Entlastung der Vorstandschaft erfolgte einstimmig.

Der Abend diente auch zur Ehrung verdienter Vereinsmitglieder. Für 40 Jahre Mitgliedschaft erhielten Anijärv Valentin, Harwardt Gerhard, Udo Wüst, aus Böhl-Iggelheim, Diehl Martin, Karl-Heinz Riedl aus Haßloch, so wie Uwe Lützel aus Hahnhofen für 40 Jahre Mitgliedschaft im Angelsportverein „Kellmetschweiher“ aus den Händen von Herbert Renz  die goldene Vereinsnadel nebst  Urkunde.

Die Silberne Vereinsnadel für 25 Jahre Mitgliedschaft wurde verliehen an Dieter Beckmann, Martin Bruckert, Rainer Hinterschitt aus Böhl-Iggelheim, Sven Danter aus Kirchheim, so wie Jürgen Haas aus Neustadt/Weinstraße.

Die Neuwahlen zur Vorstandschaft und Beirat, routiniert und zügig geleitet von Wahlleiter Klaus Schenk brachten folgende Ergebnisse:

Geschäftsführender Vorstand:1. Vorsitzender: Herbert Renz, 2. Vorsitzender: Peter Stuck, Schriftführer: Bernhard Dürk, Schatzmeister: Christian Fischer,

Beirat: Beisitzer: Manuel Rief, Harald Eckl, Peter Danter, Gewässerwart: Karl-Heinz Riedl, Gewässeraufsichtswart: Horst Brandt, Gerätewart: Klaus Wendel, Fischwart: Uwe Schönknecht, Sportwart: Reinhold Kirschniok, Jugendwart: Kai Babatz

Als Revisoren wurden gewählt:Lothar Scheurer und Hans Zund.

Die zu leistenden Arbeitsstunden für 2015 wurden bei 20 Stunden, wie schon in den letzten Jahren, belassen. Herbert Renz bendete die Veranstaltung nicht ohne sich bei der Gemeinde Böhl-Iggelheim, an der Spitze mit Bürgermeister Peter Christ, dem Rhein-Pfalz-Kreis für die gute Zusammenarbeit un sich bei den vielen Helferinnen und Helfern und Sponsoren zu bedanken.

Weiter Informationen sind auf der Homepage www.asv-kellmetschweiher.de zu erfahren. Bild: fg

26.01.2015


Ein weiteres Stück Ortsverschönerung!

Verkehrsfreigabe der Friedrich Ebert-Straße

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- In  einer kleinen Feierstunde erfolgte die offizielle Freigabe der Friedrich Ebert-Straße nach ihrer Neugestaltung. Bürgermeister Peter Christ (CDU) freute sich besonders, dass neben dem 1. Beigeordneten, Karl-Heinz Hasenstab (CDU), so wie dem 2. Beigeordneten, Bernd Johann (FWG)   zur Einweihungsfeier  neben vielen Vertretern der im Gemeinderat vertretenen Parteien  und  ausführenden Firmen, auch viele Bürgerinnen und Bürger der Einladung gefolgt waren. Besonders freute sich Peter Christ über die Anwesenheit des aus Böhl-Iggelheim stammenden Landtagsabgeordneten der CDU, Johannes Zehfuß.

„Im Rahmen des Gesamtkonzeptes der Gemeinde bezüglich Kanalsanierung und Straßenerneuerung, war die Sanierung der Friedrich Ebert-Straße dringend notwendig geworden“ erklärte Bürgermeister Christ.  Dieses Konzept ist auf mehrere Jahre angelegt und es werden jeweils abwechselnd im Ortsteil Böhl und Iggelheim Maßnahmen durchgeführt. So wurden in Böhl Bahnhofstraße und Hauptstraße, in Iggelheim die Luitpoldstraße und Speyerer-Straße verkehrstechnisch und optisch auf den neuesten Stand gebracht. Das Kanalnetz unter der Friedrich Ebert-Straße  war, nach den Worten des Bürgermeisters, so in Mitleidenschaft gezogen,  dass es zu den erneuerungsbedürftigsten zählte. 330 Meter Kanalrohre mussten komplett erneuert werden.  Auch die Hausanschlüsse wurden überprüft. 82 Stück Hausanschlüsse, so wie  27 Stück Straßenabläufe mussten ebenfalls  erneuert werden. Allein für diese Maßnahme waren 600.000 Euro veranschlagt. Besonders erfreut zeigte sich Peter Christ, das dieser Kostenvoranschlag mit 528.000 Euro deutlich unterschritten wurde.

Im Zuge dieser Maßnahme zur Sanierung der „Unterwelt“ wurde dann auch eine Neugestaltung der gesamten Friedrich Ebert-Straße,  mit samt den Übergängen zu den abzweigenden Straßen  in Angriff genommen. Besonders betonte Peter Christ, dass die Maßnahme einvernehmlich mit den Anwohnern durchgeführt wurde. Schon im September 2013 fand eine  Einwohnerversammlung statt. Dabei konnten Wünsche und Anregungen gegeben werden, die dann in die Planung mit eingeflossen sind, wie Christ hervorhob. „Wenn wir auch naturgemäß nicht alle Wünsche, besonders nach der Farbe der Pflaster,  umsetzten konnten“ ist uns doch ein wirklich vorzeigbares Ergebnis gelungen“ betonte Christ. Die gesamte Straße ist in Pflasterbauweise ausgeführt. Eine spätere Reparatur ist daher problemloser möglich als wie  bei einer Asphaltschicht.  Die Farbe der  Pflasterung der Straßenoberfläche mitsamt den Rinnen ist grau. Die Parkplätze sind durch anthrazitfarbene Steine hervorgehoben. Die Gehwege heben sich mit riobrauner Pflasterung deutlich ab. Durch den barrierefreien Übergang von Gehweg zur Straße ist ein problemloses Queren und Befahren mit Kinderwagen, Rollstühlen und Rollatoren gegeben.  Auch wurde ein Blindenleitsystem verlegt.

 Die Bagger zum Kanalbau rückten dann im April 2014 an und am 02. Juli 2014 konnte mit dem Straßenbau begonnen werden. Am  02. Dezember 2014 war die gesamte Baumaßnahme abgeschlossen – immerhin 3 Wochen früher als es die Terminplanung vorsah. Sicher auch ein Verdienst des milden Winters, der keine Arbeitsunterbrechung notwendig machte.

Nicht nur wegen dieser  Termintreue bedankte sich Bürgermeister Christ bei den Verantwortlichen und den Arbeitern der ausführenden Firmen, Planungsbüro Gerhard Kuhn Kanalbau Feickert und Straßenbaufirma Egilmez, Pfalzwerke, Thüga, Kabel Deutschland, Telekom, so wie PMG Schifferstadt.

 Der Kostenrahmen wurde nicht nur eingehalten, er wurde unterschritten.

Waren 844.000  Euro veranschlagt, so werden sich die tatsächlichen Kosten auf knapp unter 660.000 Euro belaufen.  „Wir gehen mit dem Geld unserer Bürger sorgsam um, Verschwendung gibt es nicht“ betonte Bürgermeister Christ mit Nachdruck. „Dazu gehört auch die Senkung der Wiederkehrenden Beiträge, die wir vornehmen konnten“ wie der Ortschef stolz betonte.

Und besonders erfreut zeigte sich Bürgermeister Christ über die Tatsache, dass die gesamte Baumaßnahme ohne Unfall durchgeführt wurde. Die Hilfsbereitschaft der Mitarbeiter der ausführenden Firmen wurde von den Anwohnern immer lobend erwähnt, wenn es galt Anwohnern bei schwierigen Situationen, z. B. Bei der Bereitstellung der Mülltonnen zu helfen.

Die Baumaßnahmen in der Gemeinde werden planmäßig fortgeführt, Die Buschgasse im Ortsteil Iggelheim ist das nächste Projekt. Je nach Witterungslage soll im März oder April 2015 begonnen werden.

Nach dem Durchschneiden des obligatorischen roten Bandes, Teile davon waren von Anwohnern als Erinnerung an die Einweihung „Ihrer Straße“ heiß begehrt, wurde mit einem Glas Sekt auf die gelungene Baumaßnahme angestoßen. Bild:fg

25.01.2015


Der diesjährige Stern der Igg`lemer Bessem heißt Lena I.!

Lena Wendel regiert in der diesjährigen Kampagne als Lena I. die Igglemer Narrenschar

Von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Lena wurde am 12.07.1992 in Speyer geboren und wohnt seither in Mechtersheim.  Ihre Wurzeln liegen  aber durch Oma und Opa in Iggelheim, wo Lena während der Kampagne ihren, zumindest fastnachtlichen, Lebensmittelpunkt hat. Ihre Kindergartenzeit und Grundschulzeit verbrachte Lena  in Mechtersheim. Hier gab es schon mit sieben Jahren beim Mechtersheimer Karnevalverein in der Garde die ersten Berührungspunkte mit dem närrischen Brauchtum. Bis zu ihrem 14. Lebensjahr tanzte sie in der Garde des Karnevalsvereins Mechtersheim.  Aber einmal Prinzessin zu werden – daran dachte Lena zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Denn im Mechtersheim gab es keine Fastnachtsprinzessin.

In Schifferstadt beendete Lena mit der Mittleren Reife ihre schulische Laufbahn.  Während dieser Zeit in Schifferstadt knüpfte sie auch die ersten Kontakte zu den Bessem. Lena lernte Lisa Theobald und Dominik Wittmann, beides „fastnachtverückte“ Bessem kennen. Zwei Freunde, denen sie im Grunde nach ihre Prinzessinnenrolle verdankt. Seit dieser Zeit gehen diese „3“ durch Dick und Dünn. Lena begann ihre Leidenschaft fürs Tanzen neu zu entdecken.  Ihre Ausbildungszeit, zuerst als Restaurantfachfrau bei der BASF und danach zur Erzieherin, lies wenig Raum für dieses Hobby.  Zur Zeit absolviert Lena ihr Anerkennungsjahr im Kindergarten in Mechtersheim.

Die Schautanzgruppe der Igg`lemer Bessem beeindruckte Lena sehr und so  reifte in ihr der Wunsch, bei dieser anspruchsvollen Tanzformation mit zu tanzen.  Sie ahnte aber noch nicht, dass ihre Freunde, Lisa und Dominik etwas anderes mit ihr vor hatten. Zusammen mit dem Präsidenten der Igglemer Bessem ,Kurt Hauck,  wurde die Idee „Operation Prinzessin“ geboren und letztlich auch zum Erfolg geführt.  Lena konnte „überredet“ werden, in dieser Kampagne die Bessem zu regieren. Nach dem Besuch mehrerer  Ordensfest und Veranstaltungen  fiel es Lena dann mehr als leicht, das hohe Amt der Prinzessin für diese Kampagne anzunehmen.

„Und wir haben mit Lena eine mehr als gute Wahl getroffen“ betont Kurt Hauck stolz. „Ihre Natürlichkeit und ihr Scharm überzeugt bei allen Veranstaltungen. Und meine Kollegen aus anderen Vereinen beglückwünschen mich immer zu unserer Prinzessin“ ergänzt der Bessem Präsident. 

„Wir Bessem, wünschen Ihr und uns eine schöne, tolle, erfolgreiche und unvergessliche Kampagne 2014/15“  ist das Resümee von Kurt Hauck, den alle Welt nur „Kutte“ nennt. Bild:Ìgg`lemer Bessem

19.01.2015


Ordensregen bei den „Igg´lemer Bessem“

Bunter Mix der Narretei

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Stolz blickte der erste Vorsitzende der „Igg´lemer Bessem“, Kurt Hauck, auf eine Narhalla voller Prinzessinnen,  Lieblichkeiten, Tollitäten,  Vereinsvorstände sowie jede Menge Komiteeter von  befreundeten Karnevalsvereinen, „vun hiwwe und driwwe vumRhoi un hiwwe un driwwe vun de Brick“ die er mit drei kräftigen „Bessem ahoi“ begrüßte.

 Die „Igglemer Bessem“ hatten zum Ordensfest in die TSV-Halle in der Jahnstraße geladen. Und die Gäste von 36 befreundeten Karnevalsvereinen aus der Pfalz und von über dem Rhein brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen. Von 19:33 Uhr bis Mitternacht wurde ein bunter Mix der Narretei geboten. So konnte sich so manche Dame oder Herr im bunten Rock und „Kapp uff em Kopp“ von den Strapazen der vergangenen Nacht, die Etliche der Gäste schon am vergangenen Abend bei diversen fastnachtlichen Veranstaltungen verbracht hatten, etwas entspannen. Durch vornächtliche Strapazen sind wohl auch diverse Versprecher bei den Vereinsnamen zu erklären. Wenn auch oft von Böhl-Iggelheimer Hängsching oder Bessem, so wie von Igglemer Hängsching gesprochen wurde, war dies mit den Versprechern der beiden Böhl-Iggelheimer „Narrenchefs“ im vergangenem Jahr  bei der Jubiläumsveranstaltung der „Böhler Hängsching“ zu erklären und beabsichtigt. Aus diesen vorjährigen Versprechern wurde auch die Idee für den diesjährigen Orden geboren. Beide Böhl-Iggelheimer Vereine verleihen den gleichen Orden, der sich nur jeweils durch die Spange, in der der jeweilige Verein eingetragen ist, unterscheidet.  Von den vielen Vereinen, Ute Hauck, die die Abläufe der Ordensverleihungen koordinierte und zeitweilige fast-aber nur fast- den Überblick verlor, sei stellvertretend für Alle, der Verein aus dem Ortsteil Böhl, die „Behler Hängsching“ mit ihrem 1. Vorsitzenden Clemens Kreitner mit Prinzessin Michela I. und eine stattliche Anzahl ihrer Blookittel“  erwähnt

Die in acht Runden durchgeführten Ordensverleihungen setzten schon einiges an Stehvermögen voraus. Galt es doch in erster Linie, dass sich die anwesenden Hoheiten gegenseitig mit den jeweiligen Jahresorden ihrer Vereine beehrten. Darüber hinaus musste Lena I. den Jahresorden der „Bessem“ den jeweiligen Präsidenten, Vorstände oder Vereinsvertreter umhängen und sie selbst hatte eine stattliche  Last der ihr verliehenen metallenen Auszeichnungen zu tragen. Aber dies Alles meisterte die charmante  Lena mit Bravur.

Jeder  Vertreter der Abordnungen der befreundeten Vereine, ob Prinzessin, oder Vorstand und Präsident hatte für die liebreizende Bessemregentin, neben dem jeweiligen Jahresorden noch ein besonderes Präsent mitgebracht. Da dies meist in Süßem bestand wird Jessica wohl auch zum Verzehr, auf ihre schlanke Linie achtend, Hilfe in Anspruch nehmen. Und Bessemchef Kurt Hauck wird zur Vernichtung aller ihm überreichten diversen Getränke sicher die Hilfe seiner Komiteeter benötigen, die sich dieser schwierigen Aufgabe aber sicherlich nicht entziehen, sondern mit Bravour meistern werden.

Sicher, gekonnt  und charmant führte die Vize-Sitzungspräsidentin Christina Schön-Konstantinidis , gemeinsam mit Kurt Hauck, den alle Welt nur Kutte nennt,durch den Abend.

Die einzelnen Ordensverleihungsrunden wurden durch tänzerische Leckerbissen aufgelockert. So nahmen die  Mini-Bessem ihre Gäste mit auf eine Flugreise. In blauen Stewardessuniformen gekleidet machten die 25 Mini-Bessem eine ausgesprochen gute Figur. Gekonnt und sicher wirbelten die 24 Beine der Garde der Midis über die Bühne. Schutzengel mit ihren vielfältigen Aufgaben ist das Motto der diesjährigen Choreographie der Jugend- und Juniorenschautanzgruppe der Bessem. Eine schon prämierte Vorführung, die auch nicht ohne Zugabe beendet war. Tanzmariechen Emily fegte gekonnt über das Parkett.

Ja selbst der Bessemchef wurde von seinem Schwager zu einem Wiener Walzer aufgefordert und trug damit nicht unerheblich zur Auflockerung dieser Veranstaltung bei.  Diese bravuröse Leistung wurde von seiner Schwester mit einem besonderen Schwager und Schwägerinnenorden  gewürdigt.

Ein Ordensfest, dass bestätigte „Wir Bessem machen eine volksnahe, traditionelle Fastnacht“ wie Kutte Hauck stolz Bilanz zog. Bilder: fg

12.01.2015


„Segen bringen – Segen sein“

Sternsingeraktion für gesunde Ernährung auf den Philippinen

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim-  C+M+B „Christus mansionem benediktat“, „Gott segne dieses Haus“. Diesen Segensspruch schrieben die Sternsinger nach altem Brauch mit geweihter Kreide an die Türen der Häuser in Böhl-Iggelheim, oder brachten einen Aufkleber mit den Segensinitialen an. 24 Kinder und Jugendliche aus der katholischen Pfarrei „Allerheiligen „ in Böhl und 30 Jungen und Mädchen aus der katholischen Pfarrei St. Simon + Judas Taddäus in Iggelheim waren am Samstag mit ihren erwachsenen Begleiterinnen und Begleitern in beiden Ortsteilen unterwegs.

Die Aktion der Sternsinger steht seit 1958 unter der Trägerschaft des Kindermissionswerkes der deutschen katholischen Diözesen und wird bundesweit durchgeführt. Sie ist die größte Hilfsaktion in Deutschland überhaupt und weltweit die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder. Rund 500 000 Kinder mit über 80 000 ehrenamtlicher Helferinnen und Helfern beteiligten sich auch dieses Jahr wieder bundesweit an der Aktion. Seit ihrem Bestehen sammelten die Sternsinger ca. 800 Millionen Euro für über 58 000 Projekte in mehr als 100 Ländern für benachteiligte Kinder weltweit. Alleine im Jahr 2014 konnte durch die Sternsingeraktion der stolze Betrag von fast 43 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden.

 Wie schon über viele Jahre waren auch in Böhl-Iggelheim die als die Hl. Drei Könige, Caspar, Melchior und Balthasar verkleideten Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 18 Jahren, unterwegs um den Segen in die Häuser zu tragen und um Spenden für ihr Anliegen zu bitten. Mit Liedern und Gedichten erfreuten sie die Besuchten und wurden durchaus freundlich aufgenommen. Nicht nur die Spendenkasse füllte sich. Viele der besuchten Menschen hielten für die Kinder auch Süßigkeiten bereit, die am Abend beim gemeinsamen Essen in den Pfarrzentren  gerecht unter Allen verteilt wurden. Und in manche Häuser wurden sie auch hereingebeten um sich bei heißem Tee und Kinderpunsch aufwärmen zu können. In vielen Familien, besonders bei den Familien der Begleiterinnen und Begleiter, gab es auch ein leckeres Mittagessen. So dankte die Bevölkerung den tapferen Sternsingern neben den Spenden für ihr Engagement. Denn gerade bei dem am Samstag herrschenden stürmischen, z.T. Regenwetter, ist der Einsatz der Jungen und Mädchen besonders lobend zu erwähnen.

In einer kleinen Feier in der jeweiligen Pfarrkirche wurden die Kinder von Pfarrer Macziol und Dekan Hartmut van Ehr ausgesandt. Dabei wurden die Kreide, die Aufkleber, die Sterne, aber auch die Kinder selbst gesegnet. Denn nach christlichem Verständnis sollen die Sternsinger nicht nur Geld sammeln, sondern den Segen Christi in die Häuser und zu den Menschen tragen. Nachdem die Aktion der Böhl-Iggelheimer Sternsinger 2014,  einem Projekt in Ruanda galt, geht das Geld in diesem Jahr nach  Ecuador. Es handelt sich hier um ein Ernährungsprojekt für Schulkinder an einer Schule zu der aus der Pfarrei in Böhl sehr enge Beziehungen bestehen.

Und der Einsatz der Böhl-Iggelheimer Sternsinger hat wieder ein großartiges Ergebnis erzielt. Nach erster überschlägiger Zählung wir wohl ein Betrag von fast 10 000 Euro herauskommen.

Den Gottesdienst am Samstagabend in der Pfarrkirche in Iggelheim gestalteten die Sternsinger eindrucksvoll mit. Der Gospelchor „The Chariots“ übernahm die musikalische Ausgestaltung. Die „Chariots“ hatten für diesen Gottesdienst die Kinder integriert, welche die Kinderkrippenfeier am Hl. Abend in Böhl gestaltet hatten. Bild: fg

11.01.2015


Musikverein Iggelheim lässt Weihnachtslieder erklingen

Böhl-Iggelheim- Seit über dreißig Jahren ist es in Iggelheim Tradition, dass der Musikverein am Heiligen Abend – bzw. am Heiligen Nachmittag – Weihnachtslieder erklingen lässt.

An mehreren Stationen im Ort, so etwa vor den Fenstern des Seniorenzentrums oder unter den Bäumen der Waldsiedlung, trafen sich die Musikerinnen und Musiker sowie zahlreiche Zuhörer und stimmten sich auf die Weihnachtsfeiertage ein. Auch für Glühwein und Gebäck war an der einen oder anderen Station gesorgt, mehr zur Stärkung als zum Aufwärmen.

Denn das bei „Leise rieselt der Schnee“ die Schneeflocken fallen blieb auch dieses Jahr nur ein unerfüllter Weihnachtswunsch.

Einen Vorteil hatte das allerdings: Die Instrumente waren nicht ganz so eisig und man konnte auf Handschuhe beim Spielen verzichten. Bild: fg

26.12.2014


Um den Verein verdient gemacht!

Ehrungen bei der Palatia Böhl

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Im Rahmen eines Seniorennachmittags ehrt der Fußballverein, FC Palatia Böhl, alljährlich verdiente Mitglieder. Der 1. Vorsitzende, Mario Joder, zeigte sich erfreut über die große Resonanz die die Einladung zum Seniorennachmittag gefunden hatte. In der Vereinsgaststätte in der Lindenstraße war nahezu jeder  Platz besetzt.

Mario Joder lies noch einmal das Jahr 2014 in einem Rückblick vorüber ziehen. „Es war ein turbulentes Jahr in dem es aber dann doch gelungen ist eine neue, schlagkräftige und engagierte Vorstandschaft zu bilden“ betonte Mario Joder. „ wir sind auf einem guten Weg nach oben, das neue Konzept beginnt jetzt schon Wirkung zu zeigen“ blickte der 1. Vorsitzende optimistisch in die Zukunft. Neben den erfreulichen  Aktivitäten der Erwachsenenmannschaften betonte Joder besonders die vielversprechende Jugendarbeit im Verein. Dank des großen Engagement der Betreuer und Trainer sind über 100 Kinder und Jugendliche in den einzelnen Sportgruppen.

Die Aktivitäten am Weihnachtsmarkt in Böhl, an der Fastnacht und Kerwe im Ortsteil werden fortgeführt. Die Theatergruppe verdient nach Joders Worten ein besonderes Lob und Anerkennung. Der „Lottogewinn“ war nicht nur wieder ein großer Erfolg, es wurden in diesem Jahr die meisten Zuschauer seit 2008 gezählt. Das im Rahmen des Kultursommers Böhl-Iggelheim auf dem Dorfplatz in Iggelheim gegeben Stück „E- Mail für dich“ war die erste Freiluftveranstaltung der Theatergruppe und ein voller Erfolg.

Mario Joder bedauerte, dass der in Böhl-Iggelheim neu gegründete Frauenfußballclub, trotz Angebot seitens der Palatia und auch auf Hinweis von Landrat und Bürgermeister, keinen Kontakt gesucht hat. Mario Joder erneuerte das Angebot zu einem Gespräch, zu dem die Vorstandschaft ja schon mehrmals eingeladen hatte. Aber die Initiative müsse der Frauenfußballverein schon ergreifen, erläuterte Joder.

Mario Joder dankte Allen, die sich immer wieder für die Palatia in vielfältigster Weise einbringen. So zollte er der Rentnerband ein großes Lob. Ein besonderer Dank galt den Damen, die zu dieser Feier besonders eingeladen waren. „Sie sind die guten Geister der Palatia und tragen nicht unwesentlich zu einem harmonischen Vereinsleben bei“ betonte Joder unter dem Applaus der Herren.

Auch gab es ein Anzahl verdienter Ehrungen vor zu nehmen. Mario Joder, assistiert von Michael Knebel nahm die Auszeichnungen vor. Heinz Gräber hatte über jeden Geehrten eine kleine Laudatio vorbereitet.

Die Geehrten  für 25 Jahre Mitgliedschaft, Timo Hammer,  40 Jahre hielten dem Verein die Treue: Dirk Dalder, Bernd Hoffmann, Frank Feldmann, Georg Dietz. Gar 60 Jahre bei der Palatia sind:  Dieter Heupel, Karl Friedrich, Peter Schmitt, Robert Brendel. Bild: fg

25.12.2014


Dem Chorgesang die Treue gehalten

Chor-Weihnachtsfeier der Sängervereinigung

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- In einer stimmungsvollen Feier stimmten sich die  Mitglieder der Sängervereinigung Iggelheim auf das bevorstehende Weihnachtsfest ein. Das festlich dekorierte Sängerheim bot hierfür auch den angemessenen Rahmen. Herbert Bohrer, der 1. Vorsitzende, freute sich in seinen Begrüßungsworten über ein vollbesetztes Sängerheim. 

Die Weihnachtsfeier diente auch dem Zweck, verdiente Mitglieder sowohl vom Verein, als auch vom Kreischorverband Speyer und dem Chorverband der Pfalz zu Ehren. Der Vorsitzenden des Kreischorverbands Speyer,  Erich Armbrüster, assistiert von Herbert Bohrer und Gerhard Saur nahm die Ehrungen vor. „Ihr habt in den vergangenen Jahren wertvolle Kulturarbeit geleistet und den Verein leben lassen, indem ihr eure Freizeit eingesetzt habt, das ist beispielhaftes Wirken für das Gemeinwohl“ betonte Erich Armbrüster  „Aber auch die passiven Mitglieder sind für ein funktionierendes Vereinsleben von großer Wichtigkeit“ unterstrich Armbrüster die Bedeutung fördernder Mitglieder.

Die Sängervereinigung Iggelheim ehrte und ernannte für 35 Jahre Treue, zu Ehrenmitgliedern:

Jakob Fiechter, Peter Kienle, Günter Ulmer, Friedrich Weiland, Herbert Durst, Wernfried Reppin, Heinz Meyer,  Franz Fünffinger,  Rudolf Schüle, Gerhard Lützel, Heinz Himmighöfer, Hans-Hermann Merkel

Herbert Bohrer bekleidet über 10 Jahre das Amt des 1. Vorsitzenden. Dafür wurde Herbert Bohrer mit der entsprechenden Urkunde des   Kreischorverbandes Speyer geehrt. Der Kreischorverband zeichnete Gerhard Saur für seine Tätigkeit als Kreisrechner aus. Ein Amt, das Gerhard Saur seit 20 Jahren ausübt.

Vom Chorverband der Pfalz erhielt Rudolf Reiser die Goldene Ehrennadel für 40 Jahre als aktiver Sänger.

Der Deutschen Chorverband verlieh Edgar Häußler die Goldene Ehrennadel für 50 Aktive Sängerjahre.

Herbert Bohrer überreichte Weihnachtspräsente an die Funktionsträger des Vereins,  an die Chorleiter, die Notenwarte, den Küchenchef Klaus Schlieger und den Polier der „Rentnerband“ Willi Ulmer.  

Die Chöre der Sängervereinigung umrahmten die stimmungsvolle Feier musikalisch. Der Männerchor brachte unter der Leitung von Werner Funk die einfühlsamen Chorsätzen “Hymne an die Nacht“ von Ludwig van Beethoven und „Weihnachtsglocken“ von Hermann Sonnet zum Vortrag.

Der Modern-Chor „Sandy lane“ unter Jessica Simon begeisterte mit „It's beginning to look like Christmas“ von Meredith Willson und dem „Hallelujah“ von Leonard Cohen.

Der Frauenchor unter der Leitung von Werner Funk brachte  „Wenn ich ein Glöcklein wär“ von Peter Brettner und „Süßer die Glocken nie klingen“ nach einem eigenen Chorsatz zu Gehör.

Zum Dank für die im abgelaufenen Jahr vorbildlich geleistete Chorarbeit konnten sich  alle Gäste an einem von den Sängerfrauen vorbereiteten reichhaltigen Salatbuffet stärken, das am Ende der Tafel vom Küchenchef Klaus Schlieger mit einem saftigen Rollbraten garniert wurde.

Zum Abschluss dieses festlichen Abends wünschte Herbert Bohrer eine besinnliche Adventszeit, frohe Weihnachtstage und alles erdenklich Gute im Neuen Jahr. Bild: kb              

17.12.2014


Blutspende ist tätige Nächstenliebe

Ehrungsabend beim DRK Ortsverband Böhl-Iggelheim

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Beim Ortsverband Böhl-Iggelheim des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ist es seit Jahren guter Brauch langjährige Blutspenderinnen und Blutspender in einer kleinen Feierstunde, meist in der Vorweihnachtszeit, zu ehren. 2 Damen und  6 Herren, von 24 zu Ehrende, konnte der Ortsverbandsvorsitzende, Reinhard Roos, im Vereinsheim des DRK Böhl-Iggelheim, Am Schwarzweiher14a, willkommen heißen.

Als einen stillen Akt der Solidarität bezeichnete Reinhard Roos die Bereitschaft der Spenderinnen und Spender ihr Blut regelmäßig unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. „Sie haben sich nicht von schlechtem Wetter abhalten lassen, nicht von den Wartezeiten, nicht von dem unguten Gefühl der Blutentnahme. Sie haben mit ihrer Bereitschaft zur Blutspende in vielen Fällen die Möglichkeit geschaffen, dass kranken, oder durch Unfälle verletzte Menschen schnell geholfen werden konnte, ja sogar viele Leben gerettet werden konnte“ betonte Reinhard Roos. „Die Aufgabe des Gesunden helfend einzuspringen und das Los des Erkrankten zu lindern erfüllen sie mit ihrer Bereitschaft zur Blutspende in herausragender Weise“ fügte Reinhard Roos mit Nachdruck hinzu.Seit der Gründung des Roten Kreuzes durch den Schweizer Henri Dunant, der im Jahre 1901 dafür den Friedensnobelpreis bekam, darf jeder in der erfreulichen Gewissheit leben, dass es eine Organisation gibt, die ohne Ansehen der Hautfarbe, der Religionszugehörigkeit oder der Rasse jedem hilft, der ihrer Hilfe bedarf. Diese Organisation ist international und genießt durch die Genfer Abkommen völkerrechtlichen Schutz. Es zählt zu den Aufgaben des DRK überall dort Hilfe zu leisten, wo dies erforderlich ist. Deswegen engagieren sich meine Kolleginnen und Kollegen ehrenamtlich beim DRK und freuen sich über ihre Unterstützung und Bereitschaft Blut zu spenden.

„Wir möchten den heutigen Anlass nutzen, in der Öffentlichkeit Ihr vorbildliches Verhalten bekannt zu machen. Meine Kolleginnen und Kollegen des DRK Böhl-Iggelheim und ich möchten uns bei Ihnen ganz herzlich für ihr großartiges Engagement bedanken“ schoss Reinhard Roos seine Begrüßungsworte.

Assistiert von Andreas Feinauer nahm dann Reinhard Roos die Ehrungen vor.

Jaqueline Hauck, wohnhaft in Haßloch, hatte 10 Mal Blut gespendet. Petra Külbs und Erhard Brendel aus Böhl-Iggelheim erhielten für 25- maliges Blutspenden Ehrennadel und Urkunde.

Klaus Becker, Hartmut Von Ehr beide aus Böhl-Iggelheim und Peter Gräf aus Waldsee konnten sich über Nadel, Urkunde und Präsent für 50 Spenden freuen.

Thomas Decker und Hans Koob beide aus Böhl-Iggelheim hatten schon 75 Mal ihr Blut gespendet.

Vom Blutspendedienst wurden Ehrennadel und Urkunde überreicht. Der Ortsverband drückte seine Wertschätzung zusätzlich mit Weinpräsenten und Obstkörben aus.

Den Spenderinnen und Spendern, welche nicht am Ehrungsabend teilnehmen konnten, werden Nadel, Urkunde Präsente vom Vorsitzenden, Reinhard Roos überbracht.

Es sind dies : Patrick Althaus, Christine Hauck, Christiane Merkel, Andrea Ostermayer-Pölsterl , Marion Ostermayer, Norbert Schäfer, Harald Thiel, Nicole Weber ,  alle aus Böhl-Iggelheim so wie Silvia Gilpert-Löffler aus Dudenhofen, Anja Hell  aus Haßloch, Brigitte Kurpiers aus Neustadt und Christian Magin, Annette Wolf und Karl-Ernst Zimmermann aus Rödersheim-Gronau mit jeweils 10 Spenden. Doris  Besel-Weinerth und Dieter Reiß beide aus Böhl-Iggelheim mit jeweils 25 Spenden.

Nach den Worten des Ortsvorsitzenden zeigt die Tatsache, dass Spender nicht nur aus Böhl-Iggelheim, sonder aus umliegenden Orten zum Blutspenden nach Böhl-Iggelheim kommen, den guten Ruf den der Böhl-Iggelheimer DRK-0Ortsverband genießt. „Vielleicht kommen auch einige wegen des guten Essens, vom Seniorenzentrum zubereitet, das bei den Terminen in Böhl-Iggelheim gereicht wird“ fügte Roos schmunzelnd hinzu. Er wünschte allen DRK- Mitgliedern eine besinnliche Adventszeit und ein gesegnetes Weihnachtsfest

Die Termine für das Jahr 2015 zur Blutspende, immer in der Peter-Gärtner-Realschule plus, sind der 10. Februar, der 12. Mai, der 4. August, der 6. Oktober und der 22 Dezember. Bild: fg

13.12.2014


„Jeder spricht mit Respekt von ihnen“

Verleihung der Landesehrennadel am Marliese Schwarz“

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- „Ich freue mich mit ihnen – sie sind ein Stolz für unsere Gemeinde“. Mit diesen Worten begrüßte Bürgermeister Peter Christ (CDU), Maria Elisabeth Schwarz, die alle  Welt nur Marliese,  nennt, so wie zahlreiche Familienangehörige von Marliese Schwarz im Trausaal der Gemeindeverwaltung. „ Als der Wunsch an mich herangetragen wurde, sie zur Verleihung der Landesehrennadel vorzuschlagen, habe ich diesen Wunsch spontan und gerne befürwortet und sofort weitergeleitet“ betonte Peter Christ. Und dem Wunsche wurde erfreulicherweise in kurze Zeit entsprochen, freute sich der Ortschef.

Der Kreisbeigeordnete, Konrad Heller (CDU) nahm dann die Ehrung vor. Konrad Heller betonte in seiner Laudatio die vielfältigen Engagement in denen sich  Marliese Schwarz in Kirche und Gesellschaft einbringt. Seit 1995 Mitglied im Pfarrgemeinderat widmet sich Marliese Schwarz dort schwerpunktmäßig der Caritasarbeit, ist hier Vorsitzende dieses Ausschusses und arbeitet darüber hinaus aktiv im ökumenischen Krankenbesuchsdienst mit. „Caritas heist Güte und diese verbreiten sie bei ihrer Arbeit in hohem Maße“ betonte Konrad Heller.

Gemeinsam mit der KfD-Frauen organisiert Marliese Schwarz an den Kerwemontagen in Hof ihres Anwesens, seit Jahren den, wegen seines Kuchens sehr beliebten, Kerwetreff. Der Erlös wird immer für wohltätige Zwecke verwendet.

Ein weiterer Schwerpunkt der ehrenamtlichen Tätigkeit liegt beim Verein „Shitkowitschi – Leben nach Tschernobyl“. Dieser Verein ermöglicht seit über zwei Jahrzehnten weißrussischen Kindern einen mehrwöchentlichen Erholungsaufenthalt in der Pfalz. Viele Jahre war Marlies Schwarz in verantwortlichen Vorstandspositionen tätig und ist immer noch eine Stütze des Vereins, deren Rat und Tat gefragt und geschätzt wird. Sie organisiert Studienreisen und ist immer eine sach- und fachkundige Reiseleiterin, auch dank der exzellenten Russischkenntnisse, die sich Marlies Schwarz fast als Autodidakt angeeignet hat.

„Jeder den ich gefragt habe, in Böhl-Iggelheim und darüber hinaus, spricht mit Respekt von ihnen“ betonte Konrad Heller ausdrücklich. „Sie verkörpern Bürgersinn und ehrenamtliches Engagement ohne den ein funktionierendes Gemeinwesen nicht denkbar ist. Ich bin stolz ihnen diese Auszeichnung überreichen zu dürfen“ unterstrich Heller seine Worte. „Ich danke ihnen im Namen aller Bürger des Rhein-Pfalz-Kreises“ Bild: fg

11.12.2014


„Weihnachten im Hof“ bei der Sängervereinigung

Lichterglanz und Glühweinduft

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Nach wochenlangen Vorbereitungen luden die Sängerinnen und Sänger der Sängervereinigung Iggelheim in ihre überdachte Anlage am Sängerheim in der Sandgasse 3 zur Vorweihnachtszeit ein. In akribischer Kleinarbeit hatten sie ihre Anlage unter dem Motto „Weihnachten im Hof“, in ein anheimelndes Wintermärchen verwandelt. Vor neun Jahren hatte Willi Ulmer, der Ehrenvorsitzende der Sängervereinigung, die Idee zu diesem vorweihnachtlichen Fest und bisher gab es fast in jedem Jahr eine Steigerung der Dekoration und des Programms. Mit Begeisterung ist die „Rentnerband“ um Willi Ulmer dabei, ein Wintermärchen zu zaubern, das so in der nähern und auch weiteren Region Seinesgleichen sucht. Und nicht nur Böhl-Iggelheimer besuchen die Sängervereinigung. Bei vielen „Weihnachtsmarktgehern“ aus der näheren und mittlerweile auch weiteren Umgebung, ist „Weihnachten in Hof“ am 2. und 3. Adventswochenende fest terminiert und schon ein „Muss“.

Und es gelang den Sängerinnen und Sängern auch in diesem Jahr wieder  eine grandiose stimmungsvolle  vorweihnachtliche Atmosphäre zu zaubern.

Die mächtige, mit großen roten Kugeln und Lichterketten geschmückte, Tanne steht wie jedes Jahr vor dem Eingang zum Hof. Dort empfängt die zahlreichen Gäste eine winterliche Märchenlandschaft. Die voll verkleideten Wände zieren Dekorationen von alten Iggelheimer Fachwerkhäusern. Das alte Rathaus, die alte Schule, die heute einen Teil des Heimatmuseums beherbergt, oder das „Gasthaus zum Bären“ sind zu sehen. Tausende von Lichtern funkeln an unzähligen Tannenbäumen. Die Wände und die Tragekonstruktion des Daches sind komplett mit Tannenzweigen verkleidet und mit Lichterketten illuminiert. Duft von Glühwein, Waffel und Tannen durchzieht den Raum und lädt an den Stehtischen zum Verweilen, Reden und zum Staunen ein.

Der Glühwein schmeckte hervorragend und auch sonst war für das leibliche Wohl mit Waffeln, Wurst und Flammkuchen bestens gesorgt. Niemand musste also hungern und dürsten. Und besonders die volkstümlichen Preise wurden anerkennend wahrgenommen.

Auf der Bühne, mit Kirche, Sternenhimmel und liebevoll geschmückten Tannenbäumen, auf  welcher der „vorweihnachtliche Zauber“ aufgetischt wird,  bietet die Sängerfamilie ein reichhaltiges Programm

 Männerchor, Frauenchor, und als gemeinsamer Klangkörper, jeweils unter der Leitung von Werner  Funk, begeisterten die zahlreichen Besucher aus Böhl-Iggelheim und den umliegenden Orten am Samstag. Den musikalischen Part am Sonntag übernahmen die Jugend der Sängervereinigung  so wie der Modern Chor Sandy Lane unter der Leitung von Jessica Simon.

Jedes Jahr wird der Weihnachtszauber um eine andere Ausstellung im Sängerheim bereichert. Waren 2011 ein Weihnachtszimmer aus den 1950er-Jahren und 2012 die große Krippenlandschaft der Katholischen Pfarrgemeinde Iggelheim, St. Simon und Judas Thaddäus zu bestaunen, buken dieses Jahr in der Weihnachtbäckerei lebensgroße Engel Gebäck und Lebkuchen.

In ihr Weihnachtwunderland lädt die Sängervereinigung noch am nächsten Wochenende ein. Dann wird, die  aus der Sängervereinigung hervorgegangene Band„Rassler & Friends“ mit ihrem „Christmas Rock“ begeistern und „Marco“ wird an seiner Orgel zum Gelingen der Veranstaltung beitragen. Bild: fg

08.12.2014


Orden – Ehrennadeln – Urkunden!

Ehrenabend bei den „Igg´lemer Bessem“

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Seit vier Jahren gehört der Ehrenabend der  Karnevalsabteilung im TSV Iggelheim, die „Igg´lemer Bessem“ zu einem der Höhepunkte in der jeweiligen Kampagne. Die Bessem hatten in ihre Narhalla, die TSV Halle an der Jahnstraße eingeladen. “Dass wir diesen Abend so gestalten  hat sich bewährt “ erklärte Präsident, Kurt Hauck, in seinen einleitenden Worten. „Wir können uns heute Abend auch in Ruhe austauschen, plaudern und uns so in der „Bessem-Familie immer besser kennenlernen“ hob Hauck hervor. Als sehr positiv wertete der Präsident die große Resonanz, die die Einladung zum Ehrenabend gefunden hatte. Die TSV Halle war fast bis auf den letzten Platz gefüllt.  

„Wir haben heute Abend eine Menge Orden zu vergeben und Ehrungen für lange Mitarbeit bei den Bessem zu verteilen, das würde nach unserer Auffassung den Rahmen einer Prunksitzung bei weitem sprengen“ erklärte Christina Schön-Konstantinidis, die neben Sven Jandura das Amt des Sitzungspräsident bekleidet. „Und wir gewinnen Zeit, können jetzt 3 Auftritte mehr in die Sitzungen einbauen“ erklärte Kurt Hauck..

Stilvoll eröffnete Prinzessin Lena I., die von Kurt Hauck,  Christina Schön-Konstantinidis so wie den Elferräten zur Bühne geleitet wurde, den Abend. Die Moderation von  Christina Schön-Konstantinidis und Kurt Hauck war in vielen Passagen „büttenreif“, löste immer spontanen Applaus bei den Besuchern aus.

Die einzelnen Ehrungen und Ordensverleihungen an die Mitglieder der Garden, an die Aktiven oder die vielen Helfer vor und hinter der Bühne wurden immer wieder aufgelockert durch die famosen Auftritte der Tanzmariechen, Emily Speckmann-Daub und Emily Keller,sowie den Tanzgarden der Bessem.

Die Minis zeigten ihren neuen Tanz, mit ganz tollen Stewardesskostümen und entführten die Zuschauer im Namen der “Bessem Air” in ferne Länder und ferne Kontinente.

Die Schautanztruppe bot einen besonderen tänzerischen Leckerbissen und schwebte auf Wolke 7. Auch hier kam beim närrischen Publikum der Wunsch nach einer gern gewährten Zugabe auf. Und natürlich wirbelten die „Rehbachnixen“ gekonnt temperamentvoll über die närrische Rostra.

„Der Abend war gelungen, das Konzept, wenn auch wie alles im Leben noch verbessert werden kann, hat sich auch heute Abend wieder bewährt. Wir werden den Ehrenabend weiterhin als festen Bestandteil unseres Jahresprogrammes aufnehmen“ betonten Präsident Kurt Hauck und Christina Schön-Konstantinidis unisono.

Die Geehrten im Einzelnen:

Mini-Bessem: Brendel Jana – Bronz,  Fuchs Emilia - Bronze

Midi-Bessem: Schied Annika - Bronze

Rehbachnixen: Kleeberger Sarah – Bronze, Bendusch Vanessa – Silber, Benek Jacquelin – Silber, Bethäuser Nina – Gold, Hook Lea – Gold, Straub Lea - Gold

Jugendschautanz: Böttcher Stephanie – Bronze, Frugah Lisa – Bronze, Frugah Kim – Bronze, Kuhn Madeleine – Bronze, Lehmann Bianca - Silber

Herrenballett: Mämecke Claus – Bronze, Linder Matthias – Silber, Konstantinidis Nektarakis Gold  

Aktive und unermüdliche Helfer: Hauck Helga – Silber, Jandura Henri – Silber, Limbarth Jutta - Silber, Hammer Kerstin – Silber

Bild; dt

04.12.2014


„Wir helfen mit“

Kinderklimaschutzkonferenz in der Jakob-Heinrich-Lützel Grundschule

Böhl-Iggelheim- Das Klima schützen, den Klimawandel stoppen und gleichzeitig Energiekosten in der Schule und im Haushalt einsparen – dies lernten die Grundschüler Jakob-Heinrich-Lützel-Grundschule am 25. November 2014. Im Rahmen der 1. Kinderklimaschutzkonferenz fand ein Projekttag mit SchülerInnen der dritten Klassenstufe statt. Geleitet wurde die Konferenz von Mitarbeitern des Instituts für angewandtes Stoffstrommanagement (Ifas) Birkenfeld. Ziel der Veranstaltung war es, die Kinder mithilfe der fiktiven Figur „Kuno der Eisbär“ für das Thema Klimawandel zu sensibilisieren und eine Bewusstseinsbildung sowie Verhaltensänderung (z.B. Energieeffizienz im Haushalt) herbei-zuführen.

Vom Nordpol aus gingen die 31 Schüler zusammen mit „Kuno“ auf eine Reise, um Ursachen und Wirkung des Klimawandels zu erforschen und ihr eigenes Potenzial als Klimaschützer zu entdecken. Ein erster Schwerpunkt lag darin, den Kindern den Unterschied zwischen dem natürlichen und dem anthropogenen Treibhauseffekt zu vermitteln. Mit Hilfe von kleinen Experimenten, z. B. Temperatur- und CO2-Messungen, konnten sich die Kinder aktiv beteiligen und zeigten hierbei großes Interesse.

Um auch die globalen Auswirkungen des Klimawandels zu verdeutlichen, ging die Reise mit „Kuno dem Eisbären“ unter der „Reiseleitung“ von Herrn Meisberger nun vom Nordpol über Europa bis nach Afrika. Die Schüler wurden dann in kleine Arbeitsgruppen eingeteilt, in denen jede Gruppe mithilfe von Arbeitsblättern die Folgen des Klimawandels in einem bestimmten Land erarbeiteten und diese gruppenweise vor der restlichen Klasse vorstellten. Auf jedem Kontinent wurden unterschiedliche Folgen des Klimawandels entdeckt, wodurch das gesamte Ausmaß des Klimawandels deutlich wurde. In der anschließenden „Ursachenforschung“ wurde, gemeinsam mit den Schülern, der Mensch aufgrund der Nutzung fossiler Energieträger als Hauptverursacher des Klimawandels identifiziert. Es wurde neben der Entstehung fossiler Brennstoffe vor allem deren „endliche Verfügbarkeit“ behandelt und als Alternative die Nutzung Erneuerbarer Energien thematisiert. Dabei diente auch hier eine experimentelle Phase der aktiven Einbindung der Kinder.

Als besonderes Highlight wurden mit dem Solarkocher auf dem Schulhof Würstchen gekocht. Hier konnte bei geringer Sonneneinstrahlung und kühlen Außentemperaturen eine Temperatur von über 70 Grad Celsius am Brennpunkt des Solarkochers erzielt werden, was anfangs für Erstaunen bei den kleinen „Klimaschützern“ sorgte. Jedoch waren die Kinder innerhalb kürzester Zeit in der Lage, die vermittelten theoretischen Inhalte bzgl. der Nutzung der Sonnenenergie auch auf diese praktische Anwendung übertragen zu können (Umwandlung der Sonnenstrahlen in Wärme, Brennpunktprinzip etc.). Somit konnte hier ein tiefgreifender Lerneffekt erzielt werden.

Gut gestärkt durften die Schüler dann mithilfe eines Strom-Messgerätes den Stromverbrauch verschiedener Geräte wie einer Musikanlage, einer Energiesparlampe/Glühbirne oder einem Haartrockner messen und miteinander vergleichen. Die Kinder waren überrascht über die gewonnenen Ergebnisse (Musikanlage 10 Watt, Energiesparlampe 11 Watt, Glühbirne 60 Watt und Haartrockner 1.200 Watt).

Umso motivierter wurden dann von ihnen Einsparpotenziale erarbeitet, die jeder Einzelne im Haushalt umsetzen kann. Durch die aktive Einbindung der Schüler, die sowohl Fragen als auch Wissensbeiträge zu dem Thema hatten, flankiert von einem Klima-Quiz und zahlreichen Experimenten, die zusammen mit den Kindern durchgeführt wurden, konnte das Gelernte immer wieder gezielt verinnerlicht werden. Zum Abschluss der Veranstaltung wurde jedes Kind mit einer Urkunde zum Klimaschützer ernannt und erhielt einen kleinen Preis. Text und Bild: me

02.12.2014


Die Peter-Gärtner-Realschule plus Böhl-Iggelheim feiert ihren traditionellen Adventsbasar

“Im Advent leuchten Kerzen“ gesungen von Cedrik Fromm und Tim Simon und begleitet von Schülerinnen der Klassen 6a und 6bBöhl-Iggelheim- Die Weihnachtszeit steht vor der Tür und die Böhl-Iggelheimer wüssten wohl kaum ihre Lieben zu beschenken ohne die immer wieder neuen Ideen der Peter-Gärtner-Realschule plus (PGRS+) und ihrem Adventsbasar.

So war es nicht verwunderlich, dass auch in diesem Jahr wieder viele Besucher zu den liebevoll gestalteten Ständen der einzelnen Klassen strömten. Diese hatten in den letzten Wochen gesägt, gehämmert und gebastelt, gekocht und gebacken, um ihren Gästen ein abwechslungsreiches Angebot an Leckereien und Handgemachtem bieten zu können. Endlich konnten sie nun Eltern, Großeltern und Freunde begrüßen, um Präsente an die Frau und nebenbei ein wenig Bares in die Klassenkassen zu bringen. Im überaus reichhaltigen Angebot befanden sich Adventskränze, Öle, Windlichter, Kerzen und natürlich Weihnachtsgebäck, aber auch Marmeladen und Holzspielzeug.

Die 5b bietet außergewöhnliche Ohrringe an: gestaltet aus Kaffeeautomaten-KapselnBestens unterhalten wurden die Gäste auch abseits der Stände durch eine Feuerjonglage und ein Bühnenprogramm, das von den Schülerinnen und Schülern der PGRS+ bestritten wurde. Sie gestalteten eine unterhaltsame Revue, bei der gesungen, rezitiert und musiziert wurde. Mit Veit Gutermann und Alessio Mauramati führten die beiden Schülersprecher durch den Abend. Dieser wurde eröffnet mit dem Lied „Heute kommt der Weihnachtsmann“ begleitet durch Querflöte und Cajon und endete mit einem Auftritt der Schulband. Lediglich zur Scheckübergabe durch Schulleiterin Elisabeth Kasprowiak an die Hungermarsch-Veranstalter um Reinhold Saur übernahmen die Erwachsenen kurz die Bühne.

Dann sorgte Mia Berg, Schülerin der 10b, am Klavier mit „Una Mattina“ wieder für vorweihnachtliche Stimmung und die Klasse 7b präsentierte voller Witz und Spielfreude ihre Version von Goethes Zauberlehrling. Die Rolle des jungen Lehrlings, der sich so gar nicht an die Regeln des alten Hexenmeisters halten mag, schien ihnen dabei wie auf den Leib geschrieben. Ohne die sehr engagierte Unterstützung des Fördervereins und des Schulelternbeirates allerdings, wäre eine Veranstaltung dieser Größe für die Klassen und ihre Lehrerinnen und Lehrer nur schwer zu stemmen.

Wie üblich gehen auch 2014 wieder 10% der Einnahmen als Spende an den Verein "Hilfe für Sri Lanka West e.V." aus Neustadt. Text und Foto: Markus Jung

01.12.2014


Ordensregen über Fastnachter!

Ordensverleihung des Bund Deutscher Karneval

Von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim / Region- Die TSV- Halle in Böhl-Iggelheim, die „Gute Stube“ des Karnevalverein „Igg´lemer Bessem“ platzte aus allen Nähten als der Vorsitzende des Bezirkes Vorderpfalz des Bundes Deutscher Karneval (BDK), Andreas Müss, die anwesenden Prinzessinnen, Hoheiten, Komiteeter, Elferräte und all die anderen Funktionsträger in den einzelnen Karnevalsvereinen begrüßte.  Andreas Müss ist der Nachfolger von Hans Müller, einem fastnachtlichen Urgestein der Bessem, der verstorben ist.

Kurt Hauck, der Präsident der „Igg´lemer Bessem“, gab seiner großen Freude Ausdruck, dass sein Verein, schon zum wiederholtem Mal, diese Ordensverleihung ausrichten durfte. Kurt Hauck wertete dies als Anerkennung der guten Arbeit die bezüglich des fastnachtlichen Brauchtums bei dem Bessem, gerade auch was die Jugendarbeit betrifft, betrieben wird. Dies unterstrich auch Bürgermeister Peter Christ (CDU) in seinen Grußworten. Christ betonte stolz darauf zu sein, dass in Böhl-Iggelheim zwei, weit über die Grenzen, auch der Pfalz, bekannte Karnevalsvereine beheimatet sind – die Igg´lemer Bessem“ und die „Böhler Hängsching“.

Der Bezirk Vorderpfalz hatte 32 zu Ehrende aus 17 Vereinen nach Böhl-Iggelheim eingeladen. Alle diese Damen und Herren waren mit einer stattlichen Abordnung ihrer Vereine, viele mit ihrer Prinzessin, gekommen. So bot sich dann zum Schluss auch ein farbenfrohes Bild, als sich all  diese Lieblichkeiten gemeinsam auf der Bühne versammelten ums sich vom närrischen Volk zu verabschieden, aber auch bejubeln zu lassen.

Die ganze Veranstaltung war dann auch schon mit vielen karnevalistischen Höhepunkten garniert, die zwischen den einzelnen Ordensverleihungsrunden geboten wurden. So brachten die „Huddelschnuddler“, eine Guggenmusik der Extraklasse, aus Ludwigshafen-Friesenheim gleich zu Beginn den Saal zu kochen und stimmten die Gäste gekonnt, laut und rhythmisch auf den Abend ein. Die Jugend- und Juniorentanzgruppe der gastgebenden „Bessem“ begeisterte mit ihrer tänzerischen Umsetzung des Märchens „Der Zauberer von Oz“

Ein Augenschmaus der Auftritt von Kirsten Orth, dem Tanzmariechen vom TSV Landau. Die weibliche Garde der „Böhler Hängsching“ ist immer und überall ein gern gesehener Gast – ihre Darbietung – Gardetanz der Spitzenklasse.

Jürgen Baumert, Büttenass und Präsident von der „Mußbacher Ausles“war als Hausmeister bei der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien und berichtete allerlei skurrile Begebenheiten. Von den Problemen eines närrischen Elferrates wusste Jürgen Janßen vom KV Rheinschanze zu berichten.Die männliche Garde  der TSG Bellheim tanzte zu Ehren ihres Präsidenten, Gerald Bleimeier.

Und dann, wie immer wo die „Frühschoppler“ auftreten, der Höhepunkt des Abends. Diese Musik-und Gesangsgruppe vom gastgebenden Verein „Igg´lemer Bessem“ reißt Alle von den Sitzen und bringt jeden Saal zu kochen. Wenn sie als „Dorfkind“ mit dem „Heli – Helikopter“ ihren „Pfälzer Pass“, mit dem  überall hin kommt, besingen, wollen Alle Zugabe um Zugabe. Nicht umsonst wurde diese Truppe in der letztjährigen Kampagne von den Zuschauern des SWR 3 Fernsehens zum Superfastnachter gekürt.

Die musikalische Begleitung des Abends lag in den Händen von „Notenhexer“ Stefan Münch

Der BDK Verdienstorden in Silbe wurde verliehen an:

 Jochen Mülller ,CV Narhalla Herxheim,Werner Gerstle .KC Schnecketreiwer SilzYvonne Tilgner Karneval Club Rot Weiss Lachen-Speyerdorf, Wolfgang Michel,KG Offenbach” Die Froschköpp” Jürgen Baader, KV Munnemer Göckel, Andreas Schäffer,  KV Böhler Hängsching, Tamara Kuntz, Melanie Seelmann, Stefanie Histing, Fasnachtskomitee Lambrechter Gäsböck, Beate Kerth, KG Eule Ludwigshafen, Caroline Geitlinger, Jennifer  Karr, KG Die Wasserhinkle Altrip, Jutta Jäger, Nicole Vogel, Sandra Vogel, Roland Zeiß ,KG Hameckia Bad Bergzabern

Der BDK Verdienstorden in Gold wurde verliehen an:

Alois Edinger,  KG Offenbach Die Froschköpp, Werner Schuster, KV Munnemer Göckel Anne Goger,  Werner Deuschel, KG Eule Ludwigshafen, Raimund Hoffmann, KV Feurio Hettenleidelheim, Ethelbert Koch, Förderkreis Gießkann Herxheim, Dieter Schöpf , KG Die Wasserhinkle Altrip, Hauke Jahn,  Walter Scheller, Ursula Barth,  Tusnesia Neuhofen, Christiane Seelig,  KG Hameckia Bad Bergzabern, Gerald Bleimaier, KG Bellheim, Vereinigung Bad.-Pfälzischer Karneval

Der BDK Verdienstorden in Gold mit Brillant wurde verliehen an:

Felix Bus, KG Bellheim, Wolfgang Wiedemann   KG Hallodria Frankenthal

Bild:fg

27.11.2014


„Oberfeld“ wird von den Pfalzwerken erschlossen.

Unterzeichnung des städtebaulichen Vertrages

Von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Die Erschließung des neuen Wohnbaugebietes „Oberfeld“ wird von den Pfalzwerken erfolgen. Den städtebauliche Vertrag wurde von Bürgermeister Peter Christ (CDU) für die Gemeinde Böhl-Iggelheim und Prokurist Rainer Nauerz von den Pfalzwerken im Rathaus unterzeichnet.

„Wir sind überzeugt, dass die privatrechtliche Erschließung des Baugebietes die beste und vor allen Dingen, günstigste Variante ist“ betonte Bürgermeister Christ. Den Pfalzwerke als Erschließungsträger sind mehr Möglichkeiten gegeben, als die Gemeinde, die in ihrer Handlungsfähigkeit durch rechtliche Vorgaben eingeschränkter ist, ergänzte Peter Christ. Nach dem Vergaberecht ist die Gemeinde gebunden, den günstigsten Anbieter zu wählen.

Ein Erschließungsträger hat die Möglichkeit schneller und günstiger zu arbeiten, da er Gewerke einzeln ausschreiben kann und die Möglichkeit besitzt weiter mit den Firmen zu verhandeln, wie Dieter Schneider, Leiter der Baulanderschließung der Pfalzwerke, erklärt.

Die Planungshoheit bleibt weiter bei der Gemeinde und dem Gemeinderat, der berät und entscheidet, betont Peter Christ. Die Kosten werden in Gänze auf die Grundstückseigentümer umgelegt. Die Gemeinde spart dadurch Kosten die, bei öffentlich-rechtlicher Erschließung, mindesten bei10 Prozent der Erschließungskosten liegen würden.

Die Gemeinde hat im „Oberfeld“ keine eigenen Grundstücke. Nach der Erschließung werden auf den 6 ha großem Gelände ca. 82 Bauplätze zur Verfügung stehen. Die mittlere Grundstücksgröße zur Veräußerung wir etwa 450 Quadratmeter betragen.

Die Pfalzwerke werden nun  mit den Grundstückseigentümern Kostenerstattungsverträge abschließen, den Bebauungsplan und die Durchführung der Bodenordnung in Angriff nehmen. Parallel wir die Erschließungsplanung durchgeführt.Bis Mitte 2016 sollen Ausschreibung und Erschließungsplanung erfolgt sein und die Fertigstellung der Erschließung ist für 2017 geplant. Danach kann der private Hochbau beginnen.

Wir haben heute einen wichtigen Schritt getan um ein Baugebiet zu erschließen, dass Böhl-Iggelheim noch attraktiver machen wird“ betonte Bürgermeister Christ. Die Pfalzwerke sind ein kompetenter Partner, der in den vergangenen 20 Jahren 70 Erschließungen mit einem finanziellen Volumen von über 100 Millionen Euro erfolgreich betreute, wie Rainer Nauerz unterstrich. Und es gab nur gute Erfahrungen mit den Pfalzwerken, betonte Nauerz. Bild:fg

25.11.2014


Überwältigender Erfolg!

1. Spielzeugbasar des Fördervereins der Johannes-Fink-Grundschule e.V. Böhl

Böhl-Iggelheim- Zum ersten Mal veranstaltete der Förderverein der Johannes-Fink-Grundschule am 15.11.2014 in der Wahagnies-Halle  einen Spielzeugbasar.

Zum Verkauf angeboten wurden unter anderem Bücher, CDs, Puzzle und Brettspiele, Babyspielzeug und –zubehör, Fahrräder und andere Fahrzeuge, Puppen, Lego und Playmobil und noch vieles mehr.

Rund 60 Anbieter offerierten  ihre, zum Teil  wie neuwertig, gepflegte Ware zum Verkauf an.

Organisiert wurde der Basar von Tanja Butzmann, die ein Team aus „basarerfahrenen“ Helfern aus dem sehr rührigen Förderverein der Johannes-Fink-Grundschule um sich versammelt hatte. So wusste jeder, was von der Warenannahme, dem Sortieren und Präsentieren der Ware, über den Basarverkauf selbst und die Rücksortierung und Warenrückgabe zu tun war. „Ohne die vielen fleißigen Helferinnen und Helfer hätten wir so ein großes Projekt nicht stemmen können“ betonte Tanja Butzmann und verband damit ein dickes Lob an ihre Mannschaft.

 Sehr viel Lob spendeten zahlreiche Basarbesuchern. Viele Besucher nutzten die Möglichkeit, günstig Geschenke für Nikolaus und Weihnachten zu erwerben.“Wann macht ihr das wieder?“ war eine viel gestellte Frage. Text: tb, Bild: fg

21.11.2014


„Bessem Ahoi“. Rauschende Ballnacht bei den Iggelheimer Karnevalisten

Lena I. strahlender Stern am „Bessem-Himmel“

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim-  Sitzungspräsident Sven Jandura und Christina Schön, zusammen mit der scheidenden Prinzessin, Jessica III. und Präsident Kurt Hauch, mit seiner Gattin Ute, eröffneten, zusammen mit den „Blookitteln“, mit der obligatorischen Polonaise die Ballnacht der  Igg´lemer Bessem zu ihrer 58. Kampagne in ihrer festlich geschmückten Narhalla in der TSV-Halle in der Jahnstraße.

Strahlend ging mit Lena I. der neue Stern am karnevalistischen „Bessem-Himmel“ auf.

Unter den Klängen des Narhallamarsch wurde Lena I.   Vom Präsidenten der Bessem, Kurt Hauck, majestätisch  zur Bühne begleitet.  Sie komplettierte damit das farbenfrohe Bild, das sich den Besuchern auf der Bühne darbot.

Strahlend und doch auch ein wenig traurig, berichtete die scheidende  Prinzessin von den Glanzpunkten ihrer Regentschaft. Die vielen Auftritte bei befreundeten Vereinen, den Prunksitzungen, so wie Auftritte in Schulen, Kindergärten so wie schon traditionell im Seniorenzentrum, waren ihr besonders wichtig. „Ein unvergessliches Jahr, das ich in meinem ganzen Leben nicht vergessen werde“ betonte die scheidende Prinzessin. Viel Lob wurde ihr auch von Sitzungspräsident Sven Jandura und Präsident Kurt Hauck zu teil. „Du warst ein Glanzpunkt in unserer letztjährigen Kampagne, du hast die „Bessem“ charmant und würdig vertreten, hast die große Tradition unserer Prinzessinnen großartig fortgesetzt“ betonte Präsident Kurt Hauck in seinen Dankesworten.

Die scheidende Regentin wird nun wieder in die karnevalistisch bunte Welt der Garden  eintauchen

Der neuen Prinzessin sah man ihren Stolz, wenn auch noch ein wenig verhalten und die Freude an, mit der sie sich auf das neue Amt freute. In wohlgesetzten, in Reimform vorgetragenen, Worten versprach Lena I. eine gerechte Herrschaft ausüben zu wollen -  um den „Bessem“ zur Ehre zu gereichen.

Drei donnernde „Bessem Ahoi“ beendeten die Regentschaft von Jessica III. und eröffneten gleichzeitig die Kampagne unter Lena I.

Bürgermeister Peter Christ (CDUI), der 2. Beigeordneten Bernd Johann (FWG), der Landtagsabgeordneten Johannes Zehfuß (CDU), sowie Landrat Clemens Körner waren gekommen der neuen Bessem-Regentin zu gratulieren und einen guten Verlauf ihrer Amtszeit zu wünschen.

Danach war die Tanzfläche frei für die Besucherinnen und Besucher selbst das Tanzbein zu schwingen. Und zu den Klängen  von„Rassler & Frieds“ wurde auch reichlich davon Gebrauch gemacht. Dank der flotten Rhythmen, vor allem auch der moderaten Lautstärke wegen, war die Tanzfläche bis in  die frühen Morgenstunden immer gut gefüllt.

Auf Prunksitzungen und sonstige Veranstaltungen der Bessem stimmten die tänzerischen Vorführungen ein. Solistinnen   und Garden rissen die Besucher zu Beifallsstürmen und dem Wunsch nach Zugabe hin.

Der Ball der Prinzessin ist der Beginn, aber  auch einer der Höhepunkte  in jeder Kampagne. Auch in diesem Jahr präsentierten die „Igglemer Bessem“ wieder einen Prinzessinnenball der Extraklasse bei dem die Gäste erst weit nach Mitternacht zufrieden den Heimweg antraten.

Zu dem großen Erfolg trug natürlich auch die Musik der Kapelle „„Rassler & Frieds“ bei, die zu jedem Zeitpunkt den Geschmack des tanzfreudigen Publikums traf und auch immer wieder musikalische Sonderwünsche erfüllte.

Weiter Veranstaltungen der Bessem: Ehrungsabend am 22.11.2014, Ordensfest ist am 09.01.2015, die Prunksitzungen sind für den 31.01. / 07.02. und 14.02.2015 angesetzt.     Kinderfasching wir es am 15.02 und 17.02. 2015 geben. Bilder fg / dt

18.11.2014


„Ich geh mit meiner Laterne“

St. Martin hoch zu Ross. Christliches Brauchtum aus dem Mittelalter

Von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Wie in all den letzten Jahren wurde, unter großen Anteilnahme der Bevölkerung, in der katholischen Kirchengemeinde St. Simon und Judas Thaddäus in Iggelheim der Martinstag gefeiert. Ca. 150 Kinder, mit ihren teils selbstgebastelten Laternen, sowie deren  Eltern  und Großeltern, kamen in die katholische Pfarrkirche. Auch die Kleinsten waren, warm eingepackt, im  Kinderwagen mit dabei.

Nach einer kurzen Andacht, gehalten von Diakon Hartmut von Ehr und  Liedern über St. Martin, so wie die Laternen wurde das Martinsspiel aufgeführt. Der junge Soldat Martin soll in einer kalten Winternacht seinen Mantel mit einem Bettler, der vor den Stadtmauern saß, geteilt haben. Er wurde nach seinem Militärdienst Einsiedler und seine guten Taten waren überall bekannt. Deshalb wurde er von den Gläubigen zum Bischof gewählt. Weil er sich dieser Berufung entziehen wollte, versteckte sich Martin in einem Gänsestall. Hier verriet ihn das Geschnatter des Federviehs. Martin wurde also Bischof von Tours wo er am 11. November 397 starb. Daher rührt auch der Brauch am Martinstag eine Gans zu verspeisen. „Die Gänse haben Martin verraten, jetzt müssen sie im Kochtopf braten“ heißt ein alter überlieferter Spruch.

Wenn auch der Laternenumzug heute immer mehr, leider auch in vielen Kindertagesstätten, zum bloßen Laternenfest verkommt, so liegt der  Ursprung doch in der christlichen Tradition um die Geschichte mit St. Martin. Deshalb beginnt der Martinszug der Katholischen Kita St. Simon und Judas Thaddäus in Iggelheim mit der kleinen Andacht in der Kirche.

Angeführt von St. Martin  hoch zu Ross und der Kapelle des Musikvereins Iggelheim, zogen dann die Kinder mit ihren brennenden Laternen durch den Ort. Feuerwehr und Polizei sicherten den Zugweg. Familie Resch hatte, wie schon seit Jahren, ihr Pferd  zur Verfügung gestellt und Tochter Virginia ritt als St. Martin.

Von der Feuerwehr fachmännisch aufgeschichtet und in Brand gesetzt, loderten dieses Jahr wieder die Flammen des Martinsfeuers.  Jedes Kind erhielt zur Stärkung nach dem Umzug eine kostenlose Brezel. Auch eine alte Tradition

Dankenswerterweise hatten die Jugendlichen der beiden Pfarreien aus Böhl und aus Iggelheim von der „Jungen Kirche“ Glühwein, Kinderpunsch und Waffeln zubereitet. So wurde der St. Martinstag auch dieses Jahr, bei schönem Herbstwetter, wieder zu einem kleinen Pfarr- und Familienfest. Foto: fg

13.11.2014


Hund hetzt und stellt Ziege!

Böhl-Iggelheim- Regelmäßig gehe ich spazieren und genieße unsere schöne Landschaft und die Natur. Am Dienstag spazierte ich auf dem Wirtschaftsweg entlang des VfB Sportgeländes und der Tennisplätze in der Gemarkung Iggelheim. Auf dem Wiesengelände in Höhe der Tennisanlage befinden sich zwei eingefriedete Bereiche mit Schafen und Ziegen. Eine Ziege stand außerhalb des eingefriedeten Bereiches am Weg. Es kamen zwei Frauen entgegen, die ihre Hunde frei laufen ließen. Der eine Hund sah die Ziege außerhalb der Einfriedung und griff sie sofort an und verfolgte sie über das Wiesengelände bis er diese an den Hinterläufen zu packen bekam. Die Ziege konnte sich  befreien und gelangte dann wieder in den eingefriedeten Bereich.

Natürlich hat die Hundebesitzerin den Hund gerufen und auch eine Pfeife benutzt. Der Hund kam aber erst zurück als die Ziege wieder in dem Gehege war. Die Dame sagte noch, der Hund hat gemeint, dass dies ein Reh sei und hat deshalb so reagiert. Sie leinte den Hund an und ging weiter. Die andere Dame war weitergegangen, da sie sah, dass ich alles filmte, lies aber ihren Hund weiter frei laufen.

Ich mag Tiere, auch Hunde, sehr. Hunde fühlen sich auch wohl, wenn man sie an der langen Leine führt.

Die meisten Hunde, die einem außerhalb der geschlossenen Ortschaft begegnen sind leider nicht angeleint

Dass nach der Gefahrenabwehrverordnung der Gemeinde Böhl-Iggelheim die Hunde anzuleinen sind und Hunde die Vieh hetzen zu den gefährlichen Hunden zählen und nicht nur anzuleinen sondern auch einen Maulkorb tragen müssten ist wohl manchen nicht bewusst.

Daher die Bitte an alle Hundebesitzer, nehmen sie die Hunde an die kurze oder lange Leine und alle können entspannt die Natur und Landschaft genießen.

Übrigens in der Gemeinde bzw. der Region gibt es Vereine für Hundefreunde, die eine vorzügliche Arbeit leisten, Hunde ausbilden und den Besitzern vermitteln wie sie sich verhalten sollen beim Ausgang mit ihrem Liebling. Nutzen sie dieses Angebot.

Name des Verfassers dieses Textes ist der Redaktion bekannt.  

13.11.2014


Mit Schwung in die neue Kampagne - 3x „Bessem Ahoi“

Fastnachtseröffnung bei den Igg´lemer Bessem

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim- Traditionsgemäß feiern die Karnevalisten der „Igg´lemer Bessem“ den Beginn der 5. Jahreszeit am 11.11. um 19 Uhr 11 in ihren „Guten Stube“, der TSV Gaststätte in der Jahnstraße. „Die lange Durststrecke ist endlich vorbei und es beginnt jetzt wieder unsere Zeit“ meinte ein sichtlich vergnügter Sitzungspräsident, Sven Jandura. Und die Bessem stehen wieder am Beginn einer ereignisreichen Session. Vor 58 Jahren begann die Karnevalsabteilung im TSV als kleiner Knirps zu laufen und ist in den Jahren und Jahrzehnten zu einer wahrhaft imposanten Größe gewachsen, wie Jandura stolz ausführte.

 Und dass die Bessem sich auch in dieser Saison wieder besondere Überraschungen ausgedacht haben versteht sich nach den Worten von Präsident Kurt Hauck „ja von selbst“. Wird bei den Bessem die Fastnacht am Aschermittwoch „beerdigt“, wird sie am 11. 11. jedes Jahr zu neuem Leben erweckt. So konnte auch in diesem Jahr Prinzessin Jessica III. Das Zeichen ihrer Regentschaft, das goldene Zepter feierlich dem Insignienschrein entnehmen. Dies war das äußere Zeichen, dass die „schlimme, die fastnachtslose Zeit“ endlich vorbei ist, wie Präsident Kurt Hauck den vielen Elferräten, Gardemädchen, Kommitetern und allen anwesenden Fastnachtern aus der Seele sprach. 

Mit drei donnernden „Bessem Ahoi“ eröffneten Sven Jandura, Prinzessin Jessica III., so wie Kurt Hauck zusammen mit allen Gästen, Vereinsmitgliedern und Gästen die Kampagne 2015 / 2015.

Kurt Hauck wies noch auf die wichtigen Termine hin.15.11.2014 Ball der Prinzessin um  20:11 Uhr  am   22.11.2014 Ehrungsabend, am 09.01.2015, Ordensfest, am 10.01.2014, Gardeball,

Die 3 Prunksitzungen finden statt, am 31.01., 07. und 14. 02. 2015, jeweils um 19:33 in der TSV Halle. Der Kinderfasching findet am 15 u. 17.02. 2015 statt. Am 16.02.2015 steigt die große Rosenmontagsparty. Bild fg 

12.11.2014


11:11 Uhr. 11 Böllerschüsse, 3 Donnernde „Hängsching“ Ahoi

Die Kampagne 2014 / 2015  ist eröffnet

von Franz Gabath

Böhl-Iggelheim-  Mit elf krachenden Schüssen aus der Kanone der „Böhler Bürgerwehr“ wurde im Ortsteil Böhl am „Hängsching Brunnen“ auf dem Dorfmittelpunkt die fünfte Jahreszeit eröffnet. Nach den  Begrüßungsworten des 1. Vorsitzenden der Hängsching, Clemens Kreitner, von Prinzessin, Julia I .und den  Eröffnungsböllern hieß es dann „Kappe uff“ und die Kampagne  2014 / 2015 der Böhler Hängsching war eröffnet.

Clemens Kreitner konnte neben dem Elferräten, Senatoren und Kommitetern,  eine stattliche Anzahl Bürgerinnen und Bürger auf dem Dorfplatz in Böhl begrüßen. Sein Besonderer Willkommensgruß galt einer  Abordnung des Patenvereins der Hängsching, „Mußbacher Ausles“ aus Mußbach, die mit ihrem Präsidenten Jürgen Baumert  nach Böhl gekommen waren.  „Wir werden auch in dieser Kampagne unser Bestes geben, um unseren Freunden aus Nah und Fern Spaß und Freude zu bereiten“ betonte Clemens Kreitner. Mit drei donnernden „Hängsching „ Ahoi, in das die Anwesenden begeistert einstimmten,  wurde die Fastnacht dann auch stimmlich eröffnet.

Freigiebig zeigten sich die Karnevalisten, die ihre Gäste mit Sekt bewirteten. Wie schon seit Jahren guter Brauch, beobachteten auch dieses Jahr viele Kinder der angrenzenden Johannes-Fink-Grundschule das Geschehen. Unter den Kindern wurde von Clemens Kreitner und Prinzessin Julia I.  „Mohrenköpfe“, nein„Schaumköpfe“, „Schaumküsse“ oder wie man heute die aufgeschäumte, mit Schokoladenguss überzogene Süßigkeit nennen darf, verteilt. Diese wurde natürlich von den Kindern begeistert angenommen. Viele der Kinder wünschten sich öfter solch willkommene Abwechslung während einer Schulstunde. Und viele Mädchen unterhielten sich mit den Prinzessinnen und der Wunsch auch einmal dieses Amt zu begleiten war ihnen ins Gesicht geschrieben.

Clemens Kreitner wies auf die kommenden Veranstaltungen hin. Die Prunksitzungen in der VT-Halle in Böhl werden am 31.01.und  06.02. 2015, jeweils um 19:11 Uhr beginnen. Der Kindermaskenball folgt am 17.02.2015. um 14:11 Uhr. Die Kampagne endet dann mit den traditionellen Heringsessen am 18.02.2015 um 19:11 Uhr ebenfalls in der VT-Halle.

Der Ball der Prinzessin findet am 15.11.2014 in der VT Halle um 19:11 Uhr statt, der Gardeball wird am 22.11.2014 in der VT-Halle sein. Bild: fg

11.11.2014